Ergänzungen und Klärungen Webgereiter
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| Jesu Tod und Auferstehung – <q>gegenwärtig</q> in der Taufe – als Ursache der Vollmacht, dass Jesus Sünden vergeben kann.
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| Er, der in der Taufe = Tod alle Sünden auf sich genommen hat (<q>unser Krankheit getragen hat</q>),
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| Er, der in der Taufe = Tod am Kreuz alle Sünden auf sich genommen hat (<q>unser Krankheit getragen hat</q>),
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| er darf sie auch vergeben.
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| In der Mitte steht das Aufgerichtetwerden, hier erhebt sich ein Gelähmter:
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| beides kann in Beziehung zur Auferstehung gesetzt werden.
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| In der Mitte steht das Aufgerichtetwerden (der Schwiegermutter des Petrus), hier erhebt sich ein Gelähmter:
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| beides kann in Beziehung zur Auferstehung gesetzt werden (die ja auch in der Taufe [Gegenüber!] präsent ist).
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| Das Aufgraben des Daches und das Hinunterlassen eines – zumindest äußerlich – leblosen Körpers
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| erinnert an eine Beerdigung.
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| auf einer Bare erinnert an eine Beerdigung.
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| Vom Gegenüber <q>Taufe Jesu</q> in der Gliederung her kommt einem Röm 6(,4.13) in den Sinn:
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i Sie vollziehen das soteriologische Handeln Gottes auf der Ebene der Ethik nach.
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| Damit haben sich die Vier in den Dienst Gottes gestellt (vgl. Röm 6,13!).
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| Zielpunkt ist jeweils Jesus: das ist vom Gedanken der Schicksalsgemeinschaft mit Jesus her zu verstehen,
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| womit auch deutlich wird: Jesus ist – durch seinen Tod und seine Auferstehung – Dreh und Angelpunkt
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| des von Gott dem Menschen geschenkten Heiles.
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| In den Paulus-Briefen ist der Geist Lebendigmacher; vgl. die Auferstehung Jesu und der Gläubigen,
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| Die Erzählung erhebt den Anspruch, zu belegen, <q>dass der Menschensohn die Vollmacht hat,
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| auf der Erde Sünden zu vergeben</q>; äußerer Beleg ist das Sich-Erheben und Weggehen des Gelähmten.
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| Ist dies aber als Bebilderung von Röm 6,4.13 verstanden, stellt sich die Frage, was Markus dann damit realiter meint.
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| Ist die ganze Erzählung aber als Bebilderung von Röm 6,4.13 verstanden, stellt sich die Frage,
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| was Markus dann damit realiter meint.
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| Es kann sich nicht um die Auferstehung Jesu handeln – denn es geht hier nicht um ein Erkennen an Jesus,
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| sondern an einem anderen. Es kann aber auch nicht die (zukünftige, von Röm 6,5 her aber im Gedanken-Kontext präsente)
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| Auferstehung des Geheilten sein – denn die ist auf Erden nicht <q>sichtbar</q>, weil ein Geschehen in die Wirklichkeit Gottes hinein.
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| Auferstehung des Geheilten sein – denn die ist auf Erden nicht <q>sichtbar</q>,
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| weil ein Geschehen in die Wirklichkeit Gottes hinein.
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| Damit kann nur eine sichtbare Veränderung am Verhalten des ehedem von der Sünde befallenen im Blick sein.
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| Und tatsächlich schließt sich eine Erzählung an, die von einer Verhaltensänderung eines <q>Sünders</q> erzählt:
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| → Wer Jesus nachfolgt, bereitet den Weg des Herrn (letztlich Gottes selbst).
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span.small Man beachte, wie Nachfolge und Wegbereitung in der Erzählung vom Einzug in Jerusalem zusammengebunden sind.
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| Man beachte, wie Nachfolge und Wegbereitung in der Erzählung vom Einzug in Jerusalem zusammengebunden sind.
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| Wie schon in der Gliederung <q>Sendung – Versuchung – Heilung des Besessenen</q> und rückwärtiger Ansicht
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| kann man Mk 1,2-3 nun auch verschoben betrachten: der Bote, der vorausgeht, ist Jesus; er hat
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| in seinem Tod und seiner Auferstehung den Weg des Heils eröffnet.
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| Levi steht auf und folgt Jesus nach. Unmittelbar nach der Symbolheilung des Gelähmten/Sünders erzählt,
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| fällt die Parallelität der Vorgänge auf: aufstehen, gehen [mit besonderer Konnotation: nach Hause; in der Nachfolge]: das Sich-in-die-Nachfolge-Rufen-Lassen des Zöllners Levi
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| fällt die Parallelität der Vorgänge auf: aufstehen, gehen [mit besonderer Konnotation: nach Hause; in der Nachfolge]:
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| das Sich-in-die-Nachfolge-Rufen-Lassen des Zöllners Levi
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| eignet sich ganz gut als <q>Beleg</q> dafür, dass Jesus Sünden vergeben kann:
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| das Geschehen seines Tod und seiner Auferstehung – gegenwärtig in seiner Lehre (und in der Taufe)! – <q>wandelt</q> Menschen;
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| sie treten ein in die Jesus-Nachfolge, was ein entsprechendes Verhalten mit sich bringt.
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| während doch Petrus & Co. ihre Netze zurücklassen und Bartimäus seinen Mantel zurücklässt:
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| sie ist ihm <q>Werkzeug</q> auf dem Weg <q>nach Hause</q>, um anderen zu helfen; so wie ihm
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| geholfen wurde, indem vier Männer ihn auf der Bahre zu Jesus gebracht haben.
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| Durch die Gliederung ergeben sich auch Hinweise, wie hier Nachfolge inhaltlich zu bestimmten ist,
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| wobei Röm 6 prägend ist:
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| Es geht um das Eintreten in die hier überpräsente Schicksalsgemeinschaft mit Jesus,
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| das Begrabenwerden mit Jesus in der Taufe auf den Tod Jesu.
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| Diese Schicksalsgemeinschaft soll in eine Verhaltensgemeinschaft mit Jesus führen, nach Röm 6,4.10-11:
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| Wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde,
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| so sollen auch wir in der Neuheit des Lebens wandenln.
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| Durch sein Sterben ist er [= Christus] ein für allemal gestorben für die Sünde,
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| sein Leben aber lebt er für Gott.
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| So sollt euch ihr euch als Menschen begreifen, die für die Sünde tot sind, aber für Gott leben in Christus Jesus.
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| Hier kommt die Mitte der Gliederung ins Spiel: Jesus richtet die Schwiegermutter des Petrus auf.
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| Er, der von Gott in der Auferstehung (→ Taufe!) aufgerichtet wurde, richtet (nun) Menschen auf;
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| in der Mitte die Schwiegermutter des Petrus, in der zur Taufe gegenüberliegenden Erzählung
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| den Gelähmten.
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| Das lässt nur den Schluss zu:
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| An diesem aufrichtenden Werk Gottes sollen sich also die Jesus Nachfolgenden beteiligen.
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| Genau hier kommen die vier Männer ins Spiel, die den Gelähmten/Sünder zu Jesus bringen.
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| Sie stellen sich in den Dienst Gottes, indem sie auf ethischer (und aber auch
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| soteriologischer Ebene, siehe gegenüber) Ebene nachvollziehen,
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| was Gott auf soteriologischer Ebene tut (vgl. die Parallelität des Handelns!).
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| Das ist Nachfolge Jesu (→ Aufrichtung Schwiegermutter) und sich Stellen in den Dienst Gottes
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| am Menschen (→ Auferweckung Jesu).
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| Dabei ist <q>Nachvollziehen</q> deutlich abzuheben von Nachahmen und Nachspielen (→
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| Fußwaschung am Gründonnerstag)
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| Man kann hier fast von <q>Nachfolge</q> Gottes sprechen, ist doch Gottes Handeln Ursprung
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| und Prototyp des Handelns Jesu und der Jesus Nachfolgenden.
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| Grund für diese sonst bei Markus nicht mehr begegnende Verkettung dürfte sein,
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| dass Röm 6 im Hintergrund steht: bei der Auferstehung Jesu ist Gott der Handelnde
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| (<q>durch die Herrlichkeit Gottes</q>), mit einem Aufruf zum Handeln aufgrund der Taufe
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| an die Getauften (<q>in der Neuheit des Lebens wandeln!</q>).
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| Daneben begegnet die Parallelität im Handeln zwischen Jesus und den Getaufen:
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| <q>... sein Leben aber lebt er [= Christus] für Gott. So sollt auch ihr euch
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| als Menschen begreifen, die für die Sünde tot sind, aber für Gott leben in Christus Jesus.</q> (Röm 6,10-11)
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| Beides ist hier präsent!
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| In der <q>Lehre auf dem Weg</q> wird Markus die Nachfolge mit der Lebenshingabe Jesu als Dienst Jesu
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| an den Menschen verbinden (→ Mk 10,45!).
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| Dabei begegnet haber – genau wie hier! – der Gedanke, dass das soteriologische Handeln (hier Jesu)
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| (→ <q>Lösegeld</q>) auf die ethische Ebene übertragen werden soll (→ Dienst an den Letzten).
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| In der Mitte steht die Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus zum Dienst,
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| hier der Ruf in die Nachfolge Jesu; und was <q>Nachfolge</q> heißt, das bebildern die 4 Männer,
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| die sich des Gelähmten angenommen haben und durch ihr Handeln auf der zwischenmenschlichen Ebene nachvollziehen,
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| was Gott auf soteriologischer Ebene tut: Dienst am Menschen, an den <q>Letzten</q>.
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| Abschließend
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| Dabei ist <q>Nachvollziehen</q> deutlich abzuheben von Nachahmen und Nachspielen (→
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| Fußwaschung am Gründonnerstag)
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| <q>Bereitet den Weg des Herrn!</q> kann also wie folgt verstanden werden:
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| <q>Nachfolge</q>, <q>Bereitet den Weg des Herrn!</q> kann also wie folgt verstanden werden:
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| Imperativische und soteriologische Komponente:
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