Verbesserung Mk/Reinigen
parent
228a9c2f71
commit
1603c4d2e2
|
|
@ -780,105 +780,246 @@ block content
|
|||
q
|
||||
| Er war Gott gleich, hielt es aber nicht als einen Raub fest, Gott gleich zu sein,
|
||||
br
|
||||
| sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich ...
|
||||
| sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich.
|
||||
br
|
||||
| ... er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod,
|
||||
br
|
||||
| bis zum Tod am Kreuz
|
||||
h6.card-subtitle.text-muted
|
||||
| Mitte der konzentrischen Gliederung: die Söhne des Zebedäus lassen ihren Vater mit den Tagelöhnern zurück
|
||||
hr
|
||||
ul.card-text
|
||||
li
|
||||
| Nicht nur durch das – auf der soteriologischen Ebene anzusiedelnde – Stichwort „reinigen“ (→ Taufe; siehe oben)
|
||||
| sind die Söhne des Zebedäus mit Jesus verbunden, sondern auch
|
||||
| durch das Stichwort „Sohn“/„Söhne“:
|
||||
br
|
||||
| In der Betitelung „Söhne des Zebedäus“ spiegelt sich das „Jesus Christus, Sohn (eines) Gottes“ vom oberen Rand der konzentrischen Gliederung.
|
||||
li
|
||||
| Dabei wird mittels des in der Berufung der Söhne des Zebedäus „gegenwärtigen“ Philipperhymnus eine Parallele
|
||||
| zwischen diesen und dem Gottessohn auf ethischer Ebene konstruiert, nämlich Verzicht und Dienst:
|
||||
br
|
||||
| Die „Söhne des Zebedäus“, die ihren Vater und ihre Stellung im väterlichen Betrieb verlassen,
|
||||
| sind mit dem Gottessohn parallelisiert, der seine himmlische Herrlichkeit und seine damit verbundene Stellung dort verlassen hat.
|
||||
ul.card-text
|
||||
li
|
||||
| Der Eintritt in die Nachfolge Jesu bedeutet für sie, aus einer Welt des Habens auszubrechen:
|
||||
br
|
||||
| sie verlassen mit ihrem Vater auch den irdischen Besitz der Familie, der – so legen es die Tagelöhner nahe – nicht zu klein gewesen sein kann.
|
||||
br
|
||||
| Hier ist eine Analogie zum Gottessohn zu sehen, der seine himmlische Herrlichkeit verlassen,
|
||||
| sich entäußert hat.
|
||||
li
|
||||
| Und wie der Gottessohn durch seine Entäußerung zum Diener, zum Sklaven wurde, gehorsam bis zum Tod am Kreuz,
|
||||
br
|
||||
| so lassen sich die Jünger für die Sache Jesu in Dienst nehmen – angedeutet nicht zuletzt im Gehorsam gegenüber Jesus,
|
||||
| von dem sie sich ohne Umschweife in die Nachfolge rufen lassen.
|
||||
|
||||
.card.slide.border-secondary.mb-2
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title
|
||||
q
|
||||
| Er war Gott gleich, hielt es aber nicht als einen Raub fest, Gott gleich zu sein,
|
||||
br
|
||||
| sondern ... er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz
|
||||
h6.card-subtitle.text-muted
|
||||
| Oberes und unteres Ende der konzentrischen Gliederung: Jesus, Sohn (eines) Gottes, erniedrigt sich und „tauscht“ mit einem „Letzten“
|
||||
| Oberes und unteres Ende der konzentrischen Gliederung
|
||||
br
|
||||
| in Verbindung mit der Berufung der Söhne des Zebedäus in der Mitte der konzentrischen Gliederung
|
||||
hr
|
||||
ul.card-text
|
||||
li
|
||||
| Der Philipperhymnus besingt, wie der Gottessohn die Position tauscht:
|
||||
br
|
||||
| aus der himmlischen Herrlichkeit heraus in die Erniedrigung bis zum schmachvollen Kreuzestod;
|
||||
br
|
||||
| von weiter oben als der Gottgleichheit kann man nicht kommen, tiefer als zum Kreuzestod kann man nicht sinken:
|
||||
br
|
||||
| Jener, der eigentlich – qua Gottgleichheit – „Erster“ ist, wird zum „Letzten“.
|
||||
li
|
||||
| In Analogie dazu erzählt die Heilung des Aussätzigen, dass Jesus, Sohn (eines) Gottes – Titel des „Ersten“ in der römischen Gesellschaft –,
|
||||
| mit einem „Aussätzigen“ einen „Austausch“ vollzieht, von einem Gesunden zu einem „Kranken“ wird,
|
||||
| um den Kranken gesund zu machen (→ „er hat unsere Krankheit getragen“);
|
||||
br
|
||||
| durch „Aussätzigsein“ aber gehört man zu den „Letzten“ der Gesellschaft.
|
||||
li
|
||||
| In diese Analogie ist die Parallele im Handeln Jesu und der Söhne des Zebedäus einzubinden:
|
||||
br
|
||||
| Auf der soteriologischen Ebene gilt:
|
||||
br
|
||||
i Der Gesunde – Jesus – wird „krank“, damit der Kranke gesund wird.
|
||||
| – Dies führen die Söhne des Zebedäus weiter, indem sie künftig Menschen „reinigen“ und dabei diesen „Austausch“ Jesu vergegenwärtigen.
|
||||
br
|
||||
| Dazu kommt aber, dass diese Reihung auf das zu übertragen ist,
|
||||
| was von den Söhnen des Zebedäus neben dem Netzreinigen (→ Ausgangspunkt für ihr späteres soteriologisches Handeln) noch erzählt wird;
|
||||
| dabei ist vom „Austausch“ Jesu her auch dort ein „Austausch“ zu ergänzen auf der ethischen Ebene:
|
||||
br
|
||||
i Die Habenden verzichten, damit die, die nichts haben, etwas haben.
|
||||
br
|
||||
i Der Mächtigen werden zu Dienern, damit die, die Diener sind, bedient werden.
|
||||
li
|
||||
| So erhält das ethische Handeln der Zebedäus-Söhne bei ihrer Berufung ein Gegenüber, wie das soteriologische
|
||||
| Handeln Jesu und der Jünger schon immer ein Gegenüber hatte:
|
||||
br
|
||||
| Ihr Verzicht und ihr Gehorsam Jesus gegenüber geschieht nicht in ein „Nichts“ hinein, auch nicht primär um eines
|
||||
| himmlischen Lohnes willen,
|
||||
br
|
||||
i sondern geschieht zugunsten eines menschlichen Gegenübers, mit dem es in gewisser Weise auch zu einem „Austausch“ kommt.
|
||||
br
|
||||
| Damit zielt Nachfolge auf die umfassende Verwandlung der Lebensumstände im Hier und Heute: der eigenen zugunten der von anderen
|
||||
| im Sinne einer Teilhabe an der „Neuheit des Lebens“ und des „Aufrichtens von Menschen“.
|
||||
li
|
||||
| In diesem Sinn bilden das „soteriologische Element“ (→ „Menschenfischer/-reiniger“) und das „ethische Element“ (→ Verzicht, Sich-in-Dienst-nehmen-Lassen)
|
||||
| von Nachfolge nicht nur eine unlösliche Einheit, es kann sogar von einem doppelten „soteriologischen Handeln“ der Jünger die Rede sein:
|
||||
.card.slide.border-secondary.mb-1
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title Philipperhymnus und Heilung des „Aussätzigen“
|
||||
h6.card-subtitle.text-muted Jesus, Sohn (eines) Gottes, erniedrigt sich und „tauscht“ mit einem „Letzten“
|
||||
hr
|
||||
ul.card-text
|
||||
li
|
||||
| Dass Jesus durch den „Austausch“ (= Tod am Kreuz) den „Aussätzigen“ rein gemacht hat,
|
||||
| ermächtigt und ruft sie, Menschen im Bad der Taufe rein zu machen.
|
||||
li
|
||||
| Aber auch ihr ethisches Handeln in der Nachfolge Jesu hat soteriologische Qualität,
|
||||
| insofern Menschen aus ihren schwierigen Lebensumständen befreit oder diese zumindest gelindert werden;
|
||||
| Der Philipperhymnus besingt, wie der Gottgleiche die Position tauscht:
|
||||
br
|
||||
| dies aber in Analogie, nicht Identität, als indirekte Auswirkung durch analoges Handeln der Jünger,
|
||||
| nicht als Mitwirkung an der einmaligen Erlösertat Christi.
|
||||
li
|
||||
| Durch diese mehrdimensionale Nachfolge werden die „Söhne des Zebedäus“ zu „Söhnen Gottes“.
|
||||
| aus der himmlischen Herrlichkeit heraus in die Erniedrigung bis zum schmachvollen Tod am Kreuz;
|
||||
br
|
||||
| von weiter oben als der Gottgleichheit kann man nicht kommen, tiefer als zum Tod am Kreuz kann man nicht sinken:
|
||||
br
|
||||
| Jener, der eigentlich – qua Gottgleichheit – „Erster“ ist, wird zum „Letzten“.
|
||||
li
|
||||
| In Analogie dazu erzählt die Heilung des Aussätzigen, dass Jesus, Sohn (eines) Gottes – Titel des „Ersten“ in der römischen Gesellschaft –,
|
||||
| mit einem „Aussätzigen“ einen „Austausch“ vollzieht, von einem Gesunden zu einem „Kranken“ wird,
|
||||
| um den Kranken gesund zu machen (→ „er hat unsere Krankheit getragen“);
|
||||
br
|
||||
| durch „Aussätzigsein“ aber gehört man zu den „Letzten“ der Gesellschaft,
|
||||
br
|
||||
| und Ort des „Austausches“ ist der „Tod am Kreuz“ (s. o.).
|
||||
li
|
||||
| Während in der Heilung des „Aussätzigen“ der „Austausch“ konstitutiv ist,
|
||||
| enthält der Philipperhymnus nicht explizit den Gedanken, dass die Erniedrigung des Gottgleichen geschieht, um jemand anderen zu erhöhen;
|
||||
br
|
||||
| der Hymnus geht vielmehr zur Erhöhung des sich selbst erniedrigt habenden durch Gott über.
|
||||
li
|
||||
| Allerdings zeigt der Kontext des Hymnus im Philipperbrief, dass Paulus den Hymnus der Erniedrigung des Gottgleichen und seine darauffolgende Erhöhung
|
||||
| in seinen Brief aufnimmt, um damit ein Verhalten der Gemeinde <i>zugunsten anderer</i> zu motivieren, bei dem der Gedanke „Erniedrigung zur Erhöhung anderer“ eine Rolle spielt
|
||||
| und er also den Hymnus im diesem Sinne versteht:
|
||||
br
|
||||
q.bibeltext
|
||||
| In Demut schätze einer den anderen höher ein als sich selbst.
|
||||
br
|
||||
| Jeder achte nicht nur auf das eigene Wohl, sondern auch auf das der anderen.
|
||||
span.bibelstelle Phil 2,3a.4
|
||||
li
|
||||
| Mit „gehorsam“ und „Tod am Kreuz“ enthält der Hymnus aber schon selber Begriffe, die eine soteriologische Bedeutung der Erniedrigung des Gottgleichen andeuten bzw. beinhalten:
|
||||
ul.card-text
|
||||
li
|
||||
| In der Adam-Christus-Parallele in Röm 5,12-21 wird dem Gehorsam Christi eine soteriologische Funktion beigemessen:
|
||||
br
|
||||
q.bibeltext
|
||||
| Wie durch den Ungehorsam des einen Menschen die vielen zu Sündern gemacht worden sind,
|
||||
br
|
||||
| so werden auch durch den <i>Gehorsam</i> des einen die vielen zu Gerechten gemacht werden.
|
||||
span.bibelstelle Röm 5,19
|
||||
li
|
||||
| Der „Tod am Kreuz“ ist in der gesamten paulinischen Tradition „Ort des Heiles“.
|
||||
br
|
||||
| Im Philipperhymnus klappt diese Wendung nach und ist daher betont, sicher in einem soteriologischen Sinne.
|
||||
br
|
||||
ul.card-text.small
|
||||
li
|
||||
| Vielleicht hängt die auffällige Doppelung „bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz“ mit dem Vierten Lied vom Gottesknecht des Jesaja zusammen;
|
||||
br
|
||||
| dort findet sich die Aussage „... er sein Leben dem Tod preisgab und sich unter die Abtrünnigen rechnen ließ“ (Jes 53,12a):
|
||||
br
|
||||
| der Tod am Kreuz lässt sich als Tod der Abtrünnigen/Verbrecher sehr gut mit dem Satzteil „sich unter die Abtrünnigen rechnen ließ“ verbinden.
|
||||
li
|
||||
| Auffällig ist, dass im Vierten Gottesknechtslied der stellvertretende Tod – analog zum Tod am Kreuz im Philipperhymnus – Grund für die Erhöhung ist:
|
||||
br
|
||||
q.bibeltext
|
||||
| <i>Deshalb</i> gehe ich ihm Anteil unter den Großen und mit den Mächtigen teilt er die Beute,
|
||||
br
|
||||
| <i>weil</i> er sein Leben dem Tod preisgab und sich unter die Abtrünnigen rechnen ließ.
|
||||
span.bibelstelle Jes 53,12a-b
|
||||
li
|
||||
| Wahrscheinlich speist sich also der Philipperhymnus aus dem Vierten Gottesknechtslied.
|
||||
li
|
||||
| Das Vierte Lied vom Gottesknecht, das mit der Aussage „Er hat unsere Krankheit getragen“ (Jes 53,4a) auch Pate für die Erzählung von der
|
||||
| Heilung des „Ausätzigen“ stand, ist generell vom „Austausch“ geprägt, so auch das Sich-unter-die-Abtrünnigen-rechnen-Lassen im Sinne des
|
||||
| „Mein Knecht, der gerechte, macht die Vielen gerecht; er lädt ihre Schuld auf sich. ... Er hob die Sünden der Vielen auf und trat für die Abtrünnigen ein“ (Jes 53,11d.12c).
|
||||
br
|
||||
| Daher ist es wahrscheinlich, dass Entleerung und Erniedrigung des Gottgleichen „bis zum Tod am Kreuz“ analog im Sinne eines „Austauches“ zu verstehen sind:
|
||||
br
|
||||
| um den Menschen, der in die Tiefe der Gottferne gefallen war, zu Gott zu erhöhen, ist der Gottgleiche in die Tiefe der Gottferne – den Tod am Kreuz – hinabgestigen.
|
||||
li
|
||||
| Der Hymnus weist im Vergleich zum Gottesknechtslied eine doppelte Radikalisierung auf:
|
||||
br
|
||||
| Der „Austausch“ geschieht als Entleerung und Erniedrigung von der höchsten Stelle – der Gottgleichheit – herab in die tiefste Tiefe der Todes am Kreuz,
|
||||
br
|
||||
| und die Erhöhung stellt nicht „unter die Großen und Mächtigen“, sondern verleiht „den Namen, der <i>größer</i> ist als alle Namen“.
|
||||
|
||||
li
|
||||
| Insgesamt wird man sagen können, dass bis zum soteriologisch verstandenen „Tod am Kreuz“ die Heilung des „Aussätzigen“
|
||||
| genau das erzählt, was der Philipperhymnus besingt, nur dass die Erzählung von Jes 53,4a her das Bild „gesund ↔ krank“ nutzt.
|
||||
br
|
||||
| Wie der Philipperhymnus vom Vierten Gottesknechtslied inspiriert ist, so auch die Heilung des „Aussätzigen“,
|
||||
| die aber im Kontext der konzentrischen Gliederung auch mit dem Philipperhymnus in Beziehung steht.
|
||||
|
||||
//- li
|
||||
| In diese Analogie der Erniedrigung des Gottessohnes im Philipperhymnus und bei der Heilung des Aussätzigen
|
||||
| ist die Parallele im Handeln des Gottessohnes Jesus und der Söhne des Zebedäus einzubinden:
|
||||
br
|
||||
| Auf der soteriologischen Ebene gilt:
|
||||
br
|
||||
i Der Gesunde – Jesus – wird „krank“, damit der Kranke gesund wird.
|
||||
| – Dies führen die Söhne des Zebedäus weiter, indem sie künftig Menschen „reinigen“ und dabei diesen „Austausch“ Jesu vergegenwärtigen und zur Anwendung bringen.
|
||||
br
|
||||
| Dazu kommt aber, dass diese Reihung auf das zu übertragen ist,
|
||||
| was von den Söhnen des Zebedäus neben dem Netzreinigen (→ Ausgangspunkt für ihr späteres soteriologisches Handeln) noch erzählt wird;
|
||||
br
|
||||
| dabei ist vom „Austausch“ Jesu her auch dort ein „Austausch“ zu ergänzen auf der ethischen Ebene:
|
||||
br
|
||||
i Die Habenden verzichten, damit die, die nichts haben, etwas haben.
|
||||
br
|
||||
i Der Mächtigen werden zu Dienern, damit die, die Diener sind, bedient werden.
|
||||
|
||||
.card.slide.border-secondary.mb-1
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title Die Söhne des Zebedäus: Berufen zum Dienst am Menschen
|
||||
h6.card-subtitle.text-muted „Austausch“ in einem ethischen Sinne als Nachfolge Jesu
|
||||
hr
|
||||
ul.card-text
|
||||
li
|
||||
| Über das Stichwort „Sohn“/„Söhne“ sind die Söhne des Zebedäus (→ Mitte der konzentrischen Gliederung) mit dem „Sohn (eines) Gottes“ (→ oberes Ende der konzentrischen Gliederung) verbunden,
|
||||
br
|
||||
| über die sprachliche Ähnlichkeit „rein machen“/„Netze reinigen“ mit der Heilung des „Aussätzigen“ durch Jesus (→ unteres Ende der konzentrischen Gliederung).
|
||||
li
|
||||
| Wie die Söhne des Zebedäus ihren Vater verlassen und damit die Stellung als Söhne im väterlichen Betrieb aufgeben, um Jesus nachzufolgen,
|
||||
br
|
||||
| so hat der Gottgleiche seine himmlische Herrlichkeit und die damit verbundene Stellung dort verlassen:
|
||||
ul.card-text
|
||||
li
|
||||
| Der Eintritt in die Nachfolge Jesu bedeutet für die Söhne des Zebedäus, aus einer Welt des Habens auszubrechen:
|
||||
br
|
||||
| sie verlassen mit ihrem Vater auch den irdischen Besitz der Familie, der – so legen es die Tagelöhner nahe – nicht zu klein gewesen sein kann.
|
||||
br
|
||||
| Hier ist eine Analogie zum Gottessohn zu sehen, der seine himmlische Herrlichkeit verlassen,
|
||||
| sich entäußert hat.
|
||||
li
|
||||
| Und wie der Gottessohn durch seine Erniedrigung zum Diener, zum Sklaven wurde, gehorsam bis zum Tod am Kreuz,
|
||||
br
|
||||
| so lassen sich die Jünger für die Sache Jesu in Dienst nehmen – angedeutet nicht zuletzt im Gehorsam gegenüber Jesus,
|
||||
| von dem sie sich ohne Umschweife in die Nachfolge rufen lassen.
|
||||
li
|
||||
| Während bei Simon und Andreas ihr Netzeauswerfen unmittelbar bei der Berufung mit der Bestimmung, „Menschenfischer“ zu werden, aufgegriffen wird,
|
||||
br
|
||||
| fehlt ein analoger Erzählzug bei Jakobus und Johannes, die gerade ihre Netze reinigen;
|
||||
br
|
||||
| dies wird hier indirekt nachgeholt, indem das Handeln Jesu am „Aussätzigen“ (→ „rein machen“) mit dem Handeln der Zebedäussöhne bei ihrer Berufung
|
||||
| (→ „Netze reinigen“) durch eine sprachliche Ähnlichkeit verbunden wird:
|
||||
br
|
||||
| sie, die einst „Netze gereinigt“ haben, werden künftig – in der Taufe – „Menschen reinigen“ und dabei den von
|
||||
| Christus vollzogenen „Austausch“ mit dem „Aussätzigen“ (= Sündern) im Tod am Kreuz vergegenwärtigen und zur Anwendung und Auswirkung bringen;
|
||||
br
|
||||
| so setzt sich in ihrem Wirken die Erlösung in Christus fort (s. o.).
|
||||
li
|
||||
| Weil das Thema „Austausch“ für die Erzählung von der Heilung des „Aussätzigen“ konstitutiv ist und
|
||||
| das Handeln Jesu mit dem der Zebedäussöhne verknüpft ist,
|
||||
| ist nahegelegt, dass das Thema „Austausch“ auch bei den Söhne des Zebedäus eine Rolle spielen muss.
|
||||
li
|
||||
| Allerdings kommt es beim „Menschen reinigen“ – also der Taufe – nicht zu einem „Austausch“ der Jünger mit den Täuflingen (in dem Sinne, dass die Taufspender „unrein“ werden würden).
|
||||
br
|
||||
| Dadurch entsteht eine Spannung, die aufgelöst werden muss.
|
||||
li
|
||||
| Hier kann folgender Gedankengang helfen:
|
||||
br
|
||||
| Das „Rein machen“ des „Aussätzigen“ ist mit dem „Austausch“ Jesu mit dem „Aussätzigen“ (→ „er hat unsere Krankheit getragen“) identisch;
|
||||
br
|
||||
| damit wiederum ist – löst man die Bildsprache auf – identisch, was der Philipperhymnus bis zum „Tod am Kreuz“ besingt;
|
||||
br
|
||||
| Entleerung und Erniedrigung des Gottgleichen im Philipperhymnus ist aber
|
||||
| analog von den Söhnen des Zebedäus erzählt, die ihren Vater und damit die Stellung im väterlichen Betrieb verlassen
|
||||
| und in den Dienst Jesu treten. – Genau damit lässt sich der Gedanke des „Austausches“ verbinden im Sinne der Nachfolge.
|
||||
br
|
||||
span.small
|
||||
| Verkürzt könnte man auch sagen:
|
||||
br
|
||||
| Weil das Thema „Austausch“ bei der Heilung des „Aussätzigen“ zentral ist, dieses sich aber nicht mit der
|
||||
| Analogie „(Menschen) rein machen“ – „Netze reinigen“ verbinden lässt,
|
||||
br
|
||||
| ist in die Analogie zwischen Jesus und den Zebedäussöhnen das hineinzuholen, was von letzteren
|
||||
| neben dem Netzereinigen noch erzählt wird, nämlich das, womit sie auf den Ruf in die Nachfolge antworten
|
||||
| und womit sie dem Vorbild des Gottgleichen im Philipperhymnus folgen;
|
||||
br
|
||||
| vom „Austausch“ Jesu her ist dort ein „Austausch“ zu ergänzen.
|
||||
br
|
||||
| Oder, nochmal anders ausgedrückt:
|
||||
br
|
||||
| Der „Austausch“ Jesu mit dem „Aussätzigen“ bedeutet für die Jünger, dass sie nun – in der Taufe – „Menschen reinigen“ können von Schuld.
|
||||
br
|
||||
| Von dieser soteriologischen Ebene ist auf die ethische Ebene zu gehen, weil der „Austausch“ mit dem „Aussätzigen“ durch Jesus ein Bild ist
|
||||
| für seine Entäußerung und Erniedrigung zum Sklaven bis zum Tod am Kreuz; bei dieser Rückübertragung müssen die Söhne des Zebedäus
|
||||
| mitgenommen werden, also ist statt der Verbindung „Netze reinigen → Menschen reinigen“ das in Blick zu nehmen, was im Zuge des Eintritts in die Nachfolge
|
||||
| von ihnen auf der ethischen Ebene erzählt wird und womit sie dem Vorbild des Gottgleichen im Philipperhymnus folgen;
|
||||
| dort ist der „Austausch“ einzutragen.
|
||||
li
|
||||
| Der Evangelist will also sagen:
|
||||
ul.card-text
|
||||
li
|
||||
| Wie Jesus bei der Heilung des Aussätzigen einen „Austausch“ vollzogen hat:
|
||||
br
|
||||
i Der Gesunde – Jesus – wird „krank“, damit der Kranke gesund wird.
|
||||
li
|
||||
| So sollen – auf die ethische Ebene übertragen – auch die Jünger einen „Austausch“ vollziehen:
|
||||
br
|
||||
i Die Habenden verzichten, damit die, die nichts haben, beschenkt werden.
|
||||
br
|
||||
i Der Mächtigen werden zu Dienern, damit die, die „Letzte“ sind, bedient werden.
|
||||
br
|
||||
| Denn gerade dies ist das Handeln des Gottessohnes nach dem Philipperhymnus, das für die Menschen Erlösung gebracht hat.
|
||||
li
|
||||
| So erhält das ethische Handeln der Zebedäus-Söhne bei ihrer Berufung ein Gegenüber, wie das soteriologische
|
||||
| Handeln Jesu und der Jünger schon immer ein Gegenüber hatte:
|
||||
br
|
||||
| Ihr Verzicht und ihr Gehorsam Jesus gegenüber geschieht nicht in ein „Nichts“ hinein, auch nicht primär um eines
|
||||
| himmlischen Lohnes willen,
|
||||
br
|
||||
i sondern geschieht zugunsten eines menschlichen Gegenübers, mit dem es in gewisser Weise zu einem „Austausch“ kommt.
|
||||
br
|
||||
| Damit zielt Nachfolge auf die umfassende Verwandlung der Lebensumstände im Hier und Heute: der eigenen zugunten der von anderen
|
||||
| im Sinne einer Teilhabe an der „Neuheit des Lebens“ und des „Aufrichtens von Menschen“.
|
||||
li
|
||||
| In diesem Sinn bilden das „soteriologische Element“ (→ „Menschenfischer/-reiniger“) und das „ethische Element“ (→ Verzicht, Sich-in-Dienst-nehmen-Lassen)
|
||||
| von Nachfolge nicht nur eine unlösliche Einheit, es kann sogar von einem doppelten „soteriologischen Handeln“ der Jünger die Rede sein:
|
||||
ul.card-text
|
||||
li
|
||||
| Dass Jesus durch den „Austausch“ (= Tod am Kreuz) den „Aussätzigen“ rein gemacht hat,
|
||||
| ermächtigt und ruft sie, Menschen im Bad der Taufe rein zu machen.
|
||||
li
|
||||
| Aber auch ihr ethisches Handeln in der Nachfolge Jesu hat soteriologische Qualität,
|
||||
| insofern Menschen aus ihren schwierigen Lebensumständen befreit oder diese zumindest gelindert werden;
|
||||
br
|
||||
| dies aber in Analogie, nicht Identität, als indirekte Auswirkung durch analoges Handeln der Jünger,
|
||||
| nicht als Mitwirkung an der einmaligen Erlösertat Christi.
|
||||
li
|
||||
| Durch diese mehrdimensionale Nachfolge im Dienst an den Menschen werden die „Söhne des Zebedäus“ zu „Söhnen Gottes“.
|
||||
|
||||
.card.slide.border-secondary.mb-2
|
||||
.card-body
|
||||
|
|
@ -893,40 +1034,43 @@ block content
|
|||
hr
|
||||
ul.card-text
|
||||
li
|
||||
| Tod und Auferstehung Jesu wirken sich aus:
|
||||
| Tod und Auferstehung Jesu, die in der Tauferzählung präsent sind, wirken sich aus:
|
||||
br
|
||||
| Die Menschen werden „gesund“, die Dämonen müssen weichen.
|
||||
br
|
||||
| → Jesus ist der Eine, der für die Vielen starb;
|
||||
| → Jesus ist der Eine, der für die Vielen starb: „Mein Knecht, der gerechte, macht die Vielen gerecht; er lädt ihre Schuld auf sich.“ (Jes 53,11 b);
|
||||
br
|
||||
| dies verbindet sich mit der Übernahme des „Aussatzes“ des „Aussätzigen“, der dadurch gesund wird (→ unteres Ende der konzentrischen Gliederung).
|
||||
li
|
||||
| In der Auferstehung (→ „als er aus dem Wasser stieg“) wird Jesus „dem Geist der Heiligkeit nach eingesetzt als Sohn Gottes in Macht“ (→ Röm 1,4);
|
||||
| An dieser Tat Jesu hat Gott sein Wohlgefallen, wie es in der Taufszene ausgesprochen wird.
|
||||
li
|
||||
| In der Auferstehung (→ „als er aus dem Wasser stieg“) wird Jesus daher „dem Geist der Heiligkeit nach eingesetzt als Sohn Gottes in Macht“ (→ Röm 1,4);
|
||||
br
|
||||
| entsprechend wird Jesus von Gott angeredet: „Du bist mein geliebter Sohn“.
|
||||
br
|
||||
| Gegenüberliegend weichen die Dämonen, die wissen, wer Jesus ist.
|
||||
li
|
||||
br
|
||||
| „Sohn (eines) Gottes“ (→ oberes Ende der konzentrischen Gliederung und Tauferzählung)
|
||||
| ist Kaisertitualtur im römischen Reich, der Titel des „Ersten“ im Reich;
|
||||
br
|
||||
| somit kann sich diese Sohnesbetitelung mit der Verleihung des Namens, „der größer ist als alle Namen“ verbinden.
|
||||
li
|
||||
| Im Philipperhymnus wird zwar nicht auf den Gottessohntitel abgehoben, sondern auf den Titel „Kyrios“ (= „Herr“).
|
||||
br
|
||||
| Allerdings ist auch dies ein Titel des Kaisers – der Bezug zum „Ersten im Reich“ ist so oder so gegeben.
|
||||
span.small
|
||||
| Im Philipperhymnus wird zwar nicht auf den Gottessohntitel abgehoben, sondern auf den Titel „Kyrios“ (= „Herr“).
|
||||
br
|
||||
| Allerdings ist auch dies ein Titel des Kaisers – der Bezug zum „Ersten im Reich“ ist also so oder so gegeben.
|
||||
li
|
||||
| Bei der Taufe Jesu wird auch das Wohlgefallen Gottes gegenüber Jesus zum Ausdruck gebracht
|
||||
| und indirekt wird die „Stimme vom Himmel“ durch den Sohnestitel als „Gott, der Vater“ aufgelöst;
|
||||
br
|
||||
| dies lässt sich mit der „Ehre Gottes, des Vaters“ verbinden, der als letzte Instanz über allem steht.
|
||||
li
|
||||
| Die Austreibung der Dämonen, die wissen, wer Jesus ist, lässt sich – besonders hier, wo es um den „Namen“ Jesu geht (→ Gottessohntitel) –
|
||||
| Die Austreibung der Dämonen, die wissen, wer Jesus ist, lässt sich –
|
||||
| besonders im Gegenüber zur Taufe, wo der Gottessohntitel Jesu im Sinne des „Namen über alle Namen“ aufleuchtet –
|
||||
| auch mit dem Satzteil „damit alle ... unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu“
|
||||
| im Philipperhymnus verknüpfen:
|
||||
br
|
||||
| sie beugen in dem Sinne das Knie vor Jesus, dass sie aus den Menschen weichen – und indem sie gehorsam sind, also nicht bekannt machen, wer Jesus ist,
|
||||
| was die Erzählung indirekt aussagt.
|
||||
li
|
||||
| Durch den Sohnestitel wird die „Stimme vom Himmel“ bei der Taufe indirekt als Stimme „Gottes, des Vaters“ aufgelöst;
|
||||
| das geäußerte Wohlgefallen Gottes und die sich damit verbindende Erhöhung im Sinne der Auferstehung =
|
||||
| Einsetzung Jesu als „Sohn Gottes in Macht“ legt Zeugnis ab, dass dies alles „zur Ehre Gottes, des Vaters“ geschieht.
|
||||
|
||||
|
||||
.card.slide.border-secondary.mb-2
|
||||
|
|
@ -960,6 +1104,9 @@ block content
|
|||
| mitbedacht werden:
|
||||
br
|
||||
| Auch sie – die „unter der Erde“ – „beugen ihre Knie vor dem Namen Jesu“, indem sie aus den Menschen weichen und sich an das Schweigegebot halten.
|
||||
br
|
||||
| Von dort aus ist hier einzutragen, dass selbst Satan sein „Knie vor dem Namen Jesu“ beugen muss, den Jesus hat seine Versuchung bestanden
|
||||
| und damit Satan besiegt.
|
||||
|
||||
|
||||
.card.slide.border-secondary.mb-2
|
||||
|
|
@ -970,7 +1117,7 @@ block content
|
|||
br
|
||||
| er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz
|
||||
br
|
||||
| damit alle ... unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu ...
|
||||
| damit alle auf der Erde ... und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu ...
|
||||
h6.card-subtitle.text-muted
|
||||
| Der Eröffnungsruf des Wirkens Jesu und die Dämonenaustreibung in der Synagoge als gegenüberliegende Erzählungen der konzentrischen Gliederung
|
||||
hr
|
||||
|
|
@ -982,16 +1129,22 @@ block content
|
|||
| dies verbindet sich mit der Frage des Dämon, ob Jesus gekommen sei, ihn und Seinesgleichen „ins Verderben zu stürzen“:
|
||||
br
|
||||
| → Jesus ist gekommen, um dem Dämon „voraus“ „ins Verderben“ zu gehen (→ Tod am Kreuz) und ihn und seinesgleichen auf diese Weise „ins Verderben zu stürzen“.
|
||||
li
|
||||
| Gerade dieser Gang Jesu ins Verderben ist fundamentaler Teil des „Evangelium Gottes“; durch Tod und Auferstehung Jesu ist „das Reich Gottes zum Greifen nahegekommen“.
|
||||
br
|
||||
| Dieses Evangelium ruft zum Glauben daran und nötigt zur Umkehr: eine Verpflichtung, zu leben, „wie es dem Evangelium Christi entspricht“.
|
||||
| Insofern es sich dabei um jenen handelt, den der Dämon als „Heiligen Gottes“ bezeichnet – eine Ehrbezeichnung! –, schwingt jene Erniedrigung mit,
|
||||
| die der Philipperhymnus besingt.
|
||||
li
|
||||
| Der Gang dessen, den der Dämon als „Heiligen Gottes“ bezeichnet – eine Ehrbezeichnung! –, ins Verderben zur Rettung der Menschen ist Erniedrigung.
|
||||
li
|
||||
| Der Titel „Heiliger Gottes“, der auf die Einsetzung Jesu „dem Geist der Heiligkeit nach als Sohn Gottes in Macht“ anspielt,
|
||||
| Gerade dieser Gang Jesu, des „Heiligen Gottes“, ins Verderben ist fundamentaler Teil des „Evangelium Gottes“;
|
||||
br
|
||||
| ist der Name Jesu, vor dem der Dämon die Knie beugt, indem er schweigt und weicht.
|
||||
| der Titel „Heiliger Gottes“ spielt zugleich auf die Einsetzung Jesu „dem Geist der Heiligkeit nach als Sohn Gottes in Macht“ an
|
||||
| als komplementärem Bestandteil des „Evangelium Gottes“:
|
||||
br
|
||||
| durch Tod und Auferstehung Jesu ist „das Reich Gottes zum Greifen nahegekommen“.
|
||||
li
|
||||
| Das Nahegekommensein des Gottesreiches wirkt sich aus und muss sich auswirken:
|
||||
br
|
||||
| Wie der Dämon vor dem Namen Jesu, des „Heiligen Gottes“, die Knie beugt, indem er schweigt und weicht,
|
||||
| sollen auch die Menschen vor diesem Namen Jesu die Knie beugen, indem sie seinem Ruf zu Glaube und Umkehr folgen:
|
||||
| eine Verpflichtung, zu leben, „wie es dem Evangelium Christi entspricht“.
|
||||
|
||||
|
||||
.card.slide.border-secondary.mb-2
|
||||
|
|
@ -1027,11 +1180,12 @@ block content
|
|||
br
|
||||
| so wird Jesus von „allen“ gesucht und geht Jesus dann aus der „Wüste“ in die „benachbarten Dörfer“ und zieht schließlich durch „ganz Galiläa“.
|
||||
li
|
||||
| Doch kommen die Leute in die Wüste, weil ihre Heimat selber „Wüste“ ist: Ort der Gottferne (→ Jes 40,3: „Wüste“ bezieht sich auf Jerusalem!).
|
||||
| Doch kommen die Leute zu Johannes in die Wüste, weil ihre Heimat selber „Wüste“ ist: Ort der Gottferne (→ Jes 40,3: „Wüste“ bezieht sich auf Jerusalem!).
|
||||
br
|
||||
| So ist auch der Gang Jesu „aus der Wüste“ in die Dörfer eigentlich kein Verlassen der „Wüste“, sondern ein weiteres Vordringen in sie hinein.
|
||||
li
|
||||
| Diese „Wüste“ ist der Ort, an den die Begleiter Jesu ihm „nacheilen“ müssen, weil das auch Ort ihrer Sendung ist.
|
||||
| Diese „Wüste“ ist der Ort, an den die Begleiter Jesu ihm „nacheilen“ müssen, weil das auch Ort ihrer Sendung ist,
|
||||
| wie sie auch schon Ort der Sendung Johannes des Täufers war.
|
||||
li
|
||||
| Da die Umlenkung von der Auferstehungsherrlichkeit auf die Sendung Jesu den Blick auf den Weg der Erniedrigung lenkt, den Jesus im Rahmen seiner Sendung
|
||||
| auf sich genommen hat,
|
||||
|
|
@ -1048,18 +1202,22 @@ block content
|
|||
br
|
||||
| dieser Weg der Erniedrigung des Gottgleichen muss sich im Verhalten der Christen ausprägen.
|
||||
li
|
||||
| In diesem Sinn verkündet Johannes die „Taufe des Sinneswandels“, der der Umlenkung vom Blick auf den Auferstanden
|
||||
| auf die Sendung Jesu und damit auch der eigenen Sendung in der Nachfolge Jesu folgt und
|
||||
| der als Vorbild den Sinneswandel des Gottgleichen hat, der dieses Gott-gleich-Sein nicht als Raub festhielt, sondern sich entäußerte
|
||||
| und erniedrigte.
|
||||
| In diesem Sinn verkündet Johannes die „Taufe des Sinneswandels“, der
|
||||
ol.card-text
|
||||
li
|
||||
| der Umlenkung vom Blick auf den Auferstanden
|
||||
| auf die Sendung Jesu und damit auch die eigene Sendung in der Nachfolge Jesu folgt und der
|
||||
li
|
||||
| als Vorbild den Sinneswandel des Gottgleichen hat, der dieses Gott-gleich-Sein nicht als Raub festhielt, sondern sich entäußerte
|
||||
| und erniedrigte.
|
||||
li
|
||||
| So fällt der Blick auch auf die Askese Johannes des Täufers als Vorläufer Jesu und die Jünger, die Jesus nachfolgen bzw. nacheilen
|
||||
| (→ Gegenüber und Mitte der konzentrischen Gliederung):
|
||||
br
|
||||
| Die Askese des Täufers kann dazu in Beziehung gesetzt werden, dass die Söhne des Zebedäus den Reichtum der Familie (→ Tagelöhner)
|
||||
| Die Askese des Täufers kann dazu in Beziehung gesetzt werden, dass Petrus und seine Begleiter Jesus nach in die Wüste „herabsteigen“
|
||||
| und dass die Söhne des Zebedäus den Reichtum der Familie (→ Tagelöhner)
|
||||
| verlassen und sich von Jesus in Dienst nehmen lassen, womit sie das „Darum“ ernst nehmen und den geforderten Sinneswandel vollziehen.
|
||||
|
||||
|
||||
.card.slide.border-secondary
|
||||
.card-body
|
||||
h5.card-title
|
||||
|
|
@ -1136,5 +1294,5 @@ block content
|
|||
| Tatsächlich erzählt die Heilung des „Aussätzigen“, mit dem Jesus – im Tod am Kreuz – den „Austausch“ vollzieht,
|
||||
| den Grund und den Ursprung des Evangeliums,
|
||||
br
|
||||
| zugleich aber auch das Prinzip des Evangeliums, das die Jünger – gemäß Phil 2,6-11 – aufgeruft, das Handeln Jesu im eigenen
|
||||
| zugleich aber auch das Prinzip des Evangeliums, das die Jünger – gemäß Phil 2,6-11 – aufruft, das Handeln Jesu im eigenen
|
||||
| Handeln nachzuvollziehen.
|
||||
|
|
|
|||
Loading…
Reference in New Issue