Überarbeitung Mk/Familie

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Peter Fischer 2022-10-08 17:28:53 +02:00
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br br
| 35 Wer den Willen Gottes tut, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter. | 35 Wer den Willen Gottes tut, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.
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h5.card-title
q ... sie blieben draußen
hr
ul.card-text
li
| Draußen und Drinnen sind bei Markus hier und öfter nicht nur Orts-Angaben sondern auch Verhältnis-Angaben:
br
| es geht um das innerliche Verhältnis zu Jesus.
li
| Dass die Familie Jesu zu ihm auf Konfrontationskurs steht, zeigte schon Mk 3,20-21: die Familie macht sich auf,
| um Jesus mit Gewalt zurückzuholen, weil sie ihn für von Sinnen hält.
li
| Nun heißt es, dass die Familie „draußen“ vor dem Haus stehen bleibt; dies zeigt auch ihre innerliche Stellung zu Jesus an.
li
| Die Familie lässt Jesus herausrufen zu sich, und dieser Ruf wird auch an Jesus herangetragen;
br
| doch statt sich auf den Weg nach draußen zu machen, gibt Jesus eine einer Abfuhr gleichkommende Antwort;
br
| er bleibt drinnen bei den Seinen, die auch drinnen sind , die Familie bleibt draußen.
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h5.card-title h5.card-title
q Wer den Willen <i>Gottes</i> tut! q Wer den Willen <i>Gottes</i> tut!
hr hr
p.card-text
| Die vorliegende Erzählung führt die vorausgehende weiter mit der Fragestellung, in wessen Diensten Jesu steht;
br
| dabei bildet die Heilung des Gelähmten im engeren Sinn (Mk 2,3-12) die Mitte der konzentrischen Gliederung.
p.card-text
| Mit dem klaren Bezug auf den Willen Gottes setzt sich Jesus nochmal deutlich vom Vorwurf ab, im Dienste Beelzebuls bzw. der Sünde zu stehen.
br
| Gleichzeitig macht er deutlich, dass es nicht nur darum geht, Sünde nicht zu tun, sondern aktiv den Willen Gottes umzusetzen.
br
| Dies ist in einem engen Sinn zu verstehen, wie bei der Betrachtung der vorausgehenden Erzählung aufgezeigt: man ist entweder
| Diener der Sünde oder Diener Gottes, und ist aufgefordert, hier auch konsequent zu sein ganz im Sinne von Röm 6.
p.card-text.mb-0
| Was es heißt, den Willen Gottes zu tun, das zeigt die Mitte der konzentrischen Gliederung:
ul.card-text ul.card-text
li
| Die Vier, die den Gelähmten tragen, scheuen keinen Aufwand, um ihm Heilung zuteil werden zu lassen;
| sie stellen sich in den Dienst einer Existenz am Rande (Gelähmter) bzw. eines Menschen, der der Umkehr(hilfe) bedürftig ist.
br
| Bei ihnen „sieht“ Jesus den „Glauben, der durch die Liebe wirkt“ (Gal 5,6), worauf er den Gelähmten „heilt“.
li li
| Jesus selbst ist auch zu nennen: er ermöglicht mit seinem Gekreuzigtwerden, Sterben, Begrabenwerden und Auferstehen | Die vorliegende Erzählung führt die vorausgehende weiter mit der Fragestellung, in wessen Diensten Jesu steht;
| die heilvolle Schicksalsgemeinschaft mit ihm (Mit-Gekreuzigtwerden, Mit-Sterben, Mit-Begrabenwerden, in der Neuheit des Lebens wandeln),
| die von einem der Sünde verfallenen Leben zu einem Leben
| im Dienste Gottes befreit (und dazu auch verpflichtet);
br br
| gleichzeitig wird der Weg Jesu selbst als dem Willen Gottes entsprechend dargestellt. | mit dem klaren Bezug auf den Willen Gottes setzt sich Jesus nochmal deutlich vom Vorwurf ab, von Beelzebul besessen zu sein
| bzw. im Dienste der Sünde zu stehen.
li li
| Schließlich ist auf den Gelähmten selbst zu blicken, der sich erhebt, um in der Neuheit des Lebens zu wandeln; | Während bei der Verteidigungsrede Jesu die Heilung des Gelähmten insgesamt (Mk 2,1-12) die Mitte
| dazu nimmt er seine Bahre mit, um künftig selber Menschen in einem ganz existentiellen (doppelten) Sinne aufzuhelfen. | der konzentrischen Gliederung bildete, so nun die Heilung des Gelähmten im engeren Sinn (Mk 2,3-12);
p.card-text | immer noch hat sie (unter anderem) die Tauftheologie nach Röm 6 im Schlepptau.
| Das <i>Tun</i> des Willen Gottes verbindet sich anders als im Judentum bzw. bei judaisierenden Christen nicht mit li
| dem jüdischen Gesetz, sondern mit dem „Glauben, der durch die Liebe wirkt“, wie ihn die Vier leben. | Während bei der Verteidigungsrede im Hinblick auf die Mitte der konzentrischen Gliederung und Röm 6
br | der Fokus vor allem auf Jesus selbst lag, liegt nur der Fokus besonders auf dem ehedem Gelähmten,
| Denn das Gesetz gehört nach christlich-paulinischer Sicht einer vorausgehenden Epoche an, die unter der Herrschaft der Sünde stand, | der sich zu einem neuen Leben erhoben hat.
| wobei das Gesetz eine unrühmliche Rolle spielte. Mit Christus mit seinem Tod und seiner Auferstehung li
| ist das Zeitalter des Glaubens angebrochen, wie Paulus in Gal 3,19-25 ausführt. | Dabei wird der in der Verteidigungsrede wichtige Satz
p.card-text br
| Der Glaube an Tod und Auferstehung Jesu nimmt aber in die Pflicht, sein Leben entsprechend auszurichten; q.bibeltext
br | Denn durch sein Sterben ist er [= Jesus] ein für alle Mal gestorben für die Sünde,
| Glaube ist bei Markus wie Paulus ein tätiger Glaube, der die in Jesu Tod und Auferstehung br
| ermöglichte und in der Taufe vollzogene Lebenswende | sein Leben aber lebt er für Gott.
| mit der ganzen Existenz aneignet: span.bibelstelle Röm 6,10
br br
| Der „Glaube an den Sohn Gottes, der mich geliebt uns sich für mich hingegeben hat“ (Gal 2,20) | fortgeführt mit
| zeigt sich als „Glaube, der durch die Liebe wirkt“ (Gal 5,6); br
br q.bibeltext
| er ist nie nur Bekenntnisglaube. | 11 So begreift <i>auch ihr</i> euch als Menschen, die für die Sünde tot sind, aber für Gott leben in Christus Jesus.
br
| 12 Daher soll die Sünde nicht mehr in eurem sterblichen Leib herrschen, so dass ihr seinen Begierden gehorcht.
br
| 13 Stellt eure Glieder nicht der Sünde zur Verfügung als Waffen der Ungerechtigkeit, sondern stellt euch Gott zur Verfügung
| als Menschen, die aus Toten zu Lebenden geworden sind, und stellt eure Glieder als Waffen der Gerechtigkeit in den Dienst Gottes!
span.bibelstelle Röm 6,11-13
br
| Ferner sei hingewiesen auf folgende Aussagen:
br
q.bibeltext Wie können wir, die wir für die Sünde tot sind, noch in ihr leben?
span.bibelstelle Röm 6,2
br
q.bibeltext
| Wir wissen doch: Unser alter Mensch wurde mitgekreuzigt, damit der von der Sünde beherrschte Leib
| vernichtet werde, sodass wir nicht mehr Sklaven der Sünde sind.
br
| Denn wer gestorben ist, der ist frei geworden von der Sünde.
span.bibelstelle Röm 6,6-7
br
| Das ganze Kapitel Röm 6 ist von einer scharfen Trennlinie geprägt:
| man ist entweder
| Diener der Sünde oder Diener Gottes, und ist aufgefordert, hier auch konsequent zu sein.
br
| So ist auch die Aussage Jesu in Mk 3,35 hinsichtlich des Tuns des Willens Gottes in einem engen Sinn zu verstehen,
| auch in Absetzung von den Vorwürfen in der vorausgehenden Erzählung.
li
| Was es heißt, den Willen Gottes zu tun, das zeigt die Mitte der konzentrischen Gliederung:
ul.card-text
li
| Die Vier, die den Gelähmten tragen, scheuen keinen Aufwand, um ihm Heilung zuteil werden zu lassen;
| sie stellen sich in den Dienst einer Existenz am Rande (Gelähmter) bzw. eines Menschen, der der Umkehr(hilfe) bedürftig ist.
br
| Bei ihnen „sieht“ Jesus den „Glauben, der durch die Liebe wirkt“ (Gal 5,6), woraufhin er den Gelähmten „heilt“.
li
| Jesus selbst ist auch zu nennen: er ermöglicht mit seinem Gekreuzigtwerden, Sterben, Begrabenwerden und Auferstehen
| die heilvolle Schicksalsgemeinschaft mit ihm (Mit-Gekreuzigtwerden, Mit-Sterben, Mit-Begrabenwerden, in der Neuheit des Lebens wandeln),
| die von einem der Sünde verfallenen Leben zu einem Leben
| im Dienste Gottes befreit (und dazu auch verpflichtet);
br
| gleichzeitig wird der Weg Jesu selbst als dem Willen Gottes entsprechend dargestellt.
li
| Schließlich ist auf den Gelähmten selbst zu blicken, der sich erhebt, um in der Neuheit des Lebens zu wandeln;
| dazu nimmt er seine Bahre mit, um künftig selber Menschen in einem ganz existentiellen (doppelten) Sinne aufzuhelfen.
li
| Das <i>Tun</i> des Willen Gottes verbindet sich anders als im Judentum bzw. bei judaisierenden Christen nicht mit
| dem jüdischen Gesetz, sondern mit dem „Glauben, der durch die Liebe wirkt“, wie ihn die Vier leben.
br
| Denn das Gesetz gehört nach christlich-paulinischer Sicht einer vorausgehenden Epoche an, die unter der Herrschaft der Sünde stand,
| wobei das Gesetz eine unrühmliche Rolle spielte. Mit Christus mit seinem Tod und seiner Auferstehung
| ist das Zeitalter des Glaubens angebrochen, wie Paulus in Gal 3,19-25 ausführt.
li
| Der Glaube an Tod und Auferstehung Jesu nimmt aber in die Pflicht, sein Leben entsprechend auszurichten;
br
| Glaube ist bei Markus wie Paulus ein tätiger Glaube, der die in Jesu Tod und Auferstehung
| ermöglichte und in der Taufe vollzogene Lebenswende
| mit der ganzen Existenz aneignet:
br
| Der „Glaube an den Sohn Gottes, der mich geliebt uns sich für mich hingegeben hat“ (Gal 2,20)
| zeigt sich als „Glaube, der durch die Liebe wirkt“ (Gal 5,6);
br
| er ist nie nur Bekenntnisglaube.
li
| Im Rückblick auf die vorausgehenden Erzählungen, bei denen Jesu Handeln gerade auch von „jüdischen“ Autoritäten
| problematisiert wurde, wird die Verpflichtung zum Tun des Willens Gottes im Munde Jesu
| auch zu einer Verpflichtung, <i>seiner</i> Interpretation des Willens Gottes zu folgen, durchaus in Absetzung
| der Traditionen der „Schriftgelehrten“.
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@ -287,51 +353,52 @@ block content
q ... der ist für mich Familie! q ... der ist für mich Familie!
h6.card-subtitle.text-muted Eine neue, ethische Definition von Familie h6.card-subtitle.text-muted Eine neue, ethische Definition von Familie
hr hr
p.card-text ul.card-text
| Die vorliegende Erzählung führt auch die vorvorausgehende Erzählung weiter, bei der sich die biologische Familie li
| Jesu auf den Weg zu ihm gemacht hatte; | Die vorliegende Erzählung führt auch die vorvorausgehende Erzählung weiter, bei der sich die biologische Familie
br | Jesu auf den Weg zu ihm gemacht hatte;
| nun erhält sie eine klare Abfuhr von ihm, und wir erleben den Übergang von Familie zur Gemeinde
| mit Übernahme der typischen Familien-Begriffe Bruder und Schwester sowie hier auch Mutter:
p.card-text
i
| Wer zur Familie Jesu der Familie Gottes, der Gemeinde gehören will,
br br
| Bruder, Schwester, Mutter Jesu sein will, | nun erhält sie eine klare Abfuhr von ihm, und wir erleben den Übergang von Familie zu Gemeinde
| mit Übernahme der typischen Familien-Begriffe Bruder und Schwester sowie hier auch Mutter:
li
i
| Wer zur Familie Jesu der Familie Gottes, der Gemeinde gehören will,
br
| Bruder, Schwester, Mutter Jesu sein will,
br
| der muss den Willen Gottes aktiv tun.
li
| Damit werden im Hinblick auf die christliche Gemeinde biologische, über das Blut laufende
| Kategorien einer Gemeinschaft aufgebrochen, ja zurückgewiesen,
| und eine ethische Definition an deren Stelle gesetzt:
br br
| der muss den Willen Gottes aktiv tun. | Die christliche Familie im Sinne von Gemeinde definiert sich nicht durch biologische Abstammung wie das Volk Israel ,
p.card-text | sondern durch das Tun des Willens Gottes, wozu sie durch Christus befreit wurde (→ Mitte der konzentrischen Gliederung)
| Damit werden im Hinblick auf die christliche Gemeinde biologische, über das Blut laufende | und um den sie sich versammelt,
| Kategorien einer Gemeinschaft aufgebrochen, ja zurückgewiesen, | wie hier die Gemeinschaft, auf die Jesus verweist, um ihn sitzt.
| und eine ethische Definition an deren Stelle gesetzt: li
br | Damit wird einerseits deutlich, dass biologische, über das Blut laufende Kategorien nicht ausreichen,
| Die christliche Familie im Sinne von Gemeinde definiert sich nicht durch biologische Abstammung wie das Volk Israel , | man Christ „nicht einfach ist“ aufgrund einer bestimmten Abstammung;
| sondern durch das Tun des Willens Gottes, wozu sie durch Christus befreit wurde (→ Mitte der konzentrischen Gliederung) br
| und um den sie sich versammelt, | es findet hier also eine Einschränkung statt, die das tatsächliche Tun des Willens Gottes zum Maßstab macht.
| wie hier die Gemeinschaft, auf die Jesus verweist, um ihn sitzt. li
p.card-text | Gleichzeitig findet zweitens eine Weitung statt, die in der hier begegnenden Definition von Familie im Sinne von Gemeinde
| Damit wird einerseits deutlich, dass biologische, über das Blut laufende Kategorien nicht ausreichen, | perspektivisch enthalten ist, durch
| man Christ „nicht einfach ist“ aufgrund einer bestimmten Abstammung; | die Mitte der konzentrischen Gliederung aber auch präsent wird:
br br
| es findet hier also eine Einschränkung statt, die das tatsächliche Tun des Willens Gottes zum Maßstab macht. | Denn insofern in der Mitte der konzentrischen Gliederung auch die Völkerthematik eine tragende Rolle spielt
p.card-text | (doppelte Dachöffnung!), bringt die hier vorgenommene ethische Definition von Familie im Sinne von Gemeinde
| Gleichzeitig findet eine Weitung statt, die in der hier begegnenden Definition von Familie im Sinne von Gemeinde | eine grundsätzliche Weitung in die Völkerwelt mit sich;
| perspektivisch enthalten ist, durch br
| die Mitte der konzentrischen Gliederung aber auch präsent wird: | die biologische Familie Jesu, die hier anklopft, wird in dieser Perspektive durchsichtig auf das jüdische Volk.
br li
| Denn insofern in der Mitte der konzentrischen Gliederung auch die Völkerthematik eine tragende Rolle spielt | Nicht nur eine biologisch-blutlinienmäßige, sondern auch eine völkisch-nationalistische Definition von Familie im Sinne von Gemeinde
| (doppelte Dachöffnung!), bringt die hier vorgenommene ethische Definition von Familie im Sinne von Gemeinde | wird hier
| eine grundsätzliche Weitung in die Völkerwelt mit sich; | zurückgewiesen mit der neuen, ethischen Definition dieses sozialen Gebildes;
br br
| die biologische Familie Jesu, die hier anklopft, wird in dieser Perspektive durchsichtig auf das jüdische Volk. | damit wird gleichzeitig Platz geschaffen für eine
p.card-text | völkerverbindende Gemeinschaft als „Familie Gottes/Jesu“, die den Willen Gottes in der Nachfolge Jesu tut
| Nicht nur eine biologisch-blutlinienmäßige, sondern auch eine völkisch-nationalistische Definition von Familie im Sinne von Gemeinde | im Sinne des „Glaubens, der durch die Liebe wirkt“.
| wird hier
| zurückgewiesen mit der neuen, ethischen Definition dieses sozialen Gebildes;
br
| damit wird gleichzeitig Platz geschaffen für eine
| völkerverbindende Gemeinschaft als „Familie Gottes/Jesu“, die den Willen Gottes in der Nachfolge Jesu tut
| im Sinne des „Glaubens, der durch die Liebe wirkt“.
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q ...der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter q ...der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter
h6.card-subtitle.text-muted Vater!? h6.card-subtitle.text-muted Vater!?
hr hr
p.card-text ul.card-text
| In der Aufzählung der Familienangehörigen fehlt der Vater; li
br | In der Aufzählung der Familienangehörigen fehlt der Vater;
| sicher ganz bewusst. br
p.card-text | sicher ganz bewusst.
| Denn der <i>eine</i> Vater ist Gott selbst! li
p.card-text | Denn der <i>eine</i> Vater ist Gott selbst!
| Dies Vorstellung begegnet auch im Verlassen des (eigenen, biologischen) Vaters durch die Söhne des Zebedäus li
| sowie dann später bei weiteren Aufzählungen von Familien-Gliedern. | Dies Vorstellung begegnet auch im Verlassen des (eigenen, biologischen) Vaters durch die Söhne des Zebedäus
p.card-text | sowie dann später bei weiteren Aufzählungen von Familien-Gliedern.
| Darin liegt auch ein anti-hierarchischer Impuls (wie das Aufgreifen der Macht-Frage im Evangelium an anderen Stellen zeigt). li
| Darin liegt auch ein anti-hierarchischer Impuls (wie das Aufgreifen der Macht-Frage im Evangelium an anderen Stellen zeigt).
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h5.card-title
| Der implizite Vorwurf an die „Familie“ Jesu, den Willen Gottes <i>nicht</i> zu tun
hr
ul.card-text
li
| Aus der Abfuhr „Jesu“ an seine „Familie“ und dem Verweis Jesu auf den Willen Gottes
| lässt sich der latente Vorwurf heraushören, die „Familie“ Jesu würde den Willen Gottes nicht tun.
li
| Das verbindet sich sehr gut quasi als Gegenanklage (analog zur Spießumkehr bei der Verteidigungsrede)
| mit der negativen Meinung der „Familie Jesu“ über Jesus,
| die in der vorvorausgegangenen Erzählung deutlich geworden war.
li
| Es ist von einer <i>nachösterlichen</i> Problematik auszugehen;
br
| jedenfalls fügt sich dieser implizite Vorwurf gut ein in das Gegenüber zum Herrenbruder „Jakobus“ („gegenwärtig“ in der Apostelliste)
| und den „Schriftgelehrten, die aus Jerusalem herabkamen“ also judaisierenden Christen ,
| die Paulus bzw. seinen Gemeinden das Leben schwer machen.
br
| Gleichzeitig lässt sich auch die abfällige Meinung der „Familie Jesu“ über „Jesus“ am ehesten hier einordnen, zumindest in der Aussageabsicht des Markus.
br
| Es entsteht jedenfalls ein gutes nachösterliches Gesamtbild, das die Interpretation der einzelnen Episoden auf diese Zeit hin stützt,
| vor allem auch die Deutung der „Schriftgelehrten, die aus Jerusalem herabkamen“ auf den Kreis um Jakobus und
| des Gegenübers „Schriftgelehrte ↔ Jesus“ auf das dahinter stehende Gegenüber „Jakobus ↔ Paulus“ (in Sachen Rechtfertigungslehre).
li
| In diesem Kontext nicht irrelevant ist, dass Paulus in
span.bibelstelle Gal 6,12-13
| wohl genau dem Kreis um Jakobus (bzw. damit zusammenhängenden Kreisen im Judenchristentum)
| vorwirft, den Willen Gottes wie er im jüdischen Gesetz formuliert ist nicht zu tun:
br
q.bibeltext
| Jene Leute, die im Fleisch nach Anerkennung streben [was nach Paulus Sünde ist → Ruhmsucht],
| nötigen euch nur deshalb zur Beschneidung [und damit zur Übernahme des Gesetzes]
| damit sie wegen des Kreuzes Christi nicht verfolgt werden.
br
i Denn obwohl sie beschnitten sind, halten sie selbst das Gesetz nicht;
br
| dennoch dringen sie auf eure Beschneidung, damit sie sich eures Fleisches rühmen können.
br
| Dies könnte hier im Hintergrund stehen.
br
| Verwandt damit ist sicher
span.bibelstelle Phil 3,18-19:
br
q.bibeltext
| 18 ... viele von denen ich oft zu euch gesprochen habe, doch jetzt unter Tränen spreche
| leben als Feinde des Kreuzes Christi.
br
| 19 Ihr Ende ist das Verderben, ihr Gott der Bauch und ihre Ehre besteht in ihrer Schande;
br
i Irdisches haben sie im Sinn.