extends ../layout include ../mixins block content .card.mb-1.konzentr-5 .card-body.gliederung h5.card-title | Inhaltsangabe/Überschrift br | Himmlischer Sendungsbeschluss h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,1-3 .card.mb-1.konzentr-4 .card-body.gliederung h5.card-title Johannes in der Wüste h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,4-6 .card.mb-1.konzentr-3 .card-body.gliederung h5.card-title Die Taufe Jesu: Tod und Auferstehung Jesu als Wendepunkt der Heilsgeschichte h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,9-11 .card.mb-1.konzentr-2 .card-body.gliederung h5.card-title Die Versuchung Jesu h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,12-13 .card.mb-1.konzentr-1 .card-body.gliederung h5.card-title Johannes tritt ab, Jesus tritt auf: Eröffnungsruf des Wirkens Jesu: Das Reich Gottes ist zum Greifen nahe! h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,14-15 .card.mb-1.konzentr-1 .card-body.gliederung h5.card-title Die Berufung der ersten Jünger: Auf, mir nach! → Menschenfischer! h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,16-20 .card.mb-1.konzentr-2 .card-body.gliederung h5.card-title Die neue Lehre in der Synagoge: Jesus gekommen, um Satan/die Dämonen ins Verderben zu stürzen h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,21-28 .card.mb-1.konzentr-3 .card-body.gliederung h5.card-title Die Heilung der Schwiegermutter des Petrus, die (daraufhin!) Jesus dient h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-1 Mk 1,29-31 p.card-text | Aufgerichtet zum Dienst .card.mb-1.konzentr-4 .card-body.gliederung h5.card-title Die ganze Stadt vor der Tür; Jesus heilt und treibt Dämonen aus h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,32-34 .card.mb-1.konzentr-5 .card-body.gliederung h5.card-title Rückzug und erneuter Aufbruch h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,35-39 .slide.mb-3 hr p.card-text.mb-0.konzentr-5.bibeltextkonzentr | 1 Anfang des Evangeliums Jesu Christi, Sohn (eines) Gottes. br | 2 Wie geschrieben steht beim Propheten Jesaja: br q Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der einen Weg bahnen wird. br q 3 Stimme eines Rufers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn! Macht gerade seine Straßen! p.card-text.mb-0.konzentr-4.bibeltextkonzentr | 4 So trat Johannes der Täufer in der Wüste auf und verkündete eine Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden. br | 5 Ganz Judäa und alle Einwohner Jerusalems zogen zu ihm hinaus; br | sie bekannten ihre Sünden und ließen sich im Jordan von ihm taufen. p.card-text.mb-0.konzentr-4.bibeltextkonzentr | 6 Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften br | und er lebte von wildem Honig. br | 7 Er verkündete: q | Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich; br | ich bin es nicht wert, mich zu bücken und ihm die Riemen der Sandalen zu lösen. br | 8 Ich habe euch mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen. p.card-text.mb-0.konzentr-3.bibeltextkonzentr | 9 Und es geschah in jenen Tagen, da kam Jesus aus Nazareth in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. br | 10 Und sogleich, als er aus dem Wasser stieg, sah er, br | dass der Himmel aufriss und der Geist wie eine Taube in ihn hineinkam. br | 11 Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: q Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden. p.card-text.mb-0.konzentr-2.bibeltextkonzentr | 12 Und sogleich trieb der Geist Jesus in die Wüste. br | 13 Jesus blieb vierzig Tage in der Wüste und wurde vom Satan in Versuchung geführt. br | Er lebte bei den wilden Tieren und die Engel dienten ihm. p.card-text.mb-0.konzentr-1.bibeltextkonzentr | 14 Nachdem Johannes ausgeliefert worden war, ging Jesus nach Galiläa; br | er verkündete das Evangelium Gottes br | 15 und sprach: q | Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. br | Kehrt um und glaubt an das Evangelium! p.card-text.mb-0.konzentr-1.bibeltextkonzentr | 16 Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, den Bruder des Simon, | die auf dem See ihre Netze auswarfen; sie waren nämlich Fischer. br | 17 Da sagte er zu ihnen: q | Kommt her, mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. br | 18 Und sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm nach. br | 19 Als er ein Stück weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; | sie waren im Boot und richteten ihre Netze her. br | 20 Sogleich rief er sie und sie ließen ihren Vater Zebedäus mit seinen Tagelöhnern im Boot zurück und folgten Jesus nach. p.card-text.mb-0.konzentr-2.bibeltextkonzentr | 21 Sie kamen nach Kafarnaum. Am folgenden Sabbat ging er in die Synagoge und lehrte. br | 22 Und die Menschen waren voll Staunen über seine Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, nicht wie die Schriftgelehrten. br | 23 In ihrer Synagoge war ein Mensch, der von einem unreinen Geist besessen war. br | Der begann zu schreien: br q | 24 Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret? br | Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen? br | Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes. br | 25 Da drohte ihm Jesus: br q | Schweig und verlass ihn! br | 26 Der unreine Geist zerrte den Mann hin und her und verließ ihn mit lautem Geschrei. br | 27 Da erschraken alle und einer fragte den anderen: br q | Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht: Sogar die unreinen Geister gehorchen seinem Befehl. br | 28 Und sein Ruf verbreitete sich rasch im ganzen Gebiet von Galiläa. p.card-text.mb-0.konzentr-3.bibeltextkonzentr | 29 Sie verließen sogleich die Synagoge und gingen zusammen mit Jakobus und Johannes in das Haus des Simon und Andreas. br | 30 Die Schwiegermutter des Simon lag mit Fieber im Bett. br | Sie sprachen sogleich mit Jesus über sie br | 31 und er ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf. br | Da wich das Fieber von ihr und sie diente ihnen. p.card-text.mb-0.konzentr-4.bibeltextkonzentr | 32 Am Abend, als die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus. br | 33 Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt br | 34 und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten, und er trieb viele Dämonen aus. br | Und er verbot den Dämonen zu sagen, dass sie wussten, wer er war. p.card-text.konzentr-5.bibeltextkonzentr | 35 In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten. br | 36 Simon und seine Begleiter eilten ihm nach, br | 37 und als sie ihn fanden, sagten sie zu ihm: br q Alle suchen dich! br | Er antwortete: br q | Lasst uns anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort verkündet; br | denn dazu bin ich gekommen. br | Und er zog durch ganz Galiläa, verkündete in ihren Synagogen und trieb die Dämonen aus. .card.slide.border-primary.mb-3 .card-body h5.card-title q Anfang hr ul.card-text li Zeitlich sind wir am Anfang des Tages: „In aller Frühe, als es noch dunkel war“. li | Inhaltlich wird in der zweiten Hälfte der Episode von einem neuen Aufbruch erzählt, | der sich vom bisherigen Umfeld Kafarnaum löst und nun „ganz Galiläa“ in Blick nimmt. .card.slide.border-primary.mb-3 .card-body h5.card-title q Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg bahnen wird h6.card-subtitle.text-muted q Simon und seine Begleiter eilten ihm [= Jesus] nach ... hr ul.card-text li | Dem Ruf „Kommt her, mir nach!“ bei der Berufung (→ Mitte der konzentrischen Gliederung) folgend, | eilen Petrus und seine Begleiter Jesus nach. li | Damit wird klar Jesus als der vorausgehende göttliche Bote, der den Nachfolgenden den Weg bahnt (→ oberes Ende der konzentrischen Gliederung), inszeniert. li | Sein Gang in die „Einsamkeit“, sein Aufbruch zu Verkündigung und Dämonenaustreibung mit Weitung des Wirkkreises will und wird auch ihren weiteren Weg bestimmen (s. u.). .card.slide.border-primary.mb-3 .card-body h5.card-title q Bereitet den Weg des Herrn h6.card-subtitle.text-muted Jesu neuer Aufbruch im Dienst des Kommens Gottes zu den Menschen – „dazu bin ich gekommen“ hr ul.card-text li | Die Erzählung endet damit, dass Jesus neu aufbricht und dabei seinen Wirkkreis erweitert; br | nicht mehr nur Kafarnaum ist nun sein Wirkort, sondern „ganz Galiläa“. li | Dabei führt Jesus fort, was er begonnen hat: Verkündigung und Dämonenaustreibungen. li | Mit diesem Wirken steht er klar im Dienst des Kommens Gottes zu den Menschen; br | indem Jesus durch Galiläa zieht, kommt Gott zu den Menschen und befreit sie von der Herrschaft Satans. li | Damit erfüllt Jesus seine Sendung („dazu bin ich gekommen“), wie auch | in der Jüngerberufung die Sendung Jesu und die Sendung der Jünger Thema war | und beim ersten Auftreten Jesu auch auf die Sendung Johannes des Täufers geblickt wurde (→ Mitte der konzentrischen Gliederung). .card.slide.border-primary.mb-3 .card-body h5.card-title q In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf h6.card-subtitle.text-muted Anspielung auf Ostern hr ul.card-text li Dem sich entwickelnden Geschehen zufolge spielt Mk 1,21-34 am Sabbat; es wird kein Tageswechsel erzählt. li Damit ist Mk 1,35-39 auf den ersten Tag der Woche, den Sonntag, zu datieren. li | Dies lässt die Notiz, dass Jesus frühmorgens, noch in der Nacht, „aufsteht“ und effektiv verschwindet, den „sehenden Leser“ an den Ostersonntag denken (Mk 16,1-8), | an dem Jesus in aller Frühe, als gerade die Sonne aufgeht – also ein Stück später als sein Sichzurückziehen hier – und die Frauen | das Grab aufsuchen, auch „verschwunden“ ist, weil er „auferstanden“ ist. li | Damit wird Ostern in der Erzählung präsent. .card.slide.border-primary.mb-3 .card-body h5.card-title q ... und ging an einen einsamen Ort h6.card-subtitle.text-muted Wüste! hr ul.card-text li | Im Griechischen schwingt bei „einsamer Ort“ die „Wüste“ mit; | die deutsche Übersetzung verdeckt dies. li | Versteht man die „Einsamkeit“ als „Wüste“ – wie in der Versuchungserzählung – im übertragenen Sinne, | ergibt sich eine doppelte Widersprüchlichkeit der Szene – analog zur Versuchungserzählung –: br | „Wüste“ als Ort nicht nur der menschlichen Einsamkeit, sondern auch der Gottferne, br | doch gleichzeitig Gebet als Verbindung zu Gott und zugleich Aufgesuchtwerden von Petrus und seinen Begleitern, indirekt von „allen“. li | Angesichts der Präsenz von Ostern in der Erzählung ist Jesu Weg in die Einsamkeit bzw. in die „Wüste“ unerwartet; | man würde ihn eher in einer der Auferstehung entsprechenden Umgebung erwarten. br | Doch kommt gerade in dieser Umbiegung der Erwartung zum Vorschein, worauf Markus Wert legt, | wie die weitere Betrachung noch zeigen wird. br span.small | Sicher „hinkt“ hier manches; doch ist dies dem Umstand geschuldet, dass Markus einerseits Jesu Auferstehung | durch klare Anspielungen gegenwärtig macht, andererseits Jesus aber noch auf dem Weg zu Tod und Auferstehung ist. br | Mithin ist also das „Weiter“ auf zwei Ebenen zu verorten: ul.card-text.small li Jesu Wirken als Auferstandener – vom Himmel her in Unterstützung seiner Jünger. li Jesu Weg ans Kreuz. .card.slide.border-primary.mb-3 .card-body h5.card-title q ... um zu beten h6.card-subtitle.text-muted Jesus im Gebet finden! hr ul.card-text li | Jesus hat sich zum Gebet zurückgezogen. li | Als die ihm nachgelaufenen Jünger ihn finden, erzählt er ihnen etwas über seine Sendung. li | Die Jünger lernen, dass das Gebet für Jesus und seine Sendung bzw. seinen Weg eine wichtige | Rolle spielt. li | So ist die Erzählung auch an alle Jesus Nachfolgenden eine Einladung zum Gebet: br | um Orientierung zu finden, um sich der eigenen Sendung immer neu bewusst zu werden, br | um sich in „Wüstenzeiten“ zurechtzufinden und sie zu durchstehen. li | Im Hinblick auf Ostern, seit dem Jesus nicht mehr leibhaftig unter den Menschen wandelt, | ist die Erzählung auch eine Einladung, die Gemeinschaft mit dem Auferstandenen im Gebet zu suchen: | eine Zusage, dass Jesus im Gebet gefunden werden kann. .card.slide.border-primary.mb-3 .card-body h5.card-title q alle suchen dich h6.card-subtitle.text-muted Petrus, der Menschenfischer, mit „allen“ im Fischernetz hr ul.card-text li | Petrus war als Menschenfischer berufen worden (→ Mitte der konzentrischen Gliederung). li | Hier nun eilen nicht nur die Begleiter mit Petrus Jesus hinterher, br | vielmehr sind es „alle“, die Jesus suchen, also zu ihm wollen. li | Sicher soll dieses Bild im Kopf entstehen: br | Petrus, der Menschenfischer, hat „alle“ in seinem „Fischernetz“ im Schlepptau, | als er Jesus sucht und schließlich findet. .card.slide.border-primary.mb-3 .card-body h5.card-title q alle suchen dich – lasst uns anderswohin gehen: dazu bin ich gekommen h6.card-subtitle.text-muted Warum Jesus die Flucht ergreift hr ul.card-text li Die Notiz, dass Jesus von allen gesucht wird, muss als ambivalent eingestuft werden: ul.card-text li Sie ist einerseits positiv zu verstehen, insofern Petrus in seinem „Menschenfischernetz“ „alle“ dabei hat. li | Andererseits wirft der Umstand, dass in der vorhergehenden Erzählung bereits alle Kranken geheilt worden waren, | die Frage auf, was nun „alle“ von Jesus wollen, warum sie ihn suchen. li | Festzuhalten ist jedenfalls, dass bevor diese „alle“ überhaupt nachkommen können, Jesus aufbricht zu einer erweiterten Wirksamkeit, | die er mit seiner Sendung begründet. li | Vom Gesamt des Evangeliums her legt es sich nahe, dass Markus Jesus sich hier einer Verehrung durch die Menschen | aufgrund der Heilungen und Dämonenaustreibungen entziehen lässt (– das wäre in gewisser Weise eine Analogie zu den Schweigegeboten –) | und mittels dem „dazu bin ich gekommen“ auf die aktive Umsetzung seiner Sendung verweist: Wirken zum Heil der Menschen. li | Ein Signal für die Zeit nach Ostern: br | das Ziel des Wirkens Jesu ist nicht seine eigene Verehrung (als Auferstandener in der Herrlichkeit des Himmels), | sondern die Umkehr und die Nachfolge der Jünger im Dienst des Evangeliums zum Heil der Menschen (→ Mitte der konzentrischen Gliederung); br | es geht Jesus um die Menschen, nicht um seine eigene Verehrung! li | So biegt gerade das ambivalente Stichwort „Einsamkeit“/„Wüste“ eine Anbetungs- und Verherrlichungschristologie um | zu einer Sendungschristologie: ul.card-text li | Der Vorstoß in die „Wüste“, um darin eine „Insel des Lebens“ zu erschaffen, war der Weg Jesu während seines irdischen Wirkens. br | Der Blick auf den Auferstandenen, der in der Herrlichkeit des Himmels thront, | wird von der Erzählung umgebogen auf die „Wüste“ als Wirkort Jesu vor Tod und Auferstehung; br | diese Umlenkung führt damit von der höchsten Höhe des Himmels herab auf die Erde. li | Aus der Berufung der Söhne des Zebedäus (→ Mitte der konzentrischen Gliederung) wird der Philipperhymnus präsent: br q.bibeltext | 6 Er war Gott gleich, hielt es aber nicht als einen Raub fest, Gott gleich zu sein, br | 7 sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. br | Sein Leben war das eines Menschen; br | 8 er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz. br | 9 Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen, br | 10 damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu br | 11 und jeder Mund bekennt: Jesus Christus ist der Herr zur Ehre Gottes, des Vaters. span.bibelstelle Phil 2,6-11 br | Besonders in der Zeit nach Ostern ist diese Erinnerung an den Gottessohn wichtig, br | der gerade nicht in der himmlischen Herrlichkeit geblieben ist, sondern sich erniedrigte und den Weg des Dienens bis an Kreuz gegangen ist: br | der Blick auf den Auferstanden in seiner Herrlichkeit muss immer wieder auf seinen Weg dorthin führen – um Sendung und Weg des nun Auferstandenen nicht zu vergessen | und sich auch der eigenen Sendung immer neu bewusst zu werden. li | In der Erzählung folgen Petrus und seine Begleiter in die „Wüste“ nach; | dies ist der Ort, an den auch die Jünger (besonderes nach Ostern) gesandt sind: br | Als „Menschenfischer“ in der Nachfolge Jesu sollen sie Menschen auf die „Insel des Lebens mitten in der Wüste der Gottferne“ hinüberretten | (→ Mitte der konzentrischen Gliederung). li | Dass Jesus – wie es diese Erzählung bebildert – nach seiner Auferstehung den Jüngern gerade in die „Wüste“ vorausgeht, | um sie hinter sich herzuziehen, ist Auftrag und Verheißung zugleich: ul.card-text li | Jesu Sendung in die „Wüste“ muss in den Jüngern weitergehen. br | Dazu gehört in der Nachfolge Jesu – wie bei den vier Erstberufenen – Verzicht und Dienst (→ Phil 2,6-11), | ein „geistiges“ (Auferstehungsherrlichkeit → Sendung auf die Erde) wie materielles „Herabsteigen“. li | Jesus trägt das „Menschenfischersein“ der Jünger – sie sind nicht auf sich allein gestellt, sondern bekommen „himmlischen Beistand“. br | So geht auch für Jesus als Auferstandenen – als der er „tot ist für die Sünde“ und „für Gott lebt“ (→ Röm 6) – die | Auseinandersetzung mit Satan – auch wenn dieser letztlich schon besiegt ist – weiter, | bleibt die „Wüste“ weiterhin sein Wirkort. li | Zusammenfassend lässt sich sagen: br | Den Blick zum Auferstandenen lenkt Markus in die „Wüste“ als Ort der Sendung Jesu und der Sendung der Jünger um – | dorthin müssen die Jünger Jesus immer neu nachfolgen, und nicht zuletzt im Gebet werden sie seinen Beistand erfahren. li | Die „Wüste“ ist auch ein Kontrast zu all den „schönen Orten“ von Verehrung. .card.slide.border-primary.mb-3 .card-body h5.card-title q anderswohin h6.card-subtitle.text-muted Der Wirkradius „Jesu“ weitet sich – vor allem nach Ostern hr ul.card-text li Das „anderswohin“ bezieht sich in der Erzählung selber auf die „benachbarten Dörfer“ sowie „ganz Galiläa“. li | Von Ostern her, das in der Erzählung präsent ist, ist aber auf eine noch deutlich größere Ausweitung der Tätigkeit „Jesu“ angespielt: br | nach Ostern beschränkten sich die Verkünder des Evangeliums nicht mehr nur auf das Volks Israel, | sondern es fand seinen Weg zu den Völkern – einer „erweiterten“ Nachbarschaft im Sinne der „ganzen Welt“ (→ „Heidenmission“). li | Das „anderswohin“ unterstreicht dabei die Verlagerung des Christentums vom ursprünglichen Judenchristentum zu einem stark | von Christen aus den Völkern geprägten Christentum (→ „Heidenchristentum“). li | Man beachte in diesem Zusammenhang auch das distanzierende „in ihren Synagogen“. .card.slide.border-primary.mb-3 .card-body h5.card-title | Umkehr – Nachfolge hr ul.card-text li | In der Mitte der konzentrischen Gliederung sind der Ruf Jesu zur Umkehr und der Ruf in die Nachfolge zusammengebunden. li | Beides gehört zusammen; Nachfolge bedingt Sinneswandel! li | Es ist im Evangelium das letzte Vorkommen von „Umkehr“, das im Evangelium quasi durch das Begriffsfeld „Nachfolge“ abgelöst wird. li | Durch die fortschreitende Konzentrik verbindet sich „Umkehr“ aber noch mit vielen weiteren Erzählungen – und zwar sowohl | als Umkehrruf des Täufers als auch als Umkehrruf Jesu. .card.slide.border-primary.mb-3 .card-body h5.card-title | Mitte und unteres Ende der konzentrischen Gliederung als gegenüberliegende Erzählungen in der Gliederung „Galiläa I/A“ hr ul.card-text li In der Gliederung „Galiläa I/A“ stehen sich Jüngerberufung und Suche der Jünger nach Jesus einander gegenüber: ul.card-text li | Dies unterstreicht den Blick auf die Sendung Jesu („dazu bin ich gekommen“) und der Jünger („Menschenfischer“), | wobei die Verkündigungstätigkeit als konstitutives Element des Menschenfischerseins herausgestellt wird; | gerade durch die Verkündigung der Lehre Jesu geschehen ja auch die Wunder (→ Mk 1,21-28: Dämonenaustreibung durch die Lehre!). li | Die Jünger müssen sich – wie Jesus – immer neu bewusst werden, was ihre Sendung ist. li Petrus erscheint in Mk 1,35-38 deutlich als „Menschenfischer“, mit „allen“ im „Fischernetz“. li | Die Menschenfischer sind selber stehts darauf angewiesen, Jesu (im Gebet) zu suchen; | Jesus ist ihnen im Beten ein Lehrmeister. li | Das „anderswohin“ Jesu nimmt besonders die nachösterliche Heidenmission in den Fokus. li In der Gliederung „Galiläa I/A“ stehen sich der Eröffnungsruf des Wirkens Jesu und sein Neuaufbruch einander gegenüber: ul.card-text li Formal wird hier wie dort von der Verkündigungstätigkeit Jesu erzählt. li | In Mk 1,14-15 kommt Jesus – nach der Taufe am Jordan – wieder nach Galiläa; zunächst an den See bzw. Kafarnaum; br | in Mk 1,39 zieht er schließlich durch „ganz Galiläa“. li | Als Ort der Verkündigung werden in Mk 1,39 speziell die Synagogen genannt; br | dort kam es schon zu einer Dämonenaustreibung, dort wird Jesus auch künftig Widerstand erfahren: br | dort scheint Umkehr besonders nötig zu sein. li | Die Dämonenaustreibungen, die in Mk 1,39 erwähnt werden, geschehen im Kontext der Umkehr und des Glaubens an das Evangelium (Mk 1,14-15); br | sie können – wie in Mk 1,21-28 – als Auswirkung der Lehre Jesu – also seiner Verkündigung – gelesen und als Bestätigung für den Anbruch des Gottesreiches verstanden werden: br | Menschen hören auf, Diener Satans zu sein, und werden Diener Gottes. .card.slide.border-primary.mb-3 .card-body h5.card-title | Das Wirken Johannes des Täufers und die Massenheilungen und –dämonenaustreibungen als gegenüberliegende Erzählungen h6.card-subtitle.text-muted | Jesus, der Stärkere, in Aktion hr ul.card-text li | Von Johannes dem Täufer heißt es, dass unter anderem „alle Einwohner Jerusalems“ zu ihm zogen; br | in Mk 1,32-34 ist „die ganze Stadt“ (Kafarnaum) vor der Haustür versammelt. li | Johannes der Täuer verkündet das Kommen des Stärkeren mit der Geisttaufe; br | in Mk 1,32-34 sieht man ihn in Aktion: Kranke werden gesund, die Dämonen müssen weichen – Jesus erweist sich als „der Stärkere“. li | Von der Umkehrpredigt Johannes des Täufers her erscheinen die „Heilungen“ in einem ethischen Kontext: br | „krank“ ist im übertragenen Sinne zu verstehen. li | Die Taufe erscheint als „Ort“ dieser Gesundung. .card.slide.border-primary.mb-3 .card-body h5.card-title | Die Taufe Jesu und die Heilung der Schwiegermutter des Petrus als gegenüberliegende Erzählungen h6.card-subtitle.text-muted | Das Evangelium von Jesu Tod und Auferstehung richtet Menschen auf zum Dienst (→Röm 6) hr ul.card-text li | Die Parallele zwischen der Auferstehung Jesu – „als er aus dem Wasser stieg“ – und der Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus wird deutlich: br | wie Jesus in der Auferweckung durch Gott „aufgerichtet“ wurde, so „richtet“ Jesus nun die Schwiegermutter des Petrus „auf“; br | beide entsteigen dem Tod: Jesus im realen, die Schwiegermutter des Petrus im übertragenen Sinn. li | Die Taufe erscheint als Ort der rettenden Schicksalsgemeinschaft mit Jesus. li | Wie Jesus sich in Mk 1,35-39 der Verehrung entzieht (→ unteres Ende der konzentrischen Gliederung), br | so endet die Heilung der Schwiegermutter des Petrus nicht in Lobeshymnen auf Jesus, sondern im ganz | handgreiflichen Dienst der Schwiegermutter des Petrus an Jesus und seinen Begleitern: br | dies ist die adäquate Umsetzung der Teilhabe an Tod und Auferstehung Jesu. li | Dieser Dienst aneinander – im Sinne des „tot für die Sünde – leben für Gott“ – in der Nachfolge Jesu | ist Handlungsgemeinschaft mit Jesus: wie Jesus Menschen aufrichtet, so richtet dieser Dienst einander auf. .card.slide.border-primary.mb-3 .card-body h5.card-title | Die Versuchung Jesu und die neue, Dämonen austreibende Lehre in der Synagoge als gegenüberliegende Erzählungen h6.card-subtitle.text-muted | Jesus ist gekommen, um Satan ins Verderben zu stürzen hr ul.card-text li | Beide Erzählungen begegneten bereits als Mitte und unteres Ende einer konzentrischen Gliederung; | das dazu Gesagte ist hier zu vergegenwärtigen. li | Während die Versuchung inhaltlich und vom Ergebnis her offen bleibt, | macht die Episode in der Synagoge klar, dass Jesus nicht nur gekommen ist, um die Dämonen mitsammt ihrem Anführer – Satan – ins Verderben zu stürzen, | sondern dies auch tatsächlich tut; br | dazu geht Jesus ihnen ins Verderben „voraus“. li | „Wüste“ im Sinne der Gottferne und „Verderben“ verbinden sich inhaltlich – beides sind „Orte“, an die Jesus geht: br | Durch Jesu Gang ins Verderben entsteht die „Insel des Lebens“ mitten in der „Wüste der Gottferne“, | ist die Gottferne auf der Erde aufgebrochen.