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+headline("Einführung in die Bibel")
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span Das Neue Testament
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p.slide Das Neue Testament ist der spezifisch christliche Teil der Bibel. Es erzählt von Jesus Wirken, Sterben und Auferstehen (→ Evangelien) und enthält weitere Dokumente aus dem frühen Christentum (vor allem die Apostelgeschichte und Briefe des Apostels Paulus). Das Neue Testament ist damit die Grundlage christlichen Glaubens.
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p.slide Das NT ist durchweg auf Griechisch verfasst.
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p.slide(style="margin-bottom: 2px;")
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b Begriffsklärungen
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table.vertical-border.table-sm.slide(style="width: 100%;")
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tbody
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tr(style="border-bottom: solid 1px #dddddd;")
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td(style="border-top: 0px; width: 10em;")
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b Judenchristen
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td(style="border-top: 0px;")
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span.slide Juden, die sich zu Jesus als Messias bekennen – im Unterschied zu den übrigen Juden, die Jesus als Messias ablehnen.
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tr.slide
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td(style="vertical-align: top;")
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b Heidenchristen
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td.slide
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| Ehemalige Heiden, die den christlichen Glauben angenommen haben.
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br
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span.slide
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| Ein Teil von ihnen dürfte vorher zur Gruppe der <q>Gottesfürchtigen</q> gehört haben, die sich für den jüdischen Glauben
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| interessiert haben, aber nicht konvertiert sind, weil dies in ihrem gesellschaftlichen Umfeld nicht machbar war
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| (→ jüdische Speise- und Reinheitsvorschriften).
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h2.slide(style="margin-top: 50px;") A) Evangelien und Apostelgeschichte
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table.vertical-border.table.slide
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thead
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tr
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th(style="width: 20%") Matthäus
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th(style="width: 20%")
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span.slide Markus
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span.slide Lukas
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th(style="width: 20%")
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span.slide Johannes
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th(style="width: 20%")
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span.slide Apostelgeschichte
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tbody
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tr
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td.slide
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| Wohl kurz nach 80 n. Chr. in Syrien verfasst von einem Judenchristen für Judenchristen.
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br
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| Wichtig ist die Ethik der Bergpredigt bis hin zur Feindesliebe.
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br
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| Darüber hinaus spielt die Öffnung der Gemeinde für (ehemalige) Heiden eine wichtige Rolle (→ Sterndeuter, Missionsbefehl am Ende) bei gleichzeitiger Verwurzelung in den Traditionen des Judentums.
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td.slide
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| Ältestes und gleichzeitig kürzestes Evangelium.
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br
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| → eigene Einleitung
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td.slide
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| Wohl zwischen 80 und 90 n. Chr. verfasst; Ort unklar; von einem Judenchristen für eine mehrheitlich heidenchristliche Gemeinde.
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br
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| Lk hat eine deutliche <q>Option für die Armen</q> und unterstreicht Jesu Zuwendung zu den Sündern. Daneben beschäftigt er sich mit dem Ausbleiben/Verzögern der Wiederkunft Jesu (<q>Parusieverzögerung</q>). Auch spiegeln sich Konflikte mit der römischen Staatsmacht einerseits und jüdischen Gemeinden andererseits wider.
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td.slide
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| Das JohEv ist in einem mehrstufigen Prozess entstanden; Ort(e) unklar. Gerichtet an eine mehrheitlich heidenchristliche Gemeinde.
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br
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| Auffällig ist die tief durchdachte Deutung der Person Jesu (→ Jesus als <q>Wort Gottes</q>; Ich-bin-Worte).
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td.slide Ist die Fortsetzung des LkEv und stammt vom gleichen Autor. Ausgehend von der Himmelfahrt Jesu und vor allem dem Pfingstereignis wird die Geschichte der frühen Kirche erzählt. Besonders viel Raum nehmen die Missionsreisen des Apostels Paulus ein – bis dieser am Ende der Apg als Gefangener in Rom ankommt.
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p.slide Die Evangelien nach Matthäus, Markus und Lukas werden als synoptische Evangelien bezeichnet. Sie haben einen ähnlichen Aufbau und viele Erzählungen sind bei Mt, Mk und Lk oder auch nur Mt und Lk (ohne Mk) vorhanden und teils nahezu wortgleich. Man kann sie daher in einer Zusammenschau (<q>Synopse</q>) gut nebeneinander stellen und vergleichen.
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p.slide Heute geht man davon aus, dass Matthäus und Lukas das Evangelium nach Markus kannten und für ihr Evangelium als Quelle benutzt haben. Daneben haben beide eine weitere gemeinsame Quelle benutzt, die sog. Logienquelle (Spruchquelle, Q) – sie ist aber nicht erhalten. Außerdem haben beide jeweils Sondergut verarbeitet, also Worte Jesus und Erzählungen, die sich nur im jeweiligen Evangelium finden.
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p.slide Das Evangelium nach Johannes fällt in vielfältiger Weise etwas aus der Reihe (Aufbau, Nachdenken über die Person Jesu, anderer Erzählstil etc.). Man geht heute aber davon aus, dass Johannes mindestens eines der anderen drei Evangelien kannte.
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h2.slide(style="margin-top: 50px;") B) Die Briefliteratur des Neuen Testamentes
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p.slide Das Neue Testament enthält eine Reihe von Briefen. Sie wurden an Gemeinden geschrieben, um auf Probleme dort zu antworten, theologische Fragen zu klären oder auch generell die christliche Theologie darzustellen.
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p.slide Die Gattung <q>Brief</q> darf dabei nicht irreführen: Es sind größtenteils nicht gerade kurze Schreiben, die da verschickt wurden (Röm und 1 Kor haben sogar jeweils 16 Kapitel!).
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h3.slide 1) Die Briefe des Apostels Paulus
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p.slide Paulus darf wohl als wichtigster Theologe des ganz frühen Christentums gelten. Auf mehreren Missionsreisen hat er in Kleinasien (heutige Türkei) und Griechenland christliche Gemeinden gegründet, die er immer wieder besucht hat und mit denen er durch Briefe auch in seiner Abwesenheit verbunden blieb. Seine Briefe sind von bleibendem Wert – und wurden gerade deshalb gesammelt und weitergegeben.
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p.slide Sieben der dem Paulus zugeschriebenen Briefe stammen tatsächlich von ihm.
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br
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span.slide Sie entstanden zwischen 50 und 56 n. Chr.
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ul.nodisplay
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li.slide Römerbrief
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li.slide Erster Korintherbrief
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li.slide Zweiter Korintherbrief
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li.slide Galaterbrief
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li.slide Philipperbrief
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li.slide Erster Thessalonicherbrief
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li.slide Brief an Philemon
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h3.slide 2) Dem Paulus zugeschriebene Briefe
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p.slide Diese Briefe stammen nicht von Paulus, firmieren im Neuen Testament aber unter seinem Namen.
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p.slide Solche ‚pseudepigraphischen‘ Briefe waren in der Antike keine Seltenheit: man schreibt unter einem anderen, bekannten Namen und benutzt so für das eigene Schreiben die Autorität, die jemand anderes hat. Dabei geht es im Neuen Testament um Weiterentwicklungen und ergänzende Sichtweisen, nicht um Gegenbriefe.
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p.slide Alle diese Briefe sind verfasst, als Paulus bereits verstorben war (in einem Zeitraum bis ca. 140 n. Chr.).
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ul.nodisplay
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li.slide Epheserbrief
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li.slide Kolosserbrief
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li.slide Zweiter Thessalonicherbrief
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li.slide Pastoralbriefe
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br
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span.slide Fiktiv an (zwar historische, aber bereits verstorbene) Personen (, die Mitarbeiter des Paulus waren,) geschrieben; wollen im Namen des Paulus Regeln für die Gemeindeleitung einschärfen.
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ul.nodisplay
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li.slide 1. + 2. Brief an Timotheus
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li.slide Brief an Titus
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li.slide Hebräerbrief
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h3.slide 3) Die katholischen (= allgemeinen) Briefe
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p.slide In dieser Gruppe sind jene Briefe eingeordnet, die sich nicht an einen bestimmten Adressaten richten; Ausnahmen sind 2 Joh und 3 Joh, die aber zum 1 Joh gestellt wurden.
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p.slide Alle diese Briefe sind Lehr- und Mahnschreiben, die zur Treue gegenüber dem in der Taufe angenommenen Glauben aufrufen, den sie jeweils akzentuiert erinnern.
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p.slide Diese Briefe sind zwischen 80 und 120 n. Chr. entstanden.
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p.slide Die Jakobus, Petrus und Judas zugeschriebenen Briefe stammen nicht von diesen selber, sondern nutzen deren Autorität bzw. fühlen sich diesen Personen verpflichtet.
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ul.nodisplay
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li.slide Jakobusbrief
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li.slide 1. und 2. Petrusbrief
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li.slide 1., 2. und 3. Johannesbrief
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li.slide Judasbrief
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h2.slide(style="margin-top: 50px;") C) Offenbarung
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p(style="margin-bottom: 1px;").slide
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b Offenbarung des Johannes
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p.slide Letztes Buch der Bibel insgesamt.
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p.slide Wohl in den 90ern des 1. Jhdt. entstanden und gegen den Kaiserkult – also gegen die gottgleiche Verehrung des römischen Kaisers – gerichtet, durch den die Kirche bedrängt wird. Christus und der Kirche gilt es gerade in dieser schwierigen Situation treu zu bleiben. Denn am Ende wird Gott Herr über alles sein und einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen.
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p.slide Spricht vom Ende der Welt in Rückgriff auf die Erzählungen von der Schöfpung (→ Genesis, erstes Buch der Bibel): was damals schon als Ziel der ganzen Schöpfung im Raum stand, wird am Ende der Welt Wirklichkeit: Gottes Wohnen mitten unter den Menschen.
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