diff --git a/views/nt/ev/mk/getauft/mir_nach.pug b/views/nt/ev/mk/getauft/mir_nach.pug
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br
| Andererseits ist die Hingabe des Gottessohnes in der Mitte der konzentrischen Gliederung, näherhin in der Wüstensendung nach der Tauferzählung (→ „Sohn Gottes“), angedeutet.
- .card.slide.border-primary.mb-3
- .card-body
- h5.card-title
- q.bibeltext
- | ... um unter allen Völkern den Gehorsam des Glaubens aufzurichten
- span.bibelstelle Röm 1,5
- h6.card-subtitle.text-muted Eine Besonderheit der Namen der Apostel neu verstanden
- hr
- ul.card-text
- li
- | Liest man Mk 1,16-20 nach Mk 1,14-15, die beide zusammen Gal 4,4-6 und damit die Befreiung vom jüdischen Gesetz vergegenwärtigen,
- | folgen die Jünger mit dem Ruf zur Nachfolge
- | gleichzeitig gehorsam dem Ruf zu Umkehr und Glaube an das Evangelium.
- li
- | Dies lässt sich mit der Wendung „Gehorsam des Glaubens“ in Röm 1,5 verbinden, zu der Paulus alle Völker führen will.
- li
- | Schon lange ist in der Forschung aufgefallen, dass die Namen Simon und Andreas hellenistisch klingen,
- | während Jakobus und Johannes jüdische Namen sind.
- li
- | Der erwähnte Bezug zu Röm 1,5 macht es wahrscheinlich, dass dies kein Zufall ist,
- br
- | vielmehr sind schon in den vier Erstberufenen „alle Völker“ – Juden und Heiden – angedeutet, die zum „Gehorsam des Glaubens“ gerufen werden.
-
-
.card.slide.border-primary.mb-3
.card-body
h5.card-title
q.bibeltext
| Als die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, ... damit er die freikaufe, die unter dem Gesetz stehen
span.bibelstelle Gal 4,4-5a
+ br
+ | und
+ q.bibeltext
+ | ... um unter allen Völkern den Gehorsam des Glaubens aufzurichten
+ span.bibelstelle Röm 1,5
h6.card-subtitle.text-muted Ein zweiter Blick auf das Gegenüber von Mk 1,4-8 und Mk 1,14-15
hr
ul.card-text
li
| Die befreiend-freikaufende Sendung des Sohnes wird in der Mitte der konzentrischen Gliederung erzählt.
- li
+ br
| In Mk 1,14-15 wird diese Sendung und ihre Bedeutung ins Wort gebracht und dabei Gal 4,4-6 vergegenwärtigt.
- li
+ br
| In Mk Mk 1,4-8 werden die Auswirkungen der Sendung erzählt: Menschen sind befreit von der Herrschaft der Sünde,
| erfahren in der Taufe die Vergebung der Sünden;
br
- | sie sind nun frei vom „Gesetz der Sünde und des Todes“ (Röm 8,2).
+ | sie sind nun frei vom „Gesetz der Sünde und des Todes“ (Röm 8,2).
li
- | In Mk 1,8 kündigt Johannes der Täufer die Geisttaufe des Stärkeren an;
- br
- | dies kann von Gal 4,6 her verstanden werden,
- br
- | aber auch – als parallele, inhaltlich effektiv identische Aussage – von
- span.bibelstelle Gal 3,13-14*
- | her (wörtlich übersetzt – EÜ ungenau!):
+ | In der Mitte der konzentrischen Gliederung ist – stimmig dazu –
+ span.bibelstelle Gal 3,13-14
+ | im Hintergrund zu vergegenwärtigen:
br
q.bibeltext
- | Christus hat uns losgekauft ...., damit wir die Verheißung des Geistes empfingen durch den Glauben.
+ | Christus hat uns vom Fluch des Gesetzes freigekauft, indem er für uns zum Fluch geworden ist;
+ br
+ | denn es steht geschrieben: Verflucht ist, wer am Holz hängt.
+ br
+ | Jesus Christus hat uns freigekauft, damit den Völkern durch ihn der Segen Abrahams zuteilwird
+ br
+ | und wir die Verheißung des Geistes empfangen durch den Glauben.
+ li
+ | Johannes hatte auf den Stärkeren hingewiesen, der nach ihm kommt und der mit dem Heiligen Geist taufen wird.
br
- | Gemeint ist hier das „Empfangen des verheißenen Geistes“, nicht nur die Verheißung als solche;
+ | Mk 1,14-15 nimmt die zeitliche Abfolge und den Überbietungscharakter auf, indem es mit „Nachdem“ beginnt sowie
+ | vom Anbruch der Königsherrschaft Gottes und des Zeitalters des Glaubens erzählt.
+ li
+ | Während Johannes der Täufer in Mk 1,8 die Geisttaufe des Stärkeren ankündigt, ruft Mk 1,15 zum Glauben auf.
br
- | „Verheißung“/„verheißen“ verbindet sich mit der Ankündigung der Geisttaufe durch Johannes besser als Gal 4,6,
+ | Dieses Gegenüber vergegenwärtigt aus Gal 3,13-14 unmittelbar die Aussage
br
- | zumal in Mk 1,14-15 zum Glauben aufgerufen wird.
+ q.bibeltext
+ | Christus hat uns losgekauft ...., damit wir die Verheißung des Geistes empfingen durch den Glauben.
br
- | Jedenfalls ist angedeutet, dass jene, die die Geisttaufe empfangen haben, nun – wie Jesus –
- | dem befreienden „Gesetz des Geistes“ (Röm 8,2) unterstehen.
+ | Gemeint ist hier das „Empfangen des verheißenen Geistes“, nicht nur die Verheißung als solche.
+ br
+ | Ferner rückt
+ span.bibelstelle Gal 3,2
+ | in Blick:
+ q.bibeltext
+ | Dies eine möchte ich von euch wissen:
+ br
+ | Habt ihr den Geist durch die Werke des Gesetzes oder
+ | durch das Hören der Glaubensbotschaft empfangen?
+ p.card-text.small.mb-0
+ | Natürlich kann – wie in der vorhergehenden konzentrischen Gliederung – auch an Gal 4,6 gedacht werden,
+ br
+ | „Verheißung“/„verheißen“ verbindet sich mit der Ankündigung der Geisttaufe durch Johannes besser als Gal 4,6,
+ br
+ | zumal in Mk 1,14-15 zum Glauben aufgerufen wird.
+ li
+ | Den Anbruch des Zeitalters des Glaubens und das Ende des Zeitalters des Gesetzes thematisiert Paulus insgesamt
+ | in Gal 3,22-25; mit der Taufe Jesu und der Sohnesbetitelung Jesu bei der Taufe in der Mitte der konzentrischen Gliederung
+ | und der Sohnesthematik am unteren Ende der konzentrischen Gliederung sowie mit dem Thema „(alle) Völker“
+ | im aktuellen Gegenüber (sowie in der Berufungserzählung, s. u.) kann aber
+ span.bibelstelle Gal 3,22-28
+ | insgesamt im Hintergrund stehen:
+ br
+ q.bibeltext
+ | 22 Aber die Schrift hat alles unter der Sünde eingeschlossen,
+ | damit die Verheißung aus dem Glauben an Jesus Christus denen gegeben wird, die glauben.
+ br
+ | 23 Ehe der Glaube kam, waren wir vom Gesetz behütet, verwahrt, bis der Glaube offenbar werden sollte.
+ br
+ | 24 So ist das Gesetz unter Erzieher auf Christus hin geworden, damit wir aus dem Glauben gerecht gemacht werden.
+ br
+ | 25
+ i Nachdem aber der Glaube gekommen ist, stehen wir nicht mehr unter dem Erzieher.
+ br
+ | 26 Denn alle sei ihr durch den Glauben Söhne Gottes in Christus Jesus.
+ br
+ | 27 Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen.
+ br
+ | 28 Es gibt nicht mehr Juden und Griechen, nicht Sklaven und Freie, nicht männlich und weiblich;
+ | denn ihr alle seid einer in Christus Jesus.
+ li
+ | Zu Johannes dem Täufer kommen die Menschen aus „ganz Judäa“ sowie „alle Einwohner Jerusalems“,
+ | Jesus dagegen geht nach Galiläa;
+ br
+ | da wie dort erschallt der Umkehrruf, bei Jesus ergänzt durch den Ruf zum Glauben.
+ br
+ | Mit Judäa – als jüdischem Kernland mit Jerusalem als Hauptstadt – da und Galiläa – das von Nichtjuden durchsetzt ist – dort im Gegenüber der
+ | konzentrischen Gliederung sind zwei Regionen Palästinas benannt;
+ br
+ | dies kann im Sinne einer Weitung verstanden werden, wobei zu bedenken ist, dass Galiläa in Mk 1,39 – siehe dort – die Völkerwelt andeuten kann;
+ br
+ | dadurch wird die Aussage
+ q.bibeltext
+ | Jesus Christus hat uns freigekauft, damit den Völkern durch ihn der Segen Abrahams zuteilwird
+ | aus Gal 3,14 vergegenwärtigt (wobei „Völker“ hier Israel und die Völkerwelt einschließt, wie die Segensverheißung an Abraham auch zusammenbindend ist [→ Gal 3,8: „alle Völker“!];
+ | wohl liegt aber ein gewisser Akzent auf der Völkerwelt, weil dies der Argumentationsrichtung des Paulus entspricht).
+ br
+ | Bedenkt man, dass die Menschen, die zu Johannes dem Täufer kommen, gehorsam dem Umkehrruf folgen
+ | und dass Jesus zum Glauben aufruft, ist auch an
+ span.bibelstelle Röm 1,5
+ | zu denken:
+ q.bibeltext
+ | ... um unter allen Völkern den Gehorsam des Glaubens aufzurichten
+ br
+ | (Im „allen“ ist hier dann definitiv Israel mitgemeint, auch im Bezug zu Gal 3,14 ist dies vorauszusetzen.)
+ p.card-text.small.mb-0
+ | Das „Nachdem“ zu Beginn von Mk 1,14-15 darf hier noch nicht im Sinne einer (nachösterlichen) Ablösung verstanden werden,
+ | da die Menschen aus „ganz Judäa und alle Einwohner Jerusalems“ positiv dargestellt werden: sie folgen gehorsam dem Umkehrruf;
+ | dies ist auch in Übereinstimmung mit anderen konzentrischen Gliederungen und dem jeweiligen Gegenüber von Mk 1,4-8 festzuhalten.
+
+ .card.slide.border-primary.mb-3
+ .card-body
+ h5.card-title
+ | Simon und Andreas – Jakobus und Johannes
+ h6.card-subtitle.text-muted Eine Besonderheit der Namen der Apostel neu verstanden
+ hr
+ ul.card-text
+ li
+ | Mit Gal 3,13-14 in der Mitte sowie Mk 1,4-8 und Mk 1,14-15 als gegenüberliegende Erzählungen der konzentrischen Gliederung
+ | war der Segen für die Völker bzw. des Führen aller Völker zum Gehorsam des Glaubens in Blick geraten (s. o.).
+ li
+ | Mit diesem Gedanken im Hintergrund kann ein altes exegetisches Rätsel gelöst werden:
+ br
+ | Schon lange ist in der Forschung aufgefallen, dass Simon und Andreas griechische Namen sind (semitisch wäre „Simeon“),
+ | Jakobus und Johannes dagegen semitische Namen.
+ br
+ | Aufgrund der obigen Feststellung ist es sehr wahrscheinlich, dass dies kein Zufall ist;
+ br
+ | vielmehr sind schon in den vier Erstberufenen – deren Berufung just am unteren Ende der aktuellen konzentrischen Gliederung erzählt wird –
+ | „alle Völker“ – Juden und Völkerwelt – angedeutet,
+ | denen der Segen Abrahams zuteilwerden soll bzw. die zum Gehorsam des Glaubens geführt werden sollen.
+ li
+ | Unterstützt wird dies durch folgende Beobachtung:
+ br
+ | Liest man Mk 1,16-20 nach Mk 1,14-15, die beide zusammen Gal 4,4-6 und damit die Befreiung vom jüdischen Gesetz vergegenwärtigen,
+ | folgen die Jünger mit dem Ruf zur Nachfolge
+ | gleichzeitig gehorsam dem Ruf zu Umkehr und Glaube an das Evangelium,
+ br
+ | dies lässt sich direkt mit der Wendung „Gehorsam des Glaubens“ in Röm 1,5 verbinden, zu der Paulus alle Völker führen will.
+ li.small
+ | Schließlich wird diese Sichtweise auch dadurch bestätigt, dass die Berufung der ersten Jünger in der Gliederung „Galiläa I“
+ | (mit der Heilung des Aussätzigen als Mitte) der Heilung des Gelähmten gegenübersteht;
+ br
+ | dort ist aber definitiv die Thematik „Beschnittene und Unbeschnittene“ gegenwärtig, wie allein schon die „doppelte Dachöffnung“ zeigt,
+ | zusammen mit dem allein rechtfertigenden Glauben („als er ihren Glauben sah ...“).
+
+ .card.slide.border-primary.mb-3
+ .card-body
+ h5.card-title
+ | Von der Versuchung, das Gesetz (wieder) aufzurichten
+ h6.card-subtitle.text-muted Eine Problematik des Briefes des Paulus an die Galater
+ hr
+ ul.card-text
+ li
+ | Mit der Thematik „Versuchung“ in der Mitte der konzentrischen Gliederung verbindet sich auch das Herrichten des „Netzes“ – also des jüdischen Gesetzes –
+ | durch die Söhne des Zebedäus (und umgekehrt).
+ li
+ | Das Wiederaufrichten des Gesetzes ist – wie teils schon oben gesehen – eine grundsätzliche Problematik des Briefes des Apostel Paulus an die Galater.
+ li
+ | Als nämlich judenchristliche Missionare nach dem Weiterzug des Paulus zur weiteren Mission in die galatischen Gemeinden eingedrungen waren,
+ | versuchen diese die Galater davon zu überzeugen, dass zur Erlangung des Heiles die Verpflichtung auf das jüdische Gesetz samt Beschneidung (für die Männer)
+ | unbedingt notwendig sei – der Glaube an Jesus allein reiche nicht.
+ li
+ | Dem Brief an die Galater kann man entnehmen, dass die Galater im Begriff waren, sich dem zu beugen;
+ br
+ | Paulus fährt einige Argumentationsstränge auf, um dem entgegenzuwirken.
+ li
+ | Nachfolge erfordert – wie in der Berufungserzählung eindrücklich bebildert – das Zurücklassen und Kaputtseinlassen des „Netzes“ – also des jüdischen Gesetzes –;
+ br
+ | da spielen natürlich auch im Zusammenhang mit der vorausgehenden Erzählung Mk 1,14-15 präsent gewordenen Aussagen des Galater- und Römerbriefes eine Rolle:
+ br
+ | das jüdische Gesetz hat „alles unter der Sünde eingeschlossen“ (Gal 3,22), es ist daher das „Gesetz der Sünde und des Todes“ (Röm 8,2);
+ br
+ | das (Wieder-)Aufrichten des Gesetzes treibt daher in die Hände der durch das Gesetz gefangen nehmenden Sünde;
+ br
+ | denn man muss auch
+ span.bibelstelle Gal 5,3
+ | bedenken:
+ br
+ q.bibeltext Ihr, die ihr durch das Gesetz gerecht werden wollt, seid von Christus getrennt; ihr seid aus der Gnade herausgefallen.
+ br
+ | Folglich ist das Zurückkehren zum jüdischen Gesetz bzw. seine Einführung in Galatien effektiv ein Zurückkehren zur Sünde,
+ br
+ | Rückkehr bzw. Einführung des Gesetzes können daher mit der Versuchung durch Satan verbunden bzw. als Versuchung durch Satan verstanden werden.
+ li
+ | Dies scheint zunächst ein verwegener Gedanke zu sein.
+ br
+ | Allerdings kann Paulus jene, die die Einführung des jüdischen Gesetzes in Galatien betreiben, als solche bezeichnen, „die im Fleisch nach Anerkennung streben“
+ | – quasi Anti-Typen zu den Söhnen des Zebedäus, die (im Sinne von Entäußerung und Erniedrigung nach dem Philipperhymnus) ihre Stellung als Söhne im väterlichen Betrieb zurücklassen, um Jesus nachzufolgen.
+ br
+ | Das Verlassen der Stellung als Söhne im väterlichen Betrieb und das Aufgeben des zerrissenen „Netzes“ ist in der Erzählung miteinander verknüpft, ist ein notwendig zusammenhängendes Handeln.
+ br
+ | Wie das Bleiben in der hoheitlichen Stellung als Söhne im väterlichen Betrieb die Versuchung der Söhne des Zebedäus ist,
+ br
+ | so kann also – aufgrund der beschriebenen Zusammenhänge – auch das Zurückkehren zum jüdischen Gesetz bzw. dessen Einführung in Galatien mit der Versuchung durch Satan verbunden werden.
+ li
+ | Zu beachten und für ein tieferes Verständnis leitend ist die Beobachtung, dass die Versuchung der Jünger, das Gesetz (wieder) aufzurichten,
+ | der Versuchung Jesu, das Kreuz nicht anzunehmen, parallel ist.
+ br
+ | Das Gesetz (wieder) aufzurichten, würde eine Relativierung des Kreuzes Christi bedeuten;
+ br
+ | es würde – wie Paulus sich in Gal 5,11 ausdrückt – das „Ärgernis des Kreuzes beseitigen“.
+ br
+ | Eine Harmonisierung des Kreuzes mit dem jüdischen Gesetz würde weder das eine noch das andere ernst nehmen,
+ | ist doch nach Paulus die in Gal 3,13-14 zitierte Aussage Dtn 21,23 zu bedenken:
+ br
+ | Gesetz und Kreuz schließen sich aus;
+ br
+ | ist aber der Gekreuzigte – entgegen Dtn 21,23 (aber gemäß des Vierten Gottesknechtsliedes des Jesaja)! – auferstanden, ist das ein göttliches Zeichen
+ | mit klarer Aussage, wo nun das Heil zu suchen ist, weil es nur dort gefunden weren kann.
+ br
+ | Eine Relativierung des Kreuzes bzw. von Dtn 21,23 würde Gal 3,13-14 in seiner Heilsaussage zerstören:
+ br
+ | Das Kreuz würde seiner erlösenden Kraft beraubt – und in der Tat hat das Kreuz Christi in der entsprechenden Form des „Christentums“
+ | keine erlösende Dimension: es ist „einfach“ das „typische“ Prophetenschicksal, die Auferstehung ist „lediglich“ die Rehabilitierung des Propheten
+ | und seine Bestimmung zum künftigen Richter über Lebende und Tote.
+ br
+ | Wird das Kreuz nicht ernst genommen sondern relativiert, ist es zugleich auch als Richtschnur christlicher Ethik relativiert bzw. entleert:
+ | Sehr schön bebildert Markus (s. o.), dass die Versuchung, das Gesetz (wieder) aufzurichten, der Versuchung, weiter an weltlich-irdischen Dingen zu hängen,
+ | parallel ist.
+ br
+ | Dies stimmt mit den Aussagen des Galaterbriefes überein; in Gal 6,12 kann Paulus sogar soweit gehen,
+ | dass er das Streben nach „Anerkennung“ zur Ursache dafür macht, das Kreuz Christi zu relativieren (vgl. dazu auch Phil 3,18-19).
+ br
+ | So ist theoretisch (→ Theologie/„Erlösungslehre“) wie praktisch (→ Ethik) die Herrschaft der Sünde bzw. Satans nicht
+ | gebrochen bzw. neu aufgerichtet, wo das Gesetz neu aufgerichtet wird.
//-
.small
h6 Unwahrscheinliche Gliederungsvariante