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| Inhaltsangabe/Überschrift
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| Himmlischer Sendungsbeschluss
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,1-3
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h5.card-title Johannes in der Wüste: Seine Taufe und seine Ankündigung des Kommenden
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,4-7
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h5.card-title Die Taufe Jesu: Tod und Auferstehung Jesu als Wendepunkt der Heilsgeschichte
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,9-11
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h5.card-title Die Versuchung Jesu
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,12-13
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h5.card-title Johannes tritt ab, Jesus tritt auf: Eröffnungsruf des Wirkens Jesu: Das Reich Gottes ist zum Greifen nahe!
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,14-15
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.card.mb-1.konzentr-1
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h5.card-title Die Berufung der ersten Jünger
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,16-20
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h5.card-title Die neue Lehre in der Synagoge: Jesus gekommen, um Satan/die Dämonen ins Verderben zu stürzen
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,21-28
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h5.card-title Die Heilung der Schwiegermutter des Petrus, die (daraufhin!) Jesus dient
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,29-31
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h5.card-title Die ganze Stadt vor der Tür; Jesus heilt und treibt Dämonen aus (jene wissen, wer er ist)
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,32-34
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h5.card-title Rückzug und erneuter Aufbruch
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,35-39
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h5.card-title Die Heilung des Aussätzigen
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,40-45
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p.card-text.mb-0.konzentr-6.bibeltextkonzentr
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| 1 Anfang des Evangeliums Jesu Christi, Sohn (eines) Gottes.
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| 2 Wie geschrieben steht beim Propheten Jesaja:
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q Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der einen Weg bahnen wird.
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q 3 Stimme eines Rufers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn! Macht gerade seine Straßen!
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p.card-text.mb-0.konzentr-5.bibeltextkonzentr
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| 4 So trat Johannes der Täufer in der Wüste auf und verkündete eine Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden.
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| 5 Ganz Judäa und alle Einwohner Jerusalems zogen zu ihm hinaus;
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| sie bekannten ihre Sünden und ließen sich im Jordan von ihm taufen.
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| 6 Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften
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| und er lebte von wildem Honig.
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| 7 Er verkündete:
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q
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| Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich;
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| ich bin es nicht wert, mich zu bücken und ihm die Riemen der Sandalen zu lösen.
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| 8 Ich habe euch mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.
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p.card-text.mb-0.konzentr-4.bibeltextkonzentr
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| 9 Und es geschah in jenen Tagen, da kam Jesus aus Nazareth in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen.
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| 10 Und sogleich, als er aus dem Wasser stieg, sah er,
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| dass der Himmel aufriss und der Geist wie eine Taube in ihn hineinkam.
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| 11 Und eine Stimme aus dem Himmel sprach:
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q Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.
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p.card-text.mb-0.konzentr-3.bibeltextkonzentr
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| 12 Und sogleich trieb der Geist Jesus in die Wüste.
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| 13 Jesus blieb vierzig Tage in der Wüste und wurde vom Satan in Versuchung geführt.
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| Er lebte bei den wilden Tieren und die Engel dienten ihm.
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p.card-text.mb-0.konzentr-2.bibeltextkonzentr
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| 14 Nachdem Johannes ausgeliefert worden war, ging Jesus nach Galiläa;
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| er verkündete das Evangelium Gottes
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| 15 und sprach:
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| Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe.
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| Kehrt um und glaubt an das Evangelium!
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p.card-text.mb-0.konzentr-1.bibeltextkonzentr
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| 16 Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, den Bruder des Simon,
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| die auf dem See ihre Netze auswarfen; sie waren nämlich Fischer.
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| 17 Da sagte er zu ihnen:
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| Kommt her, mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen.
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| 18 Und sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm nach.
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| 19 Als er ein Stück weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes;
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| sie waren im Boot und richteten ihre Netze her.
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| 20 Sogleich rief er sie und sie ließen ihren Vater Zebedäus mit seinen Tagelöhnern im Boot zurück und folgten Jesus nach.
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p.card-text.mb-0.konzentr-2.bibeltextkonzentr
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| 21 Sie kamen nach Kafarnaum. Am folgenden Sabbat ging er in die Synagoge und lehrte.
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| 22 Und die Menschen waren voll Staunen über seine Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, nicht wie die Schriftgelehrten.
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| 23 In ihrer Synagoge war ein Mensch, der von einem unreinen Geist besessen war.
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| Der begann zu schreien:
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q
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| 24 Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret?
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| Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen?
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| Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes.
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| 25 Da drohte ihm Jesus:
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| Schweig und verlass ihn!
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| 26 Der unreine Geist zerrte den Mann hin und her und verließ ihn mit lautem Geschrei.
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| 27 Da erschraken alle und einer fragte den anderen:
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| Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht: Sogar die unreinen Geister gehorchen seinem Befehl.
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| 28 Und sein Ruf verbreitete sich rasch im ganzen Gebiet von Galiläa.
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p.card-text.mb-0.konzentr-3.bibeltextkonzentr
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| 29 Sie verließen sogleich die Synagoge und gingen zusammen mit Jakobus und Johannes in das Haus des Simon und Andreas.
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| 30 Die Schwiegermutter des Simon lag mit Fieber im Bett.
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| Sie sprachen sogleich mit Jesus über sie
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| 31 und er ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf.
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| Da wich das Fieber von ihr und sie diente ihnen.
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p.card-text.mb-0.konzentr-4.bibeltextkonzentr
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| 32 Am Abend, als die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus.
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| 33 Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt
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| 34 und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten, und er trieb viele Dämonen aus.
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| Und er verbot den Dämonen zu sagen, dass sie wussten, wer er war.
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p.card-text.mb-0.konzentr-5.bibeltextkonzentr
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| 35 In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten.
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| 36 Simon und seine Begleiter eilten ihm nach,
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| 37 und als sie ihn fanden, sagten sie zu ihm:
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q Alle suchen dich!
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| Er antwortete:
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q
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| Lasst uns anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort verkündet;
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| denn dazu bin ich gekommen.
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| Und er zog durch ganz Galiläa, verkündete in ihren Synagogen und trieb die Dämonen aus.
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p.card-text.konzentr-6.bibeltextkonzentr
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| 40 Ein Aussätziger kam zu Jesus und bat ihn um Hilfe; er fiel vor ihm auf die Knie und sagte:
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q Wenn du willst, kannst du mich rein machen.
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| 41 Jesus hatte Mitleid mit ihm;
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| er streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte:
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q Ich will – werde rein!
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| 42 Sogleich verschwand der Aussatz und der Mann war rein.
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| 43 Jesus schickte ihn weg, wies ihn streng an 44 und sagte zu ihm:
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q Sieh, dass du niemandem etwas sagst, sondern geh, zeig dich dem Priester und bring für deine Reinigung dar, was Mose festgesetzt hat – ihnen zum Zeugnis.
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| 45 Der Mann aber ging weg und verkündete bei jeder Gelegenheit, was geschehen war;
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br
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| er verbreitete die Geschichte, so dass sich Jesus in keiner Stadt mehr zeigen konnte;
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| er hielt sich nur noch an einsamen Orten auf.
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| Dennoch kamen die Leute von überallher zu ihm.
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| Aussatz!
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li Unter Aussatz verstand man damals verschiedene Hautkrankheiten – manche ansteckend und tödlich, andere eher harmlos.
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| Aus Sicherheitsgründen behandelte man alle gleich: wer an Aussatz erkrankt war, musste sich vom bisherigen sozialen Leben
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| verabschieden und sich an Orte außerhalb der Städte und Dörfer zurückziehen, damit sich
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| niemand aus Versehen anstecken konnte.
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li.small
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| Das klingt hart, fast unmenschlich – aber wenn man eine möglicherweise tödliche Krankheit nicht heilen kann, dann bleibt einem nichts anderes übrig.
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| Auch wir heute kennen Quarantäne, in die jemand muss, wenn der Verdacht auf eine möglicherweise ansteckende und gefährliche/tödliche Krankheit vorliegt.
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li
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| Durch seinen Aussatz war der Mann zu einem Leben an den Rändern der Gesellschaft verdammt,
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| zu einem Leben als Ausgegrenzter; er gehörte zu den „Letzten“ der Gesellschaft.
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li
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| Als Aussätziger ist der Mann nicht nur von der menschlichen Gesellschaft ausgeschlossen – nur unter Seinesgleichen konnte er sich aufhalten –
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| sondern lebt auch fern der Gemeinschaft mit Gott: als „Unreiner“ (siehe seine Heilungsbitte) ist er vom Kult und damit von der Begegnung mit Gott ausgeschlossen.
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h5.card-title
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| „Anfang“?
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| „Bote vor dir her, der deinen Weg bahnen wird“?
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| Abgesehen davon, dass mit dem Priester und mit dem darzubringenden Reinigungsopfer indirekt Jerusalem und der Tempel in Blick kommen,
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| die Jesus gegen Ende seines Weges aufsuchen wird, fällt es schwer, in dieser Erzählung etwas mit „Anfang“ zu verbinden;
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| eher wird ein „Ende“ erzählt: das Ende der öffentlichen Wirksamkeit Jesu, der sich als Resultat der Begegnung mit dem Aussätzigen
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| und dessen „Verkündigungstätigkeit“ „in keiner Stadt mehr zeigen konnte“ und sich nur noch an einsamen Orten aufhielt.
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li
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| Auch erscheint – wenn auch nur auf den ersten Blick – der Aussätzige in die Rolle des „Boten vor dir her, der deinen Weg bahnen wird“
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| zu schlüpfen:
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| Jesus übernimmt das Schicksal des Aussätzigen, der nicht unter die Menschen gehen durfte, damit er niemanden anstecken konnte.
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li
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| Dieses „Umgedrehtsein“ – das sei hier gleich angemerkt – ist konstitutiv für diese Erzählung.
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h5.card-title
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| Aussatz?
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h6.card-subtitle.text-muted Der <i>unreine</i> Geist in der Synagoge (→ Mk 1,21-28) als Interpretationshilfe – <i>rein</i> werden
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li
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| Der Aussätzige bittet nicht direkt um Heilung vom Aussatz; er möchte <i>rein</i> werden.
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| Dies ist sachlich logisch, da er als Aussätziger als Unreiner – als Unberührbarer – gilt.
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li
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| Dieser Erzählzug stellt aber eine Beziehung zur Austreibung des <i>unreinen</i> Geistes in der Synagoge her.
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br
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| Das Besessensein vom „unreinen Geist“ in jener Erzählung wurde in einem ethischen Sinne gedeutet:
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| der Bessene ist Diener Satans, nicht Diener Gottes,
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| was sich in einem entsprechenden ethischen Verhalten ausdrückt.
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li
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| Dies ermöglicht es, „Aussatz“ hier im übertragenen Sinne zu verstehen:
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| weil er ein schlechtes Verhalten an den Tag legt, ist er isoliert, niemand möchte mit ihm zusammen sein;
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br
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| er ist „aussätzig“, auch wenn er nicht an der Krankheit „Aussatz“ leidet.
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li
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| So muss beachtet werden, dass in der Erzählung vordergründig die Heilung eines Aussätzigen im Sinne der Krankheit erzählt wird,
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| hintergründig aber dieser „Aussatz“ des Mannes in einem ethischen Sinne zu verstehen ist;
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| beides aber hat gemeinsam, dass es von den Menschen und zugleich von Gott trennt.
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h5.card-title
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| Jesus
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q streckte die Hand aus, berührte ihn
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| –
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q sogleich verschwand der Aussatz
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ul.card-text
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li Einen Aussätigen zu berühren ist strengstens verboten – weil man sich anstecken könnte.
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li Jesus berührt den Aussätzigen und heilt ihn so; er kann ihn berühren, weil er ihn heilen kann.
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||
li Dass Jesus den Aussätzigen berührt, hebt diese Erzählung von Aussatzheilungen im Alten Testament ab – von denen es ganze zwei gibt:
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ul.card-text
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li
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| In Num 12,10-15 wird vom Aussatz der Schwester des Mose, Mirjam, erzählt.
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br
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| Sie wird durch Gott auf das Gebet des Mose hin geheilt.
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i Es findet keine Berührung statt.
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li
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| In 2 Kön 5 erfährt der Syrer Naaman Heilung durch Gott durch eine rituelle Waschung.
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br
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i Auch hier gibt es keine Berührung des Kranken.
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li
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| Dass Jesus den Aussätzigen zur Heilung berührt ist also ein besonders auffälliger Erzählzug,
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| der auch nicht ohne Folgen bleibt – für beide.
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.card-body
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h5.card-title
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||
| „Austausch“
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h6.card-subtitle.text-muted „Er hat unsere Krankheit getragen“
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hr
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ul.card-text
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li
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| Durch die Heilung ist dem ehedem Aussätzigen der Weg in die soziale Gemeinschaft (Familie, Dorf, etc.) wieder offen,
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| wovon der Geheilte sogleich Gebrauch macht.
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li
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||
| Doch durch das Berühren des Aussätzigen wird Jesus nach jüdischer Vorstellung selber zu einem Aussätzigen:
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br
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| das Schweigegebot, das Jesus an den Geheilten mit heftigen Worten richtet,
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||
| soll ihn auf der Ebene der Erzählung vor den negativen Folgen der Berührung des Aussätzigen schützen.
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li
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||
| Durch das Herumerzählen des Ganzen durch den Geheilten wird Jesus als Aussätziger geoutet, was als Folgen zeitigt –
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| das wird in der Erzählung schön bebildert –, dass er sich „in keiner Stadt mehr zeigen konnte; er hielt sich
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| nur noch an einsamen Orten auf“ (Mk 1,45).
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li
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| Es findet ein „Austausch“ statt: der Mann wird seinen Aussatz los, Jesus wird zum ‚Aussätzigen‘;
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br
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||
| Dabei setzen die Erzählung und das Evangelium insgesamt voraus, dass sich Jesus nicht an der (realen) Krankheit
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||
| Aussatz angesteckt hat; dennoch ist es für die Erzählung und das, was sie ausdrücken will, unbedingt notwendig, dass Jesus nun ein „Aussätziger“ ist.
|
||
li
|
||
| Der bibelkundige Leser denkt dabei unweigerlich an eine Stelle im Buch Jesaja, wo vom „Gottesknecht“
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||
| (Gottes besonderem Werkzeug zum Heil der Menschen) die Rede ist:
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br
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||
| „er hat unsere Krankheit getragen“ (Jes 53,4).
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br
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||
| Nicht unerheblich ist, dass Jesaja die Wendung „Er hat unsere Krankheit getragen!“ in einem bildlichen,
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||
| die Überwindung körperlicher Leiden übersteigenden, umfassend-heilvollen Sinn versteht im Sinne einer Befreiung aus Schuld und Gottferne:
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br
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q.bibeltext
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| 2 ...
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| Er hatte keine schöne und edle Gestalt, sodass wir ihn anschauen mochten.
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br
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||
| Er sah nicht so aus, dass wir Gefallen fanden an ihm.
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br
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||
| 3 Er wurde verachtet und von den Menschen gemieden, ein Mann voller Schmerzen, mit Krankheit vertraut.
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br
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||
| Wie einer, vor dem man das Gesicht verhüllt, war er verachtet;
|
||
br
|
||
| wir schätzten ihn nicht.
|
||
br
|
||
| aber er hat <i>unsere</i> Krankheit getragen und <i>unsere</i> Schmerzen auf sich geladen.
|
||
br
|
||
| Wir meinten, er sei von Gott geschlagen, von ihm getroffen und gebeugt.
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br
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||
| 5 Doch <i>er</i> wurde durchbohrt <i>wegen unserer Vergehen</i>, <i>wegen unserer Sünden</i> zermalmt.
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br
|
||
| <i>Zu unserem Heil lag die Züchtigung auf ihm,</i>
|
||
br
|
||
| <i><b>durch seine Wunden sind wir geheilt.</b></i>
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br
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||
| 6 Wir hatten uns alle verirrt wie Schafe, jeder ging für sich seinen Weg.
|
||
br
|
||
| Doch der HERR ließ auf ihn treffen die Schuld von uns allen. ...
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||
br
|
||
| 8 ...
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||
| Er wurde vom Land der Lebenden abgeschnitten und wegen der Vergehen meines Volkes zu Tode getroffen. ...
|
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br
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||
| 11 Nachdem er vieles ertrug, erblickt er das Licht. ...
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br
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||
| Mein Knecht, der gerechte, macht die Vielen gerecht;
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br
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||
| er lädt ihre Schuld auf sich.
|
||
br
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||
| 12 Deshalb gebe ich ihm Anteil unter den Großen
|
||
br
|
||
| und mit Mächtigen teilt er die Beute,
|
||
br
|
||
| weil er sein Leben dem Tod preisgab
|
||
br
|
||
| und sich unter die Abtrünnigen rechnen ließ.
|
||
br
|
||
| Er hob die Sünden von Vielen auf und trat für die Abtrünnigen ein.
|
||
span.bibelstelle Jes 53,2-6.8.11-12
|
||
li
|
||
| Der in der Heilung des „Aussätzigen“ tragende Gedanke das „Austausches“,
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||
| der den einen belastet, um den anderen zu befreien, prägt auch dieses „Vierte Gottesknechtslied“ des Jesaja (Jes 52,13-53,12).
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br
|
||
| Und die Beschreibung dessen, der die Krankheit des Volkes getragen hat bzw. die damit zusammenhängende Beschreibung
|
||
| des Volkes vor der Rettung („jeder ging für sich seinen Weg“ [Jes 53,6b]), passt sehr gut zur „Krankheit“ „Aussatz“.
|
||
li
|
||
| Man wird also sagen können, dass Markus mit der Erzähung von der Heilung des „Aussätzigen“
|
||
| den Satz „Er hat unsere Krankheit getragen“ aus dem Vierten Gottesknechtslied des Jesaja auf Jesus übertragt
|
||
| und entsprechend bebildert;
|
||
br
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||
| damit dies „funktioniert“ <i>muss</i> Jesus den Aussätzigen berühren.
|
||
li
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||
| Wichtig ist, dass auch bei Deuterojesaja von „Krankheit“ in einem übertragenen Sinne die Rede ist;
|
||
br
|
||
| dies zu verstehen und auf die Krankenheilungen im Markus-Evangelium zu übertragen ist der zentrale Schlüssel zur Deutung derselben.
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.card.slide.border-primary.mb-3
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.card-body
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h5.card-title
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| „Einsame Orte“
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h6.card-subtitle.text-muted Der Tod am Kreuz als Übernahme der Gottferne – und damit „Ort des Austausches“
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ul.card-text
|
||
li
|
||
| Es ist daran zu erinnern, dass bei den „einsamen Orten“, an denen sich Jesus nun nur noch aufhält, die „Wüste“ mitschwingt,
|
||
| die als Ort der Gottferne schon mehrfach im übertragenen Sinne verstanden werden konnte und musste.
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||
li
|
||
| Bei der Auslegung der Taufe Jesu (→ Tod und Auferstehung Jesu) wurde darauf hingewiesen,
|
||
| dass Markus den Tod Jesu am Kreuz als Sterben in der und in die Gottferne inszeniert:
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br
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||
| kein himmlischer Helfer, Finsternis im Land, Aushauchen des Geistes; schließlich der Ruf Jesu: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“
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||
br
|
||
| Hinzu kommt, dass der Tod am Kreuz auch im Verlassensein von allen Menschen geschieht:
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||
br
|
||
| die Jünger haben Jesus verraten oder verleugnet oder sind geflohen; andere verspotten und verhöhnen ihn.
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||
li
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||
| Den theologischen Hintergrund dazu bietet das Buch Deuteronomium:
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br
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q.bibeltext
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| ein [an einen Holzpfahl] Gehenkter ist ein von Gott Verfluchter
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span.bibelstelle Dtn 21,23
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br
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||
| Ursprünglich bezog sich diese Stelle auf <i>nach</i> der Hinrichtung durch Aufhängen an einem Pfahl zur Schau gestellte
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||
| Tote, die dadurch besonders erniedrigt wurden; zur Zeit Jesu wurde dieser Satz aber auch auf die Kreuzigung übertragen:
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br
|
||
i Der Tod am Kreuz als Tod der Gottferne.
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li
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||
| Im Hinblick auf Jesus und den Glauben an ihn kann sich
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span.bibelstelle Dtn 21,23
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| mit
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span.bibelstelle Jes 53,4
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| verbinden:
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br
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q.bibeltext
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| Wir meinten, er sei von Gott geschlagen, von ihm getroffen und gebeugt.
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br
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| Dies bebildet Markus durch die Verhöhnung der beim Tod Jesu anwesenden Vertreter des Gottesvolkes.
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li
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| Mit der Erzählung von der Heilung des „Aussätzigen“ durch Jesus, der als Folge selber „aussätzig“ wird,
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||
| bietet Markus eine <i>Deutung des Kreuzestodes Jesu</i> durch Rückgriff auf das Vierte Lied vom Gottesknecht des Deuterojesaja.
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||
li
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||
| Deutlich wird, dass der „Aussätzige“ – gemäß des Viertes Gottesknechtsliedes – symbolisch für alle steht,
|
||
| die in der (Herrschaft der) Sünde
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||
| gefangen sind und deren Beziehungen zu Gott und zu den Mitmenschen daher
|
||
| der ‚Heilung‘ bedürfen.
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i
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br
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||
| Am Kreuz findet einen „Austausch“ zwischen ihnen und Jesus statt:
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||
br
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||
| er übernimmt ihre Krankheit, sie werden geheilt;
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||
br
|
||
| er stirbt in die Gottferne, sie werden aus der Gottferne befreit und in geheilte Gemeinschaft mit den Mitmenschen gestellt.
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||
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||
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|
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.card-body
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h5.card-title
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| „Dennoch kamen die Leute von überallher zu ihm“
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h6.card-subtitle.text-muted Die Ambivalenz des „einsamen Ortes“
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hr
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ul.card-text
|
||
li
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||
| Wieder sind – wie die „Wüste“ generell – die „einsamen Orte“ widersprüchlich inszeniert.
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ul.card-text
|
||
li Einerseits die (notwendige) Einsamkeit aufgrund des „Aussatzes“.
|
||
li Andererseits kommen die Menschen von überallher zu ihm – was nun nichts mehr mit Einsamkeit zu tun hat.
|
||
li
|
||
| Bezieht man den Gang Jesu in die Einsamkeit auf seinen Tod am Kreuz,
|
||
br
|
||
| hat das Kommen der Menschen zu Jesus als Voraussetzung, dass der Tod nicht das Ende Jesu war;
|
||
br
|
||
| insofern kann man im Kommen der Menschen zu Jesus indirekt seine Auferstehung ausgedrückt sehen.
|
||
li.small
|
||
| Dem entspricht, dass man im Vierten Gottesknechtslied des Deuterojesaja aus christlicher Perspektive
|
||
| auch den Gedanken der Auferstehung ausgedrückt sehen kann (→ „erblickt er das Licht“;
|
||
| „gebe ich ihm Anteil unter den Großen“).
|
||
li
|
||
| Das Bild, das sich im Kopf ausprägt, kennen wir bereits:
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||
br
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||
| mitten in der „Wüste“ entsteht um Jesus herum eine „Insel des Lebens“,
|
||
li
|
||
| Der Evangelist macht auch deutlich:
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||
br
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||
| Das Wunderbare, das über Jesus erzählt wird, zieht die Menschen an, weil sie daran teilhaben wollen.
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||
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||
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|
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.card-body
|
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h5.card-title
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| „ich will“ – „sogleich“ – „Mitleid“
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||
h6.card-subtitle.text-muted Jesus lebt seine Sendung
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hr
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ul.card-text
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||
li Im Dialog zwischen Jesus und dem Aussätzigen geht es um den Willen Jesu: „<i>Wenn du willst</i>, kannst du mich rein machen.“
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li
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||
| Damit wird der Wille Jesu zur Heilung des „Aussätzigen“ (bzw. der sich in ihm versammelnden „Vielen“) herausgestellt:
|
||
br
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||
i Jesu Ja zu seiner Sendung, und das – angesichts des Kontextes – mit alle Konsequenzen.
|
||
li
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||
| In die Sendung durch Gott ist auch wieder das „sogleich“ einzuordnen:
|
||
br
|
||
| In der Jüngerberufung markierte es das Eintreten der Jünger in die Nachfolge Jesu,
|
||
| wie auch den Ruf Jesu in die Nachfolge als Elemente der göttlichen Sendung.
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||
br
|
||
| Hier erfüllt sich die Sendung Jesu, indem der „Aussätzige“ „rein“ wird.
|
||
li
|
||
| Als Motivation Jesu wird sein Mitleid angegeben, in welchem sich das Erbarmen Gottes spiegelt
|
||
| und das noch mehrfach als Motivation Jesu genannt werden wird.
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|
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|
||
.card-body
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||
h5.card-title
|
||
| „Sieh, dass du niemandem etwas sagst“
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||
h6.card-subtitle.text-muted Ein dritter Blick auf die Schweigegebote – Das erste Schweigegebot im Hinblick auf ein Wunder
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||
hr
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||
ul.card-text
|
||
li Jesus fährt den Geheilten richtig an, dass er niemandem etwas erzählt – die deutsche Übersetzung verharmlost.
|
||
li
|
||
| Auf der Ebene der Erzählung ist das Schweigegebot klar durch den Aussatz begründet:
|
||
br
|
||
| durch das Berühren des Aussätzigen ist Jesus selber aussätzig geworden –
|
||
| vor den entsprechenden Folgen will das Schweigegebot schützen.
|
||
li
|
||
| Angesichts der bereits an Dämonen ergangenen Schweigebote ist das Schweigegebot hier aber in einen größeren Kontext einzuordnen;
|
||
br
|
||
| auffällig auch: schon den Dämon in der Synagoge hatte Jesus <i>angefahren</i>, dass er schweigt.
|
||
li
|
||
| Während aber gegenüber den Dämonen das Wissen darum, wer Jesus ist, mit dem Schweigegebot belegt wurde,
|
||
br
|
||
| wird hier das Wunder selbst mit dem Schweigegebot belegt.
|
||
br
|
||
| Dies lässt fragen, was die Dämonenaustreibung mit der Heilung des „Aussätzigen“ verbindet und was diese
|
||
| von den meisten anderen Wundern unterscheidet.
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||
ul.card-text
|
||
li
|
||
i Deutung des Todes Jesu
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| Das Schweigegebot an den Dämon in der Synagoge war im Kontext der verschwiegenen Lehre Jesu ausgesprochen worden,
|
||
| die das Wissen darum, wer Jesus ist, notwendig ergänzt, und
|
||
| die mit der Sendung Jesu und dem Weg, den Jesus dazu zurücklegt, verbunden werden konnte:
|
||
br
|
||
| mit dem Gang Jesu ins Verderben zum Verderben der Dämonen – und letztlich Satan –;
|
||
br
|
||
| damit wird Jesu Tod eine bestimmte soteriologische Bedeutung zugemessen.
|
||
li
|
||
| Auch in der Heilung des „Aussätzigen“ wird der Tod Jesu am Kreuz gedeutet, und zwar
|
||
| im Sinne des „Austausches“ zur Befreiung der von Satan/den Dämonen
|
||
| Besessenen:
|
||
br
|
||
| Jesus geht in die Gottferne („Verderben“), um die Menschen daraus zu retten.
|
||
li
|
||
i „Austausch“ (nicht „Schicksalsgemeinschaft“) – Auswirkung des Todes Jesu (nicht der Auferstehung)
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| Anders als bei den bisherigen Wundern geht es hier bei der Heilung des „Aussätzigen“
|
||
| nicht um eine (positive) Schicksalsgemeinschaft des/der Geheilten mit Jesus
|
||
| im Sinne einer Analogie zur Auferstehung Jesu – wie etwa bei der Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus –,
|
||
| die alle ohne ein sich auf das Wunder beziehendes Schweigegebot erzählt werden,
|
||
br
|
||
| sondern um den „Austausch“ Jesu, den er mit dem Kranken vollzieht und der anschaulich bebildert wird.
|
||
li
|
||
| Gemeinsam ist den Dämonenaustreibungen und dem „Austausch“ mit dem „Aussätzigen“
|
||
| die Verbindung des Wunders nicht mit der Auferstehung, sondern mit dem Tod Jesu am Kreuz:
|
||
br
|
||
| den Dämonen geht Jesus mit seinem Tod am Kreuz ins „Verderben“ voraus;
|
||
br
|
||
| mit dem „Aussätzigen“ findet im Tod am Kreuz ein „Austausch“ statt.
|
||
li
|
||
| So kann das hier vorhandene Schweigegebot als Signal verstanden werden:
|
||
ol.card-text
|
||
li
|
||
| in die in Mk 1,21-28 mit dem Schweigegebot korrelierende inhaltlich nicht direkt bestimmte „Lehre Jesu“ ergänzend
|
||
| diese Deutung des Todes Jesu als „Austausch“ einzutragen;
|
||
li
|
||
| kommende Erzählungen mit Schweigegeboten im Hinblick auf Wunder (im Unterschied zu Schweigegeboten im Hinblick auf die Person Jesu)
|
||
| auf die Thematik „Austausch“ hin auszulegen;
|
||
br
|
||
| diese Wunder werden durch die Schweigegebote in besonderer Weise hervorgehoben und verbunden.
|
||
|
||
.card.slide.border-primary.mb-3
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title
|
||
| „Der Mann aber ging weg und verkündete bei jeder Gelegenheit das Wort“
|
||
h6.card-subtitle.text-muted Das Brechen des Schweigegebotes als Signal
|
||
hr
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| Während sich die Dämonen an das Schweigegebot gehalten haben und sich künftig auch alle anderen an das Schweigegebot halten werden,
|
||
| wird das Schweigegebot durch den vom „Aussatz“ Geheilten gebrochen.
|
||
li
|
||
| Formal entspricht die Verkündigungstätigkeit des Geheilten dem „Austausch“ mit Jesus: von dessen Verkündigungstätigkeit
|
||
| war gerade noch erzählt worden; als „Aussätziger“ kann Jesus nicht verkündigen – dafür übernimmt der Geheilte.
|
||
li
|
||
| Was die Einheitsübersetzung mit
|
||
br
|
||
q Der Mann aber ging weg und verkündete bei jeder Gelegenheit, was geschehen war; er verbreitete die Geschichte ...
|
||
br
|
||
| übersetzt, müsste eigentlich wie folgt heißen:
|
||
br
|
||
q Der Mann aber ging hinaus und begann vielfach zu verkünden und <i>das Wort</i> zu verbreiten ...
|
||
li
|
||
| Die inhaltliche Bestimmung der Wendung „das Wort“ ist zwar nicht eindeutig gegeben, sie ist wohl aber mit der
|
||
| Botschaft, dass Jesus ihn, den einst „Aussätzigen“, geheilt hat und ihn dazu berührt hat, zu füllen
|
||
| – nur so ist zu begründen, warum Jesus nun die Folgen des übernommenen „Aussatzes“ in der Erzählung zu tragen hat.
|
||
br
|
||
span.small Es kann also nicht nur um die Heilung selbst gehen, sondern die Berührung durch Jesus muss mit enthalten sein.
|
||
li
|
||
| Die eigenwillige Wendung „das Wort“ kann man in Analogie zu der nicht direkt bestimmten „Lehre“ Jesu in der Erzählung
|
||
| von der Austreibung des unreinen Geistes in der Synagoge setzen;
|
||
br
|
||
| jedenfalls ist eine inhaltliche Entsprechung gegeben:
|
||
ul.card-text
|
||
li Jesu Gang ins Verderben den Dämonen voraus, um die Menschen von der Herrschaft der Dämonen zu befreien;
|
||
li Jesu Übernahme des „Aussatzes“ des „Aussätzigen“, was diesem Heilung bringt.
|
||
li
|
||
| Den einen bringt der Tod Jesu am Kreuz den Untergang, den anderen – als Kehrseite derselben Medaille – ein neues Leben.
|
||
li
|
||
| Insofern das Schweigegebot hier das einzige ist, das im ganzen Evangelium gebrochen wird,
|
||
| könnte dies ein Signal sein:
|
||
br
|
||
i Diese Botschaft vom „Austausch“ Jesu mit dem „Aussätzigen“ ist unbedingt zu verkünden!
|
||
|
||
.card.slide.border-primary.mb-3
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title
|
||
q geh, zeig dich dem Priester und bring für deine Reinigung dar, was Mose festgesetzt hat – ihnen zum Zeugnis
|
||
h6.card-subtitle.text-muted Der Tempel in Jerusalem kommt in Blick
|
||
hr
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| Es ist Aufgabe der Priester – die auch die Funktion eines Arztes hatten –, die Gesundung von Aussätzigen zu bestätigen.
|
||
br
|
||
| Wenn der Priester die Heilung bestätigt – die wiederhergestellte „Reinheit“ feststellt –, darf der Geheilte wieder am normalen Leben teilnehmen.
|
||
li
|
||
| Da der „Aussatz“ hier theologisch-ethisch zu verstehen ist, muss weiter bedacht werden,
|
||
| dass der Tempel eigentlich der Ort der Sündenvergebung und der Wiederherstellung der „Reinheit“ ist.
|
||
br
|
||
| Jesu Wirken „ersetzt“ in diesem Falle den Tempel – dort kann man nur bestätigen.
|
||
li
|
||
| Mit der Notiz kommt jedenfalls indirekt der Tempel und mit ihm Jerusalem in den Blick;
|
||
| dorthin wird Jesus sein weiterer Weg führen – der Konflikt dort deutet sich hier schon an,
|
||
| wird doch quasi das Zeugnis vorausgeschickt, dass Jesus (sein Tod und seine Auferstehung) „Reinheit“ jenseits des Tempels ermöglicht.
|
||
|
||
|
||
.card.slide.border-primary.mb-3
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title
|
||
| Scharnier
|
||
h6.card-subtitle.text-muted Die hervorgehobene Bedeutung der Heilung des „Aussätzigen“
|
||
hr
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| Die vorliegende Erzählung ist das Scharnier der Gliederung „Galiläa I“, zwischen den Teilen „Galiläa I/A“ und „Galiläa I/C“,
|
||
| und gleichzeitig das erste von mehreren solcher Scharniere.
|
||
li Dies gibt ihr auch formal ein hohes Gewicht.
|
||
|
||
.card.slide.border-primary.mb-3
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title
|
||
q Bereitet den Weg des Herrn
|
||
h6.card-subtitle.text-muted Der von Jesus vollzogene „Austausch“ im Dienst des Kommens Gottes zu den Menschen
|
||
hr
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| Indem Jesus mit dem „Aussätzigen“ den „Austausch“ vollzieht, befreit er ihn aus der Gottferne
|
||
| und stellt ihn neu in die geheilte Gemeinschaft mit Gott (und den anderen Menschen).
|
||
li
|
||
| So ist Gott (neu) im Leben dieses Menschen angekommen.
|
||
li
|
||
| Mit dem vollzogenen „Austausch“ hat sich also Jesus ganz in den Dienst des Kommens Gottes zu den Menschen gestellt.
|
||
|
||
.card.slide.border-primary.mb-3
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title
|
||
| „Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg bahnen wird“ I
|
||
h6.card-subtitle.text-muted Vom Reinigen der Netze zum Rein-Machen der Menschen
|
||
hr
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| In besonderer Weise werden die Söhne des Zebedäus, deren Berufung in der Mitte der konzentrischen Gliederung steht,
|
||
| mit der Heilung des Aussätzigen verbunden:
|
||
br
|
||
| In Mk 1,19 wird erzählt, dass die beiden gerade ihre Netze herrichten (gr. katartizo);
|
||
br
|
||
| in Mk 1,40 bittet der Aussätzige Jesus, ihn rein zu machen (gr. katarizo) –
|
||
br
|
||
| die sprachliche Ähnlichkeit im Griechischen ist sicher nicht zufällig!
|
||
li
|
||
| Im Sinne des „Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg bahen wird“
|
||
| wird hier das einstige Reinigen des Fischernetzes auf das „Reinigen“ von Menschen übertragen
|
||
| als soteriologisches Wirken in der Nachfolge Jesu:
|
||
br
|
||
| in der Taufe, in der Jesu Tod und Auferstehung gegenwärtig sind,
|
||
| sollen sie Menschen vom „Aussatz“ der Gottferne heilen, sie „rein machen“ – von Christus her,
|
||
| in welchem durch den „Austausch“ die neue Reinheit geschenkt ist.
|
||
li
|
||
| Während bei Petrus und Andreas das Netzeauswerfen bei ihrer Berufung unmittelbar aufgegriffen wird
|
||
| und auf „Menschenfischer“ übertragen wird,
|
||
br
|
||
| fehlt dort eine solche unmittelbare Übertragung der Tätigkeit der Zebedäussöhne auf die spätere Tätigkeit im Dienste Jesu und des Evangeliums;
|
||
br
|
||
| hier wird sie nachgeholt.
|
||
|
||
.card.slide.border-primary.mb-3
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title
|
||
| „Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg bahnen wird“ II
|
||
h6.card-subtitle.text-muted Der Philipperhymnus in seinem Kontext und seine Bezüge zur vorliegenden konzentrischen Gliederung
|
||
hr
|
||
p.card-text
|
||
| In der Mitte der konzentrischen Gliederung steht die Berufung der ersten Jünger mit dem Ruf Jesu: „Kommt her, mir nach!“.
|
||
br
|
||
| Und die Berufung der Söhne des Zebedäus, die ihren Vater verlassen, macht – wie mehrfach erwähnt – den Philipperhymnus präsent;
|
||
br
|
||
| in dessen (längerer) Hinführung schreibt Paulus:
|
||
br
|
||
q.bibeltext
|
||
| Vor allem: Lebt als Gemeinde so, wie es dem Evangelium Christi entspricht! ...
|
||
br
|
||
| Seid untereinander so gesinnt, wie es dem Leben in Christus Jesus entspricht.
|
||
span.bibelstelle Phil 1,27a; 2,5
|
||
br
|
||
| Jedensmal geht es um Nachfolge, um das Beispiel Jesu, dem es nachzueifern gilt:
|
||
br
|
||
i Jesus ist der Bote Gottes vor den Jüngern her, der ihren weiteren Weg verbindlich bestimmt.
|
||
p.card-text
|
||
| Davon angeleitet, entdeckt man gerade in dieser konzentrischen Gliederung viele Bezüge,
|
||
| die sich mit dem Philipperhymnus in Verbindung bringen lassen.
|
||
|
||
p.card-text
|
||
q.bibeltext
|
||
| 6 Er war Gott gleich, hielt es aber nicht als einen Raub fest, Gott gleich zu sein,
|
||
br
|
||
| 7 sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich.
|
||
br
|
||
| Sein Leben war das eines Menschen;
|
||
br
|
||
| 8 er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz.
|
||
br
|
||
| 9 Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen,
|
||
br
|
||
| 10 damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu
|
||
br
|
||
| 11 und jeder Mund bekennt: Jesus Christus ist der Herr zur Ehre Gottes, des Vaters.
|
||
span.bibelstelle Phil 2,6-11
|
||
|
||
p.card-text
|
||
| Wie die folgenden Ausführungen belegen, steht die ganze konzentrische Gliederung in besonderer Weise in Verbindung
|
||
| mit dem Philipperhymnus und dessen Kontext
|
||
| und soll in Zusammenhang mit diesem gelesen werden im Sinne einer Vergegenwärtigung, Bebilderung
|
||
| und Anwendung dieses Hymnus analog zu seiner Verwendung im Brief des Paulus an die Philipper.
|
||
|
||
.card.slide.border-secondary.mb-2
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title
|
||
q
|
||
| Er war Gott gleich, hielt es aber nicht als einen Raub fest, Gott gleich zu sein,
|
||
br
|
||
| sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich.
|
||
br
|
||
| ... er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod,
|
||
br
|
||
| bis zum Tod am Kreuz
|
||
h6.card-subtitle.text-muted
|
||
| Oberes und unteres Ende der konzentrischen Gliederung
|
||
br
|
||
| in Verbindung mit der Berufung der Söhne des Zebedäus in der Mitte der konzentrischen Gliederung
|
||
hr
|
||
.card.slide.border-secondary.mb-1
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title Philipperhymnus und Heilung des „Aussätzigen“
|
||
h6.card-subtitle.text-muted Jesus, Sohn (eines) Gottes, erniedrigt sich und „tauscht“ mit einem „Letzten“
|
||
hr
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| Der Philipperhymnus besingt, wie der Gottgleiche die Position tauscht:
|
||
br
|
||
| aus der himmlischen Herrlichkeit heraus in die Erniedrigung bis zum schmachvollen Tod am Kreuz;
|
||
br
|
||
| von weiter oben als der Gottgleichheit kann man nicht kommen, tiefer als zum Tod am Kreuz – vorgestellt auch als äußerste Gottferne – kann man nicht sinken:
|
||
br
|
||
| Jener, der eigentlich – qua Gottgleichheit – „Erster“ ist, wird zum „Letzten“.
|
||
li
|
||
| In Analogie dazu erzählt die Heilung des Aussätzigen, dass Jesus, Sohn (eines) Gottes – Titel des „Ersten“ in der römischen Gesellschaft –,
|
||
| mit einem „Aussätzigen“ einen „Austausch“ vollzieht, von einem Gesunden zu einem „Kranken“ wird,
|
||
| um den Kranken gesund zu machen (→ „er hat unsere Krankheit getragen“);
|
||
br
|
||
| durch „Aussätzigsein“ aber gehört man zu den „Letzten“ der Gesellschaft,
|
||
br
|
||
| und Ort des „Austausches“ ist der Tod am Kreuz (s. o.).
|
||
li
|
||
| Während in der Heilung des „Aussätzigen“ der „Austausch“ konstitutiv ist,
|
||
| enthält der Philipperhymnus nicht explizit den Gedanken, dass die Erniedrigung des Gottgleichen geschieht, um jemand anderen zu erhöhen;
|
||
br
|
||
| der Hymnus geht vielmehr zur Erhöhung des sich selbst erniedrigt habenden durch Gott über.
|
||
li
|
||
| Allerdings zeigt der Kontext des Hymnus im Philipperbrief, dass Paulus den Hymnus der Erniedrigung des Gottgleichen und seine darauffolgende Erhöhung
|
||
| in seinen Brief aufnimmt, um damit ein Verhalten der Gemeinde <i>zugunsten anderer</i> zu motivieren, bei dem der Gedanke „Erniedrigung zur Erhöhung anderer“ eine Rolle spielt
|
||
| und er also den Hymnus im diesem Sinne versteht:
|
||
br
|
||
q.bibeltext
|
||
| In Demut schätze einer den anderen höher ein als sich selbst.
|
||
br
|
||
| Jeder achte nicht nur auf das eigene Wohl, sondern auch auf das der anderen.
|
||
span.bibelstelle Phil 2,3a.4
|
||
li
|
||
| Mit „gehorsam“ und „Tod am Kreuz“ enthält der Hymnus aber schon selber Begriffe, die eine soteriologische Bedeutung der Erniedrigung des Gottgleichen andeuten bzw. beinhalten:
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| In der Adam-Christus-Parallele in Röm 5,12-21 wird dem Gehorsam Christi eine soteriologische Funktion beigemessen:
|
||
br
|
||
q.bibeltext
|
||
| Wie durch den Ungehorsam des einen Menschen die vielen zu Sündern gemacht worden sind,
|
||
br
|
||
| so werden auch durch den <i>Gehorsam</i> des einen die vielen zu Gerechten gemacht werden.
|
||
span.bibelstelle Röm 5,19
|
||
li
|
||
| Der „Tod am Kreuz“ ist in der gesamten paulinischen Tradition „Ort des Heiles“.
|
||
br
|
||
| Im Philipperhymnus klappt diese Wendung nach und ist daher betont, sicher in einem soteriologischen Sinne.
|
||
br
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| Vielleicht hängt die auffällige Doppelung „bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz“ mit dem Vierten Lied vom Gottesknecht des Jesaja zusammen;
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| dort findet sich die Aussage „... er sein Leben dem Tod preisgab und sich unter die Abtrünnigen rechnen ließ“ (Jes 53,12a):
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| der Tod am Kreuz lässt sich als Tod der Abtrünnigen/Verbrecher sehr gut mit dem Satzteil „sich unter die Abtrünnigen rechnen ließ“ verbinden.
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li
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| Auffällig ist, dass im Vierten Gottesknechtslied der stellvertretende Tod – analog zum Tod am Kreuz im Philipperhymnus – Grund für die Erhöhung ist:
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q.bibeltext
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| <i>Deshalb</i> gehe ich ihm Anteil unter den Großen und mit den Mächtigen teilt er die Beute,
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| <i>weil</i> er sein Leben dem Tod preisgab und sich unter die Abtrünnigen rechnen ließ.
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span.bibelstelle Jes 53,12a-b
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| Wahrscheinlich speist sich also der Philipperhymnus aus dem Vierten Gottesknechtslied.
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li
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| Das Vierte Lied vom Gottesknecht, das mit der Aussage „Er hat unsere Krankheit getragen“ (Jes 53,4a) auch Pate für die Erzählung von der
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| Heilung des „Ausätzigen“ stand, ist generell vom „Austausch“ geprägt, so auch das Sich-unter-die-Abtrünnigen-rechnen-Lassen im Sinne des
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| „Mein Knecht, der gerechte, macht die Vielen gerecht; er lädt ihre Schuld auf sich. ... Er hob die Sünden der Vielen auf und trat für die Abtrünnigen ein“ (Jes 53,11d.12c).
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| Daher ist es wahrscheinlich, dass Entleerung und Erniedrigung des Gottgleichen „bis zum Tod am Kreuz“ analog im Sinne eines „Austausches“ zu verstehen sind:
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| um den Menschen, der in die Tiefe der Gottferne gefallen war, aus dieser Gottferne zu erlösen – in diesem Sinne zu Gott zu erheben –, ist der Gottgleiche in die Tiefe der Gottferne – den Tod am Kreuz – hinabgestiegen.
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| Der Hymnus weist im Vergleich zum Gottesknechtslied eine doppelte Radikalisierung auf:
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br
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| Der „Austausch“ geschieht als Entleerung und Erniedrigung von der höchsten Stelle – der Gottgleichheit – herab in die tiefste Tiefe der Gottferne des Tod am Kreuz,
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| und die Erhöhung stellt nicht „unter die Großen und Mächtigen“, sondern verleiht „den Namen, der <i>größer</i> ist als alle Namen“.
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| Insgesamt wird man sagen können, dass die Heilung des „Aussätzigen“
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| genau das erzählt, was der Philipperhymnus bis zum soteriologisch verstandenen „Tod am Kreuz“ besingt, nur dass die Erzählung von Jes 53,4a her das Bild „gesund ↔ krank“ nutzt.
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br
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| Wie der Philipperhymnus vom Vierten Gottesknechtslied inspiriert ist, so auch die Heilung des „Aussätzigen“,
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| die aber im Kontext der konzentrischen Gliederung auch mit dem Philipperhymnus in Beziehung steht.
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//- li
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| In diese Analogie der Erniedrigung des Gottessohnes im Philipperhymnus und bei der Heilung des Aussätzigen
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| ist die Parallele im Handeln des Gottessohnes Jesus und der Söhne des Zebedäus einzubinden:
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| Auf der soteriologischen Ebene gilt:
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br
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i Der Gesunde – Jesus – wird „krank“, damit der Kranke gesund wird.
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| – Dies führen die Söhne des Zebedäus weiter, indem sie künftig Menschen „reinigen“ und dabei diesen „Austausch“ Jesu vergegenwärtigen und zur Anwendung bringen.
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br
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| Dazu kommt aber, dass diese Reihung auf das zu übertragen ist,
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| was von den Söhnen des Zebedäus neben dem Netzreinigen (→ Ausgangspunkt für ihr späteres soteriologisches Handeln) noch erzählt wird;
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br
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| dabei ist vom „Austausch“ Jesu her auch dort ein „Austausch“ zu ergänzen auf der ethischen Ebene:
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br
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i Die Habenden verzichten, damit die, die nichts haben, etwas haben.
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br
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i Der Mächtigen werden zu Dienern, damit die, die Diener sind, bedient werden.
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h5.card-title Die Söhne des Zebedäus: Berufen zum Dienst am Menschen
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h6.card-subtitle.text-muted „Austausch“ in einem ethischen Sinne als Nachfolge Jesu
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hr
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| Über das Stichwort „Sohn“/„Söhne“ sind die Söhne des Zebedäus (→ Mitte der konzentrischen Gliederung) mit dem „Sohn (eines) Gottes“ (→ oberes Ende der konzentrischen Gliederung) verbunden,
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br
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| über die sprachliche Ähnlichkeit „rein machen“/„Netze reinigen“ mit der Heilung des „Aussätzigen“ durch Jesus (→ unteres Ende der konzentrischen Gliederung).
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li
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| Wie die Söhne des Zebedäus ihren Vater verlassen und damit die Stellung als Söhne im väterlichen Betrieb aufgeben, um Jesus nachzufolgen,
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br
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| so hat der Gottgleiche seine himmlische Herrlichkeit und die damit verbundene Stellung dort verlassen:
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ul.card-text
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li
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| Der Eintritt in die Nachfolge Jesu bedeutet für die Söhne des Zebedäus, aus einer Welt des Habens auszubrechen:
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| sie verlassen mit ihrem Vater auch den irdischen Besitz der Familie, der – so legen es die Tagelöhner nahe – nicht zu klein gewesen sein kann.
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br
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| Hier ist eine Analogie zum Gottessohn zu sehen, der seine himmlische Herrlichkeit verlassen,
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| sich entäußert hat.
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li
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| Und wie der Gottessohn durch seine Erniedrigung zum Diener, zum Sklaven wurde, gehorsam bis zum Tod am Kreuz,
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br
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| so lassen sich die Jünger für die Sache Jesu in Dienst nehmen – angedeutet nicht zuletzt im Gehorsam gegenüber Jesus,
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| von dem sie sich ohne Umschweife in die Nachfolge rufen lassen.
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li
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| Während bei Simon und Andreas ihr Netzeauswerfen unmittelbar bei der Berufung mit der Bestimmung, „Menschenfischer“ zu werden, aufgegriffen wird,
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br
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| fehlt ein analoger Erzählzug bei Jakobus und Johannes, die gerade ihre Netze reinigen;
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br
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| dies wird hier indirekt nachgeholt, indem das Handeln Jesu am „Aussätzigen“ (→ „rein machen“) mit dem Handeln der Zebedäussöhne bei ihrer Berufung
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| (→ „Netze reinigen“) durch eine sprachliche Ähnlichkeit verbunden wird:
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br
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| sie, die einst „Netze gereinigt“ haben, werden künftig – in der Taufe – „Menschen reinigen“ und dabei den von
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| Christus vollzogenen „Austausch“ mit dem „Aussätzigen“ (= Sündern) im Tod am Kreuz vergegenwärtigen und zur Anwendung und Auswirkung bringen;
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br
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| so setzt sich in ihrem Wirken die Erlösung in Christus fort (s. o.).
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li
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||
| Weil das Thema „Austausch“ für die Erzählung von der Heilung des „Aussätzigen“ konstitutiv ist und
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| das Handeln Jesu mit dem der Zebedäussöhne verknüpft ist,
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| ist nahegelegt, dass das Thema „Austausch“ auch bei den Söhne des Zebedäus eine Rolle spielen muss.
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li
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| Allerdings kommt es beim „Menschen reinigen“ – also der Taufe – nicht zu einem „Austausch“ der Jünger mit den Täuflingen (in dem Sinne, dass die Taufspender „unrein“ werden würden).
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br
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| Dadurch entsteht eine Spannung, die aufgelöst werden muss.
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//-
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li
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| Hier kann folgender Gedankengang helfen:
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br
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| Das „Rein machen“ des „Aussätzigen“ ist mit dem „Austausch“ Jesu mit dem „Aussätzigen“ (→ „er hat unsere Krankheit getragen“) identisch;
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br
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| damit wiederum ist – löst man die Bildsprache auf – identisch, was der Philipperhymnus vom Gottgleichen bis zum „Tod am Kreuz“ besingt;
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br
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| Entleerung und Erniedrigung des Gottgleichen im Philipperhymnus ist aber
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| analog von den Söhnen des Zebedäus erzählt, die ihren Vater und damit die Stellung im väterlichen Betrieb verlassen
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| und in den Dienst Jesu treten. – Genau damit lässt sich der Gedanke des „Austausches“ verbinden im Sinne der Nachfolge.
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//-
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Berufung der Jünger Heilung des Aussätzigen Nachfolge: Ergänzung eines Gegenüber
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SdZ reinigen Netze Jesus reinigt den Aussätzigen durch Austausch Jünger reinigen Menschen – ohne Austausch
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SdZ verlassen Vater Gottgleicher entleert und erniedrigt sich, Jünger tauschen mit den Letzten
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um den Menschen aus der Gottferne zu retten,
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also zu Gott zu erhöhen → Austausch
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br
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span.small
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| Verkürzt könnte man auch sagen:
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br
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| Weil das Thema „Austausch“ bei der Heilung des „Aussätzigen“ zentral ist, dieses sich aber nicht mit der
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| Analogie „(Menschen) rein machen“ – „Netze reinigen“ verbinden lässt,
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br
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| ist in die Analogie zwischen Jesus und den Zebedäussöhnen das hineinzuholen, was von letzteren
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| neben dem Netzereinigen noch erzählt wird, nämlich das, womit sie auf den Ruf in die Nachfolge antworten
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| und womit sie dem Vorbild des Gottgleichen im Philipperhymnus folgen;
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br
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| vom „Austausch“ Jesu her ist dort ein „Austausch“ zu ergänzen.
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br
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| Oder, nochmal anders ausgedrückt:
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br
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| Der „Austausch“ Jesu mit dem „Aussätzigen“ bedeutet für die Jünger, dass sie nun – in der Taufe – „Menschen reinigen“ können von Schuld.
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br
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| Von dieser soteriologischen Ebene ist auf die ethische Ebene zu gehen, weil der „Austausch“ mit dem „Aussätzigen“ durch Jesus ein Bild ist
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| für seine Entäußerung und Erniedrigung zum Sklaven bis zum Tod am Kreuz; bei dieser Rückübertragung müssen die Söhne des Zebedäus
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| mitgenommen werden, also ist statt der Verbindung „Netze reinigen → Menschen reinigen“ das in Blick zu nehmen, was im Zuge des Eintritts in die Nachfolge
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| von ihnen auf der ethischen Ebene erzählt wird und womit sie dem Vorbild des Gottgleichen im Philipperhymnus folgen;
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| dort ist der „Austausch“ einzutragen.
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li
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| Schlüssel dazu ist die Erkenntnis der Analogie zwischen der Erzählung der Heilung des „Aussätzigen“ und dem
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| Philipperhymnus.
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br
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| Die Erzählung nutzt die Bildsprache „Krankheit“ aus dem Vierten Lied vom Gottesknecht des Jesaja,
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| um das Erlösungsgeschehen zu beschreiben: „er hat unsere Krankheit getragen“. Der „Austausch“, den Jesus vollzieht,
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| ist einzigartig, einmalig – die Jünger können ihn (in der Taufe) nur „anwenden“.
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br
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||
| Wechselt man nun von dieser Bildsprache „Krankheit“
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||
| in die sachlich indentischen Ausdruckskategorien des Philipperhymnus,
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||
| muss man die Söhne des Zebedäus „mitnehmen“:
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||
| Nun erscheint als verbindendes Element zwischen Jesus und den Söhnen des Zebedäus nicht „Netze reinigen → Menschen reinigen“,
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||
| sondern das Verlassen des hohen Status; dort lässt sich auch bei den Söhnen des Zebedäus ein „Austausch“ eintragen,
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| und dies soll der Leser tun.
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table.table.table-sm.mt-3
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thead
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tr
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th.card-text
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| Biblischer Text als Verstehensfokus
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th.card-text
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||
| Handeln Jesu
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th.card-text
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||
| Anknüpfungspunkt in der Erzählung von der Berufung der Zebedäussöhne
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||
th.card-text
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||
| Dienst der Jünger in der Nachfolge Jesu
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tbody
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tr
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td.card-text
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||
| Viertes Lied vom Gottesknecht
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br
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| → Bildebene
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td.card-text
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| „Rein machen“ des „Aussätzigen“ durch Vollzug eines „Austausches“ (im Tod am Kreuz):
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br
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||
| „er hat unsere Krankheit getragen“
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td.card-text
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||
| Die Söhne des Zebedäus reinigen ihre Netze
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td.card-text
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||
| Die Jünger „reinigen“ im Bad der Taufe Menschen
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||
br
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||
| → soteriologische Ebene
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tr
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td.card-text
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||
| Philipperhymnus
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br
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| → Sachebene
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td.card-text
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||
| Der Gottgleiche entäußert und erniedrigt sich bis zum Tod am Kreuz,
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||
| um den Menschen aus der Gottferne zu befreien
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br
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||
| → Sachlich identische Analogie zum „Austausch“ mit dem „Aussätzigen“
|
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td.card-text
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||
| Die Söhne des Zebedäus verlassen ihren Vater und damit die Stellung als Söhne im väterlichen Betrieb
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||
td.card-text
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||
| „Austausch“ auf ethischer Ebene
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li
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| Der Evangelist will also sagen:
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ul.card-text
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li
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| Wie Jesus bei der Heilung des Aussätzigen einen „Austausch“ vollzogen hat:
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br
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i Der Gesunde – Jesus – wird „krank“, damit der Kranke gesund wird.
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li
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| So sollen – auf die ethische Ebene übertragen – auch die Jünger einen „Austausch“ vollziehen:
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||
br
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i Die Habenden verzichten, damit die, die nichts haben, beschenkt werden.
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br
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i Der Mächtigen werden zu Dienern, damit die, die „Letzte“ sind, bedient werden.
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br
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||
| Denn gerade dies ist das Handeln des Gottessohnes nach dem Philipperhymnus, das für die Menschen Erlösung gebracht hat.
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li
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||
| So erhält das ethische Handeln der Zebedäus-Söhne bei ihrer Berufung ein Gegenüber, wie das soteriologische
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||
| Handeln Jesu und der Jünger schon immer ein Gegenüber hatte:
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br
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||
| Ihr Verzicht und ihr Gehorsam Jesus gegenüber geschieht nicht in ein „Nichts“ hinein, auch nicht primär um eines
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||
| himmlischen Lohnes willen,
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br
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||
i sondern geschieht zugunsten eines menschlichen Gegenübers, mit dem es in gewisser Weise zu einem „Austausch“ kommt.
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br
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| Damit zielt Nachfolge auf die umfassende Verwandlung der Lebensumstände im Hier und Heute: der eigenen zugunten der von anderen
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| im Sinne einer Teilhabe an der „Neuheit des Lebens“ und des „Aufrichtens von Menschen“.
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li
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| In diesem Sinn bilden das „soteriologische Element“ (→ „Menschenfischer/-reiniger“) und das „ethische Element“ (→ Verzicht, Sich-in-Dienst-nehmen-Lassen)
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| von Nachfolge nicht nur eine unlösliche Einheit, es kann sogar von einem doppelten „soteriologischen Handeln“ der Jünger die Rede sein:
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ul.card-text
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li
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| Dass Jesus durch den „Austausch“ (= Tod am Kreuz) den „Aussätzigen“ rein gemacht hat,
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| ermächtigt und ruft sie, Menschen im Bad der Taufe rein zu machen.
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li
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| Aber auch ihr ethisches Handeln in der Nachfolge Jesu hat soteriologische Qualität,
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| insofern Menschen aus ihren schwierigen Lebensumständen befreit oder diese zumindest gelindert werden;
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br
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| dies aber in Analogie, nicht Identität, als indirekte Auswirkung durch analoges Handeln der Jünger,
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||
| nicht als Mitwirkung an der einmaligen Erlösertat Christi.
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li
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| Durch diese mehrdimensionale Nachfolge im Dienst an den Menschen werden die „Söhne des Zebedäus“ zu „Söhnen Gottes“.
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.card-body
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h5.card-title
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q
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| Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen ...
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br
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| damit alle ... unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu ...
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br
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| Jesus Christus ist der Herr zur Ehre Gottes, des Vaters.
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h6.card-subtitle.text-muted Die Taufe Jesu und die Massenheilungen mit Dämonenaustreibungen als gegenüberliegende Erzählungen der konzentrischen Gliederung
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hr
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ul.card-text
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li
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| Tod und Auferstehung Jesu, die in der Tauferzählung präsent sind, wirken sich aus:
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br
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| Die Menschen werden „gesund“, die Dämonen müssen weichen.
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br
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| → Jesus ist der Eine, der für die Vielen starb: „Mein Knecht, der gerechte, macht die Vielen gerecht; er lädt ihre Schuld auf sich.“ (Jes 53,11 b);
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br
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| dies verbindet sich mit der Übernahme des „Aussatzes“ des „Aussätzigen“, der dadurch gesund wird (→ unteres Ende der konzentrischen Gliederung).
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li
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| An dieser Tat Jesu hat Gott sein Wohlgefallen, wie es in der Taufszene ausgesprochen wird.
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li
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| In der Auferstehung (→ „als er aus dem Wasser stieg“) wird Jesus daher „dem Geist der Heiligkeit nach eingesetzt als Sohn Gottes in Macht“ (→ Röm 1,4);
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br
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| entsprechend wird Jesus von Gott angeredet: „Du bist mein geliebter Sohn“.
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br
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| Gegenüberliegend weichen die Dämonen, die wissen, wer Jesus ist.
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br
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| „Sohn (eines) Gottes“ (→ oberes Ende der konzentrischen Gliederung und Tauferzählung)
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| ist Kaisertitualtur im römischen Reich, der Titel des „Ersten“ im Reich;
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br
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| somit kann sich diese Sohnesbetitelung mit der Verleihung des Namens, „der größer ist als alle Namen“ verbinden.
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br
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span.small
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| Im Philipperhymnus wird zwar nicht auf den Gottessohntitel abgehoben, sondern auf den Titel „Kyrios“ (= „Herr“).
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br
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| Allerdings ist auch dies ein Titel des Kaisers – der Bezug zum „Ersten im Reich“ ist also so oder so gegeben.
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li
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| Die Austreibung der Dämonen, die wissen, wer Jesus ist, lässt sich –
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| besonders im Gegenüber zur Taufe, wo der Gottessohntitel Jesu im Sinne des „Namen über alle Namen“ aufleuchtet –
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| auch mit dem Satzteil „damit alle ... unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu“
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||
| im Philipperhymnus verknüpfen:
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br
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| sie beugen in dem Sinne das Knie vor Jesus, dass sie aus den Menschen weichen – und indem sie gehorsam sind, also nicht bekannt machen, wer Jesus ist,
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| was die Erzählung indirekt aussagt.
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li
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| Durch den Sohnestitel wird die „Stimme vom Himmel“ bei der Taufe indirekt als Stimme „Gottes, des Vaters“ aufgelöst;
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| das geäußerte Wohlgefallen Gottes und die sich damit verbindende Erhöhung im Sinne der Auferstehung =
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||
| Einsetzung Jesu als „Sohn Gottes in Macht“ legt Zeugnis ab, dass dies alles „zur Ehre Gottes, des Vaters“ geschieht.
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.card.slide.border-secondary.mb-2
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.card-body
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h5.card-title
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q
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||
| damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu
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h6.card-subtitle.text-muted
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||
| Der Wüstenaufenthalt Jesu und die Heilung der Schwiegermutter des Petrus als gegenüberliegende Erzählungen der konzentrischen Gliederung
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br
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| in Verbindung mit den Dämonenaustreibungen
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hr
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ul.card-text
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li
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| Wie die Versuchung Jesu seinen Tod zum Heil der Menschen gegenwärtig macht,
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br
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| so die Heilung der Schwiegermutter des Petrus seine Auferstehung und die Auswirkung der Anteilhabe an Jesu Tod und Auferstehung für den Menschen:
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br
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| Aufgerichtet zum Dienst.
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li
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||
| Beide Erzählungen waren schon (Teil der) Mitte und unteres Ende einer konzentrischen Gliederung:
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br
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| Jesus, der von den Jüngern auf die Kranke aufmerksam gemacht wird, rettet sie auf die „Insel des Lebens in der Wüste der Gottferne“,
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||
| die durch seinen Gang in die „Wüste“ entsteht.
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li
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||
| Ihr Dienst an Jesus und seinen Begleitern verbindet sich mit dem Dienst der Engel an Jesus bei dessen Wüstenaufenthalt:
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||
br
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||
| sie stehen als Vertreter für „alle im Himmel“ und „auf der Erde“, die „ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu“.
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||
li
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||
| Durch die Versuchung Jesus durch Satan müssen hier die Dämonenaustreibungen durch Jesus (gegenüber der Taufe und gegenüber der Evangelienverkündigung)
|
||
| mitbedacht werden:
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||
br
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| Auch sie – die „unter der Erde“ – „beugen ihre Knie vor dem Namen Jesu“, indem sie aus den Menschen weichen und sich an das Schweigegebot halten.
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||
br
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||
| Von dort aus ist hier einzutragen, dass selbst Satan sein „Knie vor dem Namen Jesu“ beugen muss, den Jesus hat seine Versuchung bestanden
|
||
| und damit Satan besiegt.
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||
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.card.slide.border-secondary.mb-2
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.card-body
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||
h5.card-title
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||
q
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| wie es dem Evangelium Christi entspricht ...:
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br
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||
| er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz
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br
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||
| damit alle auf der Erde ... und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu ...
|
||
h6.card-subtitle.text-muted
|
||
| Der Eröffnungsruf des Wirkens Jesu und die Dämonenaustreibung in der Synagoge als gegenüberliegende Erzählungen der konzentrischen Gliederung
|
||
hr
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||
ul.card-text
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||
li
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||
| Der Auftakt des Wirkens Jesu blickt zunächst zurück auf den gewaltsamen Tod Johannes des Täufers („Nachdem Johannes ausgeliefert worden war ...“)
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||
| und macht so Jesu eigenen Tod präsent;
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br
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| dies verbindet sich mit der Frage des Dämon, ob Jesus gekommen sei, ihn und Seinesgleichen „ins Verderben zu stürzen“:
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br
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||
| → Jesus ist gekommen, um dem Dämon „voraus“ „ins Verderben“ zu gehen (→ Tod am Kreuz) und ihn und seinesgleichen auf diese Weise „ins Verderben zu stürzen“.
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||
br
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||
| Insofern es sich dabei um jenen handelt, den der Dämon als „Heiligen Gottes“ bezeichnet – eine Ehrbezeichnung! –, schwingt jene Erniedrigung mit,
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||
| die der Philipperhymnus besingt.
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li
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||
| Gerade dieser Gang Jesu, des „Heiligen Gottes“, ins Verderben ist fundamentaler Teil des „Evangelium Gottes“;
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br
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||
| der Titel „Heiliger Gottes“ spielt zugleich auf die Einsetzung Jesu „dem Geist der Heiligkeit nach als Sohn Gottes in Macht“ an
|
||
| als komplementärem Bestandteil des „Evangelium Gottes“:
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br
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||
| durch Tod und Auferstehung Jesu ist „das Reich Gottes zum Greifen nahegekommen“.
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||
li
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||
| Das Nahegekommensein des Gottesreiches wirkt sich aus und muss sich auswirken:
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br
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||
| Wie der Dämon vor dem Namen Jesu, des „Heiligen Gottes“, die Knie beugt, indem er schweigt und weicht,
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| sollen auch die Menschen vor diesem Namen Jesu die Knie beugen, indem sie seinem Ruf zu Glaube und Umkehr folgen:
|
||
| eine Verpflichtung, zu leben, „wie es dem Evangelium Christi entspricht“,
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||
| nämlich selber den Weg der Erniedrigung zu gehen.
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||
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.card.slide.border-secondary.mb-2
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.card-body
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h5.card-title
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||
q
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||
| Lebt als Gemeinde so, wie es dem Evangelium Christi entspricht ...:
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||
br
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| er erniedrigte sich ...
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| <i>Darum</i> hat ihn Gott über alle erhöht
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h6.card-subtitle.text-muted
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||
| Das Wirken Johannes des Täufers und der Neuaufbruch Jesu als gegenüberliegende Erzählungen der konzentrischen Gliederung
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hr
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ul.card-text
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li
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| Jesus ist der nach Johannes kommende „Stärkere“, besonders durch seine Auferstehung,
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| auf die die Erzählung vom Neuaufbruch eingangs anspielt.
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br
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| Durch die Auferstehung hat Jesus auch die Stellung eingenommen, die ihn von allen anderen abhebt,
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| was Johannes mit deutlicher Unterwürfigkeit zum Ausdruck bringt.
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li
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| Wie aber Johannes in der Wüste als Asket lebt und wirkt,
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| so sucht Jesus – dessen überragende Stellung bewusst gemacht wurde – auch die „Wüste“ auf:
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| der Blick auf die hoheitliche Stellung des Auferstandenen wird umgelenkt auf seine Sendung in die – als Gegensatz mit Erniedrigungscharakter zu verstehende – „Wüste der Gottferne“,
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| die der Ort seines irdischen Wirkens war; diese Sendung in die Wüste erfüllt ihn als Beistand seiner Jünger auch weiterhin.
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| Tiefsinnig sind die Orte und die Aktionsrichtungen in den beiden Erzählungen aufeinander zu beziehen:
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| Wie die Leute aus „ganz Judäa“ und „alle Einwohner Jerusalems“ zu Johannes in die Wüste kommen,
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| so wird Jesus von „allen“ gesucht und geht Jesus dann aus der „Wüste“ in die „benachbarten Dörfer“ und zieht schließlich durch „ganz Galiläa“.
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| Doch kommen die Leute zu Johannes in die Wüste, weil ihre Heimat selber „Wüste“ ist: Ort der Gottferne (→ Jes 40,3: „Wüste“ bezieht sich auf Jerusalem!).
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| So ist auch der Gang Jesu „aus der Wüste“ in die Dörfer eigentlich kein Verlassen der „Wüste“, sondern ein weiteres Vordringen in sie hinein.
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| Diese „Wüste“ ist der Ort, an den die Begleiter Jesu ihm „nacheilen“ müssen, weil das auch Ort ihrer Sendung ist,
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| wie sie auch schon Ort der Sendung Johannes des Täufers war.
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| Da die Umlenkung von der Auferstehungsherrlichkeit auf die Sendung Jesu den Blick auf den Weg der Erniedrigung lenkt, den Jesus im Rahmen seiner Sendung
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| auf sich genommen hat,
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| verbindet sich diese Umlenkung
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| mit dem „Darum“ im Philipperhymnus als Schwarnier zwischen Erniedrigung
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| und Erhöhung des ursprünglich Gottgleichen.
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| Es ist ein betontes „Darum“, das die jetzige Stellung mit dem vorausgegangenen Weg begründet
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| und damit diesen Weg betont;
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| es ist dieser Weg in die Erniedrigung, der der Grund ist – wie der Kontext deutlich macht –, warum Paulus
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| den Hymnus in seinem Philipperbrief überliefert:
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| dieser Weg der Erniedrigung des Gottgleichen muss sich im Verhalten der Christen ausprägen.
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| In diesem Sinn verkündet Johannes die „Taufe des Sinneswandels“, der
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| der Umlenkung vom Blick auf den Auferstanden
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| auf die Sendung Jesu und damit auch die eigene Sendung in der Nachfolge Jesu folgt und der
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| als Vorbild den Sinneswandel des Gottgleichen hat, der dieses Gott-gleich-Sein nicht als Raub festhielt, sondern sich entäußerte
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| und erniedrigte.
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| So fällt der Blick auch auf die Askese Johannes des Täufers als Vorläufer Jesu und die Jünger, die Jesus nachfolgen bzw. nacheilen
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| (→ Gegenüber und Mitte der konzentrischen Gliederung):
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| Die Askese des Täufers kann dazu in Beziehung gesetzt werden, dass Petrus und seine Begleiter Jesus nach in die Wüste „herabsteigen“
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| und dass die Söhne des Zebedäus den Reichtum der Familie (→ Tagelöhner)
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| verlassen und sich von Jesus in Dienst nehmen lassen, womit sie das „Darum“ ernst nehmen und den geforderten Sinneswandel vollziehen.
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| in Demut schätze einer den anderen höher ein als sich selbst
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span.bibelstelle Phil 2,3
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| Der von Jesus vollzogene „Austausch“ als soteriologisch-ethisches Paradigma
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| Jesu „Reinmachung“ des „Aussätzigen“ ist hier soteriologisch zu verstehen, was schon die Bezüge zum Vierten Gottesknechtslied belegen:
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| ein Mensch in der Gottferne wird durch den „Austausch“, den Jesus am Kreuz vollzieht, indem er in die Gottferne hinein stirbt,
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| (neu) in die geheilte Gemeinschaft mit Gott hineingeholt.
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| In einem dreifachen Sinne kommt hier aber eine bestimmte Ethik ins Spiel:
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| Zur Erlösung in Christus – zum „Austausch“ – gehört essentiell,
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| dass der Gottessohn sich erniedrigt und sich zum Diener und Sklaven bis zum Letzten macht.
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| Damit hat die Erlösung durch Jesu Tod unlöslich eine bestimmte ethische Dimension.
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| Der „Aussatz“ des „Aussätzigen“ ist die Gottferne und die Entfremdung von den Mitmenschen
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| aufgrund seines ethischen Verhaltens im Dienste der Sünde.
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| Die Heilung beudetet für ihn neue Gemeinschaft mit Gott und den Mitmenschen,
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| die sich in einem geänderten, gottgefälligen Lebenswandel zeigt und zeigen muss.
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| Dabei ist die ethische Dimension des Erlöserhandelns des Gottessohnes selber verbindliches Beispiel
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| für das eigene Handeln in der Nachfolge Jesu,
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| wie dies bei der Berufung der Söhne des Zebedäus bebildert werden kann.
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| Das rückblickende „Darum“ in Verbindung mit der folgenden Erhöhung im Philipperhymnus ist Paulus
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| wie Markus Motivation zum Aufruf, sich selber zu erniedrigen:
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q.bibeltext Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein.
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span.bibelstelle Mk 10,35
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| Dies kann als radikalisierte Fassung des Aufrufes des Paulus im Kontext des Philipperhymnus gelesen werden:
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q.bibeltext in Demut schätze einer den anderen höher ein als sich selbst
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span.bibelstelle Phil 2,3
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| Hier beginnt auch der „Aussätzige“ nochmal zu schillern:
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| er kann – in einem erweiterten Sinne – für alle „Ausgegrenzten“ stehen, für alle, die (allein) für sich ihren Weg gehen (müssen) (→ Jes 53,6!);
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| da mag Schuld eine Rolle spielen, Krankheit (→ Krankenheilungen [→ Mehrdeutigkeit der Krankheiten]), die Zugehörigkeit zu einem Volk (→ „Heidenmission“) oder einer Bevölkerungsgruppe (schon in Mk 2,13-17 kommen die Zöllner in Blick)
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| oder der soziale Status (→ blinder Bettler Bartimäus in Mk 10,36-52), letztlich alles, durch das jemand zu einem „Ausgegrenzten“, zu einem „Letzten“ wird.
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| Jesus hat mit dem „Aussätzigen“ einen „Austausch“ vollzogen und ist selbst zu einem „Letzten“ geworden.
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| Im „Mir nach!“ (→ Mitte der konzentrischen Gliederung) steckt der Aufruf, sich selber zu erniedrigen,
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| selber zum Diener der „Letzten“ zu werden und so selber „Letzter“, um diese „Letzten“ in
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| die geheilte – von allen trennenden und belastenden Dingen befreite – Gemeinschaft mit Gott und den Mitmenschen zu heben,
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| letztlich „den Weg des Herrn“ zu diesen „Letzten“ zu bereiten.
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| Anfang des Evangeliums!
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h6.card-subtitle.text-muted Grund und Prinzip des Evangeliums
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| Das griechische Wort, das wir mit „Anfang“ übersetzen, meint nicht nur den zeitlichen Anfang,
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| sondern auch „Grund“, „Ursprung“, „Prinzip“.
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| Wenn daher hier – in einem zeitlichen Sinn – eher von einem Ende als von einem Anfang erzählt wird,
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| kann das an Anreiz sein, weiterzudenken.
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| Tatsächlich erzählt die Heilung des „Aussätzigen“, mit dem Jesus – im Tod am Kreuz – den „Austausch“ vollzieht,
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| den Grund und den Ursprung des Evangeliums,
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| zugleich aber auch das Prinzip des Evangeliums, das die Jünger – gemäß Phil 2,6-11 – aufruft, das Handeln Jesu im eigenen
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| Handeln nachzuvollziehen.
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