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| Inhaltsangabe/Überschrift
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| Himmlischer Sendungsbeschluss
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,1-3
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h5.card-title Johannes der Täufer in der Wüste: Seine Taufe und seine Ankündigung des Kommenden
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,4-8
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h5.card-title Die Taufe Jesu
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,9-11
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h5.card-title Die Versuchung Jesu
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,12-13
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h5.card-title Johannes tritt ab, Jesus tritt auf: Eröffnungsruf des Wirkens Jesu: Kehrt um! Das Reich Gottes ist zum Greifen nahe!
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,14-15
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h5.card-title Die Berufung der ersten Jünger
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,16-20
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hr
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p.card-text.mb-0.konzentr-3.bibeltextkonzentr
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| 1 Anfang des Evangeliums Jesu Christi, Sohn (eines) Gottes.
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| 2 Wie geschrieben steht beim Propheten Jesaja:
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br
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q Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der einen Weg bahnen wird.
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br
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q 3 Stimme eines Rufers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn! Macht gerade seine Straßen!
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p.card-text.mb-0.konzentr-2.bibeltextkonzentr
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| 4 So trat Johannes der Täufer in der Wüste auf und verkündete eine Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden.
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br
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| 5 Ganz Judäa und alle Einwohner Jerusalems zogen zu ihm hinaus;
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br
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| sie bekannten ihre Sünden und ließen sich im Jordan von ihm taufen.
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p.card-text.mb-0.konzentr-2.bibeltextkonzentr
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| 6 Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften
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br
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| und er lebte von wildem Honig.
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br
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| 7 Er verkündete:
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q
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| Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich;
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br
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| ich bin es nicht wert, mich zu bücken und ihm die Riemen der Sandalen zu lösen.
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br
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| 8 Ich habe euch mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.
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p.card-text.mb-0.konzentr-1.bibeltextkonzentr
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| 9 Und es geschah in jenen Tagen, da kam Jesus aus Nazareth in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen.
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br
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| 10 Und sogleich, als er aus dem Wasser stieg, sah er,
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br
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| dass der Himmel aufriss und der Geist wie eine Taube in ihn hineinkam.
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br
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| 11 Und eine Stimme aus dem Himmel sprach:
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q Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.
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p.card-text.mb-0.konzentr-1.bibeltextkonzentr
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| 12 Und sogleich trieb der Geist Jesus in die Wüste.
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br
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| 13 Jesus blieb vierzig Tage in der Wüste und wurde vom Satan in Versuchung geführt.
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br
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| Er lebte bei den wilden Tieren und die Engel dienten ihm.
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p.card-text.mb-0.konzentr-2.bibeltextkonzentr
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| 14 Nachdem Johannes ausgeliefert worden war, ging Jesus nach Galiläa;
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br
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| er verkündete das Evangelium Gottes
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br
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| 15 und sprach:
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q
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| Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe.
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br
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| Kehrt um und glaubt an das Evangelium!
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p.card-text.konzentr-3.bibeltextkonzentr
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||
| 16 Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, den Bruder des Simon,
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| die auf dem See ihre Netze auswarfen; sie waren nämlich Fischer.
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br
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| 17 Da sagte er zu ihnen:
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q
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| Kommt her, mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen.
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br
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| 18 Und sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm nach.
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br
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| 19 Als er ein Stück weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes;
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| sie waren im Boot und richteten ihre Netze her.
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br
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| 20 Sogleich rief er sie und sie ließen ihren Vater Zebedäus mit seinen Tagelöhnern im Boot zurück und folgten Jesus nach.
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.card-body
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h5.card-title
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||
q Anfang
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h6.card-subtitle.text-muted Beginn einer neuen Sammlungsbewegung – Ausbreitung der neuen Schöpfung
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hr
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ul.card-text
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li Jesus beruft die ersten vier Jünger.
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li Im Laufe des Evangeliums werden viele weitere dazukommen.
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li Jesu initiiert eine neue Sammlungsbewegung, eine Erneuerungsbewegung (zunächst) innerhalb des Gottesvolkes Israel.
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li
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| In diesem Sinne sind die Stichworte „Netz“ und „Menschenfischer” (u. a.) zuverstehen:
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br
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||
| → Wie ein Fischernetz dazu dient, Fische zusammenzusammeln, so will Jesus – mit Hilfe seiner Jünger – Menschen zusammensammeln, mit ihm als Mitte.
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li
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| Durch die beiden Erzählungen in der Mitte der konzentrischen Gliederung – Taufe Jesu (→ Tod und Auferstehung Jesu) und Versuchung Jesu –,
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||
| die das Thema „neuer Adam“, „Neue Schöpfung“ verbindet, gibt Markus zugleich ein (erst nachösterlich mögliches) Tiefenverstehen
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||
| dieser Sammlungsbewegung im Sinne der Ausbreitung der in Christus begonnenen „Neuen Schöpfung“ (s. u.).
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li
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||
| Dass Jesus eine Sammlungsbewegung losgetreten hat, kann stets neu in Erinnerung rufen:
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br
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| Christlich-jüdischer Glaube war und ist nicht nur Privatsache oder Sache einer einzelnen Familie,
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| sondern ein „Gemeinschaftsprojekt“, ein Netzwerk, das die Menschen untereinander und mit Gott/Christus verbindet,
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| gerade auch im Alltag und im (nicht nur gottesdienstlichen) gemeinsamen Feiern.
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li
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| Indem Markus hier hervorhebt, dass Jesus Brüder beruft, lässt er schon etwas vom „geschwisterlichen Geist“, der im (neuen) Gottesvolk herrschen soll, erahnen.
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li
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||
| Dass es immer zwei sind, korrespondiert damit, dass Jesus seine Jünger später „zu zweit“ aussenden wird;
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br
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| dies entspricht auch dem jüdischen Zeugnisrecht,
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| wonach es für eine gültige Aussage immer zwei Personen braucht.
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.card-body
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h5.card-title
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q Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg bahnen wird
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br
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q Bereitet den Weg des Herrn
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br
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| →
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q Kommt her, mir nach!
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hr
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ul.card-text
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li
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| Der Berufungs-Ruf „Kommt her, mir nach!“ greift unzweifelt die Ankündigung des vorausgehenden göttlichen Boten auf.
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br
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| → Jesus ist <i>der</i> göttliche Bote schlechthin, der den ihm Nachfolgenden „den Weg bahnt“, der also ihre ganze Existenz prägt und bestimmt.
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li
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| Auch spiegelt sich der Imperativ „Bereitet den Weg des Herrn!“ im Imperativ „Kommt her, mir nach!“.
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br
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| → Damit bekommt „Nachfolge“ eine inhaltliche Bestimmung, ein Ziel: den Weg des Herrn bereiten, also sich in den Dienst des Kommens Gottes zu den Menschen stellen.
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p.small.card-text In besonderer Weise verbindet sich daher der Imperativ „Bereitet den Weg des Herrn!“ mit der Absicht Jesu, seine Jünger zu Menschenfischern zu machen (s. u.).
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li
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| Schon hier ist klar, dass „Nachfolge“ mehr ist, als ein Jesus „Nachlaufen“ oder das physiche „Bei Jesus sein”.
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li
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| Auch ist von der Textfolge her der Ruf „Kommt her, mir nach!“ in Mk 1,17 vom Ruf zur Umkehr in Mk 1,15 her zu lesen:
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br
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| Nachfolge erfordert eine Neu-Ausrichtung des Lebens!
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li
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| Nachfolge meint letztlich:
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br
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i
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| Den Weg, den Jesus vorausgegangen ist, im eigenen Leben nachgehen.
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br
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| Also: so leben, wie Jesus selbst gelebt hat, in seinen Fußspuren wandeln.
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br
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| Als Sprachspiel:
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br
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i Den Weg des Herrn (= Gottes/Jesu) zu den Menschen bereiten, indem man den Weg des Herrn (= Jesu) (nach-)geht.
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h5.card-title Bei Jesus in die Schule gehen
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h6.card-subtitle.text-muted Blick in die Zukunft
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hr
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ul.card-text
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li
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| Die berufenen Jünger stehen am Anfang ihres Weges mit Jesus;
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br
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| gleiches gilt für den „unbedarften“ Leser.
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li
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| Für sie ist vor allem der Blick in die Zukunft bedeutsam:
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br
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| sie werden bei Jesus „in die Schule gehen“ und lernen, was „Nachfolge“ heißt und heißen muss.
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h5.card-title Dem „neuen Adam“ nach in die „neue Schöpfung“ folgen
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h6.card-subtitle.text-muted Blick auf die bisherigen Erzählungen im Evangelium
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hr
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p.card-text
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span.small
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| Ist die Erzählung der Taufe Jesu als Erzählung (auch und besonders) von Tod und Auferstehung Jesu „enttarnt“, ergibt sich noch eine andere Sichtweise.
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ul.card-text
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li
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| In der Mitte der konzentrischen Gliederung stehen zugleich – und über das „sogleich“ in Mk 1,12 engstens verbunden –:
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ul.card-text
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li die Erzählung von der Taufe Jesu mit der das Wohlgefallen Gottes äußernden „Stimme vom Himmel“;
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li die Erzählung von der Versuchung Jesu.
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| Dadurch ist diese Mitte einerseits durch das Gegenüber von Gott und Satan/Sünde ausgezeichnet,
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br
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| was den Ruf zur Nachfolge auch zum Ruf zur Entscheidung macht: für Gott oder für die Sünde;
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br
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| gleichzeitig kreisen beide Erzählungen um das Thema „Neue Schöpfung“ mit Jesus als „neuem Adam“.
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li
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||
| Das Gegenüber Gott ↔ Sünde und dies ausgehend von der Taufe und ihrer soteriologisch-ethischen Bedeutung („Neuheit des Lebens“),
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| verbunden mit der Aufforderung zur konsequenzen Entscheidung für Gott findet sich auch in Röm 6:
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br
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q.bibeltext
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| 3 Wisst ihr denn nicht, dass wir, die wir auf Christus Jesus getaufen wurden, auf seinen Tod getauft worden sind?
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br
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| 4 Wir wurden ja mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod, damit auch wir, so wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters
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| von den Toten auferweckt wurde, in der Neuheit des Lebens wandeln.
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br
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| 5 Wenn wir nämlich mit der Gestalt seines Todes verunden wurden, dann werden wir es auch mit der seiner Auferstehung sein.
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br
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| 6 Wir wissen doch: Unser alter Mensch wurde mitgekreuzigt, damit der von der Sünde beherrschte Leib vernichtet werde,
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| sodass wir nicht mehr Sklaven der Sünde sind.
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br
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| 7 Denn wer gestorben ist, der ist frei geworden von der Sünde.
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br
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| 8 Sind wir nun mit Christus gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden.
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br
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||
| 9 Wir wissen, dass Christus, von den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod hat keine Macht mehr über ihn.
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br
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||
i 10 Denn durch sein Sterben ist er ein für alle Mal gestorben für die Sünde, sein Leben aber lebt er für Gott.
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br
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||
i 11 So begreift auch ihr euch als Menschen, die für die Sünde tot sind, aber für Gott leben in Christus Jesus.
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br
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| 12 Daher soll die Sünde nicht mehr in eurem sterblichen Leib herrschen, sodass ihr seinen Begierden gehorcht.
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||
br
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| 13 Stellt eure Glieder nicht der Sünde zur Verfügung als Waffen der Ungerechtigkeit, sondern stellt euch Gott zur Verfügung
|
||
| als Menschen, die aus Toten zu Lebenden geworden sind, und stellt eure Glieder als Waffen der Gerechtigkeit in den Dienst Gottes!
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span.bibelstelle Röm 6,3-13
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li
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||
| Nun muss auffallen, dass der Erzählzusammenhang Mk 1,9-20 genau dem Schema Röm 6,9-11 entspricht:
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ul.card-text
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li
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||
| Die Taufe (der Gläubigen) „vergegenwärtigt“ – ganz im Sinne von Röm 6,3-5 – den Tod und die Auferstehung Jesu (→ Röm 6,9.10a).
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||
li Die Versuchung entspricht der Aussage, dass Jesus „ein für alle Mal gestorben [ist] für die Sünde“ (→ Röm 6,10b).
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li Das Auftreten Jesu in Galiläa und seine Verkündigung des Evangeliums „bebildert“, dass er „sein Leben [...] lebt für Gott“ (→ Röm 6,10c).
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li
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| Die folgende Jüngerberufung mit „Kommt her, mir nach!“ schließt sich daran absolut konsequent an, im Sinne des
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br
|
||
q So begreift <i>auch ihr</i> euch als Menschen, die für die Sünde tot sind, aber für Gott leben in Christus Jesus
|
||
| (→ Röm 6,11).
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||
li.small
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||
| Im Hinblick auf die Komposition des Evangeliums lässt sich somit sagen:
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||
br
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| In Mk 1,1-11 folgt Markus Röm 1,1-4, wobei die Taufe das „dem Geist der Heiligkeit eingesetzt als Sohn Gottes in Macht seit
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||
| der Auferstehung von den Toten“ bebildet; gleichzeitig ist die Tauferzählung der Anlass, nach Röm 6 zu springen
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||
| und von dort aus in die Nachfolge Jesu zu rufen, dessen neue Existenz als Auferstandener eine Analogie im Leben der Christen haben muss.
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||
li
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||
| So kann der Ruf zur Nachfolge in Mk 1,16-20 ganz im Sinne von Röm 6,11 verstanden werden, wobei das weitere Evangelium darlegen wird,
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||
| was es nun heißt, „tot zu sein für die Sünde“ und „für Gott zu leben in Christus Jesus“.
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||
li
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||
| Das „Mir nach!“ beinhaltet gemäß Röm 6 einerseits eine <i>„Schicksalsgemeinschaft“</i> mit Jesus (mit ihm gekreuzigt, mit ihm begraben, mit ihm Teilhaber an der Neuheit des Lebens),
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||
| andererseits den Aufruf zur <i>„Handlungsgemeinschaft“</i> mit Jesus (mit ihm „tot für die Sünde“, mit ihm „für Gott leben“).
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.card.slide.border-primary.mb-3
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.card-body
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h5.card-title
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q Wasser
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| –
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q Wüste
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| –
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q Geist
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h6.card-subtitle.text-muted Von der unheilvollen Gemeinsamkeit scheinbarer Gegensätze
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hr
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ul.card-text
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li In der konzentrischen Mitte stehen „Wasser“ (Jordan) und „Wüste“ nebeneinander.
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||
li Wasser wird oft mit „Leben“ assoziiert, Wüste dagegen mit „Tod“.
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||
li Wie schon an anderer Stelle erwähnt, kann aber auch das Wasser mit Untergang und Tod assoziiert werden, wie es Markus in seinem Evangelium auch immer wieder tut.
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||
li
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||
i
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||
| Gerade im Hinblick auf die Taufe verbindet sich mit dem „Symbol“ Wasser nicht eigentlich ein „Abwaschen“ von Sünden,
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||
br
|
||
| sondern – im Hinabsteigen, Untertauchen – ein Sterben gegenüber dem alten Leben und – im Heraussteigen, Auftauchen – ein „Neugeschaffenwerden“ zu einem neuen Leben, das nicht mehr von der Sünde beherrscht ist.
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||
li
|
||
| In diesem Sinne ist die Taufe ein echter Durchgangsritus: durch den Tod hindurch zu einem neuen Leben.
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||
li
|
||
| Bestimmend für die neue Existenz ist der Geist Gottes, der in den beiden Erzählungen der konzentrischen Mitte begegnet:
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||
br
|
||
| wie Jesus der Geist eingehaucht wird und wie Jesus sich vom Geist antreiben lässt,
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||
br
|
||
| so lebt auch der Christ aus dem Geist und soll sich von ihm führen lassen.
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||
br
|
||
q.bibeltext
|
||
| Wenn wir im Geist leben, lasst uns auch im Geist wandeln!
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span.bibelstelle Gal 5,25
|
||
br
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||
| Der Geist hilft auch – so ist es angedeutet –, eigenen Versuchungen zu bestehen.
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.card.slide.border-primary.mb-3
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.card-body
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||
h5.card-title
|
||
q Menschenfischer
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h6.card-subtitle.text-muted Nepper, Schlepper, Bauernfänger? – Durchgang zu einem neuen Leben im Dienste Gottes als Teil der „Neuen Schöpfung“!
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||
hr
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||
ul.card-text
|
||
li
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||
| Indem Jesus die Jünger zu Menschenfischern machen will, nimmt er sie für sich und das Evangelium in Dienst;
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||
br
|
||
| in ihnen spiegeln sich die Engel der Versuchungserzählung in der Mitte der konzentrischen Gliederung wider, die Jesus dienen.
|
||
li
|
||
| Der Begriff <q>Menschenfischer</q> hat in der damaligen Zeit einen negativen Klang,
|
||
| vergleichbar unserem <q>Nepper, Schlepper, Bauernfänger</q>;
|
||
br
|
||
| das kommt wohl auch davon, dass das im Fischernetz Gefangene zu Tod und Verzehr bestimmt ist ...
|
||
li.small
|
||
| Es ist wohl diesem Hintergrund geschuldet, dass der Evangelist Lukas den Begriff „Menschenfischer“
|
||
| durch „Menschen (lebendig) fangen“ (= „beleben“, „wiederbeleben“) ersetzt.
|
||
li
|
||
| Die Erzählungen der Mitte der konzentrischen Gliederung verdeutlichen, wie Markus „Menschenfischer“ hier besonders verstanden haben will
|
||
| und dabei auch ein eigener Akzent auf dem „mir nach“ ruht:
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| Wie Jesus sollen die Jünger – von Gottes Geist gestärkt und geführt – in die Wüste der von Satan beherrschten Gottferne gehen zugunsten der Menschen:
|
||
| dabei ihre eigenen Versuchungen bestehen und Menschen für Gott und Christus gewinnen.
|
||
li
|
||
| In der Taufe sollen sie die Menschen – Kraft des Todes und der Auferstehung Jesu – realsymbolisch aus der Verstrickung in Sünde und Tod lösen
|
||
| und zu einem neuen Leben in der Nachfolge Jesu befreien – auf dass die „Neue Schöpfung“ um sich greife und der „neue Adam“ sich
|
||
| in der Menschheit auspräge.
|
||
li
|
||
| Auf diese Weise als „Menschenfischer“ tätig, erfüllen die Jünger in der Nachfolge Jesu in besonderer Weise
|
||
| den Auftrag „Bereitet den Weg des Herrn!“ (→ konzentrische Gliederung oben):
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||
br
|
||
| sie stehen im Dienst des befreienden Kommens Gottes zu den Menschen.
|
||
li
|
||
| Das „mir nach“ beinhaltet in diesem Sinne Anteilhabe an der Sendung Jesu!
|
||
li
|
||
| So ist die Taufe als Initiationssakrament „von Anfang an“ jenes Werkzeug Gottes, das in die Gemeinschaft der Christen
|
||
| hineinstellt, gleichsam das Netz, das alle Christen zusammenhält.
|
||
li
|
||
| Gleichzeitig wird deutlich, dass der negative Beiklang des Wortes „Menschenfischer“ kein „Unfall“ ist, keine „verbesserungswürdige Wortwahl“;
|
||
| vielmehr beinhaltet „Menschenfischer“ – ganz im Sinne von Röm 6 –
|
||
| das realsymbolische Sterben des Täuflings in der Taufe und das „aus dem Wasser steigen“ zu einer neuen Existenz, die Jesus zum Maßstab nimmt.
|
||
|
||
|
||
.card.slide.border-primary.mb-3
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title
|
||
q Söhne
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||
h6.card-subtitle.text-muted Eintreten in die Sohnschaft gegenüber Gott
|
||
hr
|
||
ul.card-text
|
||
li In der Tauferzählung wird Jesus als Sohn Gottes angesprochen, und in der Versuchung erweist sich Jesus auch als Sohn Gottes (vgl. Mk 15,39!).
|
||
li
|
||
| In der ganzen christlichen Theologie ist mit der Taufe der Gedanke verbunden, dadurch selbst „Sohn Gottes“ zu werden.
|
||
p.small.card-text Wobei „Sohn“ hier als christologisch-soteriologischer Begriff zu verstehen ist und die „Töchter“ einschließt.
|
||
li
|
||
| Darauf spielen sicher auch die Stichworte „Sohn“ und „Vater“ im Hinblick auf die Brüder Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, an.
|
||
br
|
||
| → Indem sie ihren menschlichen Vater verlassen und in die Nachfolge Jesu eintreten, werden sie zu Söhnen Gottes.
|
||
li
|
||
| Diese Notiz hat auch eine besondere inhaltliche Tiefe, die im Kontext der konzentrischen Gliederung auffallen muss.
|
||
|
||
.card.slide.border-secondary.mb-2
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title
|
||
| Jesus-Nachfolge als Sinneswandel
|
||
h6.card-subtitle.text-muted
|
||
| Die „Vertreibung“ aus dem „Paradies“ (bzw. der eigenen „Komfortzone“), um eine „Insel des Lebens in der Wüste“ zu errichten
|
||
hr
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| In der Mitte der konzentrischen Gliederung ist das Thema „Neue Schöpfung“ mit Jesus als „neuem Adam“ präsent,
|
||
| dadurch
|
||
| lesen sich die Vorgänge fast wie die Vertreibung aus dem Paradies:
|
||
br
|
||
| Gleich, nachdem Jesus als Auferstandener aus dem Tod heraussteigt und die himmlische Herrlichkeit des Auferstandenen aufleuchtet,
|
||
| wird er vom Geist in die „Wüste“ getrieben, fast vertrieben.
|
||
br
|
||
| Der Leser kann nicht beim Blick auf den Auferstandenen verweilen, sondern muss mit ihm in die „Wüste“ gehen.
|
||
li
|
||
| Doch ist dieses Treiben in die Wüste kein Verbannen, sondern vom Auftrag Jesu her zu verstehen,
|
||
| mitten in der „Wüste der Gottferne“ eine „Insel des Lebens“ zu errichten, wie die Erzählung vom Wüstenaufenthalt
|
||
| durch das Dienen der Engel und das Zusammenleben mit den wilden Tieren bebildert.
|
||
br
|
||
| Der Leser wird also von der Auferstehung Jesu – fast anachronistisch – auf die (vorösterliche) Sendung Jesu verwiesen, umgelenkt.
|
||
li
|
||
| Die beiden Pole dieser Umlenkung können als Gegensätze verstanden werden:
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| Die Auferstehungswirklichkeit Jesu bringt eine – in Mk 1,9-11 auch angedeutete – Auferstehungsherrlichkeit mit sich,
|
||
| eine hoheitliche Stellung (→ Röm 1,4: „Sohn Gottes in Macht seit der Auferstehung von den Toten“).
|
||
li
|
||
| Die Sendung in die „Wüste“ assoziiert ein ganz anderes Umfeld, das dieser hoheitlichen Stellung nicht entspricht.
|
||
li
|
||
| Da der „sehende Leser“ dabei auch auf Jesu Tod am Kreuz blickt und die damit verbundene Erniedrigung,
|
||
| wird der Kontrast zwischen „Hoheitlicher Stellung“ und „Wüste“ besonders deutlich.
|
||
li
|
||
| Blickt man von der Sendung Jesu in die „Wüste“ auf das „eigentliche“ Davor – also nicht auf die Auferstehung,
|
||
| sondern seine „Herkunft“ –, stößt man darauf, dass Markus davon erzählt, dass Jesus seine Heimat Nazaret in Galiläa
|
||
| verlassen hat, um zu Johannes zu gelangen und sich von ihm „taufen“ zu lassen.
|
||
li
|
||
| Durch die Verbindung der Gedanken „Heimat verlassen“ und „Von der Herrlichkeit in die Wüste“ wird man im Hinblick auf Christus
|
||
| auf den sog. „Philipperhymnus“
|
||
| im Brief des Paulus an die Philipper gelenkt (Phil 2,6-11).
|
||
p.small.card-text
|
||
| Die weitere Betrachtung des Markus-Evangeliums wird dann auch zeigen, dass Markus mit höchster
|
||
| Wahrscheinlichkeit den Philipperbrief des Apostel Paulus kannte.
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||
li
|
||
| In diesem „Philipperhymnus“ wird besungen, dass Christus sein Gott-Gleich-Sein – wörtlich übersetzt – „nicht als Raub festgehalten hat“,
|
||
| sondern seine himmlische Herrlichkeit – seine „persönliche Komfortzone“ – verlassen hat,
|
||
| um Mensch zu werden: Diener bis zum Tod am Kreuz.
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br
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||
q.bibeltext
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| 6 Er war Gott gleich, hielt es aber nicht als einen Raub fest, Gott gleich zu sein,
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br
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| 7 sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich.
|
||
br
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||
| Sein Leben war das eines Menschen;
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br
|
||
| 8 er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz.
|
||
br
|
||
| 9 Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen,
|
||
br
|
||
| 10 damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu
|
||
br
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| 11 und jeder Mund bekennt: Jesus Christus ist der Herr zur Ehre Gottes, des Vaters.
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||
span.bibelstelle Phil 2,6-11
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||
li
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||
| Dieser Hymnus wird von Paulus überliefert – das macht sein Kontext deutlich –, um den Christen zu veranschaulichen,
|
||
| wie auch sie gesinnt sein sollen (→ Nachfolge!).
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li
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||
| Von diesen Bezügen her fordert die Jesus-Nachfolge einen Sinneswandel, der dem Sinneswandel des ursprünglich Gottgleichen entspricht.
|
||
p.small.card-text
|
||
| Es ist sicher kein Zufall, dass in der vorliegenden konzentrischen Gliederung
|
||
| die Verkündigung der Sinneswandel-Taufe durch Johannes den Täufer und der Ruf zum Sinneswandel durch Jesus selbst
|
||
| gegenüberliegen.
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.card-body
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h5.card-title
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| Ausbrechen aus einer Welt des „Habens“
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h6.card-subtitle.text-muted
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| Das „Verlassen“ des Vaters als verbindendes Element zwischen Jesus und den Söhnen des Zebedäus
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hr
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ul.card-text
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li
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| Die Anspielung auf den Philipperhymnus in der Mitte der konzentrischen Gliederung lässt einen bestimmten Erzählzug der Berufung
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||
| der Söhne des Zebedäus besonders hervortreten:
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br
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||
| Es wird erwähnt, dass Zebedäus Tagelöhner hat.
|
||
br
|
||
| Dies weist auf einen gewissen Wohlstand der Familie hin, den die beiden Söhne erben würden, wenn sie bei ihrem Vater bleiben würden.
|
||
br
|
||
| Indem sie Jesus nachfolgen, lassen sie dieses Erbe zurück und die Stellung als Söhne im väterlichen Betrieb:
|
||
li
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||
| So wird eine inhaltiche Beziehung zwischen den Söhnen des Zebedäus und dem Gottessohn hergestellt:
|
||
br
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||
| Christus hat auf seine himmlische Herrlichkeit verzichtet und seinen Vater „verlassen“ (→ Menschwerdung),
|
||
br
|
||
| er hat auf „Haben“ verzichtet und ist ein Diener, ein Sklave geworden.
|
||
br
|
||
| In Analogie dazu verlassen die Söhne des Zebedäus ihren Vater, verzichten auf das Erbe
|
||
| und treten in den Dienst Jesu.
|
||
li
|
||
| So wird im Handeln der „Nachfolgenden“ indirekt das Handeln des „Vorausgängers“ (= Jesus) erzählt und vergegenwärtigt,
|
||
br
|
||
| und zugleich dieses Handeln des „Vorausgängers“ als Vorbild herausgestellt.
|
||
li
|
||
| Im Hinblick auf die Söhne des Zebedäus lässt sich verallgemeinernd sagen:
|
||
br
|
||
i
|
||
| Jakobus und Johannes brechen durch ihre Jesus-Nachfolge aus einer „Gesellschaft des Habens“ aus
|
||
br
|
||
span.small </i>(auch wenn es immer wieder Rückfälle gibt, vgl. Mk 10,35-40)<i>,
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||
br
|
||
| sie verlassen ihre „persönliche Komfortzone“, „erniedrigen“ sich und treten in den Dienst an der Menschheit (→ „Menschenfischer“).
|
||
br
|
||
| Damit folgen sie nach Phil 2,6-11 in besonderer – beispielhafter! – Weise Jesus nach.
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||
|
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.card.slide.border-secondary.mb-2
|
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.card-body
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h5.card-title
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||
| Ausbrechen aus menschlichen Machtstrukturen
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||
h6.card-subtitle.text-muted
|
||
| Der „Wechsel“ des Vaters (Mensch → Gott) in der Berufung der Zebedäussöhne als prinzipieller Gedanke
|
||
hr
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| Neben dem oben ausgeführten Gedanken des „Habens“ verbindet sich mit dem Verlassen des Vaters
|
||
| durch die Söhne Jakobus und Johannes auch der Gedanke der „menschlichen Macht“,
|
||
br
|
||
| lassen die Söhne des Zebedäus ja nicht nur ihren menschlichen Vater zurück,
|
||
| sondern auch die Stellung als Söhne im väterichen Betrieb bzw. dann später als Erben des Vaters.
|
||
li
|
||
| So verkörpern sie beispielhaft, was später im Evangelium nach Markus noch deutlich hervorgehoben werden wird:
|
||
br
|
||
i
|
||
| Es geht auch um ein Ausbrechen aus der patriarchalischen (oder – je nach kulturellem Kontext – matriarchalischen) Prägung
|
||
| menschlicher Gesellschaft,
|
||
br
|
||
| um ein Ausbrechen aus menschlichen Herrschaftsstrukturen.
|
||
p.small.card-text.mb-0 Siehe auch oben: „geschwisterlicher Geist“.
|
||
p.small.card-text
|
||
| Wo im weiteren Verlauf „Familie Gottes“ zum Thema wird, ist auffälligerweise nie vom (menschlichen) Vater die Rede:
|
||
br
|
||
| es gibt nur einen Vater, den im Himmel.
|
||
|
||
p.card-text.slide
|
||
i
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||
| Insgesamt wird deutlich, wie Nachfolge neben einem „soteriologischen Element“ (→ Menschenfischer)
|
||
| auch ein „ethisches Element“ hat im Sinne des Ausbrechens aus einer Gesellschaft, die sich von materiellem Haben
|
||
| und menschlichen Machtstrukturen her definiert, zu einer Gemeinschaft, die verzichtet und sich in Dienst nehmen lässt.
|
||
|
||
.card.slide.border-secondary
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title
|
||
| Nochmal: Die eigenwillige Abfolge Auferstehung → „Wüste“
|
||
h6.card-subtitle.text-muted
|
||
| Röm 6 als Vorbild
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||
hr
|
||
p.card-text
|
||
| Die Umlenkung vom Blick auf den Auferstandenen auf seine Sendung (→ „Wüste“) hat eine Entsprechung in Röm 6:
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| Als Fortsetzung des Satzes
|
||
br
|
||
q Wir wurden ja mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod,
|
||
br
|
||
| würde man eine Weiterführung erwarten wie etwa:
|
||
br
|
||
q so sind wir auch mit ihm auferstanden.
|
||
li
|
||
| Doch es heißt:
|
||
br
|
||
q
|
||
| damit auch wir, so wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde,
|
||
br
|
||
i in der Neuheit des Lebens wandeln.
|
||
li.small
|
||
| Erst später wird es heißen:
|
||
br
|
||
q
|
||
| Wenn wir nämlich mit der Gestalt seines Todes verbunden wurden,
|
||
br
|
||
| dann werden wir es auch mit der seiner Auferstehung sein.
|
||
br
|
||
| Diese Formulierung aber blickt in die Zukunft, nicht in die Gegenwart.
|
||
li
|
||
| Sicher schreibt Paulus auch ganz bewusst:
|
||
br
|
||
q Wisst ihr nicht, dass wir, die wir auf Christus Jesus getauft worden, <i>auf seinene Tod</i> getauft worden sind?
|
||
li
|
||
| Hintergrund ist, dass (sicher nicht nur) in Korinth Gläubige der Meinung waren, schon selber auferstanden zu sein,
|
||
| also schon am Ziel zu sein: es kann nichts mehr passieren.
|
||
li
|
||
| Dagegen betont Paulus – durchaus mit einem mahnenden Ton –:
|
||
br
|
||
| Ja, wir haben Teil an der Auferstehung Jesu und werden auch einmal
|
||
| mit ihm in der Auferstehungsherrlichkeit sein – aber das ist Zukunft, wir sind noch auf dem Weg, nicht schon am Ziel angekommen;
|
||
br
|
||
| die Teilhabe an der Auferstehung Jesu bedeutet nicht, schon selbst auferstanden zu sein,
|
||
| sondern ist vielmehr ein Auftrag, als Teil der „Neuen Schöpfung“ den Alltag zu bestehen;
|
||
br
|
||
| sie ist als Auftrag zu verstehen, das eigene Leben auf dem Weg bis zum eigenen Tod und der dann erst
|
||
| folgenden Auferstehung entsprechend zu gestalten: „tot für die Sünde – für Gott leben“.
|
||
li
|
||
| Paulus im Römerbrief und Markus hier in der Mitte der konzentrischen Gliederung
|
||
| mit Ruf zur Nachfolge am unteren Ende gemeinsam ist also,
|
||
br
|
||
| dass sie den Blick auf die Auferstehungsherrlichkeit Jesu umbiegen zu einem Auftrag an die Gläubigen
|
||
| in der Nachfolge Jesu.
|
||
li.small
|
||
| Bei beiden begegnet – aus diesem Grund – der eigenwillige Umstand, dass der Auferstandene – der ja wirklich schon am Ziel ist –
|
||
| zum Vorbild für jene wird, die noch auf dem Weg zum Ziel sind;
|
||
br
|
||
| für sie wäre
|
||
| Jesus als selber Auf-dem-Weg-Seiender das naheliegendere Beispiel, da er ja eigentlich durch diesen Weg – auf dem er schon
|
||
| die Versuchung bestanden hat – zum Vorbild geworden ist.
|
||
br
|
||
| Markus verbindet beide Sichtweisen, indem in seinem Evangelium Jesus bereits (seit der Taufe) der Auferstandene ist,
|
||
| er als Irdischer aber doch zugleich noch auf dem Weg zum Kreuz ist.
|
||
|
||
.card.slide.border-primary.mb-3
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title
|
||
| Die Erstberufenen: „tot für den Sünde – leben für Gott“
|
||
h6.card-subtitle.text-muted Alles verlassen – Menschenfischer
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||
hr
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| Das „Mir nach!“ ist im Kontext der unmittelbar vorausgehenden Erzählungen nach der Tauferzählung als
|
||
| „So begreift auch ihr euch als Menschen, die für die Sünde tot sind, aber für Gott leben in Christus Jesus“ (→ Röm 6,11) zu verstehen.
|
||
li
|
||
| Exemplarisch wird dies an den vier Erstberufenen bebildert:
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
i Simon und Andreas
|
||
br
|
||
| Sie werden als Menschenfischer berufen.
|
||
br
|
||
| Als solche Leben sie ihr Leben für Gott.
|
||
li
|
||
i Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus
|
||
br
|
||
| Sie brechen aus einer Gesellschaft des Habens und menschlichen Machtstrukturen – selbst eigentlich habend und mächtig – aus.
|
||
br
|
||
| Dies gehört zum „tot sein für die Sünde“;
|
||
br
|
||
| das Verharren in beidem wird im Laufe des Evangeliums von Jesus angeprangert werden.
|
||
|
||
.card.slide.border-primary.mb-3
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title
|
||
q Tut alles ohne Murren und Bedenken ...
|
||
span.bibelstelle Phil 2,14
|
||
h6.card-subtitle.text-muted Die Jünger als Teil der „Insel des Lebens“ in der Wüste
|
||
hr
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| Es fällt auf, dass die berufenen Jünger ohne Umschweife in die Nachfolge eintreten;
|
||
br
|
||
| bei Petrus und Andreas wird sogar explizit ein „sogleich“ gesetzt,
|
||
| aber auch bei den Söhnen des Zebedäus erfolgt unmittelbar auf den Ruf Jesu das Verlassen des Vaters.
|
||
li
|
||
| Hier kann einem – wie schon der Versuchungserzählung, die jetzt Teil der Mitte der konzentrischen Gliederung ist –
|
||
span.bibelstelle Phil 2,14-15
|
||
| in den Sinn kommen:
|
||
br
|
||
q.bibeltext
|
||
i Tut alles ohne Murren und Bedenken,
|
||
br
|
||
| damit ihr rein und ohne Tadel seid, Kinder Gottes ohne Makel
|
||
br
|
||
| mitten in einer verkehrten und verwirrten Generation,
|
||
br
|
||
| unter der ihr als Lichter in der Welt leuchtet.
|
||
br
|
||
| Mit Phil 2,14 könnte man sagen: die vier treten „ohne Murren und Bedenken“ in die Nachfolge Jesu ein.
|
||
li
|
||
| Dazu gibt es einen indirekten weiteren Bezug:
|
||
br
|
||
| Das „Kinder Gottes“-Sein „rein und ohne Tadel“ im Zitat aus dem Philipperbrief spiegelt sich in der Tauferzählung in der Mitte
|
||
| der konzentrischen Gliederung in der Anrede Jesu durch Gott sowie in der Wohlgefallensbekundung wieder;
|
||
br
|
||
| und von dort aus im Verlassen des Vaters durch die Söhne des Zebedäus, um Kinder Gottes zu werden.
|
||
li
|
||
| So werden die Jünger als zugehörig zur in Mk 1,12-13 angedeuteten „Insel des Lebens“ inmitten der Wüste der von Satan beherrschten Gottferne gekennzeichnet.
|
||
li
|
||
| Als „Menschenfischer“ helfen die Jünger, Menschen auf diese „Insel des Lebens“ zu retten.
|
||
|
||
.card.slide.border-primary.mb-3
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title
|
||
| Der Gehorsam bis zum Tod am Kreuz und der Gehorsam der Erstberufenen beim Eintritt in die Nachfolge
|
||
h6.card-subtitle.text-muted Die Erzählung von der Versuchung Jesu und der Philipperhymnus
|
||
hr
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| Das unmittelbare Eintreten der Jünger in die Nachfolge Jesu – ihr Gehorsam angesichts des Rufes Jesu –
|
||
| spiegelt sich in der Mitte der konzentrischen Gliederung darin, dass sich Jesus ohne Umschweife vom Geist
|
||
| in die Wüste treiben lässt:
|
||
br
|
||
| so wie Jesus dem Geist gegenüber gehorsam ist,
|
||
br
|
||
| so sind es die Jünger Jesus gegenüber.
|
||
li
|
||
| Gleichzeitig spiegelt sich das In-Dienst-nehmen-Lassen der Jünger in der Mitte der konzentrischen Gliederung darin, dass die Engel Jesus dienen:
|
||
br
|
||
| Erde und Himmel dienen Jesus.
|
||
li
|
||
| Versteht man nun noch die Wüste – wie wir es getan haben – als Ort der Gottferne,
|
||
br
|
||
| verbindet diese als „Wüste der Gottferne“ mit dem Tod Jesu am Kreuz, der – wie bereits erwähnt – als Sterben in die Gottferne gezeichnet ist
|
||
| (→ „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Mk 15,34),
|
||
br
|
||
| und ist auch – siehe oben – auf Bezüge zum
|
||
| Philipperhymnus aufmerksam geworden, drängt sich regelrecht auf, auch diese Erzählzüge mit dem Philipperhymnus zu verbinden:
|
||
br
|
||
q.bibeltext
|
||
| 8 er erniedrigte sich und war <i>gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz</i>.
|
||
br
|
||
| 9 <i>Darum hat ihn Gott über alle erhöht</i> und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen,
|
||
br
|
||
| 10 damit <i>alle im Himmel, auf der Erde</i> und unter der Erde <i>ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu</i>
|
||
span.bibelstelle Phil 2,8-10
|
||
br
|
||
| Die Versuchung Jesu besteht demgemäß darin, diesen Weg des Gehorsams bis zum Tod am Kreuz nicht zu gehen.
|
||
li
|
||
| Das „Darum“ in Phil 2,9 ist ein betontes Scharnier zwischen Erniedrigung und Erhöhung des einst Gottgleichen;
|
||
| und mit dieser Erhöhung Jesu verbindet sich in Phil 2,10 das Ziel, dass Himmel, Erde und Unterwelt vor Jesus die Knie beugen;
|
||
br
|
||
| das kann als Zeichen von Hochachtung und Ehrerbietung verstanden werden,
|
||
br
|
||
| das kann im weiteren Sinne aber auch als Gehorsam bis hin zum Dienst verstanden werden.
|
||
br
|
||
| Versteht man jedenfalls den Dienst der Engel und den gehorsamen Eintritt der Jünger in den Dienst Jesu
|
||
| von Phil 2,10 her, ist das Kniebeugen durch Himmel, Erde und Unterwelt zu 2/3 in den Engeln und den Berufenen bebildert.
|
||
li
|
||
| Unterstützend ist die Beobachtung, dass in der Versuchungserzählung die Trias Engel, (gezähmte wilde) Tiere und Satan
|
||
| der Trias „im Himmel, auf der Erde und unter der Erde“ entspricht.
|
||
li
|
||
| Mithin schaut die Erzählung von der Versuchung Jesu beim Dienst der Engel also schon auf die Erhöhung Jesu,
|
||
br
|
||
| ist in einer einzigen Erzählung letztlich die ganze Sendung Jesu gegenwärtig.
|
||
li
|
||
| So betrachtet wird in der doppelten Mitte der konzentrischen Gliederung <i>zweimal</i> der Weg Jesu erzählt:
|
||
br
|
||
| Zunächst das Kommen Jesu zur Taufe und seine Taufe durch Johannes (→ Hineinsteigen im Sinne des Todes)
|
||
| sowie die Ereignisse beim Heraussteigen aus dem Wasser (→ Auferweckung);
|
||
br
|
||
| dann – wieder auf den Anfang zurücksetzend – den Weg Jesu in die „Wüste der Gottferne“ bis hin zum Tod am Kreuz,
|
||
| den Jesus seiner Sendung gemäß gehorsam geht – worauf sich das bei der Taufe geäußerte Wohlgefallen Gottes bezieht –,
|
||
| was in seine abschließend im Dienst der Engel angedeuteten Erhöhung mündet.
|
||
li
|
||
| Der Weg in die „Wüste der Gottferne“ nach dem Hereinbrechen der Herrlichkeit Gottes über Jesus
|
||
| hat eine gewisse Analogie zur Entäußerung und Erniedrigung des Philipperhymnus, auch wenn der Ausgangspunkt dort die Präexistenz ist.
|
||
br
|
||
| Es leuchtet das „Darum“ der Erhöhung auf (→ Wohlgefallen, das Gott in der „Taufe“ Jesu äußert):
|
||
br
|
||
| der Blick auf die bei der Taufe angedeutete Auferstehungsherrlichkeit wird umgebogen auf den Weg dorthin.
|
||
li
|
||
| In diesen Weg von der Erniedrigung zur Erhöhung ist die Berufung und damit die Sendung der Jünger eingeordnet als Weg der Nachfolge:
|
||
br
|
||
| der Gehorsam gegenüber dem Ruf Jesu und in diesem Zug die Entäußerung und Erniedrigung als Verlassen der Stellung als Söhne im väterlichen Betrieb durch die Söhne des Zebedäus.
|
||
br
|
||
| Und wie Jesus die Jünger quasi auf seinem Weg mitnimmt, so sollen auch die Jünger – als Menschenfischer – andere mitnehmen
|
||
| auf diesem Weg in der Nachfolge Jesu.
|
||
|
||
.card.slide.border-primary.mb-3
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title
|
||
q ... in Versuchung geführt
|
||
h6.card-subtitle.text-muted Die Versuchung beim Ruf in die Nachfolge
|
||
hr
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| In der Erzählung von der Berufung der ersten Jünger selbst ist keine Versuchung Jesu erzählt;
|
||
br
|
||
| vielmehr ist diese Thematik auf die Berufenen zu übertragen.
|
||
li
|
||
| Ihre Versuchung besteht darin, bei ihrem Beruf und ihrer Familie zu bleiben
|
||
| und den Ruf in die Nachfolge abzulehnen.
|
||
li
|
||
| Besonders gilt diese Versuchung für die Söhne des Zebedäus, für die die Stellung als Söhne im väterlichen Betrieb
|
||
| eine echte Versuchung ist, den Ruf in die Nachfolge abzulehnen, gelten doch Macht und Reichtum
|
||
| aus irdisch-menschlicher Perspektive als erstrebenswert – sie loszulassen ist genau das Gegenteil!
|
||
li
|
||
| Wie der weitere Verlauf des Evangeliums deutlich machen wird, handelt es sich hier nicht nur um eine Versuchung
|
||
| bim Eintritt in die Nachfolge; es ist vielmehr eine wiederkehrende Versuchung, der immer neu standgehalten werden muss.
|
||
|
||
|
||
.card.slide.border-primary.mb-3
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title
|
||
q Sogleich
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h6.card-subtitle.text-muted Die Sendung Jesu vollzieht sich und nimmt andere in die Pflicht
|
||
hr
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||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| In der Versuchungserzählung (→ Mitte der konzentrischen Gliederung) drückt das „sogleich“, das keinen Raum zwischen Taufe und Gang in die Wüste lässt,
|
||
| die göttliche Sendung Jesu aus.
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||
p.small.card-text
|
||
| In diesen Verstehenszusammenhang lässt sich auch das „sogleich“ bei der Taufe Jesu einordnen: Jesu wird – als Anfang gelesen – für seine Sendung
|
||
| gerüstet; bzw. Jesu Sendung kommt in der Aufertehung zu ihrem Ziel.
|
||
li
|
||
| In der vorliegenden Erzählung begegnet das „sogleich“ zweimal, zwar mit unterschiedlichem Bezug, aber stets vom Gedanken der göttlichen Sendung/Berufung her verstehbar:
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| Jesus ruft Simon und Andreas – und sogleich folgen sie Jesus nach:
|
||
br
|
||
| In dieser Nachfolge vollzieht sich ihre Berufung durch Gott.
|
||
li
|
||
| Jesus sieht die Söhne des Zebedäus – und sogleich ruft er sie:
|
||
br
|
||
| In diesem Ruf in die Nachfolge vollzieht sich ein Teil der Sendung Jesu (und später auch der Jünger im Sinne des Menschenfischerseins).
|
||
|
||
.card.slide.border-primary.mb-3
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title Alles verlassen?
|
||
h6.card-subtitle.text-muted Fragen zur Radikalität der Jesus-Nachfolge
|
||
hr
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| Auffällig ist, wie unbedingt und ohne weitere Umschweife („sogleich“ in Mk 1,18!) die Berufenen in die Nachfolge eintreten:
|
||
br
|
||
| Von den vier erstberufenen Jüngern wird erzählt, dass sie ihren Beruf und ihre Familie hinter sich lassen, um Jesus nachzufolgen.
|
||
li
|
||
| Als alttestamentliches Vorbild kann die Berufung des Elischa durch Elija dienen; teils klingt diese mehr als ähnlich:
|
||
br
|
||
q.bibeltext
|
||
| ... Elija ... traf ... Elischa, den Sohn Schafats.
|
||
br
|
||
| Er war gerade mit zwölf Gespannen am Pflügen und er selbst pflügte mit dem zwölften.
|
||
br
|
||
| Im Vorbeigehen warf Elija seinen Mantel über ihn. Sogleich verließ Elischa die Rinder, eilte Elija nach ...
|
||
span.bibelstelle 1 Kön 19,19-20
|
||
ul.card-text
|
||
li Wie die Erstberufenen gerade ihre Netze auswarfen, ist Elischa gerade beim Pflügen.
|
||
li Wie Jakobus und Johannes über ihren Vater identifiert werden, so auch Elischa.
|
||
li Hier wie dort ist das „sogleich“ hervorstechend.
|
||
li Hier wie dort ist ein gewisses Vermögen der Familien vorauszusetzen: Zebedäus hat Tagelöhner, die Familie des Elischa hat nicht nur eines, sondern zwölf Gespanne.
|
||
li Wie die Jünger Jesus nachgehen sollen, läuft Elischa Elija nach.
|
||
li Während aber Elischa noch in einer größeren Aktion sich von seinen Eltern verabschiedet, ist dies bei Jakobus und Johannes klar knapper und damit dringlicher formuliert.
|
||
li Insgesamt wird man sagen dürfen, dass die Berufungserzählung des Elischa Pate gestanden hat für die Berufungserzählung der ersten Jünger bei Markus.
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||
li
|
||
| Auffällig muss aber sein, dass man wenig später im Haus der Schwiegermutter des Petrus einkehrt (Mk 1,29-31).
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p.small.card-text
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||
| Paulus kann in 1 Kor 9,5 erwähnen, dass die übrigen Apostel, die Herrenbrüder und – eigens erwähnt – auch Petrus ihre (christlichen) Frauen
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| auf ihren Missionsreisen dabei haben.
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br
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||
| Petrus und auch die anderen haben also offenbar nicht einfach ihre Familien allein („im Stich“) gelassen.
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li
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| Es kommt auf die Priorisierung an: Die Nachfolge muss an oberster Stelle stehen und alles ist von ihr her zu betrachten.
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li
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| Das schließt sicher manches aus – wie das Evangelium noch verdeutlichen wird –, familiäre Bindungen aber nicht zwangsläufig.
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li
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| Wichtig ist Markus die Unbedingtheit der Nachfolge; in diesem Sinne ist es eine radikale Nachfolge.
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h5.card-title Jesus, der Johannes „Nachfolgende“
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hr
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li
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| Passend zur Nachfolgethematik am unteren Ende der konzentrischen Gliederung, stehen sich
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| auf der inneren Position Johannes der Täufer und Jesus gegenüber.
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li
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| Johannes hatten den Stärkeren angekündigt, der nach ihm kommt; dieser – Jesus – tritt nun auf, nachdem Johannes ausgeliefert worden war.
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li
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||
| Beide verbindet der Ruf zur Umkehr.
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ul.card-text
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li
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||
| Damit ist – von der Mitte der konzentrischen Gliederung her – ein Sinneswandel gemeint,
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| der dem Sinneswandel des Gottgleichen entspricht, der sich entäußert hat und ein Diener bis zum Letzten geworden ist (→ Phil 2,6-11).
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li
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||
| Am unteren Ende der konzentrischen Gliederung wird dieser Gedanke mit den Söhnen des Zebedäus verbunden;
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||
br
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||
| man kann ihn auch hier in der Wüsten-Askese Johannes des Täufers angedeutet sehen, sich spiegelnd im von Jesus verkündeten
|
||
| „Evangelium Gottes“, das die Erniedrigung des Gottessohnes im Tod enthält
|
||
| (und sich in diesem Sinne auch mit der Mitte der konzentrischen Gliederung verbindet).
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||
li
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||
| Ferner kann die „Taufe des Sinneswandels“ mit der Notiz der Auslieferung Johannes des Täufers verbunden werden,
|
||
| ist diese doch „durchsichtig“ auf die Auslieferung Jesu, also seinen Tod am Kreuz gemäß göttlicher Sendung.
|
||
br
|
||
| Es ist also auf die Christen und Christus zu übertragen, gemäß Röm 6:
|
||
br
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||
q.bibeltext Wisst ihr denn nicht, dass wir, die wir auf Christus Jesus getaufen wurden, auf seinen Tod getauft worden sind?
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span.bibelstelle Röm 6,3
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li
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| Während der Einzugsbereich Johannes des Täufers Judäa und Jerusalem sind, tritt Jesus zunächst in Galiläa auf;
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br
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||
| doch wird der weitere Weg Jesus dann nach Judäa und Jerusalem führen ...
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||
li
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||
| Die Taufe der Vielen wird in Beziehung gesetzt zu „Reich Gottes“, „Evangelium“, „Umkehr“ und „Glaube“ –
|
||
| alles Themen, die sich in der christlichen Theologie auch sonst mit der Taufe verbinden.
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||
ul.card-text
|
||
li Die Taufe ist Element der geforderten Umkehr und besiegelt diese auf Zukunft hin.
|
||
li Gleichzeitig setzt die Taufe (im christlichen Sinne) den Glauben an das Evangelium voraus.
|
||
li Durch die Taufe wird man Teil einer neuen Wirklichkeit, nämlich des angebrochenen Reiches Gottes.
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.card-body
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||
h5.card-title
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q.bibeltext
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||
| Als die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn ...
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span.bibelstelle Gal 4,4
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br
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||
q.bibeltext
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||
| Das Netz ist zerrissen und wir sind frei
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span.bibelstelle Ps 127,7
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hr
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ul.card-text
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li
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||
| Wie Mk 1,16-20 den Zyklus Röm 6 in Mk 1,9-20 („ein für alle Mal gestorben für die Sünde, sein Leben lebt er für Gott – so auch ihr“)
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| weiterführt und vollendet,
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br
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||
| so führt Mk 1,16-20 auch
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span.bibelstelle Gal 4,4-6,
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||
| das mit Mk 1,14-15 in Blick kam, weiter und vollendet es:
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br
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q.bibeltext
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||
| 4 Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und dem Gesetz unterstellt,
|
||
br
|
||
| 5 damit er die freikaufe, die unter dem Gesetz stehen
|
||
br
|
||
| und damit wir die Sohnschaft erlangen.
|
||
br
|
||
| 6 Weil ihr aber Söhne seid, sandte Gott den Geist seines Sohnes in unsere Herzen, den Geist, der ruft: Abba, Vater.
|
||
li
|
||
| Die Sendung des Sohnes, dem Gesetz des Geists unterstellt, bildet nun die Mitte der konzentrischen Gliederung.
|
||
li
|
||
| Wie oben gezeigt, werden die Söhne des Zebedäus auf dem Weg der Jesusnachfolge zu Söhnen Gottes – ganz im Sinne
|
||
| von Gal 4,5b.
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||
li
|
||
| Wie auch oben angesprochen, gilt die Geistsendung auch den Jüngern – insofern die Taufe Jesu „Prototyp“
|
||
| der christlichen Taufe ist – und sind sie gerufen, wie Jesus dem Geist zu folgen;
|
||
br
|
||
| dies entspricht einerseits Gal 4,6, andererseits aber – wie oben schon erwähnt – Gal 5,25 im Kontext von Gal 5,16-18.
|
||
li
|
||
| Das Freigekauftsein vom Gesetz – Gal 4,5a – ist – mit Ps 127,7 im Hintergrund – im Bild des zerrissenen Netzes bebildert:
|
||
br
|
||
| Das griechische Wort, das beschreibt, was die Söhne des Zebedäus tun, ist dehnbar;
|
||
| es ist sehr gut ein zerrissenes Netz vorzustellen, das die beiden reparieren wollen.
|
||
|
||
.card.slide.border-primary.mb-3
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title
|
||
| Jesus ist
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||
q.bibeltext
|
||
| ein für alle Mal gestorben für die Sünde, sein Leben aber lebt er für Gott
|
||
span.bibelstelle Röm 6,10
|
||
br
|
||
| So gilt für Paulus:
|
||
q.bibeltext
|
||
| Ich bin durch das Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich für Gott lebe
|
||
span.bibelstelle Gal 2,19
|
||
hr
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| Als Jesus die Söhne des Zebedäus beruft, reparieren sie gerade das Netz.
|
||
br
|
||
| Dies ist – im Hinblick auf die Bezüge zum Galaterbrief – durchsichtig auf das jüdische Gesetz und dessen Wiederaufrichtung,
|
||
| von der Paulus im Brief an die Galater spricht.
|
||
li
|
||
| Um in die Jesus-Nachfolge einzutreten, müssen die Söhne des Zebedäus diese Wiederaufrichtung des Gesetzes sein lassen;
|
||
br
|
||
| zwischen Jesus und jüdischem Gesetz wird eine Gegenüber konstruiert mit sich ausschließendem Charakter.
|
||
br
|
||
| Dies ist in der vorausgehenden konzentrischen Gliederung bereits gegenwärtig und mit der Befreiung vom jüdischen Gesetz
|
||
| bzw. von der Knechtschaft der Sünde (vgl. Gal 3,19-25 für die Zusammenhänge) zu verbinden.
|
||
li
|
||
| Nach Röm 6,11 soll der Getaufte
|
||
| (im Sinne des „so auch ihr“ → „mir nach“: Mk 1,16-20) „tot sein für die Sünde und für Gott leben“,
|
||
| weil für Jesus nach Röm 6,10 gilt: er ist „ein für alle mal gestorben für die Sünde“ (→ Mk 1,12-13: Mitte der konzentrischen Gliederung),
|
||
| „sein Leben aber lebt er für Gott“ (→ Mk 1,14-15).
|
||
br
|
||
| In
|
||
span.bibelstelle Gal 2,19
|
||
| findet sich eine analoge Formulierung, die statt von der „Sünde“ vom „Gesetz“ spricht,
|
||
| was durch die Erklärung in Gal 3,19-25 möglich ist:
|
||
br
|
||
q.bibeltext
|
||
| Ich bin durch das Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich für Gott lebe.
|
||
br
|
||
| So wie Christus ein für alle Mal für die Sünde gestorben ist – Mitte der konzentrischen Gliederung –,
|
||
br
|
||
| muss der Christ ein für alle Mal dem Gesetz gestorben sein – unteres Ende der konzentrischen Gliederung –;
|
||
br
|
||
| ein „leben für Gott“ ist nur jenseits der Sünde möglich, und das heißt – wegen Gal 3,19-25 – auch: jenseits des Gesetzes.
|
||
li
|
||
| Im Kontext dieser Aussage verwehrt sich Paulus der Wiederaufrichtung des Gesetzes:
|
||
br
|
||
q.bibeltext
|
||
| 18 Denn wenn ich das, was ich niedergerissen habe, wieder aufbaue, dann stelle ich mich selbst als Übertreter hin.
|
||
br
|
||
| 19 Denn ich bin durch das Gesetz dem Gesetz gestorben, damit ich für Gott lebe.
|
||
br
|
||
| Ich bin mit Christus gekreuzigt worden.
|
||
br
|
||
| 20 Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir.
|
||
br
|
||
| Was ich nun im Fleisch lebe, lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich für mich hingegeben hat.
|
||
span.bibelstelle Gal 2,18-20
|
||
li
|
||
| Die Aussagen Gal 2,19b.20a lassen sich sehr gut mit der Thematik „Nachfolge“ verbinden (→ Mk 8,34!),
|
||
| wie Entäußerung und Erniedrigung der Söhne des Zebedäus durch das Verlassen der Stellung als Söhne im väterlichen Betrieb
|
||
| Nachfolge Jesu sind, ganz im Sinne dessen, was Paulus in
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||
span.bibelstelle Gal 6,14
|
||
| schreibt:
|
||
br
|
||
q.bibeltext
|
||
| Ich aber will mich allein des Kreuzes Jesu Christi, unseres Herrn, rühmen, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt.
|
||
br
|
||
| Gal 6,14 kann als Absage an irdische Werte – Anerkennung (Gal 6,12), aber auch Reichtum und Macht – verstanden werden, wie es von den Söhnen des Zebedäus erzählt wird.
|
||
li
|
||
| Gal 2,20b wiederum verbindet sich einerseits mit dem Ruf zum Glauben in Mk 1,14-15, das mit Mk 1,16-20 zusammen die Stelle Gal 4,4-6 vergegenwärtigt.
|
||
br
|
||
| Andererseits ist die Hingabe des Gottessohnes in der Mitte der konzentrischen Gliederung, näherhin in der Wüstensendung nach der Tauferzählung (→ „Sohn Gottes“), angedeutet.
|
||
|
||
.card.slide.border-primary.mb-3
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title
|
||
q.bibeltext
|
||
| Als die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, ... damit er die freikaufe, die unter dem Gesetz stehen
|
||
span.bibelstelle Gal 4,4-5a
|
||
br
|
||
| und
|
||
q.bibeltext
|
||
| ... um unter allen Völkern den Gehorsam des Glaubens aufzurichten
|
||
span.bibelstelle Röm 1,5
|
||
h6.card-subtitle.text-muted Ein zweiter Blick auf das Gegenüber von Mk 1,4-8 und Mk 1,14-15
|
||
hr
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| Die befreiend-freikaufende Sendung des Sohnes wird in der Mitte der konzentrischen Gliederung erzählt.
|
||
br
|
||
| In Mk 1,14-15 wird diese Sendung und ihre Bedeutung ins Wort gebracht und dabei Gal 4,4-6 vergegenwärtigt.
|
||
br
|
||
| In Mk Mk 1,4-8 werden die Auswirkungen der Sendung erzählt: Menschen sind befreit von der Herrschaft der Sünde,
|
||
| erfahren in der Taufe die Vergebung der Sünden;
|
||
br
|
||
| sie sind nun frei vom „Gesetz der Sünde und des Todes“ (Röm 8,2).
|
||
li
|
||
| In der Mitte der konzentrischen Gliederung ist – stimmig dazu –
|
||
span.bibelstelle Gal 3,13-14
|
||
| im Hintergrund zu vergegenwärtigen:
|
||
br
|
||
q.bibeltext
|
||
| Christus hat uns vom Fluch des Gesetzes freigekauft, indem er für uns zum Fluch geworden ist;
|
||
br
|
||
| denn es steht geschrieben: Verflucht ist, wer am Holz hängt.
|
||
br
|
||
| Jesus Christus hat uns freigekauft, damit den Völkern durch ihn der Segen Abrahams zuteilwird
|
||
br
|
||
| und wir die Verheißung des Geistes empfangen durch den Glauben.
|
||
li
|
||
| Johannes hatte auf den Stärkeren hingewiesen, der nach ihm kommt und der mit dem Heiligen Geist taufen wird.
|
||
br
|
||
| Mk 1,14-15 nimmt die zeitliche Abfolge und den Überbietungscharakter auf, indem es mit „Nachdem“ beginnt sowie
|
||
| vom Anbruch der Königsherrschaft Gottes und des Zeitalters des Glaubens erzählt.
|
||
li
|
||
| Während Johannes der Täufer in Mk 1,8 die Geisttaufe des Stärkeren ankündigt, ruft Mk 1,15 zum Glauben auf.
|
||
br
|
||
| Dieses Gegenüber vergegenwärtigt aus Gal 3,13-14 unmittelbar die Aussage
|
||
br
|
||
q.bibeltext
|
||
| Christus hat uns losgekauft ...., damit wir die <i>Verheißung des Geistes</i> empfingen durch den <i>Glauben</i>.
|
||
br
|
||
| Gemeint ist hier das „Empfangen des verheißenen Geistes“, nicht nur die Verheißung als solche.
|
||
br
|
||
| Ferner rückt
|
||
span.bibelstelle Gal 3,2
|
||
| in Blick:
|
||
br
|
||
q.bibeltext
|
||
| Dies eine möchte ich von euch wissen:
|
||
br
|
||
| Habt ihr den Geist durch die Werke des Gesetzes oder
|
||
| <i>durch das Hören der Glaubensbotschaft</i> empfangen?
|
||
p.card-text.small.mb-0
|
||
| Natürlich kann – wie in der vorhergehenden konzentrischen Gliederung – auch an Gal 4,6 gedacht werden,
|
||
br
|
||
| „Verheißung“/„verheißen“ verbindet sich mit der Ankündigung der Geisttaufe durch Johannes besser als Gal 4,6,
|
||
br
|
||
| zumal in Mk 1,14-15 zum Glauben aufgerufen wird.
|
||
li
|
||
| Den Anbruch des Zeitalters des Glaubens und das Ende des Zeitalters des Gesetzes thematisiert Paulus insgesamt
|
||
| in Gal 3,22-25; mit der Taufe Jesu und der Sohnesbetitelung Jesu bei der Taufe in der Mitte der konzentrischen Gliederung
|
||
| und der Sohnesthematik am unteren Ende der konzentrischen Gliederung sowie mit dem Thema „(alle) Völker“
|
||
| im aktuellen Gegenüber (sowie in der Berufungserzählung, s. u.) kann aber
|
||
span.bibelstelle Gal 3,22-28
|
||
| insgesamt im Hintergrund stehen:
|
||
br
|
||
q.bibeltext
|
||
| 22 Aber die Schrift hat alles unter der Sünde eingeschlossen,
|
||
| damit die Verheißung aus dem Glauben an Jesus Christus denen gegeben wird, die glauben.
|
||
br
|
||
| 23 Ehe der Glaube kam, waren wir vom Gesetz behütet, verwahrt, bis der Glaube offenbar werden sollte.
|
||
br
|
||
| 24 So ist das Gesetz unter Erzieher auf Christus hin geworden, damit wir aus dem Glauben gerecht gemacht werden.
|
||
br
|
||
| 25
|
||
i Nachdem aber der Glaube gekommen ist, stehen wir nicht mehr unter dem Erzieher.
|
||
br
|
||
| 26 Denn alle sei ihr durch den Glauben Söhne Gottes in Christus Jesus.
|
||
br
|
||
| 27 Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen.
|
||
br
|
||
| 28 Es gibt nicht mehr Juden und Griechen, nicht Sklaven und Freie, nicht männlich und weiblich;
|
||
| denn ihr alle seid <i>einer</i> in Christus Jesus.
|
||
li
|
||
| Zu Johannes dem Täufer kommen die Menschen aus „ganz Judäa“ sowie „alle Einwohner Jerusalems“,
|
||
| Jesus dagegen geht nach Galiläa;
|
||
br
|
||
| da wie dort erschallt der Umkehrruf, bei Jesus ergänzt durch den Ruf zum Glauben.
|
||
br
|
||
| Mit Judäa – als jüdischem Kernland mit Jerusalem als Hauptstadt – da und Galiläa – das von Nichtjuden durchsetzt ist – dort im Gegenüber der
|
||
| konzentrischen Gliederung sind zwei Regionen Palästinas benannt;
|
||
br
|
||
| dies kann im Sinne einer Weitung verstanden werden, wobei zu bedenken ist, dass Galiläa in Mk 1,39 – siehe dort – die Völkerwelt andeuten kann;
|
||
br
|
||
| dadurch wird die Aussage
|
||
br
|
||
q.bibeltext
|
||
| Jesus Christus hat uns freigekauft, damit den Völkern durch ihn der Segen Abrahams zuteilwird
|
||
br
|
||
| aus
|
||
span.bibelstelle Gal 3,14
|
||
| vergegenwärtigt (wobei „Völker“ hier Israel und die Völkerwelt einschließt, wie die Segensverheißung an Abraham auch zusammenbindend ist [→ Gal 3,8: „<i>alle</i> Völker“!];
|
||
| wohl liegt aber ein gewisser Akzent auf der Völkerwelt, weil dies der Argumentationsrichtung des Paulus entspricht).
|
||
br
|
||
| Bedenkt man, dass die Menschen, die zu Johannes dem Täufer kommen, gehorsam dem Umkehrruf folgen
|
||
| und dass Jesus zum Glauben aufruft, ist auch an
|
||
span.bibelstelle Röm 1,5
|
||
| zu denken:
|
||
br
|
||
q.bibeltext
|
||
| ... um unter allen Völkern den Gehorsam des Glaubens aufzurichten
|
||
br
|
||
| (Im „allen“ ist hier dann definitiv Israel mitgemeint, auch im Bezug zu Gal 3,14 ist dies vorauszusetzen.)
|
||
p.card-text.small.mb-0
|
||
| Das „Nachdem“ zu Beginn von Mk 1,14-15 darf hier noch nicht im Sinne einer (nachösterlichen) Ablösung verstanden werden,
|
||
| da die Menschen aus „ganz Judäa und alle Einwohner Jerusalems“ positiv dargestellt werden: sie folgen gehorsam dem Umkehrruf;
|
||
| dies ist auch in Übereinstimmung mit anderen konzentrischen Gliederungen und dem jeweiligen Gegenüber von Mk 1,4-8 festzuhalten.
|
||
|
||
.card.slide.border-primary.mb-3
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title
|
||
| Simon und Andreas – Jakobus und Johannes
|
||
h6.card-subtitle.text-muted Eine Besonderheit der Namen der Apostel neu verstanden
|
||
hr
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| Mit Gal 3,13-14 in der Mitte sowie Mk 1,4-8 und Mk 1,14-15 als gegenüberliegende Erzählungen der konzentrischen Gliederung
|
||
| war der Segen für die Völker bzw. des Führen aller Völker zum Gehorsam des Glaubens in Blick geraten (s. o.).
|
||
li
|
||
| Mit diesem Gedanken im Hintergrund kann ein altes exegetisches Rätsel gelöst werden:
|
||
br
|
||
| Schon lange ist in der Forschung aufgefallen, dass Simon und Andreas griechische Namen sind (semitisch wäre „Sim<b>e</b>on“),
|
||
| Jakobus und Johannes dagegen semitische Namen.
|
||
br
|
||
| Aufgrund der obigen Feststellung ist es sehr wahrscheinlich, dass dies kein Zufall ist;
|
||
br
|
||
| vielmehr sind schon in den vier Erstberufenen – deren Berufung just am unteren Ende der aktuellen konzentrischen Gliederung erzählt wird –
|
||
| „alle Völker“ – Juden und Völkerwelt – angedeutet,
|
||
| denen der Segen Abrahams zuteilwerden soll bzw. die zum Gehorsam des Glaubens geführt werden sollen.
|
||
li
|
||
| Unterstützt wird dies durch folgende Beobachtung:
|
||
br
|
||
| Liest man Mk 1,16-20 nach Mk 1,14-15, die beide zusammen Gal 4,4-6 und damit die Befreiung vom jüdischen Gesetz vergegenwärtigen,
|
||
| folgen die Jünger mit dem Ruf zur Nachfolge
|
||
| gleichzeitig gehorsam dem Ruf zu Umkehr und Glaube an das Evangelium,
|
||
br
|
||
| dies lässt sich direkt mit der Wendung „Gehorsam des Glaubens“ in Röm 1,5 verbinden, zu der Paulus alle Völker führen will.
|
||
li.small
|
||
| Schließlich wird diese Sichtweise auch dadurch bestätigt, dass die Berufung der ersten Jünger in der Gliederung „Galiläa I“
|
||
| (mit der Heilung des Aussätzigen als Mitte) der Heilung des Gelähmten gegenübersteht;
|
||
br
|
||
| dort ist aber definitiv die Thematik „Beschnittene und Unbeschnittene“ gegenwärtig, wie allein schon die „doppelte Dachöffnung“ zeigt,
|
||
| zusammen mit dem allein rechtfertigenden Glauben („als er ihren Glauben sah ...“).
|
||
|
||
.card.slide.border-primary.mb-3
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title
|
||
| Von der Versuchung, das Gesetz (wieder) aufzurichten
|
||
h6.card-subtitle.text-muted Eine Problematik des Briefes des Paulus an die Galater
|
||
hr
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| Mit der Thematik „Versuchung“ in der Mitte der konzentrischen Gliederung verbindet sich auch das Herrichten des „Netzes“ – also des jüdischen Gesetzes –
|
||
| durch die Söhne des Zebedäus (und umgekehrt).
|
||
li
|
||
| Das Wiederaufrichten des Gesetzes ist – wie teils schon oben gesehen – eine grundsätzliche Problematik des Briefes des Apostel Paulus an die Galater.
|
||
li
|
||
| Als nämlich judenchristliche Missionare nach dem Weiterzug des Paulus zur weiteren Mission in die galatischen Gemeinden eingedrungen waren,
|
||
| versuchen diese die Galater davon zu überzeugen, dass zur Erlangung des Heiles die Verpflichtung auf das jüdische Gesetz samt Beschneidung (für die Männer)
|
||
| unbedingt notwendig sei – der Glaube an Jesus allein reiche nicht.
|
||
li
|
||
| Dem Brief an die Galater kann man entnehmen, dass die Galater im Begriff waren, sich dem zu beugen;
|
||
br
|
||
| Paulus fährt einige Argumentationsstränge auf, um dem entgegenzuwirken.
|
||
li
|
||
| Nachfolge erfordert – wie in der Berufungserzählung eindrücklich bebildert – das Zurücklassen und Kaputtseinlassen des „Netzes“ – also des jüdischen Gesetzes –;
|
||
br
|
||
| da spielen natürlich auch im Zusammenhang mit der vorausgehenden Erzählung Mk 1,14-15 präsent gewordenen Aussagen des Galater- und Römerbriefes eine Rolle:
|
||
br
|
||
| das jüdische Gesetz hat „alles unter der Sünde eingeschlossen“ (Gal 3,22), es ist daher das „Gesetz der Sünde und des Todes“ (Röm 8,2);
|
||
br
|
||
| das (Wieder-)Aufrichten des Gesetzes treibt daher in die Hände der durch das Gesetz gefangen nehmenden Sünde;
|
||
br
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||
| denn man muss auch
|
||
span.bibelstelle Gal 5,3
|
||
| bedenken:
|
||
br
|
||
q.bibeltext Ihr, die ihr durch das Gesetz gerecht werden wollt, seid von Christus getrennt; ihr seid aus der Gnade herausgefallen.
|
||
br
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||
| Folglich ist das Zurückkehren zum jüdischen Gesetz bzw. seine Einführung in Galatien effektiv ein Zurückkehren zur Sünde,
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||
br
|
||
| Rückkehr bzw. Einführung des Gesetzes können daher mit der Versuchung durch Satan verbunden bzw. als Versuchung durch Satan verstanden werden.
|
||
li
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||
| Dies scheint zunächst ein verwegener Gedanke zu sein.
|
||
br
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||
| Allerdings kann Paulus jene, die die Einführung des jüdischen Gesetzes in Galatien betreiben, als solche bezeichnen, „die im Fleisch nach Anerkennung streben“
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| – quasi Anti-Typen zu den Söhnen des Zebedäus, die (im Sinne von Entäußerung und Erniedrigung nach dem Philipperhymnus) ihre Stellung als Söhne im väterlichen Betrieb zurücklassen, um Jesus nachzufolgen.
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||
br
|
||
| Das Verlassen der Stellung als Söhne im väterlichen Betrieb und das Aufgeben des zerrissenen „Netzes“ ist in der Erzählung miteinander verknüpft, ist ein notwendig zusammenhängendes Handeln.
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||
br
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| Wie das Bleiben in der hoheitlichen Stellung als Söhne im väterlichen Betrieb die Versuchung der Söhne des Zebedäus ist,
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||
br
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||
| so kann also – aufgrund der beschriebenen Zusammenhänge – auch das Zurückkehren zum jüdischen Gesetz bzw. dessen Einführung in Galatien mit der Versuchung durch Satan verbunden werden.
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||
li
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| Zu beachten und für ein tieferes Verständnis leitend ist die Beobachtung, dass die Versuchung der Jünger, das Gesetz (wieder) aufzurichten,
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| der Versuchung Jesu, das Kreuz nicht anzunehmen, parallel ist.
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br
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| Das Gesetz (wieder) aufzurichten, würde eine Relativierung des Kreuzes Christi bedeuten;
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br
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| es würde – wie Paulus sich in Gal 5,11 ausdrückt – das „Ärgernis des Kreuzes beseitigen“.
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br
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| Eine Harmonisierung des Kreuzes mit dem jüdischen Gesetz würde weder das eine noch das andere ernst nehmen,
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| ist doch nach Paulus die in Gal 3,13-14 zitierte Aussage Dtn 21,23 zu bedenken:
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br
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| Gesetz und Kreuz schließen sich aus;
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br
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| ist aber der Gekreuzigte – entgegen Dtn 21,23 (aber gemäß des Vierten Gottesknechtsliedes des Jesaja)! – auferstanden, ist das ein göttliches Zeichen
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| mit klarer Aussage, wo nun das Heil zu suchen ist, weil es nur dort gefunden weren kann.
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br
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| Eine Relativierung des Kreuzes bzw. von Dtn 21,23 würde Gal 3,13-14 in seiner Heilsaussage zerstören:
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br
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| Das Kreuz würde seiner erlösenden Kraft beraubt – und in der Tat hat das Kreuz Christi in der entsprechenden Form des „Christentums“
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| keine erlösende Dimension: es ist „einfach“ das „typische“ Prophetenschicksal, die Auferstehung ist „lediglich“ die Rehabilitierung des Propheten
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| und seine Bestimmung zum künftigen Richter über Lebende und Tote.
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br
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| Wird das Kreuz nicht ernst genommen sondern relativiert, ist es zugleich auch als Richtschnur christlicher Ethik relativiert bzw. entleert:
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| Sehr schön bebildert Markus (s. o.), dass die Versuchung, das Gesetz (wieder) aufzurichten, der Versuchung, weiter an weltlich-irdischen Dingen zu hängen,
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| parallel ist.
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br
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| Dies stimmt mit den Aussagen des Galaterbriefes überein; in Gal 6,12 kann Paulus sogar soweit gehen,
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| dass er das Streben nach „Anerkennung“ zur Ursache dafür macht, das Kreuz Christi zu relativieren (vgl. dazu auch Phil 3,18-19).
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br
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| So ist theoretisch (→ Theologie/„Erlösungslehre“) wie praktisch (→ Ethik) die Herrschaft der Sünde bzw. Satans nicht
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| gebrochen bzw. neu aufgerichtet, wo das Gesetz neu aufgerichtet wird.
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.card-body
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h5.card-title
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||
| Der Vorübergang des Herrn, der in die Freiheit führt
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h6.card-subtitle.text-muted Ein Motiv aus dem Buch Exodus (Befreiung aus Ägypten)
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hr
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ul.card-text
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li
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| Was die Einheitsübersetzung mit
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br
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q.bibeltext
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| Als Jesus am See von Galiläa entlangging ...
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br
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| übersetzt, heißt wörtlich:
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br
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q.bibeltext
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| Und vorübergehend, vorüber am See von Galiläa ...
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li
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| Entlanggehen und Vorübergehen sind hier sachlich identisch: das Vorübergehen am See von Galiläa ist das Entlanggehen an demselben.
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li
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| Die Formulierung scheint aber mit „vorübergehend, vorüber am“ (gr. „paragwn para“) unbeholfen zu sein; mal stolpert darüber.
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br
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| Dies könnte Absicht sein.
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li
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| Markus verwendet das Wort „parago“ („vorübergehen“) an genau drei Stellen im Evangelium.
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br
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| An allen drei Stellen geht ein Mann vorüber, zweimal ist dies Jesus.
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li
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| In allen drei Erzählungen wird ein Sohn oder werden zwei Söhne mit dem Vater namentlich genannt – dies ist nur in den drei
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| Erzählungen mit „parago“ so, was diese Stellen auch auf diese Weise miteinander verbindet:
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ul.card-text
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li Mk 1,16-20: Jakobus und Johannes mit ihrem Vater Zebedäus.
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li
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| Mk 2,13-14: Levi mit seinem Vater Alphaios.
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br
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q.bibeltext
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| Und vorübergehend sah er Levi, den (Sohn) des Alphaios, sitzend am Zollgebäude.
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li
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| Mk 15,21: Simon von Kyrene mit seinen Söhnen Alexander und Rufus.
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br
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q.bibeltext
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| Und sie zwingen einen vorübergehenden gewissen Simon, einen Kyrener, kommend vom Feld, den Vater des Alexander und Rufus, dass er aufnahm sein Kreuz.
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li
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| In allen drei Erzählungen ist „Befreiung“ gegenwärtig:
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ul.card-text
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li
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| Dass Simon und Andreas die Netze auswerfen, Jakubus und Johannes ihre Netze reparieren, sind zunächt unverfängliche Tätigkeiten im Alltag von Fischern.
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br
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| Insofern aber – auf einer anderen Ebene – das Netz auf das „Gesetz der Sünde und des Todes“ zu beziehen ist, erscheint ihr Handeln in einem anderen Licht:
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br
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||
| das zerrissene Netz deutet die Befreiung von diesem „Gesetz der Sünde und des Todes“ durch Jesus an, dessen Sendung in den Tod zu eben diesem Zweck
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| in der Mitte der konzentrischen Gliederung steht.
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br
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||
| Das Weggerufenwerden der Vier durch Jesus vom „Netz“ und ihr Eintreten in die Nachfolge lässt die Befreiung für sie konkret werden.
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li
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| Levi sitzt gerade am Zoll, als er berufen wird; er ist damit – auf gewisse Weise – „Diener der Sünde“ (Macht, Reichtum; siehe dort).
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br
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||
| Sein Aufstehen ist in Analogie zur Auferstehung Jesu nach Röm 6 zu verstehen, sein Eintreten in die Nachfolge eine Lebenswende
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| mit nachfolgendem „Wandel in der Neuheit des Lebens“.
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br
|
||
| Dies wird auch dadurch deutlich, dass mit der Berufung Levi als unterem Ende der konzentrischen Gliederung die Aufrichtung der Schwiegermutter
|
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| des Petrus in der Mitte steht, die aus Fieber erlöst wird.
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br
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||
| Deutlich wird also: Levi wird befreit aus den Fängen der Sünde und des Todes zu einem neuen Leben in der Nachfolge Jesu.
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br
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| Das Wort Jesu, sein Ruf in die Nachfolge, ist schöpferisches Wort, das für Levi eine neue, gute Wirklichkeit schafft.
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li
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| Als Jesus hinausgeführt wird zur Kreuzigug kommt gerade Simon von Kyrene vorbei, dem das Kreuz aufgeladen wird.
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br
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| Hier ist es Jesus, der – immerhin bis zur Kreuzigung selbst – von der Last des Kreuzes befreit wird.
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br
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||
| Dies ist im Sinne der Kreuzes-Nachfolge zu verstehen (siehe dort).
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li
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| In allen drei Erzählungen geht es also um ein Vorübergehen, das sich mit einer bestimmten Befreiung verbindet;
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| zweimal klar aus den Händen der Sünde und des Todes.
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br
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||
| Dies lässt an die Pessach-Nacht der Israeliten in Ägypten denken:
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br
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||
| in der Nacht, in der Gott die Erstgeborenen der Ägypter tötet – als „ultima ratio“, weil der Pharao die Israeliten nicht gehen lassen wollte –
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||
| geht Gott verschonend an den Häusern der Israeliten vorüber, an deren Häusern das Blut der geschlachteten Lämmer angebracht war.
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||
br
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||
| Dieser „Vorübergang des Herrn“ ist, weil dadurch tatsächlich die Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten folgte,
|
||
| zu einem Inbegriff dieser Befreiung geworden.
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br
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||
| Dass zwei der relevanten Erzählungen am Wasser (See von Galiläa) spielen, assoziert dann auch das Schilfmeer, an dem Gott sein
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||
| Volk nochmal aus der Hand der Ägypter gerettet hat – der Durchzug durch das Schilfmeer als Sinnbild der Taufe (→ Osternacht, Taufwasserweihegebet).
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br
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||
| So lässt sich mit großer Wahrscheinlichkeit festhalten:
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br
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i
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| Das Motiv des „Vorübergangs des Herrn“, das sich mit der Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten verbindet,
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br
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| wird von Markus auf die Befreiung aus der Sklaverei der Sünde und des Todes übertragen.
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||
li
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| Mk 1,16-20 und Mk 2,13-14 sind Berufungserzählungen.
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br
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||
| Im Kontext der Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten wird die Berufung des Mose gegenwärtig.
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ul.card-text
|
||
li
|
||
| Auffällig ist, dass Markus in Mk 1,16-20 zwar einerseits die Berufung des Elischa durch Elija adaptiert,
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||
| andererseits aber nicht das „treffen“ („Elija traf Elischa“) übernimmt, sondern von einem Sehen spricht:
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||
br
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q.bibeltext
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| ... sah er Simon und Andreas ...
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br
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||
| ... sah er Jakobus ... und Johannes ...
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br
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||
| Ebenso dann bei Levi in Mk 2,14:
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||
br
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||
q.bibeltext
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||
| ... sah er Levi ...
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||
br
|
||
| Bei der Berufung des Mose am brennenden Dornbusch ist ein zweifaches Sehen Gottes erzählt:
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br
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q.bibeltext
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||
| 4 Als der HERR <i>sah</i>, dass Mose näher kam, um sich das anzusehen, rief Gott ihm mitten aus dem Dornbusch zu ...
|
||
br
|
||
| 7 Der HERR sprach:
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||
br
|
||
q
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||
| Ich habe das Elend meines Volkes in Ägypten <i>gesehen</i> und ihre laute Klage über ihre Antreiber habe ich gehört.
|
||
br
|
||
| Ich kenne sein Leid.
|
||
br
|
||
| 8 Ich bin herabgestiegen, um es der Hand der Ägypter zu entreißen und aus jenem Land hinaufzuführen
|
||
| in ein schönes, weites Land, in ein Land, in dem Milch und Honig fließen ...
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||
span.bibelstelle Ex 3,4.7-8
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||
br
|
||
| Gott sieht Mose, Gott sieht die Not seines Volkes.
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||
br
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||
| Auch Jesus sieht nicht nur Simon und Andreas, Jakobus und Johannes sowie Levi,
|
||
| sondern die Situation, in der sie gerade sind und die sie – ob nun das „Netz“ auswerfend, es reparierend oder am Zoll sitzend –
|
||
| als Sklaven der Sünde ausweist.
|
||
br
|
||
| Daraus befreit er sie.
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||
li
|
||
| Dabei ist auch das Motiv des Herabsteigens zur Befreiung im Evangelium präsent:
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| Mit der Berufung der ersten Vier als unterem Ende der konzentrischen Gliederung stehen
|
||
| Taufe und Wüstensendung in der Mitte, die – zusammen mit der Berufung der Zebedäussöhne –
|
||
| Entäußerung, Erniedrigung und Gehorsam des Gottessohnes nach dem Philipperhymnus vergegenwärtigen.
|
||
li
|
||
| Mit der Berufung des Levi als unterem Ende der konzentrischen Gliederung steht die Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus
|
||
| in der Mitte, bei der Jesus seinen Jüngern, die um die Heilung der Kranken bitten, „gehorsam“ ist – wieder eine Anspielung
|
||
| auf Entäußerung, Erniedrigung und Gehorsam des Gottessohnes nach dem Philipperhymnus, die die Aufrichtung der Kranken zur Folge hat.
|
||
li
|
||
| Wie Mose Gottes menschliches Werkzeug zur Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten, werden
|
||
| auch die Berufenen zur Befreiung in Dienst genommen:
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ul.card-text
|
||
li
|
||
| Simon und Andreas werden unmittelbar in diesem Sinne als Menschenfischer berufen.
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||
br
|
||
| Auch das Indienstnehmen von Jakobus und Johannes ist dort – wenn auch teils mit eigenen Akzenten – einzuordnen.
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||
li
|
||
| Levi wird in die Nachfolge berufen; es wird erzählt, dass er daraufhin aufsteht und nachfolgt.
|
||
br
|
||
| Dies verbindet sich einerseits mit dem Dienst der Schwiegermutter des Petrus an Jesus und seinen Begleitern nach deren Aufrichtung,
|
||
br
|
||
| andererseits – als direkt auf Jesus bezogene Nachfolge – mit der Aufrichtung der Schwiegermutter durch Jesus selbst.
|
||
br
|
||
| Auch Levi ist – wie die vier Erstberufenen – von Jesus für seine eigene Sendung in Dienst genommen:
|
||
br
|
||
| Menschen aus der Gewalt der Sünde und des Todes zu befreien bzw. sie (auf die Ebene der Ethik übertragen) aufzurichten.
|
||
li
|
||
| Auffällig ist, dass sich mit allen drei hier relevanten Söhnen im Zuge des Eintritts in die Nachfolge Jesu
|
||
| Entäußerung, Erniedrigung und Gehorsam verbinden (zu den Söhnen des Zebedäus siehe oben, zu Levi als Zöllner siehe dort).
|
||
br
|
||
| Die Söhne werden auch jeweils nicht am Anfang der Erzählung genannt, sondern in beiden Erzählungen nach einem „weitergehen“
|
||
| Jesu: damit könnte eine Überbietung des damaligen „Vorübergangs des Herrn“ beim Exodus in der Sendung Jesu angedeutet sein.
|
||
li
|
||
| Mk 15,21 erzählt nicht von einer Berufung, und doch von befreiender Kreuzes-Nachfolge.
|
||
br
|
||
| Der Vers weist dabei eine Reihe von Vertauschungen gegenüber den anderen beiden Stellen auf,
|
||
| die sicher nicht Zufall sind, sondern bewusst gesetzt wurden – weil die Vertauschungen ein Gesamtbild ergeben:
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| Im Gegensatzu zu den anderen beiden Erzählungen wird nicht der Sohn über den Vater, sondern der Vater über die Söhne identifiziert.
|
||
li
|
||
| Nicht Jesus geht vorüber,
|
||
br
|
||
| sondern Simon von Kyrene geht vorüber.
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||
li
|
||
| Folglich wird auch – im Vers selber – nicht Jesu befreiend tätig,
|
||
br
|
||
| sondern Simon von Kyrene trägt <i>für</i> Jesus das Kreuz im Sinne der Kreuzes-Nachfolge.
|
||
| Die bewussten Vertauschungen stehen einerseits im Dienste der Kreuzes-Nachfolge,
|
||
br
|
||
| andererseits verdeutlichen sie – in der Umkehrung –, dass Jesus unser Kreuz trägt (→ Viertes Gottesknechtslied des Jesaja:
|
||
q.bibeltext Er hat unsere Krankheit getragen.
|
||
span.bibelstelle Jes 53,4
|
||
| ), um uns der Sklaverei der Sünde und des Todes zu entreißen.
|
||
li
|
||
| In die Zusammenhänge rund um den „Vorübergang des Herrn“ ist auch die Heilung des blinden Bettlers Bartimäus in
|
||
span.bibelstelle Mk 1,46-52
|
||
| einzuordnen, die von der Einheitsübersetzung wie folgt eingeleitet wird:
|
||
br
|
||
q.bibeltext
|
||
| Sie kamen nach Jericho.
|
||
br
|
||
| Als er mit seinen Jüngern und einer großen Menschenmenge Jericho wieder verließ,
|
||
br
|
||
| saß am Weg ein blinder Bettler, Bartimäus, der Sohn des Timäus.
|
||
span.bibelstelle Mk 10,46
|
||
br
|
||
| Hier scheint – ohne dass „parago“ steht und damit im Gegensatz zu obiger Behauptung – das Schema
|
||
| „Sohnesname“, der Sohn des „Vatersname“ (wie bei Jakobus und Levi) zu stehen.
|
||
br
|
||
| Doch steht – das griechische Original wörtlich übersetzt – folgendes da:
|
||
br
|
||
q.bibeltext
|
||
| Und sie kommen nach Jericho.
|
||
br
|
||
| Und als er herausging aus Jericho und seine Jünger und eine zahlreiche Menge,
|
||
br
|
||
| sah der Sohn des Timaios, Bartimaios, ein blinder Bettler, am Weg.
|
||
span.bibelstelle Mk 10,46
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| Damit begegnet gerade nich das oben erwähnte Schema.
|
||
br
|
||
| Außerdem ist „huios timaiou“ („Sohn des Timäus“) die genaue Übersetzung von „Bartimaios“.
|
||
br
|
||
| Auch wenn die Formulierung hier mit obigem Schema verwandt ist, wird doch eher der Name der gleichen Person
|
||
| <i>zwei</i>mal hintereinander erwähnt: einmal in griechischer Übersetzung, einmal der jüdische Name selbst.
|
||
br
|
||
| Dies entspricht auffallend dem, dass Bartimäus <i>zwei</i>mal rufen muss, bis Jesus sich ihm zuwendet,
|
||
br
|
||
| und dass von den Begleitern Jesu <i>zwei</i> unterschiedliche Verhaltensweisen erzählt werden: zunächst die zurückdrängend-niederdrückende
|
||
| Aktion, die Bartimäus zum Schweigen bringen will, dann aber – nach Jesu Intervention – die einladend-herrufende Aktion.
|
||
li
|
||
| Die doppelte, zweisprachige Namensnennnung verbindet Bartimäus aber auch mit den vier Erstberufenen, von denen zwei griechische und zwei semitische Namen tragen,
|
||
| wie auch mit Levi, der zwar Jude ist, durch seinen Beruf aber in gewisser Weise Heide.
|
||
br
|
||
| Damit verbindet sind Bartimäus tatsächlich gerade mit jenen Berufungserzählungen, die oben in Blick kamen,
|
||
| bei denen ein Vorübergang des Herrn ausdrücklich erzählt wird.
|
||
li
|
||
| Stellt man sich die Ereignisfolge vor dem geistigen Auge vor, Jesus mit seiner Gefolgschaft aus Jericho ausziehend
|
||
| und Bartimäus am Weg sitzend, dann sieht man tatsächlich ein Vorübergehen Jesu, aber – und das ist ein wichtiger Unterschied –
|
||
| nicht nur Jesu sondern auch der Vielen, die im Laufe der Erzählung eine wichtige Rolle spielen und in ihrem Verhalten gleichsam „umswitchen“.
|
||
br
|
||
| Auffälligist, dass Jesus Jericho betritt ohne dass es dort etwas gibt, das es zu erzählen gäbe.
|
||
br
|
||
| Jesus scheint Jericho nur zu betreten, um es gleich wieder zu verlassen; und die erzählten Ereignisse spielen
|
||
| beim Herausgehen aus Jericho am Weg. Damit könnte ganz gezielt auf den Exodus (Ex-hodos; Heraus-Weg!) aus Ägypten angespielt sein –
|
||
| was unterstreicht, dass das einen Vorübergang Jesu (9n Aufnahme der Exodus-Tradition) sehende geistige Auge recht hat.
|
||
li
|
||
| Hinzu kommt, dass in der Erzählung das zweimalige Schreien des Bartimäus eine zentrale Rolle spielt,
|
||
| wie auch in der oben zitierten Berufung des Mose:
|
||
br
|
||
q.bibeltext
|
||
| Ich habe das Elend meines Volkes in Ägypten <i>gesehen</i> und sein Geschrei wegen seiner Antreiber habe ich gehört.
|
||
br
|
||
| Ich kenne sein Leid.
|
||
span.bibelstelle Ex 3,7
|
||
span.small (relevante Stelle nach Elberfelder Bibel korrigiert)
|
||
br
|
||
| In der Erzählung wird auch ein Hören erzählt, allerdings nicht Jesu, sondern des Bartimäus („dass es Jesus von Nazaret ist“);
|
||
br
|
||
| dabei ist das Hören Jesu aber implizit vorausgesetzt, da er stehen bleibt und so die Heilung des Bartimäus in Gang kommt.
|
||
br
|
||
| Sein Hören ist genauso implizit erzählt wie sein Vorbeigehen – und damit die beiden relevanten Motive aus den
|
||
| zugezogenen Stellen zum Exodus.
|
||
br
|
||
| Das Stehenbleiben Jesu ist dabei einerseits der Gegensatz zum Vorübergehen, der letzteres implizit vergegenwärtigt,
|
||
| andererseits Folge seines Hörens, das ebenso implizit vergegenwärtigt wird.
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||
br
|
||
| Während also bei den Erstberufenen und Levi das Sehen Jesu explizit erzählt wird, wird das Hören Jesu implizit vorausgesetzt;
|
||
br
|
||
| beides begegnet zusammen in der Berufung des Mose im Hinblick auf Gottes Sehen und Hören des Leids seines Volkes.
|
||
br
|
||
| Das Herabsteigen Gottes zur Rettung seines Volkes verbindet sich dabei mit der Aussage Jesu über den Menschensohn
|
||
| unmittelbar vor der Begegnung mit Bartimäus: „... Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen,
|
||
| sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.“ (Mk 10,45)
|
||
br
|
||
| Die Vielen in der Erzählung missachten genau dies zunächst, folgen dann aber – nach der Intervention Jesu – genau in diesem Sinne.
|
||
li
|
||
| Während sich Jesus den vier Erstberufenen und Levi direkt zuwendet, nimmt er hier die Vielen in Dienst:
|
||
| er lässt Bartimäus durch sie herbeirufen, und sie tun dies – sie sind wie ausgewechselt.
|
||
br
|
||
| Sie handeln nun im Sinne des Herabsteigens Gottes bzw. des Menschensohnes nach Mk 10,45, im Sinne der Zuwendung, des Herabbeugens zu den Leidenden.
|
||
li
|
||
| Heilung des Bartimäus ist keine Berufungserzählung im eigentlichen Sinn. Und dennoch hat sie Berührungspunkte:
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| Bartimäus wird nicht in die Nachfolge gerufen, doch die Erzählung endet damit, dass er Jesus „nachfolgte auf seinem Weg“,
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||
br
|
||
| ganz analog wie die vier Erstberufenen und Levi;
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||
br
|
||
| hier jedoch – den Meta-Teil „Auf dem Weg“ abschließend mit einem besonderen Aktzent auf dem „Weg“,
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||
| den Jesus nun – wir stehen unmittelbar vor dem Einzug in Jerusalem – sehr bald als Kreuz-Weg gegehen wird.
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||
li
|
||
| Während sonst ein Mann – 2x Jesus, 1x Simon von Kyrene – an einem oder wenigen vorübergeht,
|
||
br
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||
| gehen hier viele an einem Mann vorüber.
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||
br
|
||
| Dies Vielen werden von Jesus in Dienst genommen und dazu gewandelt;
|
||
br
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||
| neben der Heilung des blinden Bettlers Bartimäus ist dies ein zentraler Zug der Erzählung.
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||
li
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||
| Bartimäus kann (wieder) sehen: gemeint ist damit vor allem die Bedeutung und Sinnhaftigkeit des Kreuz-Weges Jesu.
|
||
br
|
||
| Auch den Vielen gehen in diesem Sinne die Augen auf, als Jesus interveniert: sie sind es im eigentlichen Sinne,
|
||
| die von ihrer Blindheit geheilt werden und nun – als Sehende – wie Bartimäus Jesus nachfolgen, indem sie sich dem blinden Bettler
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||
| am Weg zuwenden.
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||
li
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| Bartimäus wird sitzend angetroffen und soll – weil Jesus sich ihm zuwenden will – aufstehen; er springt schließlich auf,
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||
| auf Jesus zu, und wird von diesem geheilt. Analogien zur Auferstehung Jesu sind gegeben, und doch anders als bei Levi,
|
||
| eher wie bei der Schwiegermutter des Petrus.
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||
br
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||
| Bei Bartimäus scheint es – gerade weil die Vielen zu seiner Heilung in Dienst genommen werden – eher um die ethische Zuwendung
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||
| mit soteriologischer Dimension zu gehen als um das soteriologische Handeln Jesu selbst,
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||
br
|
||
| um Nachfolge der Vielen auf der Grundlage der soteriologischen Tat des Einen, Jesus.
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||
li
|
||
| Wie die vier Erstberufenen Netz und Betrieb zurücklassen, wie Levi den Zoll zurücklässt,
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||
br
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||
| so lässt Bartimäus seinen Mantel zurück: er wirft ihn ab als Zeichen des Aufbruchs in eine neue Existenz.
|
||
li
|
||
| Insgesamt zeigt sich, dass die Heilung des blinden Bettlers Bartimäus sehr vielschichtig ist,
|
||
br
|
||
| durchaus mit den Berufungserzählungen verwandt und mit dem Vater-Sohn-Schema spielend, und doch anders.
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||
br
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||
| Motive des Exodus spielen sicher eine Rolle, und sind doch anders eingetragen.
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||
br
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||
| Schließlich geht es nicht um den Einen, der vorübergeht, nicht um den „Vorübergang“ des Herrn“,
|
||
| sondern um den „Vorübergang der Vielen“, die nicht in einem negativen Sinne achtlos vorübergehen sollen, jemanden sogar noch schelten,
|
||
| sondern die – um dem „Vorübergang des Herrn“ nachzufolgen – wie Jesus stehen bleiben müssen, um sich dem Notleidenden heilvoll zuzuwenden.
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//-
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.small
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h6 Unwahrscheinliche Gliederungsvariante
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p
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| Diese Variante ist nur möglich, wenn man die Taufe Jesu aufteilt; das ist möglich (siehe andere konzentrische Gliederungen).
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| Allerdings ist es nicht unbedingt naheliegend, weil das Auftrennen des Wirkens Johannes des Täufers sich eher anbietet.
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||
br
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| Dazu kommt: In obiger Gliederung sind <q>Geisttaufe</q> und <q>der Geist treibt Jesus in die Wüste</q> sowie
|
||
| <q>der Stärkere</q> und <q>Jesus in Auseinandersetzung mit Satan [= der Starke]</q> eng verbunden.
|
||
br
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| Außerdem liegen oben die Umkehrpredigt Johannes des Täufers einerseits und Jesu andererseits gegenüber.
|
||
.card.mb-3.konzentr-4
|
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.card-body.gliederung
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||
h5.card-title
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| Inhaltsangabe/Überschrift
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||
br
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| Himmlischer Sendungsbeschluss
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||
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,1-3
|
||
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||
.card.mb-3.konzentr-3
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||
.card-body.gliederung
|
||
h5.card-title Johannes der Täufer in der Wüste: Seine Taufe und seine Ankündigung des Kommenden
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,4-8
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h5.card-title Die Taufe Jesu I: Jesus lässt sich taufen = Tod
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,9
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.card.mb-3.konzentr-1
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h5.card-title Die Taufe Jesu II: <q>Als er aus dem Wasser stieg, da ...</q> = Auferstehung
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,10-11
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h5.card-title Die Versuchung Jesu
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,12-13
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.card.mb-3.konzentr-3
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h5.card-title Johannes tritt ab, Jesus tritt auf: Eröffnungsruf des Wirkens Jesu: Das Reich Gottes ist zum Greifen nahe!
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,14-15
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h5.card-title Die Berufung der ersten Jünger
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,16-20
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