159 lines
8.0 KiB
Plaintext
159 lines
8.0 KiB
Plaintext
extends ../layout
|
||
include ../mixins
|
||
|
||
block headline
|
||
+headline
|
||
+headline_item_start
|
||
+headline_item_08
|
||
+headline_item_active
|
||
span Eucharistie nach Markus
|
||
|
||
block content
|
||
|
||
blockquote.blockquote.slide.ml-5.mb-3
|
||
p.mb-0
|
||
| Während des Mahls nahm er [= Jesus] das Brot und sprach den Lobpreis;
|
||
| dann brach er das Brot, reichte es ihnen [= den Jüngern] und sagte: <q>Nehmt, das ist mein Leib.</q>
|
||
br
|
||
| Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet, gab ihn den Jüngern und sie tranken alle daraus.
|
||
| Und er sagte zu ihnen: <q>Das ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird.
|
||
br
|
||
| Amen, ich sage euch: Ich werde nicht mehr von der Frucht des Weinstocks trinken bis zu dem Tag,
|
||
| an dem ich von neuem davon trinke im Reich Gottes.</q>
|
||
footer.blockquote-footer
|
||
cite Mk 14,22-25
|
||
|
||
|
||
.card.slide.mb-3
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title Begründung einer neuen Tradition
|
||
.card-text
|
||
p
|
||
| Äußerlich wird das <q>Letzte Abendmahl</q> Jesu als ein Pessach-Mahl erzählt, also als Gedächtnismahl der Befreiung Israels aus Ägypten.
|
||
p.mb-0
|
||
| Doch dessen Elemente werden gar nicht erzählt, vielmehr wird das erzählt, was Jesu <i>anders</i> tut und sagt, als das so vorgesehen war.
|
||
| Damit <q>stiftet</q> er ein eigenes, neues <q>Gedächtnismahl</q>.
|
||
|
||
.card.slide.mb-3
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title Brot und Wein
|
||
h6.card-subtitle.text-muted.mb-3 Realsymbole der Gegenwart Jesu
|
||
.card-text
|
||
p.slide
|
||
| Es geht nicht um die Elemente Brot und Wein an sich – der Wein wird auch gar nicht erwähnt! –,
|
||
| sondern das, was (Essen von) Brot und (Trinken von Wein aus dem) Kelch im Rahmen eines bestimmten Mahles
|
||
| vermitteln, was also die Mitfeier des Mahles für die Mitfeiernden bedeutet.
|
||
|
||
.card.slide.mb-1
|
||
.card-body
|
||
h6.card-title Das ist mein Leib = das bin ich, das ist mein Leben.
|
||
.card-text
|
||
p.slide
|
||
| Wenn Jesus das Brot mit diesem Hinweis von den Jüngern essen lässt, macht er deutlich:
|
||
| <q>Ihr lebt davon, dass ich mit meiner ganzen Existenz für euch da bin, bis zum Letzten, bis zum Tod
|
||
|
|
||
span.small [(der dann mit dem Becherwort unmissverständlich im Raum steht)]
|
||
| , dass ich <i>mein</i> <q>Leben hingebe als Lösegeld für viele</q> (Mk 10,45),
|
||
| um euch aus der Gewalt von Sünde und Tod zu befreien, in die sich die Menschheit verstrickt hat.</q>
|
||
p.slide.mb-0
|
||
i Durch das Essen des Brotes erhalte ich Anteil an dieser Selbsthingabe Jesu, wird sein Tod zu einem Tod <u>für mich</u>.
|
||
.card.slide.mb-2
|
||
.card-body
|
||
h6.card-title Das ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird.
|
||
.card-text
|
||
p.slide.small
|
||
| Der Vorausblick auf das Vergießen des Blutes Jesu macht seinen Tod vorab gegenwärtig.
|
||
p.slide.mb-0
|
||
i Durch das Trinken des <q>Blut des Bundes</q> trete ich ein bzw. erneuere meine Zugehörigkeit zu dem (neuen) Bund, den Gott mit den Menschen in Jesu Tod geschlossen hat.
|
||
.card-text
|
||
p.slide
|
||
| Während Jesus beim <q>Letzten Abendmahl</q> leibhaftig unter den Jüngern gegenwärtig war, gilt für die Zeit nach Ostern:
|
||
br
|
||
i
|
||
| Weil Jesus das Brot (<q><u>mein</u> Leib</q>) und den (Wein im) Kelch (<q><u>mein</u> Blut des Bundes</q>)
|
||
| mit sich selbst bzw. seiner Selbsthingabe identifiziert,
|
||
| ist Christus, der als Auferstandener bei Gott lebt, selber im Mahl der Eucharistie gegenwärtig,
|
||
| habe ich im Mahl Gemeinschaft mit Christus.
|
||
.alert.alert-primary.slide.mb-0
|
||
h4.alert-heading <q>Letztes Abendmahl</q> und Eucharistie: Hineingenommen in den Tod Jesu
|
||
p
|
||
b
|
||
i
|
||
| Das <q>Letzte Abendmahl</q> ist eine prophetische Zeichenhandlung Jesu am Abend vor seinem gewaltsamen Tod.
|
||
br
|
||
| Sie nimmt die Jünger, die das gebrochene Brot essen und aus dem Kelch Jesu trinken, mit hinein in das Geschehen seines Todes,
|
||
| das ein Geschehen <q>für</q> die Menschen ist: in Tod (und Auferstehung) Jesu schließt Gott einen (neuen) Bund mit den Menschen.
|
||
p.mb-0.slide
|
||
b
|
||
i
|
||
| In der Feier der Eucharistie, die sich auf dieses <q>Letzte Abendmahl</q> Jesu bezieht – im Wissen um
|
||
| den tatsächlichen Tod Jesu, aber auch im Glauben an seine Auferstehung –
|
||
| wird dieses Ereignis für alle Mitfeiernden vergegenwärtigt,
|
||
| ist Christus als der Gekreuzigte und Auferstandene mit seinem Leben gegenwärtig
|
||
| und schenkt rettende Gemeinschaft mit sich.
|
||
| Er nimmt die Mitfeiernden – nimmt uns! – mit hinein in das
|
||
| Geschehen seines Todes (und seiner Auferstehung),
|
||
| in den in ihm bzw. seinem Sterben geschlossenen Bund Gottes – mit allem, was diesen Bund ausmacht.
|
||
|
||
.card.slide.mb-3
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title <q>Aus dem Becher (Jesu) trinken</q>
|
||
|
||
.card-text
|
||
p.mb-0 Diese Wendung ist im Markus-Evangelium an zwei Stellen noch genannt, die hier von Belang sind:
|
||
ul.nodisplay
|
||
li.slide Mk 14,36: Jesus betet zu Gott: <q><i>Nimm diesen Kelch von mir!</i></q>
|
||
br
|
||
| Das Trinken des Kelches bezeichnet hier eindeutig auf den (gewaltsamen Kreuzes-)Tod Jesu, seine Passion.
|
||
li.slide Mk 10,38-39: Teil der Antwort Jesu an die Söhne des Zebedäus, die links und rechts neben Jesus thronen wollen:
|
||
br
|
||
| <q>Ihr werdet den Kelch trinken, den ich trinke, und die Taufe empfangen, mit der ich getauft werde.</q>
|
||
ul.nodisplay
|
||
li.slide <q>Den <i>Becher</i> Jesu <i>trinken</i></q>
|
||
ul.nodisplay
|
||
li.slide
|
||
| Im Rückblick auf Jesu Tod bzw. von ihm (und Mk 14,36) her kann dies nichts anderes meinen,
|
||
| als wie Jesus um des Evangeliums willen einen gewaltsamen Tod zu erleiden.
|
||
li.slide
|
||
| Für die beiden Jünger, denen Jesus das sagt, – Johannes und Jakobs – wird das auch zutreffen.
|
||
|
|
||
br
|
||
| Sie sind also tatsächlich Jesus im eigentlichen Sinne des Wortes <i>nachgefolgt</i>.
|
||
li.slide <q>Die <i>Taufe empfangen</i>, mit der Jesus getauft werden wird</q>
|
||
ul.nodisplay
|
||
li.slide Kann sich auch nur auf den Tod Jesu beziehen bzw. dann den Tod der beiden Jünger um des Evangeliums willen.
|
||
li.slide.small Ein Rückbezug auf die am Anfang des Evangeliums erzählte Taufe Jesu ist nicht möglich, weil es sich hier um eine auf die Zukunft gerichtete Formulierung handelt!
|
||
li.slide
|
||
| Bedeutung innerhalb des Evangeliums:
|
||
br
|
||
| Jesus nimmt den beiden Jüngern das Versprechen ab, seinen Weg zu gehen im Sinne echter Jesus-Nachfolge –
|
||
| und kündigt ihnen an, dass sie das auch tatsächlich tun werden.
|
||
li.slide
|
||
| Bedeutung insgesamt:
|
||
br
|
||
| Mit den Stichworten „Becher trinken“ und „Taufe empfangen“ werden die Sakramente Eucharistie
|
||
| (bei der ja aus dem Becher getrunken wird) und Taufe – also die beiden grundlegenden Sakramente des Christentums –
|
||
| angesprochen: sie werden vom Tod Jesu her gefüllt und im Hinblick auf <i>alle</i> Jünger – zu denen ja auch wir gehören! –
|
||
| in einem ganz spezifischen Sinn verstanden:
|
||
.alert.alert-primary.slide.mb-0
|
||
h4.alert-heading Taufe und Eucharistie im Dienst der Nachfolge
|
||
p.nomarginbottom.slide
|
||
i
|
||
| Wer die Taufe (und die Firmung) empfängt und immer wieder die Eucharistie, der <b>verpflichtet sich</b> damit auf
|
||
| den in Jesu Tod geschlossenen (neuen) Bund und somit <b>auf das Programm
|
||
| der Gottesherrschaft, wie Jesus es vorgelebt hat</b>, konkrekt: den Weg Jesu zu gehen (im allgemeinen Sinne):
|
||
| nicht herrschen, sondern <b>dienen</b>, Gott/Jesus dienen in den Nächsten und den <q>Letzten</q> der Gesellschaft;
|
||
| <q>denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und
|
||
| sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.</q> (Mk 10,45)
|
||
|
||
|
||
block bottomnav
|
||
+bottom_08("mk")
|
||
|
||
script.
|
||
push_slide_stack('.slide')
|
||
|
||
$(function () {
|
||
$('[data-toggle="tooltip"]').tooltip()
|
||
})
|