diff --git a/views/nt/ev/mk/getauft/arzt.pug b/views/nt/ev/mk/getauft/arzt.pug
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@@ -3,104 +3,8 @@ include ../mixins
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- | Inhaltsangabe/Überschrift
- br
- | Himmlischer Sendungsbeschluss
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-
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- h5.card-title Johannes in der Wüste: Seine Taufe und seine Ankündigung des Kommenden; Sünder kommen in Scharen
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-
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- h5.card-title Taufe Jesu
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-
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- h5.card-title Die Versuchung Jesu
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-
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- h5.card-title Johannes tritt ab, Jesus tritt auf: Eröffnungsruf des Wirkens Jesu: Das Reich Gottes ist zum Greifen nahe!
- h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,14-15
-
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- h5.card-title Die Berufung der ersten Jünger
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-
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- h5.card-title Die neue Lehre in der Synagoge: Jesus gekommen, um Satan/die Dämonen ins Verderben zu stürzen
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-
- .card.mb-3.konzentr-2
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- h5.card-title Die Heilung der Schwiegermutter des Petrus, die (daraufhin!) Jesus dient
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-
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- h5.card-title Die ganze Stadt vor der Tür; Jesus heilt und treibt Dämonen aus
- h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,32-34
-
- .card.mb-3.konzentr-2
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- h5.card-title Rückzug und Suche, Ansage des neuen Aufbruches: „Dazu bin ich gekommen ...“
- h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,35-38
-
- .card.mb-3.konzentr-3
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- h5.card-title Erneuter Aufbruch (ganz Galiläa, Verkündigung in Synagogen, Dämonenaustreibungen)
- h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,39
-
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- h5.card-title Die Heilung des Aussätzigen
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-
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- h5.card-title Jesus predigt das Wort
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-
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- h5.card-title Jesus heilt den Gelähmten
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-
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- h5.card-title Jesus am Wasser; Scharen kommen; Jesus lehrt; Die Berufung des Zöllners Levi
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-
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- h5.card-title Mahl mit den Zöllnern und Sündern
- h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,15
-
- .card.mb-3.konzentr-9
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- h5.card-title Streit mit den Pharisäern und Schriftgelehrten: Jesus gekommen als Arzt
- h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,16-17
-
- hr
-
- p
- | Im Fahrwasser der Alternative zur vorhergehenden Gliederung – siehe dort (die Begründung passt hier analog) –
- | bietet sich als bessere(?) Alternative Folgendes an.
- br
- | Anzumerken ist auch, dass das „Mahl mit den Zöllnern und Sündern“ nur bedingt als Gegenüber zum Wirken
- | Johannes des Täufers passt, da der Aspekt der Verkündigung abwesend ist.
- .card.mb-3.konzentr-8
+ .card.mb-1.konzentr-8
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h5.card-title
| Inhaltsangabe/Überschrift
@@ -108,7 +12,7 @@ block content
| Himmlischer Sendungsbeschluss
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,1-3
- .card.mb-3.konzentr-7
+ .card.mb-1.konzentr-7
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h5.card-title
| Johannes in der Wüste: Die Verkündigung der Taufe zur Vergebung der Sünden und die Ankündigung des kommenden Stärkeren
@@ -116,62 +20,62 @@ block content
| Die Taufe Jesu: Tod und Auferstehung Jesu als Wendepunkt der Heilsgeschichte
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,4-7.9-11
- .card.mb-3.konzentr-6
+ .card.mb-1.konzentr-6
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h5.card-title Die Versuchung Jesu
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,12-13
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.card-body.gliederung
h5.card-title Johannes tritt ab, Jesus tritt auf: Eröffnungsruf des Wirkens Jesu: Das Reich Gottes ist zum Greifen nahe!
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,14-15
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+ .card.mb-1.konzentr-4
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h5.card-title Die Berufung der ersten Jünger
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,16-20
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h5.card-title Die neue Lehre in der Synagoge: Jesus gekommen, um Satan/die Dämonen ins Verderben zu stürzen
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,21-28
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h5.card-title Die Heilung der Schwiegermutter des Petrus, die (daraufhin!) Jesus dient
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,29-31
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+ .card.mb-1.konzentr-1
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h5.card-title Die ganze Stadt vor der Tür; Jesus heilt und treibt Dämonen aus
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,32-34
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h5.card-title Rückzug und Suche, Ansage des neuen Aufbruches: „Dazu bin ich gekommen ...“
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,35-38
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+ .card.mb-1.konzentr-3
.card-body.gliederung
h5.card-title Erneuter Aufbruch (ganz Galiläa, Verkündigung in Synagogen, Dämonenaustreibungen)
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,39
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+ .card.mb-1.konzentr-4
.card-body.gliederung
h5.card-title Die Heilung des Aussätzigen
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,40-45
- .card.mb-3.konzentr-5
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.card-body.gliederung
h5.card-title Jesus predigt das Wort
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,1-2
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+ .card.mb-1.konzentr-6
.card-body.gliederung
h5.card-title Jesus heilt den Gelähmten
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,3-12
- .card.mb-3.konzentr-7
+ .card.mb-1.konzentr-7
.card-body.gliederung
h5.card-title
| Jesus am Wasser; Scharen kommen; Jesus lehrt
@@ -179,10 +83,177 @@ block content
| Die Berufung des Zöllners Levi
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,13.14
- .card.mb-3.konzentr-8
+ .card.mb-1.konzentr-8
.card-body.gliederung
h5.card-title
| Mahl mit den Zöllnern und Sündern
br
| Streit mit den Pharisäern und Schriftgelehrten: Jesus gekommen als Arzt
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,15.16-17
+
+
+ .slide.mb-3
+ hr
+ p.card-text.mb-0.konzentr-3.bibeltextkonzentr
+ | 1 Anfang des Evangeliums Jesu Christi, Sohn (eines) Gottes.
+ br
+ | 2 Wie geschrieben steht beim Propheten Jesaja:
+ br
+ q Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der einen Weg bahnen wird.
+ br
+ q 3 Stimme eines Rufers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn! Macht gerade seine Straßen!
+ p.card-text.konzentr-1.mb-0.bibeltextkonzentr
+ | 32 Am Abend, als die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus.
+ br
+ | 33 Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt
+ br
+ | 34 und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten, und er trieb viele Dämonen aus.
+ br
+ | Und er verbot den Dämonen zu reden, weil sie ihn kannten.
+ p.card-text.konzentr-3.bibeltextkonzentr
+ | 15 Und als Jesus in dessen [= des Levi'is] Haus zu Tisch war,
+ br
+ | da waren viele Zöllner und Sünder zusammen mit ihm und seinen Jüngern zu Tisch;
+ br
+ | es waren nämlich viele, die ihm nachfolgten.
+ br
+ | 16 Als die Schriftgelehrten der Pharisäer sahen, dass er mit Zöllnern und Sündern aß,
+ br
+ | sagten sie zu seinen Jüngern: Wie kann er zusammen mit Zöllnern und Sündern essen?
+ br
+ | 17 Jesus hörte es und sagte zu ihnen: Nicht die Gesunden bedürfen des Arztes, sondern die Kranken.
+ br
+ | Ich bin nicht gekommen, um Gerechte zu rufen, sondern Sünder.
+
+
+ .card.slide.border-primary.mb-3
+ .card-body
+ h5.card-title Jesus eckt an
+ hr
+ p.card-text
+ | Nachdem Zöllner per se Sünder waren – siehe die vorhergehende Erzählung – war das Verhalten Jesu,
+ | von dem hier erzählt wird, in den Augen der
+ | ‚Frommen‘ sehr anstößig:
+ br
+ | Jesus eckte an, weil er sich in Gemeinschaft mit „Zöllnern und
+ | Sündern“ begeben hat – aus Perspektive der ‚Frommen‘ Randexistenzen, die man meiden sollte.
+
+ .card.slide.border-primary.mb-3
+ .card-body
+ h5.card-title Jesus als Arzt – „Ansteckung“ zum Guten
+ hr
+ p.card-text
+ | Aus dem Wort Jesu – „Nicht die Gesunden brauchen den Arzt ...“ – wird deutlich, dass
+ | Jesus durchaus nicht einfach gut heißt, was „Zöllner und Sünder“ so tun; er hofft aber,
+ | dass die Begegnung mit ihm „ansteckt“ und die Menschen zum Guten wandelt (wie eine
+ | Krankheit – nur eben positiv).
+
+ .card.slide.border-primary
+ .card-body
+ h5.card-title Jesu Verhalten: Muster für die Gemeinde – will „anstecken“
+ hr
+ p.card-text
+ | Zur Identität der christlichen Gemeinde muss – in der Nachfolge Jesu – gehören:
+ br
+ | Nicht ausgrenzen, sondern einladen – aber auf Ansteckung und Wandlung zum Guten hin.
+
+
+
+
+ //-
+ .card.mb-3.konzentr-9
+ .card-body.gliederung
+ h5.card-title
+ | Inhaltsangabe/Überschrift
+ br
+ | Himmlischer Sendungsbeschluss
+ h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,1-3
+
+ .card.mb-3.konzentr-8
+ .card-body.gliederung
+ h5.card-title Johannes in der Wüste: Seine Taufe und seine Ankündigung des Kommenden; Sünder kommen in Scharen
+ h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,4-8
+
+ .card.mb-3.konzentr-7
+ .card-body.gliederung
+ h5.card-title Taufe Jesu
+ h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,9-11
+
+ .card.mb-3.konzentr-6
+ .card-body.gliederung
+ h5.card-title Die Versuchung Jesu
+ h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,12-13
+
+ .card.mb-3.konzentr-5
+ .card-body.gliederung
+ h5.card-title Johannes tritt ab, Jesus tritt auf: Eröffnungsruf des Wirkens Jesu: Das Reich Gottes ist zum Greifen nahe!
+ h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,14-15
+
+ .card.mb-3.konzentr-4
+ .card-body.gliederung
+ h5.card-title Die Berufung der ersten Jünger
+ h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,16-20
+
+ .card.mb-3.konzentr-3
+ .card-body.gliederung
+ h5.card-title Die neue Lehre in der Synagoge: Jesus gekommen, um Satan/die Dämonen ins Verderben zu stürzen
+ h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,21-28
+
+ .card.mb-3.konzentr-2
+ .card-body.gliederung
+ h5.card-title Die Heilung der Schwiegermutter des Petrus, die (daraufhin!) Jesus dient
+ h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,29-31
+
+ .card.mb-3.konzentr-1
+ .card-body.gliederung
+ h5.card-title Die ganze Stadt vor der Tür; Jesus heilt und treibt Dämonen aus
+ h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,32-34
+
+ .card.mb-3.konzentr-2
+ .card-body.gliederung
+ h5.card-title Rückzug und Suche, Ansage des neuen Aufbruches: „Dazu bin ich gekommen ...“
+ h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,35-38
+
+ .card.mb-3.konzentr-3
+ .card-body.gliederung
+ h5.card-title Erneuter Aufbruch (ganz Galiläa, Verkündigung in Synagogen, Dämonenaustreibungen)
+ h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,39
+
+ .card.mb-3.konzentr-4
+ .card-body.gliederung
+ h5.card-title Die Heilung des Aussätzigen
+ h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,40-45
+
+ .card.mb-3.konzentr-5
+ .card-body.gliederung
+ h5.card-title Jesus predigt das Wort
+ h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,1-2
+
+ .card.mb-3.konzentr-6
+ .card-body.gliederung
+ h5.card-title Jesus heilt den Gelähmten
+ h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,3-12
+
+ .card.mb-3.konzentr-7
+ .card-body.gliederung
+ h5.card-title Jesus am Wasser; Scharen kommen; Jesus lehrt; Die Berufung des Zöllners Levi
+ h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,13-14
+
+ .card.mb-3.konzentr-8
+ .card-body.gliederung
+ h5.card-title Mahl mit den Zöllnern und Sündern
+ h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,15
+
+ .card.mb-3.konzentr-9
+ .card-body.gliederung
+ h5.card-title Streit mit den Pharisäern und Schriftgelehrten: Jesus gekommen als Arzt
+ h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,16-17
+
+ hr
+
+ p
+ | Im Fahrwasser der Alternative zur vorhergehenden Gliederung – siehe dort (die Begründung passt hier analog) –
+ | bietet sich als bessere(?) Alternative die oben gewählte Gliederung an.
+ br
+ | Anzumerken ist auch, dass das „Mahl mit den Zöllnern und Sündern“ nur bedingt als Gegenüber zum Wirken
+ | Johannes des Täufers passt, da der Aspekt der Verkündigung abwesend ist.
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index 49454a4..5df9d59 100644
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+++ b/views/nt/ev/mk/getauft/aufbruch.pug
@@ -192,7 +192,7 @@ block content
br
| denn dazu bin ich gekommen.
br
- | Und er zog durch ganz Galiläa, verkündete in ihren Synagogen und trieb die Dämonen aus.
+ | 39 Und er zog durch ganz Galiläa, verkündete in ihren Synagogen und trieb die Dämonen aus.
.card.slide.border-primary.mb-3
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+++ b/views/nt/ev/mk/getauft/braeutigam.pug
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-
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- h5.card-title
- | Inhaltsangabe/Überschrift
- br
- | Himmlischer Sendungsbeschluss
- h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,1-3
-
- .card.mb-3.konzentr-9
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- h5.card-title Johannes in der Wüste: Seine Taufe und seine Ankündigung des Kommenden; Sünder kommen in Scharen
- h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,4-8
-
- .card.mb-3.konzentr-8
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- h5.card-title Taufe Jesu
- h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,9-11
-
- .card.mb-3.konzentr-7
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- h5.card-title Die Versuchung Jesu
- h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,12-13
-
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- h5.card-title Johannes tritt ab, Jesus tritt auf: Eröffnungsruf des Wirkens Jesu: Das Reich Gottes ist zum Greifen nahe!
- h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,14-15
-
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- h5.card-title Die Berufung der ersten (vier!) Jünger
- h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,16-20
-
- .card.mb-3.konzentr-4
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- h5.card-title Die neue Lehre in der Synagoge: Jesus gekommen, um Satan/die Dämonen ins Verderben zu stürzen
- h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,21-28
-
- .card.mb-3.konzentr-3
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- h5.card-title Die Heilung der Schwiegermutter des Petrus, die (daraufhin!) Jesus dient
- h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,29-31
-
- .card.mb-3.konzentr-2
- .card-body.gliederung
- h5.card-title Die ganze Stadt vor der Tür; Jesus heilt und treibt Dämonen aus
- h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,32-34
-
- .card.mb-3.konzentr-1
- .card-body.gliederung
- h5.card-title Rückzug und Suche, Ansage des neuen Aufbruches: „Dazu bin ich gekommen ...“
- h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,35-38
-
- .card.mb-3.konzentr-2
- .card-body.gliederung
- h5.card-title Erneuter Aufbruch (ganz Galiläa, Verkündigung in Synagogen, Dämonenaustreibungen)
- h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,39
-
- .card.mb-3.konzentr-3
- .card-body.gliederung
- h5.card-title Die Heilung des Aussätzigen
- h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,40-45
-
- .card.mb-3.konzentr-4
- .card-body.gliederung
- h5.card-title Jesus wieder in Kafarnaum im Haus; er verkündigt das Wort
- h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,1-2
-
- .card.mb-3.konzentr-5
- .card-body.gliederung
- h5.card-title Jesus heilt den Gelähmten, der von vier Männern gebracht wird
- h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,3-12
-
- .card.mb-3.konzentr-6
- .card-body.gliederung
- h5.card-title Jesus predigend am Wasser
- h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,13
-
- .card.mb-3.konzentr-7
- .card-body.gliederung
- h5.card-title Die Berufung des Zöllners Levi
- h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,14
-
- .card.mb-3.konzentr-8
- .card-body.gliederung
- h5.card-title Mahl mit den Zöllnern und Sündern
- h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,15
-
- .card.mb-3.konzentr-9
- .card-body.gliederung
- h5.card-title Streit mit den Pharisäern und Schriftgelehrten: Jesus gekommen als Arzt
- h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,16-17
-
- .card.mb-3.konzentr-10
- .card-body.gliederung
- h5.card-title Fastenfrage: Der Bräutigam ist da – Neuer Wein in neue Schläuche
- h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,18-22
- p.card-text.mt-1
- | Es werden Tag gekommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein
-
-
- hr
-
- p
- | Im Fahrwasser der Alternativen zu den vorhergehenden Gliederungen – siehe dort zur Begrüdung –
- | bietet sich als bessere(?) Alternative Folgendes an.
- br
- | In der obigen Gliederungsvariante wird das Streitgespräch aufgrund des Mahles Jesu mit den Zöllnern und Sündern zum
- | Gegenüber zur Johannespredigt; das passt soweit – doch es fehlt der Aspekt der „Vielen“ (die rutschen – weil erst in der
- | vorhergehenden Gliederung zusammen mit dem Streitgespräch als unterer Rand eingeführt – gleichsam vorbei); das macht es sinnvoller,
- | beide Teile der Erzählung auch hier als gemeinsames Gegenüber zur Kombination von Johannespredigt und Taufe Jesu aufzufassen:
- .card.mb-3.konzentr-9
+ .card.mb-1.konzentr-9
.card-body.gliederung
h5.card-title
| Inhaltsangabe/Überschrift
@@ -123,7 +11,7 @@ block content
| Himmlischer Sendungsbeschluss
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,1-3
- .card.mb-3.konzentr-8
+ .card.mb-1.konzentr-8
.card-body.gliederung
h5.card-title
| Johannes in der Wüste: Die Verkündigung der Taufe zur Vergebung der Sünden und die Ankündigung des kommenden Stärkeren
@@ -131,72 +19,72 @@ block content
| Die Taufe Jesu: Tod und Auferstehung Jesu als Wendepunkt der Heilsgeschichte
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,4-7.9-11
- .card.mb-3.konzentr-7
+ .card.mb-1.konzentr-7
.card-body.gliederung
h5.card-title Die Versuchung Jesu
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,12-13
- .card.mb-3.konzentr-6
+ .card.mb-1.konzentr-6
.card-body.gliederung
h5.card-title Johannes tritt ab, Jesus tritt auf: Eröffnungsruf des Wirkens Jesu: Das Reich Gottes ist zum Greifen nahe!
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,14-15
- .card.mb-3.konzentr-5
+ .card.mb-1.konzentr-5
.card-body.gliederung
h5.card-title Die Berufung der ersten (vier!) Jünger
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,16-20
- .card.mb-3.konzentr-4
+ .card.mb-1.konzentr-4
.card-body.gliederung
h5.card-title Die neue Lehre in der Synagoge: Jesus gekommen, um Satan/die Dämonen ins Verderben zu stürzen
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,21-28
- .card.mb-3.konzentr-3
+ .card.mb-1.konzentr-3
.card-body.gliederung
h5.card-title Die Heilung der Schwiegermutter des Petrus, die (daraufhin!) Jesus dient
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,29-31
- .card.mb-3.konzentr-2
+ .card.mb-1.konzentr-2
.card-body.gliederung
h5.card-title Die ganze Stadt vor der Tür; Jesus heilt und treibt Dämonen aus
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,32-34
- .card.mb-3.konzentr-1
+ .card.mb-1.konzentr-1
.card-body.gliederung
h5.card-title Rückzug und Suche, Ansage des neuen Aufbruches: „Dazu bin ich gekommen ...“
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,35-38
- .card.mb-3.konzentr-2
+ .card.mb-1.konzentr-2
.card-body.gliederung
h5.card-title Erneuter Aufbruch (ganz Galiläa, Verkündigung in Synagogen, Dämonenaustreibungen)
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,39
- .card.mb-3.konzentr-3
+ .card.mb-1.konzentr-3
.card-body.gliederung
h5.card-title Die Heilung des Aussätzigen
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,40-45
- .card.mb-3.konzentr-4
+ .card.mb-1.konzentr-4
.card-body.gliederung
h5.card-title Jesus wieder in Kafarnaum im Haus; er verkündigt das Wort
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,1-2
- .card.mb-3.konzentr-5
+ .card.mb-1.konzentr-5
.card-body.gliederung
h5.card-title Jesus heilt den Gelähmten, der von vier Männern gebracht wird
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,3-12
- .card.mb-3.konzentr-6
+ .card.mb-1.konzentr-6
.card-body.gliederung
h5.card-title Jesus predigend am Wasser
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,13
- .card.mb-3.konzentr-7
+ .card.mb-1.konzentr-7
.card-body.gliederung
h5.card-title Die Berufung des Zöllners Levi
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,14
- .card.mb-3.konzentr-8
+ .card.mb-1.konzentr-8
.card-body.gliederung
h5.card-title
| Mahl mit den Zöllnern und Sündern
@@ -204,51 +92,259 @@ block content
| Streit mit den Pharisäern und Schriftgelehrten: Jesus gekommen als Arzt
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,15.16-17
- .card.mb-3.konzentr-9
+ .card.mb-1.konzentr-9
.card-body.gliederung
h5.card-title Fastenfrage: Der Bräutigam ist da – Neuer Wein in neue Schläuche
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,18-22
p.card-text.mt-1
| Es werden Tag gekommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein
- p
- | Im Gegenüber von Johannespredgit und Taufe Jesu einerseits und Mahl mit den Zöllnern und Sündern samt Streitgespräch andererseits
- | kommt einem das Vierte Gottesknechtslied des Jesaja in den Sinn, konkret Jes 53,11:
- br
- q
- | Mein Knecht, der gerechte, macht die Vielen gerecht; er lädt ihre Schuld auf sich.
-
- p.mb-0
- | Folgende Bezüge sind zu nennen:
- ul
- li
- | Jesus ist der (eine) Knecht Gottes – ihm stehen die „Vielen“ (Zöllner und Sünder) gegenüber, die er gerecht
macht.
+ .slide.mb-3
+ hr
+ p.card-text.mb-0.konzentr-3.bibeltextkonzentr
+ | 1 Anfang des Evangeliums Jesu Christi, Sohn (eines) Gottes.
br
- | Stichwort hier: Nachfolge → in Taufe als Applikation von Tod und Auferstehung Jesu werden die Sünden vergeben und wird zu einem neuen Leben befähigt.
-
- li
- | Es ist auffällig, wie Jesus in der Erzählung von der Fastenfrage die Jünger verteidigt:
+ | 2 Wie geschrieben steht beim Propheten Jesaja:
br
- | Er spricht sie frei aufgrund der Tatsache, dass er – der Bräutigam – anwesend ist;
- | er zieht damit die Kritik der Pharisäer von den Jüngern weg und auf sich.
+ q Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der einen Weg bahnen wird.
br
- | Das kann als Analogie zum Wort des Jesaja verstanden werden: er lädt ihre Schuld auf sich
.
+ q 3 Stimme eines Rufers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn! Macht gerade seine Straßen!
+ p.card-text.konzentr-1.mb-0.bibeltextkonzentr
+ | 35 In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten.
br
- span.small
- | Sicher ist das Nicht-Fasten keine „Schuld“ wie Mord, Ehebruch, (Zoll-)Betrug und dergleichen,
- | doch ist Fasten eine religiöse Übung, die nicht nur Pharisäer und Johannes-Jünger beherzigen,
- | sondern auch die Jesus-Jünger nach Ostern, wie die Erzählung festhält.
+ | 36 Simon und seine Begleiter eilten ihm nach,
+ br
+ | 37 und als sie ihn fanden, sagten sie zu ihm:
+ br
+ q Alle suchen dich!
+ br
+ | Er antwortete:
+ br
+ q
+ | Lasst uns anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort verkündet;
br
- | Das Nicht-Fasten kann mit Fug und Recht als Ärgernis betrachtet werden – von dem Jesus aber die Jünger frei spricht und sich dafür verantwortlich macht.
- br
- | Sicher gibt es aufgrund der unterschiedlichen Bewertung von Nicht-Fasten und (schwerer) Schuld keine unmittelbare Entsprechung, aber doch eine Analogie.
- li
- | Die Gerechtmachung der Vielen aber verbindet sich mit dem Gekommensein Jesu als Arzt, in dessen Tod und Auferstehung Heilung („Gerechtmachung“) geschieht.
+ | denn dazu bin ich gekommen.
+ p.card-text.konzentr-3.bibeltextkonzentr
+ | 18 Da die Jünger des Johannes und die Pharisäer zu fasten pflegten,
br
- span.small
- | Gerade aber auch aufgrund dieser Untrennbarkeit von Taufe Jesu im Sinne von Tod und Auferstehung, Taufe zur Vergebung der Sünden (Johannespredigt),
- | Gerechtmachung der Vielen und Jesus gekommen als Arzt
- | ist es sinnvoll, Taufe Jesu und Auslegung in der Johannespredigt einerseits, sowie andererseits Mahl mit den vielen Zöllnern und Sündern
- | mit Jesus und Streitgespräch mit den Pharisäern als Gegenüber zu verbinden.
+ | kamen Leute zu Jesus und sagten: Warum fasten deine Jünger nicht,
+ br
+ | während die Jünger des Johannes und die Jünger der Pharisäer fasten?
+ br
+ | 19 Jesus antwortete ihnen: Können denn die Hochzeitsgäste fasten, solange der Bräutigam bei ihnen ist?
+ br
+ | Solange der Bräutigam bei ihnen ist, können sie nicht fasten.
+ br
+ | 20 Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam weggenommen sein; dann werden sie fasten, an jenem Tag.
+ br
+ | 21 Niemand näht ein Stück neuen Stoff auf ein altes Gewand;
+ br
+ | denn der neue Stoff reißt vom alten Gewand ab und es entsteht ein noch größerer Riss.
+ br
+ | 22 Auch füllt niemand jungen Wein in alte Schläuche.
+ br
+ | Sonst zerreißt der Wein die Schläuche; der Wein ist verloren und die Schläuche sind unbrauchbar.
+ br
+ | Junger Wein gehört in neue Schläuche.
+
+ .card.slide.border-primary.mb-3
+ .card-body
+ h5.card-title Jesus und das Fasten: Beachte die Zeit!
+ hr
+ p.card-text
+ | Zunächst ist hier die historische Erinnerung festgehalten, dass Jesus und seine Jünger
+ | nicht gefastet haben – im Unterschied zu den anderen jüdischen Gruppierungen und
+ |den Christen nach Ostern (2,20!).
+ p.card-text
+ | Wichtig ist der Grund für das Nicht-Fasten: „Solange der Bräutigam bei ihnen ist“ (2,19)!
+ | Mit Jesus ist jener anwesend, mit dem das Reich Gottes schon begonnen hat (→ 1,14-15!); eine
+ | neue Zeit ist mit und durch Jesus angebrochen.
+ p.card-text
+ | Die Pharisäer und die Jünger des Johannes fasten, weil sie dies nicht bemerkt haben
+ | und immer noch auf den Beginn des Reiches Gottes warten.
+ br
+ | Wenn Christen nach Ostern wieder fasten (→ „wenn ihnen der Bräutigam genommen
+ | ist“), dann nicht, weil sie ‚immer noch‘ warten, sondern weil sie ‚wieder‘ warten, nämlich
+ | auf die Rückkehr Jesu.
+
+ .card.slide.border-primary.mb-3
+ .card-body
+ h5.card-title Das Neue in und durch Christus, das nicht vergessen werden darf
+ hr
+ p.card-text
+ | Für die Identität der Jünger Jesu ist damit festzuhalten: Mit Jesus hat eine neue Zeit begonnen,
+ | ist das Reich Gottes schon gegenwärtig, wenn auch noch nicht vollendet.
+ br
+ | Das bringt für die christliche Identität auch mit sich: Die Gemeinde passt nicht unbedingt in
+ | bekannte Schemata (wie hier die Vergleichsmaßstäbe ‚die Pharisäer‘ und ‚die Jünger des Jo-
+ | hannes‘). Ein unreflektiertes Anpassen an die Erwartungen der anderen ist damit ausgeschlossen!
+ p.card-text
+ | Auch im Wort vom neuen Wein, der in neue Schläuche gehört, und im Wort vom neuen
+ | Stoff und dem alten Gewand ist festgehalten, dass mit Jesus etwas Neues begonnen hat,
+ | das sich nicht unbedingt mit dem ‚Althergebrachten‘ verträgt.
+ p.card-text
+ | Wichtig für die Identität der Gemeinde: Man sprengt die Grenzen des im Judentum Üblichen,
+ | entwickelt sich von einer jüdischen Sekte zu einer eigenen Religion. Grundlage dafür ist Jesu Überzeugung
+ | vom bereits angebrochenen Reich Gottes und sein damit zusammenhängendes Verhalten
+ | und seine Lehre.
+ p.card-text
+ Als Mitte der zweiten „Woche“ ist diese Feststellung, dass mit Jesus etwas Neues begon-
+ nen hat, das das ‚Alte‘ sprengt, Markus besonders wichtig.
+
+ .card.slide.border-primary
+ .card-body
+ h5.card-title
+ q
+ | Mein Knecht, der gerechte, macht die Vielen gerecht; er lädt ihre Schuld auf sich.
+ |
+ span.bibelstelle Jes 53,11
+ hr
+ p.card-text.mb-0
+ | Das Gegenüber von Johannespredgit und Taufe Jesu einerseits sowie Mahl mit den Zöllnern und Sündern samt
+ | Streitgespräch andererseits vergegenwärtigt den zitierten Vers aus dem Vierten Gottesknechtslied des Jesaja:
+ ul.card-text
+ li
+ | Jesus ist der (eine) Knecht Gottes – ihm stehen die „Vielen“ (Zöllner und Sünder) gegenüber, die er „gerecht“ macht.
+ br
+ | Stichwort hier: Nachfolge → in Taufe als Applikation von Tod und Auferstehung Jesu werden die Sünden vergeben und wird zu einem neuen Leben befähigt.
+
+ li
+ | Es ist auffällig, wie Jesus in der Erzählung von der Fastenfrage die Jünger verteidigt:
+ br
+ | Er spricht sie frei aufgrund der Tatsache, dass er – der Bräutigam – anwesend ist;
+ | er zieht damit die Kritik der Pharisäer von den Jüngern weg und auf sich.
+ br
+ | Das kann als Analogie zum Wort des Jesaja verstanden werden: „er lädt ihre Schuld auf sich“.
+ p.small
+ | Sicher ist das Nicht-Fasten keine „Schuld“ wie Mord, Ehebruch, (Zoll-)Betrug und dergleichen,
+ | doch ist Fasten eine religiöse Übung, die nicht nur Pharisäer und Johannes-Jünger beherzigen,
+ | sondern auch die Jesus-Jünger nach Ostern, wie die Erzählung festhält.
+ br
+ | Das Nicht-Fasten kann mit Fug und Recht als Ärgernis betrachtet werden – von dem Jesus aber die Jünger frei spricht und sich dafür verantwortlich macht.
+ br
+ | Sicher gibt es aufgrund der unterschiedlichen Bewertung von Nicht-Fasten und (schwerer) Schuld keine unmittelbare Entsprechung, aber doch eine Analogie.
+ li
+ | Die Gerechtmachung der Vielen aber verbindet sich mit dem Gekommensein Jesu als Arzt, in dessen Tod und Auferstehung Heilung („Gerechtmachung“) geschieht.
+ //-
+ br
+ span.small
+ | Gerade aber auch aufgrund dieser Untrennbarkeit von Taufe Jesu im Sinne von Tod und Auferstehung, Taufe zur Vergebung der Sünden (Johannespredigt),
+ | Gerechtmachung der Vielen und Jesus gekommen als Arzt
+ | ist es sinnvoll, Taufe Jesu und Auslegung in der Johannespredigt einerseits, sowie andererseits Mahl mit den vielen Zöllnern und Sündern
+ | mit Jesus und Streitgespräch mit den Pharisäern als Gegenüber zu verbinden.
-
+
+
+ //-
+
+ p
+ | Im Fahrwasser der Alternativen zu den vorhergehenden Gliederungen – siehe dort zur Begrüdung –
+ | bietet sich als bessere(?) Alternative die oben gewählte Gliederung an.
+ br
+ | In der unten stehenden Gliederungsvariante wird das Streitgespräch aufgrund des Mahles Jesu mit den Zöllnern und Sündern zum
+ | Gegenüber zur Johannespredigt; das passt soweit – doch es fehlt der Aspekt der „Vielen“ (die rutschen – weil erst in der
+ | vorhergehenden Gliederung zusammen mit dem Streitgespräch als unterer Rand eingeführt – gleichsam vorbei); das macht es sinnvoller,
+ | beide Teile der Erzählung auch hier als gemeinsames Gegenüber zur Kombination von Johannespredigt und Taufe Jesu aufzufassen:
+
+ .card.mb-3.konzentr-10
+ .card-body.gliederung
+ h5.card-title
+ | Inhaltsangabe/Überschrift
+ br
+ | Himmlischer Sendungsbeschluss
+ h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,1-3
+
+ .card.mb-3.konzentr-9
+ .card-body.gliederung
+ h5.card-title Johannes in der Wüste: Seine Taufe und seine Ankündigung des Kommenden; Sünder kommen in Scharen
+ h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,4-8
+
+ .card.mb-3.konzentr-8
+ .card-body.gliederung
+ h5.card-title Taufe Jesu
+ h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,9-11
+
+ .card.mb-3.konzentr-7
+ .card-body.gliederung
+ h5.card-title Die Versuchung Jesu
+ h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,12-13
+
+ .card.mb-3.konzentr-6
+ .card-body.gliederung
+ h5.card-title Johannes tritt ab, Jesus tritt auf: Eröffnungsruf des Wirkens Jesu: Das Reich Gottes ist zum Greifen nahe!
+ h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,14-15
+
+ .card.mb-3.konzentr-5
+ .card-body.gliederung
+ h5.card-title Die Berufung der ersten (vier!) Jünger
+ h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,16-20
+
+ .card.mb-3.konzentr-4
+ .card-body.gliederung
+ h5.card-title Die neue Lehre in der Synagoge: Jesus gekommen, um Satan/die Dämonen ins Verderben zu stürzen
+ h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,21-28
+
+ .card.mb-3.konzentr-3
+ .card-body.gliederung
+ h5.card-title Die Heilung der Schwiegermutter des Petrus, die (daraufhin!) Jesus dient
+ h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,29-31
+
+ .card.mb-3.konzentr-2
+ .card-body.gliederung
+ h5.card-title Die ganze Stadt vor der Tür; Jesus heilt und treibt Dämonen aus
+ h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,32-34
+
+ .card.mb-3.konzentr-1
+ .card-body.gliederung
+ h5.card-title Rückzug und Suche, Ansage des neuen Aufbruches: „Dazu bin ich gekommen ...“
+ h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,35-38
+
+ .card.mb-3.konzentr-2
+ .card-body.gliederung
+ h5.card-title Erneuter Aufbruch (ganz Galiläa, Verkündigung in Synagogen, Dämonenaustreibungen)
+ h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,39
+
+ .card.mb-3.konzentr-3
+ .card-body.gliederung
+ h5.card-title Die Heilung des Aussätzigen
+ h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,40-45
+
+ .card.mb-3.konzentr-4
+ .card-body.gliederung
+ h5.card-title Jesus wieder in Kafarnaum im Haus; er verkündigt das Wort
+ h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,1-2
+
+ .card.mb-3.konzentr-5
+ .card-body.gliederung
+ h5.card-title Jesus heilt den Gelähmten, der von vier Männern gebracht wird
+ h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,3-12
+
+ .card.mb-3.konzentr-6
+ .card-body.gliederung
+ h5.card-title Jesus predigend am Wasser
+ h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,13
+
+ .card.mb-3.konzentr-7
+ .card-body.gliederung
+ h5.card-title Die Berufung des Zöllners Levi
+ h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,14
+
+ .card.mb-3.konzentr-8
+ .card-body.gliederung
+ h5.card-title Mahl mit den Zöllnern und Sündern
+ h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,15
+
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+ .card-body.gliederung
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+ h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,16-17
+
+ .card.mb-3.konzentr-10
+ .card-body.gliederung
+ h5.card-title Fastenfrage: Der Bräutigam ist da – Neuer Wein in neue Schläuche
+ h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,18-22
+ p.card-text.mt-1
+ | Es werden Tag gekommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein
+
+
+ hr
diff --git a/views/nt/ev/mk/getauft/menschensohn.pug b/views/nt/ev/mk/getauft/menschensohn.pug
index f584a05..23f7d8c 100644
--- a/views/nt/ev/mk/getauft/menschensohn.pug
+++ b/views/nt/ev/mk/getauft/menschensohn.pug
@@ -3,7 +3,7 @@ include ../mixins
block content
- .card.mb-3.konzentr-10
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h5.card-title
| Inhaltsangabe/Überschrift
@@ -11,90 +11,90 @@ block content
| Himmlischer Sendungsbeschluss
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,1-3
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.card-body.gliederung
h5.card-title Johannes in der Wüste: Seine Taufe und seine Ankündigung des Kommenden; Sünder kommen in Scharen
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,4-8
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h5.card-title Taufe Jesu
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,9-11
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h5.card-title Die Versuchung Jesu
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h5.card-title Johannes tritt ab, Jesus tritt auf: Eröffnungsruf des Wirkens Jesu: Das Reich Gottes ist zum Greifen nahe!
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,14-15
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h5.card-title Die Berufung der ersten Jünger
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,16-20
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h5.card-title Die neue Lehre in der Synagoge: Jesus gekommen, um Satan/die Dämonen ins Verderben zu stürzen
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,21-28
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h5.card-title Die Heilung der Schwiegermutter des Petrus, die (daraufhin!) Jesus dient
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,29-31
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h5.card-title
| Die ganze Stadt vor der Tür; Jesus heilt und treibt Dämonen aus
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,32-34
- .card.mb-3.konzentr-1
+ .card.mb-1.konzentr-1
.card-body.gliederung
h5.card-title Rückzug und Suche – Erneuter Aufbruch mit Dämonenaustreibungen
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,35-39
- .card.mb-3.konzentr-2
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h5.card-title Die Heilung des Aussätzigen
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-1 Mk 1,40-45
p.card-text
| Jesus geht infolge der Heilung in die Einsamkeit, dennoch kommen Leute von überallher zu ihm.
- .card.mb-3.konzentr-3
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h5.card-title Jesus wieder in Kafarnaum im Haus; er verkündigt das Wort
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,1-2
- .card.mb-3.konzentr-4
+ .card.mb-1.konzentr-4
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h5.card-title Jesus heilt den Gelähmten
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,3-12
- .card.mb-3.konzentr-5
+ .card.mb-1.konzentr-5
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h5.card-title Jesus predigend am Wasser
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,13
- .card.mb-3.konzentr-6
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h5.card-title Berufung des Zöllners Levi
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,14
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h5.card-title Mahl mit den Zöllnern und Sündern, die Jesus nachfolgen
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,15
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+ .card.mb-1.konzentr-8
.card-body.gliederung
h5.card-title Jesus gekommen als Arzt
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,16-17
- .card.mb-3.konzentr-9
+ .card.mb-1.konzentr-9
.card-body.gliederung
h5.card-title Fastenfrage: Der Bräutigam ist da – Neuer Wein in neue Schläuche
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,18-22
@@ -106,7 +106,7 @@ block content
| Mit dem Wirken Jesu, das von Johannes angekündigt und in dessen Wirken schon präfiguriert ist,
| hat etwas Neues begonnen: in Jesus ist der Stärkere gekommen, der mit Heiligem Geist tauft.
- .card.mb-3.konzentr-10
+ .card.mb-1.konzentr-10
.card-body.gliederung
h5.card-title Der Menschensohn ist Herr auch über den Sabbat
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-1 Mk 2,23-28
@@ -119,118 +119,289 @@ block content
p.card-text
| Menschensohn und Sabbat stehen im Dienst des Lebens für die Menschen
- p
- | Wie schon in der vorhergehenden Gliederung ist auch hier das Streitgespräch („Jesus gekommen als Arzt“) – nun aber ohne das Mahl
- | mit den Zöllnern und Sündern – Gegenüber zur Taufe Jesu; das erscheint zunächst als unschön, doch kommt dadurch ein
- | zur vorhegenden Gliederung ergänzender Aspekt aus dem Vierten Gottesknechtslied des Jesaja in den Sinn,
- | der wieder mit dem unten Rand der Gliederung in Verbindung steht; diesmal ist es Jes 53,12:
- br
- q
- | Deshalb gebe ich ihm Anteil unter den Großen und mit Mächtigen teilt er die Beute,
- br
- | weil er sein Leben dem Tod preisgab und sich unter die Abtrünnigen rechnen ließ.
- br
- | Er hob die Sünden der Vielen auf und trat für die Abtrünnigen ein.
- p.mb-0
- | Folgende Bezüge sind zu nennen:
- ul
- li
- | In seinem gewaltsamen Tod am Kreuz (→ Taufe!) wurde Jesus als „Abtrünniger“ hingerichtet – doch, so sagt der Glaube,
- | nicht um seiner selbst willen (wie die Auferstehung bestätigt), sondern zum Heil der wahrhaft „Abtrünnigen“, also der „Zöllner und Sünder“,
- | wie sie in der Erzählung auftauchen.
- li
- | Das Mahl mit den Zöllnern und Sündern – das auffälligerweise in Mk 2,16-17 nochmal wiederholt erzählt wird (!) –
- | ist Vorwegnahme und schon Vollzug dessen, dass Jesus sich „unter die Abtrünnigen rechnen ließ“.
- li
- | Bezüglich des Ährenraufens verteidgt Jesus seine Jünger – wieder, wie schon in der Fastenfrage;
- | doch er tut es auf andere Weise!:
- br
- | Während er dort die Schuldfrage auf sich zieht, argumentiert er hier mit der Prozexistenz des Sabbats:
- | der Sabbat ist für den Menschen da; selbst der hochsakrale Charakter des Tempels in Jerusalem wird menschlichem Bedürfnis untergeordnet;
- | Jesus tritt also pointiert für seine Jünger ein.
- br
- | Das Eintreten Jesu hier für seine Jünger ist eine Analogie zum Eintreten des Gottesknechts für die Abtrünnigen
- span.small (zur Frage der unterschiedlichen Ebenen/Gewichtungen siehe die vorausgehnde Gliederung!)
- | – welches sich im Eintreten
- | Jesu für die Zöllner und Sünder im Streitgespräch aufgrund des Mahles mit jenen mit den Pharisäern spiegelt;
- |
- li
- | Es fällt auf, wie hier die Proexistenz (nicht nur) Jesu herausgestellt wird:
- ul
- li Jesus ist als Arzt gekommen, den die Sünder brauchen, um gerecht zu werden.
- li Der Sabbat ist für den Menschen da – nicht umgekehrt.
- li
- | Dass der Menschensohn Herr über den Sabbat ist, hängt mit seiner dem Sabbat analogen Proexistenz für die Menschen
- | nach Mk 10,45 zusammen:
- br
- q
- | Der Menschensohn ist nicht gekommen, sich dienen zu lassen,
- | sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.
- li.small
- | Interessanterweise ist auch das Wort zur Verteidigung der Tischgemeinschaft Jesu mit den Abtrünnigen analog formuliert:
- br
- q
- | Nicht die Gesunden bedürfen des Arztes, sondern die Kranken.
- br
- i Ich bin nicht gekommen, um Gerechte zu rufen, sondern Sünder.
- | Da muss man bemerken, dass im obigen Jesaja-Zitat die Proexistenz des Gottesknechtes als Begründung dafür herausgestellt wird,
- | dass er nun nach seinem von Gott aufgetragenen Heilswerk „das Licht“ (der Auferstehung) „sieht”
- | und in seine besondere Stellung eingesetz wird.
- li
- | Insgesamt wird man sagen dürfen, dass hier nun der Gedanke der heilenden Proexistenz Jesu der dominante ist,
- | während in der vorherigen Gliederung der Akzent auf den Zöllnern und Sündern und ihrer Gesundung lag.
- br
- span.small
- | Natürlich ist auch in der vorhergehenden Gliederung – und generell bei der Sündenvergebung – die Proexistenz
- | des Menschensohnes/Arztes Jesus gegenwärtig;
- | hier aber liegt der Akzent auf der Person dessen, der proexistent ist, und seinem eigenen Schicksal,
- | mit dem freilich das der Vielen verbunden ist: trennen lässt sich das nicht, aber akzentuieren.
- br
- | In diese Richtung zeigt auch der Umstand, dass im unteren Rand dieser Gliederung die Machtposition des Menschensohnes angespielt ist,
- | die – das muss man von Mk 10,45 bzw. Jes 53,12 her ergänzen – mit seiner Proexistenz zusammen hängt.
- br
- | Dieser Bezug ist wichtig, wenn sich Streitgespräch mit den Pharisäern und Ährenraufen/Sabbat/Menschensohn einander gegenüberstehen,
- | aber doch auch hier – wo die Erzählung Ährenraufen/Sabbat/Menschensohn den unteren Rand bildet – relevant
- | und insgesamt ein Beleg, dass tatsächlich Jes 53,12 (zusammen mit Mk 10,45) im Hintergrund steht,
- | weil dies der „missing link“ ist.
- li
- | Dreh- und Angelpunkt ist aber, dass Jesus als Arzt gekommen ist; daher ist es sinnvoll, dass dieser Gedanke
- | zweimal mit der Taufe Jesu verbunden ist: einmal um der Sünder willen und deren Heil,
- | einmal um seiner selbst willen im Hinblick auf seine eigene Sendung als „Arzt“ und sein eigenes Schicksal nach dem Tod (Auferstehung).
- li
- | Pointiert wird man sagen können:
- ul
- li
- | In der Kombination Mahl mit den Zöllnern („Viele“) und Streitgespräch mit den Pharisäern als Gegenüber zu Täuferpredigt und Taufe Jesu
- br
- | geht es um die Vielen, die durch den Arzt Jesus in der „Taufe zur Vergebung der Sünden“ (→ Tod und Auferstehung)
- | gerecht werden, da der Arzt Jesus ihre Schuld auf sich nimmt; bzw.: es geht um das Geschehen der Gerechtmachung.
- li
- | Im Gegenüber des Streitgespräches zur Taufe Jesu
- br
- | geht es um den Arzt, der sich zu den Abtrünnigen zählen lässt und für sie eintritt; bzw.: es geht um die Person und das Schicksal dessen, der gerecht macht:
- br
- | wie der Sabbat für die Menschen da ist, ist auch der Menschensohn für die Menschen da –
- | das ist sein (und ihr) Weg in die Herrlichkeit Gottes, des Vaters.
- li
- | Unterstützt wird dies dadurch, dass das Gegenüber zum Wirken Johannes des Täufers der Gedanke der Abwesenheit Jesu ist,
- | verbunden mit dem Fasten der Johannes-Jünger und dem künftigen Fasten der Jesus-Jünger;
+ .slide.mb-3
+ hr
+ p.card-text.mb-0.konzentr-3.bibeltextkonzentr
+ | 1 Anfang des Evangeliums Jesu Christi, Sohn (eines) Gottes.
br
- | die Abwesenheit Jesu – Anspielung auf seinen Tod – assoziiert dabei die gewaltsam verfügte Abwesenheit des Täufers;
- | auch im Gegenüber dieser beiden Erählungen ist also das mit der jeweiligen Sendung sich verbindende Schicksal angesprochen.
+ | 2 Wie geschrieben steht beim Propheten Jesaja:
br
- span.small
- | Dass im unteren Rand der konzentrischen Gliederung in der Chiffre der Proexistenz des Sabbats die Proexistenz des Menschensohnes
- | – und damit: seine Sendung, sein Schicksal – angedeutet ist, wurde oben schon erwähnt. Auch hier also der Akzent
- | auf der Person Jesu und seinem Wirken zugunsten der Menschen, weniger auf den Menschen, die dieses Wirken brauchen.
- li.small
- | Dass der Gedanke der „Vielen“ hier im Gegenüber Taufe Jesu – Jesus gekommen als Arzt im Gegensatz zum Jesaja-Zitat nicht
- | begegnet, ist verschmerzbar:
- ul
- li Im Plural bleiben die „Vielen“ gegenwärtig.
+ q Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der einen Weg bahnen wird.
+ br
+ q 3 Stimme eines Rufers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn! Macht gerade seine Straßen!
+ p.card-text.konzentr-1.mb-0.bibeltextkonzentr
+ | 35 In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten.
+ br
+ | 36 Simon und seine Begleiter eilten ihm nach,
+ br
+ | 37 und als sie ihn fanden, sagten sie zu ihm:
+ br
+ q Alle suchen dich!
+ br
+ | Er antwortete:
+ br
+ q
+ | Lasst uns anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort verkündet;
+ br
+ | denn dazu bin ich gekommen.
+ br
+ | 39 Und er zog durch ganz Galiläa, verkündete in ihren Synagogen und trieb die Dämonen aus.
+ p.card-text.konzentr-3.bibeltextkonzentr
+ | 23 An einem Sabbat ging er durch die Kornfelder und unterwegs rissen seine Jünger Ähren ab.
+ br
+ | 24 Da sagten die Pharisäer zu ihm: Sieh dir an, was sie tun! Das ist doch am Sabbat nicht erlaubt.
+ br
+ | 25 Er antwortete: Habt ihr nie gelesen, was David getan hat,
+ br
+ | als er und seine Begleiter hungrig waren und nichts zu essen hatten,
+ br
+ | 26 wie er zur Zeit des Hohepriesters Abjatar in das Haus Gottes ging und die Schaubrote aß,
+ br
+ | die außer den Priestern niemand essen darf, und auch seinen Begleitern davon gab?
+ br
+ | 27 Und Jesus sagte zu ihnen: Der Sabbat wurde für den Menschen gemacht, nicht der Mensch für den Sabbat.
+ br
+ | 28 Deshalb ist der Menschensohn Herr auch über den Sabbat.
+
+ .card.slide.border-primary.mb-3
+ .card-body
+ h5.card-title Sabbat!?
+ hr
+ p.card-text
+ | Der Sabbat ist der wöchentliche Feiertag der Juden (analog zu unserem christlichen
+ | Sonntag). Das Halten des Sabbatgebotes (3. Gebot der 10 Weisungen) ist für jeden Juden
+ | etwas sehr Wichtiges; der Sabbat gibt teil an der göttlichen Schöpfungsordnung (Ruhe
+ | des Schöpfers am 7. Tag) und erinnert an die Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten.
+ | Daher ist dieser Tag in besonderer Weise Gott geweiht.
+ p.card-text
+ | Doch interessant ist, wozu Gott diesen Tag einsetzt. Bei einer Betrachtung des Sabbat-
+ | gebotes fällt ja auf, dass an diesem Tag nicht nur jene ruhen sollen, die es sich leisten
+ | könnten – weil andere für sie arbeiten –, sondern dass auch Sklaven, Tiere und sogar
+ | Fremde ruhen sollen. Ein Tag umfassender Ruhe, an dem Gleichheit vor Gott und vor-
+ | einander herrschen soll in der gemeinsamen, Regeneration fördernden Ruhe – unabhängig von sozialem Stand
+ | und von der Herkunft; ein integrativer Tag, der auch den
+ | Fremden an dieser Segnung Gottes teilhaben lässt.
+ p.card-text
+ i
+ | So ist der Sabbat von seiner ursprünglichen Ausrichtung nicht nur auf die Liebe zu Gott bezogen,
+ | sondern gerade von dort her auch Teil der Sozialgesetzgebung in Israel gewesen.
+ p.card-text
+ | Zur Zeit Jesu dagegen hat man diesen sozialen Aspekt mehr oder weniger ausgeblendet
+ | und den Sabbat zu einem ‚Bekenntnistag‘ gemacht, quasi auf die „Gottesliebe“ bzw. das
+ | Bekenntnis zu ihm eingegrenzt. Die Einhaltung der Sabbatruhe wurde daher peinlich
+ | genau kontrolliert.
+
+ .card.slide.border-primary.mb-3
+ .card-body
+ h5.card-title Am Beispiel des Sabbat: Das Ziel der göttlichen Gebote ist der lebendige Mensch
+ hr
+ p.card-text
+ | Von Jesus bzw. seinen Jüngern wird erzählt, dass sie es mit den vielen Klauseln, die es
+ | rund um das Sabbatgebot zur Zeit Jesu gab, nicht so genau nahmen. Daran entzündet
+ | sich nun ein Disput zum Verhältnis von religiöser Vorschrift und menschlichem Bedürfnis;
+ | es geht um nichts weniger als die Auslegungsprinzipien göttlicher Gebote und
+ | damit um die Frage, was Gott eigentlich will.
+ p.card-text
+ | Ein solches Auslegungsprinzip ist in 2,27 enthalten: „Der Sabbat wurde für den Menschen gemacht,
+ | nicht der Mensch für den Sabbat.“ Und was für den Sabbat gilt, gilt für
+ | alle Gebote (das Beispiel mit David ist ja gar nicht an einem Sabbat verortet, sondern bezieht sich
+ | auf ein anderes religiöses Gebot!). Jesus stellt die soziale Ausrichtung des Willens Gottes
+ | provokant wieder nach vorne. Gebote sind kein Selbstzweck – und „Gottesliebe“,
+ | die an den elementaren Bedürfnissen der Menschen vorbeigeht, (= stures Halten der
+ | Gebote ohne Wenn und Aber) ist nicht im Sinne Gottes.
+
+ .card.slide.border-primary.mb-3
+ .card-body
+ h5.card-title Jesus und der Sabbat: Folgen für die Identität der Gemeinde
+ hr
+ p.card-text
+ | Für die Identität der Gemeinde ist das Festhalten am Auslegungsprinzip Jesu wichtig:
+ | Gottes Gebote wollen dem Heil (und der Heilung/Regeneration) des Menschen dienen. Das steht
+ | aber nicht im Gegensatz zum Alten Testament; dieses enthält vielmehr selbst – wie hier
+ | gezeigt – derartige Beispiele.
+ p.card-text
+ | Der Schlusssatz 2,28 hält darüber hinaus für die Identität der Gemeinde die Autorität
+ | Jesu fest: Jesus hat die Vollmacht, jüdische bzw. allgemein religiöse Gebote verbindlich auszulegen.
+ | Für uns gilt die Auslegung durch Jesus bzw. gelten seine Auslegungsprinzipien.
+
+ .card.slide.border-primary.mb-3
+ .card-body
+ h5.card-title Jesus, der Menschensohn: Herr auch über den Sabbat – eine Aussage mit „schräger“ Begründung
+ hr
+ p.card-text
+ | Sieht man sich die abschließende Begründung der Vollmacht Jesu genauer an, wird man sagen
+ | müssen: da passt was nicht ganz. Denn wenn der Sabbat für den Menschen da ist, dann wäre die
+ | logisch erwartete Fortführung, dass der Mensch (allgemein) Herr über den Sabbat ist.
+ p.card-text
+ | Doch statt dieser Weitung – die den Sabbat einer allgemeinen Beliebigkeit preisgegeben hätte –
+ | findet eine Einschränkung auf einen einzigen Menschen, Jesus, den Menschensohn, statt.
+ p.card-text
+ | Teil 1 des Rätsels Lösung findet sich beim Vergleich mit 10,45; dieser Vers, in welchem es auch um den
+ | Menschensohn geht, hat eine auffällige formale und inhaltliche Nähe zu 2,27-28.
+ br
+ | Man kann die Formulierungen praktisch austauschen, der Sinn bleibt der gleiche:
+ br
+ p
+ | Der Menschensohn ist für den Menschen da [gekommen um zu dienen],
+ br
+ | nicht der Mensch für den Menschensohn [auf dass sich der Menschensohn vom Menschen bedienen lasse].
+ br
+ | Bzw.:
+ q
+ | Der Sabbat ist nicht gegeben, damit man ihm dient,
+ br
+ | sondern damit er dem Menschen dient.
+ br
+ | Zu beachten – und entgegen der allgemeinen Auslegungstradition festzuhalten – ist, dass diese Betrachtung
+ | deutlich macht, dass hier in 2,27-28 nicht Mensch und Menschensohn zusammengehören (im Gegenüber zum Sabbat)
+ | (was die erwähnte Problematik nach sich zieht), sondern Sabbat und Menschensohn,
+ | beides in einem heilvollen Gegenüber zum Menschen.
+ br
+ | Beides – Menschensohn und Sabbat – sind Gaben Gottes an den Menschen; das wird in 2,27-28
+ | für den Sabbat und in 10,45 für den Menschensohn unterstrichen.
+ p.card-text
+ | Teil 2 des Rätsels Lösung ergibt sich über die Mitte der konzentrischen Gliederung.
+ br
+ | Dort ist mit Mk 2,35-49 eine Erzählung gesetzt, die in ihrem Ablauf und Inhalt den Philipperhymnus vergegenwärtigt.
+ br
+ | Dort wird – ganz im Sinne von Mk 10,45 – die (soteriologisch gedeutete) Lebenshingabe Jesu besungen,
+ | welche in seine Erhöhung mündet.
+ br
+ | Der Hymnus endet dann mit dem Einstimmen aller in die Aussage:
+ q
+ | Jesus Christus ist der Herr, zur Ehre Gottes des Vaters.
+ span.bibelstelle Phil 2,11
+ p.card-text
+ | Man wird so formulieren dürfen:
+ br
+ | Weil Sabbat wie Menschensohn Gottes Gaben an die Menschen sind, um ihnen zu dienen,
+ | der Menschensohn Jesus aber dennoch „der Herr“ ist, ist er Herr auch über den Sabbat
+ | und darf das Sabbatgebot vollmächtig auslegen.
+ br
+ | Diese Zusammenhänge muss man quasi zwischen 2,27 und 2,28 ergänzen –
+ | dann ergibt der Begründungszusammenhang tatsächlich Sinn!
+
+
+ .card.slide.border-primary
+ .card-body
+ h5.card-title
+ q
+ | Deshalb gebe ich ihm Anteil unter den Großen und mit Mächtigen teilt er die Beute,
+ br
+ | weil er sein Leben dem Tod preisgab und sich unter die Abtrünnigen rechnen ließ.
+ br
+ | Er hob die Sünden der Vielen auf und trat für die Abtrünnigen ein.
+ |
+ span.bibelstelle Jes 53,12
+ hr
+ p.card-text.mb-0
+ | Wie schon in der vorhergehenden Gliederung ist auch hier das Streitgespräch („Jesus gekommen als Arzt“) – nun aber ohne das Mahl
+ | mit den Zöllnern und Sündern – Gegenüber zur Taufe Jesu; das erscheint zunächst als unschön, doch kommt dadurch ein
+ | zur vorhegenden Gliederung ergänzender Aspekt aus dem Vierten Gottesknechtslied des Jesaja in den Sinn,
+ | der wieder mit dem unten Rand der Gliederung in Verbindung steht:
+ ul.card-text
li
- | Die von Markus sicher (wohl grundsätzlich, also auch in den vorausgehenden Gliederungen) angezielte Einbeziehung
- | von Mk 10,45 macht die „Vielen“ auch hier präsent.
+ | In seinem gewaltsamen Tod am Kreuz (→ Taufe!) wurde Jesus als „Abtrünniger“ hingerichtet – doch, so sagt der Glaube,
+ | nicht um seiner selbst willen (wie die Auferstehung bestätigt), sondern zum Heil der wahrhaft „Abtrünnigen“, also der „Zöllner und Sünder“,
+ | wie sie in der Erzählung auftauchen.
li
- | Der auch bei Jesaja dominante Gedanke im zitierten Vers sind die Abtrünnigen, analog hier die „Zöllner und Sünder“.
+ | Das Mahl mit den Zöllnern und Sündern – das auffälligerweise in Mk 2,16-17 nochmal wiederholt erzählt wird (!) –
+ | ist Vorwegnahme und schon Vollzug dessen, dass Jesus sich „unter die Abtrünnigen rechnen ließ“.
+ li
+ | Bezüglich des Ährenraufens verteidgt Jesus seine Jünger – wieder, wie schon in der Fastenfrage;
+ | doch er tut es auf andere Weise!:
+ br
+ | Während er dort die Schuldfrage auf sich zieht, argumentiert er hier mit der Prozexistenz des Sabbats:
+ | der Sabbat ist für den Menschen da; selbst der hochsakrale Charakter des Tempels in Jerusalem wird menschlichem Bedürfnis untergeordnet;
+ | Jesus tritt also pointiert für seine Jünger ein.
+ br
+ | Das Eintreten Jesu hier für seine Jünger ist eine Analogie zum Eintreten des Gottesknechts für die Abtrünnigen
+ //- span.small (zur Frage der unterschiedlichen Ebenen/Gewichtungen siehe die vorausgehnde Gliederung!)
+ | – welches sich im Eintreten
+ | Jesu für die Zöllner und Sünder im Streitgespräch aufgrund des Mahles mit jenen mit den Pharisäern spiegelt;
+ br
+ | gleichzeit kann das Erhöhtwerden des Gottesknechtes bei Jesaja mit der Taufe Jesu („Hereinbrechen der Herrlichkeit Gottes“)
+ | verbunden werden.
+ li
+ | Es fällt auf, wie hier die Proexistenz (nicht nur) Jesu herausgestellt wird:
+ ul
+ li Jesus ist als Arzt gekommen, den die Sünder brauchen, um gerecht zu werden.
+ li Der Sabbat ist für den Menschen da – nicht umgekehrt.
+ li.small
+ | Dass der Menschensohn Herr über den Sabbat ist, hängt einerseits mit seiner dem Sabbat analogen Proexistenz für die Menschen
+ | nach Mk 10,45 zusammen:
+ br
+ q
+ | Der Menschensohn ist nicht gekommen, sich dienen zu lassen,
+ | sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.
+ br
+ | Andererseits mit seinem Geschick, wie es der Philipperhymnus besingt; Entäußerung, Erniedriung und Gehorsam bis zum Tod am Kreuz als Proexistenz gedeutet.
+ li.small
+ | Interessanterweise ist auch das Wort zur Verteidigung der Tischgemeinschaft Jesu mit den Abtrünnigen analog formuliert:
+ br
+ q
+ | Nicht die Gesunden bedürfen des Arztes, sondern die Kranken.
+ br
+ i Ich bin nicht gekommen, um Gerechte zu rufen, sondern Sünder.
+ | Da muss man bemerken, dass im obigen Jesaja-Zitat die Proexistenz des Gottesknechtes als Begründung dafür herausgestellt wird,
+ | dass er nun nach seinem von Gott aufgetragenen Heilswerk „das Licht“ (der Auferstehung) „sieht” (Jes 53,11!)
+ | und in seine besondere Stellung eingesetz wird.
+ li
+ | Insgesamt wird man sagen dürfen, dass hier nun der Gedanke der heilenden Proexistenz Jesu der dominante ist,
+ | während in der vorherigen Gliederung der Akzent auf den Zöllnern und Sündern und ihrer Gesundung durch den Proexistenten lag.
+ br
+ span.small
+ | Natürlich ist auch in der vorhergehenden Gliederung – und generell bei der Sündenvergebung – die Proexistenz
+ | des Menschensohnes/Arztes Jesus gegenwärtig;
+ | hier aber liegt der Akzent auf der Person dessen, der proexistent ist, und seinem eigenen Schicksal,
+ | mit dem freilich das der Vielen verbunden ist: trennen lässt sich das nicht, aber akzentuieren.
+ br
+ | In diese Richtung zeigt auch der Umstand, dass im unteren Rand dieser Gliederung die Machtposition des Menschensohnes angespielt ist,
+ | die – das muss man von Mk 10,45 bzw. Jes 53,12 her ergänzen – mit seiner Proexistenz zusammen hängt.
+ br
+ | Dieser Bezug ist wichtig, wenn sich Streitgespräch mit den Pharisäern und Ährenraufen/Sabbat/Menschensohn einander gegenüberstehen,
+ | aber doch auch hier – wo die Erzählung Ährenraufen/Sabbat/Menschensohn den unteren Rand bildet – relevant
+ | und insgesamt ein Beleg, dass tatsächlich Jes 53,12 (zusammen mit Mk 10,45) im Hintergrund steht,
+ | weil dies der „missing link“ ist.
+
+ li
+ | Dreh- und Angelpunkt ist aber, dass Jesus als Arzt gekommen ist; daher ist es sinnvoll, dass dieser Gedanke
+ | zweimal mit der Taufe Jesu verbunden ist: einmal um der Sünder willen und deren Heil,
+ | einmal um seiner selbst willen im Hinblick auf seine eigene Sendung als „Arzt“ und sein eigenes Schicksal nach dem Tod (Auferstehung).
+ li
+ | Pointiert wird man sagen können:
+ ul
+ li
+ | In der Kombination Mahl mit den Zöllnern („Viele“) und Streitgespräch mit den Pharisäern als Gegenüber zu Täuferpredigt und Taufe Jesu
+ br
+ | geht es um die Vielen, die durch den Arzt Jesus in der „Taufe zur Vergebung der Sünden“ (→ Tod und Auferstehung)
+ | gerecht werden, da der Arzt Jesus ihre Schuld auf sich nimmt; bzw.: es geht um das Geschehen der Gerechtmachung.
+ li
+ | Im Gegenüber des Streitgespräches zur Taufe Jesu
+ br
+ | geht es um den Arzt, der sich zu den Abtrünnigen zählen lässt und für sie eintritt; bzw.: es geht um die Person und das Schicksal dessen, der gerecht macht:
+ br
+ | wie der Sabbat für die Menschen da ist, ist auch der Menschensohn für die Menschen da –
+ | das ist sein (und ihr) Weg in die Herrlichkeit Gottes, des Vaters.
+ li
+ | Unterstützt wird dies dadurch, dass das Gegenüber zum Wirken Johannes des Täufers der Gedanke der Abwesenheit Jesu ist,
+ | verbunden mit dem Fasten der Johannes-Jünger und dem künftigen Fasten der Jesus-Jünger;
+ br
+ | die Abwesenheit Jesu – Anspielung auf seinen Tod – assoziiert dabei die gewaltsam verfügte Abwesenheit des Täufers;
+ | auch im Gegenüber dieser beiden Erählungen ist also das mit der jeweiligen Sendung sich verbindende Schicksal angesprochen.
+ br
+ span.small
+ | Dass im unteren Rand der konzentrischen Gliederung in der Chiffre der Proexistenz des Sabbats die Proexistenz des Menschensohnes
+ | – und damit: seine Sendung, sein Schicksal – angedeutet ist, wurde oben schon erwähnt. Auch hier also der Akzent
+ | auf der Person Jesu und seinem Wirken zugunsten der Menschen, weniger auf den Menschen, die dieses Wirken brauchen.
+ li.small
+ | Dass der Gedanke der „Vielen“ hier im Gegenüber Taufe Jesu – Jesus gekommen als Arzt im Gegensatz zum Jesaja-Zitat nicht
+ | begegnet, ist verschmerzbar:
+ ul
+ li Im Plural bleiben die „Vielen“ gegenwärtig.
+ li
+ | Die von Markus sicher (wohl grundsätzlich, also auch in den vorausgehenden Gliederungen) angezielte Einbeziehung
+ | von Mk 10,45 macht die „Vielen“ auch hier präsent.
+ li
+ | Der auch bei Jesaja dominante Gedanke im zitierten Vers sind die Abtrünnigen, analog hier die „Zöllner und Sünder“.
diff --git a/views/nt/ev/mk/getauft/neue_schoepfung.pug b/views/nt/ev/mk/getauft/neue_schoepfung.pug
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--- a/views/nt/ev/mk/getauft/neue_schoepfung.pug
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@@ -3,7 +3,7 @@ include ../mixins
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- .card.mb-3.konzentr-11
+ .card.mb-1.konzentr-11
.card-body.gliederung
h5.card-title
| Inhaltsangabe/Überschrift
@@ -11,95 +11,95 @@ block content
| Himmlischer Sendungsbeschluss
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,1-3
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h5.card-title Johannes in der Wüste: Seine Taufe und seine Ankündigung des Kommenden; Sünder kommen in Scharen
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,4-8
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h5.card-title Taufe Jesu
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,12-13
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h5.card-title Johannes tritt ab, Jesus tritt auf: Eröffnungsruf des Wirkens Jesu: Das Reich Gottes ist zum Greifen nahe!
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,14-15
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h5.card-title Die Berufung der ersten Jünger
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,16-20
- .card.mb-3.konzentr-5
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.card-body.gliederung
h5.card-title Die neue Lehre in der Synagoge: Jesus gekommen, um Satan/die Dämonen ins Verderben zu stürzen
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,21-28
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h5.card-title Die Heilung der Schwiegermutter des Petrus, die (daraufhin!) Jesus dient
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,29-31
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.card-body.gliederung
h5.card-title
| Die ganze Stadt vor der Tür; Jesus heilt und treibt Dämonen aus
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,32-34
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h5.card-title Rückzug und Suche, Ansage des neuen Aufbruches: „Dazu bin ich gekommen ...“
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,35-38
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.card-body.gliederung
h5.card-title Erneuter Aufbruch (ganz Galiläa, Verkündigung in Synagogen, Dämonenaustreibungen)
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,39
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+ .card.mb-1.konzentr-2
.card-body.gliederung
h5.card-title Die Heilung des Aussätzigen
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,40-45
- .card.mb-3.konzentr-3
+ .card.mb-1.konzentr-3
.card-body.gliederung
h5.card-title Jesus wieder in Kafarnaum im Haus; er verkündigt das Wort
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-1 Mk 2,1-2
p.card-text
| ..., dass nicht einmal mehr vor der Tür Platz war.
- .card.mb-3.konzentr-4
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h5.card-title Jesus heilt den Gelähmten
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,3-12
- .card.mb-3.konzentr-5
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h5.card-title Jesus predigend am Wasser
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,13
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h5.card-title Berufung des Zöllners Levi
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h5.card-title Mahl mit den Zöllnern und Sündern, die Jesus nachfolgen
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,15
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h5.card-title Jesus gekommen als Arzt
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,16-17
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.card-body.gliederung
h5.card-title Fastenfrage: Der Bräutigam ist da – Neuer Wein in neue Schläuche
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,18-22
@@ -108,12 +108,12 @@ block content
br
| Angespielt wird hier auf die Zeit nach Tod und Auferstehung Jesu, die in der Tauferzähung des Markus präsent sind.
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h5.card-title Der Menschensohn ist Herr auch über den Sabbat
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,23-28
- .card.mb-3.konzentr-11
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h5.card-title Die Heilung des Mannes mit der verdorrten Hand: wiederhergstellt
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-1 Mk 3,1-6
@@ -121,3 +121,146 @@ block content
| Herodianer → Tod des Johannes
br
| Leben retten – Leben vernichten: In Jesu Tod ist uns das Leben geschenkt!
+
+ .slide.mb-3
+ hr
+ p.card-text.mb-0.konzentr-3.bibeltextkonzentr
+ | 1 Anfang des Evangeliums Jesu Christi, Sohn (eines) Gottes.
+ br
+ | 2 Wie geschrieben steht beim Propheten Jesaja:
+ br
+ q Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der einen Weg bahnen wird.
+ br
+ q 3 Stimme eines Rufers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn! Macht gerade seine Straßen!
+ p.card-text.konzentr-1.mb-0.bibeltextkonzentr
+ | 39 Und er zog durch ganz Galiläa, verkündete in ihren Synagogen und trieb die Dämonen aus.
+ p.card-text.konzentr-3.bibeltextkonzentr
+ | 1 Als er wieder in die Synagoge ging, war dort ein Mann mit einer verdorrten Hand.
+ br
+ | 2 Und sie gaben Acht, ob Jesus ihn am Sabbat heilen werde;
+ br
+ | sie suchten nämlich einen Grund zur Anklage gegen ihn.
+ br
+ | 3 Da sagte er zu dem Mann mit der verdorrten Hand: Steh auf und stell dich in die Mitte!
+ br
+ | 4 Und zu den anderen sagte er: Was ist am Sabbat erlaubt - Gutes zu tun oder Böses, ein Leben zu retten oder es zu vernichten?
+ br
+ | Sie aber schwiegen. 5 Und er sah sie der Reihe nach an, voll Zorn und Trauer über ihr verstocktes Herz, und sagte zu dem Mann:
+ br
+ | Streck deine Hand aus! Er streckte sie aus und seine Hand wurde wiederhergestellt.
+ br
+ | 6 Da gingen die Pharisäer hinaus und fassten zusammen mit den Anhängern des Herodes den Beschluss, Jesus umzubringen.
+
+
+ .card.slide.border-primary.mb-3
+ .card-body
+ h5.card-title Das Gedenken der guten Schöpfung und der Befreiung aus Ägypten am Sabbat und der Mann mit der verdorrten Hand
+ hr
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+ | Wieder geht es um den Sabbat: mit seiner Heilung am Sabbat provoziert Jesus erneut.
+ | Wieder wird – wie bei der Heilung des Gelähmten [Gesamtgliederung!] – eine Randexistenz in die
+ | Mitte gerückt!
+ p.card-text
+ | Was Jesus offenbar umtreibt, ist dies: Es wird doch am Sabbat des Schöpfers gedacht,
+ | der – wie Gen 1 festhält – seine Schöpfung ‚gut‘, ja ‚sehr gut‘ gemacht hat!
+ br
+ | Und gleichzeitig wird die Befreiung aus der Unterdrückung in Ägypten erinnert!
+ br
+ | Und dann steht da dieser Mann, der durch seine Krankheit („verdorrte Hand“)
+ | nicht am ‚Gut-Sein‘ der Schöpfung (eher am „wüst und leer“ bzw. unbelebten Wüstenboden als Urzustand vor der Schöpfung)
+ | Anteil hat und an einem befreiten Leben gehindert ist.
+ br
+ | Ist nicht gerade der Sabbat geeignet, ihn ‚gut‘ zu machen und ihn von seinem Leiden zu befreien?
+ p.card-text
+ | Deshalb stellt Jesus diesen Mann, der wohl aufgrund seiner Erkrankung als Bettler am
+ | Rande der Gesellschaft leben musste, in die Mitte und heilt ihn.
+ p.card-text
+ | Der Sabbat sollte ja – wie bei der vorhergehenden Erzählung beschrieben – besonders den Menschen am Rande der
+ | Gesellschaft zu Gute kommen. Gerade sie sollten durch den Sabbat aufatmen können.
+ | Das ist dem Mann mit der verdorrten Hand nun auf ganz drastische Weise zuteil geworden.
+
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+ h5.card-title Das Programm Jesu ↔ Das Programm der Gegner Jesu
+ hr
+ p.card-text
+ | Jesu Gegner haben ganz andere Gedanken angesichts dessen, dass er ihre religiös-politische Ordnung in Frage
+ | stellt – und diese sind gar nicht fromm.
+ br
+ | Die Frage Jesu („Gutes tun – Böses tun“; „Leben retten – vernichten“) stellt sein eigenes
+ | Verhalten und das seiner Gegner scharf gegenüber.
+ ul.card-text
+ li
+ | Hier das ‚Programm‘ Jesu, der im Namen des angebrochenen Gottesreiches
+ | Menschen am Rande der Gesellschaft – Sünder, Zöllner, Kranke, Arme etc. – in
+ | den Mittelpunkt rückt, sie Gottes Nähe und Heilung erfahren lässt, wie hier
+ | den Krüppel und Bettler – und das gerade am Sabbat, am Tag des Durchschnaufens
+ | und Aufatmens besonders für Benachteiligte.
+ li
+ | Dort die Gedanken der ‚Frommen‘ (→ Pharisäer) und Mächtigen (→ Herodianer),
+ | die es einerseits gewohnt sind, selbst im Mittelpunkt zu stehen, bzw. sich dorthin drängen,
+ | und die andererseits – ausgerechnet am Sabbat – nach einer
+ | Möglichkeit suchen, Jesus anzuklagen, was schließlich in die Tötungsabsicht mündet.
+ p.card-text
+ | Jesu Gegner stellen sich recht militant gegen sein ‚Programm‘; Jesus beklagt ihre Hartherzigkeit,
+ | mit der sie sich der Menschenliebe Gottes, die in Jesus auf diese Welt gekommen ist, widersetzen.
+ br
+ | Das geschehene Wunder bestätigt, dass Jesus und Gott auf der gleichen Seite stehen: Jesus hat die Vollmacht,
+ | Gutes zu tun, unabhängig von Zeiten und Tagen, gerade auch am Sabbat.
+ br
+ | Für die Identität der Gemeinde ist hier festgehalten: In den Mittelpunkt gilt es jene zu
+ | rücken, die am Rande der Gesellschaft stehen und die besonders der Hilfe bedürfen – und das gilt
+ | immer und überall.
+
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+ h5.card-title Der Todesbeschluss der Gegner Jesu
+ h6.card-subtitle.text-muted
+ | Das Markus-Evangelium als „Passionserzählung mit langer Einleitung“
+ br
+ | Die bestimmende Thematk „Austausch“
+ hr
+ p.card-text
+ | Überraschend hart ist schon hier der Beschluss der Gegner gefällt, Jesus gewaltsam aus
+ | der Welt zu schaffen.
+ br
+ | Dass wir gerade mal im 3. von 16 Kapiteln stehen, hat dem Markus-Evangelium
+ | die Betitelung „Passionserzählung mit langer Einleitung“ beigebracht.
+ p.card-text
+ | Deutlich wird jedenfalls: das ‚Programm‘ der Gottesherrschaft, das hier bei Jesus aufblitzt und im
+ | weiteren Verlauf des Evangeliums weiter entfaltet werden wird, ist seinen Gegnern zuwider.
+ br
+ | Ausgerechnet am Sabbat beschließen sie, „Böses zu tun“ und ein „Leben zu vernichten“ (3,4!).
+ p.card-text
+ | Jesus eröffnet im Laufe der von Mk 2,1-3,6 („Galiläa C“) neue Lebensmöglichkeiten:
+ | er gibt dem Gelähmten und dem Mann mit der verdorrten Hand effektiv ein neues Leben,
+ | er schenkt dem ‚Zöllner und Sünder‘ Levi – und nicht nur ihm – eine neue Lebensperspektive und
+ | er stellt die soziale, dem Leben dienen wollende Ausrichtung des Willens Gottes heraus.
+ br
+ | Doch für dieses Wirken ‚erntet‘ er das Todesurteil: er bringt ‚quasi-Toten‘ Leben und
+ | bekommt den Tod. Damit begegnet wieder der Gedanke des Austausches.
+ p.card-text
+ | Somit ist der Abschnitt „Galiläa C“ durch den Gedanken des Austausches gerahmt:
+ | er begegnet im ‚Scharnier‘ davor und er schließt „Galiläa C“ ab.
+ br
+ | Das bindet dies enthaltenen Erzälungen sehr stark an das vorausgehende ‚Scharnier‘.
+ p.card-text.mb-0
+ | Im Horizont des Austausches Jesu mit dem Aussätzigen ergeben sich – für den „ungeschulten Leser“ – Fragen:
+ ul.card-text
+ li
+ | Läuft Jesu Weg auf einen Platztausch zu, bei dem es ‚um Leben und Tod‘ gehen wird?
+ br
+ | einen nie dagewesenen, umfassend-heilvollen, wirklich ‚neuen‘ Platztausch?
+ li
+ | Liegt darin das ‚Neue‘ begründet, von dem Jesus hier spricht?
+ li
+ | Hängt der von ihm verkündete Beginn des Gottesreiches (in der Gliederung „Galiläa“ dem Todesbeschluss „über Kreuz“ gegenüberliegend!)
+ | mit diesem Austausch ursächlich zusammen?
+ li
+ | Ist vielleicht sogar dieser ‚ultimative‘ Austausch, auf den Jesus zu läuft, die Quelle seiner Vollmacht?
+ br
+ | gerade auch was die Sündenvergebung anbelangt?
+ p.card-text
+ | Der „ungeschulte Leser“ wird sich weiter auf die Reise durch das Evangelium begeben müssen,
+ br
+ | der „wissende Leser“ kann all die Fragen mit „Ja“ beantworten!