diff --git a/views/nt/ev/mk/getauft/mir_nach.pug b/views/nt/ev/mk/getauft/mir_nach.pug
index 77fdf75..4c11a86 100644
--- a/views/nt/ev/mk/getauft/mir_nach.pug
+++ b/views/nt/ev/mk/getauft/mir_nach.pug
@@ -157,8 +157,7 @@ block content
| Auch spiegelt sich der Imperativ „Bereitet den Weg des Herrn!“ im Imperativ „Kommt her, mir nach!“.
br
| → Damit bekommt „Nachfolge“ eine inhaltliche Bestimmung, ein Ziel: den Weg des Herrn bereiten, also sich in den Dienst des Kommens Gottes zu den Menschen stellen.
- br
- span.small In besonderer Weise verbindet sich daher der Imperativ „Bereitet den Weg des Herrn!“ mit der Absicht Jesu, seine Jünger zu Menschenfischern zu machen (s. u.).
+ p.small.card-text In besonderer Weise verbindet sich daher der Imperativ „Bereitet den Weg des Herrn!“ mit der Absicht Jesu, seine Jünger zu Menschenfischern zu machen (s. u.).
li
| Schon hier ist klar, dass „Nachfolge“ mehr ist, als ein Jesus „Nachlaufen“ oder das physiche „Bei Jesus sein”.
li
@@ -274,7 +273,7 @@ block content
| –
q Wüste
| –
- q Geist
+ q Geist
h6.card-subtitle.text-muted Von der unheilvollen Gemeinsamkeit scheinbarer Gegensätze
hr
ul.card-text
@@ -291,11 +290,16 @@ block content
li
| Bestimmend für die neue Existenz ist der Geist Gottes, der in den beiden Erzählungen der konzentrischen Mitte begegnet:
br
- | aus ihm lebt der Christ, lässt sich von ihm führen; und er hilft auch, Versuchung zu bestehen.
+ | wie Jesus der Geist eingehaucht wird und wie Jesus sich vom Geist antreiben lässt,
+ br
+ | so lebt auch der Christ aus dem Geist und soll sich von ihm führen lassen.
br
q.bibeltext
| Wenn wir im Geist leben, lasst uns auch im Geist wandeln!
span.bibelstelle Gal 5,25
+ br
+ | Der Geist hilft auch – so ist es angedeutet –, eigenen Versuchungen zu bestehen.
+
.card.slide.border-primary.mb-3
.card-body
@@ -353,8 +357,7 @@ block content
li In der Tauferzählung wird Jesus als Sohn Gottes angesprochen, und in der Versuchung erweist sich Jesus auch als Sohn Gottes (vgl. Mk 15,39!).
li
| In der ganzen christlichen Theologie ist mit der Taufe der Gedanke verbunden, dadurch selbst „Sohn Gottes“ zu werden.
- br
- span.small Wobei „Sohn“ hier als christologisch-soteriologischer Begriff zu verstehen ist und die „Töchter“ einschließt.
+ p.small.card-text Wobei „Sohn“ hier als christologisch-soteriologischer Begriff zu verstehen ist und die „Töchter“ einschließt.
li
| Darauf spielen sicher auch die Stichworte „Sohn“ und „Vater“ im Hinblick auf die Brüder Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, an.
br
@@ -380,7 +383,7 @@ block content
br
| Der Leser kann nicht beim Blick auf den Auferstandenen verweilen, sondern muss mit ihm in die „Wüste“ gehen.
li
- | Doch ist dieses Treiben in die Wüste nicht ein Verbannen, sondern vom Auftrag Jesu her zu verstehen,
+ | Doch ist dieses Treiben in die Wüste kein Verbannen, sondern vom Auftrag Jesu her zu verstehen,
| mitten in der „Wüste der Gottferne“ eine „Insel des Lebens“ zu errichten, wie die Erzählung vom Wüstenaufenthalt
| durch das Dienen der Engel und das Zusammenleben mit den wilden Tieren bebildert.
br
@@ -404,12 +407,11 @@ block content
| Durch die Verbindung der Gedanken „Heimat verlassen“ und „Von der Herrlichkeit in die Wüste“ wird man im Hinblick auf Christus
| auf den sog. „Philipperhymnus“
| im Brief des Paulus an die Philipper gelenkt (Phil 2,6-11).
- br
- span.small
+ p.small.card-text
| Die weitere Betrachtung des Markus-Evangeliums wird dann auch zeigen, dass Markus mit höchster
| Wahrscheinlichkeit den Philipperbrief des Apostel Paulus kannte.
li
- | In diesem „Philipperhymnus“ wird besungen, dass Christus sein Gott-Gleich-Sein – wörtlich übersetzt – „nicht als Raub festgehalten hat“,
+ | In diesem „Philipperhymnus“ wird besungen, dass Christus sein Gott-Gleich-Sein – wörtlich übersetzt – „nicht als Raub festgehalten hat“,
| sondern seine himmlische Herrlichkeit – seine „persönliche Komfortzone“ – verlassen hat,
| um Mensch zu werden: Diener bis zum Tod am Kreuz.
br
@@ -433,8 +435,7 @@ block content
| wie auch sie gesinnt sein sollen (→ Nachfolge!).
li
| Von diesen Bezügen her fordert die Jesus-Nachfolge einen Sinneswandel, der dem Sinneswandel des ursprünglich Gottgleichen entspricht.
- br
- span.small
+ p.small.card-text
| Es ist sicher kein Zufall, dass in der vorliegenden konzentrischen Gliederung
| die Verkündigung der Sinneswandel-Taufe durch Johannes den Täufer und der Ruf zum Sinneswandel durch Jesus selbst
| gegenüberliegen.
@@ -504,22 +505,18 @@ block content
| menschlicher Gesellschaft,
br
| um ein Ausbrechen aus menschlichen Herrschaftsstrukturen.
- br
- span.small Siehe auch oben: „geschwisterlicher Geist“.
- br
- span.small
+ p.small.card-text.mb-0 Siehe auch oben: „geschwisterlicher Geist“.
+ p.small.card-text
| Wo im weiteren Verlauf „Familie Gottes“ zum Thema wird, ist auffälligerweise nie vom (menschlichen) Vater die Rede:
br
| es gibt nur einen Vater, den im Himmel.
-
-
+
p.card-text.slide
i
| Insgesamt wird deutlich, wie Nachfolge neben einem „soteriologischen Element“ (→ Menschenfischer)
| auch ein „ethisches Element“ hat im Sinne des Ausbrechens aus einer Gesellschaft, die sich von materiellem Haben
| und menschlichen Machtstrukturen her definiert, zu einer Gemeinschaft, die verzichtet und sich in Dienst nehmen lässt.
-
.card.slide.border-secondary
.card-body
h5.card-title
@@ -570,7 +567,7 @@ block content
| die Teilhabe an der Auferstehung Jesu bedeutet nicht, schon selbst auferstanden zu sein,
| sondern ist vielmehr ein Auftrag, als Teil der „Neuen Schöpfung“ den Alltag zu bestehen;
br
- | sie ist als Auftrag zu verstehen, das eigene Leben auf dem Weg bis zum eigenen Tod und der dann erst
+ | sie ist als Auftrag zu verstehen, das eigene Leben auf dem Weg bis zum eigenen Tod und der dann erst
| folgenden Auferstehung entsprechend zu gestalten: „tot für die Sünde – für Gott leben“.
li
| Paulus im Römerbrief und Markus hier in der Mitte der konzentrischen Gliederung
@@ -588,8 +585,35 @@ block content
br
| Markus verbindet beide Sichtweisen, indem in seinem Evangelium Jesus bereits (seit der Taufe) der Auferstandene ist,
| er als Irdischer aber doch zugleich noch auf dem Weg zum Kreuz ist.
-
-
+
+ .card.slide.border-primary.mb-3
+ .card-body
+ h5.card-title
+ | Die Erstberufenen: „tot für den Sünde – leben für Gott“
+ h6.card-subtitle.text-muted Alles verlassen – Menschenfischer
+ hr
+ ul.card-text
+ li
+ | Das „Mir nach!“ ist im Kontext der unmittelbar vorausgehenden Erzählungen nach der Tauferzählung als
+ | „So begreift auch ihr euch als Menschen, die für die Sünde tot sind, aber für Gott leben in Christus Jesus“ (→ Röm 6,11) zu verstehen.
+ li
+ | Exemplarisch wird dies an den vier Erstberufenen bebildert:
+ ul.card-text
+ li
+ i Simon und Andreas
+ br
+ | Sie werden als Menschenfischer berufen.
+ br
+ | Als solche Leben sie ihr Leben für Gott.
+ li
+ i Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus
+ br
+ | Sie brechen aus einer Gesellschaft des Habens und menschlichen Machtstrukturen – selbst eigentlich habend und mächtig – aus.
+ br
+ | Dies gehört zum „tot sein für die Sünde“;
+ br
+ | das Verharren in beidem wird im Laufe des Evangeliums von Jesus angeprangert werden.
+
.card.slide.border-primary.mb-3
.card-body
h5.card-title
@@ -630,6 +654,84 @@ block content
li
| Als „Menschenfischer“ helfen die Jünger, Menschen auf diese „Insel des Lebens“ zu retten.
+ .card.slide.border-primary.mb-3
+ .card-body
+ h5.card-title
+ | Der Gehorsam bis zum Tod am Kreuz und der Gehorsam der Erstberufenen beim Eintritt in die Nachfolge
+ h6.card-subtitle.text-muted Die Erzählung von der Versuchung Jesu und der Philipperhymnus
+ hr
+ ul.card-text
+ li
+ | Das unmittelbare Eintreten der Jünger in die Nachfolge Jesu – ihr Gehorsam angesichts des Rufes Jesu –
+ | spiegelt sich in der Mitte der konzentrischen Gliederung darin, dass sich Jesus ohne Umschweife vom Geist
+ | in die Wüste treiben lässt:
+ br
+ | so wie Jesus dem Geist gegenüber gehorsam ist,
+ br
+ | so sind es die Jünger Jesus gegenüber.
+ li
+ | Gleichzeitig spiegelt sich das In-Dienst-nehmen-Lassen der Jünger in der Mitte der konzentrischen Gliederung darin, dass die Engel Jesus dienen:
+ br
+ | Erde und Himmel dienen Jesus.
+ li
+ | Versteht man nun noch die Wüste – wie wir es getan haben – als Ort der Gottferne,
+ br
+ | verbindet diese als „Wüste der Gottferne“ mit dem Tod Jesu am Kreuz, der – wie bereits erwähnt – als Sterben in die Gottferne gezeichnet ist
+ | (→ „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Mk 15,34),
+ br
+ | und ist auch – siehe oben – auf Bezüge zum
+ | Philipperhymnus aufmerksam geworden, drängt sich regelrecht auf, auch diese Erzählzüge mit dem Philipperhymnus zu verbinden:
+ br
+ q.bibeltext
+ | 8 er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz.
+ br
+ | 9 Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen,
+ br
+ | 10 damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu
+ span.bibelstelle Phil 2,8-10
+ br
+ | Die Versuchung Jesu besteht demgemäß darin, diesen Weg des Gehorsams bis zum Tod am Kreuz nicht zu gehen.
+ li
+ | Das „Darum“ in Phil 2,9 ist ein betontes Scharnier zwischen Erniedrigung und Erhöhung des einst Gottgleichen;
+ | und mit dieser Erhöhung Jesu verbindet sich in Phil 2,10 das Ziel, dass Himmel, Erde und Unterwelt vor Jesus die Knie beugen;
+ br
+ | das kann als Zeichen von Hochachtung und Ehrerbietung verstanden werden,
+ br
+ | das kann im weiteren Sinne aber auch als Gehorsam bis hin zum Dienst verstanden werden.
+ br
+ | Versteht man jedenfalls den Dienst der Engel und den gehorsamen Eintritt der Jünger in den Dienst Jesu
+ | von Phil 2,10 her, ist das Kniebeugen durch Himmel, Erde und Unterwelt zu 2/3 in den Engeln und den Berufenen bebildert.
+ li
+ | Unterstützend ist die Beobachtung, dass in der Versuchungserzählung die Trias Engel, (gezähmte wilde) Tiere und Satan
+ | der Trias „im Himmel, auf der Erde und unter der Erde“ entspricht.
+ li
+ | Mithin schaut die Erzählung von der Versuchung Jesu beim Dienst der Engel also schon auf die Erhöhung Jesu,
+ br
+ | ist in einer einzigen Erzählung letztlich die ganze Sendung Jesu gegenwärtig.
+ li
+ | So betrachtet wird in der doppelten Mitte der konzentrischen Gliederung zweimal der Weg Jesu erzählt:
+ br
+ | Zunächst das Kommen Jesu zur Taufe und seine Taufe durch Johannes (→ Hineinsteigen im Sinne des Todes)
+ | sowie die Ereignisse beim Heraussteigen aus dem Wasser (→ Auferweckung);
+ br
+ | dann – wieder auf den Anfang zurücksetzend – den Weg Jesu in die „Wüste der Gottferne“ bis hin zum Tod am Kreuz,
+ | den Jesus seiner Sendung gemäß gehorsam geht – worauf sich das bei der Taufe geäußerte Wohlgefallen Gottes bezieht –,
+ | was in seine abschließend im Dienst der Engel angedeuteten Erhöhung mündet.
+ li
+ | Der Weg in die „Wüste der Gottferne“ nach dem Hereinbrechen der Herrlichkeit Gottes über Jesus
+ | hat eine gewisse Analogie zur Entäußerung und Erniedrigung des Philipperhymnus, auch wenn der Ausgangspunkt dort die Präexistenz ist.
+ br
+ | Es leuchtet das „Darum“ der Erhöhung auf (→ Wohlgefallen, das Gott in der „Taufe“ Jesu äußert):
+ br
+ | der Blick auf die bei der Taufe angedeutete Auferstehungsherrlichkeit wird umgebogen auf den Weg dorthin.
+ li
+ | In diesen Weg von der Erniedrigung zur Erhöhung ist die Berufung und damit die Sendung der Jünger eingeordnet als Weg der Nachfolge:
+ br
+ | der Gehorsam gegenüber dem Ruf Jesu und in diesem Zug die Entäußerung und Erniedrigung als Verlassen der Stellung als Söhne im väterlichen Betrieb durch die Söhne des Zebedäus.
+ br
+ | Und wie Jesus die Jünger quasi auf seinem Weg mitnimmt, so sollen auch die Jünger – als Menschenfischer – andere mitnehmen
+ | auf diesem Weg in der Nachfolge Jesu.
+
.card.slide.border-primary.mb-3
.card-body
h5.card-title
@@ -640,8 +742,7 @@ block content
li
| In der Versuchungserzählung (→ Mitte der konzentrischen Gliederung) drückt das „sogleich“, das keinen Raum zwischen Taufe und Gang in die Wüste lässt,
| die göttliche Sendung Jesu aus.
- br
- span.small
+ p.small.card-text
| In diesen Verstehenszusammenhang lässt sich auch das „sogleich“ bei der Taufe Jesu einordnen: Jesu wird – als Anfang gelesen – für seine Sendung
| gerüstet; bzw. Jesu Sendung kommt in der Aufertehung zu ihrem Ziel.
li
@@ -686,8 +787,7 @@ block content
li Insgesamt wird man sagen dürfen, dass die Berufungserzählung des Elischa Pate gestanden hat für die Berufungserzählung der ersten Jünger bei Markus.
li
| Auffällig muss aber sein, dass man wenig später im Haus der Schwiegermutter des Petrus einkehrt (Mk 1,29-31).
- br
- span.small
+ p.small.card-text
| Paulus kann in 1 Kor 9,5 erwähnen, dass die übrigen Apostel, die Herrenbrüder und – eigens erwähnt – auch Petrus ihre (christlichen) Frauen
| auf ihren Missionsreisen dabei haben.
br