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| Inhaltsangabe/Überschrift
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| Himmlischer Sendungsbeschluss
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,1-3
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h5.card-title Johannes der Täufer in der Wüste: Seine Taufe und seine Ankündigung des Kommenden
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,4-8
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h5.card-title Die Taufe Jesu
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,9-11
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h5.card-title Die Versuchung Jesu
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,12-13
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h5.card-title Johannes tritt ab, Jesus tritt auf: Eröffnungsruf des Wirkens Jesu: Kehrt um! Das Reich Gottes ist zum Greifen nahe!
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,14-15
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h5.card-title Die Berufung der ersten Jünger
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,16-20
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hr
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p.card-text.mb-0.konzentr-3.bibeltextkonzentr
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| 1 Anfang des Evangeliums Jesu Christi, Sohn (eines) Gottes.
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| 2 Wie geschrieben steht beim Propheten Jesaja:
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br
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q Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der einen Weg bahnen wird.
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br
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q 3 Stimme eines Rufers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn! Macht gerade seine Straßen!
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p.card-text.mb-0.konzentr-2.bibeltextkonzentr
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| 4 So trat Johannes der Täufer in der Wüste auf und verkündete eine Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden.
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br
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| 5 Ganz Judäa und alle Einwohner Jerusalems zogen zu ihm hinaus;
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br
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| sie bekannten ihre Sünden und ließen sich im Jordan von ihm taufen.
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p.card-text.mb-0.konzentr-2.bibeltextkonzentr
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| 6 Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften
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br
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| und er lebte von wildem Honig.
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br
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| 7 Er verkündete:
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q
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| Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich;
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br
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| ich bin es nicht wert, mich zu bücken und ihm die Riemen der Sandalen zu lösen.
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br
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| 8 Ich habe euch mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.
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p.card-text.mb-0.konzentr-1.bibeltextkonzentr
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||
| 9 Und es geschah in jenen Tagen, da kam Jesus aus Nazareth in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen.
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br
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| 10 Und sogleich, als er aus dem Wasser stieg, sah er,
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br
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| dass der Himmel aufriss und der Geist wie eine Taube in ihn hineinkam.
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br
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| 11 Und eine Stimme aus dem Himmel sprach:
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q Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.
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p.card-text.mb-0.konzentr-1.bibeltextkonzentr
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| 12 Und sogleich trieb der Geist Jesus in die Wüste.
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br
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| 13 Jesus blieb vierzig Tage in der Wüste und wurde vom Satan in Versuchung geführt.
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br
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| Er lebte bei den wilden Tieren und die Engel dienten ihm.
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p.card-text.mb-0.konzentr-2.bibeltextkonzentr
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| 14 Nachdem Johannes ausgeliefert worden war, ging Jesus nach Galiläa;
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br
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| er verkündete das Evangelium Gottes
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br
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| 15 und sprach:
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q
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| Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe.
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br
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| Kehrt um und glaubt an das Evangelium!
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p.card-text.konzentr-3.bibeltextkonzentr
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||
| 16 Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, den Bruder des Simon,
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| die auf dem See ihre Netze auswarfen; sie waren nämlich Fischer.
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br
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| 17 Da sagte er zu ihnen:
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q
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| Kommt her, mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen.
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br
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| 18 Und sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm nach.
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br
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| 19 Als er ein Stück weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes;
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| sie waren im Boot und richteten ihre Netze her.
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br
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| 20 Sogleich rief er sie und sie ließen ihren Vater Zebedäus mit seinen Tagelöhnern im Boot zurück und folgten Jesus nach.
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.card-body
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h5.card-title
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||
q Anfang
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h6.card-subtitle.text-muted Beginn einer neuen Sammlungsbewegung – Ausbreitung der neuen Schöpfung
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hr
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ul.card-text
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li Jesus beruft die ersten vier Jünger.
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li Im Laufe des Evangeliums werden viele weitere dazukommen.
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li Jesu initiiert eine neue Sammlungsbewegung, eine Erneuerungsbewegung (zunächst) innerhalb des Gottesvolkes Israel.
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li
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| In diesem Sinne sind die Stichworte „Netz“ und „Menschenfischer” (u. a.) zuverstehen:
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br
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||
| → Wie ein Fischernetz dazu dient, Fische zusammenzusammeln, so will Jesus – mit Hilfe seiner Jünger – Menschen zusammensammeln, mit ihm als Mitte.
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li
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| Durch die beiden Erzählungen in der Mitte der konzentrischen Gliederung – Taufe Jesu (→ Tod und Auferstehung Jesu) und Versuchung Jesu –,
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||
| die das Thema „neuer Adam“, „Neue Schöpfung“ verbindet, gibt Markus zugleich ein (erst nachösterlich mögliches) Tiefenverstehen
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||
| dieser Sammlungsbewegung im Sinne der Ausbreitung der in Christus begonnenen „Neuen Schöpfung“ (s. u.).
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li
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||
| Dass Jesus eine Sammlungsbewegung losgetreten hat, kann stets neu in Erinnerung rufen:
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br
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| Christlich-jüdischer Glaube war und ist nicht nur Privatsache oder Sache einer einzelnen Familie,
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| sondern ein „Gemeinschaftsprojekt“, ein Netzwerk, das die Menschen untereinander und mit Gott/Christus verbindet,
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| gerade auch im Alltag und im (nicht nur gottesdienstlichen) gemeinsamen Feiern.
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li
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| Indem Markus hier hervorhebt, dass Jesus Brüder beruft, lässt er schon etwas vom „geschwisterlichen Geist“, der im (neuen) Gottesvolk herrschen soll, erahnen.
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li
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||
| Dass es immer zwei sind, korrespondiert damit, dass Jesus seine Jünger später „zu zweit“ aussenden wird;
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br
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| dies entspricht auch dem jüdischen Zeugnisrecht,
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| wonach es für eine gültige Aussage immer zwei Personen braucht.
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.card-body
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h5.card-title
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q Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg bahnen wird
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br
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q Bereitet den Weg des Herrn
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br
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| →
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q Kommt her, mir nach!
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hr
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ul.card-text
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li
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| Der Berufungs-Ruf „Kommt her, mir nach!“ greift unzweifelt die Ankündigung des vorausgehenden göttlichen Boten auf.
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br
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| → Jesus ist <i>der</i> göttliche Bote schlechthin, der den ihm Nachfolgenden „den Weg bahnt“, der also ihre ganze Existenz prägt und bestimmt.
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li
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| Auch spiegelt sich der Imperativ „Bereitet den Weg des Herrn!“ im Imperativ „Kommt her, mir nach!“.
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br
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| → Damit bekommt „Nachfolge“ eine inhaltliche Bestimmung, ein Ziel: den Weg des Herrn bereiten, also sich in den Dienst des Kommens Gottes zu den Menschen stellen.
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p.small.card-text In besonderer Weise verbindet sich daher der Imperativ „Bereitet den Weg des Herrn!“ mit der Absicht Jesu, seine Jünger zu Menschenfischern zu machen (s. u.).
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li
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| Schon hier ist klar, dass „Nachfolge“ mehr ist, als ein Jesus „Nachlaufen“ oder das physiche „Bei Jesus sein”.
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li
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| Auch ist von der Textfolge her der Ruf „Kommt her, mir nach!“ in Mk 1,17 vom Ruf zur Umkehr in Mk 1,15 her zu lesen:
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br
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| Nachfolge erfordert eine Neu-Ausrichtung des Lebens!
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li
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| Nachfolge meint letztlich:
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br
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i
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| Den Weg, den Jesus vorausgegangen ist, im eigenen Leben nachgehen.
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br
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| Also: so leben, wie Jesus selbst gelebt hat, in seinen Fußspuren wandeln.
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br
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| Als Sprachspiel:
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br
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i Den Weg des Herrn (= Gottes/Jesu) zu den Menschen bereiten, indem man den Weg des Herrn (= Jesu) (nach-)geht.
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h5.card-title Bei Jesus in die Schule gehen
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h6.card-subtitle.text-muted Blick in die Zukunft
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hr
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ul.card-text
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li
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| Die berufenen Jünger stehen am Anfang ihres Weges mit Jesus;
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br
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| gleiches gilt für den „unbedarften“ Leser.
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li
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| Für sie ist vor allem der Blick in die Zukunft bedeutsam:
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br
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| sie werden bei Jesus „in die Schule gehen“ und lernen, was „Nachfolge“ heißt und heißen muss.
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h5.card-title Dem „neuen Adam“ nach in die „neue Schöpfung“ folgen
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h6.card-subtitle.text-muted Blick auf die bisherigen Erzählungen im Evangelium
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hr
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p.card-text
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span.small
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| Ist die Erzählung der Taufe Jesu als Erzählung (auch und besonders) von Tod und Auferstehung Jesu „enttarnt“, ergibt sich noch eine andere Sichtweise.
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ul.card-text
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li
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| In der Mitte der konzentrischen Gliederung stehen zugleich – und über das „sogleich“ in Mk 1,12 engstens verbunden –:
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ul.card-text
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li die Erzählung von der Taufe Jesu mit der das Wohlgefallen Gottes äußernden „Stimme vom Himmel“;
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li die Erzählung von der Versuchung Jesu.
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| Dadurch ist diese Mitte einerseits durch das Gegenüber von Gott und Satan/Sünde ausgezeichnet,
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br
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| was den Ruf zur Nachfolge auch zum Ruf zur Entscheidung macht: für Gott oder für die Sünde;
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br
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| gleichzeitig kreisen beide Erzählungen um das Thema „Neue Schöpfung“ mit Jesus als „neuem Adam“.
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li
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||
| Das Gegenüber Gott ↔ Sünde und dies ausgehend von der Taufe und ihrer soteriologisch-ethischen Bedeutung („Neuheit des Lebens“),
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| verbunden mit der Aufforderung zur konsequenzen Entscheidung für Gott findet sich auch in Röm 6:
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br
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q.bibeltext
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| 3 Wisst ihr denn nicht, dass wir, die wir auf Christus Jesus getaufen wurden, auf seinen Tod getauft worden sind?
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br
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| 4 Wir wurden ja mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod, damit auch wir, so wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters
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| von den Toten auferweckt wurde, in der Neuheit des Lebens wandeln.
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br
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||
| 5 Wenn wir nämlich mit der Gestalt seines Todes verunden wurden, dann werden wir es auch mit der seiner Auferstehung sein.
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br
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| 6 Wir wissen doch: Unser alter Mensch wurde mitgekreuzigt, damit der von der Sünde beherrschte Leib vernichtet werde,
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| sodass wir nicht mehr Sklaven der Sünde sind.
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br
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| 7 Denn wer gestorben ist, der ist frei geworden von der Sünde.
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br
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| 8 Sind wir nun mit Christus gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden.
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br
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||
| 9 Wir wissen, dass Christus, von den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod hat keine Macht mehr über ihn.
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br
|
||
i 10 Denn durch sein Sterben ist er ein für alle Mal gestorben für die Sünde, sein Leben aber lebt er für Gott.
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br
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||
i 11 So begreift auch ihr euch als Menschen, die für die Sünde tot sind, aber für Gott leben in Christus Jesus.
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br
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| 12 Daher soll die Sünde nicht mehr in eurem sterblichen Leib herrschen, sodass ihr seinen Begierden gehorcht.
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||
br
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| 13 Stellt eure Glieder nicht der Sünde zur Verfügung als Waffen der Ungerechtigkeit, sondern stellt euch Gott zur Verfügung
|
||
| als Menschen, die aus Toten zu Lebenden geworden sind, und stellt eure Glieder als Waffen der Gerechtigkeit in den Dienst Gottes!
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||
span.bibelstelle Röm 6,3-13
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li
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||
| Nun muss auffallen, dass der Erzählzusammenhang Mk 1,9-20 genau dem Schema Röm 6,9-11 entspricht:
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ul.card-text
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||
li
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||
| Die Taufe (der Gläubigen) „vergegenwärtigt“ – ganz im Sinne von Röm 6,3-5 – den Tod und die Auferstehung Jesu (→ Röm 6,9.10a).
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||
li Die Versuchung entspricht der Aussage, dass Jesus „ein für alle Mal gestorben [ist] für die Sünde“ (→ Röm 6,10b).
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||
li Das Auftreten Jesu in Galiläa und seine Verkündigung des Evangeliums „bebildert“, dass er „sein Leben [...] lebt für Gott“ (→ Röm 6,10c).
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li
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| Die folgende Jüngerberufung mit „Kommt her, mir nach!“ schließt sich daran absolut konsequent an, im Sinne des
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||
br
|
||
q So begreift <i>auch ihr</i> euch als Menschen, die für die Sünde tot sind, aber für Gott leben in Christus Jesus
|
||
| (→ Röm 6,11).
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||
li.small
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||
| Im Hinblick auf die Komposition des Evangeliums lässt sich somit sagen:
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||
br
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| In Mk 1,1-11 folgt Markus Röm 1,1-4, wobei die Taufe das „dem Geist der Heiligkeit eingesetzt als Sohn Gottes in Macht seit
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||
| der Auferstehung von den Toten“ bebildet; gleichzeitig ist die Tauferzählung der Anlass, nach Röm 6 zu springen
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||
| und von dort aus in die Nachfolge Jesu zu rufen, dessen neue Existenz als Auferstandener eine Analogie im Leben der Christen haben muss.
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||
li
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||
| So kann der Ruf zur Nachfolge in Mk 1,16-20 ganz im Sinne von Röm 6,11 verstanden werden, wobei das weitere Evangelium darlegen wird,
|
||
| was es nun heißt, „tot zu sein für die Sünde“ und „für Gott zu leben in Christus Jesus“.
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||
li
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||
| Das „Mir nach!“ beinhaltet gemäß Röm 6 einerseits eine <i>„Schicksalsgemeinschaft“</i> mit Jesus (mit ihm gekreuzigt, mit ihm begraben, mit ihm Teilhaber an der Neuheit des Lebens),
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||
| andererseits den Aufruf zur <i>„Handlungsgemeinschaft“</i> mit Jesus (mit ihm „tot für die Sünde“, mit ihm „für Gott leben“).
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.card.slide.border-primary.mb-3
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.card-body
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h5.card-title
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q Wasser
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| –
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q Wüste
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||
| –
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q Geist
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h6.card-subtitle.text-muted Von der unheilvollen Gemeinsamkeit scheinbarer Gegensätze
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hr
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ul.card-text
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li In der konzentrischen Mitte stehen „Wasser“ (Jordan) und „Wüste“ nebeneinander.
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||
li Wasser wird oft mit „Leben“ assoziiert, Wüste dagegen mit „Tod“.
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||
li Wie schon an anderer Stelle erwähnt, kann aber auch das Wasser mit Untergang und Tod assoziiert werden, wie es Markus in seinem Evangelium auch immer wieder tut.
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||
li
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||
i
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||
| Gerade im Hinblick auf die Taufe verbindet sich mit dem „Symbol“ Wasser nicht eigentlich ein „Abwaschen“ von Sünden,
|
||
br
|
||
| sondern – im Hinabsteigen, Untertauchen – ein Sterben gegenüber dem alten Leben und – im Heraussteigen, Auftauchen – ein „Neugeschaffenwerden“ zu einem neuen Leben, das nicht mehr von der Sünde beherrscht ist.
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||
li
|
||
| In diesem Sinne ist die Taufe ein echter Durchgangsritus: durch den Tod hindurch zu einem neuen Leben.
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||
li
|
||
| Bestimmend für die neue Existenz ist der Geist Gottes, der in den beiden Erzählungen der konzentrischen Mitte begegnet:
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||
br
|
||
| wie Jesus der Geist eingehaucht wird und wie Jesus sich vom Geist antreiben lässt,
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||
br
|
||
| so lebt auch der Christ aus dem Geist und soll sich von ihm führen lassen.
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||
br
|
||
q.bibeltext
|
||
| Wenn wir im Geist leben, lasst uns auch im Geist wandeln!
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span.bibelstelle Gal 5,25
|
||
br
|
||
| Der Geist hilft auch – so ist es angedeutet –, eigenen Versuchungen zu bestehen.
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.card.slide.border-primary.mb-3
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.card-body
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||
h5.card-title
|
||
q Menschenfischer
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||
h6.card-subtitle.text-muted Nepper, Schlepper, Bauernfänger? – Durchgang zu einem neuen Leben im Dienste Gottes als Teil der „Neuen Schöpfung“!
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||
hr
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||
ul.card-text
|
||
li
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||
| Indem Jesus die Jünger zu Menschenfischern machen will, nimmt er sie für sich und das Evangelium in Dienst;
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||
br
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||
| in ihnen spiegeln sich die Engel der Versuchungserzählung in der Mitte der konzentrischen Gliederung wider, die Jesus dienen.
|
||
li
|
||
| Der Begriff <q>Menschenfischer</q> hat in der damaligen Zeit einen negativen Klang,
|
||
| vergleichbar unserem <q>Nepper, Schlepper, Bauernfänger</q>;
|
||
br
|
||
| das kommt wohl auch davon, dass das im Fischernetz Gefangene zu Tod und Verzehr bestimmt ist ...
|
||
li.small
|
||
| Es ist wohl diesem Hintergrund geschuldet, dass der Evangelist Lukas den Begriff „Menschenfischer“
|
||
| durch „Menschen (lebendig) fangen“ (= „beleben“, „wiederbeleben“) ersetzt.
|
||
li
|
||
| Die Erzählungen der Mitte der konzentrischen Gliederung verdeutlichen, wie Markus „Menschenfischer“ hier besonders verstanden haben will
|
||
| und dabei auch ein eigener Akzent auf dem „mir nach“ ruht:
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||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| Wie Jesus sollen die Jünger – von Gottes Geist gestärkt und geführt – in die Wüste der von Satan beherrschten Gottferne gehen zugunsten der Menschen:
|
||
| dabei ihre eigenen Versuchungen bestehen und Menschen für Gott und Christus gewinnen.
|
||
li
|
||
| In der Taufe sollen sie die Menschen – Kraft des Todes und der Auferstehung Jesu – realsymbolisch aus der Verstrickung in Sünde und Tod lösen
|
||
| und zu einem neuen Leben in der Nachfolge Jesu befreien – auf dass die „Neue Schöpfung“ um sich greife und der „neue Adam“ sich
|
||
| in der Menschheit auspräge.
|
||
li
|
||
| Auf diese Weise als „Menschenfischer“ tätig, erfüllen die Jünger in der Nachfolge Jesu in besonderer Weise
|
||
| den Auftrag „Bereitet den Weg des Herrn!“ (→ konzentrische Gliederung oben):
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||
br
|
||
| sie stehen im Dienst des befreienden Kommens Gottes zu den Menschen.
|
||
li
|
||
| Das „mir nach“ beinhaltet in diesem Sinne Anteilhabe an der Sendung Jesu!
|
||
li
|
||
| So ist die Taufe als Initiationssakrament „von Anfang an“ jenes Werkzeug Gottes, das in die Gemeinschaft der Christen
|
||
| hineinstellt, gleichsam das Netz, das alle Christen zusammenhält.
|
||
li
|
||
| Gleichzeitig wird deutlich, dass der negative Beiklang des Wortes „Menschenfischer“ kein „Unfall“ ist, keine „verbesserungswürdige Wortwahl“;
|
||
| vielmehr beinhaltet „Menschenfischer“ – ganz im Sinne von Röm 6 –
|
||
| das realsymbolische Sterben des Täuflings in der Taufe und das „aus dem Wasser steigen“ zu einer neuen Existenz, die Jesus zum Maßstab nimmt.
|
||
|
||
|
||
.card.slide.border-primary.mb-3
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title
|
||
q Söhne
|
||
h6.card-subtitle.text-muted Eintreten in die Sohnschaft gegenüber Gott
|
||
hr
|
||
ul.card-text
|
||
li In der Tauferzählung wird Jesus als Sohn Gottes angesprochen, und in der Versuchung erweist sich Jesus auch als Sohn Gottes (vgl. Mk 15,39!).
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||
li
|
||
| In der ganzen christlichen Theologie ist mit der Taufe der Gedanke verbunden, dadurch selbst „Sohn Gottes“ zu werden.
|
||
p.small.card-text Wobei „Sohn“ hier als christologisch-soteriologischer Begriff zu verstehen ist und die „Töchter“ einschließt.
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||
li
|
||
| Darauf spielen sicher auch die Stichworte „Sohn“ und „Vater“ im Hinblick auf die Brüder Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, an.
|
||
br
|
||
| → Indem sie ihren menschlichen Vater verlassen und in die Nachfolge Jesu eintreten, werden sie zu Söhnen Gottes.
|
||
li
|
||
| Diese Notiz hat auch eine besondere inhaltliche Tiefe, die im Kontext der konzentrischen Gliederung auffallen muss.
|
||
|
||
.card.slide.border-secondary.mb-2
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title
|
||
| Jesus-Nachfolge als Sinneswandel
|
||
h6.card-subtitle.text-muted
|
||
| Die „Vertreibung“ aus dem „Paradies“ (bzw. der eigenen „Komfortzone“), um eine „Insel des Lebens in der Wüste“ zu errichten
|
||
hr
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| In der Mitte der konzentrischen Gliederung ist das Thema „Neue Schöpfung“ mit Jesus als „neuem Adam“ präsent,
|
||
| dadurch
|
||
| lesen sich die Vorgänge fast wie die Vertreibung aus dem Paradies:
|
||
br
|
||
| Gleich, nachdem Jesus als Auferstandener aus dem Tod heraussteigt und die himmlische Herrlichkeit des Auferstandenen aufleuchtet,
|
||
| wird er vom Geist in die „Wüste“ getrieben, fast vertrieben.
|
||
br
|
||
| Der Leser kann nicht beim Blick auf den Auferstandenen verweilen, sondern muss mit ihm in die „Wüste“ gehen.
|
||
li
|
||
| Doch ist dieses Treiben in die Wüste kein Verbannen, sondern vom Auftrag Jesu her zu verstehen,
|
||
| mitten in der „Wüste der Gottferne“ eine „Insel des Lebens“ zu errichten, wie die Erzählung vom Wüstenaufenthalt
|
||
| durch das Dienen der Engel und das Zusammenleben mit den wilden Tieren bebildert.
|
||
br
|
||
| Der Leser wird also von der Auferstehung Jesu – fast anachronistisch – auf die (vorösterliche) Sendung Jesu verwiesen, umgelenkt.
|
||
li
|
||
| Die beiden Pole dieser Umlenkung können als Gegensätze verstanden werden:
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| Die Auferstehungswirklichkeit Jesu bringt eine – in Mk 1,9-11 auch angedeutete – Auferstehungsherrlichkeit mit sich,
|
||
| eine hoheitliche Stellung (→ Röm 1,4: „Sohn Gottes in Macht seit der Auferstehung von den Toten“).
|
||
li
|
||
| Die Sendung in die „Wüste“ assoziiert ein ganz anderes Umfeld, das dieser hoheitlichen Stellung nicht entspricht.
|
||
li
|
||
| Da der „sehende Leser“ dabei auch auf Jesu Tod am Kreuz blickt und die damit verbundene Erniedrigung,
|
||
| wird der Kontrast zwischen „Hoheitlicher Stellung“ und „Wüste“ besonders deutlich.
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||
li
|
||
| Blickt man von der Sendung Jesu in die „Wüste“ auf das „eigentliche“ Davor – also nicht auf die Auferstehung,
|
||
| sondern seine „Herkunft“ –, stößt man darauf, dass Markus davon erzählt, dass Jesus seine Heimat Nazaret in Galiläa
|
||
| verlassen hat, um zu Johannes zu gelangen und sich von ihm „taufen“ zu lassen.
|
||
li
|
||
| Durch die Verbindung der Gedanken „Heimat verlassen“ und „Von der Herrlichkeit in die Wüste“ wird man im Hinblick auf Christus
|
||
| auf den sog. „Philipperhymnus“
|
||
| im Brief des Paulus an die Philipper gelenkt (Phil 2,6-11).
|
||
p.small.card-text
|
||
| Die weitere Betrachtung des Markus-Evangeliums wird dann auch zeigen, dass Markus mit höchster
|
||
| Wahrscheinlichkeit den Philipperbrief des Apostel Paulus kannte.
|
||
li
|
||
| In diesem „Philipperhymnus“ wird besungen, dass Christus sein Gott-Gleich-Sein – wörtlich übersetzt – „nicht als Raub festgehalten hat“,
|
||
| sondern seine himmlische Herrlichkeit – seine „persönliche Komfortzone“ – verlassen hat,
|
||
| um Mensch zu werden: Diener bis zum Tod am Kreuz.
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br
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q.bibeltext
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| 6 Er war Gott gleich, hielt es aber nicht als einen Raub fest, Gott gleich zu sein,
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br
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| 7 sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich.
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||
br
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||
| Sein Leben war das eines Menschen;
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||
br
|
||
| 8 er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz.
|
||
br
|
||
| 9 Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen,
|
||
br
|
||
| 10 damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu
|
||
br
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||
| 11 und jeder Mund bekennt: Jesus Christus ist der Herr zur Ehre Gottes, des Vaters.
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||
span.bibelstelle Phil 2,6-11
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||
li
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||
| Dieser Hymnus wird von Paulus überliefert – das macht sein Kontext deutlich –, um den Christen zu veranschaulichen,
|
||
| wie auch sie gesinnt sein sollen (→ Nachfolge!).
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li
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||
| Von diesen Bezügen her fordert die Jesus-Nachfolge einen Sinneswandel, der dem Sinneswandel des ursprünglich Gottgleichen entspricht.
|
||
p.small.card-text
|
||
| Es ist sicher kein Zufall, dass in der vorliegenden konzentrischen Gliederung
|
||
| die Verkündigung der Sinneswandel-Taufe durch Johannes den Täufer und der Ruf zum Sinneswandel durch Jesus selbst
|
||
| gegenüberliegen.
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|
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.card-body
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h5.card-title
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| Ausbrechen aus einer Welt des „Habens“
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h6.card-subtitle.text-muted
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||
| Das „Verlassen“ des Vaters als verbindendes Element zwischen Jesus und den Söhnen des Zebedäus
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hr
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ul.card-text
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li
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| Die Anspielung auf den Philipperhymnus in der Mitte der konzentrischen Gliederung lässt einen bestimmten Erzählzug der Berufung
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||
| der Söhne des Zebedäus besonders hervortreten:
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br
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||
| Es wird erwähnt, dass Zebedäus Tagelöhner hat.
|
||
br
|
||
| Dies weist auf einen gewissen Wohlstand der Familie hin, den die beiden Söhne erben würden, wenn sie bei ihrem Vater bleiben würden.
|
||
br
|
||
| Indem sie Jesus nachfolgen, lassen sie dieses Erbe zurück und die Stellung als Söhne im väterlichen Betrieb:
|
||
li
|
||
| So wird eine inhaltiche Beziehung zwischen den Söhnen des Zebedäus und dem Gottessohn hergestellt:
|
||
br
|
||
| Christus hat auf seine himmlische Herrlichkeit verzichtet und seinen Vater „verlassen“ (→ Menschwerdung),
|
||
br
|
||
| er hat auf „Haben“ verzichtet und ist ein Diener, ein Sklave geworden.
|
||
br
|
||
| In Analogie dazu verlassen die Söhne des Zebedäus ihren Vater, verzichten auf das Erbe
|
||
| und treten in den Dienst Jesu.
|
||
li
|
||
| So wird im Handeln der „Nachfolgenden“ indirekt das Handeln des „Vorausgängers“ (= Jesus) erzählt und vergegenwärtigt,
|
||
br
|
||
| und zugleich dieses Handeln des „Vorausgängers“ als Vorbild herausgestellt.
|
||
li
|
||
| Im Hinblick auf die Söhne des Zebedäus lässt sich verallgemeinernd sagen:
|
||
br
|
||
i
|
||
| Jakobus und Johannes brechen durch ihre Jesus-Nachfolge aus einer „Gesellschaft des Habens“ aus
|
||
br
|
||
span.small </i>(auch wenn es immer wieder Rückfälle gibt, vgl. Mk 10,35-40)<i>,
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||
br
|
||
| sie verlassen ihre „persönliche Komfortzone“, „erniedrigen“ sich und treten in den Dienst an der Menschheit (→ „Menschenfischer“).
|
||
br
|
||
| Damit folgen sie nach Phil 2,6-11 in besonderer – beispielhafter! – Weise Jesus nach.
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||
|
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|
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.card-body
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h5.card-title
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||
| Ausbrechen aus menschlichen Machtstrukturen
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h6.card-subtitle.text-muted
|
||
| Der „Wechsel“ des Vaters (Mensch → Gott) in der Berufung der Zebedäussöhne als prinzipieller Gedanke
|
||
hr
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| Neben dem oben ausgeführten Gedanken des „Habens“ verbindet sich mit dem Verlassen des Vaters
|
||
| durch die Söhne Jakobus und Johannes auch der Gedanke der „menschlichen Macht“,
|
||
br
|
||
| lassen die Söhne des Zebedäus ja nicht nur ihren menschlichen Vater zurück,
|
||
| sondern auch die Stellung als Söhne im väterichen Betrieb bzw. dann später als Erben des Vaters.
|
||
li
|
||
| So verkörpern sie beispielhaft, was später im Evangelium nach Markus noch deutlich hervorgehoben werden wird:
|
||
br
|
||
i
|
||
| Es geht auch um ein Ausbrechen aus der patriarchalischen (oder – je nach kulturellem Kontext – matriarchalischen) Prägung
|
||
| menschlicher Gesellschaft,
|
||
br
|
||
| um ein Ausbrechen aus menschlichen Herrschaftsstrukturen.
|
||
p.small.card-text.mb-0 Siehe auch oben: „geschwisterlicher Geist“.
|
||
p.small.card-text
|
||
| Wo im weiteren Verlauf „Familie Gottes“ zum Thema wird, ist auffälligerweise nie vom (menschlichen) Vater die Rede:
|
||
br
|
||
| es gibt nur einen Vater, den im Himmel.
|
||
|
||
p.card-text.slide
|
||
i
|
||
| Insgesamt wird deutlich, wie Nachfolge neben einem „soteriologischen Element“ (→ Menschenfischer)
|
||
| auch ein „ethisches Element“ hat im Sinne des Ausbrechens aus einer Gesellschaft, die sich von materiellem Haben
|
||
| und menschlichen Machtstrukturen her definiert, zu einer Gemeinschaft, die verzichtet und sich in Dienst nehmen lässt.
|
||
|
||
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|
||
.card-body
|
||
h5.card-title
|
||
| Nochmal: Die eigenwillige Abfolge Auferstehung → „Wüste“
|
||
h6.card-subtitle.text-muted
|
||
| Röm 6 als Vorbild
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||
hr
|
||
p.card-text
|
||
| Die Umlenkung vom Blick auf den Auferstandenen auf seine Sendung (→ „Wüste“) hat eine Entsprechung in Röm 6:
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| Als Fortsetzung des Satzes
|
||
br
|
||
q Wir wurden ja mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod,
|
||
br
|
||
| würde man eine Weiterführung erwarten wie etwa:
|
||
br
|
||
q so sind wir auch mit ihm auferstanden.
|
||
li
|
||
| Doch es heißt:
|
||
br
|
||
q
|
||
| damit auch wir, so wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde,
|
||
br
|
||
i in der Neuheit des Lebens wandeln.
|
||
li.small
|
||
| Erst später wird es heißen:
|
||
br
|
||
q
|
||
| Wenn wir nämlich mit der Gestalt seines Todes verbunden wurden,
|
||
br
|
||
| dann werden wir es auch mit der seiner Auferstehung sein.
|
||
br
|
||
| Diese Formulierung aber blickt in die Zukunft, nicht in die Gegenwart.
|
||
li
|
||
| Sicher schreibt Paulus auch ganz bewusst:
|
||
br
|
||
q Wisst ihr nicht, dass wir, die wir auf Christus Jesus getauft worden, <i>auf seinene Tod</i> getauft worden sind?
|
||
li
|
||
| Hintergrund ist, dass (sicher nicht nur) in Korinth Gläubige der Meinung waren, schon selber auferstanden zu sein,
|
||
| also schon am Ziel zu sein: es kann nichts mehr passieren.
|
||
li
|
||
| Dagegen betont Paulus – durchaus mit einem mahnenden Ton –:
|
||
br
|
||
| Ja, wir haben Teil an der Auferstehung Jesu und werden auch einmal
|
||
| mit ihm in der Auferstehungsherrlichkeit sein – aber das ist Zukunft, wir sind noch auf dem Weg, nicht schon am Ziel angekommen;
|
||
br
|
||
| die Teilhabe an der Auferstehung Jesu bedeutet nicht, schon selbst auferstanden zu sein,
|
||
| sondern ist vielmehr ein Auftrag, als Teil der „Neuen Schöpfung“ den Alltag zu bestehen;
|
||
br
|
||
| sie ist als Auftrag zu verstehen, das eigene Leben auf dem Weg bis zum eigenen Tod und der dann erst
|
||
| folgenden Auferstehung entsprechend zu gestalten: „tot für die Sünde – für Gott leben“.
|
||
li
|
||
| Paulus im Römerbrief und Markus hier in der Mitte der konzentrischen Gliederung
|
||
| mit Ruf zur Nachfolge am unteren Ende gemeinsam ist also,
|
||
br
|
||
| dass sie den Blick auf die Auferstehungsherrlichkeit Jesu umbiegen zu einem Auftrag an die Gläubigen
|
||
| in der Nachfolge Jesu.
|
||
li.small
|
||
| Bei beiden begegnet – aus diesem Grund – der eigenwillige Umstand, dass der Auferstandene – der ja wirklich schon am Ziel ist –
|
||
| zum Vorbild für jene wird, die noch auf dem Weg zum Ziel sind;
|
||
br
|
||
| für sie wäre
|
||
| Jesus als selber Auf-dem-Weg-Seiender das naheliegendere Beispiel, da er ja eigentlich durch diesen Weg – auf dem er schon
|
||
| die Versuchung bestanden hat – zum Vorbild geworden ist.
|
||
br
|
||
| Markus verbindet beide Sichtweisen, indem in seinem Evangelium Jesus bereits (seit der Taufe) der Auferstandene ist,
|
||
| er als Irdischer aber doch zugleich noch auf dem Weg zum Kreuz ist.
|
||
|
||
.card.slide.border-primary.mb-3
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title
|
||
| Die Erstberufenen: „tot für den Sünde – leben für Gott“
|
||
h6.card-subtitle.text-muted Alles verlassen – Menschenfischer
|
||
hr
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| Das „Mir nach!“ ist im Kontext der unmittelbar vorausgehenden Erzählungen nach der Tauferzählung als
|
||
| „So begreift auch ihr euch als Menschen, die für die Sünde tot sind, aber für Gott leben in Christus Jesus“ (→ Röm 6,11) zu verstehen.
|
||
li
|
||
| Exemplarisch wird dies an den vier Erstberufenen bebildert:
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
i Simon und Andreas
|
||
br
|
||
| Sie werden als Menschenfischer berufen.
|
||
br
|
||
| Als solche Leben sie ihr Leben für Gott.
|
||
li
|
||
i Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus
|
||
br
|
||
| Sie brechen aus einer Gesellschaft des Habens und menschlichen Machtstrukturen – selbst eigentlich habend und mächtig – aus.
|
||
br
|
||
| Dies gehört zum „tot sein für die Sünde“;
|
||
br
|
||
| das Verharren in beidem wird im Laufe des Evangeliums von Jesus angeprangert werden.
|
||
|
||
.card.slide.border-primary.mb-3
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title
|
||
q Tut alles ohne Murren und Bedenken ...
|
||
span.bibelstelle Phil 2,14
|
||
h6.card-subtitle.text-muted Die Jünger als Teil der „Insel des Lebens“ in der Wüste
|
||
hr
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| Es fällt auf, dass die berufenen Jünger ohne Umschweife in die Nachfolge eintreten;
|
||
br
|
||
| bei Petrus und Andreas wird sogar explizit ein „sogleich“ gesetzt,
|
||
| aber auch bei den Söhnen des Zebedäus erfolgt unmittelbar auf den Ruf Jesu das Verlassen des Vaters.
|
||
li
|
||
| Hier kann einem – wie schon der Versuchungserzählung, die jetzt Teil der Mitte der konzentrischen Gliederung ist –
|
||
span.bibelstelle Phil 2,14-15
|
||
| in den Sinn kommen:
|
||
br
|
||
q.bibeltext
|
||
i Tut alles ohne Murren und Bedenken,
|
||
br
|
||
| damit ihr rein und ohne Tadel seid, Kinder Gottes ohne Makel
|
||
br
|
||
| mitten in einer verkehrten und verwirrten Generation,
|
||
br
|
||
| unter der ihr als Lichter in der Welt leuchtet.
|
||
br
|
||
| Mit Phil 2,14 könnte man sagen: die vier treten „ohne Murren und Bedenken“ in die Nachfolge Jesu ein.
|
||
li
|
||
| Dazu gibt es einen indirekten weiteren Bezug:
|
||
br
|
||
| Das „Kinder Gottes“-Sein „rein und ohne Tadel“ im Zitat aus dem Philipperbrief spiegelt sich in der Tauferzählung in der Mitte
|
||
| der konzentrischen Gliederung in der Anrede Jesu durch Gott sowie in der Wohlgefallensbekundung wieder;
|
||
br
|
||
| und von dort aus im Verlassen des Vaters durch die Söhne des Zebedäus, um Kinder Gottes zu werden.
|
||
li
|
||
| So werden die Jünger als zugehörig zur in Mk 1,12-13 angedeuteten „Insel des Lebens“ inmitten der Wüste der von Satan beherrschten Gottferne gekennzeichnet.
|
||
li
|
||
| Als „Menschenfischer“ helfen die Jünger, Menschen auf diese „Insel des Lebens“ zu retten.
|
||
|
||
.card.slide.border-primary.mb-3
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title
|
||
| Der Gehorsam bis zum Tod am Kreuz und der Gehorsam der Erstberufenen beim Eintritt in die Nachfolge
|
||
h6.card-subtitle.text-muted Die Erzählung von der Versuchung Jesu und der Philipperhymnus
|
||
hr
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| Das unmittelbare Eintreten der Jünger in die Nachfolge Jesu – ihr Gehorsam angesichts des Rufes Jesu –
|
||
| spiegelt sich in der Mitte der konzentrischen Gliederung darin, dass sich Jesus ohne Umschweife vom Geist
|
||
| in die Wüste treiben lässt:
|
||
br
|
||
| so wie Jesus dem Geist gegenüber gehorsam ist,
|
||
br
|
||
| so sind es die Jünger Jesus gegenüber.
|
||
li
|
||
| Gleichzeitig spiegelt sich das In-Dienst-nehmen-Lassen der Jünger in der Mitte der konzentrischen Gliederung darin, dass die Engel Jesus dienen:
|
||
br
|
||
| Erde und Himmel dienen Jesus.
|
||
li
|
||
| Versteht man nun noch die Wüste – wie wir es getan haben – als Ort der Gottferne,
|
||
br
|
||
| verbindet diese als „Wüste der Gottferne“ mit dem Tod Jesu am Kreuz, der – wie bereits erwähnt – als Sterben in die Gottferne gezeichnet ist
|
||
| (→ „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Mk 15,34),
|
||
br
|
||
| und ist auch – siehe oben – auf Bezüge zum
|
||
| Philipperhymnus aufmerksam geworden, drängt sich regelrecht auf, auch diese Erzählzüge mit dem Philipperhymnus zu verbinden:
|
||
br
|
||
q.bibeltext
|
||
| 8 er erniedrigte sich und war <i>gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz</i>.
|
||
br
|
||
| 9 <i>Darum hat ihn Gott über alle erhöht</i> und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen,
|
||
br
|
||
| 10 damit <i>alle im Himmel, auf der Erde</i> und unter der Erde <i>ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu</i>
|
||
span.bibelstelle Phil 2,8-10
|
||
br
|
||
| Die Versuchung Jesu besteht demgemäß darin, diesen Weg des Gehorsams bis zum Tod am Kreuz nicht zu gehen.
|
||
li
|
||
| Das „Darum“ in Phil 2,9 ist ein betontes Scharnier zwischen Erniedrigung und Erhöhung des einst Gottgleichen;
|
||
| und mit dieser Erhöhung Jesu verbindet sich in Phil 2,10 das Ziel, dass Himmel, Erde und Unterwelt vor Jesus die Knie beugen;
|
||
br
|
||
| das kann als Zeichen von Hochachtung und Ehrerbietung verstanden werden,
|
||
br
|
||
| das kann im weiteren Sinne aber auch als Gehorsam bis hin zum Dienst verstanden werden.
|
||
br
|
||
| Versteht man jedenfalls den Dienst der Engel und den gehorsamen Eintritt der Jünger in den Dienst Jesu
|
||
| von Phil 2,10 her, ist das Kniebeugen durch Himmel, Erde und Unterwelt zu 2/3 in den Engeln und den Berufenen bebildert.
|
||
li
|
||
| Unterstützend ist die Beobachtung, dass in der Versuchungserzählung die Trias Engel, (gezähmte wilde) Tiere und Satan
|
||
| der Trias „im Himmel, auf der Erde und unter der Erde“ entspricht.
|
||
li
|
||
| Mithin schaut die Erzählung von der Versuchung Jesu beim Dienst der Engel also schon auf die Erhöhung Jesu,
|
||
br
|
||
| ist in einer einzigen Erzählung letztlich die ganze Sendung Jesu gegenwärtig.
|
||
li
|
||
| So betrachtet wird in der doppelten Mitte der konzentrischen Gliederung <i>zweimal</i> der Weg Jesu erzählt:
|
||
br
|
||
| Zunächst das Kommen Jesu zur Taufe und seine Taufe durch Johannes (→ Hineinsteigen im Sinne des Todes)
|
||
| sowie die Ereignisse beim Heraussteigen aus dem Wasser (→ Auferweckung);
|
||
br
|
||
| dann – wieder auf den Anfang zurücksetzend – den Weg Jesu in die „Wüste der Gottferne“ bis hin zum Tod am Kreuz,
|
||
| den Jesus seiner Sendung gemäß gehorsam geht – worauf sich das bei der Taufe geäußerte Wohlgefallen Gottes bezieht –,
|
||
| was in seine abschließend im Dienst der Engel angedeuteten Erhöhung mündet.
|
||
li
|
||
| Der Weg in die „Wüste der Gottferne“ nach dem Hereinbrechen der Herrlichkeit Gottes über Jesus
|
||
| hat eine gewisse Analogie zur Entäußerung und Erniedrigung des Philipperhymnus, auch wenn der Ausgangspunkt dort die Präexistenz ist.
|
||
br
|
||
| Es leuchtet das „Darum“ der Erhöhung auf (→ Wohlgefallen, das Gott in der „Taufe“ Jesu äußert):
|
||
br
|
||
| der Blick auf die bei der Taufe angedeutete Auferstehungsherrlichkeit wird umgebogen auf den Weg dorthin.
|
||
li
|
||
| In diesen Weg von der Erniedrigung zur Erhöhung ist die Berufung und damit die Sendung der Jünger eingeordnet als Weg der Nachfolge:
|
||
br
|
||
| der Gehorsam gegenüber dem Ruf Jesu und in diesem Zug die Entäußerung und Erniedrigung als Verlassen der Stellung als Söhne im väterlichen Betrieb durch die Söhne des Zebedäus.
|
||
br
|
||
| Und wie Jesus die Jünger quasi auf seinem Weg mitnimmt, so sollen auch die Jünger – als Menschenfischer – andere mitnehmen
|
||
| auf diesem Weg in der Nachfolge Jesu.
|
||
|
||
.card.slide.border-primary.mb-3
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title
|
||
q Sogleich
|
||
h6.card-subtitle.text-muted Die Sendung Jesu vollzieht sich und nimmt andere in die Pflicht
|
||
hr
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| In der Versuchungserzählung (→ Mitte der konzentrischen Gliederung) drückt das „sogleich“, das keinen Raum zwischen Taufe und Gang in die Wüste lässt,
|
||
| die göttliche Sendung Jesu aus.
|
||
p.small.card-text
|
||
| In diesen Verstehenszusammenhang lässt sich auch das „sogleich“ bei der Taufe Jesu einordnen: Jesu wird – als Anfang gelesen – für seine Sendung
|
||
| gerüstet; bzw. Jesu Sendung kommt in der Aufertehung zu ihrem Ziel.
|
||
li
|
||
| In der vorliegenden Erzählung begegnet das „sogleich“ zweimal, zwar mit unterschiedlichem Bezug, aber stets vom Gedanken der göttlichen Sendung/Berufung her verstehbar:
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| Jesus ruft Simon und Andreas – und sogleich folgen sie Jesus nach:
|
||
br
|
||
| In dieser Nachfolge vollzieht sich ihre Berufung durch Gott.
|
||
li
|
||
| Jesus sieht die Söhne des Zebedäus – und sogleich ruft er sie:
|
||
br
|
||
| In diesem Ruf in die Nachfolge vollzieht sich ein Teil der Sendung Jesu (und später auch der Jünger im Sinne des Menschenfischerseins).
|
||
|
||
.card.slide.border-primary.mb-3
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title Alles verlassen?
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||
h6.card-subtitle.text-muted Fragen zur Radikalität der Jesus-Nachfolge
|
||
hr
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| Auffällig ist, wie unbedingt und ohne weitere Umschweife („sogleich“ in Mk 1,18!) die Berufenen in die Nachfolge eintreten:
|
||
br
|
||
| Von den vier erstberufenen Jüngern wird erzählt, dass sie ihren Beruf und ihre Familie hinter sich lassen, um Jesus nachzufolgen.
|
||
li
|
||
| Als alttestamentliches Vorbild kann die Berufung des Elischa durch Elija dienen; teils klingt diese mehr als ähnlich:
|
||
br
|
||
q.bibeltext
|
||
| ... Elija ... traf ... Elischa, den Sohn Schafats.
|
||
br
|
||
| Er war gerade mit zwölf Gespannen am Pflügen und er selbst pflügte mit dem zwölften.
|
||
br
|
||
| Im Vorbeigehen warf Elija seinen Mantel über ihn. Sogleich verließ Elischa die Rinder, eilte Elija nach ...
|
||
span.bibelstelle 1 Kön 19,19-20
|
||
ul.card-text
|
||
li Wie die Erstberufenen gerade ihre Netze auswarfen, ist Elischa gerade beim Pflügen.
|
||
li Wie Jakobus und Johannes über ihren Vater identifiert werden, so auch Elischa.
|
||
li Hier wie dort ist das „sogleich“ hervorstechend.
|
||
li Hier wie dort ist ein gewisses Vermögen der Familien vorauszusetzen: Zebedäus hat Tagelöhner, die Familie des Elischa hat nicht nur eines, sondern zwölf Gespanne.
|
||
li Wie die Jünger Jesus nachgehen sollen, läuft Elischa Elija nach.
|
||
li Während aber Elischa noch in einer größeren Aktion sich von seinen Eltern verabschiedet, ist dies bei Jakobus und Johannes klar knapper und damit dringlicher formuliert.
|
||
li Insgesamt wird man sagen dürfen, dass die Berufungserzählung des Elischa Pate gestanden hat für die Berufungserzählung der ersten Jünger bei Markus.
|
||
li
|
||
| Auffällig muss aber sein, dass man wenig später im Haus der Schwiegermutter des Petrus einkehrt (Mk 1,29-31).
|
||
p.small.card-text
|
||
| Paulus kann in 1 Kor 9,5 erwähnen, dass die übrigen Apostel, die Herrenbrüder und – eigens erwähnt – auch Petrus ihre (christlichen) Frauen
|
||
| auf ihren Missionsreisen dabei haben.
|
||
br
|
||
| Petrus und auch die anderen haben also offenbar nicht einfach ihre Familien allein („im Stich“) gelassen.
|
||
li
|
||
| Es kommt auf die Priorisierung an: Die Nachfolge muss an oberster Stelle stehen und alles ist von ihr her zu betrachten.
|
||
li
|
||
| Das schließt sicher manches aus – wie das Evangelium noch verdeutlichen wird –, familiäre Bindungen aber nicht zwangsläufig.
|
||
li
|
||
| Wichtig ist Markus die Unbedingtheit der Nachfolge; in diesem Sinne ist es eine radikale Nachfolge.
|
||
|
||
|
||
.card.slide.border-primary
|
||
.card-body
|
||
h5.card-title Jesus, der Johannes „Nachfolgende“
|
||
hr
|
||
ul.card-text
|
||
li
|
||
| Passend zur Nachfolgethematik am unteren Ende der konzentrischen Gliederung, stehen sich
|
||
| auf der inneren Position Johannes der Täufer und Jesus gegenüber.
|
||
li
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| Johannes hatten den Stärkeren angekündigt, der nach ihm kommt; dieser – Jesus – tritt nun auf, nachdem Johannes ausgeliefert worden war.
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li
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| Beide verbindet der Ruf zur Umkehr.
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ul.card-text
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li
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| Damit ist – von der Mitte der konzentrischen Gliederung her – ein Sinneswandel gemeint,
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| der dem Sinneswandel des Gottgleichen entspricht, der sich entäußert hat und ein Diener bis zum Letzten geworden ist (→ Phil 2,6-11).
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li
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| Am unteren Ende der konzentrischen Gliederung wird dieser Gedanke mit den Söhnen des Zebedäus verbunden;
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br
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| man kann ihn auch hier in der Wüsten-Askese Johannes des Täufers angedeutet sehen, sich spiegelnd im von Jesus verkündeten
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| „Evangelium Gottes“, das die Erniedrigung des Gottessohnes im Tod enthält
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| (und sich in diesem Sinne auch mit der Mitte der konzentrischen Gliederung verbindet).
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li
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| Ferner kann die „Taufe des Sinneswandels“ mit der Notiz der Auslieferung Johannes des Täufers verbunden werden,
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| ist diese doch „durchsichtig“ auf die Auslieferung Jesu, also seinen Tod am Kreuz gemäß göttlicher Sendung.
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br
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| Es ist also auf die Christen und Christus zu übertragen, gemäß Röm 6:
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br
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q.bibeltext Wisst ihr denn nicht, dass wir, die wir auf Christus Jesus getaufen wurden, auf seinen Tod getauft worden sind?
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span.bibelstelle Röm 6,3
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li
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| Während der Einzugsbereich Johannes des Täufers Judäa und Jerusalem sind, tritt Jesus zunächst in Galiläa auf;
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br
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| doch wird der weitere Weg Jesus dann nach Judäa und Jerusalem führen ...
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li
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| Die Taufe der Vielen wird in Beziehung gesetzt zu „Reich Gottes“, „Evangelium“, „Umkehr“ und „Glaube“ –
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| alles Themen, die sich in der christlichen Theologie auch sonst mit der Taufe verbinden.
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ul.card-text
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li Die Taufe ist Element der geforderten Umkehr und besiegelt diese auf Zukunft hin.
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li Gleichzeitig setzt die Taufe (im christlichen Sinne) den Glauben an das Evangelium voraus.
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li Durch die Taufe wird man Teil einer neuen Wirklichkeit, nämlich des angebrochenen Reiches Gottes.
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h6 Unwahrscheinliche Gliederungsvariante
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p
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| Diese Variante ist nur möglich, wenn man die Taufe Jesu aufteilt; das ist möglich (siehe andere konzentrische Gliederungen).
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| Allerdings ist es nicht unbedingt naheliegend, weil das Auftrennen des Wirkens Johannes des Täufers sich eher anbietet.
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br
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| Dazu kommt: In obiger Gliederung sind <q>Geisttaufe</q> und <q>der Geist treibt Jesus in die Wüste</q> sowie
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| <q>der Stärkere</q> und <q>Jesus in Auseinandersetzung mit Satan [= der Starke]</q> eng verbunden.
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br
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| Außerdem liegen oben die Umkehrpredigt Johannes des Täufers einerseits und Jesu andererseits gegenüber.
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.card.mb-3.konzentr-4
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h5.card-title
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| Inhaltsangabe/Überschrift
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br
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| Himmlischer Sendungsbeschluss
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,1-3
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.card.mb-3.konzentr-3
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h5.card-title Johannes der Täufer in der Wüste: Seine Taufe und seine Ankündigung des Kommenden
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,4-8
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.card.mb-3.konzentr-2
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h5.card-title Die Taufe Jesu I: Jesus lässt sich taufen = Tod
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,9
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.card.mb-3.konzentr-1
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h5.card-title Die Taufe Jesu II: <q>Als er aus dem Wasser stieg, da ...</q> = Auferstehung
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,10-11
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.card.mb-3.konzentr-2
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h5.card-title Die Versuchung Jesu
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,12-13
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.card.mb-3.konzentr-3
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h5.card-title Johannes tritt ab, Jesus tritt auf: Eröffnungsruf des Wirkens Jesu: Das Reich Gottes ist zum Greifen nahe!
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,14-15
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.card.mb-3.konzentr-4
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.card-body.gliederung
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h5.card-title Die Berufung der ersten Jünger
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,16-20
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