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Peter Fischer
2019-12-01 20:11:26 +01:00
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span Einführung in die Bibel
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.card.slide.mb-3
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h5.card-title Die Bibel Buch der Bücher
.card-text
.slide
h6 Ein Stück Weltliteratur!
blockquote.blockquote(style="font-size: 100%;").ml-3
p.mb-0
q
| Anfang 2018 gab es 3324 Sprachen, in die die Bibel oder Teile davon übersetzt waren:
| Gesamtübersetzungen in 674 Sprachen,
| vollständig übersetzte Neue Testamente in 1515 Sprachen und
| Teilübersetzungen in weiteren 1135 Sprachen.
footer.blockquote-footer
cite Wikipedia <q>Bibelübersetzung</q> 20.10.18
.slide
h6 Sammlung von <q>Büchern</q>
p.mb-0 Die Bibel ist eine Sammlung von Einzelschriften, ist also selber eine Bibliothek.
.card.slide.mb-3
.card-body
h5.card-title Die Bibel Buch des Glaubens
.card-text
.slide
p.ml-3
i
| Die Bibel ist von Menschen geschrieben,
br
| die Erfahrungen mit Gott gemacht haben
br
| und die diese Erfahrungen weitergeben wollten,
br
| weil sie sie als sehr wichtig erachtet haben.
.slide
p
| Frage also nicht: <q>Hat sich das alles wirklich genau so ereignet?</q>
| Denn da stolpert man schnell über Widersprüche in der Bibel selber!
p
| Frage vielmehr: <q><i>Was will uns die Bibel beziehungsweise was wollen die Menschen, die die einzelnen Schriften verfasst haben
| mit ihren Erzählungen, Weisungen und so weiter sagen?</i></q> Dann kannst Du erfahren,
| was die Bibel über Gott und den Menschen <q>denkt</q> und was sie Dir auf Deinem Lebensweg mitgeben möchte!
.slide
h6 Beispiel: Schöpfungserzählungen (Gen 1.2)
p.mb-0
| Ihnen geht es <b>nicht</b> um das <b>Wie</b> der Entstehung von Universum, Sonnensystem, Erde, Leben
| in einem naturwissenschaftlichen Sinn.
br
| <b>Sondern</b> es geht ihnen um das <b>Warum und Wozu</b> des Ganzen:
| Wer ist Gott und was ist sein Plan für seine Schöpfung?; wer ist der Mensch bzw. soll er sein?; was ist der Sinn des Ganzen?
.card.slide.mb-3
.card-body
h5.card-title Die Bibel zwei-einig
.card-text
.slide
p Die Bibel besteht aus zwei Teilen, dem Alten Testament (AT) und dem Neuen Testament (NT).
p Dabei ist das Neue Testament eine Ergänzung des Alten Testamentes, ohne es aufzuheben oder für unwichtig zu erklären ganz im Gegenteil.
p <q>Altes Testament</q> ist also im Doppelsinn von <q>älter als das NT</q> und gleichzeitig <q>Basis für das NT</q> zu verstehen.
p Unser Altes Testament ist grob gesprochen die Bibel der Juden, und damit auch die Bibel Jesu und der ersten Christen, die wiederum das Neue Testament geschaffen haben.
p Wichtige Themen des Neuen Testamentes etwa die Nächstenliebe sowie die Barmherzigkeit Gottes finden sich auch schon im Alten Testament.
.slide
p.mb-0
| <q>Neu</q> am Neuen Testament ist Jesus von Nazareth, sein leben, Wirken, seine spezifische Auslegung der jüdischen Tradition,
| sein Sterben und Auferstehn und seine bleibende Gegenwart in der Gemeinde (
+symbol("arrow-right")
| Heiliger Geist). In diesem sogenannten <q>Christus-Ereignis</q> hat Gott den Neuen Bund mit uns Menschen geschlossen,
| der allen Menschen angeboten ist und der andauert bis zum Ende der Zeiten.
.card.slide
.card-body
h5.card-title Bibelstellenangaben verstehen
.card-text
p Alle Bibelstellenangaben folgen dem Schema
p(style="padding-left: 30px;")
b [Buch (abgekürzt)] [Kapitel], [Vers]
p Beispiel: Am 7,14 meint den 14. Vers des 7. Kapitels im Buch Amos.
p Ein <i>Bindestrich</i> ist als <i>bis</i> zu lesen.
p.mb-0
| Ein <i>Punkt</i> verbindet Gleiches mit Gleichem:
br
| Am 7,14.15 meint also die Verse 14 und 15 im 7. Kap. im Buch Amos,
br
| Am 7.9 meint die Kapitel 7 und 9 im Buch Amos.
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span <i>Mein</i> Bild von Jesus
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blockquote.blockquote
p.mb-0
| Jesus ging mit seinen Jüngern in die Dörfer bei Cäsarea Philippi. Auf dem Weg fragte er die Jünger:
| <q>Für wen halten mich die Menschen?</q> Sie sagte zu ihm: <q>Einige für Johannes den Täufer, andere für Elija, wieder andere für sonst einen von den Propheten.</q>
br
| Da fragte er sie: <b><q><i>Ihr</i> aber, für wen haltet <i>ihr</i> mich?</q></b>
footer.blockquote-footer
cite Mk 8,27-29a
.card.slide.mb-3
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h5.card-title <i>Mein</i> Bild von Jesus
.card-text
p.mb-0
i Auf dem Boden liegen Jesus-/Christus-Bilder:
ul
li Schaut auch die verschiedenen Jesus- bzw. Christus-Bilder an! Geht dazu umher.
li Welches Bild spricht Dich spontan besonders an? Welches Bild entspricht am ehesten <i>Deiner</i> Antwort auf die Frage Jesu an die Jünger? - Nimm dieses Bild und setze Dich!
li.small Jeder Firmling soll genau eines haben; nicht zwei Bilder oder mehr als ein Firmling dasselbe Bild.
.slide
h6 Austausch in Kleingruppen
ul.mb-0
li Warum habe ich mir dieses Bild herausgesucht?
li Was spricht mich an?
li Was stößt mich vielleicht auch ab?
li Was sagt es für mich über Jesus aus?
li Wie lautet meine Antwort auf die Frage Jesu: <q><i>Ihr</i> aber, für wen haltet <i>ihr</i> mich?</q>
.card.slide.mb-3
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h5.card-title Jesus ein besonderer Mensch!?
.card-text
p
| Aus Deinem bisherigen Wissen (Religionsunterricht, Gottesdienste, Firmvorbereitung): Was macht Jesus zu einem besonderen Menschen?
.slide
p.mb-0 Mögliche Antworten (ohne vollständig zu sein)
ul.mb-0
li charismatischer Mensch
li hat einfache Menschen angesprochen und sich besonders den Kranken und Sündern zugewandt
li begnadeter Gleichniserzähler
li hat Menschen eine neue Perspektive gegeben (<span class="oi oi-arrow-right"></span> Krankenheilung, Sündenvergebung)
li stellte sich mutig gegen <q>traditionelle</q> Auslegungen von Gottes Willen
li unvoreingenommen auf Menschen zugegangen, hat Menschen nicht einfach abgestempelt - hatte aber auch mit so manchen Gegnern seine Probleme
li war ehrlich (aber dadurch auch provozierend)
li.small Auferstehung
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span <q>Steckbrief</q> Jesus von Nazareth
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table.vertical-border.table.slide(style="width: 100%;")
tbody
tr
td(style="border-top: 0px; width: 10em;")
b Geboren
td(style="border-top: 0px;")
span.slide in den letzten Jahren der Regierung Herodes d. Großen (37 4 v. Chr.), also wohl zwischen 6 und 4 v. Chr.
br
span.slide.small
| (Die erst im 6. Jhdt. erfolgte Berechnung des Geburtsjahres Jesu und die noch später erfolgte
| Einteilung der Jahreszählung in vor/nach Christus geht von einem falschen Geburtsjahr Jesu aus.)
tr.slide
td(style="vertical-align: top;")
b Geburtsort
td
span.slide Nazareth
br
span.slide.small
| (Matthäus und Lukas erzählen zwar, Jesus sei in Betlehem geboren. Damit wollen sie aber nicht historische Wirklichkeit
| wiedergeben, sondern Jesus mit dem großen König David verbinden, der in Betlehem geboren wurde.
| Aus seiner Familie sollte der Messias hervorgehen.)
tr.slide
td(style="vertical-align: top;")
b Eltern
td
span.slide Maria (Miriam) und Josef
tr.slide
td(style="vertical-align: top;")
b Frühe Jahre
td
span.slide - nichts bekannt -
tr.slide
td(style="vertical-align: top;")
b Beruf
td
span.slide
| Bauhandwerker
|
span.small (bis zu seinem öffentlichen Wirken)
br
span.slide.small
| (Oft liest man Zimmermann, doch ist dies zu spezifisch;
| das griechische Wort ist allgemeiner zu verstehen.)
.card.slide.mb-3
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h5.card-title Jesus, Johannes der Täufer und ihre Zeit
.card-text
p
| In den 20er Jahren des 1. Jhdt. n. Chr. schloss sich Jesus der Umkehrbewegung Johannes des Täufers an,
| von dem er sich taufen ließ.
p
| Es war eine Zeit großer Erwartungen. Viele Juden fühlten sich politisch und religiös
| bedrängt einerseits durch die Römer, die die Herren im Land waren
| und an die Steuern zu zahlen waren, andererseits durch die damalige
| griechisch-hellenistische Kultur. Es war daher eine Zeit, in der man sich
| das göttliche Eingreifen ersehnte durch Gott selbst oder einen von ihm
| gesandten Retter („Messias“). Vor diesem Hintergrund ist das Wirken
| Johannes des Täufers wie auch das Jesu zu verstehen:
br
| Johannes glaubte
| an das unmittelbar bevorstehende Ende dieser Weltzeit und das Kommen
| Gottes zu Gericht und Rettung wobei er mit seiner Predigt die Juden
| daran erinnerte, dass auch sie oft nicht dem Willen Gottes gemäß leben.
| Er rief daher zur Umkehr, zur Erneuerung des ganzen Menschen auf.
| Weil aber die Zeit knapp und also keine Zeit für viele gute Taten mehr
| war, die Umkehr und Reue zeigen und damit Vergebung von Gott erbitten
| sollten, bot er eine Taufe an, die die Umkehr besiegelte, Sündenvergebung
| zusprach und zu einem erneuerten Lebenswandel nach den
| Geboten Gottes verpflichtete.
p.mb-0
| Gleichzeitig war seine Taufe eine Gegenveranstaltung zum Tempel in
| Jerusalem, denn das war eigentlich der Ort für die Sündenvergebung. Doch
| der Tempel war offenbar in den Augen des Johannes und seiner Anhänger
| nicht mehr in der Lage, seinen Zweck zu erfüllen: die Begegnung mit Gott
| ermöglichen, Gottes Segen vermitteln, das gläubige Volk stetig durch die
| Begegnung mit Gott erneuern und stärken.
.card.slide.mb-3
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h5.card-title Grundzüge des Wirkens und der Verkündigung Jesu
.card-text
p
| Nach dem gewaltsamen Tod des Täufers trat Jesus als Wanderprediger auf.
| Er betonte stärker als Johannes die Gnade Gottes und vertrat die Meinung, dass das Reich Gottes schon begonnen hat.
.slide
h6 <q>Reich Gottes</q>
p
| Dieses Reich Gottes kommt seiner Meinung nach nicht mit einem großen
| Schlag, sondern entfaltet sich; es ist da, zwar anfanghaft, aber doch da
| und entfaltet sich. Seine Gleichnisse vom Wachsen (z. B. Gleichnis vom
| Senfkorn) künden von dieser seiner Überzeugung. Jesus war sicher: das
| Böse ist schon grundsätzlich besiegt und überwunden. Das zeigten für
| ihn auch seine Dämonenaustreibungen.
.slide
h6 Erneuerung des Gottesvolkes
p
| Jesus wollte das Gottesvolk erneuern, also neu mit Gott verbinden und den Zusammenhalt im Volk fördern.
| Als äußeres Zeichen dieser Erneuerungsabsicht wählte er aus einfachen Leuten Fischern und Bauern zwölf Jünger aus (→ Apostel).
| Die Zwölfzahl beruht darauf, dass das Volk Israel aus zwölf Stämmen bestand.
| So wie es einst die zwölf Söhne des Patriarchen Jakob waren, die das Volk Israel und seine Stämme repräsentierten,
| so sollten die zwölf Apostel das erneuerte Gottesvolk repräsentieren.
p
| Die Anhängerschaft Jesu war größer als diese zwölf und bestand aus Männern und Frauen.
| Nicht dabei war seine Familie, die ihn für verrückt hielt. Auch in seiner Heimat Nazareth stieß er auf Ablehnung.
.slide
h6 Spezifische Neubelebung alttestamentlich-jüdischer Tradition
p
| Jesus lebte ganz aus den Traditionen Israels.
| In Aufgriff und Weiterführung dieser Glaubenstradition verkündete Jesus Gott als <q>ungeheuere ethische Energie</q>.
| Jesus sprach vom Reich Gottes, das in diese Welt einbrechen und sie verwandeln will
| zur Rettung für die Armen, Schwachen, Ausgestoßenen und Kranken in der Welt.
p
| Für diejenigen aber, die sich nicht von diesem Geschehen ergreifen lassen, würde es zum <q>Höllenfeuer</q> des Gerichts werden.
p
| Jeder Einzelne sei daher vor die Wahl gestellt, ob er sich ergreifen lasse von Gottes in diese Welt hereinbrechenden Reich
| oder ob er sich verschließen und damit dem Gericht aussetzen will.
.slide
h6 Dem Leben dienen
p
| Besonders wandte sich Jesus den <q>Zöllnern und Sündern</q> zu, was ihn in Konflikt mit den Frommen brachte;
| sein Anliegen war, die <q>Zöllner und Sünder</q> durch die Begegnung mit ihm zur Umkehr zu bewegen.
p
| Um auch die einfachen Menschen zu erreichen, verkündete Jesus seine Botschaft in anschaulichen Gleichnissen.
p.mb-0
| Die religiösen Vorschriften des Judentums legte Jesus so aus, dass sie dem Leben dienen sollen und nicht Selbstzweck sind.
| Im Zentrum der Ethik Jesu steht das Gebot der Gottes- und Nächstenliebe,
| das Jesus jedoch radikalisierte zur Verpflichtung, auch die Feinde, die Fremden und die religiös am Rande Stehenden zu lieben.
.card.slide.mb-3
.card-body
h5.card-title Jesus, die damaligen jüdischen Autoritäten und sein gewaltsamer Tod
.card-text
p
| Immer wieder kam es zum Konflikt mit jüdischen Autoritäten, die bei der Frage, wie Gottes Wille auszulegen ist,
| teils andere Akzente setzten.
p
| Zugespitzt hat sich der Konflikt in Jerusalem.
| Dort stellte sich Jesus gegen den Tempel bzw. die jüdischen Führer, die hinter dem Tempel standen
| (→ Prophetie gegen den Tempel; Tempelreinigung).
p
| Weil der Tempel für Jesus wie schon für Johannes den Täufer seine Funktion nicht mehr erfüllen konnte,
| setzte Jesus am Abend vor seinem Tod als Ersatz einen einfachen Mahl-Ritus ein,
| den die Jünger in Erinnerung an ihn und in Erwartung des endgültigen Kommens des Reiches Gottes begehen sollten
| (→ „Eucharistiefeier“).
| Er versinnbildlicht einerseits das Sterben Jesu zugunsten seiner Jünger („für euch“),
| andererseits war er eine Vorwegnahme des himmlischen Hochzeitsmahles, das für Jesus Sinnbild des kommenden Reiches Gottes ist.
p
| Nach dem Mahl wurde Jesus verhaftet; Judas, einer aus dem engsten Kreis, hatte Jesu Aufenthaltsort verraten.
p
| Nach Verhören vor dem Hohen Rat (Jüdische Führung) und dem römischen Statthalter Pontius Pilatus
| wurde Jesus von letzterem als politischer Unruhestifter zum Tode verurteilt und (sehr wahrscheinlich im April 30 n. Chr.) gekreuzigt.
p.mb-0
| Damit war die Jesus-Bewegung zunächst zu einem Ende gekommen.
| Die Jünger, die vor der Kreuzigung Jesu alle geflohen waren nur einige Frauen verfolgten die Kreuzigung Jesu ,
| begruben all ihre in Jesus gesetzten Hoffnungen.
.card.slide
.card-body
h5.card-title … doch es ging weiter!
.card-text
p
| Doch dann geschah das Unerwartete: Jesus erschien ausgewählten Jüngern.
| Sie verkündeten: wir haben Jesus gesehen, er ist vom Tode erstanden, er lebt.
| Ein neues Nachdenken über das, was sich mit und durch Jesus von Nazareth ereignet hat, setzte ein.
p.mb-0
| So entstand das Christentum als eine Untergruppe des Judentums.
| Im Laufe des 1. Jhdt. trennte es sich schließlich nach und nach von seiner Mutterreligion.
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@@ -0,0 +1,197 @@
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span Das Evangelium nach Markus eine knappe Einführung
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h5.card-title Entstanden kurz nach 70. n. Chr. in Rom.
.card-text
h6 Zeitgeschichtlicher Kontext
ul.mb-0
li <i>Christenverfolgung</i> in Rom unter Kaiser Nero 64 n. Chr. mit vielen Toten.
li <i>Zerstörung des Tempels</i> in Jerusalem 70 n. Chr.
br
| → Neues Erstarken der Erwartung, dass Jesus sehr bald wiederkommt.
li <i>Vespasian</i> wird 69 n. Chr. römischer <i>Kaiser</i>
br
| ein grandioser Aufstieg, dem viele im Kleinen und Großen nacheifern wollen.
.card.slide.mb-3
.card-body
h5.card-title Von einem Völkerchristen für eine mehrheitlich völkerchristliche Gemeinde geschrieben.
.card-text
h6 Begriffsklärung
p
| <b><u>Juden</u>christen</b>
br
| Juden, die sich zu Jesus als Messias bekennen im Unterschied zu den übrigen Juden, die Jesus als Messias ablehnen.
p.mb-0
| <b><u>Völker</u>christen</b> (<u>Heiden</u>christen)
br
| Mensch aus den (anderen) Völkern also Nichtjuden die den christlichen
| Glauben angenommen haben.
br
| Ein Teil von ihnen dürfte vorher zur Gruppe
| der „Gottesfürchtigen“ gehört haben, die sich für den jüdischen Glauben
| interessiert haben, aber nicht konvertiert sind, weil dies in ihrem gesellschaftlichen
| Umfeld nicht machbar war (→ jüdische Speise- u. Reinheitsvorschriften).
.card.slide.mb-3
.card-body
h5.card-title.mb-0 Das Evangelium versteht sich als fundierende (= grundlegende) Geschichte für alle, die Jesus nachfolgen wollen.
.card.slide.mb-3
.card-body
h5.card-title Wichtige Themen
.card-text
ul.mb-0.nodisplay
li.slide Dem Aufstieg Vespasians zum Kaiser stellt Markus den Abstieg Jesu bis zum Tod am Kreuz gegenüber.
li.slide
| Unterordnung der Wunder unter die Lehre Jesu und seinen Weg des Dienens bis ans Kreuz.
br
| Die erzählten Wunder haben nicht selten eine tiefsinnige symbolische Bedeutung.
li.slide Wer zu Jesus gehören will, muss wie er den Weg des Dienens gehen dies gilt gerade gegenüber den Letzten und Geringsten in einer Gesellschaft.
li.slide Christliches Bekenntnis geschieht in Wort und Tat und fordert die ganze Existenz.
li.slide Die Mission unter Heiden geht auf Jesus selbst zurück, ihnen werden Ohr und Mund für den Glauben an den Gott der Bibel geöffnet (→ Fahrten ans andere Ufer; Heilung des Taubstummen).
.card.slide.mb-3
.card-body
h5.card-title Gliederung
.card-text
table.table.vertical-border.slide
thead
tr
th(style="width: 15%; vertical-align: top;")
span.small
b Mk 1,1-13
br
span Wüste
th(style="width: 25%; vertical-align: top;").box_konz2
span.slide
span.small
b Mk 1,14 9,50
br
span Galiläa
th(style="width: 20%; vertical-align: top;").box_konz3
span.slide
span.small
b Mk 8,14-10,52
br
span
q Auf dem Weg
th(style="width: 25%; vertical-align: top;").box_konz2
span.slide
span.small
b Mk 10,1 15,47
br
span Judäa und Jerusalem
th(style="width: 15%; vertical-align: top;")
span.slide
span.small
b Mk 16,1-8
br
span Grab
tbody
tr
td
p.slide Ort des Todes und des Neuanfangs
td.box_konz2
p.slide(style="margin-bottom: 2px;") Ort von Predigt und Heilung.
p.slide(style="margin-bottom: 2px;") Reger Zulauf Begeisterung der Massen.
p.slide(style="margin-bottom: 2px;") Jüngerberufungen.
p.slide(style="margin-bottom: 2px;") Anfanghafter, erfolgreicher Vorstoß ins Heidenland.
td.box_konz3
p.slide(style="margin-bottom: 2px;") … nach Jerusalem ist Jesus mit den Jüngern unterwegs und erklärt ihnen, was es heißt, in seiner Nachfolge zu stehen.
p.slide
i (Ziemlich) Am Anfang und am Ende: Blindenheilung
td.box_konz2
p.slide(style="margin-bottom: 2px;") Ort von Predigt und Heilung.
p.slide(style="margin-bottom: 2px;") Konflikt mit den Autoritäten.
p.slide(style="margin-bottom: 2px;") Zerfall des Jüngerkreises.
p.slide Die Massen wenden sich gegen Jesu.
td
p.slide Ort des Todes und des Neuanfangs.
p.slide(data-slidefunc="gliederung_konzentrisch") Es zeigt sich ein konzentrischer Aufbau.
p.slide.mb-0
| Der Teil „Auf dem Weg“ ist kein Teil zwischen Galiläa- und Judäa/Jerusalem-Teil,
| sondern legt sich über den letzten Unterabschnitt des Galiläa-Teils
| und den ersten des Judäa/Jerusalem-Teils. Er ist ein Meta-Teil. Die beiden
| Blindenheilungen, die diesem Meta-Teil rahmen, deuten an: hier, „auf
| dem Weg“, sollen den Jüngern den Lesern! die Augen aufgehen!
br
span.small
| Achtung: Diese Gliederung weicht von der sonst üblichen Gliederung des Markus-Evangeliums ab!
| Auch in der Einzelgliederung gibt es Unterschiede also nicht verwirren lassen!
script.
function gliederung_konzentrisch(isvisible) {
if(isvisible) {
$(".box_konz2").css("background-color", "yellow");
$(".box_konz3").css("background-color", "orange");
}
else {
$(".box_konz2").css("background-color", "white");
$(".box_konz3").css("background-color", "white");
}
}
.card.slide.mb-3
.card-body
h5.card-title Das Sieben-Wochen-Schema
.card-text
p
| Folgt man diversen Zeitangaben im Evangelium, kann man das Wirken Jesu in sieben Wochen einteilen
| was theologisch, nicht historisch zu verstehen ist.
ul.nodisplay.mb-0
li.slide
| Die siebte <q>Woche</q>, die in Jerusalem spielt, ist die <q>Woche</q> der Vollendung des Wirkens Jesu:
br
span.slide <b>Wie Gott sein Werk in 7 Tagen vollendete, so Jesus sein Wirken in 7 Wochen.</b>
li.slide
| Der erste Tag der Woche in Mk 16,1 ist dann der Sonntag der 8. <q>Woche</q>.
br
i
| Diese <b>achte <q>Woche</q> eröffnet eine <u>neue Zeitepdoche</u>,
| die durch Jesu Tod und Auferstehung geschaffen wurde; sie ist nach vorne hin offen.</b>
br
i In ihr leben die Leser des Evangeliums!
br
span
b In ihr soll das Evangelium verkündet, gelesen und hoffentlich verstanden und gelebt werden.
.card.slide
.card-body
h5.card-title Ende ist Anfang
.card-text
p.mb-0
| Als am Ende des Evangeliums die Frauen im Grab die Auferstehungsbotschaft vernehmen, erhalten sie den Hinweis,
| dass man Jesus in Galiläa sehen wird.
br
| Das kann als Aufruf verstanden werden, das Evangelium, das mit dem Wirken Jesu in Galiläa beginnt,
| (immer wieder) neu zu lesen und dabei immer tiefer in die Jesus-Nachfolge einzutreten.
br
| So zielt das Evangelium darauf ab, im eigenen Leben umzusetzen, dass das Reich Gottes auf dieser Erde schon begonnen hat,
| wie Jesus am Beginn seines Wirkens in Galiläa verkündet hat.
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+bottom_01("mk")
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