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Peter Fischer
2019-12-01 20:11:26 +01:00
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include ../mixins
block content
+headline("Einführung in die Bibel")
span Allgemein
h2.slide Die Bibel - Buch der Bücher
ul.nodisplay
li.slide
b Ein Stück Weltliteratur!
br
span.slide
q
| Anfang 2017 gab es 3225 Sprachen, in die die Bibel oder Teile davon übersetzt waren: Gesamtübersetzungen in 648 Sprachen, vollständig übersetzte Neue Testamente in 1432 Sprachen und Teilübersetzungen in weiteren 1145 Sprachen.
|
|
span [Wikipedia <q>Bibelübersetzung</q> 8.11.17]
li.slide
b Sammlung von <q>Büchern</q>
br
span.slide Die Bibel ist eine Sammlung von Einzelschriften, ist also selber eine Bibliothek.
h2.slide(style="margin-top: 50px;") Die Bibel - Buch des Glaubens
p.slide
i Die Bibel ist von Menschen geschrieben, die Erfahrungen mit Gott gemacht haben und die diese Erfahrungen weitergeben wollten, weil sie sie als sehr wichtig erachtet haben.
p.slide
| Frage also nicht: <q>Hat sich das alles wirklich genau so ereignet?</q> Denn da stolpert man schnell über Widersprüche in der Bibel selber!
p.slide
| Frage vielmehr: <q><i>Was will uns die Bibel beziehungsweise was wollen die Menschen, die die einzelnen Schriften verfasst haben mit ihren Erzählungen, Weisungen und so weiter sagen?</i></q> Dann kannst Du erfahren, was die Bibel über Gott und den Menschen <q>denkt</q> und was sie Dir auf Deinem Lebensweg mitgeben möchte!
p.slide(style="margin-bottom: 2px;")
b Beispiel: Schöpfungserzählungen (Gen 1+2)
p.slide(style="margin-bottom: 2px;")
| Ihnen geht es <b>nicht</b> um das <b>Wie</b> der Entstehung von Universum, Sonnensystem, Erde, Leben in einem naturwissenschaftlichen Sinn.
p.slide
| <b>Sondern</b> es geht ihnen um das <b>Warum und Wozu</b> des Ganzen:
span.slide Wer ist Gott und was ist sein Plan für seine Schöpfung?; wer ist der Mensch bzw. soll er sein?; was ist der Sinn des Ganzen?
h2.slide(style="margin-top: 50px;") Die Bibel zwei-einig
p.slide
| Die Bibel besteht aus zwei Teilen, dem Alten Testament (AT) und dem Neuen Testament (NT).
p.slide
| Dabei ist das Neue Testament eine Ergänzung des Alten Testamentes, ohne es aufzuheben oder für unwichtig zu erklären ganz im Gegenteil.
p.slide
| <q>Altes Testament</q> ist also im Doppelsinn von <q>älter als das NT</q> und gleichzeitig <q>Basis für das NT</q> zu verstehen.
p.slide
| Unser Altes Testament ist grob gesprochen die Bibel der Juden, und damit auch die Bibel Jesu und der ersten Christen, die wiederum das Neue Testament geschaffen haben.
p.slide
| Wichtige Themen des Neuen Testamentes etwa die Nächstenliebe sowie die Barmherzigkeit Gottes finden sich auch schon im Alten Testament.
h2.slide(style="margin-top: 50px;") Bibelstellenangaben verstehen
p.slide Alle Bibelstellenangaben folgen dem Schema
p.slide(style="padding-left: 30px;")
b [Buch (abgekürzt)] [Kapitel], [Vers]
p.slide Beispiel: Am 7,14 meint den 14. Vers des 7. Kapitels im Buch Amos.
p.slide Ein Bindestrich ist als bis zu lesen.
p.slide.nomarginbottom Ein Punkt verbindet Gleiches mit Gleichem:
p.slide.nomarginbottom Am 7,14.15 meint also die Verse 14 und 15 im 7. Kap. im Buch Amos,
p.slide.nomarginbottom Am 7.9 meint die Kapitel 7 und 9 im Buch Amos.
+bottom_01("allgemein")
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@@ -0,0 +1,200 @@
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+headline("Einführung in die Bibel")
span Das Alte Testament
table.vertical-border.table.slide
tbody
tr(style="border-bottom: solid 1px #dddddd;")
td(style="border-top: 0px;")
b Entstehung(szeit)
td(style="border-top: 0px;")
span.slide Das Alte Testament ist in komplexen und vielschichtigen Prozession entstanden, die sich etwa vom 8. vorchristlichen bis ins 1. christliche Jahrhundert erstreckt haben.
tr.slide
td
b Sprache
td.slide
| Das AT wurde größtenteils auf Hebräisch verfasst. Einige Abschnitte sind in aramäischer Sprache geschrieben. Wenige Bücher liegen in Griechisch vor: teils handelt es sich um griechische Übersetzungen einst hebräischer Vorlagen, teils wurden sie gleich in Griechisch, der Weltsprache seit den Eroberungszügen Alexanders des Großen (356 323 v. Chr.), verfasst.
p.slide
| Die frühen Christen benutzten die griechische Übersetzung des AT (LXX, Septuaginta), die seit dem 3. Jhdt. v. Chr. entstand und wohl um die Zeitenwende abgeschlossen war.
h2.slide(style="margin-top: 50px;") A) Pentateuch/Fünfbuch/<q>Fünf Bücher des Mose</q>/Tora
p.slide
i.small Wenn im Alten oder Neuen Testament über <q>das Gesetz</q> gesprochen wird, dann ist dieser Teil der Bibel gemeint!
table.vertical-border.table.slide
thead
tr
th(style="width: 17%") Genesis
th(style="width: 17%")
span.slide Exodus
th(style="width: 17%")
span.slide Levitikus
th(style="width: 17%")
span.slide Numeri
th(style="width: 32%")
span.slide Deuteronomium
tbody
tr
td.slide Schöpfung;<br>Abraham Isaak Jakob;<br>Josef und seine Brüder
td.slide Berufung des Mose, Auszug aus Ägypten bis zum Sinai, Zehn Weisungen
td.slide Versöhnungsritual (→&nbsp;Barmherzigkeit Gottes) als Mitte der Tora; Nächstenliebe
td.slide Wüstenwanderung vom Sinai bis an den Rand des <q>gelobten Landes</q>
td.slide <q>Zweites Gesetz</q>: als große Moserede gestaltet, die die Weisungen Gottes nochmals wiederholt (einschl. Zehn Weisungen), quasi als „Gebrauchsanweisung“ für das „gelobte Land“
h2.slide(style="margin-top: 50px;") B) Die Bücher der Geschichte
h3.slide 1) Das Deuteronomistische Geschichtswerk (DtrG)
table.vertical-border.table.slide
thead
tr
th(style="width: 20%") Josua
th(style="width: 20%")
span.slide Richter
th(style="width: 20%")
span.slide | Rut |
th(style="width: 20%")
span.slide 1 + 2 Samuel
th(style="width: 20%")
span.slide 1 + 2 Könige
tbody
tr
td(colspan=5).slide
| Erzählt von der Gabe des Landes durch Gott („Landnahme“) bis zum Verlust des Landes (→ Exil in Babylon, 6. Jhdt. v. Chr.) aufgrund der Tatsache, dass man sich nicht an die „Gebrauchanweisung“ (→ Deuteronomium!) gehalten hat. Das DtrG erzählt eine wechselvolle Geschichte voller Höhen und Tiefen, Glaubensabfall und Erneuerung bis hin zur Katastrophe, als die Babylonier das Land eroberten.
br
span.slide Das Buch Rut, das die Vorgeschichte des König David erzählt, ist erst später an diese Stelle gesetzt worden.
h3.slide 2) Die Bücher der Chronik
table.vertical-border.table.slide
thead
tr
th(style="width: 100%") 1 + 2 Chronik
tbody
tr
td.slide
| Erzählen nochmal von Adam ausgehend die Geschichte der Menschheit bzw. Israels (zum Teil in „Geschlechterlisten“ [quasi Stammbäumen]) bis hin zur Katastrophe im 6. Jhdt. v. Chr., also die gleiche Spanne wie Tora und DtrG, aber mit anderen Akzenten. Die Bücher der Chronik schließen mit einem Ausblick auf das Ende des Exils in Babylon.
h3.slide 3) Die Bücher Esra und Nehemia
h3.slide 4) Weitere Bücher der Geschichte
h2.slide(style="margin-top: 50px;") C) Die Bücher der Lehrweisheit; Psalmen
p.slide
i Hier nur eine Auswahl
table.vertical-border.table.slide(data-subslides="#ijob")
thead
tr
th(style="width: 33%") Ijob
th(style="width: 33%")
span.slide(data-subslides="#psalmen") Psalmen
th(style="width: 33%")
span.slide(data-subslides=".kohelet") Kohelet
tbody
tr
td.nodisplay#ijob
| Frage nach Gottes Gerechtigkeit angesichts von eigenem Leid, an dem man nicht selber schuld ist.
br
| Ijob verstummt angesichts seiner Einsicht, dass sich Gott trotz allem als Bezwinger des Chaos erweist.
td.nodisplay#psalmen Sammlung von 150 Gebeten/Liedern
td.nodisplay.kohelet
| Frage nach dem Glück angesichts der Endlichkeit des Lebens:
br
span.nodisplay.kohelet Glück ist das, was ich nicht selber geschafft habe, sondern letztlich von Gott als ein Geschenk bekommen habe.
h2.slide(style="margin-top: 50px;") D) Die Bücher der Propheten
p.slide Propheten sind nicht Wahrsager und weissagen nicht (ferne) Zukunft.
p.slide Vielmehr deuten sie von der Offenbarung Gottes her die Gegenwart. Einerseits mahnen sie dazu, den Weg Gottes zu gehen, und warnen vor den Folgen, wenn man ihn verlässt. Andererseits sprechen sie von Gottes Treue zu seinem Bund und verkünden sein heilbringendes Eingreifen in der größten Not des Volkes Israel, dem Exil in Babylon (6. Jhdt. v. Chr.).
p.slide Die Bücher der einzelnen Propheten enthalten meist nicht nur Worte des jeweiligen Propheten, sondern wurden auch immer wieder überarbeitet und ergänzt
h3.slide 1) Die <q>großen</q> Propheten
p.slide
i Das <q>groß</q> bezieht sich hier vor allem auf die Länger der Bücher.
table.vertical-border.table.slide(data-subslides="#jesaja")
thead
tr
th(style="width: 16%") Jesaja
th(style="width: 16%")
span.slide(data-subslides="#jeremia") Jeremia
th(style="width: 16%")
span.slide(data-subslides="#klagelieder") Klagelieder
th(style="width: 16%")
span.slide(data-subslides="#baruch") Baruch
th(style="width: 16%")
span.slide(data-subslides="#ezechiel") Ezechiel
th(style="width: 18%")
span.slide(data-subslides="#daniel") Daniel
tbody
tr
td.nodisplay#jesaja
| Der Grundstock geht auf den Propheten Jesaja im 8. Jhdt. v. Chr. zurück.
br
| Wichtig sind die Überarbeitungen kurz vor Ende bzw. nach dem Exil (Deuterojesaja, Tritojesaja), die von Gottes rettendem Eingreifen zur Beendigung des Exils künden bzw. dazu aufrufen, diesen allein aus Gnade geschenkten Neuanfang auch zu nutzen.
td.nodisplay#jeremia Jeremia wirkte Ende 7./Anfang 6. Jhdt. v. Chr. Sein Ruf zur Umkehr zu Gott verhallte ungehört, das Unheil nahm seinen Lauf: Das Volk musste ins Exil in Babylon. Angesichts dieser Katastrophe stellt Jeremia den Neuen Bund zwischen Gott und seinem Volk in Aussicht.
td.nodisplay#klagelieder Der Untergang Jerusalems wird beklagt. Die Klagelieder sollen mit Jeremia in Verbindung stehen.
td.nodisplay#baruch Fiktiv ist Baruch der Sekretär Jeremias; doch das Buch ist erst im 2./1. Jhdt v. Chr. entstanden. Es versucht, den Menschen seiner Zeit eine Synthese der Theologie der ganzen Bibel zu bieten.
td.nodisplay#ezechiel Ezechiel wurde in den ersten Jahren des Exils in Babylon berufen. Zunächst spricht er Gerichtsworte gegen Jerusalem, nach dessen Zerstörung bringt er im eindrücklichen Bild der „Auferstehung des Volkes“ die Erwartung zum Ausdruck, dass Gott sich seinem Volk neu zuwenden und es wieder heimführen wird ins Land Israel.
td.nodisplay#daniel
| Daniel ist kein Prophet wie die anderen atl. Propheten, dieses Buch wird aufgrund seiner Visionen aber bei ihnen eingeordnet. Auch handelt es sich bei Daniel um eine fiktive Gestalt. Das macht das Buch auch selbst deutlich.
br
| Wichtig ist die Botschaft: auch die größten Reiche in ihrer Macht sind vor Gott wie ein Nichts; er allein ist Herr der Geschichte und wird sie einem für den Glaubenden guten Ende entgegen führen.
h3.slide 2) Die <q>kleinen</q> Propheten - das Zwölfprophetenbuch
p.slide
i Hier nur eine Auswahl
table.vertical-border.table.slide(data-subslides="#hosea")
thead
tr
th(style="width: 16%") Hosea
th(style="width: 16%")
span.slide(data-subslides="#amos") Amos
th(style="width: 16%")
span.slide(data-subslides="#jona") Jona
th(style="width: 16%")
span.slide(data-subslides=".sacharja") Sacharja
th(style="width: 16%")
span.slide(data-subslides=".maleachi") Maleachi
tbody
tr
td.nodisplay#hosea
| Hosea wirkte im 8. Jhdt. v. Chr.
br
| Er spricht von der Enttäuschung, die Gott in seiner Liebe zu seinem Volk erleben musste: diese Liebe stieß nicht auf Gegenliebe.
br
| Doch Gott wendet sich nur kurzzeitig ab; er erneuert seine Liebe zu seinem Volk, die eine Erneuerung der Liebe des Volkes zu ihm auslösen soll.
td.nodisplay#amos Sehr scharfer Sozialkritiker im 8. Jhdt. v. Chr. Er beklagt das Leben einer Wohlstandsschicht auf Kosten der sozial Schwachen, rücksichtsloses Gewinnstreben in der Wirtschaft und Rechtsbeugung. Wie viele andere Propheten auch macht er deutlich, dass Gottesdienst nicht nur etwas sakral-liturgisches ist, sondern vor allem in der Sorge um den Mitmenschen und sozialer Gerechtigkeit besteht.
td.nodisplay#jona
| Wieder ein fiktiver Prophet. Das Buch ist eine Lehrerzählung.
br
| Am Beispiel Ninives Inbegriff von Feindschaft und Gottesferne zeigt es Gottes Langmut und Barmherzigkeit auf.
br
| Ninive geht auf die Predigt des Jona hin den Weg der Umkehr und Gott lässt seine angekündigte Barmherzigkeit walten.
td.nodisplay.sacharja
| In nachexilischer Zeit entstanden; schildert den mühevollen Neubeginn nach dem Exil im 6. und 5. Jhdt. v. Chr. Ermuntert zum Wiederaufbau und spricht Mut zu, ermahnt aber auch.
br
i.nodisplay.sacharja Von Belang ist die Ankündigung eines Friedenskönigs(→ Jesu Einzug in Jerusalem auf einem Esel).
td.nodisplay.maleachi
| In nachexilischer Zeit entstanden; schildert den mühevollen Neubeginn nach dem Exil im 6. und 5. Jhdt. v. Chr. Ermuntert zum Wiederaufbau und spricht Mut zu, ermahnt aber auch.
br
i.nodisplay.maleachi Schließt mit der Erwartung, dass Gott den Propheten Elija schicken würde vor dem Ende der Welt (→ Wirken Johannes des Täufers, der sich kleidet wie Elija, vom nahen Ende der Weltzeit spricht und zur Umkehr aufruft).
+bottom_01("AT")
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@@ -0,0 +1,141 @@
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+headline("Einführung in die Bibel")
span Das Neue Testament
p.slide Das Neue Testament ist der spezifisch christliche Teil der Bibel. Es erzählt von Jesus Wirken, Sterben und Auferstehen (→ Evangelien) und enthält weitere Dokumente aus dem frühen Christentum (vor allem die Apostelgeschichte und Briefe des Apostels Paulus). Das Neue Testament ist damit die Grundlage christlichen Glaubens.
p.slide Das NT ist durchweg auf Griechisch verfasst.
p.slide(style="margin-bottom: 2px;")
b Begriffsklärungen
table.vertical-border.table-sm.slide(style="width: 100%;")
tbody
tr(style="border-bottom: solid 1px #dddddd;")
td(style="border-top: 0px; width: 10em;")
b Judenchristen
td(style="border-top: 0px;")
span.slide Juden, die sich zu Jesus als Messias bekennen im Unterschied zu den übrigen Juden, die Jesus als Messias ablehnen.
tr.slide
td(style="vertical-align: top;")
b Heidenchristen
td.slide
| Ehemalige Heiden, die den christlichen Glauben angenommen haben.
br
span.slide
| Ein Teil von ihnen dürfte vorher zur Gruppe der <q>Gottesfürchtigen</q> gehört haben, die sich für den jüdischen Glauben
| interessiert haben, aber nicht konvertiert sind, weil dies in ihrem gesellschaftlichen Umfeld nicht machbar war
| (→ jüdische Speise- und Reinheitsvorschriften).
h2.slide(style="margin-top: 50px;") A) Evangelien und Apostelgeschichte
table.vertical-border.table.slide
thead
tr
th(style="width: 20%") Matthäus
th(style="width: 20%")
span.slide Markus
th(style="width: 20%")
span.slide Lukas
th(style="width: 20%")
span.slide Johannes
th(style="width: 20%")
span.slide Apostelgeschichte
tbody
tr
td.slide
| Wohl kurz nach 80 n. Chr. in Syrien verfasst von einem Judenchristen für Judenchristen.
br
| Wichtig ist die Ethik der Bergpredigt bis hin zur Feindesliebe.
br
| Darüber hinaus spielt die Öffnung der Gemeinde für (ehemalige) Heiden eine wichtige Rolle (→ Sterndeuter, Missionsbefehl am Ende) bei gleichzeitiger Verwurzelung in den Traditionen des Judentums.
td.slide
| Ältestes und gleichzeitig kürzestes Evangelium.
br
| → eigene Einleitung
td.slide
| Wohl zwischen 80 und 90 n. Chr. verfasst; Ort unklar; von einem Judenchristen für eine mehrheitlich heidenchristliche Gemeinde.
br
| Lk hat eine deutliche <q>Option für die Armen</q> und unterstreicht Jesu Zuwendung zu den Sündern. Daneben beschäftigt er sich mit dem Ausbleiben/Verzögern der Wiederkunft Jesu (<q>Parusieverzögerung</q>). Auch spiegeln sich Konflikte mit der römischen Staatsmacht einerseits und jüdischen Gemeinden andererseits wider.
td.slide
| Das JohEv ist in einem mehrstufigen Prozess entstanden; Ort(e) unklar. Gerichtet an eine mehrheitlich heidenchristliche Gemeinde.
br
| Auffällig ist die tief durchdachte Deutung der Person Jesu (→ Jesus als <q>Wort Gottes</q>; Ich-bin-Worte).
td.slide Ist die Fortsetzung des LkEv und stammt vom gleichen Autor. Ausgehend von der Himmelfahrt Jesu und vor allem dem Pfingstereignis wird die Geschichte der frühen Kirche erzählt. Besonders viel Raum nehmen die Missionsreisen des Apostels Paulus ein bis dieser am Ende der Apg als Gefangener in Rom ankommt.
p.slide Die Evangelien nach Matthäus, Markus und Lukas werden als synoptische Evangelien bezeichnet. Sie haben einen ähnlichen Aufbau und viele Erzählungen sind bei Mt, Mk und Lk oder auch nur Mt und Lk (ohne Mk) vorhanden und teils nahezu wortgleich. Man kann sie daher in einer Zusammenschau (<q>Synopse</q>) gut nebeneinander stellen und vergleichen.
p.slide Heute geht man davon aus, dass Matthäus und Lukas das Evangelium nach Markus kannten und für ihr Evangelium als Quelle benutzt haben. Daneben haben beide eine weitere gemeinsame Quelle benutzt, die sog. Logienquelle (Spruchquelle, Q) sie ist aber nicht erhalten. Außerdem haben beide jeweils Sondergut verarbeitet, also Worte Jesus und Erzählungen, die sich nur im jeweiligen Evangelium finden.
p.slide Das Evangelium nach Johannes fällt in vielfältiger Weise etwas aus der Reihe (Aufbau, Nachdenken über die Person Jesu, anderer Erzählstil etc.). Man geht heute aber davon aus, dass Johannes mindestens eines der anderen drei Evangelien kannte.
h2.slide(style="margin-top: 50px;") B) Die Briefliteratur des Neuen Testamentes
p.slide Das Neue Testament enthält eine Reihe von Briefen. Sie wurden an Gemeinden geschrieben, um auf Probleme dort zu antworten, theologische Fragen zu klären oder auch generell die christliche Theologie darzustellen.
p.slide Die Gattung <q>Brief</q> darf dabei nicht irreführen: Es sind größtenteils nicht gerade kurze Schreiben, die da verschickt wurden (Röm und 1 Kor haben sogar jeweils 16 Kapitel!).
h3.slide 1) Die Briefe des Apostels Paulus
p.slide Paulus darf wohl als wichtigster Theologe des ganz frühen Christentums gelten. Auf mehreren Missionsreisen hat er in Kleinasien (heutige Türkei) und Griechenland christliche Gemeinden gegründet, die er immer wieder besucht hat und mit denen er durch Briefe auch in seiner Abwesenheit verbunden blieb. Seine Briefe sind von bleibendem Wert und wurden gerade deshalb gesammelt und weitergegeben.
p.slide Sieben der dem Paulus zugeschriebenen Briefe stammen tatsächlich von ihm.
br
span.slide Sie entstanden zwischen 50 und 56 n. Chr.
ul.nodisplay
li.slide Römerbrief
li.slide Erster Korintherbrief
li.slide Zweiter Korintherbrief
li.slide Galaterbrief
li.slide Philipperbrief
li.slide Erster Thessalonicherbrief
li.slide Brief an Philemon
h3.slide 2) Dem Paulus zugeschriebene Briefe
p.slide Diese Briefe stammen nicht von Paulus, firmieren im Neuen Testament aber unter seinem Namen.
p.slide Solche pseudepigraphischen Briefe waren in der Antike keine Seltenheit: man schreibt unter einem anderen, bekannten Namen und benutzt so für das eigene Schreiben die Autorität, die jemand anderes hat. Dabei geht es im Neuen Testament um Weiterentwicklungen und ergänzende Sichtweisen, nicht um Gegenbriefe.
p.slide Alle diese Briefe sind verfasst, als Paulus bereits verstorben war (in einem Zeitraum bis ca. 140 n. Chr.).
ul.nodisplay
li.slide Epheserbrief
li.slide Kolosserbrief
li.slide Zweiter Thessalonicherbrief
li.slide Pastoralbriefe
br
span.slide Fiktiv an (zwar historische, aber bereits verstorbene) Personen (, die Mitarbeiter des Paulus waren,) geschrieben; wollen im Namen des Paulus Regeln für die Gemeindeleitung einschärfen.
ul.nodisplay
li.slide 1. + 2. Brief an Timotheus
li.slide Brief an Titus
li.slide Hebräerbrief
h3.slide 3) Die katholischen (= allgemeinen) Briefe
p.slide In dieser Gruppe sind jene Briefe eingeordnet, die sich nicht an einen bestimmten Adressaten richten; Ausnahmen sind 2 Joh und 3 Joh, die aber zum 1 Joh gestellt wurden.
p.slide Alle diese Briefe sind Lehr- und Mahnschreiben, die zur Treue gegenüber dem in der Taufe angenommenen Glauben aufrufen, den sie jeweils akzentuiert erinnern.
p.slide Diese Briefe sind zwischen 80 und 120 n. Chr. entstanden.
p.slide Die Jakobus, Petrus und Judas zugeschriebenen Briefe stammen nicht von diesen selber, sondern nutzen deren Autorität bzw. fühlen sich diesen Personen verpflichtet.
ul.nodisplay
li.slide Jakobusbrief
li.slide 1. und 2. Petrusbrief
li.slide 1., 2. und 3. Johannesbrief
li.slide Judasbrief
h2.slide(style="margin-top: 50px;") C) Offenbarung
p(style="margin-bottom: 1px;").slide
b Offenbarung des Johannes
p.slide Letztes Buch der Bibel insgesamt.
p.slide Wohl in den 90ern des 1. Jhdt. entstanden und gegen den Kaiserkult also gegen die gottgleiche Verehrung des römischen Kaisers gerichtet, durch den die Kirche bedrängt wird. Christus und der Kirche gilt es gerade in dieser schwierigen Situation treu zu bleiben. Denn am Ende wird Gott Herr über alles sein und einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen.
p.slide Spricht vom Ende der Welt in Rückgriff auf die Erzählungen von der Schöfpung (→ Genesis, erstes Buch der Bibel): was damals schon als Ziel der ganzen Schöpfung im Raum stand, wird am Ende der Welt Wirklichkeit: Gottes Wohnen mitten unter den Menschen.
+bottom_01("NT")
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@@ -0,0 +1,146 @@
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+headline("Einführung in die Bibel")
span Das Evangelium nach Markus
span.small - Eine knappe Einführung
p.slide.nomarginbottom
b Entstanden kurz nach 70. n. Chr. in Rom.
p.slide.nomarginbottom
| Zeitgeschichtlicher Kontext
ul.nodisplay
li.slide Christenverfolgung in Rom unter Kaiser Nero 64 n. Chr. mit vielen Toten.
li.slide Zerstörung des Tempels in Jerusalem 70 n. Chr.
br
span.slide → Neues Erstarken der Erwartung, dass Jesus sehr bald wiederkommt.
li.slide Vespasian wird 69 n. Chr. römischer Kaiser
br
span.slide ein grandioser Aufstieg, dem viele im Kleinen und Großen nacheifern wollen.
p.slide
b Von einem Heidenchristen für eine mehrheitlich heidenchristliche Gemeinde geschrieben.
p.slide
b Das Evangelium versteht sich als fundierende (= grundlegende) Geschichte für alle, die Jesus nachfolgen wollen.
p.slide.nomarginbottom
b Wichtige Themen:
ul.nodisplay
li.slide Unterordnung der Wunder unter die Lehre Jesu und seinen Weg des Dienens bis ans Kreuz.
li.slide Dem Aufstieg Vespasians zum Kaiser stellt Markus den Abstieg Jesu bis zum Tod am Kreuz gegenüber.
li.slide Wer zu Jesus gehören will, muss wie er den Weg des Dienens gehen dies gilt gerade gegenüber den Letzten und Geringsten in einer Gesellschaft.
li.slide Christliches Bekenntnis geschieht nicht nur im Wort, sondern auch in der Tat.
li.slide Die Mission unter Heiden geht auf Jesus selbst zurück, ihnen werden Ohr und Mund für den Glauben an den Gott der Bibel geöffnet (→ Fahrten ans andere Ufer; Heilung des Taubstummen).
h2.slide(style="margin-top: 50px;") Gliederung
table.table.vertical-border.slide
thead
tr
th(style="width: 15%; vertical-align: top;")
span.small
b Mk 1,1-13
br
span Wüste
th(style="width: 25%; vertical-align: top;").box_konz2
span.slide
span.small
b Mk 1,14 8,26
br
span Galiläa
th(style="width: 20%; vertical-align: top;").box_konz3
span.slide
span.small
b Mk 8,27 10,52
br
span Auf dem Weg
br
span.small
b (nach Jerusalem)
th(style="width: 25%; vertical-align: top;").box_konz2
span.slide
span.small
b Mk 11,1 15,39
br
span Jerusalem
th(style="width: 15%; vertical-align: top;")
span.slide
span.small
b Mk 16,1-8
br
span Grab
tbody
tr
td
p.slide Ort des Todes und des Neuanfangs
td.box_konz2
p.slide(style="margin-bottom: 2px;") Ort von Predigt und Heilung.
p.slide(style="margin-bottom: 2px;") Reger Zulauf - Begeisterung der Massen.
p.slide(style="margin-bottom: 2px;") Jüngerberufungen.
p.slide(style="margin-bottom: 2px;") Anfanghafter, erfolgreicher Vorstoß ins Heidenland.
p.slide
i Abschluss: Blindenheilung
td.box_konz3
p.slide(style="margin-bottom: 2px;") Jesus ist mit den Jüngern allein und erklärt ihnen, was es heißt, in seiner Nachfolge zu stehen.
p.slide
i Abschluss: Blindenheilung
td.box_konz2
p.slide(style="margin-bottom: 2px;") Konflikt mit den Autoritäten.
p.slide(style="margin-bottom: 2px;") Zerfall des Jüngerkreises.
p.slide Die Massen wenden sich gegen Jesu.
td
p.slide Ort des Todes und des Neuanfangs.
p.slide(data-slidefunc="gliederung_konzentrisch") Es zeigt sich ein konzentrischer Aufbau.
p.slide Die beiden Blindenheilungen, die den Mittelteil rahmen, deutet an: im Mittelteil <q>Auf dem Weg</q> sollen den Jüngern den Lesern! die Augen aufgehen!
script.
function gliederung_konzentrisch(isvisible) {
if(isvisible) {
$(".box_konz2").css("background-color", "yellow");
$(".box_konz3").css("background-color", "orange");
}
else {
$(".box_konz2").css("background-color", "white");
$(".box_konz3").css("background-color", "white");
}
}
h3.slide Das Sieben-Wochen-Schema
p.slide.nomarginbottom Folgt man diversen Zeitangaben im Evangelium, kann man das Wirken Jesu in sieben Wochen einteilen was theologisch, nicht historisch zu verstehen ist.
ul.nodisplay
li.slide Die siebte <q>Woche</q>, die in Jerusalem spielt, ist die <q>Woche</q> der Vollendung des Wirkens Jesu:
br
span.slide <b>Wie Gott sein Werk in 7 Tagen vollendete, so Jesus sein Wirken in 7 Wochen.</b>
li.slide Der erste Tag der Woche in Mk 16,1 ist dann der Sonntag der 8. <q>Woche</q>.
br
span.slide Diese <b>achte Woche ist nach vorne hin offen in die durch Jesu Tod und Auferstehung eröffnete neue Zeitepoche.</b>
br
span.slide
i In ihr leben die Leser des Evangeliums!
br
span.slide
b In ihr soll das Evangelium verkündet, gelesen und hoffentlich verstanden und gelebt werden.
h2.slide(style="margin-top: 50px;") Ende ist Anfang
p.slide
| Als am Ende des Evangeliums die Frauen im Grab die Auferstehungsbotschaft vernehmen, erhalten sie den Hinweis, dass man Jesus in Galiläa sehen wird.
br
span.slide Das kann als Aufruf verstanden werden, das Evangelium, das mit dem Wirken Jesu in Galiläa beginnt, (immer wieder) neu zu lesen und dabei immer tiefer in die Jesus-Nachfolge einzutreten.
br
span.slide So zielt das Evangelium darauf ab, im eigenen Leben umzusetzen, dass das Reich Gottes auf dieser Erde schon begonnen hat, wie Jesus am Beginn seines Wirkens in Galiläa verkündet hat.
+bottom_01("mk")
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+headline("Einführung in die Bibel")
span <q>Steckbrief</q> Jesus von Nazareth
table.vertical-border.table.slide(style="width: 100%;")
tbody
tr
td(style="border-top: 0px; width: 10em;")
b Geboren
td(style="border-top: 0px;")
span.slide in den letzten Jahren der Regierung Herodes d. Großen (37 4 v. Chr.), also wohl zwischen 6 und 4 v. Chr.
br
span.slide.small
| (Die erst im 6. Jhdt. erfolgte Berechnung des Geburtsjahres Jesu und die noch später erfolgte
| Einteilung der Jahreszählung in vor/nach Christus geht von einem falschen Geburtsjahr Jesu aus.)
tr.slide
td(style="vertical-align: top;")
b Geburtsort
td
span.slide Nazareth
br
span.slide.small
| (Matthäus und Lukas erzählen zwar, Jesus sei in Betlehem geboren. Damit wollen sie aber nicht historische Wirklichkeit
| wiedergeben, sondern Jesus mit dem großen König David verbinden, der in Betlehem geboren wurde.
| Aus seiner Familie sollte der Messias hervorgehen.)
tr.slide
td(style="vertical-align: top;")
b Eltern
td
span.slide Maria (Miriam) und Josef
tr.slide
td(style="vertical-align: top;")
b Frühe Jahre
td
span.slide - nichts bekannt -
tr.slide
td(style="vertical-align: top;")
b Beruf
td
span.slide
| Bauhandwerker
|
span.small (bis zu seinem öffentlichen Wirken)
br
span.slide.small
| (Oft liest man Zimmermann, doch ist dies zu spezifisch;
| das griechische Wort ist allgemeiner zu verstehen.)
p.slide
| In den 20er Jahren des 1. Jhdt. n. Chr. schloss sich Jesus der Umkehrbewegung Johannes des Täufers an, von dem er sich taufen ließ.
| Johannes predigte das unmittelbar bevorstehende Gericht und rief zur Umkehr auf.
| Die Taufe besiegelte diese Umkehr und sprach Sündenvergebung zu eine Gegenveranstaltung zum Tempel in Jerusalem.
| Dieser war in den Augen des Johannes und seiner Anhänger nicht mehr in der Lage, seinen Zweck zu erfüllen:
| die Begegnung mit Gott ermöglichen, Gottes Segen vermitteln, das gläubige Volk stetig durch die Begegnung mit Gott erneuern
| und stärken.
p.slide
| Nach dem gewaltsamen Tod des Täufers trat Jesus als Wanderprediger auf.
| Er betonte stärker als Johannes die Gnade Gottes und vertrat die Meinung, dass das Reich Gottes schon begonnen hat.
p.slide
| Dieses Reich Gottes kommt nicht mit einem großen Schlag, sondern entfaltet sich;
| es ist da, zwar anfanghaft, aber doch da und entfaltet sich.
| Seine Gleichnisse vom Wachsen (z. B. Gleichnis vom Senfkorn) künden von dieser seiner Überzeugung.
| Jesus war sicher: das Böse ist schon grundsätzlich besiegt und überwunden. Das zeigten für ihn auch seine Dämonenaustreibungen.
p.slide
| Jesus wollte das Gottesvolk erneuern, also neu mit Gott verbinden und den Zusammenhalt im Volk fördern.
| Als äußeres Zeichen dieser Erneuerungsabsicht wählte er aus einfachen Leuten Fischern und Bauern zwölf Jünger aus (→ Apostel).
| Die Zwölfzahl beruht darauf, dass das Volk Israel aus zwölf Stämmen bestand.
| So wie es einst die zwölf Söhne des Patriarchen Jakob waren, die das Volk Israel und seine Stämme repräsentierten,
| so sollten die zwölf Apostel das erneuerte Gottesvolk repräsentieren.
p.slide
| Die Anhängerschaft Jesu war größer als diese zwölf und bestand aus Männern und Frauen.
| Nicht dabei war seine Familie, die ihn für verrückt hielt. Auch in seiner Heimat Nazareth stieß er auf Ablehnung.
p.slide
| Jesus lebte ganz aus den Traditionen Israels.
| In Aufgriff und Weiterführung dieser Glaubenstradition verkündete Jesus Gott als <q>ungeheuere ethische Energie</q>.
| Jesus sprach vom Reich Gottes, das in diese Welt einbrechen und sie verwandeln will
| zur Rettung für die Armen, Schwachen, Ausgestoßenen und Kranken in der Welt.
p.slide
| Für diejenigen aber, die sich nicht von diesem Geschehen ergreifen lassen, würde es zum <q>Höllenfeuer</q> des Gerichts werden.
p.slide
| Jeder Einzelne sei daher vor die Wahl gestellt, ob er sich ergreifen lasse von Gottes in diese Welt hereinbrechenden Reich
| oder ob er sich verschließen und damit dem Gericht aussetzen will.
p.slide
| Besonders wandte sich Jesus den <q>Zöllnern und Sündern</q> zu, was ihn in Konflikt mit den Frommen brachte;
| sein Anliegen war, die <q>Zöllner und Sünder</q> durch die Begegnung mit ihm zur Umkehr zu bewegen.
p.slide
| Um auch die einfachen Menschen zu erreichen, verkündete Jesus seine Botschaft in anschaulichen Gleichnissen.
p.slide
| Im Zentrum der Ethik Jesu steht das Gebot der Gottes- und Nächstenliebe,
| das Jesus jedoch radikalisierte zur Verpflichtung, auch die Feinde, die Fremden und die religiös am Rande Stehenden zu lieben.
p.slide
| Die religiösen Vorschriften des Judentums legte Jesus so aus, dass sie dem Leben dienen sollen und nicht Selbstzweck sind.
p.slide
| Immer wieder kam es zum Konflikt mit jüdischen Autoritäten, die bei der Frage, wie Gottes Wille auszulegen ist,
| teils andere Akzente setzten.
p.slide
| Zugespitzt hat sich der Konflikt in Jerusalem.
| Dort stellte sich Jesus gegen den Tempel bzw. die jüdischen Führer, die hinter dem Tempel standen
| (→ Prophetie gegen den Tempel; Tempelreinigung).
p.slide
| Weil der Tempel für Jesus wie schon für Johannes den Täufer seine Funktion nicht mehr erfüllen konnte,
| setzte Jesus am Abend vor seinem Tod als Ersatz einen einfachen Mahl-Ritus ein,
| den die Jünger in Erinnerung an ihn und in Erwartung des endgültigen Kommens des Reiches Gottes begehen sollten
| (→ „Eucharistiefeier“).
| Er versinnbildlicht einerseits das Sterben Jesu zugunsten seiner Jünger („für euch“),
| andererseits war er eine Vorwegnahme des himmlischen Hochzeitsmahles, das für Jesus Sinnbild des kommenden Reiches Gottes ist.
p.slide
| Nach dem Mahl wurde Jesus verhaftet; Judas, einer aus dem engsten Kreis, hatte Jesu Aufenthaltsort verraten.
p.slide
| Nach Verhören vor dem Hohen Rat (Jüdische Führung) und dem römischen Statthalter Pontius Pilatus
| wurde Jesus von letzterem als politischer Unruhestifter zum Tode verurteilt und (sehr wahrscheinlich im April 30 n. Chr.) gekreuzigt.
p.slide
| Damit war die Jesus-Bewegung zunächst zu einem Ende gekommen.
| Die Jünger, die vor der Kreuzigung Jesu alle geflohen waren nur einige Frauen verfolgten die Kreuzigung Jesu ,
| begruben all ihre in Jesus gesetzten Hoffnungen.
p.slide
| Doch dann geschah das Unerwartete: Jesus erschien ausgewählten Jüngern.
| Sie verkündeten: wir haben Jesus gesehen, er ist vom Tode erstanden, er lebt.
| Ein neues Nachdenken über das, was sich mit und durch Jesus von Nazareth ereignet hat, setzte ein.
p.slide
| So entstand das Christentum als eine Untergruppe des Judentums.
| Im Laufe des 1. Jhdt. trennte es sich schließlich nach und nach von seiner Mutterreligion.
+bottom_01("jesus")
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@@ -0,0 +1,111 @@
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+headline("Sakramente - Nachfolge - Dämonen")
span Sakramente
table.vertical-border.table.slide
tbody
tr(style="border-bottom: solid 1px #dddddd;")
td(style="border-top: 0px; width: 15em;")
b Was Sakramente sind
td(style="border-top: 0px;")
span.slide Sakramente sind <i>Feiern der besonderen Gegenwart Gottes</i>; sie <i>verändern die Wirklichkeit</i>.
tr.slide
td
b Anzahl der Sakramente
td.slide
| In der kath. Kirche gibt es sieben Sakramente.
tr.slide
td
b Diese Sakramente gibt es
td
ul.nodisplay
li.slide Taufe
li.slide Firmung
li.slide Eucharistie
li.slide Versöhnung
li.slide Ehe
li.slide Weihe
li.slide Krankensalbung
tr.slide
td
b <q>Bestandteile</q> eines Sakramentes
td.slide
| Zu jedem Sakrament gehört eine Zeichenhandlung und eine sog. Spendeformel.
h3.slide(style="margin-top: 50px;") Die Sakramente im Einzelnen
table.vertical-border.table.slide
thead
tr
th(style="width: 15%")
th(style="width: 28%") Zeichen, Symbole, Gesten
th(style="width: 28%") Spendeformel
th(style="width: 28%") Veränderung der Wirklichkeit
tbody
tr
td
b Taufe
td.slide Übergießen des Kopfes mit Wasser
td.slide Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
td.slide Ein Mensch wird zum Kind Gottes und Glied der Kirche.
tr
td
b Firmung
td.slide Handauflegung, Zeichen des Kreuzes mit Chrisam auf die Stirn
td.slide Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.
td.slide (Erneute) besondere Geistgabe; <q>Besiegelung</q> der Taufe.
tr
td
b Eucharistie
td.slide (Segnen und gemeinschaftliches Essen/Trinken von) Brot und Wein
td.slide Dies ist mein Leib. Dies ist mein Blut.
td.slide Gemeinschaft mit Jesus und untereinander; Stärkung, selber Brot des Lebens für andere zu sein.
tr
td
b Versöhnung
td.slide (Handauflegung,) Kreuzzeichen
td.slide Ich spreche dich los von deinen Sünden. Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
td.slide Sünden werden vergeben.
tr
td
b Ehe
td.slide Austauschen der Ringe und Ineinanderlegen der Hände
td.slide Ich nehme dich an als meine Frau. Ich nehme dich an als meinen Mann.
td.slide Mann und Frau werden <q>ein Fleisch</q>, auf ewig verbunden.
tr
td
b Diakonen-, Priester- und Bischofs-Weihe
td.slide Handauflegung auf das Haupt des Kandidaten und Salbung (außer bei Diakonenweihe)
td.slide (Z. B.) Gib diesen deinen Dienern die Würde des Priesteramtes.
td.slide Ein Mann wird in den besonderen Dienst der Kirche gestellt.
tr
td
b Krankensalbung
td.slide Salbung der Stirn und der Handflächen des Kranken mit Krankenöl.
td.slide Durch diese heilige Salbung helfe dir der Herr in seinem reichen Erbarmen. Er stehe dir bei mit der Kraft des heiligen Geistes. Der Herr, der dich von Sünden befreit hat, rette dich, in seiner Gnade richte er dich auf.
td.slide Stärkung in schwieriger Lebenssituation.
h3.slide(style="margin-top: 50px;") Taufe - Firmung - (Erst-)Eucharistie
p.slide Diese Sakramente sind die <i>Sakramente der Eingliederung in die Kirche</i>.
p.slide Die Taufe kann als <i>Basis</i>-Sakrament bezeichnet werden, weil ihr Empfang Grundlage und Voraussetzung der Empfang aller anderen Sakramente ist.
p.slide
| Während die Taufe und die Firmung nur <i>einmal</i> empfangen werden können - sie hinterlassen ein unauslöschliches Prägemal, gelten also für immer -, sollte die Eucharistie als Sakrament der bleibenden Verbundenheit mit Gott und Jesus regelmäßig empfangen werden.
br
span.slide Ihr erster Empfang, der feierlich begangen wird (<span class="oi oi-arrow-right"></span> Erstkommunion), gehört zur Eingliederung in die Kirche und ist zugleich die Erlaubnis, von nun an immer <q>zur Kommunion</q> zu gehen (wenn man sich nicht von der Kirche getrennt hat).
h3.slide(style="margin-top: 50px;") Ehe - Weihe
p.slide Wie Taufe und Firmung können sie nur <i>einmal</i> empfangen werden; auch sie hinterlassen ein unauslöschliches Prägemal.
+bottom_02("sakramente")
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@@ -0,0 +1,44 @@
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+headline("Sakramente - Nachfolge - Dämonen")
span Nachfolge
h3 Meine/Unsere Idole
p.slide
b Wer sind Idole für mich/uns?
p.slide
b Wen finden wir toll?
p.slide
b Wer ist so cool, toll etc., dass ich auch so sein möchte?
h3.slide(style="margin-top: 50px;") Stellübung Idole
p.slide
b Wie nahe bzw. ferne stehe ich bestimmten Idolen?
p.slide(style="margin-bottom: 0px;")
b Warum?
span.small(style="font-size: 70%;") (<span class="oi oi-arrow-right"></span> Einzelstatements)
p.slide(style="margin-bottom: 0px;") Was fasziniert mich?
p.slide Was schreckt mich ab?
h3.slide(style="margin-top: 50px;")
| Wem folge ich nach?
br
.small(style="font-size: 40%;") (<span class="oi oi-arrow-right"></span> Einzelarbeit)
ul
li.slide Wer sind meine Idole?
li.slide Was an meinem Leben lasse ich von ihnen bestimmen?
li.slide Warum?
+bottom_02("nachfolge")
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@@ -0,0 +1,47 @@
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block content
+headline("Sakramente - Nachfolge - Dämonen")
span Dämonen
h3 Dämonen
p.slide.nomarginbottom
b <q>Dämonen</q> im 21. Jhdt.?!?
ul.nodisplay
li.slide Dinge, die mich einengen.
li.slide Dinge, von denen ich frei werden will.
li.slide Druck, (Gruppen-)Zwang, Sucht
p.slide.nomarginbottom
b Was sind <q>Dämonen</q> für Menschen im meinem Alter?
h3.slide(style="margin-top: 50px;")
| Was engt mich ein?
br
.small(style="font-size: 40%;") (<span class="oi oi-arrow-right"></span> Einzelarbeit)
ul
li.slide Was belastet mich?
li.slide Was hält mich gefangen? Wovon will ich frei werden?
li.slide Wo erlebe ich Druck, (Gruppen-)Zwang, Sucht?
p.slide
b Ist mir klar, was ich selber will?
p.slide
b Ist mir bewusst, wo ich mich von anderen bestimmen lasse und wo ich selbst mein Leben bestimme?
p.slide
b
i Erkennen, wo sich einfügen und wo ausscheren: eine lebenslange Aufgabe!
+bottom_02("daemonen")
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@@ -0,0 +1,24 @@
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+headline("Sakramente - Nachfolge - Dämonen")
span Jesus-Nachfolge
h3
| Auf, Jesus nach!
br
.small(style="font-size: 40%;") (<span class="oi oi-arrow-right"></span> Plenum, dann Einzelarbeit)
ul
li.slide Warum <i>Jesus</i> nach?
li.slide Was erwarte ich von Gott, Jesus, Glaube, Kirche?
+bottom_02("jesus-nf")
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@@ -0,0 +1,66 @@
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+headline("Gott - Gebote")
span Mk 2,1-3,6
h2 Was wird erzählt? Was ist aufgefallen? Was hat mich irritiert? Wo habe ich Fragen?
h2.slide(style="margin-top: 50px;") Die Erzählungen genauer betrachtet
h3.slide(style="margin-top: 10px;")
i Mk 2,1-12: Die Heilung eines Gelähmten
ul.nodisplay
li.slide Dach wird doppelt geöffnet: Hier wird der Übergang von der Siedlungskultur in Palästina (Lehm-Stroh-Dach: <q>Decke durchschlagen</q>) zur Siedlungskultur in Rom & Co. deutlich (gedecktes Dach: <q>Dach abdecken</q>).
li.slide Inhaltlich geht es um die <i>Vollmacht Jesu</i>, die schon bei der ersten Wunderheilung anklang.
ul.nodisplay
li.slide Damals waren alle froh, dass Jesus den Mann geheilt hat, man staunte über Jesu Vollmacht.
li.slide Hier wird Jesu Vollmacht hinterfragt: <q>Sünden vergeben - das darf doch nur Gott!?</q>
li.slide Wichtig für die Identität der Gemeinde: <i>Sündenvergebung geschieht nicht (mehr) im Tempel (der längst zerstört ist), sondern von Jesus her, der tatsächlich wirksam Sünden vergeben kann.</i>
h3.slide(style="margin-top: 30px;")
i Mk 2,13-17: Nachfolge und Mahl
ul.nodisplay
li.slide Berufung des Zöllners Levi - Zöllner waren aber per se Sünder, da sie mit der Besatzungsmacht Rom zusammenarbeiteten.
li.slide <i>Jesus eckte an, weil er sich in Gemeinschaft mit <q>Zöllnern und Sündern</q> begeben hat.</i>
li.slide <q>Nicht die Gesunden brauchen den Arzt ...</q>: Jesus heißt nicht einfach gut, was <q>Zöllner und Sünder</q> tun - aber er hofft, dass die Begegnung mit ihm <q>ansteckt</q> und die Menschen zum Guten wandelt (wie eine Krankheit, nur positiv).
li.slide Wichtig für die Identität der Gemeinde: <i>Nicht ausgrenzen, sondern einladen - aber auf Ansteckung und Wandlung zum Guten hin.</i>
h3.slide(style="margin-top: 30px;")
i Mk 2,18-22: Fasten und Feiern
ul.nodisplay
li.slide Historisch Erinnerung, dass Jesus und seine Jünger nicht gefastet haben - im Unterschied zu den anderen jüdischen Gruppierungen und den Christen nach Ostern.
li.slide Festgehalten ist aber auch die Überzeugung, dass mit <i>Jesus etwas Neues begonnen hat</i> (neuer Wein, der in neue Schläuche gehört).
li.slide Wichtig für die Identität der Gemeinde: <i>Man sprengt die Grenzen des im Judentum Üblichen, entwickelt sich von einer jüdischen Sekte zu einer eigenen Religion.</i>
h3.slide(style="margin-top: 30px;")
i Mk 2,23-28: Sabbat und religiöses Gesetz
ul.nodisplay
li.slide Sabbat - im Judentum ein hohes Gut! Teilhabe an der göttlichen Schöpfungsordnung (Ruhe des Schöpfers) und Erinnerung an die Befreiung aus Ägypten, daher Gott geweiht.
li.slide Wieder Frage nach <i>Jesu Vollmacht</i>, diesmal in Bezug auf die Auslegung des Sabbatgebotes.
li.slide Grundsätzliche Frage nach dem Auslegungsprinzip der Göttlichen Gebote bzw. ihrem Zweck - dazu später mehr.
li.slide Wichtig für die Identität der Gemeinde: <i>Jesus hat die Vollmacht, jüdische bzw. allgemein religiöse Gebote verbindlich auszulegen.</i>
h3.slide(style="margin-top: 30px;")
i Mk 3,1-6: Sabbat, Heilung und Tötungsplan
ul.nodisplay
li.slide Wieder geht es um den Sabbat - wozu ist der da?
li.slide Wenn am Sabbat Gottes Befreiungshandeln erinnert wird - dann darf es doch an diesem Tag auch geschehen!
li.slide Wichtig für die Identität der Gemeinde: <i>Auslegungsprinzip Jesu: Gottes Gebote sollen dem Heil (und der Heilung) der Menschen dienen!</i>
li.slide Dem steht eine Auslegung gegenüber, die starr die Gebote befolgt und auf diese Weise meint, Gott zu dienen - aber diese Auslegung tötet: Tötungsabsicht.
h2.slide(style="margin-top: 75px;") Ertrag der zweiten <q>Woche</q> des Wirkens Jesu
ul.nodisplay
li.slide Während die erste <q>Woche</q> des Wirkens Jesu nur positiv gezeichnet wird, ja alle staunen und die Massen herbeiströmen, ist die zweite <q>Woche</q> vom <i>Widerspruch gegen Jesu Vollmacht und seine Auslegung der göttlichen Gebote</i> geprägt.
li.slide Dabei geht es um die <i>Identität derer, die in der Nachfolge Jesu stehen</i>, in dem Bewusstsein, dass <i>mit Jesus etwas Neues begonnen hat</i>.
li.slide Konkret geht es hier auch darum, wie Gottes Gebote zu interpretieren sind, was ihre eigentliche Absicht ist - und im Letzten: wer Gott ist und was er eigentlich will.
+bottom_03("mk")
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@@ -0,0 +1,37 @@
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block content
+headline("Gott - Gebote")
span Ex 3: Gott bricht auf, um sein Volk aus Ägpyten zu befreien
ul
li Ex 3,1-15 lesen, jeder für sich, dann einer für alle laut
h2.slide(style="margin-top: 75px;") Was sagt diese Erzählung über Gott aus?
ul.nodisplay
li.slide
b Gott ist gegen Unterdrückung und Ausbeutung (nicht nur) seines Volkes.
li.slide Gott will herausführen aus der Unterdrückung.
li.slide
b Aber: Gott beruft Menschen, um sein Befreiungshandeln auf Erden umzusetzen.
li.slide Dazu sagt er den von ihm Berufenen - hier konkret: Mose - seinen <b>Beistand</b> zu; sie werden zum <i>Werkzeug in Gottes Hand</i>.
li.slide.small Gott <q>identifiziert</q> sich hier (und öfter) über <q>Abraham, Isaak und Jakob</q>: an ihren Erfahrungen mit Gott kann man ablesen, wer und wie Gott ist (u. a. treu, barmherzig, langmütig).
li.slide.small Jüdische Tradition: <q>Der Heilige, gelobt sei er, sagte zu Mose: Meinen Namen willst du wissen? Entsprechend meiner Taten werde ich benannt</q>.
.alert.alert-primary.slide(style="margin-top: 50px;")
h4.alert-heading <i> Gott befreit</i> - das ist die Ur-Erfahrung Israels mit seinem Gott
p.nomarginbottom
b.slide Damit stellt sich Gott auch gegen jede Form von Unterdrückung, Ausbeutung und unguter Abhängigkeit.
br
b.slide Diese Grunderfahrung mit Gott wird in der Bibel später Begründung vor allem von sozialen Geboten!: Gott steht auf der Seite der Schwachen, Unterdrückten, Armen etc.
+bottom_03("ex3")
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@@ -0,0 +1,63 @@
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block content
+headline("Gott - Gebote")
span Die Zehn Weisungen (Ex 20/Dtn 5)
p.slide(style="margin-top: 25px;")
b
i Ich bin YHWH, dein Gott, der dich aus Ägypten geführt hat, aus dem Sklavenhaus.
ol.nodisplay
li.slide(style="margin-top: 3px;")
b Du wirst neben wir keine anderen Götter haben.
li.slide(style="margin-top: 3px;")
b Du wirst den Namen deines Gottes nicht missbrauchen.
li.slide(style="margin-top: 3px;")
b Gedenke des Sabbats, halte ihn heilig.
li.slide(style="margin-top: 10px;")
b Ehre deinen Vater und deine Mutter
li.slide
b Du wirst nicht morden.
li.slide(style="margin-top: 3px;")
b Du wirst nicht die Ehe brechen.
li.slide(style="margin-top: 3px;")
b Du wirst nicht stehlen.
li.slide(style="margin-top: 3px;")
b Du wirst nicht falsch gegen deinen Nächsten aussagen.
li.slide(style="margin-top: 3px;")
b Du wirst nicht nach der Frau deines Nächsten verlangen.
li.slide(style="margin-top: 3px;")
b Du wirst nicht nach dem Hab und Gut deines Nächsten verlangen.
h3.slide(style="margin-top: 30px;") Formale Auffälligkeiten
ul.nodisplay
li.slide Von Gott gegeben auf dem Weg von der Sklaverei ins <q>Gelobte Land</q>.
li.slide Die Formulierungen stehen nicht eigentlich im Imperativ, sondern sind (fast alle) Zukunfts-Formulierungen mit imperativischem Charakter.
li.slide Rückbezug daher auf den Satz, der als Überschrift über den Zehn Weisungen steht.
li.slide Gebote 1 - 3 auf Beziehung zu Gott bezogen, Gebote 4 - 10 auf die zwischenmenschlichen Beziehungen bezogen.
h3.slide(style="margin-top: 30px;") Sinn der Zehn Weisungen und der Gebote Gottes überhaupt
ul.nodisplay
li.slide
b (Geschenkte) Freiheit bewahren, vor Unterdrückung und unguter Abhängigkeit aller Art schützen.
li.slide Die Gebote 1 - 3 bzw. ihre Befolgung stehen im Dienst der Gebote 4 - 10: Die Erinnerung an Gott und seine Tat der Befreiung sowie die absolute Bindung an ihn stehen im Dienst eines gelingenden zwischenmenschlichen Lebens, das Gott mit seinen Taten und Geboten ermöglichen will.
li.slide In diesem Sinne sind die Gebote für den Menschen da, und nicht die Menschen für die Gebote:
li.slide
b
i Gott geht es nicht um seine (abstrakt gedachte) Heiligkeit, sondern um die Rettung der Menschen und ein Leben in Freiheit, gegenseitiger Achtung und Würde.
br
span.slide Gerade darum die Verpflichtung, sich an Gott und zwar an diesen Gott der Befreiung zu binden.
li.slide Ignatius von Loyola (2. Hälfte des 2. Jhdt. n. Chr.): <i>Die Ehre Gottes ist der lebendige Mensch!</i>
li.slide Diese Auslegungsprinzipien prägte Jesus; daher kam er in Konflikt mit manchen seiner Zeitgenossen, die die Heiligkeit Gottes über alles stellten und dabei ganz <q>vergaßen</q>, wofür die Gebote eigentlich da sind und wofür der Gott Israels von Anfang an steht.
+bottom_03("zehn-gebote")
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@@ -0,0 +1,57 @@
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block content
+headline("Gott - Gebote")
span Gebote allgemein
p
b Zollstockübung - anschließend Gespräch: Was hat dies mit Regeln/Geboten zu tun?
h2.slide(style="margin-top: 50px;") Wozu Gebote? - Gebote infrage stellen!
.small
.small Abgesehen von zentralen und elementaren Geboten wie den Zehn Weisungen gibt es ja noch eine ganze Menge (alltäglicher) Gebote, Regeln und Gesetze
p.slide.nomarginbottom(style="margin-top: 20px;")
b Grundsätzliche Feststellungen
ul.nodisplay
li.slide
i Regeln haben nicht einen Sinn in sich - sie wollen gutes, gelingendes Leben in Gemeinschaft ermöglichen: es geht auf der Welt nicht nur um mich, sondern um uns alle.
li.slide
i Gebote/Regeln sind für die Identität einer Person, einer Gruppe, eines Staates wichtig.
br
span.slide.small Beispiel auch Ess-Kultur: Essen von Schweinen, Hunden und Katzen.
li.slide
i Manches ist so wichtig, dass ich es einklagen kann (auch vor Gericht).
p.slide.nomarginbottom
b Also: warum und wozu Gebote?
ul.nodisplay
li.slide <b>Verlässlichkeit</b> (im Hinblick auf bestimmte <q>Standards</q>, im Hinblick auf das, was ich von anderen erwarten kann bzw. können sollte - und was andere von mir erwarten können).
li.slide <b>Zusammenleben</b> (z. B. auch Absprachen zur Nutzung, Terminabsprachen).
li.slide <b>Freiheit und Würde des Anderen</b>: die Grenze meiner Freiheit ist die Würde und das Leben des Anderen.
h2.slide(style="margin-top: 50px;") Regeln und mein Umgang mit ihnen
p.slide
b Was ist, wenn ich mich störe an Regeln bzw. Überzeugungen der Eltern?
br
| - Diskussion
p.slide
i Es ist richtig, Gebote infrage zu stellen - aber es ist falsch, Gebote einfach blind abzulehnen.
p.slide
b Es geht darum, in Übernahme und Ablehnung eine <i>eigene Identität</i> zu <i>entwickeln</i>!
p.slide
i 1 Thess 5,21: <q>Prüft alles und behaltet das Gute!</q>
+bottom_03("gebote-allgemein")
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@@ -0,0 +1,120 @@
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+headline("Beziehungen - Sämanngleichnis (Glaube, Fähigkeiten)")
span Mk 3,7-6,13: Die dritte <q>Woche</q> im Wirken Jesu
h2 Was wird erzählt? Was ist aufgefallen? Was hat mich irritiert? Wo habe ich Fragen?
h2.slide(style="margin-top: 50px;") Die Erzählungen genauer betrachtet
p.slide
| Neuer Erzählbogen Mk 3,7-8,26: Rund um den See von Galiläa.
br
span.slide Umfasst zwei <q>Wochen</q> mit Scharnierstück dazwischen.
h4.slide
b
i Die dritte <q>Woche</q> des Wirkens Jesu (Mk 3,7-6,13)
.viewbox.slide.konzentrisch-1
p.nomarginbottom
b Mk 3,7-12 Der Andrang der Menschen - den Jesus kaum bewältigen kann
.viewbox.slide.konzentrisch-2
p.nomarginbottom
b Mk 3,13-19 Die Wahl der Zwölf - als Teilhaber an der Vollmacht Jesu über die Dämonen, um sie später auszusenden
.viewbox.slide.konzentrisch-3
p.nomarginbottom
b Mk 3,20-35 Verstockte Gegnerschaft und wahre Familie
.viewbox.slide.konzentrisch-1
p.nomarginbottom
i Mk 3,20-21 Jesus und seine Angehörigen - sie halten ihn für verrückt
.viewbox.slide.konzentrisch-2
p.nomarginbottom
i Mk 3,22-30 Verteidigungsrede Jesu gegenüber den Schriftgelehrten - sie halten ihn für mit dem Teufel im Bunde
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide Jesus dagegen: Dass Jesus Wunder wirken kann ist ein Zeichen dafür, dass der Teufel bereits besiegt ist.
li.slide Selbstinterpretation Jesu: Hinter seinem Wirken steht der Heilige Geist Gottes, der in und durch in wirkt.
.viewbox.slide.konzentrisch-1
p.nomarginbottom
i Mk 3,31-35 Über die wahre Familie Jesu: <q>Wer den Willen Gottes tut, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.</q>
.viewbox.slide.konzentrisch-4
p.nomarginbottom
b Mk 4,1-34 Gleichnis und Lösung
.viewbox.slide.konzentrisch-1
p.nomarginbottom
i Mk 4,1-2 Szenische und thematische Einleitung
.viewbox.slide.konzentrisch-2
p.nomarginbottom
i Mk 4,3-9 Das Gleichnis vom Sämann (öffentlich gelehrt)
.viewbox.slide.konzentrisch-3
p.nomarginbottom
i Mk 4,10-25 Interne Unterweisung der Jünger
br
span.slide Dabei: Lösung/Deutung des Gleichnisses vom Sämann - die hat also nicht <q>jeder</q> einfach so!
.viewbox.slide.konzentrisch-2
p.nomarginbottom
i Mk 4,26-32 Fortsetzung der öffentlichen Lehre in Gleichnissen
ul.nomarginbottom
li.slide Mk 4,26-29 Gleichnis von der selbstwachsenden Saat
li.slide Mk 4,30-32 Das Gleichnis vom Senfkorn
.viewbox.slide.konzentrisch-1
p.nomarginbottom
i Mk 4,33-34 Abschlusskommentar zu den Gleichnissen
.viewbox.slide.konzentrisch-5
p.nomarginbottom
b Mk 4,35-5,20 Erste Fahrt ins Heidengebiet
ul.nomarginbottom
li.slide Der Sturm auf dem See
li.slide
i Die Heilung des Besessenen von Gerasa
br
span.slide.small Der wird von Jesus zum <b><q>ersten Heidenmissionar</q></b> ausgesandt: <q><q>Geh nach Hause und berichte deiner Famlie alles, was der Herr für dich getan und wie er Erbarmen mit dir gehabt hat!</q> Da ging der Mann weg und verkündete in der ganzen Dekapolis, was Jesus für ihn getan hatte ...</q>
br
span.slide.small
| Und das, noch bevor die Zwölf ausgesendet wurden!
|
span.oi.oi-arrow-right
|
| Markus legt einen besonderen Fokus auf die Heidenmission!
|
span.slide.small Schon mit dem Stichwort <q>Tyrus und Sidon</q> - heidnische Städte! - im ersten Abschnitt vorbereitet.
.viewbox.slide.konzentrisch-4
p.nomarginbottom
b Mk 5,21-43 Geheimnis und Offenbarung bei Jesu Taten
.viewbox.slide.konzentrisch-1
p.nomarginbottom
i Mk 5,21-24 Auferweckung der Tochter des Jairus - Teil 1
.viewbox.slide.konzentrisch-2
p.nomarginbottom
i Mk 5,25-34 Die Heilung einer blutflüssigen Frau
.viewbox.slide.konzentrisch-1
p.nomarginbottom
i Mk 5,35-43 Auferweckung der Tochter des Jairus - Teil 2
.viewbox.slide.konzentrisch-3
p.nomarginbottom
b Mk 6,1-6a Die Ablehung Jesu in seiner Heimat
.viewbox.slide.konzentrisch-2
p.nomarginbottom
b Mk 6,6b-11 Die Aussendung der zwölf Jünger
.viewbox.slide.konzentrisch-1
p.nomarginbottom
b Mk 6,12-13 Ausführung des Missionsauftrages
+bottom_04("mk")
script.
push_slide_stack('.slide')
$(function () {
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})

View File

@@ -0,0 +1,130 @@
extends ../layout
include ../mixins
block content
+headline("Beziehungen - Sämanngleichnis (Glaube, Fähigkeiten)")
span Beziehungen
p.slide.nomarginbottom
b Ausgangspunkt
ul.nodisplay
li.slide Erzählungen über das Verhältnis von Jesus zu seinen Verwandten bzw. den Menschen in seiner Heimat.
li.slide Jesus schart eine Jüngergemeinde um sich.
li.slide Der Mensch ist auf Beziehung angelegt: der Mensch ist ein soziales Wesen.
h2.slide(style="margin-top: 75px;") Vielfältigkeit von Beziehungen
ul.nodisplay
li.slide
b Vorgegebene Beziehungen
ul.nodisplay
li.slide Familie
li.slide Schulklasse
li.slide Firmgruppe
li.slide
b Selbstgewählte Beziehungen
ul.nodisplay
li.slide Freundeskreis
li.slide Interessengruppe
li.slide
b
i Welche Gründe gibt es dafür, dass ich jemandes Freund sein bzw. zu einer bestimmten Gruppe dazugehören will?
br
span.slide
i Spannbreite/Extreme
table.table.vertical-border.slide
tbody
tr
td(style="width: 35%")
| Weil ich jemanden toll finde.
|
span.oi.oi-arrow-right
|
| Ich suche Anschluss.
td(style="text-align: center; width: 30%") ... ... ... ...
td.slide(style="width: 35%")
| Weil ich Bestätigung suche oder etwas, das mir wichtig ist, weitergeben möchte.
|
span.oi.oi-arrow-right
|
| Ich gründe einen <q>Fanclub</q> bzw. eine <q>Jüngergemeinde</q>.
li.slide
b Beziehungen und soziale Medien
ul.nodisplay
li.slide
i Warum liket ihr etwas (auf Facebook), warum nicht?
span.small
|
| (Diskussion)
li.slide
i Wie ist es mit Freunden auf Facebook?
span.small
|
| (Diskussion)
h2.slide(style="margin-top: 75px;",data-slideslave="#gelingende_beziehung") Was braucht es für eine gelingende Beziehung?
.small Vor allem im Hinblick auf Freundschaft und Partnerschaft
p.small.nodisplay#gelingende_beziehung Diskussion im Plenum, Festhalten auf Flipchart
p.slide.nomarginbottom
b Einige grundlegende Stichworte
ul.nodisplay
li.slide Treue
li.slide Verlässlichkeit
li.slide Beständigkeit/Dauerhaftigkeit
li.slide gegenseitiger Respekt
li.slide Freiräume
h2.slide(style="margin-top: 75px;") Nähe und Distanz
p.slide
b
i Beides ist (nicht nur in zwischenmenschlichen Beziehungen) wichtig!
p.slide
b Welche Chancen liegen in <q>Nähe</q>? Welche in <q>Distanz</q>?
span.small
|
| (Diskussion)
p.slide.nomarginbottom
b Einige Gedanken
ul.nodisplay
li.slide Körperliche Distanz als Hilfe zur geistigen Freiheit/Distanz.
li.slide Distanz ermöglicht einen Perspektivenwechsel.
li.slide <q>Rauskommen</q>: Urlaub, Exerzitien (mit Ortswechsel bzw. auch Wechsel des [menschlichen] Umfeldes).
li.slide Auch 5 Minuten können Distanz schaffen.
li.slide Auch Gebet/Gottesdienst sind eine Möglichkeit, Distanz zu schaffen (nicht nur vom Alltag).
h2.slide(style="margin-top: 75px;") Von der Chance des Neuanfangs
p.slide
b Du bist an einem Ort, wo Dich niemand kennt! - Welche Chance und Möglichkeiten bietet Dir diese Situation?
span
|
| (Diskussion)
p.slide
b Inwieweit ist das heute im Zeitalter der sozialen Medien noch möglich? Stichwort: Facebook-Mobbing
span
|
| (Diskussion)
h3.slide(style="margin-top: 50px;") Die Kehrseite: Jemandem unvoreingenommen begegnen
ul.nodisplay
li.slide Sich nicht von Vorurteilen leiten lassen.
li.slide Sich nicht durch Erzählungen/Meinungen anderer (zu stark) beeinflussen lassen.
li.slide Selber Erfahrungen machen.
li.slide Einen Menschen und eine Situation mit <i>eigenen</i> Augen, <i>eigenen</i> Ohren und <i>eigenem</i> Hirn wahrnehmen.
li.slide
b
i Traue ich mich zu sagen, dass ich jemanden gut finde, wenn alle anderen sagen: der ist doof?
br
span.slide
i Vor dieser Herausforderung standen auch die Jünger Jesu angesichts der Anfeindungen gegenüber Jesus, nicht nur von den Schriftgelegten etc., sondern auch aus Jesu eigener Familie.
+bottom_04("beziehungen")
script.
push_slide_stack('.slide')
$(function () {
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})

View File

@@ -0,0 +1,82 @@
extends ../layout
include ../mixins
block content
+headline("Beziehungen - Sämanngleichnis (Glaube, Fähigkeiten)")
span Das Gleichnis vom Sämann (Mk 4,1-9) und seine Deutung (Mk 4,13-20)
table.vertical-border.table
thead
tr
td(style="width: 35%;")
b Mk 4,1-9
td(style="width: 35%;")
b Mk 4,13-20
td(style="width: 30%;")
b
q Typisierung
tbody
tr
td.slide Und wieder begann er [=Jesus], am Ufer des Sees zu lehren, und sehr viele Menschen versammelten sich um ihn. Er stieg deshalb in ein Boot auf dem See und setzte sich; die Leute aber standen am Ufer. Und er sprach lange zu ihnen und lehrte sie in Gleichnisen. Bei dieser Belehrung sagte er zu ihnen:
td.nodisplay.deutung Und er sagte zu ihnen: Wenn ihr schon dieses Gleichnis nicht versteht, wie wollt ihr dann all die anderen Gleichnisse verstehen?
td
tr
td.slide Hört! Siehe, ein Sämann ging hinaus, um zu säen.
td.nodisplay.deutung Der Sämann sät das Wort.
td.nodisplay.typisierung
span.oi.oi-arrow-right
span
|
| Es geht hier um die Verkündigung des Evangeliums und wie sie bei den Menschen <q>fruchtet</q>.
tr
td.slide Als er säte, fiel ein Teil auf den Weg und die Vögel kamen und fraßen es.
td.nodisplay.deutung Auf den Weg fällt das Wort bei denen, die es zwar hören, aber sofort kommt der Satan und nimmt das Wort weg, das in sie gesät wurde.
td.nodisplay.typisierung
b Die zu leicht Beeinflussbaren/Die Zweifler
ul.nodisplay
li.nodisplay.typisierung Lassen sich von anderen abbringen (die das <q>doof</q> finden etc.).
li.nodisplay.typisierung Geben Zweifeln zu starkes Gewicht - die andere auslösen oder die aus einem selbst kommen.
li.nodisplay.typisierung Können Unerwartetes nicht annehmen (siehe auch Jesus in seiner Heimat bzw. Jesu Familie).
li.nodisplay.typisierung Tun sich schwer, eingefahrene Wege zu verlassen und Neues zu wagen.
tr
td.slide Ein anderer Teil fiel auf felsigen Boden, wo das Erdreich nicht tief war; als aber die Sonne hochstieg, wurde die Saat versengt und verdorrte, weil sie keine Wurzeln hatte.
td.nodisplay.deutung Ähnlich ist es bei den Menschen, bei denen das Wort auf felsigen Boden fällt: Sobald sie es hören, nehmen sie es freudig auf; aber sie haben keine Wurzeln, sondern sind unbeständig, und wenn sie dann um das Wortes willen bedrängt oder verfolgt werden, kommen sie sofort zu Fall.
td.nodisplay.typisierung
b Die Unbeständigen
ul.nodisplay
li.nodisplay.typisierung Zunächst Begeisterung und Freude!
li.nodisplay.typisierung Aber wenn es Arbeit bzw. Mühe macht - dann halt nicht.
li.nodisplay.typisierung Zu wenig Durchhaltevermögen.
li.nodisplay.typisierung Man ist nicht bereit, sich für etwas schief anschauen zu lassen oder zu akzeptieren, dass etwas Veränderungen im sozialen Umfeld mit sich bringt.
tr
td.slide Wieder ein anderer Teil fiel in die Dornen und die Dornen wuchsen und erstickten die Saat und sie brachte keine Frucht.
td.nodisplay.deutung Bei anderen fällt das Wort in die Dornen: Sie hören es zwar, aber die Sorgen der Welt, der trügerische Reichtum und die Gier nach all den anderen Dingen machen sich breit und ersticken es und es bleibt ohne Frucht.
td.nodisplay.typisierung
b Die <q>Es gibt Wichtigeres</q>-Typen
ul.nodisplay
li.nodisplay.typisierung Andere Dinge verdrängen es.
li.nodisplay.typisierung Es wird zugeschüttet im Alltag - man vergisst, kommt nicht dazu etc.
li.nodisplay.typisierung Es passt nicht zum eigenen Streben nach Reichtum, Macht etc.; es ist nach außen hin nicht prestigeträchtig - dann <q>spar ich es mir halt</q>.
tr
td.slide(data-subslides=".deutung")
| Ein anderer Teil schließlich fiel auf guten Boden und brachte Frucht; die Saat ging auf und wuchs empor und trug dreißigfach, sechzigfach und hundertfach.
br
| Und Jesus sprach: Wer Ohren hat zum Hören, der höre!
td.nodisplay.deutung(data-subslides=".typisierung") Auf guten Boden ist das Wort bei denen gesät, die es hören und aufnehmen und Frucht bringen, dreißigfach, sechzigfach und hundertfach.
td.nodisplay.typisierung
b Die Fruchtbringenden
p.slide
b
i Selbsteinschätzung [jeder für sich]: Welcher Typ bin ich (momentan)?
+bottom_04("gleichnis")
script.
push_slide_stack('.slide')
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})

View File

@@ -0,0 +1,93 @@
extends ../layout
include ../mixins
block content
+headline("Beziehungen - Sämanngleichnis (Glaube, Fähigkeiten)")
span Meine Fähigkeiten - und meine Schwächen
h3(style="margin-top: 25px;") Verschiedene Typen
p.slide.nomarginbottom
b Die <q>Ich bin nicht dafür gemacht</q>-Typen
ul
li.slide Egal, wie ich mich anstrenge: es wird nichts.
li.slide Ich erlebe nur Frust.
li.slide Eigentlich will ich das nicht - es wird mir aufgezwungen.
p.nomarginbottom
b Die zu leicht Beeinflussbaren/Die Zweifler
ul
li Lassen sich von anderen abbringen (die das <q>doof</q> finden etc.).
li Geben Zweifeln zu starkes Gewicht - die andere auslösen oder die aus einem selbst kommen.
li Können Unerwartetes nicht annehmen (siehe auch Jesus in seiner Heimat bzw. Jesu Familie).
li Tun sich schwer, eingefahrene Wege zu verlassen und Neues zu wagen.
p.nomarginbottom
b Die Unbeständigen
ul
li Zunächst Begeisterung und Freude!
li Aber wenn es Arbeit bzw. Mühe macht - dann halt nicht.
li Zu wenig Durchhaltevermögen.
li Man ist nicht bereit, sich für etwas schief anschauen zu lassen oder zu aktepieren, dass etwas Veränderungen im sozialen Umfeld mit sich bringt.
p.nomarginbottom
b Die <q>Es gibt Wichtigeres</q>-Typen
ul
li Andere Dinge verdrängen es.
li Es wird zugeschüttet im Alltag - man vergisst, kommt nicht dazu etc.
li Es passt nicht zum eigenen Streben nach Reichtum, Macht etc.; es ist nach außen hin nicht prestigeträchtig - dann <q>spar ich es mir halt</q>.
p.nomarginbottom
b Die Fruchtbringenden
hr
p.nomarginbottom.slide(style="margin-top: 25px;")
b
i Selbstübung (auf Blatt)
ul.nodisplay
li.slide Ordne Dich vom Gesamtblick auf Dich her einem der genannten Typen zu!
li.slide Ordne bestimmte Tätigkeitsfelder/Schulfächer/Hobbys von Dir einem bestimmten Typ zu!
li.slide Nutze dafür das entsprechende Bibel-Einlege-Blatt.
h3.slide(style="margin-top: 50px;") Bleibe offen und entwicklungsfähig!
.small Sei bereit, Neues und Unerwartetes an Dir zu entdecken
ul.nodisplay
li.slide Manches geht auf, obwohl Du das eigentlich nicht erwartet hättest!
li.slide Habe Mut, Dich auszuprobieren!
h3.slide(style="margin-top: 50px;") Verbiege Dich aber nicht!
.small Sei realistisch und Du selbst
ul.nodisplay
li.slide Ergibt es Sinn, Energie in Dinge zu stecken, die Du nie wirklich können wirst (obwohl Du es probiert hast)?
li.slide Willst Du etwas selber, oder wird es von anderen verlangt?
li.slide Beachte auch hier das Verhältnis von Fremd- und Eigenbestimmung im Hinblick auf Deine eigene Identität!
h3.slide(style="margin-top: 50px;") Habe Vertrauen in Dich selbst!
.small Gott traut Dir zu, dass Du Deinen Weg findest und ihn gehen kannst
p.nomarginbottom.slide
b Gleichnis von der selbstwachsenden Saat
ul.nodisplay
li.slide
| Natürlich im Hinblick auf das Reich Gottes und seine Entfaltung gesprochen:
br
span.slide
i Gott vertraut darauf, dass der Same des Reiches Gottes auf Erden aufgehen wird.
li.slide
| Aber auch übertragbar auf das alltägliche Leben des Menschen:
br
span.slide
i Gott gibt jedem von uns Talente und Fähigkeiten - entdecke sie, nutze sie, auch zum Wohl von anderen Menschen (auch das ist Reich Gottes!)
+bottom_04("faehigkeiten")
script.
push_slide_stack('.slide')
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View File

@@ -0,0 +1,86 @@
extends ../layout
include ../mixins
block content
+headline("Beziehungen - Sämanngleichnis (Glaube, Fähigkeiten)")
span Beweisbarkeit des Glaubens
h3(style="margin-top: 25px;") Ausgangspunkt: Erzählungen von der Auferweckung der Tochter des Jairus und der Heilung der blutflüssigen Frau
ul.nodisplay
li.slide Nur diejenigen, die das Wunder am eigenen Leib erleben bzw. unmittelbar dabei sind, wissen, dass es sich tatsächlich um ein Wunder handelt!
ul.nodisplay
li.slide Bezüglich der blutflüssigen Frau ist man letztlich auf ihr Selbstzeugnis angewiesen.
li.slide
| Mit den drei von Jesus mitgenommenen Jüngern ist der Leser bei der Auferweckung der Tochter des Jairus dabei!
br
| Ist ihr Zeugnis <q>wahr</q>?
li.slide Es gäbe auch andere Erklärungen:
ul.nodisplay
li.slide Die Frau könnte auch die Unwahrheit sagen: war sie wirklich krank? hat Jesus sie wirklich geheilt?
li.slide War das Mädchen wirklich tot? Das <q>sie schläft nur</q> im Munde Jesu kann unterschiedlich interpretiert werden:
ul.nodisplay
li.slide Sie schläft tatsächlich nur, es gilt, sie einfach aufzuwecken - dann war es kein Wunder!
li.slide Aus der Perspektive des Schöpfers ist auch der Tod nur ein Schlaf! - dann war es ein echtes Wunder und zeigt die Lebensmacht Gottes, die in und durch Jesus wirkt!
li.slide
b
| Dem, der nur - mehr oder weniger - ungläubig, verschlossen, (übermäßig) zweifelnd zuschaut, also <q>draußen</q> ist
| (vgl. die Typen beim Sämanngleichnis!), wird durch seine Wahrnehmung des Erzählten nicht zum Glauben kommen.
br
| Dem Nichtglaubenden sagen die Erzählungen nichts. Sie zwingen nicht dazu, zum Glauben zu kommen.
br
| Mit der <q>falschen Fährte</q> (<q>sie schläft nur </q>) und dem Schweigegebot an die Jünger nimmt Jesus denen <q>draußen</q>
| ihren Ansatz, an ein Wunder zu denken, auch noch weg.
li.slide
b
i
| Dem aber, der glaubt und den Zeugnissen der Frau und (später [nach Ostern]) der Jünger Glauben schenkt, der also <q>drinnen</q> ist,
| für den offenbart sich, was im Wirken Jesu wirklich geschieht: Jesus <i>erscheint</i> als Träger göttlicher Lebenskraft.
| Dem Glaubenden werden die Erzählung noch dazugegeben; sei stärken den Glauben.
br
span.slide
i So interpretiert Markus den Satz Jesu: <q>Wer hat, dem wird gegeben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat.</q> (Mk 4,25)
h3.slide(style="margin-top: 50px;") Allgemein auf den Glauben übertragen
ul.nodisplay
li.slide Wir leben und glauben in einer aufgeklärten Welt!
li.slide Auch unsere Firmvorbereitung will verantwortet und verortet im 21. Jahrhundert vom Glauben sprechen.
li.slide
i Gott lässt sich NICHT wissenschaftlich beweisen - man kann immer auch Gründe gegen den Glauben an Gott formulieren!
li.slide
i Dennoch - oder gerade deswegen - muss sich Glaube immer auch - in gewisser Weise - rechtfertigen:
br
span.slide Es nötig, sich selber und anderen Rechenschaft über den eigenen Glauben abzulegen. Dazu muss man sich aber mit ihm beschäftigen.
ul.nodisplay
li.slide Warum glaube ich?
li.slide Was sind zentrale <q>Glaubenswahrheiten</q> und wie gehe ich mit ihnen um?
li.slide Kenne ich die grundlegenden Erzählungen des Glaubens (<span class="oi oi-arrow-right"></span> Bibel)?
li.slide Weil Glaube nicht beweisbar ist (im wissenschaftlichen Sinne), braucht es immer den <q>Sprung</q>.
ul.nodisplay
li.slide Es braucht meine <i>Bereitschaft</i>, sich dem Glauben zu <i>öffnen</i>.
li.slide Wer sich nur von außen mit dem Glauben beschäftigt (<span class="oi oi-arrow-right"></span> Religionswissenschaft), kann nie die Tiefen des Glaubens ausloten.
li.slide Wie es ist, im Wasser zu schwimmen, zu tauchen etc., das können mir zwar andere erzählen, aber ich muss selber rein, um zu <q>wissen</q>, wie das tatsächlich ist.
h3.slide(style="margin-top: 50px;") Glaube und Glaubenserfahrung
ul.nodisplay
li.slide Es gibt die Glaubenserfahrungen des Einzelnen.
li.slide Es gibt aber auch die Glaubenserfahrungen einer Gemeinschaft, auch aus der Vergangenheit.
ul.nodisplay
li.slide Da kann ich andocken, damit kann ich mich identifizieren, auch wenn die ich einzelnen Erfahrung nicht selbst gemacht habe.
li.slide
| Solche Erfahrungen sind für die Identität einer Gemeinschaft äußerst wichtig; daher werden sie weitergegeben.
|
span.oi.oi-arrow-right
|
| Tradition.
+bottom_04("glaube")
script.
push_slide_stack('.slide')
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View File

@@ -0,0 +1,276 @@
extends ../layout
include ../mixins
block content
+headline("Trennlinien - Gemeinschaft, die trägt - Paten")
span Mk 6,14-8,26: Die vierte <q>Woche</q> im Wirken Jesu
h2 Was wird erzählt? Was ist aufgefallen? Was hat mich irritiert? Wo habe ich Fragen?
h2.slide(style="margin-top: 50px;") Die Erzählungen genauer betrachtet
p.slide
| Noch immer im Erzählbogen Mk 3,7-8,26: Rund um den See von Galiläa.
br
span.slide Umfasst zwei <q>Wochen</q> mit Scharnierstück dazwischen.
h4.slide
b Rückblick in Auswahl: Die dritte <q>Woche</q> des Wirkens Jesu (Mk 3,7-6,13)
.viewbox.slide.konzentrisch-5
p.nomarginbottom
b Mk 4,35-5,20 Erste Fahrt ins Heidengebiet
ul.nomarginbottom
li.slide
i Der Sturm auf dem See
ul.nodisplay
li.slide In der mythischen Denkwelt der Antike können die widrigen Winde als dämonische Chaosmächte der heidnischen Götter verstanden werden, die die Ankunft des Jesusbootes in ihrem Gebiet verhindern wollen. (Martin Ebner)
li.slide Die trotzdem gelungene Überfahrt ins Heidenland zeigt Jesus als Besieger der heidnischen Götter.
li.slide
| Real-Geschichtlicher Hintergrund: Widerstände gegen die Heidenmission von heidnischer Seite;
br
span.slide konkret vor allem wohl die Verfolgung unter Kaiser Nero mit vielen Toten.
li.slide
i Aussage der Erzählung:
ul.nodisplay
li.slide Die Heidenmission geht auf Jesus selbst zurück und entspricht seinem Auftrag (siehe auch unten!).
li.slide Jesus als Sieger über die heidnischen Chaosmächte/Gotter wird die Kirche vor dem Untergang bewahren - sein passives Verhalten, das die Angst vor dem Untergang verstärken kann, ist keine Schwäche sondern <q>nur</q> Duldung.
li.slide
i Die Heilung des Besessenen von Gerasa
br
span.slide Der wird von Jesus zum <b><q>ersten Heidenmissionar</q></b> ausgesandt.
br
span.slide
i Einige Auffälligkeiten:
ul.nodisplay
li.slide Nur Jesus steigt aus dem Boot aus.
li.slide Die Jünger bleiben im Boot - sie betreten das heidnische Land nicht.
li.slide Die Heilung erfolgt umständlich: Die Dämonen werden in eine Schweineherde verbannt, die dann ins Meer stürzt.
li.slide <i>Hintergrund</i>: Schweine waren/sind die von den Juden am meisten verhassten Tiere.
li.slide
i Die Austreibung der Dämonen kann also als (Versuch der) Reinigung des Heidenlandes durch Jesus verstanden werden.
li.slide Doch <i>so</i> kann Jesus keinen Fuß fassen: Jesus wird wieder weggeschickt.
ul.nodisplay
li.slide <i>Vordergründig</i>: Wirtschaftlicher Schaden durch die Vernichtung der Schweineherde.
li.slide <i>Hintergründig</i>: Die jüdischen Speise- und Reinheitsvorschriften, die den Heiden fremd sind, stehen der Heidenmission im Weg.
.viewbox.slide.konzentrisch-2
p.nomarginbottom
b Mk 6,6b-11 Die Aussendung der zwölf Jünger
.viewbox.slide.konzentrisch-1
p.nomarginbottom
b Mk 6,12-13 Ausführung des Missionsauftrages
h4.slide(style="margin-top: 15px;")
b
i Scharnierstück
.viewbox.slide.konzentrisch-1
p.nomarginbottom
b Mk 6,14-29 Die Enthauptung Johannes des Täuferes
ul.nomarginbottom
li.slide Gehört von der zeitlichen Abfolge der Ereignisse her eigentlich in Mk 1 (Mk 1,14: <q>Nachdem Johannes ausgeliefert worden war ...</q>)
li.nodisplay#subslide-enthauptung Die Positionierung der Erzählung vom Tod des Vorläufers Jesu an dieser Stelle - zwischen Aussendung und Rückkehr der Zwölf - macht deutlich, was Unterwegssein als Jünger Jesu bzw. Nachfolge Jesu allgemein auch bedeuten kann ...
h4.slide(style="margin-top: 15px;")
b
i Die vierte <q>Woche</q> des Wirkens Jesu (Mk 6,30 - 8,26)
h5.slide(style="color: peru;")
b Erster Durchgang (Mk 6,30-52)
.viewbox.slide.konzentrisch-1(data-subslides="#subslide-enthauptung")
p.nomarginbottom
b Mk 6,30-34 Rückkehr der Zwölf, Vergeblicher Rückzug, Andrang des Volkes
.viewbox.slide.konzentrisch-1(style="background-color: gold;")
p.nomarginbottom
b
i Mk 6,35-44 Die Speisung der Fünftausend
span.slide
b
i : Krönung des Wirkens Jesu im Judengebiet.
.viewbox.slide.konzentrisch-1
p.nomarginbottom
b Mk 6,45-52 Die Epiphanie (<q>Erscheinung</q>) Jesu auf dem Wasser
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide Größerer Zusammenhang: Zweite Fahrt Jesu ins Heidengebiet.
li.slide Diese Fahrt misslingt völlig, man kommt in Gennesaret an - also nicht im Heidengebiet, sondern im Judengebiet.
li.slide Grund: <q>Gegenwind</q>
li.slide Real-Geschichtlicher-Hintergrund: <q>Gegenwind</q> gegenüber der Heidenmission von judenchristlicher Seite aus!
br
span.slide Im weiteren Verlauf der Erzählung wird jedenfalls genau das dabei ausschlaggebende Thema <q>Rein und Unrein</q> vor allem im Hinblick auf die jüdischen Speisevorschriften thematisiert.
h5.slide(style="color: peru;")
b Zweiter Durchgang (Mk 6,53-7,23)
.viewbox.slide.konzentrisch-1
p.nomarginbottom
b Mk 6,53-56 Andrang des Volkes, Heilungen in Gennesaret
.viewbox.slide.konzentrisch-1
p.nomarginbottom
b Mk 7,1-13 Auseinandersetzungen mit den Gegner zu <q>Rein und Unrein</q> [salopp ausgedrückt: <q>geht</q> - <q>Finger weg</q>] (<span class="oi oi-arrow-right"></span> Speisevorschriften der Juden)
.viewbox.slide.konzentrisch-1(style="background-color: gold;")
p.nomarginbottom
b Mk 7,14-15 Rätselwort über Rein und Unrein
br
span.slide
i
q Nichts, was von außen in den Menschen hineinkommt, kann ihn unrein machen, sondern was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein.
.viewbox.slide.konzentrisch-1
p.nomarginbottom
b Mk 7,16-23 Die Lösung des Rätselwortes - Erklärung an die Jünger
br
span.slide
i
q Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen die bösen Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord, Ehebruch, Habgier, Bosheit, Hinterlist, Ausschweifung, Neid, Verleumdung, Hochmut und Unvernunft. All dieses Böse kommt von innen und macht den Menschen unrein.
h5.slide(style="color: peru;")
b Dritter Durchgang (Mk 7,24-8,26)
.viewbox.slide.konzentrisch-1
p.nomarginbottom
b Mk 7,24-30 Aufbruch - zu Fuß! - ins Heidenland (mit Unmöglichkeit, dass er verborgen blieb) + Der Glaube der heidnischen Frau (in Tyrus)
br
span.slide Dabei Klärung und Feststellung des <q>heilsgeschichtlichen Vorranges</q> der Juden gegenüber den Heiden.
.viewbox.slide.konzentrisch-1
p.nomarginbottom
b
i Mk 7,31-37 Die Heilung eines Taubstummen (Dekapolis)
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide Rein äußerlich: Jesus heilt nicht anders als die heidnischen Wunderheiler.
li.slide Tiefer geschaut: Heilung des Taubstummen <i>im Heidenland</i>:
br
span.slide <i>Das Wort des Gottes Israels hören und den Glauben an ihn bekennen</i>, dazu öffnet Jesus dem Heiden Ohren und Mund.
li.slide Dieses Heilungwunder Jesu hat <i>grundsätzliche Bedeutung</i>:
ul.nomarginbottom.nodisplay
li.slide
| Die umstehenden Menschen - wohl als Heiden vorzustellen! - stimmen in das Lob des Gottes Israels mit biblischen Worten ein:
|
q Er [= Jesus] hat alles gut gemacht; er macht, dass die Tauben hören und die Stummen sprechen.
|
| (Mk 7,37)
br
span.slide
| Damit wird einerseits Gen 1,31 aufgegriffen (<q>Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut.</q>),
| andererseits Jes 35,5-6 (Kontext: Verheißung des messiansichen Heils; <q>die Ohren der Tauben sind wieder offen, ... die Zunge des Stummen jauchzt auf</q>).
li.slide
| Mehr aber noch: Vom Anklang an die Schöpfungserzählung her bekommt das beschriebene Heilungshandeln Jesu einen bemerkenswerten Akzent:
| In der zweiten Schöpfungserzählung wird der Mensch aus Erde/Ton vom Ackerboden geform. Nun stelle man sich einen Töpfer vor,
| der bei der Durchsicht seiner Figuren feststellt, dass bei einem Exemplar die Ohren und der Mund nicht <q>passen</q>: Er
| macht seinen Finger feucht und drückt nochmal hin ... - nichts anderes tut Jesus.
br
span.slide Auch begegnet das Schema <q>Wort <span class="oi oi-arrow-right"></span> Geschehen</q>: <q>Effata</q> <span class="oi oi-arrow-right"></span> sofortiges Öffnen von Mund und Ohren
li.slide
i Die Erzählung bringt damit insgesamt zum Ausdruck:
br
span.slide
b
i Jesus ist nicht nur der Messias Israels, sondern auch der Heiden!
br
span.slide
b
i In Jesus handelt der Schöpfer neu-schöpferisch an den Heiden: er öffnet ihnen, die bisher für ihn verschlossen waren, die Ohren für das Evangelium und den Mund zum Bekenntnis an ihn.
.viewbox.slide.konzentrisch-1(style="background-color: gold;")
p.nomarginbottom
b
i Mk 8,1-9 Die Speisung der Viertausend
span.slide
b
i : Krönung des Wirkens Jesu im Heidengebiet.
.viewbox.slide.konzentrisch-1
p.nomarginbottom
b Mk 8,10-12 Stipvisite im <q>Judenland</q>: Die Zeichenforderung der Gegner Jesu
.viewbox.slide.konzentrisch-1
p.nomarginbottom
b Mk 8,13-21 [Dritte Überfahrt ins Heidenland:] Die blinden Jünger
.viewbox.slide.konzentrisch-1
p.nomarginbottom
b
i Mk 8,22-26 Die Heilung eines Blinden bei Betsaida
p.slide.nomarginbottom(style="margin-top: 20px;")
b Die Fahrten Jesu über den See sind <i>nicht wirklich auf einer Landkarte nachzuvollziehen</i>:
ul.nodisplay
li.slide Gerasa - dorthin geht die erste Reise - liegt 50 km entfernt vom See.
li.slide Betsaida ist nur wenige Kilometer von Kafarnaum entfernt - da wäre die Reise zu Fuß die sinnvollere Variante.
li.slide Die Lokalisierung von Gennesaret ist bis heute nicht geklärt (auch wenn die Karten zur Bibel etwas anderes suggerieren!).
p.slide.nomarginbottom Schüssel zum Verständis der Fahrten: die Reisenotizen sind im Sinne einer <b>religiösen Landschaftskarte</b> zu interpretieren
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide <i>Westliches Ufer</i>: hier leben <i>Juden</i>.
li.slide <i>Östliches Ufer</i>: hier leben <i>Heiden</i>.
p.slide So ist es von den Menschen her, denen Jesus da und dort begegnet, zu verstehen.
br
span.slide Und dies ist dann auch bei der Interpretation der einzelnen Erzählungen wichtig!
p.nomarginbottom.slide
b Auffällig
ul.nodisplay
li.slide Die Überfahrt ist beim ersten Mal nur unter schweren Hinternissen möglich, beim zweiten Mal scheitert sie komplett.
li.slide Die Rückfahrt (ins Judengebiet) gelingt immer ohne Probleme.
li.slide Die <q>Wetterphänomene</q> bei der Fahrt ins Heidengebiet sind offenbar für Markus Symbole für realgeschichtliche Probleme bei der Heidenmission.
.alert.alert-primary.slide
h4.alert-heading Der See Gennesaret symbolisiert die Trennlinie zwischen Juden und Heiden
p.nomarginbottom
b
| Ihre unverrückbare Basis ist der jüdische Monotheismus, der Glaube an den einen einzigen Gott Israels,
| der das Judentum vom Heidentum unterscheidet.
br
| Im konkreten Alltag manifestiert sich diese Trennlinie besonders in den jüdischen Speise- und Reinheitsvorschriften.
br
| In diesem Abschnitt des Evangeliums setzt sich Markus mit den Problemen und Fragen auseinander,
| die die Überquerung dieser Trennline in der Verkündigung des Evangelums mit sich bringt.
br
i Konkret:
ul.nomarginbottom
li Ist die Heidenmission im Sinne Jesu?
li Gehen wir dabei nicht unter? (angesichts von Verfolgungen und den Auseinandersetzungen unter Christen, die es dabei gibt!)
li Reicht das Bekenntnis zu Jesus als Christus und zum einen und einzigen Gott Israels (Monotheismus) aus, oder müssen Heiden auch auf andere Dinge - wie vor allem das jüdische Gesetz - verpflichtet werden?
p.nomarginbottom.slide
i Das <q>Umgehen</q> des Sees auf dem Landweg in die Dekapolis hat vor diesem Hintergrund einen tieferen Sinn:
br
span.slide
i Jesus <q>umgeht</q> die jüdischen Speise- und Reinheitsvorschriften.
ul.nodisplay
li.slide
| <i>Hintergrund:</i>
| Vor allem in den ersten Jahrzehnten nach Ostern gab es heftige Auseinandersetzungen
| zwischen Judenchristen, die für die gesetzesfreie Heidenmission offen waren, und besonders Thora-treuen Judenchristen,
| die die zum christlichen Glauben gekommenen Heiden auf das jüdische Gesetz mit seinen Reinheits- und Speisevorschriften verpflichten wollten.
li.slide Mit dem Landweg, über den Jesus dann nach der gescheiterten Fahrt doch im Heidenland ankommt - dem Ziel der Überfahrt -, <b>umgeht Jesus die durch den See Gennesaret gezogene Linie zwischen Juden und Heiden</b> ganz anschaulich!
li.slide Wie Jesus den See Gennesaret umgeht, so darf man <b>in seiner Nachfolge die jüdischen Speise- und Reinheitsvorschriften umgehen</b>.
li.slide <b>Brücke zu den Heiden</b> sind seine <b>theologischen Ausführungen zu Rein und Unrein</b>.
li.slide Es ist sicher auch kein Zufall, dass diese Ausführungen genau zwischen den beiden Speisungen - im Juden- und dann im Heidengebiet - angesiedelt sind!
li.slide
b Abschließend zu <q>rein und unrein</q>
ul.nodisplay
li.slide Die aus dem Kult stammende Unterscheidung von Rein und Unrein im Hinblick auf Nahrung, Reinigung bestimmter Gegenstände, bestimmten Krankheiten etc. wird zwar zurückgewiesen.
br
span.slide Damit ist der Weg zu den Heiden geöffnet.
li.slide Dennoch wird auch weiterhin zwischen Rein und Unrein unterschieden, doch diese Unterscheidung wird <i>ethisch qualifiziert</i>.
+bottom_05("mk")
script.
push_slide_stack('.slide')
$(function () {
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})

View File

@@ -0,0 +1,64 @@
extends ../layout
include ../mixins
block content
+headline("Trennlinien - Gemeinschaft, die trägt - Paten")
span Gemeinschaft, die trägt
h2.slide(style="margin-top: 25px;") Großereignisse
p.slide.nomarginbottom
b Wer war schon mal auf einem Großereignis? Erzählt mal ...
ul.nodisplay
li.slide Was war für Dich beeindruckend?
li.slide Was hat Dir evtl. nicht gefallen?
p.slide
b Für die andere <q>Fraktion</q>: <i>Warum</i> gehst Du nicht so zu solchen Veranstaltungen? ...
h2.slide(style="margin-top: 75px;") Die Erzählung von der Speisung der Fünftausend (Mk 6,35-44)
p.slide.nomarginbottom Warum - meint ihr - lässt Jesus die Fünftausend sich in Gruppen zu fünfzig und zu hundert ins Gras setzen?
br
span.small Oder: Warum unterteilt man generell größere Gruppen in kleinere Einheiten? (Z. B. Schulklassen)
span.small
|
| (Diskussion)
ul.nodisplay
li.slide Bessere Überschaubarkeit
li.slide Große Gruppen kann man besser und manchmal ausschließlich handhaben, wenn man sie unterteilt
p.slide.nomarginbottom
b Jesu Unterteilung in kleinere Gruppen als Hinweis auf die Sinnhaftigkeit von kleineren, überschaubareren Gruppen verstanden:
p.slide.nomarginbottom
i Risiken (und Chancen) von Großgruppen und -bewegungen
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide Ich kann mich leichter verlieren und untergehen (mit Vor- und Nachteilen); ich bin Einer/Eine von Vielen
li.slide Größere Anonymität: unpersönlicher
li.slide Wenn ich Hilfe für Probleme brauche, wenn ich nicht mitgehen kann bei der Großbewegung, dann falle ich schnell durch alle Raster.
p.slide.nomarginbottom
i Chancen von kleineren Gruppen
ul.nodisplay
li.slide Begegnung ist intensiver
li.slide Gegenseitiges Kennen intensiver (mit Vor- und Nachteilen)
li.slide Vertrauen kann stärker sein
li.slide Man kann besser aufeinander achten
li.slide In Kleingruppen bin ich besser gehalten
li.slide
i Wirklich gehalten bin ich bei Problemen nur in einer kleineren, persönlicheren, überschaubareren Gruppe, in der man sich umeinander sorgt.
p.slide
b Geht nicht in Großgruppen auf - die lassen euch vielleicht recht schnell fallen bzw. ihr fallt durch ihre Raster!
br
span.slide
b Sucht auch Beziehungen in überschaubereren, persönlicheren - und das heißt immer auch: kleineren - Gruppen, die euch Halt versprechen, auch in schwierigeren Tagen.
+bottom_05("gemeinschaft")
script.
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View File

@@ -0,0 +1,203 @@
extends ../layout
include ../mixins
block content
+headline("Trennlinien - Gemeinschaft, die trägt - Paten")
span Paten
h2.slide(style="margin-top: 25px;") Die Erzählung von Aussendung der Zwölf (Mk 6,6b-11)
p.slide.nomarginbottom
b
i Auffälligkeiten der Erzählung
ul.nodisplay
li.slide
b Immer zu zweit
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide Entspricht dem jüdischen Zeugnisrecht, das immer die übereinstimmende Aussage von zwei Männern voraussetzt.
li.slide Bedeutet auch gegenseitige Stärkung auf dem Weg.
li.slide
b Alle Sicherheiten sollen <q>zuhause</q> bleiben; mitgenommen werden dürfen nur:
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide Gottvertrauen
li.slide Evangelium
li.slide Vollmacht über die Dämonen
li.slide
b Das Zurücklassen von allen materiellen Sicherheiten beudetet auch die <i>Notwendigkeit</i>, vor Ort nach Kontakten zu suchen.
p.slide.nomarginbottom
b
i Für die Jünger bedeutete diese Art der Sendung unter anderem:
ul.nodisplay
li.slide Eigene Komfortzone verlassen (hier: um Jesus herum, der die Arbeit schon machen wird).
li.slide Platz schaffen für Neues, für neue Erfahrungen, neue Beziehungen.
li.slide Alte Gewohnheiten verlassen.
li.slide Selbstverständlichkeiten verlassen bzw. hinterfragen.
li.slide Aus dem Zutrauen, das Jesus zu den Zwölfen hat, leben.
h2.slide(style="margin-top: 75px;") Dein (Firm-)Pate und Du
p.slide.nomarginbottom
| Ausgehend von dieser Aussendung der Zwölf, die Zeugnis für ihren Glauben geben sollen,
| schauen wir auf Aufgabe und Sendung der Paten - und auch Dich als Firmling.
ul.nodisplay
li.slide
| Wie für die Jünger die Aussendung eine <b>Herausforderung</b> war (s. o.), so verlangt auch die Firmvorbereitung,
| dass sie nicht nur einfach so mitgemacht wird, sondern dass die Firmung bzw. die Vorbereitung darauf
| <b>vielleicht die eine oder ander Änderung im Leben und in der Lebensgestaltung mit sich bringt</b>.
li.slide
| Wie kein Jünger allein ausgesandt wurde, so bist Du auch <b>als Firmling nicht allein</b>:
ul.nodisplay
li.slide Firmgruppe
li.slide Pfarrgemeinde
li.slide <b>Pate</b>, der Dich auf Deinem weiteren Lebensweg begleitet und Dir Zeugnis seines Glaubens geben soll
h3.slide(style="margin-top: 30px;") Grundsätzliches zum Patenamt
p.slide
| Man hat Erwachsenen, die um die Taufe baten - die Firmung als eigenes Sakrament gab es damals noch nicht -,
| schon seit den ersten christlichen Jahrhunderten einen Paten gegeben
| mit folgenden Funktionen:
ul.nodisplay
li.slide
b
i Der Pate soll ein konkretes positives Beispiel sein.
br
span.small.slide
| Er soll dem Taufbewerber ermöglichen, den Glauben und das Leben als Gläubiger an einem konkreten Beispiel zu sehen
| und für sich selbst fruchtbar zu machen.
li.slide
b
i Der Pate ist eine Art Mentor.
br
span.small.slide
| Der Pate soll mit Rat und Tat zur Seite stehen und auf die Fragen bezüglich Glaube, Gottes- und Nächstenliebe
| sowie die spezifisch christliche Hoffnung Antworten geben.
li.slide
b
i Der Pate ist gleichzeitig so etwas wie ein Bürge gegenüber der Gemeinde.
br
span.small.slide
| Er bezeugt, dass dieser Mensch ein gutes Glied der Gemeinschaft ist bzw. werden kann:
| <q>Ja, es ist gut, diesen Menschen in unsere Gemeinschaft aufzunehmen, er wird uns keinen Schaden zufügen.</q>
| Das war in Zeiten der Christenverfolgung etwas sehr Wichtiges.
p.slide Auch heute bekommt normalerweise jeder Täufling einen Paten, und zur Firmung ist wieder ein Pate zu wählen. Es wird empfohlen, dass Tauf- und Firmpate dieselbe Person sind.
h3.slide(style="margin-top: 30px;") Patenamt bei Taufe und Firmung
p.slide
| Vom beschriebenen Ursprung des Paten-Amtes her ist klar, dass das <b>Paten-Amt</b> eigentlich kein Amt in der Familie,
| sondern <b>ein Amt in der und für die Kirche ist</b>:
br
i Der Pate wird jemandem zur Seite gestellt, damit er diesem hilft, besser und tiefer in die Gemeinschaft der Glaubenden hineinzuwachsen:
ul.nodisplay
li.slide
i Bei der <b>Taufe</b> eines Kindes verspricht der Pate, bei der christlichen Erziehung seines Patenkindes mitzuhelfen.
br
span.small.slide
| Das ist das eigentliche Taufgeschenk, das der Pate macht. Alles andere vor allem Materielles ist da reine Nebensache.
| Es gilt daher, jemanden zu wählen, der selbst einigermaßen gefestigt ist im Glauben und wirklich auch in dieser Hinsicht
| ein Vorbild und Beispiel sein kann.
li.slide
i Auch dem Jugendlichen bzw. Heranwachsenden soll der <b>(Firm-)Pate</b> ein konkretes positives Beispiel und Ansprechpartner sein.
br
span.small.slide
| Mit der Firmung wird die Eingliederung in die Kirche abgeschlossen,
| aber als Christ in der Welt zu leben ist eine bleibende Herausforderung,
| weil man immer wieder auf neue Situationen stößt.
| Hier kann der Pate eine besondere Stellung einnehmen gerade wenn und weil Jugendliche und Heranwachsende
| nicht alles mit ihren Eltern besprechen wollen. Daher gilt es, den Firmpaten bewusst unter dieser Hinsicht zu wählen,
| wenn man einen anderen als den Taufpaten wählen will.
h3.slide(style="margin-top: 30px;") Bedingungen zur Übernahme des Patenamtes
p.slide
| Für Tauf- und Firmpaten gilt es, folgendes zu beachten: Weil das Paten-Amt ein Amt in und für die Kirche ist
| (und nicht nur in der Familie), muss der <b>Pate</b> ein paar <b>Bedingungen erfüllen</b>, die sich aus der beschriebenen Aufgabe ergeben:
ul.nodisplay
li.slide
b
i Der Pate muss selbst der römisch-katholischen Kirche angehören.
br
span.small.slide
| Denn in dieser Kirche heimisch zu werden soll er ja helfen.
| Das Patenamt ist ein bekenntnisgebundenes Amt!
| Ein evangelischer Christ kann Taufzeuge sein, aber normalerweise nur, wenn zusätzlich ein katholischer Taufpate benannt
| wird. Ein solches Zeugenamt gibt es nur bei der Taufe, nicht aber bei der Firmung!
br
span.small.slide
| Eine nicht getaufte Person kann weder Tauf- oder Firmpate noch Taufzeuge sein, da sie nicht am Sendungsauftrag
| der Kirche Teil hat und auch kein Zeugnis christlichen Lebens geben kann.
br
span.small.slide
| Glieder orthodoxer Kirchen können das Patenamt in der katholischen Kirche übernehmen, und zwar zusammen mit
| einem katholischen Paten, ggf. aber auch ohne (letzteres nur, wenn eines der Elternteile selbst einer orthodoxen Kirche
| angehört, und nur auf Antrag des Pfarrers beim Erzbischof). Genaueres klärt das Taufgespräch bzw. ein Gespräch am Rande der
| Firmvorbereitung.
li.slide
b
i Der Pate muss gefirmt sein.
br
span.small.slide
| Denn erst die Firmung befähigt zur Übernahme von Ämtern in der Kirche,
| weil erst mit der Firmung die Eingliederung in die Kirche wirklich abgeschlossen ist.
li.slide
b
i Der Pate darf nicht aus der Kirche ausgetreten sein oder aus sonst einem andern Grund exkommuniziert sein.
br
span.small.slide
| Zur religiösen Erziehung gehört auch, dem Täufling einen Zugang zur konkreten Gemeinschaft der Kirche zu vermitteln.
| Dies kann ein ausgetretener Katholik schlicht nicht leisten!
li.slide
b
i Er muss selbst im Glaubensleben der Kirche zuhause sein.
br
span.small.slide
| Schließlich soll er dem Täufling oder Firmling ja gerade darin ein Vorbild sein.
| Dazu gehören besonders die aktive Beteiligung am Leben der kirchlichen Gemeinde,
| das persönliche Gebet, das Führen eines glaubwürdigen christlichen Lebens und das christliche Lebenszeugnis
| in Beruf und Gesellschaft.
h3.slide(style="margin-top: 30px;") Nachweis der Eignung zum Patenamt
p.slide
| <b>Um all dies formal zu belegen, muss derjenige, der das Patenamt übernehmen will, ein <u>Taufzeugnis</u> vorlegen,
| und zwar <u>ein neu ausgestelltes</u>.</b> Ein Taufzeugnis erhält man bei der Pfarrei, in der man selbst getauft wurde.
p.slide
| Warum ein Taufzeugnis, und warum neu ausgestellt? Ein Taufzeugnis enthält nicht nur Angaben zur Taufe, sondern auch zum
| gegenwärtigen Status des Gläubigen, also etwa zur (kirchlichen) Hochzeit und ob und wann jemand gefirmt wurde oder aus
| der Kirche ausgetreten ist. Daher hat ein Taufzeugnis immer ein Verfallsdatum, das auf 6 Monate nach Ausstellung festgelegt ist.
p.slide
| Das Taufzeugnis bitte rechtzeitig beantragen besonders, wenn der Pate außerhalb von Deutschland getauft ist!
p.slide
| Ist es trotz deutlichem Bemühen nicht möglich, ein Taufzeugnis beizubringen, kann an seine Stelle die eidesstattliche
| Erklärung des Paten treten, getauft, Glied der kath. Kirche, gefirmt und nicht ausgetreten zu sein.
| Näheres klärt das Taufgespräch bzw. ein Gespräch am Rande der Firmvorbereitung.
p.slide
| Das Patenamt ist bei Taufe und Firmung wünschenswert und vorgeschrieben, jedoch mit der Einschränkung,
| dass wenn im konkreten Fall trotz eifrigen Bemühens kein Pate gefunden werden kann, die Taufe bzw. die Firmung
| ohne Paten gespendet wird.
h3.slide(style="margin-top: 30px;") Weitere Hinweise
p.slide
| Immer wieder wird der Wunsch geäußert, Tauf- oder Firmpate nachträglich zu ändern weil man sich nicht mehr versteht,
| die Familie auseinander gebrochen ist etc. Doch ein Pate lässt sich später nicht streichen oder ändern.
| Durch die Eintragung von Taufe und Firmung in die kirchlichen Bücher und das Ausstellen von Tauf- bzw. Firm-Urkunde entsteht
| ein Dokument, dessen Inhalt nicht mehr geändert werden kann, was auch den Paten einschließt.
p.slide
| Es wird immer wieder gefragt, wie viele Paten man denn wählen kann. Vorgesehen ist stets ein Pate oder eine Patin.
| Es können auch zwei sein, dann aber ist empfohlen, dass es ein Mann und eine Frau sind.
+bottom_05("paten")
script.
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View File

@@ -0,0 +1,59 @@
extends ../layout
include ../mixins
block content
+headline("Jesus-Nachfolge")
span Ihr aber ...
h2.slide(style="margin-top: 25px;")
q Ihr aber, für wen haltet ihr mich?
|
| (Mk 8,29a)
p.slide
q
| Jesus ging mit seinen Jüngern in die Dörfer bei Cäsarea Philippi. Auf dem Weg fragte er die Jünger:
| <q>Für wen halten mich die Menschen?</q> Sie sagte zu ihm: <q>Einige für Johannes den Täufer, andere für Elija, wieder andere für sonst einen von den Propheten.</q>
| Da fragte er sie: <q>Ihr aber, für wen haltet ihr mich?</q>
|
span (Mk 8,27-29a)
p.slide.nomarginbottom
i Auf dem Boden liegen Jesus-/Christus-Bilder
ul.nodisplay
li.slide Schaut auch die verschiedenen Jesus- bzw. Christus-Bilder an! Geht dazu umher.
li.slide Welches Bild spricht Dich spontan besonders an? Welches Bild entspricht am ehesten <i>Deiner</i> Antwort auf die Frage Jesu an die Jünger? - Nimm dieses Bild und setze Dich!
li.slide.small Jeder Firmling soll genau eines haben; nicht zwei Bilder oder mehr als ein Firmling dasselbe Bild.
p.slide.nomarginbottom
i Austausch in Kleingruppen
ul.nodisplay
li.slide Warum habe ich mir dieses Bild herausgesucht?
li.slide Was spricht mich an?
li.slide Was stößt mich vielleicht auch ab?
li.slide Was sagt es für mich über Jesus aus?
li.slide Wie lautet meine Antwort auf die Frage Jesu: <q>Ihr aber, für wen haltet ihr mich?</q>
h2.slide(style="margin-top: 75px;") Jesus - ein besonderer Mensch!?
p.slide.nomarginbottom Aus Deinem bisherigen Wissen (Religionsunterricht, Gottesdienste, Firmvorbereitung): Was macht Jesus zu einem besonderen Menschen?
p.slide.small Mögliche Antworten (ohne vollständig zu sein)
ul.nodisplay
li.slide charismatischer Mensch
li.slide hat einfache Menschen angesprochen und sich besonders den Kranken und Sündern zugewandt
li.slide begnadeter Gleichniserzähler
li.slide hat Menschen eine neue Perspektive gegeben (<span class="oi oi-arrow-right"></span> Krankenheilung, Sündenvergebung)
li.slide stellte sich mutig gegen <q>traditionelle</q> Auslegungen von Gottes Willen
li.slide unvoreingenommen auf Menschen zugegangen, hat Menschen nicht einfach abgestempelt - hatte aber auch mit so manchen Gegnern seine Probleme
li.slide war ehrlich (aber dadurch auch provozierend)
li.slide.small Auferstehung
+bottom_06("ihraber")
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View File

@@ -0,0 +1,393 @@
extends ../layout
include ../mixins
block content
+headline("Jesus-Nachfolge")
span Mk 8,27-10,52: Dritter Erzählbogen: <q>Auf dem Weg</q> (Fünfte und sechste <q>Woche</q> im Wirken Jesu)
h2 Was wird erzählt? Was ist aufgefallen? Was hat mich irritiert? Wo habe ich Fragen?
h2.slide(style="margin-top: 50px;") Überblick
p.slide.nomarginbottom Wir haben den Galiläa-Teil - den zweiten großen Teil des MkEv - verlassen und sind nun im dritten Teil <q><b>Auf dem Weg</b></q>; dieser wird <b>durch die Gliederung besonders hervorgehoben</b>:
ul.nodisplay
li.slide <b>Mittelteil</b> des Evangeliums
li.slide(data-slideslave=".gliederung-blindenheilungen") <b>Blindenheilungen</b> davor und am Ende
li.slide(data-slideslave=".gliederung-petrusbekenntnis") Erste Erzählung: <b>Petrusbekenntnis</b>
li.slide(data-slideslave=".gliederung-programmatisch") <b>Programmatischer Schlusssatz</b> (vor Blindenheilung)
p.slide(data-slideslave=".gliederung-leidensank")
| Besonders stechen <q>Auf dem Weg</q> die <b>drei Leidensankündigungen</b> (Mk 8,31; 9,31; 10,33-34) hervor.
| Ihnen folgt jeweils ein <i>Schülerunverständnis</i> und eine darauf aufbauende <i>Schülerbelehrung</i> Jesu.
.viewbox.gliederung-blindenheilungen.nodisplay
p.nomarginbottom
b Blindenheilung (Abschluss des Galiläa-Teils, 4. <q>Woche</q>)
.viewbox.gliederung-blindenheilungen.nodisplay(style="background-color: bisque;")
p.nomarginbottom
b Mittelteil des Evangeliums: <q>Auf dem Weg</q>
.viewbox.gliederung-petrusbekenntnis.nodisplay.konzentrisch-2(style="background-color: gold;")
p.nomarginbottom
b Petrusbekenntnis: Jesus ist der Messias
br
.small Überschrift über den ganzen Mittelteil
.viewbox.gliederung-leidensank.nodisplay.konzentrisch-3(style="background-color: darkgrey;")
p.nomarginbottom
b Drei Leidensankündigungen, jeweils gefolgt von Schülerunverständnis und darauf aufbauender Schülerbelehrung durch Jesus
.viewbox.gliederung-programmatisch.nodisplay.konzentrisch-2(style="background-color: gold;")
p.nomarginbottom
b Programmatischer Satz
span
|
q Auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.
|
| Mk (10,45).
.viewbox.gliederung-blindenheilungen.nodisplay
p.nomarginbottom
b Blindenheilung
.alert.alert-primary.slide(style="margin-top: 20px;")
h4.alert-heading Der Weg Jesu und der Nachfolge-Weg der Jünger
p.nomarginbottom
b Im mittleren Teil des Markus-Evangeliums - <q>Auf dem Weg</q> -, den der Evangelist besonders hervorhebt, lehrt Jesus die Jünger - und damit die Leser -, was es heißt, ihm nachzufolgen, also auf dem Weg der Jesus-Nachfolge zu sein.
p.slide All dies geht auf die Arbeit des Evangelisten zurück, der damit das Bekenntnis zu Jesu als dem Messias Gottes in einer spezifischen Weise auslegt und Jünger wie Leser in Bekenntnis und Lebensführung darauf verpflichtet.
h2.slide(style="margin-top: 50px;") Die Erzählungen genauer betrachtet
h4.slide(style="margin-top: 15px;")
b
i Die fünfte <q>Woche</q> des Wirkens Jesu (Mk 8,27-9,29)
h5.slide(style="color: peru;")
b Erster Durchgang (Mk 8,27-9,1)
.viewbox.slide.konzentrisch-1(style="background-color: gold;")
p.nomarginbottom
b
i Mk 8,27-30 Messiasbekenntnis des Petrus
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide <i>Eröffnung und Überschrift des Mittelteils</i>: <b>Jesus ist der Messias</b>
li.slide <i>Von Jesus nicht direkt zurückgewiesen!</i>
.viewbox.slide.konzentrisch-1(style="background-color: darkgrey;")
p.nomarginbottom
b
i Mk 8,31-32a Die <q>Lehre</q> Jesu über sein Geschick: Erste Ankündigung von Leiden, Tod und Auferstehung des Messias
p.nomarginbottom.slide
i Indirekter Widerspruch Jesu zum Messias-Bekenntnis des Petrus
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide <i>Jesus verbietet</i>, mit irgendjemand <i>über ihn</i> - also dieses Bekenntnis - <i>zu sprechen</i>.
li.slide <i>Erste Leidensankündigung</i>: <q>der Menschensohn müsse vieles erleiden und ... verworfen werden; er werde getötet, aber nach drei Tagen werde er auferstehen.</q> (Mk 8,31)
li.slide
| <i>Kontrast zu der üblichen Messiasvorstellung</i>:
|
q Der Titel <q>Messias</q> setzt auf dem Hintergrund jüdischer Traditionen die Erwartung eines könglichen Herrschers frei, der seine Feinde vertreibt und demonstrativ in seine Königsstadt einzieht.
span.footnote(data-toggle="tooltip", title="Ebner, Einleitung 159.")
li.slide <i>Umbiegung des Messias-Titels auf Jesus</i>: <b>Korrektur der üblichen Messiasvorstellung</b>
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide Jesus <i>ist</i> der Messias - das wird auch die Verklärung bestätigen!
li.slide Jesus ist <i>anders</i> Messias als erwartet: Sein Weg führt nicht auf den Königsthron in Jerusalem - nachdem er seine Gegner und vor allem die Römer besiegt hätte -, sondern durch Leiden und Tod zur Auferstehung.
li.slide Dieses andere Messias-Sein Jesu sollen die Jünger <i>auf dem Weg verinnerlichen</i> - zusammen mit den Folgen, die dies für die Jesus-Nachfolge haben muss.
.viewbox.slide.konzentrisch-1
p.nomarginbottom
b Mk 8,32b-33 Einspruch des Petrus (<q>Schülerunverständnis</q>)
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide Petrus denkt von der üblichen Messiasvorstellung her.
li.slide Er kann den angekündigten Weg Jesu mit seiner Vorstellung - seiner Hoffnung! - vom Messias nicht vereinbaren.
p.slide.nomarginbottom
b Reaktion Jesu auf den Widerspruch des Petrus I
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide Jesus <q>herrscht Petrus an</q> - so begegnet Jesus normalerweise nur Dämonen.
li.slide Jesus weist Petrus scharf zurecht: <q>Hinter mich, Satan!</q>
br
span.small
| <i>Wichtig</i>: Es heißt hier <i>nicht</i>: <q>Weg mit dir, Satan!</q>, wie etwa auch in der alten Einheitsübersetzung!
| Es geht hier nicht um die Verstoßung des Petrus durch Jesus, sondern darum, dass Petrus mit seiner Ablehnung des angekündigten Weges Jesu aus der Nachfolge
| herausgefallen ist; und Jesus fordert ihn auf, wieder in diese Nachfolge einzutreten, hinter Jesus herzugehen auf seinem Weg -
| mit praktisch der gleichen Wendung, mit der Jesus den Petrus einst berufen hatte!
.viewbox.slide.konzentrisch-1
p.nomarginbottom
b Mk 8,34-9,1 Reaktion Jesu auf den Widerspruch des Petrus II (<q>Schülerbelehrung</q>): Die Bedingungen der Nachfolge: Kreuz aufnehmen und Selbstverleugnung
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide
| Belehrung der Jünger und der Volksmenge:
|
i
q Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen und um des Evangeliums willen verliert, wird es retten.
|
| (Mk 8,34-35)
li.slide Bedeutung innerhalb der Evangelienerzählung: Für <b>Petrus</b> hätte das bedeutet, dann, als es kritisch wurde im Hof des Hohepriesters während der Verhandlung Jesu, <i>nicht Jesus, sondern sich selbst</i> zu <i>verleugnen</i>, sich also zu Jesus zu bekennen und die Folgen zu tragen.
li.slide Generelle Bedeutung in der Zeit der Verkündigung des Evangeliums (<q>um des Evangeliums willen</q>!) - gerade angesichts von Verfolgung und Nachteilen im Leben, bis hin zur letzten Konsequenz.
.alert.alert-primary.slide
h4.alert-heading Zweifache Ergänzung des Messias-Bekenntnisses mit fundamentaler Wichtigkeit
ul.nomarginbottom.nodisplay
li.slide
b Jesu <q>Königsweg</q> als Messias ist ein Weg, der durch Leiden und Kreuz führt und gerade so zur Auferstehung.
li.slide
b Jesu Weg muss sich auswirken auf das Verhalten all derer, die ihm nachfolgen: Glaubenslehre (Messias, sein Leiden, Sterben, Auferstehn) und Glaubenspraxis in der Jesus-Nachfolge werden unlösbar miteinander verbunden.
p.slide Gerade um Letzteres zu lernen, wiederholen sich Leidensankündigung, Schülerunverständnis und Schülerbelehrung noch zweimal mit konkreter Anwendung.
h5.slide(style="color: peru;")
b Zweiter Durchgang (Mk Mk 9,2-29)
.viewbox.slide.konzentrisch-1(style="background-color: gold;")
p.nomarginbottom
b
i Mk 9,2-8 Die Verklärung Jesu
p.nomarginbottom.slide Vor ausgewählten Zeugen erscheint Jesus in strahlend-weißem Licht. <i><q>Da kam eine Wolke und überschattete sie und es erscholl eine Stimme aus der Wolke [= Stimme Gottes]: <q>Dieser ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören.</q></q></i> (Mk 9,7)
p.nomarginbottom.slide Die Verkärung Jesu kann verstanden werden als:
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide
i Himmlische/Göttliche Bestätigung des Messiasbekenntnisses des Petrus: Ja, Jesus ist Gottes Sohn und damit der Messias.
li.slide
i Himmlische/Göttliche Legitimation dessen, was Jesus seine Jünger lehrt, besonders in diesem Mittelteil des Evangeliums bezüglich seines Weges und des Nachfolge-Weges des Jünger.
.viewbox.slide.konzentrisch-1(style="background-color: darkgrey;")
p.nomarginbottom
b
i Mk 9,9-13 Gespräch beim Abstieg: Über die Wiederkunft des Elija sowie das Leiden des <q>Elija</q> und des Menschensohnes (= Jesus)
br
span.slide <q>Elija</q>, dessen Kommen vor dem Auftreten des Messias erwartet wurde, wird dabei mit Johannes dem Täufer identifiziert, der bereits gewaltsam aus der Welt geschafft wurde - ein Schicksal, wie es Jesus noch blühen würde.
.viewbox.slide.konzentrisch-1
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b Mk 9,14-27 Das Versagen der Jünger bei einer Heilung
.viewbox.slide.konzentrisch-1
p.nomarginbottom
b Mk 9,28-29 Schülerbelehrung im Haus
h4.slide(style="margin-top: 15px;")
b
i Die sechste <q>Woche</q> des Wirkens Jesu (Mk 9,30-10,52)
p.slide Mit den zwei im weiteren Verlauf noch folgenden Leidensankündigungen wird ein direktes, beispielhaftes Fehlverhalten der Jünger verbunden; darauf geht Jesus jeweils ein und lehrt Konsequenzen seines Passionsweges für das Verhalten der Jünger in seiner Nachfolge.
h5.slide(style="color: peru;")
b Erster Durchgang (Mk 9,30-50)
.viewbox.slide.konzentrisch-1(style="background-color: darkgrey;")
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b
i Mk 9,30-32 Zweite Ankündigung von Leiden, Tod und Auferstehung Jesu
.viewbox.slide.konzentrisch-1
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b Mk 9,33-50 Belehrungen über die Jüngerschaft
.viewbox.slide.konzentrisch-1(style="background-color: #d0c4c4;")
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b Mk 9,33-37 Rangstreit der Jünger (<q>Schülerunverständnis</q>: <q>Größter sein</q>) und die Belehrung Jesu über <q>Erste</q> und <q>Letzte</q> (<q>Schülerbelehrung</q>); Aufnahme von (Waisen)-Kindern
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li.slide Jesus reagiert in lehrender Pose: er setzt sich.
li.slide
i
q Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein.
|
| (Mk 9,35)
li.slide <i>Veranschaulichung</i>: Jesus stellt ein Kind in die Mitte und spricht von der Aufnahme von (Waisen-)Kindern.
ul.nomarginbottom.nodisplay
li.slide Es geht um den Dienst an den nicht nur im körperlichen Sinne Kleinen und Bedürftigen.
li.slide Mit ihnen solidarisiert sich Jesus: <q>Wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf ...</q> (Mk 9,37)
.viewbox.slide.konzentrisch-1(style="background-color: #d0c4c4;")
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b Mk 9,38-40 Der fremde Wundertäter
.viewbox.slide.konzentrisch-1(style="background-color: #d0c4c4;")
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b Mk 9,31-50 Warnung vor der Verführung zum Bösen
h5.slide(style="color: peru;")
b Zweiter Durchgang (Mk 10,1-31)
.viewbox.slide.konzentrisch-1
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b Mk 10,1 Aufbruch nach Judäa
.viewbox.slide.konzentrisch-1
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b Mk 10,2-12 Über Ehe und Ehescheidung
.viewbox.slide.konzentrisch-1
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b Mk 10,13-16 Die Segnung der Kinder
p.nomarginbottom.slide <i>Test der Transferleistung der Jünger</i> nach obiger Schülerbelehrung - die fallen durch:
ul.nomarginbottom.nodisplay
li.slide Als man Kinder zu Jesus bringt, damit er sie segnet, weisen die Jünger die Leute mit ihren Kindern schroff ab.
li.slide Jesus kritisiert dies scharf und macht wieder grundsätzliche Aussagen: <q>Wer das Reich Gottes nicht so annimmt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen.</q> (Mk 10,15)
br
span.slide
i
q Wie die Kinder werden
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li.slide Kinder haben (noch) nichts:
br
i Verzicht auf materielle Sicherheiten.
li.slide Kinder werden - da <q>Kleinste</q> - gerne als Diener eingesetzt:
br
i Diener der <q>Kleinsten</q> und <q>Letzten</q> der Gesellschaft werden.
.alert.alert-primary.slide(style="margin-bottom: 0px;")
b Den (nicht nur im körperlichen Sinne) Kleinen, den Bedürftigen, den Letzten gehört das Reich Gottes.
br
b
i Wer nicht bereit ist, mit ihnen den Platz zu tauschen und ihr Diener zu werden, dem ist der Weg in das Reich Gottes versperrt.
span.slide.small Eine <i>beispielhafte Bebilderung</i> dazu findet sich in der <i>Erzählung von der Aussendung der Zwölf</i>
ul.nomarginbottom.nodisplay
li.slide
| Die Jünger sollen <i>auf alle materiellen Sicherheiten verzichten</i>.
|
span.small Dass dies nicht bedeutet, ins materielle Nichts zu fallen, stellt Jesus auf die Anfrage des Petrus in Mk 10,28-31 klar: man findet Halt in der Solidarität der Schwestern und Brüder, die untereinander teilen.
li.slide Jesus gibt den Jüngern die Vollmacht über die unreinen Geister, also die <i>Vollmacht, alle Unterdrückten und Beladenen von ihrer Last zu befreien</i>.
li.slide Und genau dies tun die Jünger nach Mk 6,13: <q>Sie trieben viele Dämonen aus und salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie</q>, das heißt, sie wendeten sich den Kleinen und Geringen und Außenseitern, den <q>Letzten</q> der Gesellschaft zu.
.viewbox.slide.konzentrisch-1
p.nomarginbottom
b Mk 10,17-31 Weitere Bedingungen für das Eingehen in das ewige Leben: Richtige Haltung zum Reichtum
h5.slide(style="color: peru;")
b Dritter Durchgang (Mk 10,32-52)
.viewbox.slide.konzentrisch-1(style="background-color: darkgrey;")
p.nomarginbottom
b
i Mk 10,32-34 Dritte Ankündigung von Leiden, Tod und Auferstehung Jesu
.viewbox.slide.konzentrisch-1
p.nomarginbottom
b Mk 10,35-45 <q>Schülerunverständnis</q>: Plätze ganz oben haben wollen (links und rechts von Jesus) (<q>Herrschen</q>) [Zebedäus-Söhne], darauf aufbauende <q>Schülerbelehrung</q>
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide Wer diese Plätze bekommt, das entscheidet Gott.
li.slide Grundsätzliche Lehre zum Thema Dienen und Herrschen (Vertiefung der bisherigen Aussagen nach dem Rangstreit der Jünger):
br
span.slide
i Nicht Herrschen und Unterdrücken - wie es die Mächtigen so tun - sondern Dienen und Sklave sein soll die Nachfolger Jesu prägen.
p.nomarginbottom.slide <b>Begründung</b> letztlich der ganzen Lehre <q>auf dem Weg</q><b>:</b>
br
q
b Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.
|
| (Mk 10,45).
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide Als letzter Satz vor der den Mittelteil abschließenden Blindenheilung besonders gewichtig.
li.slide Das Wirken Jesu insgesamt und besonders sein Weg ans Kreuz werden <i>verallgemeinert</i> zum <i>Weg des Dienens</i>, des dienenden Daseins für andere.
li.slide
i Dieser Weg des Dienens, den Jesus beschritten hat, der muss auch der Nachfolge-Weg <u>aller</u> Jünger sein! Auch sie sollen ihren Mitmenschen, besonders den <q>Kleinen</q> und <q>Geringen</q>, den <q>Letzten</q> in einer Gesellschaft, dienen.
h5.slide(style="color: peru;")
b Abschluss und Überleitung zum Jerusalem-Teil (Mk 10,46-52)
.viewbox.slide.konzentrisch-1
p.nomarginbottom
b
i Mk 10,46-52 Die Heilung des blinden Bartimäus bei Jericho
p.nomarginbottom.slide
i Ein erneuter Test, bei dem die Jünger aber erneut versagen
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide Analog zur Episode mit den Kindern, die von den Jüngern abgewiesen wurden.
br
span.small.slide
| Die Parallelität wird noch deutlicher, wenn man bemerkt, dass von Markus im Griechischen für das
| Zurückweisen der Leute mit ihren Kindern das gleiche Wort benutzt ist, wie für den Versuch der Vielen,
| Bartimäus zum Schweigen zu bringen.
br
span.small.slide Und dieses Wörtchen ist <q>epitimao</q>: <q>tadeln, schelten</q>. Die Grundform <q>timao</q> dagegen bedeutet <q>schätzen, ehren</q>.
br
span Die Anklänge an den Namen <q>Bartimäus</q> dürften im Griechischen nicht überhörbar sein;
br
span zumal angegeben wird, was dieser Name bedeutet: <q>Sohn des Timäus</q> (<q>Bar</q> = <q>Sohn</q> <span class="oi oi-arrow-right"></span> Kind)
br
span
i Bartimäus ist <u>Inbegriff</u> der Kleinen, die eigentlich geehrt werden sollen, die aber allzuoft getadelt und gescholten, spricht: unterdrückt werden.
li.slide <q>Viele</q> wollen den blinden Bartimäus zum Schweigen bringen - wohl auch die Jünger!
li.slide Nicht die Jünger schreiten im Sinne Jesu ein, sondern Jesus muss selbst handeln!
li.slide Bartimäus ist der <q>Kleine</q> und Bedürftige und <q>Letzte</q>, den es nicht gilt zurückzuweisen und zu unterdrücken - dem Thema gerade eben! -, sondern ihn als Adressaten der heilenden Gegenwart Jesu und des Reiches Gottes zu begreifen!
h2.slide(style="margin-top: 50px;") Zusammenfassung
.alert.alert-primary.slide
h4.alert-heading Der Weg Jesu muss auch der Weg der Jünger sein
p.nomarginbottom
b
| Markus ist der Überzeugung, dass jeder, der sich zu Jesus bekennt, zu seinem Tod am Kreuz und zu seiner Auferstehung <i>für</i> die Seinen,
| selber den Weg Jesu gehen muss.
br
| Nicht für jeden geht es dabei um Kreuzes-Nachfolge im engeren Sinn - also darum, für seinen Glauben oder für andere Menschen zu sterben.
br
| Für <i>alle</i> geht es aber darum, <i>allgemein</i> und <i>grundsätzlich</i> den <i>Weg des dienenden Daseins für andere</i> zu gehen - in vielfältigen Ausgestaltungsformen.
br
| Die Lehre von Tod und Auferstehung Jesu übertragt Markus also in sozial-ethische Kategorien; es geht grundsätzlich um das Zusammenleben der Christen und der Menschen insgesamt.
br
| Prüfstein ist letztlich der Umgang mit jenen, die am Rande der Gesellschaft stehen, die - wie Markus sagt - <q>Letzte</q> sind.
p.slide
| Und weil das ein Lernprozess ist und auch verschiedene Facetten hat, wird es dreimal durchgespielt.
p.slide
| Nicht umsonst rahmt Markus den wichtigen Mittelteil mit zwei Blindenheilungen: <q>Augen auf</q>, rufen sie uns zu!
br
| Und von Bartimäus heißt es abschließend - die Stichworte <q>Nachfolge</q> und <q>auf dem Weg</q> aufgreifend und verbindend -:
|
q er folgte ihm [= Jesus] auf seinem Weg
| ; wie dem Bartimäus sollen auch den Lesern die Augen aufgehend in einem tieferen Sinn: nämlich dafür, was echte Jesus-Nachfolge ist.
p.small.slide
| Bemerkenswert ist auch: Jesus stellt den Söhnen des Zebedäus und dem blinden Bartimäus die gleiche Frage:
| <q>Was soll ich euch/dir tun?</q> (Mk 10,36.51) - Die einen wollen neben Jesus thronen, Bartimäus dagegen will sehen - also das, was den Jüngern fehlt!
| Mit dem Wegwerfen des Mantels verlässt Bartimäus seine alte Existenz (wie die Jünger: Mk 1,18.20; 2,14; 10,28).
h2.slide(style="margin-top: 50px;") Konkretisierung angesichts des zeitgeschichtlichen Kontextes
p.slide.nomarginbottom <b>Vespasians Aufstieg zum Kaiser zog Kreise</b>
ul.nodisplay
li.slide Er erhob Anhänger aus dem Ritterstand - dem er selbst entstammte - in den römischen Senat.
li.slide Mit Vespasians Aufstieg verband sich der Aufstieg vieler anderer.
li.slide Der Traum vom eigenen Aufstieg griff um sich: Man will - so gut und soweit es geht - groß sein, vorne mit dabei sein.
li.slide Die Chancen stehen naturgemäß bei denen besonders gut, die dem Kaiser nahe stehen bzw. ihm ergeben sind: Des Kaisers Weg nach oben kann auch ihr Weg nach oben sein!
p.slide.nomarginbottom Markus adaptiert und <q>pervertiert</q> das: <b>Jesu Weg ans Kreuz muss Kreise ziehen</b>
ul.nodisplay
li.slide Jesu Weg nach unten muss auch der Weg seiner Nachfolger nach unten sein.
li.slide Es darf nicht - wie bei den Gefolgsleuten des Kaisers - darum gehen, wer der Größte (nach dem Kaiser) ist bzw. wie man dorthin kommt.
br
span.slide Es gilt vielmehr, Letzter und Deiner zu sein - angesichts dessen, dass Jesus sich zum Diener aller gemacht hat.
li.slide Und es darf auch nicht darum gehen, die Plätze ganz oben innezuhaben und wie die Mächtigen zu herrschen und zu unterdrücken.
br
span.slide Sondern es muss darum gehen, die Plätze ganz unten zu haben und wie Jesus zu dienen.
.alert.alert-primary.slide
h4.alert-heading Von der <i>Herrschaftspyramide</i> von oben nach unten zur <i>Dienstpyramide</i> von unten nach oben
p.nomarginbottom
| In einer Zeit, in der der Aufstieg Vespasians vom Ritter zum Kaiser in aller Munde ist - vor allem sicher in Rom -
| schreibt Markus sein
br
b Gegen-Evangelium vom Abstieg des Messias und Menschensohnes Jesus bis ans Kreuz.
p.nomarginbottom
b
| Markus dreht die - nicht nur - römische Herrschaftspyramide mit dem Kaiser ganz oben und der Herrschaft von oben nach unten
| um zur Dienstpyramide von unten nach oben mit Jesus ganz unten.
p.slide.small
| Auch im Evangelium geschieht Übertragung von <q>Vollmacht</q>.
| Aber diese Übertragung an die Jünger (konkret: die Zwölf) bei ihrer Aussendung geschieht nicht,
| um sie als Herrscher über die Menschen einzusetzen, sondern um die Menschen von der Herrschaft alles Dämonischen
| - in einem umfassenden Sinn - zu befreien.
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+headline("Jesus-Nachfolge")
span Mk 8,27-10,52: Dritter Erzählbogen: <q>Auf dem Weg</q> (Fünfte und sechste <q>Woche</q> im Wirken Jesu)
h2 Was wird erzählt? Was ist aufgefallen? Was hat mich irritiert? Wo habe ich Fragen?
h2.slide(style="margin-top: 50px;") Überblick
p.slide.nomarginbottom Der Teil <q><b>Auf dem Weg</b></q> wird <b>durch die Gliederung besonders hervorgehoben</b>:
ul.nodisplay
li.slide <b>Mittelteil</b> des Evangeliums
li.slide(data-slideslave=".gliederung-blindenheilungen") <b>Blindenheilungen</b> davor und am Ende
li.slide(data-slideslave=".gliederung-petrusbekenntnis") Erste Erzählung: <b>Petrusbekenntnis</b>
li.slide(data-slideslave=".gliederung-programmatisch") <b>Programmatischer Schlusssatz</b> (vor Blindenheilung)
p.slide(data-slideslave=".gliederung-leidensank")
| Besonders stechen <q>Auf dem Weg</q> die <b>drei Leidensankündigungen</b> (Mk 8,31; 9,31; 10,33-34) hervor.
| Ihnen folgt jeweils ein <i>Schülerunverständnis</i> und eine darauf aufbauende <i>Schülerbelehrung</i> Jesu.
.viewbox.gliederung-blindenheilungen.nodisplay
p.nomarginbottom
b Blindenheilung (Abschluss des Galiläa-Teils, 4. <q>Woche</q>)
.viewbox.gliederung-blindenheilungen.nodisplay(style="background-color: bisque;")
p.nomarginbottom
b Mittelteil des Evangeliums: <q>Auf dem Weg</q>
.viewbox.gliederung-petrusbekenntnis.nodisplay.konzentrisch-2(style="background-color: gold;")
p.nomarginbottom
b Petrusbekenntnis: Jesus ist der Messias
br
.small Überschrift über den ganzen Mittelteil
.viewbox.gliederung-leidensank.nodisplay.konzentrisch-3
p.nomarginbottom
b Drei Leidensankündigungen, jeweils gefolgt von Schülerunverständnis und darauf aufbauender Schülerbelehrung durch Jesus
.viewbox.gliederung-programmatisch.nodisplay.konzentrisch-2(style="background-color: gold;")
p.nomarginbottom
b Programmatischer Satz
span
|
q Auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.
|
| Mk (10,45).
.viewbox.gliederung-blindenheilungen.nodisplay
p.nomarginbottom
b Blindenheilung
.alert.alert-primary.slide(style="margin-top: 20px;")
h4.alert-heading Der Weg Jesu und der Nachfolge-Weg der Jünger
p.nomarginbottom
b Im mittleren Teil des Markus-Evangeliums - <q>Auf dem Weg</q> -, den der Evangelist besonders hervorhebt, lehrt Jesus die Jünger - und damit die Leser -, was es heißt, ihm nachzufolgen, also auf dem Weg der Jesus-Nachfolge zu sein.
p.slide All dies geht auf die Arbeit des Evangelisten zurück, der damit das Bekenntnis zu Jesu als dem Messias Gottes in einer spezifischen Weise auslegt und Jünger wie Leser in Bekenntnis und Lebensführung darauf verpflichtet.
h2.slide(style="margin-top: 50px;") Die Erzählungen genauer betrachtet
h4.slide(style="margin-top: 15px;")
b
i Die fünfte <q>Woche</q> des Wirkens Jesu (Mk 8,27-9,29)
h5.slide(style="color: peru;")
b Erster Durchgang (Mk 8,27-9,1)
.viewbox.slide.konzentrisch-1(style="background-color: gold;")
p.nomarginbottom
b
i Mk 8,27-30 Messiasbekenntnis des Petrus
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide <i>Eröffnung und Überschrift des Mittelteils</i>: <b>Jesus ist der Messias</b>
li.slide <i>Von Jesus nicht direkt zurückgewiesen!</i>
.viewbox.slide.konzentrisch-1(style="background-color: darkgrey;")
p.nomarginbottom
b
i Mk 8,31-32a Die <q>Lehre</q> Jesu über sein Geschick: Erste Ankündigung von Leiden, Tod und Auferstehung des Messias
p.nomarginbottom.slide
i Indirekter Widerspruch Jesu zum Messias-Bekenntnis des Petrus
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide <i>Jesus verbietet</i>, mit irgendjemand <i>über ihn</i> - also dieses Bekenntnis - <i>zu sprechen</i>.
li.slide <i>Erste Leidensankündigung</i>: <q>der Menschensohn müsse vieles erleiden und ... verworfen werden; er werde getötet, aber nach drei Tagen werde er auferstehen.</q> (Mk 8,31)
li.slide
| <i>Kontrast zu der üblichen Messiasvorstellung</i>:
|
q Der Titel <q>Messias</q> setzt auf dem Hintergrund jüdischer Traditionen die Erwartung eines könglichen Herrschers frei, der seine Feinde vertreibt und demonstrativ in seine Königsstadt einzieht.
span.footnote(data-toggle="tooltip", title="Ebner, Einleitung 159.")
li.slide <i>Umbiegung des Messias-Titels auf Jesus</i>: <b>Korrektur der üblichen Messiasvorstellung</b>
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide Jesus <i>ist</i> der Messias - das wird auch die Verklärung bestätigen!
li.slide Jesus ist <i>anders</i> Messias als erwartet: Sein Weg führt nicht auf den Königsthron in Jerusalm - nachdem er seine Gegner und vor allem die Römer besiegt hat -, sondern durch Leiden und Tod zur Auferstehung.
li.slide Dieses andere Messias-Sein Jesu sollen die Jünger <i>auf dem Weg verinnerlichen</i> - zusammen mit den Folgen, die dies für die Jesus-Nachfolge haben muss.
.viewbox.slide.konzentrisch-1
p.nomarginbottom
b Mk 8,32b-33 Einspruch des Petrus (<q>Schülerunverständnis</q>)
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide Petrus denkt von der üblichen Messiasvorstellung her.
li.slide Er kann den angekündigten Weg Jesu mit seiner Vorstellung - seiner Hoffnung! - vom Messias nicht vereinbaren.
p.slide.nomarginbottom
b Reaktion Jesu auf den Widerspruch des Petrus I
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide Jesus <q>herrscht Petrus an</q> - so begegnet Jesus normalerweise nur Dämonen.
li.slide Jesus weist Petrus scharf zurecht: <q>Hinter mich, Satan!</q>
br
span.small
| <i>Wichtig</i>: Es heißt hier <i>nicht</i>: <q>Weg mit dir, Satan!</q>, wie etwa auch in der alten Einheitsübersetzung!
| Es geht hier nicht um die Verstoßung des Petrus durch Jesus, sondern darum, dass Petrus mit seiner Ablehnung des angekündigten Weges Jesu aus der Nachfolge
| herausgefallen ist; und Jesus fordert ihn auf, wieder in diese Nachfolge einzutreten, hinter Jesus herzugehen auf seinem Weg -
| mit praktisch der gleichen Wendung, mit der Jesus den Petrus einst berufen hatte!
.viewbox.slide.konzentrisch-1
p.nomarginbottom
b Mk 8,34-9,1 Reaktion Jesu auf den Widerspruch des Petrus II (<q>Schülerbelehrung</q>): Die Bedingungen der Nachfolge: Kreuz aufnehmen und Selbstverleugnung
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide
| Belehung der Jünger und der Volksmenge:
|
i
q Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen und um des Evangeliums willen verliert, wird es retten.
|
| (Mk 8,34-35)
li.slide Bedeutung innerhalb der Evangelienerzählung: Für <b>Petrus</b> hätte das bedeutet, dann, als es kritisch wurde im Hof des Hohepriesters während der Verhandlung Jesu, <i>nicht Jesus, sondern sich selbst</i> zu <i>verleugnen</i>, sich also zu Jesus zu bekennen und die Folgen zu tragen.
li.slide Generelle Bedeutung in der Zeit der Verkündigung des Evangeliums (<q>um des Evangeliums willen</q>!) - gerade angesichts von Verfolgung und Nachteilen im Leben, bis hin zur letzten Konsequenz.
.alert.alert-primary.slide
h4.alert-heading Zweifache Ergänzung des Messias-Bekenntnisses mit fundamentaler Wichtigkeit
ul.nomarginbottom.nodisplay
li.slide
b Jesu <q>Königsweg</q> als Messias ist ein Weg, der durch Leiden und Kreuz führt und gerade so zur Auferstehung.
li.slide
b Jesu Weg muss sich auswirken auf das Verhalten all derer, die ihm nachfolgen: Glaubenslehre (Messias, sein Leiden, Sterben, Auferstehn) und Glaubenspraxis in der Jesus-Nachfolge werden unlösbar miteinander verbunden.
p.slide Gerade um Letzteres zu lernen, wiederholen sich Leidensankündigung, Schülerunverständnis und Schülerbelehrung noch zweimal mit konkreter Anwendung.
h5.slide(style="color: peru;")
b Zweiter Durchgang (Mk Mk 9,2-29)
.viewbox.slide.konzentrisch-1(style="background-color: gold;")
p.nomarginbottom
b
i Mk 9,2-8 Die Verklärung Jesu
p.nomarginbottom.slide Jesus wird ausgewählten Zeugen als Gottessohn geoffenbart, <b>flankiert von Mose und Elija</b>:
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide <b>Mose</b>
ul.nomarginbottom.nodisplay
li.slide Dtn 18,15: <q>Einen Propheten wie mich [= Mose] wird dir der Herr, dein Gott, aus deiner Mitte, unter deinen Brüdern, erstehen lassen. <i>Auf ihn sollt ihr hören</i>.</q>
li.slide Jesus wird als <q><b>neuer Mose</b></q> gezeichnet, der den Willen Gottes gültig verkündet und auf den es zu hören gilt.
li.slide Dies gilt vor allem auch für die <q>auf dem Weg</q> erteilte Lehre Jesu für seine Nachfolger, die damit göttlich legitimiert wird.
li.slide <b>Elija</b>
ul.nomarginbottom.nodisplay
li.slide Elija gilt nach 1 Kön als in den Himmel entrückt.
li.slide Elija wird beim Gespräch beim Abstieg eigens thematisiert!
.viewbox.slide.konzentrisch-1(style="background-color: darkgrey;")
p.nomarginbottom
b
i Mk 9,9-13 Gespräch beim Abstieg: Über die Wiederkunft des Elija sowie das Leiden des <q>Elija</q> und des Menschensohnes (= Jesus)
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide Es gab (und gibt im Judentum noch heute!) die Erwartung, dass Elija vor dem großen Endgericht Gottes bzw. als Vorläufer des Messias kommen würde.
li.slide Wenn aber Jesus der Messias ist, wo ist dann Elija? Hätte der nicht schon da sein müssen?
li.slide Mehr noch: Wenn der wiedergekommene Elija mit seinem Auftrag gemäß Mal 3,23-24 - nämlich das Volk Israel auf das Gericht Gottes vorzubereiten, sodass es bestehen kann - erfolgreich sein würde - und das ist doch biblische Verheißung! - wie kann dann der Messias leiden müssen?
li.slide Diesen Gedanken spielt Markus geschickt ein und gibt dann im Munde Jesu die Erklärung:
ol.nomarginbottom.nodisplay
li.slide Ausgangspunkt: Aussage zur Auferstehung des Menschensohnes <i>von den Toten</i> - also indirekt Jesu Leidens und Todesankündigung.
li.slide Schülerunverständnis: <q>Warum sagen die Schriftgelehrten, zuerst müsse Elija kommen?</q> (Mk 9,11) - und müsste der nicht alles wiederherstellen (vgl. Mk 9,12)? - wie kann es dann zum Tod des Messias kommen?
li.slide Antwort Jesu:
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide <b>Elija war schon da, nämlich in der Gestalt Johannes des Täufers</b> (indirekt ausgesagt).
li.slide Doch <b>dieser <q>Elija</q> ist ebenso einen gewaltsamen Tod gestorben</b>, wie es dem Menschensohn noch bevorsteht.
li.slide Damit wird die Vorstellung, Elija stelle alles wieder her, würde also erfolgreich sein mit seinem Auftrag, korrigiert.
li.slide
| Diese Korrektur geschieht im Blick auf das reale Geschick Johannes des Täufers und Jesu, wie es aus christlicher Sicht in der Bibel Israels vorgezeichnet ist
| (
span.oi.oi-arrow-right
|
| Prophetenschicksale, Gottesknecht, leidender Gerechter [Weish 2]).
.viewbox.slide.konzentrisch-1
p.nomarginbottom
b Mk 9,14-27 Das Versagen der Jünger bei einer Heilung
.viewbox.slide.konzentrisch-1
p.nomarginbottom
b Mk 9,28-29 Schülerbelehrung im Haus
p.nomarginbottom.slide <i>Auffällig</i>: Zweiter Durchgang läuft zum ersten Durchgang parallel!
ul.nodisplay
li.slide Beidemale blitzt auf, wer Jesus ist.
li.slide Beidemale fällt Petrus im Kontext negativ auf mit gleicher inhaltlicher Ausrichtung: Direkter Widerspruch gegen Jesus Weg einerseits, Hütten-Bau-Absicht [= Moment auf Dauer festhalten] andererseits.
li.slide Beidemale Anweisung Jesu, niemand etwas zu erzählen.
li.slide Beidemale geht es im anschließenden Gespräch um das Leiden (des Elija und auch) des Menschensohnes.
.alert.alert-primary.slide
p.nomarginbottom
b Die Verklärung Jesu kann als Bestätigung des Messiasbekenntnisses des Petrus vom Himmel her verstanden werden!
ul.nomarginbottom.nodisplay
li.slide
b
| Aber sowohl das Messiasbekenntnis des Petrus als auch die dieses bestätigende Verklärung Jesu stehen im Kontext von Leiden, Tod und Auferstehung des Messias/Menschensohnes.
br
| Und den Vorläufer des Messias - <q>Elija</q> in Johannes dem Täufer - hat dieses Schicksal des gewaltsamen Todes schon ereilt.
li.slide
b
| Gleichzeitig wird die Lehre <q>auf dem Weg</q> mittels der Einspielung des Mose und der Stimme vom Himmel göttlich legitimiert.
p.slide Mit den zwei im weiteren Verlauf noch folgenden Leidensankündigungen wird ein direktes, beispielhaftes Fehlverhalten der Jünger verbunden; darauf geht Jesus jeweils ein und lehrt Konsequenzen seines Passionsweges für das Verhalten der Jünger in seiner Nachfolge.
h4.slide(style="margin-top: 15px;")
b
i Die sechste <q>Woche</q> des Wirkens Jesu (Mk 9,30-10,52)
h5.slide(style="color: peru;")
b Erster Durchgang (Mk 9,30-50)
.viewbox.slide.konzentrisch-1(style="background-color: darkgrey;")
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b
i Mk 9,30-32 Zweite Ankündigung von Leiden, Tod und Auferstehung Jesu
.viewbox.slide.konzentrisch-1
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b Mk 9,33-50 Belehrungen über die Jüngerschaft
.viewbox.slide.konzentrisch-1(style="background-color: #d0c4c4;")
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b Mk 9,33-37 Rangstreit der Jünger (<q>Schülerunverständnis</q>: <q>Größter sein</q>) und die Belehrung Jesu über <q>Erste</q> und <q>Letzte</q> (<q>Schülerbelehrung</q>); Aufnahme von (Waisen)-Kindern
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li.slide Jesus reagiert in lehrender Pose: er setzt sich.
li.slide
i
q Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein.
|
| (Mk 9,35)
li.slide <i>Veranschaulichung</i>: Jesus stellt ein Kind in die Mitte und spricht von der Aufnahme von (Waisen-)Kindern.
ul.nomarginbottom.nodisplay
li.slide Es geht um den Dienst an den nicht nur im körperlichen Sinne Kleinen und Bedürftigen.
li.slide Mit ihnen solidarisiert sich Jesus: <q>Wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf ...</q> (Mk 9,37)
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b Mk 9,38-40 Der fremde Wundertäter
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b Mk 9,31-50 Warnung vor der Verführung zum Bösen
h5.slide(style="color: peru;")
b Zweiter Durchgang (Mk 10,1-31)
.viewbox.slide.konzentrisch-1
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b Mk 10,1 Aufbruch nach Judäa
.viewbox.slide.konzentrisch-1
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b Mk 10,2-12 Über Ehe und Ehescheidung
.viewbox.slide.konzentrisch-1
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b Mk 10,13-16 Die Segnung der Kinder (die von den Jüngern zurückgewiesen wurden)
p.nomarginbottom.slide <i>Test der Transferleistung der Jünger</i> nach obiger Schülerbelehrung - die fallen durch:
ul.nomarginbottom.nodisplay
li.slide Als man Kinder zu Jesus bringt, damit er sie segnet, weisen die Jünger die Leute mit ihren Kindern schroff ab.
li.slide Jesus kritisiert dies scharf und macht wieder grundsätzliche Aussagen: <q>Wer das Reich Gottes nicht so annimmt, wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen.</q> (Mk 10,15)
li.slide
i Den (nicht nur im körperlichen Sinne) Kleinen, den Bedürftigen, den Letzten gehört das Reich Gottes.
li.slide
i Wer nicht bereit ist, mit ihnen den Platz zu tauschen, indem er ihr Diener wird, dem ist der Weg in das Reich Gottes versperrt.
.viewbox.slide.konzentrisch-1
p.nomarginbottom
b Mk 10,17-31 Weitere Bedingungen für das Eingehen in das ewige Leben: Richtige Haltung zum Reichtum
h5.slide(style="color: peru;")
b Dritter Durchgang (Mk 10,32-52)
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b
i Mk 10,32-34 Dritte Ankündigung von Leiden, Tod und Auferstehung Jesu
.viewbox.slide.konzentrisch-1
p.nomarginbottom
b Mk 10,35-45 <q>Schülerunverständnis</q>: Plätze ganz oben haben wollen (links und rechts von Jesus) (<q>Herrschen</q>) [Zebedäus-Söhne], darauf aufbauende <q>Schülerbelehrung</q>
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide Wer diese Plätze bekommt, das entscheidet Gott.
br
span.small.slide Und hat nicht die Verklärung gezeigt, wer diese Plätze bekommt/schon hat?
li.slide Grundsätzliche Lehre zum Thema Dienen und Herrschen (Vertiefung der bisherigen Aussagen nach dem Rangstreit der Jünger):
br
span.slide
i Nicht Herrschen und Unterdrücken - wie es die Mächtigen so tun - sondern Dienen und Sklave sein soll die Nachfolger Jesu prägen.
p.nomarginbottom.slide <b>Begründung</b> letztlich der ganzen Lehre <q>auf dem Weg</q><b>:</b>
br
q
b Denn auch der Menschensohn | ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen | und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.
|
| (Mk 10,45).
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide Als letzter Satz vor der den Mittelteil abschließenden Blindenheilung besonders gewichtig.
li.slide <i>Weg Jesu mit der christlichen Erlösungslehre verbunden.</i>
p.slide.nomarginbottom <i>Lesehilfe</i>: von den Rändern her:
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide <i>Anfang</i>: <q>denn auch der Menschensohn</q>: Jesus bzw. sein Weg wird als begründendes Modell der Nachfolge definiert.
li.slide <i>Ende</i>: Bekenntnis zur Erlösung durch Jesu Tod.
li.slide <i>Dazwischen</i>: Jesu Weg als <i>Dienst des Menschensohnes allgemein formuliert</i>:
br
span.slide Durch diese <i>allgemeine</i> Aussage ist der Weg Jesu für alle Jüngerinnen und Jünger aller Zeiten lebbar und in den Alltag übersetzt: es geht - für alle! - um den Dienst an den <q>Letzten</q>.
br
span.slide Gleichzeitig ist dieser Dienst unbedingte Verpflichtung:
br
span.slide
i Dieses mittlere Stück des Satzes ist die Verbindung zwischen dem Jünger bzw. der Gemeinde einerseits [Anfang des Satzes] und der Erlösung durch Jesu Tod andererseits [Ende des Satzes].
li.slide Im Hinblick auf das <q>denn auch</q> ist dieser Vers ein idealer und zusammenfassender Schlussatz der gesamten Lehre <q>auf dem Weg</q>:
.alert.alert-primary.slide
h4.alert-heading Wer der Erlösung teilhaftig werden will, der ist auf den Weg des Dienens gestellt
p.nomarginbottom
b
| Erlösungslehre und Mahnung, den Weg Jesu als Weg des Dienens nachzugehen, sind aufs Engste miteinander verknüpft.
h5.slide(style="color: peru;")
b Abschluss und Überleitung zum Jerusalem-Teil (Mk 10,46-52)
.viewbox.slide.konzentrisch-1
p.nomarginbottom
b
i Mk 10,46-52 Die Heilung des blinden Bartimäus bei Jericho
p.nomarginbottom.slide
i Ein erneuter Test, bei dem die Jünger aber erneut versagen
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide Analog zur Episode mit den Kindern, die von den Jüngern abgewiesen wurden.
br
span.small.slide
| Die Parallelität wird noch deutlicher, wenn man bemerkt, dass von Markus im Griechischen für das
| Zurückweisen der Leute mit ihren Kindern das gleiche Wort benutzt ist, wie für den Versuch der Vielen,
| Bartimäus zum Schweigen zu bringen.
br
span.small.slide Und dieses Wörtchen ist <q>epitimao</q>: <q>tadeln, schelten</q>. Die Grundform <q>timao</q> dagegen bedeutet <q>schätzen, ehren</q>.
br
span Die Anklänge an den Namen <q>Bartimäus</q> dürften im Griechischen nicht überhörbar sein;
br
span zumal angegeben wird, was dieser Name bedeutet: <q>Sohn des Timäus</q> (<q>Bar</q> = <q>Sohn</q> <span class="oi oi-arrow-right"></span> Kind)
br
span
i Bartimäus ist <u>Inbegriff</u> der Kleinen, die eigentlich geehrt werden sollen, die aber allzuoft getadelt und gescholten, spricht: unterdrückt werden.
li.slide <q>Viele</q> wollen den blinden Bartimäus zum Schweigen bringen - wohl auch die Jünger!
li.slide Nicht die Jünger schreiten im Sinne Jesu ein, sondern Jesus muss selbst handeln!
li.slide Bartimäus ist der <q>Kleine</q> und Bedürftige und <q>Letzte</q>, den es nicht gilt zurückzuweisen und zu unterdrücken - dem Thema gerade eben! -, sondern ihn als Adressaten der heilenden Gegenwart Jesu und des Reiches Gottes zu begreifen!
h2.slide(style="margin-top: 50px;") Zusammenfassung
span.footnote(data-toggle="tooltip", title="Vgl. Ebner, Einleitung 160.")
p.slide
| <b>Die Schülergespräche, die sich auf die Schülerunverständnisse nach den Ankündigungen des Wegs Jesu durch Leiden und Sterben
| zur Auferstehung beziehen, übertragen den Weg Jesu</b>
|
q <b>in <i><u>sozialethische</u></i> Kategorien.</b> Die Glaubenslehre vom Leidensweg Jesu hat verstanden, wer auf Rangstreben und Prestigesucht verzichtet und stattdessen Statusverzicht praktiziert.
span.footnote(data-toggle="tooltip", title="Ebner, Einleitung 160 (Hervorhebung geändert).")
p.slide Dies muss sich gerade im Umgang mit jenen bewähren, die in einer Gesellschaft als <q>Letzte</q> gelten.
p.slide
| Sich zu Jesus als dem Messias zu bekennen, schließt seinen Weg mit ein. Und dieses Bekenntnis zum Weg des Messias
| muss sich auf die Lebensführung all jener auswirken, die sich als seine Jünger verstehen. Daraus folgt aber notwendig,
| dass Jesus, dem Auferstandenen, nicht gedient ist, wenn man ihn (nur) <q>anbetet und verherrlicht</q>,
| sondern gerade dann, wenn man seinen Weg des Dienens und der Hingabe zu seinem eigenen Weg macht.
p.slide
| Bewusst hat der Evangelist vor und am Ende des Mittelteils seines Evangeliums jeweils eine Blindenheilung platziert:
| Er möchte all jenen, die sich zu Jesus als dem Messias bekennen (
span.oi.oi-arrow-right
|
| Messiasbekenntnis am Anfang des Mittelteils), der als Lösegeld für sie sein Leben gab (
span.oi.oi-arrow-right
|
| Ende des Mittelteils), die Augen dafür öffnen, was dieses Bekenntnis in seiner ganzen Tiefe und Tragweite beinhaltet und was das für ihr eigenes Leben bedeuten muss.
p.slide
| Und weil das ein Lernprozess ist und auch verschiedene Facetten hat, wird es dreimal durchgespielt.
| Damit zusammen hängt wohl auch der Umstand, dass die Blindenheilung vor dem Mittelteil des Evangeliums nicht sofort gelingt,
| sondern der Nachbesserung bedarf. Die zweite Blindenheilung hat auch ein zurückhaltendes, kritisches Moment
| (die <q>vielen</q> wollen den schreienden Bartimäus unterdrücken), doch immerhin gelingt die Heilung sofort.
| Und von Bartimäus heißt es - die Stichworte <q>Nachfolge</q> und <q>auf dem Weg</q> aufgreifend und verbindend -:
|
q er folgte ihm [= Jesus] auf seinem Weg
| ; wie dem Bartimäus sollen auch den Lesern die Augen aufgehend in einem tieferen Sinn: nämlich dafür, was echte Jesus-Nachfolge ist.
p.small.slide
| Bemerkenswert ist auch: Jesus stellt den Söhnen des Zebedäus und dem blinden Bartimäus die gleiche Frage:
| <q>Was soll ich euch/dir tun?</q> (Mk 10,36.51) - Die einen wollen neben Jesus thronen, Bartimäus dagegen will sehen - also das, was den Jüngern fehlt!
| Mit dem Wegwerfen des Mantels verlässt Bartimäus seine alte Existenz (wie die Jünger: Mk 1,18.20; 2,14; 10,28).
span.footnote(data-toggle="tooltip", title="Vgl. Opielka, Birgit: Zwei Außenseiter als Vorbild der Jünger. In: Bibel und Kirche 2/2011, 90-93.")
h2.slide(style="margin-top: 50px;") Konkretisierung angesichts des zeitgeschichtlichen Kontextes
span.footnote(data-toggle="tooltip", title="Vgl. Ebner, Einleitung 178-179.")
p.slide.nomarginbottom <b>Vespasians Aufstieg zum Kaiser zog Kreise</b>
ul.nodisplay
li.slide Er erhob Anhänger aus dem Ritterstand - dem er selbst entstammte - in den römischen Senat.
li.slide Mit Vespasians Aufstieg verband sich der Aufstieg vieler anderer.
li.slide Der Traum vom eigenen Aufstieg griff um sich: Man will - so gut und soweit es geht - groß sein, vorne mit dabei sein.
li.slide Die Chancen stehen naturgemäß bei denen besonders gut, die dem Kaiser nahe stehen bzw. ihm ergeben sind: Des Kaisers Weg nach oben kann auch ihr Weg nach oben sein!
p.slide.nomarginbottom Markus adaptiert und <q>pervertiert</q> das: <b>Jesu Weg ans Kreuz muss Kreise ziehen</b>
ul.nodisplay
li.slide Jesu Weg nach unten muss auch der Weg seiner Nachfolger nach unten sein.
li.slide Es darf nicht - wie bei den Gefolgsleuten des Kaisers - darum gehen, wer der Größte (nach dem Kaiser) ist bzw. wie man dorthin kommt.
br
span.slide Es gilt vielmehr, Letzter und Deiner zu sein - angesichts dessen, dass Jesus sich zum Diener aller gemacht hat.
li.slide Und es darf auch nicht darum gehen, die Plätze ganz oben innezuhaben und wie die Mächtigen zu herrschen und zu unterdrücken.
br
span.slide Sondern es muss darum gehen, die Plätze ganz unten zu haben und wie Jesus zu dienen.
.alert.alert-primary.slide
h4.alert-heading Von der <i>Herrschaftspyramide</i> oben oben nach unten zur <i>Dienstpyramide</i> von unten nach oben
p.nomarginbottom
| In einer Zeit, in der der Aufstieg Vespasians vom Ritter zum Kaiser in aller Munde ist - vor allem sicher in Rom -
| schreibt Markus sein
br
b Gegen-Evangelium vom Abstieg des Messias und Menschensohnes Jesus bis ans Kreuz.
p.nomarginbottom
b
| Markus dreht die - nicht nur - römische Herrschaftspyramide mit dem Kaiser ganz oben und der Herrschaft von oben nach unten
| um zur Dienstpyramide von unten nach oben mit Jesus ganz unten.
p.slide.small
| Auch im Evangelium geschieht Übertragung von <q>Vollmacht</q>.
| Aber diese Übertragung an die Jünger (konkret: die Zwölf) bei ihrer Aussendung geschieht nicht,
| um sie als Herrscher über die Menschen einzusetzen, sondern um die Menschen von der Herrschaft alles Dämonischen
| - in einem umfassenden Sinn - zu befreien.
+bottom_06("mk")
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})

View File

@@ -0,0 +1,34 @@
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+headline("Jesus-Nachfolge")
span Wir aber ...
h2.slide(style="margin-top: 25px;") Wir aber ...
p.slide Markus hat in mittleren Teil seines Evangeliums - <q>auf dem Weg</q> - Grundzüge <i>seines</i> Jesus-Bildes gezeichnet; in den weiteren Kapiteln wird es dieses Bild verfestigen.
p.slide Und Markus hat deutlich gemacht: dieses Jesus-Bild muss sich im Leben jedes einzelnen Christen ausprägen, es muss sozusagen abfärben.
p.slide.nomarginbottom Dabei muss uns bewusst sein: das ist nicht nur das Jesus-Bild des Markus, sondern auch schon das des Paulus - und was die Jesus-Nachfolge anbelangt dachte Paulus genauso:
ul.nodisplay
li.slide <q>Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir.</q> (Gal 2,20)
li.slide <q>In Demut schätze einer den anderen höher ein als sich selbst. Jeder achte nicht nur auf das eigene Wohl, sondern auch auf das der anderen. <i>Seid untereinander so gesinnt, wie es dem Leben in Christus Jesus entspricht</i>: <i>Er</i> war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest Gott gleich zu sein, sondern <i>entäußerte sich und wurde wie ein Sklave</i> ...; er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz.</q> (Phil 2,3-8)
li.slide <q><i>Wir verkündigen Christus als den Gekreuzigten</i>: für Juden ein Ärgernis, für Heiden eine Torheit, für die Berufenen aber, Juden wie Griechen, Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit. ... <i>Das Niedrige in der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt: das, was nichts ist, um das, was etwas ist, zu vernichten</i>, damit kein Mensch sich rühmen kann vor Gott.</q> (1 Kor 1,23-24.28-29)
p.slide.nomarginbottom
i Austausch zu diesem Bild von Jesus und der Jesus-Nachfolge
ul.nodisplay
li.slide Was spricht mich an?
li.slide Was stößt mich vielleicht auch ab?
li.slide Kann ich das mit meinem eigenen Bild von Jesus vereinbaren?
li.slide Was bedeutet dieses Bild von Jesus und Jesus-Nachfolge für mich selbst und für mein konkretes Leben?
+bottom_06("wiraber")
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View File

@@ -0,0 +1,307 @@
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+headline("Sterben, Tod - Auferstehn")
span Mk 11,1-13,37: Die siebte <q>Woche</q> im Wirken Jesu, Teil 1
h2 Was wird erzählt? Was ist aufgefallen? Was hat mich irritiert? Wo habe ich Fragen?
h2.slide(style="margin-top: 50px;") Die Erzählungen genauer betrachtet
p.slide
b Vierter Teil des Evangeliums: In Jerusalem
br
span.slide Jesus wechselt zwischen Ölberg/Betanien/Betfage einerseits und Tempel/Jerusalem andererseits hin und her.
br
span.slide Die einzelnen Tage werden voneinander abgegrenzt; es wird genau eine Woche erzählt.
h4.slide(style="margin-top: 15px;")
b
i Die siebte <q>Woche</q> des Wirkens Jesu (Mk 11,1-37,37), Teil 1
h5.slide(style="color: peru;")
b Sonntag: Einzug in Jerusalem
.viewbox.slide.konzentrisch-1
p.nomarginbottom
b Mk 11,1-11 Der Einzug Jesu in Jerusalem
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide Sach 9,9: <q>Juble laut, Tochter Zion! Jauchze, Tochter Jerusalem! Siehe, dein König kommt zu dir. Er ist gerecht und hilft; er ist demütig und reitet auf einem Esel, auf einem Fohlen, dem <u>Jungen</u> einer Eselin.</q>
br
span.oi.oi-arrow-right
span
i Jesus kommt als Friedensfürst
li.slide Gen 49,10-11: <q>Nie weicht von Juda das Zepter, der Herrscherstab von seinen Füßen, bis der kommt, dem er gehört, dem der Gehorsam der Völker gebührt. Er <u>bindet</u> am Weinstock <u>sein Reittier fest</u>, seinen Esel am Rebstock.</q>
br
span.oi.oi-arrow-right
span
i Jesus kommt als Heiland aller Menschen
li.slide
i Einzug Jesu als Gegenentwurf zum <q>Einzug</q> des Titus in Jerusalem:
br
span.slide Titus, der Sohn des (späteren) Kaiser Vespasian, zieht in die Stadt ein als römischer Feldherr, um den Tempel und die Stadt zu zerstören.
br
span.slide
| Jesus zieht ein, um dort für die Seinen zu leiden und zu sterben;
| er ist nicht gekommen, um zu herrschen und zu unterdrücken, sondern um zu dienen.
br
| Aber auch setzt sich mit dem Tempel auseinander - bringt dessen Ende in einem geistlichen Sinn.
li.slide Jesu Einzug wird einerseits wie der Einzug eines Königs in seine Herrscherstadt erzählt (Kleider ausbreiten, Jubelrufe), andererseits aber markant abgewandelt (die Jubelnden sind die, die mit Jesus gekommen sind - aus der Stadt selbst kommt niemand, wie eigentlich zu erwarten gewesen wäre!).
li.slide Leider zeigt sich mal wieder, dass den Jüngern noch immer nicht die Augen aufgegangen waren: Sie sprechen von der <q>Königsherrschaft unseres Vaters David</q> - also von einem innerweltlichen, militärisch erfolgreichen Reich.
h5.slide(style="color: peru;")
b Montag: Symbolische Handlungen
.viewbox.slide.konzentrisch-1
p.nomarginbottom
b Mk 11,12-14 Die Verfluchung des Feigenbaums, der keine Frucht trägt
br
span.slide
i Der unfruchtbare Feigenbaum ist ein Symbol für den <i>unfruchtbaren</i> Tempel, der seine Aufgabe, das Volk mit Gott und seinem Segen zu verbinden und stetig zu erneuern, nicht mehr erfüllt.
.viewbox.slide.konzentrisch-1
p.nomarginbottom
b Mk 11,15-19 Die Reinigung des Tempels
br
span.slide.small Jesus mal recht gewalttätig ... - und das umfangreiche Handeln wird Jesus allein zugeschrieben, auch ohne, dass ihn jemand gestoppt hat ...
br
span.slide
| Der Tempel war das Zentrum der jüdischen Religion zur Zeit Jesu.
br
| Jesu Handeln steht ganz im Dienst der <i>Heiligkeit</i> dieses heiligen Ortes, die Jesus durch das tatsächliche Treiben am Tempel zerstört sieht.
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide
| Der Tempel hätte ein <q>Haus des <u>Gebetes</u> für <u>alle</u> Völker</q> sein sollen.
br
span.slide Das greift eine Prophetie des Propheten (Deutero-)Jesaja auf (<span class="oi oi-arrow-right"></span> Jes 56,7), mit zwei Akzenten:
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide
i <q>Haus des Gebetes</q>
br
| Der Tempel hätte Ort der Gottesbegegnung sein sollen, die im Glauben stärkt für ein Leben aus dem Glauben.
br
| Statt dessen ist er effektiv eine <q>Markthalle</q> mit buntem Treiben geworden. Und: es geht den Verantwortlichen am Tempel nicht um Gott, sondern um politisches Kalkül und Erhalt der eigenen Macht und des eigenen Wohlstandes (die Oberschicht lebte ja vom Tempel und seinen Erträgen).
li.slide
i <q>... für alle Völker</q>:
br
| Der Tempel hätte (mittlerweile) ein offener Ort der Gottesbegegnung für <i>alle</i> Menschen sein müssen.
br
| Damit ist das Thema <q>Gott ist der Gott aller Menschen und allen Menschen gilt das Evangelium</q> angeschnitten (<span class="oi oi-arrow-right"></span> Teil IIb: Wirken Jesus an den beiden Ufern des Sees von Gennesaret).
li.slide
| Das Stichwort <q>Räuberhöhle</q>, mit dem Jesus den Tempel bezeichnet, ist eine Anspielung auf Jer 7,1-15 (besonders 7,11):
br
span.slide
q
| ... nur wenn ihr euer Verhalten und euer Tun von Grund auf bessert, wenn ihr gerecht entscheidet im Rechtsstreit,
| wenn ihr die Fremden, die Waisen und die Witwen nicht unterdrückt ... dann will ich bei euch wohnen hier an diesem Ort. ...
| Stehlen, morden, die Ehe brechen, falsch schwören ... - [all das tut ihr] und dabei kommt ihr und tretet von mein Angesicht in diesem Haus, über dem mein Name ausgerufen ist. ...
| Ist denn in euren Augen dieses Haus, über dem mein Name ausgerufen ist, eine <i>Räuberhöhle</i> geworden?
br
span.slide Der Prophet Jeremia sagt damit: Kult (im <u>Tempel</u>) <u>bzw. <q>Gottesdienst</q></u> allgemein <u>ist kein Ersatz für ein Leben, das sich an den Weisungen Gottes orientiert.</u>
br
span.slide
i Für Jesus bzw. den Evangelisten steht darüber hinaus fest: Die <u>Heiligkeit des Tempel</u>s ist <u>unwiederbringlich zerstört</u>; <u>es braucht einen Ersatz für den Tempel</u>.
br
span.slide.small
| Bei den ersten Lesern des Evangeliums könnte auch die Erinnerung wach gerufen worden sein, dass während des jüdischen Krieges (66 - 70 n. Chr.) der Tempel
| von gewalttätigen Aufständischen (<q>Zeloten</q>) besetzt war, die dort ein blutiges Regiment führten.
p.nomarginbottom.slide
i Pikant steht am Ende der Tempelreinigung der (erneute) Tötungsbeschluss: Jesus muss weg - seine <q>Tempelreinigung</q> wurde als Angriff auf die Mächtigen im Land gewertet.
h5.slide(style="color: peru;")
b Dienstag: Auseinandersetzungen
h6.slide
i Erster Abschnitt
.viewbox.slide.konzentrisch-1
p.nomarginbottom
b Mk 11,20-26 Der verdorrte Feigenbaum und der <q>Ersatz</q> für den Tempel
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li.slide Der Feigenbaum, der von Jesus verflucht wurde, ist also tatsächlich ganz verdorrt.
br
span.slide Vorwegnahme der Tempelzerstörung!
li.slide Die Jüngergemeinde Jesu braucht keinen Tempel aus Stein mehr.
br
span.slide An die Stelle des Tempels als Ort der Gottesbegegnung tritt die Gemeinschaft der Jünger Jesu, die sich von Glaube, Gebet und Versöhnung leiten lässt (und tatsächlich ein <q>Haus des Gebetes für <u>alle</u> Völker</q> ist!).
.viewbox.slide.konzentrisch-1
p.nomarginbottom
b Mk 11,27-33 Die Frage nach der Vollmacht Jesu
.viewbox.slide.konzentrisch-1
p.nomarginbottom
b Mk 12,1-12 Das Gleichnis von den Winzern
br
span.slide Kann als (nachösterliche!) Kurzzusammenfassung der Geschichte Gottes mit seinem Volk verstanden werden: Es hat weder auf die Propheten, noch auf seinen Sohn gehört. Letzteren haben sie getötet - doch er ist auferstanden. Dadurch ist er <q>Schlussstein</q> (d. h. das heißt Mittelstein des Gewölbes, der dieses stabilisiert und vor dem Einsturz bewahrt) eines von Gott errichteten neuen <q>Gebäudes</q>: der Gemeinschaft der Jünger Jesu.
h6.slide
i Zweiter Abschnitt: Fragen an Jesus
.viewbox.slide.konzentrisch-1
p.nomarginbottom
b Mk 12,13-17 Die Frage nach der kaiserlichen Steuer
br
span.slide Vor Heuchelei nur so strotzend ...
br
span.slide
| Nachösterliche Bedeutung: Die christliche Gemeinde ist loyal zum (römischen) Staat, solange er nur das verlangt, was ihm gebührt.
br
| Unberührt davon bleiben die Forderungen von Gott, die aber auf einer anderen Ebene anzusiedeln sind als die Forderungen des Staates.
.viewbox.slide.konzentrisch-1
p.nomarginbottom
b Mk 12,18-27 Die Frage nach der Auferstehung der Toten
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide
i Grundinformationen
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide
| Die sog. <q>Schwagerehe</q> war zum einen Teil der Sozialgesetzgebung in Israel (Dtn 25,5-10). Es gab noch keine Witwen-Rente; <q>Sozialversicherung</q> war die Familie.
| Ist der Mann tot und ist kein Sohn da, ist die Witwe mittellos.
| Durch den Bruder des Verstorbenen soll die Frau doch noch zu einem Sohn kommen, der dann für ihren Unterhalt im Alter sorgen kann.
br
| Gleichzeitig soll damit das Andenken an den Verstorbenen erhalten bleiben über die Fortführung der Familienline: der erstgeborene Sohn gilt als Sohn des Verstorbenen.
li.slide
| Die Sadduzäer haben im Gegensatz zu den Pharisäern (und Jesus) nicht an die Auferstehung der Toten geglaubt.
li.slide
b
i Antwort Jesu
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide
i Auferstehung ist keine Rückkehr ins irdische Leben, sondern Beginn einer himmlischen Existenz.
br
| Gebären, Heiraten, Zeugen, Sterben - sprich: <q>Werden und Vergehen</q> - gibt es dort nicht mehr.
li.slide
i Gottes Macht ist auch und gerade Macht über <q>Leben und Tod</q> - und er ist ein Gott des Lebens bzw. der Lebenden.
br
| Dass sich Gott in Ex 3,6.15 mit Abraham, Isaak und Jakob - den längst verstorbenen Stammvätern Israels - identifiziert,
| interpretiert Jesus so, dass sie für Gott lebendig sind.
br
span.small.slide
| Diese Interpretation ist nicht selbstverständlich: Im hebräischen Text steht ein Nominalsatz: <q>Ich Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs</q>.
br
| Da kann man gut ein <q>war</q> einfügen: <q>Ich <i>war</i> Gott Abrahams ...</q> [Vergangenheit]
br
| Jesus dagegen fügt ein <q>bin</q> ein: <q>Ich <i>bin</i> Gott Abrahams ...</q> [Gegenwart]
br
| Bzw.: Gerade weil dieser Satz keinerlei Zeitangabe enthält - weder durch ein Verb mit seiner Zeitform noch durch eine andere Angabe - versteht ihn Jesus als zeitlos gültigen Satz, ist seine Aussage ewig gültig.
li.slide
| Während die <q>Schwagerehe</q> sicherstellen soll, dass das irdische Andenken eines Mannes im Volk nicht verlöscht,
| so verbürgt der <q>Gott der Lebenden</q> die Auferstehung der Toten mittels seiner Erinnerung an sie.
.viewbox.slide.konzentrisch-1
p.nomarginbottom
b Mk 12,18-27 Die Frage nach dem wichtigsten Gebot
ul.nomarginbottom
li.slide Jesus antwortet mit dem Doppelgebot der Gottes- und Nächstenliebe.
li.slide Die Verbindung dieser beiden Gebote, die im Alten Testament an unterschiedlichen Stellen zu finden sind (Dtn 6, Lev 19), ist bereits im zeitgenössischen Judentum bekannt, also keine Erfindung Jesu.
li.slide Für Jesus und die Christen charakteristisch ist aber, dass ein besonderer Akzent auf die Nächstenliebe gesetzt wird: Gottes- und Nächstenliebe gehören zusammen und sind keine Rivalen.
li.slide Vergleiche dazu auch das generell zur Auslegung von den Geboten in Gruppenstunde 3 Gesagte: <q>Die Ehre Gottes ist der lebendige Mensch</q>
li.slide Immerhin ist der Schriftgelehrte, der zu Jesus gekommen war, <q>nicht fern von der Herrschaft Gottes</q> - doch ihm fehlt offenbar noch was ...
h6.slide
i Dritter Abschnitt: Jesus ergreift das Wort
.small Quasi Erklärung, was dem Schriftgelehrten noch fehlt ...
.viewbox.slide.konzentrisch-1
p.nomarginbottom
b Mk 12,35-37a Messias und Davidssohn
br
span.slide Erkenntnis: Jesus als Messias ist <i>mehr</i> als ein irdischer Nachkomme des großen Königs David; er ist <i>Gottes</i> Sohn.
.viewbox.slide.konzentrisch-1
p.nomarginbottom
b Mk 12,37b-40 Polemik gegen die Schriftgelehrten
p.slide.nomarginbottom ... die sind das Anti-Beispiel für die Jesus-Nachfolge-Gemeinschaft:
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide wollen <q>Erste</q> sein;
li.slide bringen die <q>Letzten</q> um das, was sie haben (wunderbar formuliert: <q><i>fressen</i> die Häuser der Witwen</q>).
.viewbox.slide.konzentrisch-1
p.nomarginbottom
b Mk 12,41-44 Das Beispiel der armen Witwe
p.slide.nomarginbottom ... sie ist das <q>positive</q> Beispiel der Nachfolge und damit Gegenentwurf zum Verhalten der Schriftgelehrten.
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide Witwen sind schon an sich meist am Rande der Gesellschaft zu verorten; im Alten Testament sind <q>Waisen und Witwen</q> klassische Beispiele für besonders bedürftige Menschen. Die Witwe gehört also schon per se zu den <q>Letzten</q>.
li.slide Sie gibt ihren <q>letzten Cent</q> (<q>alles, was sie besaß, ... ihren ganzen Lebensunterhalt</q>) für die Armen, denen sie so dient: sie wird zur <q>Letzten</q> unter den <q>Letzten</q> - wie Jesus, der auch <q>alles</q> (sein Leben) gibt.
li.slide Sie ist eine positive Bebilderung der Aufforderung Jesu, <q>wie die Kinder</q> zu werden: selbst nichts haben und den anderen dienen.
li.slide Damit ist sie auch ein positives Gegenbild nicht nur zu den in der gleichen Erzählung erwähnten Reichen, sondern auch zu dem reichen Mann in Mk 10,17-22, der nicht bereit ist, seinen Besitz zu verkaufen und ihn den Armen zu geben.
.viewbox.slide.konzentrisch-1
p.nomarginbottom
b Mk 13,1-2 Die Ankündigung der Zerstörung des Tempels
h6.slide(style="color: peru; margin-top: 10px;")
b Die Rede Jesu über das <q>Ende der Welt</q> (Mk 13,3-37)
.viewbox.slide.konzentrisch-1
p.nomarginbottom
b Mk 13,3-4 Exposition (<q>auf dem Ölberg</q> - <q>gegenüber des Tempels</q>)
br
span.slide.small Man erwartete, dass vom vom Ölberg aus die Ereignisse der Endzeit beginnen würden.
br
span.slide
i Frage nach Termin der Tempelzerstörung (<q>das</q>) und dem Zeichen der Vollendung (<q>das <i>alles</i></q>)
.viewbox.slide.konzentrisch-1
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b Mk 13,5-23 Negative Antwort Jesu: Was alles <i>nicht</i> Zeichen der Vollendung ist
.viewbox.slide.konzentrisch-2
p.nomarginbottom
b Mk 13,5-6 Rede-Eröffnung: <i><q>Gebt Acht!</q></i> + Warnung für Verführern
.viewbox.slide.konzentrisch-3
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b Mk 13,7-8 Anfang der Wehen - nicht das Ende
.viewbox.slide.konzentrisch-4
p.nomarginbottom
b Mk 13,9-13 Konkrete Bedrängnisse der (ersten) Leser; Verheißung
.viewbox.slide.konzentrisch-3
p.nomarginbottom
b Mk 13,14-20 Drangsal - bedrängend; aber noch nicht das Ende
.viewbox.slide.konzentrisch-2
p.nomarginbottom
b Mk 13,21-24 Rede-Schluss: Warnung vor Verführern + <i><q>Gebt Acht!</q></i>
p.nomarginbottom.slide
| Ertrag:
|
i Lokale, innergeschichtliche Ereignisse - so schrecklich und bedrückend und lebensbedrohend sie auch sein mögen - sind kein Indiz für das <q>Ende der Welt</q>!
.viewbox.slide.konzentrisch-1
p.nomarginbottom
b Mk 13,24-27 Positive Antwort Jesu: Zeichen für Vollendung und Rettung
br
span.slide
| Ertrag:
|
i Das <q>Ende der Welt</q> ist ein <u>kosmisches Ereignis</u> und verbindet sich mit der Wiederkunft Jesu als des <q>Menschensohnes</q> - ist also kein schreckliches Ereignis, sondern Ziel und Vollendung der Welt!
.viewbox.slide.konzentrisch-1
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b Mk 13,28-37 Dialektische Antwort auf die Terminfrage
.viewbox.slide.konzentrisch-2
p.nomarginbottom
b Mk 13,28-29 Am Beispeil lernen: Feigenbaum
br
span.slide Man muss unterscheiden zwischen den Anzeichen, <i>dass etwas <u>kommt</u></i>, und dem Zeichen, <i>dass etwas <u>bereits da</u> ist</i>.
.viewbox.slide.konzentrisch-2
p.nomarginbottom
b Mk 13,30-32 Das <q>Ende</q> ist nahe - aber der Zeitpunkt ist unbekannt
br
span.slide ... allen Versuchen, das Ende der Welt zu <q>berechnen</q> oder durch besonders spitzfindige Bibelauslegung zu erschließen, zum Trotz!
.viewbox.slide.konzentrisch-2
p.nomarginbottom
b Mk 13,33-37 Für alle gilt: Wachsam sein!
+bottom_07("mk")
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@@ -0,0 +1,41 @@
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+headline("Sterben, Tod - Auferstehn")
span Dem Tod ein Schnippchen schlagen
p
i Den Film anschauen ...
p.slide
i Erste Eindrücke/Reaktionen/Gedanken zum Film ...
h3.slide(style="margin-top: 30px;") Der Tod begegnet in diesem Film zweifach
.small Diskussion
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide als <q>Todesengel</q>
li.slide
| in der Haltung der Frau (<span class="oi oi-arrow-right"></span> <q>sozialer Tod</q>?)
br
span [Tote unter den Lebenden]
p.slide
i Der Tod hat mehrere Facetten/Erscheinungsformen!
h3.slide(style="margin-top: 30px;") Sich wehren gegen den Tod - <i>warum</i> <span class="small">(generell und angesichts der Frau im Film)</span>?
.small Warum hängen wir am Leben? - Diskussion
h3.slide(style="margin-top: 30px;") Sich wehren gegen den Tod - <i>können wir das überhaupt</i>?
.small Diskussion
ul.nodisplay
li.slide Der Tod bleibt Realität, ob ich es nun wahr haben will oder nicht; irgendwann ...
li.slide Wann/Wie/Wo des Todes ist in der Regel nicht in unserer Hand.
+bottom_07("schnippchen")
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View File

@@ -0,0 +1,61 @@
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block content
+headline("Sterben, Tod - Auferstehn")
span Ente, Tod und Tulpe
p
i Den Film anschauen ...
p.slide
i Erste Eindrücke/Reaktionen/Gedanken zum Film ...
p.slide
i Handlung nacherzählen ...
h3.slide(style="margin-top: 30px;") Rolle des Todes im Film
.small Austausch
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide Lebensbegleiter (den ich manchmal mehr, manchmal weniger bemerke).
li.slide Am <q>Ende</q> ist er nicht der Haltpunkt, sondern der uns Frei-Gebende für etwas anderes (das im Film nicht mehr eigens thematisiert wird).
h3.slide(style="margin-top: 30px;") Wo geht es hin?: Welche Erwartung habe ich für mich im Hinblick auf Tod + Sterben (und das danach)?
.small Austausch
ul.nodisplay
li.slide Christliche Hoffnung gründet in der Auferstehung Jesu bzw. in der Lebensmacht Gottes, von der Jesus spricht
li.slide Auferstehung vs. Wiedergeburt
li.slide.small Beispielhafte Aussagen der Bibel über das, was nach dem Tod kommt.
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide
| 1 Thess 4,13-18:
|
q ... Wenn Jesus - und das ist unser Glaube - gestorben und auferstanden ist, dann wird Gott durch Jesus auch die Verstorbenen zusammen mit ihm zur Herrlichkeit führen. ... Dann werden wir immer beim Herrn sein.
li.slide
| Röm 8,11
|
q Wenn der Geist dessen in euch wohnt, der Jesus von den Toten auferweckt hat, dann wird er, der Christus Jesus von den Toten auferweckt hat, auch euren sterblichen Leib lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt.
li.slide
| Offb 21,1-22,5
|
q
| Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen ...
| Ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott her aus dem Himmel herabkommen;
| sie war bereit wie eine Braut, die sich für ihren Mann geschmückt hat. ...
| Seht, die Wohnung Gottes unter den Menschen! Er wird in ihrer Mitte wohnen, und sie werden sein Volk sein;
| und er, Gott, wird bei ihnen sein. Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen:
| Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war, ist vergangen.
li.slide
| Joh 14,1-14
|
q
| Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten?
| Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort sein, wo ich bin.
| ... Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.
+bottom_07("ente")
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@@ -0,0 +1,30 @@
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block content
+headline("Sterben, Tod - Auferstehn")
span Beerdigung
p
i Wer hat schon mal eine mitgefeiert und kann erzählen ...
h3.slide(style="margin-top: 30px;") Sinn von Trauerriten
.small Diskussion
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide Riten geben Halt
li.slide Beerdigung als Abschied(nehmenkönnen): Akzeptanz des Faktischen
li.slide Weihwasser, Kreuz, (Weihrauch,) Erdwurf etwas tun können, obwohl man eigentlich nichts tun kann; Vergegenwärtigung christlicher Hoffnung.
li.slide Orte der Trauer: Friedhof vs. Friedwald vs. (anonyme) Grabfelder vs. anonyme Beerdigungen
li.slide Öffentlich vs. kleiner Kreis:
ul.nodisplay
li.slide Wenn man seine Anteilnahme zeigen will, aber nicht <q>darf</q>
li.slide Gemeinschaft <span class="oi oi-arrow-right"></span> Trost für die Trauernden, gegenseitiger Zuspruch
li.slide Trauer als Herausforderung für und Aufgabe von Gemeinde
+bottom_07("beerdigung")
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@@ -0,0 +1,118 @@
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block content
+headline("Eucharistie - Heiliger Geist")
span Mk 14,1-14,52: Die siebte <q>Woche</q> im Wirken Jesu, Teil 2
h2 Was wird erzählt? Was ist aufgefallen? Was hat mich irritiert? Wo habe ich Fragen?
h2.slide(style="margin-top: 50px;") Die Erzählungen genauer betrachtet
p.slide
b Vierter Teil des Evangeliums: In Jerusalem
br
span.slide Jesus wechselt zwischen Ölberg/Betanien/Betfage einerseits und Tempel/Jerusalem andererseits hin und her.
br
span.slide Die einzelnen Tage werden voneinander abgegrenzt; es wird genau eine Woche erzählt.
br
span.slide Mk 14,1-15,47 bilden innerhalb des Jerusalem-Teils einen zusammengehörigen Abschnnitt: <q>Leiden und Sterben in Jerusalem</q>.
h4.slide(style="margin-top: 15px;")
b
i Die siebte <q>Woche</q> des Wirkens Jesu (Mk 14,1-14,52), Teil 2
h5.slide(style="color: peru;")
b Mittwoch: Eröffnung von Leiden und Sterben in Jerusalem
.viewbox.slide.konzentrisch-1(style="background-color: darkgrey;")
p.nomarginbottom
b Mk 14,1-2 Der Todesbeschluss der Hohepriester und Schriftgelehrten
br
span.slide
i Jesus in den Fängen seiner Gegner [Jerusalem]: Der Tod Jesu wird geplant
.viewbox.slide.konzentrisch-2(style="background-color: gold;")
p.nomarginbottom
b Mk 14,3-9 Die Salbung im Haus Simons des Aussätzigen
br
span.slide
i Jesus im Kreis seiner Anhänger [Betanien]: Der Leib Jesu wird für das Begräbnis gesalbt
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide 300 Denare kostet das Öl: ein Vermögen - sie viel wie ein Mann in 300 Tagen verdient, quasi ein Jahreslohn!
li.slide Vordergründig: Verschwendung, wie von den Zeugen der Aktion kritisiert wird.
li.slide Hintergründig:
i <q>Sie hat im Voraus meinen Leib für das Begräbnis gesalbt.</q> (Mk 14,8)
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide Die Frau hat begriffen, welchen Weg Jesus geht.
li.slide Diese Einsicht ist <i>unbezahlbar</i>!
li.slide Und gerade deshalb wird ihre Tat zusammen mit dem Evangelium - das davon erzählt, wie der Gottessohn Jesus zum <q>Letzten der Letzten</q> wurde (Weg des Dienens bis hin zum Tod am Kreuz) - verkündet werden!
.viewbox.slide.konzentrisch-1(style="background-color: darkgrey;")
p.nomarginbottom
b Mk 14,10-11 Die Absprache zum Verrat eines der Zwölf (Judas)
br
span.slide
i Jesus in den Fängen seiner Gegner [Jerusalem]: Der Tod Jesu wird geplant
br
span.slide Einer aus dem engsten Jüngerkreis tritt als Verräter auf - aus eigenen Stücken, aber sein Motiv bleibt unklar!
h5.slide(style="color: peru;")
b Donnerstag 1: Das Pessach-/Pascha-Mahl Jesu
.viewbox.slide.konzentrisch-1(style="background-color: gold;")
p.nomarginbottom
b Mk 14,12-16 Die Vorbereitung des Pessach-Mahles
.viewbox.slide.konzentrisch-2(style="background-color: darkgrey;")
p.nomarginbottom
b Mk 14,17-21 Der Hinweis auf den Verrat
br
span.slide Jesu Souveränität wird betont - er lässt es geschehen.
.viewbox.slide.konzentrisch-1(style="background-color: gold;")
p.nomarginbottom
b Mk 14,22-25 Das Mahl
h5.slide(style="color: peru;")
b Donnerstag 2: Die <q>Stunde</q> Jesu und das Versagen der Jünger
.viewbox.slide
p.nomarginbottom
b Mk 14,26-31 Die Ankündigung der Verleugnung
br
span.slide Auch hier wird einerseits Jesu Souveränität unterstrichen - er lässt es geschehen.
br
span.slide Andererseits wird eine positive Zukunftssicht gegeben: nach seiner Auferstehung wird Jesus den Jüngern voraus nach Galiläa gehen, dort erhalten sie dann einen neuen Anfang.
.viewbox.slide
p.nomarginbottom
b Mk 14,32-42 Das Gebet in Getsemani: Die <q>Stunde</q> ist da
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide Die gleichen Jünger wie bei der Verklärung sind dabei - wurden sie dort Zeugen Jesu verborgener Herrlichkeit, so hier seiner ganzen Menschlichkeit.
li.slide Leiden, Sterben und Tod Jesu sind keine <q>Show</q> des Gottessohnes, sondern wirklich ernst und tatsächlich; auch für ihn ist es eine Überwindung, seinen Weg zu gehen.
li.slide Jesus vertraut sich ganz seinem Vater im Himmel an - in Wachen und Beten.
br
span.slide Wobei <q>Wachen</q> und <q>Schlafen</q> hier übertragen gemeint sind, wie der Aufruf Jesu in Mk 13,37 (<span class="oi oi-arrow-right"></span> Wachsamkeit) zeigt.
br
span.slide Darin ist Jesus, der diesen Weg dann auch tatsächlich geht, ein positives Gegen-Beispiel zu den Jüngern, die zwar gesagt haben, dass sie mit Jesus sogar sterben würden (Episode vorher) - also als die großen Heroen auftreten würden -, tatsächlich dann angesichts Prozess, Verurteilung und Kreuzigung aber Jesus verleugnen (Petrus) bzw. alle fliehen.
br
span.slide
i Nicht ein selbstsicheres <q>Das schaff ich mit Links!</q> (Jünger) ist die richtige Reaktion auf die Herausforderungen, die beim Gehen des Weges der Gottesherrschaft auftreten, sondern <q>Wachen und Beten</q> (Jesus).
.viewbox.slide
p.nomarginbottom
b Mk 14,43-52 Die Gefangennahme
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide Mit einer Geste vertrauter Freundschaft wird Jesus verraten.
li.slide Die versuchte Intervention durch denjenigen, der dem Diener des Hohepriesters das Ohr abschlägt, zeigt noch einmal, dass die Jünger den Weg Jesu noch nicht begriffen haben.
li.slide Verkehrte Welt: Jesus wird wie ein Räuber behandelt, dabei sind die Räuber eigentlich die Führer des Volkes, deren Herrschaftszentrum der Tempel ist (und die den Tempel zu einer Räuberhöhle gemacht haben [<span class="oi oi-arrow-right"></span> Tempelreinigung]).
+bottom_08("mk")
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View File

@@ -0,0 +1,560 @@
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block content
+headline("Eucharistie - Heiliger Geist")
span Eucharistie
h2(style="margin-top: 25px;") Markus (Mk 14,22-25)
p
b
| Während des Mahls nahm er [= Jesus] das Brot und sprach den Lobpreis;
| dann brach er das Brot, reichte es ihnen [= den Jüngern] und sagte: <q>Nehmt, das ist mein Leib.</q>
br
| Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet, gab ihn den Jüngern und sie tranken alle daraus.
| Und er sagte zu ihnen: <q>Das ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird.
br
| Amen, ich sage euch: Ich werde nicht mehr von der Frucht des Weinstocks trinken bis zu dem Tag,
| an dem ich von neuem davon trinke im Reich Gottes.</q>
p.slide
| Äußerlich wird das <q>Letzte Abendmahl</q> Jesu als ein Pessach-Mahl erzählt, also als Gedächtnismahl der Befreiung Israels aus Ägypten.
br
span.slide
| Doch dessen Elemente werden gar nicht erzählt, vielmehr wird das erzählt, was Jesu <i>anders</i> tut und sagt, als das so vorgesehen war.
| Damit <q>stiftet</q> er ein eigenes, neues <q>Gedächtnismahl</q>.
p.slide.nomarginbottom(style="margin-top: 20px;")
| Es geht dabei nicht um die Elemente Brot und Wein an sich - der Wein wird auch gar nicht erwähnt! -,
| sondern das, was (Essen von) Brot und (Trinken von Wein aus dem) Kelch im Rahmen eines bestimmten Mahles
| vermitteln, was also die Mitfeier des Mahles für die Mitfeiernden bedeutet.
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide
b Das ist mein Leib = das bin ich, das ist mein Leben.
br
span.slide
| Wenn Jesus das Brot mit diesem Hinweis von den Jüngern essen lässt, macht er deutlich:
| <q>Ihr lebt davon, dass ich mit meiner ganzen Existenz für euch da bin, bis zum Letzten, bis zum Tod
|
span.small [(der dann mit dem Becherwort unmissverständlich im Raum steht)]
| , dass ich <i>mein</i> <q>Leben hingebe als Lösegeld für viele</q> (Mk 10,45),
| um euch aus der Gewalt von Sünde und Tod zu befreien, in die sich die Menschheit verstrickt hat.</q>
//- Gott hatte den Menschen, der sich von ihm abgewandt hatte, seinem Schicksal - sprich: Sünde und Tod - überlassen (vgl. Röm 1, Ri 2 etc.).
//- In Christus bricht Gott diesen Unheilszusammenhang auf und schließt mit den Menschen einen (neuen) Bund.
//- Er bricht ihn aber so auf, dass dass der "Fluch des Gesetzes" nicht einfach aufgehoben wird
//- - und damit vielleicht nur verschoben -, sondern dass der Fluch tatsächlich vollzogen wird,
//- nämlich an Christus; damit ist es wirklich vorbei; der Fluch des Gesetzes kann(!) in Christus niemand mehr treffen,
//- da er schon - nämlich an Christus - vollzogen ist. Gerade dadurch hat uns Christus von diesem Fluch "freigekauft",
//- ist er das Lösegeld für viele (Mk 10,45).
//- Dazu hat Gott seinen Sohn als Christus in die Welt gesandt (Gal 4,4-5).
//- Der Mensch konnte sich nicht selbst befreien, sich nicht selbst "freikaufen"; so brauchte es "jemand anderen",
//- der das übernommen hat.
//- Das ist die objektive Seite: Aufhebung des Unheilszusammenhangs von Seiten Gottes her, Vergebung der Sünden.
//-
//- Gleichzeitig offenbart die Art des Loskaufes aus diesem Unheilszusammenhang von Sünde und Tod
//- - das Gesetz hatte alles unter der Sünde zusammengeschlossen - die Größe der Liebe Gottes: er gab den eigenen Sohn dahin!
//- Wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken? (Röm 8)
//- Diese Art der Erlösung zielt auf eine Änderung am Menschen hin; nämlich, dass er sich von der Hingabe Gottes/Jesu
//- anstecken lässt.
//- Erlösung ist insofern nicht nur etwas objektiv-theoretisches, sondern hat auch eine subjektive Seite.
//- Erlösung - Freiheit von Sünde und Tod - wird gerade dadurch real, dass ich mich von der Liebe Gottes in Christus
//- betreffen lasse und mein eigenes Leben daran orientieren; aus der Kraft des Heiligen Geistest.
//- Gott hebt nicht nur (und einfach) das Todesurteil auf, sondern gerade indem er die Tiefe und Größe
//- seiner Liebe offenbart, zielt er auf eine Wandlung des Menschen ab.
//- Joh-Brief: Wenn Gott uns so geliebt hat, müssen auch wir einander lieben.
br
span.slide
i Durch das Essen des Brotes erhalte ich Anteil an dieser Selbsthingabe Jesu, wird sein Tod zu einem Tod <u>für mich</u>.
li.slide
b Das ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird.
br
span.slide.small
| Das Vergießen des Blutes Jesu bezieht sich eindeutig auf den Tod Jesu.
br
span.slide
i Durch das Trinken des <q>Blut des Bundes</q> trete ich ein bzw. erneuere meine Zugehörigkeit zu dem (neuen) Bund, den Gott mit den Menschen in Jesu Tod geschlossen hat.
li.slide
| Während Jesus beim <q>Letzten Abendmahl</q> leibhaftig unter den Jüngern gegenwärtig war, gilt für die Zeit nach Ostern:
br
i
| Weil Jesus das Brot (<q><u>mein</u> Leib</q>) und den (Wein im) Kelch (<q><u>mein</u> Blut des Bundes</q>)
| mit sich selbst bzw. seiner Selbsthingabe identifiziert,
| ist Christus, der als Auferstandener bei Gott lebt, selber im Mahl der Eucharistie gegenwärtig,
| habe ich im Mahl Gemeinschaft mit Christus.
//- Brot Realsymbol für Christus und seine Selbsthingabe ist
.alert.alert-primary.slide
h4.alert-heading <q>Letztes Abendmahl</q> und Eucharistie: Hineingenommen in den Tod Jesu
p
b
i
| Das <q>Letzte Abendmahl</q> ist eine prophetische Zeichenhandlung Jesu am Abend vor seinem gewaltsamen Tod.
br
| Sie nimmt die Jünger, die das gebrochene Brot essen und aus dem Kelch Jesu trinken, mit hinein in das Geschehen seines Todes,
| das ein Geschehen <q>für</q> die Menschen ist: in Tod (und Auferstehung) Jesu schließt Gott einen (neuen) Bund mit den Menschen.
p.nomarginbottom.slide
b
i
| In der Feier der Eucharistie, die sich auf dieses <q>Letzte Abendmahl</q> Jesu bezieht - im Wissen um
| den tatsächlichen Tod Jesu, aber auch im Glauben an seine Auferstehung -
| wird dieses Ereignis für alle Mitfeiernden vergegenwärtigt,
| ist Christus als der Gekreuzigte und Auferstandene mit seinem Leben gegenwärtig
| und schenkt rettende Gemeinschaft mit sich.
| Er nimmt die Mitfeiernden - nimmt uns! - mit hinein in das
| Geschehen seines Todes (und seiner Auferstehung),
| in den in ihm bzw. seinem Sterben geschlossenen Bund Gottes - mit allem, was diesen Bund ausmacht.
p.slide.nomarginbottom
i <q>Aus dem Becher (Jesu) trinken</q> ist im Markus-Evangelium an zwei Stellen noch genannt, die hier von Belang sind:
ul.nodisplay
li.slide Mk 14,36: Jesus betet zu Gott: <q>Nimm diesen Kelch von mir!</q>
br
| Das Trinken des Kelches bezeichnet hier eindeutig auf den (gewaltsamen Kreuzes-)Tod Jesu, seine Passion.
li.slide Mk 10,38-39: Teil der Antwort Jesu an die Söhne des Zebedäus, die links und rechts neben Jesus thronen wollen:
br
| <q>Ihr werdet den Kelch trinken, den ich trinke, und die Taufe empfangen, mit der ich getauft werde.</q>
ul.nodisplay
li.slide <q>Den Kelch Jesu trinken</q>
ul.nodisplay
li.slide
| Kann - im Rückblick, vom Tod Jesu (bzw. Mk 14,36) her - nichts anderes meinen, als wie Jesus um des Evangeliums willen
| einen gewaltsamen Tod zu erleiden.
li.slide
| Für die beiden Jünger, denen Jesus das sagt, - Johannes und Jakobs - wird das auch zutreffen.
|
br
| Sie sind also tatsächlich Jesus im eigentlichen Sinne des Wortes <i>nachgefolgt</i>.
li.slide <q>Die Taufe empfangen, mit der Jesus getauft werden wird</q>
ul.nodisplay
li.slide Kann sich auch nur auf den Tod Jesu beziehen bzw. dann den Tod der beiden Jünger um des Evangeliums willen.
li.slide.small Ein Rückbezug auf die am Anfang des Evangeliums erzählte Taufe Jesu ist nicht möglich, weil es sich hier um eine auf die Zukunft gerichtete Formulierung handelt!
li.slide
| Damit werden Taufe und Eucharistie (bei der ja aus dem Kelch Jesu getrunken wird) - also die beiden grundlegenden Sakramente des Christentums - vom Tod Jesu her gedeutet und in einem ganz spezifischen Sinn verstanden:
.alert.alert-primary.slide
h4.alert-heading Taufe und Eucharistie im Dienst der Nachfolge
p.nomarginbottom.slide
i
b
| Wer die Taufe (und die Firmung) empfängt und immer wieder die Eucharistie, der verpflichtet sich damit auf
| den in Jesu Tod geschlossenen (neuen) Bund und somit auf das Programm
| der Gottesherrschaft, wie Jesus es vorgelebt hat, konkrekt: den Weg Jesu zu gehen (im allgemeinen Sinne):
| nicht herrschen, sondern dienen, Gott/Jesus dienen in den Nächsten und den <q>Letzten</q> der Gesellschaft;
| <q>denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und
| sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.</q> (Mk 10,45)
p.slide.nomarginbottom
i Unterstreichung dieser Aussage durch den Bezug zu Ex 24,7-11 (besonders Vers 8): Volk Israel am Sinai zum Bundesschluss mit Gott
br
| <q>[Mose] nahm ... das Buch des Bundes und verlas es vor dem Volk.
| Sie antworteten: <q>Alles, was der Herr gesagt hat, wollen wir tun; und wir wollen es hören.</q>
| Da nahm Mose das Blut, besprengte damit das Volk und sagte:
| <q><b>Das ist das Blut des Bundes</b>, den der Herr aufgrund all dieser Worte mit euch schließt.</q>
| Danach stiegen Mose, Aaron ... und die siebzig von Ältesten Israels hinauf und sie schauen den Gott Israels. ...
| Sie durften Gott schauen und <b>sie aßen und tranken</b>.</q>
ul.nodisplay
li.slide Wie sich die Israeliten auf das verpflichten, was im <q>Buch des Bundes</q> steht, so die Jünger Jesu auf das, was das Evangelium über den Weg Jesu erzählt, und in diesem Sinne Jesus nachzufolgen.
li.slide Wie die (Ältesten der) Israeliten beim Bundesschluss mit Gott auf dem Sinai gegessen und getrunken haben, so die Jünger Jesu mit Jesus beim letzten Abendmahl (und immer wieder neu in der Eucharistie).
li.slide
| Wie die (Ältesten der) Israeliten den Gott der Befreiung aus Ägypten schauen durften, so zeigt sich Gott in besonderer Weise im Tod (und in der Auferstehung) Jesu;
| und in jeder Eucharistiefeier können wir ihn <q>schauen</q>: er erinnert uns daran, wer er ist - konkret: wie er sich besonders in Jesus offenbart hat - und was das für uns bedeuten muss.
p.slide.nomarginbottom
i <q>Nicht mehr von der Frucht des Weinstocks trinken bis zu dem Tag, an dem ich von Neuem davon trinke im Reich Gottes</q>
ul.nodisplay
li.slide
| Ausdruck der Zukunftsgewissheit Jesu; er ist angesichts der sich zuspitzenden Situation in Jerusalem nicht verzweifelt.
li.slide
| Jesus feiert sein Mahl in der Erwartung des (endgültigen) Kommens des Gottesreiches;
br
| im Horizont dieser Erwartung feiern wir die Eucharistie.
li.slide
| Nachösterliche Interpretation: Jesus deutet seinen Tod als ein wichtiges Element im Kommen des Reiches Gottes.
h2(style="margin-top: 75px;").slide Paulus 1 (1 Kor 10,16-17): <q>Teilhabe an Jesus Christus</q>; Gemeinde als <q>Leib Christi</q>
p.slide
b
| Ist der Kelch des Segens, über den wir den Segen sprechen, nicht Teilhabe am Blut Christi?
br
| Ist das Brot, das wir brechen, nicht Teilhabe am Leib Christi?
br
br
| <i>Ein</i> Brot ist es.
br
| &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Darum sind wir <i>viele</i>
br
| &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<i>ein Leib</i>;
br
| &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; denn <i>wir alle</i> haben teil
br
| an dem <i>einen</i> Brot.
h4.slide(style="margin-top: 30px;") <q>Teilhabe</q> an Jesus
p.slide Im Griechischen steht das Wort <q>koinonia</q>; es bedeutet: <q>Gemeinschaft (mit jemandem) durch (gemeinsame) Teilhabe (an etwas)</q>.
.alert.alert-primary.slide
b
i
| Durch Eucharistie-Feier und Essen/Trinken der <q>eucharistischen Gaben</q> haben wir <q>Teil an Jesus</q>,
| haben wir Gemeinschaft mit Jesus.
br
| Dabei ist die Gemeinschaft mit Jesus bzw. die Gegenwart Jesu Christi im eucharistischen Mahl
| nicht bloß geistig oder symbolisch, sondern real: vermittelt durch Brot und Wein im eucharistischen Mahl.
p.slide
| Diese Gemeinschaft mit Christus ist <i>exklusiv</i>, und zwar in dem Sinne, dass sie
| die Gemeinschaft mit anderen Göttern/Religionen und ihren religiösen (Mahl-)Feiern absolut ausschließt;
| das macht der Kontext, in welchem diese Sätze überliefert sind, mehr als deutlich.
h4.slide(style="margin-top: 30px;") <q>Teilhabe</q> <i>an</i> Jesus als <q>Schicksalsgemeinschaft</q> <i>mit</i> Jesus
p.slide.nomarginbottom
| Es heißt nicht einfach <q>Teilhabe an Jesus Christus</q>, sondern <q>Teilhabe am <i>Blut/Leib</i> Christi</q>.
br
| Das lässt darauf schließen, dass Paulus eine umfassende Teilhabe der Gläubigen am Mysterium von Leiden, Sterben, Tod und Auferstehung Jesu meint:
| eine <b><q>Schicksalsgemeinschaft</q></b>, wie sie Paulus im Hinblick auf die Taufe in Röm 6,3-6(-14) ausführt (wird in jeder Osternacht gelesen!):
p.slide(style="margin-left: 30px;")
i
| Wisst ihr denn nicht, dass wir, die wir auf Christus Jesus getauft wurden, <u>auf seinen Tod getauft</u> worden sind?
br
| Wir wurden ja mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod, damit auch wir, so wie Christus durch die Herrlichkeit
| des Vaters von den Toten auferweckt wurde, <u>in der Wirklichkeit des neuen Lebens wandeln</u>.
br
| Wenn wir nämlich mit der Gestalt seines Todes verbunden wurden, dann werden wir es auch mit der seiner Auferstehung sein.
br
| Wir wissen doch: Unser alter Mensch wurde <u>mitgekreuzigt</u>, ... damit wir nicht mehr Sklaven der Sünde sind. ...
br
| <u>So begreift auch ihr euch als Menschen, die für die Sünde tot sind, aber für Gott leben in Christus Jesus.</u> ...
| Stellt eure Glieder nicht der Sünde zur Verfügung als Waffen der Ungerechtigkeit, sondern <u>stellt euch Gott zur Verfügung</u>
| wie solche, die von Toten zu Lebenden wurden, und stellt eure Glieder als Waffen der Gerechtigkeit <u>in den Dienst Gottes</u>!
p.slide.nomarginbottom
b Gemeinschaft mit Jesus Christus, dem Gekreuzigten und Auferstandenen, bedeutet daher in Taufe wie Mitfeier und Empfang der Eucharistie:
.alert.alert-primary.slide
b
i
| Wir werden in das Geschehen von Tod und Auferstehung Jesu Christi mit hineingenommen:
br
| Wir erhalten Anteil am Leben des Auferstandenen; sein Sieg über Sünde und Tod ist auch uns geschenkt und will unser Leben prägen.
br
span.slide Das bedeutet zweierlei:
b
i
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide Wir werden auch einmal - nämlich wenn wir gestorben sind - auferstehen und für immer bei Gott und Christus sein.
li.slide Für dieses irdische Leben bedeutet es aber: <u>Jesu <q>Lebensmodell</q> soll sich in unserem eigenen Leben ausprägen</u>:
br
| Wir sollen unser Leben in den Dienst Gottes stellen, und das heißt: in den Dienst an den Mitmenschen.
br
span.small (Ganz in dem Sinne, wie es Markus mit seiner <q>Lehre auf dem Weg</q> beschreibt und wie auch er Taufe und Eucharistie sieht.)
h4.slide(style="margin-top: 30px;") Die christliche Gemeinde als <q>Leib Christi</q>
p.slide
b
| <i>Ein</i> Brot ist es.
br
| &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Darum sind wir <i>viele</i>
br
| &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<i>ein Leib</i>;
br
| &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; denn <i>wir alle</i> haben teil
br
| an dem <i>einen</i> Brot.
p.nomarginbottom.slide
| Dieser Satz macht deutlich, dass die Gemeinschaft mit Jesus Christus nicht etwas Individualistisch-Privates ist,
| sondern auf die Gemeinschaft der Glaubenden abzielt.
br
| Dabei fällt auf: <b><i><q>Leib Christi</q> ist als Begriff bei Paulus mehrdeutig: er bezeichnet das eucharistische Brot, aber auch die Gemeinschaft der Glaubenden!</i></b>
.alert.alert-primary.slide
p
b
i
| Die <u>gemeinsame</u> Teilhabe der vielen an dem einen (eucharistischen) Brot [und damit an Christus] stellt auch Gemeinschaft untereinander her,
| so dass die Gemeinde selbst ein einziger <q>Leib</q> ist:
| Der im eucharistischen Mahl empfangene Leib Christi verbindet die Empfangenden zum Leib Christi.
br
| Dabei schwingt für Paulus bei <q>Leib Christi</q> im Sinne der Gemeinde die Vorstellung eines
| Organismus mit,
| in welchem die einzelnen <q>Organe</q> und <q>Glieder</q> füreinander sorgen (bzw. sorgen sollen).
p.slide.nomarginbottom
| Paulus führt dies in 1 Kor 12 näher aus und betont dabei (dort und auch in 1 Kor 13) nachdrücklich,
| dass sich niemand angesichts der Gnadengaben, die er als Glied des Leibes Christi erhalten hat,
| über andere erheben soll, sondern dass man sie einsetzen soll zum Dienst an der Gemeinschaft und ihren Gliedern.
br
i
| Wie nämlich die Gemeinschaft mit Christus in der Eucharistie keine nur geistige oder symbolische ist, sondern eine reale,
| so muss auch die Gemeinschaft der Christen untereinander eine echte und reale sein, mit allem, was dazugehört;
| und das schließt besonders die gegenseitige Hilfe ein.
h4.slide(style="margin-top: 30px;") Taufe und Eucharistie - Sakramente der Gemeinschaft
p.nomarginbottom.slide
i Beide Sakramente stehen - wie gesehen - im Dienst der Gemeinschaft mit Christus und der Glaubenden untereinander:
ul.nodisplay
li.slide
b Die Taufe gliedert in den <q>Leib Christi</q> ein: sie konstituiert die Gemeinschaft mit Christus und den anderen Gläubigen.
|
br
span.small Vgl. Gal 3,27-28 (<q>Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen. ... Ihr alle seid <i>einer</i> in Christus Jesus</q>); 1 Kor 12,12-13 (<q>Durch den einen Geist wurden wir in der Taufe alle in einen einzigen Leib aufgenommen ...</q>)
li.slide
b Die Mitfeier der Eucharistie aktualisiert diese Eingliederung in den <q>Leib Christi</q> je neu und setzt sie in Geltung.
br
span.slide Das bedeutet für die Praxis:
ul.nodisplay
li.slide Die Eucharistie sollte regelmäßig mitgefeiert und empfangen werden - als <q>Auffrischung</q> der Taufe bzw. der Gemeinschaft mit Christus und den anderen Gläubigen.
li.slide Eigentlich angedacht ist eine <i>wöchentliche</i> Mitfeier am Sonntag als dem wöchentlichen Ostern.
li.slide Dabei sind die Gespräche vor und nach dem Gottesdienst sowie die Interaktionen innerhalb des Gottesdienstes Ausdruck der Gemeinschaft mit Christus und untereinander.
h2(style="margin-top: 75px;").slide Paulus 2 (1 Kor 11,17-34)
p.slide
span.small
| Wenn ich schon Anweisungen gebe: Das kann ich nicht loben, dass ihr nicht zu eurem Nutzen, sondern zu eurem Schaden zusammenkommt.
| Zunächst höre ich, dass es Spaltungen unter euch gibt, wenn ihr als Gemeinde zusammenkommt; zum Teil glaube ich das auch. ...
| Wenn ihr euch versammelt, ist das kein Essen des Herrenmahles; denn jeder nimmt beim Essen sein eigenes Mahl vorweg
| und dann hungert der eine, während der andere betrunken ist.
| Könnt ihr denn nicht zu Hause essen und trinken?
| Oder verachtet ihr die Kirche Gottes?
| Wollt ihr jene demütigen, die nichts haben?
| Was soll ich dazu sagen? Soll ich euch etwa loben?
| In diesem Fall kann ich euch nicht loben.
br
b
| Denn ich habe vom Herrn empfangen, was ich euch dann überliefert habe:
br
| Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde,
| Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: <q>Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis!</q>
br
| Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sagte: <q>Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut. Tut dies,
| sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis!</q>
br
| Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.
br
span.small
| Wer also unwürdig von dem Brot isst und aus dem Kelch des Herrn trinkt, macht sich schuldig am Leib und am Blut des Herrn.
| Jeder soll sich selbst prüfen; erst dann soll er von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken.
| Denn wer davon isst und trinkt, ohne den Leib zu unterscheiden
| der zieht sich das Gericht zu, indem er isst und trinkt. ...
| Wenn ihr also zum Mahl zusammenkommt, meine Brüder und Schwestern, wartet aufeinander.
| Wer Hunger hat, soll zu Hause essen; sonst wird euch die Zusammenkunft zum Gericht. ...
p.slide(style="margin-top: 20px;").nomarginbottom
b Kontext: Soziale Spannungen und gemeinschaftsschädigende Missstände in der Gemeinde
br
span.small Von ihnen ist im Ersten Brief an die Korinther immer wieder die Rede.
ul.nodisplay
li.slide Die Eucharistiefeier in Korinth war offenbar mit einem Sättigungsmahl verbunden - ähnlich wie wenn wir vor dem Gottesdienst frühstücken oder nach dem Gottesdienst beisammen bleiben und etwas essen.
li.slide Die sozialen Spannungen in der Gemeinde haben sich auch in der Eucharistiefeier gezeigt, vor allem beim Sättigungsmahl.
li.slide Dies ist für Paulus besonders schlimm: <q>kein Essen des Herrenmahles</q>, <q>zieht sich das Gericht zu</q>.
li.slide
| Das Wörtchen <q>unwürdig</q> im Hinblick auf Brot-Essen und Aus-dem-Kelch-Trinken bei der Eucharistie bezieht sich
| - da es als Adverb(!) die Handlung qualifiziert -
| auf die ganzen Umstände des Herrenmahles, das Setting insgesamt, das Wie des Miteinander-Feierns
| (und nicht auf den sittlichen Zustand des Einzelnen).
li.slide
| Die Wendung <q>ohne den Leib zu unterschieden</q> (= recht zu beurteilen) meint dann:
| ohne zu bedenken, dass die Eucharistiefeier nicht irgend ein Essen ist
| und die versammelte Gemeinschaft durch die gemeinsame Teilhabe an dem einen Brot
| <q>Leib Christi</q> ist, was - nicht zuletzt bei der Feier der Eucharistie selber - die Verpflichtung nach sich zieht,
| aufeinander zu achten, in Liebe füreinander zu sorgen
| (und nicht jeder nur für sich).
p.nomarginbottom.slide
b Grundaussagen zur (Feier der) Eucharistie
ul.nodisplay
li.slide
i <q>Das ist mein Leib <b>für euch</b>.</q>
ul.nodisplay
li.slide
| Im Brot, das Jesus den Jüngern reicht, schenkt er sich selber.
li.slide
//- | So ist dieses Brot Realsymbol für die im Tod am Kreuz vollzogene, leibhaftige Selbsthingabe Jesu Christi für die Seinen,
//- | um sie aus der Gewalt von Sünde und Tod zu retten.
| Das Brot wird mit Jesus selbst bzw. seiner im Tod am Kreuz vollzogenen, leibhaftigen Selbsthingabe für die Seinen identifiziert,
| mit der er sie aus der Gewalt von Sünde und Tod rettet.
li.slide Im Essen des Brotes erhalten die Mitfeiernden Anteil daran, wird Jesu Tod ein Tod für dich und mich.
li.slide
//- | Weil Christus sich selbst gibt und das Brot Realsymbol für diese seine Hingabe ist,
| Weil Jesus das Brot mit sich selbst bzw. seiner Selbsthingabe indentifiziert,
| ist er im Mahl real personal gegenwärtig,
| aber nicht nur als Person,
| sondern in seinem <u>Dasein für die Seinen</u>, das im Tod am Kreuz seinen Höhepunkt gefunden hat,
| und gibt Anteil an sich selbst.
li.slide
| Das <b>nimmt die Adressaten in die Pflicht</b>:
| ein unsoziales Verhalten, wie es sich in Korinth im Umfeld der Mahlfeier abspielt,
| passt überhaupt nicht zum Inhalt des Deutewortes.
.alert.alert-primary.slide
b
i
| Gefordert wird gegenseitige Rücksichtnahme im Geist der Liebe,
| die der Liebe Jesu und der Liebe Gottes zu entsprechen versucht - bei der Eucharistiefeier selber, und darüber hinaus im ganzen Leben.
li.slide
i <q>Dieser Kelch ist <b>der neue Bund</b> in meinem Blut.</q>
ul.nodisplay
li.slide
| Der kreisende und getrunkene Kelch, der den heilswirksamen Tod Jesu repräsentiert, <b>integriert die Mahlteilnehmer
| in den durch Jesu Blut konstituierten Neuen Bund</b>.
li.slide
| Im gemeinsamen Mahl der Eucharistie erfährt die Gemeinde die gegenwärtige Gültigkeit des
| in der Lebenshingabe Jesu Christi von Gott gestifteten Bundes und
| werden die Mahlfeiernden als Volk Gottes zusammengebunden.
br
| Das Herrenmahl hat also eine gemeinschaftsstiftende Intention und Funktion.
//- li.slide Der <q>Neue Bund</q> ist nach Jer 31,31-40 ein Bund zwischen Gott und den Menschen, der (unter anderem) folgende Elemente zum Inhalt hat:
//- ul.nodisplay
//- li.slide <q>Keiner wird mehr den anderen belehren ...</q>
//- br
//- span.slide Also: nicht erhebt sich einer über den anderen (aus welchem Grund auch immer).
//- li.slide <q>Ich [= Gott] vergebe ihre Schuld, an ihre Sünde denke ich nicht mehr.</q>
//- br
//- span.slide Da ist es unmöglich, dass ich bei der Gedächtnisfeier des Bundes durch unsoziales Verhalten Schuld auf mich lade.
li.slide
| Hier spielt auch das zu 1 Kor 10,16-17 Gesagte eine Rolle: Die gemeinsame Teilhabe an Leib und Blut Christi
| lässt die Gemeinde selber zum <q>Leib Christi</q> werden, zu einer Gemeinschaft also,
| in der alle Glieder zusammen gehören und füreinander sorgen.
.alert.alert-primary.slide
b
i
| Der Bund, der in Jesu Sterben gründet, hat eine vertikale und eine horizontale Dimension:
br
| Er ist nicht nur ein Bund zwischen Gott und den Menschen,
| sondern schließt auch das bundes-gemäße Verhalten zu den Mitchristen ein.
li.slide
i <b>Rahmung</b>: <q>Jesus, der Herr, nahm <b>in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde,</b> Brot</q>;
i <q>sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, <b>verkündet</b> ihr <b>den Tod des Herrn</b></q>.
br
i <b>Auftrag:</b> <q>Tut dies ... <b>zu meinem Gedächtnis</b>!</q> (2x!)
br
span.slide Das <b>Herrenmahl vergegenwärtigt die Todesstunde Jesu</b> bzw. das Leben Jesu insgesamt als Leben-für (die Menschen).
ul.nodisplay
li.slide
i <q>in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde</q>
ul.nodisplay
li.slide Paulus erinnert an den geschichtlichen Ursprung des Herrenmahles.
li.slide
| Die christliche Eucharistiefeier hat damit nicht einen zeitlosen oder in die Urzeit weisenden Mythos
| (eine erdachte Göttergeschichte) zur Grundlage
| - wie viele andere religiöse Mahlfeiern zur Zeit des Paulus -,
| sondern ein geschichtliches Ereignis: die Kreuzigung Jesu und das <q>Letzte Abendmahl</q>, das darauf bezogen ist.
li.slide
i <q>ausgeliefert</q>
ul.nodisplay
li.slide
i Dieses eine Wort kann als verdichtete Kurzformel der ganzen Passion Jesu verstanden werden.
li.slide
| Es ist eine passive Formulierung ohne Angabe des Akteurs. Es kann somit als ein <q>passivum divinum</q> verstanden werden,
| d. h. die Aussage ist so zu interpretieren, dass es Gott selbst ist,
| der seinen Sohn zum Heil der Menschen in den Tod ausliefert.
li.slide
| Damit ist dieses Wort, das im Neuen Testament öfter begegnet (Röm 4,25; 8,32; Gal 2,20; Mk 9,11; 10,33, 14,10),
| nicht nur eine historische Notiz oder auf den Verrat des Judas einzugrenzen, sondern
| schon an sich eine Heilsaussage.
li.slide
i <q>Tut dies zu meinem Gedächtnis!</q>
ul.nodisplay
li.slide Aufruf zur regelmäßigen Wiederholung!
li.slide
| <q>Gedächtnis</q> bzw. griechisch <q>anamnäsis</q> meint nicht einen rein mentalen und kognitiven Vorgang,
| nicht nur geistige Rückschau und Rückbesinnung, nicht nur Erinnerung,
| sondern <i>Vollzug und Vergegenwärtigung einer (für eine Gruppe) besonders wichtigen und maßgeblichen
| Vergangenheit in Worten und Handlungen</i>.
br
span.slide
| Es geht also nicht darum, Jesus einfach dankbar im Gedächtnis zu behalten,
| sondern darum, dass Jesus Christus selbst bei der Feier des Mahles zu den Seinen
| kommen und sie mit seiner Gegenwart und mit seinem Sieg über Sünde und Tod zugleich beschenken und verpflichten will.
li.slide
i <q>verkündet ihr den Tod des Herrn</q>
ul.nodisplay
li.slide
| Stellt noch einmal das ganze Mahl in den Horizont des Kreuzestodes Jesu.
li.slide
| Das Mahl selbst ist eine Verkündigung des Todes Jesu;
| der Tod Jesu ist - zusammen mit der Auferstehung - der eigentliche Inhalt (das <q>Thema</q>) jedes christlichen Gottesdienstes.
| Ferner gilt, dass die Form der Feier dem entsprechen muss - was bestimmte Verhaltensweisen fordert und andere ausschließt.
li.slide.small
| An anderen Stellen (nicht nur) im Ersten Brief an die Korinther hebt Paulus ausdrucklich hervor,
| dass (besonders sein eigener) christlicher Verkündigungsinhalt Christus <i>als Gekreuzigter</i> ist
| und dass dieses Bekenntnis zu Christus als dem Gekreuzigten Folgen haben muss im Leben als Christ
| (ganz analog zur <q>Lehre auf dem Weg</q> im Markus-Evangelium).
br
| In diesem Sinne steht die Gegenwart bis zur Wiederkunft Jesu unter dem Vorzeichen des Kreuzes.
li.slide
| Gerade weil das Mahl sich auf den geschichtlichen und realen Tod Jesu am Kreuz bezieht, der als
| maßgebliche Vergangenheit vergegenwärtigt wird,
| ist es mit einer heiligen Ernsthaftigkeit zu feiern, die Ursprung und Inhalt nicht vergisst.
br
span.slide Paulus verdeutlicht dies auch durch die Gerichtsthematik in den VV 27-32!
.alert.alert-primary.slide
b
i
| Paulus richtet sich gegen eine Geschichtsvergessenheit, die Jesu Leben, Leiden und Sterben vergisst - also nur
| den Auferstandenen, nicht aber den Gekreuzigten sieht -,
| und bringt Ernst und Verantwortung in die Feier (und das christliche Leben insgesamt) hinein.
li.slide
i <q>... verkündet ihr den Tod des Herrn, <b>bis er kommt</b>.</q>
ul.nodisplay
li.slide
| Der Ausblick auf das kommende Reich Gottes gehört zum Herrenmahl fest dazu;
| das Mahl wird in Erwartung des Wiederkommens Jesu gefeiert.
li.slide
| Einerseits erweist sich die Eucharistie als <b><q>Sakrament der Zwischenzeit</q></b>, das den Christen dabei hilft,
| die Strecke zu überbrücken, die noch zurückzulegen ist bis zur endgültigen Offenbarung
| des Herrn am Ende der Tage.
li.slide
| Andererseits wird durch den Ausblick auf die Wiederkunft Jesu auch Ernsthaftigkeit und Verantwortung im
| Hinblick auf das christiche Leben und besonders die Eucharistiefeier eingeschärft -
| wird Jesus bei seiner Wiederkunft doch über die Welt zu Gericht sitzen.
li.slide
| So erinnert Paulus daran, dass christliche Existenz aus der Spannung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft lebt,
| wie sich auch bei der Eucharistiefeier zeigt.
.alert.alert-primary.slide
p
b
i
| In dankbarer, aber auch ernsthafter Vergegenwärtigung des Todes Jesu [Vergangenheit]
| wird das Herrenmahl gefeiert.
p.slide
b
i
| Es erneuert die Zugehörigkeit zum in Jesu Tod geschlossenen <q>(Neuen) Bund</q> bzw. zum <q>Leib Christi</q> [Gegenwart],
br
| erneuert also einerseits die Verbindung mit Christus, dessen (verborgene, aber reale, im Zeichen des Mahles begangene) Gegenwart
| als des gekreuzigten und auferstandenen Herrn es vermittelt [Zuspruch];
br
| andererseits erneuert es die Verbindung zu den anderen Christen und verpflichtet - gerade als Gedächtnis des Todes Jesu - zu einem Leben aus dem Glauben:
| ein Leben aus dem Geist der Liebe und der Hingabe füreinander - beim Herrenmahl selbst und im ganzen Leben [Anspruch].
p.nomarginbottom.slide
b
i
| Mahlfeier wie christliches Leben insgesamt sind im Horizont der Wiederkunft Jesu zu verstehen, die wir als Vollendung aller Welt und Zeit erwarten [Zukunft];
| damit wird auch zu Ernsthaftigkeit und Verantwortung gerufen, wird Christus doch als „Richter der Lebenden und Toten“ erwartet.
//- li.slide
//- i <q>ohne den Leib zu unterschieden</q> (= recht zu beurteilen)
//- ul.nodisplay
//- li.slide
//- | <q>Leib</q> ist hier - ganz im Sinne auch von 1 Kor 10,16-17 -
//- | die christliche Gemeinde als der durch das Mahl konstituierte <q>Leib Christi</q>.
//- li.slide
//- | Der im Sakrament empfangene Leib Christi verbindet die Empfangenden zum Leib Christi;
//- | das zieht - gerade weil die Gemeinde als <q>Leib Christi</q> aus dem Tod (und der Auferstehung) Jesu lebt -
//- | die Verpflichtung nach sich, aufeinander zu achten, in Liebe füreinander zu sorgen
//- | (und nicht jeder nur für sich).
//- li.slide Wer sich an der Gemeinde vergeht, macht sich am Leib Christi, das heißt: an Christus selber, schuldig.
+bottom_08("eucharistie")
//- Gott hat den Fluch verhängt, aber der Mensch hat ihn sich zugezogen;
//- er ist Setzung Gottes, aber als Antwort auf die Sünde wirksam.
//- Aufhebung des Fluches schließt daher Sündenvergebung ein.
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$('[data-toggle="tooltip"]').tooltip()
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View File

@@ -0,0 +1,107 @@
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+headline("Eucharistie - Heiliger Geist")
span Heiliger Geist
h2(style="margin-top: 25px;") Geist - Geistlich - Begeisterung
.small Schreibgespräch
ul.nodisplay
li.slide
| Bringt zu diesen Begriffen
| <b>kurze Gedanken, Fragen, Assoziationen oder auch Bilder</b> zu Papier <i>alles, was euch zu den darauf stehenden Worten einfällt.</i>
li.slide
| Dazu steht euch das ganze Blatt zur Verfügung - auch kreuz und quer.
li.slide
b Dabei könnt ihr euch auch auf das beziehen, was andere bereits geschrieben oder gemalt haben.
li.slide
b Während der Schreib-/Mal-Phase wird nicht gesprochen!
p.slide
i Kurze Besprechung der Äußerungen, Beantwortung der Fragen.
br
| Hat das was mit dem <i>Heiligen</i> Geist zu tun?
h2.slide(style="margin-top: 75px;") Die sieben Gaben des Heiligen Geistes
p.nomarginbottom.slide
b Jesaja 11,1-2 [LXX]
p.slide
| Aus dem Baumstumpf Isais wächst ein Reis hervor, ein junger Trieb aus seinen Wurzeln bringt Frucht.
br
| Der Geist des Herrn ruht auf ihm:
br
span.slide der Geist der <b>Weisheit</b>
|
span.slide und der <b>Einsicht</b>,
br
span.slide der Geist des <b>Rat</b>es
|
span.slide und der <b>Stärke</b>,
br
span.slide der Geist der <b>Erkenntnis</b>,
|
span.slide der <b>Furcht des Herrn</b>
|
span.slide und der <b>Frömmigkeit</b>.
p.slide
b Was bedeuten diese Gaben?
br
span.small Austausch <span class="oi oi-arrow-right"></span> Flipchart
p.slide.nomarginbottom
b Vorschläge
table.vertical-border.table.slide
tbody
tr
td(style="border-top: 0px; width: 10em;")
b Weisheit
td.slide(style="border-top: 0px;")
| damit man nicht wegen unwichtiger Dinge aus der Haut fährt, Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden kann.
tr.slide
td
b Einsicht
td.slide
| damit man in dieser komplizierten Welt den Überblick behält und nicht auf Fake-News hereinfällt.
tr.slide
td
b Rat
td.slide
| damit einem in schwierigen Fällen eine Lösung einfällt, man nicht voreilig urteilt oder unangemessen reagiert.
tr.slide
td
b Stärke
td.slide
| damit man auch mit Hindernissen fertig wird und (Gruppen-)Zwängen und Ängsten begegnen kann.
tr.slide
td
b Erkenntnis
td.slide
| damit man unterscheiden kann, was richtig und falsch, gut und böse ist - und sich in den <q>alternativen Wahrheiten</q> zurechtfindet, auf welche man im Leben stößt.
tr.slide
td
b Frömmigkeit
td.slide
| damit man den Kontakt zu Gott nicht verliert, ihn, seine Taten und seine Barmherzigkeit nicht vergisst.
tr.slide
td
b Furcht des Herrn
td.slide
| damit man nicht glaubt, Menschen könnten so groß wie Gott sein;
br
| damit man dem Beispiel Christi, der gekommen ist, um zu dienen, im eigenen Leben folgt.
+bottom_08("hlgeist")
script.
push_slide_stack('.slide')

View File

@@ -0,0 +1,318 @@
extends ../layout
include ../mixins
block content
+headline("Schuld - Vergebung - Versöhnung")
span Mk 14,53-15,47: Die siebte <q>Woche</q> im Wirken Jesu, Teil 3
h2 Was wird erzählt? Was ist aufgefallen? Was hat mich irritiert? Wo habe ich Fragen?
h2.slide(style="margin-top: 50px;") Die Erzählungen genauer betrachtet
h4.slide(style="margin-top: 15px;")
b
i Die siebte <q>Woche</q> des Wirkens Jesu (Mk 14,1-14,52), Teil 3
h5.slide(style="color: peru;").small
b Mittwoch: Eröffnung von Leiden und Sterben in Jerusalem
.viewbox.slide.konzentrisch-1(style="background-color: darkgrey;").small
p.nomarginbottom
b Mk 14,10-11 Die Absprache zum Verrat eines der Zwölf (Judas)
h5.slide(style="color: peru;").small
b Donnerstag 1: Das Pessach-/Pascha-Mahl Jesu
.viewbox.slide.konzentrisch-2(style="background-color: darkgrey;").small
p.nomarginbottom
b Mk 14,17-21 Der Hinweis auf den Verrat durch Judas
h5.slide(style="color: peru;").small
b Donnerstag 2: Die <q>Stunde</q> Jesu und das Versagen der Jünger
.viewbox.slide.small
p.nomarginbottom
b Mk 14,26-31 Die Ankündigung der Verleugnung durch Petrus
.viewbox.slide.small
p.nomarginbottom
b Mk 14,43-52 Die Gefangennahme
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide Mit einer Geste vertrauter Freundschaft wird Jesus durch Judas verraten.
h5.slide(style="color: peru;")
b Freitag 1: Die beiden Gerichtsverhandlungen
.viewbox.slide
p.nomarginbottom
b Mk 14,53-72 Verhandlung vor dem Hohen Rat der Juden und Verleugnung durch Petrus
.viewbox.slide.konzentrisch-2
p.nomarginbottom
b Mk 14,53 Exposition
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide <i>Jesus</i> wird ins Haus des Hohepriesters gebracht
li.slide <i>Petrus</i> ist draußen im Hof
.viewbox.slide.konzentrisch-3
p.nomarginbottom
b Mk 14,55-65 Verhör drinnen: <i>Jesus bekennt</i> sich als Messias und Sohn Gottes
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide <i>Falsche Zeugen</i> treten auf;
br
span.slide da ihre Zeugnisaussagen nicht übereinstimmen, hätte Jesus eigentlich nicht verurteilt werden können.
li.slide Auf die Frage, ob Jesus der <q>Sohn des Hochgelobten</q> (= Gottes) ist, antwortet Jesus mit <q>Ich bin (es)</q>.
br
span.slide Das ist <i>mehr</i> als ein <q>Ja</q>: Jesus antwortet mit der <i>alttestamentlichen Gottesformel</i> (Ex 3!).
.viewbox.slide.konzentrisch-2
p.nomarginbottom
b Mk 14,66-72 <q>Verhör</q> draußen: <i>Petrus leugnet</i>, Jesus zu kennen.
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide Dreimal wird Petrus zu seiner Zugehörigkeit zu Jesus befragt.
li.slide Petrus geht verbal und lokal auf Abstand zu Jesus.
ul.nodisplay
li.slide 1: leugnen im Hof
li.slide 2: leugnen im Vorhof
li.slide 3: fluchen und schwören im Vorhof
li.slide Petrus bereut (V 72!).
.viewbox.slide
p.nomarginbottom
b Mk 15,1-15 Verhör vor Pilatus
.viewbox.slide.konzentrisch-2
p.nomarginbottom
b Mk 15,1-5 <q>drinnen</q>: Pilatus und Jesus: Befragung, aber keine Verurteilung
br
span.slide
b
i
u Jesus, König der Juden
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide Jesus bekennt sich frei dazu, <q>König der Juden</q> zu sein, antwortet aber auf keine weiteren Fragen des Pilatus mehr.
li.slide
| Dieser wundert sich zwar, spricht aber kein Todesurteil - das eigentlich sofort hätte folgen <i>müssen</i>
| angesicht des Bekenntnisses Jesu.
li.slide
| Hat der (markinische) Pilatus durchschaut, dass Jesu Königtum <i>nicht</i> den sonst üblichen
| Erwartungen entspricht?
.viewbox.slide.konzentrisch-2
p.nomarginbottom
b Mk 15,6-15: <q>draußen</q>: Pilatus und die jüdischen Führer bzw. die Volksmenge: Befragung des Volkes (wie bei Petrus dreimal!)
br
span.slide
b
i
u Pilatus, gefügiger Vollstrecker des Willens der Massen
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide Pilatus hatte <q>erkannt, dass die Hohenpriester ihn [= Jesus] nur aus Neid überliefert hatten.</q>
li.slide Trotzdem lässt er Jesus nicht frei sondern lässt das Volk zwischen Jesus und dem Verbrecher Barabbas wählen.
li.slide Pilatus steht damit nicht zu seinem eigenen Urteil, sondern macht sich vom Urteil anderer abhängig!
li.slide Er wird schließlich wider besseres Wissen handeln!
li.slide
| Pilatus nutzt seine Stellung nicht, um dem Schwachen - hier dem angeklagten Jesus - zu helfen,
| sondern unterwirft sich der Mehrheitsmeinung - obwohl seine Stellung ihm anderes ermöglichte und eigentlich auch von ihm forderte!
.viewbox.slide
p.nomarginbottom
b Mk 15,16-20a Verspottung durch die römischen Soldaten
br
span.slide
b
i
u Pervertierte Einsetzung eines Königs
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide
i Jesus wird als König verkleidet
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide Purpurmantel - den tragen die Herrscher jener Zeit als Zeichen ihrer Königswürde
li.slide Dornenkrone - Spottversion der Strahlenkrone, mit der sich römische Herrscher auf Münzen darstellen lassen
li.slide Rohrstock, mit dem Jessu auf den Kopf geschlagen wird - statt Zepter als Zeichen der Macht in Jesu Hand
li.slide
i Jesus wird als König verspottet
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide <q>Sei gegrüßt, König der Juden!</q> (V 18)
li.slide Kniebeuge (V 19)
h5.slide(style="color: peru;")
b Freitag 2: Kreuzigung und Sterben Jesu
.viewbox.slide
p.nomarginbottom
b Mk 15,20b-27 Kreuzweg und Kreuzigung Jesu
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide
i Anspielungen auf Ps 22, den Psalm vom leidenden Gottesknecht
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide Ps 22,19: <q>Sie verteilen unter sich meine Kleider und werfen das Los um mein Gewand.</q>
li.slide Ps 22,8-9: <q>Alle, die mich sehen, verlachen mich, verziehen die Lippen, schütteln den Kopf: <q>Wälze die Last auf den Herrn! Er soll ihn befreien, er reiße ihn heraus, wenn er an ihm Gefallen hat!</q></q>
li.slide Ps 22,2 (direktes Zitat): <q>Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen.</q>
li.slide Man beachte aber: Ps 22 mündet nicht im Untergang, sondern im Lobpreis Gottes angesichts tatsächlich gewährter Hilfe: verdeckter Ausblick auf die Auferstehung!
li.slide
i Einspielungen von wichtigen Elementen der <q>Lehre auf dem Weg</q>
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide
i Simon von Cyrene trägt das Kreuz Jesu
br
span.slide
span.oi.oi-arrow-right
|
| Mk 8,34:
|
q Wenn einer hinter mir hergehen will [= mein Jünger sein will], verleugne er sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.
br
span.slide
span.oi.oi-arrow-right
|
| Mk 9,35:
|
q Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein.
br
span.slide
| Simon von Cyrene ist zum Diener des <q>Letzten der Letzten</q> geworden - gerade so ist er ein Beispiel für die Nachfolge.
li.slide
i Links und rechts neben Jesus <q>thronen</q> mitgekreuzigte Räuber
br
span.slide
span.oi.oi-arrow-right
|
| Mk 14,48:
|
q Wie gegen einen Räuber seid ihr mit Schwertern und Knüppeln ausgezogen, um mich festzunehmen.
br
span.slide
span.oi.oi-arrow-right
|
| Mk 10,37
|
q [Jakobus und Johannes] sagten zu Jesus:
q Lass in deiner Herrlichkeit einen von uns rechts und den anderen links neben dir sitzen!
br
span.slide
| Jesus-Nachfolge kann innerhalb dieser Erdenzeit dazu führen, dass man wie Jesus und die Jünger <q>zum Gespött der Leute</q> wird.
br
| <q>Ehrenplätze</q> ist nicht das, was Jünger Jesu anstreben sollten.
li.slide
i (Pervertierte) Anspielungen auf den Triumphzug von Kaiser Vespasian in Rom
br
span.small Das mögen zum Teil <q>Zufälle</q> sein, zum Teil werden Elemente der Passion von Markus bewusst in diesem Sinne gestaltet worden sein.
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide Im <q>Hof</q> des Pilatus hätte wohl keine <q>ganze Kohorte</q> (immerhin 600 bis 1000 Mann!) Platz gehabt.
br
span.slide Aber mit dem Zusammenrufen der ganzen Kohorte, von dem Mk 15,16 erzählt, beginnt der Triumphzug auf dem Marsfeld in Rom.
li.slide Der Triumphator tritt dazu aus seinem Feldherrnzelt heraus, das Prätorium genannt wird.
br
span.slide Genauso wird der Hof des Pilatus bezeichnet.
li.slide Dem Triumphator werden Purpurgewand und Lorbeerkranz angelegt als Insignien der Macht.
br
span.slide Vergleiche die Spott-Huldigung Jesu durch die römischen Soldaten!
li.slide Der Triumphzug schlängelt sich in feierlicher Prozession durch die Straßen Roms.
br
span.slide <q>Ähnlich</q> stellt man sich schon immer den Kreuzweg Jesu vor.
li.slide Am Ziel des Triumphzuges wird dem Triumphator Wein angeboten, den dieser aber nicht trinkt.
br
span.slide Mk 15,23: Auch Jesus wird Wein angeboten - wenn auch mit Myrrhe vermischt -, auch er trinkt ihn nicht.
li.slide Das Ziel des Triumphzuges in Rom ist das Kapitol: caput = Schädel.
br
span.slide Die Kreuzigung Jesu findet auf Golgota statt, Markus übersetzt ausdrücklich: Golgota = Schädelort!
li.slide Am Ziel des Triumphzuges wird der mitgeführte besiegte Feind getötet.
br
span.slide Rollentausch bei der Kreuzigung Jesu: der <q>König der Juden</q> selbst wird hingerichtet.
li.slide Vespasian wurde bei seinem Triumphzug von seinen beiden Söhnen begleitet: ein Trio der Macht.
br
span.slide Jesus wird zwischen zwei Räubern gekreuzigt: ein Trio der Ohnmacht.
.viewbox.slide
p.nomarginbottom
b Mk 15,29-32 Der Tod Jesu
.viewbox.slide.konzentrisch-2
p.nomarginbottom <i>Verspottung Jesu</i> u. a. durch die jüdischen Führer, mit
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide Bezug auf die <i>Tempelzerstörung</i>
li.slide Rückgriff auf <i>Hoheitstitel</i> (<q>Christus</q>, <q>König von Israel</q>) [Mk 15,29-32]
p.nomarginbottom.slide
span.oi.oi-arrow-right
span
|
b negatives Bekenntnis
.viewbox.slide.konzentrisch-3
p.nomarginbottom <i>Finsternis im ganzen Land</i> [Mk 15,33]
br
span.oi.oi-arrow-right
span
|
b Abwesenheit Gottes im Land
.viewbox.slide.konzentrisch-4
p.nomarginbottom <i>Jesu Schrei</i> der <b>Gottverlassenheit</b> [Mk 15,34]
.viewbox.slide.konzentrisch-5
p.nomarginbottom <i>Elija</i> kommt nicht [Mk 15,35-36]
br
span.oi.oi-arrow-right
span
|
b kein himmlischer Helfer
.viewbox.slide.konzentrisch-4
p.nomarginbottom Jesus stribt mit lautem <i>Schrei</i> und <b>haucht den Geist aus</b> [Mk 15,37]
.viewbox.slide.konzentrisch-3
p.nomarginbottom Der <i>Tempelvorhang zerreißt</i> [Mk 15,38]
br
span.oi.oi-arrow-right
span
|
b Abwesenheit Gottes im Tempel
.viewbox.slide.konzentrisch-2
p.nomarginbottom Römischer Hauptmann: <q>Wahrhaftig, dieser Mensch war ein Sohn eines Gottes!</q>
br
span.oi.oi-arrow-right
span
|
b positives Bekenntnis
p.nomarginbottom.slide
| <q>Sohn eines Gottes</q> war im römischen Reich <i>Kaisertitulatur</i>
br
span.slide Mit dem Bekenntnis des römischen Hauptmanns wird eine ungeheuerliche Umwertung ausgedrückt:
br
span.slide Nicht der mächtige Kaiser im Rom ist der <q>Erste</q>, sondern Jesus, der sich in seinem Leben und Sterben zum Diener aller gemacht hat.
br
span.slide Er, der sich selbst zum <q>Letzten</q> gemacht hat, ist zum <q>Ersten</q> geworden - gerade durch seinen Kreuzweg.
br
span.slide Mk 9,45: <q>Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein.</q>
.viewbox.slide
p.nomarginbottom
b Mk 15,40-41 Erzählerischer Nachtrag: Frauen aus der Gefolgschaft Jesu hatten die Kreuzigung von Ferne beobachtet.
.viewbox.slide
p.nomarginbottom
b Mk 15,42-47 Das Begräbnis Jesu
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide
| Joseph von Arimathäa geht ein großes Risiko ein (Mk 15,42: er <q>wagte es</q>, den Leichnam Jesu zu erbitten):
br
span.slide
| sich vor den römischen Behörden als Anhänger eines Gekreuzigten zu outen - bzw. als jemand, der mit ihnen Mitleid hatte, -
| konnte bedeuten, dass man selber gekreuzigt wurde.
li.slide
| Pilatus lässt den Tod Jesu ausdrücklich feststellen.
br
span.slide
| Damit soll Jesu Tod verbürgt sein: es war kein Scheintod, sondern Jesus war wirklich absolut tot.
| Daran gilt es vor allem im Hinblick auf die Auferstehung Jesu festzuhalen.
+bottom_09("mk")
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})

View File

@@ -0,0 +1,165 @@
extends ../layout
include ../mixins
block content
+headline("Schuld - Vergebung - Versöhnung")
span Schuldig werden
h2(style="margin-top: 25px;") Schuld in der Passion Jesu
p.slide
b
| Markus erzählt rund um Gefangennahme, Prozess, Verurteilung und Hinrichtung Jesu auch <q>schuldhaftes Verhalten</q>
| von diversen Personen.
br
span.small Austausch <span class="oi oi-arrow-right"></span> Flipchart
h4.slide(style="margin-top: 30px;") Judas und Petrus
.small Durchsichtig auf eine Fragestellung zur Zeit des Markus
p.slide.nomarginbottom <b><i>Christenverfolgungen unter Nero</i></b> (64 n. Chr.):
br
span.slide
i Wie umgehen mit jenen, die in der Verfolgung schwach geworden sind?
ul.nodisplay
li.slide
| Damals galt, was Mk 13,12 schreibt: dass
|
q Bruder den Bruder in den Tod liefern wird, und der Vater sein Kind, dass Kinder gegen ihre Eltern aufstehen und sie zur Hinrichtung führen werden
| :
br
span.slide
| Magistrate haben festgenommene Christen dazu bringen wollen, andere Christen zu denunzieren.
li.slide
| Manche werden tatsächlich den Bruder verraten haben
|
span.slide - wie Judas.
li.slide
| Andere werden den Glauben verleugnet haben
|
span.slide - wie Petrus.
br
span.slide.small
| Zumindest für eine spätere Zeit (unter Plinius dem Jüngeren, zwischen 111 und 113/115 n. Chr. römischer Statthalter in Bithynien in der heutigen Türkei) ist bekannt:
br
q
| Zu leugnen, Christ zu sein oder gewesen zu sein, sowie Christus zu verfluchen, das sind die beiden
| Kriterien, aufgrund derer der römische Statthalter Plinius in Bithynien diejenigen freilässt,
| die ihm als Christen angezeigt wurden.
|
span.footnote("Ebner, Markus 155.")
p.slide
b Über Judas bzw. sein Verhalten wird ein deutliches Urteil im Evangelium gesprochen (Mk 14,21):
br
span.slide
q Der Menschensohn muss zwar seinen Weg gehen, wie die Schrift über ihn sagt.
|
i Doch wehe dem Menschen, durch den der Menschensohn ausgeliefert wird! Für ihn wäre es besser, wenn er nie geboren wäre.
p.nomarginbottom.slide
b Petrus dagegen bekommt eine neue Chance:
ul.nodisplay
li.slide Der junge Mann, der am Ostermorgen im Grab die Auferstehung Jesu verkündet, erwähnt Petrus ausdrücklich (Mk 16,7):
br
q Sagt seinen Jüngern <i>und dem Petrus</i>: <q>Er geht euch voraus nach Galiläa, dort werden ihr ihn sehen, wie er es euch gesagt hat.</q>
li.slide Die Stelle im Evangelium, auf die sich das <q>wie er euch gesagt hat</q> bezieht, ist jene, bei der Jesus die Verleugnung durch Petrus ankündigt.
li.slide
| In der Konzeption der Markus-Evangeliums meint das <q>Er geht euch voraus nach Galiläa, dort werden ihr ihn sehen</q>,
| dass man das Evangelium wieder von vorne lesen soll.
br
span.slide Die erste Tat Jesu in Galiläa ist dann in Mk 1,16-20 die Berufung der ersten Jünger, und der allererste ist Petrus.
li.slide Damit ist ausgedrückt, dass Petrus vergeben wurde und er nach Ostern wieder in die Nachfolge Jesu eingetreten ist.
li.slide
i Ein Plädoyer des Evangelisten, auch jenen, die in der Verfolgung ihren Glauben geleugnet haben, eine zweite Chance zu geben?
h2.slide(style="margin-top: 75px;") Judas und Petrus <i>heute</i>
h4.slide Judas
p.slide.nomarginbottom
b <i>Judas</i> kann für alle stehen, die durch eigenes schuldhaftes Verhalten andere Menschen in Bedrängnis bringen oder gravierenden Schaden anrichten.
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide Falsche Aussage bzw. Beschuldigung (8. Gebot: <q>Du wirst nicht falsch gegen deinen Nächsten aussagen.</q>).
li.slide Andere umbringen (5. Gebot: <q>Du wirst nicht morden</q>).
li.slide (Schlimmer, Existenz bedrohender) Diebstahl (7,9./10. Gebot: <q>Du wirst nicht stehlen.</q>, <q>Du wirst nicht begehren ...</q>)
li.slide Andere verführen, schuldig zu werden.
li.slide Untreue gegenüber Mitmenschen oder gegebenen Versprechen, mangelnde Verlässlichkeit (6. Gebot: <q>Du wirst nicht die Ehe brechen.</q>)
li.slide Andere verspotten, niedermachen etc.
li.slide <q>Letzte</q>, Menschen am Rande der Gesellschaft, Menschen mit Migrationshintergrund, Ausländer etc. verachten (<span class="oi oi-arrow-right"></span> <q>Lehre auf dem Weg</q>)
li.slide ...
li.slide Aber auch: Dinge, die <i>einem selbst schaden</i>:
ul.nodisplay
li.slide Gewalt gegen sich selbst.
li.slide Desinteresse an den eigenen Talenten und Fähigkeiten.
li.slide Sich gehen lassen.
li.slide Raubbau an den eigenen körperlichen Ressourcen (zu viel Sport; Alkohol, Drogen)
li.slide ...
li.slide Auch <i>Schaden</i>, der <i>an der Schöpfung</i> entsteht, gehört hierher:
ul.nodisplay
li.slide Umweltverschmutzung
li.slide Ignoranz gegenüber Mülltrennung
li.slide Tierquälerei
li.slide ...
li.slide Auch <i>Vergehen gegenüber nachfolgenden Generationen</i> ist hier zu nennen:
ul.nodisplay
li.slide Nicht-nachhaltiger Umgang mit den Ressourcen der Erde
li.slide Nur an sich denken
li.slide ...
li.slide Schließlich kann auch die <i>Beziehung zu Gott</i> schweren Schaden nehmen:
ul.nodisplay
li.slide Mangelnde oder ganz aufgegebene Pflege der Beziehung zu Gott
li.slide Kein Interesse an Gott und Religion
li.slide Glaube, dass am Ende des große Nichts auf uns wartet
li.slide Missachtung des Glaubens, dass Gott auch im Hier und Heute wirken kann
li.slide ...
p.slide
i All dies ist etwas ungeheuerlich Schlimmes!
br
span.slide
b
i Das kann man nicht einfach mit sich selber ausmachen!
p.slide.nomarginbottom
i
b Diese Vergehen haben trennenden Charakter:
ul.nodisplay
li.slide Sie trennen von der Gemeinschaft, von Freunden, von Familie, von Klassenkameraden, von Kollegen etc.
li.slide Sie trennen von sich selbst.
li.slide Sie trennen von der Umwelt.
li.slide Sie trennen von Gott.
p.slide
i Diese Trennungen müssen heilen - sonst haben sie <q>toxische Wirkung</q>: sie vergiften mein Lebensumfeld!
h4.slide Petrus
p.slide.nomarginbottom
b <i>Petrus</i> kann für jene stehen, die durch ihr schuldhaftes Verhalten <i>nicht</i> andere oder sich selbst in Mitleidenschaft ziehen bzw. keinen wirklichen Schaden anrichten
br
span.slide.small Klassische Beispiele:
ul.nodisplay.nomarginbottom.small
li.slide Notlügen (bei denen wirklich niemand zu Schaden kommt)
li.slide (Letztlich harmlose) Kabbelei zwischen Geschwistern und im Freundeskreis.
p.slide
i Auch dieses schuldhafte Verhalten ist und bleibt schuldhaft - aber es wiegt weniger schwer.
br
span.slide
i Auch hier braucht es Versöhnung.
h2(style="margin-top: 75px;").slide Weitere Hilfen, die Schwere von Schuld einzuschätzen
ul.nodisplay
li.slide <i>Maß der Entscheidungsfreiheit</i>: War ich frei in meinem Willen?
li.slide <i>Klarheit der Erkenntnis</i>: War ich mir des schuldhaften Handelns bewusst?
li.slide <i>Gewichtigkeit der Sache</i>: Ging es um eine Sache von großer Bedeutung?
p.slide
i Bedenke aber: Auch das Kleinreden von Schuld ist (schwere) Schuld!
+bottom_09("schuld")
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View File

@@ -0,0 +1,153 @@
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block content
+headline("Schuld - Vergebung - Versöhnung")
span Vergebung - Versöhnung
h2(style="margin-top: 25px;") Unbedingte Vergebungsbereitschaft
.small Als Zeichen für das angebrochene Gottesreich
p.slide
b Jesu ureigenstes Anliegen war gelingende geheilte Gemeinschaft der Menschen untereinander.
br
span.slide
i Im Christentum geht es ja auch nicht (nur) um die Erlösung vom Tod, sondern auch von der Sünde.
p.slide.nomarginbottom Und diese Erlösung von der Sünde wird in einem an Jesu Weisungen orientierten Leben konkret.
ul.nodisplay
li.slide Gerade deshalb betont Jesus die Ethik.
li.slide Gerade deshalb fordert Jesus unbedingte Vergebungsbereitschaft:
ul.nodisplay
li.slide
| Mt 18,21-22:
|
q
| Da trat Petrus zu ihm [= Jesus] und fragte: <q>Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er gegen mich sündigt? Bis zu siebenmal?</q>
| Jesus sagte zu ihm: <q>Ich sage dir nicht: Bis zu siebenmal, sondern bis zu siebzigmal siebenmal.</q>
br
span.slide Das heißt effektiv: <i>immer</i>!
li.slide
| Vaterunser bzw. Nachwort (Mt 6,12.14-15)
|
q
| Und erlass uns unsere Schulden, wie auch wir sie <i>unseren Schuldnern erlassen <u>haben</u>!</i>.
| ...
| Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, dann wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben.
| Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, dann wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.
h2.slide(style="margin-top: 75px;") Die gelebte Barmherzigkeit soll den schuldig gewordenen Menschen verändern
.small Kein einfaches <q>Weiter so</q>!
p.nomarginbottom.slide
b Röm 6,3-6(-14)
p.slide(style="margin-left: 30px;")
i
| Wisst ihr denn nicht, dass wir, die wir auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft worden sind?
br
| Wir wurden ja mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod, damit auch wir, so wie Christus durch die Herrlichkeit
| des Vaters von den Toten auferweckt wurde, <u>in der Wirklichkeit des neuen Lebens wandeln</u>.
br
| Wenn wir nämlich mit der Gestalt seines Todes verbunden wurden, dann werden wir es auch mit der seiner Auferstehung sein.
br
| Wir wissen doch: Unser alter Mensch wurde <u>mitgekreuzigt</u>, ... <u>damit wir nicht mehr Sklaven der Sünde sind</u>. ...
br
| <u>So begreift auch ihr euch als Menschen, die <u>für die Sünde tot</u> sind, aber für Gott leben in Christus Jesus.</u> ...
| Stellt eure Glieder nicht der Sünde zur Verfügung als Waffen der Ungerechtigkeit, sondern <u>stellt euch Gott zur Verfügung</u>
| wie solche, die von Toten zu Lebenden wurden, und stellt eure Glieder als Waffen der Gerechtigkeit <u>in den Dienst Gottes</u>!
p.nomarginbottom.slide
b Joh 8,1-11: Jesus und die Ehebrecherin
p.slide(style="margin-left: 30px;")
i
q
| Auch ich verurteile dich nicht.
br
u Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!
p.nomarginbottom.slide
b Lk 19,1-10 Der Zöllner Zachäus in Jericho
p.slide(style="margin-left: 30px;")
i
| ... Als Jesus an die Stelle kam [wo Zachäus auf den Baum geklettert war], schaute er hinauf und sagte zu ihm:
| <q>Zachäus, komm schnell unterunter! Denn ich muss heute in deinem Haus bleiben.</q> ...
br
| Zachäus aber wandte sich an den Herrn und sagte:
| <q>Siehe, Herr, die Hälfte meines Vermögens gebe ich den Armen, und wenn ich von jemandem zu viel gefordert habe,
| gebe ich ihm das Vierfache zurück.
br
| Da sagte Jesus zu ihm: <q>Heute ist diesem Haus Heil geschenkt worden ... Denn der Menschensohn ist gekommen,
| um zu suchen und zu retten, was verloren ist.</q>
h2.slide(style="margin-top: 75px;") Damit Versöhnung gelingt
.small Was es braucht, damit Versöhnung wirklich Versöhnung ist, die Folgen von Schuld heilen können
ul.nodisplay
li.slide <i>Aufrichtige Selbstreflexion</i>: Wirklich und ehrlich über sich selbst nachdenken
li.slide <i>Echte Reue</i>: da habe ich Mist gebaut, das ist meine Schuld, dafür schäme ich mich, ich wünschte, es wäre anders gelaufen ...
li.slide
| <i>Zeit</i>: Versöhnung ist immer (ein mehr oder weniger langer) Prozess:
| keine schnelle/billige Versöhnung: manchmal braucht es auch Zeit bei mir selbst als Täter,
| bis ich so Versöhnung empfangen kann, dass es für alle Beteiligten und auch für mich als Täter fruchtbar sein kann.
h2.slide(style="margin-top: 75px;") Versöhnung will begangen werden
.small Sichtbare Zeichen für Versöhnung
p.slide.nomarginbottom Schon in unserem Alltag ist (wirkliche) Versöhnung <i>mehr</i> als ein Wort ...
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide Umarmung
li.slide Handgeben
li.slide (Kleine!) Geschenke
li.slide Miteinander essen
li.slide.small Indianer: Friedenspfeife rauchen
p.slide
| Bei großeren Vergehen bzw. bei jenen, die öffentlich sind und das Umfeld betreffen (<span class="oi oi-arrow-right"></span> toxische Wirkung von Schuld)
| wirkt oft auch jemand mit, der für die Gemeinschaft steht (Lehrer, Gruppenleiter, Cliquen-Anführer etc.)
p.slide
b Nur, was (zeichenhaft) begangen wird, ist real.
h2.slide(style="margin-top: 75px;") Beichte
.small Versöhnung als Sakrament
p.slide.nomarginbottom
b Beichtgeheimnis
ul.nodisplay
li.slide Vertraut reden können ist etwas sehr Wichtiges - gerade, wenn es um so etwas unangenehmes wie eigene Schuld geht.
li.slide Für die eigene Verarbeitung von Schuld ist das <i>Aussprechen</i> von Schuld aber unablässig.
li.slide Die Beichte soll kein <q>Runterrattern von Sünden</q> sein, sondern ist ein echtes Gespräch auf Augenhöhe.
p.slide.nomarginbottom
b Vergebung von Gott her
p.slide Damit ist die Schuld als solche weg - aber es bleiben ggf. Folgen der Schuld.
p.slide.nomarginbottom
b Zuspruch <q>Verzeihung und Frieden</q>
p.slide.nomarginbottom Hier geht es nicht zuletzt um die <q>Nachwirkungen</q> der Beichte:
ul.nodisplay
li.slide Dass Versöhnung auch im zwischenmenschlichen Bereich gelingt.
li.slide Dass ich lerne, mit evtl. nicht mehr gut zu machenden Folgen meiner Schuld zu leben, versöhnt auch mit mir selbst sein kann.
li.slide Dass ich lerne, mit meinen eigenen Grenzen und der Begrenztheit des irdischen Lebens insgesamt umzugehen.
li.slide All dies wird je nach Sachlage auch im Beichtgespräch zum Thema werden.
h2.slide(style="margin-top: 75px;") Vertiefende Hinweise zur Beichte und Hilfen zur Gewissenserforschung
.small Nimm dir Zeit zur Vorbereitung auf die Beichte!
p.slide.nomarginbottom
b Gotteslob
ul.nodisplay
li.slide Nr. 593: Das Sakrament der Buße und der Versöhnung
li.slide.small Nr. 594: Die Feier der Versöhnung für Einzelne
li.slide
i Hilfen zur Gewissenserforschung für Jugendliche und Erwachsene
ul.nodisplay
li.slide Nr. 599: Vorbereitung
li.slide Nr. 600: Gewissenserforschung I
li.slide Nr. 601: Gewissenserforschung II (anhand der 10 Gebote)
+bottom_09("vergebung")
script.
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View File

@@ -0,0 +1,416 @@
extends ../layout
include ../mixins
block content
+headline("Schuld - Vergebung - Versöhnung")
span Mk 16,1-8: Der erste Tag der achten <q>Woche</q> im Markus-Evangelium
h2 Was wird erzählt? Was ist aufgefallen? Was hat mich irritiert? Wo habe ich Fragen?
p.slide
| Als der Sabbat vorüber war, kauften Maria aus Magdala, Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle,
| um damit zum Grab zu gehen und Jesus zu salben.
br
| Am ersten Tag der Woche kamen sie in aller Frühe zum Grab, als eben die Sonne aufging.
br
| Sie sagten zueinander: <q>Wer könnte uns den Stein vom Eingang des Grabes wegwälzen?</q>
| Doch als sie hinblickten, sahen sie, dass der Stein schon weggewälzt war; er war sehr groß.
br
| Sie gingen in das Grab hinein und sahen auf der rechten Seite einen jungen Mann sitzen,
| der mit einem weißen Gewand bekleidet war; da erschraken sie sehr.
br
| Er aber sagte zu ihnen:
br
| <q>Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesus von Nazaret, den Gekreuzigten.
br
| Er ist auferstanden; er ist nicht hier.
br
| Seht, da ist die Stelle, wohin man ihn gelegt hat.
br
| Nun aber geht und sagt den Jüngern und dem Petrus: <q>Er geht euch voraus nach Galiläa</q>; dort werdet ihr ihn sehen, wie er es euch gesagt hat.</q>
br
| Da verließen sie das Grab und flohen; denn Schrecken und Entsetzen hatte sie gepackt. Und sie sagten niemand etwas davon; denn sie fürchteten sich.
h2.slide(style="margin-top: 75px;") Die Erzählung vom leeren Grab und der Glaube an die Auferstehung Jesu
.small Das leere Grab als <i>Beweis</i> für die Auferstehung?
p.slide.nomarginbottom Das leere Grab an sich ist <i>mehrdeutig</i>:
ul.nodisplay.small
li.slide Der Leichnam Jesu könnte umgebettet worden sein - mit oder ohne Wissen der Jünger.
li.slide Man könnte sich auch im Grab geirrt haben.
li.slide Oder: war Jesus doch nicht wirklich tot?
li.slide Auch das Neue Testament selbst weiß um die Mehrdeutigkeit des leeren Grabes und antwortet darauf!
p.slide
b Das leere Grab an sich ist damit <i>kein Beleg, kein Beweis für die Auferstehung Jesu!</i>
p.slide
| Die Erzählung von der Auffindung des leeren Grabes kam auch erst relativ spät in die christliche Überlieferung.
br
| Am Anfang des Glaubens an die Auferstehung Jesu stand etwas anderes:
br
span.slide Die <i><u>Erscheinungen</u></i> Jesus als Auferstandener vor seinen Jüngern</b> und die entsprechenden Erzählungen.
br
span.slide.small
| (Ohne dass damit gesagt wäre, dass sich jede im Neuen Testament erzählte Begegnung mit dem Auferstandenen
| sich auf ein Ereignis stützt, das sich genau so ereignet hätte.)
h4.slide(style="margin-top: 15px;") 1 Kor 15,3-6: eine urchristliche Glaubensformel
p.slide.nomarginbottom
span.small
| Ich erinnere euch, Brüder und Schwestern, an das Evangelium, das ich euch verkündet habe.
| Ihr habt es angenomen; <i>es ist der Grund, auf dem ihr steht.</i>
| Durch dieses Evangelium werdet ihr gerettet, wenn ihr festhaltet an dem Wort, das ich euch verkündet habe,
| es sei denn, ihr hättet den Glauben unüberlegt angenommen.
br
| Vor allem habve ich euch überliefert, was auch ich empfangen habe:
p.slide.nomarginbottom(style="margin-left: 20px;")
| Christus ist <i>für unsere Sünden</i> <b>gestorben</b>,
p.slide.nomarginbottom(style="margin-left: 100px;")
| gemäß der Schrift,
p.slide.nomarginbottom(style="margin-left: 200px;")
| und ist <u>begraben</u> worden.
p.slide.nomarginbottom(style="margin-left: 20px;")
| Er ist <i>am dritten Tag</i> <b>auferweckt worden</b>,
p.slide.nomarginbottom(style="margin-left: 100px;")
| gemäß der Schrift,
p.slide(style="margin-left: 200px;")
| und <b><i><u>erschien</u></i></b> dem Kephas [= Petrus], dann den Zwölf.
p.slide.nomarginbottom
| An diesem christlichen Grundbekenntnis sind folgende Dinge wichtig:
ul.nodisplay
li.slide Das leere Grab wird gar nicht genannt.
br
span.slide.small Das wäre aber eigentlich sogar zu erwarten gewesen, wird doch das Begräbnis eigens erwähnt.
li.slide Das Begräbnis Jesu wird genannt als Beleg für das <i>echte</i> Totsein Jesu - nur Tote werden begraben.
br
span.slide Im zweiten, parallel zum ersten konstruierten Satz, in welchem es um die Auferstehung Jesu geht, sind an der entsprechenden Stelle im Satz die Erscheinungen Jesu genannt.
br
span.slide
i Gemäß dieses urchristlichen Grundbekenntnisses ist also nicht das leere Grab, sondern sind vielmehr die <b>Erscheinungen das Auferstandenen Beleg für seine <i>echte</i> Auferstehung</b>.
li.slide Bei entsprechendem Verständnis der Heiligen Schriften Israels kann man Tod und Auferstehung Jesu schon darin vorgezeichnet sehen (<q>gemäß der Schrift</q>).
br
span.slide Das Christus-Ereignis steht damit im Einklang zur bisherigen Offenbarung Gottes und seinem bisherigen Handeln!
li.slide Tod auf Auferstehung Jesu geschahen nicht um Jesu selbst will, sondern zum Heil der Menschen (<q>für unsere Sünden</q>, <q>am dritten Tag</q> [der dritte Tag ist im AT der Tag des heilvollen Eingreifens Gottes!]).
li.slide <q>Erscheinen</q> meint hier nicht <q>Gedankenblitze</q> oder <q>Visionen</q>, sondern real-leibliche Begegnungen.
br
span.slide.small In verschiedenen Erzählungen von Erscheinungen des Auferstandenen ist davon die Rede, dass Jesus mit seinen Jüngern gegessen und getrunken hat, dass man ihn anfassen konnte.
li.slide
| Das verwendete griechische Wort für <q>erscheinen</q> ist hier das gleiche wie es für Gotteserscheinungen verwendet wird:
| Die Erscheinungen des Auferstandenen geschehen aus dem Bereich Gottes heraus!
br
span.slide.small Auferstehung ist nicht einfach ein aus dem Grab wieder ins irdische Leben Zurückkehren (<span class="oi oi-arrow-right"></span> Vampire, Zombies), sondern ist Neuschöpfung, ist ein Zu-Gott-Kommen.
br
span.slide.small Das Christentum kennt keine Wiedergeburt, sondern Auferstehung; nicht quasi-ewiger Kreislauf von Wiedergeburten, sondern <i>ein</i> Leben auf der Erde und dann Auferstehung.
h2.slide(style="margin-top: 75px;") Mk 16,1-8 als Ende der Evangelien-Erzählung des Markus
.small So endet das Evangelium nach Markus!?
p.slide
b Mk 16,8
br
| Da verließen sie das Grab und flohen; denn Schrecken und Entsetzen hatte sie gepackt. Und sie sagten niemand etwas davon; denn sie fürchteten sich.
p.slide.small
| Die weiteren Verse (9-20), die in der Einheitsübersetzung abgedruckt sind, sind eine spätere Zufügung; vgl. auch die Hinweise zur Stelle in der Einheitsübersetzung!
p.slide.nomarginbottom <b>Damit endet das Markus-Evangelium</b> - <u>trotz Auferstehungsbotschaft!</u> - <b>in der Katastrophe</b>!:
ul.nodisplay
li.slide Die Jünger sind geflohen.
li.slide Die Frauen richten die Botschaft nicht aus.
p.slide Die Leser des Markus-Evangeliums wissen, dass die Auferstehungsbotschaft sich ausgebreitet hat - sonst wäre sie nicht zu ihnen (nach Rom) gekommen.
br
span.slide Sie wissen sicher auch um das christliche Grundbekenntnis 1 Kor 15! Sie kennen sicher Erzählungen von Erscheinungen des Auferstandenen!
br
span.slide
b
i Markus scheint also mit seinem eigenwilligen Schluss und mit der Nicht-Erzählen der Erfüllung der Ankündigung, man würde Jesus in Galiläa sehen, einen bestimmten Zweck zu verfolgen!
br
span.slide Er will seine Leser damit zu etwas bringen!
h2.slide(style="margin-top: 75px;") <q>Er geht euch voraus nach Galiläa</q>; dort werdet ihr ihn sehen!
.small Eine Ansage und ein Auftrag <i>an die Leser</i> des Evangeliums
p.slide
i Um diese Aussage zu verstehen, muss man einige Beobachtungen berücksichtigen:
h4.slide(style="margin-top: 30px;") In die Passion und die Kreuzigung sind <q>Hinweise</q> auf den Anfang des Evangeliums <q>eingebaut</q>
ul.nodisplay
li.slide Die Einspielungen von Ps 22 in die Passion erfolgen <i>in umgekehrter Reihenfolge</i>:
ul.nodisplay
li.slide Mk 15,24: <q>Sie verteilten seine Kleider, indem sie das Los über sie warfen</q> <span class="oi oi-arrow-right"></span> Ps 22,19
li.slide Mk 15,29: <q>Die Leute, die verbeikamen, verhöhnten ihn, schüttelten den Kopf ...</q> <span class="oi oi-arrow-right"></span> Ps 22,8-9
li.slide Mk 15,34: <q>Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?</q> <span class="oi oi-arrow-right"></span> Ps 22,2
li.slide(data-subslides=".slide-johdt")
| Die Erzählung vom Tod Jesu am Kreuz enthält einen Verweis auf die Sendung Johannes des Täufers (s. u. <q>kein himmlischer Helfer</q>).
li.slide(data-subslides=".slide-taufe")
| Die Erzählung vom Tod Jesu am Kreuz enthält direkte inhaltliche Gegensätzlichkeiten zur Erzählung von der Taufe Jesu (s. u.: blau).
br
span.slide Der Tod Jesu ist von <i>Gottferne</i> geprägt - Gottes Abwesenheit, kein himmlischer Helfer, der Geist wird ausgehaucht, Jesu Wirken als Menschen auf Erden endet -, bei der Taufe Jesu <i>bricht die Welt Gottes in die irdische ein</i>.
.slide-johdt.nodisplay
.viewbox
p.nomarginbottom <i>Verspottung Jesu</i> u. a. durch die jüdischen Führer
p.nomarginbottom
span.oi.oi-arrow-right
span
|
b negatives Bekenntnis
.viewbox.konzentrisch-2
p.nomarginbottom <i>Finsternis im ganzen Land</i> [Mk 15,33]
br
span.oi.oi-arrow-right
span
|
b Abwesenheit Gottes im Land
.viewbox.konzentrisch-3
p.nomarginbottom
| <i>Jesu Schrei</i> der <b>Gottverlassenheit</b> [Mk 15,34 = Ps 22,2]
br
q Eloi, Eloi, lema sabachtani: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
.viewbox.konzentrisch-4
p.nomarginbottom <i>Elija</i> kommt nicht [Mk 15,35-36]
br
span.oi.oi-arrow-right
span
|
b kein himmlischer Helfer
br
span.slide-johdt.nodisplay Die Umstehenden denken - so erzählt Markus -, Jesus würde nach Elija als himmlischem Retter rufen.
ul.nomarginbottom.nodisplay
li.slide-johdt.nodisplay
| Zu beachten:
|
q Juden würden den Gebetsruf niemals missverstehen und Römer könnten niemals auf die Figur des Elija kommen.
+footnote("Ebner, Markus 164.")
br
span.slide-johdt.nodisplay
span.oi.oi-arrow-right
|
i Es war also der Evangelist selbst, der sicher ganz bewusst in die Mitte der Kreuzigungsszene einen Hinweis auf das (Nicht-)Kommen des Elija gesetzt hat.
li.slide-johdt.nodisplay Mk 9,9-13: Gespräch über Elija, dessen Auftreten vor dem Kommen des Messias erwartet wurde.
br
| Mk 9,13:
br
q Ich sage euch: <q>Elija ist schon gekommen, doch sie haben mit ihm gemacht, was sie wollten, wie es in der Schrift steht.</q>
br
span.slide-johdt.nodisplay Das kann sich nur auf Johannes den Täufer beziehen!
br
span.slide-johdt.nodisplay
| So wissen die Leser:
br
| Elija war bereits gekommen, nämlich in der Gestalt Johannes des Täufers.
li.slide-johdt.nodisplay Mk 1,2-3 Auftrag Johannes des Täufers:
br
q
| Siehe, ich sended meinen Boten <b>vor dir her</b>, der deinen Weg bahnen wird.
| Stimme eines Rufers in der Wüste: <q>Bereitet den Weg des Herrn! Macht gerade seine Straßen!</q>
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide-johdt.nodisplay Damit wird traditionell auf die Umkehrpredigt und Tauftätigkeit des Täufers hingewiesen.
li.slide-johdt.nodisplay Markus ist aber auch daran gelegen, dass der <i>Täufer den Weg Jesu insofern gebahnt hat, als er - quasi vor ihm her - den Weg des Leides und gewaltsamen Sterbens gegangen ist.</i>
br
span.slide-johdt.nodisplay Dieser Gedanke steckt auch hinter seiner Einspielung der Passion des Täufers in Mk 6,14-29!
br
li.slide-johdt.nodisplay
i Dieser Weg Jesu, den Johannes vorausgegangen ist, der ist jetzt am Kreuz an seinem Ziel angekommen.
.viewbox.konzentrisch-3
p.nomarginbottom Jesus stribt mit lautem <i>Schrei</i> und <b>haucht den Geist aus</b> [Mk 15,37]
p.nomarginbottom.slide-taufe.nodisplay(style="color: blue;")
| Vgl. Taufe Jesu: Der Geist kommt au Jesus herab, bzw. - wörtlich übersetzt - ihn ihn hinein.
.viewbox.konzentrisch-2
p.nomarginbottom Der <i>Tempelvorhang zerreißt</i> [Mk 15,38]
br
span.oi.oi-arrow-right
span
|
b Abwesenheit Gottes im Tempel
p.nomarginbottom.slide-taufe.nodisplay(style="color: blue;")
| Auf dem Tempelvorhang ist der Kosmos abgebildet!
br
span.nodisplay.slide-taufe
| Vgl. Taufe Jesu: <q>Zerreißen</q> des Himmels (im Griechischen gleiches Verb!).
.viewbox
p.nomarginbottom Römischer Hauptmann: <q>Wahrhaftig, dieser Mensch war ein Sohn eines Gottes!</q>
br
span.oi.oi-arrow-right
span
|
b positives Bekenntnis
p.nomarginbottom.slide-taufe.nodisplay(style="color: blue;")
| Vgl. Taufe Jesu: Jesus wird von Gott als sein Sohn angesprochen.
h4.slide(style="margin-top: 30px;") Die Erzählungen vom leeren Grab und von der Taufe sind durch das Thema <q>(neue) Schöpfung</q> miteinander verbunden.
p.slide <q>Neue Schöpfung</q> meint dabei die Erneuerung der Schöpfung durch den Beginn des Reiches Gottes, wie es Jesus am Anfang seines Wirkens angesagt hat.
ul.nodisplay
li.slide.small
| Schon formal sind die beiden Teile <q>Wüste</q> (Anfang: Taufe) und <q>Grab</q> (Neuaufbruch: Auferstehung)
| als Randteile des konzentrisch gegliederten Evangeliums aufeinander bezogen.
li.slide
i Erzählung vom leeren Grab
ul.nodisplay
li.slide Die Erzählung vom leeren Grab <q>spielt</q> am ersten (!) Tag der achten (!) <q>Woche</q>: 8 = 7 + 1.
br
span.slide Die Schöpfung geschah nach Gen 1 in 7 Tagen, Jesu Wirken wird von Markus in 7 Wochen eingeteilt.
br
span.slide Die 8 als 7 + 1 steht für den Neubeginn.
li.slide Als die Frauen zum Grab gehen, geht gerade die Sonne auf.
br
span.slide Gottes erstes Werk ist die Erschaffung des Lichtes.
li.slide
i Erzählung von der Taufe Jesu
ul.nodisplay
li.slide
| Bei der ersten Schöpfungserzählung heißt es in Gen 1,2, dass der Geist Gottes über der Urflut schwebte,
| bei der zweiten in Gen 2,7, dass Gott dem Menschen den Lebensatem einhaucht.
br
span.slide
| Zu beachten ist, dass die <q>rabbinische Theologie ... das Schweben des Gottesgeistes über den Wassern (Gen 1,2) mit dem Schweben eines Vogels, einer Taube oder eines Adlers veranschaulichen</q>
+footnote("Gnilka, Markus I 52.")
|
| kann.
br
span.slide In Mk 1,10 heißt es nun, dass der <i>Geist Gottes wie eine Taube herabkommt</i>, und zwar auffälligerweise nicht, wie meist übersetzt wird, auf Jesus herab, sondern in Jesus hinein.
br
span.slide.small Beides (<q>herab</q>, <q>herein</q>) ist, wie die Kommentare zur Stelle sagen, sachlich identisch. Auffallend ist es trotzdem. Zumal Mt und Lk von Jes 42,1 - der Stelle, die hier zugrunde liegt - her den Markus-Text verändern und statt <q>hinein</q> <q>herab</q> schreiben.
li.slide Die Wüste als Wirkort des Täufers steht für Neuanfänge:
ul.nomarginbottom
li.slide Vor allem: Konstituierung Israels in der Wüste;
li.slide aber auch: Schöpfung (Gen 1,2: Tohuwabohu [<q>wüst und leer</q>] als Beschreibung der Roh-Erde).
h4.slide(style="margin-top: 30px;") Taufe ist Ostern
p.slide.nomarginbottom Angesichts dessen, dass
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide das Markus-Evangelium am Ende eine Erzählung von der Erscheinung des Auferstandenen vermissen lässt;
li.slide die Kreuzigungsszene einen prominent platzierten Hinweis auf Johannes den Täufer enthält;
li.slide die Erzählung vom leeren Grab das Thema <q>neue Schöpfung</q> zwar anreißt, aber nicht ausführt,
br
span.slide dieses Thema aber auch in der Erzählung von der Taufe Jesu eine wichtige Rolle spielt
p.slide wird man sagen können:
.alert.alert-primary.slide
h4.alert-heading Die Erzählung von der Taufe Jesu ist im Markus-Evangelum eine an den Anfang des Evangelius gesetzte Ostererzählung
p.nomarginbottom
| Markus bietet seine <q>Erscheinungserzählung</q> nicht am Ende, sondern am Anfang des Evangeliums!
br
span.slide
b Markus erzählt am Anfang seines Evangeliums - Mk 1,1-13 - von der Neuen Schöpfung, die in Tod und Auferstehung Jesu Wirklichkeit geworden war.
br
i Jesus <q>erscheint</q> hier als <q>Prototyp</q> dieser Neuen Schöpfung.
br
span.slide
i Und das Evangelium entfaltet, was dieser Anbruch des Gottesreiches (Mk 1,14-15!) bedeutet und bedeuten muss.
h4.slide(style="margin-top: 30px;") Ende ist Anfang
p.slide.nomarginbottom
| Nimmt man die Hinweispfeile am Ende des Evangeliums auf den Anfang des Evangeliums ernst
| und bedenkt, dass Jesu Wirken in Galiläa begonnen hatte, die das Evangelium erzählt,
| dann kann auch der Hinweis des jungen Mannes im Grab, nach Galiläa zu gehen, um dort Jesus zu sehen,
| in dem Sinne verstanden werden, dass man
br
b das Evangelium noch einmal - immer wieder - von vorne lesen
br
| soll,
ul.nodisplay
li.slide um den Weg Jesu <i>immer besser und tiefer zu verstehen</i>,
li.slide ihn <i>für das eigene Leben anzueignen</i>
li.slide und aus ihm <i>Kraft schöpfen auf dem eigenen Weg der Nachfolge</i>.
h4.slide(style="margin-top: 30px;") Aus der Taufe leben
p.slide.nomarginbottom
| Der Hinweispfeil des Markus von Tod und Auferstehung Jesu auf die Taufe Jesu am Anfang des Evangeliums soll alle Christen anleiten,
br
b
| sich bewusst zu werden, dass auch der eigene Weg als Christ mit der Taufe begann,
br
b
| und sich zu verdeutlichen, was dies für das eigene Leben bedeuten muss:
ul.nodisplay
li.slide
| Wir sind durch die Taufe hineingenommen in das Ereignis von Tod und Auferstehung Jesu:
br
span.slide
| <i>Wir</i> sind durch die Taufe <b>Teil der Neuen Schöpfung</b>, der neuen Wirklichkeit, <b>die Gott in Tod und Auferstehung Jesu geschaffen hat,</b>
| Teil der neuen Welt, die mitten in der alten existiert.
li.slide
| Wir sind <b>beschenkt mit dem gleichen Geist, der auch in und durch Jesus gewirkt hat</b>.
li.slide
| Wir stehen zu Gott in ganz enger Beziehung: <b>wir sind Kinder Gottes</b>.
li.slide
b
| Wir sind gesandt, den Weg Jesu, den der Täufer auf seine Weise vorausgegangen ist,
| <q>hinter Jesus her</q> nachzugehen.
br
span.slide In diesem Sinne ist gerade die erste <q>Woche</q> des Wirkens Jesu in Galiläa wichtig:
ul.nodisplay
li.slide
| <i>Sich bei der Berufung der Jünger selber angesprochen fühlen</i>:
br
span.slide Jesu Ruf, <q>hinter ihm her</q> zu gehen, auf sich selbst zu beziehen und bewusst in die Jesus-Nachfolge einzutreten.
br
span.slide Dabei schließt die Berufung zu <q>Menschenfischern</q> ein Zweifaches ein:
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide
| Das Evangelium von und über Jesus Christus in die Welt zu tragen
| und in Wort und Tat zu verkünden;
| - und damit in die <q>Kommunikationslücke</q> einzutreten, die durch die Flucht der Jünger
| und das Schweigen der Frauen am Ende des Evangeliums entstanden ist.
li.slide
| Teil der Sammlungsbewegung Jesu zu sein, oder - wie Paulus sich ausdrückt: - Glied des Leibes Christi sein;
| sich einzubringen mit den eigenen Fähigkeiten und Charismen und sich gegenseitig zu ergänzen.
br
| Christsein - das geht nicht allein!
li.slide
| <i>Mit den Menschen bei der ersten Dämonenaustreibung über die Lehre Jesu, die die Dämonen besiegt, staunen</i>:
br
span.slide
| Es ist die Lehre, die Jesu <q>auf dem Weg</q> seinen Jüngern erklärt und versucht nahezubringen - und die
| doch oft quer steht zu dem, was Menschen wichtig ist.
br
span.slide
| Im Blick auf den Weg Jesu sowie gestärkt durch den Glauben an die Auferstehung des Gekreuzigten und die Gabe des Geistes können auch
| wir die Dämonen besiegen, die uns antreiben wollen, groß, mächtig, Erster, Herrscher etc. zu sein.
li.slide
| <i>Sich wie die Schwiegermutter des Petrus von Jesus aufrichten lassen zum Dienst aneinander</i>:
br
span.slide die entsprechende Erzählung ist die Mitte (!) der ersten <q>Woche</q> des Wirkens Jesu:
br
span.slide Nachdem Jesus die Schwiegermutter des Petrus geheilt hat, dient sie Jesus und den Jüngern;
br
span.slide damit setzt sie die <q>Lehre auf dem Weg</q> beispielhaft um.
li.slide
i
| Wer so - hinter Jesus her - den Weg des Dienens geht - gerade gegenüber den Letzten und Kleinen in der Gesellschaft -
| der vollzieht im eigenen Leben, was Jesu programmatischer Eröffnungsruf am Anfang seines Wirkens war und ist (Mk 1,15):
br
span.slide
b
i
q
| Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist zum Greifen nahe.
br
| Kehrt um, und glaubt an das Evangelium!
+bottom_10("mk")
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View File

@@ -0,0 +1,176 @@
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+headline("Firmung")
span Firmung
h2(style="margin-top: 25px;") Firmung - Wortbedeutung
p.slide
| <q>Firmung</q> kommt vom lateinischen Wort <q>firmare</q>, und das heißt auf deutsch:
br
span.slide
b <q>stärken</q>.
br
span.slide.small Konfirmation meint dasselbe: confirmare zusammenstärken.
p.slide
b
i Die Firmung will dazu stärken, den Lebensweg als Christ in der Nachfolge Jesu zu gehen.
h2.slide(style="margin-top: 75px;") Firmung als Sakrament mit Wort und Zeichen
p.slide
| Die Firmung geht mit einer Reihe von Worten und Gesten einher, die alle verdeutlichen wollen, was die Firmung enthält.
h4.slide(style="margin-top: 30px;") Firmspender ist der Bischof oder ein von ihm beauftragter Priester
p.slide
| Die Bischöfe sind die Nachfolger der Apostel und leiten jeweils eine Teilkirche innerhalb der großen katholischen Kirche.
| Priester und andere sind ihre Mitarbeiter.
p.slide
| Eigentlich ist die Aufgabe, neue Christen in die Gemeinschaft der Glaubenden zu integrieren,
| von Anfang an die des Bischofs. Doch da dies schwer bei allen drei Initiationssakramenten (Taufe, Firmung, [Erst-]Eucharistie) möglich ist,
| sind Taufe und Eucharistie an die Priester/Pfarrer delegiert.
br
| Die Firmung dagegen - die bei uns auch Abschluss der Eingliedrung in die katholische Kirche ist -
| behält sich der Bischof selbst vor oder sendet einen Vertreter aus der Bistumsleitung.
p.slide
| Damit wird auch deutlich, dass die Gemeinschaft der Glaubenden größer ist als die konkrete Pfarrei.
h4.slide(style="margin-top: 30px;") Die Firmlinge bekunden öffentlich ihren Glauben an Gott
p.slide
| Noch vor der eigentlichen Firmung wird das Taufversprechen erneuert.
| Jetzt, im Alter des Jugendlichen, kann man bewusst selber das Bekenntnis des Glaubens an Gott ablegen.
p.slide
| Gott spricht in der Firmung sein Ja zum Firmling. Vorbehaltslos.
p.slide
| Damit dieses Ja aber ankommen und sich auswirken kann, muss es seinerseits bejaht werden vom Firmling.
h4.slide(style="margin-top: 30px;") Handauflegung durch den Bischof
p.slide
| Die Handauflegung ist schon im Alten Testament als äußerer Gestus der Mitteilung von Gottes Geist bezeugt.
p.slide
| Die Hand des Bischofs symbolisiert die Hand Gottes, der segnend seine Hand über den Firmling hält.
| Gottes Segen und die Zusage seines Mitgehens auf dem Lebensweg durch den Heiligen Geist wird mit dieser Handauflegung angedeutet.
h4.slide(style="margin-top: 30px;") Handauflegung durch den Paten
p.slide
| Während der Bischof vor dem Firmling steht, steht der Pate hinter ihm und legt seine rechte Hand auf die rechte Schulter des Firmlings.
p.slide
| Das symbolisiert: ich stehe hinter dir, ich halte dir den Rücken frei, ich mache dir Mut, deinen Weg mit Gott zu gehen.
br
| Und das bedeutet auch: ich verspreche dir, dir auf deinem Weg zu helfen, wenn du mich brauchst;
| ich möchte dir auch helfen, deinen Platz in der Kirche, der Gemeinschaft der Glaubenden, zu finden.
h4.slide(style="margin-top: 30px;") Der Firmspender zeichnet ein Kreuz auf die Stirn des Firmlings
p.slide
| Wie Taufe und Eucharistie steht auch die Firmung unter dem Zeichen des Kreuzes;
| es ist Zeichen des Segens dessen, der sich selber zum Diener und Letzten aller Menschen gemacht hat.
h4.slide(style="margin-top: 30px;") Die Bezeichnung mit dem Kreuz erfolgt mit Chrisam
p.slide
| Chrisam ist ein Olivenöl, dem wohlriechender Balsam beigemischt wurde.
p.slide
| Chrisam wird jedes Jahr neu vom Bischof wenige Tage vor Ostern geweiht (zusammen mit anderen Ölen für andere Sakramente).
| Chrisam wird bei der Taufe und Firmung sowie der Priester- und Bischofsweihe verwendet.
p.slide.nomarginbottom
| Öl hat eine mehrfache Wirkung und Bedeutung, was auch den Sinn der Salbung bei der Firmung erschließt:
ul.nodisplay
li.slide
| Auch die Salbung mit Öl wird schon im Alten Testament bezeugt;
| besondere Männer wurden gesalbt zum Zeichen der Würde und des Auftrages von Gott her;
| die Salbung drückt eine besondere Nähe zu Gott aus.
li.slide
| Ringkämpfer haben sich mit Öl eingerieben, um dem Gegner keine Angriffsfläche zu bieten <span class="oi oi-arrow-right"></span> der Angreifer rutscht ab:
| Salbung als Symbol für den Schutz durch Gott; durch Gott wird mein Leben letztlich gelingen, egal was kommen mag.
li.slide
| Öl zieht in den Körper ein: Salbung als Symbol für das Einziehen des Heiligen Geistes in den Menschen.
li.slide
| In den Salat gibt man Öl, damit die Vitamine im Salat und im Gemüse vom Körper verarbeitet werden können:
| Salbung als Symbol dafür, dass Gott mir mit seinem Geist helfen will, das aus mir zu holen, was in mir steckt zum Wohl für alle.
li.slide
| Dem Chrisam wurde Balsam beigemischt, damit es gut riecht: Salbung als Symbol dafür,
| dass wir den <q>Wohlgeruch Christi</q> in die Welt tragen dürfen und sollen, also Zeugnis für Gottes Wirken in
| und durch Jesus Christus geben sollen in einem Leben aus dem Glauben.
h4.slide(style="margin-top: 30px;") Der Firmspender spricht den Firmling mit seinem Namen an
p.slide
| Wir sind vor Gott keine Karteikarte und keine Nummer, wir sind Personen, wir sind seine Kinder.
| Er kennt uns, jeden einzelnen von uns.
h4.slide(style="margin-top: 30px;") Der Firmspender spricht: <q>N., sei besiegelt ...</q>
p.slide
| Die Firmung wird als Besiegelung verstanden.
p.slide
| In der Firmung wird das Siegel Christi aufgedrückt, wie ein Eigentumsstempel:
br
| Du gehörst für immer zu Gott, lebe mit seiner Gnade auch entsprechend.
p.slide
| Besiegelt wurden in der Antike Sklaven und Soldaten. Wer ein solches Zeichen trägt, steht im Dienst des Herrn,
| zu dem dieses Zeichen gehört. Damit weist es gleichzeitig die Gruppe derer aus, die erkennbar sind an dem gleichen Siegel.
| Mit der Besiegelung sind häufig eine Beauftragung und Verpflichtung verbunden, so auch bei der Firmung:
| lebe bewusst als Christ.
p.slide
| Zu einem Mächtigen zu gehören kann aber auch Schutz bedeuten.
| Daher ist das Siegel auch als Schutzzeichen zu verstehen.
| Und insofern es mit einer Verheißung und Hoffnung verbunden ist, gilt es als ein Unterpfand für die bleibende Gemeinschaft mit Gott,
| über den Tod hinaus.
p.slide.nomarginbottom Firmung als Besiegelung macht besonders deutlich:
.alert.alert-primary.slide
h4.alert-heading Firmung ist Gabe und Aufgabe: <q>mach was draus!</q>
p.slide
| Die Firmung ist Besiegelung der Taufe, mit der das Christsein begann.
br
| Zuspruch und Sendung, wie sie in der Tauftheologie zum Ausdruck kommen, werden in der Firmung erneuert und vertieft.
p.slide.nomarginbottom
b
| Die Firmung ist zwar Abschluss der Firmvorbereitung aber gerade als Aktualisierung der Taufe <i><u>Neuaufbruch</u></i>:
br
u in dieser Welt will ich mit Gottes Hilfe bewusst als Christ leben.
h4.slide(style="margin-top: 30px;")
q Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist!
p.slide
| Die Firmung verleiht den Heiligen Geist als Gottes Geschenk für seine Kinder.
p.slide
| Im Heiligen Geist bleibt Jesus Christus den Seinen nahe und leitet die Kirche.
| Der Heilige Geist ist es, der das Geschehen der Firmung nicht nur eine Ansammlung von Zeichen und Worten sein lässt,
| sondern mit Leben erfüllt, wie er auch der Kirche und der Welt stets neu Leben einhaucht.
p.slide
| Durch den Heiligen Geist sind wir alle untereinander verbunden als Schwestern und Brüder Jesu und sind mit Gott verbunden
| als Kinder Gottes.
+bottom_10("firmung")
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li.breadcrumb-item.active Start
p
| Auf diesen Seiten gibt es die Präsentationen zur Firmvorbereitung 2018 in der Pfarrei Rödental St. Hedwig mit Dörfles-Esbach Christkönig.
p
| Grundlage bildet das Markus-Evangelium, das während der Firmvorbereitung einmal komplett durchzulesen ist und in den Gruppenstunden abschnittsweise eingebunden sein wird.
p
| An den Anfang ist eine generelle Einführung in die Bibel gestellt.
hr(style="margin-top: 75px;")
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li.nav-item
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li.nav-item
a.nav-link(href=pathoffset+"/01_bibel-einfuehrung") Einführung in die Bibel
li.nav-item
a.nav-link(href=pathoffset+"/02_sakramente-nachfolge-daemonen") Sakramente - Nachfolge - Dämonen
li.nav-item
a.nav-link(href=pathoffset+"/03_gott-gebote") Gott - Gebote
li.nav-item
a.nav-link(href=pathoffset+"/04") Beziehungen - Sämanngleichnis (Glaube, Fähigkeiten)
li.nav-item
a.nav-link(href=pathoffset+"/05") Trennlinien - Gemeinschaft, die trägt - Paten
li.nav-item
a.nav-link(href=pathoffset+"/06") Jesus-Nachfolge
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a.nav-link(href=pathoffset+"/07") Sterben, Tod - Auferstehn
li.nav-item
a.nav-link(href=pathoffset+"/08") Eucharistie - Heiliger Geist
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a.nav-link(href=pathoffset+"/09") Schuld - Vergebung - Versöhnung
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a.nav-link(href=pathoffset+"/10") Firmung

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p(style="font-size: 130%; font-variant: small-caps; margin-bottom: 0px;")
b FirmVorbereitung in der Pfarrei Rödental St. Hedwig 2018
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