diff --git a/views/nt/ev/mk/getauft/reinigen.pug b/views/nt/ev/mk/getauft/reinigen.pug index 3bd9101..4fa6b41 100644 --- a/views/nt/ev/mk/getauft/reinigen.pug +++ b/views/nt/ev/mk/getauft/reinigen.pug @@ -348,7 +348,7 @@ block content .card.slide.border-primary.mb-3 .card-body h5.card-title - | „Platztausch“ + | „Austausch“ h6.card-subtitle.text-muted „Er hat unsere Krankheit getragen“ hr ul.card-text @@ -365,7 +365,7 @@ block content | das wird in der Erzählung schön bebildert –, dass er sich „in keiner Stadt mehr zeigen konnte; er hielt sich | nur noch an einsamen Orten auf“ (Mk 1,45). li - | Es findet ein „Austausch“, ein „Platztausch“ statt: der Mann wird seinen Aussatz los, Jesus wird zum ‚Aussätzigen‘; + | Es findet ein „Austausch“ statt: der Mann wird seinen Aussatz los, Jesus wird zum ‚Aussätzigen‘; br | Dabei setzen die Erzählung und das Evangelium insgesamt voraus, dass sich Jesus nicht an der (realen) Krankheit | Aussatz angesteckt hat; dennoch ist es für die Erzählung und das, was sie ausdrücken will, unbedingt notwendig, dass Jesus nun ein „Aussätziger“ ist. @@ -422,7 +422,7 @@ block content | Er hob die Sünden von Vielen auf und trat für die Abtrünnigen ein. span.bibelstelle Jes 53,2-6.8.11-12 li - | Der in der Heilung des „Aussätzigen“ tragende Gedanke das „Platztausches“ bzw. „Austausches“, + | Der in der Heilung des „Aussätzigen“ tragende Gedanke das „Austausches“, | der den einen belastet, um den anderen zu befreien, prägt auch das Vierte Gottesknechtslied des Jesaja (Jes 52,13-53,12). br | Und die Beschreibung dessen, der die Krankheit des Volkes getragen hat bzw. die damit zusammenhängende Beschreibung @@ -433,12 +433,16 @@ block content | und entsprechend bebildert; br | damit dies „funktioniert“ muss Jesus den Aussätzigen berühren. + li + | Wichtig ist, dass auch bei Deuterojesaja von „Krankheit“ in einem übertragenen Sinne die Rede ist; + br + | dies zu verstehen und auf die Krankenheilungen im Markus-Evangelium zu übertragen ist der zentrale Schlüssel zur Deutung derselben. .card.slide.border-primary.mb-3 .card-body h5.card-title | „Einsame Orte“ - h6.card-subtitle.text-muted Der Tod am Kreuz als Übernahme der Gottferne – und damit „Ort des Platztausches“ + h6.card-subtitle.text-muted Der Tod am Kreuz als Übernahme der Gottferne – und damit „Ort des Austausches“ hr ul.card-text li @@ -515,7 +519,11 @@ block content li | Das Bild, das sich im Kopf ausprägt, kennen wir bereits: br - | mitten in der „Wüste“ entsteht um Jesus herum eine „Insel des Lebens“. + | mitten in der „Wüste“ entsteht um Jesus herum eine „Insel des Lebens“, + li + | Der Evangelist macht auch deutlich: + br + | Das Wunderbare, das über Jesus erzählt wird, zieht die Menschen an, weil sie daran teilhaben wollen. .card.slide.border-primary.mb-3 .card-body @@ -578,10 +586,10 @@ block content | damit wird Jesu Tod eine bestimmte soteriologische Bedeutung zugemessen. li | Auch in der Heilung des „Aussätzigen“ wird der Tod Jesu am Kreuz gedeutet, und zwar - | im Sinne des „Platztausches“ zur Befreiung der von Satan/den Dämonen + | im Sinne des „Austausches“ zur Befreiung der von Satan/den Dämonen | Besessenen: Jesus geht in die Gottferne („Verderben“), um die Menschen daraus zu retten. li - i „Platztausch“ (nicht „Schicksalsgemeinschaft“) – Auswirkung des Todes Jesu (nicht der Auferstehung) + i „Austausch“ (nicht „Schicksalsgemeinschaft“) – Auswirkung des Todes Jesu (nicht der Auferstehung) ul.card-text li | Anders als bei den bisherigen Wundern geht es hier bei der Heilung des „Aussätzigen“ @@ -589,9 +597,9 @@ block content | im Sinne einer Analogie zur Auferstehung Jesu – wie etwa bei der Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus –, | die alle ohne sich auf das Wunder beziehende Schweigegebot erzählt werden, br - | sondern um den Platztausch“ Jesu mit dem Kranken, der anschaulich bebildert wird. + | sondern um den „Austausch“ Jesu, der er mit dem Kranken vollzieht und der anschaulich bebildert wird. li - | Gemeinsam ist den Dämonenaustreibungen und dem „Platztausch“ mit dem „Aussätzigen“ + | Gemeinsam ist den Dämonenaustreibungen und dem „Austausch“ mit dem „Aussätzigen“ | die Verbindung des Wunders nicht mit der Auferstehung, sondern mit dem Tod Jesu am Kreuz: br | den Dämonen geht Jesus mit seinem Tod am Kreuz ins „Verderben“ voraus; @@ -602,10 +610,10 @@ block content ol.card-text li | in die in Mk 1,21-28 mit dem Schweigegebot korrelierende inhaltlich nicht direkt bestimmte „Lehre Jesu“ ergänzend - | diese Deutung des Todes Jesu als „Platztausch“ einzutragen; + | diese Deutung des Todes Jesu als „Austausch“ einzutragen; li | kommende Erzählungen mit Schweigegeboten im Hinblick auf Wunder (im Unterschied zu Schweigegeboten im Hinblick auf die Person Jesu) - | auf die Thematik „Platztausch“ hin auszulegen; + | auf die Thematik „Austausch“ hin auszulegen; br | diese Wunder werden durch die Schweigegebote in besonderer Weise hervorgehoben und verbunden. @@ -619,6 +627,9 @@ block content li | Während sich die Dämonen an das Schweigegebot gehalten haben und sich auch künftig auch alle anderen an das Schweigegebot halten werden, | wird das Schweigegebot durch den vom „Aussatz“ Geheilten gebrochen. + li + | Formal entspricht die Verkündigungstätigkeit des Geheilten dem „Austausch“ mit Jesus: von dessen Verkündigungstätigkeit + | war gerade noch erzählt worden; als „Aussätziger“ kann Jesus nicht verkündigen – dafür übernimmt der Geheilte. li | Was die Einheitsübersetzung mit br @@ -647,7 +658,7 @@ block content | Insofern das Schweigegebot hier das einzige ist, das im ganzen Evangelium gebrochen wird, | könnte dies ein Signal sein: br - i Diese Botschaft vom „Platztausch“ Jesu mit dem „Aussätzigen“ ist unbedingt zu verkünden! + i Diese Botschaft vom „Austausch“ Jesu mit dem „Aussätzigen“ ist unbedingt zu verkünden! .card.slide.border-primary.mb-3 .card-body @@ -687,7 +698,7 @@ block content .card-body h5.card-title q Bereitet den Weg des Herrn - h6.card-subtitle.text-muted Der „Platztausch“ Jesu im Dienst des Kommens Gottes zu den Menschen + h6.card-subtitle.text-muted Der von Jesus vollzogene „Austausch“ im Dienst des Kommens Gottes zu den Menschen hr ul.card-text li @@ -696,7 +707,7 @@ block content li | So ist Gott (neu) im Leben dieses Menschen angekommen. li - | Mit dem vollzogenen „Platztausch“ hat sich also Jesus ganz in den Dienst des Kommens Gottes zu den Menschen gestellt. + | Mit dem vollzogenen „Austausch“ hat sich also Jesus ganz in den Dienst des Kommens Gottes zu den Menschen gestellt. .card.slide.border-primary.mb-3 .card-body @@ -716,12 +727,20 @@ block content | die sprachliche Ähnlichkeit im Griechischen ist sicher nicht zufällig! li | Im Sinne des „Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg bahen wird“ - | wird hier die Bestimmung der Jünger deutlich, als „Menschenfischer“ in der Nachfolge Jesu - | Menschen „rein zu machen“: + | wird hier das einstige Reinigen des Fischernetzes auf das „Reinigen“ von Menschen übertragen + | als soteriologisches Wirken in der Nachfolge Jesu: br - | sie in der Taufe, in der Jesu Tod und Auferstehung gegenwärtig sind, - | vom „Aussatz“ der Gottferne zu heilen. - + | in der Taufe, in der Jesu Tod und Auferstehung gegenwärtig sind, + | sollen sie Menschen vom „Aussatz“ der Gottferne heilen, sie „rein machen“ – von Christus her, + | in welchem durch den „Austausch“ die neue Reinheit geschenkt ist. + li + | Während bei Petrus und Andreas das Netzeauswerfen bei ihrer Berufung unmittelbar aufgegriffen wird + | und auf „Menschenfischer“ übertragen wird, + br + | fehlt dort eine solche unmittelbare Übertragung der Tätigkeit der Zebedäussöhne auf die spätere Tätigkeit im Dienste Jesu und des Evangeliums; + br + | hier wird sie nachgeholt. + .card.slide.border-primary.mb-3 .card-body h5.card-title @@ -729,9 +748,11 @@ block content h6.card-subtitle.text-muted Der Philipperhymnus in seinem Kontext und seine Bezüge zur vorliegenden konzentrischen Gliederung hr p.card-text - | In der Mitte der konzentrischen Gliederung steht die Berufung der ersten Jünger mit dem Ruf Jesu: „Kommt her, mir nach!“; + | In der Mitte der konzentrischen Gliederung steht die Berufung der ersten Jünger mit dem Ruf Jesu: „Kommt her, mir nach!“. br - | In der (längeren) Hinführung zum Philipperhymnus schreibt Paulus: + | Und die Berufung der Söhne des Zebedäus, die ihren Vater verlassen, macht – wie mehrfach erwähnt – den Philipperhymnus präsent; + br + | in dessen (längerer) Hinführung schreibt Paulus: br q.bibeltext | Vor allem: Lebt als Gemeinde so, wie es dem Evangelium Christi entspricht! ... @@ -743,7 +764,7 @@ block content br i Jesus ist der Bote Gottes vor den Jüngern her, der ihren weiteren Weg verbindlich bestimmt. p.card-text - | Von diesem Bezug angeleitet, entdeckt man gerade in dieser konzentrischen Gliederung viele Bezüge, + | Davon angeleitet, entdeckt man gerade in dieser konzentrischen Gliederung viele Bezüge, | die sich mit dem Philipperhymnus in Verbindung bringen lassen. p.card-text @@ -776,31 +797,44 @@ block content | Er war Gott gleich, hielt es aber nicht als einen Raub fest, Gott gleich zu sein, br | sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich ... - h6.card-subtitle.text-muted Mitte der konzentrischen Gliederung: die Söhne des Zebedäus lassen ihren Vater mit den Tagelöhnern zurück + h6.card-subtitle.text-muted + | Mitte der konzentrischen Gliederung: die Söhne des Zebedäus lassen ihren Vater mit den Tagelöhnern zurück hr ul.card-text li - | Die Berufung der Söhne des Zebedäus, die ihren Vater mit den Tagelöhnern zurücklassen, - | steht als Teil der Mitte der konzentrischen Gliederung in einem besonderen Fokus, - | da sich dort das „Jesus Christus, Sohn (eines) Gottes“ vom oberen Rand der konzentrischen Gliederung spiegelt. + | Nicht nur durch das – auf der soteriologischen Ebene anzusiedelnde – Stichwort „reinigen“ (→ Taufe; siehe oben) + | sind die Söhne des Zebedäus und ihr Handeln mit Jesus und seinem Handeln verbunden, sondern auch + | durch das Stichwort „Sohn“/„Söhne“: + br + | In der Betitelung „Söhne des Zebedäus“ spiegelt sich das „Jesus Christus, Sohn (eines) Gottes“ vom oberen Rand der konzentrischen Gliederung. + br + | Dabei wird mittels des in der Berufung der Söhne des Zebedäus „gegenwärtigen“ Philipperhymnus eine Parallele + | zwischen diesen und dem Gottessohn auf ethischer Ebene konstruiert, nämlich Verzicht und Dienst: + br + | Die „Söhne des Zebedäus“, die ihren Vater und ihre Stellung im väterlichen Betrieb verlassen, + | sind mit dem Gottessohn parallelisiert, der seine himmlische Herrlichkeit verlassen hat. li | Der Eintritt in die Nachfolge Jesu bedeutet für sie, aus einer Welt des Habens auszubrechen: br | sie verlassen mit ihrem Vater auch den irdischen Besitz der Familie, der – so legen es die Tagelöhner nahe – nicht zu klein gewesen sein kann. - li + br | Hier ist eine Analogie zum Gottessohn zu sehen, der seine himmlische Herrlichkeit verlassen, | sich entäußert hat. li - | Wie der Gottessohn durch seine Entäußerung zum Diener, zum Sklaven wurde, + | Und wie der Gottessohn durch seine Entäußerung zum Diener, zum Sklaven wurde, gehorsam bis zum Tod am Kreuz, br - | so lassen sich die Jünger für die Sache Jesu in Dienst nehmen. + | so lassen sich die Jünger für die Sache Jesu in Dienst nehmen – angedeutet nicht zuletzt im Gehorsam gegenüber Jesus, + | von dem sie sich ohne Umschweife in die Nachfolge rufen lassen. .card.slide.border-secondary.mb-2 .card-body h5.card-title q | er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz - h6.card-subtitle.text-muted Oberes und unteres Ende der konzentrischen Gliederung: Jesus, Sohn (eines) Gottes, erniedrigt sich und „tauscht“ mit einem „Letzten“ + h6.card-subtitle.text-muted + | Oberes und unteres Ende der konzentrischen Gliederung: Jesus, Sohn (eines) Gottes, erniedrigt sich und „tauscht“ mit einem „Letzten“ + br + | in Verbindung mit der Berufung der Söhne des Zebedäus in der Mitte der konzentrischen Gliederung hr ul.card-text li @@ -817,6 +851,46 @@ block content | um den Kranken gesund zu machen (→ „er hat unsere Krankheit getragen“); br | durch „Aussätzigsein“ aber gehört man zu den „Letzten“ der Gesellschaft. + li + | In diese Analogie ist die Parallele im Handeln Jesu und der Söhne des Zebedäus einzubinden: + br + | Auf der soteriologischen Ebene gilt: + br + i Der Gesunde – Jesus – wird „krank“, damit der Kranke gesund wird. + br + | Diese Reihung ist auf das zu übertragen, + | was von den Söhnen des Zebedäus neben dem Netzreinigen (→ Ausgangspunkt für ihr späteres soteriologisches Handeln) noch erzählt wird; + | dabei ist vom „Austausch“ Jesu her ein „Austausch“ zu ergänzen: + br + i Die Habenden verzichten, damit die, die nichts haben, etwas haben. + br + i Der Mächtigen werden zu Dienern, damit die, die Diener sind, bedient werden. + li + | So erhält das ethische Handeln der Zebedäus-Söhne bei ihrer Berufung ein Gegenüber, wie das soteriologische + | Handeln Jesu und der Jünger schon immer ein Gegenüber hatte: + br + | Ihr Verzicht und ihr Gehorsam Jesus gegenüber geschieht nicht in ein „Nichts“ hinein, auch nicht primär um eines + | himmlischen Lohnes willen, + br + i sondern geschieht zugunsten eines menschlichen Gegenübers, mit dem es in gewisser Weise auch zu einem „Austausch“ kommt. + br + | Damit zielt Nachfolge auf die umfassende Verwandlung der Lebensumstände im Hier und Heute: der eigenen zugunten der von anderen + | im Sinne einer Teilhabe an der „Neuheit des Lebens“ und des „Aufrichtens von Menschen“. + li + | In diesem Sinn bilden das „soteriologische Element“ (→ „Menschenfischer/-reiniger“) und das „ethische Element“ (→ Verzicht, Sich-in-Dienst-nehmen-Lassen) + | von Nachfolge nicht nur eine unlösliche Einheit, es kann sogar von einem doppelten „soteriologischen Handeln“ der Jünger die Rede sein: + ul.card-text + li + | Dass Jesus durch den „Austausch“ (= Tod am Kreuz) den „Aussätzigen“ rein gemacht hat, + | ermächtigt und ruft sie, Menschen im Bad der Taufe rein zu machen. + li + | Aber auch ihr ethisches Handeln in der Nachfolge Jesu hat soteriologische Qualität, + | insofern Menschen aus ihren schwierigen Lebensumständen befreit oder diese zumindest gelindert werden; + br + | dies aber in Analogie, nicht Identität, als indirekte Auswirkung durch analoges Handeln der Jünger, + | nicht als Mitwirkung an der einmaligen Erlösertat Christi. + li + | Durch diese mehrdimensionale Nachfolge werden die „Söhne des Zebedäus“ zu „Söhnen Gottes“. .card.slide.border-secondary.mb-2 .card-body @@ -840,6 +914,7 @@ block content | dies verbindet sich mit der Übernahme des „Aussatzes“ des „Aussätzigen“, der dadurch gesund wird (→ unteres Ende der konzentrischen Gliederung). li | In der Auferstehung (→ „als er aus dem Wasser stieg“) wird Jesus „dem Geist der Heiligkeit nach eingesetzt als Sohn Gottes in Macht“ (→ Röm 1,4); + br | entsprechend wird Jesus von Gott angeredet: „Du bist mein geliebter Sohn“. br | Gegenüberliegend weichen die Dämonen, die wissen, wer Jesus ist. @@ -872,7 +947,7 @@ block content q | damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu h6.card-subtitle.text-muted - | Der Wüstenaufenthalt Jesu und Heilung der Schwiegermutter des Petrus als gegenüberliegende Erzählungen der konzentrischen Gliederung + | Der Wüstenaufenthalt Jesu und die Heilung der Schwiegermutter des Petrus als gegenüberliegende Erzählungen der konzentrischen Gliederung br | in Verbindung mit den Dämonenaustreibungen hr @@ -902,7 +977,7 @@ block content br | damit alle ... unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu ... h6.card-subtitle.text-muted - | Der Eröffnungsruf des Wirkens Jesu und die neue Dämonenaustreibung in der Synagoge als gegenüberliegende Erzählungen der konzentrischen Gliederung + | Der Eröffnungsruf des Wirkens Jesu und die Dämonenaustreibung in der Synagoge als gegenüberliegende Erzählungen der konzentrischen Gliederung hr ul.card-text li @@ -917,11 +992,11 @@ block content br | Dieses Evangelium ruft zum Glauben daran und nötigt zur Umkehr: eine Verpflichtung, zu leben, „wie es dem Evangelium Christi entspricht“. li - | Der Gang dessen, den der Dämon als „Heiligen Gottes“ bezeichnet – eine Ehrbezeichnung! –, ins Verderben zur Rettung der Menschen ist Erniedrigung; + | Der Gang dessen, den der Dämon als „Heiligen Gottes“ bezeichnet – eine Ehrbezeichnung! –, ins Verderben zur Rettung der Menschen ist Erniedrigung. + li + | Der Titel „Heiliger Gottes“, der auf die Einsetzung Jesu „dem Geist der Heiligkeit nach als Sohn Gottes in Macht“ anspielt, br - | gleichzeitig ist der Titel „Heiliger Gottes“, der auf die Einsetzung Jesu „dem Geist der Heiligkeit nach als Sohn Gottes in Macht“ anspielt, - br - | der Name Jesu, vor dem der Dämon die Knie beugt, indem er schweigt und weicht. + | ist der Name Jesu, vor dem der Dämon die Knie beugt, indem er schweigt und weicht. .card.slide.border-secondary.mb-2 @@ -949,6 +1024,8 @@ block content br | der Blick auf die hoheitliche Stellung des Auferstandenen wird umgelenkt auf seine Sendung in die – als Gegensatz mit Erniedrigungscharakter zu verstehende – „Wüste der Gottferne“, | die der Ort seines irdischen Wirkens war und die ihn als Beistand seiner Jünger auch weiterhin erfüllt. + li + | Tiefsinnig sind die Orte und die Aktionsrichtungen in den beiden Erzählungen aufeinander zu beziehen: ul.card-text li | Wie die Leute aus „ganz Judäa“ und „alle Einwohner Jerusalems“ zu Johannes in die Wüste kommen, @@ -989,11 +1066,7 @@ block content br | Die Askese des Täufers kann dazu in Beziehung gesetzt werden, dass die Söhne des Zebedäus den Reichtum der Familie (→ Tagelöhner) | verlassen und sich von Jesus in Dienst nehmen lassen, womit sie das „Darum“ ernst nehmen und den geforderten Sinneswandel vollziehen. - li - | Es fällt auf, wie das „soteriologische Element“ (→ „Menschenfischer“) und das „ethische Element“ (→ Verzicht, Sich-in-Dienst-nehmen-Lassen) - | von Nachfolge als unlösliche Einheit zusammenstehen. - li - | Durch diese mehrdimensionale Nachfolge werden die „Söhne des Zebedäus“ zu „Söhnen Gottes“. + .card.slide.border-secondary.mb-2 .card-body @@ -1002,24 +1075,32 @@ block content | in Demut schätze einer den anderen höher ein als sich selbst span.bibelstelle Phil 2,3 h6.card-subtitle.text-muted - | Jesu „Platztausch“ als soteriologisch-ethisches Paradigma + | Der von Jesus vollzogene „Austausch“ als soteriologisch-ethisches Paradigma hr ul.card-text li | Jesu „Reinmachung“ des „Aussätzigen“ ist hier soteriologisch zu verstehen, was schon die Bezüge zum Vierten Gottesknechtslied belegen: br - | ein Mensch in der Gottferne wird durch den „Platztausch“, den Jesus am Kreuz vollzieht, indem er in die Gottferne hinein stirbt, + | ein Mensch in der Gottferne wird durch den „Austausch“, den Jesus am Kreuz vollzieht, indem er in die Gottferne hinein stirbt, | (neu) in die geheilte Gemeinschaft mit Gott hineingeholt. li - | Dies hat aber unlöslich auch eine ethische Note, da die Gottferne mit der Sünde zusammenhängt und - | die neue Gemeinschaft mit Gott sich notwendig in einem geänderten, gottgefälligen Lebenswandel auswirken muss. - li - | Schon die Erlösung durch Jesu Tod hat eine bestimmte ethische Qualität: - br - | sie geschieht ja dadurch, dass der Gottessohn sich erniedrigt und sich zum Diener und Sklaven bis zum Letzten macht. - br - | Gerade deswegen kann das Erlöserhandeln Jesu auch als generelles Beispiel für eigenes ethisches Handeln dienen, - | wie es bei den Söhnen des Zebedäus bebildert werden kann. + | In einem dreifachen Sinne kommt hier aber eine bestimmte Ethik ins Spiel: + ul.card-text + li + | Zur Erlösung in Christus – zum „Austausch“ – gehört essentiell, + | dass der Gottessohn sich erniedrigt und sich zum Diener und Sklaven bis zum Letzten macht. + br + | Damit hat die Erlösung durch Jesu Tod unlöslich eine bestimmte ethische Dimension. + li + | Der „Aussatz“ des „Aussätzigen“ ist die Gottferne und die Entfremdung von den Mitmenschen + | aufgrund seines ethischen Verhaltens im Dienste der Sünde. + br + | Die Heilung beudetet für ihn neue Gemeinschaft mit Gott und den Mitmenschen, + | die sich in einem geänderten, gottgefälligen Lebenswandel zeigt und zeigen muss. + li + | Dabei ist die ethische Dimension des Erlöserhandelns des Gottessohnes selber verbindliches Beispiel + | für das eigene Handeln in der Nachfolge Jesu, + | wie dies bei der Berufung der Söhne des Zebedäus bebildert werden kann. li | Das rückblickende „Darum“ in Verbindung mit der folgenden Erhöhung im Philipperhymnus ist Paulus | wie Markus Motivation zum Aufruf, sich selber zu erniedrigen: @@ -1030,7 +1111,7 @@ block content | Dies kann als radikalisierte Fassung des Aufrufes des Paulus im Kontext des Philipperhymnus gelesen werden: br q.bibeltext in Demut schätze einer den anderen höher ein als sich selbst - span.bibelstelle Phil 2,3 + span.bibelstelle Phil 2,3 li | Hier beginnt auch der „Aussätzige“ nochmal zu schillern: br @@ -1039,11 +1120,9 @@ block content | da mag Schuld eine Rolle spielen, Krankheit (→ Krankenheilungen [→ Mehrdeutigkeit der Krankheiten]), die Zugehörigkeit zu einem Volk (→ „Heidenmission“) oder einer Bevölkerungsgruppe (schon in Mk 2,13-17 kommen die Zöllner in Blick) | oder der soziale Status (→ blinder Bettler Bartimäus in Mk 10,36-52), letztlich alles, durch das jemand zu einem „Ausgegrenzten“, zu einem „Letzten“ wird. li - | Jesus hat mit dem „Aussätzigen“ den „Platz getauscht“ und ist selbst zu einem „Letzten“ geworden. + | Jesus hat mit dem „Aussätzigen“ einen „Austausch“ vollzogen und ist selbst zu einem „Letzten“ geworden. br | Im „Mir nach!“ (→ Mitte der konzentrischen Gliederung) steckt der Aufruf, sich selber zu erniedrigen, | selber zum Diener der „Letzten“ zu werden und so selber „Letzter“, um diese „Letzten“ in - | die geheilte – von allen trennenden und belastenden Dingen befreite – Gemeinschaft mit Gott und den Mitmenschen zu heben, letztlich „den Weg des Herrn“ zu diesen „Letzten“ zu bereiten. - li - | Bei den Söhnen des Zebedäus ist diese Dimension zumindest angedeutet, indem sie auf ihr Erbe verzichten und in den Dienst Jesu treten. - + | die geheilte – von allen trennenden und belastenden Dingen befreite – Gemeinschaft mit Gott und den Mitmenschen zu heben, + | letztlich „den Weg des Herrn“ zu diesen „Letzten“ zu bereiten.