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Peter Fischer
2019-12-01 20:11:26 +01:00
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block content
+headline("Schuld - Vergebung - Versöhnung")
span Mk 14,53-15,47: Die siebte <q>Woche</q> im Wirken Jesu, Teil 3
h2 Was wird erzählt? Was ist aufgefallen? Was hat mich irritiert? Wo habe ich Fragen?
h2.slide(style="margin-top: 50px;") Die Erzählungen genauer betrachtet
h4.slide(style="margin-top: 15px;")
b
i Die siebte <q>Woche</q> des Wirkens Jesu (Mk 14,1-14,52), Teil 3
h5.slide(style="color: peru;").small
b Mittwoch: Eröffnung von Leiden und Sterben in Jerusalem
.viewbox.slide.konzentrisch-1(style="background-color: darkgrey;").small
p.nomarginbottom
b Mk 14,10-11 Die Absprache zum Verrat eines der Zwölf (Judas)
h5.slide(style="color: peru;").small
b Donnerstag 1: Das Pessach-/Pascha-Mahl Jesu
.viewbox.slide.konzentrisch-2(style="background-color: darkgrey;").small
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b Mk 14,17-21 Der Hinweis auf den Verrat durch Judas
h5.slide(style="color: peru;").small
b Donnerstag 2: Die <q>Stunde</q> Jesu und das Versagen der Jünger
.viewbox.slide.small
p.nomarginbottom
b Mk 14,26-31 Die Ankündigung der Verleugnung durch Petrus
.viewbox.slide.small
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b Mk 14,43-52 Die Gefangennahme
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li.slide Mit einer Geste vertrauter Freundschaft wird Jesus durch Judas verraten.
h5.slide(style="color: peru;")
b Freitag 1: Die beiden Gerichtsverhandlungen
.viewbox.slide
p.nomarginbottom
b Mk 14,53-72 Verhandlung vor dem Hohen Rat der Juden und Verleugnung durch Petrus
.viewbox.slide.konzentrisch-2
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b Mk 14,53 Exposition
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li.slide <i>Jesus</i> wird ins Haus des Hohepriesters gebracht
li.slide <i>Petrus</i> ist draußen im Hof
.viewbox.slide.konzentrisch-3
p.nomarginbottom
b Mk 14,55-65 Verhör drinnen: <i>Jesus bekennt</i> sich als Messias und Sohn Gottes
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide <i>Falsche Zeugen</i> treten auf;
br
span.slide da ihre Zeugnisaussagen nicht übereinstimmen, hätte Jesus eigentlich nicht verurteilt werden können.
li.slide Auf die Frage, ob Jesus der <q>Sohn des Hochgelobten</q> (= Gottes) ist, antwortet Jesus mit <q>Ich bin (es)</q>.
br
span.slide Das ist <i>mehr</i> als ein <q>Ja</q>: Jesus antwortet mit der <i>alttestamentlichen Gottesformel</i> (Ex 3!).
.viewbox.slide.konzentrisch-2
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b Mk 14,66-72 <q>Verhör</q> draußen: <i>Petrus leugnet</i>, Jesus zu kennen.
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide Dreimal wird Petrus zu seiner Zugehörigkeit zu Jesus befragt.
li.slide Petrus geht verbal und lokal auf Abstand zu Jesus.
ul.nodisplay
li.slide 1: leugnen im Hof
li.slide 2: leugnen im Vorhof
li.slide 3: fluchen und schwören im Vorhof
li.slide Petrus bereut (V 72!).
.viewbox.slide
p.nomarginbottom
b Mk 15,1-15 Verhör vor Pilatus
.viewbox.slide.konzentrisch-2
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b Mk 15,1-5 <q>drinnen</q>: Pilatus und Jesus: Befragung, aber keine Verurteilung
br
span.slide
b
i
u Jesus, König der Juden
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide Jesus bekennt sich frei dazu, <q>König der Juden</q> zu sein, antwortet aber auf keine weiteren Fragen des Pilatus mehr.
li.slide
| Dieser wundert sich zwar, spricht aber kein Todesurteil - das eigentlich sofort hätte folgen <i>müssen</i>
| angesicht des Bekenntnisses Jesu.
li.slide
| Hat der (markinische) Pilatus durchschaut, dass Jesu Königtum <i>nicht</i> den sonst üblichen
| Erwartungen entspricht?
.viewbox.slide.konzentrisch-2
p.nomarginbottom
b Mk 15,6-15: <q>draußen</q>: Pilatus und die jüdischen Führer bzw. die Volksmenge: Befragung des Volkes (wie bei Petrus dreimal!)
br
span.slide
b
i
u Pilatus, gefügiger Vollstrecker des Willens der Massen
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li.slide Pilatus hatte <q>erkannt, dass die Hohenpriester ihn [= Jesus] nur aus Neid überliefert hatten.</q>
li.slide Trotzdem lässt er Jesus nicht frei sondern lässt das Volk zwischen Jesus und dem Verbrecher Barabbas wählen.
li.slide Pilatus steht damit nicht zu seinem eigenen Urteil, sondern macht sich vom Urteil anderer abhängig!
li.slide Er wird schließlich wider besseres Wissen handeln!
li.slide
| Pilatus nutzt seine Stellung nicht, um dem Schwachen - hier dem angeklagten Jesus - zu helfen,
| sondern unterwirft sich der Mehrheitsmeinung - obwohl seine Stellung ihm anderes ermöglichte und eigentlich auch von ihm forderte!
.viewbox.slide
p.nomarginbottom
b Mk 15,16-20a Verspottung durch die römischen Soldaten
br
span.slide
b
i
u Pervertierte Einsetzung eines Königs
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide
i Jesus wird als König verkleidet
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide Purpurmantel - den tragen die Herrscher jener Zeit als Zeichen ihrer Königswürde
li.slide Dornenkrone - Spottversion der Strahlenkrone, mit der sich römische Herrscher auf Münzen darstellen lassen
li.slide Rohrstock, mit dem Jessu auf den Kopf geschlagen wird - statt Zepter als Zeichen der Macht in Jesu Hand
li.slide
i Jesus wird als König verspottet
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li.slide <q>Sei gegrüßt, König der Juden!</q> (V 18)
li.slide Kniebeuge (V 19)
h5.slide(style="color: peru;")
b Freitag 2: Kreuzigung und Sterben Jesu
.viewbox.slide
p.nomarginbottom
b Mk 15,20b-27 Kreuzweg und Kreuzigung Jesu
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide
i Anspielungen auf Ps 22, den Psalm vom leidenden Gottesknecht
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li.slide Ps 22,19: <q>Sie verteilen unter sich meine Kleider und werfen das Los um mein Gewand.</q>
li.slide Ps 22,8-9: <q>Alle, die mich sehen, verlachen mich, verziehen die Lippen, schütteln den Kopf: <q>Wälze die Last auf den Herrn! Er soll ihn befreien, er reiße ihn heraus, wenn er an ihm Gefallen hat!</q></q>
li.slide Ps 22,2 (direktes Zitat): <q>Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen.</q>
li.slide Man beachte aber: Ps 22 mündet nicht im Untergang, sondern im Lobpreis Gottes angesichts tatsächlich gewährter Hilfe: verdeckter Ausblick auf die Auferstehung!
li.slide
i Einspielungen von wichtigen Elementen der <q>Lehre auf dem Weg</q>
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide
i Simon von Cyrene trägt das Kreuz Jesu
br
span.slide
span.oi.oi-arrow-right
|
| Mk 8,34:
|
q Wenn einer hinter mir hergehen will [= mein Jünger sein will], verleugne er sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.
br
span.slide
span.oi.oi-arrow-right
|
| Mk 9,35:
|
q Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein.
br
span.slide
| Simon von Cyrene ist zum Diener des <q>Letzten der Letzten</q> geworden - gerade so ist er ein Beispiel für die Nachfolge.
li.slide
i Links und rechts neben Jesus <q>thronen</q> mitgekreuzigte Räuber
br
span.slide
span.oi.oi-arrow-right
|
| Mk 14,48:
|
q Wie gegen einen Räuber seid ihr mit Schwertern und Knüppeln ausgezogen, um mich festzunehmen.
br
span.slide
span.oi.oi-arrow-right
|
| Mk 10,37
|
q [Jakobus und Johannes] sagten zu Jesus:
q Lass in deiner Herrlichkeit einen von uns rechts und den anderen links neben dir sitzen!
br
span.slide
| Jesus-Nachfolge kann innerhalb dieser Erdenzeit dazu führen, dass man wie Jesus und die Jünger <q>zum Gespött der Leute</q> wird.
br
| <q>Ehrenplätze</q> ist nicht das, was Jünger Jesu anstreben sollten.
li.slide
i (Pervertierte) Anspielungen auf den Triumphzug von Kaiser Vespasian in Rom
br
span.small Das mögen zum Teil <q>Zufälle</q> sein, zum Teil werden Elemente der Passion von Markus bewusst in diesem Sinne gestaltet worden sein.
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide Im <q>Hof</q> des Pilatus hätte wohl keine <q>ganze Kohorte</q> (immerhin 600 bis 1000 Mann!) Platz gehabt.
br
span.slide Aber mit dem Zusammenrufen der ganzen Kohorte, von dem Mk 15,16 erzählt, beginnt der Triumphzug auf dem Marsfeld in Rom.
li.slide Der Triumphator tritt dazu aus seinem Feldherrnzelt heraus, das Prätorium genannt wird.
br
span.slide Genauso wird der Hof des Pilatus bezeichnet.
li.slide Dem Triumphator werden Purpurgewand und Lorbeerkranz angelegt als Insignien der Macht.
br
span.slide Vergleiche die Spott-Huldigung Jesu durch die römischen Soldaten!
li.slide Der Triumphzug schlängelt sich in feierlicher Prozession durch die Straßen Roms.
br
span.slide <q>Ähnlich</q> stellt man sich schon immer den Kreuzweg Jesu vor.
li.slide Am Ziel des Triumphzuges wird dem Triumphator Wein angeboten, den dieser aber nicht trinkt.
br
span.slide Mk 15,23: Auch Jesus wird Wein angeboten - wenn auch mit Myrrhe vermischt -, auch er trinkt ihn nicht.
li.slide Das Ziel des Triumphzuges in Rom ist das Kapitol: caput = Schädel.
br
span.slide Die Kreuzigung Jesu findet auf Golgota statt, Markus übersetzt ausdrücklich: Golgota = Schädelort!
li.slide Am Ziel des Triumphzuges wird der mitgeführte besiegte Feind getötet.
br
span.slide Rollentausch bei der Kreuzigung Jesu: der <q>König der Juden</q> selbst wird hingerichtet.
li.slide Vespasian wurde bei seinem Triumphzug von seinen beiden Söhnen begleitet: ein Trio der Macht.
br
span.slide Jesus wird zwischen zwei Räubern gekreuzigt: ein Trio der Ohnmacht.
.viewbox.slide
p.nomarginbottom
b Mk 15,29-32 Der Tod Jesu
.viewbox.slide.konzentrisch-2
p.nomarginbottom <i>Verspottung Jesu</i> u. a. durch die jüdischen Führer, mit
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide Bezug auf die <i>Tempelzerstörung</i>
li.slide Rückgriff auf <i>Hoheitstitel</i> (<q>Christus</q>, <q>König von Israel</q>) [Mk 15,29-32]
p.nomarginbottom.slide
span.oi.oi-arrow-right
span
|
b negatives Bekenntnis
.viewbox.slide.konzentrisch-3
p.nomarginbottom <i>Finsternis im ganzen Land</i> [Mk 15,33]
br
span.oi.oi-arrow-right
span
|
b Abwesenheit Gottes im Land
.viewbox.slide.konzentrisch-4
p.nomarginbottom <i>Jesu Schrei</i> der <b>Gottverlassenheit</b> [Mk 15,34]
.viewbox.slide.konzentrisch-5
p.nomarginbottom <i>Elija</i> kommt nicht [Mk 15,35-36]
br
span.oi.oi-arrow-right
span
|
b kein himmlischer Helfer
.viewbox.slide.konzentrisch-4
p.nomarginbottom Jesus stribt mit lautem <i>Schrei</i> und <b>haucht den Geist aus</b> [Mk 15,37]
.viewbox.slide.konzentrisch-3
p.nomarginbottom Der <i>Tempelvorhang zerreißt</i> [Mk 15,38]
br
span.oi.oi-arrow-right
span
|
b Abwesenheit Gottes im Tempel
.viewbox.slide.konzentrisch-2
p.nomarginbottom Römischer Hauptmann: <q>Wahrhaftig, dieser Mensch war ein Sohn eines Gottes!</q>
br
span.oi.oi-arrow-right
span
|
b positives Bekenntnis
p.nomarginbottom.slide
| <q>Sohn eines Gottes</q> war im römischen Reich <i>Kaisertitulatur</i>
br
span.slide Mit dem Bekenntnis des römischen Hauptmanns wird eine ungeheuerliche Umwertung ausgedrückt:
br
span.slide Nicht der mächtige Kaiser im Rom ist der <q>Erste</q>, sondern Jesus, der sich in seinem Leben und Sterben zum Diener aller gemacht hat.
br
span.slide Er, der sich selbst zum <q>Letzten</q> gemacht hat, ist zum <q>Ersten</q> geworden - gerade durch seinen Kreuzweg.
br
span.slide Mk 9,45: <q>Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein.</q>
.viewbox.slide
p.nomarginbottom
b Mk 15,40-41 Erzählerischer Nachtrag: Frauen aus der Gefolgschaft Jesu hatten die Kreuzigung von Ferne beobachtet.
.viewbox.slide
p.nomarginbottom
b Mk 15,42-47 Das Begräbnis Jesu
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide
| Joseph von Arimathäa geht ein großes Risiko ein (Mk 15,42: er <q>wagte es</q>, den Leichnam Jesu zu erbitten):
br
span.slide
| sich vor den römischen Behörden als Anhänger eines Gekreuzigten zu outen - bzw. als jemand, der mit ihnen Mitleid hatte, -
| konnte bedeuten, dass man selber gekreuzigt wurde.
li.slide
| Pilatus lässt den Tod Jesu ausdrücklich feststellen.
br
span.slide
| Damit soll Jesu Tod verbürgt sein: es war kein Scheintod, sondern Jesus war wirklich absolut tot.
| Daran gilt es vor allem im Hinblick auf die Auferstehung Jesu festzuhalen.
+bottom_09("mk")
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@@ -0,0 +1,165 @@
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+headline("Schuld - Vergebung - Versöhnung")
span Schuldig werden
h2(style="margin-top: 25px;") Schuld in der Passion Jesu
p.slide
b
| Markus erzählt rund um Gefangennahme, Prozess, Verurteilung und Hinrichtung Jesu auch <q>schuldhaftes Verhalten</q>
| von diversen Personen.
br
span.small Austausch <span class="oi oi-arrow-right"></span> Flipchart
h4.slide(style="margin-top: 30px;") Judas und Petrus
.small Durchsichtig auf eine Fragestellung zur Zeit des Markus
p.slide.nomarginbottom <b><i>Christenverfolgungen unter Nero</i></b> (64 n. Chr.):
br
span.slide
i Wie umgehen mit jenen, die in der Verfolgung schwach geworden sind?
ul.nodisplay
li.slide
| Damals galt, was Mk 13,12 schreibt: dass
|
q Bruder den Bruder in den Tod liefern wird, und der Vater sein Kind, dass Kinder gegen ihre Eltern aufstehen und sie zur Hinrichtung führen werden
| :
br
span.slide
| Magistrate haben festgenommene Christen dazu bringen wollen, andere Christen zu denunzieren.
li.slide
| Manche werden tatsächlich den Bruder verraten haben
|
span.slide - wie Judas.
li.slide
| Andere werden den Glauben verleugnet haben
|
span.slide - wie Petrus.
br
span.slide.small
| Zumindest für eine spätere Zeit (unter Plinius dem Jüngeren, zwischen 111 und 113/115 n. Chr. römischer Statthalter in Bithynien in der heutigen Türkei) ist bekannt:
br
q
| Zu leugnen, Christ zu sein oder gewesen zu sein, sowie Christus zu verfluchen, das sind die beiden
| Kriterien, aufgrund derer der römische Statthalter Plinius in Bithynien diejenigen freilässt,
| die ihm als Christen angezeigt wurden.
|
span.footnote("Ebner, Markus 155.")
p.slide
b Über Judas bzw. sein Verhalten wird ein deutliches Urteil im Evangelium gesprochen (Mk 14,21):
br
span.slide
q Der Menschensohn muss zwar seinen Weg gehen, wie die Schrift über ihn sagt.
|
i Doch wehe dem Menschen, durch den der Menschensohn ausgeliefert wird! Für ihn wäre es besser, wenn er nie geboren wäre.
p.nomarginbottom.slide
b Petrus dagegen bekommt eine neue Chance:
ul.nodisplay
li.slide Der junge Mann, der am Ostermorgen im Grab die Auferstehung Jesu verkündet, erwähnt Petrus ausdrücklich (Mk 16,7):
br
q Sagt seinen Jüngern <i>und dem Petrus</i>: <q>Er geht euch voraus nach Galiläa, dort werden ihr ihn sehen, wie er es euch gesagt hat.</q>
li.slide Die Stelle im Evangelium, auf die sich das <q>wie er euch gesagt hat</q> bezieht, ist jene, bei der Jesus die Verleugnung durch Petrus ankündigt.
li.slide
| In der Konzeption der Markus-Evangeliums meint das <q>Er geht euch voraus nach Galiläa, dort werden ihr ihn sehen</q>,
| dass man das Evangelium wieder von vorne lesen soll.
br
span.slide Die erste Tat Jesu in Galiläa ist dann in Mk 1,16-20 die Berufung der ersten Jünger, und der allererste ist Petrus.
li.slide Damit ist ausgedrückt, dass Petrus vergeben wurde und er nach Ostern wieder in die Nachfolge Jesu eingetreten ist.
li.slide
i Ein Plädoyer des Evangelisten, auch jenen, die in der Verfolgung ihren Glauben geleugnet haben, eine zweite Chance zu geben?
h2.slide(style="margin-top: 75px;") Judas und Petrus <i>heute</i>
h4.slide Judas
p.slide.nomarginbottom
b <i>Judas</i> kann für alle stehen, die durch eigenes schuldhaftes Verhalten andere Menschen in Bedrängnis bringen oder gravierenden Schaden anrichten.
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide Falsche Aussage bzw. Beschuldigung (8. Gebot: <q>Du wirst nicht falsch gegen deinen Nächsten aussagen.</q>).
li.slide Andere umbringen (5. Gebot: <q>Du wirst nicht morden</q>).
li.slide (Schlimmer, Existenz bedrohender) Diebstahl (7,9./10. Gebot: <q>Du wirst nicht stehlen.</q>, <q>Du wirst nicht begehren ...</q>)
li.slide Andere verführen, schuldig zu werden.
li.slide Untreue gegenüber Mitmenschen oder gegebenen Versprechen, mangelnde Verlässlichkeit (6. Gebot: <q>Du wirst nicht die Ehe brechen.</q>)
li.slide Andere verspotten, niedermachen etc.
li.slide <q>Letzte</q>, Menschen am Rande der Gesellschaft, Menschen mit Migrationshintergrund, Ausländer etc. verachten (<span class="oi oi-arrow-right"></span> <q>Lehre auf dem Weg</q>)
li.slide ...
li.slide Aber auch: Dinge, die <i>einem selbst schaden</i>:
ul.nodisplay
li.slide Gewalt gegen sich selbst.
li.slide Desinteresse an den eigenen Talenten und Fähigkeiten.
li.slide Sich gehen lassen.
li.slide Raubbau an den eigenen körperlichen Ressourcen (zu viel Sport; Alkohol, Drogen)
li.slide ...
li.slide Auch <i>Schaden</i>, der <i>an der Schöpfung</i> entsteht, gehört hierher:
ul.nodisplay
li.slide Umweltverschmutzung
li.slide Ignoranz gegenüber Mülltrennung
li.slide Tierquälerei
li.slide ...
li.slide Auch <i>Vergehen gegenüber nachfolgenden Generationen</i> ist hier zu nennen:
ul.nodisplay
li.slide Nicht-nachhaltiger Umgang mit den Ressourcen der Erde
li.slide Nur an sich denken
li.slide ...
li.slide Schließlich kann auch die <i>Beziehung zu Gott</i> schweren Schaden nehmen:
ul.nodisplay
li.slide Mangelnde oder ganz aufgegebene Pflege der Beziehung zu Gott
li.slide Kein Interesse an Gott und Religion
li.slide Glaube, dass am Ende des große Nichts auf uns wartet
li.slide Missachtung des Glaubens, dass Gott auch im Hier und Heute wirken kann
li.slide ...
p.slide
i All dies ist etwas ungeheuerlich Schlimmes!
br
span.slide
b
i Das kann man nicht einfach mit sich selber ausmachen!
p.slide.nomarginbottom
i
b Diese Vergehen haben trennenden Charakter:
ul.nodisplay
li.slide Sie trennen von der Gemeinschaft, von Freunden, von Familie, von Klassenkameraden, von Kollegen etc.
li.slide Sie trennen von sich selbst.
li.slide Sie trennen von der Umwelt.
li.slide Sie trennen von Gott.
p.slide
i Diese Trennungen müssen heilen - sonst haben sie <q>toxische Wirkung</q>: sie vergiften mein Lebensumfeld!
h4.slide Petrus
p.slide.nomarginbottom
b <i>Petrus</i> kann für jene stehen, die durch ihr schuldhaftes Verhalten <i>nicht</i> andere oder sich selbst in Mitleidenschaft ziehen bzw. keinen wirklichen Schaden anrichten
br
span.slide.small Klassische Beispiele:
ul.nodisplay.nomarginbottom.small
li.slide Notlügen (bei denen wirklich niemand zu Schaden kommt)
li.slide (Letztlich harmlose) Kabbelei zwischen Geschwistern und im Freundeskreis.
p.slide
i Auch dieses schuldhafte Verhalten ist und bleibt schuldhaft - aber es wiegt weniger schwer.
br
span.slide
i Auch hier braucht es Versöhnung.
h2(style="margin-top: 75px;").slide Weitere Hilfen, die Schwere von Schuld einzuschätzen
ul.nodisplay
li.slide <i>Maß der Entscheidungsfreiheit</i>: War ich frei in meinem Willen?
li.slide <i>Klarheit der Erkenntnis</i>: War ich mir des schuldhaften Handelns bewusst?
li.slide <i>Gewichtigkeit der Sache</i>: Ging es um eine Sache von großer Bedeutung?
p.slide
i Bedenke aber: Auch das Kleinreden von Schuld ist (schwere) Schuld!
+bottom_09("schuld")
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@@ -0,0 +1,153 @@
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+headline("Schuld - Vergebung - Versöhnung")
span Vergebung - Versöhnung
h2(style="margin-top: 25px;") Unbedingte Vergebungsbereitschaft
.small Als Zeichen für das angebrochene Gottesreich
p.slide
b Jesu ureigenstes Anliegen war gelingende geheilte Gemeinschaft der Menschen untereinander.
br
span.slide
i Im Christentum geht es ja auch nicht (nur) um die Erlösung vom Tod, sondern auch von der Sünde.
p.slide.nomarginbottom Und diese Erlösung von der Sünde wird in einem an Jesu Weisungen orientierten Leben konkret.
ul.nodisplay
li.slide Gerade deshalb betont Jesus die Ethik.
li.slide Gerade deshalb fordert Jesus unbedingte Vergebungsbereitschaft:
ul.nodisplay
li.slide
| Mt 18,21-22:
|
q
| Da trat Petrus zu ihm [= Jesus] und fragte: <q>Herr, wie oft muss ich meinem Bruder vergeben, wenn er gegen mich sündigt? Bis zu siebenmal?</q>
| Jesus sagte zu ihm: <q>Ich sage dir nicht: Bis zu siebenmal, sondern bis zu siebzigmal siebenmal.</q>
br
span.slide Das heißt effektiv: <i>immer</i>!
li.slide
| Vaterunser bzw. Nachwort (Mt 6,12.14-15)
|
q
| Und erlass uns unsere Schulden, wie auch wir sie <i>unseren Schuldnern erlassen <u>haben</u>!</i>.
| ...
| Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt, dann wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben.
| Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, dann wird euch euer Vater eure Verfehlungen auch nicht vergeben.
h2.slide(style="margin-top: 75px;") Die gelebte Barmherzigkeit soll den schuldig gewordenen Menschen verändern
.small Kein einfaches <q>Weiter so</q>!
p.nomarginbottom.slide
b Röm 6,3-6(-14)
p.slide(style="margin-left: 30px;")
i
| Wisst ihr denn nicht, dass wir, die wir auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft worden sind?
br
| Wir wurden ja mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod, damit auch wir, so wie Christus durch die Herrlichkeit
| des Vaters von den Toten auferweckt wurde, <u>in der Wirklichkeit des neuen Lebens wandeln</u>.
br
| Wenn wir nämlich mit der Gestalt seines Todes verbunden wurden, dann werden wir es auch mit der seiner Auferstehung sein.
br
| Wir wissen doch: Unser alter Mensch wurde <u>mitgekreuzigt</u>, ... <u>damit wir nicht mehr Sklaven der Sünde sind</u>. ...
br
| <u>So begreift auch ihr euch als Menschen, die <u>für die Sünde tot</u> sind, aber für Gott leben in Christus Jesus.</u> ...
| Stellt eure Glieder nicht der Sünde zur Verfügung als Waffen der Ungerechtigkeit, sondern <u>stellt euch Gott zur Verfügung</u>
| wie solche, die von Toten zu Lebenden wurden, und stellt eure Glieder als Waffen der Gerechtigkeit <u>in den Dienst Gottes</u>!
p.nomarginbottom.slide
b Joh 8,1-11: Jesus und die Ehebrecherin
p.slide(style="margin-left: 30px;")
i
q
| Auch ich verurteile dich nicht.
br
u Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!
p.nomarginbottom.slide
b Lk 19,1-10 Der Zöllner Zachäus in Jericho
p.slide(style="margin-left: 30px;")
i
| ... Als Jesus an die Stelle kam [wo Zachäus auf den Baum geklettert war], schaute er hinauf und sagte zu ihm:
| <q>Zachäus, komm schnell unterunter! Denn ich muss heute in deinem Haus bleiben.</q> ...
br
| Zachäus aber wandte sich an den Herrn und sagte:
| <q>Siehe, Herr, die Hälfte meines Vermögens gebe ich den Armen, und wenn ich von jemandem zu viel gefordert habe,
| gebe ich ihm das Vierfache zurück.
br
| Da sagte Jesus zu ihm: <q>Heute ist diesem Haus Heil geschenkt worden ... Denn der Menschensohn ist gekommen,
| um zu suchen und zu retten, was verloren ist.</q>
h2.slide(style="margin-top: 75px;") Damit Versöhnung gelingt
.small Was es braucht, damit Versöhnung wirklich Versöhnung ist, die Folgen von Schuld heilen können
ul.nodisplay
li.slide <i>Aufrichtige Selbstreflexion</i>: Wirklich und ehrlich über sich selbst nachdenken
li.slide <i>Echte Reue</i>: da habe ich Mist gebaut, das ist meine Schuld, dafür schäme ich mich, ich wünschte, es wäre anders gelaufen ...
li.slide
| <i>Zeit</i>: Versöhnung ist immer (ein mehr oder weniger langer) Prozess:
| keine schnelle/billige Versöhnung: manchmal braucht es auch Zeit bei mir selbst als Täter,
| bis ich so Versöhnung empfangen kann, dass es für alle Beteiligten und auch für mich als Täter fruchtbar sein kann.
h2.slide(style="margin-top: 75px;") Versöhnung will begangen werden
.small Sichtbare Zeichen für Versöhnung
p.slide.nomarginbottom Schon in unserem Alltag ist (wirkliche) Versöhnung <i>mehr</i> als ein Wort ...
ul.nodisplay.nomarginbottom
li.slide Umarmung
li.slide Handgeben
li.slide (Kleine!) Geschenke
li.slide Miteinander essen
li.slide.small Indianer: Friedenspfeife rauchen
p.slide
| Bei großeren Vergehen bzw. bei jenen, die öffentlich sind und das Umfeld betreffen (<span class="oi oi-arrow-right"></span> toxische Wirkung von Schuld)
| wirkt oft auch jemand mit, der für die Gemeinschaft steht (Lehrer, Gruppenleiter, Cliquen-Anführer etc.)
p.slide
b Nur, was (zeichenhaft) begangen wird, ist real.
h2.slide(style="margin-top: 75px;") Beichte
.small Versöhnung als Sakrament
p.slide.nomarginbottom
b Beichtgeheimnis
ul.nodisplay
li.slide Vertraut reden können ist etwas sehr Wichtiges - gerade, wenn es um so etwas unangenehmes wie eigene Schuld geht.
li.slide Für die eigene Verarbeitung von Schuld ist das <i>Aussprechen</i> von Schuld aber unablässig.
li.slide Die Beichte soll kein <q>Runterrattern von Sünden</q> sein, sondern ist ein echtes Gespräch auf Augenhöhe.
p.slide.nomarginbottom
b Vergebung von Gott her
p.slide Damit ist die Schuld als solche weg - aber es bleiben ggf. Folgen der Schuld.
p.slide.nomarginbottom
b Zuspruch <q>Verzeihung und Frieden</q>
p.slide.nomarginbottom Hier geht es nicht zuletzt um die <q>Nachwirkungen</q> der Beichte:
ul.nodisplay
li.slide Dass Versöhnung auch im zwischenmenschlichen Bereich gelingt.
li.slide Dass ich lerne, mit evtl. nicht mehr gut zu machenden Folgen meiner Schuld zu leben, versöhnt auch mit mir selbst sein kann.
li.slide Dass ich lerne, mit meinen eigenen Grenzen und der Begrenztheit des irdischen Lebens insgesamt umzugehen.
li.slide All dies wird je nach Sachlage auch im Beichtgespräch zum Thema werden.
h2.slide(style="margin-top: 75px;") Vertiefende Hinweise zur Beichte und Hilfen zur Gewissenserforschung
.small Nimm dir Zeit zur Vorbereitung auf die Beichte!
p.slide.nomarginbottom
b Gotteslob
ul.nodisplay
li.slide Nr. 593: Das Sakrament der Buße und der Versöhnung
li.slide.small Nr. 594: Die Feier der Versöhnung für Einzelne
li.slide
i Hilfen zur Gewissenserforschung für Jugendliche und Erwachsene
ul.nodisplay
li.slide Nr. 599: Vorbereitung
li.slide Nr. 600: Gewissenserforschung I
li.slide Nr. 601: Gewissenserforschung II (anhand der 10 Gebote)
+bottom_09("vergebung")
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