diff --git a/views/nt/ev/mk/getauft/reinigen.pug b/views/nt/ev/mk/getauft/reinigen.pug index 016a98a..b0d9151 100644 --- a/views/nt/ev/mk/getauft/reinigen.pug +++ b/views/nt/ev/mk/getauft/reinigen.pug @@ -262,7 +262,7 @@ block content br | Jesus übernimmt das Schicksal des Aussätzigen, der nicht unter die Menschen gehen durfte, damit er niemanden anstecken konnte. li - | Dieses „Umgedrehtsein“ – das sei hier gleich angemerkt – ist konstitutiv für diese Erzählung. + | Diese „Vertauschung“ – das sei hier gleich angemerkt – ist konstitutiv für diese Erzählung, wie sie auch in der vorausgehenden Erzählung konstitutiv war. .card.slide.border-primary.mb-3 @@ -369,7 +369,7 @@ block content br | wir schätzten ihn nicht. br - | aber er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen. + | aber er hat unsere Krankheit getragen und unsere Schmerzen auf sich geladen. br | Wir meinten, er sei von Gott geschlagen, von ihm getroffen und gebeugt. br @@ -377,7 +377,7 @@ block content br | Zu unserem Heil lag die Züchtigung auf ihm, br - | durch seine Wunden sind wir geheilt. + | durch seine Wunden sind wir geheilt. br | 6 Wir hatten uns alle verirrt wie Schafe, jeder ging für sich seinen Weg. br @@ -427,10 +427,10 @@ block content hr ul.card-text li - | Es ist daran zu erinnern, dass bei den „einsamen Orten“, an denen sich Jesus nun nur noch aufhält, die „Wüste“ mitschwingt, + | Im Griechischen schwingt vom entsprechenden Wort her bei den „einsamen Orten“, an denen sich Jesus nun nur noch aufhält, die „Wüste“ mit, | die als Ort der Gottferne schon mehrfach im übertragenen Sinne verstanden werden konnte und musste. li - | Bei der Auslegung der Taufe Jesu (→ Tod und Auferstehung Jesu) wurde darauf hingewiesen, + | Bei der Auslegung der Erzählung von der Taufe Jesu (→ Tod und Auferstehung Jesu) und auch der vorausgehenden Erzählung wurde darauf hingewiesen, | dass Markus den Tod Jesu am Kreuz als Sterben in der und in die Gottferne inszeniert: br | kein himmlischer Helfer, Finsternis im Land, Aushauchen des Geistes; schließlich der Ruf Jesu: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ @@ -474,7 +474,7 @@ block content br | er übernimmt ihre Krankheit, sie werden geheilt; br - | er stirbt in die Gottferne, sie werden aus der Gottferne befreit und in geheilte Gemeinschaft mit den Mitmenschen gestellt. + | er stirbt in die Gottferne, sie werden aus der Gottferne befreit und zugleich in geheilte Gemeinschaft mit den Mitmenschen gestellt. .card.slide.border-primary.mb-3 .card-body @@ -507,6 +507,55 @@ block content br | Das Wunderbare, das über Jesus erzählt wird, zieht die Menschen an, weil sie daran teilhaben wollen. + .card.slide.border-primary.mb-3 + .card-body + h5.card-title + | Der Gang in die „Einsamkeit“ – Das Ziehen durch ganz Galiläa bzw. das Kommen von überallher + h6.card-subtitle.text-muted „Vertauschungen“ im Vergleich zur vorausgehenden Erzählung + hr + ul.card-text + li + | Im direkten Vergleich zur vorausgehenden Erzählung fallen Vertauschungen auf: + table.table.table-sm.mt-3 + thead + tr + th.card-text(style="width: 50%;") + | Rückzug und Aufbruch + th.card-text + | Heilung des „Aussätzigen“ + tbody + tr + td.card-text + | Jesus „steht auf“ und geht in die „Einsamkeit“ + br + | Petrus verfolgt Jesus, um diesen aus der „Einsamkeit“ (= Tod am Kreuz [„Ärgernis des Kreuzes“]) zurückzuholen + td.card-text + | Ein Aussätziger kommt zu Jesus, und bittet um Heilung + br + | Es findet ein „Austausch“ statt (im Tod am Kreuz) + tr + td.card-text + | Jesus verlässt den „einsamen Ort“ und zieht verkündigend durch „ganz Galiläa“ + td.card-text + | Der Geheilte verkündet, was Jesus an „einsame Orte“ treibt; + br + | die Leute kommen „von überallher“ zu Jesus + li + | Während Mk 1,35-39 damit beginnt, dass Jesus in die Einsamkeit geht, + | endet Mk 1,40-45 damit. + li + | Gerade im Blick auf die Enden der Erzählung wird die „Vertauschung“ deutlich: + br + | einmal geht Jesus aus der Einsamkeit in die Öffentlichkeit, einmal zieht er sich aus der Öffentlichkeit in die Einsamkeit zurück; + br + | einmal ist Jesus der Verkünder, einmal ist es der Geheilte; + br + | einmal geht Jesus zu den Menschen in weitem Umfeld („ganz Galiläa“), einmal kommen die Menschen aus weitem Umfeld („von überallher“) zu ihm. + li + | Während in Mk 1,35-39 Petrus Jesus in die Einsamkeit verfolgt, weil er ihn von dort „zurückholen“ will – das „Ärgernis des Kreuzes“ beseitigen will –, + | kommen die Menschen in Mk 1,40-45 „von überallher“ (→ Juden und Völkerwelt!) zu Jesus in die „Einsamkeit“, weil sie das „Ärgernis des Kreuzes“ + | positiv anzieht: im Tod Jesu am Kreuz sehen sie ihre Chance auf Heil, wie es der „Aussätzige“ erlebt hat. + .card.slide.border-primary.mb-3 .card-body h5.card-title @@ -548,7 +597,7 @@ block content br | auffällig auch: schon den Dämon in der Synagoge hatte Jesus angefahren, dass er schweigt. li - | Während aber gegenüber den Dämonen das Wissen darum, wer Jesus ist, mit dem Schweigegebot belegt wurde, + | Während aber gegenüber den Dämonen das Aussprechen des Bekenntnisses, wer Jesus ist, mit dem Schweigegebot belegt wurde, br | wird hier das Wunder selbst mit dem Schweigegebot belegt. br @@ -573,12 +622,12 @@ block content br | Jesus geht in die Gottferne („Verderben“), um die Menschen daraus zu retten. li - i „Austausch“ (nicht „Schicksalsgemeinschaft“) – Auswirkung des Todes Jesu (nicht der Auferstehung) + i „Austausch“ (nicht „Schicksalsgemeinschaft“) – Auswirkung des Todes Jesu (nicht Teilhabe an der Auferstehung) ul.card-text li | Anders als bei den bisherigen Wundern geht es hier bei der Heilung des „Aussätzigen“ | nicht um eine (positive) Schicksalsgemeinschaft des/der Geheilten mit Jesus - | im Sinne einer Analogie zur Auferstehung Jesu – wie etwa bei der Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus –, + | im Sinne einer Teilhabe an der Auferstehung Jesu – wie etwa bei der Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus –, | die alle ohne ein sich auf das Wunder beziehendes Schweigegebot erzählt werden, br | sondern um den „Austausch“ Jesu, den er mit dem Kranken vollzieht und der anschaulich bebildert wird. @@ -609,7 +658,8 @@ block content hr ul.card-text li - | Während sich die Dämonen an das Schweigegebot gehalten haben und sich künftig auch alle anderen an das Schweigegebot halten werden, + | Während sich die Dämonen an das Schweigegebot gehalten haben und sich künftig auch alle anderen mit Ausnahme von Mk 7,31-37 + | an das Schweigegebot halten werden, | wird das Schweigegebot durch den vom „Aussatz“ Geheilten gebrochen. li | Formal entspricht die Verkündigungstätigkeit des Geheilten dem „Austausch“ mit Jesus: von dessen Verkündigungstätigkeit @@ -626,8 +676,7 @@ block content | Die inhaltliche Bestimmung der Wendung „das Wort“ ist zwar nicht eindeutig gegeben, sie ist wohl aber mit der | Botschaft, dass Jesus ihn, den einst „Aussätzigen“, geheilt hat und ihn dazu berührt hat, zu füllen | – nur so ist zu begründen, warum Jesus nun die Folgen des übernommenen „Aussatzes“ in der Erzählung zu tragen hat. - br - span.small Es kann also nicht nur um die Heilung selbst gehen, sondern die Berührung durch Jesus muss mit enthalten sein. + p.small.card-text Es kann also nicht nur um die Heilung selbst gehen, sondern die Berührung durch Jesus muss mit enthalten sein. li | Die eigenwillige Wendung „das Wort“ kann man in Analogie zu der nicht direkt bestimmten „Lehre“ Jesu in der Erzählung | von der Austreibung des unreinen Geistes in der Synagoge setzen; @@ -639,33 +688,11 @@ block content li | Den einen bringt der Tod Jesu am Kreuz den Untergang, den anderen – als Kehrseite derselben Medaille – ein neues Leben. li - | Insofern das Schweigegebot hier das einzige ist, das im ganzen Evangelium gebrochen wird, + | Insofern das Schweigegebot hier eines von nur zweien ist, das im ganzen Evangelium gebrochen wird, | könnte dies ein Signal sein: br i Diese Botschaft vom „Austausch“ Jesu mit dem „Aussätzigen“ ist unbedingt zu verkünden! - .card.slide.border-primary.mb-3 - .card-body - h5.card-title - q geh, zeig dich dem Priester und bring für deine Reinigung dar, was Mose festgesetzt hat – ihnen zum Zeugnis - h6.card-subtitle.text-muted Der Tempel in Jerusalem kommt in Blick - hr - ul.card-text - li - | Es ist Aufgabe der Priester – die auch die Funktion eines Arztes hatten –, die Gesundung von Aussätzigen zu bestätigen. - br - | Wenn der Priester die Heilung bestätigt – die wiederhergestellte „Reinheit“ feststellt –, darf der Geheilte wieder am normalen Leben teilnehmen. - li - | Da der „Aussatz“ hier theologisch-ethisch zu verstehen ist, muss weiter bedacht werden, - | dass der Tempel eigentlich der Ort der Sündenvergebung und der Wiederherstellung der „Reinheit“ ist. - br - | Jesu Wirken „ersetzt“ in diesem Falle den Tempel – dort kann man nur bestätigen. - li - | Mit der Notiz kommt jedenfalls indirekt der Tempel und mit ihm Jerusalem in den Blick; - | dorthin wird Jesus sein weiterer Weg führen – der Konflikt dort deutet sich hier schon an, - | wird doch quasi das Zeugnis vorausgeschickt, dass Jesus (sein Tod und seine Auferstehung) „Reinheit“ jenseits des Tempels ermöglicht. - - .card.slide.border-primary.mb-3 .card-body h5.card-title @@ -691,7 +718,8 @@ block content li | So ist Gott (neu) im Leben dieses Menschen angekommen. li - | Mit dem vollzogenen „Austausch“ hat sich also Jesus ganz in den Dienst des Kommens Gottes zu den Menschen gestellt. + | Mit dem vollzogenen „Austausch“ hat sich Jesus ganz in den Dienst des Kommens Gottes zu den Menschen gestellt, + | hat er „den Weg des Herrn“ zu diesem Menschen „bereitet“. .card.slide.border-primary.mb-3 .card-body @@ -724,6 +752,152 @@ block content | fehlt dort eine solche unmittelbare Übertragung der Tätigkeit der Zebedäussöhne auf die spätere Tätigkeit im Dienste Jesu und des Evangeliums; br | hier wird sie nachgeholt. + + .card.slide.border-primary.mb-3 + .card-body + h5.card-title + q geh, zeig dich dem Priester und bring für deine Reinigung dar, was Mose festgesetzt hat – ihnen zum Zeugnis + h6.card-subtitle.text-muted Der Tempel in Jerusalem kommt in Blick + hr + ul.card-text + li + | Es ist Aufgabe der Priester – die auch die Funktion eines Arztes hatten –, die Gesundung von Aussätzigen zu bestätigen. + br + | Wenn der Priester die Heilung bestätigt – die wiederhergestellte „Reinheit“ feststellt –, darf der Geheilte wieder am normalen Leben teilnehmen. + li + | Da der „Aussatz“ hier theologisch-ethisch zu verstehen ist, muss weiter bedacht werden, + | dass der Tempel eigentlich der Ort der Sündenvergebung und der Wiederherstellung der „Reinheit“ ist. + br + | Jesu Wirken „ersetzt“ in diesem Falle den Tempel – dort kann man nur bestätigen. + li + | Mit der Notiz kommt jedenfalls indirekt der Tempel und mit ihm Jerusalem in den Blick; + | dorthin wird Jesus sein weiterer Weg führen – der Konflikt dort deutet sich hier schon an, + | wird doch quasi das Zeugnis vorausgeschickt, dass Jesus (sein Tod und seine Auferstehung) „Reinheit“ jenseits des Tempels ermöglicht. + + .card.slide.border-primary.mb-3 + .card-body + h5.card-title + q.bibeltext + | Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, ... dem Gesetz unterstellt ... + span.bibelstelle Gal 4,4 + h6.card-subtitle.text-muted + q.bibeltext Das Netz ist zerrissen, und wir sind frei + span.bibelstelle Ps 127,7 + hr + ul.card-text + li + | Die Aufforderung Jesu an den Geheilten, sich dem Priester zu zeigen und das Reinigungsopfer darzubringen – also dass jüdische Gesetz zu erfüllen –, + | passt eigentlich nicht zum markinischen Jesus; + br + | sie wirft in der Markus-Exegese aufgrund der sonst sehr deutlich festzustellenden Distanz + | zum jüdischen Gesetz Fragen auf. + li + | Bereits in der vorausgehenden Erzählung war das Reparieren des Netzes, wovon Jesus die Söhne des Zebedäus durch den Ruf + | in die Nachfolge erfolgreich abhält, mit Ps 127,7 als Brücke auf + span.bibelstelle Gal 5,1 + | bezogen worden: + br + q.bibeltext Zur Freiheit hat uns Christus befreit. Steht daher fest und lasst euch nicht wieder ein Joch der Knechtschaft auflegen! + br + | Markus beschäftigt sich also mit dem im Bild des Netzes gegenwärtigen jüdischen Gesetz und nutzt dazu den Brief des Paulus an die Galater. + li + | Das auffällige Halten Jesu an das jüdische Gesetz ist dann von + span.bibelstelle Gal 4,4-5 + | her verständlich: + br + q.bibeltext + | Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, + br + | geboren von einer Frau und + i dem Gesetz unterstellt, + br + | damit er die freikaufe, die unter dem Gesetz stehen, + br + | und damit wir die Sohnschaft erlangen. + li + | Das Freikaufen derer, die unter dem Gesetz stehen, lässt sich sehr gut mit der Heilung des „Aussätzigen“ verbinden, + | da + span.bibelstelle Gal 3,10.13-14 + | zu ergänzen ist: + br + q.bibeltext + | 10 Diejenigen aber, die aus den Werken des Gesetzes leben, stehen unter einem Fluch. + br + | Denn geschrieben steht: Verflucht ist jeder, der sich nicht an alles hält, was das Buch des Gesetzes zu tun vorschreibt. [Dtn 27,26] + br + | 13 Christus hat uns vom Fluch des Gesetzes freigekauft, indem er für uns zum Fluch geworden ist; + br + | denn es steht geschrieben: Verflucht ist, wer am Holz hängt. [Dtn 21,23] + br + | 14 Jesus Christus hat uns freigekauft, damit den Völkern durch ihn der Segen Abrahams zuteilwird + br + | und wir so durch den Glauben den verheißenen Geist empfangen. + li + | Der „Segen für die Völker“ (→ Gen 12,3) in Verbindung mit dem Freikauf vom (Fluch des) Gesetz(es) war in der vorhergehenden Erzählung Thema; + br + | jetzt geht es um den Freikauf als solchen – das stellvertretende Tragen des Fluches – und es kommen daher + | – als jene, „die unter dem Gesetz stehen“ (→ Gal 4,5) – besonders die Juden in den Blick. + li + | Insofern Gal 4,4-5 das Thema „Sohn Gottes“ bzw. „Sohnschaft“ in die Heilung des „Aussätzigen“ einträgt, + br + | begegnet dieses sowohl in der Mitte der konzentrischen Gliederung (→ Söhne des Zebedäus), als auch am oberen und unteren Rand + | der konzentrischen Gliederung: + br + | der „Aussätzige“ wird durch den „Austausch“ mit Jesus zu einem Sohn Gottes, wie die Söhne des Zebedäus durch ihre Nachfolge zu Söhnen Gottes werden. + + .card.slide.border-primary.mb-3 + .card-body + h5.card-title + q.bibeltext + | Zur Freiheit hat uns Christus befreit. Steht daher fest und lasst euch nicht wieder ein Joch der Knechtschaft auflegen! + span.bibelstelle Gal 5,1 + h6.card-subtitle.text-muted Das Gesetz wiederaufrichten oder Menschen vom Fluch des Gesetzes „reinigen“ + hr + ul.card-text + li + | Ist erkannt, dass sich das Flicken des Netzes durch die Söhne des Zebedäus in einem übertragenen Sinn auf den Versuch des + | Wiedereinführens des jüdischen Gesetzes im (paulinisch-markinischen) Christentum beziehen lässt, ist + | die durch den Wortanklang hergestellte Verbindung zwischen dem Herrichten der Netzte (gr. katartizo) und dem Reinmachen + | des „Aussätzigen“ (gr. katarizo) vor diesem Hintergrund nochmal zu bedenken. + li + | Indem die Söhne des Zebedäus das Herrichten der Netzte – also das Wiederaufrichten des jüdischen Gesetzes – sein lassen müssen, + | um in die Nachfolge Jesu einzutreten, + br + | wird zwischen dem Wiederaufrichten des jüdischen Gesetzes und dem Wiederherstellen („rein machen“) + | der Menschen ein scharfes „entweder – oder“ konstituiert. + li + | Ganz im Sinne des Paulus ist nicht beides zugleich zu haben, wie dieser in + span.bibelstelle Gal 5,4 + | verdeutlicht: + br + q.bibeltext + | Ihr, die ihr durch das Gesetz gerecht werden wollt, seid von Christus getrennt; + br + i ihr seid aus der Gnade herausgefallen. + li + | Die Umkehrprobe in Bezug auf das Handeln der Söhne des Zebedäus funktioniert: + br + | Würden die Jünger wieder zum Herrichten der Netzte – also zur Wiederaufrichtung des Gesetzes – zurückkehren, + | müssten sie die Jesus-Nachfolge verlassen; sei wären von Jesus getrennt. + li + | Für Paulus wie für Markus ist klar, dass christliche Existenz – für Judenchristen wie für Völkerchristen – + | eine Existenz jenseits des jüdischen Gesetzes sein muss, weil nur so der Fluch, den das Gesetz spricht und den Jesus stellvertretend getragen hat, + | in die Vergangenheit rutscht und eine befreite Gegenwart ermöglicht ist: + br + | Der gläubige Christ hat sich vom Gesetz das Todesurteil zusprechen lassen und ist diesem durch das Mitsterben/Mitgekreuzigtsein mit Christus (→ Taufe) entkommen, + | was aber in eine Existenz führt, die das jüdische Gesetz hinter sich lässt. + br + | Paulus drückt es in + span.bibelstelle Gal 2,19 + | so aus: + br + q.bibeltext + | Ich bin durch das Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich für Gott lebe. + br + | Ich bin mit Christus gekreuzigt worden. + br + | Paulus und Markus nehmen gerade dadurch jüdisches Gesetz einerseits und Kreuz Jesu andererseits radikal ernst! + .card.slide.border-primary.mb-3 .card-body