bibelwissen/views/nt/ev/mk/getauft/aufgerichtet.pug

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Plaintext
Raw Blame History

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h5.card-title
| Inhaltsangabe/Überschrift
br
| Himmlischer Sendungsbeschluss
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,1-3
.card.mb-1.konzentr-3
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h5.card-title Johannes der Täufer in der Wüste: Seine Taufe und seine Ankündigung des Kommenden
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-1 Mk 1,4-8
p.card-text
| Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich.
.card.mb-1.konzentr-2
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h5.card-title Die Taufe Jesu
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-1 Mk 1,9-11
p.card-text
| Du bist mein geliebter Sohn
.card.mb-1.konzentr-1
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h5.card-title Die Versuchung Jesu
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,12-13
.card.mb-1.konzentr-1
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h5.card-title Johannes tritt ab, Jesus tritt auf: Eröffnungsruf des Wirkens Jesu: Kehrt um! Das Reich Gottes ist zum Greifen nahe!
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,14-15
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h5.card-title Die Berufung der ersten Jünger
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,16-20
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h5.card-title Die neue Lehre in der Synagoge: Jesus gekommen, um Satan/die Dämonen ins Verderben zu stürzen
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-1 Mk 1,21-28
p.card-text
| ... er war lehrend sie wie ein Vollmacht Habender und nicht wie die Schriftgelehren.
.card.mb-1.konzentr-4
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h5.card-title Die Heilung der Schwiegermutter des Petrus
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-1 Mk 1,29-31
p.card-text
q Jesus ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf. Da wich das Fieber von ihr und sie diente ihnen.
.slide.mb-3
hr
p.card-text.mb-0.konzentr-4.bibeltextkonzentr
| 1 Anfang des Evangeliums Jesu Christi, Sohn (eines) Gottes.
br
| 2 Wie geschrieben steht beim Propheten Jesaja:
br
q Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der einen Weg bahnen wird.
br
q 3 Stimme eines Rufers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn! Macht gerade seine Straßen!
p.card-text.mb-0.konzentr-3.bibeltextkonzentr
| 4 So trat Johannes der Täufer in der Wüste auf und verkündete eine Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden.
br
| 5 Ganz Judäa und alle Einwohner Jerusalems zogen zu ihm hinaus;
br
| sie bekannten ihre Sünden und ließen sich im Jordan von ihm taufen.
p.card-text.mb-0.konzentr-3.bibeltextkonzentr
| 6 Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften
br
| und er lebte von wildem Honig.
br
| 7 Er verkündete:
q
| Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich;
br
| ich bin es nicht wert, mich zu bücken und ihm die Riemen der Sandalen zu lösen.
br
| 8 Ich habe euch mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.
p.card-text.mb-0.konzentr-2.bibeltextkonzentr
| 9 Und es geschah in jenen Tagen, da kam Jesus aus Nazareth in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen.
br
| 10 Und sogleich, als er aus dem Wasser stieg, sah er,
br
| dass der Himmel aufriss und der Geist wie eine Taube in ihn hineinkam.
br
| 11 Und eine Stimme aus dem Himmel sprach:
q Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden.
p.card-text.mb-0.konzentr-1.bibeltextkonzentr
| 12 Und sogleich trieb der Geist Jesus in die Wüste.
br
| 13 Jesus blieb vierzig Tage in der Wüste und wurde vom Satan in Versuchung geführt.
br
| Er lebte bei den wilden Tieren und die Engel dienten ihm.
p.card-text.mb-0.konzentr-1.bibeltextkonzentr
| 14 Nachdem Johannes ausgeliefert worden war, ging Jesus nach Galiläa;
br
| er verkündete das Evangelium Gottes
br
| 15 und sprach:
q
| Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe.
br
| Kehrt um und glaubt an das Evangelium!
p.card-text.mb-0.konzentr-2.bibeltextkonzentr
| 16 Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, den Bruder des Simon,
| die auf dem See ihre Netze auswarfen; sie waren nämlich Fischer.
br
| 17 Da sagte er zu ihnen:
q
| Kommt her, mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen.
br
| 18 Und sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm nach.
br
| 19 Als er ein Stück weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes;
| sie waren im Boot und richteten ihre Netze her.
br
| 20 Sogleich rief er sie und sie ließen ihren Vater Zebedäus mit seinen Tagelöhnern im Boot zurück und folgten Jesus nach.
p.card-text.mb-0.konzentr-3.bibeltextkonzentr
| 21 Sie kamen nach Kafarnaum. Am folgenden Sabbat ging er in die Synagoge und lehrte.
br
| 22 Und die Menschen waren voll Staunen über seine Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, nicht wie die Schriftgelehrten.
br
| 23 In ihrer Synagoge war ein Mensch, der von einem unreinen Geist besessen war.
br
| Der begann zu schreien:
br
q
| 24 Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazaret?
br
| Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen?
br
| Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes.
br
| 25 Da drohte ihm Jesus:
br
q
| Schweig und verlass ihn!
br
| 26 Der unreine Geist zerrte den Mann hin und her und verließ ihn mit lautem Geschrei.
br
| 27 Da erschraken alle und einer fragte den anderen:
br
q
| Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht: Sogar die unreinen Geister gehorchen seinem Befehl.
br
| 28 Und sein Ruf verbreitete sich rasch im ganzen Gebiet von Galiläa.
p.card-text.konzentr-4.bibeltextkonzentr
| 29 Sie verließen sogleich die Synagoge und gingen zusammen mit Jakobus und Johannes in das Haus des Simon und Andreas.
br
| 30 Die Schwiegermutter des Simon lag mit Fieber im Bett.
br
| Sie sprachen sogleich mit Jesus über sie
br
| 31 und er ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf.
br
| Da wich das Fieber von ihr und sie diente ihnen.
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h5.card-title
q Anfang
hr
ul.card-text
li Hier liegt nach der Dämonenaustreibung die erste Heilung einer „normalen“ Krankheit vor.
li Es ist das erste Mal, dass die Jünger tätig werden: Sie stellen die Verbindung zwischen der Kranken und Jesus her, was für diese Heilung bedeutet.
li
| Nach der Heilung durch Jesus beginnt die Schwiegermutter des Petrus mit dem Dienst an Jesus und seinen Jüngern;
| ihr Heilung bedeutet für sie einen neuen Anfang.
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h5.card-title
| Mitte
hr
ul.card-text
li Die vorliegende Erzählung ist die Mitte der Gliederung „Galiläa I/A“.
li Von daher liegt auf ihr ein ganz besonders Gewicht.
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h5.card-title
q Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg bahnen wird
h6.card-subtitle.text-muted In der Neuheit des Lebens wandeln: aus Toten zu Lebenden geworden tot sein für die Sünde und für Gott leben
hr
ul.card-text
li
| In der Abfolge „Taufe → Wüstensendung mit Versuchung → Beginn der Evangelienverkündigung → Berufung der ersten Jünger“
| wurde die Abfolge Röm 6,9-11 im Horizont der Tauftheologie von Röm 6 erkannt.
li
| Jetzt stehen die beiden mittleren Erzählungen mit „tot für die Sünde“ (Wüstensendung mit Versuchung) und
| „leben für Gott“ (Beginn der Evangelienverkündigung) in der Mitte der konzentrischen Gliederung.
br
q.bibelstelle
| 3 Wisst ihr denn nicht, dass wir, die wir auf Christus Jesus getaufen wurden, auf seinen Tod getauft worden sind?
br
| 4 Wir wurden ja mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod, damit auch wir, so wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters
| von den Toten auferweckt wurde, <i>in der Neuheit des Lebens wandeln</i>.
br
| 6 Wir wissen doch: Unser alter Mensch wurde mitgekreuzigt, damit der von der Sünde beherrschte Leib vernichtet werde,
| sodass wir nicht mehr Sklaven der Sünde sind.
br
| 9 Wir wissen, dass Christus, von den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod hat keine Macht mehr über ihn.
br
i 10 Denn durch sein Sterben ist er <i>ein für alle Mal gestorben für die Sünde, sein Leben aber lebt er für Gott.</i>
br
i 11 <i>So begreift auch ihr euch als Menschen, die für die Sünde tot sind, aber für Gott leben in Christus Jesus.</i>
br
| 12 Daher soll die Sünde nicht mehr in eurem sterblichen Leib herrschen, sodass ihr seinen Begierden gehorcht.
br
| 13 Stellt eure Glieder nicht der Sünde zur Verfügung als Waffen der Ungerechtigkeit, sondern stellt euch Gott zur Verfügung
| als Menschen, die <i>aus Toten zu Lebenden geworden</i> sind, und <i>stellt eure Glieder</i> als Waffen der Gerechtigkeit <i>in den Dienst Gottes</i>!
span.bibelstelle Röm 6,3-4.6.9-13
li
| Dieser durch die konzentrische Gliederung entdeckte Bezug zu Röm 6 hat unmittelbar Bedeutung für das
| Verständnis der Erzählung der Heilung der Schwiegermutter des Petrus:
br
i Effektiv wird die Schwiegermutter des Petrus getauft.
ul.card-text
li Indem die Heilung durch Jesus geschieht, bebildert die Erzählung, wie Jesus als Auferstandener „für Gott lebt“: Er richtet Menschen auf.
li
| Die Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus ist als Analogie zur Auferstehung Jesu zu begreifen:
br
| die durch „Fieber“ daniederliegende Frau ist durch die Aufrichtung wie „aus Toten zu Lebenden geworden“.
li
| Das „Fieber“, aus dem sie aufgerichtet wird, muss daher im übertragenen Sinn verstanden werden:
br
| als Verfallensein an die Sünde,
| deren „Lohn“ der Tod ist (Röm 6,23) im Sinne der Hölle, in der nach Mk 9,48 „das Feuer nie erlischt“.
p.small.card-text
| „Fieber“ als Krankheit bot sich hier wohl deshalb zum übertragenen Gebrauch an, weil es eine erhöhte Körpertemperatur
| bis hin zum „Glühen“ mit sich bringt und tödlich sein kann.
li
| Das Aufgerichtetwerden der Schwiegermutter des Petrus von „Fieber“ muss daher übertragen von Röm 6 her verstanden als Herausreißen
| aus den Fängen der Hölle und Ermöglichung eines neuen Lebens begriffen werden.
li
| Damit ist sie dazu befreit und dazu verpflichtet , „tot zu sein für die Sünde“ und „für Gott zu leben“;
br
| dies setzt sie in der Erzählung ganz plastisch um, indem sie Jesus und seinen Jünger dient,
br
| wodurch sie den von Jesus geforderten „Sinneswandel“ (→ Teil der Mitte der konzentrischen Gliederung) vollzieht.
li
| Insofern ist der Ruf nach Umkehr auch an die „kranke“ Schwiegermutter des Petrus gerichtet:
br
| die „Heilung“ bedeutet, dass die Schwiegermutter des Petrus umgekehrt und zum Glauben an das Evangelium gekommen ist.
li
i So vergegenwärtigt die Erzählung das Ziel der Auferstehung Jesu und das Daran-Anteilhaben der Getauften nach Röm 6:
br
i Aufgerichtetwerden zum Dienst für Gott, zum Dienst für die Menschen.
li
| Insgesamt lassen sich Jesu Geschick und das Geschick der Schwiegermutter des Petrus parallelisieren,
| wodurch Jesus als „Bote vor der Schwiegermutter des Petrus her“ erscheint, der ihr „ihr den Weg bahnt“:
ul.card-text
li
| Wie Jesus in seiner Auferweckung dem Reich des Todes entstiegen ist,
br
| so holt Jesus die Schwiegermutter des Petrus aus den Fängen der Hölle, indem er sie aufrichtet.
li
| Wie Jesus (als Auferstandener nach Röm 6) sein Leben für Gott lebt,
br
| so dient die aufgerichtete Schwiegermutter des Petrus nun „Gott in Christus Jesus“, indem sie Jesus und den Jüngern dient.
li
| Angeregt durch die Bildwelt der Erzählung vom Wüstenaufenthalt Jesu (→ Teil der Mitte der konzentrischen Gliederung) lässt sich auch sagen:
br
| Jesus rettet die Schwiegermutter des Petrus aus der „Wüste der Gottferne unter der Herrschaft Satans“
| auf die „Insel des Lebens“ inmitten dieser Wüste;
br
| ihr Dienst an Jesus und seinen Begleitern analog zum Dienst der Engel an Jesus beim Wüstenaufenthalt Jesu verdeutlicht,
| dass sie Teil dieser „Neuen Schöpfung“ geworden ist.
.card.slide.border-primary.mb-3
.card-body
h5.card-title
| Aufgerichtet aus „Fieber“
h6.card-subtitle.text-muted Von der Mehrdeutigkeit der Krankheiten und deren Heilung im Markus-Evangelium
hr
ul.card-text
li
| Wie deutlich geworden ist, kann und muss die Krankheit „Fieber“ der Schwiegermutter des Petrus im übertragenen Sinne verstanden werden.
li
| Dies gilt auch für alle anderen „Heilungen“ im Markus-Evangelium, wie sich bei der Betrachtung der jeweiligen Erzählungen zeigen wird.
li
| Wo Menschen aufgerichtet werden oder aufstehen geht es stets um eine Analogie zur Auferstehung Jesu,
br
| aber meist nicht in einem körperlichen, sondern vor allem einem ethischen Sinne.
li
| Beim Aufgerichterwerden darf aber auch eine Befreiung aus dem Niedergedrücktsein durch Schuld und andere Dinge mitschwingen.
li
| Zu beachten ist, dass aufgrund dieser Zusammenhänge das Handeln der Jünger mehrdeutig ist und oft in den Erzählungen schillert;
br
| verallgemeinert ist es aber stets ein Liebesdienst gegenüber einen kranken Person darauf kommt es an.
.card.slide.border-primary.mb-3
.card-body
h5.card-title
| Schwiegermutter!
br
q ... in Versuchung geführt
h6.card-subtitle.text-muted Die Begleiter Jesu: tot für die Sünde für Gott lebend
hr
ul.card-text
li
| Wie schon bei der Berufung der Jünger ist in der Erählung selbst keine Versuchung Jesu erzählt;
br
| vielmehr ist diese Thematik wieder auf die Jünger, speziell Petrus zu übertragen.
li
| Zwischen der „kranken“ Frau und Petrus wird eine familäre Beziehung angegeben: es ist die Schwiegermutter des Petrus.
li
| Da die ganze Erzählung als konstruiert betrachtet werden muss (die Indizien liefert auch die weitere Betrachung zuhauf),
| darf man wohl davon ausgehen, dass auch diese Beziehung konstruiert ist.
li
| Dann aber wird man darüber spekulieren dürfen, warum es ausgerechnet die Schwiegermutter ist und nicht die Ehefrau,
| die eigene Mutter, der Vater, ein Kind etc.
li
| Vielleicht darf man voraussetzen, dass es auch damals zwischen Schwiegermutter und Schwiegersohn nicht immer ganz so einfach war;
br
| es fällt gerade bei der Schwiegermutter leicht, bei „Fieber“ an ein Verfallensein an die Sünde und die Hölle zu denken ...
li
| Angesichts dessen ist es eine naheliegende Versuchung, die Schwiegermutter für ihr (bisheriges) Verhalten in die Hölle zu wünschen
| oder wenn man „Fieber“ als möglicherweise zum Tod führende Krankheit versteht sie sich eher tot als lebendig zu wünschen:
| möge sie an ihrer Krankheit sterben ...
li
| Petrus besteht die Versuchung, indem er so ist es angedeutet um Heilung seiner Schwiegermutter bittet:
br
| er erweist sich als tot für die Sünde weil er die Versuchung besteht und lebend für Gott weil sein Handeln zur Aufrichtung der Schwiegermutter führt.
.card.slide.border-primary.mb-3
.card-body
h5.card-title
| Die Erhöhung Jesu, die Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus und deren Dienst
h6.card-subtitle.text-muted Die Erzählung von der Heilung der Schwiegermutter des Petrus und der Philipperhymnus
hr
ul.card-text
li
| Der Dienst der Schwiegermutter des Petrus an Jesus und seinen Begleitern verbindet sich
| mit dem Dienst der Engel an Jesus.
li
| Als „Erdenwesen“ verbindet sich die Schwiegermutter des Petrus auch mit den (gezähmten wilden) Tieren.
li
| Angesichts der Gegenwart des Philipperhymnus in der Erzählung von der Versuchung Jesu ist
| dies mit Phil 2,10 zu verbinden, wo als Ziel der Erhöhung besungen wird, dass Himmel, Erde
| und Unterwelt vor Jesus die Knie beugen, ihm also gehorsam sind.
br
| Genau dies ist zu 2/3 in den Engeln und der Schwiegermutter des Petrus bebildert.
li
| Im Dienst der Engel und im Dienst der Schwiegermutter des Petrus ist daher die Erhöhung Jesu
| nach seinem Gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz angedeutet.
li
| An dieser Erhöhung Jesu hat die Schwiegermutter des Petrus in ihrer Aufrichtung durch Jesus Anteil.
.card.slide.border-primary.mb-3
.card-body
h5.card-title
| Der Geist treibt Jesus in die Wüste und liefert ihn der Versuchung durch Satan aus, was in den Dienst der Engel im Himmel
| und in die Evangelienverkündigung auf Erden mündet
h6.card-subtitle.text-muted Der Weg Jesu wird in der Mitte der konzentrischen Gliederung zweimal erzählt
hr
ul.card-text
li
| Die „Auslieferung“ Johannes des Täufers ist durchsichtig auf die „Auslieferung“ Jesu; um Letztere geht es hier eigentlich.
li
| Diese „Auslieferung“ Jesu verbindet daher damit, dass der Geist Jesus in die Wüste treibt, man könnte regelrecht sagen:
br
| der Versuchung durch Satan „ausliefert“.
br
| In beiden Teilen der Mitte der konzentrischen Gliederung ist der Tod Jesu im Rahmen seiner Sendung präsent.
li
| Der Dienst der Engel in der Erzählung vom Wüstenaufenthalt ist
| mit der Erhöhung Jesu nach dem Philipperhymnus zu verbinden und setzt daher die Auferstehung voraus;
br
| auch das „nachdem ... ausgeliefert“ setzt in Verbindung mit dem Gang Jesu
| nach Galiäa (von wo er zur Taufe gekommen war) und der Verkündigungstätigkeit Jesu die Auferstehung voraus;
| das „Evangelium Gottes“ beinhaltet schließlich Tod <i>und</i> Auferstehung Jesu.
br
| Damit ist in beiden Teilen der Mitte auch die Auferstehung Jesu gegenwärtig.
li
| Während der Dienst der Engel den Himmel assoziiert, ist die Evangelienverkündigung klar auf der Erde anzusiedeln.
br
| Das kann so interpretiert werden, dass die Erzählung von der Sendung Jesu in die Wüste abschließend darauf abhebt, wie es „im Himmel“ nach
| Ausführung der Sendung in die Wüste weitergeht: nämlich mit dem Dienst der Engel gegenüber dem Erhöhten.
br
| Die Erzählung vom Beginn des öffentlichen Wirkens Jesu springt zunächst mittels des „(nachdem ...) ausgeliefert“ zur
| Passion Jesu zurück. Deren Anfang kann man entweder (bzw. zugleich!) im Verrat des Judas und der Festnahme Jesu,
| als auch in der Sendung Jesu durch Gott sehen. Dann wird die ganze Passion im Sinne des Todes und der Auferstehung Jesu voraussetzend (→ „nachdem“)
| erzählt, wie es auf der Erde weitergeht:
| nämlich mit der Evangelienverkündigung und dem damit verbundenen Ruf zu Umkehr und Glaube.
.card.slide.border-primary.mb-3
.card-body
h5.card-title
| Jesus im Himmel von den Engeln bedient, und doch weiterwirkend auf der Erde
h6.card-subtitle.text-muted Jesu Sendung geht in der nachösterlichen Evangelienverkündigung weiter und er ist darin selber gegenwärtig
hr
ul.card-text
li
| Dass Jesus nach „Auslieferung“ und Erhöhung selbst auf Erden weiterwirkt, ist anachronistisch, aber vom Fortgang der Evangelienerzählung her notwendig;
br
| daher auch Kunstgriff, von der Auslieferung Johannes des Täufers zu sprechen.
li
| Gleichzeitig verbirgt sich hinter diesem Anachronismus aber sicher eine intendierte theologische Aussage:
br
i
| Die Sendung Jesu geht in der nachösterlichen Evangelienverkündigung weiter.
br
| In ihr ist </i>er selbst gegenwärtig<i> zur Aufrichtung der Menschen.
.card.slide.border-primary.mb-3
.card-body
h5.card-title
| Die Berufung der Jünger, die Austreibung des unreinen Geistes, die Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus und der Philipperhymnus
h6.card-subtitle.text-muted Weiteres zur Komposition der Markus-Evangeliums
hr
p.card-text
| Alle drei genannten Erzählungen verbinden sich mit der Versuchung Jesu als Mitte der jeweiligen konzentrischen Gliederung,
| die die ganze Sendung Jesu vergegenwärtigt,
br
| und schreiten nacheinander den Philipperhymnus mit seinem Weg Jesu aus der Gottgleichheit über die Entäußerung, Erniedrigung,
| und Gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz in die Erhöhung Jesu und den Dienst von Himmel, Erde und Unterwelt ab.
p.card-text
| Jesus erscheint dabei jeweils als göttlicher Bote, der vorausgeht, um den Jüngern, dem unreinen Geist bzw. der Schwiegermutter des Petrus
| einen bestimmten Weg in Analogie zu seinem eigenen Weg zu bahnen.
table.table.table-sm.mt-3
thead
tr
th.card-text
| Erzählung
th.card-text
| Jesu Weg gemäß des Philipperhymnus und ggf. der weiteren Erzählung in der Mitte der konzentrischen Gliederung
th.card-text
| Gehorsam in Analogie zum Gehorsam Jesu bis zum Tod am Kreuz
th.card-text
| Nachfolge innerhalb der Erzählung
th.card-text
| Vor Jesus die Knie beugen durch
tbody
tr
td.card-text
| Berufung der ersten Jünger
td.card-text
| Verlassen der „Heimat“
br
| Entäußerung und Erniedrigung, Gehorsam
td.card-text
| Alle vier Erstberufenen treten gehorsam in die Nachfolge Jesu ein, lassen sich von ihm in Dienst nehmen
td.card-text
| Verlassen der „Heimat“ im Sinne von Beruf und Familie
br
| Verlassen auch der Stellung als Söhne im väterlichen Betrieb durch die Söhne des Zebedäus
br
| → Entäußerung und Erniedrigung
td.card-text
| Himmel und Erde
tr
td.card-text
| Die neue Lehre in der Synagoge
td.card-text
| Gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz
td.card-text
| Der unreine Geist ist Jesus gehorsam: er schweigt und fährt aus
td.card-text
| Der unreine Geist folgt Jesus ins Verderben
td.card-text
| Himmel und Unterwelt
tr
td.card-text
| Die Heilung der Schwiegermutter des Petrus
td.card-text
| Erhöhung aufgrund des Gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz
br
| Evangelienverkündigung als „leben für Gott“
td.card-text
| „Gehorsam“ Jesu gegenüber seinen Begleitern, die ihn um Heilung der Schwiegermutter des Petrus bitten
td.card-text
| Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus
br
| Dienst der Schwiegermutter des Petrus an Jesus und seinen Begleitern als „leben für Gott“
td.card-text
| Himmel und Erde
p.card-text.mb-0
| Zusammen mit der Erzählung von der Wüstensendung Jesu ist im ersten Fall die Erzählung von der Taufe Jesu,
| im dritten der Beginn des öffentlichen Wirkens Jesu Teil der Mitte der konzentrischen Gliederung.
br
| In allein drei Erzählungen wird sowohl der Tod Jesu als auch seine Auferstehung erzählt:
table.table.table-sm
thead
tr
th.card-text
| Erzählung
th.card-text
| Tod Jesu
th.card-text
| Auferstehung Jesu
tbody
tr
td.card-text
| Taufe Jesu
td.card-text
| Jesus lässt sich taufe im Sinne des Hineinsteigens in das Wasser
td.card-text
| Jesus steigt unter besonderen Begleiterscheinungen aus dem Wasser heraus
tr
td.card-text
| Wüstensendung Jesu
td.card-text
| Der Geist treibt Jesus in die „Wüste der Gottferne“ zur Versuchung durch Satan
td.card-text
| Die Engel dienen Jesus
tr
td.card-text
| Beginn des öffentlichen Wirkens Jesu
td.card-text
| Erinnerung an die Auslieferung Johannes des Täufers, die auf Jesu eigene Auslieferung anspielt
td.card-text
| Jesus geht nach Galiläa und verkündet dort das Evangelium in Verbindung mit der nahgekommenen Königsherrschaft Gottes
p.card-text
| Wie Jesus zur Taufe durch Johannes aus Galiläa kommt, so geht er nach seiner Auslieferung effektiv nach seiner Auferstehung (wieder) nach Galiläa.
br
| Damit bezeichnet „Galiläa“ einerseits eine Landschaft in Israel, gleichzeitig wird diese Ortsbezeichnung transparent auf den Himmel
| als Jesu eigentliche Heimat.
br
| Im Nahekommensein der Königsherrschaft Gottes wird dieser Himmel ein Stück Gegenwart auf Erden, verschmelzen beide „Galiläas“,
| wo dem Ruf nach Umkehr und dem Glauben an das Evangelium Raum gegeben wird.
p.card-text.mb-0
| Im Hinblick auf die Komposition des Markus-Evangeliums lässt sich im Rückblick auf die bisher betrachteten Erzählungen sagen:
ul.card-text
li Bis einschließlich zur Erzählung von der Taufe Jesu folgt Markus Röm 1,1-4
li Mit der Taufe Jesu beginnt Markus Röm 6 und die dortige Tauftheologie aufzunehmen und verfolgt dies bis einschließlich der Berufung der ersten Jünger.
li
| Ab der Berufung der Jünger bis zur Heilung der Schwiegermutter des Petrus lässt sich Markus vom
| Philipperhymnus und dessen Besingen des Geschickes des Gottgleichen in die Erniedrigung bis zum Tod am Kreuz und schließlich
| die Erhöhung leiten.
.card.slide.border-primary.mb-3
.card-body
h5.card-title
| Der Gehorsam Jesu richtet die Schwiegermutter des Petrus auf
h6.card-subtitle.text-muted
| Parallelen zwischen der Wüstensendung Jesu in der Mitte der konzentrischen Gliederung
| und den Abläufen bei der Heilung der Schwiegermutter des Petrus
hr
table.table.table-sm
tbody
tr
td.card-text
| Der Geist treibt Jesus
td.card-text
| Die Begleiter Jesu führen Jesus
tr
td.card-text
| in die Wüste
td.card-text
| im Haus zur Schwiegermutter des Petrus
tr
td.card-text
| Versuchung durch Satan
br
| → Anspielung auf den Tod Jesu am Kreuz
| im Sinne des Gehorsams Jesu bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz
td.card-text
| Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus
br
| → Auch indirekte Anspielung auf die Auferstehung Jesu
tr
td.card-text
| Dienst der Engel an Jesus
br
| → Auswirkung der Auferstehung Jesu im Himmel
td.card-text
| Dienst der Schwiegermutter des Petrus an Jesus (und seinen Begleitern)
br
| → Auswirkung der Auferstehung Jesu auf Erden:
| Aufgerichtet zum Dienst
ul.card-text
li
| Wie sich Jesus vom Geist gehorsam in die Wüste treiben lässt,
| folgt er auch gehorsam der Bitte der Jünger um die Heilung der Schwiegermutter des Petrus.
li
| Sehr plastisch erscheint die Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus mit der Jesus sie der Hand Satans entreißt
| als Kehrseite (des Bestehens) der Versuchung Jesu durch Satan im Sinne des Gehorsams bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz.
li
| So wird der Gehorsam Jesu bebildert im Gehorsam gegenüber den Jüngern, vergegenwärtigend aber den Gehorsam bis zum Tod am Kreuz
| als Ursache für Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus herausgestellt.
li
| Dies ist vom „Darum“ des Philipperhymnus zwischen Entäußerung und Erniedrigung bis zum Tod am Kreuz einerseits
| der Erhöhung andererseits zu verstehen:
ul.card-text
li Jesu Gehorsam bis zum Tod am Kreuz ist die Ursache für seine eigene Erhöhung (→ Auferweckung).
li
| Die Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus ist Anteilhabe an der Auferweckung Jesu
| und hat daher die gleiche Ursache.
.card.slide.border-primary.mb-3
.card-body
h5.card-title
q Evangelium Jesu Christi Evangelium Gottes
h6.card-subtitle.text-muted Die Chance des Evangeliums erkennen, auf dass es seine Kraft entfalten kann
hr
ul.card-text
li
| Im Rahmen seiner Evangelienverkündigung verkündet Jesus,
| dass die Königsherrschaft Gottes nahegekommen ist.
li
| Als die Erzählung vom Beginn des öffentlichen Wirkens am unteren Ende einer konzentrischen Gliederung stand
| und die Erzählung von der Taufe Jesu die Mitte bildete,
ul.card-text
li war deutlich geworden, dass das Evangelium Tod und Auferstehung Jesu zum Inhalt hat (→ Inklusion, Taufe als Erzählung von Jesu Tod und Auferstehung);
li
| war das Hereinbrechen der Herrlichkeit Gottes über Jesus selber und nur über ihm
| in der Mitte jener konzentrischen Gliederung durch das Aufreißen des Himmels und
| die sonstigen Geschehnisse bei der „Taufe“ bebildert worden.
li
| Indem aber Markus Jesus im Zuge der öffentlichen Verkündigung des Evangeliums von seinem Tod und seiner Auferstehung
| öffentlich den Anbruch der Königsherrschaft Gottes verkünden lässt,
| wird dem Geschick Jesu eine Bedeutung für die Menschenheit insgesamt zugewiesen:
br
| in der Auferstehung Jesu ist die Königsherrschaft Gottes angebrochen und den Menschen nahegekommen.
br
| Dadurch ist die Auferweckung Jesu nicht nur für ihn selber eine „gute Nachricht“, sondern grundsätzlich für alle.
li
| Das Hereinbrechen der Königsherrschaft Gottes ist also mit der Auferweckung Jesu verknüpft und
| hat daher den Tod Jesu als „Darum“ zur Grundlage.
li
| Mit dem Anbrechen der Königsherrschaft Gottes verbindet sich als Analogie zur Auferweckung Jesu
| die Chance auf Aufrichtung für alles, was dem Tod verfallen ist.
li
| Dies wird in der Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus bebildert.
br
| Die Erzählung legt Zeugnis ab, wie das Evangelium seine ganze erlösende und befreiende Kraft entfaltet:
br
q.bibeltext
| ... ich schäme mich des Evangeliums nicht: Es ist <i>eine Kraft Gottes</i> zur Rettung für jeden, der <i>glaubt</i>
span.bibelstelle Röm 1,16
li
| Damit wird auch das Ziel des Evangeliums bzw. des darin verkündeten christologisch-soteriologischen Doppelereignisses von Jesu Tod und Auferstehung deutlich:
br
| die „Aufrichtung“ des Menschen im Sinne des Herausreißens aus dem Verfallensein an Sünde und Tod und das Hineinstellen in die „Neue Schöpfung“.
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h5.card-title
q Bereitet den Weg des Herrn!
br
q Kehrt um und glaubt an das Evangelium!
h6.card-subtitle.text-muted
| Die Chance des Evangeliums ergreifen durch den Gehorsam des Glaubens, der durch die Liebe wirkt
hr
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.card-body
h5.card-title
| Der Glaube an das Evangelium verpflichtet zur Umkehr
h6.card-subtitle.text-muted
| Warum Glaube und Umkehr im Sinne des Markus letztlich identisch sind
hr
ul.card-text
li
| An das Evangelium zu glauben, heißt zuerst: dessen Wahrheit annehmen;
br
| zu glauben, dass der am Kreuz Gestorbene auferstanden ist und dass sich darin
| Gottes Heil ereignet:
br
| dass durch den Tod Jesu und in seiner Auferstehung tatsächlich die Königsherrschaft Gottes nahegekommen ist.
li
| Da der Inhalt des Evangeliums Tod und Auferweckung Jesu sind, erklärt sich,
| warum der Ruf zum Glauben daran sich mit dem Ruf zur Umkehr verbindet:
br
| An dieses Evangelium zu glauben muss für das eigene Leben Konsequenzen haben.
li
| Paulus drückt dies mit den Aufrufen zur Nachahmung im Kontext des Philipperhymnus aus:
br
q.bibeltext Lebt als Gemeinde so, wie es dem Evangelium Christi entspricht
span.bibelstelle Phil 1,27
br
q.bibeltext Seid untereinander so gesinnt, wie es dem Leben in Christus Jesus entspricht
span.bibelstelle Phil 2,5
br
| An dieses Evangelium zu glauben muss also bedeuten, dass man selber den darin enthaltenen Weg des Dienens geht das ist die Umkehr, die Jesus fordert.
li
| So verbindet sich die Chance auf „Aufrichtung“ dessen, was dem Tod verfallen ist,
| mit der Verpflichtung, selber im Sinne der Nachfolge gemäß des Evangeliums zu leben, umzukehren.
li
| Dies ist in den Begleitern Jesu bebildert, die die „Chance“ auf Aufrichtung der dem Tod verfallenen Schwiegermutter des Petrus
| durch die Gegenwart Jesu erkennen und ergreifen, indem sie ihn
| auf das „Fieber“ der Schwiegermutter des Petrus hinweisen, also doch wohl um ihre Heilung bitten, und so ihre Aufrichtung initiiren.
br
p.card-text.small.mb-0
| Wahrscheinlich stellt sich der Evangelist die Jünger auch als Zeugen der Dämonenaustreibung in der Synagoge (→ „sie" in Mk 1,29) vor,
| auch wenn sie dort nicht eigens erwähnt werden.
li
| Ihr Glaube an das Evangelium, zu dem Jesus aufruft (→ Mitte der konzentrischen Gliederung), lässt sie zur Tat schreiten;
br
| so zeigt sich um es mit
span.bibelstelle Gal 5,6
| zu sagen ein
q.bibeltext Glaube, der durch die Liebe wirkt.
br
| Sie werden zu Dienern der Schwiegermutter des Petrus angesichts ihrer „Krankheit“ das zeigt, dass sie bereits den geforderten Sinneswandel vollzogen haben.
li
| Die Jünger leben wie Jesus ihr Leben für Gott:
br
| sie stellen sich in den Dienst des heilvollen Kommens Gottes/Jesu zu den Menschen;
br
| sie „bereiten“ ganz plastisch angesichts des in Jesus nahegekommenen Gottesreiches (→ Mitte der konzentrishen Gliederung)
| „den Weg des Herrn“ zu einem „kranken“ Menschen (→ oberes Ende der konzentrischen Gliederung);
br
| auf diese Weise handeln sie im Sinne der von Jesus geforderten Umkehr.
li
| Der Glaube ist bei Paulus wie bei Markus kein reiner Bekenntnis-Glaube, sondern ein Glaube,
| der aus dem Weg Jesu praktische Konsequenzen für das eigene Leben zieht;
br
| so kann sich in der Mitte der konzentrischen Gliederung der Ruf zum Glauben an das Evangelium mit dem Ruf zur Umkehr verbinden:
| Glaube in diesem Sinne ist letztlich mit der von Jesus geforderten Umkehr identisch.
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h5.card-title
| Der Gehorsam Jesu bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz ruft nach dem Gehorsam des Glaubens, der durch die Liebe wirkt
hr
ul.card-text
li
| Das Nebeneinander von Gehorsam und Ruf zum (tätigen) Glauben in der Mitte der konzentrischen Gliederung
| lässt an
span.bibelstelle Röm 1,5
| denken:
br
q.bibeltext
| ... um unter allen Völkern <i>Glaubensgehorsam</i> aufzurichten ...
br
| Der Gehorsam Jesu bis zum Tod am Kreuz ruft nach dem Gehorsam des (tätigen) Glaubens durch die Menschen.
p.small.card-text.mb-0
| Man erinnere sich daran, dass Markus bereits Röm 1,1-4 für sein Evangelium fruchtbar gemacht hat.
li
| So entspricht dem Gehorsam Jesu bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz,
br
| der Gehorsam des Glaubens, der durch die Liebe wirkt.
br
| Dies ist im Sinne der Nachfolge zu verstehen.
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h5.card-title
| Der Gehorsam Jesu bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz und der Gehorsam des Glaubens, der durch die Liebe wirkt
| bewirken im Zusammenwirken die Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus
hr
p.card-text
| Auch wenn die Erzählung von der Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus in Verbindung mit der Wüstensendung Jesu
| den Gehorsam Jesu selbst als Ursache der Aufrichtung dessen, was dem Tod verfallen ist, hervorhebt:
br
| es ist der dazu parallele Gehorsam des Glaubens, der durch die Liebe wirkt, der der „kranken“ Frau
| die durch den Gehorsam Jesu eröffnete Chance auf Aufrichtung zuteil werden lässt.
br
| Der Gehorsam Jesu bis zum Tod am Kreuz und der Gehorsam des Glaubens, der durch die Liebe wirkt, <i>zusammen</i>
| sind es, was zur Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus führt.
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h5.card-title
| Die eigenwillige Parallele vom Jesus in die Wüste treibenden Geist und den Begleitern Jesu bei der Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus
h6.card-subtitle.text-muted
| Die Jünger im Dienst der Sendung Jesu
hr
ul.card-text
li
| In der obigen Tabelle, die die Parallelen zwischen der Erzählung der Wüstensendung Jesu und der Erzählung der Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus
| aufzeigt, findet sich eine eigenwillige Parallele zwischen dem Geist, der Jesus in die Wüste treibt,
| und den Begleitern Jesu, die ihn auf die „kranke“ Schwiegermutter des Petrus aufmerksam machen;
br
| in beiden Fällen „gehorcht“ Jesus.
li
| Im Blick auf die Jünger ist zu bedenken, dass Jesus sie berufen und damit in Dienst genommen hatte für seine eigene Sendung:
| sie erweisen sich nun in diesem Sinne als Wegbereiter des Herrn.
br
| Sie dienen also sowohl der Schwiegermutter des Petrus als auch Jesus und seiner Sendung.
li
| Die Parallele zwischen dem Geist und den Jüngern bindet also die Jünger in die Sendung Jesu ein;
br
| in ihrem nachösterlichen Wirken wirkt Jesus weiter: sie sind als Wegbereiter gleichsam eine Brücke zwischen Jesus und den Menschen.
li
| Wie die Evangelienverkündigung durch Jesus (→ Mitte der konzentrischen Gliederung)
| den Fortgang der Sendung Jesu nach Ostern bebildert und in der Verkündigung Jesus selbst gegenwärtig sein lässt,
br
| so bebildert die Erzählung von der Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus (→ unteres Ende der konzentrischen Gliederung),
| wie die Sendung Jesu im nachösterlichen Wirken der Jünger weitergeht, er dabei aber selber der eigentlich Handelnde ist.
li
| Auch die Schwiegermutter des Petrus mit ihrem Dienst an Jesus und seinen Begleitern bebildert den Fortgang der Sendung Jesu auf Erden
| nach der Auferstehung Jesu, ist doch ihr Dienst auf Erden dem Dienst der Engel „im Himmel“ genauso parallel
| wie die Evangelienverkündigung in der Mitte der konzentrischen Gliederung.
br
| Ihr Dienst steht gerade in seiner Unspezifiziertheit für den generellen Dienst aneinander
| im Sinne der Nachfolge als Fortsetzung des Dienstes Jesu an den Menschen und ist Ausdruck
| von Umkehr und Glaube an das Evangelium.
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h5.card-title
| Dienst als Antwort, Dienst als Nachfolge
h6.card-subtitle.text-muted Zur rechten Einordnung des Dienstes der Schwiegermutter des Petrus
hr
ul.card-text
li
| Die Erzählung der Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus endet damit, dass diese als Geheilte Jesus und seinen Begleitern
| dient.
li
| Dies ist zunächst von Röm 6 her zu verstehen (s. o.).
li
| Voraus geht dem Dienst der Schwiegermutter ihre „Aufrichtung“ durch Jesus, die in Analogie zu seiner Auferstehung
| in seinem Gehorsam bis zum Tod am Kreuz ihren Grund hat.
li
| Dass Jesus „gedient wird“ hat also eine „Vorgeschichte“:
br
| er selbst ist zuallererst! zum Diener und Sklaven geworden im Gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz.
li
| In diesem Sinne ist der Dienst der „Geheilten“ eine Antwort auf den Dienst Jesu im Sinne der Nachfolge.
li
| Auch im Hinblick auf den Dienst der „Geheilten“ gegenüber den Begleitern Jesu ist zu bedenken,
| dass diese zunächst der „Kranken“ dadurch gedient haben, dass sie Jesus auf sie aufmerksam gemacht.
br
| Auch hier ist der Dienst Antwort auf den erfahrenen Dienst durch andere.
li
| Es fällt auf, wie in der Erzählung der Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus alle allen dienen:
br
| die Begleiter Jesu der Schwiegermutter, indem sie Jesus auf sie aufmerksam machen, womit sie gleichzeitig Jesu Sendung also Jesus dienen;
br
| Jesus dient seinen Begleitern und zugleich der Schwiegermutter, indem er auf die Bitte seiner Begleiter eingeht;
br
| die Schwiegermutter dient abschließend Jesus und seinen Begleitern:
br
i
| Die Aufrichtung im Sinne des Evangeliums schafft nicht neue Große und Mächtige, sondern zielt
| auf eine Gemeinschaft des gegenseitigen Dienens;
br
| „Anfang“ im Sinne von Ursprung und Prinzip dafür ist der Dienst Jesu.
li
| Aus der unmittelbaren Einleitung des Philipperhymnus durch Paulus kann
span.bibelstelle Phil 2,3b-4
| präsent werden:
br
q.bibeltext
| In Demut schätze einer den anderen höher ein als sich selbst.
br
| Jeder achte nicht nur auf das eigene Wohl, sondern auch auf das der anderen.
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h5.card-title
q Kehrt um und glaubt an das Evangelium
span.bibelstelle Mk 1,15
br
q Lebt als Gemeinde so, wie es dem Evangelium Christi entspricht
span.bibelstelle Phil 1,27
br
q Seid untereinander so gesinnt, wie es dem Leben in Christus Jesus entspricht
span.bibelstelle Phil 2,5
br
| → Gehorsam des Glaubens, der durch die Liebe wirkt
h6.card-subtitle.text-muted Der Fokus für die folgenden Erzählungen im Markus-Evangelium
hr
ul.card-text
li
| Schon die erste der drei Erzählungen, bei denen die Versuchungserzählung in der Mitte der konzentrischen Gliederung steht,
| die Jüngerberufung war ganz dem Gedanken der Nachfolge gewidmet.
li
| Am Ende des Durchschreitens durch den Philipperhymnus mittels der Versuchungserzählung als (Teil der) Mitte der konzentrischen Gliederung
| wird in der Mitte der konzentrischen Gliederung zugleich der Kontext des Hymnus mit seinen Aufrufen zu
| einem dem im Philipperhymnus besungenen Weg Jesu analogen Handeln präsent gemacht:
br
q.bibeltext Kehrt um und glaubt an das Evangelium!
br
| Da stehen sicher Phil 1,27; 2,5 im Hintergrund.
li
| In diesem letzten Schritt des durchschreitens des Philipperhymnus blitzt als Analogie zum im Hymnus besungenen Gehorsam Jesu
| das erste Mal der „Glaubensgehorsam“ auf (Röm 1,5)
| und wird der geforderte Glaube durch das erzählte Handeln der Jünger als „Glaube, der durch die Liebe wirkt“ (Gal 5,6) näher spezifiziert.
p.small.card-text.mb-0
| Bei der Heilung des Gelähmten in Mk 2,1-12 wird beides in Einheit wieder begegnen;
br
| diese Erählung ist der von der Heilung der Schwiegermutter des Petrus zumindest grob betrachtet sehr analog gestaltet.
li
| Der Ruf zu Umkehr und Glaube im Sinne des Glaubens, der durch die Liebe wirkt,
| schreitet als Inhalt der Mitte der konzentrischen Gliederung die nächsten Erzählungen ab;
br
| dabei bleibt der Philipperhymnus im Horizont gegenwärtig.
li
| Es begegnet zunächst eine weitere Erzählung, bei der der Glaube, der durch die Liebe wirkt, sich zum Heil der Menschen auswirkt (→ Mk 1,32-34);
br
| danach aber eine Erzählung, bei der sich Jesus zunächst seltsam den Menschen entzieht, um dann neu in ein erweitertes Wirkungsgebiet aufzubrechen (→ Mk 1,45-39):
br
| der Glaube, der durch die Liebe wirkt, eröffnet in Verbindung mit dem „zerrissenen Netz“ (→ Jüngeberufung) ganz neue geographische Möglichkeiten.
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h5.card-title
q.bibeltext Als die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn
span.bibelstelle Gal 4,4
h6.card-subtitle.text-muted Die Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus als Freikauf derer, die unter dem Gesetz der Sünde und des Todes stehen
hr
ul.card-text
li
| Mk 1,14-15 als Teil der Mitte der konzentrischen Gliederung macht
span.bibelstelle Gal 4,4-6
| präsent:
br
q.bibeltext
| 4 Als aber die Zeit erfüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und dem Gesetz unterstellt,
br
| 5 damit er die freikaufe, die unter dem Gesetz stehen
br
| und damit wir die Sohnschaft erlangen.
br
| 6 Weil ihr aber Söhne seid, sandte Gott den Geist seines Sohnes in unsere Herzen, den Geist, der ruft: Abba, Vater.
li
| Die Sendung des Sohnes „dem Gesetz des Geistes unterstellt“ (→ Röm 8,2) wird ebenfalls als Teil der Mitte der konzentrischen Gliederung erzählt.
li
| Dies lässt die Heilung der Schwiegermutter des Petrus als Freikauf derer, die „unter dem Gesetz der Sünde und des Todes“ (→ Röm 8,2) stehen, erscheinen.
li
| Während „das Gesetz, ohnmächtig durch das Fleisch, nichts vermochte“ (Röm 8,3), wie die vorausgehende Erzählung bebildert hat,
| es nicht „die Kraft hat, lebendig zu machen“ (Gal 3,21), erweist sich hier das Evangelium, in welchem die Sendung Jesu als des Sohnes Gottes
| enthalten ist, als „eine Kraft Gottes zur Rettung für jeden, der glaubt“ (Röm 1,15).
li
| Auch das Thema „Sohnschaft“ ist indirekt subtil! in der Erzählung präsent,
| denn wenn die Kranke die Schwiegermutter des Petrus ist, dann ist Petrus ihr Schwieger<i>sohn</i>.
br
| Schwiegersohn aber ist man nicht durch Geburt, sondern wird es durch die Hochzeit, wie man auch Sohn Gottes nicht von Geburt an ist, sondern durch die Taufe.
br
| Da ist zu beachten, dass die Hochzeitsthematik in der in der Gliederung „Galiläa I“ gegenüberliegenden Erzählung auch eine Rolle spielt:
br
| Jesus bezeichnet sich dort als Bräutigam: das Heilsgeschehen wird damit im Bild der Hochzeit ausgedrückt.
br
| Durch diese „Hochzeit“ wird die „Sohnschaft“ gegenüber Gott vermittelt.
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h5.card-title
q.bibeltext Dient einander in Liebe
span.bibelstelle Gal 5,13
h6.card-subtitle.text-muted Der gegenseitige Dienst im Lichte von Gal 5,13-14
hr
ul.card-text
li
| Es war aufgefallen, dass in der Erzählung von der Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus jeder jedem dient.
li
| Dies kann im Kontext des Freikaufes vom „Gesetz der Sünde und des Todes“ von
span.bibelstelle Gal 5,13-14
| her verstanden werden:
br
q.bibeltext
| Denn ihr seid zur Freiheit berufen, Brüder und Schwestern.
br
| Nur nehmt die Freiheit nicht zum Vorwand für das Fleisch,
br
i sondern dient einander in Liebe!
br
| Denn das ganze Gesetz ist in dem einen Wort erfüllt:
br
| Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.
.card.slide.border-primary.mb-3
.card-body
h5.card-title
q Kommt her, mir nach!
h6.card-subtitle.text-muted Taufe Jesu und Berufung der ersten Jünger als gegenüberliegende Erzählungen der konzentrischen Gliederung
hr
ul.card-text
li
| Mit der Taufe Jesu und der Berufung der ersten Jünger stehen sich erste und letzte Erzählung jenes Zyklus gegenüber,
| der von Röm 6 her geprägt ist.
ul.card-text
li
| Jesus hat die Jünger als „Menschenfischer“ berufen.
br
| Als „Menschenfischer“ leben sie in der Nachfolge Jesu für Gott.
li
| Dies ist auf die Taufe zu beziehen, die sie spenden und mit der sie Menschen
| aus dem Verfallens an die Sünde und als deren Folge dem Tod entreißen
| und auf die „Insel des Lebens“ inmitten der „Wüste der Gottferne“ retten
| (→ Mitte der konzentrischen Gliederung) und damit für Gott und Christus gewinnen.
li
| Ermöglicht ist diese Taufe durch die „Taufe“ Jesu im Sinne seines Todes und seiner Auferstehung,
| durch die die Königsherrschaft Gottes nahegekommen ist;
br
| wie Jesus stehen die taufenden Jünger im Sinne des „Mir nach!“ im Dienst der anbrechenden Königsherrschaft Gottes.
li
| Wie über Jesus die Herrlichkeit Jesu hereinbricht,
| so öffnet sich auch für jeden Täufling der Himmel, wird er Kind Gottes und mit Gottes Geist ausgerüstet:
br
| er wird Teil der Königsherrschaft Gottes;
br
| Voraussetzung dafür ist der Glaube an das Evangelium,
br
| damit einher geht die Verpflichtung zum Sinneswandel im Sinne des Glaubens, der durch die Liebe wirkt.
li
| Wie Jesus ein für alle Mal der Sünde gestorben ist und für Gott lebt, sollen nun die Getauften im Sinne des „Mir nach!“
| tot sein für die Sünde und für Gott leben (→ Mitte der konzentrischen Gliederung).
li
| All dies ist in der Heilung der Schwiegermutter des Petrus (→ unteres Ende der konzentrischen Gliederung) bebildert,
| die Jesus in Analogie zu seiner eigenen Auferstehung aufrichtet zum Wandeln in der Neuheut des Lebens im beschriebenen Sinne,
| wobei Jesus und seine Begleiter zusammenwirken.
br
| Effektiv wird dort eine Taufe gefeiert.
li
| Die Berufung der ersten Jünger ist die erste Erzählung des mit ihr eröffneten Philipperhymnus-Zyklus.
table.table.table-sm
thead
tr
th.card-text
| Erzählung von der Taufe Jesu:
br
| → Jesus
th.card-text
| Erzählung von der Berufung der ersten Jünger:
br
| → Jünger
tbody
tr
td.card-text
| Verlässt Heimat, um sich taufen zu lassen
td.card-text
| Verlassen Netze, Vater, Tagelöhner, um Jesus nachzufolgen
tr
td.card-text
| Am Ziel des Weges Jesu bricht
| die himmlische Herrlichkeit über Jesus herein;
| er wird als Sohn Gottes tituliert
br
| → Einsetzung „dem Geist der Heiligkeit nach als Sohn Gottes in Macht seit der Auferstehung von den Toten“ (Röm 1,4)
td.card-text
| Am Anfang ihres Weges in der Nachfolge Jesu verlassen
| die Söhne des Zebedäus ihren Vater und die Stellung als Söhne im väterlichen Betrieb
br
| → Entäußerung und Erniedrigung
tr
td.card-text(colspan=2)
| In diesem Gegenüber sind die beiden Hälften des Philipperhymnus verbildlicht;
br
| was die Söhne des Zebedäus tun, ist weil Nachfolge auf Jesus zu übertragen
tr
td.card-text(colspan=2)
| Dazwischen wird der Weg Jesu in der Mitte der konzentrischen Gliederung zweimal knapp erzählt:
br
| das Getriebenwerden Jesu durch den Geist in die „Wüste der Gottferne“, sein Gehorsam bis zum Tod am Kreuz,
br
| bzw. seine Auslieferung (durch Gott),
br
| jeweils mündend in die angedeutete Erhöhung/Auferweckung
tr
td.card-text
| Das Wohlgefallen Gottes blickt auf diesen Weg Jesu der Entäußerung, der Erniedrigung und des Gehorsams bis zum Tod am Kreuz,
| zu dem Jesus (von Gott) ausgeliefert bzw. vom Geist getrieben wurde;
br
| im Wohlgefallen steckt das „Darum“ des Philipperhymnus als Scharnier zwischen Erniedrigung und Erhöhung
td.card-text
| Der Ruf zur Nachfolge setzt bei diesem Wohlgefallen Gottes an:
br
| ihn ihm steckt das „Lebt als Gemeinde so, wie es dem Evangelium Christi entspricht“ (Phil 1,27)
| und „Seid untereinander so gesinnt, wie es dem Leben in Christus Jesus entspricht“ (Phil 2,5)
br
| dies verbindet sich mit dem Ruf zu Umkehr und Glaube an das Evangelium in der Mitte der konzentrischen Gliederung;
br
| die Söhne des Zebedäus betreten diesen Weg der Entäußerung und Erniedrigung,
| und alle Jünger treten gehorsam in die Nachfolge Jesu ein;
br
| auf diesem Weg werden (nicht nur) die Söhne des Zebedäus zu Söhnen Gottes (→ Taufe Jesu im Gegenüber)
li
| Wie die doppelte Mitte der konzentrischen Gliederung den Fortgang nach dem Tod Jesu „im Himmel“ mit dem Dienst der Engel und „auf Erden“
| mit der Evangelienverkündigung zusammenbindet,
br
| ist im Gegenüber Taufe Jesu und Berufung der ersten Jünger auch der Fortgang nach dem Tod Jesu „im Himmel“ und „auf Erden“
| bebildert: einerseits die Erhöhung Jesu in der Auferstehung, andererseits die Nachfolge der Jünger in Entäußerung, Erniedrigung und Dienst,
| nicht zuletzt als „Menschenfischer“.
li
| Die Erzählung von der Berufung der ersten Jünger bebildert von Ps 127,1 her („Das Netz ist zerrissen und wir sind frei“)
| das „Niederreißen“ des Gesetzes (→ Gal 2,18), die Freiheit vom „Gesetz der Sünde und des Todes“.
br
| Dieses Niederreißen durch Jesus und das Nichtwiederaufrichten durch die Jünger steht unter dem Wohlgefallen Gottes,
| das dieser bei der Taufe Jesu äußert.
br
| Es ist auch Bedingung dafür, dass „wir die Sohnschaft erlangen“ (→ Gal 4,5), wie dies für die Söhne des Zebedäus durch ihren Eintritt in die Nachfolge
| Jesu gilt, und die dafür das zerrissene Netz = Gesetz zurücklassen.
.card.slide.border-primary
.card-body
h5.card-title
| Jesus, der Stärkere, ist gekommen, um die Dämonen ins Verderben zu stürzen
h6.card-subtitle.text-muted
| Das Wirken Johannes des Täufers und die Dämonenaustreibung als gegenüberliegende Erzählungen in der konzentrischen Gliederung
hr
ul.card-text
li Schon das Wirken des Täufers mit seiner Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden war eine Sendung gegen die widergöttlichen Mächte wie den Dämon und Seinesgleichen.
li
| Diese ins Verderben stürzen aber kann (erst) Jesus, den Johannes als den Stärkeren verkündet hat und den der Geist dazu in die „Wüste der Gottferne“
| getrieben hat (→ Mitte der konzentrischen Gliederung).
li
| Als Gegenüber erscheinen der Heilige Geist der Jesus zum „Heiligen Gottes“ macht und der unreine Geist, von dem der Mann besessen war:
br
| In der Taufe mit dem Heiligen Geist wird der unreine Geist ausgetrieben, aber dafür zieht der Geist Gottes ein;
br
| dem in der Mitte der konzentrischen Gliederung geforderten Sinneswandel entspricht dieser Wechsel des einwohnenden Geistes.
li
| Während in Mk 1,21-28 die Insuffizienz des Gesetzes angedeutet wird (→ Röm 8,3),
| die in der Ohnmacht durch das Fleisch begründet liegt, die das Gesetz zu einem „Gesetz der Sünde und des Todes“ hat werden lassen,
br
| kann die Verheißung des Stärkeren und der Geisttaufe durch Johannes auf das „Gesetz des Geistes, des Lebens in Christus Jesus“
| bezogen werden,
| das den Gläubigen „frei macht vom Gesetz der Sünde und des Todes“ (Röm 8,2);
br
| Grundlage ist die Sendung des Sohnes (→ Röm 8,3), die in der Mitte der konzentrischen Gliederung erzählt wird.
//-
BEZIEHT SICH AUF EINE GLIEDERUNG, BEI DER DIE BERUFUNG DER JÜNGER GETEILT WIRD UND DER ANFANG DES WIRKENS JESU ALLEIN IN DER MITTE STEHT
p
| Hier ist auch besonders das Gegenüber von Jesu Taufe und der Berufung der Söhne des Zebedäus interessant:
//- | (hier die ganze Taufe, nicht nur der zweite Teil (<q>Auferstehung</q>) der Taufe, als jener in Mitte der Konzentrik stand)
br
| Die Brüder verlassen im Rahmen ihrer Berufung ihren Vater; so hat auch Jesus seinen Vater
| <q>verlassen</q> (→ Phil 2,6-11!), um zur Taufe des Johannes zu kommen;
br
| auf dem Weg der Jesus-Nachfolge werden sie von „Söhnen des Zebedäus“ zu „Söhen Gottes“.
br
| In der geographischen Perspektive (Galiläa: oben; Taufort des Johannes: unterhalb Galiläas)
| kann man auch an das Kommen vom Himmel herab (→ Selbstverleugnung; vgl. Mk 10,18.19) denken.
hr
p.mb-0
| Obige Gliederung(smöglichkeit) bietet die erwähnten bemerkenswerten Bezüge:
ul
li
| Die Berufung des Petrus (und Andreas) wird mit der Versuchungserzählung verbunden, was gut zum Umkehrruf Jesu passt,
| da sich ja Petrus in der Passion gegenüber Jesus und damit: Gottes Absicht und dem <q>Weg des Herrn</q> versündigt hat.
li
| Die Berufung des Johannes und des Jakobus, die ihren Vater verlassen, passt gut zur Tauferzählung, wo auch die Thematik Vater Sohn begegnet (siehe auch oben).
p.mb-0
| Doch es gibt auch ein paar unschöne Auffälligkeiten:
ul
li
| Die Erzählung vom Beginn des Wirkens Jesu steht bei zwei Gliederungen im Mittelpunkt.
br
span.small
| Dies ist zwar auch bei der Tauferzählung so, doch ist es dort wirklich offensichtlich, was hier nicht so ohne weiteres der Fall ist.
li
| Das Gegenüber von Petrus-Berufung und Versuchungserzählung gibt es auch in der nächsten Gliederung,
| dann in Kombi mit der Berufung auch der anderen Jünger.
li
| Das Gegenber von Söhne-des-Zebedäus-Berufung und Taufe Jesu (mit Vater-Sohn-Thematik) ergibt sich in jedem (möglichen) Fall.
li
| Die Erzählung der Berufung der ersten Jünger ist zwar tatsächlich teilbar, doch wird dies erst später wirklich der Fall sein;
| in der nächsten Gliederung ist die Berufung in jedem Fall wieder eine Einheit.
li
| Die Heilung der Schwiegermutter des Petrus beinhaltet das Thema <q>Dienst an Jesus (und den Jüngern)</q>
| dieses findet sich aber auch in der Erzählung von der Versuchung Jesu (aber nicht mehr beim Wirkbeginn Jesu);
| das kann als Hinweis verstanden werden, dass beide Erzählungen als Mitte Rand verbunden werden sollten.
br
span.small
| Andererseits gelingt es nicht, diese beiden allein zu verbinden, da dann
ul.mb-0
li
| Taufpredigt und Hinweis auf Jesu, den Stärkeren, geteilt werden müssten;
li
| die <q>Neue Lehre in der Synagoge</q> dann aber mit der Taufpredigt und nicht mit dem Predigt vom Stärkeren, der kommt, verbunden würde;
li
| eine Verbindung zwischen <q>Neue Lehre in der Synagoge</q> mit der Prdigt vom Stärkeren, der kommt, aber auch in einer anderen Gliederung
| nicht zustande kommt; doch ist eine solche Verbindung unbedingt zu erwarten.
| Ferner ist zu bemerken, dass das Thema <q>Evangelium</q> beim Wirkbeginn Jesu auch gut zur sich erhebenden weil geheilten Schwiegermutter des Petrus passt.
p
| Daher bietet sich folgende Alternativ-Gliederung an:
.card.mb-3.konzentr-4
.card-body.gliederung
h5.card-title
| Inhaltsangabe/Überschrift
br
| Himmlischer Sendungsbeschluss
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,1-3
.card.mb-3.konzentr-3
.card-body.gliederung
h5.card-title Johannes der Täufer in der Wüste: Seine Taufe und seine Ankündigung des Kommenden
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-1 Mk 1,4-8
p.card-text
| Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich.
.card.mb-3.konzentr-2
.card-body.gliederung
h5.card-title Die Taufe Jesu
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-1 Mk 1,9-11
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| Du bist mein geliebter Sohn
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h5.card-title Tot für die Sünde Lebend für Gott
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-1 Mk 1,12-15
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h5.card-title Die Versuchung Jesu
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,12-13
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h5.card-title Johannes tritt ab, Jesus tritt auf: Eröffnungsruf des Wirkens Jesu: Kehrt um! Das Reich Gottes ist zum Greifen nahe!
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,14-15
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h5.card-title Die Berufung der ersten Jünger
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,16-20
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| <q>Auf, mir nach!</q> Menschenfischer (→ Taufe)
br
| Berufung der Söhne des Zebedäus
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h5.card-title Die neue Lehre in der Synagoge: Jesus gekommen, um Satan/die Dämonen ins Verderben zu stürzen
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-1 Mk 1,21-28
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| ... er war lehrend sie wie ein Vollmacht Habender und nicht wie die Schriftgelehren.
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h5.card-title Die Heilung der Schwiegermutter des Petrus
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-1 Mk 1,29-31
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q Jesus ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf. Da wich das Fieber von ihr und sie diente ihnen.