diff --git a/views/nt/ev/mk/getauft/zwoelf.pug b/views/nt/ev/mk/getauft/zwoelf.pug index 49d9797..b9018be 100644 --- a/views/nt/ev/mk/getauft/zwoelf.pug +++ b/views/nt/ev/mk/getauft/zwoelf.pug @@ -115,7 +115,7 @@ block content .card.mb-1.konzentr-10 .card-body.gliederung - h5.card-title Die Heilung des Mannes mit der verdorrten Hand: wiederhergstellt + h5.card-title Die Heilung des Mannes mit der verdorrten Hand: wiederhergestellt h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 3,1-6 .card.mb-1.konzentr-11 @@ -179,83 +179,465 @@ block content br | 19 und Judas Iskariot, der ihn dann ausgeliefert hat. + .card.slide.border-primary.mb-3 + .card-body + h5.card-title + q Jesus stieg auf einen Berg und rief die zu sich, die er selbst wollte, und sie kamen zu ihm. + h6.card-subtitle.text-muted Ein nur scheinbar abrupter Szenenwechsel – vom Boot zum Berg + hr + ul.card-text + li + | Die Szenerie wechselt scheinbar abrupt: + ul.card-text + li Statt dass Jesus das in der vorausgehenden Erzählung bereitgestellte Boot besteigt, steigt er auf einen Berg. + li Auch sind die herbei geströmten Massen „verschwunden“, einfach nicht mehr da, ohne dass die Szene aufgelöst worden wäre. + li + | Das Steigen Jesu auf den Berg und die anschließende Versammlung der Zwölf dort greift allerdings den versuchten aber misslungenen + | Rückzug Jesu mit den Jüngern an den See auf. + li + | Dass Jesus nicht – wie wohl erwartet – das Boot besteigt, sondern einen Berg, bindet Boot und Berg „irgendwie“ zusammen. + br + | Dabei sind einige Dinge zu bedenken: + ul.card-text + li + | Auch zur Verklärung (Mk 9,2-13) steigt Jesus auf einen Berg; jene Erzählung ist klar von der Auferstehung her zu betrachten, + | wie auch das Gespräch beim Abstieg verdeutlicht. + li + | In Mk 6,45-52 steigt Jesus auch auf einen Berg. + br + | Und von diesem Berg her ist er anschließend Retter für seine Jünger in Seenot, wobei der Gottesname „Ich-bin-da“ anklingt. + li + | Die Funktion des Bootes sollte es sein, ein Überleben im Angesichts des Todes – des bedrohlichen Herandrängens der Massen – sein. + | Das alles legt nahe, das Besteigen des Berges durch Jesus – zunächst ja alleine! – mit der Auferstehung Jesu zu verbinden: + br + | Wie das Boot ein Überleben Angesichts des Todes ermöglicht, + br + | so bezeichnet der Berg hier – für Jesus – das Neue Leben bei Gott nach dem Tod: + br + i Das von Jesus nicht genutzte Boot begegnet hier auf anderer Ebene im Berg. + li + | Von Bedeutung ist auch, dass Jesus nicht einen Berg, sondern den Berg besteigt, was wohl eine Anspielung auf den Gottesberg sein soll. + br + | Im Buch Exodus sind es Mose und auch andere, die von Gott hinaufgerufen werden auf den Sinai und den Berg besteigen: + br + q.bibeltext + | 20 Der Herr war auf den Sinai, auf den Gipfel des Berges, herabgestiegen. + br + | Er hatte Mose zu sich auf den Gipfel des Berges gerufen und Mose war hinaufgestiegen. + br + | 21 Da sprach der HERR zu Mose: Geh hinunter und schärfe dem Volk ein, sich nicht an den HERRN heranzudrängen, + | um zu schauen, sonst müssen viele von ihnen umkommen. + span.bibelstelle Ex 19,20-21 + br + | Auffällig in Verbindung mit der Erzählung bei Markus ist: + ul.card-text + li + | Mose wird von Gott auf den Berg hinaufgerufen, wie Jesus jene hinaufruft, die er will. + li + | Die Szene in Ex 19,20 ist sehr analog zu jener in Mk 3,13: + ul.card-text + li Gott/Jesus ist auf dem Berg. + li Er ruft jemanden zu sich hinauf. + li Der Gerufenen bzw. die Gerufenen steigen zu ihm empor. + | Dabei ist Jesus – und das ist auffällig und wichtig – nicht an der Stelle des Mose, sondern an der Stelle Gottes. + br + | Dies unterstreicht, dass Jesus hier als Auferstandener wirkt. + br + | Sachlogisch ist dabei, dass Gott vom Himmel auf den Berg „herabsteigt“, wie Jesus als Anspielung auf seine Auferstehung auf den Berg „hinaufsteigt“, + | wobei er – wie in anderen Erzählungen – für seine Jünger „erreichbar“ ist, weil das Evangelium insgesamt noch auf dem Weg zu Tod und Auferstehung Jesu ist. + p.small.mb-0 (Und weil Jesus auch nach seinem Tod als Auferstandener für seine Jünger „erreichbar“ ist.) + li + | Mose soll das Volk davon abhalten, sich „an den HERRN heranzudrängen“, da dies Todesfolge für jene Herandränger aus dem Volk haben würde. + br + | In der Vorausgehenden Erzählung sollten die Jünger ein Boot angesichts des Herandrängens an Jesus bereithalten, weil dieser + | seinen Tod durch die Massen befürchtete. + br + | Auch wenn die „Todesfolge“ einmal für das Volk, einmal für Jesus gilt, so ist es doch auffällig, + | dass in einer sehr analogen Erzählung zu Mk 3,13 in Ex 19,20-21 genau wie in der Mk 3,13 vorausgehenden Erzählung + | von einem Herandrängen der Massen die Rede ist, welches – je auf seine Weise – problematisiert wird; dies unterstreicht + | die Verbindung von Mk 3,13 mit Ex 19,20. + | Eine weitere zu Mk 3,13 analoge Erzählung bilden + span.bibelstelle Ex 24,1.9 + | mit dem Bundesschluss am Sinai dazwischen: + br + q.bibeltext + | 1 Zu Mose sprach er [= Gott]: Steig zum HERRN hinauf zusammen mit Aaron, Nadab, Abihu und mit siebzig + | von den Ältesten Israels + br + | 9 ... stiegen Mose, Aaron, Nadab, Abihu und siebzig von den Ältesten Israels hinauf + br + | Auffällig in Verbindung mit der Erzählung bei Markus ist: + ul.card-text + li + | Mose und andere werden mit Namen genannt, wie in Mk 3,13-19 die Apostel. + li + | Wie es bei Mose die 70 Ältesten sind, so sind es in Mk 3,13-19 die Zwölf, die auf den Berg gerufen werden. + li + | Der zwischen Ex 24,1.9 erzählte Bundesschluss und das dann in Ex 24,10 erzählte Schauen Gottes auf dem Gottesberg + | mit dem gemeinsamen Essen und Trinken lassen sich – als „getriggert“ durch Mk 3,13-19 – in anderen konzentrischen Gliederungen sehr gut + | mit der Verklärung Jesu auf einem Berg und mit dem Letzten Abendmahl („Blut des Bundes“ in Mk 14,24 wie Ex 24,8!) verbinden. + li + | Auch hier erscheint Jesus an der Stelle Gottes (beim Bundesschluss/Abendmahl dann allerdings an der Stelle des Mose). + li + | Zusammenfassend lässt sich sagen: + ul.card-text + li + | Markus formuliert die Erzählung in Anlehnung an Vorbilder aus dem Buch Exodus, bei dem es um das Hinaufsteigen + | des Mose und anderer – wie etwa der 70 Ältesten – zu Gott geht. + li + | Dabei erscheint Jesus an der Stelle Gottes (nicht der des Mose). + li + | Es ist also sehr wahrscheinlich, dass das Besteigen des Berges durch Jesus allein einleitend seine Auferstehung vergegenwärtigen soll, + | Jesus hier also als Auferstandener handelt. + li + | Dies fügt sich auch mit der vorausgehenden Erzählung gut zusammen, auch im Hinblick auf die Mitte der konzentrischen Gliederung: + ul.card-text + li + | In Mk 3,7-12 stand Jesus an der Schwelle des Todes, in den Berührungen zur Heilung war diese gleichsam aber – + | in Analogie zur Heilung des „Aussätzigen“ in der Mitte der konzentrischen Gliederung – bereits überschritten; + br + | das Steigen auf den Berg impliziert den vorausgehenden Tod Jesu am Kreuz zum Heil, an dem die Vielen Anteil haben. + li + | Das Hinaufsteigen zunächst von Jesus allein auf den Berg verbindet sich mit dem Rückzug Jesu an einsame Orte, + | nachdem er vom ehedem „Aussätzigen“ nun als „Aussätziger“ aufgrund der Berührung mit diesem geoutet wurde, + | was bereits auch auf die Zeit nach Tod und Auferstehung Jesu vorausgeblickt hat. + li + | Das Kommen der Vielen in Mk 3,7-12 band das vorösterliche Verkündigungswirken Jesu (Mk 1,39) und + | das „nachösterliche“ des Geheilten (Mk 1,45) wie auch das Heilungswirken Jesu beim „Aussätzigen“ + | in der erweiterten Mitte der konzentrischen Gliederung zusammen, + br + | jetzt ist der Fokus – mit veränderter Mitte der konzentrischer Gliederung – ganz auf die nachösterliche Zeit + | gelegt, das Verkündigungs- und Heilungs-Wirken der Apostel, die im weiteren Fortgang in Mk 3,14-19 eingesetzt werden + | und die sich mit dem (nachösterlichen) Verkündigungswirken des ehedem „Aussätzigen“ wie mit seiner Heilung verbinden lassen. + + .card.slide.border-primary.mb-3 + .card-body + h5.card-title + q + | ... und rief die zu sich, + i die er selbst wollte + h6.card-subtitle.text-muted Abgrenzung zum Ansturm der Massen – bewusste Einsetzung Weniger zum Dienst an den Vielen + hr + ul.card-text + li + | Während in der vorausgehenden Erzählung wie in der Mitte der konzentrischen Gliederung + | die Menschen offenbar von sich aus kommen – aufgrund der Verkündigung von nicht namentlich genannten + | Zeugen des Wirkens Jesu bzw. selber Geheilter, nicht zuletzt von Mk 1,28 und Mk 1,45 her –, + br + | wird nun der Wille Jesu in der Auswahl einiger weniger explizit betont. + li + | Beides erscheint zunächst im Kontrast zueinander zu stehen. + li + | Wie der weitere Fortgang aber verdeutlicht, wird hier nicht ein abgeschlossener elitärer Kreis geschaffen, + | sondern ein Kreis von besonderen Nachfolgern, die bei Jesus in die Schule gehen sollen, + br + i damit dieser sie später aussenden kann zum Dienst an den Vielen, + br + | quasi – in Aufnahme des „überallher“ in der Mitte der konzentrischen Gliederung – „nach überallhin“. + li + | Schon bei der Betrachtung der vorausgehenden Erzählung wurde erwähnt, dass der Rückzug Jesus mit den Jüngern + | demnächst öfter begegnet, damit Jesus sie in besonderer Weise belehren kann, + | aber nicht mit „Geheimwissen“, sondern mit der spezifischen Lehre Jesu, + | mit dem Ziel, dass diese sie später öffentlich verkündigen. + br + | Das besondere Sein Jesu mit dem kleinen berufenen Kreis besonderer Nachfolger steht im Dienst der Vielen, + | denen sie als „Multiplikatoren“ des Wirkens Jesu dienen sollen. + li + | Dennoch ist die Betonung des Willens Jesu auffallend: + br + | diese Multiplikatoren werden als direkt von Jesus berufen herausgestellt, aufgrund von Jesu direktem Willen + br + | und ihre Berufung ist doch in Kontrast gesetzt zum Kommen der Vielen aufgrund der Verkündigung anderer Menschen. + li + | Dabei werden einerseits die Souveränität Jesu bzw. die Souveränität der Berufung durch Jesus herausgestellt, + br + | dies hat aber andererseits Folgen für das Selbstverständnis der so Berufenen. + li + | Bei allen vorausgehenden und auch kommenden Anspielungen auf Briefe des Apostel Paulus könnte auch hier + | der Blick auf Paulus, näherhin der Brief des Paulus an die Galater, verdeutlichen, was Markus hier sagen will: + br + q.bibeltext + | Paulus, + br + i zum Apostel berufen, + br + | nicht von Menschen oder durch einen Menschen, + br + i sondern durch Jesus Christus und durch Gott, den Vater, der ihn von den Toten auferweckt hat, + br + | und alle Brüder, die bei mir sind, an die Gemeinden in Galatien + span.bibelstelle Gal 1,1-2 + p.small + | Man beachte, dass die Wendung „die bei mir sind“ in Gal 1,1 mit Bezug auf Paulus sich ganz ähnlich in Mk 3,14 findet + | mit Bezug auf Jesus: „... dass sie mit ihm seien“. + q.bibeltext + | Als es aber Gott gefiel, der mich schon im Mutterleib auserwählt und durch seine Gnade berufen hat, + | in mir seinen Sohn zu offenbaren, damit ich ihn unter den Völkern verkünde, da zog ich nicht Fleisch und Blut zu Rate; + | ich ging auch nicht sogleich nach Jerusalem hinauf zu denen, die vor mir Apostel waren, sondern zog nach Arabien und kehrte dann wieder nach Damaskus zurück. + span.bibelstelle Gal 2,15-17 + li.small + | Man beachte eine interessante Parallele zwischen den Aussagen des Paulus zu seiner Berufung und Mk 3,13-19: + br + | Wie Paulus seine Berufung auf den Auferstandenen zurückführt, werden auch hier die Zwölf vom „Auferstandenen“ auf dem Berg berufen. + li + | Paulus ist es sehr wichtig, seine eigene Berufung auf Jesus direkt zurückzuführen; + | dies gegen den Vorwurf, „Apostel zweiter Klasse“ zu sein, da er ja erst nach Ostern zum Glauben kam, + | und dass daher sein Wissen über Jesus ein vermitteltes, nicht direkt erlebtes sei, + | das der Korrektur durch die „echten Apostel“ offen stehen würde. + li + | Auf die direkte Berufung durch Jesus stützt Paulus seine Autorität; + br + | sie geht auf Jesus zurück, ist Resultat des göttlichen Heilsplans und nicht einer Wahl oder Beauftragung durch Menschen. + br + | Analoges wird hier – in Absetzung von den Vielen – von den Zwölf ausgesagt. + br + | Die Zwölf sind zwar für die Vielen da, aber nicht von diesen auserwählt, sondern von Jesus; + br + | sie sind allein dem Willen Jesu – in Lehre und Tätigkeit – verpflichtet, der sie ausgewählt hat + | und zu dem gemacht hat, was sie sind. + li + | Nachdem der Kreis der Zwölf zur Zeit der Abfassung des Markus-Evangeliums nicht mehr existierte + br + | und ferner die Berufung der Zwölf aufgrund des direkten Willens Jesu auf die Berufung des Paulus, wie er sie im Galaterbrief verdeutlicht, + | durchsichtig wird, + br + | wird Markus hier etwas generell zum kirchlichen „Amt“ sagen wollen: + br + | ganz im Dienst der Vielen, aber ganz von Jesus her und ihm verpflichtet. + li + | Hier darf bewusst werden, dass auch bei der Heilung des „Aussätzigen“ der Wille Jesu herausgestellt wird, + | eine klare Verbindung der Erzählung am unteren Rand und mit jener in der Mitte der konzentrischen Gliederung. + br + | Allerdings kommt der „Aussätzige“ zunächst von sich aus auf Jesus zu – wie die Vielen in der vorausgehenden Erzählung –, + | seine Bitte um Hilfe ist aber eher umständlich + | und fragt nach dem Willen Jesu: + ul.card-text + li Dass beim „Aussätzigen“ einerseits das Kommen von sich aus zu Jesus erzählt wird, verbindet ihn mit den Vielen in Mk 3,7-12 (→ vorherige konzentrische Gliederung); + li dass andererseits der Wille Jesu zur Heilung fragend herausgestellt wird, verbindet ihn mit der Berufung der Zwölf (→ aktuelle konzentrische Gliederung). + | Dass der Wille Jesu zur Heilung des „Aussätzigen“ explizit herausgestellt wird und die Berufung der Zwölf + | gemäß explizitem Willen Jesu geschieht, + | ist wohl von der perspektivischen Beauftragung der Zwölf zur Dämonenaustreibung her zu verstehen. + br + i → Die durch den ausdrücklichen Willen Jesu (besonders) Berufenen werden zu den Ausführenden des Heilswillens Jesu an den Vielen. + br + | Das Schweigegebot, das dem Geheilten auferlegt wird und das dieser bricht, verbindet sich damit, + | dass zwar die perspektivische Absicht Jesu, dass die Zwölf verkündigen sollen, genannt ist, diese aber erst zu einem + | späteren Zeitpunkt damit beauftragt werden. + br + | Alles steht unter dem Vorbehalt des erzählerisch noch ausstehenden Todes und der Auferstehung Jesu. + + .card.slide.border-primary.mb-3 + .card-body + h5.card-title + q ... und er machte zwölf + hr + ul.card-text + li + | Es heißt nicht eigentlich, dass Jesus die Zwölf „einsetzte“, sondern dass er sie „machte“, + br + | wie er Petrus und Andreas schon in Mk 1,17 in Aussicht stellte, dass er sie zu Menschenfischer „machen“ würde. + li + | Dieses „Machen“ ist im Sinne von „Einsetzen“ zu verstehen, wie auch alttestamentliche (griechische) Texte verdeutlichen. + li + | In der Exegese ist umstritten, inwieweit dieses „Machen“ eine Anspielung auf die Schöpfungserzählung sein soll, + | die von einem Machen Gottes spricht. + br + | Jedenfalls gibt es einige interessante Bezüge: + ul.card-text + li + | Die Schöpfung ist ein „Machen“ Gottes gegen das Chaos, das zurückgedrängt wird, damit Leben möglich ist. + li + | Jesus „macht“ die Zwölf quasi als Antwort auf den ungeordneten Andrang der Vielen, das Chaos, das bei Jesus Todes-Angst hervorruft. + li + | An anderen Stellen des Evangeliums wird deutlich, dass Gott selbst durch Jesus hindurch wirkt; + br + | Jesus wirkt (neu-)schöpferisch etwa am Taubstummen in Mk 7,31-17 und sein Wort weckt das tote Mädchen in Mk 5,35-43 auf, + | wie das Wort Gottes die Schöpfung bewirkt. + li + | Wichtig ist allemal der Aspekt, dass die Zwölf – und damit das Amt insgesamt – eine Antwort auf den unbändigen Andrang der Vielen ist. + br + | Das Amt hat damit nicht nur – wie unten ausgeführt – verkündigende und heilsvermittelnde Funktion, sondern auch ordnende Funktion: + br + i Jesus erschafft das Amt, um des Andrangs der Vielen Herr zu werden. + li + | Dies bestätigt etwa die Erzählung von der Brotvermehrung in Mk 6,35-44; + br + | dort lässt Jesus die Menschen durch die Anweisung der Jünger „in Mahlgemeinschaften im grünen Gras lagern“, + | was als ordnender Umgang mit den vielen hungrigen Menschen verstanden werden kann. + li + | Das „Machen“ der Zwölf durch Jesus, um den unbändigen Massen Herr werden zu können, + br + | vergegenwärtigt eine Erzählung aus dem Buch Exodus, wo Mose Hauptleute „macht“, um dem ganzen Volk gerecht werden zu können: + br + q.bibeltext + | 13 Am folgenden Morgen setzte sich Mose, um für das Volk Recht zu sprechen. + br + | Die Leute mussten vor Mose vom Morgen bis zum Abend anstehen. + br + | 14 Als der Schwiegervater des Mose sah, was er alles für das Volk zu tun hatte, sagte er: + br + q Was soll das, was du da für das Volk tust? Warum sitzt du hier allein und die vielen Leute müssen vom Morgen bis zum Abend vor dir anstehen? + br + | 15 Mose antwortete seinem Schwiegervater: + br + q + | Weil das Volk zu mir kommt, um Gott zu befragen. + br + | 16 Wenn sie einen Streitfall haben, kommt er zu mir. + br + | Ich entscheide zwischen ihnen und teile ihnen die Gesetze und Weisungen Gottes mit. + br + | 17 Da sagte der Schwiegervater zu Mose: + br + q + | Es ist nicht gut, wie du das machst. + br + | 18 So richtest du dich selbst zugrunde und auch das Volk, das bei dir ist. + br + | Das ist zu schwer für dich; allein kannst du es nicht bewältigen. + br + | 19 Nun hör zu, ich will dir einen Rat geben und Gott wird mit dir sein. + br + | Vertritt du das Volk vor Gott! Bring ihre Angelegenheiten vor ihn, + | 20 unterrichte sie in den Gesetzen und Weisungen und mach sie mit dem Weg bekannt, auf dem sie gehen, und mit dem Tun, nach dem sie handeln sollen! + br + | 21 Du aber sieh dich im ganzen Volk nach tüchtigen, gottesfürchtigen und zuverlässigen Männern um, die Bestechung ablehnen. + br + | Gib dem Volk Vorsteher für je tausend, hundert, fünfzig und zehn! + br + | 22 Sie sollen dem Volk jederzeit als Richter zur Verfügung stehen. + br + | Alle wichtigen Fälle sollen sie vor dich bringen, die leichteren sollen sie selber entscheiden. + br + | Entlaste dich und lass sie mittragen! + br + | 23 Wenn du das tust, sofern Gott zustimmt, bleibst du der Aufgabe gewachsen und dieses ganze Volk kann in Frieden heimkehren. + br + | 24 Mose hörte auf seinen Schwiegervater und tat alles, was er vorschlug. + br + | 25 Mose wählte sich tüchtige Männer in ganz Israel aus und setzte sie als Hauptleute über das Volk ein, + br + | als Vorsteher für je tausend, hundert, fünfzig und zehn. + br + | 26 Sie standen dem Volk jederzeit als Richter zur Verfügung. + br + | Die schwierigen Fälle brachten sie vor Mose, alle leichteren entschieden sie selber. + br + | 27 Mose verabschiedete seinen Schwiegervater und dieser kehrte in sein Land zurück. + span.bibelstelle Ex 18,13-27 + li + | Dass hier die Zahlen Hundert und Fünfzig – neben anderen – begegnen, + | die auch in der Brotvermehrungserzählung als Größen der Mahlgemeinschaften auf Wirken der Jünger hin genannt sind (s. o.) + | mag ein weiteres deutliches Indiz sein, dass Markus jene Erzählung aus dem Buch Exodus vergegenwärtigen und auf Jesus adaptieren will. + + .card.slide.border-primary.mb-3 + .card-body + h5.card-title + q ... damit er sie aussende + hr + ul.card-text + li + | Jesus ruft die Zwölf zu ihm hin, um sie von sich her auszusenden; + br + | eine Bewegung auf ihn hin und von ihm her. + li + | Die Zwölf – bzw. insgesamt die „besonders Gerufenen“ – sind nicht als abgeschlossener elitärer Kreis geschaffen, + | sondern als eine Gruppe von besonderen Nachfolgern, die – nachdem sie bei Jesus in die Schule gegangen sind –, + | ausgesandt werden + i zum Dienst an den Vielen. + li + | Die Szenerie lässt Jesus oben auf dem Berg sein, die Jünger steigen – wie Mose zu Gott – zu Jesus hinauf; + br + | von der Begegnung mit ihm, dem „Auferstandenen“ her, werden sie dann ausgesandt. + li + | Sie sind Multiplikatoren für den Auferstandenen, sie wirken von ihm her und somit er durch sie. + li + | Der Bewegung der Vielen auf Jesus zu – in der Mitte der konzentrischen Gliederung („von überallher“) wie in der vorausgehenden Erzählung – + | entspricht – als Gegenüber – die Aussendung der Zwölf durch Jesus quasi „überallhin“. .card.slide.border-primary.mb-3 .card-body h5.card-title Die Zwölf – Anteil an Jesu eigener Sendung hr - p.card-text - | Jesus beruft die Zwölf als Teilhaber an seiner eigenen Verkündigung und seiner eigenen - | Vollmacht über die Dämonen, um sie später auszusenden. - br - | Ihre Aufgabe ist es, mit Jesus mitzuwirken bzw. nach Ostern sein Werk fortzusetzen. - p.card-text - | Die Heilung des Aussätzigen in der Mitte der konzentrischen Gliederung zeigt Jesus (Heilung) bzw. den Aussätzigen (Verkündigung) - | als Vorbild. - p.card-text - | Die Heilung ist dabei als Dämonenaustreibung zu interpretieren – machbar aufgrund der Bezüge in vorausgehenden Erzählungen und Verbindungen –; - | gemeint ist mit den Dämonenaustreibungen also das „Reinmachen“ der Menschen in der Taufe, bei der sie den „Austausch“ Jesu mit den „Aussätzigen“ am Kreuz applizieren - | und zur Anwendung kommen lassen. - p.card-text - | Die Verkündigungstätigkeit des Aussätzigen geschieht nach seinem „Austausch“ mit Jesus - | – übertragen also nach dessen in der Erzählung angespielten Tod am Kreuz –; - br - | genauso werden die von Jesus Gesendeten dann vor allem nach Ostern ihre Aufgabe haben, während vorher alles auf Jesus fokusiert bleibt. - br - | Aber auch nach Ostern ist und bleibt Jesus die zentrale Figur, von der alles ausgeht und bei dem alles zusammenläuft, - | worauf die Menschen, die am Ende der Aussätzigenerzählung „von überallher“ zu Jesus kommen, hinweisen. + ul.card-text + li + | Jesus beruft die Zwölf als Teilhaber an seiner eigenen Verkündigung und seiner eigenen + | Vollmacht über die Dämonen, um sie später auszusenden. + br + | Ihre Aufgabe ist es, mit Jesus mitzuwirken bzw. nach Ostern sein Werk fortzusetzen. + li + | Die Heilung des Aussätzigen in der Mitte der konzentrischen Gliederung zeigt Jesus (Heilung) bzw. den Aussätzigen (Verkündigung) + | als Vorbild. + li + | Die Heilung ist dabei als Dämonenaustreibung zu interpretieren – machbar aufgrund der Bezüge in vorausgehenden Erzählungen und Verbindungen –; + br + | gemeint ist mit den Dämonenaustreibungen also das „Reinmachen“ der Menschen in der Taufe, bei der sie den „Austausch“ Jesu mit den „Aussätzigen“ am Kreuz applizieren + | und zur Anwendung kommen lassen. + li + | Doch vor dem Aussenden steht das „mit ihm sein“, das Bei-Jesus-in-die-Lehre gehen, als Befähigung, wirklich dem Willen Jesu zu entsprechen + | im eigenen Tätigwerden. + li + | Die Verkündigungstätigkeit des Aussätzigen geschieht nach seinem „Austausch“ mit Jesus + | – übertragen also nach dessen in der Erzählung angespielten Tod am Kreuz –; + br + | genauso werden die von Jesus Gesendeten dann vor allem nach Ostern ihre Aufgabe haben, während vorher alles auf Jesus fokusiert bleibt. + br + | Aber auch nach Ostern ist und bleibt Jesus die zentrale Figur, von der alles ausgeht und bei dem alles zusammenläuft, + | worauf die Menschen, die am Ende der Aussätzigenerzählung „von überallher“ zu Jesus kommen, hinweisen. .card.slide.border-primary.mb-3 .card-body h5.card-title Die Zwölf – „Stammväter“ des erneuerten Gottesvolkes hr - p.card-text - | Da zum Zwölferkreis auch der spätere Verräter Judas zählt und dieser Kreis sehr bald nach Ostern - | keine Rolle mehr spielt (man hat zwar noch Matthias für Judas nachgewählt, doch die Spur der Apostel verliert sich dann in der Apostelgeschichte), - | wird man davon ausgehen können, dass Idee und Bestellung des Zwölferkreises auf Jesus selbst zurückgeht. - p.card-text - | In der Zwölfzahl wird deutlich, dass Jesus das Zwölfstämmevolk Israel durch sein Wirken erneuern wollte; - | seine Zwölf sollten die neuen ‚Stammväter‘ des erneuerten Gottesvolkes sein. - p.card-text - | Deutlich wird damit aber auch, dass der historische Jesus sehr wahrscheinlich eine rein innerisraelitische Perspektive - | bzw. ein innerjüdisches Sendungsbewusstsein hatte – die Heiden kamen dann erst nach Ostern und erst „durch den Lauf der frühen Gemeinden-Geschichten“ - | dazu, wiewohl Verhaltensweisen Jesu hier Andockmöglichkeiten boten, besonders dann aber der Tod Jesu am Kreuz in paulinisch(-markinischer) Interpretation. + ul.card-text + li + | Da zum Zwölferkreis auch der spätere Verräter Judas zählt und dieser Kreis sehr bald nach Ostern + | keine Rolle mehr spielt (man hat zwar noch Matthias für Judas nachgewählt, doch die Spur der Apostel verliert sich dann in der Apostelgeschichte), + | wird man davon ausgehen können, dass Idee und Bestellung des Zwölferkreises auf Jesus selbst zurückgeht. + li + | In der Zwölfzahl wird deutlich, dass Jesus das Zwölfstämmevolk Israel durch sein Wirken erneuern wollte; + | seine Zwölf sollten die neuen ‚Stammväter‘ des erneuerten Gottesvolkes sein. + li + | Deutlich wird damit aber auch, dass der historische Jesus sehr wahrscheinlich eine rein innerisraelitische Perspektive + | bzw. ein innerjüdisches Sendungsbewusstsein hatte – die Heiden kamen dann erst nach Ostern und erst „durch den Lauf der frühen Gemeinden-Geschichten“ + | dazu, wiewohl Verhaltensweisen Jesu hier Andockmöglichkeiten boten, besonders dann aber der Tod Jesu am Kreuz in paulinisch(-markinischer) Interpretation. .card.slide.border-primary.mb-3 .card-body h5.card-title Die Zwölf – eine bunte Mischung hr - p.card-text - | Die wenigsten Apostel spielen im Evangelium eine Rolle; - br - | als Markus sein Evangelium schreibt, ist der Kreis als solcher und sind die meisten seiner Glieder längst nur noch Erinnerung. - p.card-text - | Petrus und Andreas sowie Jakubus und Johannes sind uns als Fischer mittlerweile bekannt; - br - | auch die restlichen Apostel dürften eher aus dem „normalen“ bis „einfachen“ Volk stammen – zu bedenken ist allerdings das - | zur Herkunft von Jakobus und Johannes Gesagte (→ Philipperhymnus). - p.card-text - | Auffällig ist, dass etwa auch eine „Simon Kanaanäus“ (=„Simon, der Zelot“) zum Apostelkreis, - | also zum engsten Kreis um Jesus zählte. - br - | Er gehörte damit offensichtlich der Gruppe der Zeloten an, einer militanten Gruppe, - | die durchaus mit Gewalt einen Umsturz in Israel wollte. - br - | Inwieweit er seine Ansichten durch sein Jüngersein angepasst hat oder seine Hoffnungen als Angehöriger der militanten Zeloten auf - | den (in der Überlieferung eher friedliebenden) Jesus gesetzt hat (und dann vielleicht von ihm enttäsucht wurde), - | wissen wir nicht und gehört in den Bereich der Spekulation. – Bemerkenswert ist seine Zugehörigkeit zu den Aposteln aber allemal. - p.card-text - | Ob der Beiname „Iskario“ des Judas als Herkunftsbezeichnung zu interpretieren ist (→ „Isch Qerijot“ = Mann aus Kariot) - | oder doch Judas als „Sikarier“ (= „Dolchträger“ im Sinne von „Meuchelmörder“) ausweist, einer Untergruppe - | der Zeloten, kann auch ncht abschließend geklärt werden, beides erscheint möglich. - br - | Im Hinblich auf „Simon Kanaanäus“ ist aber gerade die letztere Interpretation nicht die unwahrscheinlichste, - | weil sie auch eine gewisse Erklärung geben könnte, warum ausgerechnet Judas zum Verräter wurde. - p.card-text - | Festzuhalten bleibt, dass Jesus offenbar ganz unterschiedliche Personen mit unterschiedlichen Hoffnungen anziehen konnte; - br - | sicher hat er – gerade als Messias durch seinen Tod am Kreuz – nicht alle Hoffnungen erfüllen können, - | wie das Kreuz unter einigen Jesus-Jüngern ja auch nachösterlich zum „Ärgernis“ geworden ist (→ Mk 1,34-49). + ul.card-text + li + | Die wenigsten Apostel spielen im Evangelium eine Rolle; + br + | als Markus sein Evangelium schreibt, ist der Kreis als solcher und sind die meisten seiner Glieder längst nur noch Erinnerung. + li + | Petrus und Andreas sowie Jakobus und Johannes sind uns als Fischer mittlerweile bekannt; + br + | auch die restlichen Apostel dürften eher aus dem „normalen“ bis „einfachen“ Volk stammen – zu bedenken ist allerdings das + | zur Herkunft von Jakobus und Johannes Gesagte (→ Philipperhymnus). + li + | Auffällig ist, dass etwa auch eine „Simon Kananäus“ (=„Simon, der Zelot“) zum Apostelkreis, + | also zum engsten Kreis um Jesus zählte. + br + | Er gehörte – so legt es sein Beiname nahe – offensichtlich der Gruppe der Zeloten an, einer militanten Gruppe, + | die durchaus mit Gewalt einen Umsturz in Israel wollte. + br + | Inwieweit er seine Ansichten durch sein Jüngersein angepasst hat oder seine Hoffnungen als Angehöriger der militanten Zeloten auf + | den (in der Überlieferung eher friedliebenden) Jesus gesetzt hat (und dann vielleicht von ihm enttäuscht wurde), + | wissen wir nicht und dies gehört in den Bereich der Spekulation. – Bemerkenswert ist seine Zugehörigkeit zu den Aposteln aber allemal. + li + | Ob der Beiname „Iskariot“ des Judas als Herkunftsbezeichnung zu interpretieren ist (→ „Isch Qerijot“ = Mann aus Kariot) + | oder doch Judas als „Sikarier“ (= „Dolchträger“ im Sinne von „Meuchelmörder“) ausweist, einer Untergruppe + | der Zeloten, kann auch nicht abschließend geklärt werden, beides erscheint möglich. + br + | Im Hinblick auf „Simon Kananäus“ ist aber gerade die letztere Interpretation nicht die unwahrscheinlichste, + | weil sie auch eine gewisse Erklärung geben könnte, warum ausgerechnet Judas zum Verräter wurde. + li + | Festzuhalten bleibt, dass Jesus offenbar ganz unterschiedliche Personen mit unterschiedlichen Hoffnungen anziehen konnte; + br + | sicher hat er – gerade als Messias durch seinen Tod am Kreuz – nicht alle Hoffnungen erfüllen können, + | wie das Kreuz unter einigen Jesus-Jüngern ja auch nachösterlich zum „Ärgernis“ geworden ist (→ Mk 1,34-49). .card.slide.border-primary.mb-3 @@ -265,23 +647,96 @@ block content h6.card-subtitle.text-muted | Judas und der ehedem Aussätzige – ähnlich und doch ganz anders hr - p.card-text - | In der Mitte der konzentrischen Gliederung ist es der Aussätzige, der trotz Verbot verkündet – allerdings - | mit dem positiven Aspekt, dass Jesus, wiewohl mittlerweile durch die Berührung des „Aussätzigen“ selbst „Aussätziger“, - | von Leuten „von überallher“ aufgesucht wird. - br - | Man bedenke: als der ehedem Aussätzige seine Verkündigung beginnt, hat der „Austausch“ schon stattgefunden, ist Jesus „schon tot“. - p.card-text - | Judas dagegen wird – wiewohl autorisierter Apostel – zum Verräter, der zu Jesu Tod aktiv beiträgt. - p.card-text - | Der eine wird zum Verkünder der Frohen Botschaft von Jesu Tod zum Heil der Menschen („Austausch“), - br - | der andere hat das (die Menschen erlösende) Unheil, das über Jesus hereinbricht, mit verursacht - | und dabei eine ganz eigenwillige Rolle gespielt (vgl. Mk 14,17-22); - br - | in diesem Sinne ist auch das „ausgeliefert“ zu verstehen, zwar terminus technicus für die Passion Jesu – letztlich die erlösende Preisgabe des Sohnes durch Gott –, - | diesmal aber gerade nicht passivum divinum. - | (Lukas verändert vielleicht an dieser Stelle bewusst zum „Verräter“, s. u.) + ul.card-text + li + | In der Mitte der konzentrischen Gliederung ist es der Aussätzige, der trotz Verbot verkündet – allerdings + | mit dem positiven Aspekt, dass Jesus, wiewohl mittlerweile durch die Berührung des „Aussätzigen“ selbst „Aussätziger“, + | von Leuten „von überallher“ aufgesucht wird. + br + | Man bedenke: als der ehedem Aussätzige seine Verkündigung beginnt, hat der „Austausch“ schon stattgefunden, ist Jesus „schon tot“. + li + | Judas dagegen wird – wiewohl autorisierter Apostel – zum Verräter, der zu Jesu Tod aktiv beiträgt. + li + | Der eine wird zum Verkünder der Frohen Botschaft von Jesu Tod zum Heil der Menschen („Austausch“), + br + | der andere hat das (die Menschen erlösende) Unheil, das über Jesus hereinbricht, mit verursacht + | und dabei eine ganz eigenwillige Rolle gespielt (vgl. Mk 14,17-22); + br + | in diesem Sinne ist auch das „ausgeliefert“ zu verstehen, zwar terminus technicus für die Passion Jesu – letztlich die erlösende Preisgabe des Sohnes durch Gott selbst –, + | diesmal aber gerade nicht passivum divinum. + | (Lukas verändert vielleicht an dieser Stelle bewusst zum „Verräter“, s. u.) + + + .card.slide.border-primary.mb-3 + .card-body + h5.card-title Die Zwölf als wirkmächtige Multiplikatoren Jesu ↔ „zeig dich dem Priester“ + hr + ul.card-text + li + | Den Zwölf wird perspektivisch eine aktive Rolle zugewiesen, + | nicht zuletzt auch die Vollmacht, Dämonen auszutreiben. + li + | Im Gegensatz dazu erhält der Priester in der Mitte der konzentrischen Gliederung + | nur eine bestätigende Funktion; beim eigentlichen Heilsgeschehen ist er zum Zuschauer degradiert. + li + | Mk 1,44 spielt auf Gal 4,4-6 an: die Heilung des „Aussätzigen“ „erzählt“ den Freikauf vom Fluch des jüdischen Gesetzes, + | das ohnmächtig darin war, Heil zu vermitteln, vielmehr alle mit einem tödlichen Fluch belegt hatte; + br + | der Freikauf vom Fluch des Gesetzes aber impliziert – so die paulinisch(-markinische) Interpretation – das Ende des Zeitalters des jüdischen Gesetzes insgesamt. + li + | Diese Ohnmacht des jüdischen Gesetzes ist – so liegt es im Gegenüber zur durch Jesus an die Zwölf verliehenen Vollmacht nahe – auszudehnen + | auf die anderen jüdischen Institutionen der Heilsvermittlung: die Priester, die Opfer, den Tempel. + br + | Auch sie sind an ihr Ende gekommen. + li + | Heilsvermittlung geschieht vollmächtig von Jesus – seinem Tod und seiner Auferstehung – her künftig (allein) durch die von + | Jesus beauftragten Apostel (in einem weiteren Sinn, s. o.), die aufgrund dieser Vollmacht im Gegensatz zum jüdischen Gesetz + | und den anderen jüdischen „Heils“-Institutionen tatsächlich Dämonen austreiben können, + | weil Christus in seinem Fluchtod am Kreuz vom tödlichen Fluch des jüdischen Gesetzes befreit hat. + li + | Perspektivisch ist mit der Aussendung der Jünger – als Gegenüber zum Kommen der Leute „von überallher“ – + | die Aussendung „nach überallhin“ im Blick, gerade auch zu den Heiden im Sinne einer gesetzesfreien Heidenmission. + + + .card.slide.border-primary.mb-3 + .card-body + h5.card-title „Austausch“ + hr + ul.card-text + li In der Erzählung von der Heilung des „Aussätzigen“ ist der „Austausch“ zwischen Jesus und dem „Aussätzigen“ ein zentrales Element. + li + | Damit verbindet sich zum einen die Beinamensgebung vor allem bei Petrus, wird dieser doch ab „jetzt“ so genannt statt dem bisherigen Simon. + li + | Damit verbindet sich zum anderen auch der „Austausch“ des „Kommens“ der Zwölf zu Jesus auf den Berg und des Mit-Jesus-Seins + | mit dem perspektivischen Ausgesendetwerden der Zwölf. + br + | In Verbindung mit der Mitte der konzentrischen Gliederung wird dies ergänzt um den „Austausch“ des Kommens der Leute „von überallher“ + | zu Jesus mit dem perspektivischen Ausgesendetwerden der Zwölf nach „überallhin“. + li + | Ferner ist ein perspektivischer personeller „Austausch“ zu nennen: nach Tod und Auferstehung Jesu führen die Zwölf sein Wirken fort. + br + | Dieser ist hier in Verbindung mit der Mitte der konzentrischen Gliederung abgebildet, + br + | insofern dort Jesus heilt, während künftig die Apostel Dämonen austreiben sollen, + br + | und ferner dort der Geheilte – der mit Jesus den „Platz getauscht“ hat – verkündet, was künftig auch die Zwölf tun sollen. + br + | Diesem perspektivischen personellen „Austausch“ entspricht, dass sich der Wille Jesu in der Mitte der konzentrischen Gliederung + | auf die Heilung des „Aussätzigen“ bezieht – sein eigenes Tätigwerden zum Heil der Menschen –, + | am unteren Ende der konzentrischen Gliederung dagegen auf jene, die er zu sich ruft, + | um sie dann perspektivisch u. a. zur Dämonenaustreibung auszusenden. + li + | Schließlich ist – in der Verbindung Mitte und unteres Ende der konzentrischen Gliederung – + | noch zu nennen, dass der Geheilte mit seiner eigentlich untersagten Verkündigung + | (nach dem im Tod am Kreuz vollzogenen „Austausch“) dafür sorgt, dass Menschen + | im positiven Sinne zu Jesus kommen, + br + | während der eigentlich direkt von Jesus ausgewählte Judas Iskariot dafür sorgen wird, + | dass Menschen zu Jesus kommen, die ihn verhaften (→ „der ihn dann ausgeliefert hat“) und dann dessen Tötung am Kreuz betreiben. + br + | Dabei gibt es einen weiteren „Austausch“: Während in der Erzählung von der Heilung des „Aussätzigen“ der Wille Jesu + | hervorgehoben wird, den „Aussätzigen“ zu heilen – effektiv also am Kreuz für ihn zu sterben –, + | wird bei der Erwählung des Judas Iskariot dessen Schuld am Tod Jesu herausgestellt. .card.slide.border-primary.mb-3 .card-body @@ -438,4 +893,180 @@ block content | In der Apostelgeschichte wird diese „familiäre“ Anordnung wieder aufgelöst und die Brüder erscheinen | als „gemischtes Doppel“, wie auch die anderen Namen in neuen Paarungen erscheinen. li - | Im Matthäusevangelium werden weiters die Positionen von Matthäus und Thomas vertauscht. \ No newline at end of file + | Im Matthäusevangelium werden weiters die Positionen von Matthäus und Thomas vertauscht. + p.card-text.mb-0 + b Zur Namensliste bei Markus + ul.card-text + li + | Die Umstellung der Söhne des Zebedäus zwischen Petrus und Andreas – die als Brüder unschön getrennt werden – + | geht wohl auf Markus zurück, + | da Petrus, Jakobus und Johannes auch an anderen Stellen im Evangelium eine besondere Rolle spielen: + br + | sie und nur sie von den Aposteln nämlich sind dabei bei der Auferweckung der Tochter des Jairus, bei der Verklärung und in Getsemani. + li + | Der Betonung dieser Dreiergruppe dient auch die Erwähnung der besonderen (Bei-)Namensgebung nur bei diesen dreien. + li + | Sehr wahrscheinlich liegt hier eine Reminiszenz an die „Säulen der Gemeinde“ in Gal 2,9 vor, + | zu denen Kephas = Petrus, Johannes und Jakobus zählen, wobei allerdings jener Jakobus nicht der Bruder des Johannes ist, + | sondern der Herrenbruder. Aber die Namensgleichheit ist sehr auffällig, zumal Markus ja unter anderem den Galaterbrief für sein + | Evangelium benutzt. + li + | Ab Mk 3,16 wird Petrus konsequent bei diesem Namen genannt, bis dahin konsequent mit dem Namen Simon. + br + | Vielleicht ein Hinweis darauf, dass auch Petrus erst von Ostern her seine wirkliche Funktion hat; + br + | dafür sprechen auch das Versagen Petri bei der Passion und der Neuansatz mit Mk 16,7, der auf die Berufung in Mk 1,16-20 verweist. + + .card.slide.border-primary.mb-3 + .card-body + h5.card-title Paulus, der „Aussätzige“ + h6.card-subtitle.text-muted Eine besondere Deutung des „Aussätzigen“ in der aktuellen konzentrischen Gliederung + hr + ul.card-text + li + | Schon bei der Betrachtung der Betonung des ausdrücklichen Willens Jesu bei der Berufung der Zwölf kam Paulus + | und kamen seine Ausführungen hinsichtlich seiner Berufung in seinem Brief an die Galater in den Blick. + li + | Dabei betont er auch – siehe das Zitat oben –, dass er „nicht sogleich nach Jerusalem hinauf zu denen, die vor mir Apostel waren“, ging (Gal 1,17). + br + | Der „Aussätzige“ geht nach seiner Heilung entgegen der Weisung Jesu nicht zum Priester, sondern beginnt eine eigene Verkündigungstätigkeit. + br + | Insofern der Priester den Tempel und der Tempel wiederum Jerusalem assoziiert, könnte das – wieder einmal sehr subtil – eine Anspielung + | auf jene Aussage des Paulus sein – gerade auch vor dem Hintergrund, dass in der Liste der Zwölf die drei „Säulen“ in Jerusalem nach Gal 2,9 + | (wenn auch mit dem „falschen“ Jakobus) prominent am Anfang genannt und durch die Beinamensgebung besonders hervorgehoben sind. + br + | Indem Paulus betont, dass er nicht nach Jerusalem gegangen sei, wehrt er sich offenbar dagegen, + | dass seine Verkündigungstätigkeit als abhängig von den „Säulen“ in Jerusalem hingestellt wird und diese + | den Inhalt seiner Verkündigung bestätigen müssten: + br + | er weist ihre „Bestätigungsfunktion“ genauso zurück, wie der geheilte „Aussätzige“ die „Bestätigungsfunktion“ + | des Priesters ignoriert. + li + | Dies alles bemerkt, kann in der Gegenüberstellung der Zwölf mit dem „Aussätzigen“ recht gut der „Aussätzige“ auf Paulus durchsichtig werden, + | wenn man das erweiterte Ur-Bekenntnis des Christentums nach 1 Kor 15 heranzieht: + br + q.bibeltext + | 3 ... vor allem habe ich euch überliefert, was auch ich empfangen habe: + br + | Christus ist für unsere Sünden gestorben, gemäß der Schrift, 4 und ist begraben worden. / + br + | Er ist am dritten Tag auferweckt worden, gemäß der Schrift, 5 und erschien dem Kephas [= Petrus], dann den Zwölf. + br + | 6 Danach erschien er mehr als fünfhundert Brüdern zugleich; die meisten von ihnen sind noch am Leben, einige sind entschlafen. + br + | 7 Danach erschien er dem Jakobus, dann allen Aposteln. + br + | 8 Zuletzt erschien er auch mir, gleichsam der Missgeburt. + br + | 9 Denn ich bin der Geringste von den Aposteln; ich bin nicht wert, Apostel genannt zu werden, weil ich die Kirche Gottes verfolgt habe. + | 10 Doch durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin, und sein gnädiges Handeln an mir ist nicht ohne Wirkung geblieben. + | Mehr als sie alle habe ich mich abgemüht – nicht ich, sondern die Gnade Gottes zusammen mit mir. + br + | 11 Ob nun ich verkünde oder die anderen: Das ist unsere Botschaft und das ist der Glaube, den ihr angenommen habt. + span.bibelstelle 1 Kor 15,3-11 + br + | Paulus bezeichnet sich hier selbst „gleichsam“ als „Missgeburt“ – das lässt sich sehr gut mit dem „Aussätzigen“ verbinden. + br + | Ferner ist der Berg, der bei Markus die Kulisse bietet, klassischer Ort für Erscheinungen: Mk 3,13-19 kann sehr gut mit 1 Kor 15,5 verbunden werden. + li + | Störend in dieser Deutung des „Aussätzigen“ auf Paulus wirkt allerdings zunächst das Schweigegebot Jesu, das ganz im Sinne der Gegner des Paulus + | im Brief an die Galater wäre. + br + | Doch dies ist auch ein Schlüssel zum Verständnis: + br + | Denn es spricht hier der „Sohn Gottes, ... dem Gesetz unterstellt“, daher ist das Schweigegebot hier zu relativieren. + br + | Hier spricht nicht eigentlich Jesus, sondern sprechen die „Säulen“ in Jerusalem, auf die die Namen Petrus, Jakobus und Johannes + | zu Beginn der Zwölferliste hinweisen (siehe oben) – ein „Austausch“ ganz eigener Art, der perfekt in das Motiv „Austausch“ + | rund um den „Aussätzigen“ passt. + br + | Diese „Säulen“ in Jerusalem wollen Paulus – angeblich, teils auch realiter – + | an der gesetzesfreien Heidenmission hindern, an das Gesetz binden, wie der „Aussätzige“ hier an das Gesetz gebunden wird. + br + | Wie Paulus sich dem widersetzt und – erfolgreich! – gesetzesfreie Heidenmission betreibt, so geschieht auch + | das erfolgreiche Verkündigungshandeln des ehedem „Aussätzigen“ im Widerspruch zur Bindung an das Gesetz. + br + | Zu bedenken ist ja auch, dass es sich hier um das einzige Schweigegebot im ganzen Evangelium handelt, das gebrochen wird, + | und der Bruch auf das Ganze gesehen eher positiv als negativ zu sehen ist; + | die hier beschriebenen Zusammenhänge geben eine sehr plausible Erklärung dafür. + li + | Mit dem „Aussätzigen“ auf Paulus gedeutet bekommt auch die jeweilige Hervorhebung des Willens Jesu + | eine eigene Bedeutung: so, wie er die 12 ausdrücklich will, will er auch ausdrücklich die Heilung des „Aussätzigen“; + | damit wird dieser – ganz im Sinne des Paulus im Galaterbrief – jenen gleichgestellt. + li + | Ein weiteres Element passt gut in diese Deutung: + br + | Es ist ja in besonderer Weise Paulus, der das Kreuz Christi betont, das ein „Ärgernis“ ist für judaisierende Christen, + | die Kreuzestod und jüdisches Gesetz harmonisieren wollen, was nach Paulus nicht geht. + br + | So verkündet er in besonderer Weise, dass Jesus ein „Aussätziger“ geworden ist, um der Menschheit das Heil zu bringen. + br + | Ja mehr noch, während Paulus in seiner vorchristlichen Zeit ein glühender Anhänger des jüdischen Gesetzes war – „rein“ aus + | der Sicht des Gesetzes –, ist er zu einem Feind des jüdischen Gesetzes geworden, was dessen Heilsbedeutung anbelangt; + | damit ist er – aus Sicht der judaisierenden Christen – selber zu einem „Aussätzigen“ geworden, während er es vorher + | nicht war. – Wieder ein „Austausch“ ganz eigener Art, analog zu Jesus. + br + | In der eigenen rückblickenden Einschätzung des Paulus ist es aber so, dass er im Blick auf Gott von einem „Aussätzigen“ + | zu einem „Reinen“ wurde, wie der „Aussätzige“ in der Erzählung. + br + | Als Hintergrund mag hier aus + span.bibelstelle Phil 3,5-14 + | zitiert sein, in Ergänzung zu 1 Kor 15, 9 (siehe oben): + br + q.bibeltext + | 5 Ich wurde am achten Tag beschnitten, bin aus Israels Geschlecht, vom Stamm Benjamin, ein Hebräer von Hebräern, nach dem Gesetz ein Pharisäer; + br + | 6 ich verfolgte voll Eifer die Kirche + br + | und war untadelig gemessen an der Gerechtigkeit, die im Gesetz gefordert ist. + br + | 7 Doch was mir ein Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Verlust gehalten. + br + | 8 Ja noch mehr: Ich halte dafür, dass alles Verlust ist, weil die Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, alles überragt. + br + | Seinetwegen habe ich alles aufgegeben und halte es für Unrat, um Christus zu gewinnen 9 und in ihm erfunden zu werden. + br + | Nicht meine Gerechtigkeit will ich haben, die aus dem Gesetz hervorgeht, sondern jene, die durch den Glauben an Christus kommt, die Gerechtigkeit, die Gott schenkt aufgrund des Glaubens. + br + | 10 Christus will ich erkennen und die Macht seiner Auferstehung und die Gemeinschaft mit seinen Leiden, indem ich seinem Tod gleich gestaltet werde. + br + | 11 So hoffe ich, auch zur Auferstehung von den Toten zu gelangen. + br + | 12 Nicht dass ich es schon erreicht hätte oder dass ich schon vollendet wäre. + br + | Aber ich strebe danach, es zu ergreifen, weil auch ich von Christus Jesus ergriffen worden bin. + br + | 13 Brüder und Schwestern, ich bilde mir nicht ein, dass ich es schon ergriffen hätte. + br + | Eines aber tue ich: Ich vergesse, was hinter mir liegt, und strecke mich nach dem aus, was vor mir ist. + br + | 14 Das Ziel vor Augen, jage ich nach dem Siegespreis: der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus. + li + | Ein weiterer Erzählzug beginnt neu zu schillern, wenn man den „Aussätzigen“ mit Paulus identifiziert, + | und zwar die Beinamensgebung an Simon, der den Beinamen Petrus erhält. + br + | Denn „Paulus“ ist der griechische Beiname jenes Mannes, der im jüdischen Kontext – mit eigentlichem Namen – „Saul“ heißt. + br + | Damals war es üblich, dass Juden – vor allem jene, die im Auslands-Kontext tätig waren, neben einem typisch jüdischen Namen + | auch einen griechischen tragen, der recht ähnlich klingt. + br + | In seinen Briefen verwendet Paulus nur diesen Namen; aus der Apostelgeschichte wissen wir aber, dass Paulus als jüdischen Namen + | Saul(us) trägt; sicher ist dies „allgemeine Tradition“ im frühen Christentum. + br + | Nur hat Paulus offenbar seinen jüdischen Namen im Kontext seines Wirkens als christlicher Verkünder „zurückgelassen“, + | in diesem Sinne ist aus Saulus Paulus geworden, wie hier aus Simon Petrus wird. + br + | Bemerkenswert ist dabei, dass die Anfangsbuchstaben jeweils übereinstimmen: + ul.card-text + li Simon → Petrus + li Saul(us) → Paulus + | Wahrscheinlich will Markus diesen Namenswechsel des Petrus im „Aussätzigen“ als Saulus/Paulus eingetragen wissen, + | bzw. unterstreicht dies die Deutung des „Aussätzigen“ auf Paulus. + li + | Wieder wird deutlich, dass die Erzählungen im Markus-Evangelium schillern und subtile Anspielungen bieten, + | je auch nach aktueller konzentrischer Gliederung, + | wie etwa das Netz bei der Berufung der ersten vier Apostel klar das Fischernetz ist, durch andere Verbindungen aber + | das jüdische Gesetz meint. + + + \ No newline at end of file