IIIA gesplittet: Bezüge zu Gal & Co. verdeutlicht und ausgebaut
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h6.card-title Über Ehe und Ehescheidung
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 10,2-12
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 10,2-12
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| <q>Nur weil ihr so hartherzig seid, hat er [= Mose] euch dieses Gebot gegeben.</q>
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br
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| Darin steckt eine doppelte Aussage:
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li
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| Die Hartherzigkeit des Menschen, offenbar als eine grundsätzliche Einschätzung/Beschreibung
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| des Menschen verstanden, sonst müsste man sie nicht in einem Gebot berücksichtigen.
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li
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| Das Gesetz enthält <q>Erleichterungen</q> aufgrund dieser Hartherzigkeit,
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| die eigentlich im Konflikt mit der Schöpfungsordnung stehen! (<q>Am Anfang der Schöpfung aber ...</q>!)
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br
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| Damit verbindet sich subtil eine Stellungnahme zum Gesetz: Es löst das Problem der Hartherzigkeit
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| des Menschen nicht; sonst bräuchte es keine Berücksichtigung der Hartherzigkeit.
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br
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| Gleichzeitig ist das Gesetz ein <i>Rückschritt</i> gegenüber dem (in den Augen Gottes/Jesu besseren)
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| ursprünglichen Schöpfungerwillen.
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| Man beachte die Analogie in der Sichtweise hier
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| – die Schöpfungserzählung enthält den eigentlichen Schöpferwillen, das mosaische Gesetz ist
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| quasi eine <q>Verwässerung</q> aufgrund der Hartherzigkeit des Menschen – mit der Argumentation
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| des Paulus, der der an Abraham ergangenen Verheißung den Vorrang
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| vor gibt vor dem später gegebenen Gesetz in Gal 3.
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h6.card-title Die Segnung der Kinder
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| Antwort Jesu I:
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q Warum nennst du mich gut? Niemand ist gut außer der eine Gott!
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 10,18
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p.card-text.small Das ewige Leben erscheint in Reichweite des eigenen Tuns.
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p.card-text.small <q>Erben</q> als quasi natürlicher Vorgang.
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| Die Frage des Mannes ist fragwürdig, vermischt sie doch zwei eigentlich unterschiedliche Dinge:
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ul.small
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li Einmal geht es um ein <i>Tun</i>, das zum ewigen Leben führt.
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li
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| Andererseits ist die Rede vom <i>Erben</i> des ewigen Lebens. Doch ist Erben normalerweise
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| nicht Folge eines bestimmten Tuns, sondern erfolgt aufgrund eines bestimmten Verhältnisses
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| zu einem anderen Menschen.
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| Ebenso fragwürdig ist die Antwort Jesu, stellt er sich doch mit ihr
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| auf die Seite des (sündigen!) Menschen, nicht auf die Seite Gottes.
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br
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| Das muss auffallen, bildet er doch sonst im ganzen Markus-Evagelium eine Einheit mit Gott –
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| bis auf die Erzählung von der Kreuzigung Jesu, in der die Gottferne
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| (<q>Mein Gott ... warum hast du mich verlassen?</q>; Aushauchen des Geistes) sehr eindrücklich betont wird.
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| Hier muss bedacht werden, dass im Folgenden aus den Zehn Geboten zitiert wird und schon in der
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| nicht weit vorausgehenden Erzählung zu Ehe und Ehescheidung der Blick auf das jüdische Gesetz gerichtet war.
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br
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| Wenn man aber die Stellung Jesu bzw. seiner Kreuzigung – die ja in der bald folgenden Leidensankündigung und
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| dann besonders in Mk 10,45 als Heilsereignis präsent ist – zum Gesetz anschaut, dann stößt man
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| auf Dtn 21,23, von Paulus in Gal 3,13 zitiert.
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br
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| Gal 3,13 lautet insgesamt: <q>Christus hat uns vom Fluch des Gesetzes freigekauft,
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| indem er für uns zum Fluch geworden ist; denn es steht schrieben: Verflucht ist jeder, der am Holz hängt.</q>
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| Bezeichnenderweise spricht Mk 10,45 vom Lösegeld.
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| Jetzt muss auffallen, dass Paulus in Gal 3,14-18 (und dann auch in Gal 4,1-7) vom <q>Erben</q> im Hinblick
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| auf das Heil Gottes spricht.
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br
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| In Gal 3,18 findet sich die Aussage, dass sich das Erbe nicht aus dem Gesetz herleiten lässt,
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| sondern nur aus der Verheißung Gottes an Abraham, die der Gabe des Gesetzes vorausgeht und durch
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| jenes nicht aufgehoben werden kann.
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br
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| In Gal 3,6-12 hatte Paulus unterstrichen, dass das Gesetz auf dem Prinzip des Tuns aufbaut,
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| der Bund Gottes mit Abraham aber bzw. die Teilhabe an dessen Verheißung (<q>Segen für die Völker</q>, Gal 3,8)
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| – von Abraham her (Gen 15,6 → Gal 3,6-7.9!) –
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| auf dem Prinzip Glauben beruht.
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br
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| Da aber das Erbe sich nicht aus dem Gesetz herleiten lässt,
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| lässt es sich auch nicht aus dessen Prinzip <q>Tun</q> herleiten;
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| es ist vielmehr aus der Verheißung herzuleiten, und damit mit dem Glauben zu verbinden,
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| wenn man die Analogie der Gegenüberstellungen konsequent durchzieht.
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br
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| Auch wenn das von Paulus nicht näher ausgeführt ist, gehen klar <q>Erbe(n)</q>
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| und <q>Glaube</q> zusammen, ist man doch durch den Glauben Sohn Abrahams (Gal 3,7!)
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| und Erbe der Verheißung (Gal 3,26-29!).
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br
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| Somit stehen <q>Erbe</q> und <q>Tun</q> in der Gegenüberstellung von Gal 3 nicht auf derselben Seite,
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| ja sind <q>Erben</q> und <q>Tun</q> letztlich Gegensätze.
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br
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| Dass damit der oben schon aufgrund der im Begriff <q>Erben</q> enthaltenen Bedeutung
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| und Unterscheidung zum Tun beschriebe Sachverhalt getroffen ist,
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| ist zumindest ein schöner Nebeneffekt, könnte aber bei der Wahl der Begrifflichkeiten durch Paulus
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| auch eine Rolle gespielt haben.
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br
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| Letztlich wird man sagen können, dass sich das fragwürdige Nebeneinander von <q>Tun</q>
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| und <q>Erben</q> in der Frage des Mannes der Gegenüberstellung von <q>Glaube/Verheißung/<i>Erbe</i></q>
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| und <q>Tun/Gesetz</q> in Gal 3 verdanken und darauf Bezug nehmen dürfte.
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//- br
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//- | In Gal 3,6-12 stellt er die Prinzipien <q>Glaube</q> und <q>Tun</q>/Gesetz einander gegenüber,
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//- | wobei er den Glauben vom Bund mit Abraham her ableitet: alle, die wie er glauben,
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//- | <q>erben</q> den dem Abraham verheißenen Segen, der letztlich mit dem ewigen Leben identisch ist.
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//- br
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//- | In Gal 3,18 findet sich die Aussage, dass sich – aufgrund des (zeitlichen) Zusammenhangs zwischen Verheißung
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//- | an Abraham und Gesetz – das Erbe nicht aus dem Gesetz (und damit nicht aus dem Prinzip des Tuns) herleiten lässt
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//- | (womit implizit Erbe und Glaube verbunden werden – was zu obiger Unterscheidung passt, sowie zu dem,
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//- | was Paulus in Gal 3,6-12 sagt; ferner gebraucht er nur für den Bund zwischen Gott und Abraham
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//- | den Begriff <q>Testament</q> – dem der Begriff <q>Erbe</q> entspricht –, nicht aber für das mosaische Gesetz).
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//- br
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//- | Damit haben wir effektiv die Gegenüberstellung <q>Erben</q> und <q>Tun</q>/Gesetz – genauso wie in dieser
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//- | Erzählung im Markusevangelium.
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span.small
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| In Gal 4,1-7 verwendet Paulus nochmal das Worte <q>Erbe</q> und schließt mit
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| der Aussage, dass Gott durch den Freikauf in Christus den Menschen
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| die Sohnschaft verliehen hat, womit sich das Erbe verbindet, dies alles aber
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| Werk Gottes ist: <q>Daher bist du nicht mehr Sklave, sondern Sohn;
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| bist du aber Sohn, dann auch Erbe, <i>Erbe durch Gott</i>.</q> (Gal 4,7)
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br
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| Dem entspricht die Auffassung in Mk 10,27, dass Rettung nur durch Gott möglich ist.
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@ -69,6 +175,15 @@ block content
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| Die Zehn Gebote
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 10,19
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p.card-text.small – die aber nicht <q>reichen</q>, wie Mk 10,21 zeigen wird!
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p.card-text.small
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| Auffällig ist, wie Markus die Gebote aufführt: Er überspringt
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| den auf Gott bezogenen Teil (wobei man <q>der eine Gott</q> auch als
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| Reminiszenz an das erste Gebot verstehen kann),
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| im ethischen Teil verbindet er das neunte und zehnte zur Weisung
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| <q>Du sollst keinen Raub begehen</q>, vor allem aber fällt auf,
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| dass er, der sich sonst an die korrekte Reihenfolge hält,
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| das vierte Gebot an das Ende stellt, damit aber eben jenes Gebot
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| besonders hervorhebt, dem er sich in Mk 7,10-13 besonders gewidmet hatte.
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.card.konzentr-2.mb-1
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@ -76,22 +191,74 @@ block content
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| Die Reaktion des Mannes:
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| Freudige Zuversicht.
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 10,20
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p.card-text.small – offenbar nicht verstanden habend, was Jesus in Mk 10,18 gesagt hat!
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p.card-text.small
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| Die Aussage des Mannes muss verwundern, gerade auch angesichts von Mk 10,18:
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| <q>Niemand ist gut außer der eine Gott.</q>
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.card.konzentr-1.mb-2
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h6.card-title Alles verkaufen, Geld den Armen geben, Jesus nachfolgen: Reichtum als <q>Lösegeld</q> für die Armen geben
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 10,21
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 10,21
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//- Nur das Wort Jesu gehört in die Mitte - korrespondierend zu 10,45!
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//- Beide Sätze ergänzen sich!
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//- außerdem ist die negative Antwort das Gegenüber zum richtigen Verhalten der 'Vielen'' in 10,46-49
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p.card-text.small
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| Dass sich der Mann offenbar vorbildlich an das jüdische Gesetz hält, heißt nocht nicht – um Mk 10,18 aufzugreifen –
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| dass er <q>gut</q> ist, also das Ersehnte – das ewige Leben – schon erreicht hätte.
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| Wie ist das zu verstehen?
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br
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| Innerhalb des Markus-Evangeliums gibt es einen klaren Hinweis, auf den man stößt, wenn man die oben
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| gemachte Beobachtung bzgl. Reihenfolge der Gebote bedenkt: das 4. Gebot steht am Ende und dieses
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| war in Mk 7,10-13 Thema.
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br
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| Dort greift Markus eine offenbar zu seiner Zeit gültige Auslegung auf, wie man dieses Gebot auch erfüllen kann.
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| Doch geht man damit – und das ist die Kritik im Munde Jesu – am eigentlichen Sinn des Gebotes vorbei.
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| Sprich: man erfüllt das Gebot (in den Augen der Menschen), und erfüllt es doch nicht (in den Augen Gottes).
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p.card-text.small
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| Im Korpus Paulinum gibt es eine Aussage, die der des Mannes in Mk 10,20 sehr ähnelt, und zwar in Phil 3,6.
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| Dort erklärt Paulus, er sei <q>untadelig gemessen an der Gerechtigkeit, die im
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| Gesetz gefordert ist.</q>
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br
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| Gleich darauf jedoch spricht er davon, dass er aufgrund der Erkenntnis Christi Jesu (→ Blindenheilung?),
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| die alles überrage, <i>alles aufgegeben</i> habe, um Christus zu gewinnen.
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br
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| Das ist ein deutliches Zeugnis dafür, dass Paulus vor seiner Berufung keinerlei Konflikt zwischen sich und dem jüdischen
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| Gesetz gesehen hat – genauso wie der Mann hier.
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| Wäre nicht Christus gekommen bzw. seine Erkenntnis Christi Jesu, er hätte nichts
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| vermisst und er war – wie er Gal 1,14 festhält – jemand, der sich <q>mit dem größtem Eifer</q> sich
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| für die jüdischen Überlieferungen eingesetzt hat.
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| Er musste lernen,
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| dass es vor Gott um etwas tieferes geht als die (äußere) Erfüllung der göttlichen Gebote –
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| genauso wie der Mann hier.
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br
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| Vgl. 1 Kor 13: <q>Hätte ich die Liebe nicht ...</q>.
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br
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| Und heißt es nicht schon im Alten Testament – was Markus in Mk 12,28-34 explizit aufgreifen wird:
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| <q>Du sollst den Herrn, deinen Gott, <i>lieben</i>!</q> (Dtn 6,4-5) und <q>Du sollst deinen Nächsten <i>lieben</i>
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| wie dich selbst</q> (Lev 19,18).
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p.card-text.small
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span.small
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| Das ist wohl die Antwort auf die zunächst divergierenden Aussagen gerade auch bei Paulus: einerseits
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| <q>Alle haben ja gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren.</q> (Röm 3,23); <q>alle sündigten</q> (Röm 5,12);
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| auch <q>Wegen der Übertretungen wurde es [= das Gesetz] hinzugefügt</q>. (Gal 3,19);
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| andererseits <q>ich war untadelig gemessen an der Gerechtigkiet, die im Gesetz gefordert ist.</q> (Phil 3,6)
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br
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| Gerade Gal 3,19 ist aus der Perspektive Gottes zu verstehen – wie ja Paulus auch deutlich zu verstehen gibt,
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| dass seine veränderte Sicht (erst!) durch die Erkenntnis Christi Jesu gekommen ist.
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| Dass der Mensch subjektiv der Meinung ist, alles richtig zu machen, heißt nicht, dass es auch
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| aus der Perspektive Gottes so ist. Davon legt gerade Mk 7,10-13 Zeugnis ab!
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| Nüchern, aus der Perspektive Gottes betrachtet, ist die in Mk 7,10-13 erwähnte Möglichkeit zur
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| Erfüllung des Elterngebotes ein klarer Verstoß gegen dasselbe – wenn man aus der Perspektive
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| der Liebe heraus denkt, die man einander schuldet.
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.card.konzentr-2.mb-2
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h6.card-title
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| Negative Reaktion auf das Wort Jesu
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| Frage, wer überhaupt gerettet werden kann (angesichts des <q>Preises</q> der Nachfolge)
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| Frage, wer überhaupt gerettet werden kann
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 10,22-27
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p.card-text.small – Doch es gibt Hoffnung: <q>Für Gott ist alles möglich.</q>
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@ -102,7 +269,20 @@ block content
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h6.card-title
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| Die Reaktion des Mannes:
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| Er geht betrübt weg.
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 10,22
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 10,22
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p.card-text.small
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| Dass der Mann weg geht, offenbart seine Hartherzigkeit.
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br
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| Man beachte, dass man um 10,13-16 (Segnung der Kinder) konzentrisch
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| gliedern kann und sich dann 10,2-12 (Ehe und Ehescheidung: Hartherzigkeit)
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| und 10,17-28 gegenüberstehen. Auch ist im Kontext des hier
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| einbezogenen Mk 7,10-13 mit Aufgriff von Jes 29,13 gesagt,
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| dass das Herz (des Volkes) weit weg von Gott sei (Mk 7,6-7).
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br
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| Bei aller Erfüllung der Gebote ist dem Mann doch Hartherzigkeit
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| zu attestieren, die ihn von seinen Mitmenschen und von Gott trennt –
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| genauso wie in Mk 7,10-13 zwar formal das Elterngebot erfüllt wird,
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| aber die echte Liebe zu den Eltern auf der Strecke bleibt.
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.card.konzentr-3.mb-1
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.card-body.gliederung
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@ -112,7 +292,15 @@ block content
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| es mangelt an <q>Selbstverleugnung und Kreuztragen</q>.
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br
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| Die jeweilige Reaktion der Jünger: Bestürzung und Schrecken
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 10,23-26a
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 10,23-26a
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p.card-text.small
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| Im konzentrischen Gegenüber zu den Geboten und im Schatten der
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| Hartherzigkeit wird effektiv festgehalten, dass eine Rettung
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| durch das Gesetz ausgeschlossen ist, dass es das von Jesus
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| geforderte Mehr braucht.
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| Gerade dies kann Furcht und Schrecken auslösen.
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br
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| Man beachte hier die verallgemeinernde Formulierung in Mk 10,24!
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.card.konzentr-4.mb-1
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.card-body.gliederung
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@ -123,7 +311,61 @@ block content
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| Antwort Jesu:
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q Für Menschen ist das unmöglich, aber nicht für Gott; denn für Gott ist alles möglich.
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 10,26b-27
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p.card-text.small Statt vom Erben ist nun von Rettung die Rede!
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p.card-text.small
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| Das ewige Leben liegt außerhalb menschlicher Möglichkeiten
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| (<q>was muss ich tun ...</q>), nur Gott kann es geben: als (unverdients) Erbe,
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| als <i>Rettung</i>!
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p.card-text.small
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| Im Blick auf die gegenüberliegende, rechte Seite der Gliederung
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| wird auch deutlich, woran Markus hier denkt:
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| Die Wandlung des Menschen.
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br
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| Doch davon erzählt Markus nicht umsonst zwischen
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| Mk 10,45 – Jesus gibt sein Leben als Lösegeld für viele – und der Heilung
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| des blinden Bartimäus.
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| Es braucht die Erlösung in Christus,
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| und es braucht beim Menschen ein Wunder, das dieses Ereignis verstehen lässt:
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| es braucht <q>Offenbarung</q> (Gal 1,16) bzw. die
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| <q>Erkenntnis Christi Jesu</q> (Phil 3,8) – jeweils als Werk Gottes vorzustellen; eben ganz
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| im Sinne der Blindenheilungen, die den Meta-Teil <q>Auf dem Weg</q>
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| rahmen.
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br
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| Hier ist das Gesetz difizitär: Es kann den Menschen nicht aus
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| seiner Hartherzigkeit (bzw. allgemein: Sündhaftigkeit) befreien.
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br
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| Es braucht daher ein neues Heilshandeln Gottes, das sich in Christus ereignet hat.
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p.card-text.small
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| In Gal 3,21-22 schreibt Paulus: <q>Wäre ein Gesetz gegeben worden,
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| das die Kraft hat, lebendig zu machen, dann käme in der Tat
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| die Gerechtigkeit aus dem Gesetz; aber die Schrift hat alles unter der Sünde
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| eingeschlossen, damit die Verheißung aus dem Glauben an Jesus Christus
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||||
| denen gegeben wird, die glauben.</q>
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br
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| Bei Bartimäus – und nicht nur bei ihm – heißt es: <q>Dein Glaube hat dich gerettet.</q> (Mk 10,52)
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p.card-text.small
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span.small
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| Man mag einwenden, dass Jesus hier nicht mit der Forderung nach Glauben antwortet,
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| sondern tatsächlich auf die Frage nach dem Tun, indem er sagt, was zu tun ist.
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br
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| Doch ist gerade das hier geforderte Tun nur dem möglich, der die gegenüberliegende
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| Aussage Mk 10,45 verstanden hat und sie für sich bejaht und annimmt, eben glaubt.
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| Der Mann hier <i>muss</i> scheitern, weil er den Glauben nicht hat, weil er in
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| der Hartherzigkeit gefangen ist, weil das in Mk 10,45 beschriebene Heilsereignis sich an ihm
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| (noch) nicht ausgewirkt hat.
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br
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| Eine Brücke kann man in Gal 5,6 sehen, wo vom <q>Glauben, der durch die Liebe wirkt</q> die Rede ist –
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| auch bei Paulus ist der Glaube – in der Folge – notwendig(!) mit einem bestimmten Verhalten verbunden.
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p.card-text.small
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||||
| Das ist es also, was dem Gesetz fehlt und auf das wir oben schon gestoßen sind: es kann nicht lebendig machen,
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| es kann die Hartherzigkeit des Menschen nicht wegnehmen, muss vielmehr damit umgehen;
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| von daher kann man auch im Sinne des Markus sagen, das Gesetz habe alles unter der Sünde eingeschlossen:
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| es bietet keinen Ausweg aus der Sünde, hier in Gestalt der Hartherzigkeit,
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| ja es legt selber davon Zeugnis ab, dass der Mensch so, wie er durch die Sünde geworden ist,
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| nicht mehr dem guten Schöpferwillen entspricht.
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br
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| Es braucht ein göttliches Rettungshandeln! Von ihm erzählt Markus: Jesus hat sein Leben hingegeben
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| als Lösegeld für viele (Mk 10,45) und Gott öffnet die Augen zum Verstehen dieser Botschaft: das Evangelium
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| kann tatsächlich Menschen wandeln, wie Markus es in der gegenüberliegenden Erzählung Mk 10,46-49 erzählt.
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||||
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.card.konzentr-3
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||||
.card-body.gliederung
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||||
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@ -161,7 +403,8 @@ block content
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|||
| Blickt man von der Anspielung auf die Taufe her auf die gegenüberliegende
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| Formulierung 10,6-8 <q>Am Anfang der Schöpfung hat Gott sie männlich und weiblich erschaffen.
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| ... und sie werden ein Fleisch sein. Sie sind also nicht mehr zwei, sondern <i>ein</i> Fleisch.</q>,
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| kann einem Gal 3,27-28 in den Sinn kommen:
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||||
| kann einem (nicht zuletzt durch die bereits auf der linken Seite aufgefallenen Bezüge zu Gal 3)
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| Gal 3,27-28 in den Sinn kommen:
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||||
| <q>Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen. Es gibt nicht mehr Juden
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| und Griechen, nicht Sklaven und Freie, nicht männlich und weiblich; denn ihr alle seid <i>einer</i> in Christus Jesus.</q>
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| Angeregt durch die Gegenüberstellung von 10,2-12 und 10,35-40 ergänzt der Paulusbriefkundige von 10,6-8 her in 10,35-40
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| Die <q>Familie Gottes</q> soll eine integrierende sein, in der das Ansehen des Standes nicht gilt – in Mk 10,13-16
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| die Kinder, in Gal 3,28 die Sklaven –, in der Gleichheit gilt – in Mk 10,35-40 die Frage nach den besonderen Plätzen,
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| in Mk 10,2-12 gleiche Regeln für Mann und Frau, in Gal 3,28 <q>nicht (mehr) männlich und weiblich</q>
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| [das <q>nicht Jude noch Grieche</q> ist dem Markus auch sonst ein Anliegen] und wo es keinen Platz für
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| [das <q>nicht Jude noch Grieche</q> ist dem Markus auch sonst ein Anliegen] – und wo es keinen Platz für
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| Hartherzigkeit geben darf, die Menschen aus der Gemeinde vertreibt.
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| In 10,(2-)10-12 fällt auf, dass Markus Jesus sowohl den Fall <q>Mann entlässt Frau</q> als auch den Fall
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| <q>Frau entlässt Mann</q> ansprechen lässt. Das wird allgemein daher verstanden, dass ein solcher
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| <q>Frau entlässt Mann</q> ansprechen lässt. Das wird allgemein so verstanden, dass ein solcher
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| Vorgang im griechisch-römischen Kulturkontext durchaus möglich war und Markus beide Fälle bedacht wissen wollte. Es könnte aber auch sein,
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| dass hinter diesem Gedanken auch der Bezug zu Gal 3,27-28 steht, zumindest könnte die Taufstelle
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| dass hinter diesem Gedanken der Bezug zu Gal 3,27-28 steht, zumindest könnte die Taufstelle
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| im Galaterbrief (auch) Impuls dafür gewesen sein.
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| Oben sind wir auf den (wahrscheinlichen) Bezug zu Gal 3,27-28 gestoßen.
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| Die linke Seite kann überraschend deutlich mit dem Galaterbrief
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| in Verbindung gebracht werden, vor allem Gal 3.
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| In 10,18 war die Rede vom <i>einen</i> Gott und in 10,19 wurden die Gebote erwähnt, vielleicht
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| auch als Anspielung auf das jüdische Gesetz insgesamt.
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| Hinzu kommt: In 10,18 war die Rede vom <i>einen</i> Gott, was angesichts der dann zitierten
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| Gebote eine Reminiszenz an das erste Gebot sein kann,
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| doch ist auch hier ein Bezug zum Galaterbrief nicht auszuschließen,
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| denn in Gal 3,20 heißt es: <q>Gott aber ist der Eine</q>.
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| Hier nun wird die
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| (vermeintliche) Erfüllung der Gebote als nicht ausreichend für den Eintritt in das ewige Leben bezeichnet.
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| Angesichts des aufgrund der Verfallenheit des Menschen an die Sünde als Heilsfaktor
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| ausfallenden Gesetzes verkündet Gal 3,19-29 als Ausweg: Christus, Glaube, Taufe. –
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| Alles dies begegnet auch hier.
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| In Gal 3,19-29 findet sich nun nicht nur die Feststellung <q>Gott aber ist der Eine</q> (3,20),
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| sondern heißt es auch: <q>Wäre ein Gesetz gegeben worden, das die Kraft hat, lebendig zu machen,
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| dann käme in der Tat die Gerechtigkeit aus dem Gesetz</q> (3,21); sprich: Das Gesetz ist – angesichts des
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| sündigen Menschen! – defizitär. Ausweg nach Gal 3,19-29: Christus, Glaube, Taufe.
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| Dieser Bezug nicht nur von 10,35-40 zu Gal 3,27-28 sondern von 10,2-31 zu Gal 3,19-29 insgesamt
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| Dieser Bezug nicht nur von 10,35-40 zu Gal 3,27-28 sondern von 10,2-31 (speziell) zu Gal 3 insgesamt
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| macht es sehr wahrscheinlich, dass Markus nicht nur eine Gal 3,27-28 entsprechende Tradition
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| aufgenommen hat (die Paulus schon vor ihm verwendet hätte), sondern den Galaterbrief und hier
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| speziell Gal 3,19-29 als Grundlage benutzt hat.
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| aufgenommen hat (die Paulus schon vor ihm verwendet hätte), sondern den Galaterbrief
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| als Grundlage benutzt hat.
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| Wenn man von Gal 5,6 noch den <q>Glauben, der durch die Liebe wirkt</q> ergänzt, haben wir auch die
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| von Markus geforderte soziale Komponente im Hinblick auf die Armen.
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| Man kann auch noch eine zweite Stelle aus einem Paulusbrief zuziehen, nämlich Phil 3,1-14:
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| Nochmal gilt es auch den Bezug zu Phil 3,1-14 herauszuheben:
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| Dort spricht Paulus davon, er sei <q>untadelig gemessen an der Gerechtigkeit, die im
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| Gesetz gefordert ist.</q> (Phil 3,6). → Mk 10,20!
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