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| 2,1 Als er nach einigen Tagen wieder nach Kafarnaum hineinging, wurde bekannt, dass er im Hause war.
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| 2,1 Als er nach einigen Tagen wieder nach Kafarnaum hineinging, wurde bekannt, dass er im Hause war.
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| 2 Und es versammelten sich so viele Menschen, dass nich einmal mehr vor der Tür Platz war;
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| 2 Und es versammelten sich so viele Menschen, dass nicht einmal mehr vor der Tür Platz war;
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| und er verkündete ihnen das Wort.
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| und er verkündete ihnen das Wort.
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| 21 Als seine Angehörigen davon hörten, machten sie sich auf den Weg, um ihn mit Gewalt zurückzuholen;
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| 21 Als seine Angehörigen davon hörten, machten sie sich auf den Weg, um ihn mit Gewalt zurückzuholen;
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| denn sie sagten: Er ist von Sinnen.
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| denn sie sagten: Er ist von Sinnen.
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h5.card-title Jesus und seine Familie – offenbar ein spannungsreiches Verhältnis
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| Hier hat sich wahrscheinlich die Erinnerung erhalten, dass es eine Spannung gab zwischen Jesus und seiner leiblichen Familie
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| während Jesu irdischen Wirkens.
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| Im ganzen Evangelium des Markus wird nie positiv von einem Familienangehörigen Jesu gesprochen,
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| auch fehlt – besonders auffällig – die Familie etwa in der Apostelliste oder überhaupt „irgendwo“ in der Nachfolgeschar;
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| kein Bruder Jesu ist dort genannt, auch keine Schwester erwähnt.
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| Stattdessen ist immer wieder vom Verlassen der Familie und der Heimat die Rede – das ist einerseits im Hinblick
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| auf den Philipper-Hymnus zu verstehen (siehe auch die Söhne des Zebedäus), kann andererseits aber kaum Thema sein,
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| wenn nicht auch der historische Jesus seine Heimat und Familie verlassen hat, um als Wanderprediger durch die Lande zu ziehen.
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| Bemerkenswert ist auch, dass Matthäus und Lukas trotz Kindheitserzählungen (die an sich unhistorisch sind)
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| das Bild von der Familie Jesu, das sie von Markus weitgehend übernommen haben, nicht korrigieren,
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| ja die Radikalität Jesu auch was die Scheidung von der eigenen Familie anbelangt durch die umfangreichere
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| Wortüberlieferung noch gesteigert haben.
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| Was genau den historischen Jesus dazu gebracht hat, seine Familie zu verlassen, wird nirgendwo thematisiert;
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| es erscheint im Rahmen seiner Sendung quasi als göttliche Notwendigkeit ohne weiteres Hinterfragen akzeptiert zu sein.
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| Das Urteil „von Sinnen“ der Familie über Jesus ist an sich mehrdeutig und schwierig zu interpretieren.
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| Dies umso mehr, als in der folgenden Erzählung, die von der Thematik „leibliche/geistliche Familie“ gerahmt wird,
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| eine Problematik hinsichtlich der paulinischen Rechtfertigungslehre thematisiert wird (Stichwort: „Diener der Sünde“).
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h5.card-title Jesus und seine Familie – nach Ostern auf einmal präsent
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h6.card-subtitle.text-muted Ein Blick in die früheste Kirchengeschichte
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| So selbstverständlich, wie die Familie Jesu während seines irdischen Wirkens keine (positive) Rolle spielt,
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| so selbstverständlich ist in der Apostelgeschichte nach Ostern die Familie Jesu (zumindest für eine gewisse Zeit) präsent.
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| Auch wenn hier vielleicht manches – in Anlehnung an die Kindheitserzählungen – geschönt ist:
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| dass der Herrenbruder Jakobus eine führende Rolle in der Urgemeinde in Jerusalem eingenommen hat,
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| das belegt auch Paulus in seinem Brief an die Gemeinden in Galatien.
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| Es scheint sogar so zu sein, dass Jakobus effektiv Petrus, der ganz selbstverständlich alle Apostellisten anführt,
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| vertrieben hat.
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| Jakobus und Paulus scheinen sich theologisch recht scharf gegenübergestanden zu haben; Petrus dagegen hat wohl versucht,
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| eher eine ausgleichende Position einzunehmen, auch dort, wo das eigentlich nicht geht;
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| jedenfalls hatte Jakobus eine so dominante Rolle eingenommen, dass Petrus dann in Antiochien sein Verhalten
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| gegenüber den Heidenchristen ändert, als Leute aus dem Jakobus-Kreis dorthin kommen, was Paulus scharf kritisiert
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| (→ Antiochenischer Zwischenfall).
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| Jakobus stand für ein eher jüdische Traditionen bewahrendes Christentum („judaisierende Christen“) mit klarer
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| Bejahung des jüdischen Gesetzes als Identity-Marker (→ Beschneidung);
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| er gehört damit zu jenen, für die das Kreuz ein „Ärgernis“ ist – die es also im Gegensatz zu Paulus relativieren
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| und mit dem jüdischen Gesetz versöhnen –, wie sie uns als Gegenüber
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| zum auf Paulus durchsichtigen markinischen Jesus bereits begegnet sind (und auch in der nachfolgenden Erzählung begegnen werden).
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| Es wird wohl so sein, dass Jakobus tatsächlich etwas näher am irdischen Jesus steht als Paulus,
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| andererseits hat Paulus nachvollziehbare klare Konsequenzen aus dem Tod Jesu am Kreuz gezogen, der alles
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| nochmal verändert hat.
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| Jakobus & Co haben – in den Augen des Paulus – da harmonisiert, wo eigentlich nicht zu harmonisieren ist.
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| Klar ist jedenfalls, dass die Variante des Christentums um den Herrenbruder Jakobus eine innerjüdische Sekte geblieben ist und
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| mit ihm das Christentum insgesamt geblieben wäre; es wäre wohl längst untergegangen,
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| wie es heute (leider) effektiv keine Judenchristen mehr gibt.
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| Dass das Christentum zu einer weltweiten Bewegung werden konnte, ist nicht zuletzt Paulus zu verdanken
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| mit seiner gesetzesfreien Heidenmission und seiner damit zusammenhängenden
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| biblisch (gerade alttestamentlich) begründeten Rechtfertigungslehre.
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| Dabei muss man ergänzen, dass es schon vor Paulus eine Öffnung zu den Heiden gab, vornehmlich wohl in Antiochien,
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| verbunden mit einer Relativierung des jüdischen Gesetzes gerade was Speise- und Reinheitsvorschriften sowie die Beschneidung anbelangt,
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| wozu man sich offenbar durch Jesu eigenes Verhalten, seine Predigt, seinen Tod am Kreuz und seine Auferstehung, berechtigt sah.
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| Dieses in dieser Hinsicht „Judentum light“ war für die sogenannten „Gottesfürchtigen“ attraktiv, also jenen Heiden, die mit dem
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| Judentum, vor allem dem Glauben an den einen Gott, geliebäugelt haben, den formellen Übertritt aber gescheut haben,
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| weil er mit der Übernahme von Speise- und Reinheitsvorschriften des Judentums eine Veränderung der sozialen Bezüge mit sich gebracht hätte,
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| was für viele abschreckend war.
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| Es war aber vor allem Paulus, der dann zu dem Protagonisten dieser „gesetzesfreien Heidenmission“ schlechthin geworden ist
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| und der dies auch biblisch-theologisch begründet hat.
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