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h5.card-title Inhaltsangabe/Überschrift
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h6.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 1,1
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q.card-text.small <span style="color: blue;">Anfang</span> des <span style="color: green;">Evangeliums Jesu Christi</span>, Sohn eines Gottes.
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.card.mb-3.konzentr-3
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h5.card-title Himmlischer Sendungsbeschluss
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 1,2-3
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p.card-text.small
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| Wie geschrieben ist beim Propheten Jesaja:
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p.card-text.small.mb-0
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i Johannes der Täufer, Vorläufer Jesu
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p.card-text.small
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| Siehe, ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg herrichten soll;
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p.card-text.small.mb-0
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i Johannes der Täufer, (implizit) Künder des Kommenden; (explizit) Aufruf, für ihn <q>den Weg</q> zu <q>bereiten</q>
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p.card-text.small
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| Stimmes eines Rufenden in der <span style="color: red;">Wüste</span>: <span style="color: olive;">Bereitet den Weg des Herrn, macht gerade seine Pfade!</span>
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.card.mb-3.konzentr-2
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h5.card-title Johannes in der Wüste: Das Wirken Johannes des Täufers
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 1,4-8
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p.card-text.small Er kündigt den <q>Stärkeren</q> an.
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.card.mb-3.konzentr-1
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h5.card-title Die Taufe Jesu
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,9-13
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.card.mb-3.konzentr-2
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h5.card-title Jesus in der Wüste: Die Versuchung Jesu
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 1,12-13
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p.card-text.small
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| Jesus von Satan (in 3,27: der <q>Starke</q>) versucht.
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p.card-text.small
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| Versuchung erinnert an die Versuchung des (ersten) Adam in Gen 3;
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br
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| dem gegenüber steht (in der Verkündigung des Johannes) die Taufe zur <q>Vergebung der Sünden</q>, die
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| – in Verbindung mit der geforderten Umkehr – nicht nur die eigenen Sünden
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| vergibt, sondern doch – als christliche Taufe, von Christus her – (auch) aus der <q>Schuld Adams</q> befreit
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| (vgl. Adam-Christus-Parallele in Röm 5).
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br
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| Jesus ist der Prototyp des neuen, <q>umgekehrten</q> Menschen.
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br
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| Einerseits begegnet hier die Wiederherstellungder durch die Sünde Adams zerstörten Schöpfung
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| als Neuschöpfung (Tierfriede, Gemeinschaft mit den himmlischen Wesen [Engel] etc.),
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| andererseits wird deutlich, dass dies (für diese Weltzeit) nichts statisches ist,
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| sondern auch weiterhin die Versuchung bleibt; das aber ist genau die Situation des Christen nach der Taufe.
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.card.mb-3.konzentr-3
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h5.card-title Johannes tritt ab, Jesus tritt auf: Eröffnungsruf des Wirkens Jesu
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 1,14-15
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p.card-text.small.mb-0
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i Johannes der Täufer, Vorläufer Jesu
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p.card-text.small
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| Nachdem aber ausgeliefert worden war Johannes,
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p.card-text.small.mb-0
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i <span style="color: blue;">Jesus, Künder des nahe gekommenen Gottesreiches – mit dem Aufruf, die Konsequenzen zu ziehen</span>
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p.card-text.small
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| kam Jesus nach <span style="color: red;">Galiläa</span>, das <span style="color: green;">Evangelium Gottes</span> verkündend und sagend:
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br
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| Erfüllt ist die Zeit, und nahe gekommen ist das Reich Gottes;
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br
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| <span style="color: olive;">kehrt um (= ‚ändert euch‘) und glaubt an das </span><span style="color: green;">Evangelium</span>!
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p
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| Formal entsprechen sich die Verse 3 und 15;
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| der weitere Verlauf des Evangeliums wird zeigen, wie Umkehr, Glaube und Evangelium mit dem <q>Weg des Herrn</q> in Verbindung stehen.
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p.mb-0
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| Das Wort <q>Evangelium</q> rahmt die Botschaft Jesu mit den beiden Akzenten:
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ul
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li Ankündigung des nahe gekommenen Gottesreiches; die Zeit ist (bereits) erfüllt;
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li Aufruf, die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen: Umkehr, Glaube (an das Evangelium).
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||
p
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| Gleichzeitig rahmt das Wort <q>Evangelium</q> die Verse 1-15 insgesamt und binden sie zusammen um die Mitte <q>Taufe</q>.
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||
p
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| Das Wort <q>Anfang</q> in 1,1 korrespondiert formal dem Anfang der Verkündigung Jesu in 1,14-15.
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br
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||
| Aber es korrespondiert auch inhaltlich mit 1,14-15, ist das Reich Gottes doch nicht mit einem <q>Satz</q> da – wiewohl die Zeit erfüllt ist –,
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| sondern ist nahe gekommen; sein Kommen hat aber mit Umkehr und Glaube (an das Evangelium) zu tun.
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||
p
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| Es fällt auf, dass hier <q>Worthülsen</q> begegnen, die im restlichen Evangelium noch gefüllt werden
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| (was heißt Umkehr? was ist der konkrete Inhalt des Evangeliums, an das geglaubt werden soll? etc).
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br
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| Von daher rahmt zwar der Gedanke <q>Anfang</q> 1,1-15, aber ohne das im Evangelium Erzählte ist
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| nicht klar, was genau hier eigentlich den Anfang nimmt. Von daher kann sich das Wort <q>Anfang</q> nur
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| auf das ganze Evangelium beziehen, nicht nur auf 1,1-15 – hat man aber die wichtigen Zusammenhänge
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| verstanden, ist in diesen 15 Versen tatsächlich der ganze <q>Anfang</q> präsent.
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p.mb-0
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||
| In der Mitte steht die Taufe Jesu, im Brennpunkt von <q>Evangelium</q> und <q>Anfang</q>.
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br
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||
| Dies zu verstehen, muss man einiges aus dem restlichen Evangelium bewusst haben:
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||
ul
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li In 10,38-39 wird die Taufe als Chifre für den Tod Jesu gebraucht.
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||
li
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||
| Die Erzählung von der Kreuzigung ist durch einige Themen/Elemente mit der Erzählung von der Taufe verbunden
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| (Himmelaufreißen/Tempelvorhangzerreißen, Geisteinhauchen/Geistaushauchen).
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||
li
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| Von vorne nach hinten gelesen ist die Kreuzigung
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| das Gegenteil zur Taufe – von hinten wieder an den Anfang gesprungen ist die Taufe Neuschöpfung nach der Kreuzigung
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| (mit Elementen, die normalerweise mit der Auferstehung Jesu verbunden werden: Geist, der lebendig macht; Aufgriff von Ps 2,7):
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li
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| Ergebnis:
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br
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i Die Tauferzählung ist die an den Anfang des Evangeliums gesetzte, am Ende des Evangeliums vermisste <q>Erscheinung</q> des Auferstandenen.
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p
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| Hier erklärt sich auch ein exegetisch-theologisches Problem:
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br
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| Vor allem bei Paulus sind es Tod und Auferstehung Jesu, die <i>der</i> Inhalt des Evangeliums schlechthin sind,
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| Ort der Neuschöpfung, Beginn des neuen Zeitalters der Gnade etc.
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br
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||
| Bei Markus dagegen scheint dieser Beginn in der Taufe grundgelegt und in 1,14-15 entfaltet zu sein.
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br
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||
| Versteht man aber die Taufe Jesu bei Markus aus dem Kontext Kreuzigung und Auferstehung heraus, ist dieses Problem zumindest gemildert.
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p.mb-0
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||
| Klar ist: bei Markus steht nicht nur die offenbar dem öffentlichen Wirken des historischen Jesus vorausgehende Taufe am
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| <q>Anfang</q> der Frohbotschaft, sondern vielmehr und besonders sein Tod und seine Auferstehung,
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| die die neue Zeit begründen.
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p.small
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||
| In diesem Zusammenhang nicht uninteressant: Gliedert man den Teil IIA (In Galiläa) konzentrisch, entsprechen
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| sich der Eröffnungsruf des Wirkens Jesu (der gleichzeitig auf das Schicksal Johannes des Täufers zurückblickt)
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| und der Todesbeschluss der Pharisäer und Herodianer (in 3,6).
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br
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| All dies lässt nur den Schluss zu, dass auch für Markus der eigentliche Beginn des Reiches Gottes in
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| Tod und Auferstehung Jesu zu sehen ist.
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||
p
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| Nochmal zum Gedanken <q>Anfang</q>:
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| Die Taufe jedes Christen markiert den Anfang seiner christlichen Existenz.
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br
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| In Röm 6 unterstreicht Paulus, dass der Getaufte auf den Tod Jesu getauft ist und
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| insofern Anteil am Leben des Auferstandenen hat, als dass er in der <q>Neuheit des Lebens wandeln</q> kann und soll,
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| konkret: der Sünde widersagt und ganz für Gott lebt; also: den Neuanfang nutzt und nicht – wie (der erste) Adam in Gen 3 – der Sünde verfällt.
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||
br
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||
| Bei Markus scheint genau dieser Gedankengang zugrunde zu liegen.
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| Es ist ja davon auszugehen, dass Markus von der Taufe Jesu einerseits im Horizont von Tod und Auferstehung Jesu
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| erzählt, andererseits doch aber auch im Horizont der Taufe als christlichem Initiationssakrament.
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||
| Von Röm 6 her betrachtet schließt die Erzählung von der Versuchung Jesu sehr sinnvoll an die Erzählung von
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| der Taufe an; ja es scheint von Röm 6 her – bzw. dem Gedanken Neuschöpfung her – <q>gefordert</q>, wo es darum geht,
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| als Getaufte der Sünde/dem Satan zu wiederstehen; Markus drückt das so aus:
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| ein Leben zu führen, das die Umkehr vollzieht und von Glaube (an das Evangelium) geprägt ist
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| bzw. den <q>Weg des Herrn</q> bereitet, was – wie das Evangelium noch entfalten wird –
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| unter verschiedenerlei Anfeindungen und Anfechtungen geschieht.
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br
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| Gleichzeitig nimmt Markus damit den entscheidenden Punkt am Ende des irdischen Wirkens Jesu – den Tod am Kreuz – vorweg,
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| womit sich <i>die</i> Versuchung Jesu schlechthin verbindet: Messias nach Menschenart zu sein, statt <q>zu dienen
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| und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.</q>
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p
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| Versteht man 1,1-15 im Kontext des ganzen Evangeliums mit allen entschlüsselten Bezügen recht, findet sich hier
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| eine komprimierte Fassung des Evangeliums und in diesem Sinn der ganze <q>Anfang</q>,
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| der auf Nachfolge zielt: Berufung der ersten Jünger in 1,16-20 zur Nachfolge!
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||
p
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| Interessant auch: man kann um die Erzählung von der Versuchung konzentrisch gliedern:
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.card.mb-3.konzentr-4
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.card-body.gliederung
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h5.card-title
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| Inhaltsangabe/Überschrift
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br
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| Himmlischer Sendungsbeschluss
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h6.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 1,1-3
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q.card-text.small Anfang des Evangeliums Jesu Christi, Sohn eines Gottes.
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br
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q.card-text.small Vor dir her deinen Weg herrichten.
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||
br
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q.card-text.small Bereitet den Weg des Herrn!
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.card.mb-3.konzentr-3
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.card-body.gliederung
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h5.card-title Johannes in der Wüste: Das Wirken Johannes des Täufers – Vorläufer Jesu
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 1,4-8
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||
p.card-text.small
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||
| Johannes am Jordan.
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p.card-text.small
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||
| Johannes erzeugt eine große Resonanz bei den Menschen; sie kommen und lassen sich taufen.
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.card.mb-3.konzentr-2
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.card-body.gliederung
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h5.card-title Die Taufe Jesu
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,9-13
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.card.mb-3.konzentr-1
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.card-body.gliederung
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h5.card-title Jesus in der Wüste: Die Versuchung Jesu
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 1,12-13
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p.card-text.small Das Bestehen durch Jesus ist vorausgesetzt und in den beiden angrenzenden Teilen präsent.
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.card.mb-3.konzentr-2
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.card-body.gliederung
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h5.card-title Johannes tritt ab, Jesus tritt auf: Eröffnungsruf des Wirkens Jesu
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 1,14-15
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p.card-text.small
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||
| Nachdem aber ausgeliefert worden war Johannes,
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||
br
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||
| kam Jesus nach Galiläa, das Evangelium Gottes verkündend und sagend:
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||
br
|
||
| Erfüllt ist die Zeit, und nahe gekommen ist das Reich Gottes;
|
||
br
|
||
| kehrt um (= ‚ändert euch‘) und glaubt an das Evangelium!
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||
|
||
p.card-text.small
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||
| In dieser Gliederung sind die Taufe Jesu und der Eröffnungsruf der Verkündigung Jesu aufeinander bezogen,
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||
| ganz im Sinne der Deutung oben:
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||
br
|
||
| Im Schicksal des Täufers ist der Tod Jesu präsent [wie ja auch das vorausgesetzte Bestehen der Versuchung letztlich mit dem Tod Jesu am Kreuz identisch ist], im Ruf Jesu die Auferstehung.
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||
|
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p.card-text.small
|
||
| Die Taufe wird unter Zuspruch und Anspruch der Gottesherrschaft gestellt.
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.card.mb-3.konzentr-3
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.card-body.gliederung
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||
h5.card-title Berufung der ersten Jünger – Nachfolger Jesu: <q>Auf, mir nach!</q>
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||
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 1,16-20
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||
p.card-text.small
|
||
| Jesus am See von Galiläa.
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||
p.card-text.small
|
||
| Jesus beruft Jünger, die er zu Menschenfischern machen will.
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||
|
||
.card.mb-3.konzentr-4
|
||
.card-body.gliederung
|
||
h5.card-title Die neue Lehre in der Synagoge
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||
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 1,21-28
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||
p.card-text.small
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||
| <i>Erste</i> Dämonenaustreibung.
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||
p.card-text.small
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||
| Jesus, der <q>Heilige Gottes</q>.
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p.mb-0.small
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||
| Doppelt wichtig ist der Bezug zu 1,2-3:
|
||
br
|
||
| Hier Dämonenaustreibung mit (nicht spezifizierter) Lehre Jesu; dort die doppelte Rede vom Weg Jesu:
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||
br
|
||
| Die Dämonenaustreibung setzt die Lehre Jesu in Beziehung zu dem Weg, den Jesus selbst gehen wird,
|
||
| und dem sich mit dem <q>Weg des Herrn</q> verbindenden Umkehrruf:
|
||
//- Der <q>Weg des Herrn</q> wird in Beziehung gesetzt zur (hier nicht näher spezifizierten) Lehre Jesu, die eine Dämonenaustreibung rahmt.
|
||
ul.mb-0.small
|
||
li
|
||
q Ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg herrichten wird.
|
||
ul
|
||
li
|
||
| Dieser Bote, der mit Johannes dem Täufer zu identifizieren ist, ist – das weiß der Leser (spätestens) seit 1,14 –
|
||
| <q>ausgliefert</q> worden, also einen gewaltsamen Tod gestorben.
|
||
li
|
||
| Das <q>vor dir her</q> impliziert damit den Tod Jesu.
|
||
li
|
||
| Die Dämonenaustreibung ist also erzählt in folgendem Dreierbezug:
|
||
ul
|
||
li Tod Jesu (1,2b).
|
||
li Versuchung Jesu (1,12-13), deren Bestehen vorausgesetzt ist; dieses Bestehen aber ist mit dem Tod Jesu am Kreuz identisch.
|
||
li Lehre Jesu, die die Dämonenaustreibung bewirkt.
|
||
li
|
||
| Dies kann nur als klare Andeutung verstanden:
|
||
br
|
||
b
|
||
| In der Lehre Jesu geht es (auch und besonders)
|
||
| um seinen Tod als Sieg über den Satan (→ 1,12-13),
|
||
| um seinen Tod im Dienste des Verderbens der Dämonen (→ Mk 1,24!)
|
||
li.small
|
||
| In Mk 8,32b-33; 10,45 u. ö. wird sich dies bestätigen.
|
||
li
|
||
q Bereitet den Weg des Herrn, macht eben seine Pfade!
|
||
ul
|
||
li
|
||
| In dieser Dämonenaustreibung hier begegnet ein Mann, der von einem unreinen Geist bessessen,
|
||
| d. h. <i>im Besitz Satans</i> ist: ein Diener Satans mit einem entsprechenden
|
||
| (ethischen) Lebensstil; man beachte die Definition von <q>unrein</q> in Mk 7!
|
||
li
|
||
| In der Gliederung gegenüber der Ruf, den Weg des Herrn zu bereiten,
|
||
| also sich <i>in den Dienst des Herrn und seines Kommens</i> zu <i>stellen</i>.
|
||
li
|
||
| In der Mitte die Versuchung Jesu, die in Mk 8,32b-33 mit dem Gegenüber Gott – Satan wieder aufgegriffen wird;
|
||
br
|
||
| und die nicht nur von der Versuchung Jesu spricht, sondern besonders auch von der Versuchung des Christen,
|
||
| wie eben Petrus.
|
||
li
|
||
| Die Dämonenaustreibung steht somit im Dienst eines <q>Umswitchens</q>: vom Diener Satans zum
|
||
| Wegbereiter des Herrn (vgl. Röm 6: Herrschaftswechsel).
|
||
br
|
||
| Gleichzeitig deutet die Dämonenaustreibung an, dass dieses <q>Umswitchen</q> nicht einfach
|
||
| im Bereich der Möglichkeiten der Menschen liegt, sind diese doch Sklaven der Sünde;
|
||
| es braucht vielmehr ein <q>Wunder</q>, ein Handeln Gottes: Tod (und Auferstehung) Jesu.
|
||
br
|
||
| Genau dies ist der Inhalt der Lehre Jesu, wie sich später noch zeigen wird:
|
||
| Jesus gibt sein Leben als Lösegeld für viele – so ist er der Verderber der Dämonen.
|
||
li
|
||
q Bereitet den Weg des Herrn, macht eben seine Pfade!
|
||
|
|
||
| – Ein Umkehrruf
|
||
ul
|
||
li
|
||
| Von 1,4 als Erfüllung von 1,3 her [und auch von der Verbindung 1,3 und 1,15 her, s. o.] ist klar: Der Ruf <q>Bereitet den Weg des Herrn!</q> hat etwas mit Umkehr, mit Sinneswandel zu tun.
|
||
br
|
||
span.small
|
||
| So versteht es schon Jesaja (Jes 40,3(-4)): Es geht um eine Neuorientierung am Heilswillen Gottes,
|
||
| nicht zuletzt in einem ethischen Sinne; als Folge wird die Offenbarung der göttlichen Herrlichkeit für
|
||
| alle Menschen verheißen: die ethische Neuausrichtung auf den Willen Gottes hin ist also tatsächlich der <q>Weg des Herrn</q>,
|
||
| der quasi darauf mit seinem Heil kommt.
|
||
br
|
||
| Somit baut (schon bei Jesaja) der Ruf <q>Bereitet den Weg des Herrn!</q> auf dem auch sonst
|
||
| zu findenen Ruf, den Weg des Herrn zu gehen = sich an die Gebote Gottes zu halten, auf
|
||
| und geht darüber hinaus: dieser Weg, der von den Menschen zu gehen ist,
|
||
| ist gleichzeitig der Weg, auf dem Gott bei den Menschen heilvoll ankommt.
|
||
br
|
||
| Die Dämonenaustreibung dient genau diesem Sinneswandel!
|
||
br
|
||
span.small
|
||
| In 8,32b-33 wird Petrus, der sich dem <q>Weg</q> Jesu entgegen stellt, behandelt wie ein Dämon
|
||
| und muss sich den Vorwurf gefallen lassen, auf die Seite Satans gerutscht zu sein.
|
||
br
|
||
| Diese Stelle dürfte auch mit der Erzählung von der Versuchung Jesu zusammen hängen,
|
||
| ist es doch seine Versuchung, Messias nach Erwartung der Menschen und nicht nach der Sendung
|
||
| Gottes zu sein.
|
||
li.small
|
||
| In Zusammenschau mit dem oberen Punkt zu <q>vor dir her</q> wird man sagen können:
|
||
| In Jesu Lehre, als deren Auswirkung die Dämonenaustreibung hier zu begreifen ist,
|
||
| ist Jesu Tod gegenwärtig, der – als <q>Lösegeld für viele</q> (Mk 10,45) –
|
||
| von der Herrschaft Satans bzw. der Dämonen befreit und – in Aufgriff der entsprechende Stelle
|
||
| bei Jesaja – <q>die vielen gerecht macht</q>;
|
||
br
|
||
| man beachte auch die Definition von <q>unrein</q> in Mk 7!
|
||
br
|
||
| Auffällig – bei Markus wie aber auch bei Paulus und im gesamten urchristlichen Schrifttum – ist,
|
||
| dass es einerseits um eine objektive Heilssetzung von Gott her geht, andererseits
|
||
| aber <q>Blindenheilung</q> bzw. <q>Dämonenaustreibung</q> nötig sind, um das zu begreifen
|
||
| und wirklich dann auch zum Glauben zu kommen und die Konsequenzen im eigenen Leben(sstil) zu ziehen.
|
||
li
|
||
| Also: Dort der Ruf zur Umkehr, hier ein von einem unreinen Geist Besessener:
|
||
br
|
||
b
|
||
i Jesus heilt einen der Umkehr Bedürftigen, indem er ihn mit seiner Lehre konfrontiert!
|
||
br
|
||
| So verstanden entspricht die Dämonenaustreibung hier den Blindenheilungen, die den Meta-Teil <q>Auf dem Weg</q> rahmen:
|
||
| jeweils ein Heilungswunder im Zusammenhang mit dem Weg Jesu und dem Nachfolgeweg der Jünger, die ein Umdenken
|
||
| erfordern.
|
||
li
|
||
| Jedenfalls ist die Verbindung von 1,1-3 mit 1,21-28 eine klare Andeutung:
|
||
br
|
||
b
|
||
| Bei der Lehre Jesu geht es (auch) um eine ganz spezifische Umkehr,
|
||
| die im Dienste des heilvollen Kommens des Herrn steht;
|
||
br
|
||
| oder anders herum: das Kommen des Herrn hat offensichtlich etwas mit dem Ende der unreinen Dämonen zu tun (1,21-28),
|
||
| was von 1,1-3 her einen Sinneswandel zu
|
||
| einem Leben, das den Weg des Herrn bereitet, mit sich bringt.
|
||
br
|
||
span.small Vgl. das Weg-Motiv in 1,1-3 und der Sinn des Gekommenseins Jesu in 1,21-28.
|
||
br
|
||
span.small
|
||
| Bei der <q>Lehre auf dem Weg</q> wird dann deutlich werden: Es gilt, – auf dem Weg der Nachfolge Jesu –
|
||
| den (ggf. auch eigenen) Dämon, groß sein zu wollen
|
||
| im Sinne menschlicher Macht- und Reichtumgsgelüste, zu überwinden und den Menschen zu dienen,
|
||
| so wie Jesus mit seinem Tod der Menschheit gedient hat (Mk 10,45).
|
||
br
|
||
| Auf diese Weise wird <q>der Weg des Herrn</q> beschritten; es ist gleichzeitig der Weg, auf dem Jesus (mit seiner rettenden Nähe) bei den Menschen ankommt;
|
||
| in diesem Sinne ist <q>der Weg des Herrn bereitet</q>.
|
||
br
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| Die Analogie zum Verständnis des Rufes bei Jesaja ist frappierend!
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br
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| Für Markus wird man sagen können: Es geht um eine Umkehr, die die Zuwendung und Rettung Gottes
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| bei den Menschen ankommen lässt und den so handelnden gleichzeitig mit der Gegenwart Gottes/Jesu beschenkt.
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br
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| So kann man den Aufruf <q>Bereitet den Weg des Herrn!</q> am Anfang des Evangeliums mit der Mitte
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| des Meta-Teiles <q>Weg Jesu</q> verbinden, wo es in Mk 9,36-37 heißt: <q>Und er stellte ein Kind in ihre Mitte,
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| nahm es in die Arme und sagte zu ihnen: Wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf;
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| wer aber mich aufnimmt, der nimmt nicht nur mich auf, sondern den, der mich genannt hat.</q> –
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| man könnte auch sagen: hat in doppelter Weise den <q>Weg des Herrn gebahnt</q>: zum hilfsbedürftigen Menschen
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| und auch zu sich selber.
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li
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| Von Röm 6 her kann wie folgt interpretiert werden:
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br
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ul
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li
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| Der Besessene hier – wie auch etwas später Levi und die Zöllner und Sünder insgesamt –
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| sind <q>Diener der Sünde</q>. Davon wird man durch das Heilshandeln Gottes in Tod und Auferstehung Jesu,
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| das für den Einzelnen in der Taufe auf den Tod Jesu Realität wird, frei – mit dem Ruf, <q>in der Neuheit des Lebens zu wandeln</q>
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li
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| <q>Bereitet den Weg des Herrn</q> = <q>stellt euch Gott zur Verfügung als Menschen, die vom Tod zum Leben gekommen sind,
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| und stellt eure Gleider als Waffen der Gerechtigkeit in den Dienst Gottes</q> (Röm 6,13)
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li
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| Wie Paulus in Röm 6,13 mit den Begriffen Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit operiert –
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| und damit sicher ein entsprechendes ethisches Leben meint –, so operiert Markus inhaltlich identisch
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| mit den Begriffen rein und unrein (vgl. Mk 7 mit der ethischen Definition von Reinheit/Unreinheit!).
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li
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| Auffällig ist, dass der Geheilte – im Gegensatz zum Besessenen – in der Erzählung keine Rolle spielt;
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| der Akzent der Erzählung liegt auf Jesus, seiner Lehre und seinem Gekommensein, um die Dämonen zu vernichten,
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| also insgesamt auf der Sendung Jesu durch Gott; dies wird durch die Gliederung untersützt:
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ul
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li
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| Anfang: Sendung durch Gott
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li
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| Mitte: Jesu Versuchung durch Satan (mit dem Geist als der führenden/treibenden Kraft → Versuchung gehört zur Sendung Jesu)
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li
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| Ende: Dämonenaustreibung durch Jesus; Jesu Gekommensein als Verderber der Dämonen (und damit Satans)
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| So ist Jesus durch seine Sendung zwischen Gott und Satan gestellt; mit der Wirkrichtung Gott → Satan;
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br
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| Durch Jesus – seine Tod und seine Auferstehung – kommt Gott befreiend-rettend zu den Menschen;
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| Jesus ist Gottes Wegbereiter schlechthin [vgl. das Wohlgefallen bei der Taufe mit Bezug zum Auftrag der Wegbereitung]
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| (und gerade dadurch der Verderber der Dämonen).
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li
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| Als positive Kehrseite der Heilung des Besessenen ist – als Resultat der Heilung – aber trotz des
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| Umstandes, dass darauf kein Akzent liegt,
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| dass der ehedem Besessene nun nicht mehr Diener der Sünde ist, vielmehr Diener Gottes (und seines Kommens).
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br
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| Diese beiden Pole sind Markus generell wichtig: Mk 1,2-3 – Mk 2,1-12; Mk 1,2-3 – 1,21-28; Mk 8,33 [Petrus]!
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br
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| Eine weitere Entfaltung dieses Gedankens ist hier aber auch nicht notwendig – sie würde auch die Erzählung
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| recht aufblasen –, weil dieser Gedanke des gewandelten Lebens durch einen interessanten
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| gliederungstechnischen Bezug hergestellt ist – Markus verkürzt ja auch Mk 16,1-8, weil er durch bestimmte Bezüge
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| Ergänzungen macht –:
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| Die Erzählungen hier können vorwärts und rückwärts betrachtet werden, mit unterschiedlichem Akzent:
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ul
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li
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b Vorwärts
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br
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i Jesus als Wegbereiter Gottes: Mit Jesus bricht das Reich Gottes an.
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br
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span.small Aktzen auf erster Hälfte der Gliederung: Tandem Johannes der Täufer + Jesus
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ul
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li 1) <q>Bereitet den Weg des Herrn!</q> nicht zuletzt als Sendung Jesu selbst.
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li 2) Johannes der Täufer als Vorläufer/Wegbereiter Jesu
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li 3) Taufe Jesu: Tod und Auferstehung Jesu als Beginn der Neuschöpfung
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li 4) Versuchung Jesu: Ringen mit dem Satan; durch 3/3' ist der Sieg Jesu klar ausgesprochen
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li 3') Eröffnungsruf des Wirkens Jesu: das Reich Gottes ist zum Greifen nahe; Umkehr und Glaube nötig
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li 2') Die ersten Jünger als Nachfolger Jesu berufen
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li 1') Heilung des Besessenen; Jesus gekommen als Verderber der Dämonen
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li
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b Rückwärts
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br
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i Wegbereiter Gottes in der Nachfolge Jesu.
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br
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span.small Akzent auf zweiter Hälfte der Gliederung: Tandem Jesus – Jünger/Nachfolger
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ul
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li 1) Der Besessene wird geheilt: vom Diener Satans zum Diener Gottes
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li 2) Die ersten Jünger berufen als Nachfolger Jesu: in den Fußspuren Jesu wandeln
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li 3) Eröffnungsruf des Wirkens Jesu: das Reich Gottes ist zum Greifen nahe; Umkehr und Glaube nötig
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li
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| 4) Versuchung Jesu als Urtyp der Versuchung des Jüngers: Hineingestellt in die Entscheidung,
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| wessen Diener man ist [→ Ränder!] [→ Röm 6!]
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li 3') Taufe – Tod und Auferstehung – Jesu als Ort des nahegekommenen Gottesreiches,
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| als Inhalt des Evangeliums, als Ruf zur Umkehr
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br
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| Zugleich (– dieser Gedanke gehört mehr schon zum nächsten Punkt –):
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| Taufe Jesu als Urtyp der Taufe der Jünger, durch die man an Tod und Auferstehung Jesu teilhat
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li
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| 2') Johannes der Täufer als Vorläufer Jesu
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br
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| Nachösterlich wird die (christliche!) Taufe auf den Tod Jesu die <q>Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden</q>
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| sein, bei der das Menschenfischersein der Jünger konkret wird und durch die man nachösterlich
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| in die Nachfolge Jesu eintritt.
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li
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| 1') <q>Bereitet den Weg des Herrn</q> als Auftrag an die Jünger im Sinne von Mk 9,37;
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br
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| Der, der vorausgeht, ist jetzt Jesus, dem die Jünger nachfolgen;
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br
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| Jesus hat – durch seinen eigene Weg: Tod und Auferstehung – den Weg für seine Jünger bereitet
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| [in Ex ist das <q>ich sende meine Boten vor dir her</q> Verheißung letztlich an das ganze Volk!].
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span.small
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| Interessanterweise kann man in dieser umgedrehten Leserichtung den Weg Jesu wiederfinden,
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| wie ihn das Markus-Evangelium erzählt:
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ul.small
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li Jesus beruft vor Ostern Menschen in seine Nachfolge, die <q>alles</q> verlassen und mit ihm unterwegs sind.
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li Er verkündet das nahe gekommene Gottesreich und ruft in diesem Zuge zur Umkehr auf.
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li Er besteht seine eigene Versuchung, Messias nach Menschenart zu sein.
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li Dies mündet in Tod und Auferstehung.
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li Nach Ostern treten durch die Taufe Menschen in die Nachfolge Jesu ein; die Jünger erweisen sich als Menschenfischer.
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li
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| Die Erzählung schließt mit dem Hinweis, dass sich der Ruf Jesu im ganzen Gebiet von Galiläa verbreitet hätte;
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| sicher durch die Zeugen des Wunders.
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br
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| Sie bereiten damit den Weg Jesu zu den Menschen, indem sie auf Jesus und das mit ihm kommende Heil
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| hinweisen und so die Menschen einladen, zu Jesus zu kommen (wie das ja auch erzählt wird):
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br
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| Damit sind beide Elemente, wie Johannes der Täufer selbst <q>den Weg des Herrn bereitet</q>,
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| auch in dieser Erzählung präsent: Umkehr(predigt); Hinweis auf Jesus und das mit ihm kommende Heil.
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br
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span.small
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| Beides ist auch in 1,14-15 präsent: Umkehrpredigt und Künden des Kommend-Angekommenen;
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| auch beim Einzug Jesu in Jerusalem gehört neben das ganz anschauliche wegbereitende Tun die Verkündigung
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| des Kommend-Angekommenen.
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p
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||
| Noch eine weitere Gliederungsmöglichkeit vom Anfang her ist gegeben:
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.card.mb-3.konzentr-3
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.card-body.gliederung
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h5.card-title
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| Inhaltsangabe/Überschrift
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br
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| Himmlischer Sendungsbeschluss
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h6.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 1,1-3
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q.card-text.small Anfang des Evangeliums Jesu Christi, Sohn eines Gottes.
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br
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q.card-text.small Vor dir her deinen Weg herrichten
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span.small → Tod (Johannes des Täufers und) Jesu
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br
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q.card-text.small Bereitet den Weg des Herrn!
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.card.mb-2.konzentr-2
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.card-body.gliederung
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h6.card-title Ankündigung Jesaja-Zitat
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,2a
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.card.mb-2.konzentr-1
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.card-body.gliederung
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h6.card-title Zitat aus Mal 3 und Ex
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,2b
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.card.mb-2.konzentr-2
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.card-body.gliederung
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h6.card-title Tatsächliches Jesaja-Zitat
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted Mk 1,3
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p.card-text.small
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| In dieser Mikrostruktur spiegelt sich die Makrostruktur,
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| die in die Mitte Johannes als Vorläufer Jesu nach Mal 3 zeichnet
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| und im Abschluss dann Jesaja zitiert.
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.card.mb-3.konzentr-2
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.card-body.gliederung
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h5.card-title Johannes in der Wüste I: Johannes und seine Taufe; die Scharen kommen
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 1,4-5
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p.card-text.small
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q Es geschah: Johannes der Täufer ...
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p.card-text.small
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| ... verkündete eine Taufe der Umkehr zur Vergebung der Sünden
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.card.mb-3.konzentr-1
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.card-body.gliederung
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h5.card-title Johannes in der Wüste II: Johannes, der wiedergekommene Elija
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 1,6-8
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ul.small.mb-0
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li Kleidung ist eindeutiger Hinweis auf Elija, in Aufgriff von Mal 3,1 in 1,2
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li
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| Verkündigung des Kommens des Stärkeren gehört ebenfalls in das Elija-Schema nach Mal 3,1.23;
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br
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i in diesem Kontext findet sich aber auch Gerichtsthematik
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li Hinweis auf die Geisttaufe
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li Johannes als <q>Webgereiter des Herrn</q> = Jesus
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.card.mb-3.konzentr-2
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.card-body.gliederung
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||
h5.card-title Die Taufe Jesu I: Jesus lässt sich taufen
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 1,9
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p.card-text.small
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||
q Und es geschah in jenen Tagen, da kam Jesus aus Nazaret ...
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||
br
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||
| Setzt Taufe der Sünder und ‚Taufe’ Jesu zueinander in Verbindung
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br
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| → <q>Taufe der Umkehr zu Vergebung der Sünden</q> = Taufe Jesu = Kreuestod Jesu
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p.card-text.small
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||
| Dass Markus hier die Taufe Jesu zweiteilt und die Taufe Jesu als solche
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||
| der Taufe der <q>Vielen</q> gegenüberstellt,
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||
| betont den Tod des Einen als <q>Lösegeld für viele</q> (Mk 10,45!)
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.card.mb-3.konzentr-3
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||
.card-body.gliederung
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||
h5.card-title Die Taufe Jesu II:
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h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 1,10-13
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||
p.card-text.small
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||
q als er aus dem Wasser stieg
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||
q der Geist kam wie eine Taube herab in ihn hinein
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span → Auferstehung Jesu
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||
p.card-text.small
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||
q Du bist mein geliebter Sohn
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span → <q>Jesus Christus, Sohn eines Gottes</q> in 1,1; ebenso als Anspielung/Aufnahme von Ps 2,7 in ntl. Schrifttum in Bezug zur Auferstehung zu finden
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p.card-text.small
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||
q der Geist kam wie eine Taube herab
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||
span → Geisttaufe, bei dieser konzentrischen Gliederungsvariante in der Mitte (Ankündigung des Täufers)
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||
p.card-text.small.mb-0
|
||
q an dir habe ich Wohlgefallen gefunden
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||
span → ‚Rückblick‘ auf den Weg Jesu; ‚Werbung‘ für die Nachfolger, <q>den Weg des Herrn zu bereiten</q>
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ul.small
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li Einerseits klarer Bezug zu Jes 40,1 (→ Geistausstattung des Gottesknechtes).
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li
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| Andererseits findet sich das Wohlgefallen im Hinblick auf den Gottesknecht gerade auch in Jes 53.
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br
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| Dort heißt es auch – sogar im engern Kontext! –: <q>Nachdem er so vieles ertrug, erblickt er das Licht.</q> (Jes 53,11)
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| – eine Analogie zum Sehen der Himmelsöffnung, die bei Markus nur auf Jesus selbst begrenzt ist und
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||
| sich von Jes 53,11 herleiten könnte.
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br
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||
| Ferner ist zu bedenken, dass die ganze Thematik Weg/Tod/Auferstehung in der Taufe Jesu präsent ist,
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||
| was auch zu Jes 53 passt, weil dort die gleiche Thematik begegnet.
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||
| Man beachte hier besonders auch die Gegenüberstellung des Einen mit den Vielen, was an Mk 10,45 erinnert und den Lösegeldgedanken einspielt,
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||
| der sich sicher aus Jes 53 speist.
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li
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||
| So ergibt sich, dass einerseits vom Bezug zu Mal 3 her der Gerichtsgedanke eingespielt ist (→ Mitte),
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||
| vom Bezug zu Jes 53 her andererseits der Gedanke der Rechtfertigung (des <q>Platztausches</q>) (→ Abschluss).
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li
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||
| Es wird also im Abschluss – mit Rückgriff auf 1,1-3 – der doppelte Ausweg aus dem Gericht Gottes aufgezeigt:
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ul
|
||
li Taufe als Sakrament der Rechtfertigung des Sünders.
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||
li
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||
| <q>Bereitet den Weg des Herren!</q> im Sinne der vollzogenen – in der Taufe besiegelten aber auch danach gelebten –
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| Umkehr, zu der Johannes der Täufer und Jesus aufgerufen haben und die die Zuwendung und Rettung Gottes bei
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||
| den Menschen ankommen lässt.
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||
li
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||
| Auch aus dieser Sicht schließt sich die Versuchung Jesu – als Versuchung der Christen auch nach der Taufe! –
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||
| wunderbar an.
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||
p.card-text.small
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||
| Jesus als <q>Webgereiter des Herrn</q> = Gott
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||
br
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span.small (Vgl. auch Mk 1,14-15: mit Jesus bricht das Reich <i>Gottes</i> an! Vgl auch Mk 9,37: letztlich geht es das Kommen Gottes selbst!)
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br
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| Die beiden Jesaja-Zitate sind aufeinander zu beziehen im Sinne von Auftrag (= Webgereitung) und <q>gut gemacht</q> (<q>Wohlgefallen</q>)
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