From 669567072a317d4292ef3fdf03a68a07721d8a24 Mon Sep 17 00:00:00 2001 From: Peter Fischer Date: Sat, 25 Sep 2021 18:17:57 +0200 Subject: [PATCH] Mk/Verderben --- views/nt/ev/mk/getauft/verderben.pug | 355 ++++++++++++++++++++++++++- 1 file changed, 347 insertions(+), 8 deletions(-) diff --git a/views/nt/ev/mk/getauft/verderben.pug b/views/nt/ev/mk/getauft/verderben.pug index 36f7b4c..5febc2d 100644 --- a/views/nt/ev/mk/getauft/verderben.pug +++ b/views/nt/ev/mk/getauft/verderben.pug @@ -41,11 +41,350 @@ block content h5.card-title Die neue Lehre in der Synagoge: Jesus gekommen, um Satan/die Dämonen ins Verderben zu stürzen h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,21-28 - - p - q Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her! - br - | Das ist zum Dämon gesprochen: - br - | Um diesen ins Verderben zu stürzen, geht Jesus selber ins Verderben, d. h. den Tod am Kreuz; - | so geht er dem Dämon voraus. + .slide.mb-3 + hr + p.card-text.mb-0.konzentr-4.bibeltextkonzentr + | 1 Anfang des Evangeliums Jesu Christi, Sohn (eines) Gottes. + br + | 2 Wie geschrieben steht beim Propheten Jesaja: + br + q Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der einen Weg bahnen wird. + br + q 3 Stimme eines Rufers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn! Macht gerade seine Straßen! + p.card-text.mb-0.konzentr-3.bibeltextkonzentr + | 4 So trat Johannes der Täufer in der Wüste auf und verkündete eine Taufe der Umkehr zu Vergebung der Sünden. + br + | 5 Ganz Judäa und alle Einwohner Jerusalems zogen zu ihm hinaus; + br + | sie bekannten ihre Sünden und ließen sich im Jordan von ihm taufen. + p.card-text.mb-0.konzentr-3.bibeltextkonzentr + | 6 Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften + br + | und er lebte von wildem Honig. + br + | 7 Er verkündete: + q + | Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich; + br + | ich bin es nicht wert, mich zu bücken und ihm die Riemen der Sandalen zu lösen. + br + | 8 Ich habe euch mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen. + p.card-text.mb-0.konzentr-2.bibeltextkonzentr + | 9 Und es geschah in jenen Tagen, da kam Jesus aus Nazareth in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. + br + | 10 Und sogleich, als er aus dem Wasser stieg, sah er, + br + | dass der Himmel aufriss und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam. + br + | 11 Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: + q Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden. + p.card-text.mb-0.konzentr-1.bibeltextkonzentr + | 12 Und sogleich trieb der Geist Jesus in die Wüste. + br + | 13 Jesus blieb vierzig Tage in der Wüste und wurde vom Saten in Versuchung geführt. + br + | Er lebte bei den wilden Tieren und die Engel dienten ihm. + p.card-text.mb-0.konzentr-2.bibeltextkonzentr + | 14 Nachdem Johannes ausgeliefert worden war, ging Jesus nach Galiläa; + br + | er verkündete das Evangelium Gottes + br + | 15 und sprach: + q + | Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. + br + | Kehrt um und glaubt an das Evangelium! + p.card-text.mb-0.konzentr-3.bibeltextkonzentr + | 16 Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er simon und Andreas, den Bruder des Simon, + | die auf dem See ihre Netze auswarfen; sie waren nämlich Fischer. + br + | 17 Da sagte er zu ihnen: + q + | Kommt her, mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. + br + | 18 Und sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm nach. + br + | 19 Als er ein Stück weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; + | sie waren im Boot und richteten ihre Netze her. + br + | 20 Sogleich rief er sie und sie ließen ihren Vater Zebedäus mit seinen Tagelöhnern im Boot zurück und folgten Jesus nach. + + p.card-text.konzentr-4.bibeltextkonzentr + | 21 Sie kamen nach Kafarnaum. Am folgenden Sabbat ging er in die Synagoge und lehrte. + br + | 22 Und die Menschen waren voll Staunen über seine Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, nicht wie die Schriftgelehrten. + br + | 23 In ihrer Synagoge war ein Mensch, der von einem unreinen Geist besessen war. + br + | Der begann zu schreien: + br + q + | 24 Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret? + br + | Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen? + br + | Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes. + | 25 Da drohte ihm Jesus: + br + q + | Schweig und verlass ihn! + br + | 26 Der unreine Geist zerrte den Mann hin und her und verließ ihn mit lautem Geschrei. + br + | 27 Da erschraken alle und einer fragte den anderen: + br + q + | Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht: Sogar die unreinen Geister gehorchen seinem Befehl. + br + | 28 Und sein Ruf verbreitete sich rasch im ganzen Gebiet von Galiläa. + + .card.slide.border-primary.mb-3 + .card-body + h5.card-title + q Anfang + h6.card-subtitle.text-muted Anfang vom Ende der „unreinen Geister“ + hr + ul.card-text + li Markus erzählt die erste Austreibung eines Dämons, eines unreinen Geistes. + li Sehr passend dazu findet sich in der Mitte der konzentrischen Gliederung die Erzählung von der Versuchung Jesu, also seine Auseinandersetzung mit dem Satan. + li + | Die Frage des Dämon an Jesus: „Bist du gekommen, um uns uns Verderben zu stürzen?“ beantwortet der Fortgang der Erzählung indirekt mit Ja. + li + | Mit Jesus hat das Ende des Dämonischen begonnen, letztlich – nimmt man die Mitte der Konzentrik dazu – das Ende der Herrschaft Satans insgesamt. + + .card.slide.border-primary.mb-3 + .card-body + h5.card-title + q Bereitet den Weg des Herrn + h6.card-subtitle.text-muted Im Kampf gegen die Herrschaft des Satan bzw. das Besessensein durch einen unreinen Geist + hr + ul.card-text + li + | Die Versuchungserzählung als Mitte der konzentrischen Gliederung macht deutlich: + br + | Der unreine Geist – bzw. der Mensch, der von ihm besessen ist – ist dem Bereich Satans zuzuordnen. + li + | Dem gegenüber steht – als Einwirkung des oberen Endes der konzentrischen Gliederung – der Ruf, sich in den Dienst Gottes zu stellen. + li + | Wieder wird also letzlich das Gegenüber Gott – Satan inszeniert und darin die Dämonenaustreibung verortet. + li + | Insofern der Aufruf „Bereitet den Weg des Herrn“ bei (Deutero-)Jesaja wie bei Markus eine klare ethische Ausrichtung hat, + br + | das Gegenüber Gott – Sünde in Röm 6, auf das wir in den vorhergehenden Erzählungen gestoßen sind, schon aus sich eine ethische Konnotation hat („nicht mehr Diener der Sünde“) + br + | und Markus selbst dann in Mk 7,14-23 „unrein“ in einem ethischen Sinne definieren wird, + br + | wird man so interpretieren müssen: + br + i + | Der mit einem unreinen Geist Besessene ist ein Mensch, dessen ethisches Verhalten ihn als „Diener Satans/der Sünde“ erweist + | (und nicht als „Diener Gottes“). + li + | „Besessensein“ meint in diesem Kontext, dass der Mensch in seinem Verhalten „gefangen“ ist: + br + | jemand, der ganz vernarrt ist in eine Sache; jemand, der ganz versessen ist nach Macht, Geld und Ruhm; + | jemand, der rationalen Argumenten gegenüber verschlossen ist etc; + br + | jemand, der auch „über Leichen geht“, das Leiden anderer blind oder willig in Kauf nimmt, und sich vielleicht auch selber zugrunde richtet. + li + | Es braucht daher ein rettendes Ereignis, eine rettende Begegnung, die so mächtig ist, dass der Mensch aus seinem Besessensein befreit wird. + br + | Dieses Ereignis ist hier die Begegnung mit Jesus bzw. mit seiner Lehre. + li.small + | Diese Interpretation von „Besessensein mit einem unreinen Geist“ klingt fast aufgeklärt und passt auch ins 21. Jahrhundert. + br + | Doch muss man aufpassen, dass man das christologisch-soteriologische Element nicht übersieht und die Realität der gefangennehmenden Sünde nicht banalisiert. + | Sonst ist man schnell bei der Nicht-Notwendkeit der Erlösung durch Christus – und hat den christlichen Glauben entleert. + li.small + | Es bleibt auch festzuhalten, dass man damals bestimmte Krankheiten als Besessenheit durch Dämonen deutete. + | Zum Teil können anhand von Beschreibungen dieser Krankheiten heutige Ärzte genau sagen, um welche Krankheiten es sich + | handelte (z. B. Epilepsie). Diese Krankheiten, denen man – anders als z. B. Brüchen + | oder Erkältungen – nicht Herr werden konnte, deutete man als Besessensein durch + | einen mächtigen Dämon, der einen Menschen gefangen hält und an einem normalen + | Leben hindert. + + .card.slide.border-primary.mb-3 + .card-body + h5.card-title + q Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg bahnen wird + hr + ul.card-text + li.small + | Man könnte geneigt sein, hier an jene zu denken, die den Ruf Jesu im ganzen Gebiet von Galiläa verbreiten; + | das wäre in gewisser Weise auch eine Analogie zu Johannes dem Täufer, der auf den kommenden Stärkeren hinweist. + br + | Doch bleiben die Träger des Rufes Jesu ohne direktes Subjekt; dies fällt auf und stellt sich gegen die genannte Deutung. + li + | Das einzige Gegenüber im Dialog mit Jesus ist der unreine Geist (mit dem Geheilten wechselt Jesus kein Wort!). + li + | Dieser fragt Jesus auch, ob er gekommen sei, Seinesgleichen ins Verderben zu stürzen – womit auf die Sendung Jesu Bezug genommen wird, + | die sich mit dem Mischzitat Mal 3,1; Ex 23,20 in Mk 1,2b verbinden lässt. + li + | Wissend, dass Jesus tatsächlich selber ins „Verderben“ (→ Kreuz) gegangen ist, um Sünde und Satan zu vernichten, lässt sich sagen: + br + i + | Das Mischzitat Mal 3,1; Ex 23,20 ist hier auf den unreinen Geist zu beziehen: + br + | Jesus geht – als göttlicher Bote – dem unreinen Geist ins Verderben voraus, um diesen – und Seinesgleichen – um ihnen den Weg ins Verderben zu bahnen, + | sie also ins Verderben zu stürzen. + br + | Das ist seine göttliche Sendung. + + .card.slide.border-primary.mb-3 + .card-body + h5.card-title + q Du bist der Heilige Gottes – uns ins Verderben zu stürzen + br + q Evangelium von Jesus Christus, Sohn eines Gottes + hr + ul.card-text + li Die Wendung „Sohn (eines) Gottes“ spiegelt sich im „Bekenntis“ des unreinen Geistes: „Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes“. + li Analog wird „Evangelium“ damit gefüllt, dass Jesus offensichtlich gekommen ist, die unreinen Geister ins Verderben zu stürzen. + + .card.slide.border-primary.mb-3 + .card-body + h5.card-title + q Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht ... + hr + ul.card-text + li Markus unterstreicht Neuheit und Vollmacht der Lehre Jesu. + li Bewusst hebt Markus den Unterschied zu den Schriftgelehrten hervor – Jesu Lehre ist anders. + li + | Auffällig ist, dass das Thema „Lehre Jesu“ nicht nur die Erzählung von der Austreibung des unreinen Geistes rahmt, + | sondern die Leute nicht eigentlich über das Wunder, sondern über die Lehre Jesu staunen. + li + | So erscheint die Austreibung geheimnisvoll als Auswirkung der Lehre Jesu. + li + | Die gelungene Dämonenaustreibung bestätigt jedenfalls die Vollmacht Jesu und die + | Gültigkeit seiner Lehre. + li Inhaltlich bleibt die Lehre Jesu unbestimmt – eine Lücke! + li.small + | Aus dem bisherigen Geschehen und der konzentrischen Gliederung mag man hier einges ergänzen, nicht zu letzt „Evangelium“ + | aus dem oberen Ende der konzentrischen Gliederung, oder – worauf es sich ja bezieht – Tod und Auferstehung Jesu. + br + | Ohne den Blick für die konzentrische Gliederung bzw. ohne das Wissen, das was im Evangelium noch kommen wird, + | bleibt die Lücke aber bestehen. Das will beachtet sein. + li.small + | Hier muss uns bewusst werden, was der „unbedarfte Leser“ bisher erzählt bekommen hat: + ul.card-text + li Er hat von einem himmlischen Sendungsbefehl gehört, der ihn an die großen Ereignisse zum Heil Israels erinnert – das lässt Großes erahnen. + li Ihm wird von Johannes dem Täufer uns einer Taufe erhählt, sowie von der Erwartungshaltung, die Johannes prägt und die er verkündet. + li + | Er wird Zeuge der Taufe Jesu. Als einziger – außer Jesus selbst – wird er Zeuge phantastischer Ereignisse rund um die Taufe Jesu; + | die „Überschrift“ wird bestätigt: Jesus ist Gottes Sohn, mit ihm verbindet sich eine frohe Botschaft, deren Inhalt der Leser noch nicht erfahren hat. + li + | Gleich nach der Taufe wird Jesus im Versuchung geführt; über Inhalt und Ergebnis der Versuchung erführt der Leser nichts; + | er kann sich zwar manches denken, doch wird er geheimnisvoll in der Luft hängen gelassen. + li + | Jesus ruft zu Umkehr auf – wie schon Johannes der Täufer – und verkündet das Evangelium Gottes, das mit dem Nahegekommensein des Gottesreiches zusammenhängt. + br + | Inhaltlich bleibt das Evangelium aber ansonsten unbestimmt. + li + | Der Leser wird Zeuge der Berufung der ersten Jünger, die Jesus um sich schart und denen er einen doch etwas zwielichtigen Auftrag geben wird (→ „Menschenfischer“); + | er wundert sich vielleicht auch über die Radikalität der Reaktion der in die Nachfolge Gerufenen. + li + | Schließlich erfärt er von der ersten Austreibung eines unreinen Geistes und vom Staunen der Menge, weniger über das Wunder als vielmehr über die Lehre Jesu, + | die für ihn inhaltlich unbestimmt bleibt. + br + | Dass Jesus das Wunder wirken kann, hängt für ihn wohl eher damit zusammen, dass Jesus „der Heilige Gottes“ ist; + | er weiß ja schon, dass Jesus „Sohn Gottes“ ist. + + .card.slide.border-primary.mb-3 + .card-body + h5.card-title + q Schweig! + h6.card-subtitle.text-muted Ein erster Blick auf die Schweigegebote im Evangelium nach Markus + hr + ul.card-text + li Im allen Galiläa-Teilen des Evangeliums (und nur dort!) begegnen Schweigegebote, die Jesus in bestimmten Situationen ausspricht: + ul.card-text + li + i Im Hinblick auf seine Person („Bekenntnisse“) bzw. das Wissen, wer er ist + br + | Mk 1,21-28; Mk 1,32-34; Mk 3,7-12; 8,27-30 („Messiasbekenntnis des Petrus“); 9,2-13 (Verklärung Jesu) + li + i Im Hinblick auf Wunder, die nicht weitererzählt werden dürfen + br + | Mk 1,40-45 (Heilung des Aussätzigen); 5,35-43 (Auferweckung der Tochter des Jairus); 7,31-37 (Heilung des Taubstummen) + li + | Die Aufforderung Jesu an den Dämon, zu schweigen, ist hier unmittelbar nach dessen Bekenntnis gesprochen und bezieht sich also darauf. + br + span.small Das Wunder selbst wird nicht mit einem Schweigegebot belegt – das es weitererzählt wird, ist damit völlig legitim (im Gegensatz zu anderen Wundern!). + li Dem korrespondiert geheimnisvoll, dass die Lehre Jesu durch den Evangelisten verschwiegen wird. + li + | Dies legt nahe, dass beides zusammengesehen werden muss: + br + i + | Jesu – hier noch verschwiegene – Lehre enthält offenbar + | Aussagen, die das Wissen darum, wer er ist, notwendig ergänzen; daher wird dieses Wissen bzw. die diesbezüglichen Bekenntnisse + | mit einem Schweigegebot versehen. + li + | Gerade angesichts dessen, dass man sich – gerade als „unbedarfter Leser“ – sich einiges zusammenreimen kann – nicht zuletzt aus dem Stichwort „Heiliger Gottes“, + | ist dieses Schweigegobt ein wichtiges „Achtung“-Schild, ja ein „Stopp“-Schild. + br + | Aus den Hoheitstiteln allein könnte man jedenfalls ein völlig falsches Bild von Jesus bekommen! + li + | Man wird also sagen können: + br + i + | Wo Schweigegebote sich auf Jesu Person beziehen („wer er ist“, Bekenntnisse), signalisieren sie, + | dass diese Aussagen in den größeren Kontext der Lehre Jesu einzubinden sind. + br + | Dabei geht es inhaltlich um Jesu Weg ans Kreuz, durch den er zu dem geworden ist, dem die Hoheitstitel gebühren. + li + | Was der Dämon ‚bekennt‘, ist ‚wahr‘; und doch ist es – wenn man den Weg Jesu und seine damit zusammen hängende Lehre kennt – + | für sich allein genommen verführerisch und irreführend, verzerrend unvollständig. + li + | Für den „sehenden“ Leser war dieser Weg Jesu bisher schon omnipräsent; + br + | doch besteht stets die Gefahr, nur das „Ergebnis“ zu sehen und nicht den Weg dorthin. + br + | Gerade auf Letzteren legen aber Markus und Paulus besonderen Wert, weil dieser Weg sich bei jenen auswirken muss, die Jesus nachfolgen. + br + span.small + | Bei beiden ist zu bemerken, wie sie den einseitgen Blick auf die Auferstehungsherrlichkeit Jesu kritisieren, + | weil das Vergessen des Weges Jesu ans Kreuz und ein Den-Mitmenschen-Vergessen mit sich bringen kann; + | sowohl bei Markus als auch Paulus begegnen dazu konkrete Beispiele. + br + | Markus wird sich dieser Thematik vor allem im übergreifenden Teil „Auf dem Weg“ widmen. + + + .card.slide.border-primary.mb-3 + .card-body + h5.card-title Taufe Jesu und Beginn des öffentlichen Auftretens Jesu im konzentrischen Gegenüber + h6.card-subtitle.text-muted Das Evangelium von Tod und Auferstehung Jesu will um sich greifen + hr + ul.card-text + li Beide Erzählungen waren schon als Mitte und unteres Ende einer konzentrischen Gliederung verbunden. + li + | Inhalt des „Evangelium Gottes“ und Anbruch des Gottesreiches ist das christologisch-soterialogische Grundereignis von Tod und Auferstehung Jesu; + | darauf bezieht sich der Glaube. + li + | Mit der Auferweckung des Gekreuzigten durch Gott verbindet sich auch die Forderung, das eigene Leben am Weg Jesu ans Kreuz auszurichten (→ Ruf zur Umkehr), + | um das künftige Sein bei Jesus zu erlangen. + li + | Mit diesen beiden Punkten ist auch die nicht spezifizierte Lehre am unteren Ende der konzentrischen Gliederung zu füllen. + br + i + | Die Erzählung von der Austreibung des unreinen Geistes legt Zeugnis ab, wie das Evangelium von Tod und Auferstehung Jesu seine Kraft entfaltet + | zur Befreiung des Menschen aus der Hand des Satan/der Sünde. + + .card.slide.border-primary + .card-body + h5.card-title Der Vorläufer und die Nachfolger Jesu im konzentrischen Gegenüber + h6.card-subtitle.text-muted Beide im Dienste des Stärkeren + hr + ul.card-text + li Wie Johannes der Täufer Jesus vorausging, so folgen die Jünger Jesus nach. + li + | Wie die Gewandung des Johannes eine Radikalität ausdrückt in Analogie zu Elija, + br + | so spricht auch eine Radikalität aus der Berufung der ersten Jünger, die nach der Berufung des Elischa – des Schülers Elijas – gestaltet ist. + li + | Johannes wies auf den nach ihm kommenden Stärkeren und seine Geisttaufe hin; + br + | die Jünger werden diese Taufe praktizieren (→ „Menschenfischer“). + br + | Beide stehen damit im Dienste des Stärkeren und der Umkehr und Erneuerung des Gottesvolkes bzw. der Menschheit. + +