From b7a0fb37384e41250bd4b79711c460837b3f2383 Mon Sep 17 00:00:00 2001 From: Peter Fischer Date: Sat, 29 Jan 2022 15:29:05 +0100 Subject: [PATCH] Verbesserungen Mk/Aufbruch --- views/nt/ev/mk/getauft/aufbruch.pug | 193 ++++++++++++++++++++++++---- 1 file changed, 168 insertions(+), 25 deletions(-) diff --git a/views/nt/ev/mk/getauft/aufbruch.pug b/views/nt/ev/mk/getauft/aufbruch.pug index cec25dd..9f83228 100644 --- a/views/nt/ev/mk/getauft/aufbruch.pug +++ b/views/nt/ev/mk/getauft/aufbruch.pug @@ -242,11 +242,11 @@ block content hr ul.card-text li - | Der Erzählzug, dass Jesus an einen einsame Ort geht und dort betet, erinnert den „sehenden Leser“ an den Tod Jesu am Kreuz am Kreuz: + | Der Erzählzug, dass Jesus an einen einsame Ort geht und dort betet, erinnert den „sehenden Leser“ an den Tod Jesu am Kreuz: br | er stirbt dort von allen verlassen, auch von Gott. li - | Die Einsamkeit der Gottferne am Kreuz bringt Jesus betend + | Die Einsamkeit der Gottferne am Kreuz bringt der markinische Jesus betend | mit Rückgriff auf span.bibelstelle Ps 22,2 | zum Ausdruck: @@ -275,17 +275,17 @@ block content .card-body h5.card-title | Ostern/Präexistenz → Tod am Kreuz → Auferstehung - h6.card-subtitle.text-muted Die Abfolge der Erzählung und die Sendung Jesu + h6.card-subtitle.text-muted Die Abfolge der Erzählung und die Sendung Jesu – Der Philipperhymnus (mal wieder) als Bezugspunkt hr ul.card-text li | Die Berufung der erste Jünger – Petrus und seiner Begleiter – bildet einen Teil der Mitte der aktuellen konzentrischen Gliederung. li - | Als diese Erzählung das untere Ende der konzentrischen Gliederung bildete, standen die Taufe Jesu und seine + | Als diese Erzählung das untere Ende der konzentrischen Gliederung war, standen die Taufe Jesu und seine | unmittelbar folgende Wüstensendung durch den Geist in der Mitte jener konzentrischen Gliederung. li - | Die Abfolge „Heraussteigen aus dem Wasser mit Begleiterscheinungen als Anspielung auf Auferstehung und Erhöhung“ → „Wüstensendung - | als Erniedirgung (bis zum Tod am Kreuz)“ wurde als Anspielung auf Entäußerung und Erniedrigung des einst Gottgleichen, + | Die Abfolge „Heraussteigen aus dem Wasser mit Begleiterscheinungen“ als Anspielung auf Auferstehung und Erhöhung → „Wüstensendung“ + | als Erniedirgung (bis zum Tod am Kreuz) wurde als Anspielung auf Entäußerung und Erniedrigung des einst Gottgleichen, | wie sie der Philipperhymnus besingt, verstanden (und mit der Entäußerung | und Erniedrigung der Söhne des Zebedäus im Sinne der Nachfolge verbunden). br @@ -296,11 +296,11 @@ block content | auch hier kann die „Auferstehung“ transparent auf die „Präexistenz“ des einst Gottgleichen werden. li | Die Erzählung endet – nach dem Dialog am „Ort des Kreuzes“ zwischen Petrus und Jesus – mit einem Neuaufbruch Jesu, - | der die Auferstehung (erneut) andeutet. + | wodurch die Auferstehung (erneut) angedeutet wird. li | Damit ergibt sich die in der Überschrift genannte Abfolge, die der Sendung Jesu nach dem Philipperhymnus entspricht: br - | Dies ist das „Evangelium Gottes“, das „Jesus“ verkündet, mit dem das Nahekommen des Gottesreihes einhergeht + | Dies ist das „Evangelium Gottes“, das „Jesus“ verkündet, mit dem das Nahekommen der Königsherrschaft einhergeht | und das zu Umkehr und Glaube aufruft (→ Teil Mitte der konzentrischen Gliederung). p.small.card-text.mb-0 | Der Bezug zum Philipperhymnus wird noch dadurch verstärkt, dass sowohl dieser als auch das Ende der vorliegenden Erzählung @@ -440,7 +440,7 @@ block content ul.card-text li | Paulus hatte besonders deutlich eine Mission untern den Völkern betrieben, ohne die gläubig gewordenen Heiden auf das jüdische Gesetz - | mit seinen Speise- und Reinheitsvorschriften zu verpflichten. + | mit seinen Speise- und Reinheitsvorschriften und insbesondere die Beschneidung (der Männer) zu verpflichten. li | Hintergrund ist die (vor allem von Paulus wahrgenommene) | Spannung zwischen Jesus und dem jüdischen Gesetz, bzw. zwischen der Kreuzigung Jesu @@ -524,10 +524,25 @@ block content | Hinter dem verfolgten „Jesus“ scheint also der verfolgte Paulus hervor. li | Es wird auch klar, warum die Erzählung mit Einsamkeit und Gebet Jesu den Tod Jesu am Kreuz, wie in Markus erzählt, - | besonders deutlich präsent macht. - li - | Indem Petrus und seine Begleiter Jesus bis in die Einsamkeit mit Gebet – also bis zum Tod am Kreuz – - | verfolgen und von dort zurückholen wollen, wird angedeutet, dass sie das „Ärgernis des Kreuzes“ beseitigen wollen. + | besonders deutlich präsent macht: + ul.card-text + li + | Die Mitte der konzentrischen Gliederung erzählt in Mk 1,14-15 vom Beginn des neuen Zeitalters des Glaubens („Die Zeit ist erfüllt ... kehrt um und glaubt an das Evangelium“), + br + | sowie in Mk 1,16-20 im Bild des zerrissenen Netzes (s. u. und vorhergehende konzentrische Gliederungen) vom Ende des Zeitalters des Gesetzes. + li + | Das untere Ende der konzentrischen Gliederung erzählt in der Mitte mittels der Stichworte „Einsamkeit“ und „Gebet“ vom Kreuz Jesu; + br + | dies aber ist der „Ort des Freikaufes“ nach Gal 3,13, dies ist die Schwelle vom alten Zeitalter des Gesetzes zum neuen Zeit des Glaubens. + li + | Genau an diesen Ort verfolgen Petrus und seine Begleiter Jesus und wollen ihn von dort zurückholen. + br + | Damit ist angedeutet, dass sie das „Ärgernis des Kreuzes“ beseitigen wollen. + li + | Der Versuch, das „Netz“ wieder herzurichten – also das jüdische Gesetz wieder aufzurichten – und der Versuch, Jesus „vom Kreuz“ zurückzuholen, + | verbinden sich als parallele Handlungen; + br + | so wird erzählerisch bebildert, dass das (Wieder-)Aufrichten des Gesetzes der Versuch ist, das „Ärgernis des Kreuzes“ zu beseitigen. .card.slide.border-primary.mb-3 .card-body @@ -573,7 +588,7 @@ block content | Wie Jesus am Ende der Erzählung sollen die Jünger durch (weltweite) Verkündigung und Dämonenaustreibung Menschenfischer | sein und nicht „Jesusfischer“. li - | Wie Jesus sollen die Jünger Verlassen und Zurücklassen (im Sinne von Entäußerung und Erniedrigung) statt + | Wie Jesus sollen die Jünger verlassen und zurücklassen (im Sinne von Entäußerung und Erniedrigung) statt | zurück haben zu wollen. li | Nimmt man auch bei der Abfolge Auferstehung → Kreuz die Vertauschung zur Reihenfolge Kreuz → Auferstehung vor, @@ -596,9 +611,55 @@ block content br | Ihr Ende ist das Verderben, ihr Gott ist der Bauch, ihre Ehre besteht in ihrer Schande; Irdisches haben sie im Sinn. br - | Die Aussage „Irdisches haben sie im Sinn.“ lässt sich gut mit dem angedeuteten Zurückhabenwollen der Söhne des Zebedäus verbinden, + | Die Aussage „Irdisches haben sie im Sinn“ lässt sich gut mit dem angedeuteten Zurückhabenwollen der Söhne des Zebedäus verbinden, | die sich nun neu unter den Ruf zur Umkehr stellen und entsprechend handeln müssen, wie sie es schon getan haben; | auch von ihnen konnte man einst gut sprechen, muss es nun aber gleichsam „unter Tränen“ tun. + li + | Hierzu passt, dass Paulus jene, die die (Wieder-)Aufrichtung des jüdischen Gesetzes (unter den Heiden) fordern, in + span.bibelstelle Gal 6,12 + | bezeichnet als + q.bibeltext Leute, die im Fleisch nach Anerkennung streben + | . + br + | Im Kontext schreibt auch Paulus von drohender Verfolgung einerseits und sein Mitgekreuzigtsein mit Christus andererseits, was + span.bibelstelle Gal 6,11-14 + | insgesamt als Stelle, auf die Markus uns stoßen will und die die ganze Dringlichkeit, die Paulus seinen Ausführungen gibt, unterstreicht: + br + q.bibeltext + | 11 Seht, mit welch großen Buchstaben ich euch schreibe, mit eigener Hand. + br + | 12 Jene Leute, die im Fleisch nach Anerkennung streben, nötigen euch nur deshalb zur Beschneidung, + | damit sie wegen des Kreuzes Christi nicht verfolgt werden. + br + | 13 Denn obwohl sie beschnitten sind, halten sie selbst das Gesetz nicht; dennoch dringen sie auf eure Beschneidung, + | damit sie sich eures Fleiches rühmen können. + br + | 14 Ich aber will mich allein des Kreuzes Jesu Christi, unseres Herrn, rühmen, + | durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt. + li + | Stimmig dazu ist das Beenden des Herrichten des Netzes (= Wiederherstellung des jüdischen Gesetzes) mit + | dem Verlassen der Stellung als Söhne im väterlichen Betrieb in der Erzählung von der Berufung der ersten Jünger unlöslich verbunden + | und letztlich eine einzige Handlung, die notwendig ist, um in die Nachfolge Jesu einzutreten. + li + | Insgesamt geht es Paulus und Markus darum, das Kreuz Christi ernst zu nehmen mit allen Konsequenzen. + li + | In diesem Dienst steht der erzählerische Kniff, am Anfang die Auferstehung Jesu präsent zu machen, + | den Leser dann aber auf seinen Tod am Kreuz umzulenken. + br + | Dies ist vom „Darum (hat Gott ihn (= Jesus) über alle erhöht)“ als Schwarnier des Philipperhymnus, der in der Erzählung + | im Hintergrund steht, zwischen Erniedrigung und Erhöhung her zu verstehen: + br + | Jesus darf nicht einseitig als Auferstandener verkündet werden, sein Kreuz muss eine zentrale Rolle spielen. + | weil dies folgen haben muss für die Verkündigung und für die christliche Ethik. + br + | Es darf daher nicht in den Hintergrund treten, darf nicht vergessen, verleugnet oder kleingeredet werden. + br + | Denn es besteht sonst die Gefahr, dass Jesu himmlische Herrlichkeit eine unheilige „Hochzeit“ eingeht + | mit irdischem Macht- und Reichtumsstreben, wie dies (schon länger) Markus thematisiert. + | Vgl. dazu auch die „Versuchung“ des Dämon in der Erzählung von der Dämonenaustreibung: „Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes“, + | was Jesus mit dem Schweigegebot beantwortet, weil der Dämon den Weg Jesu ins Verderben ans Kreuz verschwiegen hat. + p.card-text.small.mb-0 + | Wie die Kirchengeschichte zeigt, hat die Kirche gerade hier versagt! .card.slide.border-primary.mb-3 @@ -650,7 +711,76 @@ block content | umsetzen. li | Die Freiheit meint hier die Freiheit vom jüdischen Gesetz – dem „Joch der Knechtschaft“ –, - | die Freiheit zur gesetzesfreien Völkermission, wie sie vor allem Paulus betreibt. + | dies bedeutet auch die Freiheit zur gesetzesfreien Völkermission, wie sie vor allem Paulus betreibt. + + + .card.slide.border-primary.mb-3 + .card-body + h5.card-title + q.bibeltext ... damit den Völkern ... der Segen Abrahams zuteilwird + span.bibelstelle Gal 3,14 + h6.card-subtitle.text-muted + | Der Freikauf vom jüdischen Gesetz und der Segen für die Völker + hr + ul.card-text + li + | Mk 1,14-15 in der Mitte der konzentrischen Gliederung + | macht in Verbindung mit dem zerrissenen „Netz“ + span.bibelstelle Gal 4,4-5 + | gegenwärtig: + br + q.bibeltext + | Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, + br + | geboren von einer Frau und + i dem Gesetz unterstellt, + br + | damit er die freikaufe, die unter dem Gesetz stehen, + br + | und damit wir die Sohnschaft erlangen. + li + | In den Flanken der Mitte der konzentrischen Gliederung wird einerseits erzählt, + | wie Jesus „dem Gesetz des Geistes unterstellt“ diesen Freikauf vollzieht (→ Wüstensendung Mk 1,12-13), + | andererseits wie Jesus einen Menschen von der Herrschaft „des Gesetzes der Sünde und des Todes“ befreit (→ Dämonenaustreibung Mk 1,21-28), + | wobei eine Insuffizienz des jüdischen Gesetzes mitschwingt (gemäß Gal 3,21; Röm 8,2). + br + | Am unteren Ende der konzentrischen Gliederung ist mit dem angespielten Tod Jesu am Kreuz auch der Freikauf gegenwärtig. + li + | Aus dem Galaterbrief sind zu Gal 4,4-5 die Ausführungen in + span.bibelstelle Gal 3,6-10.13-14 + | zu ergänzen: + br + q.bibeltext + | 6 So auch bei Abraham: Er glaubte Gott und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet. + br + | 7 Erkennt also: Die aus dem Glauben leben, sind Söhne Abrahams. + br + | 8 Und da die Schrift vorhersah, dass Gott die Völker aufgrund des Glaubens gerecht macht, + | hat sie dem Abraham im Voraus verkündet: + br + | In dir sollen alls Völker gesegnet werden. + br + | 9 Also werden sie, die glauben, gesegnet mit dem glaubenden Abraham. + br + | 10 Diejenigen aber, die aus den Werken des Gesetzes leben, stehen unter einem Fluch. + br + | Denn geschrieben steht: Verflucht ist jeder, der sich nicht an alles hält, was das Buch des Gesetzes zu tun vorschreibt. [Dtn 27,26] + br + | 13 Christus hat uns vom Fluch des Gesetzes freigekauft, indem er für uns zum Fluch geworden ist; + br + | denn es steht geschrieben: Verflucht ist, wer am Holz hängt. [Dtn 21,23] + br + | 14 Jesus Christus hat uns freigekauft, damit den Völkern durch ihn der Segen Abrahams zuteilwird + br + | und wir so durch den Glauben den verheißenen Geist empfangen. + li + | Das Zuteilwerden des „Segen für die Völker“ (→ Gen 12,3) meint – das macht der Kontext im Galaterbrief deutlich – die (allein) den + | Glauben an Jesus als heilsnotwendig voraussetzende Völkermission, + | die sich hier als Ergebnis des Freikaufs vom (Fluch des) Gesetz(es) festgehalten wird. + br + | Auch die Heiden werden durch den Glauben zu „Söhnen Gottes“, wie es die Söhne des Zebedäus bei ihrem Eintritt in die Nachfolge Jesu + | geworden sind, was sie jetzt durch ihre Wiederzuwendung zum jüdischen Gesetz infrage stellen. + .card.slide.border-primary.mb-3 .card-body @@ -668,7 +798,7 @@ block content li | Das erinnert stark an die Wendung „Gehorsam des Glaubens“, die sich in span.bibelstelle Röm 1,5-6 - | findet (vgl. auch die Heilung der Schwiegermutter des Petrus): + | findet (vgl. auch die Heilung der Schwiegermutter des Petrus) und sich mit der Berufung durch Jesus Christus verbindet: br q.bibeltext | Durch ihn [= Jesus Christus] haben wir Gnade und Apostelamt empfangen, @@ -694,6 +824,10 @@ block content | wird schon Jesus – verdeckt – als dessen eigene Sendung „untergeschoben“; br | in diesem Sinn wird „Jesus“ im Markus-Evangelium immer wieder ins Heidenland aufbrechen (→ Überfahrten). + li + | Erinnert sie hier auch daran, dass Simon und Andreas griechische Namen sind, Jakobus und Johannes dagegen semitische; + br + | schon die erstberufenen Jünger versinnbildlichen also die Völkermission. .card.slide.border-primary.mb-3 .card-body @@ -711,7 +845,7 @@ block content | die Umkehr also vom Glauben an das (inhaltlich mit Entäußerung, Erniedrigung, Gehorsam bis zum Tod am Kreuz, | Auferstehung und Erhöhung gefüllte) Evangelium her bestimmt wird und nicht vom jüdischen Gesetz her. br - | Jedenfalls ist der Ruf Jesu zur Umkehr kein Ruf zu einer verbesserten („vollkommenen“) Befolgung des jüdischen Gesetzes. + | Jedenfalls ist der Ruf Jesu zur Umkehr kein Ruf zu einer verbesserten („vollkommenen“) Befolgung des jüdischen Gesetzes (ganz anders etwa der Evangelist Matthäus!). li | Im ganzen Evangelium wird immer wieder der Glaube der Menschen hervorgehoben werden und sie werden durch | ihn des mit Jesus geschenkten Heils teilhaftig. @@ -814,17 +948,17 @@ block content | „Sie verließen sogleich die Synagoge“ – offenbar waren die Jünger also doch in der Synagoge dabei und gehen nun mit Jesus | in das Haus des Simon und Andreas. li - | In der Szene Mk 1,32-34 sind die Jünger zwar nicht erwähnt, aber doch lokal anwesend, weil alles vor dem Haus des Simon und Andreas speilt. + | In der Szene Mk 1,32-34 sind die Jünger zwar nicht erwähnt, aber doch lokal anwesend, weil alles vor dem Haus des Simon und Andreas spielt. li | In Mk 1,35-39 dann die Kontroverse. li - | In Mk 1,40-45 ist Jesus jedenfalls allein unterwegs (ehe er dann am Ende von Leute von überallher zu ihm kommen). + | In Mk 1,40-45 ist Jesus jedenfalls allein unterwegs (ehe dann am Ende von Leute von überallher zu ihm kommen). li - | In Mk 2,1 kehr Jesus offenbar alleine wieder nach Kafarnaum zurück: „Als er nach einigen Tagen wieder nach Kafarnaum hineinging ...“; + | In Mk 2,1 kehrt Jesus offenbar alleine wieder nach Kafarnaum zurück: „Als er nach einigen Tagen wieder nach Kafarnaum hineinging ...“; | sicher ist ein dortiges Zusammentreffen mit Petrus und seinen Begleitern vorauszusetzen – das Haus ist wohl auch als das Haus des Simon und Andreas vorzustellen –, | aber direkt erzählt wird das nicht. li - | In Mk 2,13-17 wird nicht von Petrus und seinen Begleitern erzählt; und wer im weiteren Verlauf „die Jünger“ sind ist nicht eindeutig – es können + | In Mk 2,13-17 wird nichts von Petrus und seinen Begleitern erzählt; und wer im weiteren Verlauf „die Jünger“ sind ist nicht eindeutig – es können | auch die Vielen sein, die Jesus seit Mk 2,13-17 nachfolgen. li | Erst in Mk 3,13-19 ist dann explizit auch wieder von Petrus und seinen Begleitern die Rede, insofern sie in der Apostelliste auftauchen. @@ -870,6 +1004,9 @@ block content | Wenn du als Jude nach Art der Heiden und nicht nach Art der Juden lebst, br | wie kannst due dann die Heiden zwingen, wie Juden zu leben? + li.small + | Man beachte auch hier, dass Markus Petrus sowohl bei der Berufung, als auch in der aktuellen Erzählung „Simon“ nennt – das ist ein griechischer Name + | (der semitische wäre Simeon); das verbindet sich sehr gut mit der der Aussage „Wenn du als Jude nach Art der Heiden und nicht nach Art der Juden lebst ...“. li | Wie in der Erzählung des Markus wird auch hier von einem Rückzug berichtet, allerdings nicht von Jesus (bzw. indirekt Paulus), | sondern von Petrus. @@ -899,7 +1036,7 @@ block content | beim „antiochenischen Zwischenfall“ sind es Petrus und mit ihm die Judenchristen samt Paulus, die von den Leuten des Jakobus „verfolgt“ werden; br | während Petrus und die anderen – sogar der Paulusbegleiter Barnabas – sich „einfangen“ lassen, - | widersteht Paulus. + | widersteht Paulus (wie Jesus). li | Markus wie Paulus sind deutliche Vertreter der gesetzesfreien Heidenmission, wie aus den Paulusbriefen und noch weiteren Stellen im Markus-Evangelium | klar hervorgeht. @@ -918,7 +1055,7 @@ block content br | Es ist erzählerisch nahegelegt, dass sich Jesus im Gebet seiner Sendung (neu) bewusst wurde. li - | Das kann eine Aufforderung sein, sich im Gebet der eigenen immer neu Sendung bewusst zu werden + | Das kann eine Aufforderung sein, sich im Gebet immer neu der eigenen Sendung bewusst zu werden | und auch die eigene Not in der Nachfolge („Wüstenerfahrungen“) vor Gott zu bringen. li | Das kann eine Zusage sein, dass Jesus im Gebet gefunden werden kann – gerade nach Ostern, @@ -969,7 +1106,7 @@ block content ul.card-text li Formal wird hier wie dort von der Verkündigungstätigkeit Jesu erzählt. li - | In Mk 1,14-15 kommt Jesus – nach der Taufe am Jordan – wieder nach Galiläa, zunächst an den See bzw. nach Kafarnaum; + | In Mk 1,14-15 kommt Jesus – nach der Taufe am Jordan und der Wüstensendung/Versuchung – wieder nach Galiläa, zunächst an den See bzw. nach Kafarnaum; br | in Mk 1,39 zieht er schließlich durch „ganz Galiläa“ – eine Weitung seines Wirkkreises, letztlich in die Völkermission. li @@ -1087,6 +1224,12 @@ block content br | Durch diesen Gang Jesu ins Verderben entsteht die „Insel des Lebens“ mitten in der „Wüste der Gottferne“, | ist die Gottferne auf der Erde aufgebrochen. + li + | Das Gegenüber ist – gerade mit Mk 1,14-15.16-20 als Mitte der konzentrischen Gliederung – von Gal 4,4-5 her zu verstehen: + br + | es wird einerseits erzählt, wie Jesus „dem Gesetz des Geistes unterstellt“ den Freikauf vom (Fluch des) Gesetz(es) vollzieht (→ Wüstensendung Mk 1,12-13), + | andererseits, wie Jesus einen Menschen von der Herrschaft „des Gesetzes der Sünde und des Todes“ befreit (→ Dämonenaustreibung Mk 1,21-28), + | wobei eine Insuffizienz des jüdischen Gesetzes mitschwingt (gemäß Gal 3,21; Röm 8,2). li | Auch in diesem Gegenüber finden sich Vertauschungen: ul.card-text