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.card-body
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h5.card-title Die „fortschreitende Konzentrik“ im Markus-Evangelium
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h6.card-subtitle.text-muted Konzentrik als genereller Lese-Schlüssel für das Markus-Evangelium
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hr
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p.card-text.mb-0
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| Auf die Thematik „Konzentrik“ aufmerksam gemacht, stellt man fest:
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br
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| die kleinste konzentrische Einheit ist Mk 1,(1.)2-3:
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ul.card-text
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li In Mk 1,2a wird ein Jesaja-Zitat angekündigt.
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li Doch dieses folgt erst in Mk 1,3.
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li Dazwischen steht in Mk 1,2b eine Zitatkombination aus Mal 3,1; Ex 23,20
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p.card-text Das kann als „unschön“ oder dergleichen interpretiert werden – oder als Signal, genauer hinzuschauen.
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p.card-text.slide.mb-0(data-slideslave="#sslave_ergebnis")
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b Ergebnis
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ul.card-text.slideslave#sslave_ergebnis
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li
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| Fügt man nach und nach je eine neue Erzählung (bzw. einen Erzählkomplex) an den bisher betrachteten Markus-Text an,
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| dann stellt man fest:
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ul.card-text
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li
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| Zwischen dem „Anfang des Evangeliums ...“ (Mk 1,1-3) und der neu angefügten Erzählung (bzw. dem neu angefügten Erzählkomplex)
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| kann eine konzentrische Gliederung aufgezogen werden.
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li
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| Dabei gibt es – wie von der Konzentrik gefordert – zwischen den sich jeweils gegenüberliegenden Erzählungen inhaltliche und/oder formale Bezüge.
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li
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| Ferner hat die sich jeweils ergebende Mitte einen besonderen inhaltlichen und/oder formalen Bezug zur neu angefügten Erzählung (bzw. zum neu angefügten Erzählkomplex).
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li
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| Teils muss eine komplette Erzählung neu hinzugefügt werden, teils ein ganzer Erzählabschnitt, teils auch nur ein Sinnabschnitt innerhalb eines Erzählbogens.
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li
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| Manchmal besteht die Mitte der konzentrischen Gliederung auch aus Teilen einer Erzählung; es wird also – im weiteren Fortgang – ein Erzählung
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| mitunter in mehreren Stufen „verarbeitet“.
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li
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| Manchmal bilden auch zwei aufeinander folgende Erzählungen gemeinsam eine Mitte.
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li
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| Die Bezüge mögen – gerade bei viel vorhandener Textmasse zwischen Enden und Mitte der konzentrischen Gliederung – mal mehr, mal weniger deutlich sein, manchmal auch vermisst werden;
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br
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| von besonderer Bedeutung ist aber immer, welche Erzählung der Taufe gegenüber liegt.
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li
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| Schließlich zerfallen und verbinden sich auch Erzählungen von einer konzentrischen Gliederung zur nächsten, damit die Konzentrik aufgeht.
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li
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i
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| Unzweifelhaft ist, dass der Autor durch diese geniale Konstruktion Beziehungen zwischen den Erzählungen herstellt, die bei der Auslegung von Relevanz sind
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| und helfen wollen – ja geradezu anleiten –, den vom Autor angezielten Sinn besser zu erschließen.
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