diff --git a/views/nt/ev/mk/anfang/eingesetzt.pug b/views/nt/ev/mk/anfang/eingesetzt.pug
index c93402d..043d34d 100644
--- a/views/nt/ev/mk/anfang/eingesetzt.pug
+++ b/views/nt/ev/mk/anfang/eingesetzt.pug
@@ -20,15 +20,423 @@ block content
.card-body.gliederung
h5.card-title Die Taufe Jesu
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,9-11
+
+
+ .slide.mb-3
+ hr
+ p.card-text.mb-0.konzentr-2.bibeltextkonzentr
+ | 1 Anfang des Evangeliums Jesu Christi, Sohn (eines) Gottes.
+ br
+ | 2 Wie geschrieben steht beim Propheten Jesaja:
+ br
+ q Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der einen Weg bahnen wird.
+ br
+ q 3 Stimme eines Rufers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn! Macht gerade seine Straßen!
+ p.card-text.mb-0.konzentr-1.bibeltextkonzentr
+ | 4 So trat Johannes der Täufer in der Wüste auf und verkündete eine Taufe der Umkehr zu Vergebung der Sünden.
+ br
+ | 5 Ganz Judäa und alle Einwohner Jerusalems zogen zu ihm hinaus;
+ br
+ | sie bekannten ihre Sünden und ließen sich im Jordan von ihm taufen.
+ p.card-text.mb-0.konzentr-1.bibeltextkonzentr
+ | 6 Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften
+ br
+ | und er lebte von wildem Honig.
+ br
+ | 7 Er verkündete:
+ q
+ | Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich;
+ br
+ | ich bin es nicht wert, mich zu bücken und ihm die Riemen der Sandalen zu lösen.
+ br
+ | 8 Ich habe euch mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.
+ p.card-text.konzentr-2.bibeltextkonzentr
+ | 9 Und es geschah in jenen Tagen, da kam Jesus aus Nazareth in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen.
+ br
+ | 10 Und sogleich, als er aus dem Wasser stieg, sah er,
+ br
+ | dass der Himmel aufriss und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam.
+ br
+ | 11 Und eine Stimme aus dem Himmel sprach:
+ q Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.
+
+ .card.slide.border-primary.mb-3
+ .card-body
+ h5.card-title
+ q Anfang
+ |
+ | I
+ h6.card-subtitle.text-muted Beginn des öffentlichen Wirkens Jesu
+ hr
+ p.card-text
+ | Alle Evangelien sind sich darin einig, dass das öffentliche Wirken Jesu nach seiner Taufe durch Johannes den Täufer begann,
+ | die Taufe für Jesus also einen Einschnitt in seinem Leben bedeutete
+ br
+ | (und dann später – nach Mk 1,14 – auch der Tod des Täufers,
+ | nach welchem Jesus dann eigenständig in der Öffentlichkeit auftrat).
+
+ .card.slide.border-primary.mb-3
+ .card-body
+ h5.card-title
+ q Anfang
+ |
+ | II
+ h6.card-subtitle.text-muted Beginn einer neuen Schöfung
+ hr
+ p.card-text.mb-0 Die Wüste – als äußerer Rahmen für die Taufe (nach Mk 1,4) – steht generell für Neuanfänge:
+ ul.card-text
+ li
+ i Schöpfung
+ br
+ | Gen 1,2: Tohuwabohu [„wüst und wirr“] als Beschreibung der Roh-Erde.
+ li
+ i Konstituierung des Volkes Israel (Exodus)
+ br
+ | Wüstenwanderung aus der Sklaverei in Ägypten hinein ins „gelobte Land“ (Mk 1,2 → Ex 23,20!)
+ li
+ i Neuanfang nach dem Exil in Babylon
+ br
+ | Wüste als Beschreibung für den Zustand Jerusalems zur Zeit des Exils (Mk 1,3 → Jes 40,3).
+ br
+ | „Wüstenwanderung“ von Babylon nach Israel.
+ br
+ | Gedanke der „Neuschöpfung“ bei Deuterojesaja.
+
+ p.card-text.mb-0 Verschiedene Elemente der Erzählung erinnern an die Schöpfungserzählungen in Gen 1.2:
+ ul.card-text
+ li
+ i Wüste – Wasser – Geist
+ br
+ q.bibeltext
+ | Im Anfang ... Die Erde war wüst und wirr
+ br
+ | und Finsternis lag über der Urflut
+ br
+ | und Gottes Geist schwebte über dem Wasser.
+ span.bibelstelle Gen 1,1-2
+ br
+ | Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die „rabbinische Theologie … das Schweben des Gottesgeistes
+ | über den Wassern (Gen 1,2) mit dem Schweben eines Vogels, einer
+ | Taube oder eines Adlers veranschaulichen“ kann.
+ +footnote("Gnilka, Markus I 52")
+ li
+ i Gott spricht – und es geschieht
+ br
+ | Die Zitate in Mk 1,2-3 sind „Wort Gottes“, zwar geschrieben, aber doch gesprochen.
+ br
+ | In Mk 1,4 heißt es nun (leider durch die Übersetzungen unkenntlich gemacht!): „Es geschah Johannes der Täufer“,
+ | in Mk 1,9: „Und es geschah in jenen Tagen ...“.
+ br
+ | Dies kann als Anspielung auf das wiederholte „So geschah es“ in der ersten Schöpfungserzählung Gen 1 verstanden werden.
+ li
+ i Einhauchen des Lebensatems
+ br
+ q.bibeltext
+ | Da formte Gott, der Herr, den Menschen, Staub vom Erdboden,
+ br
+ | und blies in seine Nase den Lebensatem.
+ br
+ | So wurde der Mensch zu einem lebendigen Wesen.
+ span.bibelstelle Gen 2,7
+ br
+ | Ein Blick in den griechischen Text des Markus-Evangeliums offenbart,
+ | dass es in Mk 1,10 nicht heißt, dass der Geist Gottes wie eine Taube auf Jesus herabkam,
+ br
+ | sondern in ihn hinein! – Wohl ein bewusster, leider durch die deutschen Übersetzungen verdeckter Bezug zu Gen 2,7!
+ br
+ span.small
+ | Beides, „herab“ und „hinein“, ist letztlich sachlich identisch. Auffallend
+ | ist es allemal. Zumal Mt und Lk von Jes 42,1 her – der Stelle, die hier zugrunde liegt –
+ | den Markus-Text verändern und statt „hinein“ „herab“ schreiben.
+ p.card-text
+ | Zusammengenommen kann man sagen:
+ br
+ | Die Art und Weise, wie Markus von der Taufe Jesu erzählt, macht deutlich:
+ br
+ b Markus erzählt mit der Taufe Jesu von einem „neuen Anfang“, von einer „neuen Schöpfung“: Jesus ist der Urtyp eines „neuen Menschen“.
+ p.card-text.small
+ | Hier kann uns bewusst werden:
+ br
+ | In der christlichen Tradition ist das Doppelereignis von Jesu Tod und Auferstehung der Beginn einer neuen Schöpfung,
+ | in die der einzelne Christ durch die Taufe hineingestellt wird (vgl. z. B. Röm 6,4).
+
+
+ .card.slide.border-primary.mb-3
+ .card-body
+ h5.card-title
+ q Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg bahnen wird
+ hr
+ p.card-text
+ | Mk 1,9 erwähnt den Täufer als Vorläufer Jesu nach Mk 1,4-8 explizit;
+ br
+ | mit dem „Ereignis“ Taufe, das äußerlich Johannes der Täufer an Jesus vollzieht,
+ | ist Jesus für sein öffentliches Wirken gerüstet (→ Geistempfang), also sein „Weg gebahnt“.
+
+ .card.slide.border-primary.mb-3
+ .card-body
+ h5.card-title
+ q Und sogleich, als er aus dem Wasser stieg ...
+ br
+ | Taufe und Tod Jesu und ihre „Beziehung“ zueinander
+ h6.card-subtitle.text-muted Die Taufe als Gegenpart zum Tod Jesu
+ hr
+ p.card-text.mb-0 Die Erzählungen von Tod und Taufe Jesu sind im Markus-Evangelium klar als Kontrapunkte zueinander in Beziehung gesetzt:
+ ul.card-text
+ li
+ i Elija, bzw. Beginn ↔ Ende
+ br
+ | Beim Tod Jesu wird Elija „vermisst“ – der Leser weiß, dass Elija in Gestalt Johannes des Täufers bereits da war;
+ | er war Jesu Vorläufer und hat Jesus auch getauft.
+ br
+ | Der Weg Jesu, der mit (bzw. kurz nach) der Taufe durch Johannes begann, ist mit dem Tod am Kreuz an ein Ende gekommen.
+ li
+ i Geist ein- ↔ aushauchen
+ br
+ | Jesus wird bei der Taufe der Geist eingehaucht,
+ br
+ | beim Tod am Kreuz haucht er ihn (wieder) aus.
+ li
+ i Zerreißen des „Himmels“
+ br
+ | Bei der Taufe Jesu „zerreißt“ der Himmel,
+ br
+ | beim Tod am Kreuz zerreißt der Vorhang im Tempel (gleiches Verb im Griechischen!); auf diesem war der Kosmos dargestellt!
+ br
+ | Es zerreißt also zweimal „der Himmel“ – dort als Zeichen der Gottferne im Tempel, hier als Zeichen des Hereinbrechens der Wirklichkeit Gottes in diese Welt.
+ li
+ i Gottes Sohn
+ br
+ | Bei der Taufe wird Jesus als Sohn Gottes angesprochen,
+ br
+ | im Zuge des Todes Jesu spricht der heidnische Hauptmann das Bekenntnis: „Wahrhaftig, dieser Mensch war Sohn (eines) Gottes“.
+ p.card-text
+ | Insgesamt also Hereinbrechen der Wirklichkeit Gottes bei der Taufe Jesu, Gottferne bei der Kreuzigung Jesu.
+ p.card-text.mb-0 Zwei Interpretationen sind möglich:
+ ol.card-text
+ li
+ | Der Tod Jesu am Kreuz ist die Umkehrung der Taufe.
+ br
+ | Dann aber ist das Ende des Markus-Evangeliums trotz Auferstehungsbotschaft eigentlich nicht auszuhalten.
+ li
+ | Die Taufe Jesu ist – in ihrer positiven Hälfte des Heraussteigens aus dem Wasser – die Umkehrung des Kreuzestodes.
+ br
+ | Dafür sprechen:
+ ul.card-text
+ li Das Gegenüber zum Tod Jesu ist generell die Auferstehung.
+ li In Mk 10,35-40 wird mit dem Chiffre „Taufe“ eindeutig der Tod Jesu bezeichnet.
+ br
+ span.small Das ist zu beziehen auf die negative Hälfte der Taufe, nämlich das Hinabsteigen ins Wasser.
+ li
+ | Paulus spricht in Röm 6 von der „Taufe auf den Tod Jesu“ bei gleichzeitigem Aufruf zum „Wandel in der Neuheit des Lebens“.
+ li
+ | Wasser ist – auch in der christlichen Taufsymbolik – Symbol für das Urchaos („Urflut“ → siehe oben, „Anfang“ II);
+ br
+ | auch im Markus-Evangelium ist das Wasser teils Ort der Gefahr und des Todes, vgl. Mk 4,35-41; 6,45-52.
+ br
+ span.small
+ | Wenn Jesus in Mk 6,45-52 auf dem Wasser gehen kann, dann zeigt dies, dass er – als Auferstandener – über den Tod erhaben ist;
+ br
+ | denn er ist – ein für alle Mal – „aus dem Wasser gestiegen“ = auferstanden.
+ p.card-text
+ i Ergebnis
+ br
+ b
+ | Die Erzählung von der Taufe Jesu im Evangelium nach Markus ist eine an den Anfang des Evangeliums gesetzte Erzählung vom Tod
+ | (Taufe im Sinne des Hinabsteigens in Wasser = Tod)
+ b und von der Auferstehung Jesu
+ | („Als er aus dem Wasser stieg ...“).
+ p.card-text
+ | Gerade als Auferstandener ist Jesus Urtyp des „neuen Menschen“, vgl. Röm 6,1-14!
+ p.card-text
+ | Mithin ist also im ganzen Evangelium, vor allem bei den Wundern Jesu, zu bedenken:
+ br
+ i Jesus ist – wo er nicht klar als Vorösterlicher zu erkennen ist (Leiden, Tod) – schon auch der Auferstandene.
+ p.card-text
+ | Die Ansage „Evangelium Jesu Christi, Sohn (eines) Gottes“ spiegelt sich hier in der Tauferzählung;
+ br
+ | das ist ein wichtiges Indiz, dass auch Markus – wie Paulus – mit „Evangelium“ vor allem Jesu Tod und Auferstehung meint
+ | (und nur indirekt eine Erzählung vom Leben Jesu; siehe Gattung)
+
+ .card.slide.border-primary.mb-3
+ .card-body
+ h5.card-title
+ q Eingesetzt als Sohn Gottes in Macht seit der Auferstehung von den Toten
+ h6.card-subtitle.text-muted Röm 1,1-4 als Inspiration für den Anfang des Markus-Evangeliums
+ hr
+ p.card-text.mb-0 Zwischen Mk 1,1-11(.14-15) und Röm 1,1-4 gibt es klare Bezüge:
+ q.bibeltext.card-text
+ | 1 Paulus, Knecht Christi Jesu, berufen zum Apotel, ausgesondert, das Evangelium Gottes zu verkünden (→ Mk 1,14),
+ br
+ | 2 das er durch seine Propheten im Voraus verheißen hat in heiligen Schriften (→ Mk 1,2-3):
+ br
+ | 3 das Evangelium von seinem Sohn (→ Mk 1,1.11),
+ br
+ | der dem Fleisch nach geboren it als Nachkomme Davids,
+ br
+ | 4 der dem Geist der Heiligkeit nach eingesetzt ist als Sohn Gottes (→ Mk 1,1.11) in Macht seit der Auferstehung von den Toten,
+ br
+ | das Evangelium von Jesus Christus, unserem Herrn (→ Mk 1,1).
+ p.card-text.mb-0.mt-3
+ | Diese vielen Bezüge sind kaum Zufall; daher wird man sagen können:
+ ul.card-text
+ li Markus hat den Brief des Apostel Paulus an die Römer gekannt;
+ br
+ | dies macht es wahrscheinlich, dass er auch andere Briefe des Paulus gekannt hat.
+ li Markus hat diesen Brief nicht nur gekannt, sondern sich von ihm auch inspirieren lassen.;
+ br
+ | dies macht es wahrscheinlich, dass auch weitere Elemente des Markus-Evangeliums von Stellen in Paulus-Briefen inspiriert sind.
+ li Das Hineinkommen des Geistes in Jesus bei der Taufe, wie sie Markus erzählt, steht sicher in Verbindung zu Röm 1,4;
+ br
+ | dies unterstreicht den obigen Befund.
+
+ .card.slide.border-primary.mb-3
+ .card-body
+ h5.card-title
+ q Bereitet den Weg des Herrn
+ br
+ q An dir habe ich Wohlgefallen gefunden
+ h6.card-subtitle.text-muted Auftrag und Erfüllung: Jesus als der „Wegbereiter Gottes“
+ hr
+ ul.card-text
+ li Von Jes 40,3 her bedeutet der Aufruf, den Weg des Herrn zu bereiten, sich in den Dienst des Kommens Gottes zu stellen.
+ li Dies hat Johannes mit Predigt und Vollzug der Umkehrtaufe getan, in gewisser Weise auch durch die Taufe Jesu (wobei hier aber der ethische Aspekt fehlt!).
+ li
+ | Das an Jesus adressierte „An dir habe ich Wohlgefallen gefunden“ aus dem Munde Gottes
+ | in Mk 1,11 könnte im Sinne der „freien Gnadenwahl Gottes“ verstanden werden,
+ br
+ | im Blick auf die Konzentrik ist es aber eher als positive Reaktion auf
+ | den Auftrag „Bereitet den Weg des Herrn!“ zu lesen.
+ li
+ | Versteht man die Erzählung der Taufe Jesu von Tod und Auferstehung Jesu her, ist auch die inhaltliche Bestimmung,
+ | der inhaltliche Grund des Lobes klar: Jesu Weg ans Kreuz!
+ li
+ | Die „Begleiterscheinung“ der Taufe Jesu – Aufreißen der Himmel, Geistherabkunft, insgesamt „Neuschöpfung“ –
+ | machen jedenfalls deutlich:
+ br
+ i Mit der „Taufe“ Jesu – also letztlich in der Auferstehung Jesu – bricht Gottes Wirklichkeit in diese Welt ein!
+ li
+ | In diesem Sinne ist Jesus also selber „Wegbereiter des Herrn“, nämlich Gottes selbst!
+ li
+ i Durch seinen Weg ans Kreuz, den Gott mit der Auferweckung „beantwortet“ (vgl. Phil 2,6-11! [V 9: „Darum“!]), ist Jesus also
+ | der
+ i Wegbereiter Gottes
+ | schlechthin
+ i geworden.
+
+
+ .card.slide.border-primary.mb-3
+ .card-body
+ h5.card-title Unsichtbare Sichtbarkeit
+ hr
+ p.card-text
+ | Was bei der Taufe geschieht, ist für die Umstehenden nicht sichtbar; nur Jesus ‚sieht‘ es.
+ br
+ | → Die Taufe ist keine ‚Show‘ für ‚Zuschauer‘, sondern schafft eine verborgene Wirklichkeit, die sich durch Wort und Tat auswirken wird.
+ br
+ span.small Das ist auch für unsere christliche Taufe ein wichtiger Impuls!
+
+ .card.slide.border-primary.mb-3
+ .card-body
+ h5.card-title Anspielungen auf alttestamentliche Stellen
+ h6.card-subtitle.text-muted Schriftgemäßheit des Evangeliums
+ hr
+ ul.card-text
+ li Die Worte der „Stimme vom Himmel“ [= Stimme Gottes] enthalten Anspielungen auf alttesamentliche Stellen.
+ li Sie lassen sich alle mit dem Weg Jesu in Verbindung setzen;
+ br
+ | sie unterstreichen dessen Schriftgemäßheit (wie schon Mk 1,2-3).
+ li
+ | Sie beleuchten Jesu Beziehung zu Gott, seinen Einklang mit Gott, seine Sendung, seine
+ | künftige Herrlichkeit, aber auch die Schwere des vor ihm liegenden Weges, den er im
+ | Auftrag Gottes gehen wird.
+ li
+ i „geliebter Sohn“
+ ul.card-text
+ li
+ | → Abrahams schwerer Weg mit seinem geliebten Sohn Isaak (Gen 22,2.12.16; Erzählung von der „Nichtopferung Isaaks“)
+ li
+ | → Joseph als geliebter Sohn Isaaks (Gen 37,3-4), der dann einen schweren Weg – Verkauf durch die Brüder, Falschaussage – auf sich nehmen muss,
+ | schließlich aber „zweiter Mann im Staat“ wird, sich mit den Brüdern versöhnt und aller Welt Brot zum Essen bringt.
+ br
+ | Dieser Joseph (Gen 37-50) kann in besonderer Weise als Vorläufer Jesu verstanden werden; darauf wird zurückzukommen sein.
+ li
+ i „Du bist mein Sohn“ (Ps 2,7)
+ br
+ | Urchristlich auf die Auferweckung und Erhöhung Jesu bezogen → Apg 13,33
+ li
+ i „an dir habe ich Wohlgefallen gefunden“
+ br
+ i „ich habe meinen Geist auf ihn gelegt“
+ br
+ span.bibelstelle Jes 42,1
+ q.bibeltext
+ | Siehe, das ist mein Knecht, den ich stütze; das ist mein Erwählter, an ihm finde ich Gefallen.
+ br
+ | Ich habe meinen Geist auf ihn gelegt, er bringt den Nationen das Recht.
+ br
+ | → Gottesknecht, der Israel und allen Menschen Heil bringen soll.
+ br
+ span.bibelstelle Jes 53,10-11
+ q.bibeltext
+ | Doch der Herr hat Gefallen an dem von Krankheit Zermalmten ...
+ br
+ | Nachdem er vieles ertrug, erblickt er das Licht ...
+ br
+ | Mein Knecht, der gerechte, macht die Vielen gerecht; er lädt ihre Schuld auf sich.
+ br
+ | → Viertes Lied vom Gottesknecht;
+ br
+ | versteht man die Erzählung der Taufe von Tod und Auferstehung Jesu her,
+ | dann ist dieser Bezug sehr nahe liegend; vgl. auch das „Sehen“ in Jes 53,11 und Mk 1,10!
+ br
+ span.small Die Gerechtsprechung der Vielen in Bezug auf Taufe bzw. Tod und Auferstehung Jesu wird immer wieder Thema bei Markus sein.
- p
- | Der Kommende ist stärker als Johannes; der ist es nicht wert
, diesem den niedrigsten Dienst zu leisten:
- br
- | dem korrespondiert das Sohn-Gottes-Sein Jesu; dennoch hat dieser sich von Johannes taufen lassen
- | → Selbstverleugnung!
+ .card.slide.border-primary.mb-3
+ h5.card-header Jesus, der Stärkere
+ .small
+ | Weitere konzentrische Beziehungen
+ .card-body
+ .card.slide.border-primary.mb-3
+ .card-body
+ h5.card-title Jesus wird von Johannes getauft
+ h6.card-subtitle.text-muted Selbstverleugnung Jesu
+ hr
+ ul.card-text
+ li Johannes hatte sich Mk 1,7 als unwürdig bezeichnet, an dem nach ihm kommenden Stärkeren – das ist hier Jesus – den niedrigsten Sklavendienst zu verrichten
+ | (die Riemen der Sandalen zu lösen).
+ li
+ | Dennoch lässt sich Jesus, der Stärkere weil Sohn Gottes (→ Mk 1,7 [Mitte] mit Mk 1,1 [oben] und Mk 1,11 [unten]), von Johannes taufen.
+ li
+ | Diese hier vollzogene Unterordnung Jesu gegenüber Johannes in der Taufe kann (im Sinne des Evangeliums) als Selbstverlegnung Jesu verstanden werden – darauf wird zurückzukommen sein.
+
+ .card.slide.border-primary
+ .card-body
+ h5.card-title Geistempfung zur Geisttaufe
+ hr
+ ul.card-text
+ li In Mk 1,8 kündigt Johannes die Geisttaufe durch den Stärkeren an.
+ li In Mk 1,10 wird Jesus mit diesem Geist ausgestattet.
+ br
+ | So kann Jesus die Geisttaufe vollziehen.
- hr
+ .card.slide.border-secondary.mb-3
+ .card-body
+ h5.card-title Die Konzentrik von Mk 1,1-3 in Mk 1,1-11
+ hr
+ p.card-text.mt-0 Die konzentrische Gliederung von Mk 1,1-3 im Kleinen entspricht der konzentrischen Gliederung von Mk 1,1-11 im Großen:
+ ul.card-text
+ li Mk 1,1-2a: Jesus, Gottes Sohn; Ankündigung Jesaja-Zitat
+ br
+ | → Mk 1,1-3: Anfang des Evangelium, mit Jesaja-Zitat am Ende.
+ li Mk 1,2b: Mischzitat aus Mal 3,1 und Ex 23,20
+ br
+ | → Mk 1,4-8: Wirken Johannes des Täufers, des Vorläufers Jesu, der ihm den Weg bahnt.
+ li Mk 1,3: Zitat aus Jesaja mit dem Aufruf, sich in den Dienst des Kommens Gottes zu stellen
+ br
+ | → Mk 1,9-11: Taufe Jesu, des Wegbereiters Gottes schlechthin (→ Tod und Auferstehung) mit Anspielung auf Jes 42,1; 53,10-11
+ | und Anrede Jesu durch Gott als „mein geliebter Sohn“
+//-
.small
h6 Detailliertere Gliederungsvariante
p