From 0d5ba66c9be2e3f03b26c904787857dc9c36ff42 Mon Sep 17 00:00:00 2001 From: Peter Fischer Date: Sat, 29 Jan 2022 15:17:46 +0100 Subject: [PATCH] =?UTF-8?q?Update=20Mk/Mir=20nach=20Gesetzesthematik=20V?= =?UTF-8?q?=C3=B6lkerthematik?= MIME-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8 Content-Transfer-Encoding: 8bit --- views/nt/ev/mk/getauft/mir_nach.pug | 254 +++++++++++++++++++++++----- 1 file changed, 214 insertions(+), 40 deletions(-) diff --git a/views/nt/ev/mk/getauft/mir_nach.pug b/views/nt/ev/mk/getauft/mir_nach.pug index 0d758ba..70d2198 100644 --- a/views/nt/ev/mk/getauft/mir_nach.pug +++ b/views/nt/ev/mk/getauft/mir_nach.pug @@ -983,68 +983,242 @@ block content br | Andererseits ist die Hingabe des Gottessohnes in der Mitte der konzentrischen Gliederung, näherhin in der Wüstensendung nach der Tauferzählung (→ „Sohn Gottes“), angedeutet. - .card.slide.border-primary.mb-3 - .card-body - h5.card-title - q.bibeltext - | ... um unter allen Völkern den Gehorsam des Glaubens aufzurichten - span.bibelstelle Röm 1,5 - h6.card-subtitle.text-muted Eine Besonderheit der Namen der Apostel neu verstanden - hr - ul.card-text - li - | Liest man Mk 1,16-20 nach Mk 1,14-15, die beide zusammen Gal 4,4-6 und damit die Befreiung vom jüdischen Gesetz vergegenwärtigen, - | folgen die Jünger mit dem Ruf zur Nachfolge - | gleichzeitig gehorsam dem Ruf zu Umkehr und Glaube an das Evangelium. - li - | Dies lässt sich mit der Wendung „Gehorsam des Glaubens“ in Röm 1,5 verbinden, zu der Paulus alle Völker führen will. - li - | Schon lange ist in der Forschung aufgefallen, dass die Namen Simon und Andreas hellenistisch klingen, - | während Jakobus und Johannes jüdische Namen sind. - li - | Der erwähnte Bezug zu Röm 1,5 macht es wahrscheinlich, dass dies kein Zufall ist, - br - | vielmehr sind schon in den vier Erstberufenen „alle Völker“ – Juden und Heiden – angedeutet, die zum „Gehorsam des Glaubens“ gerufen werden. - - .card.slide.border-primary.mb-3 .card-body h5.card-title q.bibeltext | Als die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, ... damit er die freikaufe, die unter dem Gesetz stehen span.bibelstelle Gal 4,4-5a + br + | und + q.bibeltext + | ... um unter allen Völkern den Gehorsam des Glaubens aufzurichten + span.bibelstelle Röm 1,5 h6.card-subtitle.text-muted Ein zweiter Blick auf das Gegenüber von Mk 1,4-8 und Mk 1,14-15 hr ul.card-text li | Die befreiend-freikaufende Sendung des Sohnes wird in der Mitte der konzentrischen Gliederung erzählt. - li + br | In Mk 1,14-15 wird diese Sendung und ihre Bedeutung ins Wort gebracht und dabei Gal 4,4-6 vergegenwärtigt. - li + br | In Mk Mk 1,4-8 werden die Auswirkungen der Sendung erzählt: Menschen sind befreit von der Herrschaft der Sünde, | erfahren in der Taufe die Vergebung der Sünden; br - | sie sind nun frei vom „Gesetz der Sünde und des Todes“ (Röm 8,2). + | sie sind nun frei vom „Gesetz der Sünde und des Todes“ (Röm 8,2). li - | In Mk 1,8 kündigt Johannes der Täufer die Geisttaufe des Stärkeren an; - br - | dies kann von Gal 4,6 her verstanden werden, - br - | aber auch – als parallele, inhaltlich effektiv identische Aussage – von - span.bibelstelle Gal 3,13-14* - | her (wörtlich übersetzt – EÜ ungenau!): + | In der Mitte der konzentrischen Gliederung ist – stimmig dazu – + span.bibelstelle Gal 3,13-14 + | im Hintergrund zu vergegenwärtigen: br q.bibeltext - | Christus hat uns losgekauft ...., damit wir die Verheißung des Geistes empfingen durch den Glauben. + | Christus hat uns vom Fluch des Gesetzes freigekauft, indem er für uns zum Fluch geworden ist; + br + | denn es steht geschrieben: Verflucht ist, wer am Holz hängt. + br + | Jesus Christus hat uns freigekauft, damit den Völkern durch ihn der Segen Abrahams zuteilwird + br + | und wir die Verheißung des Geistes empfangen durch den Glauben. + li + | Johannes hatte auf den Stärkeren hingewiesen, der nach ihm kommt und der mit dem Heiligen Geist taufen wird. br - | Gemeint ist hier das „Empfangen des verheißenen Geistes“, nicht nur die Verheißung als solche; + | Mk 1,14-15 nimmt die zeitliche Abfolge und den Überbietungscharakter auf, indem es mit „Nachdem“ beginnt sowie + | vom Anbruch der Königsherrschaft Gottes und des Zeitalters des Glaubens erzählt. + li + | Während Johannes der Täufer in Mk 1,8 die Geisttaufe des Stärkeren ankündigt, ruft Mk 1,15 zum Glauben auf. br - | „Verheißung“/„verheißen“ verbindet sich mit der Ankündigung der Geisttaufe durch Johannes besser als Gal 4,6, + | Dieses Gegenüber vergegenwärtigt aus Gal 3,13-14 unmittelbar die Aussage br - | zumal in Mk 1,14-15 zum Glauben aufgerufen wird. + q.bibeltext + | Christus hat uns losgekauft ...., damit wir die Verheißung des Geistes empfingen durch den Glauben. br - | Jedenfalls ist angedeutet, dass jene, die die Geisttaufe empfangen haben, nun – wie Jesus – - | dem befreienden „Gesetz des Geistes“ (Röm 8,2) unterstehen. + | Gemeint ist hier das „Empfangen des verheißenen Geistes“, nicht nur die Verheißung als solche. + br + | Ferner rückt + span.bibelstelle Gal 3,2 + | in Blick: + q.bibeltext + | Dies eine möchte ich von euch wissen: + br + | Habt ihr den Geist durch die Werke des Gesetzes oder + | durch das Hören der Glaubensbotschaft empfangen? + p.card-text.small.mb-0 + | Natürlich kann – wie in der vorhergehenden konzentrischen Gliederung – auch an Gal 4,6 gedacht werden, + br + | „Verheißung“/„verheißen“ verbindet sich mit der Ankündigung der Geisttaufe durch Johannes besser als Gal 4,6, + br + | zumal in Mk 1,14-15 zum Glauben aufgerufen wird. + li + | Den Anbruch des Zeitalters des Glaubens und das Ende des Zeitalters des Gesetzes thematisiert Paulus insgesamt + | in Gal 3,22-25; mit der Taufe Jesu und der Sohnesbetitelung Jesu bei der Taufe in der Mitte der konzentrischen Gliederung + | und der Sohnesthematik am unteren Ende der konzentrischen Gliederung sowie mit dem Thema „(alle) Völker“ + | im aktuellen Gegenüber (sowie in der Berufungserzählung, s. u.) kann aber + span.bibelstelle Gal 3,22-28 + | insgesamt im Hintergrund stehen: + br + q.bibeltext + | 22 Aber die Schrift hat alles unter der Sünde eingeschlossen, + | damit die Verheißung aus dem Glauben an Jesus Christus denen gegeben wird, die glauben. + br + | 23 Ehe der Glaube kam, waren wir vom Gesetz behütet, verwahrt, bis der Glaube offenbar werden sollte. + br + | 24 So ist das Gesetz unter Erzieher auf Christus hin geworden, damit wir aus dem Glauben gerecht gemacht werden. + br + | 25 + i Nachdem aber der Glaube gekommen ist, stehen wir nicht mehr unter dem Erzieher. + br + | 26 Denn alle sei ihr durch den Glauben Söhne Gottes in Christus Jesus. + br + | 27 Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen. + br + | 28 Es gibt nicht mehr Juden und Griechen, nicht Sklaven und Freie, nicht männlich und weiblich; + | denn ihr alle seid einer in Christus Jesus. + li + | Zu Johannes dem Täufer kommen die Menschen aus „ganz Judäa“ sowie „alle Einwohner Jerusalems“, + | Jesus dagegen geht nach Galiläa; + br + | da wie dort erschallt der Umkehrruf, bei Jesus ergänzt durch den Ruf zum Glauben. + br + | Mit Judäa – als jüdischem Kernland mit Jerusalem als Hauptstadt – da und Galiläa – das von Nichtjuden durchsetzt ist – dort im Gegenüber der + | konzentrischen Gliederung sind zwei Regionen Palästinas benannt; + br + | dies kann im Sinne einer Weitung verstanden werden, wobei zu bedenken ist, dass Galiläa in Mk 1,39 – siehe dort – die Völkerwelt andeuten kann; + br + | dadurch wird die Aussage + q.bibeltext + | Jesus Christus hat uns freigekauft, damit den Völkern durch ihn der Segen Abrahams zuteilwird + | aus Gal 3,14 vergegenwärtigt (wobei „Völker“ hier Israel und die Völkerwelt einschließt, wie die Segensverheißung an Abraham auch zusammenbindend ist [→ Gal 3,8: „alle Völker“!]; + | wohl liegt aber ein gewisser Akzent auf der Völkerwelt, weil dies der Argumentationsrichtung des Paulus entspricht). + br + | Bedenkt man, dass die Menschen, die zu Johannes dem Täufer kommen, gehorsam dem Umkehrruf folgen + | und dass Jesus zum Glauben aufruft, ist auch an + span.bibelstelle Röm 1,5 + | zu denken: + q.bibeltext + | ... um unter allen Völkern den Gehorsam des Glaubens aufzurichten + br + | (Im „allen“ ist hier dann definitiv Israel mitgemeint, auch im Bezug zu Gal 3,14 ist dies vorauszusetzen.) + p.card-text.small.mb-0 + | Das „Nachdem“ zu Beginn von Mk 1,14-15 darf hier noch nicht im Sinne einer (nachösterlichen) Ablösung verstanden werden, + | da die Menschen aus „ganz Judäa und alle Einwohner Jerusalems“ positiv dargestellt werden: sie folgen gehorsam dem Umkehrruf; + | dies ist auch in Übereinstimmung mit anderen konzentrischen Gliederungen und dem jeweiligen Gegenüber von Mk 1,4-8 festzuhalten. + + .card.slide.border-primary.mb-3 + .card-body + h5.card-title + | Simon und Andreas – Jakobus und Johannes + h6.card-subtitle.text-muted Eine Besonderheit der Namen der Apostel neu verstanden + hr + ul.card-text + li + | Mit Gal 3,13-14 in der Mitte sowie Mk 1,4-8 und Mk 1,14-15 als gegenüberliegende Erzählungen der konzentrischen Gliederung + | war der Segen für die Völker bzw. des Führen aller Völker zum Gehorsam des Glaubens in Blick geraten (s. o.). + li + | Mit diesem Gedanken im Hintergrund kann ein altes exegetisches Rätsel gelöst werden: + br + | Schon lange ist in der Forschung aufgefallen, dass Simon und Andreas griechische Namen sind (semitisch wäre „Simeon“), + | Jakobus und Johannes dagegen semitische Namen. + br + | Aufgrund der obigen Feststellung ist es sehr wahrscheinlich, dass dies kein Zufall ist; + br + | vielmehr sind schon in den vier Erstberufenen – deren Berufung just am unteren Ende der aktuellen konzentrischen Gliederung erzählt wird – + | „alle Völker“ – Juden und Völkerwelt – angedeutet, + | denen der Segen Abrahams zuteilwerden soll bzw. die zum Gehorsam des Glaubens geführt werden sollen. + li + | Unterstützt wird dies durch folgende Beobachtung: + br + | Liest man Mk 1,16-20 nach Mk 1,14-15, die beide zusammen Gal 4,4-6 und damit die Befreiung vom jüdischen Gesetz vergegenwärtigen, + | folgen die Jünger mit dem Ruf zur Nachfolge + | gleichzeitig gehorsam dem Ruf zu Umkehr und Glaube an das Evangelium, + br + | dies lässt sich direkt mit der Wendung „Gehorsam des Glaubens“ in Röm 1,5 verbinden, zu der Paulus alle Völker führen will. + li.small + | Schließlich wird diese Sichtweise auch dadurch bestätigt, dass die Berufung der ersten Jünger in der Gliederung „Galiläa I“ + | (mit der Heilung des Aussätzigen als Mitte) der Heilung des Gelähmten gegenübersteht; + br + | dort ist aber definitiv die Thematik „Beschnittene und Unbeschnittene“ gegenwärtig, wie allein schon die „doppelte Dachöffnung“ zeigt, + | zusammen mit dem allein rechtfertigenden Glauben („als er ihren Glauben sah ...“). + + .card.slide.border-primary.mb-3 + .card-body + h5.card-title + | Von der Versuchung, das Gesetz (wieder) aufzurichten + h6.card-subtitle.text-muted Eine Problematik des Briefes des Paulus an die Galater + hr + ul.card-text + li + | Mit der Thematik „Versuchung“ in der Mitte der konzentrischen Gliederung verbindet sich auch das Herrichten des „Netzes“ – also des jüdischen Gesetzes – + | durch die Söhne des Zebedäus (und umgekehrt). + li + | Das Wiederaufrichten des Gesetzes ist – wie teils schon oben gesehen – eine grundsätzliche Problematik des Briefes des Apostel Paulus an die Galater. + li + | Als nämlich judenchristliche Missionare nach dem Weiterzug des Paulus zur weiteren Mission in die galatischen Gemeinden eingedrungen waren, + | versuchen diese die Galater davon zu überzeugen, dass zur Erlangung des Heiles die Verpflichtung auf das jüdische Gesetz samt Beschneidung (für die Männer) + | unbedingt notwendig sei – der Glaube an Jesus allein reiche nicht. + li + | Dem Brief an die Galater kann man entnehmen, dass die Galater im Begriff waren, sich dem zu beugen; + br + | Paulus fährt einige Argumentationsstränge auf, um dem entgegenzuwirken. + li + | Nachfolge erfordert – wie in der Berufungserzählung eindrücklich bebildert – das Zurücklassen und Kaputtseinlassen des „Netzes“ – also des jüdischen Gesetzes –; + br + | da spielen natürlich auch im Zusammenhang mit der vorausgehenden Erzählung Mk 1,14-15 präsent gewordenen Aussagen des Galater- und Römerbriefes eine Rolle: + br + | das jüdische Gesetz hat „alles unter der Sünde eingeschlossen“ (Gal 3,22), es ist daher das „Gesetz der Sünde und des Todes“ (Röm 8,2); + br + | das (Wieder-)Aufrichten des Gesetzes treibt daher in die Hände der durch das Gesetz gefangen nehmenden Sünde; + br + | denn man muss auch + span.bibelstelle Gal 5,3 + | bedenken: + br + q.bibeltext Ihr, die ihr durch das Gesetz gerecht werden wollt, seid von Christus getrennt; ihr seid aus der Gnade herausgefallen. + br + | Folglich ist das Zurückkehren zum jüdischen Gesetz bzw. seine Einführung in Galatien effektiv ein Zurückkehren zur Sünde, + br + | Rückkehr bzw. Einführung des Gesetzes können daher mit der Versuchung durch Satan verbunden bzw. als Versuchung durch Satan verstanden werden. + li + | Dies scheint zunächst ein verwegener Gedanke zu sein. + br + | Allerdings kann Paulus jene, die die Einführung des jüdischen Gesetzes in Galatien betreiben, als solche bezeichnen, „die im Fleisch nach Anerkennung streben“ + | – quasi Anti-Typen zu den Söhnen des Zebedäus, die (im Sinne von Entäußerung und Erniedrigung nach dem Philipperhymnus) ihre Stellung als Söhne im väterlichen Betrieb zurücklassen, um Jesus nachzufolgen. + br + | Das Verlassen der Stellung als Söhne im väterlichen Betrieb und das Aufgeben des zerrissenen „Netzes“ ist in der Erzählung miteinander verknüpft, ist ein notwendig zusammenhängendes Handeln. + br + | Wie das Bleiben in der hoheitlichen Stellung als Söhne im väterlichen Betrieb die Versuchung der Söhne des Zebedäus ist, + br + | so kann also – aufgrund der beschriebenen Zusammenhänge – auch das Zurückkehren zum jüdischen Gesetz bzw. dessen Einführung in Galatien mit der Versuchung durch Satan verbunden werden. + li + | Zu beachten und für ein tieferes Verständnis leitend ist die Beobachtung, dass die Versuchung der Jünger, das Gesetz (wieder) aufzurichten, + | der Versuchung Jesu, das Kreuz nicht anzunehmen, parallel ist. + br + | Das Gesetz (wieder) aufzurichten, würde eine Relativierung des Kreuzes Christi bedeuten; + br + | es würde – wie Paulus sich in Gal 5,11 ausdrückt – das „Ärgernis des Kreuzes beseitigen“. + br + | Eine Harmonisierung des Kreuzes mit dem jüdischen Gesetz würde weder das eine noch das andere ernst nehmen, + | ist doch nach Paulus die in Gal 3,13-14 zitierte Aussage Dtn 21,23 zu bedenken: + br + | Gesetz und Kreuz schließen sich aus; + br + | ist aber der Gekreuzigte – entgegen Dtn 21,23 (aber gemäß des Vierten Gottesknechtsliedes des Jesaja)! – auferstanden, ist das ein göttliches Zeichen + | mit klarer Aussage, wo nun das Heil zu suchen ist, weil es nur dort gefunden weren kann. + br + | Eine Relativierung des Kreuzes bzw. von Dtn 21,23 würde Gal 3,13-14 in seiner Heilsaussage zerstören: + br + | Das Kreuz würde seiner erlösenden Kraft beraubt – und in der Tat hat das Kreuz Christi in der entsprechenden Form des „Christentums“ + | keine erlösende Dimension: es ist „einfach“ das „typische“ Prophetenschicksal, die Auferstehung ist „lediglich“ die Rehabilitierung des Propheten + | und seine Bestimmung zum künftigen Richter über Lebende und Tote. + br + | Wird das Kreuz nicht ernst genommen sondern relativiert, ist es zugleich auch als Richtschnur christlicher Ethik relativiert bzw. entleert: + | Sehr schön bebildert Markus (s. o.), dass die Versuchung, das Gesetz (wieder) aufzurichten, der Versuchung, weiter an weltlich-irdischen Dingen zu hängen, + | parallel ist. + br + | Dies stimmt mit den Aussagen des Galaterbriefes überein; in Gal 6,12 kann Paulus sogar soweit gehen, + | dass er das Streben nach „Anerkennung“ zur Ursache dafür macht, das Kreuz Christi zu relativieren (vgl. dazu auch Phil 3,18-19). + br + | So ist theoretisch (→ Theologie/„Erlösungslehre“) wie praktisch (→ Ethik) die Herrschaft der Sünde bzw. Satans nicht + | gebrochen bzw. neu aufgerichtet, wo das Gesetz neu aufgerichtet wird. //- .small h6 Unwahrscheinliche Gliederungsvariante