From c289c6396018b3249ac2e501b8b4465f9714e7f7 Mon Sep 17 00:00:00 2001 From: Peter Fischer Date: Mon, 21 Feb 2022 21:19:12 +0100 Subject: [PATCH] Mk/Neuheit --- views/nt/ev/mk/getauft/neuheit.pug | 1535 ++++++++++++++++++++++++++-- 1 file changed, 1440 insertions(+), 95 deletions(-) diff --git a/views/nt/ev/mk/getauft/neuheit.pug b/views/nt/ev/mk/getauft/neuheit.pug index 61bcbc8..d3974fc 100644 --- a/views/nt/ev/mk/getauft/neuheit.pug +++ b/views/nt/ev/mk/getauft/neuheit.pug @@ -3,7 +3,7 @@ include ../mixins block content - .card.mb-3.konzentr-8 + .card.mb-1.konzentr-7 .card-body.gliederung h5.card-title | Inhaltsangabe/Überschrift @@ -11,62 +11,1483 @@ block content | Himmlischer Sendungsbeschluss h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,1-3 - .card.mb-3.konzentr-7 + .card.mb-1.konzentr-6 .card-body.gliederung - h5.card-title Johannes in der Wüste: Seine Taufe und seine Ankündigung des Kommenden - h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,4-8 + h5.card-title + | Johannes in der Wüste: Die Verkündigung der Taufe zur Vergebung der Sünden und die Ankündigung des kommenden Stärkeren + br + | Die Taufe Jesu: Tod und Auferstehung Jesu als Wendepunkt der Heilsgeschichte + h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,4-7.9-11 - .card.mb-3.konzentr-6 - .card-body.gliederung - h5.card-title Taufe Jesu - h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,9-11 - - .card.mb-3.konzentr-5 + .card.mb-1.konzentr-5 .card-body.gliederung h5.card-title Die Versuchung Jesu h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,12-13 - .card.mb-3.konzentr-4 + .card.mb-1.konzentr-4 .card-body.gliederung h5.card-title Johannes tritt ab, Jesus tritt auf: Eröffnungsruf des Wirkens Jesu: Das Reich Gottes ist zum Greifen nahe! h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,14-15 - .card.mb-3.konzentr-3 + .card.mb-1.konzentr-3 .card-body.gliederung h5.card-title Die Berufung der ersten Jünger h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,16-20 - .card.mb-3.konzentr-2 + .card.mb-1.konzentr-2 .card-body.gliederung h5.card-title Die neue Lehre in der Synagoge: Jesus gekommen, um Satan/die Dämonen ins Verderben zu stürzen h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,21-28 - .card.mb-3.konzentr-1 + .card.mb-1.konzentr-1 .card-body.gliederung h5.card-title Die Heilung der Schwiegermutter des Petrus, die (daraufhin!) Jesus dient h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,29-31 - .card.mb-3.konzentr-2 + .card.mb-1.konzentr-2 .card-body.gliederung h5.card-title Die ganze Stadt vor der Tür; Jesus heilt und treibt Dämonen aus h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,32-34 - .card.mb-3.konzentr-3 + .card.mb-1.konzentr-3 .card-body.gliederung h5.card-title Rückzug und Suche, Ansage des neuen Aufbruches: „Dazu bin ich gekommen ...“ h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,35-38 - .card.mb-3.konzentr-4 + .card.mb-1.konzentr-4 .card-body.gliederung h5.card-title Erneuter Aufbruch (ganz Galiläa, Verkündigung in Synagogen, Dämonenaustreibungen) h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,39 - .card.mb-3.konzentr-5 + .card.mb-1.konzentr-5 .card-body.gliederung h5.card-title Die Heilung des Aussätzigen h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,40-45 - .card.mb-3.konzentr-6 + .card.mb-1.konzentr-6 + .card-body.gliederung + h5.card-title Jesus heilt den Gelähmten + h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-1 Mk 2,1-12 + p.card-text + q Wie Gott Christus auferweckt hat, so auch ihr: In der Neuheit des Lebens wandeln + + .card.mb-1.konzentr-7 + .card-body.gliederung + h5.card-title + | Jesus geht am Ufer des Sees entlang; Scharen kommen und Jesus verkündet + br + | Die Berufung des Zöllners Levi + h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,13.14 + + + .slide.mb-3 + hr + p.card-text.mb-0.konzentr-7.bibeltextkonzentr + | 1 Anfang des Evangeliums Jesu Christi, Sohn (eines) Gottes. + br + | 2 Wie geschrieben steht beim Propheten Jesaja: + br + q Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der einen Weg bahnen wird. + br + q 3 Stimme eines Rufers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn! Macht gerade seine Straßen! + p.card-text.mb-0.konzentr-6.bibeltextkonzentr + | 4 So trat Johannes der Täufer in der Wüste auf und verkündete eine Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden. + br + | 5 Ganz Judäa und alle Einwohner Jerusalems zogen zu ihm hinaus; + br + | sie bekannten ihre Sünden und ließen sich im Jordan von ihm taufen. + br + | 6 Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften + br + | und er lebte von wildem Honig. + br + | 7 Er verkündete: + q + | Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich; + br + | ich bin es nicht wert, mich zu bücken und ihm die Riemen der Sandalen zu lösen. + br + | 8 Ich habe euch mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen. + p.card-text.mb-0.konzentr-6.bibeltextkonzentr + | 9 Und es geschah in jenen Tagen, da kam Jesus aus Nazareth in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. + br + | 10 Und sogleich, als er aus dem Wasser stieg, sah er, + br + | dass der Himmel aufriss und der Geist wie eine Taube in ihn hineinkam. + br + | 11 Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: + q Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden. + p.card-text.mb-0.konzentr-5.bibeltextkonzentr + | 12 Und sogleich trieb der Geist Jesus in die Wüste. + br + | 13 Jesus blieb vierzig Tage in der Wüste und wurde vom Satan in Versuchung geführt. + br + | Er lebte bei den wilden Tieren und die Engel dienten ihm. + p.card-text.mb-0.konzentr-4.bibeltextkonzentr + | 14 Nachdem Johannes ausgeliefert worden war, ging Jesus nach Galiläa; + br + | er verkündete das Evangelium Gottes + br + | 15 und sprach: + q + | Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. + br + | Kehrt um und glaubt an das Evangelium! + p.card-text.mb-0.konzentr-3.bibeltextkonzentr + | 16 Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, den Bruder des Simon, + | die auf dem See ihre Netze auswarfen; sie waren nämlich Fischer. + br + | 17 Da sagte er zu ihnen: + q + | Kommt her, mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. + br + | 18 Und sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm nach. + br + | 19 Als er ein Stück weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; + | sie waren im Boot und richteten ihre Netze her. + br + | 20 Sogleich rief er sie und sie ließen ihren Vater Zebedäus mit seinen Tagelöhnern im Boot zurück und folgten Jesus nach. + + p.card-text.mb-0.konzentr-2.bibeltextkonzentr + | 21 Sie kamen nach Kafarnaum. Am folgenden Sabbat ging er in die Synagoge und lehrte. + br + | 22 Und die Menschen waren voll Staunen über seine Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, nicht wie die Schriftgelehrten. + br + | 23 In ihrer Synagoge war ein Mensch, der von einem unreinen Geist besessen war. + br + | Der begann zu schreien: + br + q + | 24 Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret? + br + | Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen? + br + | Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes. + br + | 25 Da drohte ihm Jesus: + br + q + | Schweig und verlass ihn! + br + | 26 Der unreine Geist zerrte den Mann hin und her und verließ ihn mit lautem Geschrei. + br + | 27 Da erschraken alle und einer fragte den anderen: + br + q + | Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht: Sogar die unreinen Geister gehorchen seinem Befehl. + br + | 28 Und sein Ruf verbreitete sich rasch im ganzen Gebiet von Galiläa. + + p.card-text.mb-0.konzentr-1.bibeltextkonzentr + | 29 Sie verließen sogleich die Synagoge und gingen zusammen mit Jakobus und Johannes in das Haus des Simon und Andreas. + br + | 30 Die Schwiegermutter des Simon lag mit Fieber im Bett. + br + | Sie sprachen sogleich mit Jesus über sie + br + | 31 und er ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf. + br + | Da wich das Fieber von ihr und sie diente ihnen. + p.card-text.mb-0.konzentr-2.bibeltextkonzentr + | 32 Am Abend, als die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus. + br + | 33 Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt + br + | 34 und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten, und er trieb viele Dämonen aus. + br + | Und er verbot den Dämonen zu sagen, dass sie wussten, wer er war. + p.card-text.mb-0.konzentr-3.bibeltextkonzentr + | 35 In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten. + br + | 36 Simon und seine Begleiter eilten ihm nach, + br + | 37 und als sie ihn fanden, sagten sie zu ihm: + br + q Alle suchen dich! + br + | Er antwortete: + br + q + | Lasst uns anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort verkündet; + br + | denn dazu bin ich gekommen. + p.card-text.mb-0.konzentr-4.bibeltextkonzentr + | 39 Und er zog durch ganz Galiläa, verkündete in ihren Synagogen und trieb die Dämonen aus. + p.card-text.mb-0.konzentr-5.bibeltextkonzentr + | 40 Ein Aussätziger kam zu Jesus und bat ihn um Hilfe; er fiel vor ihm auf die Knie und sagte: + br + q Wenn du willst, kannst du mich rein machen. + br + | 41 Jesus hatte Mitleid mit ihm; + br + | er streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte: + br + q Ich will – werde rein! + br + | 42 Sogleich verschwand der Aussatz und der Mann war rein. + br + | 43 Jesus schickte ihn weg, wies ihn streng an 44 und sagte zu ihm: + br + q Sieh, dass du niemandem etwas sagst, sondern geh, zeig dich dem Priester und bring für deine Reinigung dar, was Mose festgesetzt hat – ihnen zum Zeugnis. + br + | 45 Der Mann aber ging weg und verkündete bei jeder Gelegenheit, was geschehen war; + br + | er verbreitete die Geschichte, so dass sich Jesus in keiner Stadt mehr zeigen konnte; + br + | er hielt sich nur noch an einsamen Orten auf. + br + | Dennoch kamen die Leute von überallher zu ihm. + p.card-text.konzentr-6.bibeltextkonzentr.mb-0 + | 2,1 Als er nach einigen Tagen wieder nach Kafarnaum hineinging, wurde bekannt, dass er im Hause war. + br + | 2 Und es versammelten sich so viele Menschen, dass nich einmal mehr vor der Tür Platz war; + br + | und er verkündete ihnen das Wort. + br + | 3 Da brachte man einen Gelähmten zu ihm, von vier Männern getragen. + br + | 4 Weil sie ihn aber wegen der vielen Leute nicht bis zu Jesus bringen konnten, + br + | deckten sie dort, wo Jesus war, das Dach ab, schlugen die Decke durch und ließen den Gelähmten auf seiner Liege durch die Öffnung hinab. + br + | 5 Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten: + br + q Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben! + br + | 6 Einige Schriftgelehrte aber, die dort saßen, dachten in ihrem Herzen: + br + q + | 7 Wie kann dieser Mensch so reden? Er lästert Gott. + br + | Wer kann Sünden vergeben außer dem einen Gott? + br + | 8 Jesus erkannte sogleich in seinem Geist, dass sie so bei sich dachten, und sagte zu ihnen: + br + q + | Was für Gedanken habt ihr in euren Herzen? + br + | 9 Was ist leichter, zu dem Gelähmten zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben? + br + | oder zu sagen: Steh auf, nimm deine Liege und geh umher? + br + | 10 Damit ihr aber erkennt, dass der Menschensohn die Vollmacht hat, auf der Erde Sünden zu vergeben – + br + | sagte er zu dem Gelähmten: + br + q 11 Ich sage dir: Steh auf, nimm deine Liege und geh nach Hause! + br + | 12 Er stand sofort auf, nahm seine Liege und ging vor aller Augen weg. + br + | Da gerieten alle in Staunen; + br + | sie priesen Gott uns sagten: + br + q So etwas haben wir noch nie gesehen. + p.card-text.konzentr-7.bibeltextkonzentr + | 13 Jesus ging hinaus an den See. + br + | Da kamen Scharen von Menschen zu ihm und er lehrte sie. + br + | 14 Und vorbeigehend sah er Levi, den Sohn des Alphaios, am Zoll sitzen + br + | und sagte zu ihm: „Folge mir nach!“ + br + | Da stand Levi auf und folte ihm nach. + + .card.slide.border-primary.mb-3 + .card-body + h5.card-title + q Jesus ging wieder hinaus an den See. + hr + ul.card-text + li Gemeint ist der See von Galiläa. + li Das letzt Mal war Jesus dort, als er Simon und Andreas, Jakobus und Johannes berufen hat. + li Wie noch zu zeigen sein wird, ist die folgende Berufung des Levi sehr ähnlich dazu aufgebaut. + + .card.slide.border-primary.mb-3 + .card-body + h5.card-title + q Da kamen Scharen von Menschen zu ihm und er lehrte sie. + hr + ul.card-text + li Eine bekannte Szenerie: rund um Jesus versammeln sich viele Menschen, und Jesus lehrt sie. + li + | Der Inhalt der Lehre bleibt wieder(!) unbestimmt; + br + | so kann sich diese Bemerkung mit verschiedenen konkreten Lehrinhalten verbinden. + li + | Grundlegend geht es um das „Evangelium Jesu Christi“, das am oberen Ende der konzentrischen Gliederung genannt ist + | und sich mit der Notiz der Lehrtätigkeit Jesu organisch verbindet. + li + | So ist schon in sich durch den Leser eine inhaltliche Füllung der Lehrtätigkeit Jesu möglich. + br + | Besonders ordnet sich dort aber auch die Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus in der Mitte der konzentrischen Gliederung + | ein, + br + | einerseits der dort angedeutete „Gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz“, + br + | andererseits – als „Beantwortung“ dieses Gehorsams durch Gott – + | die Aufrichtung des Menschen als Teilhabe an der Auferstehung Jesu, + | die Befreiung aus dem „Gesetz der Sünde und des Todes“, wie dies dann auch mit Levi bebildert sein wird (s. u.). + + .card.slide.border-primary.mb-3 + .card-body + h5.card-title + q Und vorübergehend sah er Levi ... + hr + ul.card-text + li + | Die Einheitsübersetzung schreibt hier: „Als er weiterging, sah er Levi.“ + br + | Doch im griechischen Text des Neuen Testamentes ist eindeutig von „vorübergehen“ die Rede. + li + | Damit könnte an den „Vorübergang des Herrn“ im Buch Exodus am Abend der Befreiung aus der Sklaverei in Ägpyten (→ Pessach-Mahl) + | angeknüpft sein. + br + | Es ist ein „Vorübergang“ der strafenden Macht Gottes, der an den Israeliten – die ihre Haustüren gemäß göttlicher Weisung + | mit dem Blut der Pessach-Lämmer beschmiert hatten – verschonend verübergeht, während er bei den Ägyptern die Erstgeborenen tötet, + | nachdem sich der Pharao bisher geweigert hatte, die Israeliten ziehen zu lassen. + li + | Angesichts dessen, dass im Kontext des Vorübergehens Jesu Levi in die Nachfolge berufen wird, dessen Aufstehen zum Eintritt in die Nachfolge aber + | mit der Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus aus Fieber zu verbinden ist – + | im Sinne der Befreiung aus Sünde und Tod –, + br + | erscheint diese Deutung des „Vorübergangs des Herrn“ (mit Herr = Jesus) nicht + | zu weit hergeholt (siehe auch unten zum Namen des Vaters des Levi!). + li + | In diesen Kontext lässt sich auch das Sehen Jesu einordnen, das sich hier auf Levi richtet, wie es sich bei der Berufung der vier Erstberufenen + | auf auch diese bezogen hatte. + br + | Denn der Exodus aus Ägypten „beginnt“ effektiv mit der Selbstvorstellung Gottes vor Mose, bei dem das Sehen Gottes eine tragende Rolle spielt: + br + q.bibeltext + | 7 Der HERR sprach: + br + q + i Ich habe das Elend meines Volkes in Ägypten gesehen + br + | und ihre laute Klage über ihre Antreiber habe ich gehört. + br + | Ich kenne sein Leid. + br + | Ich bin herabgestiegen, um es der Hand der Ägypter zu entreißen und aus jenem Land hinaufzuführen in ein schönes, weites Land, + | in ein Land, in dem Milch und Honig fließen ... + span.bibelstelle Ex 3,7-8 + br + | Diese Stelle lässt sich auf das Befreiungshandeln Gottes in Jesus Christus übertragen, in welchem Gott auf einzeigartige Weise + | „herabgestiegen“ ist (→ Philipperhymnus u. ö.). + br + | Man beachte auch, dass Jesus in der Erzählung zuvor den Geheilten „nach Hause“ geschickt hat, während in Ex 3,7-8 + | dem Volk Israel eine neue (alte) Heimat verheißen wird. + + .card.slide.border-primary.mb-3 + .card-body + h5.card-title + q Levi, den Sohn des Alphaios + hr + ul.card-text + li + | In den deutschen Bibelübersetzung wird der Vater des Levi meist mit „Alphäus“ angegeben. + br + | Das ist nicht falsch, aber es stimmt nicht ganz mit dem überein, was im griechischen Text des Neuen Testamentes steht. + br + | Dort steht: „Levi, den (Sohn) des Alphaios“. [Das Wort „Sohn“ ist ausgelassen und muss ergänzt werden.] + li + | Liest man den Namen des Vaters des Levi so, erkennt man, dass „Alpha“, der erste Buchstabe des griechischen Alphabets, + | der tragende Bestandteil dieses Namens ist. + li + | Wie im Deutschen mit dem „A“, verbindet sich im Griechischen auch mit dem „Alpha“ der Gedanke des Beginns, des Anfangs, + | des Ersten. + br + | Man beachte auch die Wendung „Alpha und Omega“, die im Neuen Testament auf Jesus Christus bezogen wird (Offenbarung des Johannes, + | Osterkerze!) und „Anfang und Ende“, „Erster und Letzter“ bedeutet. + li + | Dies auf Levi bzw. seinen Vater übertragen, hört man im Griechischen effektiv: + br + | „Levi, der des Ersten“; „Levi, der des Anfangs/Beginns“. + li + | Dies verbindet sich einerseits mit dem oben bereits angesprochenen vermuteten Bezug zur Pessach-Nacht, in der die Erstgeborenen Israels verschont, + | die Erstgeborenen Ägyptens dagegen getötet wurden (auch wenn „Erstgeborener“ ein anderes Wort ist). + br + | Levi kann dabei entweder selbst als Erstgeborener („Levi, der Sohn den Anfangs“) vorgestellt werden, + br + | oder als Sohn eines solchen („Levi, der Sohn des Ersten“). + br + | Wie man auch genau kombiniert, es kann hier ein Hinweis auf den Umgang mit den Erstgeborenen beim Vorübergang des Herrn in der Pessach-Nacht herausgelesen werden, + br + | mit einem interessaten Twist, wie unten noch zu zeigen sein wird. + li + | „Levi, Sohn des Ersten/Anfangs/Beginns“ verbindet sich aber eindeutig (auch) mit der Wendung „Sohn (eines) Gottes“ am oberen Ende + | der konzentrischen Gliederung, denn Gott ist „Erster“, ist „Anfang und Beginn“ schlechthin. + br + | Hier schwingt eine besondere, erhobene Stellung mit – im Hinblick auf seine Berufung und seinen + | Eintritt in die Nachfolge nicht ohne Belang. + li + | Durch seinen Eintritt in die Nachfolge Jesu wird Levi – wie schon die Söhne des Zebedäus – ein Sohn Gottes; + br + | damit bleibt er – trotz des entscheidenden Tausches menschlicher Vater → Gott – „Sohn des Ersten/Beginns/Anfangs“, + br + | aber mit ganz anderen inhaltlichen Assoziationen. + li.small + | Die Deutung des Namens „Alphaios“ und die Bezüge zur Pessach-Nacht mögen zunächst „weit hergeholt“ erscheinen. + br + | Doch ist zu beachten, dass dann, wenn die „fortschreitende Konzentrik“ das ganze Evangelium umfasst, + | die Berufung des Levi zusammen mit dem anschließenden Mahl mit den Zöllnern und Sündern dem Letzten Abendmahl Jesu gegenüberliegt. + br + | Dieses ist von Markus eindeutig vom Rahmen her als Pessach-Mahl gestaltet. + br + | Spätestens dann müssen die Bezüge zum Auszug aus Ägypten bzw. zur Pessach-Nacht, bei der es besonders um die Erstgeborenen der Israeliten + | wie der Ägypter geht, aufallen. + br + | In der Pessach-Nacht spielt – wie oben erwähnt – das Blut der Lämmer eine besondere Rolle; + br + | beim Letzten Abendmahl Jesu wird er – mit Blick auf den kreisenden Kelch – sagen: „Das ist mein Blut des Bundes.“ + br + | Dies ist einerseits auf den Bundesschluss am Sinai in Ex 24 zu beziehen (Ex 24,8: „Da nahm Mose das Blut, besprengte damit das Volk und sagte: + | Das ist das Blut des Bundes, den der HERR aufgrund all dieser Worte mit euch schließt.“), kann sich aber – besonders in jenem Gegenüber – + | auch auf das Blut der Lämmer beziehen, das beim Pessach-Mahl zum Vorübergang des Herrn an die Türpfosten geschmiert wurde. + + .card.slide.border-primary.mb-3 + .card-body + h5.card-title + | Levi, der Zöllner + h6.card-subtitle.text-muted + | Levi: Jude und Heide zugleich + hr + ul.card-text + li Der Name „Levi“ ist eindeutig jüdisch. Levi wird – was an dieser Stelle des Evangeliums anders gar nicht möglich ist – als Jude vorgestellt. + li + | Sein Beruf steht dazu im Kontrast: + ul.card-text + li + | Die Aufgabe der Zöllner ist das Einziehen der indirekten Steuern; + br + | dazu gehören die Brücken-, Markt- und Salzsteuer. + li + | Die Zöllner stehen im Dienst der von Rom abhängigen Landesfürsten – in Galiläa also des Herodes Antipas –; + br + | daher werden sie effektiv als verlängerter Arm der Besatzungsmacht Rom betrachtet. + br + | Schon allein aus diesem Grund sind sie sehr unbeliebt. + li + | Hinzu kommt, dass sie, damit sie als Zöllner arbeiten dürfen, den Zoll im Voraus für ein Jahr „pachten“ müssen. + br + | Sind sind also darauf angewiesen, dass sie durch ihre Arbeit als Zöllner mindestens das wieder erwirtschaften, + | was sie selbst schon im Voraus „nach oben“ gezahlt haben. + br + | Daher haben die Zöllner gerne entsprechend hohe Zölle verlangt, was man angesichts ihrer Vorableistung durchaus – wenigstens zum Teil – + | verstehen kann. + br + | In der Bevölkerung dagegen galten die Zöllner als jene, die sich gerne selber bereichern. Das kommt sicher nicht von ungefährt. + p.card-text.small.mb-0 + | Der Evangelist Lukas kann vom Zöllner Zachäus sagen, dass er reich war (Lk 19,2). + | Und der Fortgang dessen Berufung zeigt auch die Größe dieses Reichtums („... wenn ich von jemand zu viel gefordert habe, + | gebe ich ihm das Vierfache zurück“ [Lk 19,8]). + li + | Durch beide Elemente – Arbeit für die Römer, Selbstbereicherung – galten die Zöllner daher – schon von Berufswegen her – + | als „Sünder“, sie waren unrein. + br + | Sie waren den Heiden gleich. + li + | Damit ist Levi von seiner Herkunft her Jude, durch seinen Beruf effektiv ein Heide; + br + | er vereint beides in sich selbst. + br + | Ganz analog dazu tragen von den vier Erstberufenen zwei einen semitischen, zwei einen griechischen Namen. + li + | Wieder geht es also – in der Person des Levi – um das Eintreten aller Völker in die Nachfolge Jesu; + br + | stimmig zum aktuellen Zyklus (Mk 1,35-2,17), der in Mk 1,35-39 mit dem Aufbruch in die Völkermission begann und + | mit der Heilung des „Gelähmten“ und dem doppelten Dachabdecken „Juden und Griechen“ als gemeinsame Adressaten + | des Heilswirkens Gottes in Christus Jesus präsent macht. + li + | Hier nun aber kommen wieder die Erstgeborenen aus der Pessach-Nacht ins Spiel. + br + | Während „damals“ eine Unterscheidung vorgenommen worden war – die einen durften leben, die anderen mussten sterben – + | dürfen nun beide leben: Juden und Heiden sind gemeinsam und zu gleichen Bedingungen in die Nachfolge gerufen; + br + | siehe auch die vorausgehende Erzählung. + + + .card.slide.border-primary.mb-3 + .card-body + h5.card-title + q Folge mir nach! + br + q Da stand Levi auf und folgte Jesus nach + h6.card-subtitle.text-muted + | Das Aufstehen des Levi in die Nachfolge Jesu vor dem Hintergrund der Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus in der Mitte der konzentrischen Gliederung + hr + ul.card-text + li + | Wie die vier Erstberufenen hört auch Levi den Ruf: „Folge mir nach!“ + li + | Wie die Erstberufenen folgt auch Levi ohne Umschweife diesem Ruf, diesem Befehl Jesu. + li + | Zu beachten ist, dass in der Mitte der konzentrischen Gliederung Jesus selbst „gehorsam“ der Bitte um Heilung + | der Schwiegermutter des Petrus folgt und diese aufrichtet; + br + | hier am unteren Ende der konzentrischen Gliederung + | ist Levi dem Ruf Jesu gegenüber gehorsam. Sein Gehorsam muss als Nachfolge des Gehorsams Jesu bis zum Tod am Kreuz verstanden werden. + li + | Als Zöllner ist Levi einerseits als relativ wohlhabend vorzustellen; auch sein Name soll wohl dem Leser ein entsprechendes Signal geben. + br + | Andererseits hat er als Zöllner eine gewisse Macht über die Menschen. + br + | Sein Eintritt in die Nachfolge Jesu verbindet sich daher damit, dass er Reichtum und Macht hinter sich lässt – + | wie schon die Söhne des Zebedäus bei deren Eintritt in die Nachfolge Jesu. + br + | Der oben schon erwähnte Bezug zwischen „Jesus Christus, Sohn (eines) Gottes“ und „Levi, der (Sohn) des Ersten/Anfangs/Beginns“ + | verbindet sich mit dem Gehorsam Jesu in der Mitte der konzentrischen Gliederung und assoziiert Entäußerung und Erniedrigung + | (→ Philipperhymnus), die Levi mit seinem Eintritt in die Nachfolge Jesu als Nachfolge des einst Gottgleichen in + | Entäußerung, Erniedrigung und Gehorsam vollzieht. + li + | Von hintergründiger Bedeutung ist das „Aufstehen“ des Levi. + ul.card-text + li + | Es ist einerseits die notwendige körperliche Bewegung, wenn man vom Sitzen aus woanders hingehen will. + li + | Hier jedoch verbindet es sich mit der Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus in der Mitte der konzentrischen Gliederung, + | wie der verwendete Begriff auch die Auferstehung Jesu bezeichnen kann. + br + | Beide – die Schwiegermutter des Petrus wie Levi – entsteigen der Sünde und dem Tod zu einem neuen Leben + | des Dienstes bzw. der Nachfolge; + br + | sie haben Teil an der Auferstehung Jesu. + li + | Zusätzlich wird gerade auch in der Abfolge + br + | „Heilung des Gelähmten“, der in der Taufe aus Sünde und Tod befreit wird, um in der Neuheit des Lebens zu wandeln (→ Röm 6), → + br + | „Berufung des Levi“, der aufsteht, um in die Nachfolge Jesu einzutreten, + br + | deutlich, dass die Berufung des Levi und dessen Aufstehen und Eintreten in die Nachfolge + | ganz tiefsinnig als grundlegende Lebenswende zu verstehen ist, die durch die Befreiung in Christus ermöglicht ist. + br + | Dabei entsprechen sich „nach Hause“ (beim ehemals „Gelähmten“) und „folgte ihm nach“ (bei Levi) inhaltlich. + li + | Auffallen muss, dass die Berufung des Levi mit deren Einleitung und die Heilung des Gelähmten mit deren Einleitung + | grob dem gleichen Schema folgt: + ul.card-text + li + | Jesus ist an einem bestimmten Ort – einmal im Haus, einmal am See – und es kommen die Massen; + br + | Jesus lehrt sie. + li + | Ein Mensch wird geheilt bzw. in die Nachfolge gerufen; dieser erhebt sich – in Analogie zur Auferstehung Jesu – + | „geht nach Hause“ bzw. tritt in die Nachfolge ein. + li + | Während das eine als Heilung erzählt wird, wird das andere als Berufung gestaltet – letztlich geht es um das Gleiche. + li + | Die Berufung des Levi ist aber viel kompakter – es fehlen Elemente (die Vier, das Streitgespräch). + br + | Allerdings kann festgestellt werden, dass in der unmittelbar folgenden Erzählung das Streitgespräch quasi „nachgeholt“ wird. + li + | Im Hinblick auf den Namen des Vaters von Levi ist auch zu beachten, + | dass Jesus als Auferstandener selbst als „Erstgeborener“ bezeichnet werden kann, + | so unter anderem in + span.bibelstelle Röm 8,28-30: + br + q.bibeltext + | 28 Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alles zum Guten gereicht, + br + | denen, die gemäß seinem Ratschluss berufen sind; + br + | 29 denn diejenigen, die er im Voraus erkannt hat, hat er auch im Voraus dazu bestimmt, an Wesen und Gestalt seines Sohnes teilzuhaben, + br + i damit dieser der Erstgeborene unter vielen Brüdern sei. + br + | 30 Die er aber vorausbestimmt hat, die hat er auch berufen, + br + | und die er berufen hat, die hat er auch gerecht gemacht; + br + | die er aber gerecht gemacht hat, die hat er auch verherrlicht. + br + | Man beachte auch das Stichwort „berufen“ in Röm 8,28b.30. + br + | Das Teilhaben „an Wesen und Gestalt“ Jesu kann im Aufstehen des Levi bebildert gesehen werden, + | wie auch – gerade im Nachgang der „Taufe“ des „Gelähmten“ – die Gerechtmachung. + li + | Röm 8,30 blickt – trotz Vergangenheitsformulierung – bereits auf die künftige Vollendung in Gottes Herrlichkeit; + | da ist zu bedenken, dass auch in diesem Zusammenhang Jesus als „Erstgeborener“ bezeichnet werden kann, nämlich + | als „der Erste der Entschlafenen“ (1 Kor 15,20), + | wobei dort der gleiche Wortstamm für das Auferstehen (anastasis) der Menschen in der Nachfolge Jesu gebraucht ist wie hier + | für das Aufstehen des Levi (anastas): + br + q.bibeltext + | 20 Nun aber ist Christus auferweckt worden (egägertei) von den Toten als Erstlingsfrucht der Entschlafenen. + br + | 21 Weil nämlich durch einen Menschen der Tod gekomen ist, + br + | kommt auch durch einen Menschen die Auferstehung (anastasis) der Toten. + span.bibelstelle 1 Kor 15,20-21 + br + | Wieder erweist sich die Verbindung von „Alpha(ios)“ und „anastasis“ als tiefsinnig. + br + | Auch wenn die Auferstehung aus den Toten für Levi in einem letzten und eigentlich Sinn noch bevorsteht (nach seinem leiblichen Tod), + | hat er schon jetzt Anteil an der Auferstehung Jesu (im Sinne von Röm 6), + | ist er in gewisser Weise „Sohn des Ersten der Entschlafenen“, wenn man dieses Spiel mit dem Namen seines Vaters entsprechend + | vollziehen will. + br + | Hier ist auch zu beachten, dass Jesus bei der Heilung des „Gelähmten“ diesen als „mein Sohn“ angesprochen hat. + p.card-text.small.mb-0 + | Dies kommt alles in besonderer Weise zum Tragen, wenn sich die Heilung des Gelähmten und die Berufung des Levi + | in einer konzentrischen Gliederung mit Mk 2,13 als Mitte gegenüberstehen, + | sei aber schon hier bedacht. + br + | Erwähnt sei hier auch bereits, dass im Vierten Lied vom Gottesknecht des Jesaja von Nachkommen des Gottesknechts die Rede ist: + br + q.bibeltext + | Wenn du, Gott, sein Leben als Schuldopfer einsetzt, wird er Nachkommen sehen und lange leben. + span.bibelstelle Jes 53,10b + li + | Während von der Schwiegermutter des Petrus eine Erkrankung erzählt wird, die mehrdimensional betrachtet werden kann + | (reale Krankheit, übertragen: „Hausdrachen“ → Sünderin), ist Markus beim Zöllner konkret: + | er ist von seinem Beruf her ein Sünder. + br + | In der Zusammenschau „Schwiegermutter des Petrus“ – „Zöllner Levi“ wird die Krankheit der Schwiegermutter ganz zum Bild + | für das Sündersein. Die Heilung ist nicht Erlösung von einer bestimmten (realen) Krankheit, sondern vom Sündersein, vom Verfallensein an die Sünde; + | die Heilung führt zu einem Wandel in der Neuheit des Lebens, zum mehrdimensionalen Liebesdienst (→ Schwiegermutter) in der Nachfolge Jesu (→ Levi). + + + .card.slide.border-primary.mb-3 + .card-body + h5.card-title + | Der Sohn (eines) Gottes – die Schwiegermutter des Petrus – der Sohn des Alphaios + h6.card-subtitle.text-muted + | Erlangung der Sohnschaft gegenüber Gott durch die „Hochzeit“ + hr + ul.card-text + li + | Die Schwiegermutter des Petrus in der Mitte der konzentrischen Gliederung assoziiert das Stichwort „Hochzeit“, + | mit Petrus als Schwiegersohn, der dies nicht von Geburt an, sondern doch die Hochzeit mit seiner Frau ist; + br + | er verbindet sich mit dem Sohn (eines) Gottes und dem Sohn des Alphaios, der im Zuge der Nachfolge zu einem Sohn Gottes wird. + li + | Schon im Alten Testament kann der Bund Gottes mit seinem Volk im Bild der Hochzeit ausgedrückt werden: + br + q.bibeltext + | 1 Um Zions willen kann ich nicht schweigen, um Jerusalems willen nicht still sein, ... + br + | 4 Nicht länger nennt man dich Verlassene und dein Land nicht mehr Verwüstung. + br + | sondern du wirst heißen: Ich habe Gefallen an dir und dein Land wird Vermählte genannt. + br + | 5 Wie der junge Mann die Jungfrau in Besitz nimmt, so nehmen deine Söhne dich in Besitz. + br + | Wie der Bräutigam sich freut über die Braut, so freut dein Gott über dich. + span.bibelstelle Jes 62,1.4-5 + br + | Bereits beim Propheten Hosea (8. Jhdt. v. Chr.) ist dieses Bild präsent; + br + | er vergleicht die Untreue Israels gegenüber seinem Gott mit dem Ehebruch + | und spricht von der neuen Zuwendung Gottes im Bild der Verlobung: + br + q.bibeltext + | 18 An jenem Tag – Spruch des HERRN – wirst du zu mir sagen: Mein Mann! ... + br + | 21 Ich verlobe dich mir auf ewig; ich verlobe dich mir um den Brautpreis von Gerechtigkeit und Recht, von Liebe und Erbarmen, + br + | 22 ich verlobe dich mir um den Brautpreis der Treue: Dann wirst du den HERRN erkennen. + span.bibelstelle Hos 2,18.21-22 + li + | Auch wenn das Bild der Hochzeit im Markus-Evangelium nicht weiter ausgeführt wird, gibt es in Mk 2,19 + | doch die Selbstbezeichnung Jesu als Bräutigam, die in der Gliederung „Galiläa I“ genau der Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus gegenüberliegt. + br + | Dies ist ein deutliches Indiz, dass „Schwiegermutter“ mehr ist als die Bezeichnung einer Verwandtschaftsbeziehung und eine Definition der Frau, die da „geheilt“ wird. + li + | Vielmehr kann das Heilsgeschehen als im Bild der Hochzeit ausgedrückt gesehen werden, + | in dessen Rahmen eine Sohn-Werdung stattfindet: + br + | wie Petrus durch die Hochzeit zum Schwiegersohn seiner Schwiegermutter wurde, + br + | so Levi, der Sohn eines menschlichen „Ersten“ (Alpha[ios]), durch seinen Eintritt in die Nachfolge Jesu zum Sohn Gottes, des eigentlichen „Ersten“. + + .card.slide.border-primary.mb-3 + .card-body + h5.card-title + | Die Taufe des Einen – die Taufen der Vielen: Mitbegraben mit Christus aufstehen zu einem neuen Leben + h6.card-subtitle.text-muted + | Das Wirken Johannes des Täufers zusammen mit der Taufe Jesu als Gegenüber zur Heilung des Gelähmten in der konzentrischen Gliederung + hr + ul.card-text + li + | Damit die konzentrischen Gliederung um die Heilung der Schwiegermutter des Petrus aufgeht, + br + | müssen u. a. das Wirken Johannes des Täufers in Mk 1,4-8 und die Taufe Jesu in Mk 1,9-11 zusammengenommen werden + | und als gemeinsames Gegenüber zur Heilung des Gelähmten in Mk 2,1-12 betrachtet werden. + br + | Dabei werden – inhaltlich stimmig – die Taufen der Vielen und die Taufe des Einen zusammengenommen, + | wie im Gegenüber das Mitbegrabensein mit Christus nach Röm 6 Thema ist. + li + | Schon bei der Betrachtung von Mk 2,1-12 selbst wurde deutlich, dass es dabei um eine Erzählung geht, + | die u. a. die Tauftheologie in Röm 6 verarbeitet, die ganze Szenerie das Mitbegrabensein mit Christus umsetzt, + | das für den Gelähmten – der effektiv zur Taufe gebracht wird – zu einem „Wandel in der Neuheut des Lebens“ führt. + li + | Die von den Schriftgelehrten bestrittene Vollmacht Jesu zur Sündenvergebung verbindet sich mit dem Hinweis des Täufers + | auf den Stärkeren, der mit dem Geist taufen wird. + br + | Dazu wird Jesus als Folge seiner „Taufe“ – nämlich dem Tod am Kreuz – + | „dem Geist der Heiligkeit nach eingesetzt als Sohn Gottes in Macht seit der Auferstehung von den Toten“, + | wie Mk 1,9-11 bebildert: die Auferstehung ist der Grund seiner Vollmacht, und der Geist ist die Macht, die dahinter steht + | und mit der Jesus wirkt. + li + | Durch diesen in der „Taufe“ vermittelten Geist ist es Jesus auch möglich, die Gedanken der Schriftgelehrten in ihrem Herzen + | zu erkennen: + br + q.bibeltext + | Jesus erkannte sogleich in seinem Geist, dass sie so bei sich dachten. + li + | Bei der Heilung des Gelähmten wird innerhalb der Erzählung selbst recht subtil die Insuffizienz des jüdischen Gesetzes + | zur Sündenvergebung (im Sinne einer Lebenwende) ausgedrückt, ausgerechnet durch die Schriftgelehrten selbst (siehe dort). + | Denn das Gesetz hat nicht „die Kraft hat, lebendig zu machen“ (Gal 3,10) – daher nützen weder Beschneidung, noch sonstige „Werke des Gesetzes“, + | vielmehr verbindet sich mit dem Gesetz der Fluch (→ Gal 3,10). + br + | Jesus selbst hat im Gegensatz zum Gesetz aus besagtem Grund die Vollmacht und „die Kraft, lebendig zu machen“, + | die sich mit dem Glauben als Voraussetzung auf Seite der Menschen part, hier der Vier, die den Gelähmten zu Jesus tragen: + br + q.bibeltext + | 15 Wir, die wir von Geburt Juden sind und nicht Sünder wie die Heiden, + | 16 wissen, dass der Mensch nicht aus Werken des Gesetzes gerecht wird, sondern aus dem Glauben an Jesus Christus; + br + | so sind auch wir zum Glauben an Jesus Christus gelangt, damit wir gerecht werden durch den Glauben an Jesus Christus + | und nicht durch Werke des Gesetzes; + br + | denn durch Werke des Gesetzes wird kein Fleisch gerecht. + br + | 6 Denn in Christus Jesus vermag weder Beschneidung noch Unbeschnittenheit etwas, sonder der Glaube, der durch die Liebe wirkt. + span.bibelstelle Gal 2,15-16; 5,6 + br + | Gleichzeitig erscheint in der aktuellen Konstellation das Gegenüber Geist – Gesetz: + br + | wie der Geist Jesus in der Auferstehung lebendig macht, so tut er es analog auch bei den Menschen in der Taufe; + br + | die angekündigte Geist-Taufe ist auf die Heilung des Gelähmten zu beziehen. + br + | Dem Gesetz dagegen fehlt nicht nur die „Kraft, lebendig zu machen“, was in Mk 2,1-12 subtil aus den Worten der Schriftgelehrten herauszuhören ist, + | es ist vielmehr eine unheilvolle Paarung von Sünde und Gesetz zu konstatieren, aus dem sich die Notwendigkeit ergibt, + | vom Fluch des Gesetzes – gemeint ist damit das Todesurteil – befreit zu werden: effektiv tötet also das Gesetz. + br + | So formuliert auch Paulus in + span.bibelstelle 1 Kor 15,56: + br + q.bibeltext Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft der Sünde ist das Gesetz. + br + | Daher kann mit dem Gegenüber Geist ↔ Gesetz + span.bibelstelle 2 Kor 3,6b + | in den Sinn kommen: + br + q.bibeltext + | Denn der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig. + br + | Das Gegenüber von „Begräbnis“ Jesu (und Mitgebrabensein des Täuflings mit ihm) – unter Präsenz der Schriftgelehrten – einerseits + | und Auferstehung Jesu durch den Geist andererseits machen diesen Bezug zusätzlich sehr wahrscheinlich: + br + | wir sehen einmal den Geist, der lebendig macht, bei Jesus (wie auch indirekt beim Gelähmten) in Aktion, + br + | das Mitgebrabensein mit Jesus aber setzt dessen Tod am Kreuz voraus, + | den er genau deswegen auf sich genommen hat, um für uns zum Fluch (→ Dtn 21,23) + | zu werden und uns so vom Fluch des Gesetzes freizukaufen (→ Gal 3,13-14). + br + | Dieses Getötetwerden durch den Buchstaben, also durch das Gesetz, + | kann – sekundär – auch auf das Mitgekreuzigtwerden/Mitsterben/Mitbegrabenwerden mit Christus (in der Taufe) bezogen werden, + | wie es Paulus in + span.bibelstelle Gal 2,19-20 + | formuliert: + br + q.bibeltext + | 19 Denn ich bin durch das Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich für Gott lebe. + br + | Ich bin mit Christus gekreuzigt worden. + br + | 20 Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir. + br + | Was ich nun im Fleisch lebe, lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich für mich hingegeben hat. + br + | Für den Glaubenden gilt nun, was + span.bibelstelle Röm 8,2 + | sagt und was im aktuellen Gegenüber besonders leuchtet: + br + q.bibeltext + | Das Gesetz des Geistes, des Lebens in Christus Jesus [→ Taufe] + br + | hat dich frei gemacht vom Gesetz der Sünde und des Todes. [→ „Heilung“ des „Gelähmten“ mit Sündenvergebung] + li + | Wie die Schriftgelehrten subtil die Insuffizienz des jüdischen Gesetzes ausdrücken, + | so verkündet gegenüberliegend Johannes der Täufer die Insuffizienz seiner Wasser-Taufe; + br + | die Geist-Taufe des Stärkeren – also die christliche Taufe – erst wird Abhilfe schaffen, wie sie im Gegenüber + | bei der Heilung des Gelähmten zur Anwendung kommt und ihre Stärke – durch Christi Vollmacht, durch die Kraft des Geistes – „beweist“. + li + | Während Jesus bei seiner Taufe von der Stimme vom Himmel – also von Gott – angesprochen wird: „Du bist mein geliebter Sohn“, + br + | so spricht Jesus den Gelähmten in Mk 2,5 als „mein Sohn“ an: + br + | Durch Jesus spricht Gott selbst und macht den Gelähmten in der Taufe zum Sohn Gottes. + br + | Jesus wirkt ganz von Gott her und bringt dem Menschen Versöhnung, Vergebung der Sünden, als der eine, der für alle gestorben ist + | und das erlösende Mitgestorbensein (das sich mit dem Mitbegrabensein verbindet) ermöglicht: + br + q.bibeltext + | 14 Denn die Liebe Christi drängt uns, da wir erkannt haben: + br + | Einer ist für alle gestorben, also sind alle gestorben. + br + | 15 Er ist aber für alle gestorben, damit die Lebenden nicht mehr für sich leben, + | sondern für den, der für sie starb und auferweckt wurde. ... + br + | 17 Wenn also jemand in Christus ist, dann ist er eine neue Schöpfung: + br + | Das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden. + br + | 18 Aber das alles kommt von Gott, der uns durch Christus mit sich versöhnt + | und uns den Dienst der Versöhnung aufgetragen hat. + br + i 19 Ja, Gott war es, der in Christus die Welt mit sich versöhnt hat, + br + | indem er ihnen ihre Verfehlungen nicht anrechnete und unter uns das Wort von der Versöhnung aufgerichtet hat. + br + | 20 Wir sind also Gesandte an Christi statt und Gott ist es, der durch uns mahnt. + br + | Wir bitten an Christi statt: Lasst euch mit Gott versöhnen! + br + | 21 Er hat den, der keine Sünde kannte, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm Gerechtigkeit Gottes würden. + span.bibelstelle 2 Kor 5,14-15.17-21 + br + | Die Schöpfungsthematik bei der Taufe Jesu, das Wirken Gottes durch Christus (aber auch durch die Gesandten Christi, s. u.), + | die Vergebung der Sünden, der Eine für die Vielen – das sind verbindende Thematiken mit dem aktuellen Gegenüber der konzentrischen Gliederung. + li + | Die in der Tauferzählung aufleuchtende Herrlichkeit Gottes, die Anklänge dabei an die Schöpfungserzählung sowie + | das Nichterkennen des Wirkens Gottes durch Jesus hindurch durch die Schriftgelehrten, gepaart mit dem Aussprechen der eigenen Unzulänglichkeit + | durch Johannes den Täufer, + | machen es wahrscheinlich, dass Markus uns im aktuellen Gegenüber nicht nur auf 2 Kor 3,6b selbst, sondern auch auf dessen Kontext stoßen will, + | bei dem es auch umfassender um das Verhältnis von Altem – Gesetz – zu Neuem Bund – Geist – geht: + br + q.bibeltext + | 4 Wir haben durch Christus so großes Vertrauen in Gott. + br + | 5 Doch sind wir dazu nicht von uns aus fähig, als ob wir uns selber etwas zuschreiben könnten; + br + | unsere Befähigung stammt vielmehr von Gott. + br + | 6 Er hat uns fähig gemacht, Diener des Neuen Bundes zu sein, + br + | nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. + br + | Denn der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig. + br + | 7 Wenn aber schon der Dienst des Todes, dessen Buchstaben in Stein gemeißelt waren, + | so herrlich war, dass die Israeliten das Gesicht des Mose nicht anschauen konnten, weil es eine Herrlichkeit ausstrahlte, die doch vergänglich war, + br + | 8 wie sollte da der Dienst des Geistes nicht viel herrlicher sein? + br + | 9 Denn wenn schon der Dienst der Verurteilung herrlich war, so ist der Dienst der Gerechtigkeit noch viel herrlicher. + br + | 10 Eigentlich ist das Verherrlichte nämlich in diesem Fall gar nicht verherrlicht angesichts der überragenden Herrlichkeit. + br + | 11 Wenn nämlich schon das Vergängliche in Herrlichkeit erschien: Die Herrlichkeit des Bleibenden wird es überstrahlen. + br + | 12 Wenn wir also eine solche Hoffnung haben, treten wir mit großem Freimut auf, + br + | 13 nicht wie Mose, der über sein Gesicht eine Hülle legte, damit die Israeliten das Ende des Vergänglichen nicht sahen. + br + | 14 Doch ihr Denken wurde verhärtet. + br + | Denn bis zum heutigen Tag liegt die gleiche Hülle auf dem Alten Bund, wenn daraus vorgelesen wird; + br + | sie wird nicht aufgedeckt, weil sie in Christus beseitigt wird. + br + | 15 Bis heute liegt die Hülle auf ihrem Herzen, wenn Mose vorgelesen wird. + br + | 16 Sobald er aber zum Herrn zurückkehrt, wird die Hülle entfernt. + br + | 17 Der Herr aber ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit. + br + | 18 Wir alle aber schauen mit enthülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wie in einem Spiegel und werden so in sein eigenes Bild verwandelt, + br + | von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, durch den Geist des Herrn. + br + | 4,1 Daher erlahmt unser Eifer nicht in dem Dienst, der uns durch Gottes Erbarmen übertragen wurde. + br + | 2 Wir haben uns von aller schimpflichen Arglist losgesagt; wir verhalten uns nicht hinterhältig udn verfälschen das Wort Gottes nicht, + | sondern machen die Wahrheit offenbar. + br + | So empfehlen wir uns vor dem Angesicht Gottes jedem menschlichen Gewissen. + br + | 3 Wenn unser Evangelium dennoch verhüllt ist, ist es nur denen verhüllt, die verloren gehen; + br + | 4 denn der Gott dieser Weltzeit hat das Denken der Ungläubigen verblendet. + br + | So strahlt ihnen der Glanz des Evangeliums von der Herrlichkeit Christi, der Gottes Bild ist, + | nicht auf. + br + | 5 Wir verkünden nämlich nicht uns selbst, sondern Jesus Christus als den Herrn, + br + | uns aber als eure Knechte um Jesu willen. + br + | 6 Denn Gott, der sprach: Aus Finsternis soll Licht aufleuchten!, + br + | er ist in unseren Herzen aufgeleuchtet, damit aufstrahlt die Erkenntnis des göttlichen Glanzens auf dem Antlitz Christi. + span.bibelstelle 2 Kor 3,4-4,6 + br + | Das Spiel mit Enthüllt – Verhüllt lässt sich mit der Taufe Jesu verbinden, bei der die hereinbrechende Herrlichkeit Gottes + | nur Jesus selber und mit ihm der (glaubende) Leser sieht, genauso wie die Vier, deren Glaube Jesus sieht. + br + | Interessant ist auch, dass sowohl in 2 Kor 4,6 als auch in Mk 2,6 das Herz eine Rolle spielt: + br + | Während Gott in den Herzen der Glaubenden aufgeleuchtet ist zur „Erkenntnis des göttlichen Glanzes auf dem Antlitz Christi“, + br + | ist das Herz der Schriftgelehrten („... dachten in ihrem Herzen“) unerleuchtet: sie sehen genau diesen „göttlichen Glanz auf dem Antlitz Christi“ nicht + | und lehen ihn bzw. seine Vollmacht daher ab. + li + | Unmittelbar muss die Parallele im Handel Gottes bei der Taufe Jesu und der Vier, die den Gelähmten zu Jesus bringen, auffallen: + br + | Um Jesus aus dem Tod zu holen, reißt Gott den Himmel auf und lässt seinen Geist zu Jesus hinunter; so wird Jesus vom Tod auferweckt. + br + | Um den Gelähmten zu heilen, reißen die Vier das Dach auf uns lassen den Gelähmten zu Jesus hinunter; der steht – in Analogie zur Auferstehung Jesu – auf zu einem + | neuen Leben, zum Wandeln in der Neuheit des Lebens. + br + | Im Hintergrund steht hier eine auf den ersten Blick vielleicht etwas ungewöhnliche Sicht auf + span.bibelstelle Röm 6,4: + br + q.bibeltext + | ... damit auch wir, so wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, in der Neuheit des Lebens wandeln. + br + | Der übliche Anknüpfungspunkt – und von Paulus sicher so intendiert – ist die Parallele zu Jesus Christus, + | den Gott von den Toten auferweckt hat; in Analogie zur Auferstehung Jesu sollen nun die Getaufen in der Neuheit des Lebens wandeln; + | die weiteren Ausführungen des Paulus in Röm 6 verdeutlichen die Parallele zwischen Christus und den Getauften. + br + | Markus stellt in diesem Sinne eine Analogie zwischen der Taufe Jesu und dem Gelähmten her, der sich in Analogie zum Aus-dem-Wasser-Steigen Jesu + | erhebt und mit seiner Bahre weggeht. + br + | Daneben konstruiert Markus eine Parallele zwischen der „Herrlichkeit des Vaters“ und den Vieren, die den Gelähmten zu Jesus tragen. + | Er macht sich dabei zu nutze, dass die „Herrlichkeit des Vaters“ indirektes Subjekt des zitierten Satzes ist. + br + | Das Wandeln in der Neuheit des Lebens, das auch von den Vieren ausgesagt werden kann, verbindet sich so mit dem Handeln der „Herrlichtkeit des Vaters“. + br + | Damit erreicht Markus und verstärkt er, was bei Paulus schon angelegt ist, dass diese „Herrlichkeit des Vaters“ nicht etwas statisches ist, + | das geschaut, angebetet, verherrlicht etc. wird, sondern das selbst aktiv ist – wie die Königsherrschaft Gottes auch, die aktiv nahegekommen ist. + br + i Die Herrlichkeit Gottes ist funktional zu verstehen, nicht statisch. + br + | Diese „Herrlichkeit des Vaters“ kann man nicht anschauen, man muss ihr zuschauen – und dies als Vorbild für das eigene Handeln + | in der „Neuheit des Lebens“ nehmen, quasi als Werkzeuge Gottes zur Aufrichtung des Menschen, + br + | sie führen als solche – soteriologisch (→ Taufe) wie ethisch (→ Hilfe gegenüber einem Gelähmten) – weiter, was Gott mit der Auferweckung Jesu getan bzw. begonnen hat: + br + q.bibeltext + | stellt euch Gott zur Verfügung als Menschen, die aus Toten zu Lebenden geworden sind, und stellt eure Glieder als Waffen der Gerechtigkeit + | in den Dienst Gottes! + span.bibelstelle Röm 6,13 + br + | Glieder hat der Mensch vier; und vier sind es, die den Gelähmten zu Jesus tragen. + br + | Vor diesem Hintergrund lässt sich Röm 6,4b griffig so verstehen: + br + | Wie Gott Christus in der Auferweckung aufgerichtet hat, + | so sollen auch wir unsere Mitmenschen aufrichten bzw. dabei mithelfen. – + br + | Genau das machen die vier: + br + | Sie vollziehen an einem Mitmenschen – der als Gelähmter bzw. als Sünder am Rande der Gesellschaft lebt – + | nach, was Gott in der Auferweckung Christi getan hat. + br + | Damit können wir sagen: Die Aufrichtung Jesu in der Auferstehung zielt von Gott her darauf ab, + | dass der Mensch – in einem ganz vielschichtigen Sinne – aufgerichtet wird, + | und wir uns – als solche, die an der Auferstehung Jesu durch die Taufe Anteil haben – an diesem Dienst beteiligen! + li + | Während Jesus in der Taufe als geliebter Sohn Gottes angesprochen wird und Gott praktisch durch Jesus hindurch den Gelähmten als + | „Mein Sohn“ anspricht, geht die Selbstbezeichnung Jesu mit „Menschensohn“ dem einerseits parallel und ist doch zugleich ein Gegenbegriff. + br + | Er drückt nach Dan 7 die Erhöhung eines Menschen aus und korrespondiert damit der in der Taufe bebilderten + | Einsetzung Jesu „dem Geist der Heiligkeit nach als Sohn Gottes in Macht seit der Auferstehung von den Toten“; + br + | da Markus aber den Philipperhymnus omnipräsent in seinem Evangelium verarbeitet und ihm also keine Adoptions-Christologie zu unterstellen ist, + | wonach Jesus zunächst ein reiner Mensch gewesen wäre, der von Gott als Sohn adoptiert wurde, Jesus vielmehr schon immer + | Gottes Sohn ist (vgl. auch Gal 4,4: „... sandte Gott seinen Sohn“ – von Markus mit Mk 1,14-15 „getriggert“), + | drückt er gleichzeitig Entäußerung und Erniedrigung des einst Gottgleichen aus: + br + q.bibeltext + | ... er entäußerte sich, wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich, + | sein Leben war das eines Menschen, + | er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz. + br + | Darum hat ihn Gott über alle erhöht ... + br + | Dieser Tod Jesu am Kreuz ist – als Voraussetzung des Mitbegrabenswerdenkönnens mit ihm – in der Erzählung von der Heilung + | des Gelähmten ebenso gegenwärtig, wie er im Hineinsteigen Jesu in Wasser bei der Taufe – auch wenn dies nicht eigens ausgeführt wird – + | präsent ist. + br + | Ferner ist zu beachten, dass Markus + | den Tod Jesu am Kreuz in Mk 10,38 als Taufe bezeichnen kann, der Kontext Taufe bei Markus also – im Hinblick auf Jesus – Tief- und zugleich Wendepunkt des Geschickes + | des einst Gottgleichen markiert, und in Analogie dazu für den in der Taufe Mitgekreuzigten, Mitgestorbenen, Mitbegrabenen den Beginn eines neuen Lebens + | mit entsprechender ethischer Verpflichtung. + br + | Die Erniedrigung des einst Gottgleichen spiegelt sich in der Wüsten-Askese des Täufers + br + | und sie ist bebildert dadurch, dass Johannes der Täufer zwar Jesus als den Stärkeren bezeichnet, dem gegenüber er es nicht wert ist, + | sich zu bücken und ihm die Riemen der Sandalen zu lösen, sich Jesus aber von ihm taufen lässt; + br + | sie ist auch in der Mitte der konzentrischen Gliederung im Gehorsam Jesu gegenüber seinen Begleitern enthalten. + br + i + | „Menschensohn“ ist bei Markus ein Titel für Jesus Christus, der zugleich Erniedrigung und Erhöhung ausdrückt. + br + | Dies ist an allen Stellen seiner Verwendung im Evangelium verifizierbar. + li + | Wie bei der Taufe Jesu wird auch bei der Heilung des Gelähmten ein Sehen Jesu erzählt; er sieht zweimal praktisch den gleichen Vorgang: + br + | Dach bzw. Himmel reißen auf und es wird „etwas“ zu ihm herabgelassen. + br + | Während bei der Taufe nur Jesus selbst (zusammen mit dem Leser) das Geschehen sieht, + | können bei der Heilung des Gelähmten zwar alle das Handeln der Vier sehen, + | doch das Sehen Jesu bezieht sich auf den Glauben der Vier, der zwar an sich unsichtbar ist, sich aber doch + | – als Glaube, der durch die Liebe wirkt – im Handeln der Vier zeigt. + br + | Genauso ist die über Jesus hereinbrechende Herrlichkeit bei der Taufe, + | seine Einsetzung „dem Geist der Heiligkeit nach als Sohn Gottes in Macht seit der Auferstehung von den Toten“, + | zwar als solche nach außen unsichtbar, und doch sichtbar in den Erweisen der Vollmacht Jesu, + | wie sie in der Erzählung der Heilung des Gelähmten bebildert wird: + br + | denn auch die Sündenvergebung(svollmacht) an sich ist unsichtbar, das Aufstehung und Weggehen des ehedem Gelähmten – also sein „Wandel in der Neuheit des Lebens“ – + | legt dafür aber für alle sichtbar Zeugnis ab, nachdem das zunächst Unsichtbare von den Schriftgelehrten bestritten wurde. + br + | Dies alles fügt sich sehr gut in die in den obigen Zitaten aus 2 Kor begegnende Gegenüberstellung Enthüllt – Verhüllt ein. + li + | Im Gegenüber zur Auferstehung Jesu bezieht sich der Glaube der Vier in besonderer Weise auf diese, + br + | doch aber auch auf seinen Tod, der nicht nur im „Mitbegrabenwerden“ des Gelähmten, das die Vier gerade tun, vorausgesetzt ist, + | sondern auch in der Tauferzählung gegenwärtig ist. + br + | Er bezieht sich nicht zuletzt auf + span.bibelstelle Röm 1,3-4 + | , Menschwerdung (→ „Menschensohn“), Tod und Auferstehung zusammenfassend: + br + q.bibeltext + | 3 das Evangelium von seinem Sohn, + br + | der dem Fleisch nach geboren ist als Nachkomme Davids, + br + | der dem Geist der Heiligkeit nach eingesetzt ist als Sohn Gottes in Macht seit der Auferstehung von den Toten. + br + | In dieser Auferstehung Jesu von den Toten erkennt der Glaube – den Tod Jesu im Licht der Auferstehung als Heils-Tod deutend – die Chance auf Leben, + | auf Rettung jenseits des Gesetzes. + br + | Insofern sich der Glaube sowie die Völker-Thematik sowohl im Galater- als auch im Römerbrief mit Abraham verbinden (siehe auch oben) – beide Briefe werden von Markus + | bei der Heilung des Gelähmten „benutzt“ –, + | im aktuellen Gegenüber (indirekt im Mitbegrabensein mit Jesus) Jesu Begräbnis und seine Auferstehung gegenüberliegen + | und sich ein „Gelähmter“ erhebt, mithin die Thematik „Leben aus den Toten“ begegnet und – wie oben schon angesprochen – + | Schöpfungsthematik präsent ist und in der Heilund des Gelähmten die Thematik Sündenvergebung in Verbindung mit der Vollmacht Jesu, + | legt es sich nahe, dass Markus uns auf + span.bibelstelle Röm 4,1-25 + | (und vielleicht mehr – Röm 3,21-31 war ja schon in der vorausgehenden konzentrischen Gliederung mit Mk 2,1-12 verknüpft worden) stoßen will: + br + q.bibeltext + | 1 Was sollen wir nun von Abraham sagen, was hat er erlangt, unser leiblicher Stammvater? + br + | 2 Wenn Abraham aufgrund von Werken Gerechtigkeit erlangt hat, + br + | dann hat er zwar Ruhm, aber nicht vor Gott. + br + | 3 Denn was sagt die Schrift? + br + | „Abraham glaubte Gott und das wurde ihm als Gerechtigkeit angrechnet.“ [Gen 15,6] + br + | 4 Dem, der Werke tut, wird der Lohn nicht aus Gnade angerechnet, sondern weil er ihm zusteht. + br + | 5 Dem aber, der keine Werke tut, sondern an den glaubt, der den Gottlosen gerecht macht, dem wird sein Glaube als Gerechtigkeit angerechnet. + br + | 6 So preist auch David den Menschen selig, dem Gott Gerechtigkeit unabhängig von Werken anrechnet: + br + | 7 „Selig sind die, deren Frevel vergeben und deren Sünden bedeckt sind. + br + | 8 Selig ist der Mensch, dem der Herr die Schuld nicht anrechnet.“ [Ps 32,1-2] + br + | 9 Gilt nun diese Seligpreisung nur den Beschnittenen oder auch den Unbeschnittenen? + br + | Wir sagen ja: Abraham wurde der Glaube als Gerechtigkeit angerechnet. + br + | 10 Wie wurde er aber angerechnet: als er beschnitten oder als er unbeschnitten war? + br + | Nicht als er beschnitten, sondern als er noch unbeschnitten war. + br + | 11 Und das Zeichen der Beschneidung empfing er zur Besiegelung der Glaubensgerechtigkeit, die ihm als Unbeschnittenen zuteil wurde; + br + | also ist er der Vater aller, die als Unbeschnittene glauben, sodass ihnen die Gerechtigkeit angerechnet wird; + br + | 12 und er ist der Vater jener Beschnittenen, die nicht nur beschnitten sind, sondern auch den Spuren des Glaubens folgen, + br + | des Glaubens, den unser Vater Abraham schon vor seiner Beschneidung hatte. + br + | 13 Denn Abraham und seine Nachkommen erhielten nicht aufgrund des Gesetzes die Verheißung, Erben der Welt zu sein, + br + | sondern aufgrund der Glaubensgerechtigkeit. + br + | 14 Wenn nämlich jene Erben sind, die aus dem Gesetz leben, dann ist der Glaube entleert und die Verheißung außer Kraft gesetzt. + br + | 15 Denn das Gesetz bewirkt Zorn; wo aber kein Gesetz ist, da ist auch keine Übertretung. + br + | 16 Deshalb gilt: aus Glauben, + br + | damit auch gilt: aus Gnade. + br + | Nur so bleibt die Verheißung für die ganze Nachkommenschaft gültig, + br + | nicht nur für die, welche aus dem Gesetz, sonder auch für die, welche aus dem Glauben Abrahams leben. + br + | Er ist unser aller Vater, + br + | 17 wie geschrieben steht: „Ich habe dich zum Vater vieler Völker bestimmt“ [Gen 17,5 G] – + br + | im Angesicht Gottes, dem er geglaubt hat, + br + | des Gottes, der die Toten lebendig macht und das, was nicht ist, ins Dasein ruft. + br + | 18 Gegen alle Hoffnung hat er voll Hoffnung geglaubt, dass er der Vater vieler Völker wrede, + br + | nach dem Wort: „So zahlreich werden deine Nachkommen sein.“ [Gen 15,5 G] + br + | 19 Ohne im Glauben schwach zu werden, bedachte er, der fast Hundertjährige, dass sein Leib und auch Saras Mutterschoß schon erstorben waren. + br + | 20 Er zweifelte aber nicht im Unglauben an der Verheißung Gottes, sondern wurde stark im Glauben, indem er Gott die Ehre erwies + br + | 21 fest davon überzeugt, dass Gott die Macht besitzt, auch zu tun, was er verheißen hat. + br + | 22 Darum wurde es ihm auch als Gerechtigkeit angerechnet. + br + | 23 Doch nicht allein um seinetwillen steht geschrieben: „Es wurde ihm angerechnet“ [Gen 15,6], + br + | 24 sondern auch um unseretwillen, denen es angerechnet werden soll, + br + i uns, die wir an den glauben, der Jesus, unseren Herrn, von den Toten auferweckt hat. + br + i 25 wegen unserer Verfehlungen wurde er hingegeben, wegen unserer Gerechtmachung wurde er auferweckt. + br + | Ein „Gelähmter“ ist einerseits in gewisser Weise ein Toter, andererseits jemand, der keine Werke (des Gesetzes) tut. + br + | Ps 32,1-2 kann unmittelbar auf die Heilung des „Gelähmten“ bezogen werden; auch die Vater-Sohn-Thematik passt nicht nur für + | das Verhältnis zu Gott, sondern auch das Verhältnis zu Abraham. + br + | Dass die Worte von Ps 32,1-2 David in den Mund gelegt werden, entspricht einerseits jüdisch(-christlich)er Schrift-Tradition, + | wonach die Psalmen von David verfasst sind (was historisch nicht stimmt – eher in den Mund gelegt [nachträglich] für Situationen + | seines Lebens). + br + | Andererseits ist es eine interessante Begebenheit, dass sich mit der Taufe Jesu die Anspielung mindestens auf Röm 1,4, + | eigentlich aber auf die ganze Tradition Röm 1,3-4 verbindet: Jesus als Nachkomme Davids (und Sohn Gottes in Macht seit der Auferstehung von den Toten), + | und nun gegenüberliegend eine Stelle aus dem Röberbrief vergegenwärtigt wird, bei der die Seligpreisung dessen, + | dem Gott die Sünden vergibt, David in den Mund gelegt ist: + br + | Jesus, der Davidssohn und gleichzeitig Sohn Gottes in Macht, spricht ganz im Sinne von Röm 4,1-25 Sündenvergebung zu. + p.card-text.small.mb-0 + | Zu beachten ist, dass im ganzen paulinischen Schrifttum David nur dreimal erwähnt wird; alle drei Erwähnungen finden sich im Römerbrief: + br + | Am Anfang des Briefes nimmt Paulus die wohl palästinische Tradition Röm 1,3-4 auf, die den Judenchristen der Gemeinde sicher bekannt sein dürfte + | (und eher eine Adoptions-Christologie vertritt): Jesus als Davidssohn, der durch die Auferstehung (auch) zum Gottessohn in Macht wird. + br + | Damit wird Jesus in die messianischen Erwartungen des Judentums eingeordnet: der Messias ist Sohn Davids. + br + | Für Paulus typischer ist, Jesus als Nachkomme Abrahams zu bezeichnen, als den Nachkommen Abrahams schlechthin, + | der den Völkern den Segen Abrahams bringt (→ Gal 3; Röm 4!). + br + | Im weiteren Verlauf des Römerbriefes wird David noch zweimal eingebunden, und zwar jeweils als Zeuge der Theologie des Paulus, + | hier der Rechtfertigung allein aus Gnade (es sind zwei Psalmzitate; das zweite begegnet in Röm 11,9). + br + | Dieser Rückgriff auf David als Zeuge für seine Theologie steht sicher in Zusammenhang mit der Einbindugn der palästinischen Tradition, + | die Jesus als Nachkomme Davids bezeichnet; schon im Römerbrief selber sind also Röm 1,3-4 und Röm 4,7-8 [= Ps 32,1-2] aufeinander bezogen. + li + | Johannes der Täufer verkündet die „Taufe des Sinneswandels zur Vergebung der Sünden“; + br + | gegenüberliegend haben nicht nur die Vier einen Sinneswandel vollzogen, + | sondern wird – subtil – ein weiterer Sinneswandel erzählt: + br + | jemand – der „Gelähmte“ –, der getragen wird, wird zu jemand, der selber trägt; und im Rahmen der „Taufe“ empfängt er die Vergebung der Sünden. + li + | „Ganz Galiläa und alle Einwohner Jerusalems“, die zu Johannes dem Täufer kommen, verbinden sich mit jenen „alle“ in Mk 2,12, + | die in Staunen geraten, Gott preisen und sagen, dass sie so etwas noch nie gesehen hätten. + br + | Hier schwingt eine Steigerung mit, die sich mit dem Hinweis des Johannes auf den Stärkeren verbindet. + li + | „Ganz Galiläa und alle Einwohner Jerusalems“ kann auf das Kernland Israels bezogen werden, + | während in der Erzählung von der Heilung des Gelähmten Israel und die Völker gegenwärtig sind (→ Dachöffnung) – eine Erweiterung von Israel + | in die Völkerwelt. + br + | Während auf der einen Seite Jesus den Glauben der Vier hervorhebt und der Gelähmte sich auf das Wort Jesu hin gehorsam erhebt, + | folgen auf der anderen Seite „ganz Galiläa und alle Einwohner Jerusalems“ der Verkündigung Johannes des Täufers: Gehorsam ist hier implizit bebildert; + br + | nicht nur in Mk 2,1-12 selbst, sondern auch im aktuellen Gegenüber ist + span.bibelstelle Röm 1,5 + | gegenwärtig: + br + q.bibeltext ... um unter allen Völkern den Gehorsam des Glaubens aufzurichten. + li + | Die Schriftgelehrten in Mk 2,1-12 stehen im Widerspruch zu jenen aus „ganz Galiläa und alle Einwohner Jerusalems“; + br + | später, in Mk 3,22-30, werden die Jesus hinterfragenden Schriftgelehrten aus Jerusalem kommen – diese Spannung wird bereits vorbereitet, + | wie Jerusalem auch später Ort eher der Gegnerschaft gegen Jesus sein wird. + li + | Während in der vorhergehenden konzentrischen Gliederung – mit dem Gang Jesu ins Verderben zum Verderben der unreinen Geist als Mitte – + | die Heilung des Gelähmten in besonderer Weise unter dem Aspekt des Todes Jesu gelesen werden konnte und musste, + br + | ist sie nun – mit der Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus als Mitte und der Berufung des Levi als unterem Ende der konzentrischen Gliederung – + | in besondere Weise unter dem Aspekt der Auferstehung Jesu zu lesen, wie in den obigen Betrachtungen von der Taufe Jesu her die Herrlichkeit Gottes + | auch in besonderer Weise in den Blick kam. + br + | Während aber in der vorhergehenden Gliederung der Aspekt der Auferstehung nicht ausgeblendet werden konnte, weil er + | sowohl in der dortigen Mitte (Ansprache Jesu durch den Dämon, Vollmacht!) als auch in der Erzählung der Heilung des Gelähmten + | präsent ist, + br + | kommt hier der Aspekt des Todes Jesu nicht zu kurz, weil er in der Tauferzählung präsent ist (Untertauchen) und + | das Mitgebrabensein den Tod Jesu als notwendige Voraussetzung hat. + br + | Beides gehört unlöslich zusammen, kann aber akzentuiert werden. + li + | Sowohl die Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus – Mitte der konzentrischen Gliederung –, als auch die Berufung des Levi + | – unteres Ende der konzentrischen Gliederung – kann sich mit dem aktuellen Gegenüber sehr gut verbinden: + br + | Aufrichtung, Neuheit des Lebens, Jesu Tod und Auferstehung wirken sich aus. + + + .card.slide.border-primary.mb-3 + .card-body + h5.card-title + | In die Wüste getrieben + h6.card-subtitle.text-muted + | Die Wüstensendung Jesu und die Heilung des „Aussätzigen“ als gegenüberliegenden Erzählungen in der konzentrischen Gliederung + hr + ul.card-text + li + | Der Geist treibt Jesus in die Wüste der Gottferne, + br + | die Versuchung durch Satan markiert den Gehorsam Jesu bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz, + br + | der Dienst der Engel schließlich die Auferstehung und Erhöhung; die Präsenz von Satan (→ Unterwelt), + | wilden Tieren (→ Erde) und Engel (→ Himmel) macht deutlich, dass der Philipperhymnus im Hintergrund der Erzählung steht. + li + | Die Versuchung Jesu bei der Heilung des Aussätzigen ist, diesen nicht zu heilen, ihn zu umgehen, + | wie es seine Versuchung war, das Kreuz nicht anzunehmen. + li + | Der Wille Jesu – „Wenn du willst, kannst du mich rein machen“ – verbindet sich mit seinem Gehorsam gegenüber dem ihn + | treibenden Geist. + br + | Das Mitleid, das Jesus gegenüber dem „Aussätzigen“ äußert, wird durchsichtig auf das Mitleid Gottes als Ursache + | für die Sendung des Sohnes. + li + | Durch die Berührung des „Aussätzigen“, die diesen heilt, wird Jesus – per definitionem – selber zu einem Aussätzigen; + br + | das Erzählen der Sache durch den Geheilten outet ihn diesbezüglich und treibt ihn an einsame Orte, + | die sich – schon vom zugrundeliegenden griechischen Wort her – mit der Wüste (der Gottferne) verbinden. + br + | So findet insgesamt ein „Austausch“ Jesu mit dem „Aussätzigen“ statt: „Er hat unsere Krankheit getragen“ (Jes 53,4); + br + | im Hintergrund steht das Vierte Lied vom Gottesknecht des (Deutero-)Jesaja. + br + | Ort dieses „Austausches“ ist das Kreuz, wie sich auch die Versuchung Jesu durch Satan auf das Kreuz bezieht. + li + | In beiden Erzählungen begegnet also zwar sehr indirekt, aber doch für den „sehenden Leser“ klar, das Kreuz Jesu + | als zentrales Element der Sendung Jesu. + br + | Es wird im Gegenüber deutlich, dass die Sendung Jesu in die Wüste der Gottferne zum Heil der Menschen geschieht, + | die Jesus aus der Gottferne in die neue, geheilte Gemeinschaft mit Gott holt; dazu geht er selber in die Gottferne. + li + | Dass nach dem „Austausch“ und dem Gang Jesu in die Einsamkeit – also nach dem Tod am Kreuz – + | Menschen von überallher zu Jesus kommen, deutet die Auferstehung und Erhöhung Jesu an, + | wie sie auch der Abschluss der Wüstensendung andeutet. + br + | Dabei verbindet sich der Erzählzug, dass die Menschen „von überallher“ kommen, mit der Weitung am Ende des Philipperhymnus + | („alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde“), + | die bei der Wüstensendung mit Satan, wilden Tieren und Engel angedeutet ist. + li + | In Sendung Jesu einerseits und Auswirkung der Sendung Jesu andererseits wird wieder die bekannte Kombination + | aus Gal 4,4-6 (mit Röm 8,2) einerseits und Gal 3,13-14 andererseits gegenwärtig: + br + q.bibeltext + | Als aber die Zeit erfüllt war, sandte seinen Sohn, geboren von einer Frau und dem Gesetz des Geistes unterstellt, + br + | damit er die freikaufe, die unter dem Gesetz der Sünde und des Todes stehen, + br + | und damit wir die Sohnschaft erlangen. + br + | Weil ihr aber Söhne seid, sandte Gott den Geist seines Sohnes in unsere Herzen, den Geist, der ruft, Abba, Vater. + span.bibelstelle Gal 4,4-6 mit Röm 8,2 + br + | Hier ist zu beachten, dass die Erzählung von der Heilung des „Aussätzigen“ die Unterordnung Jesu unter das Gesetz andeutet + | in der Weisung Jesu an den Geheilten, sich dem Priester zu zeigen und das Reinigungsopfer darzubringen. + br + | Das Erlangen der Sohnschaft ist einerseits am unteren Ende der konzentrischen Gliederung mit Levi, dem Sohn des Alphaios, + | bebildert, der auf dem Weg der Nachfolge zu einem Sohn Gottes wird. (Und auch indirekt mit der Thematik „Schwiegermutter“ mit Petrus als Schwiegersohn.) + br + | Andererseist ist es im Gegenüber Johanneswirken/Jesustaufe ↔ Heilung des Gelähmten in der aktuellen konzentrischen Gliederung präsent, + | insofern einmal Jesus in der „Taufe“ als Gottes geliebter Sohn tituliert wird, und dieser dann selbst den Gelähmten als „mein Sohn“ anspricht. + br + | Die Geistsendung ist auch in jenem Gegenüber angedeutet, insofern einerseits Jesus den Geist Gottes empfängt und Johannes der Täufer + | von der Geisttaufe spricht, andererseits der „Gelähmte“ „getauft“ wird und so die verheißene Geisttaufe empfängt. + br + | Der Freikauf vom Gesetz wird weiterhin in + span.bibelstelle Gal 3,13-14 + | thematisiert: + br + q.bibeltext + | Christus hat uns vom Fluch des Gesetzes freigekauft, indem er für uns zum Fluch geworden ist; + br + | denn es steht geschrieben: Verflucht ist, wer am Holz hängt. + br + | Jesus Christus hat uns freigekauft, damit den Völkern durch ihn der Segen Abrahams zuteilwird + br + | und wir die Verheißung des Geistes empfangen durch den Glauben. + br + | Das Zuteilwerden des Segens für die Völker ist einerseits im aktuellen Gegenüber doppelt gegenwärtig, + | nämlich jeweils in der Weitung (Sünde/wilde Tiere/Engel → „alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde“; „von überallher“), + br + | andererseits am unteren Ende der konzentrischen Gliederung, insofern Levi zwar Jude ist, aber von seinem Beruf her wie ein Heide gilt. + br + | Ferner ist es in der Weitung von „ganz Judäa und alle Einwohner Jerusalems“ zur Mission unter allen Völkern (Juden und Heiden → doppelte Dachöffnung) + | beim Gegenüber Johanneswirken/Jesustaufe ↔ Heilung des Gelähmten abgebildet (s. o.). + br + | In jenem Gegenüber begegnet auch auf der einen Seite die Verheißung der Geisttaufe und auf der anderen der Glaube der Vier, + | der in diesem Kontext auf die Geisttaufe des Gelähmten zu beziehen ist. + + .card.slide.border-primary.mb-3 + .card-body + h5.card-title + | Weitere Gegenüberstellungen in der konzentrischen Gliederung + h6.card-subtitle.text-muted + | Die Heilung der Schwiegermutter des Petrus als Mitte der Gliederung „Galiläa I/A“ + hr + ul.card-text + li + | Die Heilung der Schwiegermutter des Petrus steht in der Mitte der Gliederung „Galiläa I/A“. + li + | Daher wurden die weiteren Gegenüberstellungen mit der Heilung der Schwiegermutter des Petrus + | als Mitte der konzentrischen Gliederung bereits besprochen: + ul.card-text + li + a(href="/nt/ev/mk/getauft/aufbruch") Jüngerberufung und Suche der Jünger nach Jesus + li + a(href="/nt/ev/mk/getauft/aufbruch") Eröffnungsruf des Wirkens Jesu und sein Neuaufbruch + li + a(href="/nt/ev/mk/getauft/er_heilte_viele") Dämonenaustreibungen in der Synagoge und Heilung der Vielen + li + | Zur Gegenüberstellung Jüngerberufung und Suche der Jünger nach Jesus + | mit der Heilung der Schwiegermutter des Petrus sei noch angemerkt: + br + | Bei der Jüngerberufung ruft Jesus die vier in seinen Dienst, sie sind ihm gehorsam – für seine Sendung. + br + | Bei der Suche der Jünger nach Jesus wollen diese ihn zurückholen, er soll ihnen gehorsam sein – gegen seine Sendung. + br + | Bei der Heilung der Schwiegermutter des Petrus ist Jesus seinen Jüngern „gehorsam“ im Rahmen seiner Sendung; + br + | auch wenn hier Jesus „gehorsam“ ist: er ist es ihm Rahmen seiner Sendung und die Jünger dienen seiner Sendung, + | indem sie ihn auf die kranke Schwiegermutter des Petrus aufmerksam mahen: eine Gemeinschaft des Dienens. + + + .card.slide.border-primary.mb-3 + .card-body + h5.card-title + q Anfang + hr + ul.card-text + li + | Der Gedanke des Anfangs spiegelt sich recht deutlich in Levi, dem (Sohn) des Alphaios – des Anfangs/Beginns/Ersten. + li + | Für Levi beginnt ein neues Leben, seine Berufung durch Jesus ist eine Lebenswende. + li + | Der Anfang des Evangeliums verbindet sich mit der Verkündigung Jesu – sie zu hören kann für die Hörer ein neuer Anfang werden. + + .card.slide.border-primary.mb-3 + .card-body + h5.card-title + q Bereitet den Weg des Herrn + hr + ul.card-text + li + | Durch seine Verkündigungstätigkeit ist Jesus selber Wegbereiter Gottes – er bringt ihnen die Königsherrschaft Gottes nahe. + li + | Im „Nachgang“ zur Heilung des „Gelähmten“ und mit der Heilung der Schwiegermutter + | des Petrus in der Mitte der konzentrischen Gliederung + br + | ist die Berufung des Levi effektiv „Neuschöpfung“ dieses Menschen nach Röm 6, + | Jesu berufender Wort schöpferisches Wort – Jesus hat den Weg Gottes zu Levi bereitet. + li + | Levi selbst hört den Imperativ „Folge mir nach!“, der dem Imperativ „Bereitet den Weg des Herrn“ entspricht: + br + | In der Nachfolge Jesu wird Levi selbst zu einem Wegbereiter des Herrn. + + .card.slide.border-primary.mb-3 + .card-body + h5.card-title + q Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg bahnen wird + hr + ul.card-text + li + | Damit verbindet sich unmittelbar das Eintreten des Levi in die Nachfolge Jesu: Jesus ist der Bote vor Levi her. + li + | Die Anklänge an die Auferstehung Jesu lassen Röm 6 – das Wandeln in der Neuheit des Lebens in der Analogie zur Auferstehung Jesu – präsent werden. + +//- + .card.mb-1.konzentr-8 + .card-body.gliederung + h5.card-title + | Inhaltsangabe/Überschrift + br + | Himmlischer Sendungsbeschluss + h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,1-3 + + .card.mb-1.konzentr-7 + .card-body.gliederung + h5.card-title Johannes in der Wüste: Seine Taufe und seine Ankündigung des Kommenden + h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,4-8 + + .card.mb-1.konzentr-6 + .card-body.gliederung + h5.card-title Die Taufe Jesu + h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,9-11 + + .card.mb-1.konzentr-5 + .card-body.gliederung + h5.card-title Die Versuchung Jesu + h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,12-13 + + .card.mb-1.konzentr-4 + .card-body.gliederung + h5.card-title Johannes tritt ab, Jesus tritt auf: Eröffnungsruf des Wirkens Jesu: Das Reich Gottes ist zum Greifen nahe! + h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,14-15 + + .card.mb-1.konzentr-3 + .card-body.gliederung + h5.card-title Die Berufung der ersten Jünger + h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,16-20 + + .card.mb-1.konzentr-2 + .card-body.gliederung + h5.card-title Die neue Lehre in der Synagoge: Jesus gekommen, um Satan/die Dämonen ins Verderben zu stürzen + h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,21-28 + + .card.mb-1.konzentr-1 + .card-body.gliederung + h5.card-title Die Heilung der Schwiegermutter des Petrus, die (daraufhin!) Jesus dient + h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,29-31 + + .card.mb-1.konzentr-2 + .card-body.gliederung + h5.card-title Die ganze Stadt vor der Tür; Jesus heilt und treibt Dämonen aus + h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,32-34 + + .card.mb-1.konzentr-3 + .card-body.gliederung + h5.card-title Rückzug und Suche, Ansage des neuen Aufbruches: „Dazu bin ich gekommen ...“ + h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,35-38 + + .card.mb-1.konzentr-4 + .card-body.gliederung + h5.card-title Erneuter Aufbruch (ganz Galiläa, Verkündigung in Synagogen, Dämonenaustreibungen) + h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,39 + + .card.mb-1.konzentr-5 + .card-body.gliederung + h5.card-title Die Heilung des Aussätzigen + h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,40-45 + + .card.mb-1.konzentr-6 .card-body.gliederung h5.card-title Jesus heilt den Gelähmten h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-1 Mk 2,1-12 @@ -145,79 +1566,3 @@ block content | während das Motiv der „Vielen“ stehts im ersten Teil zu finden ist; | das unterstreicht jeweils die Einheit, aber eben auch, dass die Doppel-Erzählung als Ganze zum Gegenüber der Kombination Taufpredigt und Taufe Jesu werden muss. - .card.mb-3.konzentr-7 - .card-body.gliederung - h5.card-title - | Inhaltsangabe/Überschrift - br - | Himmlischer Sendungsbeschluss - h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,1-3 - - .card.mb-3.konzentr-6 - .card-body.gliederung - h5.card-title - | Johannes in der Wüste: Die Verkündigung der Taufe zur Vergebung der Sünden und die Ankündigung des kommenden Stärkeren - br - | Die Taufe Jesu: Tod und Auferstehung Jesu als Wendepunkt der Heilsgeschichte - h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,4-7.9-11 - - .card.mb-3.konzentr-5 - .card-body.gliederung - h5.card-title Die Versuchung Jesu - h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,12-13 - - .card.mb-3.konzentr-4 - .card-body.gliederung - h5.card-title Johannes tritt ab, Jesus tritt auf: Eröffnungsruf des Wirkens Jesu: Das Reich Gottes ist zum Greifen nahe! - h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,14-15 - - .card.mb-3.konzentr-3 - .card-body.gliederung - h5.card-title Die Berufung der ersten Jünger - h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,16-20 - - .card.mb-3.konzentr-2 - .card-body.gliederung - h5.card-title Die neue Lehre in der Synagoge: Jesus gekommen, um Satan/die Dämonen ins Verderben zu stürzen - h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,21-28 - - .card.mb-3.konzentr-1 - .card-body.gliederung - h5.card-title Die Heilung der Schwiegermutter des Petrus, die (daraufhin!) Jesus dient - h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,29-31 - - .card.mb-3.konzentr-2 - .card-body.gliederung - h5.card-title Die ganze Stadt vor der Tür; Jesus heilt und treibt Dämonen aus - h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,32-34 - - .card.mb-3.konzentr-3 - .card-body.gliederung - h5.card-title Rückzug und Suche, Ansage des neuen Aufbruches: „Dazu bin ich gekommen ...“ - h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,35-38 - - .card.mb-3.konzentr-4 - .card-body.gliederung - h5.card-title Erneuter Aufbruch (ganz Galiläa, Verkündigung in Synagogen, Dämonenaustreibungen) - h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,39 - - .card.mb-3.konzentr-5 - .card-body.gliederung - h5.card-title Die Heilung des Aussätzigen - h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,40-45 - - .card.mb-3.konzentr-6 - .card-body.gliederung - h5.card-title Jesus heilt den Gelähmten - h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-1 Mk 2,1-12 - p.card-text - q Wie Gott Christus auferweckt hat, so auch ihr: In der Neuheit des Lebens wandeln - - .card.mb-3.konzentr-7 - .card-body.gliederung - h5.card-title - | Jesus geht am Ufer des Sees entlang; Scharen kommen und Jesus verkündet - br - | Die Berufung des Zöllners Levi - h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,13.14 -