extends ../layout include ../mixins block content +headline("Einführung in die Bibel") span Steckbrief Jesus von Nazareth table.vertical-border.table.slide(style="width: 100%;") tbody tr td(style="border-top: 0px; width: 10em;") b Geboren td(style="border-top: 0px;") span.slide in den letzten Jahren der Regierung Herodes d. Großen (37 – 4 v. Chr.), also wohl zwischen 6 und 4 v. Chr. br span.slide.small | (Die erst im 6. Jhdt. erfolgte Berechnung des Geburtsjahres Jesu und die noch später erfolgte | Einteilung der Jahreszählung in vor/nach Christus geht von einem falschen Geburtsjahr Jesu aus.) tr.slide td(style="vertical-align: top;") b Geburtsort td span.slide Nazareth br span.slide.small | (Matthäus und Lukas erzählen zwar, Jesus sei in Betlehem geboren. Damit wollen sie aber nicht historische Wirklichkeit | wiedergeben, sondern Jesus mit dem großen König David verbinden, der in Betlehem geboren wurde. | Aus seiner Familie sollte der Messias hervorgehen.) tr.slide td(style="vertical-align: top;") b Eltern td span.slide Maria (Miriam) und Josef tr.slide td(style="vertical-align: top;") b Frühe Jahre td span.slide - nichts bekannt - tr.slide td(style="vertical-align: top;") b Beruf td span.slide | Bauhandwerker | span.small (bis zu seinem öffentlichen Wirken) br span.slide.small | (Oft liest man ‚Zimmermann‘, doch ist dies zu spezifisch; | das griechische Wort ist allgemeiner zu verstehen.) p.slide | In den 20er Jahren des 1. Jhdt. n. Chr. schloss sich Jesus der Umkehrbewegung Johannes des Täufers an, von dem er sich taufen ließ. | Johannes predigte das unmittelbar bevorstehende Gericht und rief zur Umkehr auf. | Die Taufe besiegelte diese Umkehr und sprach Sündenvergebung zu – eine ‚Gegenveranstaltung‘ zum Tempel in Jerusalem. | Dieser war in den Augen des Johannes und seiner Anhänger nicht mehr in der Lage, seinen Zweck zu erfüllen: | die Begegnung mit Gott ermöglichen, Gottes Segen vermitteln, das gläubige Volk stetig durch die Begegnung mit Gott erneuern | und stärken. p.slide | Nach dem gewaltsamen Tod des Täufers trat Jesus als Wanderprediger auf. | Er betonte stärker als Johannes die Gnade Gottes und vertrat die Meinung, dass das Reich Gottes schon begonnen hat. p.slide | Dieses Reich Gottes kommt nicht mit einem großen Schlag, sondern entfaltet sich; | es ist da, zwar anfanghaft, aber doch da und entfaltet sich. | Seine Gleichnisse vom Wachsen (z. B. Gleichnis vom Senfkorn) künden von dieser seiner Überzeugung. | Jesus war sicher: das Böse ist schon grundsätzlich besiegt und überwunden. Das zeigten für ihn auch seine Dämonenaustreibungen. p.slide | Jesus wollte das Gottesvolk erneuern, also neu mit Gott verbinden und den Zusammenhalt im Volk fördern. | Als äußeres Zeichen dieser Erneuerungsabsicht wählte er aus einfachen Leuten – Fischern und Bauern – zwölf Jünger aus (→ Apostel). | Die Zwölfzahl beruht darauf, dass das Volk Israel aus zwölf Stämmen bestand. | So wie es einst die zwölf Söhne des Patriarchen Jakob waren, die das Volk Israel und seine Stämme repräsentierten, | so sollten die zwölf Apostel das erneuerte Gottesvolk repräsentieren. p.slide | Die Anhängerschaft Jesu war größer als diese zwölf und bestand aus Männern und Frauen. | Nicht dabei war seine Familie, die ihn für verrückt hielt. Auch in seiner Heimat Nazareth stieß er auf Ablehnung. p.slide | Jesus lebte ganz aus den Traditionen Israels. | In Aufgriff und Weiterführung dieser Glaubenstradition verkündete Jesus Gott als ungeheuere ethische Energie. | Jesus sprach vom Reich Gottes, das in diese Welt ‚einbrechen‘ und sie verwandeln will | zur Rettung für die Armen, Schwachen, Ausgestoßenen und Kranken in der Welt. p.slide | Für diejenigen aber, die sich nicht von diesem Geschehen ergreifen lassen, würde es zum Höllenfeuer des Gerichts werden. p.slide | Jeder Einzelne sei daher vor die Wahl gestellt, ob er sich ergreifen lasse von Gottes in diese Welt hereinbrechenden Reich | oder ob er sich verschließen und damit dem Gericht aussetzen will. p.slide | Besonders wandte sich Jesus den Zöllnern und Sündern zu, was ihn in Konflikt mit den Frommen brachte; | sein Anliegen war, die Zöllner und Sünder durch die Begegnung mit ihm zur Umkehr zu bewegen. p.slide | Um auch die einfachen Menschen zu erreichen, verkündete Jesus seine Botschaft in anschaulichen Gleichnissen. p.slide | Im Zentrum der Ethik Jesu steht das Gebot der Gottes- und Nächstenliebe, | das Jesus jedoch radikalisierte zur Verpflichtung, auch die Feinde, die Fremden und die religiös am Rande Stehenden zu lieben. p.slide | Die religiösen Vorschriften des Judentums legte Jesus so aus, dass sie dem Leben dienen sollen und nicht Selbstzweck sind. p.slide | Immer wieder kam es zum Konflikt mit jüdischen Autoritäten, die bei der Frage, wie Gottes Wille auszulegen ist, | teils andere Akzente setzten. p.slide | Zugespitzt hat sich der Konflikt in Jerusalem. | Dort stellte sich Jesus gegen den Tempel bzw. die jüdischen Führer, die hinter dem Tempel standen | (→ Prophetie gegen den Tempel; Tempelreinigung). p.slide | Weil der Tempel für Jesus – wie schon für Johannes den Täufer – seine Funktion nicht mehr erfüllen konnte, | setzte Jesus am Abend vor seinem Tod als Ersatz einen einfachen Mahl-Ritus ein, | den die Jünger in Erinnerung an ihn und in Erwartung des endgültigen Kommens des Reiches Gottes begehen sollten | (→ „Eucharistiefeier“). | Er versinnbildlicht einerseits das Sterben Jesu zugunsten seiner Jünger („für euch“), | andererseits war er eine Vorwegnahme des himmlischen Hochzeitsmahles, das für Jesus Sinnbild des kommenden Reiches Gottes ist. p.slide | Nach dem Mahl wurde Jesus verhaftet; Judas, einer aus dem engsten Kreis, hatte Jesu Aufenthaltsort verraten. p.slide | Nach Verhören vor dem Hohen Rat (Jüdische Führung) und dem römischen Statthalter Pontius Pilatus | wurde Jesus von letzterem als politischer Unruhestifter zum Tode verurteilt und (sehr wahrscheinlich im April 30 n. Chr.) gekreuzigt. p.slide | Damit war die Jesus-Bewegung zunächst zu einem Ende gekommen. | Die Jünger, die vor der Kreuzigung Jesu alle geflohen waren – nur einige Frauen verfolgten die Kreuzigung Jesu –, | begruben all ihre in Jesus gesetzten Hoffnungen. p.slide | Doch dann geschah das Unerwartete: Jesus erschien ausgewählten Jüngern. | Sie verkündeten: wir haben Jesus gesehen, er ist vom Tode erstanden, er lebt. | Ein neues Nachdenken über das, was sich mit und durch Jesus von Nazareth ereignet hat, setzte ein. p.slide | So entstand das Christentum als eine Untergruppe des Judentums. | Im Laufe des 1. Jhdt. trennte es sich schließlich nach und nach von seiner Mutterreligion. +bottom_01("jesus") script. push_slide_stack('.slide') $(function () { $('[data-toggle="tooltip"]').tooltip() })