extends ../layout include ../mixins block content +headline("Theologische Grundgedanken") span Auf dem Weg lernen, was Jesus-Nachfolge heißt p.slide.nomarginbottom Der Teil Auf dem Weg wird durch die Gliederung besonders hervorgehoben: ul.nodisplay li.slide Mittelteil des Evangeliums li.slide(data-slideslave=".gliederung-blindenheilungen") Blindenheilungen davor und am Ende li.slide(data-slideslave=".gliederung-petrusbekenntnis") Erste Erzählung: Petrusbekenntnis li.slide(data-slideslave=".gliederung-programmatisch") Programmatischer Schlusssatz (vor Blindenheilung) p.slide(data-slideslave=".gliederung-leidensank") Besonders stechen Auf dem Weg die drei Leidensankündigungen (Mk 8,31; 9,31; 10,33-34) hervor. Ihnen folgt jeweils ein Schülerunverständnis und eine darauf aufbauende Schülerbelehrung Jesu. .viewbox.gliederung-blindenheilungen.nodisplay p.nomarginbottom b Blindenheilung .viewbox.gliederung-blindenheilungen.nodisplay(style="background-color: bisque;") p.nomarginbottom b Mittelteil des Evangeliums: Auf dem Weg .viewbox.gliederung-petrusbekenntnis.nodisplay.konzentrisch-2 p.nomarginbottom b Petrusbekenntnis: Jesus ist der Messias .viewbox.gliederung-leidensank.nodisplay.konzentrisch-3 p.nomarginbottom b Drei Leidensankündigungen, jeweils gefolgt von Jüngerunverständnis und darauf aufbauender Schülerbelehrung durch Jesus .viewbox.gliederung-programmatisch.nodisplay.konzentrisch-2 p.nomarginbottom b Programmatischer Satz span | q Auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele. | | Mk (10,45). .viewbox.gliederung-blindenheilungen.nodisplay p.nomarginbottom b Blindenheilung h2.slide(style="margin-top: 50px;") Das Messias-Bekenntnis des Petrus und die erste Leidensankündigung span.footnote(data-toggle="tooltip", title="Vgl. Ebner, Einleitung 159.") p.slide.nomarginbottom b Messias-Bekenntnis des Petrus ul.nodisplay li.slide Eröffnung und Überschrift des Mittelteils: Jesus ist der Messias li.slide Von Jesus nicht direkt zurückgewiesen! p.slide.nomarginbottom b Indirekter Widerspruch durch Jesus ul.nodisplay li.slide Jesus verbietet, mit irgendjemand über ihn - also dieses Bekenntnis - zu sprechen. li.slide Erste Leidensankündigung: der Menschensohn müsse vieles erleiden und ... verworfen werden; er werde getötet, aber nach drei Tagen werde er auferstehen. (Mk 8,31) li.slide | Kontrast zu der üblichen Messiasvorstellung: | q Der Titel Messias setzt auf dem Hintergrund jüdischer Traditionen die Erwartung eines könglichen Herrschers frei, der seine Feinde vertreibt und demonstrativ in seine Königsstadt einzieht. span.footnote(data-toggle="tooltip", title="Ebner, Einleitung 159.") li.slide Umbiegung des Messias-Titels auf Jesus: Korrektur der üblichen Messiasvorstellung ul.nodisplay.nomarginbottom li.slide Jesus ist der Messias - das wird auch die Verklärung bestätigen! li.slide Jesus ist anders Messias als erwartet: Sein Weg führt nicht auf den Königsthron in Jerusalm - nachdem er seine Gegner und vor allem die Römer besiegt hätte -, sondern durch Leiden und Tod zur Auferstehung. li.slide Dieses andere Messias-Sein Jesu sollen die Jünger auf dem Weg verinnerlichen - zusammen mit den Folgen, die dies für die Jesus-Nachfolge haben muss. p.slide.nomarginbottom Dieses andere Messias-Bild löst - fast logischerweise! - Widerspruch aus: p.slide.nomarginbottom b Widerspruch des Petrus (Jüngerunverständnis) ul.nodisplay li.slide Petrus denkt von der üblichen Messiasvorstellung her. li.slide Er kann den angekündigten Weg Jesu mit seiner Vorstellung - seiner Hoffnung! - vom Messias nicht vereinbaren. p.slide.nomarginbottom b Reaktion Jesu auf den Widerspruch des Petrus I ul.nodisplay li.slide Jesus herrscht Petrus an - so begegnet Jesus normalerweise nur Dämonen. li.slide Jesus weist Petrus scharf zurecht: Hinter mich, Satan! br span.small | Wichtig: Es heißt hier nicht: Weg mit dir, Satan!, wie etwa auch in der alten Einheitsübersetzung! | Es geht hier nicht um die Verstoßung des Petrus durch Jesus, sondern darum, dass Petrus mit seiner Ablehnung des angekündigten Weges Jesu aus der Nachfolge | herausgefallen ist; und Jesus fordert ihn auf, wieder in diese Nachfolge einzutreten, hinter Jesus herzugehen auf seinem Weg - | mit praktisch der gleichen Wendung, mit der Jesus den Petrus einst berufen hatte! p.slide.nomarginbottom b Reaktion Jesu auf den Widerspruch des Petrus II (Jüngerbelehrung) ul.nodisplay li.slide | Belehrung der Jünger und der Volksmenge: | i q Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen und um des Evangeliums willen verliert, wird es retten. | | (Mk 8,34-35) li.slide Bedeutung innerhalb der Evangelienerzählung: Für Petrus hätte das bedeutet, dann, als es kritisch wurde im Hof des Hohepriesters während der Verhandlung Jesu, nicht Jesus, sondern sich selbst zu verleugnen, sich also zu Jesus zu bekennen und die Folgen zu tragen. li.slide Generelle Bedeutung in der Zeit der Verkündigung des Evangeliums (um des Evangeliums willen!) - gerade angesichts von Verfolgung und Nachteilen im Leben, bis hin zur letzten Konsequenz. .alert.alert-primary.slide h4.alert-heading Zweifache Ergänzung des Messias-Bekenntnisses mit fundamentaler Wichtigkeit ul.nomarginbottom.nodisplay li.slide b Jesu Königsweg ist ein Weg, der durch Leiden und Kreuz führt und gerade so zur Auferstehung. li.slide b Jesu Weg muss sich auswirken auf das Verhalten all derer, die ihm nachfolgen: Glaubenslehre (Messias, sein Leiden, Sterben, Auferstehn) und Glaubenspraxis in der Jesus-Nachfolge werden unlösbar miteinander verbunden. p.slide Gerade um Letzteres zu lernen, wiederholen sich Leidensankündigung, Jüngerunverständnis und Jüngerbelehrung noch zweimal mit konkreter Anwendung. h2.slide(style="margin-top: 50px;") Die Verklärung Jesu p.nomarginbottom.slide Vor ausgewählten Zeugen erscheint Jesus in strahlend-weißem Licht. Da kam eine Wolke und überschattete sie und es erscholl eine Stimme aus der Wolke [= Stimme Gottes]: Dieser ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören. (Mk 9,7) p.nomarginbottom.slide Die Verkärung Jesu kann verstanden werden als: ul.nodisplay.nomarginbottom li.slide i Himmlische/Göttliche Bestätigung des Messiasbekenntnisses des Petrus: Ja, Jesus ist Gottes Sohn und damit der Messias. li.slide i Himmlische/Göttliche Legitimation dessen, was Jesus seine Jünger lehrt, besonders in diesem Mittelteil des Evangeliums bezüglich seines Weges und des Nachfolge-Weges des Jünger. p.nomarginbottom.slide Dabei spielen Mose und Elija eine Rolle: ul.nodisplay li.slide Mose ul.nomarginbottom.nodisplay li.slide Dtn 18,15: Einen Propheten wie mich [= Mose] wird dir der Herr, dein Gott, aus deiner Mitte, unter deinen Brüdern, erstehen lassen. Auf ihn sollt ihr hören. li.slide Jesus wird als neuer Mose gezeichnet, der den Willen Gottes gültig verkündet und auf den es zu hören gilt. li.slide Dies gilt vor allem auch für die auf dem Weg erteilte Lehre Jesu für seine Nachfolger, die damit göttlich legitimiert wird. li.slide Elija ul.nomarginbottom.nodisplay li.slide Elija gilt nach 1 Kön als in den Himmel entrückt. li.slide Es gab (und gibt im Judentum noch heute!) die Erwartung, dass Elija vor dem großen Endgericht Gottes bzw. als Vorläufer des Messias kommen würde. li.slide Wenn aber Jesus der Messias ist, wo ist dann Elija? Hätte der nicht schon da sein müssen? li.slide Mehr noch: Wenn der wiedergekommene Elija mit seinem Auftrag gemäß Mal 3,23-24 - nämlich das Volk Israel auf das Gericht Gottes vorzubereiten, sodass es bestehen kann - erfolgreich sein würde - und das ist doch biblische Verheißung! - wie kann dann der Messias leiden müssen? li.slide Diesen Gedanken spielt Markus geschickt ein und gibt dann im Munde Jesu die Erklärung: ul.nodisplay li.slide | Elija | wird mit Johannes dem Täufer identifiziert, der bereits gewaltsam aus der Welt geschafft wurde | - ein Schicksal, wie es Jesus als dem Messias und Menschensohn noch blühen würde. li.slide Damit wird die Vorstellung, Elija stelle alles wieder her, würde also erfolgreich sein mit seinem Auftrag, korrigiert. li.slide | Diese Korrektur geschieht im Blick auf das reale Geschick Johannes des Täufers und Jesu, wie es aus christlicher Sicht in der Bibel Israels vorgezeichnet ist | ( span.oi.oi-arrow-right | | Prophetenschicksale, Gottesknecht, leidender Gerechter [Weish 2]). h2.slide(style="margin-top: 50px;") Die zweite und dritte Leidensankündigung Jesu und die Konsequenzen für die Nachfolge span.footnote(data-toggle="tooltip", title="Vgl. Ebner, Einleitung 159-160.") p.slide Mit den zwei weiteren Leidensankündigungen wird ein direktes, beispielhaftes Fehlverhalten der Jünger verbunden; darauf geht Jesus jeweils ein und lehrt Konsequenzen seines Passionsweges für das Verhalten der Jünger in seiner Nachfolge. p.slide.nomarginbottom b | Zweite Leidensankündigung | span.oi.oi-arrow-right | | Rangstreit der Jünger (Größter sein) ul.nodisplay li.slide Jesus reagiert in lehrender Pose: er setzt sich. li.slide i q Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein. | | (Mk 9,35) li.slide Veranschaulichung: Jesus stellt ein Kind in die Mitte und spricht von der Aufnahme von (Waisen-)Kindern. ul.nomarginbottom.nodisplay li.slide Es geht um den Dienst an den nicht nur im körperlichen Sinne Kleinen und Bedürftigen. li.slide Mit ihnen solidarisiert sich Jesus: Wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf ... (Mk 9,37) li.slide Test der Transferleistung der Jünger - die fallen durch: ul.nomarginbottom.nodisplay li.slide Als man Kinder zu Jesus bringt, damit er sie segnet, weisen die Jünger die Leute mit ihren Kindern schroff ab. li.slide Jesus kritisiert dies scharf und macht wieder grundsätzliche Aussagen: Wer das Reich Gottes nicht so annimmt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen. (Mk 10,15) br span.slide i q Wie die Kinder werden ul.nodisplay.nomarginbottom li.slide Kinder haben (noch) nichts: br i Verzicht auf materielle Sicherheiten. li.slide Kinder werden - da Kleinste - gerne als Diener eingesetzt: br i Diener der Kleinsten und Letzten der Gesellschaft werden. .alert.alert-primary.slide(style="margin-bottom: 0px;") b Den (nicht nur im körperlichen Sinne) Kleinen, den Bedürftigen, den Letzten gehört das Reich Gottes. br b i Wer nicht bereit ist, mit ihnen den Platz zu tauschen und ihr Diener zu werden, dem ist der Weg in das Reich Gottes versperrt. span.slide.small Eine beispielhafte Bebilderung dazu findet sich in der Erzählung von der Aussendung der Zwölf ul.nomarginbottom.nodisplay li.slide | Die Jünger sollen auf alle materiellen Sicherheiten verzichten. | span.small Dass dies nicht bedeutet, ins materielle Nichts zu fallen, stellt Jesus auf die Anfrage des Petrus in Mk 10,28-31 klar: man findet Halt in der Solidarität der Schwestern und Brüder, die untereinander teilen. li.slide Jesus gibt den Jüngern die Vollmacht über die unreinen Geister, also die Vollmacht, alle Unterdrückten und Beladenen von ihrer Last zu befreien. li.slide Und genau dies tun die Jünger nach Mk 6,13: Sie trieben viele Dämonen aus und salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie, das heißt, sie wandten sich den Kleinen und Geringen und Außenseitern, den Letzten der Gesellschaft zu. p.slide.nomarginbottom b | Dritte Leidensankündigung | span.oi.oi-arrow-right | | Plätze ganz oben haben (links und rechts von Jesus) (Herrschen) [Zebedäus-Söhne] ul.nodisplay li.slide Wer diese Plätze bekommt, das entscheidet Gott. br span.small.slide Und hat nicht die Verklärung gezeigt, wer diese Plätze bekommt/schon hat? li.slide Grundsätzliche Lehre zum Thema Dienen und Herrschen (Vertiefung der bisherigen Aussagen nach dem Rangstreit der Jünger): br span.slide i Nicht Herrschen und Unterdrücken - wie es die Mächtigen so tun - sondern Dienen und Sklave sein soll die Nachfolger Jesu prägen. p.nomarginbottom.slide Begründung letztlich der ganzen Lehre auf dem Weg: br q b Denn auch der Menschensohn | ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen | und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele. | | (Mk 10,45). ul.nodisplay li.slide Als letzter Satz vor der den Mittelteil abschließenden Blindenheilung besonders gewichtig. li.slide Das Wirken Jesu insgesamt und besonders sein Weg ans Kreuz werden verallgemeinert zum Weg des Dienens, des dienenden Daseins für andere. li.slide i Dieser Weg des Dienens, den Jesus beschritten hat, der muss auch der Nachfolge-Weg aller Jünger sein! Auch sie sollen ihren Mitmenschen, besonders den Kleinen und Geringen, den Letzten in einer Gesellschaft, dienen. .alert.alert-primary.slide h4.alert-heading Wer der Erlösung teilhaftig werden will, der ist auf den Weg des Dienens gestellt p.nomarginbottom b | Erlösungslehre und Mahnung, den Weg Jesu als Weg des Dienens nachzugehen, sind aufs Engste miteinander verknüpft. p.slide.nomarginbottom b Blindenheilung - ein erneuter Test, bei dem die Jünger aber erneut versagen ul.nodisplay li.slide Analog zur Episode mit den Kindern, die von den Jüngern abgewiesen wurden. br span.small.slide | Die Parallelität wird noch deutlicher, wenn man bemerkt, dass von Markus im Griechischen für das | Zurückweisen der Leute mit ihren Kindern das gleiche Wort benutzt ist, wie für den Versuch der Vielen, | Bartimäus zum Schweigen zu bringen. br span.small.slide Und dieses Wörtchen ist epitimao: tadeln, schelten. Die Grundform timao dagegen bedeutet schätzen, ehren. br span Die Anklänge an den Namen Bartimäus dürften im Griechischen nicht überhörbar sein; br span zumal angegeben wird, was dieser Name bedeutet: Sohn des Timäus (Bar = Sohn Kind) br span i Bartimäus ist Inbegriff der Kleinen, die eigentlich geehrt werden sollen, die aber allzuoft getadelt und gescholten, spricht: unterdrückt werden. li.slide Viele wollen den blinden Bartimäus zum Schweigen bringen - wohl auch die Jünger! li.slide Nicht die Jünger schreiten im Sinne Jesu ein, sondern Jesus muss selbst handeln! li.slide Bartimäus ist der Kleine und Bedürftige und Letzte, den es nicht gilt zurückzuweisen und zu unterdrücken - dem Thema gerade eben! -, sondern ihn als Adressaten der heilenden Gegenwart Jesu und des Reiches Gottes zu begreifen! p.slide Wann werden es die Jünger - die Leser! - endich verstehen? h2.slide(style="margin-top: 50px;") Zusammenfassung span.footnote(data-toggle="tooltip", title="Vgl. Ebner, Einleitung 160.") .alert.alert-primary.slide h4.alert-heading Der Weg Jesu muss auch der Weg der Jünger sein p.nomarginbottom b | Markus ist der Überzeugung, dass jeder, der sich zu Jesus bekennt, zu seinem Tod am Kreuz und zu seiner Auferstehung für die Seinen, | selber den Weg Jesusgehen muss. br | Nicht für jeden geht es dabei um Kreuzes-Nachfolge im engeren Sinn - also darum, für seinen Glauben oder für andere Menschen zu sterben. br | Für alle geht es aber darum, allgemein und grundsätzlich den Weg des dienenden Daseins für andere zu gehen - in vielfältigen Ausgestaltungsformen. br | Die Lehre von Tod und Auferstehung Jesu übertragt Markus also in sozial-ethische Kategorien; es geht grundsätzlich um das Zusammenleben der Christen und der Menschen insgesamt. br | Prüfstein ist letztlich der Umgang mit jenen, die am Rande der Gesellschaft stehen, die - wie Markus sagt - Letzte sind. p.slide | Und weil das ein Lernprozess ist und auch verschiedene Facetten hat, wird es dreimal durchgespielt. p.slide | Nicht umsonst rahmt Markus den wichtigen Mittelteil mit zwei Blindenheilungen: Augen auf, rufen sie uns zu! br | Und von Bartimäus heißt es abschließend - die Stichworte Nachfolge und auf dem Weg aufgreifend und verbindend -: | q er folgte ihm [= Jesus] auf seinem Weg | ; wie dem Bartimäus sollen auch den Lesern die Augen aufgehend in einem tieferen Sinn: nämlich dafür, was echte Jesus-Nachfolge ist. p.small.slide | Bemerkenswert ist auch: Jesus stellt den Söhnen des Zebedäus und dem blinden Bartimäus die gleiche Frage: | Was soll ich euch/dir tun? (Mk 10,36.51) - Die einen wollen neben Jesus thronen, Bartimäus dagegen will sehen - also das, was den Jüngern fehlt! | Mit dem Wegwerfen des Mantels verlässt Bartimäus seine alte Existenz (wie die Jünger: Mk 1,18.20; 2,14; 10,28). span.footnote(data-toggle="tooltip", title="Vgl. Opielka, Birgit: Zwei Außenseiter als Vorbild der Jünger. In: Bibel und Kirche 2/2011, 90-93.") h2.slide(style="margin-top: 50px;") Konkretisierung angesichts des zeitgeschichtlichen Kontextes span.footnote(data-toggle="tooltip", title="Vgl. Ebner, Einleitung 178-179.") p.slide.nomarginbottom Vespasians Aufstieg zum Kaiser zog Kreise ul.nodisplay li.slide Er erhob Anhänger aus dem Ritterstand - dem er selbst entstammte - in den römischen Senat. li.slide Mit Vespasians Aufstieg verband sich der Aufstieg vieler anderer. li.slide Der Traum vom eigenen Aufstieg griff um sich: Man will - so gut und soweit es geht - groß sein, vorne mit dabei sein. li.slide Die Chancen stehen naturgemäß bei denen besonders gut, die dem Kaiser nahe stehen bzw. ihm ergeben sind: Des Kaisers Weg nach oben kann auch ihr Weg nach oben sein! p.slide.nomarginbottom Markus adaptiert und pervertiert das: Jesu Weg ans Kreuz muss Kreise ziehen ul.nodisplay li.slide Jesu Weg nach unten muss auch der Weg seiner Nachfolger nach unten sein. li.slide Es darf nicht - wie bei den Gefolgsleuten des Kaisers - darum gehen, wer der Größte (nach dem Kaiser) ist bzw. wie man dorthin kommt. br span.slide Es gilt vielmehr, Letzter und Deiner zu sein - angesichts dessen, dass Jesus sich zum Diener aller gemacht hat. li.slide Und es darf auch nicht darum gehen, die Plätze ganz oben innezuhaben und wie die Mächtigen zu herrschen und zu unterdrücken. br span.slide Sondern es muss darum gehen, die Plätze ganz unten zu haben und wie Jesus zu dienen. .alert.alert-primary.slide h4.alert-heading Von der Herrschaftspyramide von oben nach unten zur Dienstpyramide von unten nach oben p.nomarginbottom | In einer Zeit, in der der Aufstieg Vespasians vom Ritter zum Kaiser in aller Munde ist - vor allem sicher in Rom - | schreibt Markus sein br b Gegen-Evangelium vom Abstieg des Messias und Menschensohnes Jesus bis ans Kreuz. p.nomarginbottom b | Markus dreht die - nicht nur - römische Herrschaftspyramide mit dem Kaiser ganz oben und der Herrschaft von oben nach unten | um zur Dienstpyramide von unten nach oben mit Jesus ganz unten. p.slide.small | Auch im Evangelium geschieht Übertragung von Vollmacht. | Aber diese Übertragung an die Jünger (konkret: die Zwölf) bei ihrer Aussendung geschieht nicht, | um sie als Herrscher über die Menschen einzusetzen, sondern um die Menschen von der Herrschaft alles Dämonischen | - in einem umfassenden Sinn - zu befreien. +bottom_theologische_grundgedanken("nachfolge") script. push_slide_stack('.slide') $(function () { $('[data-toggle="tooltip"]').tooltip() })