extends layout include mixins block headline +headline +headline_item_start +headline_item_active span Eucharistie block content .card.slide.mb-5 .card-body h5.card-title Gottesdienst am Sonntag!? h6.card-subtitle.text-muted.mb-3 | Warum feiern wir unseren wöchentlichen Hauptgottesdienst am Sonntag? blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").ml-5.slide p.mb-0 | Ja, du bist heilig, großer Gott, du bist der Quell aller Heiligkeit. br | Darum kommen wir vor dein Angesicht und feiern in Gemeinschaft mit der ganzen Kirche br i den ersten Tag der Woche als den Tag, an dem Christus von den Toten erstanden ist. footer.blockquote-footer cite Zweites Hochgebet .card.slide.mb-1 .card-body h5.card-title q Erster Tag der Woche h6.card-subtitle.text-muted.mb-3 | Religiöse Wochentagszählung in Judentum und Christentum .card-text p | Die religiöse Woche beginnt nicht – wie die wirtschaftliche – am Montag, sondern am Sonntag. br | Der jüdische Sabbat – der wöchentliche Ruhetag – ist der letzte Tag der Woche, wie die Schöpfungserzählung verdeutlicht; | er entspricht unserem Samstag. br | Der Sonntag ist damit der erste Tag der neuen Woche. p | Der erste Tag der (neuen) Woche ist auch ein Symbol: Beginn einer neuen Schöpfung, die in | Jesu Tod und Auferstehung Wirklichkeit geworden ist. p.mb-0 i Der Sonntag ist das wöchentliche Osterfest! .card.slide .card-body h5.card-title Geheimnis des Glaubens blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").ml-5 p.mb-0 | Deinen Tod, o Herr, verkünden wir br | und deine Auferstehung preisen wir br | bis du kommst in Herrlichkeit. footer.blockquote-footer cite Akklamation der Gemeinde nach der Einsetzungserzählung; vgl. 1 Kor 11,26 .card-text.slide p.mb-0 | Tod und Auferstehung sind die Grundlage und die Mitte des christlichen Bekenntnisses. br | Dieses Heils-Ereignis wird in der Eucharistie, der großen Danksagung an Gott, gefeiert. p.card-text.small.mb-0 | Eucharistie = Danksagung. h2.mt-3.mb-2.slide Die Erzählung vom Letzten Abendmahl nach Markus blockquote.blockquote.slide.ml-5 p.mb-0 | Während des Mahls nahm er [= Jesus] das Brot und sprach den Lobpreis; | dann brach er das Brot, reichte es ihnen [= den Jüngern] und sagte: Nehmt, das ist mein Leib. br | Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet, gab ihn den Jüngern und sie tranken alle daraus. | Und er sagte zu ihnen: Das ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird. br | Amen, ich sage euch: Ich werde nicht mehr von der Frucht des Weinstocks trinken bis zu dem Tag, | an dem ich von neuem davon trinke im Reich Gottes. footer.blockquote-footer cite Mk 14,22-25 .card.slide.mb-3 .card-body h5.card-title Begründung einer neuen Tradition .card-text p.slide | Äußerlich wird das Letzte Abendmahl Jesu als ein Pessach-Mahl erzählt, also als Gedächtnismahl der Befreiung Israels aus Ägypten. p.slide.mb-0 | Doch dessen Elemente werden gar nicht erzählt, vielmehr wird das erzählt, was Jesu anders tut und sagt, als das so vorgesehen war. | Damit stiftet er ein eigenes, neues Gedächtnismahl. .card.slide.mb-5 .card-body h5.card-title Brot und Wein h6.card-subtitle.text-muted.mb-3 Realsymbole der Gegenwart Jesu .card-text p.slide | Es geht nicht um die Elemente Brot und Wein an sich – der Wein wird auch gar nicht erwähnt! –, | sondern das, was (Essen von) Brot und (Trinken von Wein aus dem) Kelch im Rahmen eines bestimmten Mahles | vermitteln, was also die Mitfeier des Mahles für die Mitfeiernden bedeutet. .card.slide.mb-1 .card-body h6.card-title Das ist mein Leib = das bin ich, das ist mein Leben. .card-text p.slide | Wenn Jesus das Brot mit diesem Hinweis von den Jüngern essen lässt, macht er deutlich: | Ihr lebt davon, dass ich mit meiner ganzen Existenz für euch da bin, bis zum Letzten, bis zum Tod | span.small [(der dann mit dem Becherwort unmissverständlich im Raum steht)] | , dass ich mein Leben hingebe als Lösegeld für viele (Mk 10,45), | um euch aus der Gewalt von Sünde und Tod zu befreien, in die sich die Menschheit verstrickt hat. p.slide.mb-0 i Durch das Essen des Brotes erhalte ich Anteil an dieser Selbsthingabe Jesu, wird sein Tod zu einem Tod für mich. .card.slide.mb-2 .card-body h6.card-title Das ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird. .card-text p.slide.small | Das Vergießen des Blutes Jesu bezieht sich eindeutig auf den Tod Jesu. p.slide.mb-0 i Durch das Trinken des Blut des Bundes trete ich ein bzw. erneuere meine Zugehörigkeit zu dem (neuen) Bund, den Gott mit den Menschen in Jesu Tod geschlossen hat. .card-text p.slide | Während Jesus beim Letzten Abendmahl leibhaftig unter den Jüngern gegenwärtig war, gilt für die Zeit nach Ostern: br i | Weil Jesus das Brot (mein Leib) und den (Wein im) Kelch (mein Blut des Bundes) | mit sich selbst bzw. seiner Selbsthingabe identifiziert, | ist Christus, der als Auferstandener bei Gott lebt, selber im Mahl der Eucharistie gegenwärtig, | habe ich im Mahl Gemeinschaft mit Christus. .alert.alert-primary.slide.mb-0 h4.alert-heading Letztes Abendmahl und Eucharistie: Hineingenommen in den Tod Jesu p b i | Das Letzte Abendmahl ist eine prophetische Zeichenhandlung Jesu am Abend vor seinem gewaltsamen Tod. br | Sie nimmt die Jünger, die das gebrochene Brot essen und aus dem Kelch Jesu trinken, mit hinein in das Geschehen seines Todes, | das ein Geschehen für die Menschen ist: in Tod (und Auferstehung) Jesu schließt Gott einen (neuen) Bund mit den Menschen. p.mb-0.slide b i | In der Feier der Eucharistie, die sich auf dieses Letzte Abendmahl Jesu bezieht – im Wissen um | den tatsächlichen Tod Jesu, aber auch im Glauben an seine Auferstehung – | wird dieses Ereignis für alle Mitfeiernden vergegenwärtigt, | ist Christus als der Gekreuzigte und Auferstandene mit seinem Leben gegenwärtig | und schenkt rettende Gemeinschaft mit sich. | Er nimmt die Mitfeiernden – nimmt uns! – mit hinein in das | Geschehen seines Todes (und seiner Auferstehung), | in den in ihm bzw. seinem Sterben geschlossenen Bund Gottes – mit allem, was diesen Bund ausmacht. h2.mt-3.mb-2.slide Teilhabe an Jesus Christus; Gemeinde als Leib Christi blockquote.blockquote.slide.ml-5 p.mb-0 | Ist der Kelch des Segens, über den wir den Segen sprechen, nicht Teilhabe am Blut Christi? br | Ist das Brot, das wir brechen, nicht Teilhabe am Leib Christi? br br | Ein Brot ist es. br |        Darum sind wir viele br |             ein Leib; br |        denn wir alle haben teil br | an dem einen Brot. footer.blockquote-footer cite 1 Kor 10,16-17 .card.slide.mb-3 .card-body h5.card-title Teilhabe an Jesus .card-text p.slide | Im Griechischen steht das Wort koinonia; es bedeutet: | Gemeinschaft (mit jemandem) durch (gemeinsame) Teilhabe (an etwas). .alert.alert-primary.slide b i | Durch Eucharistie-Feier und Essen/Trinken der eucharistischen Gaben haben wir Teil an Jesus, | haben wir Gemeinschaft mit Jesus. br | Dabei ist die Gemeinschaft mit Jesus bzw. die Gegenwart Jesu Christi im eucharistischen Mahl | nicht bloß geistig oder symbolisch, sondern real: vermittelt durch Brot und Wein im eucharistischen Mahl. p.slide.mb-0 | Diese Gemeinschaft mit Christus ist exklusiv, und zwar in dem Sinne, dass sie | die Gemeinschaft mit anderen Göttern/Religionen und ihren religiösen (Mahl-)Feiern absolut ausschließt; | das macht der Kontext, in welchem diese Sätze überliefert sind, mehr als deutlich. .card.slide.mb-3 .card-body h5.card-title Teilhabe an Jesus als Schicksalsgemeinschaft mit Jesus .card-text p.slide | Es heißt nicht einfach Teilhabe an Jesus Christus, sondern Teilhabe am Blut/Leib Christi. br | Das lässt darauf schließen, dass Paulus eine umfassende Teilhabe der Gläubigen am Mysterium von Leiden, Sterben, Tod und Auferstehung Jesu meint: | eine Schicksalsgemeinschaft, wie sie Paulus im Hinblick auf die Taufe in Röm 6,3-6(-14) ausführt (wird in jeder Osternacht gelesen!): blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").ml-5.slide p.mb-0 | Wisst ihr denn nicht, dass wir, die wir auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft worden sind? br | Wir wurden ja mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod, damit auch wir, so wie Christus durch die Herrlichkeit | des Vaters von den Toten auferweckt wurde, in der Wirklichkeit des neuen Lebens wandeln. br | Wenn wir nämlich mit der Gestalt seines Todes verbunden wurden, dann werden wir es auch mit der seiner Auferstehung sein. br | Wir wissen doch: Unser alter Mensch wurde mitgekreuzigt, ... damit wir nicht mehr Sklaven der Sünde sind. ... br | So begreift auch ihr euch als Menschen, die für die Sünde tot sind, aber für Gott leben in Christus Jesus. ... | Stellt eure Glieder nicht der Sünde zur Verfügung als Waffen der Ungerechtigkeit, sondern stellt euch Gott zur Verfügung | wie solche, die von Toten zu Lebenden wurden, und stellt eure Glieder als Waffen der Gerechtigkeit in den Dienst Gottes! footer.blockquote-footer cite Röm 6,3-14 p.slide.mb-0 | Gemeinschaft mit Jesus Christus, dem Gekreuzigten und Auferstandenen, bedeutet daher in Taufe wie Mitfeier und Empfang der Eucharistie: .alert.alert-primary.slide.mb-0 b i | Wir werden in das Geschehen von Tod und Auferstehung Jesu Christi mit hineingenommen: br | Wir erhalten Anteil am Leben des Auferstandenen; sein Sieg über Sünde und Tod ist auch uns geschenkt und will unser Leben prägen. br span.slide Das bedeutet zweierlei: b i ul.nodisplay.nomarginbottom li.slide Wir werden auch einmal – nämlich wenn wir gestorben sind – auferstehen und für immer bei Gott und Christus sein. li.slide Für dieses irdische Leben bedeutet es aber: Jesu Lebensmodell soll sich in unserem eigenen Leben ausprägen: br | Wir sollen unser Leben in den Dienst Gottes stellen, und das heißt: in den Dienst an den Mitmenschen. .card.slide.mb-3 .card-body h5.card-title Die christliche Gemeinde als Leib Christi blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").ml-5.slide p.mb-0 | Ein Brot ist es. br |        Darum sind wir viele br |             ein Leib; br |        denn wir alle haben teil br | an dem einen Brot. footer.blockquote-footer cite 1 Kor 10,17 .card-text p.mb-0.slide | Dieser Satz macht deutlich, dass die Gemeinschaft mit Jesus Christus nicht etwas Individualistisch-Privates ist, | sondern auf die Gemeinschaft der Glaubenden abzielt. br | Dabei fällt auf: Leib Christi ist als Begriff bei Paulus mehrdeutig: er bezeichnet das eucharistische Brot, aber auch die Gemeinschaft der Glaubenden! .alert.alert-primary.slide.mb-0 p b i | Die gemeinsame Teilhabe der vielen an dem einen (eucharistischen) Brot [und damit an Christus] stellt auch Gemeinschaft untereinander her, | so dass die Gemeinde selbst ein einziger Leib ist: | Der im eucharistischen Mahl empfangene Leib Christi verbindet die Empfangenden zum Leib Christi. br | Dabei schwingt für Paulus bei Leib Christi im Sinne der Gemeinde die Vorstellung eines | Organismus mit, | in welchem die einzelnen Organe und Glieder füreinander sorgen (bzw. sorgen sollen). p.slide.mb-0 | Paulus führt dies in 1 Kor 12 näher aus und betont dabei (dort und auch in 1 Kor 13) nachdrücklich, | dass sich niemand angesichts der Gnadengaben, die er als Glied des Leibes Christi erhalten hat, | über andere erheben soll, sondern dass man sie einsetzen soll zum Dienst an der Gemeinschaft und ihren Gliedern. br i | Wie nämlich die Gemeinschaft mit Christus in der Eucharistie keine nur geistige oder symbolische ist, sondern eine reale, | so muss auch die Gemeinschaft der Christen untereinander eine echte und reale sein, mit allem, was dazugehört; | und das schließt besonders die gegenseitige Hilfe ein. .card.slide.mb-5 .card-body h5.card-title Taufe und Eucharistie – Sakramente der Gemeinschaft .card-text p.mb-0.slide i Beide Sakramente stehen – wie gesehen – im Dienst der Gemeinschaft mit Christus und der Glaubenden untereinander: ul.nodisplay.mb-0 li.slide b Die Taufe gliedert in den Leib Christi ein: sie konstituiert die Gemeinschaft mit Christus und den anderen Gläubigen. | br span.small Vgl. Gal 3,27-28 (Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen. ... Ihr alle seid einer in Christus Jesus); 1 Kor 12,12-13 (Durch den einen Geist wurden wir in der Taufe alle in einen einzigen Leib aufgenommen ...) li.slide b Die Mitfeier der Eucharistie aktualisiert diese Eingliederung in den Leib Christi je neu und setzt sie in Geltung. br span.slide Das bedeutet für die Praxis: ul.nodisplay li.slide Die Eucharistie sollte regelmäßig mitgefeiert und empfangen werden – als Auffrischung der Taufe bzw. der Gemeinschaft mit Christus und den anderen Gläubigen. li.slide Eigentlich angedacht ist eine wöchentliche Mitfeier am Sonntag als dem wöchentlichen Ostern. li.slide Dabei sind die Gespräche vor und nach dem Gottesdienst sowie die Interaktionen innerhalb des Gottesdienstes Ausdruck der Gemeinschaft mit Christus und untereinander. h2.mt-3.mb-2.slide Aus Fehlern lernen: Die Herrenmahlfeier in Korinth blockquote.blockquote.slide.ml-5 p.mb-0 span.small | Wenn ich schon Anweisungen gebe: Das kann ich nicht loben, dass ihr nicht zu eurem Nutzen, sondern zu eurem Schaden zusammenkommt. | Zunächst höre ich, dass es Spaltungen unter euch gibt, wenn ihr als Gemeinde zusammenkommt; zum Teil glaube ich das auch. ... | Wenn ihr euch versammelt, ist das kein Essen des Herrenmahles; denn jeder nimmt beim Essen sein eigenes Mahl vorweg | und dann hungert der eine, während der andere betrunken ist. | Könnt ihr denn nicht zu Hause essen und trinken? | Oder verachtet ihr die Kirche Gottes? | Wollt ihr jene demütigen, die nichts haben? | Was soll ich dazu sagen? Soll ich euch etwa loben? | In diesem Fall kann ich euch nicht loben. br b | Denn ich habe vom Herrn empfangen, was ich euch dann überliefert habe: br | Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, | Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis! br | Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sagte: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut. Tut dies, | sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis! br | Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt. br span.small | Wer also unwürdig von dem Brot isst und aus dem Kelch des Herrn trinkt, macht sich schuldig am Leib und am Blut des Herrn. | Jeder soll sich selbst prüfen; erst dann soll er von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken. | Denn wer davon isst und trinkt, ohne den Leib zu unterscheiden | der zieht sich das Gericht zu, indem er isst und trinkt. ... | Wenn ihr also zum Mahl zusammenkommt, meine Brüder und Schwestern, wartet aufeinander. | Wer Hunger hat, soll zu Hause essen; sonst wird euch die Zusammenkunft zum Gericht. ... footer.blockquote-footer cite 1 Kor 11,17-34 .card.slide.mb-3 .card-body h5.card-title Kontext h6.card-subtitle.text-muted.mb-3 Soziale Spannungen und gemeinschaftsschädigende Missstände in der Gemeinde .card-text p.small Von ihnen ist im Ersten Brief an die Korinther immer wieder die Rede. p.slide Die Eucharistiefeier in Korinth war offenbar mit einem Sättigungsmahl verbunden – ähnlich wie wenn wir vor dem Gottesdienst frühstücken oder nach dem Gottesdienst beisammen bleiben und etwas essen. p.slide Die sozialen Spannungen in der Gemeinde haben sich auch in der Eucharistiefeier gezeigt, vor allem beim Sättigungsmahl. p.slide Dies ist für Paulus besonders schlimm: kein Essen des Herrenmahles, zieht sich das Gericht zu. p.slide | Das Wörtchen unwürdig im Hinblick auf Brot-Essen und Aus-dem-Kelch-Trinken bei der Eucharistie bezieht sich | – da es als Adverb(!) die Handlung qualifiziert – | auf die ganzen Umstände des Herrenmahles, das Setting insgesamt, das Wie des Miteinander-Feierns | (und nicht auf den sittlichen Zustand des Einzelnen). p.slide.mb-0 | Die Wendung ohne den Leib zu unterschieden (= recht zu beurteilen) meint dann: | ohne zu bedenken, dass die Eucharistiefeier nicht irgend ein Essen ist | und die versammelte Gemeinschaft durch die gemeinsame Teilhabe an dem einen Brot | Leib Christi ist, was – nicht zuletzt bei der Feier der Eucharistie selber – die Verpflichtung nach sich zieht, | aufeinander zu achten, in Liebe füreinander zu sorgen | (und nicht jeder nur für sich). .card.slide.mb-3 .card-body h5.card-title Grundaussagen zur (Feier der) Eucharistie .card.slide.mb-1 .card-body h6.card-title q Das ist mein Leib für euch. .card-text p.slide | Das ist mein Leib = das bin ich, das ist mein Leben. | +symbol("arrow-right") | Im Brot, das Jesus den Jüngern reicht, schenkt er sich selber. p.slide | Das Brot wird mit Jesus selbst bzw. seiner im Tod am Kreuz vollzogenen, leibhaftigen Selbsthingabe für die Seinen identifiziert, | mit der er sie aus der Gewalt von Sünde und Tod rettet. p.slide Im Essen des Brotes erhalten die Mitfeiernden Anteil daran, wird Jesu Tod ein Tod für dich und mich. p.slide | Weil Jesus das Brot mit sich selbst bzw. seiner Selbsthingabe indentifiziert, | ist er im Mahl real personal gegenwärtig, | aber nicht nur als Person, | sondern in seinem Dasein für die Seinen, das im Tod am Kreuz seinen Höhepunkt gefunden hat, | und gibt Anteil an sich selbst. p.slide | Das nimmt die Adressaten in die Pflicht: | ein unsoziales Verhalten, wie es sich in Korinth im Umfeld der Mahlfeier abspielt, | passt überhaupt nicht zum Inhalt des Deutewortes. .alert.alert-primary.slide.mb-0 b i | Gefordert wird gegenseitige Rücksichtnahme im Geist der Liebe, | die der Liebe Jesu und der Liebe Gottes zu entsprechen versucht – bei der Eucharistiefeier selber, | und darüber hinaus im ganzen Leben. .card.slide.mb-1 .card-body h6.card-title q Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut .card-text p.slide | Der kreisende und getrunkene Kelch, der den heilswirksamen Tod Jesu repräsentiert, integriert die Mahlteilnehmer | in den durch Jesu Blut konstituierten Neuen Bund. p.slide | Im gemeinsamen Mahl der Eucharistie erfährt die Gemeinde die gegenwärtige Gültigkeit des | in der Lebenshingabe Jesu Christi von Gott gestifteten Bundes und | werden die Mahlfeiernden als Volk Gottes zusammengebunden. br | Das Herrenmahl hat also eine gemeinschaftsstiftende Intention und Funktion. p.slide | Hier spielt auch das zu 1 Kor 10,16-17 Gesagte eine Rolle: Die gemeinsame Teilhabe an Leib und Blut Christi | lässt die Gemeinde selber zum Leib Christi werden, zu einer Gemeinschaft also, | in der alle Glieder zusammen gehören und füreinander sorgen. .alert.alert-primary.slide.mb-0 b i | Der Bund, der in Jesu Sterben gründet, hat eine vertikale und eine horizontale Dimension: br | Er ist nicht nur ein Bund zwischen Gott und den Menschen, | sondern schließt auch das bundes-gemäße Verhalten zu den Mitchristen ein. .card.slide .card-body h6.card-title | Rahmung: Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot; | sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn. br | Auftrag: Tut dies ... zu meinem Gedächtnis! (2x!) .card-text p.slide Das Herrenmahl vergegenwärtigt die Todesstunde Jesu bzw. das Leben Jesu insgesamt als Leben-für (die Menschen). .card.slide.mb-1 .card-body h6.card-title q in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde .card-text p.slide Paulus erinnert an den geschichtlichen Ursprung des Herrenmahles. p.slide.mb-0 | Die christliche Eucharistiefeier hat damit nicht einen zeitlosen oder in die Urzeit weisenden Mythos | (eine erdachte Göttergeschichte) zur Grundlage | – wie viele andere religiöse Mahlfeiern zur Zeit des Paulus –, | sondern ein geschichtliches Ereignis: die Kreuzigung Jesu und das Letzte Abendmahl, das darauf bezogen ist. .card.slide.mb-1 .card-body h6.card-title q ausgeliefert .card-text p.slide i Dieses eine Wort kann als verdichtete Kurzformel der ganzen Passion Jesu verstanden werden. p.slide | Es ist eine passive Formulierung ohne Angabe des Akteurs. Es kann somit als ein passivum divinum verstanden werden, | d. h. die Aussage ist so zu interpretieren, dass es Gott selbst ist, | der seinen Sohn zum Heil der Menschen in den Tod ausliefert. p.slide.mb-0 | Damit ist dieses Wort, das im Neuen Testament öfter begegnet (Röm 4,25; 8,32; Gal 2,20; Mk 9,11; 10,33, 14,10), | nicht nur eine historische Notiz oder auf den Verrat des Judas einzugrenzen, sondern | schon an sich eine Heilsaussage: br i Im Tod Jesu ist Gott selbst Heil-schaffend aktiv; dieses Heil wird in der Eucharistie gegenwärtig und empfangen. .card.slide.mb-1 .card-body h6.card-title q Tut dies zu meinem Gedächtnis! .card-text p.slide Aufruf zur regelmäßigen Wiederholung! p.slide.mb-0 | Gedächtnis bzw. griechisch anamnäsis meint nicht einen rein mentalen und kognitiven Vorgang, | nicht nur geistige Rückschau und Rückbesinnung, nicht nur Erinnerung, | sondern Vollzug und Vergegenwärtigung einer (für eine Gruppe) besonders wichtigen und maßgeblichen | Vergangenheit in Worten und Handlungen. br span.slide | Es geht also nicht darum, Jesus einfach dankbar im Gedächtnis zu behalten, | sondern darum, dass Jesus Christus selbst bei der Feier des Mahles zu den Seinen | kommen und sie mit seiner Gegenwart und mit seinem Sieg über Sünde und Tod zugleich beschenken und verpflichten will. .card.slide.mb-1 .card-body h6.card-title q verkündet ihr den Tod des Herrn .card-text p.slide | Stellt noch einmal das ganze Mahl in den Horizont des Kreuzestodes Jesu. p.slide | Das Mahl selbst ist eine Verkündigung des Todes Jesu; | der Tod Jesu ist – zusammen mit der Auferstehung – der eigentliche Inhalt (das Thema) jedes christlichen Gottesdienstes. | Ferner gilt, dass die Form der Feier dem entsprechen muss – was bestimmte Verhaltensweisen fordert und andere ausschließt. p.slide.small | An anderen Stellen (nicht nur) im Ersten Brief an die Korinther hebt Paulus ausdrucklich hervor, | dass (besonders sein eigener) christlicher Verkündigungsinhalt Christus als Gekreuzigter ist | und dass dieses Bekenntnis zu Christus als dem Gekreuzigten Folgen haben muss im Leben als Christ. br | In diesem Sinne steht die Gegenwart bis zur Wiederkunft Jesu unter dem Vorzeichen des Kreuzes. p.slide | Gerade weil das Mahl sich auf den geschichtlichen und realen Tod Jesu am Kreuz bezieht, der als | maßgebliche Vergangenheit vergegenwärtigt wird, | ist es mit einer heiligen Ernsthaftigkeit zu feiern, die Ursprung und Inhalt nicht vergisst. br span.slide Paulus verdeutlicht dies auch durch die Gerichtsthematik in den VV 27-32! .alert.alert-primary.slide.mb-0 b i | Paulus richtet sich gegen eine Geschichtsvergessenheit, die Jesu Leben, Leiden und Sterben vergisst – also nur | den Auferstandenen, nicht aber den Gekreuzigten sieht –, | und bringt Ernst und Verantwortung in die Feier (und das christliche Leben insgesamt) hinein. .card.slide .card-body h6.card-title q ... verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt. .card-text p.slide | Der Ausblick auf das kommende Reich Gottes gehört zum Herrenmahl fest dazu; | das Mahl wird in Erwartung des Wiederkommens Jesu gefeiert. p.slide | Einerseits erweist sich die Eucharistie als Sakrament der Zwischenzeit, das den Christen dabei hilft, | die Strecke zu überbrücken, die noch zurückzulegen ist bis zur endgültigen Offenbarung | des Herrn am Ende der Tage. p.slide | Andererseits wird durch den Ausblick auf die Wiederkunft Jesu auch Ernsthaftigkeit und Verantwortung im | Hinblick auf das christiche Leben und besonders die Eucharistiefeier eingeschärft – | wird Jesus bei seiner Wiederkunft doch über die Welt zu Gericht sitzen. p.slide.mb-0 | So erinnert Paulus daran, dass christliche Existenz aus der Spannung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft lebt, | wie sich auch bei der Eucharistiefeier zeigt. .alert.alert-primary.slide p b i | In dankbarer, aber auch ernsthafter Vergegenwärtigung des Todes Jesu [Vergangenheit] | wird das Herrenmahl gefeiert. p.slide b i | Es erneuert die Zugehörigkeit zum in Jesu Tod geschlossenen (Neuen) Bund bzw. zum Leib Christi [Gegenwart], br | erneuert also einerseits die Verbindung mit Christus, dessen (verborgene, aber reale, im Zeichen des Mahles begangene) Gegenwart | als des gekreuzigten und auferstandenen Herrn es vermittelt [Zuspruch]; br | andererseits erneuert es die Verbindung zu den anderen Christen und verpflichtet – gerade als Gedächtnis des Todes Jesu – zu einem Leben aus dem Glauben: | ein Leben aus dem Geist der Liebe und der Hingabe füreinander – beim Herrenmahl selbst und im ganzen Leben [Anspruch]. p.mb-0.slide b i | Mahlfeier wie christliches Leben insgesamt sind im Horizont der Wiederkunft Jesu zu verstehen, die wir als Vollendung aller Welt und Zeit erwarten [Zukunft]; | damit wird auch zu Ernsthaftigkeit und Verantwortung gerufen, wird Christus doch als „Richter der Lebenden und Toten“ erwartet. block bottomnav +bottom_nav("eucharistie") //- Gott hat den Fluch verhängt, aber der Mensch hat ihn sich zugezogen; //- er ist Setzung Gottes, aber als Antwort auf die Sünde wirksam. //- Aufhebung des Fluches schließt daher Sündenvergebung ein. script. push_slide_stack('.slide') $(function () { $('[data-toggle="tooltip"]').tooltip() })