54 lines
2.5 KiB
Plaintext
54 lines
2.5 KiB
Plaintext
extends ../layout
|
|
include ../mixins
|
|
|
|
block headline
|
|
+headline
|
|
+headline_item_start
|
|
+headline_item_entstehung
|
|
+headline_item_active
|
|
span Gattung
|
|
+footnote("Vgl. Ebner, Einleitung 169.")
|
|
|
|
block content
|
|
p.slide.nomarginbottom Von seinem grundsätzlichen, oberflächlich betrachteten Aufbau her dürfte das Evangelium nach Markus in der damaligen Welt als <b><q>Vita</q></b> wahrgenommen worden sein:
|
|
ul.nodisplay
|
|
li.slide
|
|
q Name und Abstammung des Porträtierten werden in der ersten Zeile genannt (1,1).
|
|
li.slide
|
|
q Im Zentrum stehen die Worte und Taten des Porträtierten (1-10).
|
|
li.slide
|
|
q Sein Tod und die Umstände, die dazu führten, werden ausführlich geschildert (11-15).
|
|
li.slide
|
|
q Dass am Todestag der Stundentakt durchgezählt wird, steht in auffälliger Analogie zu den späteren Kaiserviten Suetons.
|
|
+footnote("Ebner, Einleitung 169.")
|
|
|
|
p.slide.nomarginbottom <q>Viten</q> stellen ein erprobtes, beispielhaftes Lebensmodell vor und wollen zu dessen Nachahmung anregen.
|
|
p.slide Das passt zur Intention des Markus: Der Lebensweg Jesu muss sich auf das Verhalten seiner Nachfolgegemeinschaft auswirken (Lehre <q>auf dem Weg</q>).
|
|
|
|
p.slide.nomarginbottom Inhaltlich steht der Weg Jesu natürlich quer zu dem, was man in der Kaiserzeit an Vorstellungen zu einem beispielhaften Lebensmodell hatte:
|
|
p.slide Markus erzählt von Abstieg und Dienst, nicht von Aufstieg und Herrschen.
|
|
|
|
p.slide.nomarginbottom Auch die formalen Elemente werden von Markus gedehnt bis umgebogen:
|
|
ul.nodisplay
|
|
li.slide Die Beschreibung der Herkunft und der Ausbildung ist mit Mk 1,2-3(.4-11) zwar am erwarteten Ort, aber auf ganz eigene Weise dargestellt.
|
|
li.slide Hinweise zur irdischen Herkunft sind eher in das Evangelium gestreut und nicht gerade positiv.
|
|
|
|
.alert.alert-primary.slide
|
|
h4.alert-heading Das Markusevangelium als <q>Vita</q> Jesu
|
|
p.slide.nomarginbottom
|
|
b Markus <q>nutzt die sinntragenden Formelemente der <i>Vita</i> zur Legitimierung des widerständigen Lebensmodells Jesu. Er bewegt sich damit im Rahmen der Plausibiltätsmöglichkeiten, die ihm die literarischen Konventionen seiner Zeit bieten.</q>
|
|
+footnote("Ebner, Einleitung 169 (incl. Hervorhebung).")
|
|
p.slide.nomarginbottom
|
|
i Man beachte allerdings: <q>Vita</q> ungleich <q>Biografie</q> in unserem heutigen Verständnis.
|
|
|
|
|
|
block bottomnav
|
|
+bottom_entstehung("gattung")
|
|
|
|
script.
|
|
push_slide_stack('.slide')
|
|
|
|
$(function () {
|
|
$('[data-toggle="tooltip"]').tooltip()
|
|
})
|