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| Inhaltsangabe/Überschrift
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br
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| Himmlischer Sendungsbeschluss
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,1-3
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h5.card-title Johannes in der Wüste: Seine Taufe und seine Ankündigung des Kommenden
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,4-7
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h5.card-title Die Taufe Jesu: Tod und Auferstehung Jesu als Wendepunkt der Heilsgeschichte
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,9-11
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h5.card-title Die Versuchung Jesu
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-1 Mk 1,12-13
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| Versuchung: Anspielung auf den Tod Jesu
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br
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| Die Engel dienen Jesus → Himmel dient Jesus
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h5.card-title Johannes tritt ab, Jesus tritt auf: Eröffnungsruf des Wirkens Jesu: Das Reich Gottes ist zum Greifen nahe!
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,14-15
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h5.card-title Die Berufung der ersten Jünger
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,16-20
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h5.card-title Die neue Lehre in der Synagoge: Jesus gekommen, um Satan/die Dämonen ins Verderben zu stürzen
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,21-28
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.card.mb-1.konzentr-3
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h5.card-title Die Heilung der Schwiegermutter des Petrus, die (daraufhin!) Jesus dient
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-1 Mk 1,29-31
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p.card-text
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| Aufrichtendes Wirken Jesu: Anspielung auf die Auferstehung Jesu und ihren Folgen für die Menschen
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| Die Schwiegermutter des Petrus dient Jesus → Erde dient Jesus
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.card.mb-1.konzentr-4
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h5.card-title Die ganze Stadt vor der Tür; Jesus heilt und treibt Dämonen aus (jene wissen, wer er ist)
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,32-34
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.card.mb-1.konzentr-5
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h5.card-title Rückzug und erneuter Aufbruch
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-1 Mk 1,35-39
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p.card-text.mb-1
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| Jesus zieht sich an einen einsamen Ort zurück.
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p.card-text.mb-1
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| Nach mir kommt einer – die Jünger eilen Jesus nach.
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| Taufe – Dämonenaustreibungen
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p.card-text.mb-1
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| Johannes verkündet – Jesus verkündet
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p.card-text
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| Die Menschen aus <q>ganz Judäa</q> kamen zu Johannes dem Taufer;
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| Jesus zieht in <q>ganz Galiläa</q> umher.
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br
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| <q>Alle</q> Einwohner Jerusalems – <q>alle</q> suchen dich.
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h5.card-title Die Heilung des Aussätzigen
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,40-45
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.slide.mb-3
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hr
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p.card-text.mb-0.konzentr-6.bibeltextkonzentr
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| 1 Anfang des Evangeliums Jesu Christi, Sohn (eines) Gottes.
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| 2 Wie geschrieben steht beim Propheten Jesaja:
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q Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der einen Weg bahnen wird.
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br
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q 3 Stimme eines Rufers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn! Macht gerade seine Straßen!
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p.card-text.mb-0.konzentr-5.bibeltextkonzentr
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| 4 So trat Johannes der Täufer in der Wüste auf und verkündete eine Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden.
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br
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| 5 Ganz Judäa und alle Einwohner Jerusalems zogen zu ihm hinaus;
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br
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| sie bekannten ihre Sünden und ließen sich im Jordan von ihm taufen.
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br
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| 6 Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften
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br
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| und er lebte von wildem Honig.
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br
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| 7 Er verkündete:
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q
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| Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich;
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br
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| ich bin es nicht wert, mich zu bücken und ihm die Riemen der Sandalen zu lösen.
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br
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| 8 Ich habe euch mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.
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p.card-text.mb-0.konzentr-4.bibeltextkonzentr
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| 9 Und es geschah in jenen Tagen, da kam Jesus aus Nazareth in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen.
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| 10 Und sogleich, als er aus dem Wasser stieg, sah er,
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br
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| dass der Himmel aufriss und der Geist wie eine Taube in ihn hineinkam.
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| 11 Und eine Stimme aus dem Himmel sprach:
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q Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.
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p.card-text.mb-0.konzentr-3.bibeltextkonzentr
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| 12 Und sogleich trieb der Geist Jesus in die Wüste.
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br
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| 13 Jesus blieb vierzig Tage in der Wüste und wurde vom Satan in Versuchung geführt.
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br
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| Er lebte bei den wilden Tieren und die Engel dienten ihm.
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p.card-text.mb-0.konzentr-2.bibeltextkonzentr
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| 14 Nachdem Johannes ausgeliefert worden war, ging Jesus nach Galiläa;
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br
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| er verkündete das Evangelium Gottes
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br
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| 15 und sprach:
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q
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| Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe.
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br
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| Kehrt um und glaubt an das Evangelium!
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p.card-text.mb-0.konzentr-1.bibeltextkonzentr
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| 16 Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, den Bruder des Simon,
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| die auf dem See ihre Netze auswarfen; sie waren nämlich Fischer.
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br
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| 17 Da sagte er zu ihnen:
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q
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| Kommt her, mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen.
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| 18 Und sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm nach.
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br
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| 19 Als er ein Stück weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes;
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| sie waren im Boot und richteten ihre Netze her.
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br
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| 20 Sogleich rief er sie und sie ließen ihren Vater Zebedäus mit seinen Tagelöhnern im Boot zurück und folgten Jesus nach.
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p.card-text.mb-0.konzentr-2.bibeltextkonzentr
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| 21 Sie kamen nach Kafarnaum. Am folgenden Sabbat ging er in die Synagoge und lehrte.
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| 22 Und die Menschen waren voll Staunen über seine Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, nicht wie die Schriftgelehrten.
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| 23 In ihrer Synagoge war ein Mensch, der von einem unreinen Geist besessen war.
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br
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| Der begann zu schreien:
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q
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| 24 Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret?
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| Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen?
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| Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes.
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| 25 Da drohte ihm Jesus:
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q
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| Schweig und verlass ihn!
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| 26 Der unreine Geist zerrte den Mann hin und her und verließ ihn mit lautem Geschrei.
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| 27 Da erschraken alle und einer fragte den anderen:
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br
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q
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| Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht: Sogar die unreinen Geister gehorchen seinem Befehl.
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br
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| 28 Und sein Ruf verbreitete sich rasch im ganzen Gebiet von Galiläa.
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p.card-text.mb-0.konzentr-3.bibeltextkonzentr
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| 29 Sie verließen sogleich die Synagoge und gingen zusammen mit Jakobus und Johannes in das Haus des Simon und Andreas.
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| 30 Die Schwiegermutter des Simon lag mit Fieber im Bett.
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| Sie sprachen sogleich mit Jesus über sie
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br
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| 31 und er ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf.
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| Da wich das Fieber von ihr und sie diente ihnen.
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p.card-text.mb-0.konzentr-4.bibeltextkonzentr
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| 32 Am Abend, als die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus.
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br
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| 33 Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt
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br
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| 34 und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten, und er trieb viele Dämonen aus.
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br
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| Und er verbot den Dämonen zu sagen, dass sie wussten, wer er war.
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p.card-text.mb-0.konzentr-5.bibeltextkonzentr
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| 35 In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten.
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br
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| 36 Simon und seine Begleiter eilten ihm nach,
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br
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| 37 und als sie ihn fanden, sagten sie zu ihm:
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br
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q Alle suchen dich!
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br
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| Er antwortete:
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br
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q
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| Lasst uns anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort verkündet;
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br
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| denn dazu bin ich gekommen.
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br
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| Und er zog durch ganz Galiläa, verkündete in ihren Synagogen und trieb die Dämonen aus.
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p.card-text.konzentr-6.bibeltextkonzentr
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| 40 Ein Aussätziger kam zu Jesus und bat ihn um Hilfe; er fiel vor ihm auf die Knie und sagte:
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br
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q Wenn du willst, kannst du mich rein machen.
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br
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| 41 Jesus hatte Mitleid mit ihm;
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br
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| er streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte:
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br
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q Ich will – werde rein!
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br
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| 42 Sogleich verschwand der Aussatz und der Mann war rein.
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br
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| 43 Jesus schickte ihn weg, wies ihn streng an 44 und sagte zu ihm:
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br
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q Sieh, dass du niemandem etwas sagst, sondern geh, zeig dich dem Priester und bring für deine Reinigung dar, was Mose festgesetzt hat – ihnen zum Zeugnis.
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br
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| 45 Der Mann aber ging weg und verkündete bei jeder Gelegenheit, was geschehen war;
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br
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| er verbreitete die Geschichte, so dass sich Jesus in keiner Stadt mehr zeigen konnte;
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br
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| er hielt sich nur noch an einsamen Orten auf.
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br
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| Dennoch kamen die Leute von überallher zu ihm.
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.card.slide.border-primary.mb-3
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.card-body
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h5.card-title
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| Aussatz!
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hr
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ul.card-text
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li Unter Aussatz verstand man damals verschiedene Hautkrankheiten – manche ansteckend und tödlich, andere eher harmlos.
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li
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| Aus Sicherheitsgründen behandelte man alle gleich: wer an Aussatz erkrankt war, musste sich vom bisherigen sozialen Leben
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| verabschieden und sich an Orte außerhalb der Städte und Dörfer zurückziehen, damit sich
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| niemand aus Versehen anstecken konnte.
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li.small
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| Das klingt hart, fast unmenschlich – aber wenn man eine möglicherweise tödliche Krankheit nicht heilen kann, dann bleibt einem nichts anderes übrig.
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br
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| Auch wir heute kennen Quarantäne, in die jemand muss, wenn der Verdacht auf eine möglicherweise ansteckende und gefährliche/tödliche Krankheit vorliegt.
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li
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| Durch seinen Aussatz war der Mann zu einem Leben an den Rändern der Gesellschaft verdammt,
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| zu einem Leben als Ausgegrenzter; er gehörte zu den „Letzten“ der Gesellschaft.
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li
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| Als Aussätziger ist der Mann nicht nur von der menschlichen Gesellschaft ausgeschlossen – nur unter Seinesgleichen konnte er sich aufhalten –
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| sondern lebt auch fern der Gemeinschaft mit Gott: als „Unreiner“ (siehe seine Heilungsbitte) ist er vom Kult und damit der Begegnung mit Gott ausgeschlossen.
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.card-body
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h5.card-title
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| „Anfang“?
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br
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| „Bote vor dir her, der deinen Weg bahnen wird“?
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hr
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ul.card-text
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li
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| Abgesehen davon, dass mit dem Priester und mit dem darzubringenden Reinigungsopfer indirekt Jerusalem und der Tempel in Blick kommen,
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| die Jesus gegen Ende seines Weges aufsuchen wird, fällt es schwer, in dieser Erzählung etwas mit „Anfang“ zu verbinden;
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br
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| eher wird ein „Ende“ erzählt: das Ende der öffentlichen Wirksamkeit Jesu, der sich als Resultat der Begegnung mit dem Aussätzigen
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| und dessen „Verkündigungstätigkeit“ „in keiner Stadt mehr zeigen konnte“ und sich nur noch an einsamen Orten aufhielt.
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li
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| Auch erscheint – wenn auch nur auf den ersten Blick – der Aussätzige in die Rolle des „Boten vor dir her, der deinen Weg bahnen wird“
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| zu schlüpfen:
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br
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| Jesus übernimmt das Schicksal des Aussätzigen, der nicht unter die Menschen gehen durfte, damit er niemanden anstecken konnte.
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li
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| Dieses „Umgedrehtsein“ – das sei hier gleich angemerkt – ist konstitutiv für diese Erzählung.
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.card-body
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h5.card-title
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| Aussatz?
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h6.card-subtitle.text-muted Der <i>unreine</i> Geist in der Synagoge (→ Mk 1,21-28) als Interpretationshilfe – <i>rein</i> werden
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hr
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ul.card-text
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li
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| Der Aussätzige bittet nicht direkt um Heilung vom Aussatz; er möchte <i>rein</i> werden.
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br
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| Dies ist sachlich logisch, da er als Aussätziger als Unreiner – als Unberührbarer – gilt.
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li
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| Dieser Erzählzug stellt aber eine Beziehung zur Austreibung des <i>unreinen</i> Geistes in der Synagoge her.
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br
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| Dabei gilt es zu beachten, dass das Besessensein vom „unreinen Geist“ in einem ethischen Sinne gedeutet werden musste:
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| der Bessene ist Diener Satans, nicht Diener Gottes,
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| was sich in einem entsprechenden ethischen Verhalten ausdrückt.
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li
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| Dies ermöglicht es, „Aussatz“ hier im übertragenen Sinne zu verstehen:
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br
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| weil er ein schlechtes Verhalten an den Tag legt, ist er isoliert, niemand möchte mit ihm zusammen sein;
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br
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| er ist „aussätzig“, auch wenn er nicht an der Krankheit „Aussatz“ leidet.
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li
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| So muss beachtet werden, dass in der Erzählung vordergründig die Heilung eines Aussätzigen im Sinne der Krankheit erzählt wird,
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| hintergründig aber dieser „Aussatz“ des Mannes in einem ethischen Sinne zu verstehen ist;
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| beides aber hat gemeinsam, dass es von den Menschen und zugleich von Gott trennt.
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.card-body
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h5.card-title
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| Jesus
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q streckte die Hand aus, berührte ihn
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| –
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q sogleich verschwand der Aussatz
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hr
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ul.card-text
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li Einen Aussätigen zu berühren ist strengstens verboten – weil man sich anstecken könnte.
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||
li Jesus berührt den Aussätzigen und heilt ihn so; er kann ihn berühren, weil er ihn heilen kann.
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||
li Dass Jesus den Aussätzigen berührt, hebt diese Erzählung von Aussatzheilungen im Alten Testament ab – von denen es ganze zwei gibt:
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ul.card-text
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li
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| In Num 12,10-15 wird vom Aussatz der Schwester des Mose, Mirjam, erzählt.
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br
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||
| Sie wird durch Gott auf das Gebet des Mose hin geheilt.
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br
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i Es findet keine Berührung statt.
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li
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| In 2 Kön 5 erfährt der Syrer Naaman Heilung durch Gott durch eine rituelle Waschung.
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br
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i Auch hier gibt es keine Berührung des Kranken.
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li
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||
| Dass Jesus den Aussätzigen zur Heilung berührt ist also ein besonders auffälliger Erzählzug,
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||
| der auch nicht ohne Folgen bleibt – für beide.
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.card.slide.border-primary.mb-3
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.card-body
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h5.card-title
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||
| „Platztausch“
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h6.card-subtitle.text-muted „Er hat unsere Krankheit getragen“
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||
hr
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ul.card-text
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li
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||
| Durch die Heilung ist dem ehedem Aussätzigen der Weg in die soziale Gemeinschaft (Familie, Dorf, etc.) wieder offen,
|
||
| wovon der Geheilte sogleich Gebrauch macht.
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||
li
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||
| Doch durch das Berühren des Aussätzigen wird Jesus nach jüdischer Vorstellung selber zu einem Aussätzigen:
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||
br
|
||
| das Schweigegebot, das Jesus an den Geheilten mit heftigen Worten richtet,
|
||
| soll ihn auf der Ebene der Erzählung vor den negativen Folgen der Berührung des Aussätzigen schützen.
|
||
li
|
||
| Durch das Herumerzählen des Ganzen durch den Geheilten wird Jesus als Aussätziger geoutet, was als Folgen zeitigt –
|
||
| das wird in der Erzählung schön bebildert –, dass er sich „in keiner Stadt mehr zeigen konnte; er hielt sich
|
||
| nur noch an einsamen Orten auf“ (Mk 1,45).
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||
li
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||
| Es findet ein „Austausch“, ein „Platztausch“ statt: der Mann wird seinen Aussatz los, Jesus wird zum ‚Aussätzigen‘;
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br
|
||
| Dabei setzen die Erzählung und das Evangelium insgesamt voraus, dass sich Jesus nicht an der (realen) Krankheit
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||
| Aussatz angesteckt hat; dennoch ist es für die Erzählung und das, was sie ausdrücken will, unbedingt notwendig, dass Jesus nun ein „Aussätziger“ ist.
|
||
li
|
||
| Der bibelkundige Leser denkt dabei unweigerlich an eine Stelle im Buch Jesaja, wo vom „Gottesknecht“
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||
| (Gottes besonderem Werkzeug zum Heil der Menschen) die Rede ist: „er hat unsere Krankheit getragen“ (Jes 53,4).
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||
br
|
||
| Nicht unerheblich ist, dass Jesaja die Wendung „Er hat unsere Krankheit getragen!“ in einem bildlichen,
|
||
| die Überwindung körperlicher Leiden übersteigenden, umfassend-heilvollen Sinn versteht im Sinne einer Befreiung aus Schuld und Gottferne:
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||
br
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q.bibeltext
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| 2 ...
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||
| Er hatte keine schöne und edle Gestalt, sodass wir ihn anschauen mochten.
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||
br
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||
| Er sah nicht so aus, dass wir Gefallen fanden an ihm.
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br
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||
| 3 Er wurde verachtet und von den Menschen gemieden, ein Mann voller Schmerzen, mit Krankheit vertraut.
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||
br
|
||
| Wie einer, vor dem man das Gesicht verhüllt, war er verachtet;
|
||
br
|
||
| wir schätzten ihn nicht.
|
||
br
|
||
| aber er hat <i>unsere</i> Krankheit getragen und <i>unsere</i> Schmerzen auf sich geladen.
|
||
br
|
||
| Wir meinten, er sei von Gott geschlagen, von ihm getroffen und gebeugt.
|
||
br
|
||
| 5 Doch <i>er</i> wurde durchbohrt <i>wegen unserer Vergehen</i>, <i>wegen unserer Sünden</i> zermalmt.
|
||
br
|
||
| <i>Zu unserem Heil lag die Züchtigung auf ihm,</i>
|
||
br
|
||
| <i><b>durch seine Wunden sind wir geheilt.</b></i>
|
||
br
|
||
| 6 Wir hatten uns alle verirrt wie Schafe, jeder ging für sich seinen Weg.
|
||
br
|
||
| Doch der HERR ließ auf ihn treffen die Schuld von uns allen. ...
|
||
br
|
||
| 8 ...
|
||
| Er wurde vom Land der Lebenden abgeschnitten und wegen der Vergehen meines Volkes zu Tode getroffen. ...
|
||
br
|
||
| 11 Nachdem er vieles ertrug, erblickt er das Licht. ...
|
||
br
|
||
| Mein Knecht, der gerechte, macht die Vielen gerecht;
|
||
br
|
||
| er lädt ihre Schuld auf sich.
|
||
br
|
||
| 12 Deshalb gebe ich ihm Anteil unter den Großen
|
||
br
|
||
| und mit Mächtigen teilt er die Beute,
|
||
br
|
||
| weil er sein Leben dem Tod preisgab
|
||
br
|
||
| und sich unter die Abtrünnigen rechnen ließ.
|
||
br
|
||
| Er hob die Sünden von Vielen auf und trat für die Abtrünnigen ein.
|
||
span.bibelstelle Jes 53,2-6.8.11-12
|
||
li
|
||
| Der in der Heilung des „Aussätzigen“ tragende Gedanke das „Platztausches“ bzw. „Austausches“,
|
||
| der den einen belastet, um den anderen zu befreien, prägt auch das Vierte Gottesknechtslied des Jesaja (Jes 52,13-53,12).
|
||
br
|
||
| Und die Beschreibung dessen, der die Krankheit des Volkes getragen hat bzw. die damit zusammenhängende Beschreibung
|
||
| des Volkes vor der Rettung („jeder ging für sich seinen Weg“ [Jes 53,6b]), passt sehr gut zur „Krankheit“ „Aussatz“.
|
||
li
|
||
| Man wird also sagen können, dass Markus mit der Erzähung von der Heilung des „Aussätzigen“
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||
| den Satz „Er hat unsere Krankheit getragen“ aus dem Vierten Gottesknechtslied des Jesaja auf Jesus übertragt
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||
| und entsprechend bebildert;
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br
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| damit dies „funktioniert“ <i>muss</i> Jesus den Aussätzigen berühren.
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h5.card-title
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| „Einsame Orte“
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h6.card-subtitle.text-muted Der Tod am Kreuz als Übernahme der Gottferne – und damit „Ort des Platztausches“
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hr
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ul.card-text
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li
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| Es ist daran zu erinnern, dass bei den „einsamen Orten“, an denen sich Jesus nun nur noch aufhält, die „Wüste“ mitschwingt,
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||
| die als Ort der Gottferne schon mehrfach im übertragenen Sinne verstanden werden konnte und musste.
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li
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| Bei der Auslegung der Taufe Jesu (→ Tod und Auferstehung Jesu) wurde darauf hingewiesen,
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||
| dass Markus den Tod Jesu am Kreuz als Sterben in der und in die Gottferne inszeniert:
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br
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| kein himmlischer Helfer, Finsternis im Land, Aushauchen des Geistes; schließlich der Ruf Jesu: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“
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br
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| Hinzu kommt, dass der Tod am Kreuz auch im Verlassensein von allen Menschen geschieht:
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br
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| die Jünger haben Jesus verraten oder verleugnet oder sind geflohen; andere verspotten und verhöhnen ihn.
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li
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| Den theologischen Hintergrund dazu bietet das Buch Deuteronomium:
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br
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q.bibeltext
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| ein [an einen Holzpfahl] Gehenkter ist ein von Gott Verfluchter
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span.bibelstelle Dtn 21,23
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br
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| Ursprünglich bezog sich diese Stelle auf <i>nach</i> der Hinrichtung durch Aufhängen an einem Pfahl zur Schau gestellte
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| Tote, die dadurch besonders erniedrigt wurden; zur Zeit Jesu wurde dieser Satz aber auch auf die Kreuzigung übertragen:
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br
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||
i Der Tod am Kreuz als Tod der Gottferne.
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li
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| Im Hinblick auf Jesus und den Glauben an ihn kann sich
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span.bibelstelle Dtn 21,23
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| mit
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span.bibelstelle Jes 53,4
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| verbinden:
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br
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q.bibeltext
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| Wir meinten, er sei von Gott geschlagen, von ihm getroffen und gebeugt.
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br
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| Dies bebildet Markus durch die Verhöhnung der beim Tod Jesu anwesenden Vertreter des Gottesvolkes.
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li
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| Mit der Erzählung von der Heilung des „Aussätzigen“ durch Jesus, der als Folge selber „aussätzig“ wird,
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| bietet Markus eine <i>Deutung des Kreuzestodes Jesu</i> durch Rückgriff auf das Vierte Lied vom Gottesknecht des Deuterojesaja.
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||
li
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||
| Deutlich wird, dass der „Aussätzige“ – gemäß des Viertes Gottesknechtsliedes – symbolisch für alle steht,
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| die in der (Herrschaft der) Sünde
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||
| gefangen sind und deren Beziehungen zu Gott und zu den Mitmenschen daher
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||
| der ‚Heilung‘ bedürfen.
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br
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||
| Am Kreuz tauscht Jesus mit ihnen „den Platz“:
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br
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||
| er übernimmt ihre Krankheit, sie werden geheilt;
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br
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||
| er stirbt in die Gottferne, sie werden aus der Gottferne befreit und in geheilte Gemeinschaft mit den Mitmenschen gestellt.
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||
|
||
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|
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.card-body
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h5.card-title
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| „Dennoch kamen die Leute von überallher zu ihm“
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h6.card-subtitle.text-muted Die Ambivalenz des „einsamen Ortes“
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hr
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ul.card-text
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li
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||
| Wieder sind – wie die „Wüste“ generell – die „einsamen Orte“ widersprüchlich inszeniert.
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ul.card-text
|
||
li Einerseits die (notwendige) Einsamkeit aufgrund des „Aussatzes“.
|
||
li Andererseits kommen die Menschen von überallher zu ihm – was nun nichts mehr mit Einsamkeit zu tun hat.
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||
li
|
||
| Bezieht man den Gang Jesu in die Einsamkeit auf seinen Tod am Kreuz,
|
||
br
|
||
| hat das Kommen der Menschen zu Jesus als Voraussetzung, dass der Tod nicht das Ende Jesu war;
|
||
br
|
||
| insofern kann man im Kommen der Menschen zu Jesus indirekt seine Auferstehung ausgedrückt sehen.
|
||
li.small
|
||
| Dem entspricht, dass man im Vierten Gottesknechtslied des Deuterojesaja aus christlicher Perspektive
|
||
| auch den Gedanken der Auferstehung ausgedrückt sehen kann (→ „erblickt er das Licht“;
|
||
| „gebe ich ihm Anteil unter den Großen“).
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||
li
|
||
| Das Bild, das sich im Kopf ausprägt, kennen wir bereits:
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||
br
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||
| mitten in der „Wüste“ entsteht um Jesus herum eine „Insel des Lebens“.
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||
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||
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||
h5.card-title
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||
| „ich will“ – „sogleich“ – „Mitleid“
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||
h6.card-subtitle.text-muted Jesus lebt seine Sendung
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hr
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ul.card-text
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||
li Im Dialog zwischen Jesus und dem Aussätzigen geht es um den Willen Jesu: „<i>Wenn du willst</i>, kannst du mich rein machen.“
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li
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||
| Damit wird der Wille Jesu zur Heilung des „Aussätzigen“ (bzw. der sich in ihm versammelden „Vielen“) herausgestellt:
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||
br
|
||
| Jesu Ja zu seiner Sendung, und das – angesichts des Kontextes – mit alle Konsequenzen.
|
||
li
|
||
| In die Sendung durch Gott ist auch wieder das „sogleich“ einzuordnen:
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||
br
|
||
| In der Jüngerberufung markierte es das Eintreten der Jünger in die Nachfolge Jesu,
|
||
| wie auch den Ruf Jesu in die Nachfolge als Elemente der göttlichen Sendung.
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||
br
|
||
| Hier erfüllt sich die Sendung Jesu, indem der „Aussätzige“ „rein“ wird.
|
||
li
|
||
| Als Motivation Jesu wird sein Mitleid angegeben, in welchem sich das Erbarmen Gottes spiegelt
|
||
| und das noch mehrfach als Motivation Jesu genannt werden wird.
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||
|
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||
h5.card-title
|
||
| „Sieh, dass du niemandem etwas sagst“
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||
h6.card-subtitle.text-muted Ein dritter Blick auf die Schweigegebote – Das erste Schweigegebot im Hinblick auf ein Wunder
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hr
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||
ul.card-text
|
||
li Jesus fährt den Geheilten richtig an, dass er niemandem etwas erzählt – die deutsche Übersetzung verharmlost.
|
||
li
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||
| Auf der Ebene der Erzählung ist das Schweigegebot klar durch den Aussatz begründet:
|
||
br
|
||
| durch das Berühren des Aussätzigen ist Jesus selber aussätzig geworden –
|
||
| vor den entsprechenden Folgen will das Schweigegebot schützen.
|
||
li
|
||
| Angesichts der bereits an Dämonen ergangenen Schweigebote ist das Schweigegebot hier aber in einen größeren Kontext einzuordnen;
|
||
br
|
||
| auffällig auch: schon den Dämon in der Synagoge hatte Jesus angefahren, dass er schweigt.
|
||
li
|
||
| Während aber gegenüber den Dämonen das Wissen darum, wer Jesus ist, mit dem Schweigegebot belegt wurde,
|
||
br
|
||
| wird hier das Wunder selbst mit dem Schweigegebot belegt.
|
||
br
|
||
| Dies lässt fragen, was die Dämonenaustreibung mit der Heilung des „Aussätzigen“ verbindet und was diese
|
||
| von den meisten anderen Wundern unterscheidet.
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ul.card-text
|
||
li
|
||
i Deutung des Todes Jesu
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| Das Schweigegebot an den Dämon in der Synagoge war im Kontext der verschwiegenen Lehre Jesu ausgesprochen worden,
|
||
| die das Wissen darum, wer Jesus ist, notwendig ergänzt, und
|
||
| die mit der Sendung Jesu und dem Weg, den Jesus dazu zurücklegt, verbunden werden konnte:
|
||
br
|
||
| mit dem Gang Jesu ins Verderben zum Verderben der Dämonen – und letztlich Satan –;
|
||
br
|
||
| damit wird Jesu Tod eine bestimmte soteriologische Bedeutung zugemessen.
|
||
li
|
||
| Auch in der Heilung des „Aussätzigen“ wird der Tod Jesu am Kreuz gedeutet, und zwar
|
||
| im Sinne des „Platztausches“ zur Befreiung der von Satan/den Dämonen
|
||
| Besessenen: Jesus geht in die Gottferne („Verderben“), um die Menschen daraus zu retten.
|
||
li
|
||
i „Platztausch“ (nicht „Schicksalsgemeinschaft“) – Auswirkung des Todes Jesu (nicht der Auferstehung)
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| Anders als bei den bisherigen Wundern geht es hier bei der Heilung des „Aussätzigen“
|
||
| nicht um eine (positive) Schicksalsgemeinschaft des/der Geheilten mit Jesus
|
||
| im Sinne einer Analogie zur Auferstehung Jesu – wie etwa bei der Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus –,
|
||
| die alle ohne sich auf das Wunder beziehende Schweigegebot erzählt werden,
|
||
br
|
||
| sondern um den Platztausch“ Jesu mit dem Kranken, der anschaulich bebildert wird.
|
||
li
|
||
| Gemeinsam ist den Dämonenaustreibungen und dem „Platztausch“ mit dem „Aussätzigen“
|
||
| die Verbindung des Wunders nicht mit der Auferstehung, sondern mit dem Tod Jesu am Kreuz:
|
||
br
|
||
| den Dämonen geht Jesus mit seinem Tod am Kreuz ins „Verderben“ voraus;
|
||
br
|
||
| mit dem „Aussätzigen“ tauscht er im Tod am Kreuz den Platz.
|
||
li
|
||
| So kann das hier vorhandene Schweigegebot als Signal verstanden werden:
|
||
ol.card-text
|
||
li
|
||
| in die in Mk 1,21-28 mit dem Schweigegebot korrelierende inhaltlich nicht direkt bestimmte „Lehre Jesu“ ergänzend
|
||
| diese Deutung des Todes Jesu als „Platztausch“ einzutragen;
|
||
li
|
||
| kommende Erzählungen mit Schweigegeboten im Hinblick auf Wunder (im Unterschied zu Schweigegeboten im Hinblick auf die Person Jesu)
|
||
| auf die Thematik „Platztausch“ hin auszulegen;
|
||
br
|
||
| diese Wunder werden durch die Schweigegebote in besonderer Weise hervorgehoben und verbunden.
|
||
|
||
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|
||
.card-body
|
||
h5.card-title
|
||
| „Der Mann aber ging weg und verkündete bei jeder Gelegenheit das Wort“
|
||
h6.card-subtitle.text-muted Das Brechen des Schweigegebotes als Signal
|
||
hr
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| Während sich die Dämonen an das Schweigegebot gehalten haben und sich auch künftig auch alle anderen an das Schweigegebot halten werden,
|
||
| wird das Schweigegebot durch den vom „Aussatz“ Geheilten gebrochen.
|
||
li
|
||
| Was die Einheitsübersetzung mit
|
||
br
|
||
q Der Mann aber ging weg und verkündete bei jeder Gelegenheit, was geschehen war; er verbreitete die Geschichte ...
|
||
br
|
||
| übersetzt, müsste eigentlich wie folgt heißen:
|
||
br
|
||
q Der Mann aber ging hinaus und begann vielfach zu verkünden und <i>das Wort</i> zu verbreiten ...
|
||
li
|
||
| Die inhaltliche Bestimmung der Wendung „das Wort“ ist zwar nicht eindeutig gegeben, sie ist wohl aber mit der
|
||
| Botschaft, dass Jesus ihn, den einst „Aussätzigen“, geheilt hat und ihn dazu berührt hat, zu füllen
|
||
| – nur so ist zu begründen, warum Jesus nun die Folgen des übernommenen „Aussatzes“ in der Erzählung zu tragen hat.
|
||
br
|
||
span.small Es kann also nicht nur um die Heilung selbst gehen, sondern die Berührung durch Jesus muss mit enthalten sein.
|
||
li
|
||
| Die eigenwillige Wendung „das Wort“ kann man in Analogie zu der nicht direkt bestimmten „Lehre“ Jesu in der Erzählung
|
||
| von der Austreibung des unreinen Geistes in der Synagoge setzen;
|
||
br
|
||
| jedenfalls ist eine inhaltliche Entsprechung gegeben:
|
||
ul.card-text
|
||
li Jesu Gang ins Verderben den Dämonen voraus, um die Menschen von der Herrschaft der Dämonen zu befreien;
|
||
li Jesu Übernahme des „Aussatzes“ des „Aussätzigen“, was diesem Heilung bringt.
|
||
li
|
||
| Den einen bringt der Tod Jesu am Kreuz den Untergang, den anderen – als Kehrseite der gleichen Medaille – ein neues Leben.
|
||
li
|
||
| Insofern das Schweigegebot hier das einzige ist, das im ganzen Evangelium gebrochen wird,
|
||
| könnte dies ein Signal sein:
|
||
br
|
||
i Diese Botschaft vom „Platztausch“ Jesu mit dem „Aussätzigen“ ist unbedingt zu verkünden!
|
||
|
||
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|
||
.card-body
|
||
h5.card-title
|
||
q geht, zeig dich dem Priester und bring für deine Reinigung dar, was Mose festgesetzt hat – ihnen zum Zeugnis
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||
h6.card-subtitle.text-muted Der Tempel in Jerusalem kommt in Blick
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hr
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| Es ist Aufgabe der Priester – die auch die Funktion eines Arztes haben –, die Gesundung von Aussätzigen zu bestätigen.
|
||
br
|
||
| Wenn der Priester die Heilung bestätigt – die wiederhergestellte „Reinheit“ feststellt –, darf der Geheilte wieder am normalen Leben teilnehmen.
|
||
li
|
||
| Da der „Aussatz“ hier theologisch-ethisch zu verstehen ist, muss weiter bedacht werden,
|
||
| dass der Tempel eigentlich der Ort der Sündenvergebung und der Wiederherstellung der „Reinheit“ ist.
|
||
br
|
||
| Jesu Wirken „ersetzt“ in diesem Falle den Tempel – dort kann man nur bestätigen.
|
||
li
|
||
| Mit der Notiz kommt jedenfalls indirekt der Tempel und mit ihm Jerusalem in den Blick;
|
||
| dorthin wird Jesus sein weiterer Weg führen – der Konflikt dort deutet sich hier schon an,
|
||
| wird doch quasi das Zeugnis vorausgeschickt, dass Jesus (sein Tod und seine Auferstehung) „Reinheit“ jenseits des Tempels ermöglicht.
|
||
|
||
|
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.card.slide.border-primary.mb-3
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title
|
||
| Scharnier
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h6.card-subtitle.text-muted Die hervorgehobene Bedeutung der Heilung des „Aussätzigen“
|
||
hr
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| Die vorliegende Erzählung ist das Scharnier der Gliederung „Galiläa I“, zwischen den Teilen „Galiläa I/A“ und „Galiläa I/C“,
|
||
| und gleichzeitig das erste von mehreren solcher Scharniere.
|
||
li Dies gibt ihr auch formal ein hohes Gewicht.
|
||
|
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.card.slide.border-primary.mb-3
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title
|
||
q Bereitet den Weg des Herrn
|
||
h6.card-subtitle.text-muted Der „Platztausch“ Jesu im Dienst des Kommens Gottes zu den Menschen
|
||
hr
|
||
ul.card-text
|
||
li
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||
| Indem Jesus mit dem „Aussätzigen“ den „Platz tauscht“, befreit er ihn aus der Gottferne
|
||
| und stellt ihn neu in die geheilte Gemeinschaft mit Gott (und den anderen Menschen).
|
||
li
|
||
| So ist Gott (neu) im Leben dieses Menschen angekommen.
|
||
li
|
||
| Mit dem vollzogenen „Platztausch“ hat sich also Jesus ganz in den Dienst des Kommens Gottes zu den Menschen gestellt.
|
||
|
||
.card.slide.border-primary.mb-3
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title
|
||
| „Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg bahnen wird“ I
|
||
h6.card-subtitle.text-muted Vom Reinigen der Netze zum Rein-Machen der Menschen
|
||
hr
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| In besonderer Weise werden die Söhne des Zebedäus, deren Berufung in der Mitte der konzentrischen Gliederung steht,
|
||
| mit der Heilung des Aussätzigen verbunden:
|
||
br
|
||
| In Mk 1,19 wird erzählt, dass die beiden gerade ihre Netze herrichten (gr. katartizo);
|
||
br
|
||
| in Mk 1,40 bittet der Aussätzige Jesus, ihn rein zu machen (gr. katarizo) –
|
||
br
|
||
| die sprachliche Ähnlichkeit im Griechischen ist sicher nicht zufällig!
|
||
li
|
||
| Im Sinne des „Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg bahen wird“
|
||
| wird hier die Bestimmung der Jünger deutlich, als „Menschenfischer“ in der Nachfolge Jesu
|
||
| Menschen „rein zu machen“:
|
||
br
|
||
| sie in der Taufe, in der Jesu Tod und Auferstehung gegenwärtig sind,
|
||
| vom „Aussatz“ der Gottferne zu heilen.
|
||
|
||
.card.slide.border-primary.mb-3
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title
|
||
| „Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg bahnen wird“ II
|
||
h6.card-subtitle.text-muted Der Philipperhymnus in seinem Kontext und seine Bezüge zur vorliegenden konzentrischen Gliederung
|
||
hr
|
||
p.card-text
|
||
| In der Mitte der konzentrischen Gliederung steht die Berufung der ersten Jünger mit dem Ruf Jesu: „Kommt her, mir nach!“;
|
||
br
|
||
| In der (längeren) Hinführung zum Philipperhymnus schreibt Paulus:
|
||
br
|
||
q.bibeltext
|
||
| Vor allem: Lebt als Gemeinde so, wie es dem Evangelium Christi entspricht! ...
|
||
br
|
||
| Seid untereinander so gesinnt, wie es dem Leben in Christus Jesus entspricht.
|
||
span.bibelstelle Phil 1,27a; 2,5
|
||
br
|
||
| Jedensmal geht es um Nachfolge, um das Beispiel Jesu, dem es nachzueifern gilt:
|
||
br
|
||
i Jesus ist der Bote Gottes vor den Jüngern her, der ihren weiteren Weg verbindlich bestimmt.
|
||
p.card-text
|
||
| Von diesem Bezug angeleitet, entdeckt man gerade in dieser konzentrischen Gliederung viele Bezüge,
|
||
| die sich mit dem Philipperhymnus in Verbindung bringen lassen.
|
||
|
||
p.card-text
|
||
q.bibeltext
|
||
| 6 Er war Gott gleich, hielt es aber nicht als einen Raub fest, Gott gleich zu sein,
|
||
br
|
||
| 7 sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich.
|
||
br
|
||
| Sein Leben war das eines Menschen;
|
||
br
|
||
| 8 er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz.
|
||
br
|
||
| 9 Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen,
|
||
br
|
||
| 10 damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu
|
||
br
|
||
| 11 und jeder Mund bekennt: Jesus Christus ist der Herr zur Ehre Gottes, des Vaters.
|
||
span.bibelstelle Phil 2,6-11
|
||
|
||
.card.slide.border-secondary.mb-2
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title
|
||
q
|
||
| Er war Gott gleich, hielt es aber nicht als einen Raub fest, Gott gleich zu sein,
|
||
br
|
||
| sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich ...
|
||
h6.card-subtitle.text-muted Mitte der konzentrischen Gliederung: die Söhne des Zebedäus lassen ihren Vater mit den Tagelöhnern zurück
|
||
hr
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| Die Berufung der Söhne des Zebedäus, die ihren Vater mit den Tagelöhnern zurücklassen,
|
||
| steht als Teil der Mitte der konzentrischen Gliederung in einem besonderen Fokus,
|
||
| da sich dort der obere Rand der konzentrischen Gliederung – Jesus Christus, Sohn (eines) Gottes – spiegelt.
|
||
li
|
||
| Der Eintritt in die Nachfolge Jesu bedeutet für sie, aus einer Welt des Habens auszubrechen:
|
||
br
|
||
| sie verlassen mit ihrem Vater auch den irdischen Besitz der Familie, der – so legen es die Tagelöhner nahe – nicht zu klein gewesen sein kann.
|
||
li
|
||
| Hier ist eine Analogie zum Gottessohn zu sehen, der seine himmlische Herrlichkeit verlassen,
|
||
| sich entäußert hat.
|
||
li
|
||
| Wie der Gottessohn durch seine Entäußerung zum Diener, zum Sklaven wurde,
|
||
br
|
||
| so lassen sich die Jünger für die Sache Jesu in Dienst nehmen.
|
||
|
||
.card.slide.border-secondary.mb-2
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title
|
||
q
|
||
| er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz
|
||
h6.card-subtitle.text-muted Oberes und unteres Ende der konzentrischen Gliederung: Jesus, Sohn (eines) Gottes, erniedrigt sich und „tauscht“ mit einem „Letzten“
|
||
hr
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| Der Philipperhymnus besingt, wie der Gottessohn die Position tauscht:
|
||
br
|
||
| aus der himmlischen Herrlichkeit heraus in die Erniedrigung bis zum schmachvollen Kreuzestod;
|
||
br
|
||
| von weiter oben als der Gottgleichheit kann man nicht kommen, tiefer als zum Kreuzestod kann man nicht sinken:
|
||
br
|
||
| Jener, der eigentlich – qua Gottgleichheit – „Erster“ ist, wird zum „Letzten“.
|
||
li
|
||
| In Analogie dazu erzählt die Heilung des Aussätzigen, dass Jesus, Sohn (eines) Gottes – Titel des „Ersten“ in der römischen Gesellschaft –,
|
||
| den Platz mit einem „Aussätzigen“ tauscht, von einem Gesunden zu einem „Kranken“ wird,
|
||
| um den Kranken gesund zu machen (→ „er hat unsere Krankheit getragen“);
|
||
br
|
||
| durch „Aussätzigsein“ aber gehört man zu den „Letzten“ der Gesellschaft.
|
||
|
||
.card.slide.border-secondary.mb-2
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title
|
||
q
|
||
| Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen ...
|
||
br
|
||
| damit alle ... unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu ...
|
||
br
|
||
| Jesus Christus ist der Herr zur Ehre Gottes, des Vaters.
|
||
h6.card-subtitle.text-muted Die Taufe Jesu und die Massenheilungen mit Dämonenaustreibungen als gegenüberliegende Erzählungen der konzentrischen Gliederung
|
||
hr
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||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| Tod und Auferstehung Jesu wirken sich aus:
|
||
br
|
||
| Die Menschen werden „gesund“, die Dämonen müssen weichen.
|
||
br
|
||
| → Jesus ist der Eine, der für die Vielen starb;
|
||
br
|
||
| dies verbindet sich mit der Übernahme des „Aussatzes“ des „Aussätzigen“, der dadurch gesund wird (→ unteres Ende der konzentrischen Gliederung).
|
||
li
|
||
| In der Auferstehung (→ „als er aus dem Wasser stieg“) wird Jesus „dem Geist der Heiligkeit nach eingesetzt als Sohn Gottes in Macht“ (→ Röm 1,4);
|
||
| entsprechend wird Jesus von Gott angeredet: „Du bist mein geliebter Sohn“.
|
||
br
|
||
| Gegenüberliegend weichen die Dämonen, die wissen, wer Jesus ist.
|
||
li
|
||
| „Sohn (eines) Gottes“ (→ oberes Ende der konzentrischen Gliederung und Tauferzählung)
|
||
| ist Kaisertitualtur im römischen Reich, der Titel des „Ersten“ im Reich;
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||
br
|
||
| somit kann sich diese Sohnesbetitelung mit der Verleihung des Namens, „der größer ist als alle Namen“ verbinden.
|
||
li
|
||
| Im Philipperhymnus wird zwar nicht auf den Gottessohntitel abgehoben, sondern auf den Titel „Kyrios“ (= „Herr“).
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||
br
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| Allerdings ist auch dies ein Titel des Kaisers – der Bezug zum „Ersten im Reich“ ist so oder so gegeben.
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| Bei der Taufe Jesu wird auch das Wohlgefallen Gottes gegenüber Jesus zum Ausdruck gebracht
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| und indirekt wird die „Stimme vom Himmel“ durch den Sohnestitel als „Gott, der Vater“ aufgelöst;
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| dies lässt sich mit der „Ehre Gottes, des Vaters“ verbinden, der als letzte Instanz über allem steht.
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| Die Austreibung der Dämonen, die wissen, wer Jesus ist, lässt sich – gerade auch im Kontet „Name“ (→ Gottessohntitel) –
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| auch mit dem Satzteil „damit alle ... unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu“
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| im Philipperhymnus verknüpfen:
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| sie beugen in dem Sinne das Knie vor Jesus, dass sie aus den Menschen weichen – und indem sie gehorsam sind, also nicht bekannt machen, wer Jesus ist,
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| was die Erzählung indirekt aussagt.
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| damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu
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| Der Wüstenaufenthalt Jesu und Heilung der Schwiegermutter des Petrus als gegenüberliegende Erzählungen der konzentrischen Gliederung
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| in Verbindung mit den Dämonenaustreibungen
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| Beide Erzählungen wurden waren schon (Teil der) Mitte und unteres Ende einer konzentrischen Gliederung:
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| Jesus, der von den Jüngern auf die Kranke aufmerksam gemacht wird, rettet sie auf die „Insel des Lebens in der Wüste der Gottferne“,
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| die durch seinen Gang in die „Wüste“ entsteht.
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| Ihr Dienst an Jesus und seinen Begleitern verbindet sich mit dem Dienst der Engel an Jesus bei dessen Wüstenaufenthalten:
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| sie stehen als Vertreter für „alle im Himmel“ und „auf der Erde“, die „ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu“.
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| Durch die Versuchung Jesus durch Satan müssen hier die Dämonenaustreibungen durch Jesus (gegenüber der Taufe und gegenüber der Evangelienverkündigung)
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| mitbedacht werden:
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| Auch sie – die „unter der Erde“ – „beugen ihre Knie vor dem Namen Jesu“, indem sie aus den Menschen weichen und sich an das Schweigegebot halten.
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| wie es dem Evangelium Christi entspricht ...:
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| er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz
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| damit alle ... unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu ...
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| Der Eröffnungsruf des Wirkens Jesu und die neue Dämonenaustreibung in der Synagoge als gegenüberliegende Erzählungen der konzentrischen Gliederung
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| Der Auftakt des Wirkens Jesu blickt zunächst zurück auf den gewaltsamen Tod Johannes des Täufers („Nachdem Johannes ausgeliefert worden war ...“);
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| dies verbindet sich mit der Frage des Dämon, ob Jesus gekommen sei, ihn und Seinesgleichen „ins Verderben zu stürzen“:
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| → Jesus ist gekommen, um dem Dämon „voraus“ „ins Verderben“ zu gehen (→ Tod am Kreuz) und ihn und seinesgleichen auf diese Weise „ins Verderben zu stürzen“.
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| Gerade dieser Gang Jesu ins Verderben ist fundamentaler Teil des „Evangelium Gottes“; durch Tod und Auferstehung Jesu ist „das Reich Gottes zum Greifen nahegekommen“.
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| Dieses Evangelium ruft zum Glauben daran und nötigt zur Umkehr: eine Verpflichtung, zu leben, „wie es dem Evangelium Christi entspricht“.
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| Der Gang dessen, den der Dämon als „Heiligen Gottes“ bezeichnet – eine Ehrbezeichnung! –, ins Verderben zur Rettung der Menschen ist Erniedrigung;
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| gleichzeitig ist der Titel „Heiliger Gottes“, der auf die Einsetzung Jesu „dem Geist der Heiligkeit nach als Sohn Gottes in Macht“ anspielt,
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| der Name Jesu, vor der Dämon die Knie beugt, indem er schweigt und weicht.
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| Lebt als Gemeinde so, wie es dem Evangelium Christi entspricht ...:
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| er erniedrigte sich ...
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| <i>Darum</i> hat ihn Gott über alle erhöht
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| Das Wirken Johannes des Täufers und der Neuaufbruch Jesu als gegenüberliegende Erzählungen der konzentrischen Gliederung
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| Jesus ist der nach Johannes kommende „Stärkere“, besonders durch seine Auferstehung,
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| auf die die Erzählung vom Neuaufbruch eingangs anspielt.
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| Durch die Auferstehung hat Jesus auch die Stellung eingenommen, die ihn von allen anderen abhebt,
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| was Johannes mit deutlicher Unterwürfigkeit zum Ausdruck bringt.
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| Wie aber Johannes in der Wüste als Asket lebt und wirkt,
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| so sucht Jesus – dessen überragende Stellung bewusst gemacht wurde – auch die „Wüste“ auf:
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| der Blick auf die hoheitliche Stellung des Auferstandenen wird umgelenkt auf seine Sendung in die „Wüste der Gottferne“,
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| die ihn als Beistand seiner Jünger auch weiterhin erfüllt.
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| Wie die Leute aus „ganz Judäa“ und „alle Einwohner Jerusalems“ zu Johannes in die Wüste kommen,
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| so wird Jesus von „allen“ gesucht und geht Jesus dann aus der „Wüste“ in die „benachbarten Dörfer“ und zieht schließlich durch „ganz Galiläa“.
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| Doch kommen die Leute in die Wüste, weil ihre Heimat selber „Wüste“ ist: Ort der Gottferne (→ Jes 40,3: „Wüste“ bezieht sich auf Jerusalem!).
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| So ist auch der gang Jesu „aus der Wüste“ in die Dörfer eigentlich kein Verlassen der „Wüste“, sondern ein weiteres Vordringen in sie hinein.
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| Diese „Wüste“ ist der Ort, in den die Begleiter Jesu ihm „nacheilen“ müssen, weil das auch Ort ihrer Sendung als „Menschenfischer“ ist;
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| es sei daran erinnert, dass das Reinigen der Fischernetze durch die Söhne des Zebedäus sich mit dem Reinmachen des „Aussätzigen“
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| durch einen sprachlichen Anklang verbindet.
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| Die Umlenkung von der Auferstehungsherrlichkeit auf die Sendung Jesu lenkt den Blick auf den Weg, den Jesus im Rahmen seiner Sendung
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| auf sich genommen hat; so verbindet sich diese Umlenkung
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| mit dem „Darum“ im Philipperhymnus als Schwarnier zwischen Erniedrigung
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| und Erhöhung des ursprünglich Gottgleichen.
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| Es ist ein betontes „Darum“, das die jetzige Stellung mit dem vorausgegangenen Weg begründet
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| und damit diesen Weg betont;
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| es ist dieser Weg in die Erniedrigung, der der Grund ist – wie der Kontext deutlich macht –, warum Paulus
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| den Hymnus in seinem Philipperbrief überliefert:
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| dieser Weg der Erniedrigung des Gottgleichen muss sich im Verhalten der Christen ausprägen.
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| In diesem Sinn verkündet Johannes die „Taufe des Sinneswandels“, der der Umlenkung vom Blick auf den Auferstanden
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| auf die Sendung Jesu und damit auch der eigenen Sendung in der Nachfolge Jesu folgt und
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| der als Vorbild den Sinneswandel des Gottgleichen hat, der dieses Gott-gleich-Sein nicht als Raub festhielt, sondern sich entäußerte
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| und erniedrigte.
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| So fällt der Blick auch auf die Askese Johannes des Täufers als Vorläufer Jesu und die Jünger, die Jesus nachfolgen bzw. nacheilen
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| (→ Gegenüber und Mitte der konzentrischen Gliederung):
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| Die Askese des Täufers kann dazu in Beziehung gesetzt werden, dass die Söhne des Zebedäus den Reichtum der Familie (→ Tagelöhner)
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| verlassen und sich von Jesus in Dienst nehmen lassen, womit sie das „Darum“ ernst nehmen und den geforderten Sinneswandel vollziehen.
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| So werden das „soteriologische Element“ (→ „Menschenfischer“) und das „ethische Element“ (→ Verzicht, Sich-in-Dienst-nehmen-Lassen)
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| von Nachfolge als unlösliche Einheit herausgestellt.
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| Durch diese mehrdimensionale Nachfolge werden die „Söhne des Zebedäus“ zu „Söhnen Gottes“.
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| in Demut schätze einer den anderen höher ein als sich selbst
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span.bibelstelle Phil 2,3
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| Jesu „Platztausch“ als soteriologisch-ethisches Paradigma
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| Jesu „Reinmachung“ des „Aussätzigen“ ist hier soteriologisch zu verstehen, was schon die Bezüge zum Vierten Gottesknechtslied belegen:
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| ein Mensch in der Gottferne wird durch den „Platztausch“, den Jesus am Kreuz vollzieht, indem er in die Gottferne hinein stirbt,
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| (neu) in die geheilte Gemeinschaft mit Gott hineingeholt.
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| Dies hat aber unlöslich auch eine ethische Note, da die Gottferne mit der Sünde zusammenhängt und
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| die neue Gemeinschaft mit Gott sich notwendig in einem geänderten, gottgefälligen Lebenswandel auswirken muss.
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| Schon die Erlösung durch Jesu Tod hat eine bestimmte ethische Qualität:
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| sie geschieht ja dadurch, dass der Gottessohn sich erniedrigt und sich zum Diener und Sklaven bis zum Letzten macht.
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| Gerade deswegen kann das Erlöserhandeln Jesu auch als generelles Beispiel für eigenes ethisches Handeln dienen,
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| wie es bei den Söhnen des Zebedäus bebildert werden kann.
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| Das rückblickende „Darum“ in Verbindung mit der folgenden Erhöhung im Philipperhymnus ist Paulus
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| wie Markus Motivation zum Aufruf, sich selber zu erniedrigen:
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q.bibeltext Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein.
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span.bibelstelle Mk 10,35
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| Dies kann als radikalisierte Fassung des Aufrufes des Paulus im Kontext des Philipperhymnus gelesen werden:
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q.bibeltext in Demut schätze einer den anderen höher ein als sich selbst
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span.bibelstelle Phil 2,3
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| Hier beginnt auch der „Aussätzige“ zu schillern:
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| er kann – in einem erweiterten Sinne – für alle „Ausgegrenzten“ stehen, für alle, die (allein) für sich ihren Weg gehen (müssen) (→ Jes 53,6!);
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| da mag Schuld eine Rolle spielen, Krankheit (→ Krankenheilungen [→ Mehrdeutigkeit der Krankheiten]), die Zugehörigkeit zu einem Volk (→ „Heidenmission“) oder einer Bevölkerungsgruppe (schon in Mk 2,13-17 kommen die Zöllner in Blick)
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| oder der soziale Status (→ blinder Bettler Bartimäus in Mk 10,36-52), durch die jemand zu einem „Ausgegrenzten“, zu einem „Letzten“ wird.
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| Jesus hat mit dem „Aussätzigen“ den „Platz getauscht“ und ist selbst zu einem „Letzten“ geworden.
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| Im „Mir nach!“ (→ Mitte der konzentrischen Gliederung) steckt der Aufruf, dies auch selber zu tun,
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| selber zum Diener der „Letzten“ zu werden und so selber „Letzter“, um diese „Letzten“ in
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| die Gemeinschaft mit Gott und den Mitmenschen zu heben, letztlich „den Weg des Herrn“ zu diesen „Letzten“ zu bereiten.
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| Bei den Söhnen des Zebedäus ist diese Dimension zumindest angedeutet, indem sie auf ihr Erbe verzichten und in den Dienst Jesu treten.
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