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| Inhaltsangabe/Überschrift
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| Himmlischer Sendungsbeschluss
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,1-3
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h5.card-title Johannes in der Wüste: Seine Taufe und seine Ankündigung des Kommenden
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,4-7
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h5.card-title Die Taufe Jesu: Tod und Auferstehung Jesu als Wendepunkt der Heilsgeschichte
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,9-11
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h5.card-title Die Versuchung Jesu
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,12-13
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h5.card-title Johannes tritt ab, Jesus tritt auf: Eröffnungsruf des Wirkens Jesu: Das Reich Gottes ist zum Greifen nahe!
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,14-15
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h5.card-title Die Berufung der ersten Jünger
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,16-20
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h5.card-title Die neue Lehre in der Synagoge: Jesus gekommen, um Satan/die Dämonen ins Verderben zu stürzen
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,21-28
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h5.card-title Die Heilung der Schwiegermutter des Petrus, die (daraufhin!) Jesus dient
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,29-31
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h5.card-title Die ganze Stadt vor der Tür; Jesus heilt und treibt Dämonen aus (jene wissen, wer er ist)
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,32-34
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h5.card-title Rückzug und erneuter Aufbruch
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,35-39
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h5.card-title Die Heilung des Aussätzigen
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,40-45
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.card.mb-1.konzentr-6
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h5.card-title
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| Jesus heilt den Gelähmten
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,1-12
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p.card-text.mb-0.konzentr-6.bibeltextkonzentr
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| 1 Anfang des Evangeliums Jesu Christi, Sohn (eines) Gottes.
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| 2 Wie geschrieben steht beim Propheten Jesaja:
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q Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der einen Weg bahnen wird.
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q 3 Stimme eines Rufers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn! Macht gerade seine Straßen!
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p.card-text.mb-0.konzentr-5.bibeltextkonzentr
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| 4 So trat Johannes der Täufer in der Wüste auf und verkündete eine Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden.
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| 5 Ganz Judäa und alle Einwohner Jerusalems zogen zu ihm hinaus;
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| sie bekannten ihre Sünden und ließen sich im Jordan von ihm taufen.
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| 6 Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften
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| und er lebte von wildem Honig.
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| 7 Er verkündete:
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| Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich;
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| ich bin es nicht wert, mich zu bücken und ihm die Riemen der Sandalen zu lösen.
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| 8 Ich habe euch mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.
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p.card-text.mb-0.konzentr-4.bibeltextkonzentr
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| 9 Und es geschah in jenen Tagen, da kam Jesus aus Nazareth in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen.
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| 10 Und sogleich, als er aus dem Wasser stieg, sah er,
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| dass der Himmel aufriss und der Geist wie eine Taube in ihn hineinkam.
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| 11 Und eine Stimme aus dem Himmel sprach:
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q Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.
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p.card-text.mb-0.konzentr-4.bibeltextkonzentr
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| 12 Und sogleich trieb der Geist Jesus in die Wüste.
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| 13 Jesus blieb vierzig Tage in der Wüste und wurde vom Satan in Versuchung geführt.
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| Er lebte bei den wilden Tieren und die Engel dienten ihm.
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p.card-text.mb-0.konzentr-3.bibeltextkonzentr
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| 14 Nachdem Johannes ausgeliefert worden war, ging Jesus nach Galiläa;
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| er verkündete das Evangelium Gottes
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| 15 und sprach:
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| Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe.
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| Kehrt um und glaubt an das Evangelium!
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p.card-text.mb-0.konzentr-2.bibeltextkonzentr
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| 16 Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, den Bruder des Simon,
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| die auf dem See ihre Netze auswarfen; sie waren nämlich Fischer.
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| 17 Da sagte er zu ihnen:
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| Kommt her, mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen.
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| 18 Und sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm nach.
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| 19 Als er ein Stück weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes;
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| sie waren im Boot und richteten ihre Netze her.
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| 20 Sogleich rief er sie und sie ließen ihren Vater Zebedäus mit seinen Tagelöhnern im Boot zurück und folgten Jesus nach.
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p.card-text.mb-0.konzentr-1.bibeltextkonzentr
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| 21 Sie kamen nach Kafarnaum. Am folgenden Sabbat ging er in die Synagoge und lehrte.
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| 22 Und die Menschen waren voll Staunen über seine Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, nicht wie die Schriftgelehrten.
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| 23 In ihrer Synagoge war ein Mensch, der von einem unreinen Geist besessen war.
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| Der begann zu schreien:
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| 24 Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret?
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| Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen?
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| Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes.
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| 25 Da drohte ihm Jesus:
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| Schweig und verlass ihn!
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| 26 Der unreine Geist zerrte den Mann hin und her und verließ ihn mit lautem Geschrei.
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| 27 Da erschraken alle und einer fragte den anderen:
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| Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht: Sogar die unreinen Geister gehorchen seinem Befehl.
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| 28 Und sein Ruf verbreitete sich rasch im ganzen Gebiet von Galiläa.
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p.card-text.mb-0.konzentr-2.bibeltextkonzentr
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| 29 Sie verließen sogleich die Synagoge und gingen zusammen mit Jakobus und Johannes in das Haus des Simon und Andreas.
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| 30 Die Schwiegermutter des Simon lag mit Fieber im Bett.
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| Sie sprachen sogleich mit Jesus über sie
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| 31 und er ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf.
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| Da wich das Fieber von ihr und sie diente ihnen.
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p.card-text.mb-0.konzentr-3.bibeltextkonzentr
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| 32 Am Abend, als die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus.
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| 33 Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt
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| 34 und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten, und er trieb viele Dämonen aus.
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| Und er verbot den Dämonen zu sagen, dass sie wussten, wer er war.
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p.card-text.mb-0.konzentr-4.bibeltextkonzentr
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| 35 In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten.
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| 36 Simon und seine Begleiter eilten ihm nach,
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| 37 und als sie ihn fanden, sagten sie zu ihm:
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q Alle suchen dich!
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| Er antwortete:
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| Lasst uns anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort verkündet;
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| denn dazu bin ich gekommen.
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| Und er zog durch ganz Galiläa, verkündete in ihren Synagogen und trieb die Dämonen aus.
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p.card-text.mb-0.konzentr-5.bibeltextkonzentr
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| 40 Ein Aussätziger kam zu Jesus und bat ihn um Hilfe; er fiel vor ihm auf die Knie und sagte:
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q Wenn du willst, kannst du mich rein machen.
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| 41 Jesus hatte Mitleid mit ihm;
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| er streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte:
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q Ich will – werde rein!
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| 42 Sogleich verschwand der Aussatz und der Mann war rein.
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| 43 Jesus schickte ihn weg, wies ihn streng an 44 und sagte zu ihm:
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q Sieh, dass du niemandem etwas sagst, sondern geh, zeig dich dem Priester und bring für deine Reinigung dar, was Mose festgesetzt hat – ihnen zum Zeugnis.
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| 45 Der Mann aber ging weg und verkündete bei jeder Gelegenheit, was geschehen war;
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| er verbreitete die Geschichte, so dass sich Jesus in keiner Stadt mehr zeigen konnte;
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| er hielt sich nur noch an einsamen Orten auf.
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| Dennoch kamen die Leute von überallher zu ihm.
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p.card-text.konzentr-6.bibeltextkonzentr
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| 2,1 Als er nach einigen Tagen wieder nach Kafarnaum hineinging, wurde bekannt, dass er im Hause war.
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| 2 Und es versammelten sich so viele Menschen, dass nich einmal mehr vor der Tür Platz war;
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| und er verkündete ihnen das Wort.
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| 3 Da brachte man einen Gelähmten zu ihm, von vier Männern getragen.
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| 4 Weil sie ihn aber wegen der vielen Leute nicht bis zu Jesus bringen konnten,
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| deckten sie dort, wo Jesus war, das Dach ab, schlugen die Decke durch und ließen den Gelähmten auf seiner Liege durch die Öffnung hinab.
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| 5 Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten:
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q Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben!
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| 6 Einige Schriftgelehrte aber, die dort saßen, dachten in ihrem Herzen:
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| 7 Wie kann dieser Mensch so reden? Er lästert Gott.
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| Wer kann Sünden vergeben außer dem einen Gott?
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| 8 Jesus erkannte sogleich in seinem Geist, dass sie so bei sich dachten, und sagte zu ihnen:
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q
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| Was für Gedanken habt ihr in euren Herzen?
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| 9 Was ist leichter, zu dem Gelähmten zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben?
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| oder zu sagen: Steh auf, nimm deine Liege und geh umher?
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| 10 Damit ihr aber erkennt, dass der Menschensohn die Vollmacht hat, auf der Erde Sünden zu vergeben –
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| sagte er zu dem Gelähmten:
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q 11 Ich sage dir: Steh auf, nimm deine Liege und geh nach Hause!
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| 12 Er stand sofort auf, nahm seine Liege und ging vor aller Augen weg.
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| Da gerieten alle in Staunen;
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| sie priesen Gott uns sagten:
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q So etwas haben wir noch nie gesehen.
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h5.card-title
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q Wir wurden mit Christus begraben durch die Taufe auf den Tod
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span.bibelstelle Röm 6,4a
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ul.card-text
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| Die Szenerie ist eigentlich recht simpel und schlüssig erzählt:
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| Weil die Vier mit dem Gelähmten nicht auf normalem Weg bis zu Jesus vorstoßen können, nehmen sie den Weg durch die Decke des Hauses.
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br
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| Ihr Einsatz, den Jesus als Zeichen ihres Glaubens interpretiert, wird so hervorgehoben.
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| Doch auch diese Heilung kann in einem übertragenen Sinn verstanden werden;
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| dazu muss man sich die Szenerie plastisch vor Augen stellen und sich dabei nicht unten um das Haus,
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| auch nicht im Haus drinnen, sonden mit den Vieren auf dem Dach verorten.
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li
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| Man sieht nun Folgendes:
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| Da kommen vier Männer und tragen einen (‚gelähmten‘ =) leblosen Körper auf einer Bahre,
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br
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| sie graben ein Loch in den Boden und lassen den Körper auf der Bahre hinab:
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i Ist das nicht das Geschehen eines Begräbnisses?
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| Das Ziel des Hinablassens ist Jesus:
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q ... deckten sie dort, <i>wo Jesus war</i>, das Dach ab ...
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| Die Mitte der konzentrischen Gliederung, der Gang Jesu ins Verderben zum Verderben der Dämonen,
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| macht Jesu eigenen Tod gegenwärtig.
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| Da Röm 6 bisher schon mehrmals präsent war, <i>muss</i> man an
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span.bibelstelle Röm 6,4a
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| denken:
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q.bibeltext Wir wurden mit Christus begraben durch die Taufe auf den Tod.
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| Dies ist ein grundlegender Leitfaden für die Auslegung der Erzählung!
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h5.card-title
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q Als er nach einigen Tagen wieder nach Kafarnaum hineinging ...
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ul.card-text
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| Nachdem Jesus aufgrund des „Austausches“, den er mit dem „Aussätzigen“ vollzogen hat, die „Einsamkeit“ aufgesucht hatte,
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| muss er – weil das Evangleium ja weitergeht – irgendwann wieder mit seinem öffentlichen Wirken fortfahren.
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| Dies drückt Markus mit der einleidenten Wendung aus.
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.card-body
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h5.card-title
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q ... wurde bekannt, dass er im Hause war
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ul.card-text
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| Welches Haus hier gemeint sein soll, ist nicht eigens genannt.
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| Der Leser denkt von Mk 1,29-31 her an das Haus des Simon und Andreas, wo Jesus die Schwiegermutter des Petrus aufgerichtet hatte;
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br
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| die Handlung in den beiden Erzählungen ist – grob betrachtet – sehr ähnlich (wenn auch mit eigenen besonderen Akzenten).
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| Letztlich ist das Haus – von Röm 6,4a her – aber ein „Grab“;
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| da die Heilung der Schwiegermutter des Peturs im übertragenen Sinne als Aufrichtung aus dem Reich des Todes
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| und Hinüberretten auf die „Insel des Lebens“ verstanden werden konnte, passt diese Vorstellung – bildlich – auch zu ihrem Haus.
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.card-body
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h5.card-title
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| Und es versammelten sich so viele Menschen, dass nicht einmal mehr vor der Tür Platz war;
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| und er verkündete ihnen das Wort
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ul.card-text
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| Die Massen kommen zu Jesus – das kennt man.
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br
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| Gleichzeitig ist hier die erzählerische Begründung für das Handeln der Vier gegeben.
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| Die Verkündigung des „Wortes“ ist auch im Kontext des „Austausches“ mit dem „Aussätzigen“ zu lesen,
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br
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| denn die gleiche Tätigkeit wurde von diesem nach der Heilung durch Jesus erzählt, während sich Jesus aus der Öffentlichkeit zurückziehen musste.
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p.small.card-text
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| Natürlich ist die Notiz nicht im Sinne eins „Rück-Austauches“ zu lesen, eher im Sinne einer konzentrischen Rahmung
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| des „Austausches“ mit dem „Aussätzigen“, da sowohl in Mk 1,39 als auch hier in Mk 2,1-2 von der Verkündigungstätigkeit Jesu die Rede ist,
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| während in Mk 1,40-45 dann der Geheilte die Verkündigungstätigkeit von Jesus übernimmt.
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.card.slide.border-primary.mb-3
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.card-body
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h5.card-title
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q
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| ... deckten das Dach ab und schlugen die Decke ein ...
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hr
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ul.card-text
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li
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| Das Dach wird zweifach geöffnet, einmal durch Abdecken, einmal durch Deckedurchschlagen.
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| Dies ist zu erklären durch unterschiedliche Dachkonstruktionen:
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ul.card-text
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| In Palästina gibt es Lehm-Stroh-Dächer: dort passt „Decke durchschlagen“.
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li
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| In Rom & Co. findet man gedeckte Dächer: hier passt „Dach abdecken“.
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| Damit ist hier indirekt das Vordringen der Jesus-Botschaft auf Regionen auch außerhalb Palästinas angedeutet,
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| analog dem „anderswohin“ in Mk 1,38;
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br
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||
| gleichzeitig sind beide Kulturkreise präsent (und nicht einer durch den anderen ersetzt).
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.card.slide.border-primary.mb-3
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.card-body
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h5.card-title
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q
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||
| als Jesus ihren Glauben sah
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h6.card-subtitle.text-muted
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||
| Bereitet den Weg des Herrn! – Durch Glauben, der durch die Liebe wirkt
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hr
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ul.card-text
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li
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| Das Handeln der Vier ist bereits als „Begräbnis“ von Röm 6,4a her „enttarnt“.
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li
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||
| Dennoch muss die Mühe auffallen, die sich die Vier angesichts aller Hindernisse machen,
|
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| um den Gelähmten der rettenden Begegnung mit Jesus zuzuführen.
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li
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| So wird – ganz ohne Worte – ihr Glaube deutlich, den Jesus hervorhebt.
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li
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||
| Da durch die „doppelte Dachöffnung“ die beiden Kulturkreise „Juden“ und „Heiden“ in der Erzählung präsent sind,
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||
| kann einem
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span.bibelstelle Gal 5,6
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||
| in den Sinn kommen:
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br
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q.bibeltext
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| ... in Christus Jesus vermag weder die Beschneidung noch die Unbeschnittenheit etwas,
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| sondern der Glaube, der durch die Liebe wirkt.
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br
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||
| Für beide „Kulturkreise“ ist es allein der Glaube, der rettet; und dieser Glaube zeigt sich in tätiger Liebe,
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| genau wie hier im Handeln der Vier.
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li
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| Durch ihren „Glauben, der durch die Liebe wirkt“ haben die Vier dem Gelähmten den Weg zu Jesus gebahnt bzw. den Weg Jesu zu dem Gelähmten;
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| damit haben sie sich in den Dienst des Kommens Gottes zu den Menschen gestellt.
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li
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||
| Ein vielleicht unerwarteter Erzählzug ist, dass der Glaube des Gelähmten offensichtlich keine Rolle spielt.
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br
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| Dies lässt sich am ehesten damit erklären, dass Markus einerseits das Handeln der Vier im beschriebenen Sinne betonen will,
|
||
| andererseits der Gelähmte einem Toten gleicht, der gerade begraben wird.
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||
|
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.card.slide.border-primary.mb-3
|
||
.card-body
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||
h5.card-title
|
||
q
|
||
| ... sagte er zu dem Gelähmten:
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|
|
||
q
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||
| Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben!
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hr
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ul.card-text
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li
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||
| Die Anrede „Mein Sohn“ fällt auf.
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ul.card-text
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li
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| Wir kennen den Altersunterschied zwischen Jesus und dem Gelähmten nicht, der vielleicht diese Anrede erkären könnte.
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||
li
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| Doch geht es dem Evangelisten nicht um einen Altersunterschied, sondern um eine Aussage zu Jesus und seinem Handeln!
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li
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| Jesus nimmt den Blickwinkel Gottes ein – für den alle Menschen Kinder sind – und handelt von Gott her.
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||
br
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| Anders ausgedrückt: Durch Jesus hindurch handelt der gute Gott, der sich seiner Schöpfung annimmt.
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||
li
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| Genau dies erkennen die Schriftgelehrten nicht, darum regt sich bei ihnen Widerstand.
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li
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| Bei der Auslegung der Heilung des Gelähmten wird immer wieder das Verhältnis Krankheit ↔ Schuld/Sünde problematisiert.
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br
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| Schließlich ist es unerwartet, dass Jesus den Gelähmten nicht – wie bisher – einfach heilt,
|
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| sondern Sündenvergebung zuspricht.
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ul.card-text
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li
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| Es gibt schon damals die Vorstellung einer ursächlichen Verknüpfung:
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br
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| Krankheit als (göttliche) Strafe für Schuld.
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li
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| Dies verkennt aber die Bedeutung von „Krankheit“ (nicht nur) bei Markus:
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br
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| „Kranksein“ ist ein Ausdruck für „Sündersein“;
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br
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| es geht nicht um eine kausale Beziehung, sondern darum, dass jeweils das Gleiche gemeint ist:
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br
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| dass der Mensch der Sünde verfallen ist.
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li
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| Dies wurde gerade eben auch bei der Heilung des „Aussätzigen“ deutlich;
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br
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| schon Deuterojesaja hat „Krankheit“ in diesem übertragenen Sinn gebraucht.
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li
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| Für den, der die Heilungen bisher schon in diesem Sinne gedeutet hat,
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| kommt es also durchaus nicht ganz unerwartet, dass nun das Thema „Sündenvergebung“ ausdrücklich
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| angesprochen wird; man könnte eher sagen: es musste schließlich mal ausdrücklich erwähnt werden.
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.card-body
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h5.card-title
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q Wer kann Sünden vergeben außer dem einen Gott?
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hr
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ul.card-text
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li
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| Der Disput zwischen Jesus und den Schriftgelehrten hier greift den Vergleich zwischen Jesus und den Schriftgelehrten
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| in der Mitte der konzentrischen Gliederung auf und führt ihn weiter;
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br
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| dort war – recht subtil – eine Insuffizienz der Tora bezüglich der Macht zur Austreibung von Dämonen ausgesagt worden,
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| während Jesus offensichtlich die Vollmacht dazu hat.
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li
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||
| Zu beachten ist, dass es in der vorliegenden Erzählung nicht um alltägliche oder wiederkehrende Sündenvergebung geht,
|
||
| sondern um eine Lebenswende: um die Sündenvergebung in der Taufe – diese verbindet sich mit der Dämonenaustreibung.
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li
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| Die Vollmacht, Sünden zu vergeben, liegt – wie die Gegner des Handelns Jesu richtig ausführen –
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| grundsätzlich allein bei Gott.
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li
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| Doch Christen glauben, dass ihnen genau dieser Gott in Christus begegnet,
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| dass sich in Christus Gott selbst dem Menschen barmherzig zuwendet,
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br
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| worauf der Evangelist in der Anrede Jesu an den Gelähmten – „Mein Sohn“ – anspielt
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br
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| und wie Paulus in Anspielung auf Jesu Tod und Auferstehung in
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span.bibelstelle 2 Kor 5,19
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| schreibt:
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br
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q.bibeltext
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| Ja, Gott war es, der in Christus die Welt mit sich versöhnt hat,
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br
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||
| indem er ihnen ihre Verfehlungen nicht anrechnete und unter uns das Wort von der Versöhnung aufgerichtet hat.
|
||
br
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||
| Dieser Glaubenssatz steht hier wohl unter anderem im Hintergrund.
|
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li
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||
| Die Schriftgelehrten, die genau diese Verbindung zwischen Jesus und Gott nicht sehen bzw. ablehnen,
|
||
| müssen Jesus für einen Gotteslästerer halten.
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||
br
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||
| Für sie hängt – naturgemäß – alles, was Schuld, Sünde und Vergebung anbelangt, mit den Heiligen Schriften Israels zusammen,
|
||
| vor allem mit der Tora, dem jüdischen Gesetz, das auf Mose zurückgeführt wird.
|
||
br
|
||
| Umso erstaunlicher ist es, dass sie nicht auf die in ihren Heiligen Schriften festgelegten Regeln zur Sündenvergebung
|
||
| – wie etwa den jährlichen großen Versöhnungstag (Yomm Kippur), die Opfer am Tempel, die guten Werke etc. – hinweisen,
|
||
| sondern festhalten, dass Gott <i>allein</i> Sünden vergeben kann;
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||
br
|
||
| man kann dies auch so lesen, dass die Schriftgelehrten die Unwirksamkeit der in ihren Heiligen Schriften festgelegten Regelungen
|
||
| bezeugen;
|
||
| bzw. grundsätzlicher: dass sie die Insuffizienz der Tora „zugeben“, echte, wirksame Sündenvergebung
|
||
| im Sinne einer Lebenswende bzw. – mit Blick auf die Dämonenaustreibung –
|
||
| eines echten Freiwerdens von Schuld und den damit verbundenen Vestrickungen zu ermöglichen.
|
||
li
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||
| Jedenfalls stehen die <i>Schrift</i>gelehrten wie in der Mitte der konzentrischen Gliederung nicht eigentlich für
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||
| eine Gruppe im damaligen Judentum, sondern sind durchsichtig auf die Heiligen Schriften Israels;
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||
br
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||
| es geht in der Erzählung also nicht um einen Konflikt des irdischen Jesus mit Vertretern der Schriftgelehrten, sondern viel grundsätzlicher
|
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| um das spannungsreiche Verhältnis – bis hin zum sich ausschließenden Gegenüber – „Jesus ↔ Schrift/Tora“,
|
||
| und damit um eine nachösterliche Thematik zunächst innerhalb des Christentums im Hinblick auf die Bedeutung
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| von Tod und Auferstehung Jesu, mit unmittelbaren Folgen für die Bedeutung der Taufe;
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br
|
||
| das Gegenüber des „markinischen Jesus“ sind also weniger Juden als vielmehr „judaisierende Christen“.
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||
li
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| Indem Jesus den Glauben der Vier, die den Gelähmten bringen, hervorhebt und auf diesen hin die Sündenvergebung zuspricht,
|
||
| sodass der Glaube als Ursache für die Sündenvergebung erscheint, ist schließlich
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| das mit dem Gegenüber „Jesus ↔ Tora“ zusammenhängende Gegenüber „Glaube ↔ Regeln des Gesetzes“ präsent;
|
||
br
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||
| somit sind wir mittelbar bei der Frage nach „Rechtfertigung aus Glauben“ <i>oder</i> „Rechtfertigung aus Werken des Gesetzes“,
|
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| die sich bei Paulus – und, wie sich zeigen wird, auch bei Markus – als scharfe Gegensätze gegenüberstehen.
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li
|
||
| Hier ist die oben bereits zitierte Stelle aus dem Brief des Paulus an die Galater in ihrem weiteren Kontext wichtig;
|
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| die dortigen Aussagen stehen neben Röm 6 (und 2 Kor 5,19) im Hintergrund der Erzählung und werden erzählerisch präsent gemacht:
|
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br
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||
q.bibeltext
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| 3,20 ... Gott aber ist der Eine. ...
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br
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| 21 ... Wäre ein Gesetz gegeben worden, <i>das die Kraft hat, lebendig zu machen</i>,
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||
br
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||
| dann käme in der Tat die Gerechtigkeit aus dem Gesetz;
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||
br
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||
| 22 aber die Schrift hat alles unter der Sünde eingeschlossen, damit die Verheißung aus dem Glauben an Jesus Christus
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||
| denen gegeben wird, die glauben.
|
||
br
|
||
| 23 Ehe der Glaube kam, waren wir vom Gesetz behütet, verwahrt, bis der Glaube offenbar werden sollte.
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||
br
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||
| 24 So ist das Gesetz unser Erzieher auf Christus hin geworden, <i>damit wir aus dem Glauben gerecht gemacht werden</i>.
|
||
br
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||
| 25 Nachdem aber der Glaube gekommen ist, stehen wir nicht mehr unter dem Erzieher.
|
||
br
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||
| 26 Denn alle seid ihr <i>durch den Glauben Söhne Gottes in Christus Jesus</i>.
|
||
br
|
||
| 27 Denn ihr alle, <i>die ihr auf Christus getauft seid</i>, habt Christus angezogen.
|
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br
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| 28 Es gibt <i>nicht mehr Juden und Griechen</i>,
|
||
br
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||
| nicht Sklaven und Freie,
|
||
br
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||
| nicht männlich und weiblich;
|
||
br
|
||
i denn ihr alle seid </i>einer<i> in Christus Jesus.
|
||
br
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||
| 5,4 Ihr, die ihr durch das Gesetz gerecht werden wollt, seid von Christus getrennt;
|
||
br
|
||
| ihr seid aus der Gnade herausgefallen.
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br
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||
| 5 Denn wir erwarten im Geist aus dem Glauben die Hoffnung der Gerechtigkeit.
|
||
br
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||
| 6 Denn in Christus Jesus vermag weder die Beschneidung noch die Unbeschnittenheit etwas,
|
||
br
|
||
i sondern nur der Glaube, der durch die Liebe wirkt.
|
||
span.bibelstelle Gal 3,20-28; 5,4-6
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br
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||
ul.card-text
|
||
li
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||
| Die Verbindung der Themen Jesus Christus – Tora („Gesetz“) – Glaube – Taufe – „lebendig machen“ sind der Erzählung
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||
| von der Heilung des Gelähmten mit den zitierten Sätzen aus dem Galaterbrief gemeinsam,
|
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br
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||
| die Aussageabsicht ist – wenn auch bei Markus teils subtil in die Erzählung verwoben – identisch.
|
||
li
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||
| Das „doppelte Öffnen“ des Daches ist bereits oben im Beziehung gesetzt worden zu jüdischem und heidnischem Kulturkreis.
|
||
li
|
||
| Der Hinweis auf den <i>einen</i> Gott durch die Schriftgelehrten begegnet auch in Gal 3,20,
|
||
br
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||
| aber – in analoger Entsprechung – auch in Gal 3,28 im Hinblick auf das Aufheben der Unterschiede auch zwischen Juden und Heiden.
|
||
li
|
||
| Die Wendung „im Geist“ begegnet da wie dort (auch wenn sie sich dort auf die Gläubigen, hier auf Jesus bezieht).
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||
li
|
||
| Die Ansprache „Mein Sohn“ durch Jesus an den „Gelähmten“ leitet sich nicht zuletzt aus Gal 3,26 ab,
|
||
| wobei es dennoch 2 Kor 5,19 braucht, weil Jesus ja eigentlich „Bruder“, nicht „Vater“ ist.
|
||
li
|
||
| In Gal 3,21 drückt Paulus klar die Insuffizienz der Tora im Hinblick auf <i><q>die Kraft ..., lebendig zu machen</q></i> aus;
|
||
| um Sündenvergebung in diesem Sinne geht es hier.
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||
br
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||
| Indem Markus die <i>Schrift</i>gelehrten in ihrer Kritik an Jesus die Heiligen Schriften Israels übergehen und direkt von Gott sprechen lässt,
|
||
| hat er diesen Gedanken in die Erzählung – recht subtil – eingebaut;
|
||
br
|
||
| ihren Widerspruch zur Sündenvergebung durch Jesus kontert er,
|
||
| indem er erzählerisch bebildert, dass Jesus – im Gegensatz zur Tora – <i>die Kraft hat, lebendig zu machen</i>: der „Gelähmte“ steht auf.
|
||
br
|
||
| Markus will sagen: allein durch Gottes Wirken in und durch Christus – und dann vermittelt durch die Taufe auf Christus bzw. seinen Tod,
|
||
| die den Glauben voraussetzt –
|
||
| ist eine derartige Sündenvergebung möglich.
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|
||
.card.slide.border-primary.mb-3
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.card-body
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||
h5.card-title
|
||
q ... zum Erweis seiner Gerechtigkeit durch die Vergebung der Sünden
|
||
span.bibelstelle Röm 3,25
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||
br
|
||
q Gott ist der Eine
|
||
span.bibelstelle Röm 3,30
|
||
h6.card-subtitle.text-muted
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||
| Röm 3,19-31 als weiterer „Grundlagentext“
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||
hr
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| Mk 2,10 spricht von der Vergebung der Sünden.
|
||
br
|
||
| Dies ist – durch die Bezüge der Erzählung zum Galaterbrief – grundsätzlicher als Befreiung von der Herrschaft der Sünde insgesamt zu verstehen, wie oben gezeigt.
|
||
li
|
||
| Im Brief des Apostel Paulus an die Römer findet sich aber auch eine Stelle, die zu den oben zitierten Aussagen des Galaterbriefes zur parallel
|
||
| ist und in diesem Zusammenhang (in einer übernommenen Tradition) von der Vergebung der Sünden spricht.
|
||
br
|
||
| Es ist daher sehr wahrscheinlich, dass Markus auch an folgende Aussagen im Römerbrief gedacht hat:
|
||
br
|
||
q.bibeltext
|
||
| 19 Wir wissen aber: Was das Gesetz sagt, sagt es denen, die unter dem Gesetz leben, damit jeder Mund gestopft und die ganze Welt vor Gott schuldig wird.
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||
br
|
||
| 20 Denn aus Werken des Gesetzes wird niemand vor ihm gerecht werden; denn durch das Gesetz kommt es nur zur Ekenntnis der Sünde.
|
||
br
|
||
| 21 Jetzt aber ist unabhängig vom Gesetz die Gerechtigkeit Gottes offenbart worden, bezeugt vom Gesetz und von den Propheten:
|
||
br
|
||
| 22 die Gerechtigkeit Gottes durch Glauben an Jesus Christus, offenbar für alle, die glauben.
|
||
br
|
||
| Denn es gibt keinen Unterschied [zwischen Juden und Heiden]:
|
||
br
|
||
| 23 Alle haben ja gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren.
|
||
br
|
||
| 24 Umsonst werden sie gerecht, dank seiner Gnade, durch die Erlösung in Christus Jesus.
|
||
br
|
||
| Ihn hat Gott aufgerichtet als Sühnemal – wirksam durch Glauben – in seinem Blut, zum Erweis seiner Gerechtigkeit durch die Vergebung der Sünden,
|
||
| die früher, 26 in der Zeit der Geduld Gottes, begangen wurden;
|
||
br
|
||
| ja zum Erweis seiner Gerechtigkeit in der gegenwärtigen Zeit, um zu zeigen: Er selbst ist gerecht und macht den gerecht, der aus Glauben an Jesus lebt.
|
||
br
|
||
| 27 Wo bleibt da noch das Rühmen? Es ist ausgeschlossen. Durch welches Gesetz? Durch das der Werke? Nein, durch das Gesetz des Glaubens.
|
||
br
|
||
| 28 Denn wir sind der Überzeugung, dass der Mensch gerecht wird durch Glauben, unabhängig von Werken des Gesetzes.
|
||
br
|
||
| 29 Oder ist Gott nur der Gott der Juden, nicht auch der Heiden? Ja, auch der Heiden,
|
||
br
|
||
| 30 da doch gilt: Gott ist der Eine.
|
||
br
|
||
| Er wird aufgrund des Glaubens sowohl die Beschnittenen wie die Unbeschnittenen gerecht machen.
|
||
br
|
||
| 31 Setzen wir damit also durch den Glauben das Gesetz außer Kraft? Im Gegenteil, wir richten das Gesetz auf.
|
||
span.bibelstelle Röm 3,19-31
|
||
li
|
||
| Zu beachten ist die Völkerthematik, die auch in den oben zitierten Ausführungen des Galaterbriefes an deren Ende auftaucht.
|
||
br
|
||
| Während hier direkt damit argumentiert wird, dass Gott der Eine ist und damit der Gott für alle Menschen,
|
||
br
|
||
| so wird im Galaterbrief der „Umweg“ über die Taufe gemacht und etwas anders argumentiert:
|
||
br
|
||
| Gott ist der Eine (Gal 3,20), dem als Adressat des Heiles
|
||
| nur „Einer“ gegenüberstehen kann (vgl. Gal 3,20a):
|
||
| das ist die Gemeinschaft der Glaubenden aus allen Völkern, die durch die Taufe <i>einer</i> in Christus Jesus ist (Gal 3,27-28).
|
||
li
|
||
| In Verbindung mit der Mitte der konzentrischen Gliederung spielen auch folgende Verse aus dem Römerbrief eine Rolle:
|
||
br
|
||
q.bibeltext
|
||
| 1 Jetzt also gibt es keine Verurteilung mehr für die, welche in Christus Jesus sind.
|
||
br
|
||
| 2 Denn das Gesetz des Geistes, des Lebens in Christus Jesus, hat dich frei gemacht vom Gesetz der Sünde und des Todes.
|
||
br
|
||
| 3 Denn weil das Gesetz, ohnmächtig durch das Fleisch, nichts vermochte, sandte Gott seinen Sohn in der Gestalt des Fleisches,
|
||
| das unter der Macht der Sünde steht, um die Sünde im Fleich zu verurteilen;
|
||
br
|
||
| 4 dies tat er, damit die Forderung des Gesetzes durch uns erfüllt werde, die wir nicht nach dem Fleisch, sondern nach dem Geist leben.
|
||
span.bibelstelle Röm 8,1-4
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| Wie in der Mitte der konzentrischen Gliederung und subtil auch in der aktuellen Erzählung wird die Insuffizienz des Gesetzes festgestellt.
|
||
li
|
||
| Sie ist die Ursache für die Sendung des Sohnes Gottes ins Verderben – zur Verurteilung der Sünde im Fleisch Jesu –,
|
||
| die in der Mitte der konzentrischen Gliederung
|
||
| im Mund des Dämon indirekt angesprochen wird
|
||
br
|
||
| und die das Mitbegrabensein mit Christus in der Taufe als Heilsereignis ermöglicht, das die aktuelle Erzählung bebildert.
|
||
li
|
||
| Gemeinsam ist auch, dass es nicht um eine reine Gerecht<i>sprechung</i> geht, sondern um eine Gerecht<i>machung</i> in dem Sinne,
|
||
| dass eine Veränderung im Lebenswandel erfolgt ist,
|
||
br
|
||
| wobei die Forderung des Gesetzes, die nun erfüllt wird, die Nächstenliebe ist (vgl. Röm 13,9);
|
||
| genau dies tun die vier Männer mit ihrem „Glauben, der durch die Liebe wirkt“ (Gal 5,6).
|
||
|
||
.card.slide.border-primary.mb-3
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title
|
||
q neue Schöpfung
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||
span.bibelstelle Gal 6,15
|
||
h6.card-subtitle.text-muted
|
||
|
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||
hr
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||
ul.card-text
|
||
li Die Tauftheologie in Röm 6 spricht vom Wandel in der „Neuheit des Lebens“ (Röm 6,4).
|
||
li Die doppelte Dachöffnung holt die Völkerthematik in die Erzählung.
|
||
li
|
||
| In
|
||
span.bibelstelle Gal 6,15
|
||
| begegnet beides zusammen:
|
||
q.bibeltext
|
||
| ... es gilt weder die Beschneidung etwas, noch das Unbeschnittensein, sondern
|
||
br
|
||
i neue Schöpfung
|
||
li
|
||
| Mit dem Christus-Ereignis (Tod und Auferstehung) hat ein neues Zeitalter begonnen.
|
||
br
|
||
| Dies ist dem Paulus (und mit ihm dem Markus) äußerst wichtig und wird theologisch begründet und ausgefaltet;
|
||
br
|
||
| andere „christliche“ Strömungen sehen dies durchaus anders (s. u.).
|
||
|
||
.card.slide.border-primary.mb-3
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title
|
||
q Jesus erkannte sogleich in seinem Geist, dass sie so bei sich dachten
|
||
br
|
||
q ihr sollt erkennen, dass der Menschensohn die Vollmacht hat, hier auf der Erde Sünden zu vergeben
|
||
h6.card-subtitle.text-muted
|
||
| Jesus, der dem Geist der Heiligkeit eingesetzte Sohn Gottes in Macht seit der Auferstehung von den Toten
|
||
hr
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||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| Die Gegner des Handelns Jesu sprechen – wie die Vier – kein Wort; trotzdem erkennt Jesus auch bei ihnen, was in ihnen vorgeht.
|
||
br
|
||
| Dies ist ihm durch den (Heiligen) Geist möglich, wie die Erzählung hervorhebt.
|
||
li
|
||
| Daraufhin wird die Vollmacht des Menschensohnes zur Sündenvergebung behauptet und belegt.
|
||
li
|
||
| Die Stichworte „Vollmacht“ und „Geist“ machen Röm 1,4 präsent:
|
||
br
|
||
| Jesus ist der dem Geist der Heiligkeit nach eingesetzte Sohn Gottes in Macht seit der Auferstehung von den Toten.
|
||
li
|
||
| Schon in der Dämonenaustreibung in der Mitte der konzentrischen Gliederung ist Röm 1,4 gegenwärtig:
|
||
br
|
||
| dort wird Jesus vom Dämon als „der Heilige Gottes“ angesprochen und die Vollmacht seiner Lehre hervorgehoben.
|
||
br
|
||
| Dies unterstreicht, dass die vorliegende Erzählung weiterführt, was in der Mitte der konzentrischen Gliederung thematisiert wird.
|
||
li
|
||
| Durch den Bezug zu Röm 1,4 wird bestätigt, dass es hier nicht um die Verteidigung der Vollmacht des irdischen Jesus geht,
|
||
| sondern um eine nachösterliche Perspektive und Fragestellung.
|
||
li
|
||
| Wie bei der Dämonenaustreibung in der Mitte der konzentrischen Gliederung die wirksame „Lehre in Vollmacht“ herausgestellt wurde,
|
||
| so hier die „Vollmacht Jesu zur Sündenvergebung“ – beides in Kontrast bzw. mit Widerstand der Schriftgelehrten,
|
||
| die für die „Tora“ stehen, die hier ohnmächtig ist.
|
||
br
|
||
| So spiegeln sich hier Auseinandersetzungen im frühen Christentum zur Frage der Rechtfertigung,
|
||
| wie der Blick etwa in den Galaterbrief zeigt (s. o.).
|
||
br
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||
| Es geht um die Vollmacht, im Namen Jesu in der Taufe aufgrund des (christlichen) Glaubens Sündenvergebung zuzusprechen –
|
||
| und zwar <i>jenseits der Regeln des jüdischen Gesetzes</i>!
|
||
li
|
||
| Das Sich-Erheben des Gelähmten und sein Fortgehen ist indirekt Beleg, dass Jesus – bzw. in seinem Namen die Gemeinde – die Vollmacht zur Sündenvergebung hat.
|
||
br
|
||
| Genauso indirekt hat Jesus mit der Dämonenaustreibung die Frage des Dämon beantwortet, ob er gekommen sei, die Dämonen ins Verderben zu stürzen.
|
||
|
||
|
||
.card.slide.border-primary.mb-3
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title
|
||
q Jesus erkannte <i>sogleich</i> ...
|
||
hr
|
||
ul.card-text
|
||
li Bisher konnte das „sogleich“ immer mit der Sendung Jesu verbunden werden.
|
||
li
|
||
| Dies ist auch hier möglich:
|
||
br
|
||
| Bei dem, was Jesus erkennt, geht es um Widerstand zu seiner Sendung, den Menschen durch seinen Tod
|
||
| aus dem Verfallensein an die Sünde herauszulösen und in Analogie zu seiner Auferstehung ein Wandeln
|
||
| in der „Neuheit des Lebens“ zu ermöglichen – und dies allein aus Glauben, jenseits des jüdischen Gesetzes.
|
||
|
||
.card.slide.border-primary.mb-3
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title
|
||
q Steh auf, nimm deine Liege und geh nach Hause! – Er stand sofort auf, nahm seine Liege und ging vor aller Augen weg.
|
||
h6.card-subtitle.text-muted
|
||
| Der Dämon geht ins Verderben – der Geheilte geht „nach Hause“
|
||
hr
|
||
ul.card-text
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||
li
|
||
| Wie das Begrabenwerden aufgrund des Verbundenseins mit „der Gestalt des Todes“ Jesu geschieht,
|
||
br
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||
| so ist die Analogie zur Auferstehung das Aufstehen des Gelähmten, der damit seine Heilung demonstriert;
|
||
br
|
||
| er ist – mit
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||
span.bibelstelle Röm 6,13
|
||
| gesprochen – einer der Menschen,
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||
|
|
||
q.bibeltext die aus Toten zu Lebenden geworden sind.
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||
li
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||
| Den Geheilten schickt Jesus „nach Hause“.
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||
ul.card-text
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||
li
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||
| Dies verbindet sich mit dem (negativen) Ortsziel „Verderben“ in der Mitte der konzentrischen Gliederung:
|
||
br
|
||
| Jesus ist gekommen, um den Dämon und Seinesgleichen
|
||
| ins Verderben zu stürzen; dazu geht er ihnen selber ins Verderben „voraus“.
|
||
li
|
||
| Daher kann man „nach Hause“ hier auch übertragen als positives Gegenstück zu „Verderben“ interpretieren
|
||
| im Sinne der letzten Heimat:
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||
br
|
||
| In der Nachfolge Jesu steht dem nun Geheilten der Weg in den Himmel offen.
|
||
li.small
|
||
| Einige spätere Erzählungen, bei denen es auch um den Weg „nach Hause“ geht, werden diese Interpretation unterstützen.
|
||
li
|
||
| Die Erzählung von der Heilung des Gelähmten blickt – ganz im Sinne der „Taufe auf den Tod Jesu“ nach Röm 6 –
|
||
| aber nicht nur darauf, dass der Geheilte nun nach der „Heilung“ „nach Hause“ geht,
|
||
br
|
||
| sondern besonders darauf, dass
|
||
i in der Taufe ein rituelles Mitgekreuzigtsein, Mitbegrabensein geschieht,
|
||
br
|
||
i ein tot-sein für die Sünde in Analogie zum realen Gestorbensein Jesu „für die Sünde“ begründet wird.
|
||
br
|
||
| In diesem Sinne <i>geht der Täufling mit Christus ins Verderben</i>:
|
||
br
|
||
| er stirbt dem alten Leben ab, um teilzuhaben an der Neuheit des Lebens in Christi Auferstehung,
|
||
| die ihn zu einem entsprechenden Lebenswandel verpflichtet.
|
||
|
||
.card.slide.border-primary.mb-3
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title
|
||
q Da gerieten alle in Staunen; sie priesen Gott ...
|
||
hr
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| Das Ende der Erzählung liest sich sehr ähnlich wie der Rahmen der Dämonenaustreibung in der Mitte der konzentrischen Gliederung.
|
||
li
|
||
| Neu ist der Lobpreis Gottes:
|
||
br
|
||
| zumindest diejenigen, die diesen äußern, haben – wenigstens ansatzweise – begriffen,
|
||
| dass Jesus nicht Gotteslästerer ist, sondern von Gott her und mit seiner Vollmacht zum Heil der Menschen handelt.
|
||
|
||
.card.slide.border-primary.mb-3
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title
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||
| Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg bahnen wird: Getauft auf Jesu Tod
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h6.card-subtitle.text-muted Schicksalsgemeinschaft mit Jesus
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hr
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ul.card-text
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li
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| Wie bereits erwähnt, ist der Hauptschlüssel zum Verständnis der vorliegenden Erzählung die Tauftheologie in Röm 6,
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| besonders
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span.bibelstelle Röm 6,3-4
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br
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q.bibeltext
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| Wisst ihr denn nicht, dass wir, die wir auf Christus Jesus getauft wurden, <i>auf seinen Tod getauft</i> worden sind?
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br
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| Wir wurden ja <i>mit ihm begraben</i> durch die Taufe auf den Tod,
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br
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| damit auch wir, so wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde,
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br
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| <i>in der Neuheit des Lebens wandeln</i>.
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li
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| Beide Aspekte – das Begrabenwerden und das Wandeln in der Neuheit des Lebens – werden mittels des Gelähmten bebildert:
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br
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| dieser wird „mit Christus begraben“, dieser steht auf zu einem neuen Leben.
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li
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| In der vorliegenden konzentrischen Gliederung sind allerdings vor allem die gegen die Sünde gerichteten Aussagen tragend,
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| wie die Dämonenaustreibung in der Mitte der konzentrischen Gliederung in Verbindung mit der dominanten Thematik
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| Sündenvergebung nahelegt.
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br
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| Die komplementären Aussagen in Röm 6, die sich auf das Leben in Gemeinschaft mit Gott beziehen,
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| gehören – auch wenn der Akzent hier nicht darauf liegt – aber als zweite Seite derselben Medaille auch dazu,
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||
| wie auch in der Mitte der konzentrischen Gliederung über die „Vollmacht der Lehre“ und den Titel „Heiliger Gottes“
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||
| – als Anspielungen auf Röm 1,4 – die Auferstehung Jesu präsent ist.
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li
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| Damit werden hier vor allem folgende Sätze präsent:
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ul.card-text
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li
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q.bibeltext
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| Wir wissen doch: Unser alter Mensch wurde mitgekreuzigt, damit der von der Sünde beherrschte Leib vernichtet werde,
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| sodass wir nicht mehr Sklaven der Sünde sind.
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span.bibelstelle Röm 6,6
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li
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q.bibeltext
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| Denn wer gestorben ist, der ist frei geworden von der Sünde.
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span.bibelstelle Röm 6,7
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li
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q.bibeltext
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| ... der Tod hat keine Macht mehr über ihn [= Christus Jesus].
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br
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| Denn durch sein Sterben ist er ein für alle Mal gestorben für die Sünde,
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| sein Leben aber lebt er für Gott.
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br
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| So begreift auch ihr euch als Menschen, die für die Sünde tot sind,
|
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| aber für Gott leben in Christus Jesus.
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span.bibelstelle Röm 6,9b-12
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li
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| Aus diesen Sätzen spricht eine Schicksalsgemeinschaft mit Jesus,
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| die zur Sünde hin abgrenzt und – besonders in Röm 6,7 – eine Lossprechung von dem Verfallensen an die Sünde
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| aufgrund des in der Taufe mit Christus gestorbenen Todes zuspricht.
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li
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| Diese von der Sünde trennende Schicksalsgemeinschaft mit Jesus steht im Hintergrund der Vollmacht zur Sündenvergebung durch Jesus.
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li
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| Durch diese Schicksalsgemeinschaft in der Taufe mit Jesus wird dieser für den Täufling zum Boten Gottes, der ihm vorausgeht,
|
||
| um ihm den Weg in ein von der Sünde befreites Leben zu eröffnen.
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.card.slide.border-primary.mb-3
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.card-body
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h5.card-title
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||
q
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||
| Damit ihr aber erkennt, dass der Menschensohn die Vollmacht hat, auf der Erde Sünden zu vergeben:
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br
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| Steh auf, nimm deine Liege und geh nach Hause! – Er stand sofort auf, nahmn seine Liege und ging vor aller Augen weg.
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hr
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ul.card-text
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||
li
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||
| Auf der Ebene der Erzählung ist das Sich-Erheben und Weggehen des Gelähmten der Beleg für die Vollmacht des Menschensohnes zur Sündenvergebung.
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||
li
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||
| Das Aufstehen des Gelähmten ist aber von Röm 6 her mit der Schicksalsgemeinschaft mit Jesus zu verknüpfen,
|
||
| denn er wurde ja mit Christus „begraben durch die Taufe auf den Tod,
|
||
| damit auch wir, so wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde,
|
||
| in der Neuheit des Lebens wandeln.“ (Röm 6,4)
|
||
li
|
||
| Dazu gehört zunächst das „tot für die Sünde“, aber auch das „für Gott leben in Christus Jesus“ – jedenfalls eine sichtbare, dauerhafte
|
||
| Auswirkung auf das Leben;
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br
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||
| was hier wie ein punktuelles Ereignis scheint, ist eine auf Dauer angelegte Lebenswende.
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li
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||
| Beim Beleg für die Sündenvergebungsvollmacht Jesu bzw. der Gemeinde ist daher sicher daran gedacht,
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||
| dass – vor allem nach Ostern – Menschen durch die Begegnung mit Jesus – vermittelt durch seine Jünger – tatsächlich
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||
| begonnen haben, ein anderes, neues Leben zu führen;
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br
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||
| für sie war die Taufe wirklich eine Schwelle von einem alten in ein neues Leben,
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||
| das das „tot für die Sünde – für Gott leben“ umsetzt.
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li
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| Hier kann auffallen, dass der Geheilte seine Liege mitnehmen soll.
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ul.card-text
|
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li Damit ist diese quasi aufgeräumt; schließlich kam sie ja auch mit dem Gelähmten durch die Decke ins Haus.
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||
li
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||
| Vielleicht steckt hinter diesem Erzählzug aber auch mehr,
|
||
| denn im Vergleich zu einer anderen Erzählungen fällt der Umgang mit der Bahre besonders auf:
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br
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| Vom blinden Bettler Bartimäus wird es später heißen, dass er seinen Mantel, der sich mit seiner Existenz als Bettler verbindet,
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| wegwirft.
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br
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||
| Es wäre von daher ein durchaus analoger Vorgang, wenn der einst „Gelähmte“ seine Liege zurücklassen würde,
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| die als Symbol für sein „Gelähmtersein“ verstanden werden könnte und deren Zurücklassen für das Starten in ein neues Leben
|
||
| stehen könnte.
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||
li
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||
| Doch die Liege kann – und soll wohl –
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||
| auch als „Handwerkszeug“ betrachtet werden, mit dem nun der Geheilte selber „Gelähmte“ zu Jesus bringen kann.
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li
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||
| In gewisser Weise schließt sich damit der Kreis zu den Vieren, die den Gelähmten auf dieser Liege zu Jesus gebracht haben:
|
||
br
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||
| Wie die Vier ihren Glauben durch tätige Liebe leben, soll dies nun auch der Geheilte tun.
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||
|
||
.card.slide.border-primary.mb-3
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||
.card-body
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||
h5.card-title
|
||
| Der unreine Geist in der Mitte der konzentrischen Gliederung negativ wie positiv fortgeführt bei der Heilung des Gelähmten
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||
h6.card-subtitle.text-muted
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||
| Schriftgelehrte einerseits und die Vier und der Gelähmte andererseits als „Manifestationen“ des unreinen Geistes
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||
hr
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ul.card-text
|
||
li
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||
| Der unreine Geist in der Mitte der konzentrischen Gliederung wird – wie es seinem Wesen entspricht – einerseits negativ/herausfordernd
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||
| geschildert.
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||
ul.card-text
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||
li
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||
| Er spricht ein einseitiges „Bekenntnis“ zu Jesus („Heiliger Gottes“), das nur auf die Auferstehungsherrlichkeit Jesu nach Röm 1,4
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||
| abzielt und das Kreuz verschweigt; deswegen wird es mit einem Schweigegebot belegt.
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||
li
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||
| Die Schriftgelehrten bestreiten bei der Heilung des Gelähmten die Vollmacht Jesu zu Sündenvergebung und fordern auf diese Weise Jesus heraus.
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||
li
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||
| Neben der nativen Seite des unreinen Geistes wird aber auch eine „positive“ Seite gezeichnet.
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||
ul.card-text
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||
li
|
||
| Er ist gehorsam gegenüber dem Befehl Jesu: er verstummt und fährt aus – letztlich ins Verderben.
|
||
li
|
||
| Das verbindet sich einerseits mit den Vieren, die den Gelähmten zu Jesus bringen und während der ganzen Erzählung stumm sind.
|
||
br
|
||
| Sie sprechen kein Bekenntnis mit Worten, nichtmal eine Heilungsbitte – angesichts anderer Erzählungen ist dies auffallend
|
||
| und kann nur von der Verbindung mit dem Schweigegebot an den unreinen Geist her sinnvoll erklärt werden.
|
||
br
|
||
| Sie bringen ihren Glauben und ihre Heilungsbitte nicht durch Worte, sondern vielmehr durch ihr unbeirrbares Handeln zum Ausdruck,
|
||
| durch ihre Liebestat an dem Gelähmten.
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||
br
|
||
| Dies ist nicht nur Bekenntnis zur Vollmacht Jesu, sondern echte, dienende Nachfolge, die das Kreuz Jesu zum Vorbild nimmt,
|
||
| mithin also ein Bekenntnis auch zum Kreuz Jesu als Dienst an den Menschen,
|
||
| der selber zur Erlösung des Menschen ins Verderben des Todes am Kreuz gegangen ist.
|
||
br
|
||
| Denn der Glaube, der durch die Liebe wirkt, hat als Basis das Handeln Jesu:
|
||
br
|
||
q.bibeltext ... lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich für mich hingegeben hat.
|
||
span.bibeltext Gal 2,20
|
||
br
|
||
| (→ Mitte der konzentrischen Gliederung).
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||
p.card-text.small.mb-0
|
||
| Vielleicht darf man sogar
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||
span.bibelstelle Gal 2,19-21
|
||
| insgesamt einbeziehen, denn einerseits begegnet die auch hier präsente Gesetzesthematik (einschließlich dessen Insuffizienz),
|
||
| andererseits – worauf wir teils bei der Jüngerberufung schon gestoßen sind – zu Röm 6 parallele Formulierungen:
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||
br
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||
q.bibeltext
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||
| 19 Denn ich bin durch das Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich für Gott lebe.
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||
br
|
||
| Ich bin mit Chrisuts gekreuzigt worden.
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||
br
|
||
| 20 Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir.
|
||
br
|
||
| Was ich nun im Fleisch lebe, lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich für mich hingegeben hat.
|
||
br
|
||
| 21 Ich missachte die Gnade Gottes in keiner Weise;
|
||
br
|
||
| denn käme die Gerechtigkeit durch das Gesetz, so wäre Christus vergeblich gestorben.
|
||
br
|
||
q.bibeltext
|
||
| 6 Wir wissen doch: Unser alter Mensch wurde mitgekreuzigt ...
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||
br
|
||
| 10 ... durch sein Sterben ist er [= Christus] ein für alle Mal gestorben für die Sünde, sein Leben aber lebt er für Gott.
|
||
br
|
||
| 11 So begreift auch ihr euch als Menschen, die für die Sünde tot sind, aber für Gott leben in Christus Jesus.
|
||
span.bibelstelle Röm 6,6.10-11
|
||
li
|
||
| Ferner verbindet sich der unreine Geist mit seiner „positiven“ Seite mit dem Gelähmten,
|
||
| der wie die Vier in der ganzen Erzählung stumm bleibt und nach dem Befehl Jesu, aufzustehen,
|
||
| dies gehorsam tut – und „nach Hause“ geht (als positiven Gegenort zum Verderben beim unreinen Geist).
|
||
li.small
|
||
| Dass auch die Schriftgelehrten kein offenes Wort sagen, sondern „in ihrem Herzen“, nach außen also schweigen,
|
||
| macht deutlich, dass das Schweigen an sich kein positiver Wert ist.
|
||
br
|
||
| Dies unterstreicht die inhaltliche Füllung des Schweigegebotes an den unreinen Geist.
|
||
|
||
.card.slide.border-primary.mb-3
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title
|
||
q Als er ihren Glauben <i>sah</i>
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||
br
|
||
q Damit ihr aber <i>erkennt</i>
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||
h6.card-subtitle.text-muted
|
||
| Von der „Sichtbarkeit“ des Glaubens
|
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hr
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| Jesus <i>sieht</i> den Glauben der Vier, weil es ein Glaube ist der <i>durch die Liebe wirkt</i>.
|
||
li
|
||
| Die Gegner Jesu sollen seine Sündenvergebungsvollmacht erkennen (durch die vollzogene Lebenswende des Geheilten nach Röm 6).
|
||
li
|
||
i
|
||
| Glaube zeigt sich, ist erkennbar,
|
||
br
|
||
| ist nicht nur Wort-Glaube (Glaubensbekenntnis), sondern tätiger Glaube, wirkt durch die Liebe, wird gelebt.
|
||
li
|
||
| Paulus musste sich dem Vorwurf stellen, dass er mit der von ihm verkündeten Rechtfertigung allein durch den Glauben
|
||
| der Sünde Tür und Tor öffnen würde; dies steht auch im Hintergrund der Ausführungen im Röm 6
|
||
br
|
||
| (vgl. nur
|
||
span.bibelstelle Röm 6,1
|
||
q.bibeltext Was sollen wir nun sagen? Sollen wir an der Sünde festhalten, damit die Gnade umso mächtiger werde?
|
||
| ).
|
||
br
|
||
| Dieser Vorwurf an <i>Paulus</i> dürfte auch inter dem Vorworf an <i>Jesus</i> in
|
||
span.bibelstelle Mk 3,22
|
||
| stehen:
|
||
br
|
||
q.bibeltext
|
||
| Die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren, sagten:
|
||
q Er ist von Beelzubul besessen; mit Hilfe des Anführers der Dämonen treibt er die Dämonen aus.
|
||
br
|
||
| (Vgl. näher dann dort.)
|
||
br
|
||
| Umso wichtiger ist es Paulus und Markus aufzuzeigen, dass der Glaube sich im Leben auswirkt und auswirken muss.
|
||
br
|
||
| In diesen Kontext gehört auch die Wendung „Gehorsam des Glaubens“, auf die wir bereits gestoßen sind
|
||
| und die auch in der Verbindung Mitte und unteres Ende der konzentrischen Gliederung präsent ist.
|
||
|
||
.card.slide.border-primary.mb-3
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title
|
||
| Glaube hier, Gehorsam da – der Gehorsam des Glaubens, der durch die Liebe wirkt
|
||
h6.card-subtitle.text-muted
|
||
| im Horizont des Gehorsams Jesu bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz
|
||
hr
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| Der Erzählung der Heilung des Gelähmten greift das Mitbegrabensein mit Christus nach Röm 6 auf;
|
||
br
|
||
| dies macht den Tod Jesu präsent (als Voraussetzung des Begräbnisses und des Mitbegrabenseins).
|
||
li
|
||
| Stimmig dazu wird in der Mitte der konzentrischen Gliederung indirekt der Tod Jesu angedeutet,
|
||
br
|
||
| sein Gang ins Verderben, zum Verderben der unreinen Geister.
|
||
br
|
||
| Dabei greift – mit Blick auf jene konzentrischen Gliederung, bei der die Austreibung des unreinen Geistes das untere Ende und die Wüstensendung Jesu
|
||
| die Mitte der konzentrischen Gliederung bildet –
|
||
| erzählerisch der Gehorsam des unreinen Geistes, der ohne Widerrede verstummt und ausfährt,
|
||
| den Gehorsam Jesu bis zum Tod am Kreuz auf, der im Gehorsam Jesu gegenüber dem Geist angesichts dessen Treiben in die Wüste
|
||
| und der dortigen Versuchung durch Satan bebildert ist; der Dienst der Engel deutet dann die Erhöhung gemäß des Philipperhymnus an.
|
||
li
|
||
| Mit dem Gehorsam des Gelähmten, der auf das Wort Jesu hin aufsteht und „nach Hause“ geht,
|
||
| ergibt sich eine Kette des Gehorsams, durch die auch dieser Gehorsam des Gelähmten mit dem Gehorsam Jesu bis zum Tod am Kreuz verbunden ist:
|
||
br
|
||
| Gehorsam Jesu bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz → Gehorsam des unreinen Geistes → Gehorsam des Gelähmten.
|
||
li
|
||
| Bei den Vieren wird der Glaube hervorgehoben; es ist ein Glaube, der durch die Liebe wirkt.
|
||
li
|
||
| Wie verschiedene Signale in der Erzählung selbst, aber auch in der konzentrischen Gliederung andeuten (s. o. u. u.),
|
||
| schließt sich mit dem Weggehen des Geheilten <i>mit</i> der Liege, auf der er selbst zu Jesus gebracht wurde, ein Kreis;
|
||
br
|
||
| dadurch sind die Vier und der Gelähmte zusammenzunehmen; sie bilden auch gemeinsam die positive Fortführung des unreinen Geistes
|
||
| in der Mitte der konzentrischen Gliederung.
|
||
li
|
||
| Tätiger Glaube hier, Gehorsam da,
|
||
br
|
||
| verbinden sich zum <i>Gehorsam des Glaubens</i> nach Röm 1,5, mit Gal 5,6 ergänzt zum
|
||
br
|
||
i Gehorsam des Glaubens, der durch die Liebe wirkt.
|
||
br
|
||
| Dieser war schon mehrfach gegenwärtig, nicht zuletzt bei der Heilung der Schwiegermutter des Petrus.
|
||
li
|
||
| Dass Röm 1,5 von der Berufung des Paulus spricht,
|
||
br
|
||
q.bibeltext
|
||
| <i>unter allen Völkern</i> den Gehorsam des Glaubens aufzurichten
|
||
|
|
||
| , fügt sich gut in die vorliegende Erzählung, die mit dem doppelten Dachöffnen Juden und Völkerwelt zusammenbindet.
|
||
li.small
|
||
| Das Gegenüber von Jüngerberufung (Namen der Jünger! Deren Gehorsam beim Eintritt in die Nachfolge) und Heilung des Gelähmten (Doppelte Dachöffnung! Glaube!)
|
||
| in der Gliederung „Galiläa I“ wird bestätigen, dass Markus hier an den „Gehorsam des Glaubens, der durch die Liebe wirkt“ denkt (s. u.).
|
||
|
||
.card.slide.border-primary.mb-3
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title
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||
| „Mein Sohn“ – „Menschensohn“
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||
h6.card-subtitle.text-muted
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||
| Erniedrigung und Hoheit Jesu in der Erzählung von der Heilung des Gelähmten
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||
hr
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||
ul.card-text
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||
li
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||
| Jesus spricht den Gelähmten zunächst mit „Mein Sohn“ an und gewährt ihm Sündenvergebung.
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||
br
|
||
| Jesus handelt hier aus der Perspektive Gottes, seine Erhöhung ist impliziert.
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||
li
|
||
| Als die Schriftgelehrten aber die Vollmacht Jesu zur Sündenvergebung bezweifeln,
|
||
| nennt er sich selber „Menschensohn“, der diese Vollmacht habe.
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||
br
|
||
| Der Titel „Menschensohn“ ist hier ein Schlüsselbegriff:
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||
ul.card-text
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||
li
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||
| In Verbindung mit „Mein Sohn“ und dem Handeln aus der Perspektive Gottes
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||
| enthält er Erniedrigung: „Menschensohn“ ↔ „Gottessohn“;
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||
br
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||
| die Menschwerdung ist angedeutet,
|
||
br
|
||
| einererseits nach
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||
span.bibeltext Phil 2,7:
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||
br
|
||
q.bibeltext
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||
| er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich.
|
||
br
|
||
| Sein Leben war das eines Menschen.
|
||
br
|
||
| Andererseits nach
|
||
span.bibeltext Gal 4,4:
|
||
br
|
||
q.bibeltext
|
||
| Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau ...
|
||
li
|
||
| Gleichzeitig bringt der Titel nach
|
||
span.bibeltext Dan 7,13-14
|
||
| Hoheit und Vollmacht zum Ausdruck:
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||
br
|
||
q.bibeltext
|
||
| 13 Immer noch hatte ich die nächtlichen Visionen:
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||
br
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||
| Da kam mit den Wolken des Himmels einer wie ein Menschensohn.
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||
br
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||
| Er gelangte bis zu dem Hochbetagten [= Gott] und wurde vor ihn geführt.
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||
br
|
||
| 14 Ihm wurden Herrschaft, Würde und Königtum gegeben.
|
||
br
|
||
| Alle Völker, Nationen udn Sprachen dienten ihm.
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||
br
|
||
| Seine Herrschaft ist eine ewige, unvergängliche Herrschaft.
|
||
br
|
||
| Sein Reich geht niemals unter.
|
||
p.card-text.small.mb-0
|
||
| Zu beachten ist, dass Markus diese Vision in Mk 14,62 im Rahmen des Prozesses gegen Jesus vor dem Hohen Rat aufgreift.
|
||
li
|
||
| In der Erzählung von der Heilung des Gelähmten sind also sowohl Jesu Vollmacht und Hoheit aufgrund der Auferstehung von den Toten
|
||
| also auch seine Erniedrigung gegenwärtig, zu der auch das Begräbnis aus erzählerischer Rahmen passt.
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||
li
|
||
| Dies deckt sich mit der Mitte der konzentrischen Gliederung:
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||
br
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||
| Dort wird Jesus einerseits als „Heiliger Gottes“ angesprochen und wird die Vollmacht seiner Lehre hervorgehoben,
|
||
| wobei Röm 1,4 im Hintergrund steht („dem Geist der Heiligkeit nach
|
||
| eingesetzt als Sohn Gottes in Macht seit der Auferstehung von den Toten“);
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||
br
|
||
| andererseits wird dort auch indirekt sein Weg in die Erniedrigung des Todes am Kreuz angedeutet
|
||
| („Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen“ – Antwort: Ja, indem ich selber euch ins Verderben vorausgehe).
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||
|
||
.card.slide.border-primary.mb-3
|
||
.card-body
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||
h5.card-title
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||
| Fieber – Aussatz – Lähmung
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||
h6.card-subtitle.text-muted
|
||
| Von der Doppel- und Mehrfachdeutigkeit der Krankheiten im Markus-Evangelium
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hr
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ul.card-text
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||
li
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| Besonders die Heilung des „Aussätzigen“ in Mk 1,40-45 mit ihrem Rückgriff auf Jes 53,4 („er hat unsere Krankheit getragen“)
|
||
| hat deutlich gemacht, dass „Krankheit“ im Markus-Evangelium auch im übertragenen Sinne verstanden werden kann und muss.
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||
br
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||
| Dies war auch schon bei der Heilung der an „Fieber“ erkrankten Schwiegermutter des Petrus angenommen worden.
|
||
li
|
||
| Das Bild von der Heilung „Kranker“ ermöglicht, in <i>einer</i> Erzählung auf <i>mehreren</i> Ebenen zu erzählen:
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ul.card-text
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||
li
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||
i „krank“ im Sinne der realen Krankheit
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||
br
|
||
| → Dienst an einer kranken Person;
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li
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||
i „krank“ im übertragenen Sinne,
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||
br
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||
| wobei hier auch nochmal unterschieden werden muss:
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ul.card-text
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||
li
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||
i „krank“ im Sinne des Gefangenseins in Sünde und Tod
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br
|
||
| → Befreiuung aus diesem Verfallensein
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| in der Taufe aufgrund der Erlösung in Christus;
|
||
li
|
||
i „krank“ im Sinne des Opferseins in unguten ethisch-sozialen Zusammenhängen
|
||
br
|
||
| → Befreiung aus diesen unguten Zusammenhängen durch ethisches Handeln in der Nachfolge Jesu.
|
||
li
|
||
| Die Zuwendung zu den „Kranken“ ist also schillernd und kann mehrere Ebenen umfassen.
|
||
li
|
||
| Einerseits wird bebildert, wie Jesu Tod und Auferstehung Menschen aus Sünde und Tod befreit,
|
||
| indem dieses christologisch-christliche Grundereignis in der Taufe vergegenwärtigt
|
||
| und ein Mensch in die aufrichtende Schicksalsgemeinschaft mit Jesus hineingenommen wird.
|
||
br
|
||
| Andererseits wird – als Folge davon – bebildert, wie sich dies in einem ethischen Sinne im neuen,
|
||
| geheilten Miteinander der Menschen untereinander heilvoll auswirkt.
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||
li
|
||
| Letztlich geht es hier – verbindend – um alle Situationen, in denen es jemand nicht gut geht,
|
||
| jemand der Zuwendung und Hilfe bedarf, aufgerichtet werden will, ganzheitlich, soteriologisch-ethisch.
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||
br
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||
| Für die Jünger geht es so oder so um einen Liebesdienst an einem Menschen, der Hilfe braucht.
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||
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.card.slide.border-primary.mb-3
|
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.card-body
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h5.card-title
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| Alles nur Erfindung?
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h6.card-subtitle.text-muted
|
||
| Zum Faktum, dass Erzählungen im Markus-Evangelium durch das paulinische Schrifttum „generiert“ sind
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||
hr
|
||
ul.card-text
|
||
li
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||
| Wie deutlich geworden sein dürfte,
|
||
| steht im Hintergrund der Heilung des Gelähmten – und schon zurückliegender und noch kommender Erzählungen –
|
||
| kein historischese Ereignis, das dann – vielleicht mit wenigen Modifikationen (vgl. die anderen Evangelisten) –
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| von Markus in sein Evangelium geschrieben hat.
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li
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| Nicht einmal ein „historischer Kern“ lässt sich herausschälen.
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| Wobei anzumerken ist, dass unser Verständnis von „historisch“ und „Geschichte“ eine Folge der Aufklärung ist
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| und zur Zeit des Markus unbekannt war.
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| Doch gilt zu beachten:
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| hinter den Erzählungen steht zwar <i>keine historische Wahrheit</i>,
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| dennoch aber eine <i>theologische Wahrheit</i>.
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| Die Erzählung sind <i>nicht einfach „Erfindungen“ des Markus</i>,
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| sie sind <i>abgeleitet von theologischen Aussagen und Sprachbildern des Paulus und des Alten Testamentes</i>.
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li
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| Schon lange ist bewusst, dass man aus den Evangelien kein „Leben Jesu“ rekonstruieren kann, wie man eigentlich gehofft hatte.
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br
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| Gerade die Entdeckung, dass das Markus-Evangelium das älteste Evangelium ist, hatte die Hoffnung geweckt, dieses entsprechend
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| für ein „Leben Jesu“ fruchtbar machen zu können.
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br
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| Die Erkenntnis der Bezüge zum paulinischen Schrifttum (und zu seiner Verwendungsweise des Alten Testamentes),
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| dazu, dass hinter dem markinischen Jesus immer wieder der Paulus der Briefe hervortritt,
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| macht einerseits erneut deutlich, dass dies nicht möglich ist.
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br
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| Andererseits ist nun die „wahre Quelle“ des Evangeliums aufgedeckt, sind neue Entdeckungen möglich –
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| und gibt es eine Befreiung von der Suche nach etwas, das nie und nimmer greifbar werden kann.
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li
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| Damit wird es aber noch schwieriger, zu sagen, was der „historische Jesus“ selbst getan hat und wollte.
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| Dennoch können einige Hinweise, auf die wir noch stoßen werden, eine Hilfe und Leitplanke sein.
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h5.card-title
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| Die vier Erstberufenen wirken mit, dass die Schwiegermutter des Petrus ausgerichtet wird zum Dienst
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h6.card-subtitle.text-muted
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| Die Berufung der ersten Jünger und die Heilung der Schwiegermutter des Petrus als gegenüberliegende Erzählungen in der konzentrischen Gliederung
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hr
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ul.card-text
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li
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| Die Ereignisse „im Haus“ am unteren Ende der konzentrischen Gliederung sind – wenigstens grob – sehr ähnlich zu dem,
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| was bei der Heilung der Schwiegermutter des Petrus erzählt wird: eine daniederliegende Person wird aufgerichtet bzw. steht auf durch Jesu Wirken.
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li
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| Eine nicht unerhebliche Verbindung ist durch das Stichwort „Haus“ gegenben; es ist das zweite Mal im Evangelium, dass Jesus ein Haus betritt,
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| und der Leser wird unmittelbar an das Betreten des Hauses des Petrus und Andreas erinnert.
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li
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| Gegenüberliegend zur Heilung der Schwiegermutter des Petrus liegt in der konzentrischen Gliederung die Berufung der ersten Jünger,
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| vier an der Zahl;
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br
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| sie verbinden sich unmittelbar mit den Vieren, die den Gelähmten auf der Liege zu Jesus bringen:
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br
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| Bei der Heilung der Schwiegermutter des Petrus sind es diese vier Erstberufenen,
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| die Jesus zur fiebrigen Schiegermutter des Petrus führen, wie es am unteren Ende der konzentrischen Gliederung vier Männer sind,
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| die den Gelähmten zu Jesus tragen, damit still ihren Glauben bezeugen und so die Heilung des Gelähmten in Gang bringen.
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li
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| Von der Schwiegermutter des Petrus wird erzählt, dass sie nach der Aufrichtung durch Jesus diesem und seinen Begleitern dient.
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br
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| Dies verbindet sich einerseits damit, dass sich die vier Erstberufenen von Jesus in Dienst nehmen lassen – wobei
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| sie diesen Dienst gerade auch gegenüber der Schwiegermutter des Petrus ausüben, indem sie Jesus zu ihr führen.
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br
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| Andererseits entspricht die Abfolge „Aufgerichtet → Dienst“ der Abfolge „Aufgerichtet → Weggehen und Liege mitnehmen”
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| in der Erzählung von der Heilung des Gelähmten,
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br
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| wobei zu bedenken ist, dass das „Mitbegraben-Sein mit Christus“, das in der Erzählung von der Heilung des Gelähmten der tragende Gedanke ist,
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| nach Röm 6,4 dazu geschieht, dass der so auf Christi Tod Getaufte „in der Neuheit des Lebens“ wandelt im Sinne des „tot für die Sünde – leben für Gott“,
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| was sich gut mit dem Dienst der Schwiegermutter des Petrus an Jesus und seinen Begleitern nach deren Aufrichtung verbinden lässt:
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br
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| der oben formulierte Gedanke, dass der Geheilte seine Liege mitnimmt als „Handwerkszeug“, um fortan anderen zu helfen, wird verstärkt.
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li
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| Die vier Erstberufenen – allen voran die explizit erwähnten Petrus und Andreas –
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| erweisen sich bei der Heilung der Schwiegermutter des Petrus als „Menschenfischer“, nicht im Sinne der Verkündigung
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| und des Zusammensammelns, sondern des Mitwirkens beim Befreien von Menschen aus dem Netz der Sünde und des Todes.
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br
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| Effektiv wird im Haus des Simon und Andreas – „Menschenfischer“ entsprechend gedeutet – eine Taufe gefeiert.
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br
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| Heil auf <i>soteriologischer</i> Ebene wird präsent, das auf eine Veränderung auf <i>ethischer</i> Ebene abzielt,
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| wie dies durch den Dienst der Schwiegermutter an Jesus und seinen Begleitern bebildert wird.
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br
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| Hier wird „Krankheit“ im übertragenen Sinne verstanden.
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li
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| Im Hinblick auf die Söhne des Zebedäus einerseits und die Schwiegermutter des Petrus andererseits kann das Bild entstehen,
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| dass die einen von ihrer Stellung als Söhne im väterlichen Betrieb „herabsteigen“ und die andere aufgerichtet, erhöht wird.
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br
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||
| Die Söhne des Zebedäus verlassen ihre herrscherliche Stellung und werden zu Dienern;
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| und dieser Dienst – Entäußerung und Erniedrigung in der Nachfolge Jesu – richtet auf und führt zu gegenseitigem Dienst
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br
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| (vgl. auch die entsprechenden Ausführungen bei der Heilung des „Aussätzigen“ zu den Söhnen des Zebedäus).
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br
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| Auch das ethische Handeln der Söhne des Zebedäus hat hier eine gewisse „soteriologische“, weil aufrichtende und befreiende Wirkung;
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| dies in Analogie zum einzigartigen soteriologischen Handeln Jesu im Tod am Kreuz.
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br
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| Hier wird „Krankheit“ im realen Sinne verstanden oder als Bild für die Folge anderer krankmachender (sozialer) Umstände.
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li
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| Im Hinblick auf den in beiden Erzählungen vorhandenen Gehorsam findet eine Vertauschung statt:
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br
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| Bei der Berufung sind es die Berufenen, die gehorsam in den Dienst Jesu eintreten.
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br
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||
| Bei der Heilung der Schwiegermutter des Petrus ist es Jesus selbst, der „gehorsam“ ist.
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br
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| Beides ist zusammenzusehen:
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| Jesus nimmt die Jünger für seine eigene Sendung in Dienst, und lässt sich wiederum für diese von den Jüngern in Dienst nehmen.
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br
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| Bei der Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus wirken der Gehorsam Jesu (bis zum Tod am Kreuz) und der Gehorsam der Jünger
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| (gegenüber ihrer Berufung durch Jesus) zusammen!
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li
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||
| Während in der Berufungserzählung im Bild des zerrissenen Netzes die Befreiung aus dem „Gesetz der Sünde und des Todes“ durch Jesu
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| Gehorsam bis zum Tod am Kreuz gegenwärtig ist – der wiederum bei der Heilung der Schwiegermutter des Petrus im Gehorsam gegenüber den Jüngern angedeutet ist –,
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| bebildert die Erzählung von der Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus die Auswirkung dieser Befreiuung.
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li
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||
| Jede Person im Gegenüber taucht mindestens einmal in der Position des Dienens auf.
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br
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| Die Aufrichtung der Niedergedrückten schafft im Sinne des Evangeliums nicht neue Große und Mächtige, sondern zielt auf eine Gemeinschaft des Dienens!
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br
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| Angesichts der im zerrissenen Netz gegenwärtigen Befreiung aus dem „Gesetz der Sünde und des Todes“ kann dies von
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||
span.bibelstelle Gal 5,13-14
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||
| her verstanden werden:
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br
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q.bibeltext
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| Denn ihr seid zur Freiheit berufen, Brüder und Schwestern.
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br
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| Nur nehmt die Freiheit nicht zum Vorwand für das Fleisch,
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br
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||
i sondern dient einander in Liebe!
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br
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||
| Denn das ganze Gesetz ist in dem einen Wort erfüllt:
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||
br
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||
| Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
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li
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||
| Zentrale Elemente des Philipperhymnus sind im Gegenüber gegenwärtig:
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ul.card-text
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||
li Entäußerung und Erniedrigung Jesu werden als Nachfolge der Zebedäus-Söhne erzählt.
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||
li Der Gehorsam Jesu bis zum Tod am Kreuz ist in seinem Gehorsam gegenüber den Jüngern angedeutet.
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||
li Erhöhung Jesu und der Dienst von Himmel, Erde und Unterwelt ist im Dienst der Schwiegermutter des Petrus angedeutet.
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.card-body
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h5.card-title
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||
| Das nahegekommene Gottesreich macht die Menschen „gesund“
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h6.card-subtitle.text-muted
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||
| Der Beginn des öffentlichen Wirkens Jesu und die Massenheilungen als gegenüberliegende Erzählungen in der konzentrischen Gliederung
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hr
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ul.card-text
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li
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||
| Beide Erzählungen sind auch als Mitte und unteres Ende einer konzentrischen Gliederung verbunden;
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| das dort Gesagte sei erinnert.
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li
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| Die Notiz der Auslieferung Johannes des Täufers – durchsichtig auf den Tod Jesu – verbindet sich mit dem Abend
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||
| bzw. der untergehenden Sonne: es ist – wie in Mk 14,17 angegeben wird – Abend, als Jesus sich mit den Jüngern zum
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||
| Mahl vor seinem Tod im vorbereiteten Raum einfindet; er thematisiert als erstes seine bevorstehende Auslieferung.
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||
| Als Jesus am Kreuz hängt, bricht eine Finsternis über das ganze Land herein.
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||
br
|
||
| Stimmig zum Gang Jesu ins Verderben (→ Mitte der konzentrischen Gliederung) und zur Taufe auf den Tod bzw. dem
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||
| Mitgebraben-Sein mit Jesus (→ unteres Ende der konzentrischen Gliederung) wird also insbesondere der Akzent
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||
| auf Jesu Tod als Ursache für das neue Heil in Christus gelegt.
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li
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||
| Jesu Tod hat, da ihn Gott mit der Auferweckung beantwortet hat, die Königsherrschaft Gottes nahegebracht.
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||
br
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||
| Das Zeitalter des rettenden Glaubens ins angebrochen.
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||
li
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||
| Weil zum „Evangelium Gottes“ wesentlich gehört, dass durch Jesu Tod am Kreuz die Dämonen ins Verderben gestürzt sind,
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||
| kann Jesus nun die Dämonen austreiben, insgesamt Menschen heilen.
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||
li
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||
| Die Menschen, die die Kranken zu Jesus bringen – wie die Vier am unteren Ende der konzentrischen Gliederung! –
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||
| zeigen ihren Glauben, zu dem Jesus aufruft.
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br
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||
| Es zeigt sich ein Glaube, der durch die Liebe wirkt; insofern sind Glaube und Umkehr identisch.
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||
br
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||
| Die Menschen folgen gehorsam dem Ruf Jesu zu Glaube und Umkehr:
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||
br
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||
| wie am unteren Ende der konzentrischen Gliederung auf die Vier und den Geheilten aufgeteilt,
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||
| begegnet hier im Gegenüber der „Gehorsam des Glaubens, der durch die Liebe wirkt“.
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||
li
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||
| Die Predigt der Umkehr beim Beginn des öffentlichen Wirkens Jesu trägt nicht nur
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||
| bei den Menschen, die sich ihrer Kranken annehmen und sie zu Jesus bringeni, Frucht:
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||
br
|
||
| auch in den „Heilungen“ selbst steckt „Umkehr“, insofern die „Kranken“ aus der Hand der Sünde befreit werden
|
||
| zum „Wandeln in der Neuheit des Lebens“.
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||
li
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||
| Dass die Dämonen wissen, wer Jesus ist, spiegelt sich einerseits in der Mitte der konzentrischen Gliederung,
|
||
| wo dies auch der dortige Dämon weiß, andererseits beim Beginn des öffentlichen Wirkens im dort angespielten Schicksal Jesu,
|
||
| das das Ende der Dämonen bedeutet.
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||
|
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.card.slide.border-primary.mb-3
|
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.card-body
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||
h5.card-title
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||
| Von der Taufe/Auferstehung in die Wüste – Gebet als Hilfe zum Bestehen der Versuchung
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||
h6.card-subtitle.text-muted
|
||
| Taufe und Wüstenaufenthalt Jesu einerseits, Rückzug Jesu und Neuaufbruch andererseits als gegenüberliegende Erzählungen in der konzentrischen Gliederung
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||
hr
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||
ul.card-text
|
||
li
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||
| Da diesmal die konzentrische Mitte nicht einen „Halbschritt“ macht, indem sie zwei aufeinanderfolgende Erzählungen in die Mitte rückt,
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||
| sondern eine ganze Erzählung weiter springt, muss anderweitig ausgeglichen werden.
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||
br
|
||
| Auf der Suche nach zu verbindenen Erzählungen fällt ins Auge, dass in Mk 1,35-39 zunächst die Auferstehung Jesu präsent gemacht wird,
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| dann aber der Leser mit Jesus und den ihn verfolgenden Jüngern in die Wüste gehen muss, von wo aus ein Neuaufbruch stattfindet;
|
||
br
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||
| das lässt sich mit der Abfolge Taufe Jesu → Wüstenaufenthalt/Versuchung Jesu verbinden,
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||
| da die Begleiterscheinungen beim Heraustreten aus dem Wasser die Auferstehung Jesu präsent machen;
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||
| beide Erzählungen haben auch schon gemeinsam die Mitte einer konzentrischen Gliederung gebildet.
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br
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||
| So müssen diese beiden Erzählunge wieder zusammengezogen werden und bilden gemeinsam das Gegenüber zu Rückzug und Neuaufbruch.
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||
li
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||
| Hier wie dort wird der Blick des Lesers umgebogen von der Auferstehung bzw. der himmlischen Herrlichkeit Jesu zur Sendung Jesu „in die Wüste“,
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| die Jesus auch durch den Neuaufbruch in Mk 1,39 nicht eigentlich verlässt, weil „Wüste“ im Sinne von „Gottferne“ zu verstehen ist;
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||
br
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||
| mitten in dieser „Wüste der Gottferne“ erschafft Jesus durch Tod und Auferstehung die „Insel des Lebens“,
|
||
| dazu geht er in die „umliegenden Dörfer“, schließlich durch „ganz Galiäa“.
|
||
li
|
||
| In beiden gegenüberliegenden Stücken ist die Sendung Jesu bzw. sein Weg nach dem Philipperhymnus gegenwärtig bzw. angedeutet:
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table.table.table-sm
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thead
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||
tr
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th.card-text Philipperhymnus
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th.card-text Taufe/Wüstensendung
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th.card-text Rückzug/Neuaufbruch
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||
tbody
|
||
tr
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||
td.card-text Entäußerung und Erniedrigung
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||
td.card-text Zunächst Auferstehung (→ Begleiterscheinungen Taufe), dann Sendung in die Wüste
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||
td.card-text Zunächst Auferstehung (→ Aufstehen am frühen Morgen, als es noch dunkel ist), dann gang an einen „einsamen Ort“
|
||
tr
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||
td.card-text Gehorsam bis zum Tod am Kreuz
|
||
td.card-text
|
||
| Wüste als Gottferne
|
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br
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||
| (Bestehen der) Versuchung durch Satan
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||
td.card-text
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||
| Einsamkeit als Gottferne
|
||
br
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||
| Jesus betet (→ Beten Jesu am Kreuz)
|
||
tr
|
||
td.card-text Erhöhrung und Einsetzung in hoheitliche Stellung
|
||
td.card-text
|
||
| Dienst der Engel
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||
td.card-text
|
||
| Weitung des Wirkradius auf „ganz Galiläa“ → Völkermission
|
||
| im Sinne des „alle auf der Erde“ des Philipperhymnus
|
||
li
|
||
| Der Gang Jesu in die „Wüste“ hat das Getriebenwerden durch den Geist Gottes zur Ursache;
|
||
| er entspricht – bis hin zum Tod am Kreuz – der Sendung Jesu und steht unter dem – quasi vorab gesprochenen – Wohlgefallen Gottes.
|
||
| Dies ist auf das Gegenüber zu übertragen.
|
||
br
|
||
| Petrus und seine Begleiter dagegen wollen Jesus vom Kreuz zurückholen;
|
||
| sie stellen sich damit der Sendung Jesu in den Weg, ihr Tun steht gegen das Wohlgefallen Gottes.
|
||
li
|
||
| Während Entäußerung, Erniedrigung und Gehorsam Jesu bis zum Tod am Kreuz das Wohlgefallen Gottes finden
|
||
| und zur Erhöhung Jesu führen,
|
||
br
|
||
| wollen Petrus und seine Begleiter Jesus aus der Erniedrigung quasi in die andere Richtung zurückholen:
|
||
| sie wollen einseitig einen „Christus/Menschensohn der Glorie“ und dazu das „Ärgernis des Kreuzes“ beseitigen (also das Kreuz in seiner Bedeutung abschwächen).
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||
br
|
||
| Dies verbindet sich mit der Anrede Jesu als „Heiliger Gottes“ durch den unreinen Geist in der Mitte der konzentrischen Gliederung
|
||
| und dem darauf bezogenen Schweigegebot Jesu, weil der unreine Geist das Kreuz Jesu als Ursache der Erhöhung verschweigt.
|
||
br
|
||
| Vgl. auch Mk 8,32b-33 (Widerstand des Petrus gegen den Weg Jesu; Bezeichnung des Petrus durch Jesus als Satan)
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||
| mit der Spannung „was Gott will“ ↔ „was die Menschen wollen“
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||
| und Mk 8,29-30 (Schweigegebot nach Messiasbekenntnis des Petrus).
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||
br
|
||
| Am unteren Ende der konzentrischen Gliederung dagegen handeln Vier – die im Gegenüber Jüngerberufung und Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus
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| auf die vier Erstberufenen bezogen werden konnten – ganz im Sinne des Kreuzes Christi dienend an einem kranken Menschen.
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||
li
|
||
| Während Jesus bei der Wüstensendung dem Geist untersteht, wollen im Gegenüber Petrus und seine Begleiter sich seiner bemächtigen.
|
||
li
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||
| Während es Jesu Versuchung war, nicht gehorsam bis zum Tod am Kreuz zu sein, das Kreuz nicht anzunehmen,
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||
br
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||
| ist es die Versuchung der Jünger, das „Ärgernis des Kreuzes“ zu beseitigen, das Kreuz nicht ernst zu nehmen,
|
||
| es abzuschwächen und es damit seiner theologischen und ethischen Bedeutung und Kraft zu berauben:
|
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| Befreiung aus Sünde und Tod im Tod Jesu, in Verbindung mit der Auferstehung daher Beginn eines neuen Zeitalters,
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||
| Verpflichtung auf einen entsprechenden Lebenswandel (kein „weiter so“ mit wenigen Modifikationen).
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li
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||
| Auf beiden Seiten des Gegenübers begegnet die Umbiegung „Auferstehung(sherrlichkeit) → Tod am Kreuz“.
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br
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| Mit mahnendem Ton im Hinblick auf das Treiben von Petrus und seinen Begleitern wird Röm 6 vergegenwärtigt, das am unteren Ende der konzentrischen Gliederung präsent ist:
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||
br
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||
q.bibeltext
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||
| 3 Wisst ihr denn nicht, dass wir, die wir auf Christus Jesus getauft wurden, <i>auf seinen Tod getauft</i> worden sind?
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br
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||
| 4 Wir wurden ja <i>mit ihm begraben</i> durch die Taufe auf den Tod,
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br
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||
| damit auch wir, so wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde,
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||
br
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i in der Neuheit des Lebens wandeln.
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||
span.bibelstelle Röm 6,3-4
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br
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||
| Es findet eine Umbiegung vom Blick auf die Auferstehung bzw. den Auferstandenen in Richtung Ethik statt:
|
||
br
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||
| die ethischen Konsequenzen werden verdeutlicht und von Paulus in den weiteren Versen näher ausgeführt: nicht Diener der Sünde, sondern Diener Gottes sein,
|
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| tot für die Sünde sein, für Gott leben.
|
||
br
|
||
| Dies verbindet sich – sowohl im Sinne des Paulus, als auch im Sinne des Markus – sehr gut mit der von Jesus erzählten Entäußerung und Erniedrigung,
|
||
| mit dem Gehorsam bis zum Tod am Kreuz.
|
||
br
|
||
| Mit dem Nachgeben der Versuchung durch Satan werden Petrus und seine Begleiter (wieder) „Diener der Sünde“,
|
||
| was auch von Mk 8,32b-33 her gut zum Gegenüber „was Gott will“ – „was die Menschen wollen“ passt
|
||
br
|
||
| („hinter mich Satan“: „du hast das im Sinn, was die Menschen wollen“).
|
||
br
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||
| Am untern Ende der konzentrischen Gliederung wird Röm 6 bebildert und positiv aufgegriffen,
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||
| einerseits in der Heilung des Gelähmten, anderereits aber auch in den Vieren, die sich zu Dienern des Gelähmten machen,
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||
| ganz im Sinne des Weges Jesu ans Kreuz.
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||
li
|
||
| Das Wohlgefallen Gottes und das Treiben durch den Geist verbinden sich auch mit dem „dazu bin ich gekommen“ im Gegenüber,
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| das sich auf Jesu Neuaufbruch in die benachbarter Dörfer und schließlich „ganz Galiläa“ (→ Völkermission!) bezieht;
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||
br
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||
| damit wird die Völkermission als (ein wichtiges) Ziel der Sendung Jesu herausgestellt.
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br
|
||
| Dies passt zur Thematik des Einen Gottes für Juden und Heiden, der das Heil aller Menschen will, die im unteren Ende
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||
| der konzentrischen Gliederung gegenwärtig ist.
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li
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| Angesichts der Präsenz der Gesetzesthematik in Mitte und am unteren Ender der konzentrischen Gliederung
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||
| (und auch in manch anderem Gegenüber) ist anzumerken,
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||
| dass die Wüstensendung unter dem Wohlgefallen Gottes in vorausgehenden konzentrischen Gliederungen auf den
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||
| Freikauf vom Gesetz („dem Gesetz des Geistes unterstellt, damit er die freikaufe, die unter dem Gesetz der Sünde und des Todes stehen“),
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br
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| das Handeln des Petrus, seiner Begleiter und „aller“ im Gegenüber dagegen auf das (Wieder-)Aufrichten des Gesetzes bezogen werden konnte:
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br
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| Petrus und seine Begleiter wollen Jesus vom „Ort des Freikaufes“, vom Kreuz, zurückholen, damit das „Ärgernis des Kreuzes“ beseitigen,
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| effektiv (in der Sicht des Paulus und Markus) den Freikauf vom (Fluch des) Gesetz(es) rückgängig machen – mit allen Konsequenzen.
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br
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| Dieses (Wieder-)Aufrichten des Gesetzes steht im aktuellen Gegenüber gegen das Wohlgefallen Gottes.
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br
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| In Verbindung mit der Versuchung als Gegenüber zum Handeln des Petrus uns deiner Begleiter und damit der Mahnung, tot zu sein für die Sünde,
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| wie Christus für die Sünde gestorben ist,
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br
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| müssen erneut die parallelen Formulierungen „gestorben/tot für die Sünde, leben für Gott“ (Röm 6,10-11) – „dem Gesetz gestorben, um für Gott zu leben“ (Gal 2,19)
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||
| bedacht werden: wie Christus durch seinen Tod „ein für alle Mal gestorben ist für die Sünde“, um uns vom Fluch des „Gesetzes der Sünde und des Todes“
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||
| zu befreien, müssen auch die Christen dem Gesetz sterben, um für Gott in der Freheit der Kinder Gottes leben zu können.
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||
li
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||
| Die Versuchung Jesu durch Satan wird im Gegenüber und in der Mitte der konzentrischen Gliederung auch insofern aufgegriffen,
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||
| als Jesus die Dämonen austreibt: damit ist nicht nur das Bestehen der Versuchung durch Jesus angedeutet,
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||
| sondern auch sein Sieg über Satan, dessen Stürzen ins Verderben die Mitte aussagt.
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||
li
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||
| Es verbinden sich auch Versuchung und Gebet: das Gebet ist gerade in der „Wüste“ bzw. in der Versuchung eine Brücke zu Gott
|
||
| und hilft, Wüstenzeiten und Versuchungen zu bestehen; Markus wird darauf noch prominent zurückkommen.
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.card.slide.border-primary.mb-3
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.card-body
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h5.card-title
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||
| Die Taufe des Sinneswandels zur Vergebung der Sünden und der Wille Jesu, mit dem „Aussätzigen“ den „Austausch“ zu vollziehen
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h6.card-subtitle.text-muted
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||
| Das Auftreten Johannes des Täufers und der „Austausch“ Jesu mit dem „Aussätzigen“ als gegenüberliegende Erzählungen in der konzentrischen Gliederung
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ul.card-text
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li
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| Johannes verkündet den Stärkeren, der mit dem Heiligen Geist taufen wird;
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br
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| dieser – Jesus – kann den „Aussätzigen“ heilen, was als absolut außergewöhnlich gelten muss.
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li
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| Johannes der Täufer, der sich selber gegenüber dem kommenden Stärkeren als ein „Nichts“ bezeichnet,
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| geht wechselnd Beziehungen zum „Aussätzigen“ und zu Jesus ein:
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ul.card-text
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li
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| Zunächst ist er mit dem „Aussätzigen“ verbunden, der ein „Letzter“ in der Gesellschaft ist.
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li
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| Durch die Heilung des „Aussätzigen“ – bei der Jesus den „Aussatz“ des „Aussätzigen“ auf sich nimmt (→ „er hat unsere Krankheit getragen“!) –
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| wird Jesus selber zu einem „Letzten“ –
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| und ist diesbezüglich nun statt dem „Aussätzigen“ mit Johannes dem Täufer verbunden.
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li
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| Das Hervorheben des rangmäßigen Unterschiedes zwischen Jesus und Johannes dem Täufer am Anfang und dann – als Folge des Handelns Jesu – doch
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| die Parallele zwischen den beiden am Ende der Heilung des „Aussätzigen“ markiert die Erniedrigung Jesu in besonderer Weise.
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li
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| Johannes der Täufer verkündet die „Taufe des Sinneswandels zur Vergebung der Sünden“,
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br
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| gegenüberliegend wird vom „Austausch“ Jesu mit dem „Aussätzigen“ im Tod am Kreuz – gleichsam der „Taufe“ Jesu (→ Mk 10,38!) – erzählt,
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br
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| womit Jesus eben jene „Taufe des Sinneswandels zur Vergebung der Sünden“ als „Taufe auf den Tod Jesu“ ermöglicht,
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br
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| die die vielen, die zu Johannes strömen und sich taufen lassen, – etwas anachronistisch – empfangen:
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br
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q.bibeltext
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| Mein Knecht, der gerechte, macht die Vielen gerecht; er lädt ihre Schuld auf sich.
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span.bibelstelle Jes 53,11b
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ul.card-text
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| Diese <i>„Taufe zur Vergebung der Sünden“</i> ist der Ort der neuen, in Christus geschenkten „Reinheit“.
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li
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| Diese <i>„Taufe des Sinneswandels“</i>
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| <i>muss</i> sich auswirken in einem geänderten Verhalten,
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| das an Jesu Handeln Maß nimmt:
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br
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| sich zu den Niedrigen erniedrigen, „Letzter“ werden durch den Dienst an den „Letzten“,
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br
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| so gewillt sein, wie Jesus selbst gewillt ist!
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br
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| Bebildert kann man dies gerade um unteren Ende der konzentrischen Gliederung sehen,
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| wo die Vier sich eines „Gelähmten“ – was ebenso schillern kann wie „Aussätziger“ – annehmen.
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li
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| Johannes und Jesus gemein ist nicht nur der Aufenthalt in der Wüste, sondern auch, dass die Scharen kommen.
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br
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| Während zu Johannes dem Täufer Menschen aus „ganz Galiläa und alle Einwohner Jerusalems“ kommen, wird Jesus von Menschen „von überallher“ aufgesucht:
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| das ist eine Weitung, die der perspektive „alle Völker“ (Juden und Heiden) am untern Ende der konzentrischen Gliederung entspricht.
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li
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| Mit dem vom „Aussatz“ Geheilten verbindet Johannes die Verkündigungstätigkeit:
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br
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| beide weisen auf Jesus hin.
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h5.card-title
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q.bibeltext Ihr lieft gut. Wer hat euch gehindert, weiter der Wahrheit zu folgen?
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span.bibelstelle Gal 5,7
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h5.card-subtitle.text-muted
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| Die Heilung des Gelähmten im Gegenüber zur Berufung der ersten Jünger und zum Aufgesuchtwerden Jesu durch Petrus nach seinem Rückzug
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| in der Gliederung „Galiläa I“
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hr
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ul.card-text
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li
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| In der Gliederung „Galiläa I“ liegt der Hauptbestand der Heilung des Gelähmten, nämlich Mk 2,3-12, einerseits
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| der Berufung der ersten Jünger (Mk 1,16-20), andererseits dem Aufgesuchtwerden Jesu durch Petrus nach seinem Rückzug (Mk 1,35-38)
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| gegenüber.
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br
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| Dabei werden die Jünger einmal positiv, einmal negativ gezeichnet.
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li
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| Das Gegenüber zu Mk 3,1-5 wird später dort besprochen.
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li
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| In der Gliederung „Galiläa I“ liegen sich auch Mk 1,14-15; Mk 1,39; Mk 2,1-2; Mk 3,6 gegenüber.
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br
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||
| Dies wird ebenso später besprochen.
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h5.card-title
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q.bibeltext Ihr lieft gut.
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hr
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ul.card-text
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li
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| Das Gegenüber Jüngerberufung – Heilung des Gelähmten weist sehr viele Parallelen zum Gegenüber
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| Jüngerberufung – Heilung der Schwiegermutter des Petrus auf.
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li
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| Die vier Erstberufenen können hier mit jenen vier identifiziert werden, die den Gelähmten zu Jesus tragen.
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li
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| Das Netz, das zurückgelassen wurde, wird in die Liege eingetauscht, mit der der Gelähmte zu Jesus gebracht wird:
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br
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| Das „Gesetz der Sünde und des Todes“ wird ersetzt durch ein „Werkzeug der Nächstenliebe“;
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br
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| dabei darf nicht vergessen werden, dass auch das jüdische Gesetz auf die Nächstenliebe abzielt,
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| schreibt doch Paulus in
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span.bibelstelle Röm 13,9-10:
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br
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||
q.bibeltext
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| Denn die Gebote ... und alle anderen Gebote sind in dem einen Satz zusammengefasst: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
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| Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses. Also ist die Liebe die Erfüllung des Gesetzes.
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br
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||
| Doch konnte das jüdische Gesetz diese Dimension nicht entfalten, wie ihm die Kraft fehlte, lebendig zu machen;
|
||
| daher ist es zum „Gesetz der Sünde und des Todes“ geworden.
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li
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||
| Während bei der Berufung der Vier ihr Gehorsam auffällt, mit dem sie ohne umschweife dem Ruf Jesu in die Nachfolge folgen,
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||
| wird im Gegenüber ihr Glaube betont, der ganz offensichtlich durch die Liebe wirkt;
|
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br
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||
| wieder wird die Kombination aus Röm 1,5 und Gal 5,6 präsent:
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br
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| der Gehorsam des Glaubens, der durch die Liebe wirkt.
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li
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| Diesen ist Paulus berufen, „unter allen Völlkern ... aufzurichten“.
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br
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||
| Das wird einerseits in den Namen der vier Erstberufenen aufgegriffen: zwei tragen semitische Namen (Jakobus, Johannes), zwei griechische (Simon, Andreas).
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br
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||
| Andererseits im doppelten Dachöffnen, bei dem einmal ein palästinisches Dach, einmal ein griechisch-römisches Dach vorausgesetzt ist.
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li
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||
| Der „Gehorsam des Glaubens, der durch die Liebe wirkt“ kann auch als Gegenbegriff verstanden werden
|
||
| zum „Gehorsam gegenüber des jüdischen Gesetzes“, das die Vier hinter sich lassen und dessen Insuffizienz,
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||
| lebendig zu machen bzw. aus der Hand Satans/der Sünde zu befreien, subtil angedeutet wird.
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li
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||
| Dem Gehorsam der vier Erstberufenen beim Ruf in die Nachfolge entspricht der Gehorsam des Gelähmten,
|
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| der aufsteht, seine Liege nimmt und „nach Hause“ geht.
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br
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| Auch er ist nun in die Nachfolge eingetreten im Sinne des Wandels in der Neuheit des Lebens.
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li
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| Die vier Erstberufenen
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| erweisen sich bei der Heilung des Gelähmten als „Menschenfischer“
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||
| – allen voran die mit diesem Begriff explizit verbundenen Petrus und Andreas –,
|
||
| nicht im Sinne der Verkündigung
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||
| und des Zusammensammelns, sondern des Mitwirkens beim Befreien von Menschen aus dem Netz der Sünde und des Todes.
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br
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||
| Schon von den Anklägen an Röm 6 her ist deutlich dass bei der „Heilung“ des Gelähmten eine Taufe gefeiert wird
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| und „Menschenfischer“ entsprechend zu deuten ist.
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br
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||
| Heil auf <i>soteriologischer</i> Ebene wird präsent, das auf eine Veränderung auf <i>ethischer</i> Ebene abzielt,
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| wie dies durch das Mitnehmen der Liege – als Handwerkszeug für eigenen Liebesdienst verstanden – bebildert wird.
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br
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||
| Hier wird „Krankheit“ im übertragenen Sinne verstanden.
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li
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||
| Im Hinblick auf die Söhne des Zebedäus einerseits und den Gelähmten andererseits kann das Bild entstehen,
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||
| dass die einen von ihrer Stellung als Söhne im väterlichen Betrieb „herabsteigen“ und der andere aufsteht, sich erhebt;
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||
| auch im Aufsteigen auf das Dach (wohl vorzustellen über Treppen) ist dies bereits angedeutet.
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br
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||
| Die Söhne des Zebedäus verlassen ihre herrscherliche Stellung und werden zu Dienern;
|
||
| und dieser Dienst – Entäußerung und Erniedrigung in der Nachfolge Jesu – richtet auf und hilft zu einem neuen Leben.
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br
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||
| Auch das ethische Handeln der Söhne des Zebedäus hat hier eine gewisse „soteriologische“, weil aufrichtende und befreiende Wirkung;
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||
| dies in Analogie zum einzigartigen soteriologischen Handeln Jesu im Tod am Kreuz.
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||
br
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||
| Hier wird „Krankheit“ im realen Sinne verstanden oder als Bild für die Folge anderer krankmachender, lähmender (sozialer) Umstände.
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p.card-text.small.mb-0
|
||
| Dabei tritt aber die Sündenvergebungsthematik etwas in den Hintergrund.
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li
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||
| Während in der Berufungserzählung im Bild des zerrissenen Netzes die Befreiung aus dem „Gesetz der Sünde und des Todes“ gegenwärtig ist,
|
||
| wird im Gegenüber einerseits – mittels des Mitbegrabenseins durch Jesus – der befreiende Tod Jesu gegenwärtig,
|
||
| andererseits die Auswirkung dieser Befreiuung in der Heilung des „Gelähmten“ bebildert.
|
||
br
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||
| Zu beachten ist, dass sich – ganz im Sinne der Befreiung aus dem „Gesetzes der Sünde und des Todes“ –
|
||
| bei der Heilung des „Gelähmten“ die Sünden- und Gesetzesthematik verbinden (wie dies auch sonst bei Paulus und Markus begegnet).
|
||
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||
.card-body
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||
h5.card-title
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||
q.bibeltext Wer hat euch gehindert, weiter der Wahrheit zu folgen?
|
||
hr
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p.card-text
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||
| Petrus, seine Begleiter und „alle“ werden hier als negatives Gegenüber zu den Vieren, dem Gelähmten und auch „allen“ gezeichnet,
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||
| die vor Staunen außer sich geraten.
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br
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||
| Mahnend stehen über Mk 1,35-38 die Worte des Paulus in
|
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span.bibelstelle Röm 6,3-4.6
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| mit der Umpolung von der Auferstehung(sherrlichkeit) auf den Tod Jesu am Kreuz und die Konsequenzen für die Nachfolge:
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br
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| 3 Wisst ihr denn nicht, dass wir, die wir auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft worden sind?
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||
br
|
||
| 4 Wir wurden ja mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod,
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br
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||
| damit auch wir, so wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde,
|
||
br
|
||
| in der Neuheit des Lebens wandeln.
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||
br
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||
| 6 Wir wissen doch: Unser alter Mensch wurde mitgekreuzigt, damit der von der Sünde beherrschte Leib vernichtet werde,
|
||
| sodass wir nicht mehr Sklaven der Sünde sind.
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||
ul.card-text
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||
li
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||
| Während der Gelähmte gehorsam aufsteht, seine Liege nimmt und „nach Hause“ geht, er in der „Neuheit des Lebens“ wandelt,
|
||
br
|
||
| wollen Petrus, seine Begleiter und „alle“, dass Jesus ihnen gehorsam ist und mit ihnen zurück zum „Alten“ geht.
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||
li
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||
| Am Ort des Freikaufs vom (Fluch des) Gesetz(es), dem Kreuz, suchen sie Jesus auf und wollen ihn zurückholen,
|
||
| das „Ärgernis des Kreuzes“ beseitigen, das sich am Gelähmten heilvoll auswirkt:
|
||
| im Mitgekreuzigtsein und Mitbegrabensein in der Taufe, das ein neues Leben ermöglicht.
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||
li
|
||
| Während die Vier den Gelähmten zu Jesus bringen, damit dieser ihn rettet, also die Chance ergreifen, die
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||
| der Tod Jesu – und das Mitgekreuzigtsein und Mitgebrabensein mit ihm in der Taufe – bringt,
|
||
br
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||
| wollen die anderen gleichsam Jesus aus dem Grab hinaustragen.
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||
li
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||
| Während die Vier ihren Glauben, der durch die Liebe wirkt, bekunden,
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||
br
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||
| wollen die anderen zurück zum Gesetz.
|
||
br
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||
| Hier gibt es eine Verbindung zur Jüngerberufung, denn dort sind die Söhne des Zebedäus gerade dabei,
|
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| das „Netz“ wieder herzurichten = das jüdische Gesetz wieder aufzurichten;
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br
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||
| da hatte sie Jesus erfolgreich davon abgehalten, jetzt wollen sie zurück zum jüdischen Gesetz.
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br
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||
| Mahnend stehen die Worte des Paulus in
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span.bibelstelle Gal 5,1
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| im Raum:
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br
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q.bibeltext
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| Zur Freiheit hat uns Christus befreit.
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br
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| Steht daher fest und alsst euch nicht wieder ein Joch der Knechtschaft auflegen!
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li
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| Während sich die Vier zu Dienern des Gelähmten machen – ganz im Sinne der von Jesus gelebten Entäußerung und Erniedrigung –
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br
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||
| wollen die anderen (sogar über Jesus) herrschen, sind ihnen Entäußerung, Erniedrigung und Gehorsam Jesu ein Dorn im Auge,
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||
| eben „Ärgernis des Kreuzes“.
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||
li
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||
| Während bei der Heilung des Gelähmten mit der Neuheit des Lebens, in der gewandelt werden soll,
|
||
| eine Leben im Gehorsam gegenüber Gott und in Absetzung von der Sünde eröffnet und angezielt ist (→ Sündenvergebung),
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br
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||
| wollen die anderen zurück zum „Gesetz der Sünde und des Todes“, effektiv wieder „Sklaven der Sünde“ (→ Röm 6,6!) sein.
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br
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||
| Man beachte auch hier die parallelen Formulierungen zu Gesetz und Sünde („gestorben der Sünde/dem Gesetz“).
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li
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||
| Wie Jesus den Gelähmten „nach Hause“ schickt, spricht Jesus von seiner Sendung, auch in die benachbarten Dörfer zu zeihen;
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br
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||
| in beiden Fällen geht es um einen Neuaufbruch, der nach vorne und nicht zurück blickt.
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li
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| Während bei der Heilung des Gelähmten „alle“ vor Stauen außer sich geraten, positiv angetan sind vom Wirken und von der Vollmacht Jesu,
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br
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||
| wird Jesus neben Petrus und seinen Begleitern auch von „allen“ gesucht;
|
||
br
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||
| damit sie diese „alle“ ambivalent, wie sie es auch an deren Stellen des Evangeliums sind.
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.card.slide.border-primary.mb-3
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.card-body
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h5.card-title
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| Anfang des Evangeliums
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hr
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ul.card-text
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li
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| Mit Jesu Tod – als Voraussetzung des „Begrabenseins“ – (und Auferstehung) sind Grund und Ursprung des Evangeliums in der Erzählung präsent.
|
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li
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| Jesu Tod und Auferstehung als „Anfang/Grund/Ursprung des Evangeliums“ wirken sich im Handeln der Vier bzw. im
|
||
| Aufstehen des Gelähmten aus und finden insofern eine inhaltiche wie zeitliche „Fortsetzung“.
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||
li
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||
| Dem „Gelähmten“ wird durch die Schicksalsgemeinschaft mit Christus ein neuer Anfang geschenkt.
|
||
|
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.card.slide.border-warning
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||
.card-body
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h5.card-title
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||
| Nochmal: Das Gegenüber „Jesus“ ↔ Schrift(gelehrte)
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h6.card-text
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||
| Ein kurzer Blick auf grundlegende theologische Streitigkeiten im frühen Christentum
|
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hr
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ul.card-text
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||
li
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| Wie bereits deutlich geworden ist, geht es in der Erzählung von der Heilung des Gelähmten nicht um einen
|
||
| Sündenvergebungsanspruch des irdischen Jesus, sondern um die Aussage, dass durch Jesu Tod und Auferstehung „Sündenvergebung“
|
||
| möglich ist, die in der Taufe geschieht, aufgrund des Glaubens – ohne dass das jüdische Gesetz dabei eine Rolle spielt
|
||
li
|
||
| Damit ist nicht aus-, sondern vielmehr eingeschlossen, dass der irdische Jesus sich tatsächlich Randgestalten der
|
||
| Gesellschaft zugewandt hat, dass er Menschen Gottes befreiende und aufrichtende Nähe hat erspüren lassen;
|
||
br
|
||
| doch das, worum es hier geht, ist erst nachösterlich verhandelbar:
|
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br
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||
| Es geht um eine Deutung von Jesu Tod!
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li
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||
| „Sündenvergebung“ ist hier im Sinne der Ermöglichung einer Lebenswende zu verstehen,
|
||
| für die es die „Kraft ..., lebendig zu machen“ (Gal 3,21) braucht:
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||
br
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||
| diese Kraft wird dem jüdischen Gesetz abgesprochen,
|
||
| Jesus aber – bzw. dem Glauben an ihn – zugesprochen.
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li
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| Mithin wird der markinische „Jesus“ hier durchsichtig auf den Paulus des Galater- und Römerbriefes, der in diesen
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| Briefen genau das als <i>seine</i> „Rechtfertigungslehre“ verkündet.
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||
li
|
||
| Grundlegend ist die Frage, wie Jesu Tod zu deuten ist;
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||
br
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||
| und da gab es im frühen Christentum (mindestens) zwei unterschiedliche Positionen, die sich auch mit
|
||
| literarischen Werken verbinden lassen;
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br
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| auf der einen Seite stehen die Briefe des Paulus und das Evangelium nach Markus, auf der anderen die
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||
| <i>„Logienquelle“</i>:
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ul.card-text
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li
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| Dieses Werk selbst ist uns nicht erhalten, aber durch Rückschlüsse aus dem Matthäus- und dem Lukasevangelium greifbar.
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li
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| Beide haben – so sagt es die „Zweiquellen-Theorie“ aus – für ihre Werke das Markus-Evangelium benutzt,
|
||
| dazu diese Logienquelle und jeweils eigenes Sondergut.
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li
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| Die Postulierung dieser – neben dem Markus-Evangelium – <i>zweiten</i> (schriftlichen) Quelle erfolgte aus dem Grund,
|
||
| dass Matthäus und Lukas über das Markus-Evangelium hinaus bei einigen Erzählungen wörtliche Übereinstimmungen aufweisen,
|
||
| die auf eine gemeinsame schriftliche Quelle hinweisen.
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||
li
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||
| Die Logienquelle ist Gegenstand intensiver Forschung, und so hat man auch versucht, aus deren
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| erschließbarem Inhalt ein theologisches Profil zu erstellen.
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li
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| Dieses lässt sich der paulinisch-markinischen Überlieferung gegenüberstellen – vielleicht
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| zeigt sich in der Logienquelle auch das „andere Evangelium“, von dem Paulus in Gal 1,6-7 schreibt
|
||
| und von dem er sich deutlich absetzt.
|
||
|
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table.table.table-sm
|
||
thead
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tr
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||
th.card-text(style="width: 50%;")
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||
| Paulinische Schriften
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span.small (50 bis 56 n. Chr. verfasst)
|
||
br
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||
| Evangelium nach Markus
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||
span.small (kurz nach 70 n. Chr. verfasst)
|
||
th.card-text
|
||
| „Logienquelle“ (Spruchquelle) („Q“)
|
||
span.small (in mehreren Schüben bis kurz vor 70 n. Chr. entstanden)
|
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tbody
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tr
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td.card-text
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i Jesus als Retter und Messias durch seinen Tod am Kreuz
|
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td.card-text
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i Jesus als Gottes allerletzter Prophet vor dem nahen Ende der Welt
|
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tr
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td.card-text
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||
| Erzählt vom Wirken Johannes des Täufers bzw. der Taufe Jesu bis hin zur Auferstehung.
|
||
td.card-text
|
||
| Erzählt von der Gerichtspredigt Johannes des Täufers über das Wirken Jesu bis hin zu dessen Ankündigung des Weltgerichts.
|
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tr
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td.card-text
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| Jesus ist Messias durch seinen Tod Kreuz, den er als „Lösegeld für viele“ stirbt:
|
||
br
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||
| Er vollzieht in seinem Tod am Kreuz mit den Ausgestoßenen – den Sündern, den Toten, den Heiden – einen „Austauch“;
|
||
br
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||
| er macht sich zum „Letzten der Letzten“ und wird gerade dadurch zum „Ersten von allen“.
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||
td.card-text
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||
| Jesus ist prophetischer Weisheitslehrer, der als Richter wiederkommen wird: deswegen soll man sich an <i>seiner</i> Ethik orientieren.
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br
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||
| Passion und Auferstehung Jesu fehlen; dem Tod Jesu wird keine besondere Bedeutung beigemessen, vor allem keine Heilsbedeutung!
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br
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| Jesus hat vielmehr – wie schon Johannes der Täufer – das Schicksal der Propheten und Gerechten getroffen
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||
| (→ Altes Testament).
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tr
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td.card-text
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||
| In Jesu Tod (und Auferstehung) schließt Gott einen (neuen) Bund mit den Menschen (→ „Blut des Bundes“ in der Erzählung vom Letzten Abendmahl).
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td.card-text
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||
| Ein gibt keinen neuen Bundesschluss; die Regeln des mosaischen Bundes gelten – in einer durch Jesus verschärften Fassung – weiter.
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tr
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td.card-text
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| Zur Taufe gehört die Vergebung der Sünden im Sinne einer echten Lebenswende: eines echten Befreitwerdens aus dem Verfallensein an die Sünde
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| (→ Adam-Christus-Parallele) – erst dadurch ist der „Wandel in der Neuheit des Lebens“ möglich.
|
||
td.card-text
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||
| Das Verfallensein an die Sünde wird nicht geteilt, eine dementsprechende Tauftheologie gibt es nicht.
|
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br
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||
| Die Taufe dürfte zwar als Verpflichtung zur Lebenswende, aber nicht als Ermöglichung dazu (→ „Dämonenaustreibung“) verstanden worden sein.
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tr
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td.card-text
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| Die Rechtfertigung durch Gott geschieht allein aus Glauben an Jesus – weil das (jüdische) Gesetz angesichts
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||
| des Verfallenseins des Menschen an die Sünde nur das Todesurteil sprechen konnte (→ Gal 3,10: „Fluch des Gesetzes“);
|
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br
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| ihm fehlt die „Kraft ..., lebendig zu machen“ (Gal 3,21) – es ist daher als „Weg zum Heil“ unbrauchbar.
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br
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| Eine Verpflichtung auf das jüdische Gesetz ist daher nicht nötig, die Beschneidungspflicht entfällt,
|
||
| ebenso die jüdischen Reinheits- und Speisevorschriften, die auch eine Trennung zwischen Juden und Heiden markierten.
|
||
td.card-text
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||
| Durch ein Leben nach dem jüdischen Gesetz (in der von Jesus verschärften Fassung) – einschließlich der Speise- und Reinheitsvorschriften –
|
||
| hält der Mensch den Bund mit Gott.
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br
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| Daher gehört zum Übertritt zum Christentum eine Verpflichtung auf das jüdische Gesetz inklusive der Beschneidung
|
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| (→ man muss Jude werden, um Christ werden zu können).
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tr
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td.card-text
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||
| Die Trennung zwischen Juden und Heiden wird durch die Taufe überwunden; es entsteht eine neue Religionsgemeinschaft
|
||
| aus Juden und ehemaligen Heiden.
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||
td.card-text
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||
| Die Trennung zwischen Juden und Heiden wird überwunden, indem die Heiden zu (sich zu Christus bekennenden) Juden werden.
|
||
tr
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||
td.card-text
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||
| Jesus ist – von Paulus deutlich hervorgehoben, bei Markus klar präsent – nach dem jüdischen Gesetz (Dtn 21,23!) ein von Gott Verfluchter;
|
||
| dies hat im Sinne des „Austauches“ Heilsbedeutung: Jesus hat den „Fluch des Gesetzes“ (→ Gal 3,10) stellvertretend
|
||
| für alle Sünder getragen.
|
||
br
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||
| Durch Jesu stellvertretenden Tod und seine Auferstehung ist offenbar, dass sich das Gesetz nicht als „Weg zum Heil“ erwiesen hat,
|
||
| sondern den Fluch im Sinne des Todesurteils für alle Menschen gebracht hat, von dem Jesus freigekauft hat.
|
||
br
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||
| Das Mitsterben mit Christus in der Taufe bedeutet, das Todesurteil des Gesetzes anzunehmen und an sich vollstrecken zu lassen,
|
||
| das neue Leben in Christus ist demgemäß ein Leben jenseits des Gesetzes, wie Paulus sich in
|
||
span.bibelstelle Gal 2,19
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||
| pointiert ausdrückt:
|
||
br
|
||
q.bibeltext Ich bin durch das Gesetz dem Gesetz gestorben.
|
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br
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||
| Die ethischen Vorschriften können aber weiterhin als Leitplanken verstanden werden, ihre Befolgung ist aber nicht Grund der Rechtfertigung.
|
||
td.card-text
|
||
| Zwischen Jesus und dem jüdischen Gesetz wird – trotz der Kreuzigung – keine größere Spannung wahrgenommen,
|
||
| vielmehr wird Jesus eher als grundsätzlich gesetzestreuer Jude verstanden; vgl.
|
||
span.bibelstelle Mt 5,18
|
||
br
|
||
q.bibeltext
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||
| Amen, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird kein Jota und kein Häkchen des Gesetzes vergehen, bevor nicht alles geschehen ist.
|
||
|
||
ul.card-text.mt-3
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||
li
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||
| Während des Evangelium nach Markus klar von der paulinischen Rechtfertigungslehre geprägt ist,
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br
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| tritt diese im Matthäus- und Lukas-Evangelium aufgrund der Einarbeitung der Logienquelle in den Hintergrund.
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li
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| Im Gegensatz zu Markus bieten Matthäus und Lukas keine ausdrückliche soteriologische Deutung des Todes Jesu,
|
||
| sind aber offen für die markinisch-paulinische Sicht.
|
||
li
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| Der oben zitierte Satz aus dem Matthäus-Evangelium (Mt 5,18) wird durch die – wohl auf Matthäus zurückgehende – Ergänzung
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| entschärft: „... bevor nicht alles geschehen ist“ – das könnte sich auch auf Jesu Tod beziehen.
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li
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| Im Lukas-Evangelium fällt auf, dass dessen Autor eine grundsätlich positive Sicht auf den Menschen hat, schon vor Jesu Tod und Auferstehung;
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| das Widerspricht der Heilsnotwendigkeit des Todes Jesu.
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| Bei Matthäus wie Lukas ist zu bemerken, dass sie die Erzählungen aus dem Markus-Evangelium eher einfach übernehmen
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| und ihren eigentlichen theologischen Gehalt verkennen.
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| Damit werden die theologisch aufgeladenen Erzählungen des Markus entleert und in gewisser Weise „historisiert“:
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| es wird erzählt, was Jesus während seines irdischen Wirkens „tolles“ gesagt und getan hat, ehe er am Kreuz gestorben ist.
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| Dies blieb nicht ohne Folgen für das Verständnis der Erzählungen der Evangelien bis auf den heutigen Tag.
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Zur Identität der christlichen Gemeinde gehört daher: Sündenvergebung geschieht nicht
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(mehr) im Tempel (der zur Zeit des Markus schon zerstört ist), sondern von Jesus her!
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In der Erzählung spielen die vier Männer, die den Gelähmten tragen, eine besondere
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Rolle. Die vier konnten den Gelähmten zwar nicht selbst heilen, aber sie konnten ihm
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durch ihr Handeln den Kontakt mit Jesus ermöglichen und ihm so zu einem neuen Le-
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ben verhelfen.
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18Sie tun alles, um den Gelähmten zu Jesus zu bringen. Man muss sich ihr Handeln wirk-
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lich mal mit allem, was dazugehört, vor Augen stellen, um ihren Einsatz zu begreifen.
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Wie sich noch zeigen wird, setzten die vier – quasi in ‚vorauseilendem Gehorsam‘ – von
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sich aus etwas um, was Jesus später über ‚Nachfolge‘ lehren wird: Mit ihrem unbeirrbaren,
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von Glauben erfüllten Einsatz machen sie sich zum Diener einer Existenz am Rande der Gesell-
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schaft und rücken sie in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit; sie helfen dem, der sich nicht selbst
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helfen kann. Nicht nur die Episode zuvor (→ 1,40-45), sondern auch der weitere Verlauf der
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zweiten „Woche“ zeigen, wie verwandt dieses Handeln dem Handeln Jesu ist. Zur Identi-
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tät der Gemeinde soll dieses Verhalten ganz wesentlich gehören.
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Auffällig ist, dass das Dach des Hauses ‚doppelt‘ geöffnet wird.
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Bei dieser Erzählung wird immer wieder die Verbindung zwischen Krankheit und Sünde proble-
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matisiert. Wenn Sündenvergebung und Heilung zusammenhängen, dann liegt doch auch ein Zu-
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sammenhang von Sünde und Krankheit äußerst nahe. Ein Ausweg ist, die Lähmung – ähnlich wie
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auch spätere Heilungen Blinder, Tauber, Stummer – symbolisch zu verstehen: Schuld kann läh-
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men und ausgrenzen; wo aber Schuld vergehen ist, da komme ich wieder auf die Beine und erlan-
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ge neue Bewegungsfreiheit.
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Erklärt sich hier nicht auch die etwas eigenwillige Sache, dass Jesus zum Gelähmten zunächst sagt: „Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben.“ – denn in der Taufe geht es ja (u. a.) um Sündenvergebung.
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Schließlich folgt doch noch das erwartete: „Steh auf, nimm deine Tragbahre, und geht nach Hause!“ – Und der Mann steht sofort auf und geht tatsächlich mit seiner Bahre weg!
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Ist das ist (neben anderem, s. u.) das, was Röm 6,4b aussagt: „und wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, so sollen auch wir in der Neuheit des Lebens wandeln.“ Und Röm 6,13 wird auch lebendig: Ihr seid – vermittelt durch die Taufe – quasi „Menschen, die vom Tod zum Leben gekommen sind.“
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Blicken wir nun auf das Handeln der vier Männer. Muss hier nicht auffallen, dass ihr Handeln doch sehr ähnlich geschildert wird wie das Handeln Gottes bei der ‚Taufe‘ Jesu?:
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Zur Auferweckung seines Sohnes reißt Gott den Himmel auf und lässt den Geist herab, in Jesus hinein.
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Zur Heilung („Rettung“!) des Gelähmten buddeln die Vier das Dach auf und lassen den Gelähmten zu Jesus hinab.
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Setzen sie damit nicht auch Röm 6,4b um: „und wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, so sollen auch wir in der Neuheit des Lebens wandeln.“ (– Als inhaltliche Entfaltung dessen, was das „Wandeln in der Neuheit des Lebens“ effektiv bedeutet –) Denn dieser Imperativ „so sollen auch wir …“ wird später näher spezifiziert: „Stellt eure Glieder“ – sind das nicht vier? – „… Gott zur Verfügung als Menschen, die vom Tod zum Leben gekommen sind, und stellt [euch] … in den Dienst Gottes!“ (Röm 6,13)
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Was aber Gott will, das wird im Evangelium insgesamt überdeutlich, so auch hier im Kontext: Dienst am Menschen, gerade an den Armen und Bedrängten, an den ‚Kranken‘ (wörtlich und übertragen)!
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Und ist das nicht aus der Perspektive dessen, dem da geholfen wird, ein aufrichtender Dienst?
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Dann aber lässt sich Röm 6,4b griffig so verstehen: Wie Gott Christus in der Auferweckung aufgerichtet hat, so sollen auch wir unsere Mitmenschen aufrichten bzw. dabei mithelfen. – Genau das machen die vier: Sie vollziehen an einem Mitmenschen – der als Gelähmter bzw. als Sünder am Rande der Gesellschaft lebt – nach, was Gott in der Auferweckung Christi getan hat.
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Damit können wir sagen: Die Aufrichtung Jesu in der Auferstehung zielt von Gott her darauf ab, dass der Mensch – in einem ganz vielschichtigen Sinne – aufgerichtet wird, und wir uns – als solche, die an der Auferstehung Jesu durch die Taufe Anteil haben – an diesem Dienst beteiligen!
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Was die Erzählung von der Heilung des Auferstandenen anbelangt, werden wir uns damit anfreunden müssen, dass hinter ihr nicht die Erinnerung an ein wundersam-wunderbares Ereignis zu der Zeit steht, als Jesus vor Tod und Auferstehung auf der Erde lebte. Vielmehr ist Röm 6 hier ‚Erzähltradition bildend‘ wirksam geworden: was Taufe (nach Röm 6) bedeutet, ist hier in einer Erzählung ‚bebildert‘.
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Diesen Gedanken muss man vielleicht erst einmal verdauen. Man kann das aber auch als genialen Geniestreich des Evangelisten verstehen. (Und es gibt noch mehr im Evangelium, aber das ist eine andere Geschichte …)
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Die „Wahrheit“ der Erzählung von der Heilung des Gelähmten liegt also in dem, wovon Röm 6 handelt: in Tod und Auferstehung Jesu einerseits, sowie – darauf aufbauend – in der neuen Wirklichkeit, die in der Taufe geschaffen ist; will weißen: darin, dass die Getauften dem sich nach Röm 6 mit der Taufe verbindenden Imperativ folgen: „Steh auf!“ – „Richte auf!“
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Anzumerken ist, dass das „Geh nach Hause!“ auch symbolisch gemeint ist und nicht das ‚eigene Haus‘ auf Erden meint, vielmehr – auch wenn ich die genauere Begründung hier schuldig bleiben muss – ‚den Himmel, das Reich Gottes‘ meint, analog – wie könnte es anders sein – zu Röm 6: „Wenn wir nämlich Christus gleich geworden sind in seinem Tod, dann werden wir mit ihm auch in seiner Auferstehung vereinigt sein.“ – ein Blick in die Zukunft; davor liegt der Weg der Nachfolge: „der Weg nach Hause“.
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Wenn nun hinter der Wahrheit der Heilung des Gelähmten Röm 6 steht, dann können wir auch verstehen, wieso das Sich-Erheben des Gelähmten Beleg dafür sein soll, „dass der Menschensohn die Vollmacht hat, hier auf der Erde Sünden zu vergeben.“ (Mk 2,10): Gedacht ist daran, dass – vor allem dann nach Ostern – Menschen tatsächlich in dem Sinne ‚auf-er-standen‘ sind, dass sie ein anderes, neues Leben führen: Menschen, für die die Taufe tatsächlich die Schwelle in ein neues Leben war: ein Leben im Dienst Gottes, der in Christus Jesus gekommen ist, den Menschen aufzurichten.
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h5.card-title
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| Inhaltsangabe/Überschrift
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br
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| Himmlischer Sendungsbeschluss
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,1-3
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h5.card-title Johannes in der Wüste: Seine Taufe und seine Ankündigung des Kommenden
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,4-7
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.card.mb-3.konzentr-5
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h5.card-title Die Taufe Jesu: Tod und Auferstehung Jesu als Wendepunkt der Heilsgeschichte
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,9-11
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.card.mb-3.konzentr-4
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h5.card-title Die Versuchung Jesu
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,12-13
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.card.mb-3.konzentr-3
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h5.card-title Johannes tritt ab, Jesus tritt auf: Eröffnungsruf des Wirkens Jesu: Das Reich Gottes ist zum Greifen nahe!
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,14-15
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.card.mb-3.konzentr-2
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.card-body.gliederung
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h5.card-title Die Berufung der ersten Jünger
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,16-20
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.card.mb-3.konzentr-1
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.card-body.gliederung
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h5.card-title Die neue Lehre in der Synagoge: Jesus gekommen, um Satan/die Dämonen ins Verderben zu stürzen
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-1 Mk 1,21-28
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p.card-text
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| Zum Verderben der Dämonen geht Jesus selbst ins Verderben.
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.card.mb-3.konzentr-2
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h5.card-title Die Heilung der Schwiegermutter des Petrus, die (daraufhin!) Jesus dient
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,29-31
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.card.mb-3.konzentr-3
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.card-body.gliederung
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h5.card-title Die ganze Stadt vor der Tür; Jesus heilt und treibt Dämonen aus
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,32-34
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.card.mb-3.konzentr-4
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.card-body.gliederung
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h5.card-title Rückzug und erneuter Aufbruch
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-1 Mk 1,35-39
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p.card-text
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| Versuchung – Gebet!
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.card.mb-3.konzentr-5
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h5.card-title Die Heilung des Aussätzigen
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,40-45
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.card.mb-3.konzentr-6
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.card-body.gliederung
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h5.card-title Jesus verkündet das Wort; die Massen kommen
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 2,1-2
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.card.mb-3.konzentr-7
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.card-body.gliederung
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h5.card-title Jesus heilt den Gelähmten (Mitbegraben mit Christus)
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 2,3-12
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p.card-text
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| Ins <q>Verderben</q> (des alten Lebens) muss auch jeder gehen, der am neuen Leben in Christus Anteil haben will.
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hr
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p
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| Diese Gliederung setzt voraus, dass man die vorausgehende Gliederung – die eine (allerdings grundsätzlich mögliche) Aufteilung
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| der Episode „Die neue Lehre in der Synagoge“ voraussetzt – akzeptiert; andernfalls würde die unschöne Situation entstehen,
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| dass „Die Heilung des Aussätzigen“ (Stichwort Wüste!) nicht mit der Verkündigung Johannes des Täufers in der Wüste
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| verbunden werden kann; dabei wird doch in den Worten des Johannes die Taufe der Gläubigen, die die Taufe Jesu zur Grundlage hat,
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| inhaltlich gedeutet – und dies steht doch auch hier Thema.
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p
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| Im Fahrwasser der nachfolgenden Gliederung ist auch folgende Variante denkbar, bei der die vorherige Gliederung entfällt
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| und „Die Heilung des Aussätzigen“ gleichzeitig mit dem Wirken Johannes des Täufers und mit der Taufe Jesu verbunden wird.
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p.mb-0
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| Dabei fällt auf:
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li
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| Die Erzählung „Die Heilung des Aussätzigen“ hat zwei Schwerpunkte: a) die Heilung selbst und dann b)
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| die Verkündigung durch den Geheilten, die Jesus in die Einsamkeit („Wüste“) verbannt, wobei dennoch die Scharen zu Jesus kommen.
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br
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| Dies aber ist verwandt mit den Elementen in den Erzählungen „Johannes in der Wüste“ und „Taufe Jesu”:
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| Die Heilung kann als „Auswirkung“ von Tod und Auferstehung Jesu betrachtet werden,
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| die Predigttätigkeit des Geheilten mit dem damit verbundenen „Wüstenaufenthalt“ Jesu mit der Taufpredigt des Johannes in der Wüste,
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| wobei dieser von Scharen aufgesucht wird.
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li
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| Die Erzählungen „Johannes in der Wüste“ und „Taufe Jesu” sind durch die einleitende Wendung „(kai) egeneto“ verbunden:
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br
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i „egeneto“ Johannes der Täufer – „kai(!) egeneto“ Taufe Jesu,
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br
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| wobei dieses „kai“ als formale Verbindung der beiden Erzählungen betrachtet werden kann.
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br
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| Insofern die „Taufe zur Vergebung der Sünden“, von der Johannes bei Markus spricht, wohl auf die Taufe Jesu (= Tod und Auferstehung)
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| zu beziehen ist, legt die eine Erzählung die andere aus – beide Erzählungen können auch inhaltlich als Einheit verstanden werden.
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li
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| Es ergibt sich eine chiastische Gegenüberstellung, die der Konzentik (um die „Neue Lehre in der Synagoge“) entspricht:
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ul
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li a) Johannes in der Wüste, Taufpredigt – Taufe Jesu
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li b) Neue Lehre in der Synagoge
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li a') Heilung des Aussätzigen – Jesus in der Einsamkeit aufgrund der Predigt des Geheilten
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li
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| Die Erzählung von der Heilung des Gelähmten ist – nimmt man wie in dieser Gliederungsvariante vorgesehen die Einleitung mit dazu –
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| chiastisch mit der Heilung des Aussätzigen aufgebaut:
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ul
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li Heilung des Aussätzigen – Predigt des Geheilten; die Scharen kommen zu Jesus
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li Predigt Jesu; die Scharen kommen – Heilung des Gelähmten
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| Gerade dies aber lässt die Heilung des Gelähmten und die einleitenden Worte (zumindest zunächst) als Einheit begreifen.
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li
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| Die nachfolgenden Erzählungen folgenden dem gleichen Schema:
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ul
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li
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| Jesus predigt am Wasser, die Scharen kommen – Berufung des Levi
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br
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.small (Statt einer Heilung hier eine Berufung - die aber der Heilung des Gelähmten gleich kommt!)
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li
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| Jesus im Haus mit Scharen von Zöllnern und Sündern – Streitgespräch mit den Pharisäern
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br
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.small (Hier entfällt im ersten Teil die Lehre; dafür passt das Streitgespräch gut zu jenem in der Heilung des Gelähmten!)
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| Auch diese Erzählungen wird man daher jeweils (zunächst) als Einheit begreifen sollen und nicht (gleich) als zwei Erzählungen,
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| was vor allem beim Mahl mit den Zöllnern und Sündern und dem folgenden Streitgespräch offensichtlich ist.
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br
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| Zu beachten ist auch, dass das, was Johannes über die Bedeutung der Taufe sagt – nämlich die Sündenvergebung –,
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| hier jeweils – eben als Auslegung der Teilhabe an der „Taufe“ Jesu – auf den zweiten Teil der jeweiligen Erzählung appliziert werden muss,
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| während das Motiv der „Vielen“ stehts im ersten Teil zu finden ist;
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| auch das unterstreicht die Einheit.
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h5.card-title
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| Inhaltsangabe/Überschrift
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br
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| Himmlischer Sendungsbeschluss
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,1-3
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.card.mb-3.konzentr-5
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h5.card-title
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| Johannes in der Wüste: Die Verkündigung der Taufe zur Vergebung der Sünden und die Ankündigung des kommenden Stärkeren
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br
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| Die Taufe Jesu: Tod und Auferstehung Jesu als Wendepunkt der Heilsgeschichte
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,4-7.9-11
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h5.card-title Die Versuchung Jesu
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,12-13
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.card.mb-3.konzentr-3
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h5.card-title Johannes tritt ab, Jesus tritt auf: Eröffnungsruf des Wirkens Jesu: Das Reich Gottes ist zum Greifen nahe!
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,14-15
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h5.card-title Die Berufung der ersten Jünger
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,16-20
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.card.mb-3.konzentr-1
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h5.card-title Die neue Lehre in der Synagoge: Jesus gekommen, um Satan/die Dämonen ins Verderben zu stürzen
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-1 Mk 1,21-28
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p.card-text
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| Zum Verderben der Dämonen geht Jesus selbst ins Verderben.
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h5.card-title Die Heilung der Schwiegermutter des Petrus, die (daraufhin!) Jesus dient
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,29-31
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.card.mb-3.konzentr-3
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.card-body.gliederung
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h5.card-title Die ganze Stadt vor der Tür; Jesus heilt und treibt Dämonen aus
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,32-34
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.card.mb-3.konzentr-4
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.card-body.gliederung
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h5.card-title Rückzug und erneuter Aufbruch
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-1 Mk 1,35-39
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p.card-text
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| Versuchung – Gebet!
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.card.mb-3.konzentr-5
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h5.card-title Die Heilung des Aussätzigen
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,40-45
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.card.mb-3.konzentr-6
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.card-body.gliederung
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h5.card-title
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| Jesus verkündet das Wort; die Massen kommen
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br
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| Jesus heilt den Gelähmten (Mitbegraben mit Christus)
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-1 Mk 2,1-2.3-12
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p.card-text
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| Ins <q>Verderben</q> (des alten Lebens) muss auch jeder gehen, der am neuen Leben in Christus Anteil haben will.
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