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h5.card-title
| Inhaltsangabe/Überschrift
br
| Himmlischer Sendungsbeschluss
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,1-3
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h5.card-title Johannes der Täufer am Wasser mit seinem Hinweis auf den Kommenden
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,4-8
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h5.card-title Taufe Jesu
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,9-11
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h5.card-title Versuchung Jesu
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,12-13
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h5.card-title Johannes tritt ab, Jesus tritt auf: Eröffnungsruf des Wirkens Jesu: Das Reich Gottes ist zum Greifen nahe!
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,14-15
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h5.card-title Die Berufung der ersten Jünger: Menschenfischer
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,16-20
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h5.card-title Die neue Lehre in der Synagoge: Jesus gekommen, um Satan/die Dämonen ins Verderben zu stürzen
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,21-28
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h5.card-title Die Heilung der Schwiegermutter des Petrus, die (daraufhin!) Jesus dient
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,29-31
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h5.card-title
| Die ganze Stadt vor der Tür; Jesus heilt und treibt Dämonen aus
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,32-34
.card.mb-1.konzentr-3
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h5.card-title
| Rückzug und Suche, Ansage des neuen Aufbruches: „Dazu bin ich gekommen ...“
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,35-38
.card.mb-1.konzentr-2
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h5.card-title
| Erneuter Aufbruch (ganz Galiläa, Verkündigung in Synagogen, Dämonenaustreibungen)
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,39
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h5.card-title Die Heilung des Aussätzigen
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,40-44
.card.mb-1.konzentr-2
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h5.card-title Der Mann verkündet – trotz Schweigegebot –, was sich ereignet hat: Jesus geht an einsame Orte, dennoch von überallher gesucht
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,45
.card.mb-1.konzentr-3
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h5.card-title Jesus wieder in Kafarnaum im Haus; er verkündigt „das Wort“
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,1-12
.card.mb-1.konzentr-4
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h5.card-title Jesus heilt den Gelähmten
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,3-12
.card.mb-1.konzentr-5
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h5.card-title Jesus predigend am Wasser
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,13
.card.mb-1.konzentr-6
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h5.card-title Berufung des Zöllners Levi
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,14
.card.mb-1.konzentr-7
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h5.card-title
| Mahl mit den Zöllnern und Sündern, die Jesus nachfolgen
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,15
.card.mb-1.konzentr-8
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h5.card-title
| Jesus gekommen als Arzt
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,16-17
.card.mb-1.konzentr-9
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h5.card-title Fastenfrage: Der Bräutigam ist da – Neuer Wein in neue Schläuche
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,18-22
p.card-text.mt-1
| Es werden Tag gekommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein
.card.mb-1.konzentr-10
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h5.card-title Der Menschensohn ist Herr auch über den Sabbat
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,23-28
.card.mb-1.konzentr-11
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h5.card-title Die Heilung des Mannes mit der verdorrten Hand: wiederhergestellt
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 3,1-6
.card.mb-1.konzentr-12
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h5.card-title Der Andrang der Menschen
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-1 Mk 3,7-12
p.card-text
| Jesus zog sich mit seinen Jüngern an den See zurück. Viele Menschen .... aber folgen ihm nach ...
br
| Denn er heilte viele, sodass alle, die ein Leiden hatten, sich an ihn herandrängten, um ihn zu berühren.
.slide.mb-3
hr
p.card-text.mb-0.konzentr-3.bibeltextkonzentr
| 1 Anfang des Evangeliums Jesu Christi, Sohn (eines) Gottes.
br
| 2 Wie geschrieben steht beim Propheten Jesaja:
br
q Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der einen Weg bahnen wird.
br
q 3 Stimme eines Rufers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn! Macht gerade seine Straßen!
p.card-text.konzentr-2.mb-0.bibeltextkonzentr
| 39 Und er zog durch ganz Galiläa, verkündete in ihren Synagogen und trieb die Dämonen aus.
p.card-text.konzentr-2.mb-0.text-muted.small(style="padding-left: 1em; padding-bottom: 0.5em;")
| Jesus in der Öffentlichkeit
br
| Jesus verkündigt (und heilt)
br
| Jesus zieht in ganz Galiläa umher (geht überallhin) (Hinausgehen)
p.card-text.konzentr-1.mb-0.bibeltextkonzentr
| 40 Ein Aussätziger kam zu Jesus und bat ihn um Hilfe; er fiel vor ihm auf die Knie und sagte:
br
q Wenn du willst, kannst du mich rein machen.
br
| 41 Jesus hatte Mitleid mit ihm;
br
| er streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte:
br
q Ich will – werde rein!
br
| 42 Sogleich verschwand der Aussatz und der Mann war rein.
br
| 43 Jesus schickte ihn weg, wies ihn streng an 44 und sagte zu ihm:
br
q Sieh, dass du niemandem etwas sagst, sondern geh, zeig dich dem Priester und bring für deine Reinigung dar, was Mose festgesetzt hat – ihnen zum Zeugnis.
p.card-text.konzentr-2.mb-0.bibeltextkonzentr
| 45 Der Mann aber ging weg und verkündete bei jeder Gelegenheit, was geschehen war;
br
| er verbreitete die Geschichte, so dass sich Jesus in keiner Stadt mehr zeigen konnte;
br
| er hielt sich nur noch an einsamen Orten auf.
br
| Dennoch kamen die Leute von überallher zu ihm.
p.card-text.konzentr-2.mb-0.text-muted.small(style="padding-left: 1em; padding-bottom: 0.5em;")
| Jesus an einsamem Ort
br
| Der ehedem Aussätzige verkündet (seine Heilung)
br
| Leute kommen „von überallher“ zu Jesus (Herkommen)
div.konzentr-3.bibeltextkonzentr
p.card-text.konzentr-3.bibeltextkonzentr.abschnitt_intern.mb-0
| 7 Jesus zog sich mit seinen Jüngern an den See zurück.
p.card-text.konzentr-2.bibeltextkonzentr.abschnitt_intern.mb-0
| Viele Menschen aus Galiläa aber folgten ihm nach.
br
| Auch aus Judäa, 8 aus Jerusalem und Idumäa, aus dem Gebiet jenseits des Jordan und aus der Gegend von Tyrus und Sidon
| kamen Scharen von Menschen zu ihm, als sie hörten, was er tat.
p.card-text.konzentr-1.bibeltextkonzentr.abschnitt_intern.mb-0
| 9 Da sagte er zu seinen Jüngern, sie sollten ein Boot für ihn bereithalten, damit er von der Menge nicht erdrückt werde.
p.card-text.konzentr-2.bibeltextkonzentr.abschnitt_intern.mb-0
| 10 Denn er heilte viele, sodass alle, die ein Leiden hatten, sich an ihn herandrängten, um ihn zu berühren.
br
| 11 Wenn die von unreinen Geistern Besessenen ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder und schrien:
br
q Du bist der Sohn Gottes!
p.card-text.konzentr-3.bibeltextkonzentr.abschnitt_intern
| 12 Er aber gebot ihnen, dass sie ihn nicht bekannt machen sollten.
.card.slide.border-primary.mb-3
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h5.card-title Anmerkungen zu dieser eigenwilligen konzentrischen Gliederung
h6.card-subtitle.text-muted Warum nicht mit der ganzen Erzählung von der Heilung des Aussätzigen verbinden?
hr
p.card-text.mb-0
| Es scheint auf den ersten Blick nahezuliegen, die vorliegende Erzählung vom Andrang der Menschen mit
| der ganzen Erzählung von der Heilung des Aussätzigen zu verbinden und nicht nur mit der oberen Hälfte:
ul.card-text
li
| Das Kommen der vielen Menschen aus den vielen Gegenden ließe sich verbinden mit dem Kommen der Leute
| „von überallher“ am Ende der Aussätzigenerzählung.
li
| Die vielen Menschen aus den vielen Gegenden kommen, weil sie gehört haben, was Jesus tut –
| dies ließe sich verbinden mit der Verkündigungstätigkeit des ehedem Aussätzigen.
li
| Der (misslungene) Rückzug Jesu mit den Jüngern an den See kann in Beziehung gesetzt werden zum
| (durchbrochenen) Rückzug Jesu in „einsame Gegenden“.
p.card-text.mb-0
| Gleichzeitig muss allerdings gesehen werden, dass diese vollständige Verbindung schlicht nicht machbar ist:
ul.card-text
li
| Die nächste Mitte einer konzentrischen Gliederung wäre dann die Einleitung der Heilung des Gelähmten in Mk 2,1-2;
br
| doch diese muss mit der Episode „Jesus und seine Angehörigen“ in Mk 3,20-21 verbunden werden,
br
| weil die Formulierungen einfach sehr klar analog sind.
li
| Auch der weitere Fortschritt der fortschreitenden Konzentrik stützt dies.
li
| Dann aber wäre die Erzählung von der Auswahl der Zwölf „zu viel“!
p.card-text
| Man könnte – als Ausweg – geneigt sein, die Auswahlerzählung mit dem hinteren Teil der Aussätzigenerzählung zu verknüpfen.
br
| Doch steht dem entgegen, dass die sinnvollere konzentrische Gliederung entsteht, wenn man den Anfang der Aussätzigenerzählung für sich
| nimmt – und nicht das Ende –, wie oben als Anmerkungen am Text durch die aufgezeigten Gegensätzlichkeiten
| deutlich wird:
br
| Der erste Teil der Aussätzigenerzählung muss quasi Mitte einer konzentrischen Gliederung sein.
p.card-text.mb-0
| Ferner lässt sich die Erzählung von der Auswahl der Zwölf mit der ganzen Aussätzigenerzählung recht gut verbinden:
ul.card-text
li
| Jesus beruft seine Apostel, damit er sie aussende „zu verkünden und mit Vollmacht Dämonen auszutreiben“.
br
| Verkündigen ist (am Ende) die Tätigkeit des ehedem Aussätzigen, und die Heilung des Aussätzigen davor kann als
| Dämonenaustreibung verstanden werden.
br
| Kurzum: Die Apostel sollen beide Dimensionen als Tätigkeit übernehmen, von denen in der Aussätzigenerzählung
| erzählt wird, nicht nur die Tätigkeit aus einer der beiden Hälften.
li
| Hinzu kommt, als Stütze:
br
| Die Aussätzigenerzählung bildete das untere Ende jener konzentrischen Gliederung, als die Berufung der ersten Jünger die Mitte bildete.
p.card-text
| Als weiterer Hinweis auf die Richtigkeit der gewählten konzentrischen Gliederung kann gelten,
| dass die Andrangserzählung mit einem Schweigegebot endet,
br
| und die Aussätzigenerzählung am sinnvollsten da geteilt wird, wo das Schweigegebot ausgesprochen wurde,
| dieses selbst zum ersten Teil rechnend.
p.card-text
| Auffallen muss auch, dass die Andrangserzählung zu Beginn jene Menschen erwähnt, die Jesus aus Galiläa folgen;
br
| man kann – die Mitte der konzentrischen Gliederung nach oben erweiternd (Mk 1,39) – darin jene sehen,
| die Jesus bei seinem Ziehen durch ganz Galiläa quasi eingesammelt hat.
p.card-text
| Damit gibt es in der Andrangserzählung Bezüge nicht nur zur (ganzen) Aussätzigenerzählung, sondern auch zur Episode davor.
br
| Gleichzeitig macht das Gegenüber von Mk 1,39 und Mk 1,45 deutlich, dass diese beiden Episoden sich
| in der konzentrischen Gliederung gegenüber stehen wollen und nicht selber als (direkter) Teil der Mitte gedacht sind.
br
| Man wird von einer erweiterten Mitte sprechen müssen/dürfen (wie sie ähnlich auch schon zuvor begegnet ist).
.card.slide.border-primary.mb-3
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h5.card-title
q Jesus zog sich ... zurück
hr
ul.card-text
li
| Der Rückzug Jesu erscheint als Folge des unmittelbar vorausgehenden Tötungsbeschlusses durch die Pharisäer und Anhänger des Herodes.
li
| Gleichzeitig ist er Kontrast zur Verkündigungstätigkeit in „ganz Galiläa“ (Mk 1,39) sowie Parallele zum Rückzug nach der Heilung
| des Aussätzigen und aufgrund dessen Verkündigungstätigkeit (Mk 1,45);
br
| der Rückzug Jesu steht also auch in besonderem Bezug zu den beiden gegenüberliegenden Teilen der erweiterten Mitte.
.card.slide.border-primary.mb-3
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h5.card-title
q
| Jesus zog sich
i mit seinen Jüngern an den See
| zurück
hr
ul.card-text
li
| Der See war Ort der Berufung der ersten Jünger (Mk 1,16-20) sowie von Verkündigung (Mk 2,13) und wieder Berufung (MK 2,14),
br
| ist also – neben anderem – ein besonderer Ort für das Jüngersein;
br
| die Überfahrten der Jünger über den See mit ihren Schwierigkeiten und die diesbezüglichen Dialoge werden dies bestätigen.
li
| Auch die Gleichnisrede auf dem See (Mk 4,1-34) mit eingeschobener Jüngerbelehrung wird dies unterstreichen.
li
| Der Rückzug Jesu mit den Jüngern ist ein Motiv, das ab hier noch öfter begegnet und immer einer besonderen Unterweisung der Jünger dient,
| die zu Insidern der Lehre Jesu werden sollen, während andere „draußen“ sind (und bleiben wegen ihrer Ablehnung Jesu).
li
| Hierzu passt auch das Schweigegebot am Ende der Erzählung angesichts des „Bekenntnisses“ der Dämonen, das auch die Person Jesu (noch)
| mit dem Charakter des Geheimnisvollen umgibt.
li
| Wichtig ist aber festzuhalten, dass der Rückzug Jesu allein oder mit den Jüngern meist gar nicht funktioniert
| und grundsätzlich immer nur temporär ist, nie absolut, weil das Evangelium weiter geht mit weiteren Episoden und Jesu Dasein für die Vielen.
br
| Erst der Tod Jesu wird einen „Rückzug“ Jesu ganz eigener Art bedeuten, durch den er dann aber wirklich universell – als Auferstandener –
| da sein kann durch seine Jünger;
br
| dazu zieht er sich vor seinem Tod mit ihnen zurück, belehrt sie und beauftragt sie schließlich zum Stellvertreterdienst
| (→ nächste Erzählung: Berufung der Zwölf und deren perspektivische Aufgabe!).
li
| Für die Lehre Jesu – die bisher verschwiegen wurde, vielmehr nur indirekt für den „sehenden Leser“ erschließbar ist
| und zu der auch das „Geheimnis um die Person Jesu“ gehört –, gilt schließlich, dass sie grundsätzlich keine „Geheimlehre“ ist,
| dass sie vielmehr öffentlich verkündigt werden soll (vgl. auch Mk 4,22);
br
| darin unterscheidet sich das Christentum von anderen religiösen Gruppierungen (Qumran, Mysterienkulte).
br
| Dennoch wird es – immer! – solche geben, die „drinnen“ sind (verstehend nachfolgen), und solche, die „draußen“ sind
| (Jesus ungläubig und ihn nicht verstehend ablehnen).
.card.slide.border-primary.mb-3
.card-body
h5.card-title
| Von einem Neuansatz, der über sich hinaus verweist
hr
ul.card-text
li
| Bisher war das Zusammenkommen Vieler bei Jesus immer positiv und quasi Einleitung zu Verkündigung, Berufung und/oder Heilung.
li
| Dieses Moment fehlt hier, obwohl doch gerade hier besonders viele Menschen zusammenkommen, „aus allen Landen“ könnte man sogar sagen.
li
| Mehr noch: Der Wunsch Jesu, sich mittels eines Bootes vor dem Andrang und den Berührungen zu retten, steht in eigenwilligem Kontrast
| zum bisherigen Dasein Jesu für die Vielen einerseits und im Speziellen zur Berührung des Aussätzigen und später auch der blutflüssigen Frau
| in Mk 5,25-35 andererseits, wobei diese Berührungen – in gewissem Gegensatz zu hier – stets positiv konnotiert sind.
li
| Auch hier können die Berührungen an sich daher nicht wirklich negativ belegt sein;
br
| es scheint einfach die schiere Menge zu sein,
| die hier ein Problem ist.
li
| Die Erzählung bricht – gerade im Vergleich mit anderen – auch irgendwie ab und lässt die Menge letztlich unbefriedigt zurück.
br
| Die nächste Erzählung geht dann auch mit einem impliziten wie radikalen Ortswechsel einher: Jesus ist nun nicht mehr am See, sondern
| steigt auf einen Berg.
li
| Zu beachten ist aber, dass diese unmittelbar folgende Erzählung
| jene ist, in der Jesus die Zwölf bestellt, damit diese später – genau wie er –
| verkünden und Dämonen austreiben:
br
| Jesus setzt Multiplikatoren ein!
li
| Die Erzählung vom Andrang der überaus Vielen scheint genau dazu die Vorbereitung zu sein,
br
| die Einsetzung der Multiplikatoren die Antwort auf den großen, von Jesus allein nicht zu bewältigenden Andrang.
li
| Zu sehen ist auch, dass Jesus während der ganzen Andrangserzählung nur defensiv reagiert (Bootbereitstellung, Schweigegebot),
br
| während die Berufung der Zwölf zwar im genannten Sinne auch eine Reaktion Jesu auf den Andrang ist,
| aber eine offensive, die Zukunft in den Blick nehmende.
.card.slide.border-primary.mb-3
.card-body
h5.card-title
q
| Viele Menschen aus Galiläa aber folgten ihm nach. Auch aus Judäa, aus Jerusalem und Idumäa, aus dem Gebiet jenseits des Jordan
| und aus der Gegend von Tyrus und Sidon kamen Scharen von Menschen zu ihm ...
h6.card-subtitle.text-muted
| Die ganze Welt sucht das in Jesus gekommene Heil
hr
ul.card-text
li
| Der Andrang übertrifft den Andrang bei Johannes dem Täufer um Längen
br
| und verbindet sich mit der erweiterten Mitte der konzentrischen Gliederung:
ul.card-text
li
| Die Menschen aus Galiläa sind mit dem Ziehen Jesu durch ganz Galiläa in Mk 1,39 zu verbinden – hier als „Einsammlungsbewegung“ vorgestellt;
br
| die Berufung der ersten Jünger am See zu „Menschenfischern“ wird präsent.
br
| Für die Menschen aus Galiläa wird explizit von „Nachfolge“ gesprochen:
br
| sie hat Jesus von Mk 1,39 her offenbar nicht nur im Schlepptau im Sinne des Nachlaufens, sie sind – so ist angedeutet – direkt
| in die Nachfolge im Sinne des Jüngerseins eingetreten.
li
| Die anderen genannten Menschen und Gegenden verbinden sich mit den „Leuten von überallher“ in Mk 1,45.
li
| Insgesamt ist festzuhalten:
br
| Der Kreis der vielen Menschen, die zu Jesus kommen, weitet sich von deren Herkunft her:
br
| es sind „die Vielen“ in einem ganz umfassenden Sinn;
br
| und dies ist in Beziehung zu setzen mit der Mitte der konzentrischen Gliederung:
br
| was in der Mitte an einem erzählt wird, daran wollen (sollen) die (umfassenden) Vielen Anteil haben.
li
| Mit der Erwähnung von Tyrus und Sidon – also Städten, die mehrheitlich von Heiden bewohnt werden –
| als Herkunftsorte der zu Jesus strömenden Massen wird die Heiden-Thematik,
| die schon in vorherigen Erzählungen präsent gewesen ist (Apostelnamen, doppeltes Dachöffnen; Gesetzesthematik),
| explizit aufgegriffen.
li
| Markus suggeriert damit:
br
i Die ganze Welt sucht die Erlösung, das durch Jesus in die Welt gekommen ist;
br
| auch die Heiden gehören zu den „Vielen“ dazu, die nach Anteilhabe an der Erlösung in Christus streben.
br
| Offenbar ist jene Heilung, die Jesus ermöglicht, – so wird implizit ausgedrückt – in niemandem anderem als Jesus zu finden.
li
| Zu erinnern ist an dieser Stelle, dass die Heilung des „Aussätzigen“ mit der erzählerischen „Befolgung“ des jüdischen Gesetzes
| durch Jesus
span.bibelstelle Gal 4,4-5
| vergegenwärtigt:
br
q.bibeltext
| Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau
br
i und dem Gesetz unterstellt,
br
i damit er die freikaufe, die unter dem Gesetz stehen, und damit wir die Sohnschaft erlangen.
br
| Damit ist zum einen die Befreiung vom tödlichen Fluch des Gesetzes im Kreuzestod Jesu ausgedrückt,
br
| zum anderen aber insgesamt das Ende des Zeitalters des jüdischen Gesetzes,
| was gesetzesfreie Heidenmission ermöglicht:
br
i in Christus steht allen das Tor zur Gottes-Sohnschaft offen!
br
| – Und es strömen die Massen herbei, auch aus dem Heidentum.
.card.slide.border-primary.mb-3
.card-body
h5.card-title
q ... als sie hörten, was er tat
hr
ul.card-text
li
| Mit diesem Teilsatz werden die Taten Jesu bisher rekapituliert, besonders von
span.bibelstelle Mk 1,21-28
| an,
| hatte es dort nach der ersten Dämonenaustreibung doch explizit geheißen:
br
q.bibeltext
| Und sein Ruf verbreitete sich rasch im ganzen Gebiet von Galiläa.
br
| Eine weitere wichtige Station im Evangelium ist die Verkündigung des ehedem Aussätzigen „bei jeder Gelegenheit“ (Mk 1,44),
| was schon in der dortigen Erzählung das Kommen der „Leute von überallher“ mit sich brachte, ohne Einschränkung auf Galiläa –
| diese Episode steht jetzt in der erweiterten Mitte der konzentrischen Gliederung.
li
| Von den in der aktuellen Erzählung hervorgehobenen Berührungen zur Heilung her fällt natürlich bei dem, was die vielen hörten
| und was sie zum Kommen veranlassten,
| der Blick in besonderer Weise
| auf die heilende Berührung des Aussätzigen durch Jesus.
li
| Bemerkenswert ist, dass die Verkündigung der Taten Jesu bisher durch unautorisierte Personen geschah,
br
| die Auswahl der Zwölf findet erst in der nächsten Erzählung statt, deren Aussendung sogar noch später.
br
| Dahinter könnte eine gewisse Relativierung der Zwölf bzw. der explizit autorisierten Verkündiger insgesamt stehen,
br
| wird doch erfolgreiche Verkündigung erzählt, genau bevor die amtliche Beauftragung dazu in Blick kommt.
p.small
| Eine gewisse Parallele dazu findet sich in Mk 9,38-40, als die Jünger Jesus auf einen fremden Wundertäter hinweisen,
| der im Namen Jesu Dämonen austreibt, und Jesus explizit Reglementierung verbietet.
.card.slide.border-primary.mb-3
.card-body
h5.card-title
q ... an ihn herandrängten, um ihn zu berühren
h6.card-subtitle.text-muted Berühren als Besonderheit
hr
ul.card-text
li
| Dieser Erzählzug verbindet sich klar mit der heilenden Berührung des Aussätzigen durch Jesus.
br
| Was dort dazu geschrieben wurde, ist hier mitzubedenken.
li
| Deutlich soll also werden: Jesus bleibt das Leid der Menschen nicht fern,
br
| er berührt sie aber auch nicht einfach nur (symbolisch),
br
| vielmehr kommt es zu einem heilenden Austausch:
br
| Jesus lädt die Krankheit der Menschen auf sich (→ Tod am Kreuz) und gibt ihnen dafür sein Leben.
li
| Dies wird auch für Heiden – in gewisser Weise, nämlich aus jüdischer Perspektive, auch „Aussätzige – gelten.
.card.slide.border-primary.mb-3
.card-body
h5.card-title
q Da sagte er zu seinen Jüngern, sie sollten ein Boot für ihn bereithalten, damit er von der Menge nicht erdrückt werde.
h6.card-subtitle.text-muted Anspielung auf Jesu Tod zum Heil der Vielen – Vorbereitung der Wahl der Zwölf
hr
ul.card-text
li
| Während die Aussätzigenerzählung den Willen Jesu zur Heilung des Aussätzigen und sein Mitleid unterstreicht,
| ergreift Jesus hier quasi die Flucht angesichts der unheimlichen Massen, die zu ihm kommen.
br
| Der Andrang als solcher, der Wunsch, an die durch Jesus vermittelte Heilung zu kommen, ist allerdings als legitim zu betrachten (s. o.).
li
| Was die Einheitsübersetzung mit „an ihn herandrängten“ übersetzt, heißt eigentlich „auf ihn stürzten“ – eine recht drastische Formulierung (Mk 3,10);
br
| im Gegenzug ist das „Erdrücktwerden“ eigentlich ein „Bedrängtwerden“ (Mk 3,9);
br
| der Andrang bringt Jesus also in Bedrängnis, weil man sich regelrecht auf ihn stürzt: das „Erdrücktwerden“ steht durchaus im Raum.
li
| Es scheint dieser brachiale Andrang zu sein, der Jesus zu einem Ausweichmanöver zwingt,
| will er nicht (schon) hier sein Leben lassen.
li
| Die Angst, im Dienst an den Vielen sein Leben zu lassen, muss aber auch tiefer verstanden werden;
br
| denn Jesus wird ja tatsächlich – dann am Kreuz – sein Leben für die Vielen lassen;
br
| darauf soll hier sicher angespielt werden,
br
| nur ist es dafür jetzt noch nicht der Zeitpunkt – erzählerisch wird es aber angedeutet.
li
| Hier passt auf eigenwillige Weise auch die Szenerie „am See“,
| ist das Wasser doch durchaus „Ort des Todes“, wie dann auch die Überfahrten über den See zeigen;
br
| vgl. auch die Taufsymbolik (→ Hineinsteigen in das Wasser: Tod; Heraussteigen → (Anteil an) Auferstehung).
br
| Jesus steht hier quasi mit dem Rücken zum See, und es fehlt nicht mehr viel, dass man ihn im Eifer des Gefechts hineindrängt und er dabei umkommt.
li
| Das hier bereitgestellte Boot wird Jesus erst in Mk 4 zur Gleichnisrede nutzen;
br
| er nutzt es, um vom See aus für die vielen Menschen da sein zu können, die alle ihn hören wollen.
br
| Hier gibt es eine bemerkenswerte Parallele zu Tod und Auferstehung Jesu,
| denn erst dadurch wird Jesus dann in einem umfassenden Sinn für alle Menschen da sein können,
br
| erst sein Tod und seine Auferstehung eröffnen den Weg auch in die Heidenwelt, die hier bereits „anklopft“.
br
| Zu bedenken ist hier auch: Das Boot ermöglicht ein Überleben auf dem Wasser; ohne dieses versinkt man in den Fluten und stirbt.
br
| Vielleicht ist also das Boot auf dem See, das hier bereitgestellt und später genutzt werden wird,
| unter Berücksichtigung der Verbindung See → Wasser → Tod von tiefer Symbolik und zeigt mit seiner unmittelbaren Todesnähe an,
| dass Jesus sterben und auferstehen muss, um dann tatsächlich für alle Menschen da sein zu können.
li
| In diese Betrachtung passen auch andere Beobachtungen am Text:
ul.card-text
li
| In der vorausgehenden Erzählung ist der Todesbeschluss der Pharisäer und Herodesanhänger ausgesprochen.
li
| In der Erzählung selbst wird der Tod Jesu nicht nur durch die von Jesus erlebte Bedrängnis gegenwärtig,
| sondern auch im Schweigegebot an die Dämonen,
ul.card-text
li
| das daran erinnert, dass Jesus den Dämonen voraus ins Verderben gegangen ist,
| um diese ins Verderben zu stürzen,
li
| und daran anknüpft, dass Jesus auch dem geheilten „Aussätzigen“, mit dem
| Jesus einen (für ihn tödlichen) Austausch vollzogen hat, ein Schweigegebot auferlegt hat.
li
| Die Erzählung ist konzentrisch gegliedert um die Bootbereitstellung aufgrund der Befürchtung Jesu, erdrückt zu werden.
br
| Wie sich die inneren Elemente um die Mitte inhaltlich entsprechen – es ist jeweils vom starken Andrang bis hin zur Bedrängnis die Rede –,
| müssen sich – den Gesetzen der Konzentrik folgend – auch die äußeren Elemente um die Mitte inhaltlich entsprechen.
br
| Beiden – Rückzug wie Schweigegebot – wohnt ein Moment des Geheimnishaften inne, insofern beides ein Gegengeschehen
| zu einer breiten Öffentlichkeit ist.
br
| Wie aber das Schweigegebot – wie gerade in Erinnerung gerufen – den Tod Jesu am Kreuz in der Erzählung präsent macht,
| so legt es sich auch beim Rückzug Jesu nahe, diesen mit dem Tod Jesu im Horizont zu verbinden:
ul.card-text
li
| Der Rückzug Jesu kann als Reaktion auf den Todesbeschluss interpretiert werden;
li
| dass er an den See (→ Wasser → Tod) geschieht, könnte die Todesbezogenheit des Rückzugs unterstreichen;
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| gleichzeitig kann – mit Blick auf die Mitte der konzentrischen Gliederung – der Rückzug in Verbindung gebracht werden mit
| dem „Aussätzig“-Gewordensein durch die heilende Berührung des „Aussätzigen“ und damit (auch) von daher den Tod Jesu im Horizont haben,
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| verstärkt noch dadurch, dass ein analoges Handeln Jesu in der erweiterten Mitte der konzentrischen Gliederung erzählt wird.
| Jedenfalls ist wahrscheinlich, dass der Rückzug Jesu an den See mit dessen Tod in Verbindung zu sehen ist,
| wird der Rückzugsort doch zum Ort der von Jesus erlebten Todesbedrängnis.
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| Als Rahmung der Erzählung ergeben sich (also) mit Rückzug Jesu am Anfang und Schweigegebot an die Dämonen am Ende Verweise
| auf den Tod Jesu;
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| die Mitte der Erzählung stellt die Todesangst Jesu vor Augen, die ihn ein Boot – ein Überleben auf dem Wasser des Todes – für sich bereitstellen lässt.
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| Auch in der Mitte der konzentrischen Gliederung ist der Tod Jesu gegenwärtig im „Austausch“ Jesu mit dem „Aussätzigen“,
| der auf all jene, die hier Jesus berühren, zu applizieren ist.
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| Schließlich passt auch die Symbolik des Auf-den-Berg-Steigens zu Beginn der nächsten Erzählung gut dazu,
| kann man darin doch die Auferstehung Jesu angedeutet sehen; siehe dort.
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| Von hieraus fällt ein interessanter Blick auf die nachfolgende Bestellung der Zwölf, die später die Tätigkeit Jesu als eigene Tätigkeit übernehmen sollen:
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| Zum einen ist es der große Ansturm, der von Jesus allein nicht zu bewältigen ist,
| der zur Berufung der Zwölf und ihrer perspektivischen Aussendung führt.
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| Zum anderen ist gleichzeitig aber – vom See des Todes und vom Berg der Auferstehung her – die Zeit nach Ostern im Blick,
| in der Jesus als Auferstandener durch seine Gesandten in der Welt verkündigend und heilend gegenwärtig ist und bleibt.
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| Beides liegt im Fokus des Evangelisten.
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| Eine gewisse Analogie zum Zurückschrecken Jesu vor dem Tod aufgrund/zugunsten der Vielen in der vorliegenden Erzählung
| findet sich in der Getsemani-Erzählung, in der Jesus angesichts des nun unmittelbar vor ihm liegenden Weges ans Kreuz
| etwas zurückschreckt, sich aber doch ganz in den Willen Gottes fügt.
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| Wie es in der Getsemani-Erzählung die sich auflösende Gegenüberstellung „mein Wille – dein Wille“ gibt,
| so wird in Mitte der aktuellen konzentrischen Gliederung der Wille Jesu zur Heilung des „Aussätzigen“ explizit herausgestellt.