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+headline("Einführung in die Bibel")
span Das Alte Testament
table.vertical-border.table.slide
tbody
tr(style="border-bottom: solid 1px #dddddd;")
td(style="border-top: 0px;")
b Entstehung(szeit)
td(style="border-top: 0px;")
span.slide Das Alte Testament ist in komplexen und vielschichtigen Prozession entstanden, die sich etwa vom 8. vorchristlichen bis ins 1. christliche Jahrhundert erstreckt haben.
tr.slide
td
b Sprache
td.slide
| Das AT wurde größtenteils auf Hebräisch verfasst. Einige Abschnitte sind in aramäischer Sprache geschrieben. Wenige Bücher liegen in Griechisch vor: teils handelt es sich um griechische Übersetzungen einst hebräischer Vorlagen, teils wurden sie gleich in Griechisch, der Weltsprache seit den Eroberungszügen Alexanders des Großen (356 323 v. Chr.), verfasst.
p.slide
| Die frühen Christen benutzten die griechische Übersetzung des AT (LXX, Septuaginta), die seit dem 3. Jhdt. v. Chr. entstand und wohl um die Zeitenwende abgeschlossen war.
h2.slide(style="margin-top: 50px;") A) Pentateuch/Fünfbuch/<q>Fünf Bücher des Mose</q>/Tora
p.slide
i.small Wenn im Alten oder Neuen Testament über <q>das Gesetz</q> gesprochen wird, dann ist dieser Teil der Bibel gemeint!
table.vertical-border.table.slide
thead
tr
th(style="width: 17%") Genesis
th(style="width: 17%")
span.slide Exodus
th(style="width: 17%")
span.slide Levitikus
th(style="width: 17%")
span.slide Numeri
th(style="width: 32%")
span.slide Deuteronomium
tbody
tr
td.slide Schöpfung;<br>Abraham Isaak Jakob;<br>Josef und seine Brüder
td.slide Berufung des Mose, Auszug aus Ägypten bis zum Sinai, Zehn Weisungen
td.slide Versöhnungsritual (→&nbsp;Barmherzigkeit Gottes) als Mitte der Tora; Nächstenliebe
td.slide Wüstenwanderung vom Sinai bis an den Rand des <q>gelobten Landes</q>
td.slide <q>Zweites Gesetz</q>: als große Moserede gestaltet, die die Weisungen Gottes nochmals wiederholt (einschl. Zehn Weisungen), quasi als „Gebrauchsanweisung“ für das „gelobte Land“
h2.slide(style="margin-top: 50px;") B) Die Bücher der Geschichte
h3.slide 1) Das Deuteronomistische Geschichtswerk (DtrG)
table.vertical-border.table.slide
thead
tr
th(style="width: 20%") Josua
th(style="width: 20%")
span.slide Richter
th(style="width: 20%")
span.slide | Rut |
th(style="width: 20%")
span.slide 1 + 2 Samuel
th(style="width: 20%")
span.slide 1 + 2 Könige
tbody
tr
td(colspan=5).slide
| Erzählt von der Gabe des Landes durch Gott („Landnahme“) bis zum Verlust des Landes (→ Exil in Babylon, 6. Jhdt. v. Chr.) aufgrund der Tatsache, dass man sich nicht an die „Gebrauchanweisung“ (→ Deuteronomium!) gehalten hat. Das DtrG erzählt eine wechselvolle Geschichte voller Höhen und Tiefen, Glaubensabfall und Erneuerung bis hin zur Katastrophe, als die Babylonier das Land eroberten.
br
span.slide Das Buch Rut, das die Vorgeschichte des König David erzählt, ist erst später an diese Stelle gesetzt worden.
h3.slide 2) Die Bücher der Chronik
table.vertical-border.table.slide
thead
tr
th(style="width: 100%") 1 + 2 Chronik
tbody
tr
td.slide
| Erzählen nochmal von Adam ausgehend die Geschichte der Menschheit bzw. Israels (zum Teil in „Geschlechterlisten“ [quasi Stammbäumen]) bis hin zur Katastrophe im 6. Jhdt. v. Chr., also die gleiche Spanne wie Tora und DtrG, aber mit anderen Akzenten. Die Bücher der Chronik schließen mit einem Ausblick auf das Ende des Exils in Babylon.
h3.slide 3) Die Bücher Esra und Nehemia
h3.slide 4) Weitere Bücher der Geschichte
h2.slide(style="margin-top: 50px;") C) Die Bücher der Lehrweisheit; Psalmen
p.slide
i Hier nur eine Auswahl
table.vertical-border.table.slide(data-subslides="#ijob")
thead
tr
th(style="width: 33%") Ijob
th(style="width: 33%")
span.slide(data-subslides="#psalmen") Psalmen
th(style="width: 33%")
span.slide(data-subslides=".kohelet") Kohelet
tbody
tr
td.nodisplay#ijob
| Frage nach Gottes Gerechtigkeit angesichts von eigenem Leid, an dem man nicht selber schuld ist.
br
| Ijob verstummt angesichts seiner Einsicht, dass sich Gott trotz allem als Bezwinger des Chaos erweist.
td.nodisplay#psalmen Sammlung von 150 Gebeten/Liedern
td.nodisplay.kohelet
| Frage nach dem Glück angesichts der Endlichkeit des Lebens:
br
span.nodisplay.kohelet Glück ist das, was ich nicht selber geschafft habe, sondern letztlich von Gott als ein Geschenk bekommen habe.
h2.slide(style="margin-top: 50px;") D) Die Bücher der Propheten
p.slide Propheten sind nicht Wahrsager und weissagen nicht (ferne) Zukunft.
p.slide Vielmehr deuten sie von der Offenbarung Gottes her die Gegenwart. Einerseits mahnen sie dazu, den Weg Gottes zu gehen, und warnen vor den Folgen, wenn man ihn verlässt. Andererseits sprechen sie von Gottes Treue zu seinem Bund und verkünden sein heilbringendes Eingreifen in der größten Not des Volkes Israel, dem Exil in Babylon (6. Jhdt. v. Chr.).
p.slide Die Bücher der einzelnen Propheten enthalten meist nicht nur Worte des jeweiligen Propheten, sondern wurden auch immer wieder überarbeitet und ergänzt
h3.slide 1) Die <q>großen</q> Propheten
p.slide
i Das <q>groß</q> bezieht sich hier vor allem auf die Länger der Bücher.
table.vertical-border.table.slide(data-subslides="#jesaja")
thead
tr
th(style="width: 16%") Jesaja
th(style="width: 16%")
span.slide(data-subslides="#jeremia") Jeremia
th(style="width: 16%")
span.slide(data-subslides="#klagelieder") Klagelieder
th(style="width: 16%")
span.slide(data-subslides="#baruch") Baruch
th(style="width: 16%")
span.slide(data-subslides="#ezechiel") Ezechiel
th(style="width: 18%")
span.slide(data-subslides="#daniel") Daniel
tbody
tr
td.nodisplay#jesaja
| Der Grundstock geht auf den Propheten Jesaja im 8. Jhdt. v. Chr. zurück.
br
| Wichtig sind die Überarbeitungen kurz vor Ende bzw. nach dem Exil (Deuterojesaja, Tritojesaja), die von Gottes rettendem Eingreifen zur Beendigung des Exils künden bzw. dazu aufrufen, diesen allein aus Gnade geschenkten Neuanfang auch zu nutzen.
td.nodisplay#jeremia Jeremia wirkte Ende 7./Anfang 6. Jhdt. v. Chr. Sein Ruf zur Umkehr zu Gott verhallte ungehört, das Unheil nahm seinen Lauf: Das Volk musste ins Exil in Babylon. Angesichts dieser Katastrophe stellt Jeremia den Neuen Bund zwischen Gott und seinem Volk in Aussicht.
td.nodisplay#klagelieder Der Untergang Jerusalems wird beklagt. Die Klagelieder sollen mit Jeremia in Verbindung stehen.
td.nodisplay#baruch Fiktiv ist Baruch der Sekretär Jeremias; doch das Buch ist erst im 2./1. Jhdt v. Chr. entstanden. Es versucht, den Menschen seiner Zeit eine Synthese der Theologie der ganzen Bibel zu bieten.
td.nodisplay#ezechiel Ezechiel wurde in den ersten Jahren des Exils in Babylon berufen. Zunächst spricht er Gerichtsworte gegen Jerusalem, nach dessen Zerstörung bringt er im eindrücklichen Bild der „Auferstehung des Volkes“ die Erwartung zum Ausdruck, dass Gott sich seinem Volk neu zuwenden und es wieder heimführen wird ins Land Israel.
td.nodisplay#daniel
| Daniel ist kein Prophet wie die anderen atl. Propheten, dieses Buch wird aufgrund seiner Visionen aber bei ihnen eingeordnet. Auch handelt es sich bei Daniel um eine fiktive Gestalt. Das macht das Buch auch selbst deutlich.
br
| Wichtig ist die Botschaft: auch die größten Reiche in ihrer Macht sind vor Gott wie ein Nichts; er allein ist Herr der Geschichte und wird sie einem für den Glaubenden guten Ende entgegen führen.
h3.slide 2) Die <q>kleinen</q> Propheten - das Zwölfprophetenbuch
p.slide
i Hier nur eine Auswahl
table.vertical-border.table.slide(data-subslides="#hosea")
thead
tr
th(style="width: 16%") Hosea
th(style="width: 16%")
span.slide(data-subslides="#amos") Amos
th(style="width: 16%")
span.slide(data-subslides="#jona") Jona
th(style="width: 16%")
span.slide(data-subslides=".sacharja") Sacharja
th(style="width: 16%")
span.slide(data-subslides=".maleachi") Maleachi
tbody
tr
td.nodisplay#hosea
| Hosea wirkte im 8. Jhdt. v. Chr.
br
| Er spricht von der Enttäuschung, die Gott in seiner Liebe zu seinem Volk erleben musste: diese Liebe stieß nicht auf Gegenliebe.
br
| Doch Gott wendet sich nur kurzzeitig ab; er erneuert seine Liebe zu seinem Volk, die eine Erneuerung der Liebe des Volkes zu ihm auslösen soll.
td.nodisplay#amos Sehr scharfer Sozialkritiker im 8. Jhdt. v. Chr. Er beklagt das Leben einer Wohlstandsschicht auf Kosten der sozial Schwachen, rücksichtsloses Gewinnstreben in der Wirtschaft und Rechtsbeugung. Wie viele andere Propheten auch macht er deutlich, dass Gottesdienst nicht nur etwas sakral-liturgisches ist, sondern vor allem in der Sorge um den Mitmenschen und sozialer Gerechtigkeit besteht.
td.nodisplay#jona
| Wieder ein fiktiver Prophet. Das Buch ist eine Lehrerzählung.
br
| Am Beispiel Ninives Inbegriff von Feindschaft und Gottesferne zeigt es Gottes Langmut und Barmherzigkeit auf.
br
| Ninive geht auf die Predigt des Jona hin den Weg der Umkehr und Gott lässt seine angekündigte Barmherzigkeit walten.
td.nodisplay.sacharja
| In nachexilischer Zeit entstanden; schildert den mühevollen Neubeginn nach dem Exil im 6. und 5. Jhdt. v. Chr. Ermuntert zum Wiederaufbau und spricht Mut zu, ermahnt aber auch.
br
i.nodisplay.sacharja Von Belang ist die Ankündigung eines Friedenskönigs(→ Jesu Einzug in Jerusalem auf einem Esel).
td.nodisplay.maleachi
| In nachexilischer Zeit entstanden; schildert den mühevollen Neubeginn nach dem Exil im 6. und 5. Jhdt. v. Chr. Ermuntert zum Wiederaufbau und spricht Mut zu, ermahnt aber auch.
br
i.nodisplay.maleachi Schließt mit der Erwartung, dass Gott den Propheten Elija schicken würde vor dem Ende der Welt (→ Wirken Johannes des Täufers, der sich kleidet wie Elija, vom nahen Ende der Weltzeit spricht und zur Umkehr aufruft).
+bottom_01("AT")
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