extends ../layout include ../mixins block headline +headline +headline_item_start +headline_item_adv_weihn_jkr3-7 +headline_item_active span q Weihnachten block content .card.slide.mb-3 .card-body h5.card-title Augustus und das Goldene Zeitalter h6.card-subtitle.text-muted.mb-2 Friedensbringer, Retter, göttliches Kind .card.slide.mb-1 .card-body h6.card-title Friedensbringer .card-text p i 44. v. Chr. Ermordung Caesars br | Folge: römische Bürgerkriege: politische Instabilität, existentielle Bedrohung | +symbol("arrow-right") | Sehnsucht nach Frieden und Stabilität und den guten alten Zeiten (der Republik). p i Seit 31 bzw. 27. v Chr.: Prinzipat des Octavian Augustus br | Folge: Zeitenwende zum Besseren, sowohl in politischer, gesellschaftlicher als auch wirtschaftlicher Hinsicht: br | Frieden, Wohlstand, innere und äußere Sicherheit, Stabilität. p.mb-0 i Rückgriff der Augustus-Propaganda auf die Vorstellung vom Goldenen Zeitalter br | Darunter versteht man eine heilvolle, praktisch paradiesische Zeit; diese längst untergegangene Zeit sei mit Augustus wiedergekehrt. br | Angesichts der realen positiven Umstände im Reich, die nun mit Augustus eingekehrt waren, dürfte diese Vorstellung viel Zuspruch gefunden haben. .card.slide.mb-1 .card-body h6.card-title Retter .card-text p.mb-0 | In der positiven Wendung mit Augustus erkannte man das heilvolle Wirken der römischen Götter; | das rechtfertigte einerseits die (Welt-)Herrschaft des Augustus, andererseits band es den Segen der Götter an diese Herrschaft. br | So kam es, dass Augustus Retter genannt wurde; hinter ihm und seiner Herrschaft steht der heilvolle Wille der Götter! .card.slide.mb-3 .card-body h6.card-title göttliches Kind .card-text p.mb-0 | Dass Augustus zu seiner besonderen Bedeutung von Anfang an ausersehen war, das versuchte man auch durch Kindheitsgeschichten herauszustellen: ul li Der Augustus-Biograph Sueton verbindet mit der Geburt des Augustus besondere Vorzeichen, Orakel und Träume. li | Vergil dichtet 40 v. Chr. seine Vierte Ekloge: Er spricht vom Beginn eines neuen Zeitalters und verbindet dies mit der Geburt eines Jungen. br | Das Kind ist Juppiters Spross und daher ein göttliches Kindlein: es besitzt göttliche Kraft und soll der Welt den Frieden bringen; | es brechen paradiesische Zeiten an – selbst die Natur ist überreicht gesegnet. br | Zumindest in späterer Zeit ist dieses Kind mit Augustus indentifiziert worden. p.mb-0 Auch anderweitig wurde die Wende zum Guten mit der Geburt des Augustus verknüpft: ul.mb-0 li | Im Jahr 9 v. Chr. wurde in der Provinz Asia eine Kalenderreform durchgeführt. Dabei wurde der Jahresbeginn auf den Geburtstag des | Augustus (23. September) gelegt: der an Augustus geknüpfte Beginn der neuen Zeit wurde auf diese Weise jährlich mit dem Jahreswechsel erinnert. li | Der Zeiger einer riesigen Sonnenuhr in Rom wirft seinen Schatten genau am Geburtstag des Augustus, der auf den Tag | der Tag-/Nacht-Gleiche im Herbst fällt, durch die Mitte des Altars der augusteischen Friedenskönigin (9 v. Chr. errichtet): | In der Geburt des Augustus ist nach göttlicher Weltordnung der Beginn einer neuen Friedenszeit gegeben. .card-text.slide p | Zu diesem ganzen Gedankengut rund um das Goldene Zeitalter, das man mit der Herrschaft/Geburt des Augustus angebrochen sah, | entstand eine ausgefeilte Propaganda-Maschinerie, die alle Menschen im römischen Reich damit vertraut machen wollte: | Dichtung und Literatur, Inschriften, entsprechend inszenierte Groß-Feiern, Abbildungen auf Münzen mit entsprechender Symbolik (Füllhorn). p.mb-3 | In diesem Kontext nicht unerwähnt bleiben darf, dass man Nachrichten aus dem Kaiserhaus – Geburt, militärische Siege, Regierungsantritt etc. – | als Evangelien (Mehrzahl) bezeichnete. Lukas nennt die Geburt Jesu Evangelium. .alert.alert-danger.slide.mb-0 h4.alert-heading Augustus vs. Jesus hr p.mb-0 | Dem göttlichen Weltenherrscher und Retter Augustus mit seinem Goldenen Zeitalter stellt Lukas den | in der Davidsstadt geborenen Jesus als | messianischen Retter gegenüber, mit dem das Reich Gottes seinen Anfang nahm. .card.slide.mb-3 .card-body h5.card-title Quirinius, der Zensus und der Futtertrog (die Krippe) .card-text p.small.mb-0 | Problem 1: Lukas und auch Matthäus setzen voraus, dass Jesus zur Zeit von König Herodes (dem Großen) geboren wurde; | der starb 4 v. Chr. Quirinius trat sein Amt aber erst 6 n. Chr. an und führte da tatsächlich einen Zensus durch. | Hat sich Lukas getäuscht? Gibt es andere Erklärungen | für diese Unstimmigkeit? br | Oder hat Lukas bewusst konstruiert? p.small.mb-0 | Problem 2: Wie der Futtertrog zu deuten ist, das ist nicht wirklich klar! ul.small li Ist es einfach ein Kuriosum? – wie Mose im Binsenkörbchen. li | Soll er Armut oder Armseligkeit symbolisieren? – aber es heißt nicht ..., weil sie sich keine Herberge leisten konnten., | sondern ..., weil in der Herberge kein Platz für sie war. p | Gehören vielleicht Zensus und Futtertrog als Gegensätze zusammen? br | Der Zensus steht für den Anspruch der Weltmacht Rom, die von ihren Provinzen Tribut fordert. | Der Kaiser erhebt einen finanziell-materiellen Anspruch gegenüber seinen Untertanen; sie haben ihm etwas zu geben. | Der Kaiser lässt sein Volk zählen, damit er weiß, was er hat und was er an Steuern erwarten kann. br | Was man in einen Futtertrog legt, ist dagegen Gabe, Gabe zum Leben, Nahrung! .alert.alert-danger.slide h4.alert-heading Zensus vs. Futtertrog hr p | Der Kaiser fordert von seinen Untertan finanziell-materielle Abgaben. br | Das Kind in der Krippe ist (tatsächlich-reale) Gabe Gottes an sein Volk, Geschenk der unverdienten Gnade (= seines Wohlgefallens). p.mb-0 | Diese Gegenüberstellung und konkret der Futtertrog zeigen an, dass Jesus anders Herrscher ist | als die Mächtigen es sonst so sind; er gibt statt zu nehmen, ja er ist selbst Gabe Gottes. .slide p.small.mb-0 Dazu noch ein paar kleine Anmerkungen: ul.mb-0.small li | Lukas verteufelt weder Steuern noch die Staatsmacht Rom; seine weiteren Ausführungen im Evangelium und in der Apostelgeschichte | zeigen Jesus und die Jünger als treue Staatsbürger (schon aus Eigeninteresse). | Auch folgen Josef und Maria kommentarlos dem Erlass. Wenn man bedenkt, dass | z. B. die jüdische Gruppe der Zeloten es strikt abgelehnt hat, | an den Kaiser in Rom steuern zu zahlen, ist dies ein sehr bemerkenswerter Erzählzug. br | Worum es hier also geht, ist der Gegensatz Abgaben fordernGabe geben. li | Eigenwillig ist auch, dass für Lukas der Zensus Anlass ist, vom Wohnort in den Geburtsort zu ziehen; normalerweise | trägt man sich bei einem solchen Zensus am Wohnort ein. li | Die Gabe Jesus darf nicht gleich auf die Eucharistie enggeführt werden. Jesus als Person mit seiner Heilsbedeutung steht im Mittelpunkt, | sein ganzes Wirken, Reden und Tun, Leiden, Sterben und Auferstehn. li | Während wir den Futtertrog uns meist aus Holz vorstellen, dürfte das bei den ersten Lesern des Lukas anders gewesen sein: | speziell in Palästina war Holz zu teuer; eher Stein und Lehm kommen hier infrage. .card.slide.mb-3 .card-body h5.card-title Der Erstgeborene .card-text p | Diese Wendung ist ein Vorausverweis auf die Episode der Darstellung im Tempel (Lk 2,22-40). br | Jede männliche Erstgeburt – ob Mensch oder Tier – gehört nach jüdischer Tradition Gott (Ex 13,2.12-13). | Erstgeborene Tiere wurden geopfert, erstgeborene Menschen ausgelöst. p.mb-0 | In Lk 2,22-40 fällt auf, dass Jesus gar nicht ausgelöst wird; er gehört während seines ganzen irdischen Lebens Gott, | in dessen Sendung und Auftrag er wirkt und dann am Kreuz stirbt. .card.slide.mb-3 .card-body h5.card-title Windeln und Leinentuch – Futtertrog und Felsengrab: Retter, Messias und Herr //- .card.slide.mb-1 //- .card-body //- h5.card-title Die Weisheit der Windeln //- .card-text //- blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").ml-5 //- p.mb-0 //- q //- | Auch ich bin ein sterblicher Mensch wie alle anderen, Nachkomme des ersten, aus Erde gebildeten Menschen. ... //- br //- | Geboren atmete auch ich die gemeinsame Luft, ich fiel auf die Erde, die Gleiches von allen erduldet, //- | und Weinen war mein erster Laut wie bei allen. //- br //- | In Windeln und mit Sorgen wurde ich aufgezogen, kein König trat anders ins Dasein. //- footer.blockquote-footer //- cite Weish 7,1-5 //- p //- | Das Buch der Weisheit schreibt sich selbst König Salomo zu, dessen Weisheit sprichwörtlich geworden ist. //- | Entstanden ist dieses Buch aber als jüngstes des Alten Testamentes vielleicht erst im ersten Jahrhundert nach der Zeitenwende. //- p //- | Schon Johannes der Täufer wurde von Lukas als Weisheitslehrer gezeichnet – mit Jesus wird er es dann in Aufnahme von Traditionen aus Q genauso machen. //- p //- | Über das Stichwort Windeln hat Lukas vielleicht eine bewusste Beziehung zwischen Jesus und König Salomo und dessen Weisheit herstellen wollen; //- | jedenfalls wird die Weisheit Jesu (bzw. sein Verständnis) in der Erzählung vom zwölfjährigen Jesus im Tempel (Lk 2,41-52) //- | eigens hervorgehoben. //- p.mb-0 //- | Gleichzeitig wird – wenn mit dem Stichwort Windeln Weish 7,1-5 vergegenwärtigt wird – die Kritik an der Überheblichkeit von so manchem //- | menschlichen Königtum deutlich: //- | Selbst ein König ist nur ein Mensch, wie Salomo in seiner Weisheit pointiert sagt und //- | damit beispielhaft für jeden König ist. //- br //- | Was ein Mensch darüber hinaus ist und bedeutet, das hängt an der Sendung und Berufung durch Gott; //- | und damit ist der Gott Israels gemeint und nicht einer der heidnischen Götter, auf die sich die Kaiser stützen. .card-text p | Wie Jesus nach seiner Geburt in Windeln gewickelt und in einen (aus Stein oder Lehm bestehende) Futtertrog gelegt wird, br | so wird Jesus nach seinem Tod am Kreuz in ein Leinentuch gehüllt und in ein Felsengrab gelegt (Lk 23,53). p | Nach der Geburt verkünden Engel den Hirten die Frohbotschaft; sie sprechen von großer Freude (Lk 2,10) und | vom Frieden auf Erden (Lk 2,14). br | Am Ostermorgen verkünden zwei Männer in leuchtenden Gewändern – also doch wohl Engel – die Auferstehungsbotschaft. | Später erscheint der Auferstandene selbst seinen Jüngern mit dem Gruß: Friede sei mit euch! (Lk 24,36) | und es ist von der Freude die Rede (Lk 24,41), ja von großer Freude (Lk 24,52). br span.small Die Apostelgeschichte wir dann erzählen, dass und wie diese Freude dem ganzen Volk zuteilwerden soll (Lk 2,10). p | Formal hat Lukas damit eine Inclusio geschaffen: eine Rahmung um das irdische Leben Jesu; doch noch wichtiger sind | die Inhalte, die beide Erzählungen verbindet, wobei die Grablegung nicht nur als solche von Belang ist, sondern der weitere Kontext | von Tod und Auferstehung Jesu, ist doch das Grab quasi der Berührungspunkt von Tod am Kreuz (ins Grab wird der Tote gebracht) | und Auferstehung (dort wird der Tote vermisst; dort wird die Auferstehungsbotschaft verkündet). .card.slide.mb-1 .card-body h6.card-title Jesus – echter Mensch p.card-text | Die Windeln unterstreichen, dass Jesus ein echter, als Kleinkind in die Windeln machender Menschen ist. br | Die Leinentücher und die Grablegung unterstreichen seinen echten Tod am Kreuz. .card.slide.mb-1 .card-body h6.card-title q Weil im Wohnraum kein Platz für sie war .card-text p.small | Was gerne mit Herberge übersetzt wird, meint eigentlich einen Wohnraum, vielleicht einen | extra Gästeraum. Herbergen gab es damals in Israel nicht, statt dessen die Verpflichtung zur Aufnahme von | Durchreisenden (heilige Pflicht der Gastfreundschaft). p | Ist der Bezug vom Futtertrog zum Grab klar, ist auch deutlich, dass der nicht vorhandene Platz in einem Wohnraum | übertragen zu deuten ist: br | Jesus hat mit seinem Wirken keinen Platz in seinem Volk gefunden; er wurde verurteilt und gekreuzigt. p.small.mb-0 | Der Evangelist Johannes wird einen analogen Gedanken in seinem Prolog schreiben: Er kam in sein Eigentum, | aber die seinen nahmen ihn nicht auf. (Joh 1,11) .card.slide.mb-1 .card-body h6.card-title Tod und Auferstehung lösen ein, was bei der Geburt verheißen wurde .card-text p | Im Evangelium selbst – zwischen dem In-Windeln-Wickeln und dem In-Leinentücher-Hüllen – erleben | Menschen durch Jesus schon anfanghaft Freude und Friede. p | In seinem Tod wird Jesus dann tatsächlich Gabe Gottes zum Heil der Welt ( +symbol("arrow-right") | Futtertrog, Retter), seine Auferstehung bringt Friede und Freude in einem diese Welt übersteigenden Horizont, | der dem Horizont der Engel bei der Geburt entspricht. p.mb-0 | Jesus ist damit anders Messias, als das erwartet wurde; br | und er ist anders Retter und Herr wie der Kaiser und sonstige Fürsten: br | seine Rettung zielt nicht auf die Befreiung von äußeren Feinden (wie die Römer) ab, | sondern auf eine Erneuerung des zwischenmenschlichen Lebens: auf Solidarität und Barmherzigkeit | (wie der weitere Verlauf des Evangeliums noch verdeutlichen wird). .card.slide .card-body h6.card-title Geheimnis des Glaubens .card-text p Ein Tod am Kreuz; ein Kind in Windeln in einem Futtertrog. p Da jeweils ein Heilsgeschehen zu sehen, dazu braucht es einen äußeren Hinweis. p | Bei genauerem Hinsehen fällt auf, dass die Herrlichkeit des Herrn nicht vom Futtertrog her mit dem Kind in Windeln | darin aufleuchtet, sondern erst mit dem Auftreten des Engels erscheint. | Und erst von dessen Botschaft her fällt ein Licht auf die Bedeutung des Kindes in Windeln im Futtertrog. p | Weder kann man sagen Glanz strahlt von der Krippe auf (GL 227), noch leuchtet das Grab an sich; | vielmehr sind es die Engel bzw. die Begegnung mit dem Auferstandenen, die Licht in die Sache bringen. p.mb-0 | Erst das deutende Wort ermöglicht, hinter diesen unscheinbaren, eigenwilligen bis abstoßenden Ereignissen | ein Heilsereignis zu erkennen – | und angesichts des Inhaltes braucht es einiges an Glauben, dass man nicht an einen schlechten Witz denkt. .card.slide.mb-3 .card-body h5.card-title Hirten, Betlehem, David und der Messias .card-text p.small | Teils werden die Hirten als besonders einfache Menschen betrachtet, ja sogar eher ärmliche – | und dann sieht man in der Erstverkündigung an die Hirten die Zuwendung Jesu zu den Menschen am Rande der Gesellschaft vorab dargestellt. br | Doch diese Sichtweise ist problematisch. .card.slide.mb-1 .card-body h6.card-title Hirte – Bild für Gott, Idealbild jeder Herrschaft .card-text p | Der Hirte ist im Alten Testament ein Bild für Gott selbst bzw. seine Sorge für sein Volk ( +symbol("arrow-right") | Ps 23). br | Auch der König bzw. die Führer des Volkes können als Hirten bezeichnet werden; teils auch mit kritischem | Unterton, wenn sie ihrer Hirtensorge nicht nachkommen. p.mb-0 | Nicht zu vergessen ist, dass der große König David Hirte war, bevor er zum König gesalbt wurde. | Er stammte der Überlieferung nach aus Betlehem und wurde quasi vom Hirtenfeld weg zum König gesalbt. .card.slide.mb-1 .card-body h6.card-title Erwartung eines (idealen, messianischen) Hirten (wie) David .card-text p.mb-0 | Der Prophet Ezechiel erwartet Gottes Eingreifen als Hirte und einen an den idealen König David anknüpfenden Hirten | als Werkzeug Gottes. Hintergrund ist, dass die Hirten des Gottesvolkes zur Zeit des Ezechiel ihrer Hirtensorge nicht | bzw. nicht im Sinne Gottes nachkommen: blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").ml-5 p.mb-0 So spricht GOTT, der Herr: p.mb-0 q | Siehe, ich selbst bin es, ich sorge für Recht zwischen fettem Schaf und magerem Schaf. | Weil ihr all diese Schwachen mit Seite und Schulter zur Seite drängt und mit euren Hörnern wegstoßt, | bis ihr sie nach draußen zerstreut habt, werde ich meinen Schafen zu Hilfe kommen. | Sie sollen nicht länger zum Raub werden und ich werde für Recht sorgen zwischen Schaf und Schaf. br | Ich werde über sie einen einzigen Hirten einsetzen, der sie weiden wird, meinen Knecht David. | Er ist es, der sie weiden wird. Er ist es, der für sie Hirt sein wird. | Ich selbst, der HERR, werde für sie Gott sein und mein Knecht David wird Fürst sein in ihrer Mitte. | Ich, der HERR, ich habe gesprochen. Ich werde mit ihnen einen Friedensbund schließen ... footer.blockquote-footer cite Ez 34,20-25 p | Es schließt sich eine Beschreibung der messianischen Zeit an. p.mb-0 | Der Prophet Micha erwartet die Geburt eines Messias in Betlehem und nennt ihn dabei Hirten: blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").ml-5 p.mb-0 q | Aber du, Betlehem-Efrata, bist zwar klein unter den Sippen Judas, aber aus dir wird mit einer hervorgehen, | der über Israel herrschen soll. br | Seine Ursprünge liegen in ferner Vorzeit, in längst vergangenen Tagen. ... br | Er wird auftreten und ihr Hirt sein in der Kraft des HERRN, in der Hoheit des Namens des HERRN, seines Gottes. br | Sie werden in Sicherheit wohnen; denn nun wird er groß sein bis an die Grenzen der Erde. Und er wird der Friede sein. footer.blockquote-footer cite Mi 5,1.3-4a p.mb-0 | Auch wenn David hier nicht ausdrücklich genannt wird, steht die Figur des David, des Königs, der aus Betlehem stammt und dort Hirte war, | im Hintergrund. .card.slide.mb-1 .card-body h6.card-title q Zu Betlehem geboren ... .card-text p.mb-0 | Vor dem beschriebenen Hintergrund, | der sich noch weiter bebildern ließe, wird verständlich, warum betont wird, dass Josef aus dem Haus und Geschlecht Davids (Lk 2,4) stammt. br | Und warum Jesus in Betlehem geboren sein muss, auch wenn er wahrscheinlich in Nazaret das Licht der Welt erblickte. .card.slide.mb-1 .card-body h6.card-title Jesus, der Gute Hirte – Erfüllung der Verheißung .card-text p | Mit der Einspielung der positiv geschilderten Hirten – sie wachen in der Nacht zur Sicherheit ihrer Herde! – | wird schon etwas vom Guten Hirten deutlich, wie er dann in den Gleichnissen vom Verlorenen (Lk 15) | vor Augen treten wird. p.mb-0 | So also wird Jesus den Thron seines Vaters David (Lk 1,32) besteigen: indem er der Gute Hirte sein wird. .card.slide .card-body h6.card-title Jesus, der Gute Hirte – Vorbild und Kontrastbild .card-text p.mb-0 | Das Bild des fürsorglichen, behütenden und schützenden Hirten, das Jesus selbst verkörpert, | ist das Idealbild von Herrschaft im Alten wie im Neuen Testament, | durchaus im Kontrast zu sonstigen Herrschervorstellungen, etwa der des Kaisers mit seiner militärischen Macht. .card.slide.mb-3 .card-body h5.card-title q Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren! .card-text p | Dieses Heute setzt den Retter Jesus von den sonst verkündeten Rettern und ihren Geburtstagen ab; | vor allem vom Kaiser (s. o.). br | Dabei werden die große Stadt Rom als Sitz des Kaisers und das beschaulich-unscheinbare Betlehem, | aus dem doch der große König David hervorgegangen ist, einander gegenübergestellt, | heidnische Religion mit ihren Göttern und Rettern einerseits und der Gott Israels mit | seinem Wirken andererseits. p.mb-0 | Im Euch ist das Dasein dieses Retters für die Seinen angedeutet, das für euch, das Heilsbedeutung hat | (für euch hingegeben, für euch vergossen [Lk 22,19-20]; [ +symbol("arrow-right") | Futtertrog]). .card.slide.mb-3 .card-body h5.card-title q Maria bewahrte alle diese Worte und erwog sie in ihrem Herzen. .card-text p | Maria erscheint hier als Vorbild für alle Glaubenden. p.mb-0 | Wie sie sollen wir die Ereignisse von damals nicht nur als Vergangenheit in Erinnerung behalten, | sondern für die Gegenwart bewahren und in uns wirken lassen. .card.slide .card-body h5.card-title q So wie es ihnen gesagt worden war. .card-text p In diesem Nebensatz steckt sehr viel: die Hirten erlebten die Treue Gottes zu seinen Verheißungen. p | Und doch ist das, was sie erlebt haben, nur eine erste Erfüllung; dass und wie Jesus der Retter ist, | das muss erst noch erzählt werden. p.mb-0 So lädt diese Notiz auch zum Weiterlesen ein. block bottomnav +bottom_adv_weihn_jkr3-7("weihnachten") script. push_slide_stack('.slide') $(function () { $('[data-toggle="tooltip"]').tooltip() })