extends ../layout include ../mixins block content +headline("Entstehung") span Adressaten +footnote("Vgl. Ebner, Einleitung 174-175.") p.slide.nomarginbottom Schon aus dem Evangelium selbst erhalten wir einige Angaben: ul.nodisplay li.slide Offenbar ist die Gemeinde des Aramäischen/Hebräischen nicht mächtig: ul.nodisplay.nomarginbottom li.slide Hebräische/aramäische Worte werden ins Griechische übersetzt. li.slide Die Einbeziehung (statt Tilgung) der fremden Worte verleiht der Tradition auch den touch des Altehrwürdigen. li.slide Die Gemeinde ist mit jüdischen Bräuchen nicht vertraut: ul.nodisplay.nomarginbottom li.slide Sie werden im Evangelium erklärt. li.slide Zumindest die Mehrzahl der Gemeindeglieder entstammt also wohl nicht-jüdischem Milieu. p.slide.nomarginbottom b Probleme (in der Gemeinde), auf die Markus in seinem Evangelium eingeht ul.nodisplay li.slide Ablösungsprozess vom Judentum ul.nodisplay li.slide | Die Punkte oben haben gezeigt, dass die Gemeinde wohl mehrheitlich aus Heidenchristen bestand, also aus Christen, | die früher Heiden waren. br | Demgegenüber waren Judenchristen - also Juden, die sich zu Jesus als Messias bekannt haben - in der Minderheit. li.slide | In der frühen Kirche gab es viele Fragen in diesem Themenkreis: ul.nodisplay li.slide Ob und Wie der Heidenmission? li.slide Stellung des jüdischen Gesetzes? li.slide | Im MkEv ist gleichzeitig Nähe und Distanz zur jüdischen Überlieferung feststellbar. li.slide | Das Markus-Evangelium | q | bezeugt ein späteres Stadium dieses Ablösungs- und Verselbständigungsprozesses. Die Herkunft aus dem Judentum wird zwar | dokumentiert, die ursprüngliche Führungsrolle der Zwölf festgeschrieben und der zeitliche Vorrang der jüdischen Adressaten | für die Botschaft festgehalten. Aber die Sympathie des Erzählers gehört eindeutig den Heiden. span.footnote(data-toggle="tooltip", title="Ebner, Einleitung 175.") li.slide Die Streitigkeiten von damals sind längst autoritativ entschieden: ul.nodisplay.nomarginbottom li.slide Jesus erklärt alle Speisen für rein (Mk 7,19). li.slide | Jesus hat schon selbst Tischgemeinschaft auch mit den Heiden ( span.oi.oi-arrow-right | | Speisung der Viertausend). li.slide Immerhin hält Markus in seinem Evangelium fest, dass das alles nicht ohne Widerstände ablief. li.slide | Das jüdische Gesetz spielt nur noch eine Rolle als Moralgesetz (etwa in Mk 10,1-12.17-27), | nicht mehr als Kult- bzw. Ritualgesetz (mit den Reinigungsriten und Speisevorschriften). li.slide | Hervorgehoben als Abschluss und Höhepunkt des Blickes auf das jüdische Gesetz wird das Doppelgebot der Gottes- und Nächstenliebe (Mk 12,28-34). span.footnote(data-toggle="tooltip", title="Vgl. Schnelle, Einleitung 219-220.") li.slide Christenverfolgungen unter Nero (64 n. Chr.): br span.slide i Wie umgehen mit jenen, die in der Verfolgung schwach geworden sind? ul.nodisplay.nomarginbottom li.slide | Damals galt, was Mk 13,12 schreibt: dass | q Bruder den Bruder in den Tod liefern wird, und der Vater sein Kind, dass Kinder gegen ihre Eltern aufstehen und sie zur Hinrichtung führen werden | : br span.slide | Magistrate haben festgenommene Christen dazu bringen wollen, andere Christen zu denunzieren. li.slide | Manche werden tatsächlich den Bruder verraten haben | span.slide - wie Judas. li.slide | Andere werden den Glauben verleugnet haben | span.slide - wie Petrus. li.slide Petrus jedenfalls bekommt durch seine ausdrückliche Erwähnung in der Verheißung, dass die Jünger Jesus in Galiläa sehen werden (Mk 16,7), eine zweite Chance. li.slide.small | Schon die Ankündigung, dass Jesus den Jüngern nach seiner Auferstehung nach Galiläa vorausgehen wird, auf die Mk 16,7 zurückgreift, | war im Kontext der Ankündigung der Verleugnung des Petrus und des Zerfalls der Jüngerschaft gesprochen (Mk 14,26-31). br span.slide Liest man das Evangelium von Ostern her neu, findet sich als erst Aktion Jesu in Galiläa die Berufung des Petrus (zusammen mit seinem Bruder Andreas und den Zebedäussöhnen). li.slide i Ein Plädoyer des Evangelisten, auch jenen, die in der Verfolgung ihren Glauben geleugnet haben, eine zweite Chance zu geben? li.slide Gesteigerte Naherwartung span.footnote(data-toggle="tooltip", title="Vgl. Schnelle, Einleitung 221") ul.nodisplay.nomarginbottom li.slide Ursache: Ereignisse rund um den jüdischen Krieg und die Tempelzerstörung. li.slide Folgen: Es treten Gläubige auf - Markus nennt sie Pseudo-Christusse und Pseudo-Propheten -, die vom nahen Ende bzw. der unmittelbar bevorstehenden Wiederkunft Jesu sprechen. li.slide Markus problematisiert dies, warnt vor diesen Personen und hält in der Endzeitrede (Mk 13) als Kontrapunkte fest: ul.nodisplay.nomarginbottom li.slide Der Termin der Wiederkunft Jesu ist nur Gott selbst bekannt. br span.slide.small | Nicht einmal Jesus kennt ihn! | span.slide.small Er kann ihn also niemandem gesagt haben! li.slide Die Wiederkunft Jesu ist ein kosmisches, die ganze Schöpfung betreffendes Ereignis br span.slide und nicht von nur lokalen, innergeschichtlichen Phänomenen (z. B. Krieg, Hungersnöte, Verfolgungen) ableitbar. li.slide Vespasian wird 69. n. Chr. römischer Kaiser p.slide.nomarginbottom i Dem beispielhaften Aufstieg Vespasians setzt Markus den beispielhaften Abstieg Jesu entgegen, der zum wahren Aufstieg führt. +bottom_entstehung("adressaten") script. push_slide_stack('.slide') $(function () { $('[data-toggle="tooltip"]').tooltip() })