extends ../layout include ../mixins block content .card.mb-1.konzentr-10 .card-body.gliederung h5.card-title | Inhaltsangabe/Überschrift br | Himmlischer Sendungsbeschluss h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,1-3 .card.mb-1.konzentr-9 .card-body.gliederung h5.card-title Johannes in der Wüste: Seine Taufe und seine Ankündigung des Kommenden; Sünder kommen in Scharen h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,4-8 .card.mb-1.konzentr-8 .card-body.gliederung h5.card-title Taufe Jesu h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,9-11 .card.mb-1.konzentr-7 .card-body.gliederung h5.card-title Die Versuchung Jesu h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,12-13 .card.mb-1.konzentr-6 .card-body.gliederung h5.card-title Johannes tritt ab, Jesus tritt auf: Eröffnungsruf des Wirkens Jesu: Das Reich Gottes ist zum Greifen nahe! h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,14-15 .card.mb-1.konzentr-5 .card-body.gliederung h5.card-title Die Berufung der ersten Jünger h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,16-20 .card.mb-1.konzentr-4 .card-body.gliederung h5.card-title Die neue Lehre in der Synagoge: Jesus gekommen, um Satan/die Dämonen ins Verderben zu stürzen h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,21-28 .card.mb-1.konzentr-3 .card-body.gliederung h5.card-title Die Heilung der Schwiegermutter des Petrus, die (daraufhin!) Jesus dient h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,29-31 .card.mb-1.konzentr-2 .card-body.gliederung h5.card-title | Die ganze Stadt vor der Tür; Jesus heilt und treibt Dämonen aus h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,32-34 .card.mb-1.konzentr-1 .card-body.gliederung h5.card-title Rückzug und Suche – Erneuter Aufbruch mit Dämonenaustreibungen h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,35-39 .card.mb-1.konzentr-2 .card-body.gliederung h5.card-title Die Heilung des Aussätzigen h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-1 Mk 1,40-45 p.card-text | Jesus geht infolge der Heilung in die Einsamkeit, dennoch kommen Leute von überallher zu ihm. .card.mb-1.konzentr-3 .card-body.gliederung h5.card-title Jesus wieder in Kafarnaum im Haus; er verkündigt das Wort h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,1-2 .card.mb-1.konzentr-4 .card-body.gliederung h5.card-title Jesus heilt den Gelähmten h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,3-12 .card.mb-1.konzentr-5 .card-body.gliederung h5.card-title Jesus predigend am Wasser h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,13 .card.mb-1.konzentr-6 .card-body.gliederung h5.card-title Berufung des Zöllners Levi h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,14 .card.mb-1.konzentr-7 .card-body.gliederung h5.card-title Mahl mit den Zöllnern und Sündern, die Jesus nachfolgen h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,15 .card.mb-1.konzentr-8 .card-body.gliederung h5.card-title Jesus gekommen als Arzt h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,16-17 .card.mb-1.konzentr-9 .card-body.gliederung h5.card-title Fastenfrage: Der Bräutigam ist da – Neuer Wein in neue Schläuche h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,18-22 p.card-text.mt-1 | Es werden Tag gekommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein br | Die Jünger des Johnannes fasten ... br | Mit dem Wirken Jesu, das von Johannes angekündigt und in dessen Wirken schon präfiguriert ist, | hat etwas Neues begonnen: in Jesus ist der Stärkere gekommen, der mit Heiligem Geist tauft. .card.mb-1.konzentr-10 .card-body.gliederung h5.card-title Der Menschensohn ist Herr auch über den Sabbat h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-1 Mk 2,23-28 p.card-text.mb-1 | Bote vor dir her = König David br | MenschensohnGottessohn: Selbstverleugnung; Dienst (→ Mk 10,45!) p.card-text.mb-1 | Geh, zeig dich dem Priester ... → David im Tempel, Hohepriester Abjatar p.card-text | Menschensohn und Sabbat stehen im Dienst des Lebens für die Menschen .slide.mb-3 hr p.card-text.mb-0.konzentr-3.bibeltextkonzentr | 1 Anfang des Evangeliums Jesu Christi, Sohn (eines) Gottes. br | 2 Wie geschrieben steht beim Propheten Jesaja: br q Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der einen Weg bahnen wird. br q 3 Stimme eines Rufers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn! Macht gerade seine Straßen! p.card-text.konzentr-1.mb-0.bibeltextkonzentr | 35 In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten. br | 36 Simon und seine Begleiter eilten ihm nach, br | 37 und als sie ihn fanden, sagten sie zu ihm: br q Alle suchen dich! br | Er antwortete: br q | Lasst uns anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort verkündet; br | denn dazu bin ich gekommen. br | 39 Und er zog durch ganz Galiläa, verkündete in ihren Synagogen und trieb die Dämonen aus. p.card-text.konzentr-3.bibeltextkonzentr | 23 An einem Sabbat ging er durch die Kornfelder und unterwegs rissen seine Jünger Ähren ab. br | 24 Da sagten die Pharisäer zu ihm: Sieh dir an, was sie tun! Das ist doch am Sabbat nicht erlaubt. br | 25 Er antwortete: Habt ihr nie gelesen, was David getan hat, br | als er und seine Begleiter hungrig waren und nichts zu essen hatten, br | 26 wie er zur Zeit des Hohepriesters Abjatar in das Haus Gottes ging und die Schaubrote aß, br | die außer den Priestern niemand essen darf, und auch seinen Begleitern davon gab? br | 27 Und Jesus sagte zu ihnen: Der Sabbat wurde für den Menschen gemacht, nicht der Mensch für den Sabbat. br | 28 Deshalb ist der Menschensohn Herr auch über den Sabbat. .card.slide.border-primary.mb-3 .card-body h5.card-title Sabbat!? hr p.card-text | Der Sabbat ist der wöchentliche Feiertag der Juden (analog zu unserem christlichen | Sonntag). Das Halten des Sabbatgebotes (3. Gebot der 10 Weisungen) ist für jeden Juden | etwas sehr Wichtiges; der Sabbat gibt teil an der göttlichen Schöpfungsordnung (Ruhe | des Schöpfers am 7. Tag) und erinnert an die Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten. | Daher ist dieser Tag in besonderer Weise Gott geweiht. p.card-text | Doch interessant ist, wozu Gott diesen Tag einsetzt. Bei einer Betrachtung des Sabbatgebotes | fällt ja auf, dass an diesem Tag nicht nur jene ruhen sollen, die es sich leisten | könnten – weil andere für sie arbeiten –, sondern dass auch Sklaven, Tiere und sogar | Fremde ruhen sollen. Ein Tag umfassender Ruhe, an dem Gleichheit vor Gott und vor- | einander herrschen soll in der gemeinsamen, Regeneration fördernden Ruhe – unabhängig von sozialem Stand | und von der Herkunft; ein integrativer Tag, der auch den | Fremden an dieser Segnung Gottes teilhaben lässt. p.card-text i | So ist der Sabbat von seiner ursprünglichen Ausrichtung nicht nur auf die Liebe zu Gott bezogen, | sondern gerade von dort her auch Teil der Sozialgesetzgebung in Israel gewesen. p.card-text | Zur Zeit Jesu dagegen hat man diesen sozialen Aspekt mehr oder weniger ausgeblendet | und den Sabbat zu einem ‚Bekenntnistag‘ gemacht, quasi auf die „Gottesliebe“ bzw. das | Bekenntnis zu ihm eingegrenzt. Die Einhaltung der Sabbatruhe wurde daher peinlich | genau kontrolliert. .card.slide.border-primary.mb-3 .card-body h5.card-title Am Beispiel des Sabbat: Das Ziel der göttlichen Gebote ist der lebendige Mensch hr p.card-text | Von Jesus bzw. seinen Jüngern wird erzählt, dass sie es mit den vielen Klauseln, die es | rund um das Sabbatgebot zur Zeit Jesu gab, nicht so genau nahmen. Daran entzündet | sich nun ein Disput zum Verhältnis von religiöser Vorschrift und menschlichem Bedürfnis; | es geht um nichts weniger als die Auslegungsprinzipien göttlicher Gebote und | damit um die Frage, was Gott eigentlich will. p.card-text | Ein solches Auslegungsprinzip ist in 2,27 enthalten: „Der Sabbat wurde für den Menschen gemacht, | nicht der Mensch für den Sabbat.“ Und was für den Sabbat gilt, gilt für | alle Gebote (das Beispiel mit David ist ja gar nicht an einem Sabbat verortet, sondern bezieht sich | auf ein anderes religiöses Gebot!). Jesus stellt die soziale Ausrichtung des Willens Gottes | provokant wieder nach vorne. Gebote sind kein Selbstzweck – und „Gottesliebe“, | die an den elementaren Bedürfnissen der Menschen vorbeigeht, (= stures Halten der | Gebote ohne Wenn und Aber) ist nicht im Sinne Gottes. .card.slide.border-primary.mb-3 .card-body h5.card-title Jesus und der Sabbat: Folgen für die Identität der Gemeinde hr p.card-text | Für die Identität der Gemeinde ist das Festhalten am Auslegungsprinzip Jesu wichtig: | Gottes Gebote wollen dem Heil (und der Heilung/Regeneration) des Menschen dienen. Das steht | aber nicht im Gegensatz zum Alten Testament; dieses enthält vielmehr selbst – wie hier | gezeigt – derartige Beispiele. p.card-text | Der Schlusssatz 2,28 hält darüber hinaus für die Identität der Gemeinde die Autorität | Jesu fest: Jesus hat die Vollmacht, jüdische bzw. allgemein religiöse Gebote verbindlich auszulegen. | Für uns gilt die Auslegung durch Jesus bzw. gelten seine Auslegungsprinzipien. .card.slide.border-primary.mb-3 .card-body h5.card-title Jesus, der Menschensohn: Herr auch über den Sabbat – eine Aussage mit „schräger“ Begründung hr p.card-text | Sieht man sich die abschließende Begründung der Vollmacht Jesu genauer an, wird man sagen | müssen: da passt was nicht ganz. Denn wenn der Sabbat für den Menschen da ist, dann wäre die | logisch erwartete Fortführung, dass der Mensch (allgemein) Herr über den Sabbat ist. p.card-text | Doch statt dieser Weitung – die den Sabbat einer allgemeinen Beliebigkeit preisgegeben hätte – | findet eine Einschränkung auf einen einzigen Menschen, Jesus, den Menschensohn, statt. p.card-text | Teil 1 des Rätsels Lösung findet sich beim Vergleich mit 10,45; dieser Vers, in welchem es auch um den | Menschensohn geht, hat eine auffällige formale und inhaltliche Nähe zu 2,27-28. br | Man kann die Formulierungen praktisch austauschen, der Sinn bleibt der gleiche: br p | Der Menschensohn ist für den Menschen da [gekommen um zu dienen], br | nicht der Mensch für den Menschensohn [auf dass sich der Menschensohn vom Menschen bedienen lasse]. br | Bzw.: q | Der Sabbat ist nicht gegeben, damit man ihm dient, br | sondern damit er dem Menschen dient. br | Zu beachten – und entgegen der allgemeinen Auslegungstradition festzuhalten – ist, dass diese Betrachtung | deutlich macht, dass hier in 2,27-28 nicht Mensch und Menschensohn zusammengehören (im Gegenüber zum Sabbat) | (was die erwähnte Problematik nach sich zieht), sondern Sabbat und Menschensohn, | beides in einem heilvollen Gegenüber zum Menschen. br | Beides – Menschensohn und Sabbat – sind Gaben Gottes an den Menschen; das wird in 2,27-28 | für den Sabbat und in 10,45 für den Menschensohn unterstrichen. p.card-text | Teil 2 des Rätsels Lösung ergibt sich über die Mitte der konzentrischen Gliederung. br | Dort ist mit Mk 2,35-49 eine Erzählung gesetzt, die in ihrem Ablauf und Inhalt den Philipperhymnus vergegenwärtigt. br | Dort wird – ganz im Sinne von Mk 10,45 – die (soteriologisch gedeutete) Lebenshingabe Jesu besungen, | welche in seine Erhöhung mündet. br | Der Hymnus endet dann mit dem Einstimmen aller in die Aussage: q | Jesus Christus ist der Herr, zur Ehre Gottes des Vaters. span.bibelstelle Phil 2,11 p.card-text | Man wird so formulieren dürfen: br | Weil Sabbat wie Menschensohn Gottes Gaben an die Menschen sind, um ihnen zu dienen, | der Menschensohn Jesus aber dennoch „der Herr“ ist, ist er Herr auch über den Sabbat | und darf das Sabbatgebot vollmächtig auslegen. br | Diese Zusammenhänge muss man quasi zwischen 2,27 und 2,28 ergänzen – | dann ergibt der Begründungszusammenhang tatsächlich Sinn! .card.slide.border-primary .card-body h5.card-title q | Deshalb gebe ich ihm Anteil unter den Großen und mit Mächtigen teilt er die Beute, br | weil er sein Leben dem Tod preisgab und sich unter die Abtrünnigen rechnen ließ. br | Er hob die Sünden der Vielen auf und trat für die Abtrünnigen ein. | span.bibelstelle Jes 53,12 hr p.card-text.mb-0 | Wie schon in der vorhergehenden Gliederung ist auch hier das Streitgespräch („Jesus gekommen als Arzt“) – nun aber ohne das Mahl | mit den Zöllnern und Sündern – Gegenüber zur Taufe Jesu; das erscheint zunächst als unschön, doch kommt dadurch ein | zur vorhegenden Gliederung ergänzender Aspekt aus dem Vierten Gottesknechtslied des Jesaja in den Sinn, | der wieder mit dem unten Rand der Gliederung in Verbindung steht: ul.card-text li | In seinem gewaltsamen Tod am Kreuz (→ Taufe!) wurde Jesus als „Abtrünniger“ hingerichtet – doch, so sagt der Glaube, | nicht um seiner selbst willen (wie die Auferstehung bestätigt), sondern zum Heil der wahrhaft „Abtrünnigen“, also der „Zöllner und Sünder“, | wie sie in der Erzählung auftauchen. li | Das Mahl mit den Zöllnern und Sündern – das auffälligerweise in Mk 2,16-17 nochmal wiederholt erzählt wird (!) – | ist Vorwegnahme und schon Vollzug dessen, dass Jesus sich „unter die Abtrünnigen rechnen ließ“. li | Bezüglich des Ährenraufens verteidigt Jesus seine Jünger – wieder, wie schon in der Fastenfrage; | doch er tut es auf andere Weise!: br | Während er dort die Schuldfrage auf sich zieht, argumentiert er hier mit der Proexistenz des Sabbats: | der Sabbat ist für den Menschen da; selbst der hochsakrale Charakter des Tempels in Jerusalem wird menschlichem Bedürfnis untergeordnet; | Jesus tritt also pointiert für seine Jünger ein. br | Das Eintreten Jesu hier für seine Jünger ist eine Analogie zum Eintreten des Gottesknechts für die Abtrünnigen //- span.small (zur Frage der unterschiedlichen Ebenen/Gewichtungen siehe die vorausgehnde Gliederung!) | – welches sich im Eintreten | Jesu für die Zöllner und Sünder im Streitgespräch aufgrund des Mahles mit jenen mit den Pharisäern spiegelt; br | gleichzeit kann das Erhöhtwerden des Gottesknechtes bei Jesaja mit der Taufe Jesu („Hereinbrechen der Herrlichkeit Gottes“) | verbunden werden. li | Es fällt auf, wie hier die Proexistenz (nicht nur) Jesu herausgestellt wird: ul li Jesus ist als Arzt gekommen, den die Sünder brauchen, um gerecht zu werden. li Der Sabbat ist für den Menschen da – nicht umgekehrt. li.small | Dass der Menschensohn Herr über den Sabbat ist, hängt einerseits mit seiner dem Sabbat analogen Proexistenz für die Menschen | nach Mk 10,45 zusammen: br q | Der Menschensohn ist nicht gekommen, sich dienen zu lassen, | sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele. br | Andererseits mit seinem Geschick, wie es der Philipperhymnus besingt; Entäußerung, Erniedrigung und Gehorsam bis zum Tod am Kreuz als Proexistenz gedeutet. li.small | Interessanterweise ist auch das Wort zur Verteidigung der Tischgemeinschaft Jesu mit den Abtrünnigen analog formuliert: br q | Nicht die Gesunden bedürfen des Arztes, sondern die Kranken. br i Ich bin nicht gekommen, um Gerechte zu rufen, sondern Sünder. | Da muss man bemerken, dass im obigen Jesaja-Zitat die Proexistenz des Gottesknechtes als Begründung dafür herausgestellt wird, | dass er nun nach seinem von Gott aufgetragenen Heilswerk „das Licht“ (der Auferstehung) „sieht” (Jes 53,11!) | und in seine besondere Stellung eingesetz wird. li | Insgesamt wird man sagen dürfen, dass hier nun der Gedanke der heilenden Proexistenz Jesu der dominante ist, | während in der vorherigen Gliederung der Akzent auf den Zöllnern und Sündern und ihrer Gesundung durch den Proexistenten lag. br span.small | Natürlich ist auch in der vorhergehenden Gliederung – und generell bei der Sündenvergebung – die Proexistenz | des Menschensohnes/Arztes Jesus gegenwärtig; | hier aber liegt der Akzent auf der Person dessen, der proexistent ist, und seinem eigenen Schicksal, | mit dem freilich das der Vielen verbunden ist: trennen lässt sich das nicht, aber akzentuieren. br | In diese Richtung zeigt auch der Umstand, dass im unteren Rand dieser Gliederung die Machtposition des Menschensohnes angespielt ist, | die – das muss man von Mk 10,45 bzw. Jes 53,12 her ergänzen – mit seiner Proexistenz zusammen hängt. br | Dieser Bezug ist wichtig, wenn sich Streitgespräch mit den Pharisäern und Ährenraufen/Sabbat/Menschensohn einander gegenüberstehen, | aber doch auch hier – wo die Erzählung Ährenraufen/Sabbat/Menschensohn den unteren Rand bildet – relevant | und insgesamt ein Beleg, dass tatsächlich Jes 53,12 (zusammen mit Mk 10,45) im Hintergrund steht, | weil dies der „missing link“ ist. li | Dreh- und Angelpunkt ist aber, dass Jesus als Arzt gekommen ist; daher ist es sinnvoll, dass dieser Gedanke | zweimal mit der Taufe Jesu verbunden ist: einmal um der Sünder willen und deren Heil, | einmal um seiner selbst willen im Hinblick auf seine eigene Sendung als „Arzt“ und sein eigenes Schicksal nach dem Tod (Auferstehung). li | Pointiert wird man sagen können: ul li | In der Kombination Mahl mit den Zöllnern („Viele“) und Streitgespräch mit den Pharisäern als Gegenüber zu Täuferpredigt und Taufe Jesu br | geht es um die Vielen, die durch den Arzt Jesus in der „Taufe zur Vergebung der Sünden“ (→ Tod und Auferstehung) | gerecht werden, da der Arzt Jesus ihre Schuld auf sich nimmt; bzw.: es geht um das Geschehen der Gerechtmachung. li | Im Gegenüber des Streitgespräches zur Taufe Jesu br | geht es um den Arzt, der sich zu den Abtrünnigen zählen lässt und für sie eintritt; bzw.: es geht um die Person und das Schicksal dessen, der gerecht macht: br | wie der Sabbat für die Menschen da ist, ist auch der Menschensohn für die Menschen da – | das ist sein (und ihr) Weg in die Herrlichkeit Gottes, des Vaters. li | Unterstützt wird dies dadurch, dass das Gegenüber zum Wirken Johannes des Täufers der Gedanke der Abwesenheit Jesu ist, | verbunden mit dem Fasten der Johannes-Jünger und dem künftigen Fasten der Jesus-Jünger; br | die Abwesenheit Jesu – Anspielung auf seinen Tod – assoziiert dabei die gewaltsam verfügte Abwesenheit des Täufers; | auch im Gegenüber dieser beiden Erzählungen ist also das mit der jeweiligen Sendung sich verbindende Schicksal angesprochen. br span.small | Dass im unteren Rand der konzentrischen Gliederung in der Chiffre der Proexistenz des Sabbats die Proexistenz des Menschensohnes | – und damit: seine Sendung, sein Schicksal – angedeutet ist, wurde oben schon erwähnt. Auch hier also der Akzent | auf der Person Jesu und seinem Wirken zugunsten der Menschen, weniger auf den Menschen, die dieses Wirken brauchen. li.small | Dass der Gedanke der „Vielen“ hier im Gegenüber Taufe Jesu – Jesus gekommen als Arzt im Gegensatz zum Jesaja-Zitat nicht | begegnet, ist verschmerzbar: ul li Im Plural bleiben die „Vielen“ gegenwärtig. li | Die von Markus sicher (wohl grundsätzlich, also auch in den vorausgehenden Gliederungen) angezielte Einbeziehung | von Mk 10,45 macht die „Vielen“ auch hier präsent. li | Der auch bei Jesaja dominante Gedanke im zitierten Vers sind die Abtrünnigen, analog hier die „Zöllner und Sünder“.