Mk/Gestorben Verbesserung und Ergänzung

master
Peter Fischer 2021-09-20 09:42:20 +02:00
parent cac627711b
commit da1d0fc6ad
1 changed files with 56 additions and 17 deletions

View File

@ -109,6 +109,9 @@ block content
i Diese Anspielungen verbindet die beiden Erzählungen „Taufe“ und „Versuchung“ miteinander.
br
| Setzt man voraus, dass Jesus die Versuchung besteht, führt Markus sein Thema „neue Schöpfung“ bzw. „neuer Mensch“ fort.
p.card-text
| Dieser Gedanke wir dadurch unterstrichen, dass sich in dieser Gliederung das „Es geschah“ in Mk 1,4 und das „Und es geschah“ in Mk 1,9
| womit an das Schema der ersten Schöpfungserzählung angespielt wird genau gegenüberstehen am Anfang des jeweiligen Abschnittes.
.card.slide.border-primary.mb-3
@ -165,9 +168,9 @@ block content
q Er lebte bei den wilden Tieren
hr
p.card-text.mb-0
| Im Nachgang zur Taufe (Geisteinwohnung in Jesus) kann die Notiz mit den wilden Tieren anleiten, Jes 11,1-9 zu vergegenwärtigen:
| Im Nachgang zur Taufe (Geisteinwohnung in Jesus) kann die Notiz mit den wilden Tieren anleiten, Jes 11,1-9 zu vergegenwärtigen,
br
span.small (zumal dort vom „Geist der Stärke“ die Rede ist und in der konzentrischen Mitte Johannes den „Stärkeren“ verheißen hat)
| zumal dort vom „Geist der Stärke“ die Rede ist und in der konzentrischen Mitte Johannes den „Stärkeren“ verheißen hat:
q.bibeltext.card-text
| 1 Doch aus dem Baumstumpf Isais wächst ein Reis hervor, ein junger Trieb aus seinen Wurzeln bricht Frucht!
br
@ -316,12 +319,12 @@ block content
.card.slide.border-primary.mb-3
.card-body
h5.card-title Das Gegenüber von Taufe der Vielen und der Taufe Jesu in der konzentrischen Gliederung
h6.card-subtitle.text-muted Schicksalsgemeinschaft und Adam-Christus-Parallele
h6.card-subtitle.text-muted Schicksalsgemeinschaft und Adam-Christus-Parallele Der Eine für die Vielen
hr
p.card-text
| Gerade in jener Gliederung, in der durch die Anspielung auf die Schöpfungserzählungen und das Thema Versuchung
| der Sündenfall des ersten Menschenpaares präsent wird, liegen sich die Taufe Jesu einerseits
| und die Taufe der zu Johannes gekommenen Scharen andererseits gegenüber.
| Die vorliegende Gliederung setzt klar die Taufe der zu Johannes strömenden Massen („<i>ganz</i> Judäa und <i>alle</i> Einwohner Jerusalems“),
| die sich von ihm taufen lassen,
| und die Taufe des Einen, Jesus, zueinander in Beziehung.
p.card-text
| Dies kann in zwei sich ergänzende Richtungen ausgelegt werden:
.card.slide.border-secondary.mb-3
@ -343,14 +346,25 @@ block content
br
| damit auch wir, so wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, in der Neuheit des Lebens wandeln.
br
| Wenn wir nämlich mit der Gestalt seines Todes verbunden wurden, dann werden wir es auch mnit der seiner Auferstehung sein.
| Wenn wir nämlich mit der Gestalt seines Todes verbunden wurden, dann werden wir es auch mit der seiner Auferstehung sein.
span.bibelstelle.card-text Röm 6,3-5
br.mb-3
p.card-text
| Diese Lehre von der Schicksalsgemeinschaft verbindet sich mit der Tauftheologie im Sinne einer Grundlegung der Schicksalsgemeinschaft auf das Leben mit bzw. (künftig) bei Gott hin,
p.card-text.mb-0
| Diese Lehre von der Schicksalsgemeinschaft ist besonders verbunden mit der Tauftheologie;
br
| gleichzeitig beinhaltet sie den Ruf, wie Jesus zu handeln, also wie er „den Weg des Herrn zu bereiten“ und nicht (mehr) Sklave der Sünde zu sein
| (vgl. auch den weitern Fortgang in Röm 6!).
| in der Taufe wird das Schicksal des Täuflings an das Schicksal Jesu gebunden:
ul.card-text
li
| Einerseits den Tod (→ „mit ihm gestorben, begraben“, „auf den Tod Jesu getauft“, „mit der Gestalt seines Todes verbunden“; „einer ist gestorben, also sind alle gestorben“),
| als Absterben gegenüber dem früheren (von der Sünde bestimmten) Leben.
li
| Andererseits mit der Auferstehung im Sinne eines neuen Lebenswandels („... nicht mehr für sich leben, sondern für den, der für sie ...“, „in der Neuheit des Lebens wandeln“).
br
| Dies bedeutet wie Röm 6 insgesamt deutlich macht , wie Jesus für Gott und nicht für die Sünde zu leben:
br
| also wie Jesus in den Dienst des Kommens Gottes zu stellen („den Weg des Herrn zu bereiten“) und nicht (mehr) Sklave der Sünde zu sein.
li
| Schließlich mit Blick auf die Zukunft auf das sein bei Gott bzw. die eigene Auferstehung („... werden wir es auch mit der [Gestalt] seiner Auferstehung sein“, vgl. auch 1 Thess 4,13-18).
.card.slide.border-secondary
.card-body
@ -387,16 +401,41 @@ block content
span.bibelstelle.card-text Röm 5,12-21*
ul.card-text.mt-3
li
| Der Bezug zu Adam (bzw. dem ersten Menschenpaar) legt sich hier besonders durch die Anspielungen auf die Schöpfungserzählungen und das Thema Versuchung
| besonders nahe.
li Adam und Christus sind jeweils <i>der Eine</i>, der das Schicksal der zu ihm Gehörenden bestimmt (→ „Urbild“).
li Durch Adam wurden alle zu Sündern, die dem Tod anheimgefallen sind (→ Erbsünde).
li
| Durch Adam wurden alle zu Sündern, die dem Tod anheimgefallen sind
| (→ Erbsünde im Sinne einer schicksalhaften Verstrickung, aus der sich niemand selber freien kann, sondern selber zum Sünder wird).
li Durch Christus werden alle zu Gerechten, das heißt neu in die Gemeinschaft mit Gott aufgenommen.
li
| Markus spielt auf diese Thematik an, indem hier gegenüberliegend einerseits die Taufe des Einen, nämlich Jesus,
| erzählt,
br
| und andererseits schreibt, dass „<i>Ganz</i> Judäa und <i>alle</i> Einwohner Jerusalems“ zu Johannes dem Täufer zogen uns sich von ihm taufen ließen.
i Jesus ist der „neue Adam“, der der Versuchung standgehalten hat und so ein neues „Urbild“ geworden ist.
hr
.card.slide.border-secondary
.card-body
h5.card-title Der Eine, der die Vielen gerecht macht
h6.card-subtitle.text-muted Das Vierte Gottesknechtslied des Deuterojesaja
hr
q.card-text.bibeltext
| Wir hatten uns alle verirrt wie Schafe, jeder ging für sich seinen Weg.
br
| Doch der Herr ließ auf ihn treffen die Schuld von uns allen. ...
br
| Doch der Herr hat Gefallen an dem von Krankheit Zermalmten.
br
| Wenn du, Gott, sein Leben als Schuldopfer einsetzt, wird er Nachkommen sehen und lange leben. ...
br
| Mein Knecht, der gerechte, macht die Vielen gerecht; er lädt ihre Schuld auf sich.
span.bibelstelle.card-text Jes 53,6.10-11*
ul.card-text.mt-3
li Das vierte Gottesknechtslied des (Deutero-)Jesaja spielt eine ganz zentrale Rolle zur Deutung des Schicksals Jesu; darauf sind wir schon gestoßen und werden es noch öfter tun.
li
| Jesus ist der „neue Adam“, der der Versuchung standgehalten hat und so ein neues „Urbild“ geworden ist.
| Zentral wichtig ist unserem Kontext die Lebenshingabe des Einen für das Leben der Vielen im Sinne eines stellvertretenden Todes.
li
| Diese Vielen macht er dadurch „gerecht“, eröffnet ihnen also eine geheilte Beziehung zu Gott jenseits der eigenen Strafe für die Sünde, die durch den Tod des „Einen“ abgegolten ist.
//-
.small