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+headline_item_theologische_grundgedanken
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span Aufbruch zu den Heiden
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+footnote("Vgl. Ebner, Einleitung 160-162.")
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block content
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p.slide Im zweiten Teil des zweiten Hauptteils, dem <b>Galiläa-Teil</b> des Evangeliums, unternimmt Jesus immer wieder <b>Fahrten an das gegenüberliegende Ufer</b>.
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p.slide.nomarginbottom Diese Fahrten sind <i>nicht wirklich auf einer Landkarte nachzuvollziehen</i>:
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ul.nodisplay
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li.slide Gerasa - dorthin geht die erste Reise - liegt 50 km entfernt vom See.
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li.slide Betsaida ist nur wenige Kilometer von Kafarnaum entfernt - da wäre die Reise zu Fuß die sinnvollere Variante.
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li.slide Die Lokalisierung von Gennesaret ist bis heute nicht geklärt (auch wenn die Karten zur Bibel etwas anderes suggerieren!).
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p.slide.nomarginbottom Schüssel zum Verständis der Fahrten: die Reisenotizen sind im Sinne einer <b>religiösen Landschaftskarte</b> zu interpretieren
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ul.nodisplay.nomarginbottom
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li.slide <i>Westliches Ufer</i>: hier leben <i>Juden</i>.
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li.slide <i>Östliches Ufer</i>: hier leben <i>Heiden</i>.
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p.slide So ist es von den Menschen her, denen Jesus da und dort begegnet, zu verstehen.
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br
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span.slide Und dies ist dann auch bei der Interpretation der einzelnen Erzählungen wichtig!
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h2.slide(style="margin-top: 50px;") Die erste Fahrt ins Heidengebiet (Mk 4,35-5,20)
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p.slide.nomarginbottom Die erste Überfahrt ist durch <b>einige Auffälligkeiten</b> gekennzeichnet:
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ul.nodisplay
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li.slide
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| Das Boot kommt in einen <b>Sturm</b>:
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br
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span.slide
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q In der mythischen Denkwelt der Antike können die widrigen Winde als dämonische Chaosmächte der heidnischen Götter verstanden werden, die die Ankunft des Jesusbootes in ihrem Gebiet verhindern wollen.
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span.footnote(data-toggle="tooltip", title="Ebner, Einleitung 160-161.")
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br
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span.slide Jedenfalls gelingt die Rückfahrt jedesmal ohne Probleme ...
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li.slide
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i
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b Die trotzdem gelungene Überfahrt ins Heidenland zeigt Jesus als Besieger der heidnischen Götter.
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li.slide
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| Real-Geschichtlicher Hintergrund: Widerstände gegen die Heidenmission von heidnischer Seite;
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br
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span.slide konkret vor allem wohl die Verfolgung unter Kaiser Nero mit vielen Toten.
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br
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span.slide
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i
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b Aussage der Erzählung:
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br
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ul.nodisplay
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li.slide
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b Die Heidenmission geht auf Jesus selbst zurück und entspricht seinem Auftrag (siehe auch unten!).
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li.slide
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b Jesus als Sieger über die heidnischen Chaosmächte/Gotter wird die Kirche vor dem Untergang bewahren - sein passives Verhalten, das die Angst vor dem Untergang verstärken kann, ist keine Schwäche sondern <q>nur</q> Duldung.
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li.slide
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b Von der <i>Lehre <q>auf dem Weg</q></i> her betrachtet gilt auch: Das eigene Leben in der Verkündigung des Evangeliums zu verlieren ist gelebte Kreuzesnachfolge.
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p.slide.nomarginbottom Auch die <b>Heilung in Gerasa</b> ist <b>eigenwillig gestaltet</b>:
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ul.nodisplay
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li.slide <b>In Gerasa</b> angekommen, <b>steigt nur Jesus aus</b> und später wieder ein (Mk 5,2.15) - die Jünger betreten das Heidenland nicht!
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li.slide Die <b>Dämonen</b> werden <b>in</b> eine <b>Schweineherge verbannt</b>.
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li.slide Diese <b>stürtz dann mit den Dämonen ins Meer</b> - in den Untergang.
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li.slide <i>Hintergrund</i>: Schweine waren/sind die von den Juden am meisten verhassten Tiere.
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li.slide
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i
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b Die Austreibung der Dämonen kann also als (Versuch der) Reinigung des Heidenlandes durch Jesus verstanden werden.
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li.slide Doch <i>so</i> kann Jesus keinen Fuß fassen: Jesus wird wieder weggeschickt.
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ul.nodisplay
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li.slide <i>Vordergründig</i>: Wirtschaftlicher Schaden durch die Vernichtung der Schweineherde.
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li.slide <i>Hintergründig</i>: Die jüdischen Speise- und Reinheitsvorschriften, die den Heiden fremd sind, stehen der Heidenmission im Weg.
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h4.alert-heading Der See Gennesaret symbolisiert die Trennlinie zwischen Juden und Heiden
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p.nomarginbottom
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b
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| Ihre unverrückbare Basis ist der jüdische Monotheismus, der Glaube an den einen einzigen Gott Israels, der das Judentum vom Heidentum unterscheidet.
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br
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| Im konkreten Alltag manifestiert sich diese Trennlinie besonders in den jüdischen Speise- und Reinheitsvorschriften.
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br
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| In diesem Abschnitt des Evangeliums setzt sich Markus mit den Problemen und Fragen auseinander, die die Überquerung dieser Trennline in der Verkündigung des Evangelums mit sich bringt.
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br
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i Konkret:
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ul.nomarginbottom
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li Ist die Heidenmission im Sinne Jesu?
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li Gehen wir dabei nicht unter? (angesichts von Verfolgungen und den Auseinandersetzungen unter Christen, die es dabei gibt!)
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li Reicht das Bekenntnis zu Jesus als Christus und zum einen und einzigen Gott Israels (Monotheismus) aus, oder müssen Heiden auch auf andere Dinge - wie vor allem das jüdische Gesetz - verpflichtet werden?
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p.slide Auch wenn Jesus selbst wieder das Heidenland verlassen musste, es <b>bleibt ein Bote zurück</b>, nämlich der Geheilte.
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br
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span.slide
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| Ihm gibt Jesus den Auftrag:
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i
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q Geh nach Hause und berichte deiner Familie alles, was der Herr für dich getan und wie er Erbarmen mit dir gehabt hat.
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| (Mk 5,19)
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p.slide.nomarginbottom <b>Diese Sendung</b> ist dem Evangelisten Markus <b>besonders wichtig</b>:
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ul.nodisplay
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li.slide Der ganze Block <q>erste Überfahrt ins Heidengebiet</q> ist der <b>Mittelteil der dritten <q>Woche</q></b>!
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li.slide Das bedeutet auch: Die <b>Aussendung des geheilten Heiden</b> erfolgt <b>genau zwischen</b> der Erzählung von der <b>Wahl der Zwölf</b> einerseits <b>und ihrer Aussendung</b> andererseits.
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.small
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.viewbox.slide(data-slideslave=".slides-dritteWoche")
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p.nomarginbottom Der Andrang der Menschen
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.viewbox.nodisplay.slides-dritteWoche.konzentrisch-2
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p.nomarginbottom
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b Die Wahl der Zwölf
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.viewbox.nodisplay.slides-dritteWoche.konzentrisch-3
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p.nomarginbottom Verstockte Gegnerschaft und wahre Familie
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.viewbox.nodisplay.slides-dritteWoche.konzentrisch-4
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p.nomarginbottom Gleichnis und Lösung
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.viewbox.nodisplay.slides-dritteWoche.konzentrisch-5
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p.nomarginbottom
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b Erste Fahrt ins Heidengebiet
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.viewbox.nodisplay.slides-dritteWoche.konzentrisch-4
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p.nomarginbottom Geheimnis und Offenbarung bei Jesu Taten
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.viewbox.nodisplay.slides-dritteWoche.konzentrisch-3
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p.nomarginbottom Die Ablehnung Jesu in seiner Heimat
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.viewbox.nodisplay.slides-dritteWoche.konzentrisch-2
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p.nomarginbottom
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b Die Aussendung der Zwölf
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.viewbox.nodisplay.slides-dritteWoche
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p.nomarginbottom Ausführung des Missionsauftrages
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.alert.alert-primary.slide(style="margin-top: 20px;")
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h4.alert-heading Jesus selbst eröffnet die Heidenmission
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p.nomarginbottom
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b Wo die Kirche nach Ostern diesen Weg geht, führt sie das von Jesus begonnene Werk fort.
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br
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span Mit den Überfahrten ins Heidengebiet macht der Evangelist deutlich, dass Jesu Botschaft und seine Taten auch den Heiden gelten.
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h2.slide(style="margin-top: 50px;") Die zweite <q>Fahrt</q> ins Heidengebiet (Mk 6,45-52; 6,53-8,9)
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p.slide.nomarginbottom Die zweite Überfahrt <b>misslingt völlig</b>:
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ul.nodisplay
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li.slide Statt in Betsaida kommt das Boot in Gennesaret an.
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li.slide <b>Grund: Gegenwind</b>, der den Jüngern - noch ohne Jesus mit im Boot - das Rudern schwer macht.
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ul.nodisplay.nomarginbottom
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li.slide <q>Dämonische Chaosmächte der heidnischen Götter</q> wie bei erster Überfahrt? - möglich.
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li.slide <i>Wahrscheinlicher</i>: <b><q>Gegenwind</q> gegenüber der Heidenmission von judenchristlicher Seite aus!</b>
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ul.nomarginbottom.nodisplay
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li.slide Hinweis 1: Gleich im Anschluss - nach dem üblichen Andrang, wenn Jesus wohin kommt -: Auseinandersetzung zu Rein und Unrein, dem Thema schlechthin im Hinblick auf Heidenmission, Gültigkeit des jüdischen Gesetzes (im Sinne der Reinheits- und Speisevorschriften) und Tischgemeinschaft zwischen Judenchristen und Heidenchristen.
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li.slide Hinweis 2: Gliederung vierte <q>Woche</q> insgesamt:
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.nodisplay.slide
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.viewbox
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p.nomarginbottom
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i Erster Durchgang
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ul.nomarginbottom
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li Vergeblicher Rückzug/Andrang des Volkes
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li
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b Speisung der Fünftausend - Krönung des Wirkens Jesu im Judenland
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li
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i Epiphanie Jesu auf dem Wasser - Zweite Überfahrt ins Heidenland, die am <q>Gegenwind</q> scheitert
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.viewbox.konzentrisch-2
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p.nomarginbottom
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i Zweiter Durchgang
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ul.nomarginbottom
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li Andrang des Volkes, Heilung in Gennesaret
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li
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b Auseinandersetzung mit den Gegnern zu <i>Rein und Unrein</i>
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li
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b Rätselwort über <i>Rein und Unrein</i>
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li
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| <b>Lösung des Rätselwortes - Erklärung an die Jünger</b> mit Kommentar des Evangelisten:
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| <q>Damit erkärte Jesus alle Speisen für rein.</q> (Mk 7,19)!
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.viewbox
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p.nomarginbottom
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i Dritter Durchgang
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ul.nomarginbottom
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li <i>Aufbruch ins Heidenland</i> zu Fuß (mit Unmöglichkeit, dass er verborgen blieb)
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li Der Glaube der <i>heidnischen</i> Frau (Tyrus, später weiter über Sidon; beides heidnische Städte)
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li Die Heilung eines Taubstummen (Wieder am See, Dekapolis - immernoch im Heidenland, und jetzt tatsächlich am <q>gegenüberliegenden Ufer</q>)
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li
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b Speisung der Viertausnd - Krönung des Wirkens Jesu im Heidenland
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li.small Stipvisite im Judenland: Zeichenforderung der Gegner Jesu
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li.small Dritte Überfahrt ins Heidenland: Die blinden Jünger
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i.slide
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| Die Auseinandersetzungen zu Rein und Unrein stehen genau zwischen der Speisung der Fünftausend (Juden)
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| und der Speisung Viertausend (Heiden).
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li.slide.small
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| <i>Hintergrund:</i>
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| Vor allem in den ersten Jahrzehnten nach Ostern gab es heftige Auseinandersetzungen
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| zwischen Judenchristen, die für die gesetzesfreie Heidenmission offen waren, und besonders Thora-treuen Judenchristen,
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| die die Heiden auf das jüdische Gesetz mit seinen Reinheits- und Speisevorschriften verpflichten wollten.
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li.slide Mit dem Landweg, über den Jesus dann nach der gescheiterten Fahrt doch im Heidenland ankommt - dem Ziel der Überfahrt -, <b>umgeht Jesus die durch den See Gennesaret gezogene Linie zwischen Juden und Heiden</b> ganz anschaulich!
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li.slide Wie Jesus den See Gennesaret umgeht, so darf man <b>in seiner Nachfolge die jüdischen Speise- und Reinheitsvorschriften umgehen</b>.
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li.slide <b>Brücke zu den Heiden</b> sind seine <b>theologischen Ausführungen zu Rein und Unrein</b>.
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li.slide.small Aus dieser Episode darf man zu allen Zeiten eines ableiten: ohne vorausgehende (theologische) Klärung können Unternehmungen schnell zu einer Irrfahrt werden bzw. am Gegenwind scheitern.
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p.slide.nomarginbottom Weitere <b>Auffälligkeiten und Besonderheiten</b> der zweiten Visite Jesu im Heidenland:
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ul.nodisplay
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li.slide <b>Jesu Offenbarung bei der Besänftigung des <q>Gegenwindes</q> auf dem See</b>
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ul.nodisplay.nomarginbottom
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li.slide Jesus offenbart sich auf dem See mit der <i>alttestamentlichen Gottesformel <q>Ich bin (es)</q></i>.
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li.slide Insofern die Stillung des <q>Gegenwindes</q> auf dem See eine Vorwegnahme der Erklärungung Jesu zu Rein und Unrein ist, ist mit dieser Offenbarungsformel zum Ausdruck gebracht: <i>der biblische Gott selbst nimmt - ein paar Verse später - Stellung zu Rein und Unrein!</i>
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li.slide <b>Umqualifizierung von Rein und Unrein</b>
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ul.nodisplay.nomarginbottom
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li.slide Die aus dem Kult stammende Unterscheidung von Rein und Unrein im Hinblick auf Nahrung, Reinigung bestimmter Gegenstände, bestimmten Krankheiten etc. wird zwar zurückgewiesen.
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br
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span.slide Damit ist der Weg zu den Heiden geöffnet.
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li.slide Dennoch wird auch weiterhin zwischen Rein und Unrein unterschieden, doch diese Unterscheidung wird <i>ethisch qualifiziert</i>.
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li.slide <b>Gespräch mit der heidnischen Frau vor der Heilung der Tochter</b>
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ul.nodisplay.nomarginbottom
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li.slide Jesus reagiert zunächst ablehnend.
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li.slide Ein tiefsinniges Gespräch entwickelt sich.
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li.slide Darin wird die <i>heilsgeschichtliche Vorrangstellung der Juden</i> von der Heidin anerkannt.
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li.slide Daraufhin kommt es tatsächlich zur Heilung der Tochter.
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li.slide <b>Heilung des Taubstummen</b>
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ul.nodisplay.nomarginbottom
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li.slide Diese Heilung erfolgt ohne vorhergehenden Klärungsbedarf - das ist ein für alle mal erledigt.
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li.slide Rein äußerlich: Jesus heilt nicht anders als die heidnischen Wunderheiler.
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li.slide Tiefer geschaut: Heilung des Taubstummen <i>im Heidenland</i>:
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br
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span.slide <i>Das Wort des Gottes Israels hören und den Glauben an ihn bekennen</i>, dazu öffnet Jesus dem Heiden Ohren und Mund.
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li.slide Dieses Heilungwunder Jesu hat <i>grundsätzliche Bedeutung</i>:
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ul.nomarginbottom.nodisplay
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li.slide
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| Die umstehenden Menschen - wohl als Heiden vorzustellen! - stimmen in das Lob des Gottes Israels mit biblischen Worten ein:
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q Er [= Jesus] hat alles gut gemacht; er macht, dass die Tauben hören und die Stummen sprechen.
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| (Mk 7,37)
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br
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span.slide
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| Damit wird einerseits Gen 1,31 aufgegriffen (<q>Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut.</q>),
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| andererseits Jes 35,5-6 (Kontext: Verheißung des messiansichen Heils; <q>die Ohren der Tauben sind wieder offen, ... die Zunge des Stummen jauchzt auf</q>).
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li.slide
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| Mehr aber noch: Vom Anklang an die Schöpfungserzählung her bekommt das beschriebene Heilungshandeln Jesu einen bemerkenswerten Akzent:
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| In der zweiten Schöpfungserzählung wird der Mensch aus Erde/Ton vom Ackerboden geform. Nun stelle man sich einen Töpfer vor,
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| der bei der Durchsicht seiner Figuren feststellt, dass bei einem Exemplar die Ohren und der Mund nicht <q>passen</q>: Er
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| macht seinen Finger feucht und drückt nochmal hin ... - nichts anderes tut Jesus.
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br
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span.slide Auch begegnet das Schema <q>Wort <span class="oi oi-arrow-right"></span> Geschehen</q>: <q>Effata</q> <span class="oi oi-arrow-right"></span> sofortiges Öffnen von Mund und Ohren
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li.slide
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i Die Erzählung bringt damit insgesamt zum Ausdruck:
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br
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span.slide
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b
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i Jesus ist nicht nur der Messias Israels, sondern auch der Heiden!
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br
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span.slide
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b
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i In Jesus handelt der Schöpfer neu-schöpferisch an den Heiden: er öffnet ihnen, die bisher für ihn verschlossen waren, die Ohren für das Evangelium und den Mund zum Bekenntnis an ihn.
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li.slide <b>Tischgemeinschaft mit den Heiden</b>
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ul.nodisplay.nomarginbottom
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li.slide Sie ist die Krönung des Wirkens Jesu unter den Heiden.
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li.slide Analog zu seinem Wirken unter den Juden!
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li.slide Jesus selbst hat Tischgemeinschaft auch mit den Heiden!
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li.slide
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i Damit ist (auch) für die Zeit nach Ostern der Weg zur Tischgemeinschaft zwischen Judenchristen und Heidenchristen frei.
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p.slide.nomarginbottom Als Ertag dieser zweiten <q>Fahrt</q> Jesu ins Heidenland lässt sich also festhalten:
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.alert.alert-primary.slide
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h4.alert-heading Der Gott Israels selbst öffnet den Heiden den Zugang zum Heilsgemeinschaft
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ul.nodisplay.nomarginbottom
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li.slide
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b In Jesus handelt der Gott Israels, der Gott der Bibel, der <q>Ich bin (es)</q> neu-schöpferisch.
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li.slide
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b Unreinheit ist fortan nicht mehr von der aufgenommenen Nahrung etc. her zu bestimmen, sondern hängt vom <i><u>ethischen Verhalten</u></i> eines Menschen ab.
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li.slide
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b Der heilsgeschichtliche Vorrang der Juden wird festgeschrieben und gleichzeitig die Heilsgemeinschaft für die Heiden geöffnet.
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li.slide
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b Dazu wird den Heiden Ohren und Mund für den Glauben an den Gott der Bibel geöffnet.
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li.slide
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b Die Heiden(christen) sind zur Tischgemeinschaft mit Jesus und seiner Nachfolge-Gemeinde zugelassen.
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h2.slide(style="margin-top: 50px;") Die dritte Fahrt ins Heidenland (Mk 8,13-21)
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p.slide Noch einmal heißt es in Mk 8,13, dass Jesus in ein Boot steigt und <q>ans gegenüberliegende Ufer</q> fuhr, also ins Heidenland.
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p.slide Dabei sind auch die Jünger.
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br
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span.slide Sie gegen unterwegs aber ganz in der Sorge auf, dass sie nicht genügend Proviant dabei haben.
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br
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span.slide Sie haben offenbar nichts bei den Brotvermehrung gelernt - das wirft ihnen Jesus vor.
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p.slide Zeit also für eine Blindenheilung, die sich auch anschließt ...
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+bottom_theologische_grundgedanken("heidenmission")
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