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Peter Fischer
2019-12-01 20:11:26 +01:00
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block content
+headline("Trennlinien - Gemeinschaft, die trägt - Paten")
span Mk 6,14-8,26: Die vierte <q>Woche</q> im Wirken Jesu
h2 Was wird erzählt? Was ist aufgefallen? Was hat mich irritiert? Wo habe ich Fragen?
h2.slide(style="margin-top: 50px;") Die Erzählungen genauer betrachtet
p.slide
| Noch immer im Erzählbogen Mk 3,7-8,26: Rund um den See von Galiläa.
br
span.slide Umfasst zwei <q>Wochen</q> mit Scharnierstück dazwischen.
h4.slide
b Rückblick in Auswahl: Die dritte <q>Woche</q> des Wirkens Jesu (Mk 3,7-6,13)
.viewbox.slide.konzentrisch-5
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b Mk 4,35-5,20 Erste Fahrt ins Heidengebiet
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li.slide
i Der Sturm auf dem See
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li.slide In der mythischen Denkwelt der Antike können die widrigen Winde als dämonische Chaosmächte der heidnischen Götter verstanden werden, die die Ankunft des Jesusbootes in ihrem Gebiet verhindern wollen. (Martin Ebner)
li.slide Die trotzdem gelungene Überfahrt ins Heidenland zeigt Jesus als Besieger der heidnischen Götter.
li.slide
| Real-Geschichtlicher Hintergrund: Widerstände gegen die Heidenmission von heidnischer Seite;
br
span.slide konkret vor allem wohl die Verfolgung unter Kaiser Nero mit vielen Toten.
li.slide
i Aussage der Erzählung:
ul.nodisplay
li.slide Die Heidenmission geht auf Jesus selbst zurück und entspricht seinem Auftrag (siehe auch unten!).
li.slide Jesus als Sieger über die heidnischen Chaosmächte/Gotter wird die Kirche vor dem Untergang bewahren - sein passives Verhalten, das die Angst vor dem Untergang verstärken kann, ist keine Schwäche sondern <q>nur</q> Duldung.
li.slide
i Die Heilung des Besessenen von Gerasa
br
span.slide Der wird von Jesus zum <b><q>ersten Heidenmissionar</q></b> ausgesandt.
br
span.slide
i Einige Auffälligkeiten:
ul.nodisplay
li.slide Nur Jesus steigt aus dem Boot aus.
li.slide Die Jünger bleiben im Boot - sie betreten das heidnische Land nicht.
li.slide Die Heilung erfolgt umständlich: Die Dämonen werden in eine Schweineherde verbannt, die dann ins Meer stürzt.
li.slide <i>Hintergrund</i>: Schweine waren/sind die von den Juden am meisten verhassten Tiere.
li.slide
i Die Austreibung der Dämonen kann also als (Versuch der) Reinigung des Heidenlandes durch Jesus verstanden werden.
li.slide Doch <i>so</i> kann Jesus keinen Fuß fassen: Jesus wird wieder weggeschickt.
ul.nodisplay
li.slide <i>Vordergründig</i>: Wirtschaftlicher Schaden durch die Vernichtung der Schweineherde.
li.slide <i>Hintergründig</i>: Die jüdischen Speise- und Reinheitsvorschriften, die den Heiden fremd sind, stehen der Heidenmission im Weg.
.viewbox.slide.konzentrisch-2
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b Mk 6,6b-11 Die Aussendung der zwölf Jünger
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b Mk 6,12-13 Ausführung des Missionsauftrages
h4.slide(style="margin-top: 15px;")
b
i Scharnierstück
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b Mk 6,14-29 Die Enthauptung Johannes des Täuferes
ul.nomarginbottom
li.slide Gehört von der zeitlichen Abfolge der Ereignisse her eigentlich in Mk 1 (Mk 1,14: <q>Nachdem Johannes ausgeliefert worden war ...</q>)
li.nodisplay#subslide-enthauptung Die Positionierung der Erzählung vom Tod des Vorläufers Jesu an dieser Stelle - zwischen Aussendung und Rückkehr der Zwölf - macht deutlich, was Unterwegssein als Jünger Jesu bzw. Nachfolge Jesu allgemein auch bedeuten kann ...
h4.slide(style="margin-top: 15px;")
b
i Die vierte <q>Woche</q> des Wirkens Jesu (Mk 6,30 - 8,26)
h5.slide(style="color: peru;")
b Erster Durchgang (Mk 6,30-52)
.viewbox.slide.konzentrisch-1(data-subslides="#subslide-enthauptung")
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b Mk 6,30-34 Rückkehr der Zwölf, Vergeblicher Rückzug, Andrang des Volkes
.viewbox.slide.konzentrisch-1(style="background-color: gold;")
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b
i Mk 6,35-44 Die Speisung der Fünftausend
span.slide
b
i : Krönung des Wirkens Jesu im Judengebiet.
.viewbox.slide.konzentrisch-1
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b Mk 6,45-52 Die Epiphanie (<q>Erscheinung</q>) Jesu auf dem Wasser
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li.slide Größerer Zusammenhang: Zweite Fahrt Jesu ins Heidengebiet.
li.slide Diese Fahrt misslingt völlig, man kommt in Gennesaret an - also nicht im Heidengebiet, sondern im Judengebiet.
li.slide Grund: <q>Gegenwind</q>
li.slide Real-Geschichtlicher-Hintergrund: <q>Gegenwind</q> gegenüber der Heidenmission von judenchristlicher Seite aus!
br
span.slide Im weiteren Verlauf der Erzählung wird jedenfalls genau das dabei ausschlaggebende Thema <q>Rein und Unrein</q> vor allem im Hinblick auf die jüdischen Speisevorschriften thematisiert.
h5.slide(style="color: peru;")
b Zweiter Durchgang (Mk 6,53-7,23)
.viewbox.slide.konzentrisch-1
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b Mk 6,53-56 Andrang des Volkes, Heilungen in Gennesaret
.viewbox.slide.konzentrisch-1
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b Mk 7,1-13 Auseinandersetzungen mit den Gegner zu <q>Rein und Unrein</q> [salopp ausgedrückt: <q>geht</q> - <q>Finger weg</q>] (<span class="oi oi-arrow-right"></span> Speisevorschriften der Juden)
.viewbox.slide.konzentrisch-1(style="background-color: gold;")
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b Mk 7,14-15 Rätselwort über Rein und Unrein
br
span.slide
i
q Nichts, was von außen in den Menschen hineinkommt, kann ihn unrein machen, sondern was aus dem Menschen herauskommt, das macht ihn unrein.
.viewbox.slide.konzentrisch-1
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b Mk 7,16-23 Die Lösung des Rätselwortes - Erklärung an die Jünger
br
span.slide
i
q Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen die bösen Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord, Ehebruch, Habgier, Bosheit, Hinterlist, Ausschweifung, Neid, Verleumdung, Hochmut und Unvernunft. All dieses Böse kommt von innen und macht den Menschen unrein.
h5.slide(style="color: peru;")
b Dritter Durchgang (Mk 7,24-8,26)
.viewbox.slide.konzentrisch-1
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b Mk 7,24-30 Aufbruch - zu Fuß! - ins Heidenland (mit Unmöglichkeit, dass er verborgen blieb) + Der Glaube der heidnischen Frau (in Tyrus)
br
span.slide Dabei Klärung und Feststellung des <q>heilsgeschichtlichen Vorranges</q> der Juden gegenüber den Heiden.
.viewbox.slide.konzentrisch-1
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b
i Mk 7,31-37 Die Heilung eines Taubstummen (Dekapolis)
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide Rein äußerlich: Jesus heilt nicht anders als die heidnischen Wunderheiler.
li.slide Tiefer geschaut: Heilung des Taubstummen <i>im Heidenland</i>:
br
span.slide <i>Das Wort des Gottes Israels hören und den Glauben an ihn bekennen</i>, dazu öffnet Jesus dem Heiden Ohren und Mund.
li.slide Dieses Heilungwunder Jesu hat <i>grundsätzliche Bedeutung</i>:
ul.nomarginbottom.nodisplay
li.slide
| Die umstehenden Menschen - wohl als Heiden vorzustellen! - stimmen in das Lob des Gottes Israels mit biblischen Worten ein:
|
q Er [= Jesus] hat alles gut gemacht; er macht, dass die Tauben hören und die Stummen sprechen.
|
| (Mk 7,37)
br
span.slide
| Damit wird einerseits Gen 1,31 aufgegriffen (<q>Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut.</q>),
| andererseits Jes 35,5-6 (Kontext: Verheißung des messiansichen Heils; <q>die Ohren der Tauben sind wieder offen, ... die Zunge des Stummen jauchzt auf</q>).
li.slide
| Mehr aber noch: Vom Anklang an die Schöpfungserzählung her bekommt das beschriebene Heilungshandeln Jesu einen bemerkenswerten Akzent:
| In der zweiten Schöpfungserzählung wird der Mensch aus Erde/Ton vom Ackerboden geform. Nun stelle man sich einen Töpfer vor,
| der bei der Durchsicht seiner Figuren feststellt, dass bei einem Exemplar die Ohren und der Mund nicht <q>passen</q>: Er
| macht seinen Finger feucht und drückt nochmal hin ... - nichts anderes tut Jesus.
br
span.slide Auch begegnet das Schema <q>Wort <span class="oi oi-arrow-right"></span> Geschehen</q>: <q>Effata</q> <span class="oi oi-arrow-right"></span> sofortiges Öffnen von Mund und Ohren
li.slide
i Die Erzählung bringt damit insgesamt zum Ausdruck:
br
span.slide
b
i Jesus ist nicht nur der Messias Israels, sondern auch der Heiden!
br
span.slide
b
i In Jesus handelt der Schöpfer neu-schöpferisch an den Heiden: er öffnet ihnen, die bisher für ihn verschlossen waren, die Ohren für das Evangelium und den Mund zum Bekenntnis an ihn.
.viewbox.slide.konzentrisch-1(style="background-color: gold;")
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b
i Mk 8,1-9 Die Speisung der Viertausend
span.slide
b
i : Krönung des Wirkens Jesu im Heidengebiet.
.viewbox.slide.konzentrisch-1
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b Mk 8,10-12 Stipvisite im <q>Judenland</q>: Die Zeichenforderung der Gegner Jesu
.viewbox.slide.konzentrisch-1
p.nomarginbottom
b Mk 8,13-21 [Dritte Überfahrt ins Heidenland:] Die blinden Jünger
.viewbox.slide.konzentrisch-1
p.nomarginbottom
b
i Mk 8,22-26 Die Heilung eines Blinden bei Betsaida
p.slide.nomarginbottom(style="margin-top: 20px;")
b Die Fahrten Jesu über den See sind <i>nicht wirklich auf einer Landkarte nachzuvollziehen</i>:
ul.nodisplay
li.slide Gerasa - dorthin geht die erste Reise - liegt 50 km entfernt vom See.
li.slide Betsaida ist nur wenige Kilometer von Kafarnaum entfernt - da wäre die Reise zu Fuß die sinnvollere Variante.
li.slide Die Lokalisierung von Gennesaret ist bis heute nicht geklärt (auch wenn die Karten zur Bibel etwas anderes suggerieren!).
p.slide.nomarginbottom Schüssel zum Verständis der Fahrten: die Reisenotizen sind im Sinne einer <b>religiösen Landschaftskarte</b> zu interpretieren
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide <i>Westliches Ufer</i>: hier leben <i>Juden</i>.
li.slide <i>Östliches Ufer</i>: hier leben <i>Heiden</i>.
p.slide So ist es von den Menschen her, denen Jesus da und dort begegnet, zu verstehen.
br
span.slide Und dies ist dann auch bei der Interpretation der einzelnen Erzählungen wichtig!
p.nomarginbottom.slide
b Auffällig
ul.nodisplay
li.slide Die Überfahrt ist beim ersten Mal nur unter schweren Hinternissen möglich, beim zweiten Mal scheitert sie komplett.
li.slide Die Rückfahrt (ins Judengebiet) gelingt immer ohne Probleme.
li.slide Die <q>Wetterphänomene</q> bei der Fahrt ins Heidengebiet sind offenbar für Markus Symbole für realgeschichtliche Probleme bei der Heidenmission.
.alert.alert-primary.slide
h4.alert-heading Der See Gennesaret symbolisiert die Trennlinie zwischen Juden und Heiden
p.nomarginbottom
b
| Ihre unverrückbare Basis ist der jüdische Monotheismus, der Glaube an den einen einzigen Gott Israels,
| der das Judentum vom Heidentum unterscheidet.
br
| Im konkreten Alltag manifestiert sich diese Trennlinie besonders in den jüdischen Speise- und Reinheitsvorschriften.
br
| In diesem Abschnitt des Evangeliums setzt sich Markus mit den Problemen und Fragen auseinander,
| die die Überquerung dieser Trennline in der Verkündigung des Evangelums mit sich bringt.
br
i Konkret:
ul.nomarginbottom
li Ist die Heidenmission im Sinne Jesu?
li Gehen wir dabei nicht unter? (angesichts von Verfolgungen und den Auseinandersetzungen unter Christen, die es dabei gibt!)
li Reicht das Bekenntnis zu Jesus als Christus und zum einen und einzigen Gott Israels (Monotheismus) aus, oder müssen Heiden auch auf andere Dinge - wie vor allem das jüdische Gesetz - verpflichtet werden?
p.nomarginbottom.slide
i Das <q>Umgehen</q> des Sees auf dem Landweg in die Dekapolis hat vor diesem Hintergrund einen tieferen Sinn:
br
span.slide
i Jesus <q>umgeht</q> die jüdischen Speise- und Reinheitsvorschriften.
ul.nodisplay
li.slide
| <i>Hintergrund:</i>
| Vor allem in den ersten Jahrzehnten nach Ostern gab es heftige Auseinandersetzungen
| zwischen Judenchristen, die für die gesetzesfreie Heidenmission offen waren, und besonders Thora-treuen Judenchristen,
| die die zum christlichen Glauben gekommenen Heiden auf das jüdische Gesetz mit seinen Reinheits- und Speisevorschriften verpflichten wollten.
li.slide Mit dem Landweg, über den Jesus dann nach der gescheiterten Fahrt doch im Heidenland ankommt - dem Ziel der Überfahrt -, <b>umgeht Jesus die durch den See Gennesaret gezogene Linie zwischen Juden und Heiden</b> ganz anschaulich!
li.slide Wie Jesus den See Gennesaret umgeht, so darf man <b>in seiner Nachfolge die jüdischen Speise- und Reinheitsvorschriften umgehen</b>.
li.slide <b>Brücke zu den Heiden</b> sind seine <b>theologischen Ausführungen zu Rein und Unrein</b>.
li.slide Es ist sicher auch kein Zufall, dass diese Ausführungen genau zwischen den beiden Speisungen - im Juden- und dann im Heidengebiet - angesiedelt sind!
li.slide
b Abschließend zu <q>rein und unrein</q>
ul.nodisplay
li.slide Die aus dem Kult stammende Unterscheidung von Rein und Unrein im Hinblick auf Nahrung, Reinigung bestimmter Gegenstände, bestimmten Krankheiten etc. wird zwar zurückgewiesen.
br
span.slide Damit ist der Weg zu den Heiden geöffnet.
li.slide Dennoch wird auch weiterhin zwischen Rein und Unrein unterschieden, doch diese Unterscheidung wird <i>ethisch qualifiziert</i>.
+bottom_05("mk")
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@@ -0,0 +1,64 @@
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+headline("Trennlinien - Gemeinschaft, die trägt - Paten")
span Gemeinschaft, die trägt
h2.slide(style="margin-top: 25px;") Großereignisse
p.slide.nomarginbottom
b Wer war schon mal auf einem Großereignis? Erzählt mal ...
ul.nodisplay
li.slide Was war für Dich beeindruckend?
li.slide Was hat Dir evtl. nicht gefallen?
p.slide
b Für die andere <q>Fraktion</q>: <i>Warum</i> gehst Du nicht so zu solchen Veranstaltungen? ...
h2.slide(style="margin-top: 75px;") Die Erzählung von der Speisung der Fünftausend (Mk 6,35-44)
p.slide.nomarginbottom Warum - meint ihr - lässt Jesus die Fünftausend sich in Gruppen zu fünfzig und zu hundert ins Gras setzen?
br
span.small Oder: Warum unterteilt man generell größere Gruppen in kleinere Einheiten? (Z. B. Schulklassen)
span.small
|
| (Diskussion)
ul.nodisplay
li.slide Bessere Überschaubarkeit
li.slide Große Gruppen kann man besser und manchmal ausschließlich handhaben, wenn man sie unterteilt
p.slide.nomarginbottom
b Jesu Unterteilung in kleinere Gruppen als Hinweis auf die Sinnhaftigkeit von kleineren, überschaubareren Gruppen verstanden:
p.slide.nomarginbottom
i Risiken (und Chancen) von Großgruppen und -bewegungen
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide Ich kann mich leichter verlieren und untergehen (mit Vor- und Nachteilen); ich bin Einer/Eine von Vielen
li.slide Größere Anonymität: unpersönlicher
li.slide Wenn ich Hilfe für Probleme brauche, wenn ich nicht mitgehen kann bei der Großbewegung, dann falle ich schnell durch alle Raster.
p.slide.nomarginbottom
i Chancen von kleineren Gruppen
ul.nodisplay
li.slide Begegnung ist intensiver
li.slide Gegenseitiges Kennen intensiver (mit Vor- und Nachteilen)
li.slide Vertrauen kann stärker sein
li.slide Man kann besser aufeinander achten
li.slide In Kleingruppen bin ich besser gehalten
li.slide
i Wirklich gehalten bin ich bei Problemen nur in einer kleineren, persönlicheren, überschaubareren Gruppe, in der man sich umeinander sorgt.
p.slide
b Geht nicht in Großgruppen auf - die lassen euch vielleicht recht schnell fallen bzw. ihr fallt durch ihre Raster!
br
span.slide
b Sucht auch Beziehungen in überschaubereren, persönlicheren - und das heißt immer auch: kleineren - Gruppen, die euch Halt versprechen, auch in schwierigeren Tagen.
+bottom_05("gemeinschaft")
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@@ -0,0 +1,203 @@
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+headline("Trennlinien - Gemeinschaft, die trägt - Paten")
span Paten
h2.slide(style="margin-top: 25px;") Die Erzählung von Aussendung der Zwölf (Mk 6,6b-11)
p.slide.nomarginbottom
b
i Auffälligkeiten der Erzählung
ul.nodisplay
li.slide
b Immer zu zweit
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide Entspricht dem jüdischen Zeugnisrecht, das immer die übereinstimmende Aussage von zwei Männern voraussetzt.
li.slide Bedeutet auch gegenseitige Stärkung auf dem Weg.
li.slide
b Alle Sicherheiten sollen <q>zuhause</q> bleiben; mitgenommen werden dürfen nur:
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide Gottvertrauen
li.slide Evangelium
li.slide Vollmacht über die Dämonen
li.slide
b Das Zurücklassen von allen materiellen Sicherheiten beudetet auch die <i>Notwendigkeit</i>, vor Ort nach Kontakten zu suchen.
p.slide.nomarginbottom
b
i Für die Jünger bedeutete diese Art der Sendung unter anderem:
ul.nodisplay
li.slide Eigene Komfortzone verlassen (hier: um Jesus herum, der die Arbeit schon machen wird).
li.slide Platz schaffen für Neues, für neue Erfahrungen, neue Beziehungen.
li.slide Alte Gewohnheiten verlassen.
li.slide Selbstverständlichkeiten verlassen bzw. hinterfragen.
li.slide Aus dem Zutrauen, das Jesus zu den Zwölfen hat, leben.
h2.slide(style="margin-top: 75px;") Dein (Firm-)Pate und Du
p.slide.nomarginbottom
| Ausgehend von dieser Aussendung der Zwölf, die Zeugnis für ihren Glauben geben sollen,
| schauen wir auf Aufgabe und Sendung der Paten - und auch Dich als Firmling.
ul.nodisplay
li.slide
| Wie für die Jünger die Aussendung eine <b>Herausforderung</b> war (s. o.), so verlangt auch die Firmvorbereitung,
| dass sie nicht nur einfach so mitgemacht wird, sondern dass die Firmung bzw. die Vorbereitung darauf
| <b>vielleicht die eine oder ander Änderung im Leben und in der Lebensgestaltung mit sich bringt</b>.
li.slide
| Wie kein Jünger allein ausgesandt wurde, so bist Du auch <b>als Firmling nicht allein</b>:
ul.nodisplay
li.slide Firmgruppe
li.slide Pfarrgemeinde
li.slide <b>Pate</b>, der Dich auf Deinem weiteren Lebensweg begleitet und Dir Zeugnis seines Glaubens geben soll
h3.slide(style="margin-top: 30px;") Grundsätzliches zum Patenamt
p.slide
| Man hat Erwachsenen, die um die Taufe baten - die Firmung als eigenes Sakrament gab es damals noch nicht -,
| schon seit den ersten christlichen Jahrhunderten einen Paten gegeben
| mit folgenden Funktionen:
ul.nodisplay
li.slide
b
i Der Pate soll ein konkretes positives Beispiel sein.
br
span.small.slide
| Er soll dem Taufbewerber ermöglichen, den Glauben und das Leben als Gläubiger an einem konkreten Beispiel zu sehen
| und für sich selbst fruchtbar zu machen.
li.slide
b
i Der Pate ist eine Art Mentor.
br
span.small.slide
| Der Pate soll mit Rat und Tat zur Seite stehen und auf die Fragen bezüglich Glaube, Gottes- und Nächstenliebe
| sowie die spezifisch christliche Hoffnung Antworten geben.
li.slide
b
i Der Pate ist gleichzeitig so etwas wie ein Bürge gegenüber der Gemeinde.
br
span.small.slide
| Er bezeugt, dass dieser Mensch ein gutes Glied der Gemeinschaft ist bzw. werden kann:
| <q>Ja, es ist gut, diesen Menschen in unsere Gemeinschaft aufzunehmen, er wird uns keinen Schaden zufügen.</q>
| Das war in Zeiten der Christenverfolgung etwas sehr Wichtiges.
p.slide Auch heute bekommt normalerweise jeder Täufling einen Paten, und zur Firmung ist wieder ein Pate zu wählen. Es wird empfohlen, dass Tauf- und Firmpate dieselbe Person sind.
h3.slide(style="margin-top: 30px;") Patenamt bei Taufe und Firmung
p.slide
| Vom beschriebenen Ursprung des Paten-Amtes her ist klar, dass das <b>Paten-Amt</b> eigentlich kein Amt in der Familie,
| sondern <b>ein Amt in der und für die Kirche ist</b>:
br
i Der Pate wird jemandem zur Seite gestellt, damit er diesem hilft, besser und tiefer in die Gemeinschaft der Glaubenden hineinzuwachsen:
ul.nodisplay
li.slide
i Bei der <b>Taufe</b> eines Kindes verspricht der Pate, bei der christlichen Erziehung seines Patenkindes mitzuhelfen.
br
span.small.slide
| Das ist das eigentliche Taufgeschenk, das der Pate macht. Alles andere vor allem Materielles ist da reine Nebensache.
| Es gilt daher, jemanden zu wählen, der selbst einigermaßen gefestigt ist im Glauben und wirklich auch in dieser Hinsicht
| ein Vorbild und Beispiel sein kann.
li.slide
i Auch dem Jugendlichen bzw. Heranwachsenden soll der <b>(Firm-)Pate</b> ein konkretes positives Beispiel und Ansprechpartner sein.
br
span.small.slide
| Mit der Firmung wird die Eingliederung in die Kirche abgeschlossen,
| aber als Christ in der Welt zu leben ist eine bleibende Herausforderung,
| weil man immer wieder auf neue Situationen stößt.
| Hier kann der Pate eine besondere Stellung einnehmen gerade wenn und weil Jugendliche und Heranwachsende
| nicht alles mit ihren Eltern besprechen wollen. Daher gilt es, den Firmpaten bewusst unter dieser Hinsicht zu wählen,
| wenn man einen anderen als den Taufpaten wählen will.
h3.slide(style="margin-top: 30px;") Bedingungen zur Übernahme des Patenamtes
p.slide
| Für Tauf- und Firmpaten gilt es, folgendes zu beachten: Weil das Paten-Amt ein Amt in und für die Kirche ist
| (und nicht nur in der Familie), muss der <b>Pate</b> ein paar <b>Bedingungen erfüllen</b>, die sich aus der beschriebenen Aufgabe ergeben:
ul.nodisplay
li.slide
b
i Der Pate muss selbst der römisch-katholischen Kirche angehören.
br
span.small.slide
| Denn in dieser Kirche heimisch zu werden soll er ja helfen.
| Das Patenamt ist ein bekenntnisgebundenes Amt!
| Ein evangelischer Christ kann Taufzeuge sein, aber normalerweise nur, wenn zusätzlich ein katholischer Taufpate benannt
| wird. Ein solches Zeugenamt gibt es nur bei der Taufe, nicht aber bei der Firmung!
br
span.small.slide
| Eine nicht getaufte Person kann weder Tauf- oder Firmpate noch Taufzeuge sein, da sie nicht am Sendungsauftrag
| der Kirche Teil hat und auch kein Zeugnis christlichen Lebens geben kann.
br
span.small.slide
| Glieder orthodoxer Kirchen können das Patenamt in der katholischen Kirche übernehmen, und zwar zusammen mit
| einem katholischen Paten, ggf. aber auch ohne (letzteres nur, wenn eines der Elternteile selbst einer orthodoxen Kirche
| angehört, und nur auf Antrag des Pfarrers beim Erzbischof). Genaueres klärt das Taufgespräch bzw. ein Gespräch am Rande der
| Firmvorbereitung.
li.slide
b
i Der Pate muss gefirmt sein.
br
span.small.slide
| Denn erst die Firmung befähigt zur Übernahme von Ämtern in der Kirche,
| weil erst mit der Firmung die Eingliederung in die Kirche wirklich abgeschlossen ist.
li.slide
b
i Der Pate darf nicht aus der Kirche ausgetreten sein oder aus sonst einem andern Grund exkommuniziert sein.
br
span.small.slide
| Zur religiösen Erziehung gehört auch, dem Täufling einen Zugang zur konkreten Gemeinschaft der Kirche zu vermitteln.
| Dies kann ein ausgetretener Katholik schlicht nicht leisten!
li.slide
b
i Er muss selbst im Glaubensleben der Kirche zuhause sein.
br
span.small.slide
| Schließlich soll er dem Täufling oder Firmling ja gerade darin ein Vorbild sein.
| Dazu gehören besonders die aktive Beteiligung am Leben der kirchlichen Gemeinde,
| das persönliche Gebet, das Führen eines glaubwürdigen christlichen Lebens und das christliche Lebenszeugnis
| in Beruf und Gesellschaft.
h3.slide(style="margin-top: 30px;") Nachweis der Eignung zum Patenamt
p.slide
| <b>Um all dies formal zu belegen, muss derjenige, der das Patenamt übernehmen will, ein <u>Taufzeugnis</u> vorlegen,
| und zwar <u>ein neu ausgestelltes</u>.</b> Ein Taufzeugnis erhält man bei der Pfarrei, in der man selbst getauft wurde.
p.slide
| Warum ein Taufzeugnis, und warum neu ausgestellt? Ein Taufzeugnis enthält nicht nur Angaben zur Taufe, sondern auch zum
| gegenwärtigen Status des Gläubigen, also etwa zur (kirchlichen) Hochzeit und ob und wann jemand gefirmt wurde oder aus
| der Kirche ausgetreten ist. Daher hat ein Taufzeugnis immer ein Verfallsdatum, das auf 6 Monate nach Ausstellung festgelegt ist.
p.slide
| Das Taufzeugnis bitte rechtzeitig beantragen besonders, wenn der Pate außerhalb von Deutschland getauft ist!
p.slide
| Ist es trotz deutlichem Bemühen nicht möglich, ein Taufzeugnis beizubringen, kann an seine Stelle die eidesstattliche
| Erklärung des Paten treten, getauft, Glied der kath. Kirche, gefirmt und nicht ausgetreten zu sein.
| Näheres klärt das Taufgespräch bzw. ein Gespräch am Rande der Firmvorbereitung.
p.slide
| Das Patenamt ist bei Taufe und Firmung wünschenswert und vorgeschrieben, jedoch mit der Einschränkung,
| dass wenn im konkreten Fall trotz eifrigen Bemühens kein Pate gefunden werden kann, die Taufe bzw. die Firmung
| ohne Paten gespendet wird.
h3.slide(style="margin-top: 30px;") Weitere Hinweise
p.slide
| Immer wieder wird der Wunsch geäußert, Tauf- oder Firmpate nachträglich zu ändern weil man sich nicht mehr versteht,
| die Familie auseinander gebrochen ist etc. Doch ein Pate lässt sich später nicht streichen oder ändern.
| Durch die Eintragung von Taufe und Firmung in die kirchlichen Bücher und das Ausstellen von Tauf- bzw. Firm-Urkunde entsteht
| ein Dokument, dessen Inhalt nicht mehr geändert werden kann, was auch den Paten einschließt.
p.slide
| Es wird immer wieder gefragt, wie viele Paten man denn wählen kann. Vorgesehen ist stets ein Pate oder eine Patin.
| Es können auch zwei sein, dann aber ist empfohlen, dass es ein Mann und eine Frau sind.
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