Ergänzungen Wegbereitung

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Peter Fischer 2020-03-29 15:09:59 +02:00
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q Bereitet den Weg des Herrn, macht gerade seine Pfade!
.small.text-muted Mk 1,3
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p
| <q>Mit Christus begraben Aufgerichtet zum Dienst</q>
p.mb-0 Röm 6,4:
q
| Wir wurden mit Christus begraben durch die Taufe auf den Tod;
br
span.small [→ Gelähmter auf Bare durch das Dach zu Jesus hinabgelassen.]
br
i und wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde,
br
span.small [→ Himmelaufreißen, Geistsendung]
br
i so sollen auch wir in der Neuheit des Lebens wandeln.
br
span.small [→ a) Der Gelähmte erhebt sich und ist geheilt; b) Die vier reißen für den Gelähmten das Dach auf und lassen ihn hinab zu Jesus]
.card.konzentr-7.mb-2
.card-body.gliederung
@ -43,7 +58,7 @@ block content
p.card-text.small
| Die Taufe vermittelt Sündenvergebung.
p.card-text.small
| Zur Rettung des Menschen reißt Gott den Himmel auf und sendet seinen Geist in seinen Sohn hinein.
| Um seinen Sohn aufzuwecken, reißt Gott den Himmel auf und sendet seinen Geist in seinen Sohn hinein.
.card.konzentr-5.mb-2
.card-body.gliederung
@ -98,6 +113,9 @@ block content
| Taufe als Ort der Sündenvergebung;
br
| Jesu Tod und Auferstehung <q>gegenwärtig</q> in der Taufe als Ursache der Vollmacht, dass Jesus Sünden vergeben kann.
br
| Er, der in der Taufe = Tod alle Sünden auf sich genommen hat (<q>unser Krankheit getragen hat</q>),
| er darf sie auch vergeben.
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| In der Mitte steht das Aufgerichtetwerden, hier erhebt sich ein Gelähmter:
| beides kann in Beziehung zur Auferstehung gesetzt werden.
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br
| Diese Bezüge erklären die Verquickung von Heilung und Sündenvergebung: vordergründig eine Heilung,
| hintergründig eine Bebilderung von Röm 6,4.13.
| (Bzw. auf der Ebene der Soteriologie Sündenvergebung; auf der Ebene der Ethik rettende Hinwendung zu einem Letzten der Gesellschaft.)
p.card-text.small
| Auffällig ist die Analogie <q>Himmelaufreißen</q> <q>Dachaufreißen</q>:
br
| Wie Gott zur Rettung des Menschen den Himmel aufreißt und seinen Geist herabsendet,
| Zur Auferweckung seines Sohnes reißt Gott den Himmel auf und sendet seinen Geist herab,
br
| so reißen die 4 das Dach auf und lassen den Gelähmten hinab, um ihn zu retten.
| zur Rettung des Gelähmten reißen die 4 das Dach auf und lassen den Gelähmten hinab.
br
i Sie vollziehen das soteriologische Handeln Gottes auf der Ebene der Ethik nach.
br
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| (Man beachte Mk 1,8!) (Vgl. auch Mk 3,22-30.)
p.card-text.small
| Die Erzählung erhebt den Anspruch, zu belegen, <q>dass de ,rMenschensohn die Vollmacht hat,
| Das visuelle Geschehen, dass einer <q>wie tot</q> (eben gelähmt) (auf einer Trage liegend) <q>begraben</q> wird
| und sich dann erhebt, kann als Analogie zur Auferstehung Jesu verstanden werden.
br
| Das unterstreicht die <q>Schicksalsgemeinschaft</q> mit Jesus in der Taufe → Röm 6.
p.card-text.small.mb-0
| Die 4 haben alles, was den Jüngern (immer wieder) fehlt: sie dienen beispielhaft dem Gelähmten,
| einer Randgestalt in der Gesellschaft sie wissen damit, worauf es in der Jesus-Nachfolge ankommt ; sie haben Glauben.
br
| Im Gegensatz dazu fehlt es den Jüngern immer wieder an Glauben, und sie stellen sich dem <q>Weg des Herrn</q> (bzw. dem Weg zum Herrn) immer wieder
| in den Weg, z. B. bei den Kindern, bei Bartimäus.
br
| Sie bahnen dem Gelähmten den Weg zum Herrn und bereiten so gleichzeitig den Weg des Herrn zu ihm.
p.card-text.small
| Die Erzählung erhebt den Anspruch, zu belegen, <q>dass der Menschensohn die Vollmacht hat,
| auf der Erde Sünden zu vergeben</q>; äußerer Beleg ist das Sich-Erheben und Weggehen des Gelähmten.
br
| Ist dies aber als Bebilderung von Röm 6,4.13 verstanden, stellt sich die Frage, was Markus dann damit realiter meint.
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| bei beiden Rufen geht es das zeigt sich für Letzteren gerade auch in Mk 2,1-12! um ein Wirken im Dienst des heilvollen Kommens Gottes/Jesu zu den Menschen.
| (Vgl. auch Mk 9,33-37!)
br
| → Wer Jesus nachfolgt, bereitet den Weg des Herrn (letztlich Gottes selbst).
br
span.small Man beachte, wie Nachfolge und Wegbereitung in der Erzählung vom Einzug in Jerusalem zusammengebunden sind.
p.card-text.small
| Levi steht auf und folgt Jesus nach. Unmittelbar nach der Symbolheilung des Gelähmten/Sünders erzählt,
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| wird es heißen, dass er Jesus nachfolgt. Beide Blindenheilungen sind durch die Gliederung des Meta-Teiles <q>Auf dem Weg</q>
| aufeinander bezogen, wie auch die Heilung des Gelähmten/Sünders und die Berufung des Levi eine Einheit bilden (vgl. die Gliederung und die Gedanken oben).
br
span.small
| Man beachte, dass die Heilung des Gelähmten durch die zwei Stufen, die hier erzählt werden, eine formale Verwandtschaft
| zu den beiden Blindenheilungen hat, die auch jeweils zwei Stufen kennen (Menschen sehen <q>alles ganz genau erkennen</q>;
| zunächst Zurückweisung, dann Herrufen durch die <q>Vielen</q>).
br
| Somit wird man das <q>nach-Hause</q>-Gehen und die Nachfolge aufeinander beziehen müssen: der Weg nach Hause ist der Weg der Nachfolge Jesu,
| das Haus, um das es hier eigentlich geht, ist nicht ein irdisches Wohnhaus, sondern das Haus Gottes, der Himmel, das dem offen steht,
| der Jesus nachfolgt.
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span.small
| Man beachte, dass durch die Beziehung von Mk 8,22-26 und 9,41-50 praktisch verbürgt ist, dass <q>Haus</q> (in diesem Zusammenhang)
| und <q>Reich Gottes</q> effektiv identisch sind.
br
span.small
| Vgl. auch Röm 6,5 [Zukunftsform!]:
q Wenn wir nämlich ihm [= Christus] gleich geworden sind in seinem Tod, dann werden wir auch in seiner Auferstehung vereint sein.
br
| Nach Hause gehen heißt noch nicht, zuhause zu sein; die Heimat steht jetzt offen, aber es ist noch der Weg dorthin zurückzulegen → Nachfolge!
br
| Auch nach Röm 6 ist das Begrabenwerden mit Christus in der Taufe nicht Ende, sondern gerade Beginn
| eines christlichen Lebens: mit dem Begrabenwerden verbindet sich ja das Aufgerichtetwerden zu einem Wandel in der Neuheit des Lebens;
| <q>Wandel</q> ist gerade nichts Statisches, sondern ein <q>Gehen</q>, ein im eigenen Handeln Nachvollziehen dessen,
| was in der Taufe geschehen ist.
br
| Vielleicht ist es nicht unbedacht geschrieben, dass der Geheilte seine Bahre auf dem Weg nach Hause mitnehmen soll,
| während doch Petrus &amp; Co. ihre Netze zurücklassen und Bartimäus seinen Mantel zurücklässt:
| sie ist ihm <q>Werkzeug</q> auf dem Weg <q>nach Hause</q>, um anderen zu helfen; so wie ihm
| geholfen wurde, indem vier Männer ihn auf der Bahre zu Jesus gebracht haben.
p.card-text.small
| In der Mitte steht die Aufrichtung der Schwiegermutter des Petrus zum Dienst,
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| was Gott auf soteriologischer Ebene tut: Dienst am Menschen, an den <q>Letzten</q>.
br
span.small
| Dabei sit <q>Nachvollziehen</q> deutlich abzuheben von Nachahmen und Nachspielen (→
| Dabei ist <q>Nachvollziehen</q> deutlich abzuheben von Nachahmen und Nachspielen (→
| Fußwaschung am Gründonnerstag)
br
| <q>Bereitet den Weg des Herrn!</q> kann also wie folgt verstanden werden:
ol.small.mb-0
li
| Imperativische und soteriologische Komponente:
br
| Bahnt den Weg für Notleidende zum Herrn (bzw. des Herrn zu Notleidenden, indem ihr euch ihnen zuwendet) es ist gleichzeitig euer Weg zum Herrn (Jesus sieht sie bzw. ihren Glauben) (vgl. Mk 9,36-37!)
br
| [= Bereitet den Weg, auf dem der Herr zu den Menschen kommt!]
li
| Inhaltliche Komponente (Wie? des Weges: Nachfolge = Nachvollziehen des soteriologischen Erlösungshandelns Gottes auf Ebene der Ethik):
br
| Dieser Weg [zu was man sich bekehren soll] ist der gleiche Weg, wie ihn der Herr selbst beschreitet.
| [und nicht ein mit den Handeln Gottes selbst nicht verbundener, von ihm nur auferlegter Weg]
br
| [= Bekehrt euch zu dem Weg/geht den Weg, den Gott/Jesus selbst geht!]
//- Macht es wie Gott [= geht den gleichen Weg, den Gott/Jesus geht]! [= Bereitet den gleichen Weg, wie ihn der Herr geht, und geht ihn selber [auf diesem Weg kommt gleichzeitig auch der Herr an].]
.card
h5.card-header
q Ich sende meinen Boten vor dir her, der deinen Weg herrichten wird.
.small.text-muted Mk 1,2b
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p
| Jesus, der gekommen ist, um sich begraben zu lassen auf dass in ihm die Sünder ihr Heil finden
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.card-body.gliederung
h6.card-title
@ -290,7 +362,7 @@ block content
br
span.small Mit der Einspielung <q>zeig dich dem Priester</q> kommt der Tempel als bisheriger Ort der Reinheit ins Blickfeld.
p.card-text.small
| Taufe des Sündlosen, der unsere Sünden auf sich genommen hat.
| Taufe des Sündlosen, der unsere Sünden auf sich genommen hat (<q>unsere Krankheit getragen hat</q>).
.card.konzentr-6.mb-2
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h6.card-title
@ -298,6 +370,17 @@ block content
h6.bibelstelle.card-subtitle.text-muted.mb-3 Mk 2,1-2
p.card-text.small
| Die Scharen kommen zu Jesus Jesus als <q>Nachfolger</q> des Johannes
br
span.small Wie die Scharen einst zu Johannes kamen, so kommen sie jetzt zu Jesus.
br
span.small
| Durch das Trennen von Wirken des Johannes und der Taufe Jesu
| in Verbindung mit dem Trennen der Einleitung des Gelähmten von der Heilung des Gelähmten
| wird der Akzent auf die Vorgängerrolle des Johannes gelegt und damit die Sendung Jesu selbst betont
| (Sterben und Auferstehung; das Gekommensein Jesu zu einem Zweck, das in dieser Gliederungsvariante
| Mitte und Ende prägt).
p.card-text.small
| Jesus verkündet <q>das Wort</q>: Sündenvergebung, Umkehr
.card.konzentr-7
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h6.card-title
@ -333,47 +416,60 @@ block content
| Rand unten: Jesus ist nicht gekommen, um Gerechte zu rufen, sondern Sünder.
p.card-text.small
| Die 4 Männer bereiten dem Gelähmten den Weg (zu Jesus),
br
| wie Johannes den Weg Jesu <q>hergerichtet</q> hat.
p.card-text.small
| Das visuelle Geschehen, dass einer <q>wie tot</q> (eben gelähmt) (auf einer Trage liegend) <q>begraben</q> wird
| und sich dann erhebt, kann als Hinweis auf die Auferstehung Jesu verstanden werden.
br
| Das unterstreicht die <q>Schicksalsgemeinschaft</q> mit Jesus in der Taufe, die gegenüberliegend
| thematisiert wurde mit Rückgriff auf Röm 6.
.small
| Die 4 Männer bereiten dem Gelähmten den Weg (zu Jesus),
br
| wie Johannes den Weg Jesu <q>hergerichtet</q> hat.
p.card-text.small.mb-0
| Die 4 haben alles, was den Jüngern (immer wieder) fehlt: sie dienen beispielhaft dem Gelähmten,
| einer Randgestalt in der Gesellschaft sie wissen damit, worauf es in der Jesus-Nachfolge ankommt ; sie haben Glauben.
br
| Im Gegensatz dazu fehlt es den Jüngern immer wieder an Glauben, und sie stellen sich dem <q>Weg des Herrn</q> (bzw. dem Weg zum Herrn) immer wieder
| in den Weg, z. B. bei den Kindern, bei Bartimäus.
br
| Sie bahnen dem Gelähmten den Weg zum Herrn und bereiten so gleichzeitig den Weg des Herrn zu ihm.
br
| <q>Bereitet den Weg des Herrn!</q> kann also wie folgt verstanden werden:
ol.small.mb-0
| Zwei gegensätzliche Konzeptionen von <q>Wegbereitung für den Herrn</q>
| stehen hier einander gegenüber:
ul
li
| Imperativische und soteriologische Komponente:
| Das Land von den Sündern reinigen, indem man sie hinauswirft (<q>vor die Tür setzt</q>);
| dafür stehen hier die Pharisäer.
br
| Bahnt den Weg für Notleidende zum Herrn (bzw. des Herrn zu Notleidenden, indem ihr euch ihnen zuwendet) es ist gleichzeitig euer Weg zum Herrn (Jesus sieht sie bzw. ihren Glauben) (vgl. Mk 9,36-37!)
br
| [= Bereitet den Weg, auf dem der Herr zu den Menschen kommt!]
| → Sünder ausgrenzen, hinauswerfen, aus dem Volk ausschließen.
li
| Inhaltliche Komponente (Wie? des Weges: Nachfolge [siehe gegenüberliegend]):
| Die Sünder zum Adressaten der Zuwendung Gottes werden lassen, um sie zu wandeln
| und auf diese Weise die Sünder (so gut es geht) zu <q>beseitigen</q>;
| dafür steht Jesus (und die vier Männer, die den Weg Gelähmten/Sünders zu Jesus hereintragen).
br
| Dieser Weg [zu was man sich bekehren soll] ist der gleiche Weg, wie ihn der Herr selbst beschreitet.
| [und nicht ein mit den Handeln Gottes selbst nicht verbundener, von ihm nur auferlegter Weg]
br
| [= Bekehrt euch zu dem Weg/geht den Weg, den Gott/Jesus selbst geht!]
//- Macht es wie Gott [= geht den gleichen Weg, den Gott/Jesus geht]! [= Bereitet den gleichen Weg, wie ihn der Herr geht, und geht ihn selber [auf diesem Weg kommt gleichzeitig auch der Herr an].]
| → Sünder eingrenzen, sie <q>wandeln</q>, neu ins Volk integrieren.
h4 Weg des Herrn
ul
li
b Weg <i>zum</i> Herrn
br
| Der <q>Weg des Herrn</q> ist immer wieder der Weg <i>zum</i> Herrn: Gelähmter, Kinder, Bartimäus.
br
| Diesem Weg stellen sich die Jünger des öfteren in den Weg, was Jesu harrsche Reaktion ihnen gegenüber provoziert.
li
b Weg des kommenden Heiles zu den Bedürftigen
br
| Für die Bedürftigen geht es um den Weg, auf dem der Herr zu ihnen kommt, wie Segen und Zuwendung Gottes
| in der Welt ankommen können.
li
b Weg des Herrn zu den Nicht-Bedürftigen
br
| Gleichzeitig ist es der Weg, auf dem Jesus bzw. Gott bei demjenigen ankommt, der Hilfe leistet; vgl. Mk 9,37:
br
q
| Wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimt, der nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt,
| der nimmt nicht nur mich auf, sondern den, der mich gesandt hat.
li
b Weg des Dienens
br
| Inhaltlich ist es der Weg des Dienens, den Jesus selbst gegangen ist (vgl. Mk 10,45).
.card.konzentr-3.mt-5
.card-body.gliederung
h6.card-title Heilung des Aussätzigen
h6.card-subtitle.text-muted.bibelstelle Mk 1,40-45
p.card-text.small
| Blick auf den Tempel → vorprogrammierter Konflikt, wenn durch Jesus eine neue Quelle der Reinheit eröffnet ist.
.card.konzentr-2
.card-body.gliederung
h6.card-title Viele Menschen kommen zu Jesus, er lehrt sie
@ -392,6 +488,8 @@ block content
.card-body.gliederung
h6.card-title Berufung des Levi; Jesus und die Zöllner und Sünder
h6.card-subtitle.text-muted.bibelstelle Mk 2,14-17
p.card-text.small
| Konflikt mit den Pharisäern
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