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Peter Fischer
2019-12-01 20:11:26 +01:00
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span Christliche Identität nach Mk 2,1-3,6
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p.small Jeweils die Erzählungen mit ihren Eigenheiten nacherzählen lassen, dann die dortigen Elemente einer christlichen Identität erarbeiten.
.card.slide.mb-3
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h5.card-title Heilung eines Gelähmten mit Sündenvergebung: Blasphemie oder Vollmacht Jesu?
h6.card-subtitle.text-muted.mb-2 Mk 2,3-12
.card-text.slide
ul.mb-0
li Sündenvergebung geschieht nicht (mehr) im Tempel (der zur Zeit des Markus schon zerstört ist), sondern von Jesus her!
br
p.slide.small.mb-0
i Hintergrund
br
|
| In Jesu Tod hat Gott die Menschheit mit sich versöhnt. Daher ist Jesus bzw. sein Tod der neue und nunmehr
| einzige <q>Ort</q> der Sündenvergebung: Jesus hat die Vollmacht, Sünden zu vergeben, und in seiner Nachfolge die Apostel,
| später die Bischöfe und Priester.
li.slide
| Unbeirrbarer, von glauben erfüllter Einsatz für andere: Zum Diener werden für Existenzen am Rande der Gesellschaft;
| diese in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rücken;
| jenen helfen, die sich nicht selber helfen können.
.card.slide.mb-3
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h5.card-title Nachfolge und Mahl mit den Zöllnern und Sündern
h6.card-subtitle.text-muted.mb-2 Mk 2,13-17
.card-text.slide
p.mb-0
| Nicht ausgrenzen, sondern einladen aber auf Ansteckung und Wandlung zum Guten hin.
p.slide.mb-0.small
i Anmerkung
br
| Das Handeln Jesu meint nicht, dass er gut heißt, was <q>Zöllner und Sünder</q> tun!
| Das macht die Aussage <q>Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken</q> mehr als deutlich.
.card.slide.mb-3
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h5.card-title Fasten und Feiern Das Verhältnis des Neuen zum Alten: Mit Jesus hat etwas Neues begonnen!
h6.card-subtitle.text-muted.mb-2 Mk 2,18-22
.card-text.slide
ul.mb-0
li
| Das Reich Gottes hat schon begonnen (→ 1,14-15!); eine neue Zeit ist mit und durch Jesus angebrochen!
br
| Mit Jesus hat eine neue Zeit begonnen, ist das Reich Gottes schon gegenwärtig, wenn auch noch nicht vollendet.
li.slide
| Die Gemeinde passt nicht unbedingt in bekannte Schemata.
| Ein unreflektiertes Anpassen an die Erwartungen der anderen ist damit ausgeschlossen!
li.slide
| Man sprengt die Grenzen des im Judentum Üblichen, entwickelt sich von einer jüdischen Sekte zu einer eigenen Religion.
br
| Grundlage dafür ist Jesu Überzeugung vom bereits angebrochenen Reich Gottes und sein damit zusammenhängendes Verhalten
| und seine Lehre.
.card.slide.mb-3
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h5.card-title Sabbat und religiöse Gesetze
h6.card-subtitle.text-muted.mb-2 Mk 2,23-28
.card-text.slide
ul.mb-0
li Auslegungsprinzip Jesu: Gottes Gebote wollen dem Heil (und der Heilung/Regeneration) des Menschen dienen.
li.slide
| Jesus hat die Vollmacht, jüdische bzw. allgemein religiöse
| Gebote verbindlich auszulegen.
br
| Für uns gilt die Auslegung durch Jesus bzw. gelten
| seine Auslegungsprinzipien.
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h5.card-title Heilung am Sabbat: Die Herzensverhärtung der Gegner
h6.card-subtitle.text-muted.mb-2 Mk 3,1-5
.card-text.slide
ul.mb-0
li Auslegungsprinzip Jesu: Gottes Gebote sollen dem Heil (und der Heilung) der Menschen dienen!
li.slide
| In den Mittelpunkt gilt es jene zu rücken, die am Rande der Gesellschaft stehen und die besonders der Hilfe
| bedürfen und das gilt immer und überall.
.card.slide.mb-3
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h5.card-title Tötungsabsicht
h6.card-subtitle.text-muted.mb-2 Mk 3,6
.card-text.slide
p Jesus stößt mit seinem <q>Programm</q> der Gottesherrschaft ab Ablehnung; er erntet das Todesurteil.
p.mb-0
| Dieses Todesurteil ist der <q>Preis</q> für das (neue) Leben, das Jesus hier bringt: den Zöllnern und Sündern,
| den Geheilten, den Existenzen am Rande der Gesellschaft;
br
| letztlich: der <q>Preis</q> für den Anbruch der Gottesherrschaft.
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span
| Gottes Heilswille nach Ex 3
br
.small Gott bricht auf, um sein Volk aus Ägpyten zu befreien
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p.small Ex 3,1-15 lesen, jeder für sich, dann einer für alle laut
.card.slide.mb-3
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h5.card-title Stellungnahme Gottes zur Situation (nicht nur) in Ägypten
h6.card-subtitle.text-muted.mb-2 Der Heilsplan Gottes
.card-text.slide
p
b Gott ist gegen Unterdrückung und Ausbeutung (nicht nur) seines Volkes.
p.mb-0
| Gott will es herausführen aus der Unterdrückung.
.card.slide.mb-3
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h5.card-title Gottes Auftrag (nicht nur) an Mose
h6.card-subtitle.text-muted.mb-2 Werkzeug Gottes werden
.card-text.slide
p
b Gott beruft Menschen, um sein Befreiungshandeln auf Erden umzusetzen.
p.mb-0
| Dazu sagt er den von ihm Berufenen hier konkret: Mose seinen <b>Beistand</b> zu; sie werden zum <i>Werkzeug in Gottes Hand</i>.
.card.slide.mb-3
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h5.card-title Wie heißt Gott?
h6.card-subtitle.text-muted.mb-2 Gottes Name: wesenhaft mehr als ein Wort!
.card-text.slide
p
| YHWH: Ich-bin-da-für-dich-und-euch!
p.slide
| Gott <q>identifiziert</q> sich hier (und öfter) über <q>Abraham, Isaak und Jakob</q>:
| an ihren Erfahrungen mit Gott kann man ablesen, wer und wie Gott ist (u. a. treu, barmherzig, langmütig).
p.slide.mb-0
| Jüdische Tradition: <q>Der Heilige, gelobt sei er, sagte zu Mose: Meinen Namen willst du wissen? Entsprechend meiner Taten werde ich benannt</q>.
.alert.alert-primary.slide
h4.alert-heading <i> Gott befreit</i> das ist die Ur-Erfahrung Israels mit seinem Gott
p.nomarginbottom
b.slide Damit stellt sich Gott auch gegen jede Form von Unterdrückung, Ausbeutung und unguter Abhängigkeit.
br
b.slide Diese Grunderfahrung mit Gott wird in der Bibel später Begründung vor allem von sozialen Geboten!: Gott steht auf der Seite der Schwachen, Unterdrückten, Armen etc.
br
.slide Diese Grunderfahrung mit Gott nimmt <i>alle</i> in die Pflicht, die an diesen Gott glauben!
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span Die Zehn Weisungen (Ex 20/Dtn 5)
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p.slide(style="margin-top: 25px;")
b
i Ich bin YHWH, dein Gott, der dich aus Ägypten geführt hat, aus dem Sklavenhaus.
ol.nodisplay
li.slide(style="margin-top: 3px;")
b Du wirst neben wir keine anderen Götter haben.
li.slide(style="margin-top: 3px;")
b Du wirst den Namen deines Gottes nicht missbrauchen.
li.slide(style="margin-top: 3px;")
b Gedenke des Sabbats, halte ihn heilig.
li.slide(style="margin-top: 10px;")
b Ehre deinen Vater und deine Mutter
li.slide
b Du wirst nicht morden.
li.slide(style="margin-top: 3px;")
b Du wirst nicht die Ehe brechen.
li.slide(style="margin-top: 3px;")
b Du wirst nicht stehlen.
li.slide(style="margin-top: 3px;")
b Du wirst nicht falsch gegen deinen Nächsten aussagen.
li.slide(style="margin-top: 3px;")
b Du wirst nicht nach der Frau deines Nächsten verlangen.
li.slide(style="margin-top: 3px;")
b Du wirst nicht nach dem Hab und Gut deines Nächsten verlangen.
.card.slide.mb-3
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h5.card-title Formale Auffälligkeiten
.card-text.slide
ul.mb-0
li Von Gott gegeben auf dem Weg von der Sklaverei ins <q>Gelobte Land</q>.
li.slide Die Formulierungen stehen nicht eigentlich im Imperativ, sondern sind (fast alle) Zukunfts-Formulierungen mit imperativischem Charakter.
li.slide Rückbezug daher auf den Satz, der als Überschrift über den Zehn Weisungen steht.
li.slide Gebote 1 3 thematisieren Beziehung zu Gott, Gebote 4 10 die zwischenmenschlichen Beziehungen.
.card.slide.mb-3
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h5.card-title Sinn der Zehn Weisungen und der Gebote Gottes überhaupt
h6.card-subtitle.text-muted.mb-2 Was will Gott? Damit auch: Wer ist Gott effektiv?
.card-text.slide
ul.mb-0
li
b (Geschenkte) Freiheit bewahren, vor Unterdrückung und unguter Abhängigkeit aller Art schützen.
li.slide Die Gebote 1 3 bzw. ihre Befolgung stehen im Dienst der Gebote 4 10: Die Erinnerung an Gott und seine Tat der Befreiung sowie die absolute Bindung an ihn stehen im Dienst eines gelingenden zwischenmenschlichen Lebens, das Gott mit seinen Taten und Geboten ermöglichen will.
li.slide In diesem Sinne sind die Gebote für den Menschen da, und nicht die Menschen für die Gebote:
li.slide
b
i Gott geht es nicht um seine (abstrakt gedachte) Heiligkeit, sondern um die Rettung der Menschen und ein Leben in Freiheit, gegenseitiger Achtung und Würde.
br
span.slide Gerade darum die Verpflichtung, sich an Gott und zwar an diesen Gott der Befreiung zu binden.
li.slide Ignatius von Loyola (2. Hälfte des 2. Jhdt. n. Chr.): <i>Die Ehre Gottes ist der lebendige Mensch!</i>
li.slide Diese Auslegungsprinzipien prägte Jesus; daher kam er in Konflikt mit manchen seiner Zeitgenossen, die die Heiligkeit Gottes über alles stellten und dabei ganz <q>vergaßen</q>, wofür die Gebote eigentlich da sind und wofür der Gott Israels von Anfang an steht.
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span Gebote allgemein
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p <b>Zollstockübung</b> anschließend Gespräch: Was hat dies mit Regeln/Geboten zu tun?
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h5.card-title Warum und wozu Gebote?
h6.card-subtitle.text-muted.mb-2 Grundsätzliche Feststellungen
.card-text
p.small
.small
| Abgesehen von zentralen und elementaren Geboten wie den Zehn Weisungen gibt es ja noch eine ganze Menge
| (alltäglicher) Gebote, Regeln und Gesetze
ul.nodisplay
li.slide
i Regeln haben nicht einen Sinn in sich: sie wollen gutes, gelingendes Leben in Gemeinschaft ermöglichen: es geht auf der Welt nicht nur um mich, sondern um uns alle.
li.slide
i Gebote/Regeln sind für die Identität einer Person, einer Gruppe, eines Staates wichtig.
br
span.slide.small Beispiel auch Ess-Kultur: Essen von Schweinen, Hunden und Katzen.
li.slide
i Manches ist so wichtig, dass ich es einklagen kann (auch vor Gericht).
p.mb-0.slide
i Gebote dienen ...
ul.nodisplay.mb-0
li.slide der <b>Verlässlichkeit</b> (im Hinblick auf bestimmte <q>Standards</q>, im Hinblick auf das, was ich von anderen erwarten kann bzw. können sollte - und was andere von mir erwarten können).
li.slide dem <b>Zusammenleben</b> (z. B. auch Absprachen zur Nutzung, Terminabsprachen).
li.slide der <b>Freiheit und Würde des Anderen</b>: die Grenze meiner Freiheit ist die Würde und das Leben des Anderen.
.card.slide.mb-3
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h5.card-title Regeln und mein Umgang mit ihnen
h6.card-subtitle.text-muted.mb-2 Gebote infrage stellen?!
.card-text
p
b Was ist, wenn ich mich störe an Regeln bzw. Überzeugungen der Eltern?
br
+symbol("arrow-right")
| Diskussion
p.slide
i Es ist richtig, Gebote infrage zu stellen aber es ist falsch, Gebote einfach blind abzulehnen.
p.slide
b Es geht darum, in Übernahme und Ablehnung eine <i>eigene Identität</i> zu <i>entwickeln</i>!
p.slide.mb-0
i 1 Thess 5,21: <q>Prüft alles und behaltet das Gute!</q>
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