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span Paten
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h5.card-title Die Erzählung von Aussendung der Zwölf (Mk 6,6b-11)
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h6.card-title Auffälligkeiten der Erzählung
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ul.mb-0
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li.slide
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i Immer zu zweit
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ul.slide.mb-0
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li Entspricht dem jüdischen Zeugnisrecht, das immer die übereinstimmende Aussage von zwei Männern voraussetzt.
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li Bedeutet auch gegenseitige Stärkung auf dem Weg.
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li.slide
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i Alle Sicherheiten sollen <q>zuhause</q> bleiben; mitgenommen werden dürfen nur:
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ul.slide
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li Gottvertrauen
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li Evangelium
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li Vollmacht über die Dämonen
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h6.card-title Für die Jünger bedeutete diese Art der Sendung unter anderem:
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ul.slide.mb-0
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li <i>Notwendigkeit</i>, vor Ort nach Kontakten zu suchen.
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li Eigene Komfortzone verlassen (hier: um Jesus herum, der die Arbeit schon machen wird).
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li Platz schaffen für Neues, für neue Erfahrungen, neue Beziehungen.
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li Alte Gewohnheiten verlassen.
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li Selbstverständlichkeiten verlassen bzw. hinterfragen.
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li Aus dem Zutrauen, das Jesus zu den Zwölfen hat, leben.
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h5.card-title Die Aussendung der Zwölf und ich als Firmling
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p.small
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| Ausgehend von dieser Aussendung der Zwölf, die Zeugnis für ihren Glauben geben sollen,
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| schauen wir auf Aufgabe und Sendung der Paten – und auch Dich als Firmling.
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p.slide
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| Wie für die Jünger die Aussendung eine <b>Herausforderung</b> war (s. o.), so verlangt auch die Firmvorbereitung,
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| dass sie nicht nur einfach so mitgemacht wird, sondern dass die Firmung bzw. die Vorbereitung darauf
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| <i>vielleicht die eine oder ander Änderung im Leben und in der Lebensgestaltung mit sich bringt</i>.
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p.slide.mb-0
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| Wie kein Jünger allein ausgesandt wurde, so bist Du auch <b>als Firmling nicht allein</b>:
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ul.slide.mb-0
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li Firmgruppe
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li.slide Pfarrgemeinde
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li.slide <b>Pate</b>, der Dich auf Deinem weiteren Lebensweg begleitet.
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h5.card-title Dein (Firm-)Pate und Du
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h6.card-title Paten-Amt – was ist das?
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h6.card-subtitle.text-muted.mb-3
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+symbol("arrow-right")
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| Schreibgespräch
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.card-text
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ul.mb-0
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li Was – meint ihr – ist Aufgabe und Zweck eines Paten?
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li Welche Erfahrung hast du mit deinem Taufpaten gemacht?
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li Welche Erwartung hast du an deinen Paten?
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li Wieviel Kontakt hast du mit deinem Paten?
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li Sprichst du mit deinem Paten auch über den Glauben?
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li Gehst du mit deinem Paten in die Kirche?
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li Was sind Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen einem Paten und einem Tutor?
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h6.card-title Grundsätzliches zum Patenamt
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.card-text
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p.mb-0
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| Man hat Erwachsenen, die um die Taufe baten – die Firmung als eigenes Sakrament gab es damals noch nicht –,
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| schon seit den ersten christlichen Jahrhunderten einen Paten gegeben
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| mit folgenden Funktionen:
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ul.slide
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li
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i Der Pate soll ein konkretes positives Beispiel sein.
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br
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span.small.slide
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| Er soll dem Taufbewerber ermöglichen, den Glauben und das Leben als Gläubiger an einem konkreten Beispiel zu sehen
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| und für sich selbst fruchtbar zu machen.
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li.slide
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i Der Pate ist eine Art Mentor.
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br
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span.small.slide
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| Der Pate soll mit Rat und Tat zur Seite stehen und auf die Fragen bezüglich Glaube, Gottes- und Nächstenliebe
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| sowie die spezifisch christliche Hoffnung Antworten geben.
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li.slide
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i Der Pate ist gleichzeitig so etwas wie ein Bürge gegenüber der Gemeinde.
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br
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span.small.slide
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| Er bezeugt, dass dieser Mensch ein gutes Glied der Gemeinschaft ist bzw. werden kann:
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| <q>Ja, es ist gut, diesen Menschen in unsere Gemeinschaft aufzunehmen, er wird uns keinen Schaden zufügen.</q>
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| Das war in Zeiten der Christenverfolgung etwas sehr Wichtiges.
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p.slide.mb-0 Auch heute bekommt – normalerweise – jeder Täufling einen Paten, und zur Firmung ist wieder ein Pate zu wählen. Es wird empfohlen, dass Tauf- und Firmpate dieselbe Person sind.
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h6.card-title Patenamt bei Taufe und Firmung
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.card-text
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p
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| Vom beschriebenen Ursprung des Paten-Amtes her ist klar, dass das <b>Paten-Amt</b> eigentlich kein Amt in der Familie,
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| sondern <b>ein Amt in der und für die Kirche ist</b>:
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br
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i Der Pate wird jemandem zur Seite gestellt, damit er diesem hilft, besser und tiefer in die Gemeinschaft der Glaubenden hineinzuwachsen:
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ul.slide.mb-0
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li
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i Bei der <b>Taufe</b> eines Kindes verspricht der Pate, bei der christlichen Erziehung seines Patenkindes mitzuhelfen.
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br
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span.small.slide
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| Das ist das eigentliche Taufgeschenk, das der Pate macht. Alles andere – vor allem Materielles – ist da reine Nebensache.
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| Es gilt daher, jemanden zu wählen, der selbst einigermaßen gefestigt ist im Glauben und wirklich auch in dieser Hinsicht
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| ein Vorbild und Beispiel sein kann.
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li.slide
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i Auch dem Jugendlichen bzw. Heranwachsenden soll der <b>(Firm-)Pate</b> ein konkretes positives Beispiel und Ansprechpartner sein.
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br
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span.small.slide
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| Mit der Firmung wird die Eingliederung in die Kirche abgeschlossen,
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| aber als Christ in der Welt zu leben ist eine bleibende Herausforderung,
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| weil man immer wieder auf neue Situationen stößt.
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| Hier kann der Pate eine besondere Stellung einnehmen – gerade wenn und weil Jugendliche und Heranwachsende
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| nicht alles mit ihren Eltern besprechen wollen. Daher gilt es, den Firmpaten bewusst unter dieser Hinsicht zu wählen,
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| wenn man einen anderen als den Taufpaten wählen will.
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h6.card-title Bedingungen zur Übernahme des Patenamtes
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p
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| Für Tauf- und Firmpaten gilt es, folgendes zu beachten: Weil das Paten-Amt ein Amt in und für die Kirche ist
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| (und nicht nur in der Familie), muss der <b>Pate</b> ein paar <b>Bedingungen erfüllen</b>, die sich aus der beschriebenen Aufgabe ergeben:
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ul.slide.mb-0
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li
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i Der Pate muss selbst der römisch-katholischen Kirche angehören.
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br
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span.small.slide
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| Denn in dieser Kirche heimisch zu werden soll er ja helfen.
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| Das Patenamt ist ein bekenntnisgebundenes Amt!
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| Ein evangelischer Christ kann Taufzeuge sein, aber normalerweise nur, wenn zusätzlich ein katholischer Taufpate benannt
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| wird. Ein solches Zeugenamt gibt es nur bei der Taufe, nicht aber bei der Firmung!
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br
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span.small.slide
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| Eine nicht getaufte Person kann weder Tauf- oder Firmpate noch Taufzeuge sein, da sie nicht am Sendungsauftrag
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| der Kirche Teil hat und auch kein Zeugnis christlichen Lebens geben kann.
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br
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span.small.slide
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| Glieder orthodoxer Kirchen können das Patenamt in der katholischen Kirche übernehmen, und zwar zusammen mit
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| einem katholischen Paten, ggf. aber auch ohne (letzteres nur, wenn eines der Elternteile selbst einer orthodoxen Kirche
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| angehört, und nur auf Antrag des Pfarrers beim Erzbischof). Genaueres klärt das Taufgespräch bzw. ein Gespräch am Rande der
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| Firmvorbereitung.
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li.slide
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i Der Pate muss gefirmt sein.
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br
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| Denn erst die Firmung befähigt zur Übernahme von Ämtern in der Kirche,
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| weil erst mit der Firmung die Eingliederung in die Kirche wirklich abgeschlossen ist.
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li.slide
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i Der Pate darf nicht aus der Kirche ausgetreten sein oder aus sonst einem andern Grund exkommuniziert sein.
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br
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span.small.slide
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| Zur religiösen Erziehung gehört auch, dem Täufling einen Zugang zur konkreten Gemeinschaft der Kirche zu vermitteln.
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| Dies kann ein ausgetretener Katholik schlicht nicht leisten!
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li.slide
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i Er muss selbst im Glaubensleben der Kirche zuhause sein.
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br
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span.small.slide
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| Schließlich soll er dem Täufling oder Firmling ja gerade darin ein Vorbild sein.
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| Dazu gehören besonders die aktive Beteiligung am Leben der kirchlichen Gemeinde,
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| das persönliche Gebet, das Führen eines glaubwürdigen christlichen Lebens und das christliche Lebenszeugnis
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| in Beruf und Gesellschaft.
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h6.card-title Nachweis der Eignung zum Patenamt
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.card-text
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p
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| <b>Um all dies formal zu belegen, muss derjenige, der das Patenamt übernehmen will, ein <u>Taufzeugnis</u> vorlegen,
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| und zwar <u>ein neu ausgestelltes</u>.</b> Ein Taufzeugnis erhält man bei der Pfarrei, in der man selbst getauft wurde.
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p.slide
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| Warum ein Taufzeugnis, und warum neu ausgestellt? Ein Taufzeugnis enthält nicht nur Angaben zur Taufe, sondern auch zum
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| gegenwärtigen Status des Gläubigen, also etwa zur (kirchlichen) Hochzeit und ob und wann jemand gefirmt wurde oder aus
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| der Kirche ausgetreten ist. Daher hat ein Taufzeugnis immer ein Verfallsdatum, das auf 6 Monate nach Ausstellung festgelegt ist.
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p.slide
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| Das Taufzeugnis bitte rechtzeitig beantragen – besonders, wenn der Pate außerhalb von Deutschland getauft ist!
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p.slide
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| Ist es trotz deutlichem Bemühen nicht möglich, ein Taufzeugnis beizubringen, kann an seine Stelle die eidesstattliche
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| Erklärung des Paten treten, getauft, Glied der kath. Kirche, gefirmt und nicht ausgetreten zu sein.
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| Näheres klärt das Taufgespräch bzw. ein Gespräch am Rande der Firmvorbereitung.
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p.slide.mb-0
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| Das Patenamt ist bei Taufe und Firmung wünschenswert und vorgeschrieben, jedoch mit der Einschränkung,
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| dass wenn im konkreten Fall trotz eifrigen Bemühens kein Pate gefunden werden kann, die Taufe bzw. die Firmung
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| ohne Paten gespendet wird.
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.card-body
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h6.card-title Weitere Hinweise
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.card-text
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p
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| Immer wieder wird der Wunsch geäußert, Tauf- oder Firmpate nachträglich zu ändern – weil man sich nicht mehr versteht,
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| die Familie auseinander gebrochen ist etc. Doch ein Pate lässt sich später nicht streichen oder ändern.
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| Durch die Eintragung von Taufe und Firmung in die kirchlichen Bücher und das Ausstellen von Tauf- bzw. Firm-Urkunde entsteht
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| ein Dokument, dessen Inhalt nicht mehr geändert werden kann, was auch den Paten einschließt.
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p.slide.mb-0
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| Es wird immer wieder gefragt, wie viele Paten man denn wählen kann. Vorgesehen ist stets ein Pate oder eine Patin.
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| Es können auch zwei sein, dann aber ist empfohlen, dass es ein Mann und eine Frau sind.
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