bibelwissen/views/firmung2018/09/01_mk.pug

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+headline("Schuld - Vergebung - Versöhnung")
span Mk 14,53-15,47: Die siebte <q>Woche</q> im Wirken Jesu, Teil 3
h2 Was wird erzählt? Was ist aufgefallen? Was hat mich irritiert? Wo habe ich Fragen?
h2.slide(style="margin-top: 50px;") Die Erzählungen genauer betrachtet
h4.slide(style="margin-top: 15px;")
b
i Die siebte <q>Woche</q> des Wirkens Jesu (Mk 14,1-14,52), Teil 3
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b Mittwoch: Eröffnung von Leiden und Sterben in Jerusalem
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b Mk 14,10-11 Die Absprache zum Verrat eines der Zwölf (Judas)
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b Donnerstag 1: Das Pessach-/Pascha-Mahl Jesu
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b Mk 14,17-21 Der Hinweis auf den Verrat durch Judas
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b Donnerstag 2: Die <q>Stunde</q> Jesu und das Versagen der Jünger
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b Mk 14,26-31 Die Ankündigung der Verleugnung durch Petrus
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b Mk 14,43-52 Die Gefangennahme
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li.slide Mit einer Geste vertrauter Freundschaft wird Jesus durch Judas verraten.
h5.slide(style="color: peru;")
b Freitag 1: Die beiden Gerichtsverhandlungen
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b Mk 14,53-72 Verhandlung vor dem Hohen Rat der Juden und Verleugnung durch Petrus
.viewbox.slide.konzentrisch-2
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b Mk 14,53 Exposition
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li.slide <i>Jesus</i> wird ins Haus des Hohepriesters gebracht
li.slide <i>Petrus</i> ist draußen im Hof
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b Mk 14,55-65 Verhör drinnen: <i>Jesus bekennt</i> sich als Messias und Sohn Gottes
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li.slide <i>Falsche Zeugen</i> treten auf;
br
span.slide da ihre Zeugnisaussagen nicht übereinstimmen, hätte Jesus eigentlich nicht verurteilt werden können.
li.slide Auf die Frage, ob Jesus der <q>Sohn des Hochgelobten</q> (= Gottes) ist, antwortet Jesus mit <q>Ich bin (es)</q>.
br
span.slide Das ist <i>mehr</i> als ein <q>Ja</q>: Jesus antwortet mit der <i>alttestamentlichen Gottesformel</i> (Ex 3!).
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b Mk 14,66-72 <q>Verhör</q> draußen: <i>Petrus leugnet</i>, Jesus zu kennen.
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li.slide Dreimal wird Petrus zu seiner Zugehörigkeit zu Jesus befragt.
li.slide Petrus geht verbal und lokal auf Abstand zu Jesus.
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li.slide 1: leugnen im Hof
li.slide 2: leugnen im Vorhof
li.slide 3: fluchen und schwören im Vorhof
li.slide Petrus bereut (V 72!).
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b Mk 15,1-15 Verhör vor Pilatus
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b Mk 15,1-5 <q>drinnen</q>: Pilatus und Jesus: Befragung, aber keine Verurteilung
br
span.slide
b
i
u Jesus, König der Juden
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li.slide Jesus bekennt sich frei dazu, <q>König der Juden</q> zu sein, antwortet aber auf keine weiteren Fragen des Pilatus mehr.
li.slide
| Dieser wundert sich zwar, spricht aber kein Todesurteil - das eigentlich sofort hätte folgen <i>müssen</i>
| angesicht des Bekenntnisses Jesu.
li.slide
| Hat der (markinische) Pilatus durchschaut, dass Jesu Königtum <i>nicht</i> den sonst üblichen
| Erwartungen entspricht?
.viewbox.slide.konzentrisch-2
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b Mk 15,6-15: <q>draußen</q>: Pilatus und die jüdischen Führer bzw. die Volksmenge: Befragung des Volkes (wie bei Petrus dreimal!)
br
span.slide
b
i
u Pilatus, gefügiger Vollstrecker des Willens der Massen
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li.slide Pilatus hatte <q>erkannt, dass die Hohenpriester ihn [= Jesus] nur aus Neid überliefert hatten.</q>
li.slide Trotzdem lässt er Jesus nicht frei sondern lässt das Volk zwischen Jesus und dem Verbrecher Barabbas wählen.
li.slide Pilatus steht damit nicht zu seinem eigenen Urteil, sondern macht sich vom Urteil anderer abhängig!
li.slide Er wird schließlich wider besseres Wissen handeln!
li.slide
| Pilatus nutzt seine Stellung nicht, um dem Schwachen - hier dem angeklagten Jesus - zu helfen,
| sondern unterwirft sich der Mehrheitsmeinung - obwohl seine Stellung ihm anderes ermöglichte und eigentlich auch von ihm forderte!
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b Mk 15,16-20a Verspottung durch die römischen Soldaten
br
span.slide
b
i
u Pervertierte Einsetzung eines Königs
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li.slide
i Jesus wird als König verkleidet
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li.slide Purpurmantel - den tragen die Herrscher jener Zeit als Zeichen ihrer Königswürde
li.slide Dornenkrone - Spottversion der Strahlenkrone, mit der sich römische Herrscher auf Münzen darstellen lassen
li.slide Rohrstock, mit dem Jessu auf den Kopf geschlagen wird - statt Zepter als Zeichen der Macht in Jesu Hand
li.slide
i Jesus wird als König verspottet
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li.slide <q>Sei gegrüßt, König der Juden!</q> (V 18)
li.slide Kniebeuge (V 19)
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b Freitag 2: Kreuzigung und Sterben Jesu
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b Mk 15,20b-27 Kreuzweg und Kreuzigung Jesu
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li.slide
i Anspielungen auf Ps 22, den Psalm vom leidenden Gottesknecht
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li.slide Ps 22,19: <q>Sie verteilen unter sich meine Kleider und werfen das Los um mein Gewand.</q>
li.slide Ps 22,8-9: <q>Alle, die mich sehen, verlachen mich, verziehen die Lippen, schütteln den Kopf: <q>Wälze die Last auf den Herrn! Er soll ihn befreien, er reiße ihn heraus, wenn er an ihm Gefallen hat!</q></q>
li.slide Ps 22,2 (direktes Zitat): <q>Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen.</q>
li.slide Man beachte aber: Ps 22 mündet nicht im Untergang, sondern im Lobpreis Gottes angesichts tatsächlich gewährter Hilfe: verdeckter Ausblick auf die Auferstehung!
li.slide
i Einspielungen von wichtigen Elementen der <q>Lehre auf dem Weg</q>
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li.slide
i Simon von Cyrene trägt das Kreuz Jesu
br
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span.oi.oi-arrow-right
|
| Mk 8,34:
|
q Wenn einer hinter mir hergehen will [= mein Jünger sein will], verleugne er sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.
br
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span.oi.oi-arrow-right
|
| Mk 9,35:
|
q Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein.
br
span.slide
| Simon von Cyrene ist zum Diener des <q>Letzten der Letzten</q> geworden - gerade so ist er ein Beispiel für die Nachfolge.
li.slide
i Links und rechts neben Jesus <q>thronen</q> mitgekreuzigte Räuber
br
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|
| Mk 14,48:
|
q Wie gegen einen Räuber seid ihr mit Schwertern und Knüppeln ausgezogen, um mich festzunehmen.
br
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|
| Mk 10,37
|
q [Jakobus und Johannes] sagten zu Jesus:
q Lass in deiner Herrlichkeit einen von uns rechts und den anderen links neben dir sitzen!
br
span.slide
| Jesus-Nachfolge kann innerhalb dieser Erdenzeit dazu führen, dass man wie Jesus und die Jünger <q>zum Gespött der Leute</q> wird.
br
| <q>Ehrenplätze</q> ist nicht das, was Jünger Jesu anstreben sollten.
li.slide
i (Pervertierte) Anspielungen auf den Triumphzug von Kaiser Vespasian in Rom
br
span.small Das mögen zum Teil <q>Zufälle</q> sein, zum Teil werden Elemente der Passion von Markus bewusst in diesem Sinne gestaltet worden sein.
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li.slide Im <q>Hof</q> des Pilatus hätte wohl keine <q>ganze Kohorte</q> (immerhin 600 bis 1000 Mann!) Platz gehabt.
br
span.slide Aber mit dem Zusammenrufen der ganzen Kohorte, von dem Mk 15,16 erzählt, beginnt der Triumphzug auf dem Marsfeld in Rom.
li.slide Der Triumphator tritt dazu aus seinem Feldherrnzelt heraus, das Prätorium genannt wird.
br
span.slide Genauso wird der Hof des Pilatus bezeichnet.
li.slide Dem Triumphator werden Purpurgewand und Lorbeerkranz angelegt als Insignien der Macht.
br
span.slide Vergleiche die Spott-Huldigung Jesu durch die römischen Soldaten!
li.slide Der Triumphzug schlängelt sich in feierlicher Prozession durch die Straßen Roms.
br
span.slide <q>Ähnlich</q> stellt man sich schon immer den Kreuzweg Jesu vor.
li.slide Am Ziel des Triumphzuges wird dem Triumphator Wein angeboten, den dieser aber nicht trinkt.
br
span.slide Mk 15,23: Auch Jesus wird Wein angeboten - wenn auch mit Myrrhe vermischt -, auch er trinkt ihn nicht.
li.slide Das Ziel des Triumphzuges in Rom ist das Kapitol: caput = Schädel.
br
span.slide Die Kreuzigung Jesu findet auf Golgota statt, Markus übersetzt ausdrücklich: Golgota = Schädelort!
li.slide Am Ziel des Triumphzuges wird der mitgeführte besiegte Feind getötet.
br
span.slide Rollentausch bei der Kreuzigung Jesu: der <q>König der Juden</q> selbst wird hingerichtet.
li.slide Vespasian wurde bei seinem Triumphzug von seinen beiden Söhnen begleitet: ein Trio der Macht.
br
span.slide Jesus wird zwischen zwei Räubern gekreuzigt: ein Trio der Ohnmacht.
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b Mk 15,29-32 Der Tod Jesu
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p.nomarginbottom <i>Verspottung Jesu</i> u. a. durch die jüdischen Führer, mit
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li.slide Bezug auf die <i>Tempelzerstörung</i>
li.slide Rückgriff auf <i>Hoheitstitel</i> (<q>Christus</q>, <q>König von Israel</q>) [Mk 15,29-32]
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span
|
b negatives Bekenntnis
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p.nomarginbottom <i>Finsternis im ganzen Land</i> [Mk 15,33]
br
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span
|
b Abwesenheit Gottes im Land
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p.nomarginbottom <i>Jesu Schrei</i> der <b>Gottverlassenheit</b> [Mk 15,34]
.viewbox.slide.konzentrisch-5
p.nomarginbottom <i>Elija</i> kommt nicht [Mk 15,35-36]
br
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span
|
b kein himmlischer Helfer
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p.nomarginbottom Jesus stribt mit lautem <i>Schrei</i> und <b>haucht den Geist aus</b> [Mk 15,37]
.viewbox.slide.konzentrisch-3
p.nomarginbottom Der <i>Tempelvorhang zerreißt</i> [Mk 15,38]
br
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span
|
b Abwesenheit Gottes im Tempel
.viewbox.slide.konzentrisch-2
p.nomarginbottom Römischer Hauptmann: <q>Wahrhaftig, dieser Mensch war ein Sohn eines Gottes!</q>
br
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span
|
b positives Bekenntnis
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| <q>Sohn eines Gottes</q> war im römischen Reich <i>Kaisertitulatur</i>
br
span.slide Mit dem Bekenntnis des römischen Hauptmanns wird eine ungeheuerliche Umwertung ausgedrückt:
br
span.slide Nicht der mächtige Kaiser im Rom ist der <q>Erste</q>, sondern Jesus, der sich in seinem Leben und Sterben zum Diener aller gemacht hat.
br
span.slide Er, der sich selbst zum <q>Letzten</q> gemacht hat, ist zum <q>Ersten</q> geworden - gerade durch seinen Kreuzweg.
br
span.slide Mk 9,45: <q>Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein.</q>
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b Mk 15,40-41 Erzählerischer Nachtrag: Frauen aus der Gefolgschaft Jesu hatten die Kreuzigung von Ferne beobachtet.
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p.nomarginbottom
b Mk 15,42-47 Das Begräbnis Jesu
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li.slide
| Joseph von Arimathäa geht ein großes Risiko ein (Mk 15,42: er <q>wagte es</q>, den Leichnam Jesu zu erbitten):
br
span.slide
| sich vor den römischen Behörden als Anhänger eines Gekreuzigten zu outen - bzw. als jemand, der mit ihnen Mitleid hatte, -
| konnte bedeuten, dass man selber gekreuzigt wurde.
li.slide
| Pilatus lässt den Tod Jesu ausdrücklich feststellen.
br
span.slide
| Damit soll Jesu Tod verbürgt sein: es war kein Scheintod, sondern Jesus war wirklich absolut tot.
| Daran gilt es vor allem im Hinblick auf die Auferstehung Jesu festzuhalen.
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