diff --git a/views/nt/ev/mk/getauft/aufbruch.pug b/views/nt/ev/mk/getauft/aufbruch.pug
index 28fdec1..b832d0b 100644
--- a/views/nt/ev/mk/getauft/aufbruch.pug
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@@ -3,7 +3,7 @@ include ../mixins
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h5.card-title
| Inhaltsangabe/Überschrift
@@ -11,75 +11,476 @@ block content
| Himmlischer Sendungsbeschluss
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,1-3
- .card.mb-3.konzentr-5
+ .card.mb-1.konzentr-4
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h5.card-title Johannes in der Wüste
- h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-1 Mk 1,4-6
- p.card-text
- | Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich; er wird euch mit Heiligem Geist taufen
+ h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,4-6
- .card.mb-3.konzentr-4
+ .card.mb-1.konzentr-3
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h5.card-title Die Taufe Jesu: Tod und Auferstehung Jesu als Wendepunkt der Heilsgeschichte
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,9-11
- .card.mb-3.konzentr-3
+ .card.mb-1.konzentr-2
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h5.card-title Die Versuchung Jesu
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,12-13
- .card.mb-3.konzentr-2
+ .card.mb-1.konzentr-1
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h5.card-title Johannes tritt ab, Jesus tritt auf: Eröffnungsruf des Wirkens Jesu: Das Reich Gottes ist zum Greifen nahe!
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,14-15
- .card.mb-3.konzentr-1
+ .card.mb-1.konzentr-1
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- h5.card-title Die Berufung des Petrus und des Andreas: Auf, mir nach! → Menschenfischer
!
- h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-1 Mk 1,16-18
- p.card-text
- | Als Jesus am See von Galiläa entlangging ...
- br
- | Menschenfischer: Verkündigung (geographisch geweitet); Befreiung aus der Hand der Dämonen;
- | Sendung Jesu – Sendung der Jünger
-
- .card.mb-3.konzentr-2
- .card-body.gliederung
- h5.card-title Die Berufung der Söhne des Zebedäus
- h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,18-20
+ h5.card-title Die Berufung der ersten Jünger: Auf, mir nach! → Menschenfischer
!
+ h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,16-20
- .card.mb-3.konzentr-3
+ .card.mb-1.konzentr-2
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h5.card-title Die neue Lehre in der Synagoge: Jesus gekommen, um Satan/die Dämonen ins Verderben zu stürzen
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,21-28
- .card.mb-3.konzentr-4
+ .card.mb-1.konzentr-3
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h5.card-title Die Heilung der Schwiegermutter des Petrus, die (daraufhin!) Jesus dient
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-1 Mk 1,29-31
p.card-text
| Aufgerichtet zum Dienst
- .card.mb-3.konzentr-5
+ .card.mb-1.konzentr-4
.card-body.gliederung
h5.card-title Die ganze Stadt vor der Tür; Jesus heilt und treibt Dämonen aus
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,32-34
- .card.mb-3.konzentr-6
+ .card.mb-1.konzentr-5
.card-body.gliederung
h5.card-title Rückzug und erneuter Aufbruch
- h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-1 Mk 1,35-39
- p.card-text
- | Simon und seine Begleiter eilten Jesus nach ...
+ h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,35-39
+
+ .slide.mb-3
+ hr
+ p.card-text.mb-0.konzentr-5.bibeltextkonzentr
+ | 1 Anfang des Evangeliums Jesu Christi, Sohn (eines) Gottes.
+ br
+ | 2 Wie geschrieben steht beim Propheten Jesaja:
+ br
+ q Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der einen Weg bahnen wird.
+ br
+ q 3 Stimme eines Rufers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn! Macht gerade seine Straßen!
+ p.card-text.mb-0.konzentr-4.bibeltextkonzentr
+ | 4 So trat Johannes der Täufer in der Wüste auf und verkündete eine Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden.
+ br
+ | 5 Ganz Judäa und alle Einwohner Jerusalems zogen zu ihm hinaus;
+ br
+ | sie bekannten ihre Sünden und ließen sich im Jordan von ihm taufen.
+ p.card-text.mb-0.konzentr-4.bibeltextkonzentr
+ | 6 Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften
+ br
+ | und er lebte von wildem Honig.
+ br
+ | 7 Er verkündete:
+ q
+ | Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich;
br
- | Lasst uns anderswo hingehen ... Und er zog durch ganz Galiläa, verkündete in ihren Synagogen und trieb die Dämonen aus.
+ | ich bin es nicht wert, mich zu bücken und ihm die Riemen der Sandalen zu lösen.
+ br
+ | 8 Ich habe euch mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.
+ p.card-text.mb-0.konzentr-3.bibeltextkonzentr
+ | 9 Und es geschah in jenen Tagen, da kam Jesus aus Nazareth in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen.
+ br
+ | 10 Und sogleich, als er aus dem Wasser stieg, sah er,
+ br
+ | dass der Himmel aufriss und der Geist wie eine Taube in ihn hineinkam.
+ br
+ | 11 Und eine Stimme aus dem Himmel sprach:
+ q Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.
+ p.card-text.mb-0.konzentr-2.bibeltextkonzentr
+ | 12 Und sogleich trieb der Geist Jesus in die Wüste.
+ br
+ | 13 Jesus blieb vierzig Tage in der Wüste und wurde vom Satan in Versuchung geführt.
+ br
+ | Er lebte bei den wilden Tieren und die Engel dienten ihm.
+ p.card-text.mb-0.konzentr-1.bibeltextkonzentr
+ | 14 Nachdem Johannes ausgeliefert worden war, ging Jesus nach Galiläa;
+ br
+ | er verkündete das Evangelium Gottes
+ br
+ | 15 und sprach:
+ q
+ | Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe.
+ br
+ | Kehrt um und glaubt an das Evangelium!
+ p.card-text.mb-0.konzentr-1.bibeltextkonzentr
+ | 16 Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, den Bruder des Simon,
+ | die auf dem See ihre Netze auswarfen; sie waren nämlich Fischer.
+ br
+ | 17 Da sagte er zu ihnen:
+ q
+ | Kommt her, mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen.
+ br
+ | 18 Und sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm nach.
+ br
+ | 19 Als er ein Stück weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes;
+ | sie waren im Boot und richteten ihre Netze her.
+ br
+ | 20 Sogleich rief er sie und sie ließen ihren Vater Zebedäus mit seinen Tagelöhnern im Boot zurück und folgten Jesus nach.
+
+ p.card-text.mb-0.konzentr-2.bibeltextkonzentr
+ | 21 Sie kamen nach Kafarnaum. Am folgenden Sabbat ging er in die Synagoge und lehrte.
+ br
+ | 22 Und die Menschen waren voll Staunen über seine Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, nicht wie die Schriftgelehrten.
+ br
+ | 23 In ihrer Synagoge war ein Mensch, der von einem unreinen Geist besessen war.
+ br
+ | Der begann zu schreien:
+ br
+ q
+ | 24 Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret?
+ br
+ | Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen?
+ br
+ | Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes.
+ br
+ | 25 Da drohte ihm Jesus:
+ br
+ q
+ | Schweig und verlass ihn!
+ br
+ | 26 Der unreine Geist zerrte den Mann hin und her und verließ ihn mit lautem Geschrei.
+ br
+ | 27 Da erschraken alle und einer fragte den anderen:
+ br
+ q
+ | Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht: Sogar die unreinen Geister gehorchen seinem Befehl.
+ br
+ | 28 Und sein Ruf verbreitete sich rasch im ganzen Gebiet von Galiläa.
+
+ p.card-text.mb-0.konzentr-3.bibeltextkonzentr
+ | 29 Sie verließen sogleich die Synagoge und gingen zusammen mit Jakobus und Johannes in das Haus des Simon und Andreas.
+ br
+ | 30 Die Schwiegermutter des Simon lag mit Fieber im Bett.
+ br
+ | Sie sprachen sogleich mit Jesus über sie
+ br
+ | 31 und er ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf.
+ br
+ | Da wich das Fieber von ihr und sie diente ihnen.
+
+ p.card-text.mb-0.konzentr-4.bibeltextkonzentr
+ | 32 Am Abend, als die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus.
+ br
+ | 33 Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt
+ br
+ | 34 und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten, und er trieb viele Dämonen aus.
+ br
+ | Und er verbot den Dämonen zu sagen, dass sie wussten, wer er war.
- //- Früh, als es noch dunkel war, stand er auf → Ostern!
- //- Jesus wird gefunden
im Gebet – mehrdeutig! gerade auch (andernorts) als Gegenüber zur Versuchung!
- //- Gebet als Teil von Nachfolge!
+ p.card-text.konzentr-5.bibeltextkonzentr
+ | 35 In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten.
+ br
+ | 36 Simon und seine Begleiter eilten ihm nach,
+ br
+ | 37 und als sie ihn fanden, sagten sie zu ihm:
+ br
+ q Alle suchen dich!
+ br
+ | Er antwortete:
+ br
+ q
+ | Lasst uns anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort verkündet;
+ br
+ | denn dazu bin ich gekommen.
+ br
+ | Und er zog durch ganz Galiläa, verkündete in ihren Synagogen und trieb die Dämonen aus.
+
+
+ .card.slide.border-primary.mb-3
+ .card-body
+ h5.card-title
+ q Anfang
+ hr
+ ul.card-text
+ li Zeitlich sind wir am Anfang des Tages: „In aller Frühe, als es noch dunkel war“.
+ li
+ | Inhaltlich wird in der zweiten Hälfte der Episode von einem neuen Aufbruch erzählt,
+ | der sich vom bisherigen Umfeld Kafarnaum löst und sich nun auf „ganz Galiläa“ ausdehnt.
+
+ .card.slide.border-primary.mb-3
+ .card-body
+ h5.card-title
+ q Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg bahnen wird
+ h6.card-subtitle.text-muted
+ q Simon und seine Begleiter eilten ihm [= Jesus] nach ...
+ hr
+ ul.card-text
+ li
+ | Dem Ruf „Kommt her, mir nach!“ bei der Berufung (→ Mitte der konzentrischen Gliederung) folgend,
+ | eilen Petrus und seine Begleiter Jesus nach.
+ li
+ | Damit wird klar Jesus als der vorausgehende göttliche Bote, der den Nachfolgenden den Weg bahnt (→ oberes Ende der konzentrischen Gliederung), inszeniert.
+
+ .card.slide.border-primary.mb-3
+ .card-body
+ h5.card-title
+ q Bereitet den Weg des Herrn
+ h6.card-subtitle.text-muted Jesu neuer Aufbruch im Dienst des Kommens Gottes zu den Menschen – „dazu bin ich gekommen“
+ hr
+ ul.card-text
+ li
+ | Die Erzählung endet damit, dass Jesus neu aufbricht und dabei seinen Wirkkreis erweitert;
+ br
+ | nicht mehr nur Kafarnaum ist nun sein Wirkort, sondern „ganz Galiläa“.
+ li
+ | Dabei führt Jesus fort, was er begonnen hat: Verkündigung und Dämonenaustreibungen.
+ li
+ | Mit diesem Wirken steht er klar im Dienst des Kommens Gottes zu den Menschen;
+ br
+ | indem Jesus durch Galiläa zieht, kommt Gott zu den Menschen und befreit sie von der Herrschaft Satans.
+ li
+ | Damit erfüllt Jesus seine Sendung („dazu bin ich gekommen“), wie auch
+ | in der Jüngerberufung die Sendung Jesu und die Sendung der Jünger Thema war
+ | und beim ersten Auftreten Jesu auch auf die Sendung Johannes des Täufers geblickt wurde (→ Mitte der konzentrischen Gliederung).
+
+ .card.slide.border-primary.mb-3
+ .card-body
+ h5.card-title
+ q In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf
+ h6.card-subtitle.text-muted Anspielung auf Ostern
+ hr
+ ul.card-text
+ li Dem sich entwickelnden Geschehen zufolge spielt Mk 1,21-34 am Sabbat; es wird kein Tageswechsel erzählt.
+ li Damit ist Mk 1,35-39 auf den ersten Tag der Woche, den Sonntag, zu datieren.
+ li
+ | Dies lässt die Notiz, dass Jesus frühmorgens, noch in der Nacht, „aufsteht“ und effektiv verschwindet, den „sehenden Leser“ an den Ostersonntag denken (Mk 16,1-8),
+ | an dem Jesus in aller Frühe, als gerade die Sonne aufgeht – also ein Stück später als sein Sichzurückziehen hier – und die Frauen
+ | das Grab aufsuchen, auch „verschwunden“ ist, weil er „auferstanden“ ist.
+ li
+ | Damit wird Ostern in der Erzählung präsent.
+
+ .card.slide.border-primary.mb-3
+ .card-body
+ h5.card-title
+ q ... ging an einen einsamen Ort
+ h6.card-subtitle.text-muted Wüste!
+ hr
+ ul.card-text
+ li
+ | Im Griechischen ist der „einsame Ort“ nicht von der Wüste (wie in Mk 1,12: Auseinandersetzung mit Satan!) zu unterscheiden;
+ | die deutsche Übersetzung verdeckt dies.
+ li
+ | Wie in der Versuchungserzählung ist damit ein Widerspruch inszeniert: Wüste als Ort nicht nur der menschlichen Einsamkeit,
+ | sondern auch der Gottferne, doch gleichzeitig Gebet als Verbindung zu Gott.
+ li
+ | Der Vorstoß in die „Wüste“, um darin eine „Insel des Lebens“ zu erschaffen, war der Weg Jesu während seines irdischen Wirkens,
+ | daran weiterzubauen ist der Weg der Jünger als „Menschenfischer“ in der Nachfolge Jesu.
+ li
+ | Für Jesus als Auferstandenen – als der er „tot ist für die Sünde“ und „für Gott lebt“ (→ Röm 6) – geht die
+ | Auseinandersetzung mit Satan – auch wenn dieser letztlich schon besiegt ist – weiter: er steht seinen Jüngern bei;
+ br
+ | er geht ihnen – gerade als Auferstandener – immer wieder in die „Wüste“ voraus,
+ | um so ihr „Menschenfischersein“ zu tragen.
+
+ .card.slide.border-primary.mb-3
+ .card-body
+ h5.card-title
+ q ... um zu beten
+ h6.card-subtitle.text-muted Jesus im Gebet finden!
+ hr
+ ul.card-text
+ li
+ | Jesus hat sich zum Gebet zurückgezogen.
+ li
+ | Als die ihm nachgelaufenen Jünger ihn finden, erzählt er ihnen etwas über seine Sendung.
+ li
+ | Die Jünger lernen, dass das Gebet für Jesus und seine Sendung bzw. seinen Weg eine wichtige
+ | Rolle spielt.
+ li
+ | So ist die Erzählung auch an alle Jesus Nachfolgenden eine Einladung zum Gebet:
+ br
+ | um Orientierung zu finden, um sich der eigenen Sendung immer neu bewusst zu werden,
+ br
+ | um sich in „Wüstenzeiten“ zurechtzufinden und sie zu durchstehen.
+ li
+ | Im Hinblick auf Ostern, seit dem Jesus nicht mehr leibhaftig unter den Menschen wandelt,
+ | ist die Erzählung auch eine Einladung, die Gemeinschaft mit dem Auferstandenen im Gebet zu suchen:
+ | eine Zusage, dass Jesus im Gebet gefunden werden kann.
+
+ .card.slide.border-primary.mb-3
+ .card-body
+ h5.card-title
+ q alle suchen dich
+ h6.card-subtitle.text-muted Petrus, der Menschenfischer, mit „allen“ im Fischernetz
+ hr
+ ul.card-text
+ li
+ | Petrus war als Menschenfischer berufen worden (→ Mitte der konzentrischen Gliederung).
+ li
+ | Hier nun eilen nicht nur die Begleiter mit Petrus Jesus hinterher,
+ br
+ | vielmehr sind es „alle“, die Jesus suchen, also zu ihm wollen.
+ li
+ | Sicher soll dieses Bild im Kopf entstehen:
+ br
+ | Petrus, der Menschenfischer, hat „alle“ in seinem „Fischernetz“ im Schlepptau,
+ | als er Jesus sucht und schließlich findet.
+
+
+ .card.slide.border-primary.mb-3
+ .card-body
+ h5.card-title
+ q alle suchen dich – lasst uns anderswohin gehen: dazu bin ich gekommen
+ h6.card-subtitle.text-muted Warum Jesus die Flucht ergreift
+ hr
+ ul.card-text
+ li Die Notiz, dass Jesus von allen gesucht wird, muss als ambivalent eingestuft werden:
+ ul.card-text
+ li Sie ist einerseits positiv zu verstehen, insofern Petrus in seinem „Menschenfischernetz“ „alle“ dabei hat.
+ li
+ | Andererseits wirft der Umstand, dass in der vorhergehenden Erzählung bereits alle Kranken geheilt worden waren,
+ | die Frage auf, was nun „alle“ von Jesus wollen, warum sie ihn suchen.
+ li
+ | Festzuhalten ist jedenfalls, dass bevor diese „alle“ überhaupt nachkommen können, Jesus aufbricht zu einer erweiterten Wirksamkeit.
+ li
+ | Vom Gesamt des Evangeliums her legt es sich nahe, dass Markus Jesus sich hier einer Verehrung durch die Menschen
+ | aufgrund der Heilungen und Dämonenaustreibungen entziehen lässt (– das wäre in gewisser Weise eine Analogie zu den Schweigegeboten –)
+ | und mittels dem „dazu bin ich gekommen“ auf die aktive Umsetzung seiner Sendung verweist: Wirken zum Heil der Menschen.
+ li
+ | Ein Signal für die Zeit nach Ostern:
+ br
+ | das Ziel des Wirkens Jesu ist nicht seine eigene Verehrung (als Auferstandener in der Herrlichkeit des Himmels),
+ | sondern die Nachfolge im Dienst des Evangleliums zum Heil der Menschen;
+ br
+ | es geht Jesus um die Menschen, nicht um seine eigene Verehrung!
+ li
+ | Hier ist die „Wüste“ auch ein Kontrast zu all den „schönen Orten“ von Verehrung;
+ br
+ | sie ist der Wirkort Jesu,
+ | in den die Jünger immer neu nachfolgen müssen.
+
+
+ .card.slide.border-primary.mb-3
+ .card-body
+ h5.card-title
+ q anderswohin
+ h6.card-subtitle.text-muted Der Wirkradius „Jesu“ weitet sich – vor allem nach Ostern
+ hr
+ ul.card-text
+ li Das „anderswohin“ bezieht sich in der Erzählung selber auf die „benachbarten Dörfer“ sowie „ganz Galiläa“.
+ li
+ | Von Ostern her, das in der Erzählung präsent ist, ist aber auf eine noch deutlich größere Ausweitung der Tätigkeit „Jesu“ angespielt:
+ br
+ | nach Ostern beschränkten sich die Verkünder des Evangeliums nicht mehr nur auf das Volks Israel,
+ | sondern es fand seinen Weg zu den Völkern – einer „erweiterten“ Nachbarschaft im Sinne der „ganzen Welt“ (→ „Heidenmission“).
+ li
+ | Das „anderswohin“ unterstreicht dabei die Verlagerung des Christentums vom ursprünglichen Judenchristentum zu einem stark
+ | von Christen aus den Völkern geprägten Christentum (→ „Heidenchristentum“).
+ li
+ | Man beachte in diesem Zusammenhang auch das distanzierende „in ihren Synagogen“.
- //- Alle suchen dich; Antwort Jesu: Verkündigung (in Wort und Tat) ausbauen [alle
schillert!]
- //- Jesus entzieht sich einer in Verehrung sich wandelnden Wirksamkeit hin zu einer aktiven, dienenden Wirksamkeit.
- //- Jesus wird gefunden
in denen, denen man das Evangelium schenkt; vgl. Mk 9,37!
- //- [die Kranken sind schon geheilt; jetzt gesucht zu werden heißt, zur Verehrung gesucht zu werden; vgl. auch Verklärung]
+ .card.slide.border-primary.mb-3
+ .card-body
+ h5.card-title
+ | Mitte und unteres Ende der konzentrischen Gliederung als gegenüberliegende Erzählungen in der Gliederung „Galiläa I/A“
+ hr
+ ul.card-text
+ li In der Gliederung „Galiläa I/A“ stehen sich Jüngerberufung und Suche der Jünger nach Jesus einander gegenüber:
+ ul.card-text
+ li
+ | Dies unterstreicht den Blick auf die Sendung Jesu („dazu bin ich gekommen“) und der Jünger („Menschenfischer“),
+ | wobei die Verkündigungstätigkeit als konstitutives Element des Menschenfischerseins herausgestellt wird;
+ | gerade durch die Verkündigung der Lehre Jesu geschehen ja auch die Wunder (→ Mk 1,21-28: Dämonenaustreibung durch die Lehre!).
+ li
+ | Die Jünger müssen sich – wie Jesus – immer neu bewusst werden, was ihre Sendung ist.
+ li Petrus erscheint in Mk 1,35-38 deutlich als „Menschenfischer“, mit „allen“ im „Fischernetz“.
+ li
+ | Die Menschenfischer sind selber stehts darauf angewiesen, Jesu (im Gebet) zu suchen;
+ | Jesus ist ihnen im Beten ein Lehrmeister.
+ li
+ | Das „anderswohin“ Jesu nimmt besonders die nachösterliche Heidenmission in den Fokus.
+ li In der Gliederung „Galiläa I/A“ stehen sich der Eröffnungsruf des Wirkens Jesu und sein Neuaufbruch einander gegenüber:
+ ul.card-text
+ li Formal wird hier wie dort von der Verkündigungstätigkeit Jesu erzählt.
+ li
+ | In Mk 1,14-15 kommt Jesus – nach der Taufe am Jordan – wieder nach Galiläa; zunächst an den See bzw. Kafarnaum;
+ br
+ | in Mk 1,39 zieht er schließlich durch „ganz Galiläa“.
+ li
+ | Als Ort der Verkündigung werden in Mk 1,39 speziell die Synagogen genannt;
+ br
+ | dort kam es schon zu einer Dämonenaustreibung, dort wird Jesus auch künftig Widerstand erfahren:
+ br
+ | dort scheint Umkehr besonders nötig zu sein.
+ li
+ | Die Dämonenaustreibungen, die in Mk 1,39 erwähnt werden, geschehen im Kontext der Umkehr und des Glaubens an das Evangelium (Mk 1,14-15);
+ br
+ | sie können – wie in Mk 1,21-28 – als Auswirkung der Lehre Jesu – also seiner Verkündigung – gelesen werden:
+ br
+ | Menschen hören auf, Diener Satans zu sein, und werden Diener Gottes.
+ .card.slide.border-primary.mb-3
+ .card-body
+ h5.card-title
+ | Das Wirken Johannes des Täufers und die die Massenheilungen und –dämonenaustreibungen als gegenüberliegende Erzählungen
+ h6.card-subtitle.text-muted
+ | Jesus, der Stärkere, in Aktion
+ hr
+ ul.card-text
+ li
+ | Von Johannes dem Täufer heißt es, dass unter anderem „alle Einwohner Jerusalems“ zu ihm zogen;
+ br
+ | in Mk 1,32-34 ist „die ganze Stadt“ (Kafarnaum) vor der Haustür versammelt.
+ li
+ | Johannes der Täuer verkündet das Kommen des Stärkeren mit der Geisttaufe;
+ br
+ | in Mk 1,32-34 sieht man ihn in Aktion: Kranke werden gesund, die Dämonen müssen weichen – Jesus erweist sich als „der Stärkere“.
+ li
+ | Von der Umkehrpredigt Johannes des Täufers her erscheinen die „Heilungen“ in einem ethischen Kontext:
+ br
+ | „krank“ ist im übertragenen Sinne zu verstehen.
+ li
+ | Die Taufe erscheint als „Ort“ dieser Gesundung.
+
+ .card.slide.border-primary.mb-3
+ .card-body
+ h5.card-title
+ | Die Taufe Jesu und die Heilung der Schwiegermutter des Petrus als gegenüberliegende Erzählungen
+ h6.card-subtitle.text-muted
+ | Das Evangelium von Jesu Tod und Auferstehung richtet Menschen auf zum Dienst (→Röm 6)
+ hr
+ ul.card-text
+ li
+ | Die Parallele zwischen der Auferstehung Jesu – „als er aus dem Wasser stieg“ – und der Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus wird deutlich:
+ br
+ | beide entsteigen dem Tod: Jesus im realen, die Schwiegermutter im übertragenen Sinne.
+ li
+ | Die Taufe erscheint als Ort der Schicksalsgemeinschaft mit Jesus.
+ li
+ | Wie Jesus sich in Mk 1,35-39 der Verehrung entzieht (→ unteres Ende der konzentrischen Gliederung),
+ br
+ | so endet die Heilung der Schwiegermutter des Petrus nicht in Lobeshymnen auf Jesus, sondern im ganz
+ | handgreiflichen Dienst der Schwiegermutter des Petrus an Jesus und seinen Begleitern:
+ br
+ | dies ist die adäquate Reaktion auf die Teilhabe an Tod und Auferstehung Jesu.
+ li
+ | Dieser Dienst – im Sinne des „tot für die Sünde – leben für Gott“ – in der Nachfolge Jesu
+ | bedeutet Handlungsgemeinschaft mit Jesus.
+
+ .card.slide.border-primary.mb-3
+ .card-body
+ h5.card-title
+ | Die Versuchung Jesu und die neue, Dämonen austreibende Lehre in der Synagoge als gegenüberliegende Erzählungen
+ h6.card-subtitle.text-muted
+ | Jesus ist gekommen, um Satan ins Verderben zu stürzen
+ hr
+ ul.card-text
+ li
+ | Beide Erzählungen begegneten bereits als Mitte und unteres Ende einer konzentrischen Gliederung;
+ | das dazu Gesagte ist hier zu vergegenwärtigen.
+ li
+ | Während die Versuchung inhaltlich und vom Ergebnis her offen bleibt,
+ | macht die Episode in der Synagoge klar, dass Jesus gekommen ist, die Dämonen mitsammt ihrem Anführer – Satan – ins Verderben zu stürzen;
+ br
+ | dazu geht Jesus ihnen ins Verderben „voraus“.
+
+