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h5.card-title Inhaltsangabe/Überschrift
h6.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 1,1
q.card-text.small <span style="color: blue;">Anfang</span> des <span style="color: green;">Evangeliums Jesu Christi</span>, Sohn eines Gottes.
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h5.card-title Himmlischer Sendungsbeschluss
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 1,2-3
p.card-text.small
| Wie geschrieben ist beim Propheten Jesaja:
p.card-text.small.mb-0
i Johannes der Täufer, Vorläufer Jesu
p.card-text.small
| Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg herrichten soll;
p.card-text.small.mb-0
i Johannes der Täufer, (implizit) Künder des Kommenden; (explizit) Aufruf, für ihn <q>den Weg</q> zu <q>bereiten</q>
p.card-text.small
| Stimmes eines Rufenden in der <span style="color: red;">Wüste</span>: <span style="color: olive;">Bereitet den Weg des Herrn, macht gerade seine Pfade!</span>
.card.mb-3.konzentr-2
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h5.card-title Johannes in der Wüste: Das Wirken Johannes des Täufers
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 1,4-8
p.card-text.small Er kündigt den <q>Stärkeren</q> an.
.card.mb-3.konzentr-1
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h5.card-title Die Taufe Jesu
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,9-13
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h5.card-title Jesus in der Wüste: Die Versuchung Jesu
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 1,12-13
p.card-text.small
| Jesus von Satan (in 3,27: der <q>Starke</q>) versucht.
p.card-text.small
| Versuchung erinnert an die Versuchung des (ersten) Adam in Gen 3;
br
| dem gegenüber steht (in der Verkündigung des Johannes) die Taufe zur <q>Vergebung der Sünden</q>, die
| in Verbindung mit der geforderten Umkehr nicht nur die eigenen Sünden
| vergibt, sondern doch als christliche Taufe, von Christus her (auch) aus der <q>Schuld Adams</q> befreit
| (vgl. Adam-Christus-Parallele in Röm 5).
br
| Jesus ist der Prototyp des neuen, <q>umgekehrten</q> Menschen.
br
| Einerseits begegnet hier die Wiederherstellungder durch die Sünde Adams zerstörten Schöpfung
| als Neuschöpfung (Tierfriede, Gemeinschaft mit den himmlischen Wesen [Engel] etc.),
| andererseits wird deutlich, dass dies (für diese Weltzeit) nichts statisches ist,
| sondern auch weiterhin die Versuchung bleibt; das aber ist genau die Situation des Christen nach der Taufe.
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h5.card-title Johannes tritt ab, Jesus tritt auf: Eröffnungsruf des Wirkens Jesu
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 1,14-15
p.card-text.small.mb-0
i Johannes der Täufer, Vorläufer Jesu
p.card-text.small
| Nachdem aber ausgeliefert worden war Johannes,
p.card-text.small.mb-0
i <span style="color: blue;">Jesus, Künder des nahe gekommenen Gottesreiches mit dem Aufruf, die Konsequenzen zu ziehen</span>
p.card-text.small
| kam Jesus nach <span style="color: red;">Galiläa</span>, das <span style="color: green;">Evangelium Gottes</span> verkündend und sagend:
br
| Erfüllt ist die Zeit, und nahe gekommen ist das Reich Gottes;
br
| <span style="color: olive;">kehrt um (= ändert euch) und glaubt an das </span><span style="color: green;">Evangelium</span>!
p
| Formal entsprechen sich die Verse 3 und 15;
| der weitere Verlauf des Evangeliums wird zeigen, wie Umkehr, Glaube und Evangelium mit dem <q>Weg des Herrn</q> in Verbindung stehen.
p.mb-0
| Das Wort <q>Evangelium</q> rahmt die Botschaft Jesu mit den beiden Akzenten:
ul
li Ankündigung des nahe gekommenen Gottesreiches; die Zeit ist (bereits) erfüllt;
li Aufruf, die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen: Umkehr, Glaube (an das Evangelium).
p
| Gleichzeitig rahmt das Wort <q>Evangelium</q> die Verse 1-15 insgesamt und binden sie zusammen um die Mitte <q>Taufe</q>.
p
| Das Wort <q>Anfang</q> in 1,1 korrespondiert formal dem Anfang der Verkündigung Jesu in 1,14-15.
br
| Aber es korrespondiert auch inhaltlich mit 1,14-15, ist das Reich Gottes doch nicht mit einem <q>Satz</q> da wiewohl die Zeit erfüllt ist ,
| sondern ist nahe gekommen; sein Kommen hat aber mit Umkehr und Glaube (an das Evangelium) zu tun.
p
| Es fällt auf, dass hier <q>Worthülsen</q> begegnen, die im restlichen Evangelium noch gefüllt werden
| (was heißt Umkehr? was ist der konkrete Inhalt des Evangeliums, an das geglaubt werden soll? etc).
br
| Von daher rahmt zwar der Gedanke <q>Anfang</q> 1,1-15, aber ohne das im Evangelium Erzählte ist
| nicht klar, was genau hier eigentlich den Anfang nimmt. Von daher kann sich das Wort <q>Anfang</q> nur
| auf das ganze Evangelium beziehen, nicht nur auf 1,1-15 hat man aber die wichtigen Zusammenhänge
| verstanden, ist in diesen 15 Versen tatsächlich der ganze <q>Anfang</q> präsent.
p.mb-0
| In der Mitte steht die Taufe Jesu, im Brennpunkt von <q>Evangelium</q> und <q>Anfang</q>.
br
| Dies zu verstehen, muss man einiges aus dem restlichen Evangelium bewusst haben:
ul
li In 10,38-39 wird die Taufe als Chifre für den Tod Jesu gebraucht.
li
| Die Erzählung von der Kreuzigung ist durch einige Themen/Elemente mit der Erzählung von der Taufe verbunden
| (Himmelaufreißen/Tempelvorhangzerreißen, Geisteinhauchen/Geistaushauchen).
li
| Von vorne nach hinten gelesen ist die Kreuzigung
| das Gegenteil zur Taufe von hinten wieder an den Anfang gesprungen ist die Taufe Neuschöpfung nach der Kreuzigung
| (mit Elementen, die normalerweise mit der Auferstehung Jesu verbunden werden: Geist, der lebendig macht; Aufgriff von Ps 2,7):
li
| Ergebnis:
br
i Die Tauferzählung ist die an den Anfang des Evangeliums gesetzte, am Ende des Evangeliums vermisste <q>Erscheinung</q> des Auferstandenen.
p
| Hier erklärt sich auch ein exegetisch-theologisches Problem:
br
| Vor allem bei Paulus sind es Tod und Auferstehung Jesu, die <i>der</i> Inhalt des Evangeliums schlechthin sind,
| Ort der Neuschöpfung, Beginn des neuen Zeitalters der Gnade etc.
br
| Bei Markus dagegen scheint dieser Beginn in der Taufe grundgelegt und in 1,14-15 entfaltet zu sein.
br
| Versteht man aber die Taufe Jesu bei Markus aus dem Kontext Kreuzigung und Auferstehung heraus, ist dieses Problem zumindest gemildert.
p.mb-0
| Klar ist: bei Markus steht nicht nur die offenbar dem öffentlichen Wirken des historischen Jesus vorausgehende Taufe am
| <q>Anfang</q> der Frohbotschaft, sondern vielmehr und besonders sein Tod und seine Auferstehung,
| die die neue Zeit begründen.
p.small
| In diesem Zusammenhang nicht uninteressant: Gliedert man den Teil IIA (In Galiläa) konzentrisch, entsprechen
| sich der Eröffnungsruf des Wirkens Jesu (der gleichzeitig auf das Schicksal Johannes des Täufers zurückblickt)
| und der Todesbeschluss der Pharisäer und Herodianer (in 3,6).
br
| All dies lässt nur den Schluss zu, dass auch für Markus der eigentliche Beginn des Reiches Gottes in
| Tod und Auferstehung Jesu zu sehen ist.
p
| Nochmal zum Gedanken <q>Anfang</q>:
| Die Taufe jedes Christen markiert den Anfang seiner christlichen Existenz.
br
| In Röm 6 unterstreicht Paulus, dass der Getaufte auf den Tod Jesu getauft ist und
| insofern Anteil am Leben des Auferstandenen hat, als dass er in der <q>Neuheit des Lebens wandeln</q> kann und soll,
| konkret: der Sünde widersagt und ganz für Gott lebt; also: den Neuanfang nutzt und nicht wie (der erste) Adam in Gen 3 der Sünde verfällt.
br
| Bei Markus scheint genau dieser Gedankengang zugrunde zu liegen.
| Es ist ja davon auszugehen, dass Markus von der Taufe Jesu einerseits im Horizont von Tod und Auferstehung Jesu
| erzählt, andererseits doch aber auch im Horizont der Taufe als christlichem Initiationssakrament.
| Von Röm 6 her betrachtet schließt die Erzählung von der Versuchung Jesu sehr sinnvoll an die Erzählung von
| der Taufe an; ja es scheint von Röm 6 her bzw. dem Gedanken Neuschöpfung her <q>gefordert</q>, wo es darum geht,
| als Getaufte der Sünde/dem Satan zu wiederstehen; Markus drückt das so aus:
| ein Leben zu führen, das die Umkehr vollzieht und von Glaube (an das Evangelium) geprägt ist
| bzw. den <q>Weg des Herrn</q> bereitet, was wie das Evangelium noch entfalten wird
| unter verschiedenerlei Anfeindungen und Anfechtungen geschieht.
br
| Gleichzeitig nimmt Markus damit den entscheidenden Punkt am Ende des irdischen Wirkens Jesu den Tod am Kreuz vorweg,
| womit sich <i>die</i> Versuchung Jesu schlechthin verbindet: Messias nach Menschenart zu sein, statt <q>zu dienen
| und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.</q>
p
| Versteht man 1,1-15 im Kontext des ganzen Evangeliums mit allen entschlüsselten Bezügen recht, findet sich hier
| eine komprimierte Fassung des Evangeliums und in diesem Sinn der ganze <q>Anfang</q>,
| der auf Nachfolge zielt: Berufung der ersten Jünger in 1,16-20 zur Nachfolge!
p
| Interessant auch: man kann um die Erzählung von der Versuchung konzentrisch gliedern:
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h5.card-title
| Inhaltsangabe/Überschrift
br
| Himmlischer Sendungsbeschluss
h6.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 1,1-3
q.card-text.small Anfang des Evangeliums Jesu Christi, Sohn eines Gottes.
br
q.card-text.small Vor dir her deinen Weg herrichten.
br
q.card-text.small Bereitet den Weg des Herrn!
.card.mb-3.konzentr-3
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h5.card-title Johannes in der Wüste: Das Wirken Johannes des Täufers Vorläufer Jesu
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 1,4-8
p.card-text.small
| Johannes am Jordan.
p.card-text.small
| Johannes erzeugt eine große Resonanz bei den Menschen; sie kommen und lassen sich taufen.
.card.mb-3.konzentr-2
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h5.card-title Die Taufe Jesu
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,9-13
.card.mb-3.konzentr-1
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h5.card-title Jesus in der Wüste: Die Versuchung Jesu
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 1,12-13
p.card-text.small Das Bestehen durch Jesus ist vorausgesetzt und in den beiden angrenzenden Teilen präsent.
.card.mb-3.konzentr-2
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h5.card-title Johannes tritt ab, Jesus tritt auf: Eröffnungsruf des Wirkens Jesu
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 1,14-15
p.card-text.small
| Nachdem aber ausgeliefert worden war Johannes,
br
| kam Jesus nach Galiläa, das Evangelium Gottes verkündend und sagend:
br
| Erfüllt ist die Zeit, und nahe gekommen ist das Reich Gottes;
br
| kehrt um (= ändert euch) und glaubt an das Evangelium!
p.card-text.small
| In dieser Gliederung sind die Taufe Jesu und der Eröffnungsruf der Verkündigung Jesu aufeinander bezogen,
| ganz im Sinne der Deutung oben:
br
| Im Schicksal des Täufers ist der Tod Jesu präsent [wie ja auch das vorausgesetzte Bestehen der Versuchung letztlich mit dem Tod Jesu am Kreuz identisch ist], im Ruf Jesu die Auferstehung.
p.card-text.small
| Die Taufe wird unter Zuspruch und Anspruch der Gottesherrschaft gestellt.
.card.mb-3.konzentr-3
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h5.card-title Berufung der ersten Jünger Nachfolger Jesu: <q>Auf, mir nach!</q>
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 1,16-20
p.card-text.small
| Jesus am See von Galiläa.
p.card-text.small
| Jesus beruft Jünger, die er zu Menschenfischern machen will.
.card.mb-3.konzentr-4
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h5.card-title Die neue Lehre in der Synagoge
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 1,21-28
p.card-text.small
| <i>Erste</i> Dämonenaustreibung.
p.card-text.small
| Jesus, der <q>Heilige Gottes</q>.
p.mb-0.small
| Doppelt wichtig ist der Bezug zu 1,2-3:
br
| Hier Dämonenaustreibung mit (nicht spezifizierter) Lehre Jesu; dort die doppelte Rede vom Weg Jesu:
br
| Die Dämonenaustreibung setzt die Lehre Jesu in Beziehung zu dem Weg, den Jesus selbst gehen wird,
| und dem sich mit dem <q>Weg des Herrn</q> verbindenden Umkehrruf:
//- Der <q>Weg des Herrn</q> wird in Beziehung gesetzt zur (hier nicht näher spezifizierten) Lehre Jesu, die eine Dämonenaustreibung rahmt.
ul.mb-0.small
li
q Ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg herrichten wird.
ul
li
| Dieser Bote, der mit Johannes dem Täufer zu identifizieren ist, ist das weiß der Leser (spätestens) seit 1,14
| <q>ausgliefert</q> worden, also einen gewaltsamen Tod gestorben.
li
| Das <q>vor dir her</q> impliziert damit den Tod Jesu.
li
| Die Dämonenaustreibung ist also erzählt in folgendem Dreierbezug:
ul
li Tod Jesu (1,2b).
li Versuchung Jesu (1,12-13), deren Bestehen vorausgesetzt ist; dieses Bestehen aber ist mit dem Tod Jesu am Kreuz identisch.
li Lehre Jesu, die die Dämonenaustreibung bewirkt.
li
| Dies kann nur als klare Andeutung verstanden:
br
b
| In der Lehre Jesu geht es (auch und besonders)
| um seinen Tod als Sieg über den Satan (→ 1,12-13),
| um seinen Tod im Dienste des Verderbens der Dämonen (→ Mk 1,24!)
li.small
| In Mk 8,32b-33; 10,45 u. ö. wird sich dies bestätigen.
li
q Bereitet den Weg des Herrn, macht eben seine Pfade!
ul
li
| In dieser Dämonenaustreibung hier begegnet ein Mann, der von einem unreinen Geist bessessen,
| d. h. <i>im Besitz Satans</i> ist: ein Diener Satans mit einem entsprechenden
| (ethischen) Lebensstil; man beachte die Definition von <q>unrein</q> in Mk 7!
li
| In der Gliederung gegenüber der Ruf, den Weg des Herrn zu bereiten,
| also sich <i>in den Dienst des Herrn und seines Kommens</i> zu <i>stellen</i>.
li
| In der Mitte die Versuchung Jesu, die in Mk 8,32b-33 mit dem Gegenüber Gott Satan wieder aufgegriffen wird;
br
| und die nicht nur von der Versuchung Jesu spricht, sondern besonders auch von der Versuchung des Christen,
| wie eben Petrus.
li
| Die Dämonenaustreibung steht somit im Dienst eines <q>Umswitchens</q>: vom Diener Satans zum
| Wegbereiter des Herrn (vgl. Röm 6: Herrschaftswechsel).
br
| Gleichzeitig deutet die Dämonenaustreibung an, dass dieses <q>Umswitchen</q> nicht einfach
| im Bereich der Möglichkeiten der Menschen liegt, sind diese doch Sklaven der Sünde;
| es braucht vielmehr ein <q>Wunder</q>, ein Handeln Gottes: Tod (und Auferstehung) Jesu.
br
| Genau dies ist der Inhalt der Lehre Jesu, wie sich später noch zeigen wird:
| Jesus gibt sein Leben als Lösegeld für viele so ist er der Verderber der Dämonen.
li
q Bereitet den Weg des Herrn, macht eben seine Pfade!
|
| Ein Umkehrruf
ul
li
| Von 1,4 als Erfüllung von 1,3 her [und auch von der Verbindung 1,3 und 1,15 her, s. o.] ist klar: Der Ruf <q>Bereitet den Weg des Herrn!</q> hat etwas mit Umkehr, mit Sinneswandel zu tun.
br
span.small
| So versteht es schon Jesaja (Jes 40,3(-4)): Es geht um eine Neuorientierung am Heilswillen Gottes,
| nicht zuletzt in einem ethischen Sinne; als Folge wird die Offenbarung der göttlichen Herrlichkeit für
| alle Menschen verheißen: die ethische Neuausrichtung auf den Willen Gottes hin ist also tatsächlich der <q>Weg des Herrn</q>,
| der quasi darauf mit seinem Heil kommt.
br
| Somit baut (schon bei Jesaja) der Ruf <q>Bereitet den Weg des Herrn!</q> auf dem auch sonst
| zu findenen Ruf, den Weg des Herrn zu gehen = sich an die Gebote Gottes zu halten, auf
| und geht darüber hinaus: dieser Weg, der von den Menschen zu gehen ist,
| ist gleichzeitig der Weg, auf dem Gott bei den Menschen heilvoll ankommt.
br
| Die Dämonenaustreibung dient genau diesem Sinneswandel!
br
span.small
| In 8,32b-33 wird Petrus, der sich dem <q>Weg</q> Jesu entgegen stellt, behandelt wie ein Dämon
| und muss sich den Vorwurf gefallen lassen, auf die Seite Satans gerutscht zu sein.
br
| Diese Stelle dürfte auch mit der Erzählung von der Versuchung Jesu zusammen hängen,
| ist es doch seine Versuchung, Messias nach Erwartung der Menschen und nicht nach der Sendung
| Gottes zu sein.
li.small
| In Zusammenschau mit dem oberen Punkt zu <q>vor dir her</q> wird man sagen können:
| In Jesu Lehre, als deren Auswirkung die Dämonenaustreibung hier zu begreifen ist,
| ist Jesu Tod gegenwärtig, der als <q>Lösegeld für viele</q> (Mk 10,45)
| von der Herrschaft Satans bzw. der Dämonen befreit und in Aufgriff der entsprechende Stelle
| bei Jesaja <q>die vielen gerecht macht</q>;
br
| man beachte auch die Definition von <q>unrein</q> in Mk 7!
br
| Auffällig bei Markus wie aber auch bei Paulus und im gesamten urchristlichen Schrifttum ist,
| dass es einerseits um eine objektive Heilssetzung von Gott her geht, andererseits
| aber <q>Blindenheilung</q> bzw. <q>Dämonenaustreibung</q> nötig sind, um das zu begreifen
| und wirklich dann auch zum Glauben zu kommen und die Konsequenzen im eigenen Leben(sstil) zu ziehen.
li
| Also: Dort der Ruf zur Umkehr, hier ein von einem unreinen Geist Besessener:
br
b
i Jesus heilt einen der Umkehr Bedürftigen, indem er ihn mit seiner Lehre konfrontiert!
br
| So verstanden entspricht die Dämonenaustreibung hier den Blindenheilungen, die den Meta-Teil <q>Auf dem Weg</q> rahmen:
| jeweils ein Heilungswunder im Zusammenhang mit dem Weg Jesu und dem Nachfolgeweg der Jünger, die ein Umdenken
| erfordern.
li
| Jedenfalls ist die Verbindung von 1,1-3 mit 1,21-28 eine klare Andeutung:
br
b
| Bei der Lehre Jesu geht es (auch) um eine ganz spezifische Umkehr,
| die im Dienste des heilvollen Kommens des Herrn steht;
br
| oder anders herum: das Kommen des Herrn hat offensichtlich etwas mit dem Ende der unreinen Dämonen zu tun (1,21-28),
| was von 1,1-3 her einen Sinneswandel zu
| einem Leben, das den Weg des Herrn bereitet, mit sich bringt.
br
span.small Vgl. das Weg-Motiv in 1,1-3 und der Sinn des Gekommenseins Jesu in 1,21-28.
br
span.small
| Bei der <q>Lehre auf dem Weg</q> wird dann deutlich werden: Es gilt, auf dem Weg der Nachfolge Jesu
| den (ggf. auch eigenen) Dämon, groß sein zu wollen
| im Sinne menschlicher Macht- und Reichtumgsgelüste, zu überwinden und den Menschen zu dienen,
| so wie Jesus mit seinem Tod der Menschheit gedient hat (Mk 10,45).
br
| Auf diese Weise wird <q>der Weg des Herrn</q> beschritten; es ist gleichzeitig der Weg, auf dem Jesus (mit seiner rettenden Nähe) bei den Menschen ankommt;
| in diesem Sinne ist <q>der Weg des Herrn bereitet</q>.
br
| Die Analogie zum Verständnis des Rufes bei Jesaja ist frappierend!
br
| Für Markus wird man sagen können: Es geht um eine Umkehr, die die Zuwendung und Rettung Gottes
| bei den Menschen ankommen lässt und den so handelnden gleichzeitig mit der Gegenwart Gottes/Jesu beschenkt.
br
| So kann man den Aufruf <q>Bereitet den Weg des Herrn!</q> am Anfang des Evangeliums mit der Mitte
| des Meta-Teiles <q>Weg Jesu</q> verbinden, wo es in Mk 9,36-37 heißt: <q>Und er stellte ein Kind in ihre Mitte,
| nahm es in die Arme und sagte zu ihnen: Wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf;
| wer aber mich aufnimmt, der nimmt nicht nur mich auf, sondern den, der mich genannt hat.</q>
| man könnte auch sagen: hat in doppelter Weise den <q>Weg des Herrn gebahnt</q>: zum hilfsbedürftigen Menschen
| und auch zu sich selber.
li
| Von Röm 6 her kann wie folgt interpretiert werden:
br
ul
li
| Der Besessene hier wie auch etwas später Levi und die Zöllner und Sünder insgesamt
| sind <q>Diener der Sünde</q>. Davon wird man durch das Heilshandeln Gottes in Tod und Auferstehung Jesu,
| das für den Einzelnen in der Taufe auf den Tod Jesu Realität wird, frei mit dem Ruf, <q>in der Neuheit des Lebens zu wandeln</q>
li
| <q>Bereitet den Weg des Herrn</q> = <q>stellt euch Gott zur Verfügung als Menschen, die vom Tod zum Leben gekommen sind,
| und stellt eure Gleider als Waffen der Gerechtigkeit in den Dienst Gottes</q> (Röm 6,13)
li
| Wie Paulus in Röm 6,13 mit den Begriffen Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit operiert
| und damit sicher ein entsprechendes ethisches Leben meint , so operiert Markus inhaltlich identisch
| mit den Begriffen rein und unrein (vgl. Mk 7 mit der ethischen Definition von Reinheit/Unreinheit!).
li
| Auffällig ist, dass der Geheilte im Gegensatz zum Besessenen in der Erzählung keine Rolle spielt;
| der Akzent der Erzählung liegt auf Jesus, seiner Lehre und seinem Gekommensein, um die Dämonen zu vernichten,
| also insgesamt auf der Sendung Jesu durch Gott; dies wird durch die Gliederung untersützt:
ul
li
| Anfang: Sendung durch Gott
li
| Mitte: Jesu Versuchung durch Satan (mit dem Geist als der führenden/treibenden Kraft → Versuchung gehört zur Sendung Jesu)
li
| Ende: Dämonenaustreibung durch Jesus; Jesu Gekommensein als Verderber der Dämonen (und damit Satans)
| So ist Jesus durch seine Sendung zwischen Gott und Satan gestellt; mit der Wirkrichtung Gott → Satan;
br
| Durch Jesus seine Tod und seine Auferstehung kommt Gott befreiend-rettend zu den Menschen;
| Jesus ist Gottes Wegbereiter schlechthin [vgl. das Wohlgefallen bei der Taufe mit Bezug zum Auftrag der Wegbereitung]
| (und gerade dadurch der Verderber der Dämonen).
li
| Als positive Kehrseite der Heilung des Besessenen ist als Resultat der Heilung aber trotz des
| Umstandes, dass darauf kein Akzent liegt,
| dass der ehedem Besessene nun nicht mehr Diener der Sünde ist, vielmehr Diener Gottes (und seines Kommens).
br
| Diese beiden Pole sind Markus generell wichtig: Mk 1,2-3 Mk 2,1-12; Mk 1,2-3 1,21-28; Mk 8,33 [Petrus]!
br
| Eine weitere Entfaltung dieses Gedankens ist hier aber auch nicht notwendig sie würde auch die Erzählung
| recht aufblasen , weil dieser Gedanke des gewandelten Lebens durch einen interessanten
| gliederungstechnischen Bezug hergestellt ist Markus verkürzt ja auch Mk 16,1-8, weil er durch bestimmte Bezüge
| Ergänzungen macht :
br
| Die Erzählungen hier können vorwärts und rückwärts betrachtet werden, mit unterschiedlichem Akzent:
ul
li
b Vorwärts
br
i Jesus als Wegbereiter Gottes: Mit Jesus bricht das Reich Gottes an.
br
span.small Aktzen auf erster Hälfte der Gliederung: Tandem Johannes der Täufer + Jesus
ul
li 1) <q>Bereitet den Weg des Herrn!</q> nicht zuletzt als Sendung Jesu selbst.
li 2) Johannes der Täufer als Vorläufer/Wegbereiter Jesu
li 3) Taufe Jesu: Tod und Auferstehung Jesu als Beginn der Neuschöpfung
li 4) Versuchung Jesu: Ringen mit dem Satan; durch 3/3' ist der Sieg Jesu klar ausgesprochen
li 3') Eröffnungsruf des Wirkens Jesu: das Reich Gottes ist zum Greifen nahe; Umkehr und Glaube nötig
li 2') Die ersten Jünger als Nachfolger Jesu berufen
li 1') Heilung des Besessenen; Jesus gekommen als Verderber der Dämonen
li
b Rückwärts
br
i Wegbereiter Gottes in der Nachfolge Jesu.
br
span.small Akzent auf zweiter Hälfte der Gliederung: Tandem Jesus Jünger/Nachfolger
ul
li 1) Der Besessene wird geheilt: vom Diener Satans zum Diener Gottes
li 2) Die ersten Jünger berufen als Nachfolger Jesu: in den Fußspuren Jesu wandeln
li 3) Eröffnungsruf des Wirkens Jesu: das Reich Gottes ist zum Greifen nahe; Umkehr und Glaube nötig
li
| 4) Versuchung Jesu als Urtyp der Versuchung des Jüngers: Hineingestellt in die Entscheidung,
| wessen Diener man ist [→ Ränder!] [→ Röm 6!]
li 3') Taufe Tod und Auferstehung Jesu als Ort des nahegekommenen Gottesreiches,
| als Inhalt des Evangeliums, als Ruf zur Umkehr
br
| Zugleich ( dieser Gedanke gehört mehr schon zum nächsten Punkt ):
| Taufe Jesu als Urtyp der Taufe der Jünger, durch die man an Tod und Auferstehung Jesu teilhat
li
| 2') Johannes der Täufer als Vorläufer Jesu
br
| Nachösterlich wird die (christliche!) Taufe auf den Tod Jesu die <q>Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden</q>
| sein, bei der das Menschenfischersein der Jünger konkret wird und durch die man nachösterlich
| in die Nachfolge Jesu eintritt.
li
| 1') <q>Bereitet den Weg des Herrn</q> als Auftrag an die Jünger im Sinne von Mk 9,37;
br
| Der, der vorausgeht, ist jetzt Jesus, dem die Jünger nachfolgen;
br
| Jesus hat durch seinen eigene Weg: Tod und Auferstehung den Weg für seine Jünger bereitet
| [in Ex ist das <q>ich sende meine Boten vor dir her</q> Verheißung letztlich an das ganze Volk!].
span.small
| Interessanterweise kann man in dieser umgedrehten Leserichtung den Weg Jesu wiederfinden,
| wie ihn das Markus-Evangelium erzählt:
ul.small
li Jesus beruft vor Ostern Menschen in seine Nachfolge, die <q>alles</q> verlassen und mit ihm unterwegs sind.
li Er verkündet das nahe gekommene Gottesreich und ruft in diesem Zuge zur Umkehr auf.
li Er besteht seine eigene Versuchung, Messias nach Menschenart zu sein.
li Dies mündet in Tod und Auferstehung.
li Nach Ostern treten durch die Taufe Menschen in die Nachfolge Jesu ein; die Jünger erweisen sich als Menschenfischer.
li
| Die Erzählung schließt mit dem Hinweis, dass sich der Ruf Jesu im ganzen Gebiet von Galiläa verbreitet hätte;
| sicher durch die Zeugen des Wunders.
br
| Sie bereiten damit den Weg Jesu zu den Menschen, indem sie auf Jesus und das mit ihm kommende Heil
| hinweisen und so die Menschen einladen, zu Jesus zu kommen (wie das ja auch erzählt wird):
br
| Damit sind beide Elemente, wie Johannes der Täufer selbst <q>den Weg des Herrn bereitet</q>,
| auch in dieser Erzählung präsent: Umkehr(predigt); Hinweis auf Jesus und das mit ihm kommende Heil.
br
span.small
| Beides ist auch in 1,14-15 präsent: Umkehrpredigt und Künden des Kommend-Angekommenen;
| auch beim Einzug Jesu in Jerusalem gehört neben das ganz anschauliche wegbereitende Tun die Verkündigung
| des Kommend-Angekommenen.
p
| Noch eine weitere Gliederungsmöglichkeit vom Anfang her ist gegeben:
.card.mb-3.konzentr-3
.card-body.gliederung
h5.card-title
| Inhaltsangabe/Überschrift
br
| Himmlischer Sendungsbeschluss
h6.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 1,1-3
q.card-text.small Anfang des Evangeliums Jesu Christi, Sohn eines Gottes.
br
q.card-text.small Vor dir her deinen Weg herrichten
span.small → Tod (Johannes des Täufers und) Jesu
br
q.card-text.small Bereitet den Weg des Herrn!
.card.mb-2.konzentr-2
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h6.card-title Ankündigung Jesaja-Zitat
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,2a
.card.mb-2.konzentr-1
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h6.card-title Zitat aus Mal 3 und Ex
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,2b
.card.mb-2.konzentr-2
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h6.card-title Tatsächliches Jesaja-Zitat
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,3
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| In dieser Mikrostruktur spiegelt sich die Makrostruktur,
| die in die Mitte Johannes als Vorläufer Jesu nach Mal 3 zeichnet
| und im Abschluss dann Jesaja zitiert.
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h5.card-title Johannes in der Wüste I: Johannes und seine Taufe; die Scharen kommen
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 1,4-5
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q Es geschah: Johannes der Täufer ...
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| ... verkündete eine Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden
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h5.card-title Johannes in der Wüste II: Johannes, der wiedergekommene Elija
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 1,6-8
ul.small.mb-0
li Kleidung ist eindeutiger Hinweis auf Elija, in Aufgriff von Mal 3,1 in 1,2
li
| Verkündigung des Kommens des Stärkeren gehört ebenfalls in das Elija-Schema nach Mal 3,1.23;
br
i in diesem Kontext findet sich aber auch Gerichtsthematik
li Hinweis auf die Geisttaufe
li Johannes als <q>Webgereiter des Herrn</q> = Jesus
.card.mb-3.konzentr-2
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h5.card-title Die Taufe Jesu I: Jesus lässt sich taufen
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 1,9
p.card-text.small
q Und es geschah in jenen Tagen, da kam Jesus aus Nazaret ...
br
| Setzt Taufe der Sünder und Taufe Jesu zueinander in Verbindung
br
| → <q>Taufe der Umkehr zu Vergebung der Sünden</q> = Taufe Jesu = Kreuestod Jesu
p.card-text.small
| Dass Markus hier die Taufe Jesu zweiteilt und die Taufe Jesu als solche
| der Taufe der <q>Vielen</q> gegenüberstellt,
| betont den Tod des Einen als <q>Lösegeld für viele</q> (Mk 10,45!)
.card.mb-3.konzentr-3
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h5.card-title Die Taufe Jesu II:
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 1,10-13
p.card-text.small
q als er aus dem Wasser stieg
q der Geist kam wie eine Taube herab in ihn hinein
span → Auferstehung Jesu
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q Du bist mein geliebter Sohn
span → <q>Jesus Christus, Sohn eines Gottes</q> in 1,1; ebenso als Anspielung/Aufnahme von Ps 2,7 in ntl. Schrifttum in Bezug zur Auferstehung zu finden
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q der Geist kam wie eine Taube herab
span → Geisttaufe, bei dieser konzentrischen Gliederungsvariante in der Mitte (Ankündigung des Täufers)
p.card-text.small.mb-0
q an dir habe ich Wohlgefallen gefunden
span → Rückblick auf den Weg Jesu; Werbung für die Nachfolger, <q>den Weg des Herrn zu bereiten</q>
ul.small
li Einerseits klarer Bezug zu Jes 40,1 (→ Geistausstattung des Gottesknechtes).
li
| Andererseits findet sich das Wohlgefallen im Hinblick auf den Gottesknecht gerade auch in Jes 53.
br
| Dort heißt es auch sogar im engern Kontext! : <q>Nachdem er so vieles ertrug, erblickt er das Licht.</q> (Jes 53,11)
| eine Analogie zum Sehen der Himmelsöffnung, die bei Markus nur auf Jesus selbst begrenzt ist und
| sich von Jes 53,11 herleiten könnte.
br
| Ferner ist zu bedenken, dass die ganze Thematik Weg/Tod/Auferstehung in der Taufe Jesu präsent ist,
| was auch zu Jes 53 passt, weil dort die gleiche Thematik begegnet.
| Man beachte hier besonders auch die Gegenüberstellung des Einen mit den Vielen, was an Mk 10,45 erinnert und den Lösegeldgedanken einspielt,
| der sich sicher aus Jes 53 speist.
li
| So ergibt sich, dass einerseits vom Bezug zu Mal 3 her der Gerichtsgedanke eingespielt ist (→ Mitte),
| vom Bezug zu Jes 53 her andererseits der Gedanke der Rechtfertigung (des <q>Platztausches</q>) (→ Abschluss).
li
| Es wird also im Abschluss mit Rückgriff auf 1,1-3 der doppelte Ausweg aus dem Gericht Gottes aufgezeigt:
ul
li Taufe als Sakrament der Rechtfertigung des Sünders.
li
| <q>Bereitet den Weg des Herren!</q> im Sinne der vollzogenen in der Taufe besiegelten aber auch danach gelebten
| Umkehr, zu der Johannes der Täufer und Jesus aufgerufen haben und die die Zuwendung und Rettung Gottes bei
| den Menschen ankommen lässt.
li
| Auch aus dieser Sicht schließt sich die Versuchung Jesu als Versuchung der Christen auch nach der Taufe!
| wunderbar an.
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| Jesus als <q>Webgereiter des Herrn</q> = Gott
br
span.small (Vgl. auch Mk 1,14-15: mit Jesus bricht das Reich <i>Gottes</i> an! Vgl auch Mk 9,37: letztlich geht es das Kommen Gottes selbst!)
br
| Die beiden Jesaja-Zitate sind aufeinander zu beziehen im Sinne von Auftrag (= Webgereitung) und <q>gut gemacht</q> (<q>Wohlgefallen</q>)