diff --git a/views/nt/ev/mk/anfang/eingesetzt.pug b/views/nt/ev/mk/anfang/eingesetzt.pug index 043d34d..4bf2aad 100644 --- a/views/nt/ev/mk/anfang/eingesetzt.pug +++ b/views/nt/ev/mk/anfang/eingesetzt.pug @@ -3,7 +3,7 @@ include ../mixins block content - .card.mb-3.konzentr-2 + .card.mb-1.konzentr-2 .card-body.gliederung h5.card-title | Inhaltsangabe/Überschrift @@ -11,12 +11,12 @@ block content | Himmlischer Sendungsbeschluss h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,1-3 - .card.mb-3.konzentr-1 + .card.mb-1.konzentr-1 .card-body.gliederung h5.card-title Johannes in der Wüste: Johannes, der wiedergekommene Elija mit seiner Taufe: Hinweis auf den Kommenden und dessen Geisttaufe; die Scharen kommen h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,4-5 - .card.mb-3.konzentr-2 + .card.mb-1.konzentr-2 .card-body.gliederung h5.card-title Die Taufe Jesu h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,9-11 @@ -66,11 +66,11 @@ block content q Anfang | | I - h6.card-subtitle.text-muted Beginn des öffentlichen Wirkens Jesu + h6.card-subtitle.text-muted Im Vorfeld des öffentlichen Wirkens Jesu hr p.card-text | Alle Evangelien sind sich darin einig, dass das öffentliche Wirken Jesu nach seiner Taufe durch Johannes den Täufer begann, - | die Taufe für Jesus also einen Einschnitt in seinem Leben bedeutete + | die Taufe für Jesus also einen Einschnitt – also einen neuen Anfang – in seinem Leben bedeutete br | (und dann später – nach Mk 1,14 – auch der Tod des Täufers, | nach welchem Jesus dann eigenständig in der Öffentlichkeit auftrat). @@ -83,7 +83,7 @@ block content | II h6.card-subtitle.text-muted Beginn einer neuen Schöfung hr - p.card-text.mb-0 Die Wüste – als äußerer Rahmen für die Taufe (nach Mk 1,4) – steht generell für Neuanfänge: + p.card-text.mb-0 Die Wüste – als äußerer Rahmen für die Taufe (nach Mk 1,4) – assoziiert wichtige Neuanfänge in der Bibel: ul.card-text li i Schöpfung @@ -96,7 +96,7 @@ block content li i Neuanfang nach dem Exil in Babylon br - | Wüste als Beschreibung für den Zustand Jerusalems zur Zeit des Exils (Mk 1,3 → Jes 40,3). + | Wüste als Beschreibung für den Zustand Jerusalems zur Zeit des Exils (Mk 1,3 → Jes 40,3!). br | „Wüstenwanderung“ von Babylon nach Israel. br @@ -140,7 +140,7 @@ block content span.bibelstelle Gen 2,7 br | Ein Blick in den griechischen Text des Markus-Evangeliums offenbart, - | dass es in Mk 1,10 nicht heißt, dass der Geist Gottes wie eine Taube auf Jesus herabkam, + | dass es in Mk 1,10 nicht heißt, dass der Geist Gottes wie eine Taube auf Jesus herabkam, br | sondern in ihn hinein! – Wohl ein bewusster, leider durch die deutschen Übersetzungen verdeckter Bezug zu Gen 2,7! br @@ -154,12 +154,6 @@ block content | Die Art und Weise, wie Markus von der Taufe Jesu erzählt, macht deutlich: br b Markus erzählt mit der Taufe Jesu von einem „neuen Anfang“, von einer „neuen Schöpfung“: Jesus ist der Urtyp eines „neuen Menschen“. - p.card-text.small - | Hier kann uns bewusst werden: - br - | In der christlichen Tradition ist das Doppelereignis von Jesu Tod und Auferstehung der Beginn einer neuen Schöpfung, - | in die der einzelne Christ durch die Taufe hineingestellt wird (vgl. z. B. Röm 6,4). - .card.slide.border-primary.mb-3 .card-body @@ -170,18 +164,16 @@ block content | Mk 1,9 erwähnt den Täufer als Vorläufer Jesu nach Mk 1,4-8 explizit; br | mit dem „Ereignis“ Taufe, das äußerlich Johannes der Täufer an Jesus vollzieht, - | ist Jesus für sein öffentliches Wirken gerüstet (→ Geistempfang), also sein „Weg gebahnt“. + | ist Jesus für sein öffentliches Wirken gerüstet (→ Geistempfang), in gewisser Weise sein „Weg gebahnt“. .card.slide.border-primary.mb-3 .card-body h5.card-title q Und sogleich, als er aus dem Wasser stieg ... - br - | Taufe und Tod Jesu und ihre „Beziehung“ zueinander - h6.card-subtitle.text-muted Die Taufe als Gegenpart zum Tod Jesu + h6.card-subtitle.text-muted Die Erzählung von der Taufe Jesu als Erzählung von Tod und Auferstehung Jesu hr p.card-text.mb-0 Die Erzählungen von Tod und Taufe Jesu sind im Markus-Evangelium klar als Kontrapunkte zueinander in Beziehung gesetzt: - ul.card-text + ul.card-text.mb-0 li i Elija, bzw. Beginn ↔ Ende br @@ -210,33 +202,57 @@ block content br | im Zuge des Todes Jesu spricht der heidnische Hauptmann das Bekenntnis: „Wahrhaftig, dieser Mensch war Sohn (eines) Gottes“. p.card-text - | Insgesamt also Hereinbrechen der Wirklichkeit Gottes bei der Taufe Jesu, Gottferne bei der Kreuzigung Jesu. + i Insgesamt also Hereinbrechen der Wirklichkeit Gottes bei der Taufe Jesu, Gottferne bei der Kreuzigung Jesu. + p.card-text.mb-0 Zwei Interpretationen sind möglich: ol.card-text li | Der Tod Jesu am Kreuz ist die Umkehrung der Taufe. br - | Dann aber ist das Ende des Markus-Evangeliums trotz Auferstehungsbotschaft eigentlich nicht auszuhalten. - li - | Die Taufe Jesu ist – in ihrer positiven Hälfte des Heraussteigens aus dem Wasser – die Umkehrung des Kreuzestodes. + | Dann aber ist das Ende des Markus-Evangeliums trotz Auferstehungsbotschaft eigentlich nicht auszuhalten: br - | Dafür sprechen: - ul.card-text - li Das Gegenüber zum Tod Jesu ist generell die Auferstehung. - li In Mk 10,35-40 wird mit dem Chiffre „Taufe“ eindeutig der Tod Jesu bezeichnet. - br - span.small Das ist zu beziehen auf die negative Hälfte der Taufe, nämlich das Hinabsteigen ins Wasser. - li - | Paulus spricht in Röm 6 von der „Taufe auf den Tod Jesu“ bei gleichzeitigem Aufruf zum „Wandel in der Neuheit des Lebens“. - li - | Wasser ist – auch in der christlichen Taufsymbolik – Symbol für das Urchaos („Urflut“ → siehe oben, „Anfang“ II); - br - | auch im Markus-Evangelium ist das Wasser teils Ort der Gefahr und des Todes, vgl. Mk 4,35-41; 6,45-52. - br - span.small - | Wenn Jesus in Mk 6,45-52 auf dem Wasser gehen kann, dann zeigt dies, dass er – als Auferstandener – über den Tod erhaben ist; - br - | denn er ist – ein für alle Mal – „aus dem Wasser gestiegen“ = auferstanden. + q.bibeltext + | Da verließen sie [= die Frauen] das Grab und flohen; denn Schrecken und Entsetzen hatte sie gepackt. + br + | Und sie sagten niemand etwas davon [= von der Auferstehung Jesu]; denn sie fürchteten sich. + span.bibelstelle Mk 16,8 + li + | Die Taufe Jesu – sein Heraussteigen aus dem Wasser mit den Begleiterscheinungen – ist die Umkehrung des Kreuzestodes. + + p.card-text.mb-0 Folgende Beobachtungen im Markus-Evangelium sind in diesem Zusammenhang wichtig: + ul.card-text + li In Mk 10,35-40 wird mit dem Chiffre „Taufe“ eindeutig der Tod Jesu bezeichnet und dabei in die Zukunft geblickt: auf den Weg, der noch vor Jesus liegt. + li + | In Mk 6,45-52 kann Jesus auf dem Wasser gehen. + br + | Das Wasser ist in jener Erzählung (wie auch in Mk 4,35-41) Ort der Gefahr und des Todes, + | Symbol für das Urchaos („Urflut“ → „Anfang“ II). + br + | Bezieht man die Notiz, dass Jesus bei der Taufe „aus dem Wasser gestiegen“ ist, auf seine Auferstehung, klärt sich seine übernatürliche Fähigkeit: + br + | Jesus ist in seiner Auferstehung ein für alle Mal „aus dem Wasser gestiegen“; daher kann er auf dem Wasser gehen. + + p.card-text + | Unterstützend kommt hinzu, dass Paulus in Röm 6 die Taufe der Christen in Röm 6,1-14 in Analogie zu Tod und Auferstehung Jesu setzt: + br + | er spricht dort einerseits von der „Taufe auf den Tod Jesu“, von Mitbegraben- und Mitgekreuzigtsein, + br + | andererseits – in Analogie zur Auferstehung Jesu – vom „Wandel in der Neuheit des Lebens“. + br + | Durch die Taufe wird der einzelne Christ in die in Tod und Auferstehung Jesu grundgelegte und begonnene Neue Schöpfung hineingestellt (vgl. z. B. Röm 6,4); + br + | dabei ist in Röm 6,1-14 Jesus gerade als Auferstandener Urtyp des „neuen Menschen“, wie auch bei Markus die Erzählung von der Taufe Jesu + | ganz vom Gedanken einer „Neuen Schöpfung“ geprägt ist (→ „Anfang“ II) und Jesus auch hier (und im weitern Verlauf → Versuchungserzählung) als Urtyp des „neuen Menschen“ erscheint. + + p.card-text + | Die Verknüpfung von Tod Jesu und Taufe Jesu in Mk 10,35-40, die Bedeutung des Wassers in Mk 6,45-52 (und Mk 4,35-41) und Jesu Gehen darauf sowie das + | bei der Taufe Jesu überpräsente Thema „Neue Schöpfung“ mit Gottes Handeln an Jesus (Geisthineinkunft) machen es sehr wahrscheinlich, + | dass die Erzählung von der Taufe Jesu am Anfang des Evangeliums als Erzählung von Tod und Auferstehung Jesu zu begreifen ist: + br + | Wie die christliche Tauftheologie die Taufe der Christen mit Tod und Auferstehung Jesu verbindet, + br + | so erzählt Markus die Taufe Jesu selbst als Ereignis seines Todes und seiner Auferstehung. + p.card-text i Ergebnis br @@ -245,17 +261,24 @@ block content | (Taufe im Sinne des Hinabsteigens in Wasser = Tod) b und von der Auferstehung Jesu | („Als er aus dem Wasser stieg ...“). - p.card-text - | Gerade als Auferstandener ist Jesus Urtyp des „neuen Menschen“, vgl. Röm 6,1-14! p.card-text | Mithin ist also im ganzen Evangelium, vor allem bei den Wundern Jesu, zu bedenken: br i Jesus ist – wo er nicht klar als Vorösterlicher zu erkennen ist (Leiden, Tod) – schon auch der Auferstandene. - p.card-text - | Die Ansage „Evangelium Jesu Christi, Sohn (eines) Gottes“ spiegelt sich hier in der Tauferzählung; + + p.card-text.mb-0 + | Die Taufe ist als zweiteiliges Ereignis zu sehen br - | das ist ein wichtiges Indiz, dass auch Markus – wie Paulus – mit „Evangelium“ vor allem Jesu Tod und Auferstehung meint - | (und nur indirekt eine Erzählung vom Leben Jesu; siehe Gattung) + | und das Wasser – wenn auch bei Paulus als Element nicht eigens erwähnt – als Symbol für Urchaos bzw. den Tod zu verstehen: + ol.card-text + li + i Hineinsteigen in das Wasser + br + | Gleichsam Eintauchen/Hineingehen in das Reich des Todes. + li + i Heraussteigen aus dem Wasser + br + | Gleichsam – neugeboren – dem Reich des Todes entsteigen. .card.slide.border-primary.mb-3 .card-body @@ -289,6 +312,30 @@ block content br | dies unterstreicht den obigen Befund. + .card.slide.border-primary.mb-3 + .card-body + h5.card-title + q Anfang des Evangeliums Jesu Christi, Sohn (eines) Gottes + h6.card-subtitle.text-muted Tod und Auferstehung Jesu als „Anfang des Evangeliums“ + hr + ul.card-text + li + | Ohne Zweifel verbinden sich das „Sohn (eines) Gottes“ in der Überschrift des Evangeliums und das „Du bist mein geliebter Sohn“ + | der „Stimme vom Himmel“ [= Stimme Gotes]. + li + | „Evangelium Jesu Christi“ bezieht sich auf das Geschehen der Taufe, + br + | also auf das christologische Doppelereignis von Tod und Auferstehung Jesu; + br + | dies ganz im paulinischen Sinne von „Evangelium“. + br + span.small + | Das ist ein wichtiges Indiz, dass auch Markus – wie Paulus – mit „Evangelium“ vor allem Jesu Tod und Auferstehung meint + br + | (und nur indirekt eine Erzählung vom Leben Jesu; siehe Gattung). + li + | Tod und Auferstehung Jesu sind Grund und Inhalt des Evangeliums, in diesem Sinne „Anfang“ des Evangeliums. + .card.slide.border-primary.mb-3 .card-body h5.card-title @@ -387,7 +434,7 @@ block content | → Viertes Lied vom Gottesknecht; br | versteht man die Erzählung der Taufe von Tod und Auferstehung Jesu her, - | dann ist dieser Bezug sehr nahe liegend; vgl. auch das „Sehen“ in Jes 53,11 und Mk 1,10! + | dann ist dieser Bezug sehr naheliegend; vgl. auch das „Sehen“ in Jes 53,11 und Mk 1,10! br span.small Die Gerechtsprechung der Vielen in Bezug auf Taufe bzw. Tod und Auferstehung Jesu wird immer wieder Thema bei Markus sein. @@ -396,7 +443,7 @@ block content .small | Weitere konzentrische Beziehungen .card-body - .card.slide.border-primary.mb-3 + .card.slide.border-primary.mb-2 .card-body h5.card-title Jesus wird von Johannes getauft h6.card-subtitle.text-muted Selbstverleugnung Jesu @@ -419,11 +466,11 @@ block content br | So kann Jesus die Geisttaufe vollziehen. - .card.slide.border-secondary.mb-3 + .card.slide.border-primary.mb-3 .card-body h5.card-title Die Konzentrik von Mk 1,1-3 in Mk 1,1-11 hr - p.card-text.mt-0 Die konzentrische Gliederung von Mk 1,1-3 im Kleinen entspricht der konzentrischen Gliederung von Mk 1,1-11 im Großen: + p.card-text.mb-0 Die konzentrische Gliederung von Mk 1,1-3 im Kleinen entspricht der konzentrischen Gliederung von Mk 1,1-11 im Großen: ul.card-text li Mk 1,1-2a: Jesus, Gottes Sohn; Ankündigung Jesaja-Zitat br