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8a2408929b
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h5.card-title Die Heilung des Mannes mit der verdorrten Hand: <q>wiederhergstellt</q>
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h5.card-title Die Heilung des Mannes mit der verdorrten Hand: <q>wiederhergestellt</q>
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 3,1-6
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 3,1-6
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@ -180,22 +187,23 @@ block content
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| Der ehedem Aussätzige verkündet (seine Heilung)
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| Der ehedem Aussätzige verkündet (seine Heilung)
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| Leute kommen „von überallher“ zu Jesus (Herkommen)
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| Leute kommen „von überallher“ zu Jesus (Herkommen)
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p.card-text.konzentr-3.bibeltextkonzentr
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div.konzentr-3.bibeltextkonzentr
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p.card-text.konzentr-3.bibeltextkonzentr.abschnitt_intern.mb-0
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| 7 Jesus zog sich mit seinen Jüngern an den See zurück.
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| 7 Jesus zog sich mit seinen Jüngern an den See zurück.
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p.card-text.konzentr-2.bibeltextkonzentr.abschnitt_intern.mb-0
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| Viele Menschen aus Galiläa aber folgten ihm nach.
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| Viele Menschen aus Galiläa aber folgten ihm nach.
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| Auch aus Judäa, 8 aus Jerusalem und Idumäa, aus dem Gebiet jenseits des Jordan und aus der Gegend von Tyrus und Sidon
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| Auch aus Judäa, 8 aus Jerusalem und Idumäa, aus dem Gebiet jenseits des Jordan und aus der Gegend von Tyrus und Sidon
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| kamen Scharen von Menschen zu ihm, als sie hörten, was er tat.
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| kamen Scharen von Menschen zu ihm, als sie hörten, was er tat.
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p.card-text.konzentr-1.bibeltextkonzentr.abschnitt_intern.mb-0
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| 9 Da sagte er zu seinen Jüngern, sie sollten ein Boot für ihn bereithalten, damit er von der Menge nicht erdrückt werde.
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| 9 Da sagte er zu seinen Jüngern, sie sollten ein Boot für ihn bereithalten, damit er von der Menge nicht erdrückt werde.
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p.card-text.konzentr-2.bibeltextkonzentr.abschnitt_intern.mb-0
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| 10 Denn er heilte viele, sodass alle, die ein Leiden hatten, sich an ihn herandrängten, um ihn zu berühren.
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| 10 Denn er heilte viele, sodass alle, die ein Leiden hatten, sich an ihn herandrängten, um ihn zu berühren.
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| 11 Wenn die von unreinen Geistern Besessenen ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder und schrien:
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| 11 Wenn die von unreinen Geistern Besessenen ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder und schrien:
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q Du bist der Sohn Gottes!
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q Du bist der Sohn Gottes!
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p.card-text.konzentr-3.bibeltextkonzentr.abschnitt_intern
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| 12 Er aber gebot ihnen, dass sie ihn nicht bekannt machen sollten.
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| 12 Er aber gebot ihnen, dass sie ihn nicht bekannt machen sollten.
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@ -230,17 +238,17 @@ block content
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| Auch der weitere Fortschritt der fortschreitenden Konzentrik stützt dies.
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| Auch der weitere Fortschritt der fortschreitenden Konzentrik stützt dies.
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| Dann aber ist die Erzählung von der Auswahl der Zwölf „zu viel“!
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| Dann aber wäre die Erzählung von der Auswahl der Zwölf „zu viel“!
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| Man könnte – als Ausweg – geneigt sein, die Auswahlerzählung mit dem hinteren Teil der Aussätzigenerzählung zu verknüpfen.
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| Man könnte – als Ausweg – geneigt sein, die Auswahlerzählung mit dem hinteren Teil der Aussätzigenerzählung zu verknüpfen.
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| Doch steht dem entgegen, dass die sinnvollere konzentrische Gliederung entsteht, wenn man den Anfang für sich
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| Doch steht dem entgegen, dass die sinnvollere konzentrische Gliederung entsteht, wenn man den Anfang der Aussätzigenerzählung für sich
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| nimmt – und nicht das Ende –, wie oben als Anmerkungen am Text durch die aufgezeigten Gegensätzlichkeiten
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| nimmt – und nicht das Ende –, wie oben als Anmerkungen am Text durch die aufgezeigten Gegensätzlichkeiten
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| deutlich wird:
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| deutlich wird:
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| Der erste Teil der Aussätzigenerzählung <i>muss</i> quasi Mitte einer konzentrischen Gliederung sein.
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| Der erste Teil der Aussätzigenerzählung <i>muss</i> quasi Mitte einer konzentrischen Gliederung sein.
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| Ferner lässt sich die Erzählung von der Auswahl der Zwölf sich mit der ganzen Aussätzigenerzählung recht gut verbinden:
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| Ferner lässt sich die Erzählung von der Auswahl der Zwölf mit der ganzen Aussätzigenerzählung recht gut verbinden:
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| Jesus beruft seine Apostel, damit er sie aussende „zu verkünden und mit Vollmacht Dämonen auszutreiben“.
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| Jesus beruft seine Apostel, damit er sie aussende „zu verkünden und mit Vollmacht Dämonen auszutreiben“.
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@ -253,7 +261,7 @@ block content
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| Hinzu kommt, als Stütze:
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| Hinzu kommt, als Stütze:
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| Die Aussätzigenerzählung bildete das Ende einer konzentrischen Gliederung, als die Berufung der ersten Jünger die Mitte bildete.
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| Die Aussätzigenerzählung bildete das untere Ende jener konzentrischen Gliederung, als die Berufung der ersten Jünger die Mitte bildete.
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| Als weiterer Hinweis auf die Richtigkeit der gewählten konzentrischen Gliederung kann gelten,
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| Als weiterer Hinweis auf die Richtigkeit der gewählten konzentrischen Gliederung kann gelten,
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| dass die Andrangserzählung mit einem Schweigegebot endet,
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| dass die Andrangserzählung mit einem Schweigegebot endet,
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@ -273,6 +281,211 @@ block content
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| Man wird von einer erweiterten Mitte sprechen müssen/dürfen (wie sie ähnlich auch schon zuvor begegnet ist).
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| Man wird von einer erweiterten Mitte sprechen müssen/dürfen (wie sie ähnlich auch schon zuvor begegnet ist).
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q Jesus zog sich ... zurück
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| Der Rückzug Jesu erscheint als Folge des unmittelbar vorausgehenden Tötungsbeschlusses durch die Pharisäer und Anhänger des Herodes.
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| Gleichzeitig ist er Kontrast zur Verkündigungstätigkeit in „ganz Galiläa“ (Mk 1,39) sowie Parallele zum Rückzug nach der Heilung
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| des Aussätzigen und aufgrund dessen Verkündigungstätigkeit (Mk 1,45);
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| der Rückzug Jesu steht also auch in besonderem Bezug zu den beiden gegenüberliegenden Teilen der erweiterten Mitte.
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| Jesus zog sich
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i mit seinen Jüngern an den See
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| zurück
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| Der See war Ort der Berufung der ersten Jünger (Mk 1,16-20) sowie von Verkündigung (Mk 2,13) und wieder Berufung (MK 2,14),
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| ist also – neben anderem – ein besonderer Ort für das Jüngersein;
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| die Überfahrten der Jünger über den See mit ihren Schwierigkeiten und die diesbezüglichen Dialoge werden dies bestätigen.
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| Auch die Gleichnisrede <i>auf dem See</i> (Mk 4,1-34) mit eingeschobener Jüngerbelehrung wird dies unterstreichen.
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| Der Rückzug Jesu <i>mit den Jüngern</i> ist ein Motiv, das ab hier noch öfter begegnet und immer einer besonderen Unterweisung der Jünger dient,
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| die zu Insidern der Lehre Jesu werden sollen, während andere „draußen“ sind (und bleiben wegen ihrer Ablehnung Jesu).
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| Hierzu passt auch das Schweigegebot am Ende der Erzählung angesichts des „Bekenntnisses“ der Dämonen, das auch die Person Jesu (noch)
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| mit dem Charakter des Geheimnisvollen umgibt.
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| Wichtig ist aber festzuhalten, dass der Rückzug Jesu allein oder mit den Jüngern meist gar nicht funktioniert
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| und grundsätzlich immer nur temporär ist, nie absolut, weil das Evangelium weiter geht mit weiteren Episoden und Jesu Dasein für die Vielen.
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| Erst der Tod Jesu wird einen „Rückzug“ Jesu ganz eigener Art bedeuten, durch den er dann aber wirklich universell – als Auferstandener –
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| da sein kann durch seine Jünger;
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| dazu zieht er sich vor seinem Tod mit ihnen zurück, belehrt sie und beauftragt sie schließlich zum Stellvertreterdienst
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| (→ nächste Erzählung: Berufung der Zwölf und deren perspektivische Aufgabe!).
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| Für die Lehre Jesu – die bisher verschwiegen wurde, vielmehr nur indirekt für den „sehenden Leser“ erschließbar ist
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| und zu der auch das „Geheimnis um die Person Jesu“ gehört –, gilt schließlich, dass sie grundsätzlich keine „Geheimlehre“ ist,
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| dass sie vielmehr öffentlich verkündigt werden soll (vgl. auch Mk 4,22);
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| darin unterscheidet sich das Christentum von anderen religiösen Gruppierungen (Qumran, Mysterienkulte).
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| Dennoch wird es – immer! – solche geben, die „drinnen“ sind (verstehend nachfolgen), und solche, die „draußen“ sind
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| (Jesus ungläubig und ihn nicht verstehend ablehnen).
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| Von einem Neuansatz, der über sich hinaus verweist
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| Bisher war das Zusammenkommen Vieler bei Jesus immer positiv und quasi Einleitung zu Verkündigung, Berufung und/oder Heilung.
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| Dieses Moment fehlt hier, obwohl doch gerade hier besonders viele Menschen zusammenkommen, „aus allen Landen“ könnte man sogar sagen.
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| Mehr noch: Der Wunsch Jesu, sich mittels eines Bootes vor dem Andrang und den Berührungen zu retten, steht in eigenwilligem Kontrast
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| zum bisherigen Dasein Jesu für die Vielen einerseits und im Speziellen zur Berührung des Aussätzigen und später auch der blutflüssigen Frau
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| in Mk 5,25-35 andererseits, wobei diese Berührungen – in gewissem Gegensatz zu hier – stets positiv konnotiert sind.
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| Auch hier können die Berührungen an sich daher nicht wirklich negativ belegt sein;
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| es scheint einfach die schiere Menge zu sein,
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| die hier ein Problem ist.
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| Die Erzählung bricht – gerade im Vergleich mit anderen – auch irgendwie ab und lässt die Menge letztlich unbefriedigt zurück.
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| Die nächste Erzählung geht dann auch mit einem impliziten wie radikalen Ortswechsel einher: Jesus ist nun nicht mehr am See, sondern
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| steigt auf einen Berg.
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| Zu beachten ist aber, dass diese unmittelbar folgende Erzählung
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| jene ist, in der Jesus die Zwölf bestellt, damit diese später – genau wie er –
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| verkünden und Dämonen austreiben:
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| Jesus setzt Multiplikatoren ein!
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| Die Erzählung vom Andrang der überaus Vielen scheint genau dazu die Vorbereitung zu sein,
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| die Einsetzung der Multiplikatoren die Antwort auf den großen, von Jesus allein nicht zu bewältigenden Andrang.
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| Zu sehen ist auch, dass Jesus während der ganzen Andrangserzählung nur defensiv reagiert (Bootbereitstellung, Schweigegebot),
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| während die Berufung der Zwölf zwar im genannten Sinne auch eine Reaktion Jesu auf den Andrang ist,
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|
| aber eine offensive, die Zukunft in den Blick nehmende.
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| Viele Menschen aus Galiläa aber folgten ihm nach. Auch aus Judäa, aus Jerusalem und Idumäa, aus dem Gebiet jenseits des Jordan
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| und aus der Gegend von Tyrus und Sidon kamen Scharen von Menschen zu ihm ...
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| Die ganze Welt sucht das in Jesus gekommene Heil
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| Der Andrang übertrifft den Andrang bei Johannes dem Täufer um Längen
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| und verbindet sich mit der erweiterten Mitte der konzentrischen Gliederung:
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| Die Menschen aus Galiläa sind mit dem Ziehen Jesu durch ganz Galiläa in Mk 1,39 zu verbinden – hier als „Einsammlungsbewegung“ vorgestellt;
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| die Berufung der ersten Jünger <i>am See</i> zu <i>„Menschenfischern“</i> wird präsent.
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| Für die Menschen aus Galiläa wird explizit von „Nachfolge“ gesprochen:
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| sie hat Jesus von Mk 1,39 her offenbar nicht nur im Schlepptau im Sinne des Nachlaufens, sie sind – so ist angedeutet – direkt
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| in die Nachfolge im Sinne des Jüngerseins eingetreten.
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| Die anderen genannten Menschen und Gegenden verbinden sich mit den „Leuten von überallher“ in Mk 1,45.
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| Insgesamt ist festzuhalten:
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| Der Kreis der vielen Menschen, die zu Jesus kommen, weitet sich von deren Herkunft her:
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| es sind <i>„die Vielen“</i> in einem ganz umfassenden Sinn;
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| und dies ist in Beziehung zu setzen mit der Mitte der konzentrischen Gliederung:
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| was in der Mitte an <i>einem</i> erzählt wird, daran wollen (sollen) die (umfassenden) <i>Vielen</i> Anteil haben.
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| Mit der Erwähnung von Tyrus und Sidon – also Städten, die mehrheitlich von Heiden bewohnt werden –
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| als Herkunftsorte der zu Jesus strömenden Massen wird die Heiden-Thematik,
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| die schon in vorherigen Erzählungen präsent gewesen ist (Apostelnamen, doppeltes Dachöffnen; Gesetzesthematik),
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| explizit aufgegriffen.
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| Markus suggeriert damit:
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i Die ganze Welt sucht die Erlösung, das durch Jesus in die Welt gekommen ist;
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| auch die Heiden gehören zu den „Vielen“ dazu, die nach Anteilhabe an der Erlösung in Christus streben.
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| Offenbar ist jene Heilung, die Jesus ermöglicht, – so wird implizit ausgedrückt – in niemandem anderem als Jesus zu finden.
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| Zu erinnern ist an dieser Stelle, dass die Heilung des „Aussätzigen“ mit der erzählerischen „Befolgung“ des jüdischen Gesetzes
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|
| durch Jesus
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span.bibelstelle Gal 4,4-5
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| vergegenwärtigt:
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q.bibeltext
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| Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau
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i und dem Gesetz unterstellt,
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i damit er die freikaufe, die unter dem Gesetz stehen, und damit wir die Sohnschaft erlangen.
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| Damit ist zum einen die Befreiung vom tödlichen Fluch des Gesetzes im Kreuzestod Jesu ausgedrückt,
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| zum anderen aber insgesamt das Ende des Zeitalters des jüdischen Gesetzes,
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| was gesetzesfreie Heidenmission ermöglicht:
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i in Christus steht </i>allen<i> das Tor zur Gottes-Sohnschaft offen!
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| – Und es strömen die Massen herbei, auch aus dem Heidentum.
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h5.card-title
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q ... als sie hörten, was er tat
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ul.card-text
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| Mit diesem Teilsatz werden die Taten Jesu bisher rekapituliert, besonders von
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span.bibelstelle Mk 1,21-28
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| an,
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| hatte es dort nach der ersten Dämonenaustreibung doch explizit geheißen:
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q.bibeltext
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| Und sein Ruf verbreitete sich rasch im ganzen Gebiet von Galiläa.
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| Eine weitere wichtige Station im Evangelium ist die Verkündigung des ehedem Aussätzigen „bei jeder Gelegenheit“ (Mk 1,44),
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| was schon in der dortigen Erzählung das Kommen der „Leute von überallher“ mit sich brachte, ohne Einschränkung auf Galiläa –
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|
| diese Episode steht jetzt in der erweiterten Mitte der konzentrischen Gliederung.
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li
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| Von den in der aktuellen Erzählung hervorgehobenen Berührungen zur Heilung her fällt natürlich bei dem, was die vielen hörten
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| und was sie zum Kommen veranlassten,
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| der Blick in besonderer Weise
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| auf die heilende Berührung des Aussätzigen durch Jesus.
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| Bemerkenswert ist, dass die Verkündigung der Taten Jesu bisher durch unautorisierte Personen geschah,
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| die Auswahl der Zwölf findet erst in der nächsten Erzählung statt, deren Aussendung sogar noch später.
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br
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| Dahinter könnte eine gewisse Relativierung der Zwölf bzw. der explizit autorisierten Verkündiger insgesamt stehen,
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br
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| wird doch erfolgreiche Verkündigung erzählt, <i>genau bevor</i> die amtliche Beauftragung dazu in Blick kommt.
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p.small
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| Eine gewisse Parallele dazu findet sich in Mk 9,38-40, als die Jünger Jesus auf einen fremden Wundertäter hinweisen,
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| der im Namen Jesu Dämonen austreibt, und Jesus explizit Reglementierung verbietet.
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.card.slide.border-primary.mb-3
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.card.slide.border-primary.mb-3
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.card-body
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.card-body
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h5.card-title
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h5.card-title
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@ -291,54 +504,128 @@ block content
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br
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br
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| vielmehr kommt es zu einem heilenden Austausch:
|
| vielmehr kommt es zu einem heilenden Austausch:
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br
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br
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||||||
| Jesus lädt die Krankheit der Menschen auf sich und gibt ihnen dafür sein Leben.
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| Jesus lädt die Krankheit der Menschen auf sich (→ Tod am Kreuz) und gibt ihnen dafür sein Leben.
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.card.slide.border-primary.mb-3
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.card-body
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h5.card-title
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q ... und aus der Gegend von Tyrus und Sidon
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h6.card-subtitle.text-muted Andrang auch aus den heidnischen Gebieten
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hr
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ul.card-text
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li
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li
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||||||
| Der Kreis der vielen Menschen, die zu Jesus kommen, weitet sich von deren Herkunft her;
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| Dies wird auch für Heiden – in gewisser Weise, nämlich aus jüdischer Perspektive, auch „Aussätzige – gelten.
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br
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||||||
| es sind „die Vielen“ in einem ganz umfassenden Sinn:
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br
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| was in der Mitte an <i>einem</i> erzählt wird, daran wollen (sollen) die (umfassenden) Vielen Anteil haben.
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| Schon in vorherigen Erzählung ist die Heiden-Thematik präsent gewesen (Apostelnamen, doppeltes Dachöffnen; Gesetzesthematik);
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| hier nun wird mit der Herkunft von Menschen aus Tyrus und Sidon – also Städten, die mehrheitlich von Heiden bewohnt werden –
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| diese Thematik explizit aufgegriffen;
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| auch die Heiden gehören zu den „Vielen“ dazu, die an der Erlösung in Christus Anteil haben.
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q Da sagte er zu seinen Jüngern, sie sollten ein Boot für ihn bereithalten, damit er von der Menge nicht erdrückt werde.
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q Da sagte er zu seinen Jüngern, sie sollten ein Boot für ihn bereithalten, damit er von der Menge nicht erdrückt werde.
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h6.card-subtitle.text-muted Vorbereitung der Wahl der Zwölf
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h6.card-subtitle.text-muted Anspielung auf Jesu Tod zum Heil der Vielen – Vorbereitung der Wahl der Zwölf
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| Während die Aussätzigenerzählung den Willen Jesu zur Heilung des Aussätzigen und sein Mitleid unterstreicht,
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| Während die Aussätzigenerzählung den Willen Jesu zur Heilung des Aussätzigen und sein Mitleid unterstreicht,
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| ergreift Jesus hier quasi die Flucht angesichts der unheimlichen Massen, die zu ihm kommen.
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| ergreift Jesus hier quasi die Flucht angesichts der unheimlichen Massen, die zu ihm kommen.
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| Deutlich soll wohl werden: einer allein schafft das nicht;
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| damit ist die Bestellung der Zwölf und ihrer perspektivischen Sendung in der nächsten Erzählung vorbereitet.
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| Der Andrang als solcher, der Wunsch, an die durch Jesus vermittelte Heilung zu kommen, ist allerdings als legitim zu betrachten (s. o.).
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| Was die Einheitsübersetzung mit „an ihn herandrängten“ übersetzt, heißt eigentlich „auf ihn stürzten“ – eine recht drastische Formulierung (Mk 3,10);
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| im Gegenzug ist das „Erdrücktwerden“ eigentlich ein „Bedrängtwerden“ (Mk 3,9);
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| der Andrang bringt Jesus also in Bedrängnis, weil man sich regelrecht auf ihn stürzt: das „Erdrücktwerden“ steht durchaus im Raum.
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| Es scheint dieser brachiale Andrang zu sein, der Jesus zu einem Ausweichmanöver zwingt,
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| will er nicht (schon) hier sein Leben lassen.
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| Die Angst, im Dienst an den Vielen sein Leben zu lassen, muss aber auch tiefer verstanden werden;
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| Die Angst, im Dienst an den Vielen sein Leben zu lassen, muss aber auch tiefer verstanden werden;
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| den Jesus wird ja tatsächlich – dann am Kreuz – sein Leben für die Vielen lassen;
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| denn Jesus wird ja tatsächlich – dann am Kreuz – sein Leben für die Vielen lassen;
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| darauf soll hier sicher angespielt werden,
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| darauf soll hier sicher angespielt werden,
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| nur ist es dafür jetzt noch nicht der Zeitpunkt.
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| nur ist es dafür jetzt noch nicht der Zeitpunkt – erzählerisch wird es aber angedeutet.
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| In diesem Sinne wird es dann den Dienst der in der nächten Erzählung bestellten Zwölf
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| Hier passt auf eigenwillige Weise auch die Szenerie „am See“,
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| (und weiterer) nach Ostern dann auch <i>notwendig</i> brauchen.
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| ist das Wasser doch durchaus „Ort des Todes“, wie dann auch die Überfahrten über den See zeigen;
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| vgl. auch die Taufsymbolik (→ Hineinsteigen in das Wasser: Tod; Heraussteigen → (Anteil an) Auferstehung).
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| Jesus steht hier quasi mit dem Rücken zum See, und es fehlt nicht mehr viel, dass man ihn im Eifer des Gefechts hineindrängt und er dabei umkommt.
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| Das hier bereitgestellte Boot wird Jesus erst in Mk 4 zur Gleichnisrede nutzen;
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| er nutzt es, um vom See aus für die vielen Menschen da sein zu können, die alle ihn hören wollen.
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| Hier gibt es eine bemerkenswerte Parallele zu Tod und Auferstehung Jesu,
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| denn erst dadurch wird Jesus dann in einem umfassenden Sinn für <i>alle</i> Menschen da sein können,
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| erst sein Tod und seine Auferstehung eröffnen den Weg auch in die Heidenwelt, die hier bereits „anklopft“.
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| Zu bedenken ist hier auch: Das Boot ermöglicht ein Überleben auf dem Wasser; ohne dieses versinkt man in den Fluten und stirbt.
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| Vielleicht ist also das Boot auf dem See, das hier bereitgestellt und später genutzt werden wird,
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| unter Berücksichtigung der Verbindung See → Wasser → Tod von tiefer Symbolik und zeigt mit seiner unmittelbaren Todesnähe an,
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| dass Jesus sterben und auferstehen muss, um dann tatsächlich für alle Menschen da sein zu können.
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| In diese Betrachtung passen auch andere Beobachtungen am Text:
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| In der vorausgehenden Erzählung ist der Todesbeschluss der Pharisäer und Herodesanhänger ausgesprochen.
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| In der Erzählung selbst wird der Tod Jesu nicht nur durch die von Jesus erlebte Bedrängnis gegenwärtig,
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| sondern auch im Schweigegebot an die Dämonen,
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| das daran erinnert, dass Jesus den Dämonen voraus ins Verderben gegangen ist,
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| um diese ins Verderben zu stürzen,
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| und daran anknüpft, dass Jesus auch dem geheilten „Aussätzigen“, mit dem
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| Jesus einen (für ihn tödlichen) Austausch vollzogen hat, ein Schweigegebot auferlegt hat.
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| Die Erzählung ist konzentrisch gegliedert um die Bootbereitstellung aufgrund der Befürchtung Jesu, erdrückt zu werden.
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| Wie sich die inneren Elemente um die Mitte inhaltlich entsprechen – es ist jeweils vom starken Andrang bis hin zur Bedrängnis die Rede –,
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| müssen sich – den Gesetzen der Konzentrik folgend – auch die äußeren Elemente um die Mitte inhaltlich entsprechen.
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| Beiden – Rückzug wie Schweigegebot – wohnt ein Moment des Geheimnishaften inne, insofern beides ein Gegengeschehen
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| zu einer breiten Öffentlichkeit ist.
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| Wie aber das Schweigegebot – wie gerade in Erinnerung gerufen – den Tod Jesu am Kreuz in der Erzählung präsent macht,
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| so legt es sich auch beim Rückzug Jesu nahe, diesen mit dem Tod Jesu im Horizont zu verbinden:
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| Der Rückzug Jesu kann als Reaktion auf den Todesbeschluss interpretiert werden;
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| dass er an den See (→ Wasser → Tod) geschieht, könnte die Todesbezogenheit des Rückzugs unterstreichen;
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| gleichzeitig kann – mit Blick auf die Mitte der konzentrischen Gliederung – der Rückzug in Verbindung gebracht werden mit
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| dem „Aussätzig“-Gewordensein durch die heilende Berührung des „Aussätzigen“ und damit (auch) von daher den Tod Jesu im Horizont haben,
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| verstärkt noch dadurch, dass ein analoges Handeln Jesu in der erweiterten Mitte der konzentrischen Gliederung erzählt wird.
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| Jedenfalls ist wahrscheinlich, dass der Rückzug Jesu an den See mit dessen Tod in Verbindung zu sehen ist,
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| wird der Rückzugsort doch zum Ort der von Jesus erlebten Todesbedrängnis.
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| Als Rahmung der Erzählung ergeben sich (also) mit Rückzug Jesu am Anfang und Schweigegebot an die Dämonen am Ende Verweise
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| auf den Tod Jesu;
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| die Mitte der Erzählung stellt die Todesangst Jesu vor Augen, die ihn ein Boot – ein Überleben auf dem Wasser des Todes – für sich bereitstellen lässt.
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| Auch in der Mitte der konzentrischen Gliederung ist der Tod Jesu gegenwärtig im „Austausch“ Jesu mit dem „Aussätzigen“,
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| der auf all jene, die hier Jesus berühren, zu applizieren ist.
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| Schließlich passt auch die Symbolik des Auf-den-Berg-Steigens zu Beginn der nächsten Erzählung gut dazu,
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| kann man darin doch die Auferstehung Jesu angedeutet sehen; siehe dort.
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| Von hieraus fällt ein interessanter Blick auf die nachfolgende Bestellung der Zwölf, die später die Tätigkeit Jesu als eigene Tätigkeit übernehmen sollen:
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| Zum einen ist es der große Ansturm, der von Jesus allein nicht zu bewältigen ist,
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| der zur Berufung der Zwölf und ihrer perspektivischen Aussendung führt.
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| Zum anderen ist gleichzeitig aber – vom See des Todes und vom Berg der Auferstehung her – die Zeit nach Ostern im Blick,
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| in der Jesus als Auferstandener <i>durch seine Gesandten</i> in der Welt verkündigend und heilend gegenwärtig ist und bleibt.
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| <i>Beides</i> liegt im Fokus des Evangelisten.
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| Eine gewisse Analogie zum Zurückschrecken Jesu vor dem Tod aufgrund/zugunsten der Vielen in der vorliegenden Erzählung
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| findet sich in der Getsemani-Erzählung, in der Jesus angesichts des nun unmittelbar vor ihm liegenden Weges ans Kreuz
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| etwas zurückschreckt, sich aber doch ganz in den Willen Gottes fügt.
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| Wie es in der Getsemani-Erzählung die sich auflösende Gegenüberstellung „mein Wille – dein Wille“ gibt,
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| so wird in Mitte der aktuellen konzentrischen Gliederung der Wille Jesu zur Heilung des „Aussätzigen“ explizit herausgestellt.
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| 35 Wer den Willen Gottes tut, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.
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| 35 Wer den Willen Gottes tut, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.
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q ... sie blieben draußen
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| Draußen und Drinnen sind bei Markus hier und öfter nicht nur Orts-Angaben sondern auch Verhältnis-Angaben:
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| es geht um das innerliche Verhältnis zu Jesus.
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| Dass die Familie Jesu zu ihm auf Konfrontationskurs steht, zeigte schon Mk 3,20-21: die Familie macht sich auf,
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| um Jesus mit Gewalt zurückzuholen, weil sie ihn für von Sinnen hält.
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| Nun heißt es, dass die Familie „draußen“ vor dem Haus stehen bleibt; dies zeigt auch ihre innerliche Stellung zu Jesus an.
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| Die Familie lässt Jesus herausrufen zu sich, und dieser Ruf wird auch an Jesus herangetragen;
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| doch statt sich auf den Weg nach draußen zu machen, gibt Jesus eine einer Abfuhr gleichkommende Antwort;
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| er bleibt drinnen – bei den Seinen, die auch drinnen sind –, die Familie bleibt draußen.
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q Wer den Willen <i>Gottes</i> tut!
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q Wer den Willen <i>Gottes</i> tut!
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| Die vorliegende Erzählung führt die vorausgehende weiter mit der Fragestellung, in wessen Diensten Jesu steht;
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| Die vorliegende Erzählung führt die vorausgehende weiter mit der Fragestellung, in wessen Diensten Jesu steht;
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| dabei bildet die Heilung des Gelähmten im engeren Sinn (Mk 2,3-12) die Mitte der konzentrischen Gliederung.
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| mit dem klaren Bezug auf den Willen Gottes setzt sich Jesus nochmal deutlich vom Vorwurf ab, von Beelzebul besessen zu sein
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p.card-text
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| bzw. im Dienste der Sünde zu stehen.
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| Mit dem klaren Bezug auf den Willen Gottes setzt sich Jesus nochmal deutlich vom Vorwurf ab, im Dienste Beelzebuls bzw. der Sünde zu stehen.
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| Während bei der Verteidigungsrede Jesu die Heilung des Gelähmten insgesamt (Mk 2,1-12) die Mitte
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| der konzentrischen Gliederung bildete, so nun die Heilung des Gelähmten im engeren Sinn (Mk 2,3-12);
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| immer noch hat sie (unter anderem) die Tauftheologie nach Röm 6 im Schlepptau.
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| Während bei der Verteidigungsrede im Hinblick auf die Mitte der konzentrischen Gliederung und Röm 6
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| der Fokus vor allem auf Jesus selbst lag, liegt nur der Fokus besonders auf dem ehedem Gelähmten,
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| der sich zu einem neuen Leben erhoben hat.
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| Dabei wird der in der Verteidigungsrede wichtige Satz
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| Gleichzeitig macht er deutlich, dass es nicht nur darum geht, Sünde nicht zu tun, sondern aktiv den Willen Gottes umzusetzen.
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q.bibeltext
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| Denn durch sein Sterben ist er [= Jesus] ein für alle Mal gestorben für die Sünde,
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| Dies ist in einem engen Sinn zu verstehen, wie bei der Betrachtung der vorausgehenden Erzählung aufgezeigt: man ist entweder
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| sein Leben aber lebt er für Gott.
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| Diener der Sünde oder Diener Gottes, und ist aufgefordert, hier auch konsequent zu sein – ganz im Sinne von Röm 6.
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span.bibelstelle Röm 6,10
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p.card-text.mb-0
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| fortgeführt mit
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q.bibeltext
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| 11 So begreift <i>auch ihr</i> euch als Menschen, die für die Sünde tot sind, aber für Gott leben in Christus Jesus.
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| 12 Daher soll die Sünde nicht mehr in eurem sterblichen Leib herrschen, so dass ihr seinen Begierden gehorcht.
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| 13 Stellt eure Glieder nicht der Sünde zur Verfügung als Waffen der Ungerechtigkeit, sondern stellt euch Gott zur Verfügung
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| als Menschen, die aus Toten zu Lebenden geworden sind, und stellt eure Glieder als Waffen der Gerechtigkeit in den Dienst Gottes!
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span.bibelstelle Röm 6,11-13
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| Ferner sei hingewiesen auf folgende Aussagen:
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q.bibeltext Wie können wir, die wir für die Sünde tot sind, noch in ihr leben?
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span.bibelstelle Röm 6,2
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q.bibeltext
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| Wir wissen doch: Unser alter Mensch wurde mitgekreuzigt, damit der von der Sünde beherrschte Leib
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| vernichtet werde, sodass wir nicht mehr Sklaven der Sünde sind.
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| Denn wer gestorben ist, der ist frei geworden von der Sünde.
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span.bibelstelle Röm 6,6-7
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| Das ganze Kapitel Röm 6 ist von einer scharfen Trennlinie geprägt:
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| man ist entweder
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| Diener der Sünde oder Diener Gottes, und ist aufgefordert, hier auch konsequent zu sein.
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| So ist auch die Aussage Jesu in Mk 3,35 hinsichtlich des Tuns des Willens Gottes in einem engen Sinn zu verstehen,
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| auch in Absetzung von den Vorwürfen in der vorausgehenden Erzählung.
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| Was es heißt, den Willen Gottes zu tun, das zeigt die Mitte der konzentrischen Gliederung:
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| Was es heißt, den Willen Gottes zu tun, das zeigt die Mitte der konzentrischen Gliederung:
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ul.card-text
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ul.card-text
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| Die Vier, die den Gelähmten tragen, scheuen keinen Aufwand, um ihm Heilung zuteil werden zu lassen;
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| Die Vier, die den Gelähmten tragen, scheuen keinen Aufwand, um ihm Heilung zuteil werden zu lassen;
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| sie stellen sich in den Dienst einer Existenz am Rande (Gelähmter) bzw. eines Menschen, der der Umkehr(hilfe) bedürftig ist.
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| sie stellen sich in den Dienst einer Existenz am Rande (Gelähmter) bzw. eines Menschen, der der Umkehr(hilfe) bedürftig ist.
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| Bei ihnen „sieht“ Jesus den „Glauben, der durch die Liebe wirkt“ (Gal 5,6), worauf er den Gelähmten „heilt“.
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| Bei ihnen „sieht“ Jesus den „Glauben, der durch die Liebe wirkt“ (Gal 5,6), woraufhin er den Gelähmten „heilt“.
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| Jesus selbst ist auch zu nennen: er ermöglicht mit seinem Gekreuzigtwerden, Sterben, Begrabenwerden und Auferstehen
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| Jesus selbst ist auch zu nennen: er ermöglicht mit seinem Gekreuzigtwerden, Sterben, Begrabenwerden und Auferstehen
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||||||
| die heilvolle Schicksalsgemeinschaft mit ihm (Mit-Gekreuzigtwerden, Mit-Sterben, Mit-Begrabenwerden, in der Neuheit des Lebens wandeln),
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| die heilvolle Schicksalsgemeinschaft mit ihm (Mit-Gekreuzigtwerden, Mit-Sterben, Mit-Begrabenwerden, in der Neuheit des Lebens wandeln),
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@ -262,14 +323,14 @@ block content
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| Schließlich ist auf den Gelähmten selbst zu blicken, der sich erhebt, um in der Neuheit des Lebens zu wandeln;
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| Schließlich ist auf den Gelähmten selbst zu blicken, der sich erhebt, um in der Neuheit des Lebens zu wandeln;
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| dazu nimmt er seine Bahre mit, um künftig selber Menschen in einem ganz existentiellen (doppelten) Sinne aufzuhelfen.
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| dazu nimmt er seine Bahre mit, um künftig selber Menschen in einem ganz existentiellen (doppelten) Sinne aufzuhelfen.
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p.card-text
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| Das <i>Tun</i> des Willen Gottes verbindet sich – anders als im Judentum bzw. bei judaisierenden Christen – nicht mit
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| Das <i>Tun</i> des Willen Gottes verbindet sich – anders als im Judentum bzw. bei judaisierenden Christen – nicht mit
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| dem jüdischen Gesetz, sondern mit dem „Glauben, der durch die Liebe wirkt“, wie ihn die Vier leben.
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| dem jüdischen Gesetz, sondern mit dem „Glauben, der durch die Liebe wirkt“, wie ihn die Vier leben.
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| Denn das Gesetz gehört – nach christlich-paulinischer Sicht – einer vorausgehenden Epoche an, die unter der Herrschaft der Sünde stand,
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| Denn das Gesetz gehört – nach christlich-paulinischer Sicht – einer vorausgehenden Epoche an, die unter der Herrschaft der Sünde stand,
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| wobei das Gesetz eine unrühmliche Rolle spielte. Mit Christus – mit seinem Tod und seiner Auferstehung –
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| wobei das Gesetz eine unrühmliche Rolle spielte. Mit Christus – mit seinem Tod und seiner Auferstehung –
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| ist das Zeitalter des Glaubens angebrochen, wie Paulus in Gal 3,19-25 ausführt.
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| ist das Zeitalter des Glaubens angebrochen, wie Paulus in Gal 3,19-25 ausführt.
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p.card-text
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| Der Glaube an Tod und Auferstehung Jesu nimmt aber in die Pflicht, sein Leben entsprechend auszurichten;
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| Der Glaube an Tod und Auferstehung Jesu nimmt aber in die Pflicht, sein Leben entsprechend auszurichten;
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| Glaube ist – bei Markus wie Paulus – ein tätiger Glaube, der die in Jesu Tod und Auferstehung
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| Glaube ist – bei Markus wie Paulus – ein tätiger Glaube, der die in Jesu Tod und Auferstehung
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@ -280,6 +341,11 @@ block content
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| zeigt sich als „Glaube, der durch die Liebe wirkt“ (Gal 5,6);
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| zeigt sich als „Glaube, der durch die Liebe wirkt“ (Gal 5,6);
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| er ist nie nur Bekenntnisglaube.
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| er ist nie nur Bekenntnisglaube.
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| Im Rückblick auf die vorausgehenden Erzählungen, bei denen Jesu Handeln – gerade auch von „jüdischen“ Autoritäten –
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| problematisiert wurde, wird die Verpflichtung zum Tun des Willens Gottes im Munde Jesu
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| auch zu einer Verpflichtung, <i>seiner</i> Interpretation des Willens Gottes zu folgen, durchaus in Absetzung
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| der Traditionen der „Schriftgelehrten“.
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q ... der ist für mich ‚Familie‘!
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q ... der ist für mich ‚Familie‘!
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h6.card-subtitle.text-muted Eine neue, ethische Definition von Familie
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h6.card-subtitle.text-muted Eine neue, ethische Definition von Familie
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| Die vorliegende Erzählung führt auch die vorvorausgehende Erzählung weiter, bei der sich die biologische Familie
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| Die vorliegende Erzählung führt auch die vorvorausgehende Erzählung weiter, bei der sich die biologische Familie
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| Jesu auf den Weg zu ihm gemacht hatte;
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| Jesu auf den Weg zu ihm gemacht hatte;
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| nun erhält sie eine klare Abfuhr von ihm, und wir erleben den Übergang von ‚Familie‘ zur ‚Gemeinde‘
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| nun erhält sie eine klare Abfuhr von ihm, und wir erleben den Übergang von ‚Familie‘ zu ‚Gemeinde‘
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| mit Übernahme der typischen Familien-Begriffe Bruder und Schwester sowie hier auch Mutter:
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| mit Übernahme der typischen Familien-Begriffe Bruder und Schwester sowie hier auch Mutter:
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| Wer zur ‚Familie‘ Jesu – der ‚Familie‘ Gottes, der Gemeinde – gehören will,
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| Wer zur ‚Familie‘ Jesu – der ‚Familie‘ Gottes, der Gemeinde – gehören will,
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| – Bruder, Schwester, Mutter Jesu sein will, –
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| – Bruder, Schwester, Mutter Jesu sein will, –
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| der muss den Willen Gottes aktiv tun.
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| der muss den Willen Gottes aktiv tun.
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| Damit werden im Hinblick auf die christliche Gemeinde biologische, über das Blut laufende
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| Damit werden im Hinblick auf die christliche Gemeinde biologische, über das Blut laufende
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| Kategorien einer Gemeinschaft aufgebrochen, ja zurückgewiesen,
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| Kategorien einer Gemeinschaft aufgebrochen, ja zurückgewiesen,
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| und eine ethische Definition an deren Stelle gesetzt:
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| und eine ethische Definition an deren Stelle gesetzt:
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| sondern durch das Tun des Willens Gottes, wozu sie durch Christus befreit wurde (→ Mitte der konzentrischen Gliederung)
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| sondern durch das Tun des Willens Gottes, wozu sie durch Christus befreit wurde (→ Mitte der konzentrischen Gliederung)
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| und um den sie sich versammelt,
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| und um den sie sich versammelt,
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| wie hier die Gemeinschaft, auf die Jesus verweist, um ihn sitzt.
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| wie hier die Gemeinschaft, auf die Jesus verweist, um ihn sitzt.
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| Damit wird einerseits deutlich, dass biologische, über das Blut laufende Kategorien nicht ausreichen,
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| Damit wird einerseits deutlich, dass biologische, über das Blut laufende Kategorien nicht ausreichen,
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| man Christ „nicht einfach ist“ aufgrund einer bestimmten Abstammung;
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| man Christ „nicht einfach ist“ aufgrund einer bestimmten Abstammung;
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| es findet hier also eine Einschränkung statt, die das tatsächliche Tun des Willens Gottes zum Maßstab macht.
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| es findet hier also eine Einschränkung statt, die das tatsächliche Tun des Willens Gottes zum Maßstab macht.
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| Gleichzeitig findet eine Weitung statt, die in der hier begegnenden Definition von ‚Familie‘ im Sinne von ‚Gemeinde‘
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| Gleichzeitig findet zweitens eine Weitung statt, die in der hier begegnenden Definition von ‚Familie‘ im Sinne von ‚Gemeinde‘
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| perspektivisch enthalten ist, durch
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| perspektivisch enthalten ist, durch
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| die Mitte der konzentrischen Gliederung aber auch präsent wird:
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| die Mitte der konzentrischen Gliederung aber auch präsent wird:
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| eine grundsätzliche Weitung in die Völkerwelt mit sich;
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| eine grundsätzliche Weitung in die Völkerwelt mit sich;
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| die biologische Familie Jesu, die hier anklopft, wird in dieser Perspektive durchsichtig auf das jüdische Volk.
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| die biologische Familie Jesu, die hier anklopft, wird in dieser Perspektive durchsichtig auf das jüdische Volk.
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| Nicht nur eine biologisch-blutlinienmäßige, sondern auch eine völkisch-nationalistische Definition von ‚Familie‘ im Sinne von ‚Gemeinde‘
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| Nicht nur eine biologisch-blutlinienmäßige, sondern auch eine völkisch-nationalistische Definition von ‚Familie‘ im Sinne von ‚Gemeinde‘
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| wird hier
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| wird hier
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| zurückgewiesen mit der neuen, ethischen Definition dieses sozialen Gebildes;
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| zurückgewiesen mit der neuen, ethischen Definition dieses sozialen Gebildes;
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q ...der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter
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q ...der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter
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h6.card-subtitle.text-muted Vater!?
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| In der Aufzählung der Familienangehörigen fehlt der Vater;
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| In der Aufzählung der Familienangehörigen fehlt der Vater;
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| sicher ganz bewusst.
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| sicher ganz bewusst.
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| Denn der <i>eine</i> Vater ist Gott selbst!
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| Denn der <i>eine</i> Vater ist Gott selbst!
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| Dies Vorstellung begegnet auch im Verlassen des (eigenen, biologischen) Vaters durch die Söhne des Zebedäus
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| Dies Vorstellung begegnet auch im Verlassen des (eigenen, biologischen) Vaters durch die Söhne des Zebedäus
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| sowie dann später bei weiteren Aufzählungen von Familien-Gliedern.
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| sowie dann später bei weiteren Aufzählungen von Familien-Gliedern.
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| Darin liegt auch ein anti-hierarchischer Impuls (wie das Aufgreifen der Macht-Frage im Evangelium an anderen Stellen zeigt).
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| Darin liegt auch ein anti-hierarchischer Impuls (wie das Aufgreifen der Macht-Frage im Evangelium an anderen Stellen zeigt).
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| Der implizite Vorwurf an die „Familie“ Jesu, den Willen Gottes <i>nicht</i> zu tun
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| Aus der Abfuhr „Jesu“ an seine „Familie“ und dem Verweis Jesu auf den Willen Gottes
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| lässt sich der latente Vorwurf heraushören, die „Familie“ Jesu würde den Willen Gottes nicht tun.
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| Das verbindet sich sehr gut – quasi als Gegenanklage (analog zur Spießumkehr bei der Verteidigungsrede) –
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| mit der negativen Meinung der „Familie Jesu“ über Jesus,
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| die in der vorvorausgegangenen Erzählung deutlich geworden war.
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| Es ist von einer <i>nachösterlichen</i> Problematik auszugehen;
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| jedenfalls fügt sich dieser implizite Vorwurf gut ein in das Gegenüber zum Herrenbruder „Jakobus“ („gegenwärtig“ in der Apostelliste)
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| und den „Schriftgelehrten, die aus Jerusalem herabkamen“ – also judaisierenden Christen –,
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| die Paulus bzw. seinen Gemeinden das Leben schwer machen.
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| Gleichzeitig lässt sich auch die abfällige Meinung der „Familie Jesu“ über „Jesus“ am ehesten hier einordnen, zumindest in der Aussageabsicht des Markus.
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| Es entsteht jedenfalls ein gutes nachösterliches Gesamtbild, das die Interpretation der einzelnen Episoden auf diese Zeit hin stützt,
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| vor allem auch die Deutung der „Schriftgelehrten, die aus Jerusalem herabkamen“ auf den Kreis um Jakobus und
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| des Gegenübers „Schriftgelehrte ↔ Jesus“ auf das dahinter stehende Gegenüber „Jakobus ↔ Paulus“ (in Sachen Rechtfertigungslehre).
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| In diesem Kontext nicht irrelevant ist, dass Paulus in
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span.bibelstelle Gal 6,12-13
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| wohl genau dem Kreis um Jakobus (bzw. damit zusammenhängenden Kreisen im Judenchristentum)
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| vorwirft, den Willen Gottes – wie er im jüdischen Gesetz formuliert ist – nicht zu tun:
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q.bibeltext
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| Jene Leute, die im Fleisch nach Anerkennung streben [was nach Paulus Sünde ist → Ruhmsucht],
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| nötigen euch nur deshalb zur Beschneidung [und damit zur Übernahme des Gesetzes]
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| damit sie wegen des Kreuzes Christi nicht verfolgt werden.
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i Denn obwohl sie beschnitten sind, halten sie selbst das Gesetz nicht;
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| dennoch dringen sie auf eure Beschneidung, damit sie sich eures Fleisches rühmen können.
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| Dies könnte hier im Hintergrund stehen.
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| Verwandt damit ist sicher
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span.bibelstelle Phil 3,18-19:
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q.bibeltext
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| 18 ... viele – von denen ich oft zu euch gesprochen habe, doch jetzt unter Tränen spreche –
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| leben als Feinde des Kreuzes Christi.
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| 19 Ihr Ende ist das Verderben, ihr Gott der Bauch und ihre Ehre besteht in ihrer Schande;
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i Irdisches haben sie im Sinn.
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h5.card-title Jesus und seine Familie – offenbar ein spannungsreiches Verhältnis
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h5.card-title Jesus und seine Familie – offenbar ein spannungsreiches Verhältnis
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| Hier hat sich wahrscheinlich die Erinnerung erhalten, dass es eine Spannung gab zwischen Jesus und seiner leiblichen Familie
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| Hier hat sich wahrscheinlich die Erinnerung erhalten, dass es eine Spannung gab zwischen Jesus und seiner leiblichen Familie
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| während Jesu irdischen Wirkens.
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| während Jesu irdischen Wirkens.
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| Stattdessen ist immer wieder vom Verlassen der Familie und der Heimat die Rede – das ist einerseits im Hinblick
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| Stattdessen ist immer wieder vom Verlassen der Familie und der Heimat die Rede – das ist einerseits im Hinblick
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| auf den Philipper-Hymnus zu verstehen (siehe auch die Söhne des Zebedäus), kann andererseits aber kaum Thema sein,
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| auf den Philipper-Hymnus zu verstehen (siehe auch die Söhne des Zebedäus), kann andererseits aber kaum Thema sein,
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| wenn nicht auch der historische Jesus seine Heimat und Familie verlassen hat, um als Wanderprediger durch die Lande zu ziehen.
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| wenn nicht auch der historische Jesus seine Heimat und Familie verlassen hat, um als Wanderprediger durch die Lande zu ziehen.
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| Bemerkenswert ist auch, dass Matthäus und Lukas trotz Kindheitserzählungen (die an sich unhistorisch sind)
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| Bemerkenswert ist auch, dass Matthäus und Lukas trotz Kindheitserzählungen (die an sich unhistorisch sind)
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| das Bild von der Familie Jesu, das sie von Markus weitgehend übernommen haben, nicht korrigieren,
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| das Bild von der Familie Jesu, das sie im ihnen vorliegenden Markus-Evangelium finden, nicht korrigieren sondern es weitgehend übernehmen,
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| ja die Radikalität Jesu auch was die Scheidung von der eigenen Familie anbelangt durch die umfangreichere
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| ja die Radikalität Jesu auch was die Scheidung von der eigenen Familie anbelangt durch die umfangreichere
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| Wortüberlieferung noch gesteigert haben.
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| Wortüberlieferung noch gesteigert haben.
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| Was genau den historischen Jesus dazu gebracht hat, seine Familie zu verlassen, wird nirgendwo thematisiert;
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| Was genau den historischen Jesus dazu gebracht hat, seine Familie zu verlassen, wird nirgendwo thematisiert;
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| es erscheint im Rahmen seiner Sendung quasi als göttliche Notwendigkeit ohne weiteres Hinterfragen akzeptiert zu sein.
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| es erscheint im Rahmen seiner Sendung quasi als göttliche Notwendigkeit ohne weiteres Hinterfragen akzeptiert zu sein.
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| Das Urteil „von Sinnen“ der Familie über Jesus ist an sich mehrdeutig und schwierig zu interpretieren.
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| Das Urteil „von Sinnen“ der Familie über Jesus ist an sich mehrdeutig und schwierig zu interpretieren.
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| Dies umso mehr, als in der folgenden Erzählung, die von der Thematik „leibliche/geistliche Familie“ gerahmt wird,
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| Dies umso mehr, als in der folgenden Erzählung, die von der Thematik „leibliche/geistliche Familie“ gerahmt wird,
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| eine <i>nachösterliche(!)</i> Problematik hinsichtlich der paulinischen Rechtfertigungslehre thematisiert wird (Stichwort: „Diener der Sünde“).
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| eine <i>nachösterliche(!)</i> Problematik hinsichtlich der paulinischen Rechtfertigungslehre thematisiert wird (Stichwort: „Diener der Sünde“).
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| Deutlich wird hier jedenfalls, dass die Angehörigen Jesu nicht zum Kreis um Jesus gehören,
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| ja sogar auf Distanz zu seinem Wirken stehen: sie sind – um eine für Markus wichtige Metapher aufzugreifen – „draußen“
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| und kommen von außen – von außerhalb der Gruppe um Jesus – auf Jesus zu.
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| Auffällig ist die mit Gewalt aufgeladene Sprache: sie wollen sich seiner „bemächtigen“, „mit Gewalt zurückholen“,
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| ganz ähnlich wie in Mk 1,35-39 Jesus/Paulus von Petrus und seinen Begleitern „verfolgt“ wird mit der Absicht, ihn zurückzuholen, einzuhegen.
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h5.card-title Jesus und seine Familie – nach Ostern auf einmal präsent
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h5.card-title Jesus und seine Familie – nach Ostern auf einmal präsent
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h6.card-subtitle.text-muted Ein Blick in die früheste Kirchengeschichte
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h6.card-subtitle.text-muted Ein Blick in die früheste Kirchengeschichte
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| So selbstverständlich, wie die Familie Jesu während seines irdischen Wirkens keine (positive) Rolle spielt,
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| So selbstverständlich, wie die Familie Jesu während seines irdischen Wirkens keine (positive) Rolle spielt,
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| so selbstverständlich ist in der Apostelgeschichte nach Ostern die Familie Jesu (zumindest für eine gewisse Zeit) präsent.
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| so selbstverständlich ist in der Apostelgeschichte nach Ostern die Familie Jesu (zumindest für eine gewisse Zeit) präsent.
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| Auch wenn hier vielleicht manches – in Anlehnung an die Kindheitserzählungen – geschönt ist:
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| Auch wenn hier vielleicht manches – in Anlehnung an die Kindheitserzählungen – geschönt ist:
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| dass der Herrenbruder Jakobus eine führende Rolle in der Urgemeinde in Jerusalem eingenommen hat,
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| dass der Herrenbruder Jakobus eine führende Rolle in der Urgemeinde in Jerusalem eingenommen hat,
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| das belegt auch Paulus in seinem Brief an die Gemeinden in Galatien.
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| das belegt auch Paulus in seinem Brief an die Gemeinden in Galatien; er ist einer der „Säulen“ dort neben Petrus und Johannes.
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| Es scheint sogar so zu sein, dass Jakobus effektiv Petrus, der ganz selbstverständlich alle Apostellisten anführt,
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| Es scheint sogar so zu sein, dass Jakobus effektiv Petrus, der ganz selbstverständlich alle Apostellisten anführt,
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| vertrieben hat.
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| vertrieben hat.
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| eher eine ausgleichende Position einzunehmen, auch dort, wo das eigentlich nicht geht;
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| eher eine ausgleichende Position einzunehmen, auch dort, wo das eigentlich nicht geht;
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| jedenfalls hatte Jakobus eine so dominante Rolle eingenommen, dass Petrus dann in Antiochien sein Verhalten
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| jedenfalls hatte Jakobus eine so dominante Rolle eingenommen, dass Petrus dann in Antiochien sein Verhalten
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| gegenüber den Heidenchristen ändert, als Leute aus dem Jakobus-Kreis dorthin kommen, was Paulus scharf kritisiert
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| gegenüber den Heidenchristen änderte, als Leute aus dem Jakobus-Kreis dorthin kamen, was Paulus scharf kritisierte
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| (→ Antiochenischer Zwischenfall).
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| (→ Antiochenischer Zwischenfall).
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| Bereits in der vorausgehenden Erzählung – der Berufung der Zwölf – waren wir auf Jakobus gestoßen, nachdem die Umstellung der Apostelliste durch Markus
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| gerade jene drei Namen an den Anfang stellt, die Paulus als „Säulen“ in Jerusalem nennt, auch wenn der
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| aufgeführte Jakobus gerade nicht der Herrenbruder, sondern der Bruder des Johannes ist.
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| Doch war auch bei der Berufung der Zwölf – gerade mit der „Heilung“ des „aussätzigen“ Paulus in der Mitte der konzentrischen Gliederung –
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| jener Jakobus in den Fokus gerückt; dies gilt auch für die aktuelle wie die folgenden beiden Erzählungen.
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| Jakobus stand für ein eher jüdische Traditionen bewahrendes Christentum („judaisierende Christen“) mit klarer
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| Jakobus stand für ein eher jüdische Traditionen bewahrendes Christentum („judaisierende Christen“) mit klarer
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| Bejahung des jüdischen Gesetzes als Identity-Marker (→ Beschneidung);
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| Bejahung des jüdischen Gesetzes als Identity-Marker (→ Beschneidung);
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| er gehört damit zu jenen, für die das Kreuz ein „Ärgernis“ ist – die es also im Gegensatz zu Paulus relativieren
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| er gehört damit zu jenen, für die das Kreuz ein „Ärgernis“ ist – die es also im Gegensatz zu Paulus relativieren
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| und mit dem jüdischen Gesetz versöhnen –, wie sie uns als Gegenüber
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| und mit dem jüdischen Gesetz versöhnen –, wie sie uns als Gegenüber
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| zum auf Paulus durchsichtigen markinischen Jesus bereits begegnet sind (und auch in der nachfolgenden Erzählung begegnen werden).
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| zum auf Paulus durchsichtigen markinischen Jesus bereits begegnet sind (und auch in der nachfolgenden Erzählung begegnen werden).
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| Es wird wohl so sein, dass Jakobus tatsächlich etwas näher am irdischen Jesus steht als Paulus,
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| Es wird wohl so sein, dass Jakobus tatsächlich etwas näher am irdischen Jesus steht als Paulus,
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| andererseits hat Paulus nachvollziehbare klare Konsequenzen aus dem Tod Jesu am Kreuz gezogen, der alles
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| andererseits hat Paulus nachvollziehbare klare Konsequenzen aus dem Tod Jesu am Kreuz gezogen, der alles
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| nochmal verändert hat.
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| nochmal verändert hat.
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| Jakobus & Co haben – in den Augen des Paulus – da harmonisiert, wo eigentlich nicht zu harmonisieren ist.
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| Jakobus & Co. haben – in den Augen des Paulus – da harmonisiert, wo eigentlich nicht zu harmonisieren ist.
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| Klar ist jedenfalls, dass die Variante des Christentums um den Herrenbruder Jakobus eine innerjüdische Sekte geblieben ist und
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| Klar ist jedenfalls, dass die Variante des Christentums um den Herrenbruder Jakobus eine innerjüdische Sekte geblieben ist und
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| mit ihm das Christentum insgesamt geblieben wäre; es wäre wohl längst untergegangen,
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| mit ihm das Christentum insgesamt geblieben wäre; es wäre wohl längst untergegangen,
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| wie es heute (leider) effektiv keine Judenchristen mehr gibt.
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| wie es heute (leider) effektiv keine Judenchristen mehr gibt.
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| Dabei muss man ergänzen, dass es schon vor Paulus eine Öffnung zu den Heiden gab, vornehmlich wohl in Antiochien,
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| Dabei muss man ergänzen, dass es schon vor Paulus eine Öffnung zu den Heiden gab, vornehmlich wohl in Antiochien,
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| verbunden mit einer Relativierung des jüdischen Gesetzes gerade was Speise- und Reinheitsvorschriften sowie die Beschneidung anbelangt,
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| verbunden mit einer Relativierung des jüdischen Gesetzes gerade was Speise- und Reinheitsvorschriften sowie die Beschneidung anbelangt,
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| wozu man sich offenbar durch Jesu eigenes Verhalten, seine Predigt, seinen Tod am Kreuz und seine Auferstehung, berechtigt sah.
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| wozu man sich offenbar durch Jesu eigenes Verhalten, seine Predigt, seinen Tod am Kreuz und seine Auferstehung berechtigt sah.
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| Dieses in dieser Hinsicht „Judentum light“ war für die sogenannten „Gottesfürchtigen“ attraktiv, also jenen Heiden, die mit dem
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| Dieses in dieser Hinsicht „Judentum light“ war für die sogenannten „Gottesfürchtigen“ attraktiv, also jene Heiden, die mit dem
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| Judentum, vor allem dem Glauben an den einen Gott, geliebäugelt haben, den formellen Übertritt aber gescheut haben,
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| Judentum, vor allem dem Glauben an den einen Gott, geliebäugelt, den formellen Übertritt aber gescheut haben,
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| weil er mit der Übernahme von Speise- und Reinheitsvorschriften des Judentums eine Veränderung der sozialen Bezüge mit sich gebracht hätte,
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| weil er mit der Übernahme von Speise- und Reinheitsvorschriften des Judentums eine Veränderung der sozialen Bezüge mit sich gebracht hätte,
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| was für viele abschreckend war.
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| was für viele abschreckend war.
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p.card-text.konzentr-1.mb-0.bibeltextkonzentr
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p.card-text.konzentr-1.mb-0.bibeltextkonzentr
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| 2,1 Als er nach einigen Tagen wieder nach Kafarnaum hineinging, wurde bekannt, dass er im Hause war.
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| 2,1 Als er nach einigen Tagen wieder nach Kafarnaum hineinging, wurde bekannt, dass er im Hause war.
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| 2 Und es versammelten sich so viele Menschen, dass nich einmal mehr vor der Tür Platz war;
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| 2 Und es versammelten sich so viele Menschen, dass nicht einmal mehr vor der Tür Platz war;
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| und er verkündete ihnen das Wort.
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| und er verkündete ihnen das Wort.
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| sie priesen Gott uns sagten:
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| sie priesen Gott uns sagten:
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q So etwas haben wir noch nie gesehen.
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q So etwas haben wir noch nie gesehen.
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div.konzentr-3.bibeltextkonzentr
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p.card-text.konzentr-2.bibeltextkonzentr.abschnitt_intern.mb-0
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| 22 Die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren, sagten:
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| 22 Die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren, sagten:
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q Er ist von Beelzebul besessen; mit Hilfe des Herrschers der Dämonen treibt er die Dämonen aus.
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q Er ist von Beelzebul besessen;
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q mit Hilfe des Herrschers der Dämonen treibt er die Dämonen aus.
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| 23 Da rief er sie zu sich und belehrte sie in Gleichnissen:
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| 23 Da rief er sie zu sich und belehrte sie in Gleichnissen:
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| 26 Und wenn sich der Satan gegen sich selbst erhebt und gespalten ist, kann er keinen Bestand haben, sondern es ist um ihn geschehen.
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| 26 Und wenn sich der Satan gegen sich selbst erhebt und gespalten ist, kann er keinen Bestand haben, sondern es ist um ihn geschehen.
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| 27 Es kann aber auch keiner in das Haus des Starken eindringen und ihm den Hausratrauben, wenn er nicht zuerst den Starken fesselt; erst dann kann er sein Haus plündern.
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| 27 Es kann aber auch keiner in das Haus des Starken eindringen und ihm den Hausrat rauben, wenn er nicht zuerst den Starken fesselt; erst dann kann er sein Haus plündern.
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p.card-text.konzentr-2.bibeltextkonzentr.abschnitt_intern
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| 28 Amen, ich sage euch: Alle Vergehen und Lästerungen werden den Menschen vergeben werden, so viel sie auch lästern mögen;
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| 28 Amen, ich sage euch: Alle Vergehen und Lästerungen werden den Menschen vergeben werden, so viel sie auch lästern mögen;
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| 29 wer aber den Heiligen Geist lästert, der findet in Ewigkeit keine Vergebung, sondern seine Sünde wird ewig an ihm haften.
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| 29 wer aber den Heiligen Geist lästert, der findet in Ewigkeit keine Vergebung, sondern seine Sünde wird ewig an ihm haften.
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| 30 Sie hatten nämlich gesagt:
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| 30 Sie hatten nämlich gesagt:
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q Er hat einen unreinen Geist.
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q Er hat einen unreinen Geist.
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h5.card-title Jesus von Beelzebul besessen? – Nein: er ist der „Stärkere“!
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| Die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren, sagten:
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| Er ist von Beelzebul besessen;
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| mit Hilfe des Herrschers der Dämonen treibt er die Dämonen aus.
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| Die Vorwürfe an Jesus, wo sie herkommen – und warum Jesus hier wieder durchsichtig auf Paulus wird
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| Erweiterte Bezüge durch die Mitte der konzentrischen Gliederung
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| Nicht verrückt, sondern mit dem Herrscher der Dämonen im Bunde – das denkt man
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| in Jerusalem über Jesus. Jesus widerlegt das mit seiner Argumentation, aus der man seine
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| Schon in der Mitte der konzentrischen Gliederung sind das Gegenüber Jesu die Schriftgelehrten;
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| Überzeugung heraushören kann:
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| Satan („der Starke“) ist bereits besiegt; Jesus ist „der Stärkere“ (Mk 1,7);
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| diesmal wird ausdrücklich hervorgehoben, dass sie aus Jerusalem kommen.
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| dass Jesus Wunder und Dämonenaustreibungen wirken kann, das ist für
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| ihn ein eindeutiges Zeichen dafür. – Wenn man dem Satan nicht selbstzerstörerische Schizophrenie vorwerfen will.
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| Fast nebenbei schiebt Markus Jesus eine Selbstinterpretation unter:
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| Die „Kraft“, die hinter Jesus steht, ist Gottes Heiliger Geist, der in ihm und durch ihn wirkt.
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| Sie kommen damit von außen, treten von außerhalb der Gemeinschaft um Jesus an diesen heran und belegen ihn mit Vorwürfen.
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| Diese Erzählung ist mit 1,2-13, also dem ersten Teil des Evangeliums, verknüpft durch die
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| Trias „‚Starker‘/‚Stärkerer‘ + Satan [Versuchung/Dämonenaustreibung] + Heiliger Geist“.
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| Der Ausgang der Versuchungserzählung blieb auf Ebene des Textes offen;
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| Sie sind damit parallel zu den Verwandten Jesu in der vorgehenden Erzählung gezeichnet, die dann in der nachfolgenden Erzählung
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| hier wird sozusagen das das Resultat der Begegnung
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| bei Jesus eintreffen werden.
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| zwischen Satan und Jesus (im Tod am Kreuz!) nachgeschoben: Jesus hat Satan ‚gefesselt‘!
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| Der Vorwurf an Jesus ist zweigliedrig; der erste Vorwurf mit seiner Widerlegung
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| ist dabei um den zweiten mit dessen Wiederlegung gelegt (siehe auch oben die grafische Darstellung):
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q Er ist von Beelzebul besessen
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| Die Erzählung hier in 3,22-30 legt das nahe.
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| ist Vorwurf der Besessenheit;
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| Die Aussage vom Einbrechen ins Haus und Rauben des Hausrats wird in der Mitte der konzentrischen Gliederung
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| schön bebildert:
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| durch seinen Tod ist Jesus in das Totenreich – das Haus hier quasi als Grab – eingebrochen
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| darauf antwortet Jesus in Mk 3,28-29, indem er den Heiligen Geist ins Spiel bringt, der ihn – was neben Jesus nur der Leser weiß – seit seiner Taufe erfüllt.
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| und ermöglicht dort den in der Taufe mit ihm Gestorbenen (→ Gelähmter) eines neues Leben,
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| Indirekt wirft Jesus dabei den Schriftgelehrten vor, sie würden gegen den Heiligen Geist lästern – womit der Vorwurf der
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| das sie nach Hause (→ in den Himmel) gehen lässt.
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| Schriftgelehrten in der Mitte der konzentrischen Gliederung, Jesus lästere Gott, aufgegriffen und in die andere Richtung zurückgegeben wird.
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li
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i
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q Mit Hilfe des Herrschers der Dämonen treibt er die Dämonen aus
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h5.card-title Wo der Vorwurf an Jesus herkommt – Und warum Jesus hier wieder durchsichtig auf Paulus wird
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br
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h6.card-subtitle.text-muted Erweiterte Bezüge durch die Mitte der konzentrischen Gliederung
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| ist Vorwurf eines Bündnisses mit dem Herrscher der Dämonen;
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hr
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br
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p.card-text
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| darauf antwortet Jesus in Mk 3,23-27, indem er die rationale Abwegigkeit dieses Vorwurfes verdeutlicht.
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| Der Vorwurf an Jesus ist einerseits allerhand, hat er sich doch eigentlich mit Dämonenaustreibungen und anderen Heilungen,
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li.small
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||||||
| die – wie wir gesehen haben – letztlich auch die Qualität von Dämonenaustreibungen haben –
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| Jesus antwortet zunächst auf den zweiten Vorwurf („Mit Hilfe des Herrschers der Dämonen treibt er die Dämonen aus“ →
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| „Wie kann der Satan den Satan austreiben?“), den Besessenheitsvorwurf zunächst überspringend.
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br
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| „Amen, ich sage euch“ kann gut als Neuansatz verstanden werden, der mit dem Rückbezug auf den Besessenheitsvorwurf endet,
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| wodurch dieser ganze Block also als Antwort auf den ersten Vorwurf verstanden werden.
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br
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| Dabei bildet der erste Vorwurf den Hintergrund für den zweiten, ist der zweite vom ersten abhängig.
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li
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| Diese Vorwürfe an Jesus sind einerseits allerhand, hat er sich doch eigentlich mit Dämonenaustreibungen und anderen Heilungen,
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| die – wie wir gesehen haben – letztlich auch die Qualität von Dämonenaustreibungen haben,
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| frontal gegen Satan positioniert.
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| frontal gegen Satan positioniert.
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br
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||||||
| Andererseits hat sich Jesus auch verdächtig gemacht durch seine Gemeinschaft mit den „Zöllnern und Sündern“ (Mk 2,13-17)
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| Andererseits hat sich Jesus auch verdächtig gemacht durch seine Gemeinschaft mit den „Zöllnern und Sündern“ (Mk 2,13-17)
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||||||
| und seinem Eintreten für „die Sünder“ (in Mk 2,18-22: Fastenfrage, sowie Mk 2,23-28: Sabbat);
|
| und seinem Eintreten für „die Sünder“ (in Mk 2,18-22: Fastenfrage, sowie Mk 2,23-28: Sabbat);
|
||||||
| ferner vertritt er eine „eigenwillige“ Auslegung des Sabbat-Gebotes (Mk 2,23-28, auch Mk 3,1-6),
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| ferner vertritt er eine „eigenwillige“ Auslegung des Sabbat-Gebotes (Mk 2,23-28, auch Mk 3,1-6),
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||||||
| steht mithin also nicht zu 100 % in der (sonst üblichen) Tradition des jüdischen Gesetzes.
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| steht mithin also nicht zu 100 % in der (sonst üblichen) Tradition des jüdischen Gesetzes.
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p.card-text
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li
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||||||
| Schon in Mk 2,1-12 (Heilung des Gelähmten) war – wie hier – die Frage, wer durch Jesus eigentlich wirkt, präsent, nämlich
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| Zentraler Schlüssel zum Verständnis aber ist die Mitte der konzentrischen Gliederung, die Heilung des Gelähmten (Mk 2,1-12):
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| in der Anrede Jesu an den Gelähmten: „Mein Sohn“, womit angedeutet ist, dass durch Jesus Gott selbst wirkt,
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| was die Schriftgelehrten nicht realisieren und weswegen sie die Sündenvergebung durch Jesus ablehnen.
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li
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| <i>Aufgrund des Glaubens</i> der Vier hatte Jesus ihm die Sünden vergeben.
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| Ferner war in Mk 2,1-12 auch das Verhältnis zwischen Jesus – bzw. eigentlich
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| Dies hatte den Widerspruch der Schriftgelehrten provoziert, die auch in der aktuellen Erzählung das Gegenüber zu Jesus darstellen.
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| dem nachösterlichen christlichen Glauben (→ Glaube der Vier!) an Jesus als Christus –
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| Sie vergegenwärtigen „die Schrift“ (= das jüdische Gesetz) als jüdischen Heilsweg (bzw. judaisierende Christen,
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| einerseits und dem jüdischen Gesetz andererseits subtil
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| die an der Schrift als Heilsweg auch für Christen festhalten wollen), auch wenn sie in der Erzählung des Markus subtil – mit ihrem
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| Thema gewesen, allein schon durch die Präsenz der Schriftgelehrten
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| die Schrift übergehenden Hinweis auf Sündenvergebung allein durch Gott –
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| und konkret in der Frage nach wirksamer Sündenvergebung;
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| deren Insuffizienz, lebendig zu machen, bestätigen und damit die Notwendigkeit eines anderen Heilsweges unterstreichen.
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| ganz subtil wurde dabei – wie schon in 1,21-28 (erste Dämonenaustreibung, Schriftgelehrte im Horizont genannt) –
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| die Insuffizienz des jüdischen Gesetzes, lebendig zu machen, angesprochen.
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| Jesus dagegen hat – so zeigt es der Fortgang der Erzählung –
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| Jesus dagegen hat – so zeigt es der Fortgang der Erzählung –
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| offensichtlich die Vollmacht zu echter, wirksamer Sündenvergebung, die zu einem neuen Leben ermöglicht (→ Gelähmter, der sich erhebt);
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| offensichtlich die Vollmacht zu echter, wirksamer Sündenvergebung, die zu einem neuen Leben ermöglicht (→ Gelähmter, der sich erhebt);
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| dabei stand aber nicht der irdische, vorösterliche Jesus und seine Vollmacht im Fokus,
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| dabei standen aber nicht der irdische, vorösterliche Jesus und seine Vollmacht im Fokus,
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| sondern die Gültigkeit und Wirksamkeit der durch Tod und Auferstehung Jesu ermöglichten
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| sondern die Gültigkeit und Wirksamkeit der durch Tod und Auferstehung Jesu ermöglichten
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| Rechtfertigung allein aus Glauben (→ Glaube der Vier!), jenseits der
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| Rechtfertigung allein aus Glauben (→ Glaube der Vier!), jenseits der
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| „Werke des (jüdischen) Gesetzes“, wie sie Paulus in seinen Briefen vertritt und verteidigen muss.
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| „Werke des (jüdischen) Gesetzes“, wie sie Paulus in seinen Briefen vertritt und verteidigen muss.
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| Mk 2,1-12 bildet nun die Mitte der konzentrischen Gliederung.
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| Es ging also um die Frage nach der Rechtfertigung vor Gott, es ging um die Gültigkeit der paulinischen Rechtfertigungslehre
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| Und das Gegenüber in der aktuellen Erzählung sind wieder die Schriftgelehrten.
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| „allein aus Glauben“ in Absetzung von der zurückgewiesenen – weil nicht möglichen – Rechtfertigung „aus Werken des Gesetzes“.
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| Mit Mk 2,1-12 steht auch die Tauftheologie des Paulus nach Röm 6
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| Schon die äußere Szenerie der Erzählung von der Heilung des Gelähmten als Mitte der aktuellen konzentrischen Gliederung
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| (Mitgekreuzigtsein, Mitgestorbensein, <i>Mitbegrabensein</i>) im Mittelpunkt;
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| macht die Tauftheologie des Paulus in Röm 6 (Mitgekreuzigtsein, Mitgestorbensein, <i>Mitbegrabensein</i> mit Jesus)
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| gegenwärtig;
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| und genau dort in Röm 6 setzt sich Paulus mit ganz ähnlichen
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| dort spricht Paulus unter anderem vom Freigewordensein von der Sünde („Wer gestorben ist, ist frei geworden von der Sünde“ [Röm 6,7];
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| „Ihr wurdet aus der Macht der Sünde befreit“ [Röm 6,18]), dem als Auftakt der Verteidigungsrede der Vorwurf des Besessenseins Jesu
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| von Beelzebul durch die Schriftgelehrten korrespondiert, und fordert dazu auf, nicht mehr Diener der Sünde, sondern Diener Gottes
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| zu sein – gut in Beziehung dazu zu setzen, dass Jesus hier ein Bündnis mit dem Herrscher der Dämonen vorgeworfen wird.
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| Die inhaltlichen Bezüge der an „Jesus“ gerichteten Vorwürfe zu Röm 6 sind also offensichtlich.
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| Und genau wie Jesus sich in Mk 3,22-30 gegen die Vorwürfe der Schriftgelehrten verteidigen muss,
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| setzt sich Paulus in Röm 6 mit ganz ähnlichen
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| Vorwürfen wie hier Jesus auseinander, wozu er von Kritikern seiner Rechtfertigungslehre offenbar genötigt wird:
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| Vorwürfen wie hier Jesus auseinander, wozu er von Kritikern seiner Rechtfertigungslehre offenbar genötigt wird:
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q.bibeltext Was sollen wir nun sagen? Sollen wir an der Sünde festhalten, damit die Gnade umso mächtiger werde? Keineswegs!
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q.bibeltext Was sollen wir nun sagen? Sollen wir an der Sünde festhalten, damit die Gnade umso mächtiger werde? Keineswegs!
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span.bibelstelle Röm 6,1
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span.bibelstelle Röm 6,1
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q.bibeltext Was heißt das nun? Sollen wir sündigen, weil wir nicht mehr unter dem Gesetz stehen, sondern unter der Gnade?
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q.bibeltext Was heißt das nun? Sollen wir sündigen, weil wir nicht mehr unter dem Gesetz stehen, sondern unter der Gnade? Keineswegs!
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span.bibelstelle Röm 6,15
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span.bibelstelle Röm 6,15
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| Mit seiner Lehre von der Rechtfertigung allein aus Gnade, ohne der Notwendigkeit, sich auf das jüdische Gesetz zu verpflichten,
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| Mit seiner Lehre von der Rechtfertigung allein aus Gnade, ohne der Notwendigkeit, sich auf das jüdische Gesetz zu verpflichten,
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| setzte sich Paulus dem Vorwurf aus, er würde effektiv der Sünde dienen, weil sie – ohne Verpflichtung auf das jüdische Gesetz –
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| setzte sich Paulus dem Vorwurf aus, er würde effektiv der Sünde dienen, weil sie – ohne Verpflichtung auf das jüdische Gesetz –
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| doch frei und schadlos praktiziert werden könne; und wenn sich Gott doch in besonderer Weise den Sündern zuwende,
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| doch frei und schadlos praktiziert werden könne; und wenn sich Gott doch in besonderer Weise den Sündern zuwende,
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| wäre es dann nicht gut, Sünder zu sein? Steht also hinter allem nicht doch eher die Sünde und nicht Gott?
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| wäre es dann nicht gut, Sünder zu sein? Steht also hinter allem nicht doch eher die Sünde und nicht Gott?
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| Vom Blick auf Paulus und einer Verdrehung seiner Rechtfertigungslehre her macht der Vorwurf an Jesus Sinn!
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| Vom Blick auf Paulus und einer Verdrehung seiner Rechtfertigungslehre her macht der Vorwurf an Jesus Sinn!
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| Jesus wird auch hier durchsichtig auf Paulus; es geht auch hier um eine nachösterliche Fragestellung.
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| Jesus wird auch hier durchsichtig auf Paulus; es geht auch hier um eine nachösterliche Fragestellung.
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| Das Kommen der Schriftgelehrten von Jerusalem – für den Kontext bei Markus von recht weit her –
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| passt sehr gut zu dieser Deutung, schreibt Paulus doch im Brief an die Galater, in der er auch seine Rechtfertigungslehre verteidigen muss,
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| davon, dass es zum sog. Antiochenischen Zwischenfalls kam, weil „einige von Jakobus eintrafen“
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| und Petrus zu einer Verhaltensänderung gegenüber den (zum Christentum konvertierten) Heiden brachten; Jakobus aber hat seinen „Sitz“ in Jerusalem.
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| Als „Angehöriger Jesu“ und als Name in der Zwölferliste ist Jakobus im Horizont der Verteidigungsrede bei Markus präsent.
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| Insgesamt musste Paulus damit kämpfen, dass judaisierende christliche Gruppen – wohl durchaus mit einer gewissen Verbindung zu Jerusalem
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| bzw. dem Herrenbruder – in seine Gemeinden von außerhalb eindrangen
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| und die paulinischen, gesetzesfreien Gemeinden dazu bringen wollten,
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| das jüdische Gesetz als heilsnotwendig zu akzeptieren;
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| ganz analog kommen hier die Schriftgelehrten von außerhalb der bestehenden Gemeinde zu Jesus.
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.card.slide.border-primary.mb-3
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.card-body
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h5.card-title Abwehr des Vorwurfs bei Paulus und Markus (bzw. dem markinischen Jesus)
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h5.card-title Abwehr der Vorwürfe an „Jesus“ durch Paulus und Markus (bzw. dem markinischen Jesus) – grundsätzliche Antwort
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hr
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p.card-text
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ul.card-text
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| Paulus weist in Röm 6, das nun – neben anderem – durch die Mitte der konzentrischen Gliederung vergegenwärtigt wird,
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| auf die grundlegende Lebenswende in der Taufe hin, auf das Mitgekreuzigtsein,
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| Die oben gezeigte Verbindung zu Röm 6 und den Vorwürfen, mit denen Paulus umzugehen hat, legt nahe,
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| Mitgestorbensein, <i>Mitbegrabensein</i> – mit Jesus und die damit sich verbindenden Konsequenzen:
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| einen Teil der Antwort im vorliegenden Konfliktfall „Schriftgelehrte“ ↔ „Jesus“ dort zu finden.
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p.card-text
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li
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| Die hier relevanten Aussagen seien nochmal kurz aufgeführt:
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| Insofern die Vorwürfe der Schriftgelehrten an Jesus gerichtet sind und seine Person und sein Handeln betreffen,
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| sind zunächst und vor allem die Aussagen zu Jesus als „Prototyp“ des „Neuen Menschen“ relevant:
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q.bibeltext Wie können wir, die wir für die Sünde tot sind, noch in ihr leben?
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| „Jesus“ verbindet sich mit „Christus“ – sein Gekreuzigt-, Gestorben-, Begrabensein, das das Mit-Gekreuzigt-, Mit-Gestorben-
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span.bibelstelle Röm 6,2
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| und Mit-Begrabensein, von dem Paulus spricht, überhaupt erst ermöglicht, ist hier in den Fokus gerückt.
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p.small.mb-0
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| Der (geheilte) Gelähmte ist dann in der nächsten Erzählung bei Markus in Mk 3,31-35 besonders im Fokus.
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li
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| Hier relevant ist sicher folgende Aussage:
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br
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q.bibeltext
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q.bibeltext
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| Wir wissen doch: Unser alter Mensch wurde mitgekreuzigt, damit der von der Sünde beherrschte Leib
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| 9 Wir wissen, dass Christus, von den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod hat keine Macht mehr über ihn.
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| vernichtet werde, sodass wir nicht mehr Sklaven der Sünde sind.
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br
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| Denn wer gestorben ist, der ist frei geworden von der Sünde.
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| 10
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span.bibelstelle Röm 6,6-7
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i Denn durch sein Sterben ist er ein für alle Mal gestorben für die Sünde,
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br
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br
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q.bibeltext
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i sein Leben aber lebt er für Gott
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| ... begreift auch ihr euch als Menschen, die für die Sünde tot sind, aber für Gott leben in Christus Jesus.
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span.bibelstelle Röm 6,9-10
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br
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br
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| Daher soll die Sünde nicht mehr in eurem sterblichen Leib herrschen, sodass ihr seinen Begierden gehorcht.
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| Hier ergeben sich erstaunlich direkte Antworten auf die Vorwürfe der Schriftgelehrten, auffälligerweise unter Wahrung der Zweigliedrigkeit:
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span.bibelstelle Röm 6,11
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ul.card-text
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p.card-text
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li
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| Hier wird jeweils eine klare Trennlinie zwischen Gott und der Sünde (bzw. Satan) gezogen, zwischen neuer und alter Existenz, sowie
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i Von Beelzebul besessen?
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| Geradlinigkeit gefordert, weil es eine Unvereinbarkeit der beiden Existenzen gibt.
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br
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p.card-text
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b Nein, er ist ein für alle mal gestorben für die Sünde!
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li
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i Mit dem Herrscher der Dämonen im Bunde?
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br
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b Nein, er lebt sein Leben für Gott!
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| Damit sind die Vorwürfe der Schriftgelehrten gegen Jesus ad absurdum geführt.
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.card-body
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h5.card-title Abwehr des Vorwurfs des Bündnisses mit dem Herrscher der Dämonen bzw. der Sünde bei Paulus und Markus (bzw. dem markinischen Jesus)
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ul.card-text
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li
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| Gegenargument ist zunächst aus Röm 6, dass Jesus sein Leben für Gott lebt (s. o.).
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br
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| Dass und wie Jesus dies tut, bebildert die Mitte der konzentrischen Gliederung:
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ul.card-text
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li
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| Jesus verkündet „das Wort“ = das Evangelium.
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li
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| Jesus heilt den „Gelähmten“, ermöglicht ihm ein neues Leben aufgrund einer echten Lebenswende.
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br
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| Dabei spricht Jesus ihn mit „Mein Sohn“ an: Jesus wird hier transparent auf Gott und dessen Wirken in und durch Jesus.
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li
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| Die Heilung des Gelähmten legt ausdrücklich Wert darauf, dass die von Jesus vermittelte Sündenvergebung
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| nicht nur ein Zuspruch ist, sondern wirkliche und sichtbare Heilsvermittlung,
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br
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| wie auch Paulus in Röm 6 eine klare Trennlinie zwischen Gott und der Sünde zieht, zwischen neuer und alter Existenz, und
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| Geradlinigkeit fordert, weil es eine Unvereinbarkeit der beiden Existenzen gibt.
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li
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| Auch im Galaterbrief muss Paulus seine Rechtfertigungslehre verteidigen, auch darauf gab es in Mk 2,1-12 Anspielungen,
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| Auch im Galaterbrief muss Paulus seine Rechtfertigungslehre verteidigen, auch darauf gab es in Mk 2,1-12 Anspielungen,
|
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br
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br
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||||||
| vor allem zeigen die Vier einen <i>Glauben, der durch die Liebe wirkt</i> (Gal 5,6):
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| vor allem zeigen die Vier einen <i>Glauben, der durch die Liebe wirkt</i> (Gal 5,6):
|
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br
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br
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||||||
| Die Lebenswende, die der Glaube ermöglicht hat, muss sich im konkreten Handeln, in der ganzen Existenz des Christen
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| Die Lebenswende, die der Glaube – die Christus – ermöglicht hat, muss sich im konkreten Handeln, in der ganzen Existenz des Christen
|
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| zeigen. Ein Glaube, der beim Bekenntnis stehen bleibt, ist für Paulus und Markus kein „vollständiger“ Glaube;
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| zeigen. Ein Glaube, der beim Bekenntnis stehen bleibt, ist für Paulus und Markus kein „vollständiger“ Glaube;
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br
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||||||
| besonders Markus problematisiert einen reinen Bekenntnisglauben (der nur die Auferstehung in Blick nimmt).
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| besonders Markus problematisiert einen reinen Bekenntnisglauben (der nur die Auferstehung in Blick nimmt).
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p.card-text
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li
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| Weil es bei der Taufe um eine echte Lebenswende weg von der Sünde hin zu Gott geht,
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| Diese erzählten/bebilderten Aussagen zur die ganze Existenz betreffenden Lebenswende müssen und dürfen in Relation gesetzt werden
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| zum Vorwurf des Bündnisses „Jesu“ mit dem Herrscher der Dämonen.
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| „Jesus“ reagiert auf diesen Vorwurf mit der Aussage, dass der Satan sich gegen sich selbst erheben würde und in sich gespalten sei.
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| Diese Argumentation wird besonders schlagkräftig, wo – wie hier – Jesu tatsächliches Heilswirken, das sie Sünde überwindet,
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| in den Mittelpunkt gerückt wird:
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| Weil es in der durch Tod und Auferstehung Jesus ermöglichten und in der Taufe vermittelten
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| Sündenvergebung („Dämonenaustreibung“) um eine echte Lebenswende weg von der Sünde hin zu Gott geht,
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| wie dies in der Mitte der konzentrischen Gliederung anhand des Gelähmten bebildert ist, der sich – in Analogie zur Auferstehung Jesu –
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| wie dies in der Mitte der konzentrischen Gliederung anhand des Gelähmten bebildert ist, der sich – in Analogie zur Auferstehung Jesu –
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| zu einem neuen Leben erhebt;
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| zu einem neuen Leben erhebt;
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| weil also das Tun des Christen nicht einer Beliebigkeit preisgegeben ist, die dem Sündigen Tür und Tor öffnen würde,
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| weil also das Tun des Christen nicht einer Beliebigkeit preisgegeben ist, die dem Sündigen Tür und Tor öffnen würde,
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| kann der markinische Jesus angesichts des Vorwurfes, mit dem Anführer der Dämonen im Bunde zu stehen, argumentieren,
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| kann der markinische Jesus angesichts des Vorwurfes, mit dem Herrscher der Dämonen im Bunde zu stehen, argumentieren,
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| dass es kein Dienst an Satan ist, wenn er in Dämonenaustreibungen von Satan bzw. den Dämonen befreit.
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| dass es kein Dienst an Satan ist, wenn er in Dämonenaustreibungen von Satan bzw. den Dämonen befreit – es sei denn,
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p.card-text
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| dieser wäre „in sich gespalten“, aber dann wäre es ohnehin im ihn geschehen (→ Mk 3,26).
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| Ein Teil der Abwehr des Vorwurfes – ja im Grunde der <i>entscheidende</i> Teil – muss also bei Markus nicht in der eigentlichen Erzählung selbst,
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| Ein Teil der Abwehr des Vorwurfes – ja im Grunde der <i>entscheidende</i> Teil – muss also bei Markus nicht in der eigentlichen Erzählung selbst,
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| sondern in der Mitte der konzentrischen Gliederung gesucht werden.
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| sondern in der Mitte der konzentrischen Gliederung gesucht werden.
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.card.slide.border-primary.mb-3
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h5.card-title Insuffizientes Gesetz: Der Spies umgedreht
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h5.card-title Insuffizientes Gesetz: Der Spieß umgedreht
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| Der Vorwurf an Jesus, im Dienst von Beelzebul zu stehen,
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| Der Vorwurf an Jesus, mit Hilfe des Herrschers der Dämonen die Dämonen auszutreiben,
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| ist mit der subtilen Aussage bezüglich der Insuffizienz des jüdischen Gesetzes hinsichtlich echter, wirksamer Sündenvergebung
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| ist mit der subtilen Aussage bezüglich der Insuffizienz des jüdischen Gesetzes hinsichtlich echter, wirksamer Sündenvergebung
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| in der Mitte der konzentrischen Gliederung zu verbinden.
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| in der Mitte der konzentrischen Gliederung zu verbinden.
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| Während Jesus zu einem neuen Leben verhelfen kann, können dies die Schriftgelehrten bzw. das jüdische Gesetz
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| Während Jesus zu einem neuen Leben verhelfen kann, können dies die Schriftgelehrten bzw. das jüdische Gesetz
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| aufgrund der eigenen Insuffizienz gerade nicht!
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| aufgrund der eigenen Insuffizienz gerade nicht,
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| Man muss den Spies der Schriftgelehrten gegen Jesus umdrehen:
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| Nicht Jesus steht im Dienst der Sünde, sondern das jüdische Gesetz,
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| ja mehr noch, es gibt eine unselige, für den Menschen tödliche Verbindung von Gesetz und Sünde, aus der Christus befreit:
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| wie in der Mitte der konzentrischen Gliederung subtil angedeutet:
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q.bibeltext
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q.bibeltext
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| Jetzt also gibt es keine Verurteilung mehr, für die, welche in Christus Jesus sind.
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| Jetzt also gibt es keine Verurteilung mehr, für die, welche in Christus Jesus sind.
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| aber die Schrift hat <i>alles unter der Sünde eingeschlossen</i>, damit die Verheißung aus dem Glauben an Christus Jesus
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| aber die Schrift hat <i>alles unter der Sünde eingeschlossen</i>, damit die Verheißung aus dem Glauben an Christus Jesus
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| denen gegeben wird, die glauben.
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| denen gegeben wird, die glauben.
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span.bibelstelle Gal 3,19.21-22
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span.bibelstelle Gal 3,19.21-22
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p.card-text.small.mb-0
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| Die Aussage, die Schrift habe „alles unter der Sünde eingeschlossen“ in Gal 3,22 spiegelt sich sogar indirekt in der
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| Antwort Jesu, wenn er vom Rauben des Hausrats spricht: was „unter der Sünde eingeschlossen“ war, wird von Jesus „geraubt“ und damit befreit.
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li
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| Man muss den Spieß der Schriftgelehrten gegen Jesus sogar umdrehen, wenn man
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span.bibelstelle Röm 7,11.13
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| bedenkt:
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q.bibeltext
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q.bibeltext
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| Paulus kann das jüdische Gesetz als „Gesetz der Sünde und des Todes“ bezeichnen, weil es – wie in Gal 3 (wie auch in Röm 5 und 7) dargelegt –
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| 11 ... nachdem die Sünde die Gelegenheit ergriffen hatte, täuschte und tötete sie mich durch das Gebot.
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||||||
| eine unheilige Allianz mit der Sünde eingegangen ist, insofern es dem Sünder nur das Todesurteil zusprechen kann, weil ihm selber
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br
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||||||
| die Kraft fehlt, lebendig zu machen (→ Gal 3,21!).
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| 13 ... die Sünde verursachte, damit sie als Sünde offenbar werde, mir durch das Gute [= das Gesetz] den Tod.
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p.card-text
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p.small.mb-0
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||||||
| Ganz prägnant sind die Zusammenhänge in
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| Wichtig für das generelle Verständnis ist hier, das „ich“ in Röm 7 nicht als „individuelles Ich“ (etwa des Paulus) zu verstehen,
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| sondern als „gemeinschaftliches Ich“ (der Menschheit, der Menschen unter dem Gesetz); man beachte, wie Röm 7,11 auf den Sündenfall
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|
| im Paradies nach Gen 3 anspielt!
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| In
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span.bibelstelle 1 Kor 15,56-57
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span.bibelstelle 1 Kor 15,56-57
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| formuliert:
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| findet sich folgende zugespitzte Formulierung, die das gleiche aussagt:
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br
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br
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q.bibeltext
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q.bibeltext
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| Der Stachel des Todes aber ist die Sünde,
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| Der Stachel des Todes aber ist die Sünde,
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br
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||||||
| die Kraft der Sünde ist das Gesetz.
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i die Kraft der Sünde ist das Gesetz.
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br
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br
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| Gott aber sei Dank, der uns den Sieg geschenkt hat durch unseren Herrn Jesus Christus.
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| Gott aber sei Dank, der uns den Sieg geschenkt hat durch unseren Herrn Jesus Christus.
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br
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|
| Aufgrund dieser tödlichen „Partnerschaft“ zwischen jüdischem Gesetz und Sünde,
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| beruhend auf der Täuschung durch die Sünde (→ Röm 7) und der Insuffizienz des jüdischen Gesetzes – des Mangels an Kraft, lebendig zu machen (→ Gal 3,21) –,
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|
| durch die es „alles unter der Sünde zusammengeschlossen“ hat, kann Paulus das jüdische Gesetz als „Gesetz der Sünde und des Todes“
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| (→ Röm 8) bezeichnen.
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li
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| Also:
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br
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i
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| Nicht Jesus treibt Mithilfe des Herrschers der Dämonen die Dämonen aus,
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br
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| sondern die Sünde/Satan/der Herrscher der Dämonen tötet mit Hilfe des Gesetzes die Menschen.
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br
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| Dabei wird auch die Satzaussage von „austreiben“ = befreien zu „töten“ ins Gegenteil verkehrt.
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li
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| Man kann sogar in der Verbindung Mitte – unteres Ende der konzentrischen Gliederung einen Hinweis auf dieses
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| Umdrehen des Vorwurfs bzw. einen Impuls dazu entdecken:
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br
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| Denn während bei der Heilung des Gelähmten die Schriftgelehrten Jesus vorwerfen, er lästere Gott,
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| begegnet in der Verteidigungsrede der umgedrehte Vorwurf Jesus an die Schriftgelehrten, diese würden
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|
| gegen den Heiligen Geist, also auch effektiv gegen Gott, lästern.
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li
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| Im Brief des Paulus an die Römer führt Röm 7 das vorausgehende Kapitel Röm 6 thematisch weiter,
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| insofern zunächst Aussagen, die in Röm 6 in Bezug auf die Sünde gemacht wurden, in Röm 7 auf das Gesetz übertragen werden:
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br
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q.bibeltext
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| 1 ... dass das <i>Gesetz für einen Menschen nur Geltung hat, solange er lebt?</i>
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br
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| 2 So ist die Ehefrau durch das Gesetz an ihren Mann gebunden, solange er lebt; <i>wenn ihr Mann aber stirbt,
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| ist sie frei von dem Gesetz,</i> das die Frau an den Mann bindet.
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br
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| 4 ... seid auch ihr, meine Brüder und Schwestern, <i>durch das Sterben Christi tot für das Gesetz</i>,
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| so dass ihr einem anderen gehört, dem, der von den Toten auferweckt wurde, damit wir <i>Gott Frucht bringen</i>.
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br
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| 5 Denn als wir noch dem Fleisch verfallen waren, wirkten sich die <i>Leidenschaften der Sünde, die durch
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| das Gesetz hervorgerufen wurden</i>, so in unseren Gliedern aus, dass wir <i>dem Tod Frucht brachten</i>.
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br
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| 6 Jetzt aber sind wir <i>frei geworden vom Gesetz, dem gestorben, woran wir gebunden waren</i>, sodass wir <i>in der neuen Wirklichkeit
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| des Geistes dienen</i>, nicht mehr in der alten Wirklichkeit des Buchstabens.
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span.bibelstelle Röm 7,1-2.4-6
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br
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| Vergleiche dazu Aussagen in Röm 6:
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br
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q.bibeltext
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| 4 Wir wurden ja mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod, damit auch wir, so wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters
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| von den Toten auferweckt wurde, <i>in der Wirklichkeit des neuen Lebens wandeln</i>
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br
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| 7 ... <i>wer gestorben ist, der ist frei geworden von der Sünde.</i>
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br
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| 11 ... begreift auch ihr euch als Menschen, die <i>für die Sünde tot</i> sind, aber <i>für Gott leben</i> in Christus Jesus.
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br
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| 20 ... als ihr Sklaven der Sünde wart, ... 21 Welche <i>Frucht</i> hattet ihr damals? Es waren Dinge, deren ihr euch jetzt
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| schämt; denn <i>sie brachten den Tod.</i>
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br
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| 22 Jetzt aber, da ihr aus der Macht der Sünde befreit und zu Sklaven Gottes geworden seid, habt ihr eine <i>Frucht</i>,
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| die zu eurer Heilung führt und <i>das ewige Leben</i> bringt.
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span.bibelstelle Röm 6,4.7.11.20-22
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br
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| Auffällig ist, wie in Röm 6 der Geist als tragendes Fundament christlichen Lebens vermisst wurde,
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| dieser nun aber in Verbindung mit dem Gesetz in die Argumentation des Paulus einfließt:
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| die „Wirklichkeit des neuen Lebens“ in Röm 6,4 entspricht der „neuen Wirklichkeit des Geistes“.
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br
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| Die weiteren Ausführungen von Röm 7 beschäftigen sich dann näher mit der Verbindung Gesetz –/↔ Sünde, s. u.
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br
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| Im Blick auf das Evangelium nach Markus lässt sich sagen: Der Fortführung von Röm 6 in Röm 7 entspricht,
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| dass Markus in Mk 3,22-30 (Verteidigungsrede) mit Röm 7 im Hintergrund Mk 2,1-12 (Heilung des Gelähmten) mit Röm 6
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|
| im Hintergrund weiterführt, wobei Röm 6 auch in Mk 3,22-30 hineinspielt (gemäß den Gesetzen der fortschreitenden Konzentrik).
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.card.slide.border-primary.mb-3
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.card-body
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h5.card-title Das jüdische Gesetz, Satan/Beelzebul/Herrscher der Dämonen und der Heilige Geist
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h6.card-subtitle.text-muted Röm 7 und das vom Geist bestimmte Gesetz, das von der Sünde missbraucht wurde
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hr
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ul.card-text
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li
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| Die Umdrehung des Spießes beim zweiten Vorwurf gegen Jesus lässt auch beim ersten Vorwurf – dem der Besessenheit –
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| den Vorwurf an das Gesetz gerichtet sein;
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br
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| es ist daher in Beziehung zu setzen zu Sünde/Beelzebul/Herrscher der Dämonen einerseits
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|
| und dem Heiligen Geist andererseits.
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li
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| Die Frage kann dann nur sein, ob das Gesetz von Beelzebul – bzw. der Sünde – „besessen“ ist – umgekehrt wäre es völlig abwegig (Sünde vom Gesetz besessen).
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br
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| Auf diese Frage nach der Besessenheit des Gesetzes durch die Sünde
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|
| gibt schon der Aufbau der Erzählung bei Markus eine Antwort, die sich mit der des Paulus in Röm 7 deckt,
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|
| der dort u. a. der Frage
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q.bibeltext
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| Ist das Gesetz Sünde?
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span.bibelstelle (Röm 7,7)
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|
| nachgeht (und gleich ein „Keineswegs!“ als Antwort gibt).
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li
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| In der Erzählung bei Markus fällt auf, dass der Vorwurf der Schriftgelehrten, Jesus sei von einem unreinen Geist gesessen,
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|
| am Ende der Erzählung wiederholt wird.
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br
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| Würde diese Wiederholung des Vorwurfes fehlen, würde sich zwischen oberem und unterem Teil der Erzählung – bei denen es um den Vorwurf der Besessenheit geht –
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| folgende Struktur ergeben:
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table.table.table-sm.mt-3.mb-3
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tbody
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tr
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td(style="column-span: all; text-align: center;")
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| Schriftgelehrte (Judaisten; „die Schrift“)
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br
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||||||
|
| Vorwurf der Besessenheit mit Beelzebul
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tr
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td(style="text-align: center;")
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||||||
|
| ↓
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td(style="text-align: center;")
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|
| ↑
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tr
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||||||
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td(style="column-span: all; text-align: center;")
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|
| Jesus
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br
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|
| Vorwurf des Lästerns gegen den Heiligen Geist
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|
| Die Übertragung der Spießumkehr vom zweiten auf den ersten Vorwurf – den der Besessenheit –
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|
| würde hier fast nur verstärken, was eigentlich schon durch die Anordnung offensichtlich ist,
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|
| nämlich dass Sünde und Gesetz auf einer Seite gemeinsam gegen den Heiligen Geist (und Jesus) auf der anderen Seite stehen.
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br
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|
| Angesichts von Aussagen wie „Gesetz der Sünde und des Todes“ bei Paulus (siehe oben), auf die Markus schon in
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|
| seinem Evangelium angespielt hat, wäre dies durchaus eine vorstellbare Position.
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|
li
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|
| Doch durch die Wiederholung des Vorwurfes am Ende der Erzählung ergibt sich ein völlig anderer Aufbau und damit auch eine nachhaltige Veränderung im Gegenüber:
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table.table.table-sm.mt-3.mb-3
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tbody
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tr
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td
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|
| Vorwurf der Besessenheit mit Beelzebul
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td(style="text-align: center;")
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|
| → |
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td
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|
| Jesus bzw. Gesetz
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|
tr
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|
td(style="text-align: center;")
|
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| ||
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|
td
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|
td(style="text-align: center;")
|
||||||
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| ||
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||||||
|
tr
|
||||||
|
td
|
||||||
|
| Vorwurf der Besessenheit mit einem unreinen Geist
|
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|
td(style="text-align: center;")
|
||||||
|
| → |
|
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|
td
|
||||||
|
| Vorwurf der Lästerung gegen den Heiligen Geist
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|
| Egal, was im Gegenüber zum Vorwurf der Besessenheit eingetragen wird – Jesus im Text bzw. das Gesetz bei der Spießumkehrung –:
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|
| es gibt immer eine Parallele zum Heiligen Geist und ein Gegenüber zu Beelzebul bzw. dem unreinen Geist und damit zur Sünde.
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li
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|
| Dass das Gesetz auf der Seite des Heiligen Geistes steht, erscheint – angesichts der oben auch festgestellten Indienstnahme durch
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|
| die Sünde gegen die Menschheit – unerwartet, deckt sich aber mit Aussagen des Paulus in Röm 7:
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br
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q.bibeltext
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| 12 ... ist das Gesetz heilig und das Gebot ist heilig, gerecht und gut.
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br
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| 13 Ist dann etwa das Gute mir zum Tod geworden? Keineswegs! Sondern die Sünde verursachte, damit sie als Sünde offenbar werde,
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| mir durch das Gute den Tod, denn durch das Gebot sollte die Sünde sich in ihrem ganzen Ausmaß als Sünde erweisen.
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br
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| 14
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i Wir wissen nämlich, dass das Gesetz selbst vom Geist bestimmt ist;
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br
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| ich aber bin fleischlich, das heißt: verkauft unter die Sünde.
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span.bibelstelle Röm 7,12
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br
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|
| Wie sich Paulus hier dagegen wehrt, das Gesetz als solches zu etwas schlechtem, bösem – zu Sünde – werden zu lassen,
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|
| und herausstellt, dass es an sich „vom Geist bestimmt ist“, so verwehrt der Aufbau der Erzählung bei Markus,
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|
| dass von einer Besessenheit des Gesetzes von den Mächten des Bösen gesprochen werden kann,
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|
| und stellt es auf die Seite des Heiligen Geistes.
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li
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|
| Dass in Mk 3,22-30 unter anderem Röm 7 im Hintergrund steht, legt eine weitere Beobachtung nahe:
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br
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| Denn wie Markus im mittleren Teil seiner Erzählung vom Gespaltensein von Reichen und Familien spricht, die dadurch keinen Bestand haben können,
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br
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| bringt Paulus in Röm 7 das Gespaltensein des Menschen zwischen (gutem) Gesetz und Sünde,
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|
| die das Todesverfallensein des Menschen bedeuten,
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|
| mit drastischen Worten zum Ausdruck:
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br
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q.bibeltext
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| 14 Wir wissen nämlich, dass das Gesetz selbst vom Geist bestimmt ist;
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|
| ich aber bin fleischlich, das heißt: verkauft unter die Sünde.
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|
br
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| 15 Denn was ich bewirke, begreife ich nicht: Ich tue nicht das, was ich will, sondern das, was ich hasse.
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|
br
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|
| 16 Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, erkenn ich an, dass das Gesetz gut ist.
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|
br
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|
| 17 Dann aber bin nicht mehr ich es, der dies bewirkt, sondern die in mir wohnende Sünde.
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|
br
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| 18 Ich weiß nämlich, dass in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt:
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|
br
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||||||
|
| Das Wollen ist bei mir vorhanden, aber ich vermag das Gute nicht zu verwirklichen.
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|
br
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|
| 19 Denn ich tue nicht das Gute, das ich will, sondern das Böse, das ich nicht will, das vollbringe ich.
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|
br
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|
| 20 Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, dann bin nicht mehr ich es, der es bewirkt, sondern die in mir wohnende Sünde.
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|
br
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||||||
|
| 21 Ich stoße also auf das Gesetz, dass in mir das Böse vorhanden ist, obwohl ich das Gute tun will.
|
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|
br
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||||||
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| 22 Denn in meinem Inneren freue ich mich am Gesetz Gottes,
|
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|
br
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| 23 ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das mit dem Gesetz meiner Vernunft im Streit liegt
|
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|
| und mich gefangen hält im Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern herrscht.
|
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|
br
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||||||
|
| 24 Ich elender Mensch! Wer wird mich aus diesem dem Tod verfallenen Leib erretten?
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span.bibelstelle Röm 7,14-24
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p.small.mb-0
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| Wichtig zu sehen ist, dass hier die unerlöste, vorchristliche Existenz des „kollektiven Menschen“ beschrieben wird,
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| nicht ein (aktueller) Konflikt in Paulus.
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li
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| Schillernd und nicht einfach aufzulösen – und daher für unsere Zwecke nicht weiter zu vertiefen – ist in Röm 7 die Verwendung des Begriffes „Gesetz“.
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br
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| Gerade dies passt aber auch wieder zur Thematik Gespaltensein bei Markus.
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br
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| Vor allem in den Versen Röm 7,7-14 ist das „Gespaltensein“ des Gesetzes zwischen Absicht Gottes
|
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|
| und Resultat nach Missbrauch durch die Sünde deutlich: einerseits Gottes heiliges, gerechtes, gutes und vom Geist bestimmtes Gesetz,
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| andererseits – gleichzeitig! – das Gesetz, das dem Menschen – im Sinne der Menschheit – den Tod gebracht hat.
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br
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|
| Der Hinweis des markinischen Jesus, dass das Gespaltene keinen Bestand hat und haben kann, ist im Sinne des Markus
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| sicher auch auf das jüdische Gesetz zu beziehen, womit dessen Ende – als „Heilsweg“ – angedeutet ist;
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br
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| bei Paulus schließen sich – sehr analog – an Röm 7 mit Röm 8 Aussagen zum Freigewordensein vom „Gesetz der Sünde und des Todes“
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|
| durch die Sendung des Gottessohnes an, auf die Markus schon (auch) an anderen Stellen angespielt hat.
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li
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|
| Zur Thematik „Gespaltensein“ passt auch gut ein weiterer Erzählzug bei Markus:
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br
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||||||
|
| Während die Schriftgelehrten sich den indirekten Vorwurf anhören müssen, gegen den Heiligen Geist zu lästern,
|
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|
| ist das Gesetz an sich vom Geist bestimmt.
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br
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|
| Dies bringt die ganze Misere rund um das Gesetz und die das Gespaltensein zwischen dem vom Geist bestimmten Gesetz
|
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|
| und dem der Sünde verfallenen Menschen unter dem Gesetz nach Röm 7 prägnant zum Ausdruck.
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| Zur Frage „Welche Stellung hat das Gesetz in der Unheilsgeschichte des Menschen?“ mag auch eine kleine Spitzfindigkeit
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| in der markinischen Erzählung und der Spießumkehr besonderes auffallen:
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| Bei der Spießumkehr des zweiten Vorwurfes an Jesus muss eine Satzumstellung vorgenommen werden,
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| denn bei einem direkten Tausch würde es ja heißen:
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| „Mit Hilfe des Herrschers der Dämonen tötet das Gesetz die Menschen“.
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| Das aber ist völlig unsinnig; vielmehr kann es nur heißen:
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| „Mit Hilfe des Gesetzes tötet der Herrschers der Dämonen die Menschen“.
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| Das Gesetz ist hier „Werkzeug“, nicht Subjekt: Der Vorwurf trifft die Sünde, sich das Gesetz entsprechend zunutze gemacht zu haben,
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| nicht das Gesetz selber.
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li.small
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| Es sei darauf hingewiesen, dass der Vorwurf an Jesus bei Markus zweigliedrig ist, während er bei Matthäus und Lukas
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| eingliedrig ist:
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q.bibeltext
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| Mit Hilfe von Beelzebul, dem Herrscher der Dämonen, treibt er die Dämonen aus.
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span.bibelstelle Lk 11,15
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q.bibeltext
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| Nur mit Hilfe von Beelzebul, dem Herrscher der Dämonen, treibt er die Dämonen aus.
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span.bibelstelle Mt 12,24
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q.bibeltext
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| Er ist von Beelzebul besessen; mit Hilfe des Herrschers der Dämonen treibt er die Dämonen aus.
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span.bibelstelle Mk 3,22
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br
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| Entweder haben Matthäus und Lukas den zweigliedrigen Vorwurf jeweils eigenständig zu einem eingliedrigen umformuliert,
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| oder – wahrscheinlicher – Markus hat einen zweigliedrigen Vorwurf aus einem in seiner Tradition vorgefundenen eingliedrigen gemacht.
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| Nur Markus spricht den bei Mt und Lk nicht erwähnten Vorwurf der Besessenheit aus, den man aber hineinlesen kann.
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| Die Zweigliedrigkeit gibt Markus die Möglichkeit, in seinen Bezügen differenziert zum Gesetz Stellung zu nehmen – die Schaffung der Zweigliedrigkeit
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| ist also nicht um Jesu willen, sondern um des Gesetzes willen geschehen.
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h5.card-title „Er ist von Beelzebul besessen“ und „Er hat einen unreinen Geist“ ↔ Heiliger Geist
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h5.card-title „Er ist von Beelzebul besessen“ und „Er hat einen unreinen Geist“ ↔ Heiliger Geist
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hr
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p.card-text
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ul.card-text
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| Mit dem Heiligen Geist, der fast beiläufig erwähnt wird, wird das in und durch Jesus wirkende
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| Gegenüber zu Beelzebul bzw. den unreinen Geistern genannt.
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| Schon in der Mitte der konzentrischen Gliederung – der Heilung des Gelähmten in Mk 2,1-12 – war – wie hier –
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| die Frage, auf welcher Seite Jesus steht bzw.
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| wer durch Jesus eigentlich wirkt, präsent,
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| Er ist es, der – siehe die Taufe Jesu als „Prototyp“ der christlichen Taufe – in der Taufe im Menschen Wohnung nimmt,
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| nämlich
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| einerseits im Vorwurf der Gotteslästerung der Schriftgelehrten gegenüber Jesus, andererseits
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| in der Anrede Jesu an den Gelähmten: „Mein Sohn“, womit angedeutet ist, dass durch Jesus Gott selbst wirkt,
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| was die Schriftgelehrten nicht realisieren und weswegen sie die Sündenvergebung durch Jesus ablehnen.
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li
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| Es ist bezeichnend, dass Jesu Antwort auf den Vorwurf der Besessenheit mit Beelzebul durch die Schriftgelehrten
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| deren Vorwurf der Gotteslästerung durch Jesus in der Mitte der konzentrischen Gliederung angesichts der Sündenvergebung aufgreift
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| und mit dem indirekten Vorwurf der Lästerung des Heiligen Geistes kontert, womit er den Vorwurf der Gotteslästerung zurückgibt.
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br
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| Weiterhin ist bezeichnend, dass Jesus in seiner Antwort die Sündenvergebung, die in Mk 2,1-12 die Schriftgelehrten auf den Plan gerufen hatte,
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| aufgreift:
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br
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q.bibeltext
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| Amen, ich sage euch: Alle Vergehen und Lästerungen werden den Menschen vergeben werden, so viel sie auch lästern mögen;
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| wer aber den Heiligen Geist lästert, der findet in Ewigkeit keine Vergebung, sondern seine Sünde wird ewig an ihm haften.
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span.bibelstelle Mk 3,28-29
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li
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| Die Aussage ist in der Zusammenschau also:
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li
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| Nicht Jesus lästert Gott, indem er (wirksam) Sünden vergibt (und damit zu einem neuen Leben verhilft jenseits der Sünde und des Todes),
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| sondern die Schriftgelehrten, indem sie diese Sündenvergebung(svollmacht) durch Jesus ablehnen
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br
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| und Jesus Besessenheit mit Beelzebul vorwerfen, statt durch Jesus hindurch Gott selbst handelnd zu sehen bzw.
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| den Heiligen Geist als Jesus – seit der Taufe – erfüllende Kraft
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| (→ Röm 1,4: „Dem Geist der Heiligkeit nach eingesetzt als Sohn Gottes in Macht seit der Auferstehung von den Toten").
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| Wer sich gegen die Sündenvergebung(svollmacht) Jesu bzw. gegen die Rechtfertigungslehre des Paulus stellt,
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| lästert Gott und kann keine Sündenvergebung erfahren.
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br
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| Nur wer das Handeln Gottes durch Christus (in der paulinisch-markinischen Interpretation) „sieht“,
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| kann Sündenvergebung erlangen.
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li
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| Der Heilige Geist wird in der Antwort Jesu fast nebenbei erwähnt, und doch liegt auf ihm das tragende Gewicht
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| im Gegenüber zu Beelzebul bzw. den unreinen Geistern und als Kraft, die hinter Jesus steckt bzw. durch Jesus wirkt.
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br
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| Wenn deutlich ist, dass Jesus nicht von Beelzebul besessen ist, sondern Gottes Heiliger Geist in ihm wohnt und durch ihn wirkt,
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| dann ist auch klar – auch wenn das selbst nicht direkt ausgesprochen wird –, dass Jesus nicht mit Hilfe des Herrschers der Dämonen,
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| sondern mit Hilfe des Heiligen Geistes die Dämonen austreibt,
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| ist doch der zweite Vorwurf vom ersten abhängig.
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| Der Heilige Geist ist es auch, der – siehe die Taufe Jesu als „Prototyp“ der christlichen Taufe – in der Taufe im Menschen Wohnung nimmt,
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| <i>anstatt</i> der Sünde bzw. Beelzebul bzw. den unreinen Dämonen (→ „zur Vergebung der Sünden“ in einem wirklich befreienden Sinn).
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| <i>anstatt</i> der Sünde bzw. Beelzebul bzw. den unreinen Dämonen (→ „zur Vergebung der Sünden“ in einem wirklich befreienden Sinn).
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p.card-text
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| Die Anspielung auf das Wirken des Geistes Gottes in und durch Jesus im Gegenüber zu Beelzubul bzw. den unreinen Geistern
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| Mit der „Taufe“ des „Gelähmten“ in der Mitte der konzentrischen Gliederung ergeben sich damit noch weitergehende Bezüge,
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| bei Markus deckt sich mit dem,
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| die die obigen Ausführungen zur Taufe als Lebenswende ergänzen.
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| dass Paulus immer wieder das Gegenüber zwischen Sünde (bzw. dem von der Sünde beherrschten Fleisch) und dem Geist Gottes herausstellt,
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| z. B. indem er – wie oben zitiert – das „Gesetz des Geistes (und des Lebens)“ dem „Gesetz der Sünde (und des Todes)“
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| gegenüberstellt.
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| Wie Röm 6,15-23 darlegt, geht es bei der Christwerdung um einen Herrschaftswechsel;
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| Wie Röm 6,15-23 darlegt, geht es bei der Christwerdung um einen Herrschaftswechsel;
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| diesen kann man – verschiedene Stellen bei Paulus aufgreifend – auch so formulieren:
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| diesen kann man – verschiedene Stellen bei Paulus aufgreifend – auch so formulieren:
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i Satan bzw. die Sünde zieht aus – Gottes Geist zieht ein.
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i Satan bzw. die Sünde zieht aus – Gottes Geist zieht ein.
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| In
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| In
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span.bibelstelle Röm 6,18
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span.bibelstelle Röm 6,18
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| kann Paulus schreiben:
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| kann Paulus schreiben:
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q.bibeltext das Gesetz des Geistes ... hat dich befreit aus dem Gesetz der Sünde
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q.bibeltext das Gesetz des Geistes ... hat dich befreit aus dem Gesetz der Sünde
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| Dies ist in Röm 6 quasi nachzutragen.
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| Dies ist in Röm 6 quasi nachzutragen.
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| Festzuhalten ist – nicht zuletzt auch als Antwort auf das Gegenüber Jesu in der aktuellen Erzählung bei Markus –, dass es
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| Festzuhalten ist – nicht zuletzt auch als Antwort auf das Gegenüber Jesu in der aktuellen Erzählung bei Markus –, dass es
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| in der christlichen Theologie – in der Schule des Paulus – kein absolutes Freisein gibt und geben kann,
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| in der christlichen Theologie – in der Schule des Paulus – kein absolutes Freisein gibt und geben kann,
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| das die Sünde erlauben und damit im Dienst der Sünde stehen würde, dann man ist
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| das die Sünde erlauben und damit im Dienst der Sünde stehen würde, dann man ist
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| entweder Diener der Sünde oder Diener Gottes,
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| entweder Diener der Sünde <i>oder</i> Diener Gottes,
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| entweder der einen oder dem anderen sich selbst verpflichtet,
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| entweder der einen <i>oder</i> dem anderen sich selbst verpflichtet,
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| entweder von der Sünde beherrscht („besessen“) oder vom Heiligen Geist.
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| entweder von der Sünde beherrscht („besessen“) <i>oder</i> vom Heiligen Geist.
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| „Frei sein“, „Befreitsein“ ist daher ausschließlich als Befreitwordensein von Sünde und Tod
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| „Frei sein“, „Befreitsein“ ist daher ausschließlich als Befreitwordensein von Sünde und Tod
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| zu verstehen; ihm korrespondiert <i>notwendig</i> ein „Sklave sein“ gegenüber Gott bzw. dem einwohnenden Heiligen Geist.
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| zu verstehen; ihm korrespondiert <i>notwendig</i> ein „Sklave sein“ gegenüber Gott bzw. dem einwohnenden Heiligen Geist.
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| Insofern sind die Dämonenaustreibungen Jesu wirklich <i>gegen</i> Beelzebul gerichtet und geschehen nicht
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| Insofern sind die Dämonenaustreibungen Jesu wirklich <i>gegen</i> Beelzebul gerichtet und geschehen nicht
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| in seinem Dienst oder Auftrag, obwohl – aufgrund der oben erinnerten Zusammenhänge – das Befreitwerden von Beelzebul
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| in seinem Dienst oder Auftrag, obwohl – aufgrund der oben erinnerten Zusammenhänge – das Befreitwerden von Beelzebul
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| bzw. von der Sünde mit dem Befreitwerden vom jüdischen Gesetz (als göttlich verordnetem Weg zum (Un-)Heil) in eins geht.
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| bzw. von der Sünde mit dem Befreitwerden vom jüdischen Gesetz (als göttlich verordnetem Weg zum (Un-)Heil) in eins geht.
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| Wie Markus dem Vorwurf der Besessenheit Jesu mit Beelzebul das Beseeltsein Jesu mit dem Heiligen Geist entgegenstellt,
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| so gibt es auch bei Paulus immer wieder das Gegenüber zwischen Sünde (bzw. dem von der Sünde beherrschten Fleisch)
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| und dem Geist Gottes;
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| und wie der Heilige Geist für Jesus die Kraft ist, Dämonen auszutreiben,
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| so ist es dieser im Christen einwohnende Heilige Geist,
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| der für den Christen die Kraft ist,
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| der Sünde zu wiederstehen,
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| wie Paulus in
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span.bibelstelle Gal 5,16-18
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| ausführt:
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q.bibeltext
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| 16 Ich sage aber: Wandelt im Geist, dann werdet ihr das Begehren des Fleisches nicht erfüllen!
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br
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| 17 Denn das Fleisch begehrt gegen den Geist, der Geist gegen das Fleisch, denn diese sind einander entgegengesetzt,
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| damit iht nicht tut, was ihr wollt.
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br
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| 18 Wenn ihr euch aber vom Geist führen lasst, dann steht ihr nicht unter dem (Todesurteil des) Gesetz(es).
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| Das „Fleisch“ ist hier – vgl. auch Röm 7 – als Einfallstor der Sünde zu verstehen, dem Paulus die Kraft des Geistes entgegenstellt.
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| Die Formulierungen sind ganz ähnlich wie jene in Röm 7, und doch ganz anders: Während Röm 7 die verzweifelte Existenz
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| unter dem Gesetz beschreibt, auf die der Tod wartet,
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| ermöglicht es hier der in den Christen einwohnende Geist, der Sünde zu widerstehen – auch wenn das eine Herausforderung bleibt.
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h5.card-title
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q ... in das Haus des Starken einbrechen und ihm den Hausrat rauben, wenn er nicht zuerst den Starken gefesselt hat.
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ul.card-text
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| Die Aussage vom Einbrechen ins Haus und Rauben des Hausrats wird in der Mitte der konzentrischen Gliederung
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| schön bebildert – in beiden Erzählungen spielt ein Haus ein Rolle! –:
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| durch seinen Tod ist Jesus in das Totenreich – das Haus hier quasi als Grab – eingebrochen
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| und ermöglicht dort den in der Taufe mit ihm Gestorbenen (→ Gelähmter) ein neues Leben,
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| das sie nach Hause (→ in den Himmel) gehen lässt.
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| Eine gewisse Nähe gibt es zur Ausdrucksweise des Paulus in
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span.bibelstelle Gal 3,22:
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q.bibeltext
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| ... die Schrift hat alles unter der Sünde eingeschlossen
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| Jetzt ist – dank Jesu Tod und Auferstehung, appliziert in der Taufe – der „Hausrat“, der „unter der Sünde einschlossen“ war,
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| frei und dafür die Sünde selbst gefesselt.
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q ... den Starken gefesselt hat
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h6.card-subtitle.text-muted Jesus von Beelzebul besessen? – Nein: er ist der „Stärkere“!
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| Von besonderer Bedeutung ist der Umstand, dass Satan hier mit „der Starke“ bezeichnet wird (in dessen „Haus“ Jesus eingedrungen ist);
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| denn so ist diese Erzählung durch die Trias „‚Starker‘/‚Stärkerer‘ + Satan [Versuchung/Dämonenaustreibung] + Heiliger Geist“
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| mit Mk 1,2-13, also dem ersten Teil des Evangeliums, verknüpft.
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| Der Ausgang der Versuchungserzählung blieb auf Ebene des Textes offen;
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| hier wird sozusagen das Resultat der Begegnung
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| zwischen Satan und Jesus (im Tod am Kreuz!) nachgeschoben: Jesus hat Satan „gefesselt“!
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| Die Erzählung hier in 3,22-30 legt das nahe.
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| Somit wird hier die Überzeugung ausgedrückt, dass Satan („der Starke“) bereits besiegt ist;
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| Jesus ist „der Stärkere“ (Mk 1,7);
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| dass Jesus Wunder und Dämonenaustreibungen wirken kann, das ist für
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| ihn ein eindeutiges Zeichen dafür. – Wenn man dem Satan nicht selbstzerstörerische Schizophrenie vorwerfen will.
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h5.card-title „Wenn eine Familie in sich gespalten ist, kann sie keinen Bestand haben.“
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h5.card-title „Wenn eine Familie in sich gespalten ist, kann sie keinen Bestand haben.“
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hr
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p.card-text
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| Diese Aussage ist mit dem Kontext der Verteidigungsrede zu verbinden,
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| Diese Aussage ist mit dem Kontext der Verteidigungsrede zu verbinden,
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| geht es doch davor um die leibliche Familie Jesu, die Jesus für „von Sinnen“ hält,
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| geht es doch davor um die leibliche Familie Jesu, die Jesus für „von Sinnen“ hält,
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| und im Anschluss um die „wahre Familie“ Jesu, die sich über das Tun des Willens Gottes konstituiert.
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| und im Anschluss um die „wahre Familie“ Jesu, die sich über das Tun des Willens Gottes konstituiert.
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p.card-text
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li
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| Insofern die in der Verteidigungsrede verhandelte Frage eine nachösterliche ist,
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| Insofern die in der Verteidigungsrede verhandelte Frage eine nachösterliche ist,
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| legt sich nahe, dass auch diese Aussage auf die nachösterliche Situation der Kirche zu beziehen ist.
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| legt sich nahe, dass auch diese Aussage auf die nachösterliche Situation der Kirche zu beziehen ist.
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p.card-text
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| Dabei ist zunächst zu bedenken, dass Jesus hier durchsichtig wird auf Paulus.
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| Dabei ist zunächst zu bedenken, dass Jesus hier durchsichtig wird auf Paulus.
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| Ferner ist zu bedenken, dass die Aussage innerhalb der Verteidigungsrede fällt, der Kontext
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| Ferner ist zu bedenken, dass die Aussage innerhalb der Verteidigungsrede fällt, der Kontext
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br
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| Und zwischen Paulus und dem Herrenbruder gab es in den genannten Fragen tatsächlich Spannungen bis hin zur Spaltung,
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| Und zwischen Paulus und dem Herrenbruder gab es in den genannten Fragen tatsächlich Spannungen bis hin zur Spaltung,
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| wie Paulus im Brief an die Galater erzählt.
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| wie Paulus im Brief an die Galater erzählt.
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p.card-text
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| Für Markus ist klar, dass die paulinische Interpretation von Tod und Auferstehung Jesu gültig ist,
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| Für Markus ist klar, dass die paulinische Interpretation von Tod und Auferstehung Jesu gültig ist,
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| Paulus und Jesus also auf eine Seite gehören.
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| Paulus und Jesus also auf eine Seite gehören.
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| die es in der frühen Kirche zwischen Paulus und dem Herrenbruder Jakobus gab,
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| die es in der frühen Kirche zwischen Paulus und dem Herrenbruder Jakobus gab,
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| als Spannung innerhalb der Familie Jesu – also zwischen Jesus und seiner Familie – erzählt,
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| als Spannung innerhalb der Familie Jesu – also zwischen Jesus und seiner Familie – erzählt,
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| weil das anders in seinem Evangelium gar nicht möglich ist.
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| weil das anders in seinem Evangelium gar nicht möglich ist.
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| „Familie“ wäre dann – weil es nachösterlich um einen Konflikt nicht innerhalb der leiblichen Familie Jesu geht sondern
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| „Familie“ wäre dann – weil es nachösterlich um einen Konflikt nicht innerhalb der leiblichen Familie Jesu geht sondern
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| zwischen Paulus und dem Herrenbruder Jakobus – auf das Judenchristentum zu beziehen, das in der Frage
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| zwischen Paulus und dem Herrenbruder Jakobus – auf das Judenchristentum (oder gar das Christentum insgesamt) zu beziehen, das in der Frage
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| der Rechtfertigung gespalten ist und so – das ist die Mahnung – nicht Bestand haben kann;
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| der Rechtfertigung gespalten ist und so – das ist die Mahnung – nicht Bestand haben kann;
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| vielmehr sollten sich alle der Überzeugung des Paulus anschließen.
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| vielmehr sollten sich alle der Überzeugung des Paulus anschließen.
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| Diese geweitete Deutung von „Familie“ ist durchaus möglich, weil in der nachfolgenden Erzählung
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| Diese geweitete Deutung von „Familie“ ist durchaus möglich, weil in der nachfolgenden Erzählung
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| auch „Familie“ – als Summe der einzelnen dort genannten Familienmitglider –
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| auch „Familie“ – als Summe der einzelnen dort genannten Familienmitglieder –
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| die christliche Gemeinde (letztlich die ganze Kirche) bezeichnen kann.
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| die christliche Gemeinde (letztlich die ganze Kirche) bezeichnen kann.
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| Vielleicht ist die Aussage bei Markus auch auf das Verhältnis zwischen Jesus und den ihn ablehnenden Teil
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| Vielleicht ist die Aussage bei Markus auch auf das Verhältnis zwischen Jesus und den ihn ablehnenden Teil
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| des Judentums zu beziehen; das ist – weil es hier um eine innerchristliche Fragestellung geht – aber eher unwahrscheinlich.
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| des Judentums zu beziehen; das ist – weil es hier um eine innerchristliche Fragestellung geht – aber eher unwahrscheinlich.
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p.card-text
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li
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| Vielleicht hat Markus auch konkret die Situation in Galatien vor Augen, wo sich die Gemeinde in der Fragestellung der Rechtfertigung
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| Vielleicht hat Markus auch konkret die Situation in Galatien vor Augen, wo sich die Gemeinde in der Fragestellung der Rechtfertigung
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||||||
| nicht spalten soll, sondern sich in ihrer Gänze weder er paulinischen Überzeugung anschließen soll.
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| nicht spalten soll, sondern sich in ihrer Gänze wieder der paulinischen Überzeugung anschließen soll.
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| Dann könnte
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| Dann könnte auch
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span.bibelstelle Gal 5,13-15
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span.bibelstelle Gal 5,13-15
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| im Hintergrund stehen; diese Stelle passt auch zum Kontext des Vorwurfes zügelloser Freiheit, die der Sünde Tür und Tor öffnen würde:
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| im Hintergrund stehen; diese Stelle passt auch zum Kontext des Vorwurfes zügelloser Freiheit, die der Sünde Tür und Tor öffnen würde:
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| Denn das ganze Gesetz ist in dem einen Wort erfüllt: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
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| Denn das ganze Gesetz ist in dem einen Wort erfüllt: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
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| Wenn irh aber einander beißt und fresst, dann gebt Acht, dass ihr nicht einer vom anderen verschlungen werdet!
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| Wenn ihr aber einander beißt und fresst, dann gebt Acht, dass ihr nicht einer vom anderen verschlungen werdet!
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p.card-text
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| Allgemein wird man sagen können, dass die Aussage des Markus zu Frieden und Zusammenhalt in der christlichen Gemeinde
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| Allgemein wird man sagen können, dass die Aussage des Markus zu Frieden und Zusammenhalt in der christlichen Gemeinde
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| aufrufen will, wie dies Markus etwa auch in
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| aufrufen will, wie dies Markus etwa auch in
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span.bibelstelle Mk 9,50
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span.bibelstelle Mk 9,50
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h5.card-title Die Heilung des Mannes mit der verdorrten Hand: <q>wiederhergstellt</q>
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h5.card-title Die Heilung des Mannes mit der verdorrten Hand: <q>wiederhergestellt</q>
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 3,1-6
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 3,1-6
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@ -179,24 +179,404 @@ block content
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| 19 und Judas Iskariot, der ihn dann ausgeliefert hat.
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| 19 und Judas Iskariot, der ihn dann ausgeliefert hat.
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h5.card-title
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q Jesus stieg auf einen Berg und rief die zu sich, die er selbst wollte, und sie kamen zu ihm.
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h6.card-subtitle.text-muted Ein nur scheinbar abrupter Szenenwechsel – vom Boot zum Berg
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ul.card-text
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li
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| Die Szenerie wechselt scheinbar abrupt:
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li Statt dass Jesus das in der vorausgehenden Erzählung bereitgestellte Boot besteigt, steigt er auf einen Berg.
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li Auch sind die herbei geströmten Massen „verschwunden“, einfach nicht mehr da, ohne dass die Szene aufgelöst worden wäre.
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li
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| Das Steigen Jesu auf den Berg und die anschließende Versammlung der Zwölf dort greift allerdings den versuchten aber misslungenen
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| Rückzug Jesu mit den Jüngern an den See auf.
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li
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| Dass Jesus nicht – wie wohl erwartet – das Boot besteigt, sondern einen Berg, bindet Boot und Berg „irgendwie“ zusammen.
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| Dabei sind einige Dinge zu bedenken:
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ul.card-text
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li
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| Auch zur Verklärung (Mk 9,2-13) steigt Jesus auf einen Berg; jene Erzählung ist klar von der Auferstehung her zu betrachten,
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| wie auch das Gespräch beim Abstieg verdeutlicht.
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li
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| In Mk 6,45-52 steigt Jesus auch auf einen Berg.
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| Und von diesem Berg her ist er anschließend Retter für seine Jünger in Seenot, wobei der Gottesname „Ich-bin-da“ anklingt.
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li
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| Die Funktion des Bootes sollte es sein, ein Überleben im Angesichts des Todes – des bedrohlichen Herandrängens der Massen – sein.
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| Das alles legt nahe, das Besteigen des Berges durch Jesus – zunächst ja alleine! – mit der Auferstehung Jesu zu verbinden:
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br
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| Wie das Boot ein Überleben Angesichts des Todes ermöglicht,
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br
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| so bezeichnet der Berg hier – für Jesus – das Neue Leben bei Gott nach dem Tod:
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i Das von Jesus nicht genutzte Boot begegnet hier auf anderer Ebene im Berg.
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li
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| Von Bedeutung ist auch, dass Jesus nicht <i>einen</i> Berg, sondern <i>den</i> Berg besteigt, was wohl eine Anspielung auf den Gottesberg sein soll.
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br
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| Im Buch Exodus sind es Mose und auch andere, die von Gott hinaufgerufen werden auf den Sinai und den Berg besteigen:
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br
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q.bibeltext
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| 20 Der Herr war auf den Sinai, auf den Gipfel des Berges, herabgestiegen.
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br
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| Er hatte Mose zu sich auf den Gipfel des Berges gerufen und Mose war hinaufgestiegen.
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br
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| 21 Da sprach der HERR zu Mose: Geh hinunter und schärfe dem Volk ein, sich nicht an den HERRN heranzudrängen,
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| um zu schauen, sonst müssen viele von ihnen umkommen.
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span.bibelstelle Ex 19,20-21
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br
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| Auffällig in Verbindung mit der Erzählung bei Markus ist:
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ul.card-text
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li
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| Mose wird von Gott auf den Berg hinaufgerufen, wie Jesus jene hinaufruft, die er will.
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li
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| Die Szene in Ex 19,20 ist sehr analog zu jener in Mk 3,13:
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ul.card-text
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li Gott/Jesus ist auf dem Berg.
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li Er ruft jemanden zu sich hinauf.
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li Der Gerufenen bzw. die Gerufenen steigen zu ihm empor.
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| Dabei ist Jesus – und das ist auffällig und wichtig – nicht an der Stelle des Mose, sondern an der Stelle Gottes.
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br
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| Dies unterstreicht, dass Jesus hier als Auferstandener wirkt.
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br
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| Sachlogisch ist dabei, dass Gott vom Himmel auf den Berg „herabsteigt“, wie Jesus als Anspielung auf seine Auferstehung auf den Berg „hinaufsteigt“,
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| wobei er – wie in anderen Erzählungen – für seine Jünger „erreichbar“ ist, weil das Evangelium insgesamt noch auf dem Weg zu Tod und Auferstehung Jesu ist.
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p.small.mb-0 (Und weil Jesus auch nach seinem Tod als Auferstandener für seine Jünger „erreichbar“ ist.)
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li
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| Mose soll das Volk davon abhalten, sich „an den HERRN heranzudrängen“, da dies Todesfolge für jene Herandränger aus dem Volk haben würde.
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br
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| In der Vorausgehenden Erzählung sollten die Jünger ein Boot angesichts des Herandrängens an Jesus bereithalten, weil dieser
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| seinen Tod durch die Massen befürchtete.
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br
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| Auch wenn die „Todesfolge“ einmal für das Volk, einmal für Jesus gilt, so ist es doch auffällig,
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| dass in einer sehr analogen Erzählung zu Mk 3,13 in Ex 19,20-21 genau wie in der Mk 3,13 vorausgehenden Erzählung
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| von einem Herandrängen der Massen die Rede ist, welches – je auf seine Weise – problematisiert wird; dies unterstreicht
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|
| die Verbindung von Mk 3,13 mit Ex 19,20.
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|
| Eine weitere zu Mk 3,13 analoge Erzählung bilden
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span.bibelstelle Ex 24,1.9
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| mit dem Bundesschluss am Sinai dazwischen:
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br
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q.bibeltext
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| 1 Zu Mose sprach er [= Gott]: Steig zum HERRN hinauf zusammen mit Aaron, Nadab, Abihu und mit siebzig
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| von den Ältesten Israels
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br
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| 9 ... stiegen Mose, Aaron, Nadab, Abihu und siebzig von den Ältesten Israels hinauf
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br
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| Auffällig in Verbindung mit der Erzählung bei Markus ist:
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ul.card-text
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li
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| Mose und andere werden mit Namen genannt, wie in Mk 3,13-19 die Apostel.
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li
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| Wie es bei Mose die 70 Ältesten sind, so sind es in Mk 3,13-19 die Zwölf, die auf den Berg gerufen werden.
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li
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| Der zwischen Ex 24,1.9 erzählte Bundesschluss und das dann in Ex 24,10 erzählte Schauen Gottes auf dem Gottesberg
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| mit dem gemeinsamen Essen und Trinken lassen sich – als „getriggert“ durch Mk 3,13-19 – in anderen konzentrischen Gliederungen sehr gut
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| mit der Verklärung Jesu auf einem Berg und mit dem Letzten Abendmahl („Blut des Bundes“ in Mk 14,24 wie Ex 24,8!) verbinden.
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li
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| Auch hier erscheint Jesus an der Stelle Gottes (beim Bundesschluss/Abendmahl dann allerdings an der Stelle des Mose).
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li
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| Zusammenfassend lässt sich sagen:
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ul.card-text
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li
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| Markus formuliert die Erzählung in Anlehnung an Vorbilder aus dem Buch Exodus, bei dem es um das Hinaufsteigen
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| des Mose und anderer – wie etwa der 70 Ältesten – zu Gott geht.
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li
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| Dabei erscheint Jesus an der Stelle Gottes (nicht der des Mose).
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li
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| Es ist also sehr wahrscheinlich, dass das Besteigen des Berges durch Jesus allein einleitend seine Auferstehung vergegenwärtigen soll,
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| Jesus hier also als Auferstandener handelt.
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li
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| Dies fügt sich auch mit der vorausgehenden Erzählung gut zusammen, auch im Hinblick auf die Mitte der konzentrischen Gliederung:
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ul.card-text
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li
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| In Mk 3,7-12 stand Jesus an der Schwelle des Todes, in den Berührungen zur Heilung war diese gleichsam aber –
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| in Analogie zur Heilung des „Aussätzigen“ in der Mitte der konzentrischen Gliederung – bereits überschritten;
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br
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| das Steigen auf den Berg impliziert den vorausgehenden Tod Jesu am Kreuz zum Heil, an dem die Vielen Anteil haben.
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li
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| Das Hinaufsteigen zunächst von Jesus allein auf den Berg verbindet sich mit dem Rückzug Jesu an einsame Orte,
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| nachdem er vom ehedem „Aussätzigen“ nun als „Aussätziger“ aufgrund der Berührung mit diesem geoutet wurde,
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|
| was bereits auch auf die Zeit nach Tod und Auferstehung Jesu vorausgeblickt hat.
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li
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| Das Kommen der Vielen in Mk 3,7-12 band das vorösterliche Verkündigungswirken Jesu (Mk 1,39) und
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| das „nachösterliche“ des Geheilten (Mk 1,45) wie auch das Heilungswirken Jesu beim „Aussätzigen“
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| in der erweiterten Mitte der konzentrischen Gliederung zusammen,
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br
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| jetzt ist der Fokus – mit veränderter Mitte der konzentrischer Gliederung – ganz auf die nachösterliche Zeit
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| gelegt, das Verkündigungs- und Heilungs-Wirken der Apostel, die im weiteren Fortgang in Mk 3,14-19 eingesetzt werden
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| und die sich mit dem (nachösterlichen) Verkündigungswirken des ehedem „Aussätzigen“ wie mit seiner Heilung verbinden lassen.
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h5.card-title
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q
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| ... und rief die zu sich,
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i die er selbst wollte
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h6.card-subtitle.text-muted Abgrenzung zum Ansturm der Massen – bewusste Einsetzung Weniger zum Dienst an den Vielen
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hr
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ul.card-text
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li
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| Während in der vorausgehenden Erzählung wie in der Mitte der konzentrischen Gliederung
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| die Menschen offenbar von sich aus kommen – aufgrund der Verkündigung von nicht namentlich genannten
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| Zeugen des Wirkens Jesu bzw. selber Geheilter, nicht zuletzt von Mk 1,28 und Mk 1,45 her –,
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br
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| wird nun der Wille Jesu in der Auswahl einiger weniger explizit betont.
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li
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| Beides erscheint zunächst im Kontrast zueinander zu stehen.
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li
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| Wie der weitere Fortgang aber verdeutlicht, wird hier nicht ein abgeschlossener elitärer Kreis geschaffen,
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| sondern ein Kreis von besonderen Nachfolgern, die bei Jesus in die Schule gehen sollen,
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br
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i damit dieser sie später aussenden kann zum Dienst an den Vielen,
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br
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| quasi – in Aufnahme des „überallher“ in der Mitte der konzentrischen Gliederung – „nach überallhin“.
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li
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| Schon bei der Betrachtung der vorausgehenden Erzählung wurde erwähnt, dass der Rückzug Jesus <i>mit den Jüngern</i>
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| demnächst öfter begegnet, damit Jesus sie in besonderer Weise belehren kann,
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| aber nicht mit „Geheimwissen“, sondern mit der spezifischen Lehre Jesu,
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| mit dem Ziel, dass diese sie später öffentlich verkündigen.
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br
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| Das besondere Sein Jesu mit dem kleinen berufenen Kreis besonderer Nachfolger steht im Dienst der Vielen,
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| denen sie als „Multiplikatoren“ des Wirkens Jesu dienen sollen.
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li
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| Dennoch ist die Betonung des Willens Jesu auffallend:
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br
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| diese Multiplikatoren werden als direkt von Jesus berufen herausgestellt, aufgrund von Jesu direktem Willen
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br
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| und ihre Berufung ist doch in Kontrast gesetzt zum Kommen der Vielen aufgrund der Verkündigung anderer Menschen.
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li
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| Dabei werden einerseits die Souveränität Jesu bzw. die Souveränität der Berufung durch Jesus herausgestellt,
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br
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| dies hat aber andererseits Folgen für das Selbstverständnis der so Berufenen.
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li
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| Bei allen vorausgehenden und auch kommenden Anspielungen auf Briefe des Apostel Paulus könnte auch hier
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| der Blick auf Paulus, näherhin der Brief des Paulus an die Galater, verdeutlichen, was Markus hier sagen will:
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br
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q.bibeltext
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| Paulus,
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br
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i zum Apostel berufen,
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br
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| nicht von Menschen oder durch einen Menschen,
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br
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i sondern durch Jesus Christus und durch Gott, den Vater, der ihn von den Toten auferweckt hat,
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br
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| und alle Brüder, die bei mir sind, an die Gemeinden in Galatien
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span.bibelstelle Gal 1,1-2
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p.small
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| Man beachte, dass die Wendung „die bei mir sind“ in Gal 1,1 mit Bezug auf Paulus sich ganz ähnlich in Mk 3,14 findet
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| mit Bezug auf Jesus: „... dass sie mit ihm seien“.
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q.bibeltext
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| Als es aber Gott gefiel, der mich schon im Mutterleib auserwählt und durch seine Gnade berufen hat,
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| in mir seinen Sohn zu offenbaren, damit ich ihn unter den Völkern verkünde, da zog ich nicht Fleisch und Blut zu Rate;
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| ich ging auch nicht sogleich nach Jerusalem hinauf zu denen, die vor mir Apostel waren, sondern zog nach Arabien und kehrte dann wieder nach Damaskus zurück.
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span.bibelstelle Gal 2,15-17
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li.small
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| Man beachte eine interessante Parallele zwischen den Aussagen des Paulus zu seiner Berufung und Mk 3,13-19:
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br
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| Wie Paulus seine Berufung auf den Auferstandenen zurückführt, werden auch hier die Zwölf vom „Auferstandenen“ auf dem Berg berufen.
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li
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| Paulus ist es sehr wichtig, seine eigene Berufung auf Jesus direkt zurückzuführen;
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| dies gegen den Vorwurf, „Apostel zweiter Klasse“ zu sein, da er ja erst nach Ostern zum Glauben kam,
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| und dass daher sein Wissen über Jesus ein vermitteltes, nicht direkt erlebtes sei,
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| das der Korrektur durch die „echten Apostel“ offen stehen würde.
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li
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| Auf die direkte Berufung durch Jesus stützt Paulus seine Autorität;
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br
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| sie geht auf Jesus zurück, ist Resultat des göttlichen Heilsplans und nicht einer Wahl oder Beauftragung durch Menschen.
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br
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| Analoges wird hier – in Absetzung von den Vielen – von den Zwölf ausgesagt.
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br
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| Die Zwölf sind zwar für die Vielen da, aber nicht von diesen auserwählt, sondern von Jesus;
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br
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| sie sind allein dem Willen Jesu – in Lehre und Tätigkeit – verpflichtet, der sie ausgewählt hat
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| und zu dem gemacht hat, was sie sind.
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li
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| Nachdem der Kreis der Zwölf zur Zeit der Abfassung des Markus-Evangeliums nicht mehr existierte
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br
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| und ferner die Berufung der Zwölf aufgrund des direkten Willens Jesu auf die Berufung des Paulus, wie er sie im Galaterbrief verdeutlicht,
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| durchsichtig wird,
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| wird Markus hier etwas generell zum kirchlichen „Amt“ sagen wollen:
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br
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| ganz im Dienst der Vielen, aber ganz von Jesus her und ihm verpflichtet.
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li
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| Hier darf bewusst werden, dass auch bei der Heilung des „Aussätzigen“ der Wille Jesu herausgestellt wird,
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| eine klare Verbindung der Erzählung am unteren Rand und mit jener in der Mitte der konzentrischen Gliederung.
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br
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| Allerdings kommt der „Aussätzige“ zunächst von sich aus auf Jesus zu – wie die Vielen in der vorausgehenden Erzählung –,
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| seine Bitte um Hilfe ist aber eher umständlich
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| und fragt nach dem Willen Jesu:
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ul.card-text
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li Dass beim „Aussätzigen“ einerseits das Kommen von sich aus zu Jesus erzählt wird, verbindet ihn mit den Vielen in Mk 3,7-12 (→ vorherige konzentrische Gliederung);
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|
li dass andererseits der Wille Jesu zur Heilung fragend herausgestellt wird, verbindet ihn mit der Berufung der Zwölf (→ aktuelle konzentrische Gliederung).
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| Dass der Wille Jesu zur Heilung des „Aussätzigen“ explizit herausgestellt wird und die Berufung der Zwölf
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|
| gemäß explizitem Willen Jesu geschieht,
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| ist wohl von der perspektivischen Beauftragung der Zwölf zur Dämonenaustreibung her zu verstehen.
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i → Die durch den ausdrücklichen Willen Jesu (besonders) Berufenen werden zu den Ausführenden des Heilswillens Jesu an den Vielen.
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br
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| Das Schweigegebot, das dem Geheilten auferlegt wird und das dieser bricht, verbindet sich damit,
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| dass zwar die perspektivische Absicht Jesu, dass die Zwölf verkündigen sollen, genannt ist, diese aber erst zu einem
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|
| späteren Zeitpunkt damit beauftragt werden.
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br
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| Alles steht unter dem Vorbehalt des erzählerisch noch ausstehenden Todes und der Auferstehung Jesu.
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.card.slide.border-primary.mb-3
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.card-body
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q ... und er machte zwölf
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ul.card-text
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| Es heißt nicht eigentlich, dass Jesus die Zwölf „einsetzte“, sondern dass er sie „machte“,
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| wie er Petrus und Andreas schon in Mk 1,17 in Aussicht stellte, dass er sie zu Menschenfischer „machen“ würde.
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li
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| Dieses „Machen“ ist im Sinne von „Einsetzen“ zu verstehen, wie auch alttestamentliche (griechische) Texte verdeutlichen.
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li
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| In der Exegese ist umstritten, inwieweit dieses „Machen“ eine Anspielung auf die Schöpfungserzählung sein soll,
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|
| die von einem Machen Gottes spricht.
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| Jedenfalls gibt es einige interessante Bezüge:
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ul.card-text
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| Die Schöpfung ist ein „Machen“ Gottes gegen das Chaos, das zurückgedrängt wird, damit Leben möglich ist.
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li
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| Jesus „macht“ die Zwölf quasi als Antwort auf den ungeordneten Andrang der Vielen, das Chaos, das bei Jesus Todes-Angst hervorruft.
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li
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| An anderen Stellen des Evangeliums wird deutlich, dass Gott selbst durch Jesus hindurch wirkt;
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| Jesus wirkt (neu-)schöpferisch etwa am Taubstummen in Mk 7,31-17 und sein Wort weckt das tote Mädchen in Mk 5,35-43 auf,
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|
| wie das Wort Gottes die Schöpfung bewirkt.
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li
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| Wichtig ist allemal der Aspekt, dass die Zwölf – und damit das Amt insgesamt – eine Antwort auf den unbändigen Andrang der Vielen ist.
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| Das Amt hat damit nicht nur – wie unten ausgeführt – verkündigende und heilsvermittelnde Funktion, sondern auch ordnende Funktion:
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i Jesus <i>erschafft</i> das Amt, um des Andrangs der Vielen Herr zu werden.
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| Dies bestätigt etwa die Erzählung von der Brotvermehrung in Mk 6,35-44;
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| dort lässt Jesus die Menschen <i>durch die Anweisung der Jünger</i> „in Mahlgemeinschaften im grünen Gras lagern“,
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| was als ordnender Umgang mit den vielen hungrigen Menschen verstanden werden kann.
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li
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| Das „Machen“ der Zwölf durch Jesus, um den unbändigen Massen Herr werden zu können,
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| vergegenwärtigt eine Erzählung aus dem Buch Exodus, wo Mose Hauptleute „macht“, um dem ganzen Volk gerecht werden zu können:
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q.bibeltext
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| 13 Am folgenden Morgen setzte sich Mose, um für das Volk Recht zu sprechen.
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| Die Leute mussten vor Mose vom Morgen bis zum Abend anstehen.
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| 14 Als der Schwiegervater des Mose sah, was er alles für das Volk zu tun hatte, sagte er:
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br
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q Was soll das, was du da für das Volk tust? Warum sitzt du hier allein und die vielen Leute müssen vom Morgen bis zum Abend vor dir anstehen?
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| 15 Mose antwortete seinem Schwiegervater:
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q
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| Weil das Volk zu mir kommt, um Gott zu befragen.
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| 16 Wenn sie einen Streitfall haben, kommt er zu mir.
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| Ich entscheide zwischen ihnen und teile ihnen die Gesetze und Weisungen Gottes mit.
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| 17 Da sagte der Schwiegervater zu Mose:
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q
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| Es ist nicht gut, wie du das machst.
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| 18 So richtest du dich selbst zugrunde und auch das Volk, das bei dir ist.
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| Das ist zu schwer für dich; allein kannst du es nicht bewältigen.
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| 19 Nun hör zu, ich will dir einen Rat geben und Gott wird mit dir sein.
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| Vertritt du das Volk vor Gott! Bring ihre Angelegenheiten vor ihn,
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| 20 unterrichte sie in den Gesetzen und Weisungen und mach sie mit dem Weg bekannt, auf dem sie gehen, und mit dem Tun, nach dem sie handeln sollen!
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| 21 Du aber sieh dich im ganzen Volk nach tüchtigen, gottesfürchtigen und zuverlässigen Männern um, die Bestechung ablehnen.
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| Gib dem Volk Vorsteher für je tausend, hundert, fünfzig und zehn!
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| 22 Sie sollen dem Volk jederzeit als Richter zur Verfügung stehen.
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| Alle wichtigen Fälle sollen sie vor dich bringen, die leichteren sollen sie selber entscheiden.
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| Entlaste dich und lass sie mittragen!
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| 23 Wenn du das tust, sofern Gott zustimmt, bleibst du der Aufgabe gewachsen und dieses ganze Volk kann in Frieden heimkehren.
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| 24 Mose hörte auf seinen Schwiegervater und tat alles, was er vorschlug.
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| 25 Mose wählte sich tüchtige Männer in ganz Israel aus und setzte sie als Hauptleute über das Volk ein,
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| als Vorsteher für je tausend, hundert, fünfzig und zehn.
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| 26 Sie standen dem Volk jederzeit als Richter zur Verfügung.
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| Die schwierigen Fälle brachten sie vor Mose, alle leichteren entschieden sie selber.
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| 27 Mose verabschiedete seinen Schwiegervater und dieser kehrte in sein Land zurück.
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span.bibelstelle Ex 18,13-27
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| Dass hier die Zahlen Hundert und Fünfzig – neben anderen – begegnen,
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| die auch in der Brotvermehrungserzählung als Größen der Mahlgemeinschaften auf Wirken der Jünger hin genannt sind (s. o.)
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| mag ein weiteres deutliches Indiz sein, dass Markus jene Erzählung aus dem Buch Exodus vergegenwärtigen und auf Jesus adaptieren will.
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q ... damit er sie aussende
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| Jesus ruft die Zwölf zu ihm hin, um sie von sich her auszusenden;
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| eine Bewegung auf ihn hin und von ihm her.
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| Die Zwölf – bzw. insgesamt die „besonders Gerufenen“ – sind nicht als abgeschlossener elitärer Kreis geschaffen,
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| sondern als eine Gruppe von besonderen Nachfolgern, die – nachdem sie bei Jesus in die Schule gegangen sind –,
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| ausgesandt werden
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i zum Dienst an den Vielen.
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| Die Szenerie lässt Jesus oben auf dem Berg sein, die Jünger steigen – wie Mose zu Gott – zu Jesus hinauf;
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| von der Begegnung mit ihm, dem „Auferstandenen“ her, werden sie dann ausgesandt.
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| Sie sind Multiplikatoren für den Auferstandenen, sie wirken von ihm her und somit er durch sie.
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| Der Bewegung der Vielen auf Jesus zu – in der Mitte der konzentrischen Gliederung („von überallher“) wie in der vorausgehenden Erzählung –
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| entspricht – als Gegenüber – die Aussendung der Zwölf durch Jesus quasi „überallhin“.
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h5.card-title Die Zwölf – Anteil an Jesu eigener Sendung
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h5.card-title Die Zwölf – Anteil an Jesu eigener Sendung
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| Jesus beruft die Zwölf als Teilhaber an seiner eigenen Verkündigung und seiner eigenen
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| Jesus beruft die Zwölf als Teilhaber an seiner eigenen Verkündigung und seiner eigenen
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| Vollmacht über die Dämonen, um sie später auszusenden.
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| Vollmacht über die Dämonen, um sie später auszusenden.
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| Ihre Aufgabe ist es, mit Jesus mitzuwirken bzw. nach Ostern sein Werk fortzusetzen.
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| Ihre Aufgabe ist es, mit Jesus mitzuwirken bzw. nach Ostern sein Werk fortzusetzen.
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| Die Heilung des Aussätzigen in der Mitte der konzentrischen Gliederung zeigt Jesus (Heilung) bzw. den Aussätzigen (Verkündigung)
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| Die Heilung des Aussätzigen in der Mitte der konzentrischen Gliederung zeigt Jesus (Heilung) bzw. den Aussätzigen (Verkündigung)
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| als Vorbild.
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| als Vorbild.
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| Die Heilung ist dabei als Dämonenaustreibung zu interpretieren – machbar aufgrund der Bezüge in vorausgehenden Erzählungen und Verbindungen –;
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| Die Heilung ist dabei als Dämonenaustreibung zu interpretieren – machbar aufgrund der Bezüge in vorausgehenden Erzählungen und Verbindungen –;
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| gemeint ist mit den Dämonenaustreibungen also das „Reinmachen“ der Menschen in der Taufe, bei der sie den „Austausch“ Jesu mit den „Aussätzigen“ am Kreuz applizieren
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| gemeint ist mit den Dämonenaustreibungen also das „Reinmachen“ der Menschen in der Taufe, bei der sie den „Austausch“ Jesu mit den „Aussätzigen“ am Kreuz applizieren
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| und zur Anwendung kommen lassen.
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| und zur Anwendung kommen lassen.
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| Doch vor dem Aussenden steht das „mit ihm sein“, das Bei-Jesus-in-die-Lehre gehen, als Befähigung, wirklich dem Willen Jesu zu entsprechen
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| im eigenen Tätigwerden.
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| Die Verkündigungstätigkeit des Aussätzigen geschieht nach seinem „Austausch“ mit Jesus
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| Die Verkündigungstätigkeit des Aussätzigen geschieht nach seinem „Austausch“ mit Jesus
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| – übertragen also nach dessen in der Erzählung angespielten Tod am Kreuz –;
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| – übertragen also nach dessen in der Erzählung angespielten Tod am Kreuz –;
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h5.card-title Die Zwölf – „Stammväter“ des erneuerten Gottesvolkes
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h5.card-title Die Zwölf – „Stammväter“ des erneuerten Gottesvolkes
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| Da zum Zwölferkreis auch der spätere Verräter Judas zählt und dieser Kreis sehr bald nach Ostern
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| Da zum Zwölferkreis auch der spätere Verräter Judas zählt und dieser Kreis sehr bald nach Ostern
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| keine Rolle mehr spielt (man hat zwar noch Matthias für Judas nachgewählt, doch die Spur der Apostel verliert sich dann in der Apostelgeschichte),
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| keine Rolle mehr spielt (man hat zwar noch Matthias für Judas nachgewählt, doch die Spur der Apostel verliert sich dann in der Apostelgeschichte),
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| wird man davon ausgehen können, dass Idee und Bestellung des Zwölferkreises auf Jesus selbst zurückgeht.
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| wird man davon ausgehen können, dass Idee und Bestellung des Zwölferkreises auf Jesus selbst zurückgeht.
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| In der Zwölfzahl wird deutlich, dass Jesus das Zwölfstämmevolk Israel durch sein Wirken erneuern wollte;
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| In der Zwölfzahl wird deutlich, dass Jesus das Zwölfstämmevolk Israel durch sein Wirken erneuern wollte;
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| seine Zwölf sollten die neuen ‚Stammväter‘ des erneuerten Gottesvolkes sein.
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| seine Zwölf sollten die neuen ‚Stammväter‘ des erneuerten Gottesvolkes sein.
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| Deutlich wird damit aber auch, dass der historische Jesus sehr wahrscheinlich eine rein innerisraelitische Perspektive
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| Deutlich wird damit aber auch, dass der historische Jesus sehr wahrscheinlich eine rein innerisraelitische Perspektive
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| bzw. ein innerjüdisches Sendungsbewusstsein hatte – die Heiden kamen dann erst nach Ostern und erst „durch den Lauf der frühen Gemeinden-Geschichten“
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| bzw. ein innerjüdisches Sendungsbewusstsein hatte – die Heiden kamen dann erst nach Ostern und erst „durch den Lauf der frühen Gemeinden-Geschichten“
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| dazu, wiewohl Verhaltensweisen Jesu hier Andockmöglichkeiten boten, besonders dann aber der Tod Jesu am Kreuz in paulinisch(-markinischer) Interpretation.
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| dazu, wiewohl Verhaltensweisen Jesu hier Andockmöglichkeiten boten, besonders dann aber der Tod Jesu am Kreuz in paulinisch(-markinischer) Interpretation.
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h5.card-title Die Zwölf – eine bunte Mischung
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h5.card-title Die Zwölf – eine bunte Mischung
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| Die wenigsten Apostel spielen im Evangelium eine Rolle;
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| Die wenigsten Apostel spielen im Evangelium eine Rolle;
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| als Markus sein Evangelium schreibt, ist der Kreis als solcher und sind die meisten seiner Glieder längst nur noch Erinnerung.
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| als Markus sein Evangelium schreibt, ist der Kreis als solcher und sind die meisten seiner Glieder längst nur noch Erinnerung.
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| Petrus und Andreas sowie Jakubus und Johannes sind uns als Fischer mittlerweile bekannt;
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| Petrus und Andreas sowie Jakobus und Johannes sind uns als Fischer mittlerweile bekannt;
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| auch die restlichen Apostel dürften eher aus dem „normalen“ bis „einfachen“ Volk stammen – zu bedenken ist allerdings das
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| auch die restlichen Apostel dürften eher aus dem „normalen“ bis „einfachen“ Volk stammen – zu bedenken ist allerdings das
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| zur Herkunft von Jakobus und Johannes Gesagte (→ Philipperhymnus).
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| zur Herkunft von Jakobus und Johannes Gesagte (→ Philipperhymnus).
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| Auffällig ist, dass etwa auch eine „Simon Kanaanäus“ (=„Simon, der Zelot“) zum Apostelkreis,
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| Auffällig ist, dass etwa auch eine „Simon Kananäus“ (=„Simon, der Zelot“) zum Apostelkreis,
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| also zum engsten Kreis um Jesus zählte.
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| also zum engsten Kreis um Jesus zählte.
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| Er gehörte damit offensichtlich der Gruppe der Zeloten an, einer militanten Gruppe,
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| Er gehörte – so legt es sein Beiname nahe – offensichtlich der Gruppe der Zeloten an, einer militanten Gruppe,
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| die durchaus mit Gewalt einen Umsturz in Israel wollte.
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| die durchaus mit Gewalt einen Umsturz in Israel wollte.
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| Inwieweit er seine Ansichten durch sein Jüngersein angepasst hat oder seine Hoffnungen als Angehöriger der militanten Zeloten auf
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| Inwieweit er seine Ansichten durch sein Jüngersein angepasst hat oder seine Hoffnungen als Angehöriger der militanten Zeloten auf
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| den (in der Überlieferung eher friedliebenden) Jesus gesetzt hat (und dann vielleicht von ihm enttäsucht wurde),
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| den (in der Überlieferung eher friedliebenden) Jesus gesetzt hat (und dann vielleicht von ihm enttäuscht wurde),
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| wissen wir nicht und gehört in den Bereich der Spekulation. – Bemerkenswert ist seine Zugehörigkeit zu den Aposteln aber allemal.
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| wissen wir nicht und dies gehört in den Bereich der Spekulation. – Bemerkenswert ist seine Zugehörigkeit zu den Aposteln aber allemal.
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| Ob der Beiname „Iskario“ des Judas als Herkunftsbezeichnung zu interpretieren ist (→ „Isch Qerijot“ = Mann aus Kariot)
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| Ob der Beiname „Iskariot“ des Judas als Herkunftsbezeichnung zu interpretieren ist (→ „Isch Qerijot“ = Mann aus Kariot)
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| oder doch Judas als „Sikarier“ (= „Dolchträger“ im Sinne von „Meuchelmörder“) ausweist, einer Untergruppe
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| oder doch Judas als „Sikarier“ (= „Dolchträger“ im Sinne von „Meuchelmörder“) ausweist, einer Untergruppe
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| der Zeloten, kann auch ncht abschließend geklärt werden, beides erscheint möglich.
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| der Zeloten, kann auch nicht abschließend geklärt werden, beides erscheint möglich.
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| Im Hinblich auf „Simon Kanaanäus“ ist aber gerade die letztere Interpretation nicht die unwahrscheinlichste,
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| Im Hinblick auf „Simon Kananäus“ ist aber gerade die letztere Interpretation nicht die unwahrscheinlichste,
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| weil sie auch eine gewisse Erklärung geben könnte, warum ausgerechnet Judas zum Verräter wurde.
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| weil sie auch eine gewisse Erklärung geben könnte, warum ausgerechnet Judas zum Verräter wurde.
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| Festzuhalten bleibt, dass Jesus offenbar ganz unterschiedliche Personen mit unterschiedlichen Hoffnungen anziehen konnte;
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| Festzuhalten bleibt, dass Jesus offenbar ganz unterschiedliche Personen mit unterschiedlichen Hoffnungen anziehen konnte;
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| sicher hat er – gerade als Messias <i>durch seinen Tod am Kreuz</i> – nicht alle Hoffnungen erfüllen können,
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| sicher hat er – gerade als Messias <i>durch seinen Tod am Kreuz</i> – nicht alle Hoffnungen erfüllen können,
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| Judas und der ehedem Aussätzige – ähnlich und doch ganz anders
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| Judas und der ehedem Aussätzige – ähnlich und doch ganz anders
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| In der Mitte der konzentrischen Gliederung ist es der Aussätzige, der trotz Verbot verkündet – allerdings
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| In der Mitte der konzentrischen Gliederung ist es der Aussätzige, der trotz Verbot verkündet – allerdings
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| mit dem positiven Aspekt, dass Jesus, wiewohl mittlerweile durch die Berührung des „Aussätzigen“ selbst „Aussätziger“,
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| mit dem positiven Aspekt, dass Jesus, wiewohl mittlerweile durch die Berührung des „Aussätzigen“ selbst „Aussätziger“,
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| von Leuten „von überallher“ aufgesucht wird.
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| von Leuten „von überallher“ aufgesucht wird.
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| Man bedenke: als der ehedem Aussätzige seine Verkündigung beginnt, hat der „Austausch“ schon stattgefunden, ist Jesus „schon tot“.
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| Man bedenke: als der ehedem Aussätzige seine Verkündigung beginnt, hat der „Austausch“ schon stattgefunden, ist Jesus „schon tot“.
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| Judas dagegen wird – wiewohl autorisierter Apostel – zum Verräter, der zu Jesu Tod aktiv beiträgt.
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| Judas dagegen wird – wiewohl autorisierter Apostel – zum Verräter, der zu Jesu Tod aktiv beiträgt.
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| Der eine wird zum Verkünder der Frohen Botschaft von Jesu Tod zum Heil der Menschen („Austausch“),
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| Der eine wird zum Verkünder der Frohen Botschaft von Jesu Tod zum Heil der Menschen („Austausch“),
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| der andere hat das (die Menschen erlösende) Unheil, das über Jesus hereinbricht, mit verursacht
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| der andere hat das (die Menschen erlösende) Unheil, das über Jesus hereinbricht, mit verursacht
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| und dabei eine ganz eigenwillige Rolle gespielt (vgl. Mk 14,17-22);
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| und dabei eine ganz eigenwillige Rolle gespielt (vgl. Mk 14,17-22);
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| in diesem Sinne ist auch das „ausgeliefert“ zu verstehen, zwar terminus technicus für die Passion Jesu – letztlich die erlösende Preisgabe des Sohnes durch Gott –,
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| in diesem Sinne ist auch das „ausgeliefert“ zu verstehen, zwar terminus technicus für die Passion Jesu – letztlich die erlösende Preisgabe des Sohnes durch Gott selbst –,
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| diesmal aber gerade nicht passivum divinum.
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| diesmal aber gerade nicht passivum divinum.
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| (Lukas verändert vielleicht an dieser Stelle bewusst zum „Verräter“, s. u.)
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| (Lukas verändert vielleicht an dieser Stelle bewusst zum „Verräter“, s. u.)
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h5.card-title Die Zwölf als wirkmächtige Multiplikatoren Jesu ↔ „zeig dich dem Priester“
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| Den Zwölf wird perspektivisch eine aktive Rolle zugewiesen,
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| nicht zuletzt auch die Vollmacht, Dämonen auszutreiben.
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| Im Gegensatz dazu erhält der Priester in der Mitte der konzentrischen Gliederung
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| nur eine bestätigende Funktion; beim eigentlichen Heilsgeschehen ist er zum Zuschauer degradiert.
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| Mk 1,44 spielt auf Gal 4,4-6 an: die Heilung des „Aussätzigen“ „erzählt“ den Freikauf vom Fluch des jüdischen Gesetzes,
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| das ohnmächtig darin war, Heil zu vermitteln, vielmehr alle mit einem tödlichen Fluch belegt hatte;
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| der Freikauf vom Fluch des Gesetzes aber impliziert – so die paulinisch(-markinische) Interpretation – das Ende des Zeitalters des jüdischen Gesetzes insgesamt.
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| Diese Ohnmacht des jüdischen Gesetzes ist – so liegt es im Gegenüber zur durch Jesus an die Zwölf verliehenen Vollmacht nahe – auszudehnen
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| auf die anderen jüdischen Institutionen der Heilsvermittlung: die Priester, die Opfer, den Tempel.
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| Auch sie sind an ihr Ende gekommen.
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| Heilsvermittlung geschieht vollmächtig von Jesus – seinem Tod und seiner Auferstehung – her künftig (allein) durch die von
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| Jesus beauftragten Apostel (in einem weiteren Sinn, s. o.), die aufgrund dieser Vollmacht im Gegensatz zum jüdischen Gesetz
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| und den anderen jüdischen „Heils“-Institutionen tatsächlich Dämonen austreiben können,
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| weil Christus in seinem Fluchtod am Kreuz vom tödlichen Fluch des jüdischen Gesetzes befreit hat.
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| Perspektivisch ist mit der Aussendung der Jünger – als Gegenüber zum Kommen der Leute „von überallher“ –
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| die Aussendung „nach überallhin“ im Blick, gerade auch zu den Heiden im Sinne einer gesetzesfreien Heidenmission.
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h5.card-title „Austausch“
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li In der Erzählung von der Heilung des „Aussätzigen“ ist der „Austausch“ zwischen Jesus und dem „Aussätzigen“ ein zentrales Element.
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| Damit verbindet sich zum einen die Beinamensgebung vor allem bei Petrus, wird dieser doch ab „jetzt“ so genannt statt dem bisherigen Simon.
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| Damit verbindet sich zum anderen auch der „Austausch“ des „Kommens“ der Zwölf zu Jesus auf den Berg und des Mit-Jesus-Seins
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| mit dem perspektivischen Ausgesendetwerden der Zwölf.
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| In Verbindung mit der Mitte der konzentrischen Gliederung wird dies ergänzt um den „Austausch“ des Kommens der Leute „von überallher“
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| zu Jesus mit dem perspektivischen Ausgesendetwerden der Zwölf nach „überallhin“.
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| Ferner ist ein perspektivischer personeller „Austausch“ zu nennen: nach Tod und Auferstehung Jesu führen die Zwölf sein Wirken fort.
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| Dieser ist hier in Verbindung mit der Mitte der konzentrischen Gliederung abgebildet,
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| insofern dort Jesus heilt, während künftig die Apostel Dämonen austreiben sollen,
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| und ferner dort der Geheilte – der mit Jesus den „Platz getauscht“ hat – verkündet, was künftig auch die Zwölf tun sollen.
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| Diesem perspektivischen personellen „Austausch“ entspricht, dass sich der Wille Jesu in der Mitte der konzentrischen Gliederung
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| auf die Heilung des „Aussätzigen“ bezieht – sein eigenes Tätigwerden zum Heil der Menschen –,
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| am unteren Ende der konzentrischen Gliederung dagegen auf jene, die er zu sich ruft,
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| um sie dann perspektivisch u. a. zur Dämonenaustreibung auszusenden.
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| Schließlich ist – in der Verbindung Mitte und unteres Ende der konzentrischen Gliederung –
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| noch zu nennen, dass der Geheilte mit seiner eigentlich untersagten Verkündigung
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| (nach dem im Tod am Kreuz vollzogenen „Austausch“) dafür sorgt, dass Menschen
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| im positiven Sinne zu Jesus kommen,
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| während der eigentlich direkt von Jesus ausgewählte Judas Iskariot dafür sorgen wird,
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| dass Menschen zu Jesus kommen, die ihn verhaften (→ „der ihn dann ausgeliefert hat“) und dann dessen Tötung am Kreuz betreiben.
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| Dabei gibt es einen weiteren „Austausch“: Während in der Erzählung von der Heilung des „Aussätzigen“ der Wille Jesu
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| hervorgehoben wird, den „Aussätzigen“ zu heilen – effektiv also am Kreuz für ihn zu sterben –,
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| wird bei der Erwählung des Judas Iskariot dessen Schuld am Tod Jesu herausgestellt.
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h5.card-title Apostellisten im Neuen Testament
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h5.card-title Apostellisten im Neuen Testament
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@ -439,3 +894,179 @@ block content
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| als „gemischtes Doppel“, wie auch die anderen Namen in neuen Paarungen erscheinen.
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| als „gemischtes Doppel“, wie auch die anderen Namen in neuen Paarungen erscheinen.
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| Im Matthäusevangelium werden weiters die Positionen von Matthäus und Thomas vertauscht.
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| Im Matthäusevangelium werden weiters die Positionen von Matthäus und Thomas vertauscht.
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|
b Zur Namensliste bei Markus
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| Die Umstellung der Söhne des Zebedäus zwischen Petrus und Andreas – die als Brüder unschön getrennt werden –
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| geht wohl auf Markus zurück,
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| da Petrus, Jakobus und Johannes auch an anderen Stellen im Evangelium eine besondere Rolle spielen:
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| sie und nur sie von den Aposteln nämlich sind dabei bei der Auferweckung der Tochter des Jairus, bei der Verklärung und in Getsemani.
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| Der Betonung dieser Dreiergruppe dient auch die Erwähnung der besonderen (Bei-)Namensgebung nur bei diesen dreien.
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| Sehr wahrscheinlich liegt hier eine Reminiszenz an die „Säulen der Gemeinde“ in Gal 2,9 vor,
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| zu denen Kephas = Petrus, Johannes und Jakobus zählen, wobei allerdings jener Jakobus nicht der Bruder des Johannes ist,
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| sondern der Herrenbruder. Aber die Namensgleichheit ist sehr auffällig, zumal Markus ja unter anderem den Galaterbrief für sein
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| Evangelium benutzt.
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| Ab Mk 3,16 wird Petrus konsequent bei diesem Namen genannt, bis dahin konsequent mit dem Namen Simon.
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| Vielleicht ein Hinweis darauf, dass auch Petrus erst von Ostern her seine wirkliche Funktion hat;
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| dafür sprechen auch das Versagen Petri bei der Passion und der Neuansatz mit Mk 16,7, der auf die Berufung in Mk 1,16-20 verweist.
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h5.card-title Paulus, der „Aussätzige“
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h6.card-subtitle.text-muted Eine besondere Deutung des „Aussätzigen“ in der aktuellen konzentrischen Gliederung
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ul.card-text
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| Schon bei der Betrachtung der Betonung des ausdrücklichen Willens Jesu bei der Berufung der Zwölf kam Paulus
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| und kamen seine Ausführungen hinsichtlich seiner Berufung in seinem Brief an die Galater in den Blick.
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| Dabei betont er auch – siehe das Zitat oben –, dass er „nicht sogleich nach Jerusalem hinauf zu denen, die vor mir Apostel waren“, ging (Gal 1,17).
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| Der „Aussätzige“ geht nach seiner Heilung entgegen der Weisung Jesu nicht zum Priester, sondern beginnt eine eigene Verkündigungstätigkeit.
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| Insofern der Priester den Tempel und der Tempel wiederum Jerusalem assoziiert, könnte das – wieder einmal sehr subtil – eine Anspielung
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| auf jene Aussage des Paulus sein – gerade auch vor dem Hintergrund, dass in der Liste der Zwölf die drei „Säulen“ in Jerusalem nach Gal 2,9
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| (wenn auch mit dem „falschen“ Jakobus) prominent am Anfang genannt und durch die Beinamensgebung besonders hervorgehoben sind.
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| Indem Paulus betont, dass er nicht nach Jerusalem gegangen sei, wehrt er sich offenbar dagegen,
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| dass seine Verkündigungstätigkeit als abhängig von den „Säulen“ in Jerusalem hingestellt wird und diese
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| den Inhalt seiner Verkündigung bestätigen müssten:
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| er weist ihre „Bestätigungsfunktion“ genauso zurück, wie der geheilte „Aussätzige“ die „Bestätigungsfunktion“
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| des Priesters ignoriert.
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| Dies alles bemerkt, kann in der Gegenüberstellung der Zwölf mit dem „Aussätzigen“ recht gut der „Aussätzige“ auf Paulus durchsichtig werden,
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| wenn man das erweiterte Ur-Bekenntnis des Christentums nach 1 Kor 15 heranzieht:
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q.bibeltext
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| 3 ... vor allem habe ich euch überliefert, was auch ich empfangen habe:
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| Christus ist für unsere Sünden gestorben, gemäß der Schrift, 4 und ist begraben worden. /
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| Er ist am dritten Tag auferweckt worden, gemäß der Schrift, 5 und <i>erschien dem Kephas [= Petrus], dann den Zwölf.</i>
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| 6 Danach erschien er mehr als fünfhundert Brüdern zugleich; die meisten von ihnen sind noch am Leben, einige sind entschlafen.
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| 7 Danach erschien er dem Jakobus, dann allen Aposteln.
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| 8 <i>Zuletzt erschien er auch mir, gleichsam der Missgeburt.</i>
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br
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| 9 Denn ich bin der Geringste von den Aposteln; ich bin nicht wert, Apostel genannt zu werden, weil ich die Kirche Gottes verfolgt habe.
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| 10 Doch durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin, und sein gnädiges Handeln an mir ist nicht ohne Wirkung geblieben.
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| Mehr als sie alle habe ich mich abgemüht – nicht ich, sondern die Gnade Gottes zusammen mit mir.
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| 11 Ob nun ich verkünde oder die anderen: Das ist unsere Botschaft und das ist der Glaube, den ihr angenommen habt.
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span.bibelstelle 1 Kor 15,3-11
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| Paulus bezeichnet sich hier selbst „gleichsam“ als „Missgeburt“ – das lässt sich sehr gut mit dem „Aussätzigen“ verbinden.
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| Ferner ist der Berg, der bei Markus die Kulisse bietet, klassischer Ort für Erscheinungen: Mk 3,13-19 kann sehr gut mit 1 Kor 15,5 verbunden werden.
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| Störend in dieser Deutung des „Aussätzigen“ auf Paulus wirkt allerdings zunächst das Schweigegebot Jesu, das ganz im Sinne der Gegner des Paulus
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| im Brief an die Galater wäre.
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| Doch dies ist auch ein Schlüssel zum Verständnis:
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| Denn es spricht hier der „Sohn Gottes, ... dem Gesetz unterstellt“, daher ist das Schweigegebot hier zu relativieren.
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| Hier spricht nicht eigentlich Jesus, sondern sprechen die „Säulen“ in Jerusalem, auf die die Namen Petrus, Jakobus und Johannes
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| zu Beginn der Zwölferliste hinweisen (siehe oben) – ein „Austausch“ ganz eigener Art, der perfekt in das Motiv „Austausch“
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| rund um den „Aussätzigen“ passt.
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| Diese „Säulen“ in Jerusalem wollen Paulus – angeblich, teils auch realiter –
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| an der gesetzesfreien Heidenmission hindern, an das Gesetz binden, wie der „Aussätzige“ hier an das Gesetz gebunden wird.
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| Wie Paulus sich dem widersetzt und – erfolgreich! – gesetzesfreie Heidenmission betreibt, so geschieht auch
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| das erfolgreiche Verkündigungshandeln des ehedem „Aussätzigen“ im Widerspruch zur Bindung an das Gesetz.
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| Zu bedenken ist ja auch, dass es sich hier um das <i>einzige</i> Schweigegebot im ganzen Evangelium handelt, das gebrochen wird,
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| und der Bruch auf das Ganze gesehen eher positiv als negativ zu sehen ist;
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| die hier beschriebenen Zusammenhänge geben eine sehr plausible Erklärung dafür.
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| Mit dem „Aussätzigen“ auf Paulus gedeutet bekommt auch die jeweilige Hervorhebung des Willens Jesu
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| eine eigene Bedeutung: so, wie er die 12 ausdrücklich will, will er auch ausdrücklich die Heilung des „Aussätzigen“;
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| damit wird dieser – ganz im Sinne des Paulus im Galaterbrief – jenen gleichgestellt.
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| Ein weiteres Element passt gut in diese Deutung:
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| Es ist ja in besonderer Weise Paulus, der das Kreuz Christi betont, das ein „Ärgernis“ ist für judaisierende Christen,
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| die Kreuzestod und jüdisches Gesetz harmonisieren wollen, was nach Paulus nicht geht.
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| So verkündet er in besonderer Weise, dass Jesus ein „Aussätziger“ geworden ist, um der Menschheit das Heil zu bringen.
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| Ja mehr noch, während Paulus in seiner vorchristlichen Zeit ein glühender Anhänger des jüdischen Gesetzes war – „rein“ aus
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| der Sicht des Gesetzes –, ist er zu einem Feind des jüdischen Gesetzes geworden, was dessen Heilsbedeutung anbelangt;
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| damit ist er – aus Sicht der judaisierenden Christen – selber zu einem „Aussätzigen“ geworden, während er es vorher
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| nicht war. – Wieder ein „Austausch“ ganz eigener Art, analog zu Jesus.
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| In der eigenen rückblickenden Einschätzung des Paulus ist es aber so, dass er im Blick auf Gott von einem „Aussätzigen“
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| zu einem „Reinen“ wurde, wie der „Aussätzige“ in der Erzählung.
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| Als Hintergrund mag hier aus
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span.bibelstelle Phil 3,5-14
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| zitiert sein, in Ergänzung zu 1 Kor 15, 9 (siehe oben):
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q.bibeltext
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| 5 Ich wurde am achten Tag beschnitten, bin aus Israels Geschlecht, vom Stamm Benjamin, ein Hebräer von Hebräern, nach dem Gesetz ein Pharisäer;
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| 6 ich verfolgte voll Eifer die Kirche
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| und war untadelig gemessen an der Gerechtigkeit, die im Gesetz gefordert ist.
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| 7 Doch was mir ein Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Verlust gehalten.
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| 8 Ja noch mehr: Ich halte dafür, dass alles Verlust ist, weil die Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, alles überragt.
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| Seinetwegen habe ich alles aufgegeben und halte es für Unrat, um Christus zu gewinnen 9 und in ihm erfunden zu werden.
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| Nicht meine Gerechtigkeit will ich haben, die aus dem Gesetz hervorgeht, sondern jene, die durch den Glauben an Christus kommt, die Gerechtigkeit, die Gott schenkt aufgrund des Glaubens.
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| 10 Christus will ich erkennen und die Macht seiner Auferstehung und die Gemeinschaft mit seinen Leiden, indem ich seinem Tod gleich gestaltet werde.
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| 11 So hoffe ich, auch zur Auferstehung von den Toten zu gelangen.
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| 12 Nicht dass ich es schon erreicht hätte oder dass ich schon vollendet wäre.
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| Aber ich strebe danach, es zu ergreifen, weil auch ich von Christus Jesus ergriffen worden bin.
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| 13 Brüder und Schwestern, ich bilde mir nicht ein, dass ich es schon ergriffen hätte.
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| Eines aber tue ich: Ich vergesse, was hinter mir liegt, und strecke mich nach dem aus, was vor mir ist.
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| 14 Das Ziel vor Augen, jage ich nach dem Siegespreis: der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.
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| Ein weiterer Erzählzug beginnt neu zu schillern, wenn man den „Aussätzigen“ mit Paulus identifiziert,
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| und zwar die Beinamensgebung an Simon, der den Beinamen Petrus erhält.
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| Denn „Paulus“ ist der griechische Beiname jenes Mannes, der im jüdischen Kontext – mit eigentlichem Namen – „Saul“ heißt.
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| Damals war es üblich, dass Juden – vor allem jene, die im Auslands-Kontext tätig waren, neben einem typisch jüdischen Namen
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| auch einen griechischen tragen, der recht ähnlich klingt.
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| In seinen Briefen verwendet Paulus nur diesen Namen; aus der Apostelgeschichte wissen wir aber, dass Paulus als jüdischen Namen
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| Saul(us) trägt; sicher ist dies „allgemeine Tradition“ im frühen Christentum.
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| Nur hat Paulus offenbar seinen jüdischen Namen im Kontext seines Wirkens als christlicher Verkünder „zurückgelassen“,
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| in diesem Sinne ist aus Saulus Paulus geworden, wie hier aus Simon Petrus wird.
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| Bemerkenswert ist dabei, dass die Anfangsbuchstaben jeweils übereinstimmen:
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ul.card-text
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li <b>S</b>imon → <b>P</b>etrus
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li <b>S</b>aul(us) → <b>P</b>aulus
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| Wahrscheinlich will Markus diesen Namenswechsel des Petrus im „Aussätzigen“ als Saulus/Paulus eingetragen wissen,
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| bzw. unterstreicht dies die Deutung des „Aussätzigen“ auf Paulus.
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| Wieder wird deutlich, dass die Erzählungen im Markus-Evangelium schillern und subtile Anspielungen bieten,
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| je auch nach aktueller konzentrischer Gliederung,
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| wie etwa das Netz bei der Berufung der ersten vier Apostel klar das Fischernetz ist, durch andere Verbindungen aber
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| das jüdische Gesetz meint.
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h2 Grundlegendes zum Evangelium nach Markus
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| Grundlegendes zum Evangelium nach Markus
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| Das Evangelium nach Markus ist das <i>älteste und kürzeste Evangelium im Neuen Testament</i>.
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| Das Evangelium nach Markus ist das <i>älteste und kürzeste Evangelium im Neuen Testament</i>.
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| Oft wurde dieses biblische Buch im Vergleich zu den anderen, längeren und „ausführlicheren“ Evangelien <i>abgewertet,
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| Oft wurde dieses biblische Buch im Vergleich zu den anderen, längeren und „ausführlicheren“ Evangelien <i>abgewertet,
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| ja missachtet</i>; Augustinus hielt es gar für ein Exzerpt des Matthäus-Evangeliums.
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| ja missachtet</i>; Augustinus hielt es gar für ein Exzerpt des Matthäus-Evangeliums.
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| Letzteres wurde – gerade in der kath. Kirche – zu <i>dem</i> Evangelium,
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| Letzteres wurde – gerade in der kath. Kirche – zu <i>dem</i> Evangelium,
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| das schon beim Entstehen des Viererkanons der Evangelien im 2. Jahrhundert an die erste Stelle kam.
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| das schon beim Entstehen des Viererkanons der Evangelien im 2. Jahrhundert an die erste Stelle kam.
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p.card-text
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| Als das Markus-Evangelium Ende des 18. Jahrhunderts und dann durch die <i>Zwei-Quellen-Theorie</i> seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts
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| Als das Markus-Evangelium Ende des 18. Jahrhunderts und dann durch die <i>Zwei-Quellen-Theorie</i> seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts
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| <i>als ältestes Evangelium erkannt und anerkannt wurde</i>, hoffte man vor allem, mit seiner Hilfe die Rückfrage nach dem historischen Jesus vorantreiben zu können.
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| <i>als ältestes Evangelium erkannt und anerkannt wurde</i>, hoffte man vor allem, mit seiner Hilfe die Rückfrage nach dem historischen Jesus vorantreiben zu können.
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| Doch es wurde erkannt: <i>Keines der Evangelien</i>, auch das älteste nicht, <i>ist eine Biografie des Lebens Jesu</i> in unserem heutigen Sinn;
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| Doch es wurde erkannt: <i>Keines der Evangelien</i>, auch das älteste nicht, <i>ist eine Biografie des Lebens Jesu</i> in unserem heutigen Sinn;
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| der historische Jesus blickt uns aus keinem Evangelium unmittelbar an.
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| der historische Jesus blickt uns aus keinem Evangelium unmittelbar an.
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p.card-text
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| Evangelien sind vielmehr <i>„narrative Theologie“</i>, also „erzählende Theologie“,
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| Evangelien sind vielmehr <i>„narrative Theologie“</i>, also „erzählende Theologie“,
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| das wird gerade am Evangelium nach Markus deutlich, wenn man einen Blick dafür hat, aus welchen Traditionen der Autor für sein Werk schöpft.
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| das wird gerade am Evangelium nach Markus deutlich, wenn man einen Blick dafür hat, aus welchen Traditionen der Autor für sein Werk schöpft.
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| Markus hielt man lange für einen recht schlichten Sammler und Zusammensteller der alten Jesus-Traditionen,
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| Markus hielt man lange für einen recht schlichten Sammler und Zusammensteller der alten Jesus-Traditionen,
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| ohne dass er ein Gesamtkonzept entwickelt hätte. Dieses Bild hat sich in den letzten Jahrzehnten durch verschiedene
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| ohne dass er ein Gesamtkonzept entwickelt hätte. Dieses Bild hat sich in den letzten Jahrzehnten durch verschiedene
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| wissenschaftliche Methoden der Erforschung dieses Evangeliums kräftig gewandelt.
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| wissenschaftliche Methoden der Erforschung dieses Evangeliums kräftig gewandelt.
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| einzigartig miteinander und gibt so selbst Hinweise zur Auslegung.
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| einzigartig miteinander und gibt so selbst Hinweise zur Auslegung.
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h2 Sinn dieser Internet-Präsenz
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| Sinn dieser Internet-Präsenz
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| Wir werden diesen Hinweisen des Autors gezielt folgen
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| Wir werden diesen Hinweisen des Autors gezielt folgen
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| und dabei immer wieder in die paulinische Briefliteratur und damit die Theologie des Paulus eintauchen,
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| und dabei immer wieder in die paulinische Briefliteratur und damit die Theologie des Paulus eintauchen,
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| die für Markus in besonderer Weise Inspirationsquelle für sein Werk war.
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| die für Markus in besonderer Weise Inspirationsquelle für sein Werk war.
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| „Pate“ für so manche Erzählung gestanden bzw. hat deren Formulierung beeinflusst:
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| „Pate“ für so manche Erzählung gestanden bzw. hat deren Formulierung beeinflusst:
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| gesamtbiblische Querverbindungen werden unser Verstehen leiten und so manche Erzählung auf ganze eigene Weise sprechen lassen.
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| gesamtbiblische Querverbindungen werden unser Verstehen leiten und so manche Erzählung auf ganze eigene Weise sprechen lassen.
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| Wir werden versuchen, den ganzen Reichtum der Theologie des Markus-Evangeliums
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| Wir werden versuchen, den ganzen Reichtum der Theologie des Markus-Evangeliums
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| und der sich damit verbindenden Impulse für das Leben in der Nachfolge Jesu zu erschließen.
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| und der sich damit verbindenden Impulse für das Leben in der Nachfolge Jesu zu erschließen.
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